Thomas H. Heinicke – Weingastgeber in Perfektion - podcast episode cover

Thomas H. Heinicke – Weingastgeber in Perfektion

Jun 05, 20251 hr 44 min
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Episode description

Thomas H. Heinicke ist schlichtweg ein absolut perfekter Gastgeber. Er ist kein Entertainer, kein Oberkellner, kein Organisator – er ist ein stiller Architekt von Atmosphäre. Nicht nur mit Worten, sondern mit Gesten und mit dem Quäntchen Herzlichkeit mehr, das man nicht beschreiben kann, sondern einfach erleben muss. Er weiß, dass die wahre Kunst des Empfangens nicht im Glanz des Arrangements liegt, sondern in der Fähigkeit, anderen ein Gefühl zu geben – ein Gefühl von Ankommen, von Wärme, von Verbindung. Es geht ihm nicht um Inszenierung, sondern um Beziehung, nicht um Business, sondern um Begegnung. Thomas H. Heinicke braucht keine Bühne, keinen Applaus, keine Eitelkeit. Alles, was er tut, geschieht mit einer Selbstverständlichkeit, die nicht auffällt, aber bleibt – wie ein exzellent geführtes Restaurant, in dem Wein, Essen und Trinken zu einem einzigen Moment des Genusses verschmelzen. Er erkennt Bedürfnisse, bevor sie ausgesprochen werden, aber er zwängt das Wissen darum nicht auf. Seine Präsenz ist leise, fast unmerklich – und gerade deshalb spürbar. Er stellt keine Weine vor – er lässt sie sprechen. Thomas lebt seine Weine, rezitiert keine Etiketten, sondern inszeniert mit Herz und Haltung Weingeschichten, in denen jede Flasche ein Kapitel ist. Ob traditionell vinifiziert oder modern interpretiert – was zählt, ist der Ausdruck, nicht der Stil. Er hört zu, wenn man schweigt, und erzählt, wenn man fragt – mal über einen Winzer, mal über eine Reise, mal über eine Begegnung. Er schafft Raum, ohne sich aufzudrängen, und lässt Nähe zu, ohne Intimität zu erzwingen. Seine Weinbar ist kein Ort, der beeindrucken will, sondern einer, der berührt. Ein Raum, der von Liebe zum Detail und einem tiefen Verständnis für Gastlichkeit lebt. Egal ob Weinfreak, Wanderer, Gourmet oder neugieriger Flaneur – hier entsteht eine Atmosphäre, in der Genuss nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist. Und in der das Trinken einer guten Flasche Wein mehr ist als ein Akt – es ist ein Statement für Haltung, für Gastfreundschaft, für ein Lebensgefühl. Wer Thomas H. Heinicke erlebt hat, spürt: Gastgeben ist keine Leistung, die sich in Geld bemessen lässt. Es ist eine Gabe, mit der er Lifestyle, Emotion und Identität miteinander verwebt – modern im Anspruch, traditionell im Wesen. Das ist keine Dienstleistung. Das ist eine Kunstform. Thomas H. Heinicke to:mas Die Weinbar Rossmarkt 4 55232 Alzey Telefon : 067 31 – 947 94 10 E-mail : info @ to-mas.de Mit herzlichen Grußworten von: Jens Bäder, Weingut Bäder Winzer, Freund Daniel Wagner, Weingut Wagner-Stempel Winzer, Freund ------------------------------------- Diese Folge von SOMMELIER – Die interessantesten Mundschenke unserer Zeit wird begleitet von durch Silvio Nitzsche ausgewählte Weine aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, zu der die Handelshäuser Schlumberger, Segnitz, Consigliovini und das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören. ------------------------------------- Sehr gerne empfehle ich die folgenden Weine: 2023 Barbera d'Asti Lavignone Pico Maccario Piemont Italien Link für Geschäftskunden: https://is.gd/H8uDGE Link für Privatkunden: https://is.gd/ur5VIY _____ 2018 Blanc de Noirs Gusbourne Estate Kent Großbritannien Link für Geschäftskunden: https://is.gd/H8uDGE Link für Privatkunden: https://is.gd/ypGy0X _____ 2024 Reflets Secrets Rosé Pays d'Oc IGP Les Jamelles Languedoc Roussillon Frankreich Link für Geschäftskunden: https://is.gd/H8uDGE Link für Privatkunden: https://is.gd/GzE18y ------------------------------------- Bitte folgen Sie uns auf Webpage: sommelier.website Instagram: sommelier.der.podcast Facebook: sommelier.der.podcast Wir freuen uns über jede Bewertung, Anregung und Empfehlung. Das Format: SOMMELIER – Die interessantesten Mundschenke unserer Zeit. wird produziert und verantwortet von der: Weinklang GmbH, Silvio Nitzsche, Bergahornweg 10, 01328 Dresden, silvio@sommelier.website

Transcript

Hallo und guten Tag an alle Zuhörer von Silvios Podcast. Mein Name ist Jens Beder, ich bin Winzer in Rheinehessen und freue mich euch Thomas Heinke, ein langjähriger Wegbegleiter und ich darf mittlerweile gut sagen, unser Geschichte beginnt vor ungefähr 25 Jahren. Damals war ich mit vielen anderen Jungen Winzern, damals noch Jungen Winzern aus Rheinehessen,

in einer Gruppe, die sich messet in der Bottel nannte. Wir waren die meisten zumindest unbekannt und haben uns auf die Fahne geschrieben, den Rheinhässischen Weinbau nach vorne zu bringen. Thomas war vielleicht schon als Gastronomen ein bisschen bekannte und hat das Potenzial in uns gesehen und das hat gemetscht. Da wir beide uns glaube ich vom ersten Moment an gut riechen konnten und unsere Frauen, meine Katja und sein Nicole, glaube ich auch, wurden wir auch ziemlich spontan

zum Haus und Hoflieferanten von Thomas. Von der erwähnten Jungwitzerkruppe hat Thomas glaube ich auch die meisten Hochzeiten, von denen die geheiratet haben, becated und dadurch haben wir unglaublich viele rauschende Feste zusammen gefeiert und uns nie aus den Augen verloren. Es war zu Beginn oder am Anfang auf jeden Fall der Corona-Zeit, wie man so schon sagt, als Thomas beim Glas Wein erzählt hat, dass er eine dahindabende Vino-Tek in Allzay übernehmen möchte

und dort eine Weinbar eröffnete. Ich habe ihn damals für verrückt erklärt und meine Zweifel gehabt, ob das wirklich eine gute Idee ist, wo gleichzeitig die Gastronomie hier auf dem Land reinweise die Türen abgeschlossen hat. Aber ich muss sagen, er hat mich eines Besseren belehrt.

Vom ersten Tag an war der Laden voll, während Corona also nicht aufmachen durfte, hat wie Thomas ist nach einer Lösung gesucht und gefunden und Pinser und Wine to go Angeboten, was gut angenommen wurde, hat sich durchgekämpft und als diese schwierige Zeit vorbei war,

ist es dann glaube ich richtig durchgestartet und ich kenne den Laden immer voll. Das Geniale an Thomas Weinbar ist einfach, dass man zu zweit mit einer Pinser und zwei Gläsern Wein aus der Offenweinkarte für ganz kleines Geld einen schönen Abend haben kann, aber gleichzeitig auch die großen Weine der Welt dort findet und wenn man den richtigen Grad zu ihm hat, dann auch wirklich besondere Sachen aus der Küche noch dazu gereicht bekommt, was das wirklich besonders macht und

einfach eine tolle Atmosphäre bietet. Der Laden heißt ja Thomas Weinbar, aber eigentlich, wer sie näher kennt, weiß, dass sie Thomas und Nikols Weinbar heißen müsste, weil ich weiß, dass Nikoll das ganze Konzept mitlebt und positiv beeinflusst. Ich freue mich total für die beiden, für diese Auszeichnung als Geräuschsteiner Wineblades. Bin froh und dankbar für die tollen

Momente, die wir schon gemeinsam hatten, auch in der neuen Weinbar. Hoffe, dass wir gemeinsam weiter so gut altern und reifen und dass die beiden noch ganz lange viel Spaß an dem Projekt haben. Alles Gute euch zwei und viel Spaß beim Podcast. Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Somelier, die interessantesten Weinkellner unserer Zeit. Thomas H. Heinecke ist unser heutiger Gast und er betreibt zusammen mit seiner Frau

Nicole die Weinbein-Allzeichen. Thomas. Und für mich ist er der im Begriff eines Sommiers. Er inszeniert Wein, er enttaint Wein, er ist eine Persönlichkeit, er liebt Wein, er verkörpert Wein, er transportiert Wein und wir könnten all seine Stationen, wenn es über wahrscheinlich 40-jährigen Weinlebens aufzählen und wahrscheinlich hat er so viel mehr Wein gekauft, verkauft, gesammelt, als viele seiner Kollegen. Aber darum scheint es nicht zu gehen, sondern um Emotionen, um

Lebendigkeit, um Leidenschaft, um Gespräche, um Menschen und um den Wein. Und das vermittelt er so unglaublich lebhaft. Und so erhalten wir mehr Emotionen, mehr Informationen über Thomas Weinleben, einfach dann, wenn man ihn in seiner Weinbar erlegt. Und bevor wir ins Gespräch einsteigen und diese Weinpersönlichkeit Thomas Heinecke erleben dürfen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner, bei der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Konsei Hovini,

Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weincolleg. Für die händische und für die wirtschaftliche Unterstützung aufs allerherzlichste bedanken. Vielen Dank Ihnen, ist er heute hier. Herzlich willkommen lieber Thomas Heinecke! Du bist einer von 69 Wine Places geworden, du oder beziehungsweise deine Bade. Das ist großartig. Das ist faszinierend. Ich war teilweise eindruckt, als ich nicht zuletzt erlebt habe oder als ich erfahren habe, dass ihr wirklich Weinbar seid.

Kein übermäßiges Essen, sondern richtig für den Wein lebt. Hast du dein Vorbild? Hast du mal eine Weinbar gesehen, die dich total inspiriert hat, wo du gesagt hast, sowas möchte ich auch, nicht zuletzt, weil du ja schon richtig Gastrogeschichte hinter dir hast? Ja, also kommen wir tatsächlich im Ausland Italien, teilweise auch in Frankreich, dass da ein Wandel passiert und dass es neue

gastronomische Konzepte gibt. Und da kam die Idee, einer Weinbarzustande weg vom klassischen Restaurant denken, keine eingesächten Tische, sondern, dass die Leute einfach ein Erlebnis mit Wein in Verbindung mit Essen, aber nicht im Vordergrund das Essen haben. Und es wurde gleich von Anfang an angenommen? Ihr wurdet überrannt, ihr wurdet überfallen sozusagen. Hat die Welt auf euch gewartet? Die Welt hat auf

uns gewartet, da wo wir sind. Und es war Stecknadl im Reuhau. Am ersten Tag vom Soft-Obening ging es los, da waren wir schon so überrannt, dass ein Winzer sogar schon am selben Abend noch mal Wein nachgeliefert hat, womit wir überhaupt nicht gerechnet haben und ja, Wahnsinn. Also es waren gefühlt 250 Menschen, die uns am ersten Tag bei einem Soft-Obening besucht haben. Wie viel passen normalerweise rein? Also

wenn ihr richtig voll voll voll seid, was ist da Maxi durch? Wenn wir richtig voll sind mit Terrasse, sind wir so bei 100, 120 und wie gesagt, an dem Abend hat so richtig geknallt. Mit Großwerbung oder einfach Mund zum Mund-Burgann, jetzt hat man endlich... Nichts zum Mund, Mund zum Mund und ganz wenige Menschen eingeladen. Also nur so den engsten Kreis. Und das war ein herrlicher Freitagabend. Das war kurz nach dem Lockdown und ich glaube, die Leute wollten einfach raus und uns entdecken.

Kurz nach dem ersten Lockdown, also das finde ich muss man noch dazu sagen, dass ihr ja eigentlich halb wahnsinnig wischen den beiden Lockdowns als eben noch keine Entwarnung wirklich gab, da dann Geschäft aufzumachen und vor allen Dingen auch in der Kürze der Zeit, die ihr da zur Verfügung hattet, ich glaube zwischen unterschreiben, Mietvertrag und letztliche Öffnung, also waren ja fast nur Tage, oder? Neun Tage. Warum? Warum macht man so was? Ich meine, du bist ja auch nicht mehr

18, wenn das nicht zu persönlich ist. Ja, auch eine schöne Geschichte, dass ich an meinem sechsten

Geburtstag den Mietvertrag morgen schrieben habe am 24. Juni und dann eine schöne Fahrt, in die Falske gemacht habe, zu Vincent und von als Fählte, was ich jetzt vor habe und am legten Tag mit zwei guten Freunden an Freunden Eepa, die tatsächlich mal Gastronomie machen wollten, nachdem sie ihre Kürmer verkauft hatten und denen wollte ich eigentlich dann, die wollte ich mal dabei haben, damit sie einfach mal sehen, was bedeutet es, einen gastronomischen

Trieb zu öffnen. Ja. Und ja, die haben mir geholfen, dass wir es in sage und schreibe, neun Tagen, den Laden aus und neu eingewormt haben, eine neue Weinkarte geschrieben, haben alle Lieblingsvinser informiert haben und ja, innerhalb von neun Tagen waren wir Stadka. Und danach hat das Befreund Eepa gesagt, ihr seid ja verrückt in der Gastro, ich mach sowas nie wieder. Ja, mein Freund Oliver, der hatte sich dann entschieden, am ersten Abend Küches zu machen und das war für ihn das absolute

Erlebnis. So ab dem fünftesten Bonn hat er so ein bisschen leicht den Überblick verloren. Ein nächsten Tag war er dann im Säuerspiel. Es ist ja so ein Imbegriff eigentlich eines Wine Places, also das was ja Wine Places, diese, wie kann man so was nennen, Organisation ist es nicht, es ist eine Vereinigung, die von Gerhard Steiner unterstützt wird. Einigung von Verrückten. Von Wein Verrückten. Von Verrückten Wein, die war. Eigentlicher, die einen Platz geschaffen haben,

wo man Wein besonders intensiv leben kann. Aber und ich glaube, dass es eine Grundvoraussetzung da will, das Wasser zu haben, ist keine Grundvoraussetzung, was ich schon sehr, sehr, sehr interessant und spannend finde, dass man es eigentlich schon für die Sache dann mehr oder weniger macht und nicht aus als Verkaufsergument. Immer in Person mit einer Weinperson, einer Weinpersönlichkeit.

Das bist du, oder? Für den Laden. Auf jeden Fall. Wie findest du, also kann so ein Laden auch ohne dich funktionieren oder ist, also funktionieren kann schon immer in extremen Fällen, aber steht und fällt eine Weinwirtschaft mit den Betreiber? Ich würde sagen ja, auf jeden Fall. Ja, ich merke es, ja, wenn ich mal im Urlaub bin oder wenn man zwei Tage nicht da ist läuft. Aber ich fehlen so die

letzten 20 Prozent. Das muss man dazu sagen, dass wir in einer sehr guten Lage sind vom Standort her, wo doch auch viele Menschen vorbeikommen. Aber so diese letzte Leidenschaft oder dass man die Leute mit auf eine Reise nimmt an dem Abend, das hat mich jeder. Kann man sowas vermitteln oder ist so was angeboren? Laufstattes ist mittlerweile auch aufgrund meiner Erfahrung, es ist angeboren. Es gibt Menschen, die hören nicht mit Menschen und die machen dann zwar sowas auf, da braucht

einen guten Freund, der hat eine spharmische Weinbar eröffnet. Zudem habe ich irgendwann mal gesagt, mein lieber Klaus, eigentlich bist du der geborene Antigechstronung. Das ist was recht, mag eigentlich gar keine Menschen. Dann geht auch du in die Küche und such dir jemanden, der draußen macht und dann lief es auch. Ich glaube, das hängt schon viel damit zusammen. Wie ging das bei dir an? Wie bist du zum Wein gekommen? Wie bist du Gastronom geworden? Wenn du sagst, es ist angeboren,

wann hast du deinen ersten Kontakt? Den Gastronomiekontakt hatte ich tatsächlich so mit 7, 8 Jahren. Und tatsächlich da, wo ich den Kontakt hatte, das war dann auch die Person, die mir später dazu geführt hat, in die Gastronomie zu gehen. Also ich bin tatsächlich auch in diesem Laden, dann fast 12 Jahre später oder 14 Jahre später mit eingestiegen, habe immer wieder Gastronomie

gemacht, habe es immer geliebt. Ich weiß, wenn wir im Urlaub waren und wir waren im Hotel, dann hast du als kleiner Knopf immer gefragt, kann ich helfen und habe auch irgendwie immer irgendwas dort gemacht. Und die Hauptleidenschaft für Wein, könnte man heute sagen, im Rückblick haben es von früh, weil meine Großmutter in einem VDP-Wein gut gearbeitet hat. Oh, in welchem? Von damaligen Zeit, das war das Oberstdorff nach Diebknecht in Bodenein mit damals tollen Lagen

und heute kann man es erzählen, ist alles verjährt. Damals wurden überstunden eben nicht monitär ausbezahlt, sondern in Ware und dadurch hatten wir halt immer ganz guten Weinvorrat zu Hause und ich kann mich immer an die Familienfeier erinnern, es wurde viel Wein getrunken und ich denke immer mal so eine Berührung mit einem guten Wein ganz am Anfang seines Lebens trägt.

Hast du dein Gefühl für, wie man am besten sich in dieses Weintema reinarbeitet? Findest du es sinnvoller, unten anzufangen oder ist man gleich, wenn man oben anfängt mit seiner Weintrinkerkarriere versaut, aber erfahrener? Das ist eine schwierige Frage. Wir hatten Essen in hohen Stellenwerten und Essen ohne

Wein war irgendwie, da hatte irgendwas gefehlt. Und so hat man sich dann in Themen und in eine Leitschaft auch reingearbeitet und das Thema Wein verfolgt mich jetzt doch fast 50 Jahre und lässt einem auch nicht los, weil es ist ja so viel zu entdecken. Und wenn ich einen Ratslag jemand geben darf, ist es am Anfang alles gelernt zu wollen,

sondern einfach mal auf das wirken zu lassen. Und ich glaube, jeder kennt das so ein bisschen, dass sich auch Geschmack und Dinge verändern, wenn man längere Zeit auf diesem Planeten unterwegs ist. Ich kann mich oft noch erinnern, dass man doch eher mal zu einem halbbrockenen oder jüngeren Gegriffen hat in jungen Jahren. Und das hat dann doch komplett in ganz anderer Berichtungen entwickelt. Bei mir zum Beispiel mit Anfang 20 war Pinot Noir nie

ein großes Thema. Jetzt ist es in der Größe, je älter ich werde umso mehr liebe ich dem Pinot Noir und mag diese Rebsorte. Und ich glaube, das ist alles auch eine Frage der Zeit und der Entwicklung. Siehst du Kunden entspannt gegenüber, die einen gravierend anderen Weingeschmack haben oder eine andere fein Vorstellung als du? Weil das wirkt jetzt gerade gelassen. Viele unserer Kollegen sind da relativ verbissen, also weil du gerade süße Weine ansprichst.

Wenn jemand zu dir kommt und sagt, ich hätte gerne einen süßen Dornfelder oder ich hätte gerne einen einfachen Graubuck und wie gehst du damit um? Ist das okay für dich? Magst du das? Wird ihr halt einfach erstmal Wein trinken und dem Teebarn nahestehen oder sagst du, hey, Leute, das ist doch kein Wein? Das ist auch, ja, das ist auch sehr spannend. Auch da war ich am Anfang eher ein bisschen der Disney und hab gedacht, ich müsste jedem eigentlich meinen

Weingeschmack auferlegen. Das hat es ein bisschen gelegt. Heute lass ich jedem die Freiheit probieren natürlich, die will ich ihnen doch überzeugen, mal was anderes zu probieren. Und er darf es auch einfach nur probieren, da muss er nicht betahlen dafür und vielleicht entscheidet er sich dann doch für ein Wein meiner Wahl und dann um jedem das, was er möchte und kein Schwang. Und seitdem ich das so mache, habe ich das Gefühl, dass die Leute eher umschränken

und nicht so auf Verteidigung gehen. Weil, wenn man mal so gesagt, es war so ein Fruch in der Weinprobe, tut ein Thema Graubuck und was ja auch ein Deutsch Thema ist, wird viel zu viel Graubuck untergetrunken, finde ich. Aber ich habe das dann immer mit der Merkels verklischen, habe gesagt, die Merkel war auch nur 16 Jahre Kanzlerin, weil man wie beim Graubuck unter vom Weinregal stand

und hat gesagt, naja, wenn ich was anderes wähle, können sie ein Risiko sein. Und somit habe ich da auch so eine leiche politische Frage drauf gemacht, da hat man dann gesagt, okay, ich wähle die Merkel, weil wenn ich rechts tau, links tau, dann besser wird und sowas auch oft mit dem Graubuck unter. Die Leute haben, glaube ich, den Graubuck unter so gemacht, weil er in irgendeiner Form zuverlässig ist, das war für uns als Weinfachleute oder als Weinliebhaber, da habe ich immer was gefehlt.

Das hat weintlichen Leben lang begleitet. Was ist Wein für dich, wenn du es in ein Wort pressen müsstest? Die größte Frage wäre, wenn der Graub zu mir sagen würde, stürzt keinen Wein, was du für ein Wein mitbringen könntest. Könntest du dir ein Leben ohne Wein vorstellen? Im Moment,

sehr schlicht. Ja. Weil es ja für dich auch lebenserfüllend ist, also eben auch beruflich und wenn man so einen intensiven Job wie du hat, sag ich mehr als ein Job, ist eine Berufung, dann ist es ja lebenserfüllend und dann den Wein nicht mehr so leben zu können, das stelle ich mir auch sehr schwer vor. Aber könnte man Wein irgendwie in einem Wort pressen? Wie siehst du Wein? Was ist Wein für dich? Nein, es ist ein faszinierendes,

spannendes Getränk. Es ist Alkohol. Das war ja für uns auch immer als Weinfachleute ein Thema. Bin ich ein Lieler, jemanden verführt Alkohol zu trinken, aber es ist halt einfach für mich eine Faszination und ich denke manchmal so, Wein gibt es schon so lange auf diesem Planeten,

wenn er so schwimmen wäre, hätte man ihn schon manchmal weggenommen. Ist halt immer so eine Frage, wahrscheinlich die Frage, die wir uns alle auch stellen, aber ist es, also wir fühlen uns ja in einer gewissen Phase oder jetzt auch durch diese neu öffentliche Entwicklung, wo Alkohol gebäscht wird, wo Wein sehr, sehr stark angeprangert wird, wo das tägliche Glas Wein oder zu viel

Wein konsumt. Und bei zu viel meine ich nicht jeden Tag drei Flaschen, sondern meinen vielleicht irgendwie pro Woche zwei, drei Gläser eben negativ dargestellt wird, macht sowas jemand auch mit Zucker oder Fleisch und es ist da nicht genauso, dass in einem gewissen Rahmen es durchaus zuträglich sein kann. Aber in dem Übermaß Salz zum Beispiel, wie wir es konsumieren, da die Verantwortung nicht auch im Konsumenten ist einigermaßen zu händeln und letztes Jahr war es Zucker

und dieses Jahr ist es Alkohol. Also das Alkohol in Übermaß nicht gesund ist, ich meine, braucht mal jedem von uns klar. Und dass es zu leicht und zu verführerisch ist, auch Alkohol in Übermaß zu genießen und das, was am nächsten Tag merken oder irgendwann auch nicht mehr merken, dann ist es auch nicht gesund. Aber dieses Kulturgut Wein, wenn man sich die Landschaften anguckt, wenn man sich die Länder anguckt, würde das fehlen. Ich glaube, dann würde den Menschen

sehr viel fehlen. Ich glaube es auch und was ich ja auch oft verkläst, ist gerade das Thema Zucker und wenn man sich Länder anguckt, die zum Beispiel ja kein Alkohol trinken oder auch Glaubenskilosophie kein Alkohol trinken, wenn ich sehe, was die an Süß essen, dann holen die sich ja das auch wieder an der anderen Stelle und die können jetzt nicht anmaßen, was da die gesündere Variante ist,

ich weiß nur, dass ich auch von immer eingetränkt sehr angefangen hat und das war Coca Cola. Also ich konnte es nie verstehen, dass man so ein Getränk so viel bringt und darauf in dem Bewusstsein, dass man mit jedem Liter fast 100 Würfel Zucker zusich nimmt, ja ich habe das Menschen mal vorgemacht, ich habe auch mal 100 Würfel Zucker in ein Liter Wasser gegeben und habe gesagt, so jetzt trinkt

das doch mal, nur das trinkt ich nicht, das viel für Klitzkucker, aber dann sage ich aber du trinkst doch Coca Cola und ich denke ja. Also man findet in der heutigen Zeit ständig irgendwas, ich sage das manchmal so ein bisschen so viel Sand, aber ich sage, wenn einer bei mir draußen am Städtest demnächst von einem Zige getroffen wird, der vom Dach fällt, dann werden wir in Zukunft nur noch

mit Helmbein trinken dürfen und ich finde es ein bisschen polemisch, was da gemacht wird. Ich denke, dass jeder für sich auch, der eine einigermaßen Bildung mitbekommen hat, selbst entscheiden sollte, was für ihn gut ist und nicht so viel vorschreiben und verbieten. Wir wissen nur, alle was mit Verboten passiert. Alles was in der Schule verboten war, haben wir gerne gemacht. England ist wirklich eines meiner Lieblingsthemen, wenn es um Weihnationen geht, denn dieses

Weinland ist so wunderbar verkannt. Ja, diese Corré-fait, diese Ausnahmerscheinung, diese Leuchtfigur, dieser Überflieger, diese Glanzfigur, diese High-Performer, dieser Gamechanger, diese Lichtgestalt, dieser Diamant, immer rot zustand, die Stimme der Zukunft. Dieses Weinland wurde zumindest als Produktionsland zum Senkrechtsstaater und Schuld an dieser unglaublichen, neunzeitlichen Präsenz

sind Produzenten wie Gasborn. Und England, finde ich, ist eines der Weilländer, die man erklären kann. Es ist schon so einfach sich imaginär entführen zu lassen, die nebligen Hügelkennz, wo die Kreideböden sichtbar sind und flüstern und die Meeresbrise die Reben bewegt. Hier, in diesem braun und doch lebendigen Land wurde ein Wein geboren, der nicht nur die Seele Englands einfängt, sondern die Welt der Schaumweine herausfordert. Der Gasborn Estate Blonde Noir 2018.

Der Vater von Gasborn ist Dr. Andrew Weber, ein Südafrikaner, dessen Herz für Weinschuhe als der 2004 die Kagenhügelkennz betrat und ein neues Kapitel in der englischen Schaumweingeschichte aufschlug. Mit einer Vision, englischen Schaumweinen zu schaffen, die mit den Größten der Champagne konkurrieren, pflanzt er 2006 die ersten Reben. Chardonnay Pinot Noir und Pinot Minier auf 60 Hektar in Epil-Dor, Kent und weitere 30 Hektar in West Sussex. Außergewöhnlicher Wein erfordert Handwerk,

Respekt vor der Natur und kompromisslose Sorgfalt. Das war das Kreide von Weber. Seine Vision wurde Wirklichkeit als den Debütchergang 2010 die Weltbühne betrat und Gasborn dreimal den Titel "Englisch Wine Producer for a Year" der IWSC gewonnen. Und der Leitung von Charlie Holland, der 2013 Beitrag nach Stationen aus drei Neuseeland und den USA, wurde Gasborn zum Leuchtturm der englischen Wine-Industrie. Holland, ein Winzer mit einem unschtebaren Durst nach Perfektion,

formte Weine, die nicht nur die Kritiker, sondern auch die Herzen der Genießer erobert. Seine Philosophie, jede Traube, jeder Weinberg, jede Flasche soll eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von Perfektion und greifbarer Leidenschaft. Der Blondon Noir 2018 ist ein Monument der Präzision,

gefährdet aus 100 Prozent Pinot Noir, Handverließen aus besten Parzellen in Kent und West Sussex. Die Trauben wachsen auf Kalk und kieselhaltigen Böden, die von einem uralten Meeresboden zeugen und gedeihen in einem kühlen Maritimklima, das extrem lange Reifezeiten von bis zu 118 Tagen ermöglicht. Die Winifigation ist ein Tanzersorgfalt, ganz bündig gepresst, um den reinsten Saft zu gewinnen. Fermentiert der Wein zehn Tage bei 18 bis 20 Grad Celsius, teilt es in Edelstahl,

teilt es in alten Eichenholzfässern für zusätzliche Komplexität. Mit mindestens 27 Monaten Hefellage entwickelt er eine cremige Textur und Tiefe. Nur für die Nerds technische Daten, 12 Prozent Alkohol, 9,6 Gramm Säure, 9,5 Gramm Restzucker und für die Statistiker sei natürlich auch der pH Wert von 3,02 erwähnt. Aber der Wein liebt von der Sensorik und das ist ein Erlebnis in der Nase, rote Äpfel, Himbeeren, ein ganz feiner Hauchbrioche, gefolgt und das kann

man schon riechen für eine mineralische Note. Am Gaumen eine extrem feine Perlache, sie kleidet den Gaumen aus, gibt ihm Fülle, sorgt für ein unvergleichbares Schaumweinerlebnis, rückt lebendig und dann kommt die Säure, die cremige Textur und der lange mineralische Abgang, der den Wein prägt, extrem interessant macht und neugierig darauf, wie dieser Wein sich in 10 oder 20 Jahren präsentiert und als lose Prognose dürfte das für ihn kein Problem sein. In dieser Wein ist mehr als ein

Schaumwein. Er ist der Beweis, dass England nicht nur mitspielen, sondern regeln komplett neu definieren kann. Dieser Wein vereiht die eleganze Champagne mit der unverwechselbaren und nur dort zu findenen frische Kents, ein Pinoignor, der die Fruchtigkeit seiner Rebsorte mit einer mineralischen Stränge verbindet, die direkt aus den Kreideböden spreht. Ein atemberaubendes Beispiel

englischen Schaumweins mit tiefe Alterungspotenzial. Schwärm zu Gart Tim Atkins, Master Wine, der diesen Schaumwein zum blonde Nordes Jahreskürte und definitiv ist nicht einfach einen solchen Schaumwein zu erzeugen. Die Herausforderung in Kent, Kühl, Klima, Spitzweinen zu produzieren, wurde von Gasburn gemeistert. Der Jahrgang 2018 geprägt, von einem warmen Sommer lieferte die Trauben von außergewöhnlicher Qualität. Die Böden reichen an Kalk und Feuerstein,

verleihen dem Wein eine mineralische Klarheit, die seinesgleichen sucht. Während des maritime Klima die Säure bewahrt. Stellt euch vor, Kent ist nur sechs Meilen von der Küste entfernt und bietet ein Mikroklima. Das hat mich schon bei mir erinnert. Historisch war Kent ein Zentrum des Obstbaus, doch seit den 1990er Jahren hat sich die Region zu einem Hotspot für Schaumwein entwickelt. Und nicht zuletzt verantwortlich dafür sind kongeniale Visionäre wie Andrew Weaver.

Vielen Dank dafür und noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz. Ich hatte damals fasziniert mit acht, neun Jahren. Du hast aber dich in dem Lokal gearbeitet, oder? Ich meine, du sagst ja, es ist verjährt, aber wäre damals wahrscheinlich ein wirklicher Team gewesen. Aber wie kommst du mit acht, neun Jahren? War die ihr da Gäste oder?

Meine Eltern haben in dieser tennis-halle tennis gespielt. Ja und die Freundin von Michael die Burt war eine Kindergärtnerin und die war sehr nett bei mir und mich hat halt fasziniert. Die haben damals Pizza selbst gemacht. Das war ja 1968 noch nicht so weit verbreitet und dann stand ich irgendwann in der Küche, hab halt mitgeholfen und dann eine Pizza gemacht und irgendwann waren die beiden mal nicht im Lokal und ein Gast kam und wollte was essen und dann hab ich

gedacht, okay, dann mach ich ihm das mal, das ist keine Beweisung. Das war eben so die ersten Berührung. Und da hast du ihm eine Pizza gemacht? Ich hab ihm eine Pizza gemacht. Ach, krass! Wow. Und sowas fasziniert natürlich so ein Erlebnis, dass das macht neugierig auf mehr und damit war deine gastronomische Laufbahn geebnet. Ja und ich hab auch gemerkt, Peter, man macht ja, man macht ja verschiedene Praktika neben der Schule. Das war ja Bank gemacht, war bei der Druckerei, war hier und

da. Was mir immer gefehlt hat, waren in all diesen Job die Menschen. Es war mir schon klar, dass ich irgendwas mit Menschen machen muss. Ich hatte ja auch neben Gastronomie und Schule, hab ich auch früh den Tennis-Lehrer gemacht, hab viel Tennis-Drehener-Stunden gegeben, wo ich ja auch mit Menschen und auch mit Gruppen arbeiten musste und hab so gemerkt, da geht irgendwas von dir aus,

du kannst das gut und du fühlst dich auch wohl damit. Und was ich halt auch schön finde ist in unserem Beruf heute, du kommst eigentlich jeden Tag gesagt, ob du es gut oder schlecht gemacht hast. Wenn ich so an den vergangenen Samstags denke, so viele glückliche Menschen, denen man ein Lebensbefehl vermittelt hat, dann weiß man sowas, was man das gemacht hat, auch wenn man am nächsten Tag gerade hin kann. Aber wenn man auf die Schürgen lässt, einfach sagt, wow, war es ein toller Tag.

Wenn man dann noch eine WhatsApp bekommt oder noch eine Mail und sagt, es war so ein toller Abend und dann weiß man, dass man das noch gut gemacht hat. Was wärst du, Außer Gastronom geworden? Kannst du dir irgendwas vorstellen? Tatsächlich war ich kurz davor, aber es war sehr voll an der

Uni an dem Tag, nicht so eine Artikulierung einzugreifen zu lassen. Also was künstlerisch wäre es auf jeden Fall auch noch gerne gewesen, weil es waren auch die inspektakulären, sag ich mal, Fächer in der Schule, aber die haben halt, also mir hat am meisten in Französisch, so diese Richtung und auch da hat man schon gemerkt, dass es nicht so der klassische Mathematiker oder Wirtschaftsmensch oder sonst

irgendwas braucht man aber heute. Also da mahne ich auch jeden, der das rührt und sagt, oh ja, ich würde auch gerne meine Beinware machen. Da sollte man auch gut wirtschaftlich denken. Nicht das A und O, ich glaube das A und O ist in der Tat die Herzlichkeit, das ist die Menschlichkeit, das ist der Umgang mit den Menschen, das ist die Liebe zum Wein, zu diesem Elementen,

das besonders präsentieren, wahrscheinlich auch mit einer gewissen Ästhetik. Deswegen ist dir das wahrscheinlich ganz zuträglich gewesen, dass du eben auch einen ästhetischen Beruf wie Architektur erlernen wolltest oder studieren wolltest, aber die Wirtschaftlichkeit darf man nicht vergessen, auch die Weitsichtigkeit dabei. Ich glaube, da kannst du auch eine Geschichte von erzählen oder kannst du ein Lied von singen, dass da vieles, wenn du 40 Jahre Gastronomie hinter

dir hast, vieles, was man sich aufbaut, sonst einfach eingerissen werden kann. Weil sonst arbeitet man vorne rein, was man hinten nicht rausbekommt. Ja, jedenfalls. Und auch schön, dass du das eben nochmal mit dem Künstler schon erwähnt hast, die meisten Läden habe ich ja auch selbst gestaltet, sagen. Und wenn man jetzt so gerade den letzten diesen Weinladen in der alten Bücherei sieht, das spüren alle, das ist ein Wohnzimmer, in das da gerade reinkommen und das gehört irgendwie,

man dieses Wohnzimmer und das spüren niemand. Ach schön. Und es ist ein Wohlbefinden. Also jeder, der dafür ein Gefühl hat, spürt, was da passiert. Genau das passiert ja auch dann den Gästen, dieser Wohlfüllmoment. Ja, ich habe das auch festgestellt, weil die Weinbar habe ich tatsächlich so übernommen, habe sie nur verändert, wie sie war. Aber da sieht man an der Verweildauer in dem neuen Laden, der im Prinzip von mir selbst geschaffen wurde, ist die Verweildauer fast die

doppelte Zeit, weil die Menschen sich dort wohlfühlen. Also haben sich da auch eine Statistik drüber, dass in der Weinbar die meisten Menschen kommen, trinken zwei Gläser Wein, finden das auch cool und sind dann wieder verschunden und in dem Weinladen bleiben sie da. Ja, sie verweilen,

sie genießen es. Der Weinladen kam nach der Weinbar. Also ihr hattet erst die Weinbar zwischen Corona aufgemacht und dann mit einem habt ihr gesagt, okay wir brauchen einen zweiten Laden oder wir brauchen einen Weinladen oder warum gibt es eine Weinbar und ein Weinladen? Das ist auch ein Ländsoneinfach erklärt, wenn man sich noch erinnern kann, das ist

erst fünf Jahre her, aber es kommt ein vor wie eine Ewigkeit. Wir haben ja nach dem ersten Lockdown eröffnet und mussten drei Monate später direkt schon wieder schließen und jetzt hast du neue Mitarbeiter und alle haben dich angeguckt und haben gesagt, ja wie geht das jetzt weiter und dann haben wir ja ein paar Lücken, ein System, die uns ermöglichen doch weiter zu machen und wir waren dann relativ kreativ und haben im Prinzip die Weinbar ausgebaut, alle Stühle raus,

alles raus, haben Regale reingeräumt, haben die Tische zusammengeschoben und haben daraus ein Weinladen gemacht. Das war ja zulässig, weil Rewe, Aldi und so weiter durften die auch offen

lassen. Wir durften halt immer eine Familie zum Weineinkau mit reinnehmen und haben uns dann gedacht, okay nur Wein verkaufen wird nicht reichen, wenn wir dann noch das passende Essen dazu machen und haben dann die Pinser kreiert und haben sehr viel aus der israelische, erwandtienischen Küche wie Hummus, wie Salate und Ingts, fix und fertig zubereitet, sodass der Gast sich das bestellen konnte, konnte sich die passenden Weine dazu aussuchen und es gab da

ganz schöne Geschichten auch in diesem zweiten Lockdown, weil der war ja doch sehr lang und ich

erinnere mich noch sehr wie eine Familie, da habe ich gesagt, wo kommt ihr denn her? Dann haben die gesagt, ja wir sind in Darmstadt losgefahren, wir haben uns alles schick gemacht und haben gesagt, wir gehen jetzt mal, da haben wir gehört in Alper, gibt Pinser und Wein zu kaufen und sind dann losgefahren und das war dann den ihr Highlight im Monat Dezember, einfach mal wieder rauszukommen und was für sich zu tun und das haben dann ganz viele getan und dann haben wir wieder eröffnet

nach sieben Monaten und dann gab es viele Kunden, die gesagt haben, oh das mit dem Bein laden, das war schön und das habe ich immer wieder gehört und ich habe dann auch gesagt, räumlich waren wir in der Weinbar schon eingeschränkt, dass ich nicht die ganze Vielfalt des Weins so leben konnte, wie ich das gerne hätte und aus einem Zufall selber vermieter wurde, wie gesagt, diese Buchhandlung frei und als ich ihn gebracht habe, was er davon halten würde und nach der kleinsten Augen gekommen

hat er gesagt, das ist mir tausendmal lieber wie noch ein Schischerbar oder ein Euroladen und dann haben wir da, hat er uns auch richtig mitgeholfen und hat uns auch toll renoviert und so dass wir einen ganz tollen Raum geschaffen haben, man muss sich den Weinladen als Ergänzung für Weinbar so vorstellen, das ist eine begehbare Weinkarte, gibt auch ganz viele Gäste, die die Weinbar besuchen, die vorher in den Weinladen gehen und sich dort die Weine für den Abend aussuchen und da wir

Weingutstreise haben im Weinladen, zahlen sie ein Korrgeld von 12 Euro, wenn sie das vor Ort trinken. Ihr habt den Weinladen die gleichen Preise wie die Weingüter? Ja, wenn man den Wein mit nach Hause mit nimmt. Wir nehmen überall ein Korrgeld von 12 Euro, sodass man jeden Wein für den Aufsag von 12 Euro trinken kann. Also kann ich ein großes Gewächs, wenn ich so möchte,

bei euch idealerweise für 50, 60 Euro trinken? Die meisten Champagner, die wir haben, können vor Ort zwischen 50 und 70 Euro getrunken werden und sind meistens überwiegend sehr ausgefallene Champagner, die man nicht überall findet. Gibt es bei dir eine Philosophie, was Preise im Allgemeinen beim Glas angeht? Also hast du da irgendwie einen Gedanken, dass du sagst, ich möchte immer einen Shoppen für XY anbieten oder ich möchte dir und die Auswahl haben, wenn man damit ja

teilweise auch das Gäste klient, ein bisschen steuern kann. Also hast du da irgendein Gedanken, eine Philosophie, einen Ansatz? Die Philosophie war, dass sich jeder, der Lust auf Wein hat, auch ein Glas leisten kann. Deswegen sind wir auch gestartet und haben gesagt, die Nummer

1 und die Nummer 2 sind tatsächlich Shoppenbeine. Aber es gibt ja auch hervorragende Shoppenbeine, wenn man sich ums haut, zu einem vernünftigen Preis und sie haben einen Demeter-Riesling und einen Biolandrosseh als Data und sind dabei im Preis um die 4,50 Euro für ein Shoppen. Das kam gut an und das ist ja auch so ein Einstieg und wenn man niemanden ausgrenzt, so hat es ja auch verändert unser Publikum, weil diese Weinbar hat ja vorher schon mal

unter anderer Führung existiert. Da war das Durchschnittsalter teilweise über 60 und jetzt haben wir eine Bandbreite von jung bis alt. Ich habe das bewusst mal alt gesagt und ich gesagt bis 80, weil das in der Zeitung gerade gestiegen. Und dann kam jetzt bei 95-jährigen Stammkunden, da dürfen wir jetzt kein Wein mehr trinken, weil wir über 80 sind. Also jeder so, wie er es fühlt. Das ist eben das Schöne an unserem Beruf und so stellt sich auch mein Team zusammen.

Also die Jüngsten sind 16, da sind Schüler von der Kunstschule, die es mit Begeisterung machen und die Beine empfehlen und einschenken, was sich ganz toll findet, auch als junge Menschen. Aber es geht auch ganz nach oben bis zu einem, der ist jetzt gerade 70 geworden, der auch bei uns im Service arbeitet und genauso stellt sich halt auch unser Publikum dar, von ganz jung bis ganz alt.

In dieser Altersspanne bei den Mitarbeitern gibt es da Probleme oder ist es dann wie der Gastronomedi irgendwie verbindet trotz Stress und trotz Ungemütlichkeit? So ein bisschen wie für mich. Also wenn du 70-jährige hast und hast eine 16-jährige, dann ist ja der 70-jährige eigentlich schon der Opa. Aber für so eine 16-jährige auch ein

voller Halt. Wenn ich den beim Arbeiten gutfahre, wie man sich gegenseitig ergänzt, also die Guggen, die Ruhe und Erfahrung vom 70-Jährigen, der 70-Jährige kriegt aber die Schnelligkeit und die Kappe ist nicht erklärt von einem Jüngeren und so ergänzt sich das und ich sehe das Team eher als Familie. Das finde ich so schön, weil ich finde es so oft so traurig, wenn du halt in die Gastronomie gehst, du hast eigentlich fast ausnahmslos nur junge Leute bis 25, 30. Ganz selten mal jemand,

der ein bisschen betagter ist oder ein bisschen mehr Erfahrung hat oder sonstiges. Und das finde ich einfach total super, super schade. Wenn du genau diese Spanne darstellt, ist das grandios von den Gästen sonst. Also hast du mehr, ihr seid in Rhein-Hessen, mehr Winzer, hast du mehr Weihendieb, hast du Unbedarf, da hast du Wanderer, hast du Bürgermeister oder wie sieht dein Klientel aus

in so einer eigentlich reinen Weihenbar, wenn man so möchte? Wir haben auch so wie im Alter, haben auch da eine große Bandbreite, natürlich sind wir natürlich auch an Ort wo sich Winzer gerne treffen. Also es gibt eigentlich keinen Tag, wo nicht mindestens zwei oder drei Winzer da sind. Echt cool. Ja, es ist immer. Und an manchen Tagen sind es auch mal 20. Und das ist auch dann ganz

schön. Ich habe jetzt gerade, wenn man naher ist, habe ich am Samstag eine Weinprobe für eine Gruppe, die jetzt nicht aus Allzeit kam und zufällig war es ein Winzer mit drin, den ich mit eingebaut hatte in der Weinprobe. Und da habe ich die ersten sechs Weine moderiert, dann habe ich auch einmal gesagt, so und den zippen Wein kann der Winzer uns gegenüber moderieren. Und du kennst Winzer, wie sie sind, manchmal dann zurückhaltend und du machst das besser am Standein, du machst das jetzt

selbst. Und das sind so Erlebnisse, glaube ich auch für den Kunden oder für den Besucher, die halt einfach super sind. Peter hat sich rausgestellt, dass einer in der Gruppe, der war in die Einladen und sogar mit dem Vater des Winzers zusammen in der Schule war. Ja, ist ja lustig. Und zu sind das dann einfach mehr schöne Geschichten, die schreibt der Wein. Ich glaube, das schreibt im Biolokal gar nicht so sehr, weil ein Brauersitz fällt bei uns. Das einfach mehr Wein macht. Ja,

hat auch selten so eine Verbindung zu dem Wein. Also ich finde, wenn man den Wein dort hat, neben Ansitz der Winzer, man hat dann in der Tat fast das Gefühl, als würde er so sein, sein Kind erklären. Ja, ich wichte dir bei, das Gefühl hat man vielleicht beim Brauer nicht ganz so oder selbst beim Bäcker, der den Brötchen gebacken hat, wenn der nebenan steht, man ist das Brötchen, ist man das Brötchen. Aber ich weiß ja, ob es aufgrund dieser langen Zeit ist,

wenn man halt über ein Jahr oftmals den Wein begleitet mit Reifungen und so weiter. Oder ob

da wirklich irgendwas ist, was man nicht erklären kann, was einfach Verbindung, Empor ruft. Ja, und was für mich natürlich auch schön ist, weil ich in der Region groß geworden bin, kann ich auch jetzt sagen, somit fast 65, dass ich schon mit der vierten Generation jetzt Zusammenarbeit, also teilweise in der Sprünge dabei, wo die ganz jungen jetzt zu mir kommen und sagen, erzähl uns doch mal, wie es kurz 20, 25 Jahren in Rhein-Hessen um den Wein stand und jetzt erfahren

wollen, was der jetzt so aktuell ist und auch in Verbindung mit dem Gerhard Steiner Weinplay es gab, WhatsApp, da habe ich von 19-jährigen jungen Winzern die haben Kratuliere und hoffentlich hältst du noch lange durch und bist noch lange an unserer Seite und das zeigt an, wie schön und familiär das Ganze auch. Sehr Gänsehaut, oder? Also wenn du das bekommst, wenn du dann auch so... Hab ich grad. Ja, schon mal mal sehen. Ja, ist der Tatsache, da merkt man dann, was Gastronomie ist,

dass man ein Teil von etwas ist. Man ist nicht irgendwie ein Fremdkörper, man ist nicht irgendwie, sondern man ist eine Begegnungsstätte und man prägt das Leben von Menschen nicht selten oder begleitet das Leben von Menschen oder zelebriert mit den besonderen Augenblicke, sei es irgendwelche Festivitäten oder halt, dass sie irgendwas feiern oder auch los werden möchten, auch was Trauriges

manchmal. Man lebt mit den Menschen, das ist außergewöhnlich und beim Weinflaschen wahrscheinlich nochmal anders, weil Wein ja ein langsames Getränk ist und nochmal auf eine andere Art rätselig macht. Jedenfalls, also es ist ein ständiges Erleben. Da gab zum Beispiel auch in einem Lockdown eine wunderschöne Anekote, als wir den Wein laden hatten, da kamen die

Dame rein, alle einstehend, Mitte 80, und da hat sie gesagt, ich habe keinen zum Reden. Und wenn wir ein bisschen Zeit geben, unter ich, wird auch gerne Weinberatung haben, weil ich bin jetzt ganz alleine draußen, habe ich hier einen Wein empfohlen und da sagt sie, oh, da ist schon ein bisschen teurer, aber ich nehme den jetzt mal und dann kam sie drei Tage später und sagt, boah, der war so lecker,

zum guten Wein habe ich noch nie getrunken, kann ich davon gleich mal Treibwertung haben und diese Geschichte ging dann weiter bis über den Lockdown, die hat dann mit ihren Freundinnen, also alle um die 80, Mitte 80, Britsch gespielt und vor jedem Britschabend hat sie gesagt, stellst du mir drei Weine zusammen, die hole ich dann immer ab und sie hat dann gesagt, was soll ich denn das Geld noch

waren, in dem Alter vieles jetzt genießen und erleben und allein diese kleinen Geschichten, die sind so zahlreich, die amtab passieren und wenn ich die jeden Tag über den Markt glauben sehe, muss ich immer an diese Geschichte denken und es angeführt. Ich werde dir, habt euch nicht nur einmal gefragt, ob wir nicht so romantiker sind, also nicht zuletzt deshalb, wenn man vor ihren Rebgärden, vor ihren Rebzahlen auf das Rosen findet, soll das schön sein

oder hat das einen Sinn? Und ja, natürlich hat es einen Sinn, denn Rosen vor Rebgärten sind mehr als nur Zierde, sie sind ein Frühwarnsystem mit Stil, denn die empfindlichen Blüten reagieren schneller auf Pilzkrankheiten wie Mehltau als Rebstöcke, was dem Winter wertvolle Zeit verschafft, auch wenn es manchmal nur ein, zwei Tage sind, so wird die Rose zur Diva mit Doppelfunktion. Schön anzusehen und steht ein Schritt voraus. Tradition trifft Technik, denn was früher überlebenswichtig

war, bleibt heute ein charmantes Symbol für Aufmerksamkeit im Detail. Und ganz ehrlich, ein Weingarten mit Rosen am Randzeit, hier arbeitet ein Weingärtner mit Weitsicht, nicht nur mit Hektar. Und es gibt einen Ort, an dem Rosen perfektioniert werden und Reben atmen dürfen. Es ist die Geschichte von Pico Macario. Dort wo die Erde rot-braun leuchtet und der Wind den Geschmack von Eisen, Kalk und Hitze mit sich trägt, beginnt die Geschichte eines Weins, der nicht gemacht wurde,

um zu gefallen, sondern um zu erzählen. Man barut so. Ein Flecken im Monferrato ist nicht laut. Er ruht in sich wie ein alter Hürter, der seine Hügel kennt, seine Trauben, seine Stürme. Und genau hier in diesem stillen Zentrum des Barbera das die Gebietes gründeten zwei Brüder 1997 das Weingut Pico Macario auf den Knochen und Vision ihres Großvaters Carlo. Es war kein Pauken Schlag, sondern stille Entschlossenheit. Pico und Vitaliano Macario kauften 70 Hektar in einem Stück,

was im Piedmont keine Selbstverständlichkeit ist. Und sie pflanzen dort nicht nur Reben, sondern auch 4.500 Rosenstücke. Je einen an jede Rebzeile, wer ihre Geschichte liest, könnte glauben, hier ging es um Romante. Doch was sie antreibt ist Konsequenz. Dem Brüdern geht es nicht um Tradition. Ein Beispiel, sie arbeiten mit der Universität Turin zusammen, um moderne Kellertechnik zu entwickeln, nicht um Geschichte zu verneinen, sondern um sie zu

veredeln. Und ein perfektes Beispiel dafür ist ihr Barbera das die Lavignone. Ausgebaut in Edelstahl, Temperaturgesteuern präzise, denn sie wollten kein Barbera, der sich breit macht, sondern einen der führt. Und die Welt nahm Notiz. Der Gamper Rosso verlieht dem Lavignone mehrfach Dreigleser. Nicht wer lauter war als andere, zömmt Willer Klarer Sprach. Was die Macarios taten? War ein seltenes Kunststück. Sie bewarten das Herzen Piedmont,

denn sie ihm ein neues Gewand nähten aus Edelstahl, Glasfaser und Mut. Und inmitten dieses technischen Fortschritts Rosen. Immer wieder Rosen. Keine Edikettenschwindel, eine Philosophie. Es gibt Weine, bei denen man zuerst den Stahl schmeckt, bevor man zur Frucht kommt. Und es gibt Weine, bei denen der Ausbau im Edelstahl wie ein reines Tuch wirkt, auf dem sich das Bild der Rebsorte ungestört entfalten kann. Lavignone 2023 gehört zur zweiten Kategorie. Er besteht zu 100% aus

Barbera, der dicken, farbkräftigen, oft unterschätzten Rebsort des Piedmont. Und zwar nicht irgendein Barbera, sondern selektiertes Lesegut von 54 Hektar Weinbergen rund um Mombaruzzo. Ton und lehmhaltige Böden bestimmen hier das Fundament. Böden, die Wasser halten können, wenn die Sonne brennt und die Kühlung liefert, wenn der Wind aus dem Norden kommt. Böden, die keine Dramatik suchen, sondern Tiefe. Die lesen natürlich per Hand. Jede Traube wird geprüft, selektiert und verstanden.

Dann erfolgt eine sanfte Pressung, eine 10 bis 12 Tegegematzération und eine Temperatur gesteuerte Gärung im Edelstahltanks. Keine Holzaromen, keine Maske Rad, nur Traube, Zeit und Temperatur. Die Reifung geschieht auf der Feinhefe, neun Monate lang. Die Hefe bleibt. Sie wird nicht entfernt, sondern begleitet. Sie gibt dem Wein nicht nur Struktur, sondern leise Töne von Brotgruste, Textur und Tiefe. Danach folgen vier Monate Flasche Reife. Es ist nicht zu viel, es ist genau richtig.

Denn dieser Wein will nicht warten, er will sprechen jetzt. Und dann im Glas. Er scheint kein Orchester. Es erscheint ein Quartett, Pflaume, Kirsche, Brombeere und ein Haufen Kräutern. Wenn er hier vielleicht, aber nur wenn du lange suchst. Die Säure, lebendig, nie scharf. Die Tannine sind präsent, aber höflich. Der Körper? Mittelkräftig geschmeidig, fast seidig. Mit 14 Volumen Prozent bringt er das Gewicht mit, was man im Glas spüren möchte, aber nie wie ein Muskelbrot. Er wie ein Läufer,

kontrolliert krachtvoll elegant. Der Lavignon ist ein Wein, der nicht zwischen Alltagsfreude und Anspruch entscheiden muss. Er kann beides, er ist beides und du kannst ihn trinken. Du kannst ihn jetzt genießen, kannst ihn in 10 Jahren trinken. Er wird sich nicht beschweren. Aber er wird dir erzählen, wie gut der Barbera klingen kann, wenn man ihn nicht mit Holz die Stimme verstellt. In einer Welt

voller Barberas, der Lavignon 2023, wie eine Stimme, die nicht lauter, sondern deutlicher spricht. Und du kennst das, Barbera. Die Wiege Nummer 2. Der Wein, der Bauern, der Begleiter, der Alltagskäse. Lange Zeit verkannt, zu säurelastig abgestempelt, als rustikal verspottet, als zu leicht für die schweren Tische des Rums. Und dann kommt ein Wein wie dieser. Und erinnert dich daran, dass Unterschätzung nicht das Ende einer Rebsorte, sondern oft ihr Anfang ist. Der

Lavignone will nicht exotisch sein, will nicht beeindrucken, er will berühren. Vielen Dank für das Erlebnis. Dem Hause Pico Macario und dem deutschen Porteur. Dem Handelshaus Segnetz. Ist für dich Wein nur trinken oder ist Wein auch essen? Also, weil du vorhin gesagt hast, hast, ein Essen ohne Wein, da fehlt dir etwas. Das ist wahrscheinlich auch so eine gewisse,

ja, eine gewisse Gewohnheit, dass man das miteinander kombiniert. Aber ist es so, dass wenn du einen Essen hast, dir immer ein Wein dazu vorstellt, oder musst du den Wein mit dem Essen abstimmen? Also wie differenzierst und separierst du da oder vereinigst du da? Wie verbissen siehst du das oder wie locker siehst du das?

Ich sehe es, verbissen ist ja immer nie schön, ich sehe es eigentlich locker, aber ich finde immer, man muss es jeden Tag wert sein, wenn man sich ein gutes Essen macht und gutes Essen nicht teuer sein. Das kann ganz einfache Suppe sein oder irgendwas lecker. Sich dazu den passenden Wein auch ausgesogen und das entwickelt sich ja auch in einem Selbst. Und auf den mit mir da die Phantasien auch durch und ich probiere es dann tatsächlich auch nach und wunderbare Erlebnisse

in Verbindung Wein und Essen. Wir sind ja eine jugendfreie Sendung, also mein guter Berater und guter Freund, dem habe ich mal einen Maximilen Grünhaus mit einem Himbeer Paprikasaube gegeben und beides einzeln zu probieren. Da habe ich gesagt, der Wein ist mir zu süß und der Himbeer Paprika ist mir zu sauer und dann habe ich gesagt, du jetzt probierst beides gleichzeitig und dann sagte, das ist jetzt ein Orgasmus im Mund und dann habe ich gesagt,

okay, da haben wir doch alles beschenkt. Er erzählt heute noch von dieser Symbiose und so was entsteht, weil man sich ein Gedanken darüber wacht, was denn mit einem passiert und ich glaube, dass wir auch gerade in der jetzigen Zeit viel zu wenig unsere Sinne schaffen. Wir sind in einer sehr medialen Welt unterwegs mit sehr viel Technik, mit sehr viel, es wird einem alles vorgegeben und man erlebt seine Sinne viel selten und die kann man ganz gut erleben bei

gutem Essen und bei gutem Wein. Wenn das noch zusammenpasst, dann ist das wunderbar und meine Frau nicht zu, sonst zum Beispiel auf das Lokale nach der Weinkarte aus und nicht unbedingt nach dem Essen. Weil ich sage, was hilft mir, wenn der gut kocht und ich habe kein Wein dazu, da fehlt ja wie beim Salat der Essig. Also da fehlt irgendwas. Ist sonst irgendwas dabei für dich wichtig, wenn du rausgehst und du genießt guten Wein im Lokal oder bei dir selber im Lokal, was

den Service angeht. Also magst du es lieber, wenn du dir, keine Ahnung, selber nachschenken kannst, möchtest du, dass dir nachgeschenkt wird, weil du halt einen Mehrwert im Lokal bezahlst, hast du einen Anspruch an gewisse Gläser, möchtest du, dass der Wein dekantiert, gelüftet wird oder sagst du, nee, eigentlich ist Wohlfühlen egal, wie wichtig und ich finde schon meinen Weg.

Da ist mir das Wohlfühlen, außer ich werde es bei einer Beinprobe, dann lasse ich mir gerne einschenken oder bin auch mal in einem Sternenrestaurant, dann lasse ich mir auch gerne einschenken, aber was ich gar nicht mag ist, wenn mein Wein verschwindet, der soll schön am Tisch bleiben, den ich mir ausgesucht habe und ich finde, man sollte nicht zu viel Tamp-Tamp ummachen, sondern man sollte einfach wieder betrachten eines Bildes, dass dem Gast seine Gefühle bei dem

Bein bevormunde ihn nicht zu sehr und erzähle ihm jetzt nicht irgendwas von diesem Wein, sondern dass ihn selbst verwirken, dann hat man auch das größere Erlebnis, man hat den Gast nicht überrumbelt, das finde ich eigentlich schöner, weil wir lassen probieren, ohne den Spangen,

dass das irgendwie nehmen muss. Ich mache manchmal Abends hier vom Flaschen auf, in der Hoffnung und spüre es auch, dass die heute Abend begrunken werden könnten und dann lasse ich gerne einen Leuten dran teilhaben, die gar nicht diesen Wein wollten, aber um es einfach mal zu probieren, dann bin ich natürlich sehr glücklich, wenn sie noch nach dem Glas fragen. Aber du lässt immer erst probieren, also du schenkst nicht einfach einstelltes Glas hin und sagst Riesling.

Wir haben also auch alle Mitarbeiter tun, dass wir haben immer Gläser auf den Tischen und wir kommen immer mit der Flasche an den Tisch zeigen das und lassen auch vorher nochmal kurz probieren, weil ich sage dann auch, wenn er euch ein jetzt schmeckt, dann haben wir beide nichts davon, also probiert und in der Regel nehmen auch 90 Prozent den Wein, den sie sich ausgesucht haben, aber es ist doch ganz schön, wenn man den probieren kann, vielleicht denkt man an einen Silvaner und

auch Silvaner kann sehr unterschiedlich sein, mal kommt er aus Rheinhessen, mal kommt er aus Franken und wenn jemand jetzt in Rheinhessen Silvana sich vorstellt und bestellt einen Brennkischen, dann soll der ihn vielleicht vorher probieren, damit er guckt, ob er mit dem Unterschied leben kann und dann haben beide Seiten probieren davon. Bin ich ganz wohl bei dir, also ich finde es total schade, wenn man einfach einen Wein hat, dann trinkt er auch kein so weit.

Ja, ne, bin ich ganz wohl bei dir, ich finde es auch total schade, wenn man einfach ein Glas hingestellt bekommt und keine Art von Wahlmöglichkeit hat oder nicht jeder Gas kann sich ja so

stark addikulieren, dass er sein Geschmack explizit beschreiben kann bzw. nimmt es manchmal eben der Kellner, der Sommie nicht entsprechend war oder interpretiert ist anders und dann bekommt man ein Glas serviert, was man einfach gar nicht haben möchte und eben auch was du erwähnt ist, der Gang mit der Flasche zum Gast, dass man einfach sieht, was man eingeschenkt bekommt, dass am Gast eingeschenkt wird, dass man das Indikett sieht, zum einen gibt es dem Gast die

Möglichkeit sich daran zu erinnern, was ich eben sehr schön finde, weil wir alle visuelle Menschen sind und das dann eben auch wiederum in Verbindung mit dem Wein abzuspeichern, dass man dem Wein schmeckt, das Bild von dem Indikett halt im Kopf hat und sich viel intensiver an dem Wein erinnert, als wenn man rein irgendwie das Glas hingestellt bekommt, weil dann wird der Wein

anonym. Ich bin das darüber erwähnt, weil mir passiert das öfter, dass dann jemand nach abgehauen wieder kommt, ich habe bei ihnen ein Riesling gedrungen, aber ich weiß nicht, wer wie er heißt, aber ich weiß noch, wie er aussieht. Dann habe ich das dann, gehen sie einfach durch den Laden, die werden ihn finden. Und ja, und das ist der Portal, wenn du die Flasche zeigst.

Ja, wie sagen jetzt, wenn man, Weingut zeder, die haben meistens ein Bär vorne drauf und dann weiß ich, wenn er einen Sauvignon-Plau getrunken hat und ein Bär ist im Spiel, dann weiß ich, dass der Sauvignon-Plau vom Zeder und das ist so dann schön. Jetzt hast du ja schon relativ viel hinter dir, hättest du noch den Wunsch fort, hier im Winzer zu werden? Also wäre das mal noch eine Option oder sagst du, dafür gibt es genügend andere gerade hier in der Region,

da sollen die mal machen. Ich hatte das ja mal erwähnt mit meiner Großmutter und dem Weingut Oberstorzantiebgeschein. Leider Gottes ist da die Erbfolge nicht so gelaufen, wie ich mir vorgestellt habe. Ich hätte das gerne in Erdpracht übernommen, hatte auch mit dem alten Fritz da immer mal so drüber gesprochen. Jetzt aus der jetzigen Perspektive und wenn ich gerade auch die Momentaufnahme bei den Winzern so sehe, wäre als wäre ein Steiger jetzt nochmal ein Weingut selbst zu machen,

ich habe für mich schon Fragen. Aber was wir eh schon machen ist, dass wir unterm Eigenetikett Weine verkaufen, die ich in Zusammenarbeit mit dem Winzer praktisch kreiere nach meinen Vorstellungen und wenn es dann passt mit den Vorstellungen des Winzers und dem, was er im Tanks oder im Tank hat und dann kommt auch was Großartiges dabei heraus. Was heißt kreieren? Das heißt du gehst durch den Weingarten und entlaubt selber und liest mit selber und

bestimmtst dir die Frage. Würde ich ja gerne machen, haben wir auch schon gemacht. Dann verdiene mich tatsächlich dann, wenn der Wein geerntet ist und dann probieren wir an den Fässern, was für mich in Frage kommt und dann kann man das immer noch ein bisschen dosieren über Restzucker oder auch kein Restzucker und gibt so eine Vorstellung ein, gibt mal ein Beispiel, dadurch dass wir die Pinser machen, sind wir natürlich auch der Mediterranean angehaucht

und einer der Lieblingsweine in Deutschland ist nun mal der Primitivo, der so eine ähnliche Rolle spielt eigentlich auch ein bisschen wie der Dornfelder damals. Die wenigsten ändern sich, warum Dornfelder eigentlich so erfolgreich wurde. Ich gab ja so eine Herzschlut hier aus Frankreich und dann haben alle gesagt, wenn du mehr Rotwein trinkst, dann ist es das Herz besser. Und dann

kam der Dornfelder. Das war für mich dann so diese Notlösung, weil die hätten als Weißweintringer mit einem Spätbegunder oder mit einem Portugieser oder mit einer anderen Rebsorte Schwierigkeiten gehabt, die den meisten Deutschen lieben leider ja so ein Rotwein ohne Ecken im Kanton. Das war dann schön,

der Dornfelder, der ist schön mit seinem Kirscharomatik durchgelaufen. So, jetzt haben wir natürlich sehr viel Primitivo verkauft und ich habe gesagt, wenn man so etwas machen kann, was schmeckt wie ein Primitivo oder was für eine sehr Stilistik wie ein Primitivo ist und da haben wir dann eine sehr schöne Güwege gemacht, aus Lemberger oder modernen Blaufränkisch und ein Kabernidorsa, aus den haben wir aus zehn Päsern, haben wir da ausgewählt, welche drei Pässe für das

Gewehen in Frage kommen, haben das dann schön eingestellt, auch mit einem wesentlich niedrigeren Rebszucker, auch weniger Alkohol als der Primitivo und haben damit etwas sehr Schönes kreiert. Der

Wein war ein Jahr auf dem Markt und ist jetzt auch ausbekommen. Manchmal auch eine schöne Möglichkeit, einfach den Gästen zu zeigen, man muss sich nicht daran festklammern, was man vielleicht irgendwann mal probiert hat und irgendwie für, keine Ahnung, gut befindet, sondern dieses Links und Rechtsschmecken und das man mit völlig, also Kabernidorsa und Blaufränkisch oder Lemberger kommt man ja nicht in erster Linie drauf, sondern da braucht man entweder sehr viel Geschmackserfahrung,

Weinerfahrung oder eben eine gewisse Kreativität, um zu sagen, hey, eigentlich hängt ihr euch nicht an Süditalien, hängt euch nicht an der Rebsorte auf, sondern es sind die verschiedenen Geschmackselemente, vielleicht die Aromenkomponenten, die ihr ganz gerne mögt und das können wir euch so oder so bieten und teilweise mit interessanteren Parabetern, also sprich weniger Alkohol und eben auch weniger Rebszucker, der ja oftmals relativ stark in vielem Primitivis entfrieten. Das heißt,

es ist eigentlich primitivi als Mehrzahl, das weiß ich gar nicht. Wahrscheinlich, ne? Primitivos. Primitivos, ja, ja. Hab ich eine Aufgabe vor heute. Ist natürlich auch verrückt, wenn wir nur den Kabernidorsa abgefüllt hätten, wären wir dem Primitivo noch ähnlicher geworden, aber das hätte mir nicht gereicht, weil ich wollte ja zeigen, dass man auch da noch ein Finesse reinbringen kann. Ich habe das vorhin mit der Salatsoße und dem Essig erzählt.

Wer sich ein bisschen auskennt, der weiß, dass der Kabernidorsa auch sehr rund und gefällig ist und einem höchstwahrscheinlichem Mund auch relativ schnell müde werden lässt und durch den blau fremdlich mit seinen pfeffrigen, knackigeren Aromen und auch seiner Säure ist der wie der Essig in der Salatsoße. Wenn man den Bouldersierter rein gibt und zum Essen dann hat er natürlich auch

wesentlich bekömmlicher. Wie hast du das alles dir greifbar machen können? Gab es da mal ein Vorbild, gab es einen Mentor, gab es jemand, der gesagt hat Thomas, jetzt dich hin, lerne das und das oder wie ist das bei dir so haltfest geworden? Die meisten Dinge sind tatsächlich von mir selbst

auch entstanden, aber auch geprägt durch Mitarbeiter. Ich meine, in diesem langen Leben, ich kann die Kösche nicht mehr zusammenzählen, aber es waren bestimmt über 500 und da waren auch viele dabei, die sehr gut gekocht haben und hatte sehr gute Begegnungen, längere Zeiten mit Köchen aus der drei Sterne Gastronomie gehabt und da ich jeder das eine noch das andere Zeit gelernt habe, ich habe mal Koch angefangen zu lernen, habe dann aber wieder umgeschwenkt,

habe Abitur gemacht, habe ich mir vieles selbst beigebracht und ich habe halt so eine Auffassungsgabe, habe oft in der Küche dann die Schnüppelarbeiten gemacht und habe geguckt, was die Sterne Köche gerade so machen und habe dann im stillen Camerlein das wiederum ausprobiert und habe dann gesagt, es ist ja gar nicht so schwierig, man muss nur wissen, wie es geht und das sage ich ja den meisten Grillern, Deutschland ist ja so eine Kochen mit Larve am Grill, Gesellschaft, habe ich

ja seit ehr vergewaltigt auf das Fleisch mit viel zu übertriebener Hitze und viel zu kurzen Garmethoden und die Sterne Küche, die lässt ja die Sachen so ein bisschen in Ruhe, lässt es garen oder lässt auch ein Fleisch nach nach dem Grill noch ein bisschen liegen und wenn man sich damit beschäftigt, das ist ja ein, es war ja mal ein lebendiges Tier und es ist ja Polaradern und von alt das braucht

Ruhe und dann wird es ja alles sanfter und ja, es war und dann fängst du an zu probieren, wie schmeckt das, wie schmeckt das mit dem Bein, wenn du mit so viel Mitarbeiter da bist, bin ich mit der Flasche Wein rein, wir haben irgendwas Neues für die Tageskarte gekocht und haben gesagt so, jetzt gucken wir mal welcher Wein harmoniert am besten damit und je mehr du probierst, das sage ich auch jedem, es geht nur übers Probieren. Man kann Wein Bücher lesen, das ist schön, aber du musst

es erleben. Wein lebt aus der Praxis und aus dem Probieren, aus dem Trinken. Ja, ja und jeder kennt

den Urlaubswein. Ich habe auch immer gern die Geschichte vom Bienen und Werte erzählt, der mir so toll geschmeckt hat bei 34 Grad an der Algarve und dann nimmst du halt mal zwei Plaschen mit nach Hause, dann vergisst du die im Keller, dann wird es herbst und du denkst, ah, wir haben nur noch ein Wein im Keller da, wir haben uns mitgebracht und dann denkst du, oh, hat er dir wirklich geschmeckt, ja, es ist ein anderer Ort, es ist ein anderes Gefühl und es war ein ganz anderes Essen

dazu und deswegen muss es erleben und spüren. Was wahrscheinlich bei dir auch ein ganz wichtiger Punkt ist, dass du genau den richtigen Laden am richtigen Ort gefunden hast und mit der richtigen Person, mit den richtigen Weinen eine ganz eigene Atmosphäre inszenierst. Ja und auch da kommt die Erfahrung der letzten 40 Jahre mit dazu und ich finde ja immer das Schöne, man lernt nicht

aus, wenn man das bühle. Und wenn man Dinge und das ist auch ein Tipp für den einen oder anderen gastronomischen Zuhörer, auch vielleicht den einen oder anderen Kollegen, Dinge, die wir vor 30, 40 Jahren gemacht haben, die sind heute nicht mehr so aktuell und die Zeiten drehen sich und man muss auch ein bisschen mit dem Gast gehen und dann holt man die auch ab, wenn man der Zeit anpasst. Das ist, was man früher gelehrt hat, wie um eine Gabel liegt, das eigentlich, da ist man scheiße

gehalten. Wenn das Gefühl nicht stimmt, dann ist es egal, ob die Gabel rechts oder links liegt. Viel wichtiger, was geht an Gefühlen und Emotionen raus und das ist ja was, was wir brauchen und tun und vor allen Dingen schärft ihr auch unsere Sinne, bevor sie ganz verschwinden. Es ist nichts wie ein perfekter Rose, denn Rose kann vieles, was andere Weinfarben auch können,

aber andere Weinfarben können nicht, was Rose kann. Was das ist? Vielleicht ein bisschen prosam Anfang, denn das hat sich der Rose verdient und wir fühlen es, wenn wir die Segel setzen und durch die Sonnen durchfluteten Weiten des langen Doc-Rossillon reisen, wo die Winde des Mittelmeers, die Rebenwiegen und die Erdegeschichte von Jahrhunderten flüstert. Hier in diesem Land der Kontraste, wo die Sonne brennt, dass mehr kühlt oder ein Wein geboren, der nicht nur den Gaum,

sondern die Seele berührt. Lereflisikre Rose von Lijamel. Ich weiß, klingt ein bisschen dick aufgetragen, aber dieser Rose ist nicht einfach nur ein Tropfen, er ist ein Epos, gewoben aus einer ganz eigenen Leidenschaft aus Tiroir und dem unerschütterlichen Willen, die verborgenen Schätze des langen Docs zu enthöhlen. Und genau das erklärt sich in nächsten Minuten. Also begleiten wir auf eine Reise durch die Geschichte, seine Entstehung, seine unvergleichliche

Seele. Stellt euch zwei Weinsälen vor. Kathrin und Laurent de Lounet. Beide, im Bekund aufgewachsen, haben sich in Kalifornien kennengelernt, waren dort von der Art, Wein zu definieren, komplett begeistert und suchten, weil das Bekund einfach so teuer war, eine neue Heimat, wo sie ihre Leidenschaft mit der Authentizität, ähnlich wie man sie im Bekund findet, mit der Globalität, in der Inszenierung von Wein, wie sie es in Kalifornien kennengelernt haben, integrieren.

Dem langen Doc Ossion. "Sie wollten die Geheimnisse dieser Region entflaschen fangen", sagte Kathrin de Lounet. "Und zeigen, dass der P-Doc Beine von Weltklasse hervorbringt. Mit vier Generationen Weinbau-Tradition im Gepäck gründen sie Lejamel. Ein Weingut, das Nachhaltigkeit und Innovation verbindet." Ihre Philosophie ist klar, jeder Wein soll die Vielfalt des Tiroirs widerspiegeln,

von den sandigen Küsten bis hin zu den keigigen Hügeln. Seit 1991 hat Lejamel die Region auf die globale Bühne gehoben, mit Wein, die sowohl Kenner als auch Genießer begeistern. Der Lirefletsegrerose ist ihr jüngstes Meisterwerk, ein Tribut an die Schönheit des langen Docs und die Kunst des Weinmachens. Und dieser Rosewein vereint in der Tat das beste aus zwei Welten. Also sprich, der Erkenntnis der neuen Welt, der Authentizität der alten Welt, der Frisch und

der Leichtigkeit des Weißweins, der Fruchten der Struktur des Rotweins. Er schafft, das Aromat exklusiv zu sein, ohne schwer zu wirken. Der Lirefletsegrerose 2023 ist ein Kunstwerk, gefertigt aus einer Küwe von Grenasch, Mouvetres, Insou und Zyra, Handverlesen von drei Terrorist des P-Docs. Die fruchtbare Ebene vom Bestier, die sandigen

Böden von die Tandeto und die kalkhaltigen Hänge von Nabon. Die Trauben werden direkt gepresst, um eine blasse, perlmutartige Farbe zu erzielen und bei 15 bis 18 Grad in Edelstalltanks fermentiert, um die Frische zu bewahren. Sechs Monate Reifung auf der Feinhebe verleihen ihm eine cremige Textur. Mit 12 einem Volumenprozent, ja 5,8 Säure und nur 2 Gramm Restzucke. Wie sie eine perfekte Balance. Auch eine Balance zwischen Scham, Frische, Authentizität und

Trinkfreude. In der Nase saftige Erdbeeren, aber nicht irgendwie bomboniert oder überfruchtig, Grapefruit. Ein Hauch von Kräutern. Gefolgt von einer lebendigen Säure und einem langen mineralischen Abgang. Ein Rosé der Frische und Komplexität vereint. Dieser Rosé ist einer, den man in der Jugend genießen, aber spielend auch 3 bis 5 Jahre sogar 10 Jahre zur Seite legen kann. Und warum

ist dieser Wein nun mehr als ein Rosé? Es ist ein Spiegel des Gebietes. Denn man hat auf der einen Seite die Wärme des Mittelmeers, auf der anderen Seite die kühle Präzision der Gebirgslandschaft. Mouvetre, die geheime Zutat, verleiht ihm eine aromatische Tiefe, die ihn von anderen Rosés abhebt. Dieser Wein ist wie ein verborgener Schatzer, Kathrin Delonée. Er enthüllt die Vielfalt des Terroirs in jedem Schluck. Im Vergleich zu den oft leichteren Provence-Rosés oder den fruchtbetonten

Wein anderer Regionen bietet Le Reflesse Cré eine seltene Balance. Frisch aber komplex, zugänglich aber raffiniert. Und das besondere dieser Rosé ist kein Nachahmer. Er ist ein Original. Und reflektiert die moderne und authentische Eleganz des Langdocs. Die Region, die mit 42.000 800 Hektar eine der größten der Welt ist, hat sich seit den 90er Jahren von einem Massenproduzenten

zu einem Zentrum für Qualitätswein mit sehr viel Authentizität und Typizität entwickelt. Und Le Reflesse Cré Rosé ist ein stolzes Beispiel dafür, wie internationale Rebsorten durch das Terroir des Langdocs eine neue Identität gewinnen. Vielen Dank dafür und noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz. Kann das nur Wein in deinem Bewusstsein, deinem Leben oder gibt es da noch andere Getränke,

die ähnlich interessant attraktiv sind? Also, könnte das Apfelwein, könnte das Spirituosen, könnte das Sake oder was auch immer oder Tee oder Kaffee oder Milch oder gibt es irgendwas, wo du sagst, das kann eigentlich fast ähnliches wie Wein. Wir sind ja momentan auch, das ist ja nicht nur vorgeschrieben, weniger zu trinken, dadurch entwickeln sich ja momentan viele Projekte mit alkoholfreiem Bein.

Ja. Und da gibt es für mich sehr spannende Erlebnisse, hatte ich jetzt gerade vor Kurzem mit einem Weingut hier sogar aus Alkheim, mit dem Weingut Heiligenblut, die auch auf Bedarf eines Pendlers nach Norwegen das Alkoholfreies aus Trauben kreiert haben, was aber natürlich auch verändert wurde. Und auch da wieder schön bei der Geschichte in der Rezeptur dieses Getränkspieler

dann wieder in Koch aus dem Sternerestaurant mit. Und der hat praktisch die Trauben verfeinert mit Ingwer und äh Ähnlichen Futhaten und ich habe das jetzt äh ähm der der Alkoholfreie Wein nennst du Schroser, habe das jetzt vor drei Wochen gekostet und da habe ich gesagt, das könnte spannend sein, wenn mich heute einer fragt, ob man Weinprobe mit Alkoholfreiem

Wein machen soll. Weil das hatte Finesse, äh was nicht schön ist, wenn jetzt jeder anfängt äh seinen Traubensaft mit Kohlensäure aufzuspritten und dann denkt er macht damit einen Alkoholfreien

Wein, ja ob man das braucht, das weiß ich nicht. Also wenn wenn man sich in Gedanken über ein Getränk macht, wenn es wunderbar oder ich erzähle mal ein Erlebnis aus ganz jungen Jahren äh mit einem sehr großen Winzer aus Portugal, das ist der Diagniport, der damals gerade ähm das Weingut oder das Portweingut von den Eltern übernommen hatte und der auch noch relativ

jung in seiner Karriere war und ich sollte dazu eine Weinprobe machen. Jetzt hatte ich äh bis zu dem Punkt über den Portwein gekannt, den es damals tatsächlich auch in Deutschland im Ausschrank gab oder ich habe gesagt, oh Portwein, das ist nicht mein und dann habe ich dir Diagniport auf meiner Reppe in eine Wein-Schwurbe, da haben wir uns unterhalten und er hatte seine Flaschen dabei und äh er gab mir das zu probieren und dann habe ich

gesagt, ach das ist Portwein, dann habe ich vorher keinen getrunken. Und das war so ein Erlebnis, wo ich gesagt habe, wow was kann man aus diesem Getränk alles machen, wenn es nicht industriell hergestellt wird, sondern wenn, oh das eine Leidenschaft für was da

ist. Wir haben dann wunderbares Menü kreiert und sind bis heutigen Tag noch in Kontakt, äh hab dann auch miterlebt, wie er seine ersten Weine gemacht hat, weil er auch äh Grenzen geschenkt hat und hat gesagt, ich verstehe nicht warum haben wir vier Generationen nur Portwein gemacht, wir haben da auch Trauben, wir können auch Weinen davon machen, ja und er macht auch mit der Weile, wie man weiß, sensationelle Weine und ist das Gebiet im

Radugal-Holz ein absoluter Botschafter. Ja also diese Wandlung, die das Gebiet auch erfahren hat, auch die Anerkennung, die Portwein, jetzt sind neuerdings nochmal ganz ganz neu definiert, erfährt, es ist großartig und manchmal sind es die Personen, die dahinter stehen, ihr habt es in Rhein-Hessen ja ähnlich, dass also die Wandlung, die dieses Gebiet vollzogen hat in den letzten 20, 30 Jahren von eigentlich vom absoluten Billigweinlieferant, wenn ich

so an die 95er Jahre denke, bis hin zu den teuersten Anerkantesten, ja meistens Rieslingen, teilweise Karotwein in der Welt, also gibt es da eine Persönlichkeit, wo du sagst, die müsste man unbedingt tributzollen, also welche Persönlichkeit in Rhein-Hessen hat für dieses Gebiet unglaublich viel getan, auch in dem Wissen, dass jede Nennung andere ausgrenzt, eine Liste immer von den nicht genannten lebt, also es ist ja bestimmt ne Vielzahl, aber wer hat dich besonders beeindruckend

seinem Schaffentun sein? Es ist tatsächlich so ein Gutkeller und das muss man auch einfach so benennen, weil ich kenne auch die Anektonen aus den 80ern, die 70er, wo der Papa vom Klaus Peder angefangen hat, mit ner grünen Lesen und dann haben sie hier in Rhein-Hessen gesagt, da ist einer entweder sein Dasein in der ersten Palme kloppt, der schmeißt die Hälfte und der Trau weg, da bleibt ja gar keine Brie übrig, also ich übersetze es gleich, da bleibt keine Brühe

übrig, Brie hat man damals, also das ist keine hessische Brühe, hat man den Wein genannt, naja, allein daraus kann man schon ableiten, welcher Stellenwert da war, so und dann haben die natürlich ihn immer wieder beobachtet und haben dann auf einmal festgestellt, dass der liebe Herr Keller für eine Flasche mehr bekommt, als die für einen ganzen Hektar.

Und das war wirklich so ne Wandlung in Rhein-Hessen und viele, mit denen ich heute zusammen arbeite, waren zumindest wenigstens zu nem Praktikum, die meisten sogar zur Ausbildung dort und auch heute erlebe ich immer noch faszinierende Blicke von Asiaten, die dort sind, die einfach dieses Weingut erleben wollen und wie das bei gutem Kirchen ist, die hinterlassen ja auch Spuren und Auszubildende, so hat er ja doch, er hat ja doch schon ein Fundament gelegt,

an dem sich alle auch aufwischen können, ja. Und ist ein Teil von dem Gebiet oder jetzt völlig autark und große Mauer, keiner kann hin oder redet ihr noch miteinander? Wir reden alle miteinander und wenn ich sehe wie Klaus Peterhoid, junge Winzer protächiert, sie unterstützt, ihnen Ratschläge gibt und sich freut, wenn ehemalige Schüler ein Wein machen, der ihnen total verzaubert und es ist doch was ganz ganz Tolles.

Das ist überhaupt eine Wandlung, die Rhein-Hessen vollzogen hat, weil diese Handvoll Winzer, als ich angefangen habe, die einigermaßen Wein machen konnten, die haben mit Keimla drüber gesprochen. Und heute ist das wunderbar, also mir wurde es öfter zu Ehre, deswegen glaubt sie auch irgendwann zu der Winzer geroren.

Ich wurde oft als Gastronom zu Verkostung eingeladen, wenn die Jungen Weine verkostet wurden und fand das faszinierend, dass dann so die älteren Erfahren und die Jüngeren ehrlich die Meinung gesagt haben und ihnen gesagt haben, guck mal, mach's mal so oder probier mal hier mein Wein, guck mal jetzt wie deiner dazu ist und gleich könntest du mal das mal. Das ist doch eine ganz ganz tolle Geschichte und so sehe ich auch rein bei uns in der Gastronomie.

Wenn jetzt in Altsheim noch zwei Weinleden eröffnen würden, ich würde wohl rasch rein und würde sagen, da kommt jetzt Konkurrenz, nein, da kommen vielleicht noch welche, die so ähnlich dicken wie ich und dann machen wir dann Meckardus Wein aus dieser kleinen Stadt.

Finde ich auch, dass man gemeinschaftlich das ganze bereichern kann und einfach dann anders fokussieren kann und ja, Leute kommen dann noch lieber nach Altsheim und trinken heute bei dir und morgen bei den Kollegen vielleicht mit Gläschen Wein und man entwickelt sich gemeinschaftlich und tauscht sich aus und ja, und dieser Austausch der Winzer, ich glaube es ist teilweise auch so eine Erkenntnis oder eine Erscheinung auch der neuen Zeit so wenig

mit eben Sachen, was wir gerade machen wie Podcast. Das ist jetzt keine Ahnung, der Philipp Wittmann mit seinem Born to be Wine Podcast auch sehr viel Preis gibt erzählt, Winzer Einlead zum Reden animiert, also da auch große Empfehlung von uns, wenn man so Winzermaus der ersten Hand erzählen hören möchte, dann würde ich das unbedingt empfehlen. Das sind ja auch so... Ein wunderbarer Podcast, ich kenne auch die... Denisle Kühlsky.

Genau, die auch das Ganze moderiert und weiß auch, wer filmt und sind auch frühe Freunde und in dem Podcast wunderbar und ich kann aber jedem nur empfehlen, wenn so manche dann sagen, der Winzer ist so oder der ist so, dann ist das auch, nee da liegt er vollkommen falsch, ihr müsst ihn einfach mal kennenlernen und dann wisst ihr wie der Mensch liegt. Das sind ja auch irgendwie alles Küken, ob der Daniel Wagner ist, der Barton Feldschwarni oder der H.O.

Und wie es alle heißen, das sind ja alles oder auch Stefan Winter oder Jochen Kreisig, da sind ja Typen, ja, da sind das alle schon super. Aber die Erkenntnis, dass Winzer eben davon profitieren können, sich auszutauschen, ist ja auch nicht nur ein Rhein-Hessen-Phenomen, sehr anermosel oder teilweise im Rheingau im Badischen genauso, wo man sagt, ja davon leben wir und manchmal sollten sich Gastronomen, Scheibchen davon auch abschneiden von eben auch dieser Entwicklung der Winzer.

Ja, überhaupt auch die Menschen überhaupt, man kann immer nur von anderen Menschen lernen und ich sage, ich bin auch geprägt worden durch ganz viele Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe und habe dann auch einmal gemerkt, du nimmst Dinge an, die dir an dem Gut gefallen, soll nicht mal ein Kopier und es ist einfach, ja, es sind Dinge, über die du vorher nicht nachgedacht hast und die, nicht diese Personen in dir geweckt wurden und da sind viele Sachen

hasten geblieben und es war was Wunderbares und ich habe das auch, weiß noch wie ich den Alter auch gemacht habe, ich bin es zu jedem Kollegen, habe mich vorgestellt, ich habe das bin der Neue und wenn ihr was braucht, wenn euch ein Ei fehlt oder wenn irgendwas ist, dann kommt es vorbei, ja, ja, es ist doch so, geht doch jedem so und ab dann auch festgestellt, es ist genau so, also mal vergisst man Koch den Rucola, der andere vergisst das, so habe

ich dann neben dran den Zerpe und dann sagt der Zerpe, ich brauche Rucola, das ist ja gar kein Problem, du weißt wo es lag, es geht und wenn ich dann nächstes Tag zurückbringe, sagt er, du brauchst den nicht zurückzubringen, es waren nur nur zwei Schalen und dann merkst du, das ist einfach schön, da neidet keiner dem anderen und das ist auch so eine Gemeinschaft, die wir an dem Platz auch haben, da hilft jeder dem anderen und ich will einfach das Beispiel,

ich kann bei mir keine Pommes machen, jetzt kommen wir bei Kinder rein und die Fragen natürlich nach Pommes, da sage ich hier gegenüber sind immer, die wissen Bescheid, mit denen habe ich auch gesprochen, habe ich gesagt, da können die Pommes bestellen, ihr kriegt die auch im Teller, das ist mir lieber, als wenn die hier in so eine Pappschale kommen, so unterholte euch da die Pommes, betalte ich oder wir haben eine super Eisdiele gegenüber,

also wenn abends jemand Bock hat auf den Eis noch auf der Terrasse, dann holt euch da das Eis, punkt, ja und somit läuft es für alle und das ist auch so mein Gedanke, bei dem was ich jetzt noch so anspräbe mit der heimlichen Hauptstadt reinhelfen, so heißt also, übrigens habe ich auch mal gefragt, warum nennt man was heimlich, habe ich es da, wenn es doch die Hauptstadt werden kann und jetzt durch den Gäuhrsteiner Winebläs gibt es tatsächlich

auch nur einen Umdenken und habe tatsächlich in einem Zeitungstatikel gesagt, wir nennen es ab jetzt die Wine Hauptstadt bei in Hessen und jetzt gibt es tatsächlich die ersten Veränderungen und man denkt über, ich habe ja vorhin was gesagt, alles was vor sechs Jahren mal war ist heute nicht alles noch gut, nur weil es so gut lieben ist und wir haben so ein Winseltest und jetzt kommt die Stadt und sagt Mensch, du hast vor fünf Jahren schon

mal gesagt, da könnt ihr was anders machen und jetzt wird es anders gemacht und es ist einfach schön. Und ihr macht ein Winzerfest jetzt, also ihr als Weinbar macht?

Jetzt haben wir ja immer im September und das ist so ein bisschen aus der Spur geraten, da ist man mit den Jahren, sagen wir mal so, es ist in die Jahre gekommen und du brauchst heute ein neues Format, das ist vor 70 Jahren gekündet worden und wird immer noch so gemacht, also mit denselben Ständen, das ist kein Wein erleben und da gibt es so alte Verträge und es tatsächlich so geht auch in meinen Vertrag drin, das wäre ein das Winzerfest

bei mir vor der Weinbar und vor dem Weinladen so Art Kirmesbuden stehen und da habe ich gesagt, das kann doch nicht sein, dass der schönste Platz in Alltäer mit Kirmesbuden zugeschält wird, wenn die ganzen Touristen kommen.

Und jetzt hat man mal so angefangen drüber nachzudenken und ich habe gesagt, okay, die könnten wir auch woanders hinstellen und wir machen da den Hauptweinplatz mit einer Weinbar und da werden wir jetzt auch im September dann mit der Maxim Herkunft und auch mit dem POWDP was kreieren und das wird auch ein Magnet dann zur Allzeil werden, weil ehrlicherweise gesagt kommt da keiner mehr wegen dem Weinfest nach Allzeil, weil die Winzer die dann noch ausschränken, das ist nicht.

Das ist nicht das, was man erbaut. Das finde ich in Wiesbaden so herrlich dem Weinfest dort, welches ich glaube im August immer stattfindet, dass dort jeder Winzer der Rang und Narben hat oder viele Winzer von denen die Rang und Narben haben dort Ausstellen, Ausschenken präsentieren und das richtig zum Sommererlebnis werden lassen.

Ich finde, das gehört sich auch, also so sollte ja ein Weinfest sein, dass es keine Resteverwertung ist, sondern dass es einfach eine Zuschauerstellung, ein Schmuckstück letztlich auch für die Region ist und Leute von weit her anreisen, um ihre Wein dort auch zu präsentieren und das dann eben mit Feierlaune, also mit Fröhlichkeit. Genau, das finde ich ja hier in Rhein-Heißen auch jahrelang verkehrt gemacht.

Jedes Ort hat sein Weinfest gemacht und wenn man mal ganz ehrlich ist, was haben die Winzer einem da verkauft? Das sollte keinem verkaufen, das haben sie dann auch im Weinfest verkauft. Und haben eigentlich gar nicht auf die Qualität gesetzt und da ist jetzt wirklich auch ein Umdenken da und das ist auch gut so, weil nochmal, staff jeder, alles. Und wir wollen nichts vorschreiben, aber es kann nicht sein, dass es im Fest nur noch auf Wein aufbaut, der jetzt nicht unbedingt gut ist.

Und dann ist es ja auch ein Kunde, weil wenn dann jemand kommt nach Rhein-Heißen und sagt, oh, da ist ein Winzerfest, das hat tatsächlich auch ein Kunde mal zu mir gesagt, die kam irgendwo aus dem Urport oben und da hat er gesagt, wir haben da gelesen, bei ihnen ist ein Winzerfest, da haben wir drei Tage hier ein Hotel genommen und er sagt ja zu mir, das ist doch kein Winzerfest, der hat gesagt, das ist ein Kirmes und Kirmes haben wir auch.

Und dann ist es ein Druck, den der Kunde oder der Gast oder der Tourist hat, wenn er was besucht. Der muss das als volles in Erinnerung behalten und der muss seinen ganzen Nachbarn in Duisburg sagen, ich war da ein Altei, da ging die Post ab und die Beine haben super geschweckt und da fahren wir alle nächstes Jahr nochmal zusammen hin. Als wenn der nach Hause kommt und sagt, ich will euch nicht sagen, aber die Currywurst war scheiße, ums Wein zu sein.

Ja, das ist auch wieder das, was Weinbars ausmacht, erleben. Und die Besonderheit und das aber mit einer gewissen Authentizität und Ehrlichkeit auch transportieren. Also dass es nachhaltig ist und prägt und dass man gerne da sitzt und ein Gläschen Wein trinkt. Wann trinkst du Wein? Trinkst du Wein? Jeden, ja jeden Tag. Jeden Tag. Und eine Alltagswein, also hast du was, wo du sagst, das ist mein Feierabend und das ist dann Shoppenrhein-Hessen, den ihr ...

So, jedenfalls jeden Abend ein schönes Glas Wiesnig. Okay. Und da ich auch in der glücklichen Lage bin, jede Menge Proben von jungen Winzern vorbeigefasst zu bekommen, habe ich auch eine sehr schöne Abwechslung in meinem Weinleben. Ich darf ganz viel probieren und wirklich wunderbar und auch da sind verandert, wenn jetzt ein Tisch kommt und die haben mittags irgendwo Wein probiert und kommen mit ihren Händlern zum Essen, dann berechne ich nicht so mitgebrachte Flaschen.

Weil wir probieren die halt gar mal einsam, das ist einfach gut. Und in Beise ist doch, das merke ich, da bin ich sehr eh, dann sagt das nächste Mal, ich schwinge dir eine Kiste mal somit. Also Ausgleich für deinen Umsatz oder sonst irgendwas. Deswegen sage ich, Wein, unkomplizierter machen und es gibt nichts anderes als in der Vielfalt probieren zu dürfen. Ja? Das stimmt ja.

Also das habe ich auch schon festgestellt, dass ich Lieblingsrinser habe, klar, die hat jeder und aber ich muss dann ab und zu mal was anderes trinken, sonst ist es nicht einmal ein Lieblingsrinser, weil man gewöhnt sich dann auch daran. Und es ist schon faszinierend. Und wo, also wo trägst du am liebsten Wein? Ist es im Weingut, ist es im Urlaub, ist es bei dir nach getaner Arbeit oder zu Hause? Da fällt ja keiner von der Fahrzeugkontrolle zu.

Es ist tatsächlich nur ein Glas im, so wirklich als Abschluss noch im Laden. Oft auch nochmal mit Mitarbeitern, wo wir was probieren. Und ja, jetzt, das fragen mich ja wirklich ganz vieles, wie man so verrückt sein kann, als ich gehöre wirklich zu denen, die über den Tag relativ wenig essen. Heute habe ich nur Tomatensalat mit ein bisschen Koriander und Schafskäse, also leichte Koffe.

Aber ich koche abends, egal wann ich nach Hause komme, immer noch und das bereite ich mir auch oft schon mittags vor, irgendein kleines Gewicht und probiere dazu, dann suche mir auch ein Wein aus, der dazu passt, der wird dann auch über zwei Tage gerne mal getrunken, wenn ich in der Woche allein bin. Aber ich sage mir immer, ich muss mir abends noch so was gutes tun.

Ja, wirklich natürlich oft als Antwort, ja kannst du dann schlafen, aber natürlich kann ich schlafen, weil ich das schon seit 40 Jahren so mache. Mein Papa hat sich an diesen Rhythmus gewöhnt, würde dir jetzt nicht empfehlen, nachts um 12 Uhr aufzustehen und noch zu essen. Aber ich komme ja dann nach Hause und in unserem Job haben wir so viel Erlebnisse und so viel Input jeden Tag. Ich kann mich dann auch nicht direkt ins Bett legen und da könnte ich auch nie einsparen.

Und ich finde es dann in Verbindung mit dem Essen und dem schönen Glas Wein, lass ich den Tag noch mal auf mich wirken und gehe dann irgendwann schlafen. Welcher Wein wärst du, wenn du ein Wein wärst? Auf jeden Fall ein Riesling. Ehe, ein edelzüßer oder ein restzüßer oder ein Knochen trockener. Wärst du ein großes Gewechsel oder wärst du ein umgänglicher Gutswein? Also was für ein Riesling wärst du da weg?

Ich wäre so zwischen Gutswein und Ortwein zu finden, weil das in der Regel den größeren Spar erstmal bereitet, weil beim großen Gewechsel will der Wein mir was erklären. Das ist mir dann oft, da muss ich mir auch die Zeit dafür nehmen, damit ich ihn verstehe. Und so baue ich aber auch meinen Laden auf, probiere den Leuten erstmal so einen einstiegenden Wein gut zu geben und sie nicht gleich mit dem obersten Wein zu konfrontieren. So baue ich auch tatsächlich das mit den Beingrüdern auf.

Wir machen einen Einstieg, wir haben einen Mittelsegment und wir haben natürlich auch das Topsegment. Aber ich lasse die Leute mal so einriechen und ich sage auch immer, den Winzer mit denen ich zusammen arbeite und wenn sie neu zusammenarbeiten, dein Gutswein, das ist wie Alio Olio beim Italiener. Wenn der Alio Olio nicht hinkriegt und der Winzer kein Gutswein kann, dann kann er auch kein großes Gewechsel.

Aber findest du es sinnvoll vom Kleinen zum Großen zu probieren oder wie so eine Pyramide zu machen, dass man die Großen in die Mitte einbaut, nachdem man sich die Sensibilisiert hat und auf dem Winzer eingeschossen hat, bevor man den am Schluss, wenn man schon geschmacksmüde ist? Ich sage mal so, wenn es tatsächlich bei den drei Beinen bleibt, dann bleibt es ja selten. Dann hat man auch die Auffassung, bleibt es selten, aber für den Kunden, der jetzt kommt. Ja, stimmt.

Und dann weiß ich aber auch, wie der Kunde tickt. Und es ist tatsächlich so, dass Kunden gibt, die sagen, ja, das große Gewechsel war okay, aber der Gutswein, der hat mir totale Freude bereitet und dann soll er doch den Gutswein trinken. Und, weil alle noch mehr bräuchten, ein viel längeres Leben, gerade bei Wein, das sind ja jetzt schon Fragen, die ich mir selbst stelle. Mit 65 rufe ich noch Beine, wo der Winzer empfiehlt, die in 50 bis 20 Jahren zu bringen.

Oder suche ich nach dem, was mir jetzt schmeckt. Ja, und das ist ja wirklich so, ne? Ja, und dann ist es so, dass ich dann auch wieder in die Göttliche Lage komme. Ich hatte das im letzten Jahr bei einem guten Freund, Daniel Wagner in Siebersheim, der ja auch, klar schon, als ich mein Hotel gegründet habe, hat er angefangen, seinen ersten Bein zu machen und seit der Zeit kennen wir uns auch.

Und dann kam ich mit einem ganz kleinen Kreis seiner langjährigen Kunden und Freunde in den Genuss 20 Jahre herkürzt zu probieren. Ah, wow. Und das ist ein Erlebnis. Und wer das nicht miterlebt hat, der kann das auch nicht erzählen. Und wie toll sich so ein Erkengewächs entwickeln kann, habe ich an dem Tag, Abend einfach miterleben. Und das gerne jedem erzählt, die 2004er Herr Kratz, die Doppelmagnum hätte ich auch liebsten ganz alleine getrunzen, weil das war einfach ein Erlebnis.

Und da habe ich gesagt, mehr kann Wein nicht mehr mit mir machen. Aber das erlebt man zu selten. Das liegt auch so ein bisschen an der Zeit, dass wir hier oft die Weine viel zu jung bringen oder dass auch auf den Minstern im Momenten Druck gelastet, dass sie ihren Wein auch zu Geld machen müssen. Die Weine oft viel zu schnell auf den Markt kommen. Da haben wir noch viel gelernt.

Die Jüngeren kriegen das jetzt mit, weil sie auch viel im Ausland sind und merken dann, es ist doch von Unterschied, ob man dann Rotwein für drei bis fünf Jahre noch mal weglegt und ihn dann erst auf den Markt bringt, als ihn so jung zu vermarkten. Dem Winzerfest hast du noch ziele Wünsche, Gedanken vorhaben. Oder ist die Weinbar jetzt ein mehr oder weniger berufliches Finale, so wie es ausschaut und du bist damit erst mal zufrieden?

Im Moment war ich in fünf Jahrensplan, wo ich jetzt all diese Neuerfahrung, auch diese neue Auszeichnung. Wahnsinn, was das auslöst. Also was für eine Wertschätzung dieses Wine Places allgemein in der Wein-Community erfährt und wie gewichtig das eigentlich auch ist.

Das ist auszuarbeiten, was ich mir wünsche, ist weiterhin so tolle Mitarbeiter zu haben, wie es jetzt gab, damit ich mich noch mehr eins in dem Gast wütten kann, denn je mehr ich aus dem operativen Geschäft bekommen werde, um so mehr Zeit habe ich Ideen zu entwickeln und da sind genau die Ideen, über die wir auch so ein bisschen gesprochen haben.

Wein und Essen zusammenzubringen, einfach mal einen Abend zu machen, wo es fünf Gerichte gibt, wo man wie in einem Spiel auch Weine, wo der Kunde auch mal selbst probieren kann. Welcher Wein passt zu welchem Essen, solche Events zu machen, kleinere Tische zu machen, nicht groß veranstaltet, man so mit zehn Leuten auch mal zu sagen, komm, wir probieren mal zehn Jahrgänge aus einem Weingut oder wir machen dies oder jenes, alles was wir müssen fassen. Und da noch entsteht ein Erleben.

Ich bin jetzt auch so, wir sind in einer so schnellem Zeit, ich sage, ich plan gar nicht, was ist in vier Wochen, ich plan morgen den Tag und dann kommt der nächste Tag und so war es jetzt die letzten fünf Jahre, die waren jeden Tag ein Erlebnis, da werden noch ganz viele Erlebnisse folgen. Natürlich redet Thomas gerne, aber er redet nicht um sich reden zu hören, sondern um eine Emotion, um eine Message, um eine Information zu vermitteln.

Er ist ein Teil von Rhein-Hessen, ein Teil von Altsheim, er ist ein Teil von dem Winzern, er ist ein Teil Wein. Da spürt man und da spürt man viel zu selten so greifbar, so authentisch, so emotional. Thomas ist einer der Personen, mit dem man hätte noch drei, vier, fünf Stunden weiter reden können und es gebe, da wette ich darauf keine Wiederholung. Umso mehr lohnt sich ein Besuch in seiner Weinweihen-Alzeit. Vielen Dank, lieber Thomas, dass du uns an deinem Weinleben teilhaben lassen.

Vielen Dank, dass du unser Gast warst und vielen Dank für deine Emotionen. Und noch ein ganz großes Dankeschön an unserem Partner, an die Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Conzio Vini, Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weincolleg. Vielen Dank Ihnen, heißt es wieder. Nach dem Podcast ist vor dem Podcast, nach dem Freitag ist vor dem Freitag. Und nach Thomas Heinecke reißen wir nach Stuttgart.

Und so freue ich mich auf die nächste Folge und auf einen langjährigen, sehr wertgeschätzten, außergewöhnlichen Kollegen auf Holger Schramp. Servus, mein Name ist Daniel Wagner von Weingewagner Stempel in Siversheim, Rheinhessen. Wir sind bekannt geworden eigentlich durch mineralisch kühle Weine von vulkanischen Böden hier an der westlichsten Grenze von Rheinhessen. Und ja, ich mache das jetzt auch schon seit über 30 Jahren. Letztes Jahr haben wir unseren Jubiläum gefeiert hier.

Das war ganz wunderbar. Viele Jahrgänge gezeigt, vor allem 20 Jahrgänge, Herr Katz gezeigt. Und ja, da war Thomas übrigens auch zu Gast. Thomas kenn ich seit 25 Jahren. Kennt gegeneint haben wir uns im Sorgenloch. Damals, wir haben Veranstaltungen gemacht mit damals messigende Bottle, junge Winzer-Vereinigung und haben zusammen Rheinhessen-Liebeneingehaucht sozusagen. Damals war Rheinhessen nicht unbedingt so bekannt wie heute.

Und zusammen und auch mit Hilfe von Thomas haben wir dem etwas Abhilfe geschaffen. Und ja, und so hat sich diese Freundschaft aufgebaut. Und jedes Mal, wenn wir uns sehen, es ist eine Freude und es ist wunderbar, in der Weinbar in der Allzeit zu Gast zu sein und tolle Weine zu genießen, tolle Winzer im Portfolio. Immer positiv denkender Vollblut Gastronom könnte man sagen und toller Someli und toller Mensch. Also jedes Mal eine große Freude.

Ja, lieber Thomas, lieber Sie, ich freue mich jetzt bei einem Podcast und wünsche liebe Grüße und viel Spaß aus Rheinhessen. Macht's gut, ciao. * Musik * * Musik *

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