Ausgefragt! - Folge 12 - podcast episode cover

Ausgefragt! - Folge 12

Mar 09, 20251 hr 8 minEp. 448
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Episode description

Fragen an die Podcaster

Im Format Ausgefragt! beantworten die Podcaster Fabian, Chris und Gunnar Fragen der Hörer. Die sind in der Regel so ausgewählt, dass die Antworten nicht nur „Ja“, „Nein“ oder „Wurscht“ lauten können, sondern idealerweise ein bisschen was Persönliches preisgeben.

Wir danken allen, die Fragen eingesendet haben! Ausgefragt! gehört zu unseren festen Formaten – es erscheint halbjährlich. Wer eine Frage hat, schickt die bitte einfach per Mail an fabian AT stayforever PUNKT de; Fabian sammelt die dann für die nächste Folge im Herbst. Bitte keine Fragen zum Podcast an sich oder zu geplanten Folgen.

Dies sind die Fragen von dieser Folge:

Frage 1, gestellt von: Yann

Welchen Arcade-Automaten hättet Ihr gerne im Wohnzimmer stehen? –

Frage 2, gestellt von: Kim

Wenn ihr nicht in digitalen Berufen unterwegs wärt, was wäre wohl euer handwerklicher Beruf? Habt ihr da Talente? –

Frage 3, gestellt von: Michele

Welche Rolle spielt die Bildgröße für die Spielerfahrung? Zockt Ihr im Wohnzimmer am 60-Zoll-OLED, im Spielzimmer auf der 2.5-Meter-Leinwand oder im Arbeitsbereich am 15-Zoll-Laptop? –

Frage 4, gestellt von: Stephan

Letztens hörte ich Runde 514 von The Pod - Treffen der Podcaster, in der sich André mit Ringo und Fabian über deren Projekt Down to the Detail unterhielt und dabei immer wieder Christians Name als Referenz fiel. Die Games-Podcaster-Bubble scheint überschaubar zu sein. Gibt es Absprachen, sich nicht zu “kannibalisieren”? Findet also irgendeine Art von Austausch zwischen den Beteiligten statt? Sprich: Was passiert hinter den Kulissen der Games-Podcasts?

Frage 5, gestellt von: Ulrich

Wie strukturiert ihr euch als Gaming-Podcaster euren täglichen oder wöchentlichen Arbeitsalltag? Vormittags spielen und am Nachmittag recherchieren oder aufzeichnen? Und dabei gleich mitbeantwortet: Was gehört so in den täglichen Arbeitsalltag hinein? –

Frage 6, gestellt von: Andreas

Wenn ihr ein tierisches Familienmitglied hättet, welches Tier wäre das und wie würde es heißen? Oder seid ihr vielleicht schon stolze Besitzer tierischer Mitbewohner? –

Frage 7, gestellt von: Timo

Was würdet Ihr machen, wenn Ihr eine Million Euro bekommen würdet, die Ihr aber nur in euren Podcast investieren dürftet? Also in Technik, Personal usw., aber nicht in euer Privatleben – sofern man das trennen kann.

Frage 8, gestellt von: Lorenz

Welche Spiele würdet ihr in eurer Top-3 Liste sehen, wenn es um technische Meilensteine in der Spielegeschichte geht? Also vielleicht auch abseits von "Wolfenstein/Doom sind Wegbereiter für den Shooter". Vielleicht gibt's ja noch andere Dinge, die bemerkenswert sind und einzelne Spiele speziell herausstellen. –

Frage 9 (nur an Christian), gestellt von: Sascha

Als alter Fan von Young in the 80s würde ich gerne wissen, wie es Christians Bruder Peter geht? Was macht er und wieso hat er mit dem Podcasten aufgehört? Chris und Peter haben nicht nur super harmoniert, Peter hat auch eine angenehme Stimme und klare Aussprache. Er sollte auch zu Stay Forever kommen. –

Frage 10, gestellt von: Sebastian

Gibt es für euch ein Spiel, das theoretisch alle eure persönlichen "Checkboxes" markiert und das ihr aus irgendeinem seltsamen Grund trotzdem nie mochtet? So eins, wo niemand, euch selbst eingeschlossen, richtig verstehen kann, weshalb es euch nicht gefällt?

Podcast-Credits:

Sprecher: Christian Schmidt, Fabian Käufer, Gunnar Lott Redaktion: Fabian Käufer Audiobearbeitung: Sascha Blach, Christian Schmidt Titelgrafik: Paul Schmidt, Johannes DuBois Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik), Impossible Mission (Sample)

Unterstützung & Interaktion:

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ausgefragt, dem Format, wo wir von Stay Forever eure Fragen beantworten. Wie immer haben wir im Vorfeld dazu aufgerufen, uns Fragen zu schicken und das via Mail an fabian.stayforever.de. Das Postfach, das ist dauerhaft geöffnet und ihr könnt mir also jederzeit Mails schicken für jede neue Folge von Ausgefragt, werten wir dann zusammen aus, was an neuen Fragen eingegangen ist.

Und wenn ich wir sage, dann meine ich damit natürlich auch meine wunderbaren Stay Forever Kollegen, die ich an dieser Stelle auch erstmal begrüßen möchte. Hallo Chris. Hallo Fabian. Und natürlich auch hallo Gunnar. Hallo Fabian, hallo Chris, hallo Leute. Hallo Gunnar, hallo zusammen. Chris Gunnar, seid ihr bereit, euch den neuen Fragen zu stellen, die unserer Hörerschaft am Herzen liegen? Warte, ich muss mir nochmal schnell den Schweiß von der Stirn wischen. Jetzt bin ich bereit. Du auch Gunnar?

Ja, kann losgehen. Sehr schön, dann wollen wir auch gar nicht weiter Zeit verlieren. Wir starten heute mit einer ziemlich kurzen, aber dafür umso schöneren Frage, die uns von Jan erreicht hat. Jan hat gefragt, welchen Arcade-Automaten hättet ihr gerne im Wohnzimmer stehen? Chris, welcher wäre das bei dir?

Oh, das ist eine sehr schöne Auftaktfrage. Und eigentlich ist die naheliegende, ganz einfache Antwort darauf, das muss natürlich Bubble Bubble sein, weil das ja bekanntlich das beste Arcade-Spiel ist, das je für zwei Spieler gemacht wurde. Ich weiß nicht, wie euch beiden das geht, aber manchmal ist man so seltsam verliebt in bestimmte Spiele, in dem Fall einen Spielautomaten, zu dem ich so eine historische Beziehung habe.

Wir waren früher, wie das vermutlich einigen von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern auch geht, im Italienurlaub und da konnte man als deutsches Kind die Spielhallen erleben, die es zu Hause so nicht gab. Ich kannte das von zu Hause nicht und war dann da halt im Urlaub öfter mal in der Spielhalle. Das waren die Mitte 90er und da gab es einen Automaten namens Toki.

Und ich musste jetzt nachgucken, ich wusste noch nicht mal von wem der eigentlich ist das Konami, Sega, Capcom oder sonst irgendwas, nein, es ist eine japanische Firma namens TAD Corporation noch nie gehört, gab es auch nur ein paar Jahre lang, die haben nur eine Handvoll Automaten gemacht, der bekannteste glaube ich davon war Cabal, und eben auch dieses Toki von 1989, habt ihr das jemals gehört, diesen Namen?

Ja, dein Name sagt mir was, aber du müsstest mir schon nochmal beschreiben, was für eine Art von Spiel das ist. Also man spielt da einen Dschungelmenschen, der in einen Affen verwandelt wird und dann ist man halt so ein laufender Menschenaffe, der aber gleichzeitig Kugeln spucken kann aus seinem Mund oder Samen oder was auch immer das sein soll.

Und ich habe mit Erstaunen auf Wikipedia gelesen, dass das unter das Genre Run & Gun eingeordnet wird, weil für mich war das immer ein Jump'n'Run mit Schießen. Und dann habe ich kurz darüber nachgedacht, ob Run'n'Gun und Jump'n'Run mit Schießen nicht einfach das Gleiche ist. Aber ich habe das in meinem Kopf noch nie so übereinandergebracht.

Naja, auf jeden Fall ist das so ein Cartoon-Grafik-Sidescroller, wo man mit einem Affen rumspringt und gleichzeitig aber auch auf Dschungel- und Fantasiewesen schießen muss. Und das hat absolut nichts Besonderes. Das ist ein 0815 Arcade-Spiel, außer dass es für meine Begriffe damals, als ich das gesehen habe, wunderschön aussah. Ganz tolle Pixelgrafik und dieses faszinierende Setting hat. Ich weiß auch nicht, was mich an einem rumlaufenden Affe so fasziniert hat.

Damals kannte ich noch keinen Donkey Kong Country. Und bis heute geht mir dieses verdammte Spiel nicht aus dem Kopf. Ich habe damals auch versucht, habe da ein paar Münzen mal eingeworfen als Jungspund, bin da schnell dran gescheitert. Also ich weiß nicht, ob ich jemals überhaupt ins zweite Level gekommen bin. Aber es vergeht kein Jahr, wo ich mir nicht ein Longplay auf YouTube zu dem Ding angucke.

Und ich glaube, rein aus dieser seltsamen persönlichen Verbundenheit zu diesem obskuren Spiel würde ich mir einen Toki-Automaten ins Wohnzimmer steigen. Also jetzt werdet ihr lachen, aber tatsächlich kenne ich das. Ich habe jetzt nochmal kurz nachgeguckt, nachdem du das auch gesagt hattest. Der Titel kam mir gleich so bekannt von dann das mit dem Affen. Das wurde vor ein paar Jahren mal neu aufgelegt. Hast du diese Version auch

mal gesehen? ja, das gibt es für Steam und Switch und die aktuelle Playstation und Xbox und das sieht sogar schön aus. Und ich sehe gerade bei Steam hat diese Neuauflage eine 9 von 10 im Wertungsschnitt von 2019. Das ist komplett an mir vorbeigegangen. Echt, da gibt es eine Neuauflage. Made my day, Fabian, danke schön. Weiß ich schon, was ich heute noch machen werde. Ja, sehr schön. Also sieht zumindest hübsch aus. Guck da mal rein.

Das sah damals auch schon hübsch aus. Also das ist aber, glaube ich, auch das Einzige, was für dieses Spiel spricht. Ich kann sagen, ich habe von dem Spiel noch nie gehört. So, und einer muss es ja mal aussprechen, die Wahrheit, ich will keinen Arcade-Automaten in meinem Wohnzimmer haben. Tut mir leid, bei aller Liebe fürs Gaming, das ist ein großes Möbel, das macht so ein elektrisches Geräusch, wenn es an ist, das nimmt eine ganze Ecke des Raums ein.

Ich glaube nicht, dass ich das in meinem relativ minimalistisch eingerichteten Wohnzimmer haben will. Das kommt mir nicht ins Haus. Ich finde den Gedanken, einen Arcade-Automaten zugänglich zu haben, aber natürlich schon auch schön. Ich hätte natürlich, wenn ich im Büro mehr Platz hätte, vielleicht gern einen Arcade-Automaten im Büro oder vielleicht im Gästezimmer oder so, wo ich nicht ständig drauf gucken muss, aber jederzeit hin kann.

Und wenn ich mir da einen aussuchen könnte, dann hätte ich gern Tekken World Cup. Das ist dieses Fußballspiel von Techham. Und das kam vor in der Sensible Soccer Folge, weil es ein bisschen eins der Vorbilder ist, nach denen Sensible Soccer gemacht worden ist. Das ist ein Fußballspiel. Eines der frühen Fußballspiele, die den Sport gut umgesetzt haben.

Und zwar gibt es das als Cocktailkabinett, also wo man zu zweit sozusagen einem Tisch gegenüber sitzt und das Spielfeld hin und her scrollt, je nachdem, wer gerade im Angriff ist. Und das hat so ein Checkball und lässt sich sehr flüssig steuern und sieht halt super aus für die Zeit. Das würde ich nehmen. Ja, ich verstehe natürlich dein Argument, Gunnar, das mit dem Gerät, was man sich dann ins Wohnzimmer stellt.

Andererseits, wenn du sagst, es ist minimalistisch eingerichtet, dann ist wahrscheinlich zumindest der Platz rein theoretisch noch da. Und so wäre das bei uns ja auch. In dem Wohnzimmer könnte ich schon Arcade-Automaten stellen. Ich weiß nicht, wie oft man ihn dann wirklich benutzen würde, wenn ich mir einen holen würde. Bei mir ist das Interesse am größten an Automaten, die so aus den frühen 90ern kommen.

Ich habe eine ähnliche Erfahrung wie Chris, dass ich mich so an Urlaube in der Kindheit erinnere, wo ich mal irgendwo Spielautomaten gesehen habe, aber das sind wirklich nur ganz verschwommene Erinnerungen. Und so zu Hause in der hessischen Provinz hatte ich ja quasi gar keine Möglichkeit, jemals mit irgendwelchen Spielautomaten in Berührung zu kommen.

Und darum, die Spiele, die mich am ehesten reizen würden, das sind Spiele, die mich zu der Zeit, also damit meine ich dann so Anfang der 90er, auf Konsolen begeistert haben, von denen ich aber wusste, dass die eigentlich aus der Spielhalle kommen, wo sie wahrscheinlich nochmal toller waren und wo ich die Automaten zumindest auch mal gesehen habe auf Bildern, die man in Spielemagazinen abgedruckt gefunden hat.

Und ich bin dann gelandet jetzt bei zwei Spielen, zwischen denen ich mich nicht so recht entscheiden konnte. Ich glaube, ich würde nehmen Mortal Kombat oder NBA Jam. Ah, NBA Jam. Ja, das sind vielleicht beides für sich genommen, jeweils nicht die aller allerbesten Spiele der Welt, aber die haben mir damals Spaß gemacht und ich fand die beide sehr faszinierend. Und ich glaube, das sind übrigens beides sogar Spiele, wo es so moderne Nachbauten für daheim zu kaufen gibt.

Das ist ja so ein Ding gewesen in den letzten Jahren, dass verschiedene Firmen solche modernen Arcade-Automaten anbieten in so einem Fenster zwischen 0 und 1000 Euro, die man sich dann für zu Hause bestellen kann. Ich habe mich manchmal schon dabei ertappt für ein paar Minuten, dass ich online geguckt habe, was kosten denn gerade so.

Ich habe dann aber nie einen bestellt. Ich habe zum einen offen gesagt auch ein bisschen Angst, dass der Zusteller, der mich einfach erschlagen würde, wenn er dieses Paket hier in den zweiten Stock bringen müsste. Zum anderen, was mich auch ein bisschen davon abhält. Ist… Wie naiv du glaubst, dass der Zusteller das in den zweiten Stock bringen würde. Ja, kann ja unmöglich alleine hochschleppen. Das wird Bordsteinkante geliefert. Nein, nein.

Und der stellt das schön auf der Palette da unten hin und dann trägst du das halt alleine hoch. Und deine Frau guckt von oben aus dem Fenster und sagt, da helfe ich dir nicht. Das hast du dir selber eingebrockt, du Idiot. Ja, das ist eins der Risiken, die ich nicht eingehen will. Der andere Punkt, ich bin nicht so ein Fan von Joysticks. Und Automaten funktionieren ja in der Regel eben mit Joysticks. Und ich habe am C64 oder am Amiga mit Joysticks gespielt.

Ich habe ja nichts anderes gekannt zu der Zeit. Aber nachdem ich das erste Mal ein Gamepad in der Hand hatte, ich wollte dann nie wieder mit Joysticks spielen und auch das ist wahrscheinlich ein Grund, warum mein Wohnzimmer auch in Zukunft kein Spielautomat sehen wird. Also ich halte fest, zwei von drei hier anwesenden Podcaster würden sich einen Sportspielautomaten zu Hause reinstellen. Damit hätte auch keiner gerechnet, glaube ich.

Ich zumindest nicht. Nun dann lasst uns zur nächsten Frage kommen, die kommt von Kim. Wir drei sind ja Geistesarbeiter. Wir verbringen unseren Tag damit zu denken, zu tippen und mit Leuten zu sprechen und damit verdienen wir unser Geld. Aber Kim möchte jetzt wissen, wenn ihr nicht in digitalen Berufen unterwegs wärt, was wäre wohl euer handwerklicher Beruf? Habt ihr da Talente? Kunar, leg mal los. Das ist ja genau die Frage für mich. Ich denke da schon lange drüber nach, über dieses Thema.

Was ist eigentlich handwerkliches Talent? Ich kann so viel sagen, meine Beschäftigung mit dem Thema kommt daher, dass ich keins zu haben scheine. Und immer wenn ich dann darüber nachdenke, wie dann andere Leute mit handwerklichen Problemen umgehen, zum Beispiel mein Nachbar, der kommen muss, wenn irgendwas bei uns im Haushalt nicht funktioniert.

Dann ist das nicht, dass der irgendwie eine motorische Fähigkeit zu haben scheint, die ich nicht habe, sondern der hat irgendwie ein Rezept im Kopf, wie so ein Koch. Der hat ein Rezept im Kopf und sagt, ja, da brauche ich den Dreierschraubenzieher und das Ding und dieses und jenes und dann weiß der, welche Tools der dafür braucht, um das Problem zu lösen und diese Tools hat er dann auch, weil er eine große Werkzeugsammlung hat von adäquater Qualität.

Ist das eine Menge von Rezepten, die man im Kopf hat, die man irgendwann mal gelernt hat aus einer Erfahrung heraus und ist das handwerkliches Talent oder ist das die Fähigkeit, spontan on the fly aus Einzelteilen so ein Rezept zusammenzusetzen, das mir nicht gegeben ist, weil ich die Zutaten sozusagen nicht alle kenne und gar nicht weiß, was eine Ratsche ist oder ein Engländer oder diese anderen magischen Sachen, die die Leute immer sagen.

Das hat mich ein bisschen beschäftigt und dann habe ich gedacht, habe ich überhaupt schon mal jemals in meinem Leben handwerkliche Sachen gemacht? Und immer die Sachen, an die ich denke, das sind immer so feinmotorische Sachen. Und dafür scheine ich nun wirklich auch mechanisch, körperlich nicht so geeignet zu sein. Was ich aber früher in der Jugend viel gemacht habe, womit ich jetzt natürlich lange Jahre keine Berührung mehr hatte, war so grobmotorisches Handwerken.

Also ein Dach decken, eine Mauer machen, auf dem Baum mithelfen und sowas. Und früher, ich habe tatsächlich Geld verdient damit, dass ich auf dem Baum mitgearbeitet habe, eine Zeit lang. und das scheint mir eher zu liegen und das ist auch was, wo ich irgendwie eine natürlichere Affinität hin habe zum grobmotorischen. Wer weiß, was das über mich aussagt. Ich würde denken, wenn ich einen handwerklichen Beruf hätte ergreifen müssen, dann wäre es Dachdecker.

Das finde ich schön. Bei mir wäre es etwas anderes gewesen. Ich komme ja tatsächlich aus einer Handwerkerfamilie. Also mein Vater, ich weiß nicht, ob ich das schon mal erzählt habe, der arbeitet mittlerweile nicht mehr, aber der war Zeit seines Lebens Schlossermeister. Der hat eine kleine Firma gehabt und hat Türen und Fenster und Markisen und Rollläden und sowas in der Art gebaut und verkauft und dann auch montiert.

Und jetzt könnte man vielleicht denken oder zumindest hoffen, dass er so ein bisschen was von seinem handwerklichen Geschick an mich vererbt hätte, aber so richtig ist das nicht so.

Also es liegt vielleicht auch daran, wir hatten halt immer jemanden daheim, der handwerkliche Aufgaben übernommen hat, weil er das eben konnte und das hat vielleicht dann auch noch so lange funktioniert, bis ich irgendwie mal ausgezogen bin und dann noch ein, zwei, drei Umzüge lang, wo dann mein Vater gesagt hat, ja, das komme ich nochmal mit und mache hier das und baue dir das an und dies. Deswegen bin ich da nicht so zur Selbstständigkeit erzogen worden, was das anging.

Aber mittlerweile mache ich zumindest kleinere Sachen auch mal ganz gerne. Also ich kann irgendwie meine Lampe anschließen oder mal Löcher irgendwo in die Wand bohren, um irgendwas aufzuhängen oder festzumachen. Und ich habe gemerkt, dass ich so eine Freude daran habe, das mit gutem Werkzeug zu machen. Also ich habe mir auch so nach und nach bessere Bohrmaschinen und Schrauber

und Sachen gekauft, die man eben so ab und an mal benötigt. Aber wenn ich jetzt wirklich beruflich sowas machen sollte, dann wäre ich glaube ich am ehesten Tischler. Also ich finde die Idee sowas aus Holz zusammenzubauen und da so ganz lange dran rumzuschleifen und Sachen glatt zu machen und schön zu machen und am Ende steht dann da so ein schöner Esstisch oder Schrank, die Vorstellung gefällt mir ganz gut.

Aber jetzt, wo ich es gesagt habe, ich glaube, so ein Schrank, so weit würde ich mir dann wieder nicht mehr vertrauen, dass der nicht bei der erstbesten Gelegenheit zusammenbricht, aber ja, so ein Vogelhäuschen oder so ein Gewürzregal, das würde ich mir als Tischler dann vielleicht selber zusammenbauen, wenn es noch dazu kommt in meinem Leben. Aber würdest du damit dann auch Geld verdienen? Wäre das dein Beruf? Danach fragt Kim ja.

Du wirst gucken, ob man da so ein Geschäft drauf aufbauen kann, so Gewürzregale oder Vogelhäuschen handgefertigt anzubieten. Ach, da bist du bei Etsy in guter Gesellschaft, würde ich sagen. Ich denke auch. Marketing ist dann die halbe Sache schon. Richtig. Das sind dann Unikate, die du machst. Ja, das stimmt. Da sind auch kleine Fehlerchen drin, aber die sind Teil, die den Charme des Ganzen ausmachen. Mit Absicht.

Sehr gut. Ich denke jetzt die ganze Zeit über die Frage nach, die Gunnar gerade gestellt hat, was ist denn eigentlich Talent? Und ich würde das jetzt für mich pragmatisch definieren als in einem bestimmten Bereich mit geringerem Einsatz ein besseres Ergebnis hinzubekommen als der Durchschnitt.

Also wenn man sagt, der hat musikalisches Talent fürs Klavierspielen zum Beispiel, würde ich sagen, okay, diese Person braucht weniger Übungen, um gleich gut oder besser spielen zu können, als ein durchschnittlicher Mensch das braucht. Und unter diesem Gesichtspunkt würde ich sagen, ich habe kein Talent, auf keinen Fall für irgendetwas Handwerkliches.

Es gibt aber trotzdem Dinge, die ich gerne mache. Das ist zum einen Kochen, das ist ja auch was Handwerkliches, das hat der Gunnar auch gerade schon gesagt. Und zum anderen Gärtnern. Ich bin ja nun zwangsläufig notwendigerweise recht viel im Garten, weil der braucht halt Aufmerksamkeit. Und das hat auch einiges gemeinsam, das Kochen und das Gärtnern, weil da glaubten die meisten Menschen mich eingeschlossen, dass man da mit so ein bisschen praktischer Erfahrung viel hin improvisieren kann.

Werd schon irgendwas zusammenrühren mittags und werd schon draußen irgendwie den Gartenschuss bekommen. Aber in Wahrheit gilt für beide Fälle, wenn du richtig gut werden willst, brauchst du die richtige Ausrüstung. Und wenn du richtig gut werden willst, brauchst du halt doch ein Verständnis für das, was du da machst. Dann muss man beim Kochen auch mal sich mit einer Maillard-Reaktion auseinandersetzen.

Und beim Garten muss man schon auch mal gucken, wie der pH-Wert des Bodens zum Beispiel so beschaffen ist. Und auf diesem Niveau bin ich nicht bei keinem von den beiden und weiß auch nicht, ob ich da jemals hinkommen werde oder möchte. Und zumal, wenn ich mir jetzt vorstelle, dass man das beruflich macht, man hört ja immer, die Gastronomie ist die Hölle. Also dass dich das mental kaputt macht, wenn du da in der Küche stehst. Und Gartenarbeit macht dich auf Dauer körperlich kaputt.

Also am besten verbinde ich das beides irgendwie, tagsüber im Garten, abends in der Küche und dann bin ich in null Komma nix bereit für die Frührinte. Und das wäre ja dann das bestmögliche Ergebnis. Sehr schön. Für alle Beteiligten. Beides überraschende Erkenntnisse für mich, dass Gunnar gerne Dachdecker und du gerne Gärtner wärst. Gefällt mir aber ganz gut. Weiß ich nicht, ob ich das gerne wäre, aber es war ja eine alternativlose Frage. Na gut, die nächste Frage kommt von Michele.

Die Frage ist, welche Rolle spielt die Bildgröße für die Spieleerfahrung? Also die des Gerätes, auf dem das Computerspielebild dargestellt wird. Zockt ihr im Wohnzimmer am 60 Zoll OLED, im Spielzimmer auf der 2,5 Meter Leinwand oder im Arbeitsbereich auf dem 15 Zoll Laptop? Fabian, du hast doch da bestimmt eine klare Antwort drauf. Das habe ich tatsächlich, ich finde das eine sehr schöne Frage und ich beschäftige mich auch häufig damit, denn tatsächlich macht das Thema für mich viel aus.

Also im Wohnzimmer spiele ich tatsächlich an einem relativ großen OLED-Fernseher und ich mag das schon auch sehr. Also da auf der Couch sitzen, den Controller in der Hand und ein großes Bild, wo ich alles gut erkennen kann, auch weil ich vielleicht nicht mehr so die allerbesten Augen habe und dann immer mit großer Verzögerung erst feststelle, dass meine Kontaktlinsen schon lange nicht mehr gut genug sind und ich eigentlich mal neue bräuchte.

Und dieses Setup vor dem großen Fernseher, das funktioniert für mich aber in erster Linie für moderne Spiele, so aus dem HD oder Full HD oder 4K-Zeitalter. Bei Retro-Spielen denke ich häufig so, dass die nicht unbedingt von großen Bildschirmen profitieren. Also ich mag da auch gerne sowas wie Scanlines oder andere Merkmale, die so typisch waren für das Bild, was alte Röhrenfernseher hatten.

Und ich finde auch, dass gerade aus der 3D-Frühzeit die Spiele nicht dafür gemacht wurden, dass die auf solche riesigen Größen aufgeblasen werden. Und für sowas nehme ich dann auch gerne mal entweder einen kleineren Bildschirm oder wenn die Spiele da verfügbar sind, dann spiele ich das auch mal auf dem Steam Deck oder auf der Switch oder auch mal einfach an meinem MacBook.

Und dieser Punkt, wo das dann für mich so switcht zu, ich brauche einen größeren Bildschirm, das ist alles so ab Playstation 2, Gamecube und der ersten Xbox. Dann habe ich noch eine Differenzierung, denn Handheld-Spiele wiederum, finde ich, die gehören auf Handhelds. Ich kann mit denen nicht so viel anfangen, wenn man die auf einen großen Bildschirm oder Fernseher bringt. Und um noch auf den Punkt mit den Beamern einzugehen, weil er auch in der Frage enthalten war, finde ich an sich auch toll.

Und ich hatte auch bis vor einer Weile noch einen. Und dann hat das hier in der aktuellen Wohnung, in der wir jetzt leben, nicht mehr so gut funktioniert, weil wir das Wohnzimmer nicht so komplett abdunkeln können. Und dann ist der Beamer eben rausgeflogen. Und dafür ist der OLED-Fernseher dann gekommen.

Ja, um das nochmal zusammenzufassen, dieses Thema, welches Display benutze ich jetzt zum Spielen, Das ist mir total wichtig, aber ich habe nicht so die eine Antwort darauf, sondern das hängt für mich sehr vom jeweiligen Spiel oder von dessen Plattform ab. Ich greife mal vor und prognostiziere, dass Christian da eine eindeutige und einfache Antwort drauf hat. Ja, ich wollte gerade sagen, ich wurde nicht enttäuscht von Fabians Antwort.

Ja, ich hatte mir schon gedacht, Fabian wird eine klare und differenzierte Meinung dazu haben. Und meine Meinung ist, das ist mir schnurziger. Ich bin da völlig schmerzfrei. Für mich ist Bildgröße eh kein Wert für sich genommen, weil das hängt ja davon ab, wie weit ist denn das Ding weg. Und man braucht ja nur deswegen im Wohnzimmer einen größeren Fernseher, weil man da weiter weg sitzt, ist meine Laienmeinung, keine Ahnung, vielleicht ist das schon verkehrt.

Aber wir haben ja nicht mal einen großen Fernseher zu Hause, wir haben hier noch einen HD-Ready-Fernseher stehen, den wir von meinem Bruder mal geerbt haben und der ist vielleicht 10, 20 Mal im Jahr auch wirklich in Gebrauch und ansonsten sitzt jeder in der Familie vor irgendwelchen kleineren Monitoren und ich sitze vor meinem Laptop. Keine Ahnung, was hat denn der, 17 Zoll oder sowas? Und darauf mache ich alles, also auch die fitzeligen Arbeiten.

Das ist ergonomisch vermutlich nicht die ideale Lösung, aber mir ist das schlichtweg wurscht. Herr Moment, du schließt nicht mal den Laptop an einen externen größeren Monitor an, wenn du da irgendwas spielst dann? Nein, normalerweise nicht, nee. Also verrückt, wenn ich mir vorstelle, mein ganzes Leben, also auch mein Spieleleben müsste auf einem 17 Zoll Display funktionieren. Das wird gar nicht gehen.

Naja, das Problem ist, mein Schreibtisch ist nicht so tief. Das heißt, auch bei einem größeren Monitor würde ich relativ nah dran sitzen. Und manche Leute wollen das ja, dass das den Bildbereich so ausfüllt. Also, dass das auch zu den Ecken rausgeht. Aber zum Arbeiten ist das ganz furchtbar. Da ständig hin und her schauen zu müssen, ist schon nicht ideal. Und auch beim Spielen ist mir das nicht so wichtig. Es muss nicht mein ganzes Blickfeld gefüllt sein. Verrückt.

Naja. Oh je, hab ich dir gerade körperliche Schmerzen zugefügt? Ein bisschen. Ich hoffe, Gunnar wird eine schönere Antwort geben. Ich bin bei Fabian, fürchte ich. Ich spiele überall, auf allen möglichen Bildschirmen.

Ich musste kurz nachgucken, was OLED überhaupt ist, aber ein OLED-Bildschirm habe ich ehrlich gesagt nur am Steam Deck und das habe ich vielleicht schon verschiedentlich mal erwähnt, das ist ja auch quasi meine Lieblingskonsole, wenn ich irgendwas auf dem Steam Deck spielen kann, dann spiele ich es da. Aber da gehört alles hin, wenn das irgendwie geht. Außer so ganz großen Titeln natürlich. Ansonsten spiele ich auch auf dem Handybildschirm, auf dem Fernseher, auf dem Laptop und am PC.

Und am PC habe ich so einen Curved-Monitor, so einen großen für so größere Spiele, der halt zum Arbeiten leider scheiße ist. Aber man kann nicht alles haben. Und am Laptop habe ich auch zwei Monitore, also einen richtigen Monitor noch und halt den Laptop-Monitor. Und wenn ich da arbeite, dann habe ich halt immer beides an und gespielt wird dann logischerweise nur auf dem stehenden Monitor.

Das mit dem TV ist ein bisschen schwierig, weil ich bin nicht bereit, mir einen neuen Fernseher zu kaufen, weil ich einen neuen Fernseher doof finde. Die haben alle diese Menüs und die wollen alle nach Hause telefonieren und die wollen alle Daten abgreifen. Man muss sich da einloggen und irgendwas. So einen Fernseher habe ich nicht. Ich habe den letzten HD-Fernseher, den es auf dem Markt gab, der das noch nicht hat.

Und den benutze ich jetzt so lange, bis der kaputt geht. Geht bestimmt noch zehn Jahre oder so. Das ist mir zu wertvoll, dass ich da nicht irgendwie noch irgendwelche Apps updaten muss oder sowas. Das ist halt super. Dafür ist er dann leider nicht so super groß. Aber für damals war er riesig. So, das ist meine ganze Antwort. Es hängt von den Gegebenheiten ab.

Also ich muss da nochmal kurz anknüpfen. Ich finde das auch nicht gut, wenn moderne Fernseher so Apps haben für Streamingdienste oder für Mediatheken und solche Sachen. Doch, ich finde das gut, theoretisch von der Nutzung her. Aber ich finde, man erkauft sich die Nutzung halt damit, dass da eine Internetverbindung ständig herrschen muss, dass da upgedatet wird und dass die dir einfach irgendwas abdrehen können, was sie nicht wollen.

Oder dass sie aufhören abzudaten nach fünf Jahren und dann laufen deine Apps voll mit Sand oder irgendwas. Also ich finde das ganze Ding, dass ich angewiesen bin, auf sowas überflüssig. Dann würde ich lieber so ein Chromecasting oder sowas anstöpseln. Wir kommen jetzt von der eigentlichen Frage weg. Das ist vielleicht nochmal eine Frage, die für sich betrachtet nochmal beantwortet werden müsste. Aber finde ich interessant auf jeden Fall, dass ihr da auf so alten Fernsehern unterwegs seid.

Das ist schon ein ganz schön geiler Fernseher. Das ist halt nur ein bisschen älter. Ich sollte euch immer einfach meine ausgedienten Fernseher verkaufen, weil ich kaufe schon alle paar Jahre neuen. Fabian, das machen wir doch schon alles so. Was ich von dir schon alles gekauft habe, was du aussortiert hast. Ja, das stimmt. Naja, machen wir schnell weiter. Kommen wir zur vierten Frage heute, die hat Stefan geschickt.

Und Stefan hat gesagt, letztens hörte ich Runde 514 von The Pod Treffen der Podcaster, in der sich André mit Ringo und Fabian von Down to the Detail über deren Projekte unterhalten hat. Und dabei sei immer wieder Christians Name als Referenz gefallen. Die Games-Podcaster-Bubble scheint überschaubar zu sein. Gibt es Absprachen, sich nicht zu kannibalisieren? Findet also irgendeine Art von Austausch zwischen den Beteiligten statt? Sprich, was passiert hinter den Kulissen der Games-Podcasts? Chris.

Also erstmal liebe Grüße an der Stelle an die Kollegen, sowohl von The Pod als auch von Down to the Detail. Ich habe die Folge natürlich auch gehört. Ich wusste auch, dass das kommt, denn Ringo und der Fabian haben mir vorher davon erzählt und wir haben dann ein bisschen über ihre Gedanken zu dem Thema gesprochen, also vor der Aufnahme. Und ich fand das dann auch sehr spannend zu hören, was hinterher rausgekommen ist. Also ja, es gibt natürlich die Gespräche hinter den Kulissen.

Ich würde denken, wir kennen die allermeisten von den Kollegen, die im Games-Podcasting-Bereich unterwegs sind, spätestens seit der Tour letztes Jahr, wo ja viele davon auch einfach da waren und hallo gesagt haben, uns besucht haben. Und wir sprechen auch hinter den Kulissen miteinander.

Also ich bin auch schon mal gefragt worden, ob wir vorhaben, bei Stay Forever Thema X oder Y in nächster Zeit zu behandeln, weil der jeweilige andere Podcast das auch in der Pipeline hatte und die wollten dann nicht sich mit uns überschneiden. Also grundsätzlich spricht man da miteinander und das ist auch gut so. Also ich freue mich sehr, dass wir miteinander vernetzt sind in dieser Szene und dass das auch in der Linie freundschaftlich ist, würde ich sagen.

Auch wenn ich mir manchmal sogar mehr Konkurrenz wünschen würde, jetzt nicht im Sinne von, dass man sich schlägt oder sowas, sondern dass Leute uns als Podcast herausfordern. Also, dass Dinge gegen uns gestellt werden, wo andere Podcasts oder andere Projekte sagen, wir können mindestens einen genauso guten Retro-Podcast machen wie ihr oder eine Retro-Folge. Und das passiert ja manchmal auch. Das macht Paul bei Game Not Over.

An der Stelle kurzer Shoutout. Paul hat gerade eine Folge rausgebracht zu Crossout, zu dem alten Shooter. Hervorragend recherchiert. Er hat mit ganz vielen Leuten gesprochen von damals. Also das ist wirklich ein Zahnestückchen. Empfehle ich an dieser Stelle. Oder was Ringo Marius und Fabian bei Down to the Detail machen, ist auch in Sachen Produktionsqualität vorbildlich. Und sowas finde ich toll. Das unterstütze ich erstens gerne.

Aber zweitens finde ich, das ist auch gut für uns bei Stay Forever. Ich finde das gut, wenn es eine Angebotsvielfalt gibt. Ich finde das gut, wenn Leute da was raushauen, so einen Leuchtturm hinstellen und sagen, guck mal, so kann ein Podcast sein. Das befruchtet sich dann gegenseitig und das spornt uns auch an bei Stay Forever. Das war eine lange Antwort, um zu sagen, ja, wir sprechen miteinander. Hm, mein Bild ist ein bisschen ein anderes.

Ich glaube, wenn man diese spezifische The Pod-Folge hört und The Pod ist ja ein Podcast, wo du mit André dieses Format hast und Down to the Detail ist ja das Projekt, wo du der große Mentor bist auf eine Art, das auch immer sehr Promoter ist, weil du ein großer Fan des Formates bist.

Wenn man diese beiden Leute miteinander sprechen hört, dann kriegt man einen anderen Eindruck darüber, wie vernetzt die Szene ist, als wenn zwei andere beliebige Retro-Games-Podcaster miteinander sprechen oder Games-Podcaster miteinander sprechen. Also ich würde schon sagen, wir reden schon, das hat ja Christian richtig dargestellt. Ich würde sagen, so groß ist die Vernetzung nicht, dass man sich auch noch über Themen oder sowas austauscht.

Das ist eher selten. Mir hat da nie jemand drüber gesprochen, wüsste ich jetzt jedenfalls nichts von. Und auch diesen Wunsch, sich nicht zu kannibalisieren, habe ich jetzt so noch nicht wahrgenommen in dem Kontakt mit den anderen. Was ich aber dafür häufig mache, ist mit anderen Podcastern einer ähnlichen Größenkategorie zu sprechen. Und zwar insbesondere von Nicht-Gaming-Podcasts. Ich spreche mit Max vom Rasenfunk oder mit den Leuten von Methodisch Inkorrekt oder mit Marc von Marathon Fitness.

Und will immer mal hören, wie gehen denn die die Situation an? Wie sehen die den Markt? Was haben die sich ausgedacht an besonderen Sachen? Was als gut funktioniert für die? Und dann tauschen wir Informationen aus und erzählen uns gegenseitig so das, was für uns am besten funktioniert hat und hoffen, dass der andere dann daraus lernen kann. Das hat aber noch eine andere Ebene, finde ich. Ja, ich habe hier nicht so eine lange Antwort wie ihr beiden, die ich geben kann.

Ich habe auch zu Kolleginnen und Kollegen anderer Games Podcast Kontakt, teilweise auch, weil die einfach schon sehr lange bestehen und weil ich hier und da irgendwo mal angefragt werde, um da Gastauftritte zu machen. Also zum Beispiel bei Insert Moin oder bei den Nerdwelten oder jetzt zuletzt auch beim Ewiggestern Podcast, wo ich bei einer Musikfolge von denen mitgewirkt habe. Aber tatsächlich habe ich, glaube ich, mit all diesen Menschen noch nie konkret über Themen gesprochen.

Die wir jetzt gerade aktuell bearbeiten oder die wir planen, in den nächsten Wochen oder Monaten zu machen. Auch weil ich jetzt ja alleine nicht entscheide, was wir zum Beispiel bei Super Stay Forever in den kommenden Folgen sprechen werden. Das ist ja immer ein Ding, was wir gemeinsam finden, also ihr beiden und ich. Und von daher, ich habe da schon einen Austausch mit anderen Podcasters, aber eher so von wegen, hey, lass uns mal über dieses und jenes Thema sprechen.

Willst du da bei uns zu einer Folge vorbeikommen, dann bereite ich mich da so ein bisschen vor, aber nicht, was die Projekte an sich oder konkrete inhaltliche Planung für Themen angeht. Okay, dann würde ich sagen, bleiben wir doch beim Podcasting-Bereich. Die nächste Frage kommt von Ulrich und Ulrich fragt, wie strukturiert ihr als Gaming-Podcaster euren täglichen oder auch wöchentlichen Arbeitsalltag?

Vormittags spielen und am Nachmittags recherchieren oder aufzeichnen und dabei gleich mit beantwortet, was gehört so in den täglichen Arbeitsalltag hinein. Gunnar, fängst du wieder an? Strukturiert ist ein großes Wort. Mein Tag ist ziemlich fragmentiert und ich mache viele Sachen gleichzeitig. Bisschen, weil das meine Arbeitsweise ist. Bisschen auch, weil es meinem Tätigkeitenspektrum nahe liegt. Ich versuche mal so ein bisschen durch so einen Tag zu gehen. Ich fange immer an mit der Post.

Ich schreibe morgens Geburtstagskarten beim ersten Kaffee im Büro für die Unterstützer der entsprechenden Stufen. packe die dann ein, tue sie auf den Poststapel. Ich mache dann im nächsten Schritt die Bestellungen fertig, die für Retro-Shirty eingetrudelt sind in der Zwischenzeit. Packe die also ein, mache da die ganze Versandvorbereitung und dann bringe ich die auch in dem ersten Schritt zur Post. Dann ist es meistens so halb zehn.

Dann der nächste Schritt wäre, wenn Folgen live zu stellen sind und dass der entsprechende Tag dafür ist, dann stelle ich Folgen live. Dazu gehört ja auch ein ganzes Bündel an kleinen Tätigkeiten, Beschreibungen machen und so weiter und so fort. Dann habe ich manchmal Vormittagstermine, wenn ich irgendwie Termine habe. Ich habe nicht viele Termine, Gott sei Dank. Aber wenn, dann liegen die auch meistens auf so 11 Uhr oder 10.30 Uhr oder so.

Zum Beispiel versuche ich jetzt gerade, während wir das aufnehmen, einen Dienstleister zu finden für eine bestimmte Sache rund um den Shop. Und da habe ich eine Reihe von Gesprächen zu. Die sind dann auch am Ende des Vormittags in der Regel Und dann gehe ich irgendwann Mittagessen. Ich habe ja das Glück, dass ich nicht weit weg arbeite von zu Hause, kann also nach Hause gehen und mir da was kochen. Nachmittags ist es in der Regel ein bisschen mehr Deep Work.

Da mache ich Recherchen, bereite Dokumente vor oder spiele. Manchmal, wenn es der schlimme Tag ist im Monat, dann habe ich den ganzen Nachmittag geblockt für Bürokratie, also für Steuervorbereitung und Buchhaltung. Und am Abend ist meistens entweder Spielen oder eine Aufnahme. Fabian, wie sieht es bei dir aus? Ja, bei mir ist das sehr unterschiedlich und sehr wild, würde ich sagen.

Nicht, weil ich das gerne so mag, eigentlich im Gegenteil. Ich bin eigentlich jemand, der gerne strukturiert arbeitet und der feste, sich wiederholende Abläufe mag. Aber das lässt sich mit meiner Arbeitsrealität nicht ganz so vereinbaren.

Ich habe ja noch einen Vollzeitjob bei Rocket Beans und das ist jetzt auch nicht so ein typischer Job, der immer von 10 bis 18 oder 9 bis 17 Uhr geht, sondern die Tage sind sehr unterschiedlich, Da wir häufiger ja auch mal Abendsendungen haben, die dann auch mal so eher um Mitternacht enden und dann fange ich manchmal auch erst am Nachmittag an, da zu arbeiten. Und von daher packe ich so meine ganze Stay Forever Arbeit immer dahin,

wann ich eben Zeit dafür habe. Und es hat sich auch so ein bisschen gewandelt über die Jahre. Also meine Frau ist ja Lehrerin und die steht oft sehr, sehr früh auf, weil Schule geht früh los und sie hat einen relativ weiten Arbeitsweg dann auch noch.

Und früher fand ich das einigermaßen furchtbar, dann oft so auch um fünf oder um halb sechs dann wach zu werden, weil sie aufsteht, weil ich kann dann leider nicht mehr so sehr in so einen Tiefschlaf wieder zurück, sondern ich schlafe dann nochmal so ein und träume sehr lebhaft und dann wache ich wieder auf dem Schlaf wieder ein und das hat mit Erholung dann eigentlich nichts mehr zu tun.

Dann habe ich irgendwann gedacht, ja gut, dann kannst du einfach auch aufstehen und habe dann gemerkt, wie viel Zeit da auf einmal noch so ist, morgens zwischen, ich sage jetzt mal sechs und halb neun oder neun, je nachdem wann ich los muss, um was anderes zu machen. Die man noch nutzen kann, um zum Beispiel zu spielen.

Ich bin jetzt dann vielleicht noch nicht 100 Prozent dafür geeignet, so mental zu der Zeit, um mich hinzusetzen an den Schreibtisch und da Sachen zu schreiben oder zu recherchieren. Aber spielen, das geht schon sehr gut. Und das sind dann manchmal moderne Titel, die ich gerade spielen will oder muss. Aber es sind oft dann eben auch unsere alten Spiele für Super Stay Forever.

Und so Sachen wie Recherche oder mir einfach Gedanken aufschreiben in Vorbereitung für unsere Aufnahmen, das mache ich eher zu anderen Tageszeiten. Tageszeiten, also gern dann auch noch mal am Abend, wo wir früher übrigens dann auch immer in der Regel unsere Aufzeichnungen gemacht haben. Mit dir, Gunnar habe ich das ja meistens früher tatsächlich am Sonntagabend gemacht und mit dir, Chris, so unter der Woche.

Und mittlerweile hat sich das auch ein bisschen verändert. Also auch, weil ihr jetzt ja zeitlich ein bisschen flexibler seid und jetzt nehmen wir ja auch manchmal Folgen am Morgen auf, was ich ganz schön finde, wenn ich es geschafft habe, vorher schon abends alles fertig vorzubereiten, weil ich muss dann einfach aufwachen und denken, ah, jetzt setze ich mich nur noch hin und dann sprechen wir über die Sachen, die perfekt vorbereitet sind.

Sonst wird das für mich ein bisschen stressig, wenn ich mir da morgens noch schnell was zusammenschreiben müsste. Aber so mag ich das eigentlich gerne, weil man gleich mit so einem schönen Erfolgserlebnis in den Tag startet und denkt, Mensch, heute haben wir schon eine schöne neue Folge aufgenommen.

Ich glaube aber, um das nochmal abzurunden und auf meine Einleitung zurückzukommen, wenn ich jetzt wüsste, okay, Stay Forever wäre das einzige Ding, was ich mache und ich hätte keinen anderen Job, dann würde ich, glaube ich, auch versuchen, so meinen Tagesablauf oder unsere Produktionsabläufe stärker für mich zu vereinheitlichen und zum Beispiel auch Sachen wie E-Mails lesen, einfach in bestimmten Zeitfenstern zu bestimmten Uhrzeiten zu machen.

Das habe ich leider mir nie angewöhnt, also auch in allen anderen Jobs nicht. Ich lese den ganzen Tag über E-Mails und beantworte die immer dann zwischendurch. Ich glaube, dass das einfach nicht so smart ist. Das hätte ich mal abtrainieren müssen, aber ich habe ein bisschen Angst, es ist vielleicht schon zu spät dafür. Ich weiß, was du meinst, Fabian. Ich habe inzwischen, das ist relativ simpel, aber ich habe das E-Mail-Programm halt einfach nicht an.

Da gibt es keine Push-Möglichkeit, ich habe sie auf dem Handy nicht eingestellt. Das heißt, ich muss aktiv das anmachen, um zu gucken, ob da E-Mails drin sind. Ja, genau. Ich kann noch eine Ergänzung kurz dazu machen, Chris. Es ist bei mir oft auch so ein bisschen FOMO tatsächlich, weil ich manchmal ja auch Angebote bekomme für, ja, wir haben jetzt ein Key für Spiel XY, wollt ihr das nicht bei Rocket Beans mal irgendwie besprechen?

Und das willst du natürlich dann nicht verpassen, weil du willst nicht derjenige sein, der sechs Stunden später dann schreibt, ja, das hätten wir gerne, um das vorzustellen. Dann sagen sie, ja, die Keys sind leider schon alle weg, aber vielleicht in der nächsten Welle in zwei Wochen. Und sowas darf dir natürlich nicht durch die Lappen gehen. Und auch deswegen will ich leider auch wenig E-Mails verpassen. Okay, das leuchtet mir ein. Gut, dann bist du da gefangen da drin.

Dann kann ich dir nicht helfen. Tut mir leid. Ja, leider. Okay, wie sieht ein typischer Arbeitstag bei mir aus? Ich muss dazu sagen, wir haben ja ein Kind, das in die erste Klasse geht und meine Frau und ich wechseln uns ab, das in der Früh schulfertig zu machen. Das heißt, je nachdem, ob ich dran bin, beginnt mein Tag entweder um sieben Uhr oder um halb neun und dann mit einem Frühstück, also einem Kaffee und einem Brot. Und ganz wichtig, herzhaft frühstücken. Auf gar keinen Fall süß.

Leute, die süß frühstücken, sind mir suspekt. Dann geht es an den Laptop und meistens erstmal um zu gucken in der Community, Discord, Forum, Kommentare und so weiter. Und grundsätzlich hat mein Arbeitstag drei große Arbeitsphasen, Vormittag, Nachmittag, Abend. Vormittags ist eine produktive Zeit und das heißt in der Regel Recherche. Also meistens arbeite ich vormittags an den Dokumenten, an den Recherchen.

Und bei mir kommt ja aber als Aufgabe auch noch die Post-Production mit dazu, also die ganzen Folgen nachzuarbeiten und durchzuhören. Und je nachdem, wie dringlich das gerade ist, wann eine Folge raus muss, kann das sein, dass das auch dann schon am Vormittag beginnt. Mittagessen mache ich dann für meine Frau und mich. Der Sohn ist in der Schule und wir essen mittags immer warm bei uns.

Und am Nachmittagsblock, der ist dann im Vergleich zu dem, was Gunnar gesagt hat, bei mir meistens etwas weniger produktiv. Da ist erstens das Mittagstief, vor allen Dingen aber ist dann am Nachmittag der Sohn im Haus und da ist konzentriertes Arbeiten manchmal schwierig. Und deswegen ist das eine Zeit, die ich dann gerne zum Spielen verwende.

Neulich hatten der Gunnar und ich eine kurze Aufnahme, da musste er just in dem Moment Klavier üben, dann musste ich das eine Weile rausschieben und dann spottet der Gunnar so, ja, ja, der feine Herr kann noch nicht aufnehmen, weil für ihn noch für Elise gespielt wird und dann sagte ich zurück, na, wenn es nur schon für Elise wäre, was der Kleine da spielt, aber so weit sind wir noch nicht.

Und der Abendblock ist dann entweder aufnehmen, das sagtet ihr ja schon, oder wenn der Tag ansonsten schneiden und recherchieren und sowas war, dann ist das zum Ausgleich keine auch mal die Zeit, wo ich dann spiele. Und zwischendurch passiert halt immer so viel Organisatorisches, sich mit anderen Leuten absprechen, also über Slack oder über Mail, Terminplanung und so weiter.

Grundsätzlich würde ich sagen, unser Arbeiten, ich schätze mal, das gilt für euch beide auch, ist relativ stark an Deadlines orientiert, weil wir Aufnahmetermine haben, weil wir Veröffentlichungstermine haben, wie das halt häufig so ist im journalistischen Arbeiten. Und wir arbeiten ganz simpel mit Kalendern, in denen halt solche Termine drinstehen. Wir haben ein Planungsdokument, wo drinsteht, was so ansteht.

Und wir haben einmal in der Woche ein Weekly mit auch unserem Mitarbeiter Christopher, wo wir die To-Dos für die nächste Woche dann durchgehen und generell gucken, was steht dann so an, was hat gerade Priorität und was müssen wir uns auf die Agenda setzen.

Ich halte aber mal fest, was ja unseren Alltag, insbesondere den von Christian und mir, schon deutlich von anderen Leuten unterscheidet ist, dass wir selbstverständlich den Abend, du hast das so schön den Abendblock genannt, als Arbeitszeit dazuzählen und dass wir auch das Wochenende grundsätzlich erstmal als Arbeitszeit dazuzählen und das klingt jetzt nach wahnsinnig viel Arbeit, dafür haben wir halt auch die Freiheit jederzeit die Arbeit am Tag zu unterbrechen und kurz für Elise zu lauschen,

wenn der Sohn das spielt oder mit der Tochter die Deutscharbeit vorzubereiten oder so Das ist die Freiheit, die damit kommt, mit dieser Selbstständigkeit. Man arbeitet ja selbst und ständig, wie das immer so schön heißt. Aber man hat halt auch Möglichkeiten zu sagen, ey komm, ich habe keine Lust mehr. Jetzt gehe ich mal um drei eine Stunde Kaffee trinken in die Stadt oder einkaufen schnell oder sonst irgendwas.

Ich möchte diese Freiheit nicht missen, aber man hat schon durchaus in reinen Stunden dann doch sehr viel Arbeit. Stimmt. Gut, das nur mal zur Einordnung. Jetzt die nächste Frage von Andreas. Dass wenn ihr ein tierisches Familienmitglied hättet, Was ein bisschen eine komische Formulierung ist. Christians Affe. Ich habe meistens Familienmitglieder, die Menschen sind. Aber mei, also ich meine, die Frage zielt auf ein Haustier, nehme ich an. Also welches Haustier wäre das und wie würde es heißen?

Oder habt ihr gar ein Haustier, einen tierischen Mitbewohner? Fabian, du. Schöne Frage. Die ist fast so naheliegend, dachte ich beim Lesen, dass ich mir sicher war. Das hatten wir vielleicht schon mal. Dann habe ich aber alles durchgeforstet in unserem Archiv schon beantwortete Fragen und konnte das nicht finden. Und dann habe ich die natürlich gerne mit aufgenommen, weil das ein Thema ist, was ich schön finde, was mich auch beschäftigt.

Wenn jetzt nach Haustier gefragt wird, welches Tier das wäre, ich habe irgendwie komischerweise direkt nur an Hund oder Katze gedacht. Klar, es gibt auch noch andere, das würde mich aber alles nicht so reizen, so ein Hamster, Goldfisch oder Wellensittich. Ich war früher ganz klar Fraktion Katze. Ich hatte auch mit einer ehemaligen Partnerin einige Jahre eine Katze. Und dass ich mich für Hunde eine ganze Zeit lang nicht so erwerben konnte, das lag auch daran.

Meine Oma, die hatte früher einen Bauernhof und die hatten immer so Hofhunde und die hatten natürlich auch so ein bisschen so territoriale Besitzansprüche und als Kind, ich hatte da immer ein bisschen Respekt davor, also zumindest vor manchen von denen so über die Jahre und deswegen hatte ich nicht so eine ganz ungetrübte Beziehung zu Hunden eine ganze Weile und jetzt mittlerweile über die Jahre hat sich das aber sehr gewandelt.

Und ich liebe mittlerweile Hunde, auch weil meine Frau eine große Hundefreundin ist. Tatsächlich haben wir selbst aber keinen, denn es könnte meine Frau den nie mit in die Schule nehmen. Und ich bin dann manchmal irgendwo gebunden in längeren Produktionen, wo der Hund dann auch nicht immer beaufsichtigt werden könnte. Und auch die Wohnsituation, in der wir leben, hier so in der Mitte von Hamburg, das bietet sich nicht ganz so gut dafür im Moment an.

Aber damit wir trotzdem so unsere Dosis Hund-Tipps. Es gibt eine App, da kann man sich quasi mit Hunden aus der Umgebung connecten. Im Grunde ist es ein bisschen wie eine Dating-App. Du siehst dann auf so einer Karte, ah, der wohnt hier und die Hündin wohnt da. Und dann kannst du die Besitzer anschreiben und kannst dann sagen, ja, wir können mal mit dem Gassi gehen oder wir können den auch mal ein paar Stunden betreuen. Und so haben wir ganz viele unterschiedliche Hunde und Rassen kennengelernt.

Und das ist eigentlich ganz schön, weil diese Gelegenheit hat man ja sonst nicht so. Und gleichzeitig freuen sich natürlich auch die Leute, denen diese Hunde gehören, weil sie irgendwie auch mal ins Kino gehen können oder dies und das machen können. Und als ich gestern noch über den Fragen saß und mir die angeschaut habe, die wir jetzt hier heute beantworten, da saß meine Frau daneben und ich habe ihr das so gesagt, dass danach gefragt wurde.

Sie hat gesagt, ich soll unbedingt ausrichten an dieser Stelle, dass ihr euch gerne melden könnt, wenn ihr aus Hamburg kommt und einen lieben und coolen Hund habt. Also auch da schreibt mir gerne an fabianetzdayforever.de und vielleicht werden wir euren Hund bald mal hier zu einer Gassi-Runde mitnehmen. Sie mag besonders gerne Schäferhunde. Das liegt daran, weil die die früher auch immer zu Hause hatten.

Also wenn das jemand hört, dann ist das eure Chance, dass wir euren Hund mal hier durch Hamburg führen werden. Willst du das auf einen Stadtteil eingrenzen oder gilt ganz Hamburg? Naja, wir wohnen in Roter Baum. Das ist so in der Nähe des Dammtor Bahnhofs. Also ich würde nicht gern erst eine Stunde rumfahren. Es müsste tatsächlich vielleicht ein bisschen eher in der Nähe von uns sein. Okay. Also ich hätte gern ein Haustier. Wir haben gerade keines.

Das wird aber nicht in Erfüllung gehen, weil meine Frau Allergien hat gegen alles, was Haare oder Federn hat. Von daher scheitert das leider aus. Mein Bruder und ich hatten früher im Elternhaus Katzen und ich hätte auf jeden Fall gerne auch wieder eine Katze, weil stinkt nicht und macht keine Arbeit und das sind bekanntlich die zwei wichtigsten Anforderungen an Haustiere. Und dann war ja noch die Frage, wie würde das denn heißen, das Tier, also in diesem Fall die Katze oder der Kater.

Aber wenn wir wirklich eine Katze hätten, dann glaube ich, hätte ich eh nur begrenztes Mitsprachenrecht, weil es sind ja noch zwei andere im Haus, die im Zweifelsfall sich auf Katzi einigen oder sowas. Aber dann habe ich jetzt echt eine ganze Weile drüber nachgedacht, weil das will man ja nicht leichtfertig vergeben, so einen Namen. Und dann bin ich gelandet bei Wing Commander 1, denn da gibt es ja einen Kilrathi-Wingman namens Hobbs, falls ihr euch erinnert. Kilrathi sind ja so Tigerviecher.

Und der Hobbs, der scheint ja lange Zeit bester Freund zu sein, aber im dritten Teil stellt sich dann raus, der ist insgeheim ein Verräter und ein eiskalter Killer. Und das scheint mir ganz passend für eine Katze zu sein. Deswegen wäre Hobbs zumindest für einen Kater ein ganz guter Name. Aber ich finde generell sind diese Callsigns von den Wingmen in Wing Commander 1 gar nicht schlecht so als Katzennamen. Da gibt es Bossman, Hunter, Maniac, Vagabond.

Problemlos kannst du deine Katze so benennen und es wird passen. Also vermutlich würde ich mich aus diesem Pool bedienen. Ich finde es schön, dass Fabian und ich beide gedacht haben, du wolltest die Katze Wing Commander 1 nennen.

Ja, ist gut, dass dir das auch so ging, Gunnar, weil ich dachte kurz, okay, vielleicht ist das jetzt einfach mein Morgengehirn, weil wir nehmen das hier gerade früh am Morgen auf, dass ich kurz dachte, so wie du das auch formuliert hast, ja, ich bin dann bei Wing Commander gelandet, also du hast dann Wing Commander 1 gesagt, da dachte ich mir schon so, na gut, die Katze soll wahrscheinlich nicht Wing Commander 1 heißen, aber Wing Commander würde ich auch gut finden.

Ich finde es aber sehr schön, wenn die Katze dann draußen vorbeistreift mit zwei kleineren Katzen links und rechts im Schlepptau. Und ich könnte dann ja theoretisch bis zu fünf Katzen haben, die Wing Commander 1 bis 5 heißen. Ja, das ist doch super. Ich hätte dir das jetzt voll zugetraut. Ich war auch nicht so richtig verwundert. Ja gut, dann ich eben noch. Ich habe das ja schon vielfach erzählt, dass wir Katzen haben.

Jetzt leider nur noch eine, aber immerhin eine. Das ganze Katzenthema zieht sich durch mein ganzes Leben. Wir hatten schon immer Katzen. Ich habe in verschiedensten WGs gewohnt, wo es Katzen gab. Katzen haben große Teile meines Lebens begleitet und waren auch immer ein wichtiges Ding, so zum Trost spenden in schwierigen Momenten oder zum Freude teilen und so.

Ich habe aber das Gefühl, dass es jetzt reicht. Bin ja nicht mehr ganz jung und ich weiß nicht, ob ich mir noch eine Katzengeneration nach der hier ans Bein binden würde, wenn diese Katze jetzt mal sterben sollte. Da bin ich noch nicht so sicher, ob nicht das Kapitel hier auch mal irgendwann zugeschlagen wird. Aber insgesamt bin ich mit Katzen sehr glücklich und kann aber sagen, dass Christians Meinung, dass die keine Arbeit machen, natürlich Quatsch ist.

Katzen haben auch ganz große Nachteile, je nach Persönlichkeit. Die kotzen ja in die Wohnung und sowas manchmal, wenn es ihnen schlecht geht oder aus Protest. Meine Katze will nachts immer raus. Das ist ein Freigänger, die möchte nachts raus, so gegen drei meistens. Und dann weckt sie mich und das ist auch nicht auszuhalten, dann maut die halt und ich kann dann auch nicht mich einfach umdrehen und weiterschlafen.

Die ist dann so penetrant, dass ich aufstehen muss, das ist dann das geringere Übel. Zwei Stockwerke runtergehen muss und die Katze rauslassen muss und manchmal geht sie dann bis zur Tür und sagt, nee doch nicht, ich möchte erst noch was fressen. Und dann geht sie zum Futternapf, sieht, dass da nicht genug ist und sagt, Sehr deutlich, dass ich jetzt bitte außer der Reihe den Futter nachfüllen muss oder es wird hier nicht mehr geschlafen diese Nacht.

Und dann braucht sie aber zwei Minuten, um zu fressen. Und wenn ich dann wieder ins Bett gehe, kommt sie halt in fünf Minuten nochmal. Und wenn ich nicht ins Bett gehe, dann werde ich wach, weil ich dann auf dem Sofa rumsitze und das Handy anmache oder irgendwas anderes. Es ist einfach die Hölle. Es hat auch große Nachteile. Katzenklappe?

Also offen gesagt, klingt das so kompliziert. Ich wundere mich, dass du nicht schon deinen ganzen Alltag und Schlaf und Wachrhythmus so umgestellt hast, dass du einfach auch um drei Uhr dann aufstehst. Das würde doch alles viel mehr vereinfachen dann auf Dauer. Ich bin ja auch noch so ein Schlaffanatiker. Ich messe meinen Schlaf mit Apps und versuche das zu optimieren und so. Und die Katze sorgt wahrscheinlich dafür, dass ich drei Jahre weniger lang lebe.

Deswegen, ach, egal, kann man nicht ändern. Sie ist ja so süß. Ja, aber sie gibt dir ja auch Zuneigung im Gegenwert von zweieinhalb Jahren Lebenszeit. Ja, das tut sie wirklich. Die ist sehr kuschelig, das ist so eine klassische Oh, ihr wollt Fernsehen gucken? Ja dann, dann setze ich mich auf einen von euch. Die ganze Zeit und stehe nicht mehr auf. Das ist schon schön.

Ich habe neulich einen Comedy-Act von Ricky Gervais, oder wie der ausgesprochen wird, gehört und der hat beschrieben, wie seine Frau und er Fernsehen gucken, nämlich dass einer von beiden von der Katze in Beschlag benommen wird und der andere den dann die ganze Zeit bedienen muss, weil derjenige ja nicht aufstehen kann. Und das trifft mal den einen und mal den anderen. Das ist bei uns ganz genauso.

Einer von uns dreien hat die Katze und die anderen müssen dann immer, na willst du noch was, soll ich dir was zu trinken bringen? Sehr bizarr ist das. Klingt nicht so schlimm, um ehrlich zu sein, finde ich ganz wieso. Nein, das ist ganz nett, natürlich. Es hat mehr Vorteile als Nachteile.

Alright, dann machen wir weiter mit der nächsten Frage, die hat Timo eingeschickt und Timo würde gerne wissen, was würdet ihr machen, wenn ihr eine Million Euro bekommen würdet, die ihr aber nur in euren Podcast investieren dürftet, also in Technik, Personal und so weiter, aber nicht in euer Privatleben, sofern man das trennen kann. Wie ist das bei dir, Chris? Ja, das kann man schon trennen, aber eine Million Euro ist für so einen kleinen Podcast eine ganze Menge Geld.

Und das Problem ist aber, wenn man dann ein größeres Rad drehen wollen würde, ist es dann wieder doch nicht so viel, weil was ja zum Beispiel einigermaßen naheliegend ist, ist zu sagen, ja komm, dann machen wir jetzt das Stay Forever Spiel. Wir sind doch ein Games-Podcast. Aber da ist eine Million dann halt schon wieder nie mehr so viel Geld. Und wir hatten da in der Vergangenheit auch schon mal Gespräche und Gedanken dazu.

Das ist halt eigentlich auch Unsinn, ein Spiel zu machen, das sich um einen Podcast oder um die Podcaster dreht. Und unsere Qualitätsanforderungen, unser Produkt sind ja sehr hoch. Das müsste sich im Spiel widerspiegeln und sowas. Das passt alles hinten und vorne nicht. Ich habe aber trotzdem eine einfache Antwort darauf, eine Christian-Schmidt-Antwort. Denn ich würde natürlich mit dem Geld sofort Gunnar überreden,

eine Stay Forever-Stiftung ins Leben zu rufen. Und in diese Stiftung würde ich dann meine Sammlung einbringen. Und dann mieten wir oder kaufen uns ein ordentliches Gebäude hier in Nürnberg, das man als Archiv- und Ausstellungsraum nutzen kann. Und dann stellen wir noch eine Kuratorin oder einen Kurator ein und haben unser eigenes Archiv-Museum. Und das wäre ganz traumhaft. Jetzt müssen wir noch eine Million Euro her. Gunnar?

Ja, das mit der Stiftung habe ich in der Tat auch gedacht. Eine Million ist ein bisschen knapp für eine Stiftung. Stiftungen funktionieren ja so, dass sie das Stiftungskapital unangetastet lassen und dann von den Zinsen den Stiftungszweck fördern. Deswegen müsste es vielleicht zwei Millionen sein, um da eine riesige Sammlung irgendwo unterzubringen und dann noch jemanden einstellen zu können, der es ein bisschen pflegt und so.

Aber das finde ich einen grundsätzlich guten Gedanken. Und generell ist eine Stiftung für Stave Reva auch mit kleineren Summen schon was, worüber ich ein paar Mal nachgedacht habe. Jetzt nicht nur im Zusammenhang mit Christians Sammlung. Das Hauptproblem an Stay Forever ist, dass wir alle in unterschiedlichen Orten wohnen. Wenn wir im gleichen Ort wohnen würden, wäre das total klar, was wir mit dem Geld machen würden. Wir würden eine Immobilie kaufen und da ein Studio einrichten.

Streamingfähig, aufnahmefähig, mit Producer-Kabine und all sowas und würden das dann halt nutzen für Aufnahmen und alles drumherum. Aber das hilft ja nichts, wenn wir jetzt in Nürnberg, Hamburg oder Karlsruhe ein Studio einrichten, weil dann zwei von drei Leuten das ja nie sehen. Deswegen ist, glaube ich, außer bei Christians Stiftungsgedanken mit der Million nicht so viel sinnvoll anzufangen. Warte mal ab, bis du meine Antwort gehört hast. Ja, jetzt bin ich gespannt.

Ich schäme mich jetzt natürlich ein bisschen, weil ihr diese schöne Stiftungsidee gepitcht habt. Und das, was bei mir als erstes hier auf dem Zettel steht, ist, ich würde mir erstmal wieder alle Retro-Konsolen und alle dazugehörigen Spiele in Originalverpackung kaufen. Das ist ja mittlerweile alles so teuer geworden. Ich weiß gar nicht, ob die Millionen reichen würde.

Und da kann jetzt auch keiner sagen, das wäre für mein Privatleben, weil das ist ja was, von dem offensichtlich auch der Podcast dann profitieren würde. Ich habe mir auch aufgeschrieben, dass ich es gut fände, so eine Art Studio zu haben. Also schön gedämmt und so eingerichtet, dass man immer nur irgendwie auf Aufnahme drückt und alles klingt ganz toll.

Und wo wir vielleicht auch mal, ich weiß nicht, wobei doch, jetzt habe ich ja schon gehört, dass der eine oder andere ja auch für Elise spielen kann. Dass man da auch mal ein bisschen Musik machen könnte und sowas. Ich mag das ja ganz gerne, dann könnten wir uns neue eigene Jingles aufnehmen in diesem kleinen Studio, könnten die da selber einspielen. Sowas fände ich gut. Und ich habe mir ansonsten auch ein bisschen schwergetan mit konkreten Sachen.

Ich habe dann noch gedacht, was so rein aus Superstay-Forever-Perspektive interessant wäre, wäre, dass wir uns irgendjemanden in Japan suchen. Den wir einfach permanent damit beschäftigen, der für uns irgendwie rumreisen könnte und mit japanischen Entwicklern Gespräche führen würde. Weil das ist was, wo wir einfach ja schon lange merken, das ist sehr, sehr schwierig bis unmöglich von hier aus, einfach Leute überhaupt aufzutreiben in Japan.

Du weißt teilweise seit Jahren oder Jahrzehnten nicht, was irgendwelche Leute machen, die 1993 mal an einem Megadrive-Spiel gearbeitet haben.

Und jemand, der vielleicht in Japan sitzt und den wir dafür bezahlen könnten und der viel Zeit hätte und der vielleicht auch ein bisschen vernetzt wäre, das würde ich eine schöne Investition finden, wo man ein bisschen Geld in die Hand nehmen könnte, aber das ist natürlich was, das lohnt sich dann und wann mal, aber ich sag mal, wenn das Geld eben im Überfluss da wäre, dann würde ich das eine schöne Idee finden, das so auszugeben.

Super Idee. Ach, das kann man ja auch ohne Millionen mal machen, das stimmt. Als wir bei GamePro waren, waren wir ja Teil von IDG damals, des großen IT-Verlemmers. Und der hatte den IDG News Service, das war eine Nachrichtenagentur, die intern für IDG gearbeitet hat und die hatten jemanden in Tokio sitzen. Und dann haben wir den schon oft mal angepingt und gesagt, geh mal kurz einkaufen, wir brauchen dieses oder jenes Spiel oder versuch mal ein Interview auszumachen

mit dem und dem. Das war schon sehr hilfreich. Das könnte man doch mal reaktivieren, diese Idee. Es gibt bestimmt irgendeinen freien Japan-Korrespondenten, den wir finden könnten. Ich nehme mir das mal auf die Liste, Fabian. Siste hat es doch schon was gebracht. Ach, sehr schön. Genau, danke an Timo schon mal für diese Anregung. Die achte Frage kommt heute von Lorenz.

Er möchte wissen, welche Spiele würdet ihr in eurer Top-3-Liste sehen, wenn es um technische Meilensteine in der Spielegeschichte geht? Also vielleicht auch abseits von dem klassischen Wolfenstein-Doom sind Wegbereiter für den Shooter. Vielleicht gibt es ja auch andere Dinge, die bemerkenswert sind und einzelne Spiele speziell für euch herausstellen. Fabian. Ich muss natürlich hier so ein bisschen den Konsolenspieleblick einnehmen.

Ich habe nicht so die alleroriginellsten Beispiele gefunden, die nicht auf der Hand liegen. Das gleich mal einleitend vorweg geschickt. Ich musste für mich daran denken, wie ich Metal Gear Solid damals wahrgenommen habe, also das erste Spiel auf der Playstation 1, weil das für mich so eine ungewohnte Erfahrung war, wie dieses Spiel das Medium Film mit Videospiel zusammengebracht hat.

Also wie das geschrieben war, wie die ganzen Gespräche vorgetragen wurden und wie schillernd da die Figuren waren, die Twists, die es gab und die Überraschungen im Spiel. Das ist natürlich gerade auch aus heutiger Sicht sehr over the top und zeitweise auch in den Inhalten nicht mehr so ganz zeitgemäß. Aber damals habe ich gedacht, ah, wow, so kann ein Videospiel auch sein. Also gerade in der Art und Weise, wie es mir seine Geschichte erzählt. Und das war ja wirklich auch emotional hier und da.

Also es gibt dann da ja so ein Scharfschützen-Duell mit Sniper Wolf und für sie nimmt das ja dann leider ein sehr trauriges Ende, damit das Spiel für mich eben als Spieler weitergehen kann.

Und es hat sich mir auf jeden Fall so ins Gedächtnis gebrannt oder auch die Stellen, wie man da gegen den Boss Psycho Mantis kämpft, der die Inhalte meiner Memory Card auslesen konnte und dann Kommentare dazu abgegeben hat, wenn da Spielstände von anderen Konami-Spielen drauf waren oder wie ich eben auch den Controller umstecken musste in einen anderen Port, damit er nicht mehr in Anführungszeichen meine Gedanken lesen und meinen Aktionen ausweichen konnte.

Das war auf jeden Fall ein ganz großer Moment für mich. Und was anderes, es ist auch super obvious, dieses Beispiel. Aber es ist für mich was Reales, was ich so empfunden habe und das auch heute noch nachempfinden kann, so vor 30 Jahren, das erste Mal in Mario 64 zu spielen mit einem Analogstick auf dem Controller.

Dann macht dieses Spiel auf mit diesem Schlossgarten, in dem man unterwegs ist und dann läuft man da rum und du schleichst und du rennst und du sitzt da so ganz fasziniert an diesem kleinen Analog Stick und denkst so, ah wow. Und es ist in drei Sekunden dir klar, warum das einfach eine ganz tolle Idee ist und warum das Spiel auch verändern wird und dann rennst du da durch den Park und springst auf Bäume und kletterst da hoch und machst einen Handstand oben auf dem Baum.

Dann gibt es einen Wasserkraben und du springst rein und plantst da drin rum. Dieses Gefühl, was ich nur an der ansonsten jetzt gar nicht zielorientierten Bewegung hatte von dieser Spielfigur. Das war einfach auch für mich ein ganz bahnbrechender Moment.

Und da ja nach einer Top 3 gefragt war, ich habe tatsächlich nicht jetzt noch ein konkretes Spiel, aber wenn ich ein paar Jahre weiter in die Zukunft springe, weiß ich auf jeden Fall noch, wie sehr mich in der frühen Xbox 360-Zeit dann das Konzept von Online-Gaming auf der Konsole überzeugt hat.

Also es gab da echt mal so ein Zeitfenster, wo Microsoft da sehr, sehr stark drin war und auch viel stärker als Sony das zu der Zeit schon war, in dem Thema eine Infrastruktur aufzustellen für, okay, hier könnt ihr online zusammenkommen, könnt ein Ghost Recon oder ein Gears of War spielen. Das Chatten untereinander funktioniert super einfach und kommt da leicht ins Spiel rein.

Und ich bin ja bekannterweise heute jetzt vor allem nicht mehr so der große Online- oder Multiplayer-Spieler, aber eine Zeit lang hat mir das sehr, sehr gut gefallen. So nach Feierabend dann auch noch mit den Leuten aus dem Verlag, in dem ich damals war, sich in einer größeren Runde zusammenzufinden. Und um das jetzt noch mal kurz zu fassen, also es ist jetzt weniger ein Spiel, sondern eher so dieses Konzept von Online-Gaming in Form von Xbox Live in seiner Frühzeit auf der Xbox 360.

Das war für mich auf jeden Fall auch was sehr Transformatives in der Erfahrung. Exzellente Antwort, Fabian. Du hast ein paar Sachen vorweggenommen, die ich auch sagen wollte oder die mir vielleicht auch erst eingefallen sind, als du sie gesagt hast, bin ich ganz sicher. Ich habe nicht so eine starke Beziehung zu technischen Meilensteinen. Ich finde, Meilensteine sind so Wegpunkte auf der großen Straße der Entwicklung.

Und eins meiner Lieblingsgenres, die vielfach genannten Textadventures, sind ja so ganz explizit Low-Tech und brauchen gar keine weiteren Fortschritte. Und ich finde, wenn ich mein Innenleben, mein Gefühlsleben durchforsche nach den Sachen, die mich besonders beeindruckt haben oder die ich besonders toll fand, die mir was gegeben haben, dann sind das immer Fortschritte in Gamedesign und weniger Fortschritte in der Plattform, in der Technik.

Manchmal geht das einher, wie der von Fabian genannte Analog-Stick. Ich finde, den Analog-Stick ist eine der ganz großen Erfindungen der Menschheit. Kommt gleich nach dem Rad und vor dem Feuer. Und das ist natürlich sehr deutlich an zwei, drei Spiele gebunden, die damit was Besonderes gemacht haben. Wie bei Mario 64 oder auch bei Halo, bei der Shooter-Steuerung mit den beiden Analog-Sticks. Aber ich finde, das ist ein Fortschritt, der gehört, nicht so sehr...

Einem Spiel, sondern das ist ein allgemeiner Plattformfortschritt. Deswegen tue ich mich da schwer, eine Top 3 zu machen. Und ich mach das auch nicht. Es gibt keine Top 3 von mir. So. Na dann hake ich mich jetzt bei Fabian unter, denn wir sind da recht nah beieinander. Da werden jetzt die gleichen Begrifflichkeiten nochmal fallen. Fabian, du hattest zum Beispiel bei Mario 64 von dem Bewegungsgefühl gesprochen. Und genau das gleiche habe ich hier auch nur für Prince of Persia.

Also das Ur-Prince of Persia, weil die Flüssigkeit der Bewegung, das hat mich damals ist weggeblasen. Das hat sich nicht nur gut gespielt, sondern das hat sich einfach gut angefühlt, den Prinz zu steuern. Ich habe das ja in der PC-Version damals gespielt, die ein bisschen später rauskam als das Original und die hatte zum Beispiel schon digitalisierte Soundeffekte. Das Runterknallen der Gitter, das Rausschießen der Stacheln, das hatte Wucht im Sound.

Fortschritt im Sound ist ja in dieser Ära in den frühen 90ern auch etwas, was grandiose Sprünge macht. Und für mich ist Prince of Persia aber vor allem wegen dem Bewegungsgefühl so ein Meilenstein auf technischer Ebene. Und dann sagtest du bei Metal Gear Solid, dass das das Filmhafte so nach vorne gestellt hat in der CD-Ära. Das habe ich hier bei mir stehen für Wing Commander 3. Das hat ja auch ähnlich wie Metal Gear Solid so einen Sprung in die 3D-Grafik,

wo also eine Serie in 3D springt. Aber vor allem hat es halt diese sinnvolle Verzahnung mit CD-ROM als Medium und mit dem Video. Professionelle Schauspieler, vergleichsweise für die Zeit, hohe Produktionsqualität. Also technisch ist bei Wing Commander 3 auch zu sehen im Hinblick auf die Professionalität der Produktion und den Anspruch an das Medium, gerade auch als inszenierendes und erzählendes Medium.

Das fand ich damals ungeheuer beeindruckend. Und als drittes habe ich hier noch auf der Liste stehen, vielleicht ein bisschen überraschend, Vampire Bloodlines, das ja generell eines meiner Lieblingsspiele ist, aber das war ja auch das erste Source-Engine-Spiel, das rauskam, vor Half-Life 2, wo es im Vorfeld von der Source-Engine diese G-Man-Demo gab, wo man nur den entsprechenden Kopf des G-Mans gesehen hat, um zu demonstrieren, wie cool die Source-Engine-Mimik und Gesichter darstellen kann.

Und dann war Vampire Bloodlines das erste Spiel, das das in die Praxis umgesetzt hat, wo du richtig nah ran bist an die Köpfe der Menschen. Du hast ja eine Reaktion gesehen, die Gesichtsausdrücke. Und das fand ich großartig, weil das so das Menschliche, die Charaktere, die Persönlichkeiten, das Lesen der Mimik betont hat. Und da sah man auch, wie weit das Medium gekommen ist seit den Polygonköpfen,

die wir noch ein paar Jahre vorher hatten. Also auch wenn das eigentlich nur ein Detail ist, fand ich das in dem Spiel für mich einen großen technischen Spruch. So, jetzt kommt eine Frage, die ist nur für Christian. Also ich meine, wir können sie auch beantworten, aber ich glaube, nur Christian kann sie sinnvoll beantworten. Die ist von Sascha und der fragt, als alter Fan von Young in the 80s würde ich gerne wissen, wie es Christians Bruder Peter geht.

Was macht der so und wieso hat er mit dem Podcasten aufgehört? Chris und Peter haben nicht nur super harmoniert, Peter hat auch eine angenehme Stimme und eine klare Aussprache. Er sollte auch zu Stay Forever kommen. Christian, was sagst du dazu? Das sage ich erstmal herzlichen Dank im Namen meines Bruders für das Lob. Young in the 80s war ein Podcast, den er und ich gemeinsam gemacht haben über viele Jahre hinweg, wo wir über unsere Jugend und das Aufwachsen in den 80er Jahren gesprochen haben.

Den haben wir aber vor drei, vier Jahren offiziell beendet, um erstmal die Frage zu beantworten, wie es Peter geht. Sehr gut, gut geht es ihm. Wir haben damals ja mit Young in the 80s auch deswegen aufgehört, weil er da frisch Vater geworden war, wir beide dann inzwischen Eltern und einfach die Zeit nicht mehr gereicht hat, um noch einen Podcast zu machen auf beiden Seiten. Und inzwischen hat er nochmal Nachwuchs begrüßt, also er hat jetzt zwei Töchter.

Und wohnt in Fürth, wir wohnen in Nürnberg, aber wir sehen uns regelmäßig auch deswegen, weil die Kids sich sehr gut verstehen, gerade letztes Wochenende haben sie wieder zusammen Rambazamba gemacht.

Da hat sich aber an der grundlegenden Situation nichts geändert, also er hätte keine Zeit für ein weiteres Podcast-Projekt, auch nicht für Stay Forever, danke der Nachfrage, aber er hört alle Folgen und hält auch mit seiner Meinung nicht hinterm Berg, also der ist für mich ein guter Realitäts-Check, mein Bruder. Und das Sympathische und Nette ist, wir kriegen immer noch Nachrichten ab und zu zu Young in the 80s. Den Podcast kann man ja noch anhören, auch wenn er nicht weitergeführt wird.

Und auf der Tour letztes Jahr überraschend viele Menschen sind dann hinterher zu mir gekommen und haben gesagt, sie hätten Young in the 80s damals gehört. Manche sind sogar darüber zu Stay Forever gekommen. Also das ist ein wichtiger Teil unserer Biografie, auf den wir sehr wohlwollend zurückgucken, mein Bruder und ich. Aber nach wie vor gilt, Und das ist abgeschlossen. Ja, vielen Dank, Chris, dafür. Wir haben noch eine letzte Frage heute, die kommt von Sebastian.

Und Sebastian wollte gerne wissen, gibt es für euch ein Spiel, das theoretisch alle eure persönlichen Checkboxes markiert und das ihr aus irgendeinem seltsamen Grund trotzdem nie mochtet? So eins, wo niemand euch selbst eingeschlossen richtig verstehen kann, weshalb es euch nicht gefällt. Bin mir sicher, Gunnar, bei dir gibt es bestimmt eins, oder?

Massen, Massen. Und das liegt ein bisschen an so einer Entwicklung, die, finde ich, der Geschmack durchmacht und das ist vielleicht ein Teil von mir und das hat was mit dem Älterwerden zu tun, ist aber auch ein Teil dieser Überflussgesellschaft, in der wir leben. Ja, früher hätte ich gesagt, meine Boxen, die zu ticken gilt, auf dem C64 ist, es läuft. Und man kann schießen. Und heute gibt das ja tausend Boxen, die so ein Spiel antickern muss, um von mir länger als fünf Minuten gespielt zu werden.

Also von jedem zweiten oder dritten Spiel prall ich ab, obwohl ich die gut vorauswähle. Ich habe Shadows of Doubt gespielt. Das haben mir viele Leute empfohlen. Es ist so ein Sandbox-Krimi mit prozeduraler Krimi-Generierung. Wurde mir total heftig empfohlen. Es ist ein super Spiel. Kann ich nicht spielen, tut mir leid. Nervt mich. Hab alles versucht. Indica hab ich versucht zu spielen. Das ist so ein osteuropäisches Spiel, spielt im Russland des 19.

Jahrhunderts, ist so eine Mischung aus Realität, Mythos und hat so ein starkes religiöses Motiv und ist eher aber vom Gameplay her ein Walking Simulator. Ist ja auch ein Genre, das mir grundsätzlich liegt. Ich versuche, abgeprallt. Ich bin ein ganz großer Fan von dem Setting von Fallen London, dem alten Browserspiel. Und da gibt es eine ganze Reihe von Spielen in diesem Setting, auch nicht nur Browserspiele, die mir gut gefallen haben.

Aber das letzte war Mask of the Rose, da habe ich Jahre drauf gewartet. Konnte ich nicht spielen, tut mir leid, hat mich irgendwie nicht gepackt. Und so weiter und so fort. Ich muss mehr Spiele ausprobieren als früher, um eins zu finden, das mich greift. Und ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Manchmal greifen mich halt auch Spiele, die gar nicht meine Boxen ticken. Ich habe neulich frenetisch in einem Rausch die aktuelle Early Access Version von Death Trash durchgespielt.

Warum auch immer. Gar nicht genau mein Spiel, aber es hat mir super gefallen. Habe ich noch nicht gespielt. Was ist das für eine Art von Spiel? Das ist so ein Fallout-artiges, rollenspieliges. Dann gucke ich da vielleicht auch mal rein. Chris, was ist bei dir? In welchem Spiel bist du abgeprallt? Also ich glaube, man gibt heutzutage Spielen tendenziell weniger Zeit, weil die Auswahl ja einfach größer ist. Deswegen ist es natürlich auch leichter, das Handtuch schneller zu werfen.

Aber bei der Frage von Sebastian dachte ich sofort an einen Klassiker. Ich liebe die Spiele von Arkane, also Dishonored Prey, Deathloop und so weiter. Und deren Debütwerk war Arx Fatalis. Und das ist ein Ultima Online-artiges Rollenspiel. Ultima Online ist eines meiner All-Time-Favorite-Lieblingsspiele. Arx Fatalis hat einen echt guten Huf. Und ich habe das im Laufe der Jahre bestimmt dreimal versucht zu spielen. Immer unterschiedlich weit.

In meiner Erinnerung nach hat es mir nicht schlecht gefallen oder so. Aber ich bin immer irgendwie rausgefallen. Ich habe es nie weit gespielt, nie zu Ende gespielt. Und da trifft alles zu, was Sebastian sagt. Das passt voll in mein Beuteschema. Das ist ein Rollenspiel, ein Dungeon Crawl. Das hat auch ein bisschen so Immersive-Sin-Elemente. Das müsste also genau mein sein. Und ich kann nicht sagen, warum das nicht verfängt bei mir.

Also ich kann es einfach nicht sagen. Ich habe noch nicht mal eine Theorie dazu. Ich denke, irgendwann werden wir mal bei Stay Forever über Arcs Fatales sprechen. Hoffe ich zumindest. Und dann werde ich dem ja ganz zwangsläufig nochmal eine intensive Chance geben müssen. Und ich hoffe so ein bisschen insgeheim in meinem Herzen, dass es dann endlich zündet. Ich musste tatsächlich gar nicht weit in die Vergangenheit zurückgehen, damit mir ein Spiel einfällt, wo mir das passiert ist.

Das war im letzten Jahr bei einem Titel namens Metal Slug Tactics. Das ist die alte Metal Gear Run and Gun Serie kombiniert mit rundenbasierter Strategie. Und es sind für sich beides genommen Spielearten, die ich sehr, sehr gerne mag. Also wir haben Metal Slug ja auch schon mal bei Super Stay Forever besprochen. Das ist so eine sehr, sehr schöne Run and Gun Reihe, die ursprünglich aus der Spielhalle, schrägstrich vom Neo Geo kam.

Wirklich toll gezeichnete Action, wo man mit kleinen Soldaten rumläuft und ständig ballert und irgendwelche spektakulären Vehikel, eben diese Metal Slugs drin sind und tolle Bosse. Und auf der anderen Seite ist das eben sowas wie Advance Wars oder wie Fire Emblem oder auch wie War Groove, um mal ein aktuelleres Beispiel zu nennen. Also eigentlich relativ zugängliche Rundenstrategie. Zusammengenommen hat es für mich irgendwie nicht funktioniert.

Ich habe das ein paar Abende lang probiert und das hat zwar diese schöne Pixel-Ästhetik der Metal Slug-Action-Spiele, aber das liegt rein an mir. Ich habe da irgendwie sofort dann die Erwartung oder den Wunsch, dass ich mit diesen kleinen Figürchen auch loslaufen kann und schnell alles umballern kann und dass ich da einfach nicht so die Geduld aufbringen kann tatsächlich, um dieses Universum in diesem Genre zu akzeptieren.

Und dann war das Spiel auch nicht ganz so super zugänglich, hatte so ein paar kleine Macken am Anfang, also die Fonts waren teilweise nicht so gut lesbar, es war ein bisschen schwer hier und da und es hat auch so eine Roguelike-Komponente mit drin. Und ich bin mir sicher, da ist eigentlich ein Spiel drin, was mir gut gefallen würde, wenn ich da nur noch mal bereit wäre, genügend viele Stunden reinzustecken. Aber so meine ersten Versuche damit, die haben leider nicht funktioniert.

Ich wüsste aber gern mal von jemandem, der es wirklich länger gespielt hat, ob sich das lohnt, dem noch mal eine Chance zu geben. Kann ich dir auch nicht helfen. Schade. Ich dachte, das wäre was, was euch vielleicht auch anspricht, weil wir haben beide Spielarten schon schön viel besprochen. Rundenbasierte Strategie und Metal Slug. Wenn wir eine Million geschenkt bekämen, würde ich mir das mal angucken. Auf deinem viel zu kleinen Bildschirm.

Genau das. Aber darauf will das gespielt werden, dieses Spiel. So, damit wären wir durch. Vielen Dank an alle, die die Fragen gestellt haben. Vielen Dank an dich, Fabian, fürs Vorbereiten. und vorsortieren. Wie Fabian eingangs schon gesagt hat, die E-Mail-Adresse fabian-at-stay-forever.de ist für Vorschläge zu diesen Fragen immer offen. Die Fragen sollten insgesamt ungefähr so sein, wie die, die wir heute gehört haben. Bisschen offen, bisschen auf unterschiedliche Arten zu beantworten.

Keine Ja-Nein-Fragen netterweise. Und das war es dann für heute. Und dann bis zum nächsten Mal. Ciao Fabian und ciao Chris und ciao ihr alle. Tschüss in die Runde. Tschüss.

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