Maximilian Riedel – Eine Ikone der Weinwelt - podcast episode cover

Maximilian Riedel – Eine Ikone der Weinwelt

May 01, 20251 hr 29 min
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Episode description

Wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir konstatieren, dass eine Weinwelt ohne Riedel zwar möglich, aber eigentlich kaum vorstellbar ist. Nichts hat die Weinwelt in ihrer Gesamtheit und auf globaler Ebene so nachhaltig geprägt und beeinflusst wie die Weingläser aus dem Hause Riedel. Das wirklich Interessante ist, dass es zwar eine Schlüsselidee gab, sich aber in dieser Manufaktur in über 60 Jahren niemand darauf ausgeruht hat – vielmehr wurde sie kontinuierlich, zeitgemäß und eigendynamisch weiterentwickelt. Und genau hier hat Maximilian Riedel mit eigener Energie und eigenem Antrieb vermocht, dieses Familienunternehmen in der 11. Generation weiterzuführen und es der Marktwahrnehmung unserer Zeit anzupassen. Er ist mehr als ein Mann, mehr als eine Stimme – er ist eine Ikone, weil er nicht gefallen will. Sondern weil er da ist, in aller Konsequenz, in aller Klarheit, ohne doppelten Boden. Seine Shows sind keine Show. Jeder Satz von ihm klingt nach – nicht, weil er laut ist, sondern weil er trifft. Er ist kein Produkt. Kein Ergebnis. Kein Trend. Er ist Ursprung. In seinem Tun schwingt eine Ethik mit, die nicht predigt, sondern lebt. Was er anfasst, hat Richtung – nicht, weil er sich über andere erhebt, sondern weil er aus sich selbst heraus Visionen gibt und Verständnis vermittelt. Er prägt seine Marke nicht durch Logos, sondern durch Linien. Nicht durch Posen, sondern durch Präsenz. Er gibt Kontext, Tiefe, Sinn – nicht durch viele Worte, sondern durch die richtigen. Er ist schon jetzt eine Legende. Nicht, weil er sich dazu gemacht hat. Sondern, weil er nichts anderes sein kann. Wie ich darauf komme? Hört selbst. Maximilian Riedel Riedel Glas Weissachstraße 28 6330 Kufstein +43 5372 64896 www.riedel.com Mit herzlichen Grußworten von: Sepp Greil, Hotel Greil / Söll Fan, Freund und Begleiter ------------------------------------- Diese Folge von SOMMELIER – Die interessantesten Mundschenke unserer Zeit wird begleitet von durch Silvio Nitzsche ausgewählte Weine aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, zu der die Handelshäuser Schlumberger, Segnitz, Consigliovini und das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören. ------------------------------------- Sehr gerne empfehle ich die folgenden Weine: It's not a SIN, Ingwer & Bitterorangenschale, Valckenberg, Rheinhessen, Deutschland Link für Geschäftskunden: https://is.gd/z3lkdw Link für Privatkunden: https://is.gd/d23OyW _____ 2021 Rosso di Montalcino, Biondi-Santi, Toskana, Italien Link für Geschäftskunden: https://is.gd/z3lkdw Link für Privatkunden: https://is.gd/d94f8l _____ 2023 La Balena, Petra, Toskana, Italien Link für Geschäftskunden: https://is.gd/z3lkdw Link für Privatkunden: https://is.gd/HQQvv2 ------------------------------------- Bitte folgen Sie uns auf Webpage: sommelier.website Instagram: sommelier.der.podcast Facebook: sommelier.der.podcast Wir freuen uns über jede Bewertung, Anregung und Empfehlung. Das Format: SOMMELIER – Die interessantesten Mundschenke unserer Zeit. wird produziert und verantwortet von der: Weinklang GmbH, Silvio Nitzsche, Bergahornweg 10, 01328 Dresden, silvio@sommelier.website

Transcript

[Musik] Ja, Servus, grüß Gott und schöne klinliche Grüße vom Wilden Kaiser aus Söyl von unserem kleinen Familienbetrieb "Wein und Gumeh-Hodell der Greil". Ich, Sepp Greil, darf in der dritten Generation führen. Die letzten 45 Jahre im Service waren eine spannende, herausvollende und eigentlich eine sehr freuliche Zeit. Im Jahr 2012 haben wir die Firma Riedl die Glasmanifaktur in Kufstein näher kennen gelernt. Riedl ist meines Wissens die einzige Glasmanifaktur, welche eigene Profis

im Vertrieb hat, die die Kasten nummen bei der Wahl des richtigen Glases bestens beraten. Wir wurden von Riedl geschult, mit einer der führenden Werkzeuge der Welt den rebsorten spezifischen Gläsern der Somelierserie, zu testen und hatten dadurch die Möglichkeit unseren Gästen neue Welten aufzuzeigen im Weingenuss. Ich durfte Maximilian 2014 kennenlernen, der uns eigentlich noch mehr Input gegeben hat

und uns noch tiefer in diese Materie geführt hat. Die Rebsorte bestimmt das Glas. Das war das Credo. So können wir heute auf 18 verschiedene Rebsorten spezifische Gläser der Firma Riedl zurückgreifen und unseren Gästen die höchsten Performance und das höchste Know-how im Weing präsentieren. Mit größter Wertschätzung für dieses Handwerk der Winzer und die Natur gibt, savieren wir den Weing im besten Werkzeug, das uns zur Verfügung steht. Riedlgläser sind die Lautsprecher der Weine.

Statt den xten Weingeller zu bauen, hat uns Maximilian von etwas ganz Besonderes überzeugt. Nämlich den derzeit ersten und einzigen Riedler um Europas zu bauen, wo wir mit Wein auf ihnen Gästen, Kollegen und internationalen Winzern in die Welt der Gläser eindauern dürfen. Eine sehr spannende und interessante Erfahrung. Ich kenne keine Glasmanifektur, die die Weine so auf die Bühne stellt und so sichtbar macht wie die Firma Riedl. Maximilian ist es, der die Marke Riedl nach

außen internationale sichtbar gemacht hat und auch uns stolz macht. Er gibt uns wieder ein Selbstbewusstsein für unseren Beruf und dadurch ist es auch uns gelungen, junge Menschen wieder abholen zu dürfen und zu begeistern im Service die Leute bedienen zu dürfen, weil sie mit höchster Qualität am Tisch des Gastes arbeiten dürfen. Ich freue mich auf den Podcast von Maximilian. Ich lasse euch alle liebe Grüße senden vom Wilden Kaiser, euer Sepp Greil. Bis bald, Servus.

Ganz herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Somali and Friends. Der zwei monatigen Kategorie bei der wir Fachmenschen präsentieren, die den Zombies sehr nahestehen und mein heutiger Gast ist niemand Geringeres als Maximilian Riedl. Als CEO hat er es geschafft in der Weingelussbranche einen weltweiten Bekanntheitsgrad von 99,3 Prozent zu erreichen. Das ist ein Wert über den sonst nur Weltunternehmen wie Apple, Coca Cola oder VW verfügen. Seine Weingläser sind nicht nur

weltweit präsent, sie sind kult. Seit fast 270 Jahren besteht das Unternehmen und er leitet es in 11. Generation. Ende der 90er Jahre entwickelte er frühzeitig den Markt in Dubai, wechselte ab 2000 nach Nordamerika um den dortigen Markt komplett neu zu definieren, zu dimensionieren, was ihm ohne Zweifel gelungen ist. Mit seiner nahezu legendären Social Media Präsent präsentiert er seine Unternehmen

zeitgeistig und greifbar und ich freue mich sehr, dass er heute hier ist. Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner, bei der Schlumbergergruppe mit den Handshäusern Segnetz, Conzi Uvini, Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weinkollig aus allerherzlichste für die händische und auch für die wirtschaftliche Unterstützung bedanken. Denn dank Ihnen ist er heute hier. Herzlich willkommen, lieber Maximilian Riedl!

Wie verhält sich das eigentlich mit dem Gläserklingen beim Weinen? Also ich habe das ganz oft bei meinen Gästen gehabt, dass die sagten, die Gläser klingen aber schön. Ist es genauso wie beim Rotwein, dass man sagt, die Farbe ist aber toll, das sagt eigentlich nichts über die Qualität aus, oder? Also der Klang der Gläser kommt erstens einmal von der Befüllung. Wie viel schenke ich ein?

Wir sagen, da gibt es eine zwei Fingerregel, weil der Wein sollte ja bei der richtigen Temperatur bleiben, die Gläser sollten klingen und natürlich ist es auch die Aufgabe des sommeliers immer wieder zu kommen und einzuschenken. Dann natürlich gab es bei Riedl bis 2015 Bleigristall und besonders Bleigristall Gläser haben immer diesen schönen, dumpfen Klang gehabt. Das gibt es nicht mehr aufgrund der Gesundheitsvorgaben

in der Produktion bzw. auch beim Konsumenten. Der erste Staat bzw. das erste Land, das sich gegenüber Bleigristall dementsprechend verhalten hat war USA, insbesondere Kalifornien. Und dadurch ist uns ein bisschen der Klang verloren gegangen, aber es hängt also von der Befüllung der Gläser ab, aber auch von der Formengabe. Aber anhand des Klanges kann man nicht die Qualität des Glases beurteilen. Kann man einen Unterschied zwischen einem Bleigristall oder einem Nichtbleigristall

klar spüren? Also es ist ein unterschiedlicher Sensorik, denn die werden ja teilweise auf dem Schwarzmarkt ganz schön hoch gehandelt. Also ich als Glasmacher würde das bezeichnen als Kristallglas gegenüber einem sogenannten Soderleimglas und das ist eine ganz andere Qualität, ganz andere Machart und hat natürlich auf den Klang schon einen Einfluss. Und auf den Geschmack und auf die allgemeine Sensorik? Die Sensorikgeschmack hängt ausschließlich ab von der Architektur

des Glases beziehungsweise vom Fließverhalten. Das ist ja genau das, was die Riedels vorgegeben haben und die ganze Glasindustrie mittlerweile verfolgt. Das ist unsere Philosophie. Das hat aber von der Substanz beziehungsweise vom Material keinen Abhang. Jetzt sind wir ja schon so ein

kleines Stückchen tiefer in die Materie gegangen. Ich finde es beim Glas im Allgemeinen unglaublich schade, dass man ganz selten über die Chemie des Glases, über die Tiefsinnigkeit, also über die Konstruktion des Glases, also die zweite, dritte, vierte Ebene diesen fachfreakigen Teil bespielen kann. Aber so grundsätzlich sind eigentlich mehr die Amateure oder die Profis die dankbareren Zuhörer. Ich glaube, wenn es um die Funktion eines Weinglases geht, dann betrifft das den Profi

genauso wie den Konsumenten. Für mich ist jede Flasche Wein eine Investition und das Werkzeug um diese Investition in Qualität beziehungsweise in Wohlbefinden kommuniziert ist das Weinglas und da ist es nicht notwendig in die dritte oder vierte Substanz vorzudringen. Es ausschließlich die Architektur des Oberteiles, die Kommunikation zu unseren Sinnen und das ist unabhängig vom Material. Also würde mir gar nichts bringen, wenn ich wüsste, dass Haus arbeitet so oder

dort wird es in dem Produktionsprozess so konstruiert zusammengesetzt oder sonstiges. Also es geht rein um den Shape des Glases sozusagen um die Form. Also ich glaube, das ist das, warum es geht beim sommelier und seinem Werkzeug beziehungsweise beim Konsumenten. Natürlich gibt es zur Zeit Trends. Je dünner, je leichter das Glas umso mehr fühlt man sich dem Glas gegenüber als Qualität,

qualitativ hochwertig aber das ist nicht der Fall. Das Glas beziehungsweise die Funktion ist einzigartig und abhängig von der Formengabe und nicht von der Leichtigkeit und/oder ob das Glas einen Stil hat oder keinen Stil. Gibt es grundsätzlich für Sie eine Priorisierung in Aromatik, Gustatorek, Haptik und dem Visuellenreizen oder ist es das Gesamteliebnis, was für Sie

emaziert? Also ich bin ja der Glasmacher, ich bin ja der Toolmaker und meine Verantwortung liegt darin, jedem sommelier, jedem Konsumenten für jede spezifische Traube ein Glas zu fertigen und das machen wir jetzt in der elften Generation. Wir sind die ältesten Glashersteller der Welt und die Formengabe, die mein Großvater in den 50er Jahren entwickelt hat, wird ja weltweit von allen Konkurrenten mittlerweile kopiert beziehungsweise zelebriert. Für mich persönlich als

Weinliebhaber, als Wein-Sammler ist es ausschließlich die Funktionalität. Wie gesagt, ich möchte das meiste aus meiner Investition herausholen und dafür braucht es das richtige Werkzeug. Ob das jetzt wie gesagt ein Glas ist Mitstil oder ohne Stil, ob das Glas ein gewisses Gewicht hat, ist unabhängig davon wie das Glas funktioniert. Ich persönlich zur Zeit muss ich sagen, habe lieber langstilige Gläser, dünne Gläser wie eine Riddle Veloce oder eine Superleggero,

die genau das mir gibt, was ich mir erwarte. Aber bei der Inszenierung eines neuen Glases oder bei der Ideensucht eines neuen Glases ist es unabhängig davon, ob der Wein besonders gut schmeckt oder besonders gut riecht oder besonders gut aussieht oder sich besonders gut anfühlt.

Oder haben Sie da eine Grundausrichtung, wo Sie sagen, die erste Eindruck, sprich das visuelle oder das aromatische, ist für mich dann auch das Wichtigste, weil genau das, der Gast wahrnimmt oder das Geschmackliche, weil der Geschmack am wenigsten trügen kann, ist das was mir am wichtigsten ist oder ist das von Glas zu Glas her hier unterschiedlich? Nein, jede Glas-Serie

von Riddle ist in dieser Art und Weise konstruiert, dass es immer dem Wein gutes will. Das heißt, wir produzieren die Gläser, nachdem wir durch einen Prozess gegangen sind, einen sogenannten Workshop. Es fängt natürlich mit der Formengabe an, aber für uns sind schöne Gläser sekundär.

Bei Riddle geht es ausschließlich um die Funktionalität. Das heißt, wir geben die Form vor. Mit Prototypen wird dann mit der Weinindustrie sich ausgedauscht, dann werden die Gläser fein getuned, um hauptsächlich sich auf diesen Geschmack bzw. Geruch zu konzentrieren. Also das ist für uns bei Riddle die Vorgabe. Wir sind die Toolmakers und der Ästhetik ist bei uns sekundär. Gibt es noch ein anderes Tool, was Sie als wichtig erachten? Sie haben jetzt eine große

Dekanterserie. Das ist mit Sicherheit ein ganz großes Tool. Aber im Allgemeinen, wenn Sie Wein trinken, wenn Sie Ihren Wein behandeln, haben Sie irgendwas, was Wertigkeit hat? Ja, die Vorgabe sind natürlich die Gläser. Es ist natürlich auch von meiner Seite her, wie Sie richtig sagen, der Dekanter ist wichtig. Der Dekanter dient ja zwei Themen. Erstens einmal Original, um den Wein vom Sediment zu trennen. Und mittlerweile ist das ja in der Gastronomie

sehr selten, weil meine Meinung nach viel zu jung geöffnet bzw. getrunken werden. Und der zweite Grund für einen Dekanter ist das Belüften des Weines. Und das ist eigentlich heutzutage das Hauptthema. Man darf das sommelier nie vergessen. Wir sind im Bereich des Entertainments. Es ist unsere Aufgabe, nicht nur eine Empfehlung auszusprechen, sondern auch gleichzeitig den Wein zu zelebrieren. Und dafür braucht es das richtige Werkzeug, angefangen vom richtigen Weinglas.

Und den Dekanter zum Belüften. Belüften tun wir heutzutage. Junge Weine, Rot, Weiß, Rose, das vergisst man meistens, besonders Roseweine, Rose de Provence, brauchen dieses zusätzliche Belüften. Natürlich kann man auch drüber sprechen, welches Werkzeug zusätzlich das sommelier im Einsatz hat, der Quarkenzieher etc., aber das kommt ja nicht aus meiner Manufaktur.

Da gab es für sie auch nie eine Weiterentwicklung. Weil es ist ja eigentlich interessant, ihr Haus gibt es seit 270 Jahren oder nächstes Jahr seit 270 Jahren, dass es da mehr oder weniger stagnierte bei Gläsern und Gefäßen. Und es nie was anderes kam. Also allgemein in der Weinzene. Es gab ja nie wirklich sinnvolle Tools, die das Ganze in irgendeiner Form weiterentwickelt haben. Also das würde ich so nicht sagen. Also meine Familie kommt ja nicht aus dem Weinbereich,

sondern aus der Glasproduktion. Die Generationen, erste bis fünfte Generationen, haben sich ausschließlich um Schmuck gekümmert. Dann kamen ein paar Föhnflaschen. Dann kommen, wie man auf Englisch sagt, Chandeliers. Also Lichtelemente und erst seit drei Generationen bemühen wir uns um das Thema Wein. Und ich glaube, als Glashersteller und in Bezug auf Wein kann man nicht viel weiter sich entwickeln. Wir haben die Gläser entwickelt, die wir permanent weiterentwickeln, weil sie natürlich

auch die Wein- bzw. die Spiritosenindustrie weiterentwickelt. Global Warming hat hier einen Einfluss etc. Dann haben wir den Dekanter. Aber als Glas zusätzliche Gefäße bzw. Tools für die Industrie zu fertigen, da kommen wir in unserem Bereich nicht weiter. Natürlich gibt es den Ersatz des modernen Weinfasses aus Glas heutzutage. Es gibt andere Produkte in anderen, wie zum Beispiel in der Automotiveindustrie, worum wir uns auch bemüht haben in der Vergangenheit. Aber wenn es um Wein

geht, dann glaube ich, kommen wir nicht viel weiter als das Weinglas und den Dekanter. Das fand ich so interessant, dass man mit dem, was man eigentlich schon in Anführungszeichen erfunden hat, dass man da diese Genüksamkeit hat und das Spiel zu Ende gespielt hat. Also das ist also nicht zu Ende. Man kann es natürlich noch verfeinern und differenzieren, wo sie mehr oder weniger der Meister sind oder ihr

Unternehmen. Was stellen sie sich denn vor? Was stellen sie sich vor? Keine Ahnung. Das ist ja so, dass das Interessante Spuren der Anspuren muss von der Industrie kommen. Also wenn ein Somelier zu mir sagen würde, du, ich habe da eine Idee, dann hören wir gerne zu, aber Weinflaschen zu produzieren, das überlassen wir den Flaschenproduzenten, können wir nicht mithalten. Kann man die Flaschen weiterentwickeln? Natürlich. Hat das einen Einfluss auf das Getränk selbst außerhalb des

Marketings? Glaube ich nicht. Also wenn man das jetzt so leichtfertig abdut, ihr habt ja nur Weinglaser gefertigt, dann muss ich sagen, Moment, wir fertigen ihr Werkzeug des Trinkgenusses und die Weinglaser, die wir auf den Markt bringen, die hier die Industrie unterstützen, da kommt keiner meiner Konkurrenten hin, weil das sind ja feingetunte Instrumente, die das Maximum aus einem Wein herausholen, ihn vielleicht sogar verschönern als Weinproduzent, als Winzer, aber auch die

Fehler aufzeigen und wir begnügen uns nie. Wir produzieren ja bzw. wir gestalten oder wir versuchen zu gestalten, jedes Jahr eine neue Kollektion, die wir auch versuchen auf den Markt zu bringen, weil wir der Meinung sind, Gläser wie zum Beispiel von der Serie Vinnum oder von der Serie Sommelier sind Gläser, die mit dem modernen einem jungen Wein vielleicht nicht mehr mithalten können und deswegen haben wir die Serie Winewings und Velocce auf den Markt gebracht, die was ganz

anderes in den Vordergrund rücken, wie die Gläser aus den 80er und den 90er Jahren. Wie viele Serien gibt es im Ganzen? Bei Riedel und ich glaube, das sind wir die einzige Marke auf der Welt, separieren wir teilweise auch zwischen dem Glas, dass wir an den Konsumenten verkaufen gegenüber der Gastronomie, weil die Gastronomie ganz andere Anforderungen hat. Süße Geschichte, ich habe damals in New York gelebt, ich habe für 15 Jahre den Markt in USA aufgebaut und einer meiner

wichtigsten Kunden war und ist Daniel Boulu, der mir im Jahr 2001 geflüstert hat. Ich verwende gerne Riedelgläser zu Hause, aber für den Gastronomiebereich sind sie mir einfach zu filigran. Daraufhin habe ich die erste Gastroserie ins Leben gerufen mit dem Namen Riedelrestaurant, das war eine Kopie der Serie Vinnum. Der Unterschied ist, das Glas wurde damals und ist heute noch dicker eingeblasen, dadurch stabiler, hat einen kürzeren Stil, einfacher beim Bolieren und hat

auch eine breitere Bodenplatte, damit auch mehr Standfestigkeit gegeben wurde. 20 Jahre später hat sich die Industrie Gastronomie weiterentwickelt, mittlerweile setzt jeder richtige Spülmaschinen ein, es gibt dann den Glas Corp, um auch das Glas vor dem Bruch zu schützen, es gibt das richtige Poliertuch von Riedel, um auch hier das Glas zur Perfektion zu polieren und dadurch erlauben wir jetzt der Gastronomie auch dünnere Gläser einzusetzen, aber das war ein Prozess, der sich

ungefähr für 20 Jahre international hingezogen hat und jetzt verwendet die Gastronomie die gleichen Gläser wie der Konsument, dünne filigrane Gläser, aber wie gesagt bei Riedel gibt es bis heute noch den Unterschied, wo wir Kollektionen ausschließlich wie die Gastronomie fertigen, Riedel, Restaurant, Extreme, Overtür, das sind alles Gläser, die für diesen Bereich, Spezialbereich, Heavy Duty Bereich, Hotellerie, Gastronomie, Winzerbereich messen, die wir extra für dieses

Thema umgestaltet haben, damit es zu weniger Bruch gekommen ist und da sind wir auch wieder mal einzigartig, die Vorreiter gewesen und ich glaube bis heute gibt es keinen Glashersteller, der hier separiert zwischen Konsument und Gastronomie. Was ich total spannend finde und eben auch ein sehr sehr interessanten und schönen Denkanntsatz. Ich meine im Ganzen sind es um die 24 verschiedenen Serien, die Sie seit der ersten Serie ins Leben gerufen haben. Das sind die offiziellen Zahlen,

aber es gibt ja auch Serien, die wir für Händler ins Leben gerufen haben. Es gibt aber auch Großhändler, zum Beispiel in USA, der größte Weinhändler der Welt, kennt man vielleicht die Firma Costco, die Firma Target, die haben so ungefähr 1500 Outlets in USA, für die wir eigene Glasserien ins Leben gerufen haben. Dann gibt es aber auch Weine beziehungsweise Unternehmen wie LVMA, die Gruppe, wo wir für Dom Perignon, für Kruckschampagne eigens abgestimmte Gläser entwickelt haben.

Dann gibt es eine Serie, die wir für Kaffee entwickelt haben für die Marke Nespresso. Dann gibt es ein Red Bull Glas von Redel, dann gibt es ein Coca Cola Glas von Redel. Also die werden da nur natürlich nicht mitgezählt. Bei den Weinglas Serien haben Sie da immer einen Grundanspruch, dass Sie sagen, die und die Rebsorten möchte ich berücksichtigen oder so und so viel Gläser soll eine Serie haben oder lassen Sie da die Kreativität entscheiden? Nein, da haben Sie eine

sehr gute Frage mir gestellt. Moderne neue Serien, die wir auf den Markt bringen, das sind im Durchschnitt zwischen 6 und 8 Gläser, wo wir der Meinung sind, dass wir ungefähr 80 Prozent des Marktanspruches abdecken können. Und das gehört ein Glas dazu für, wenn wir bei Weiswein anfangen, Sauvignon Blanc, ein Riesling Glas, ein Chardonnay Glas, dann gibt es ein moderne Champagner Glas, keine Flöte mehr. Und bei Rotwein gibt es drei Gläser, es gibt ein Glas für die dünne Schale,

Medium und die dicke Schale. Man kann das kurz zusammenfassen, es gibt ein Glas für Pinot Noir, da steht für die dünne Schale, dann das Glas für Syra, da steht für die Medium dicke Schale und dann gibt es für die roten Trauben aus Bordeaux, das sind alles dicke Schalen bei der Rotweintraube, das ist das Chardonnay Sauvignon Glas. Und ich glaube mit diesen sieben Gläsern

ist man schon einmal gut ausgestattet. Wenn man natürlich dann in die Tiefe gehen möchte, dann gibt es die Serie Sommelier, Vinnum und Werritas, da glaube ich gibt es dann 25 bis 30 unterschiedliche Gläser abgestimmt auf die individuelle Traube. Izznottesinn von Falkenberg ist nichts anderes als wie ein Fluss der uralte Steine berührt und

dennoch neue Wege formt. Eine Reise in eine neue Definition von Genoss. Ich frage nahezu jeder Folge meine Gesprächspartner, ob sie eine Alternative zum Wein kennen, die meisten verneinen, aber vielleicht auch weil sie noch nicht Izznottesinn von Falkenberg kennen. Und wenn das einer kann, eine Alternative zu erschaffen, dann Falkenberg. Das Haus zwischen ewigen und Wandel, gegründet 1786 von Peter Josef Falkenberg in Worms, das sich recht bald auf den Weinhandel spezialisierte.

Jedoch und jetzt wird spannend 1808 erwart Falkenberg im Zuge der Sekularisation die Weinberge rund um die Wormser Liebfrauenkirche. Diese Lagen, bekannt als Liebfrauenstiftkirchenstück, gelten als Ursprung der berühmten Liebfrauenmilch. Falkenberg und jetzt fängt man an die Großartigkeit, dieses Handelhauses zu verstehen, exportierte diesen Wein erfolgreich, insbesondere nach Großbritannien, wo er bei Persönlichkeiten wie Charles Dickens oder der

britischen Königsfamilie enorm beliebt war. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit war Falkenberg politisch aktiv. Er war Mitglied des Jakubiner Clubs und des Stadtratzen Worms. 1812 wurde er Bürgermeister und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod 1837 trotz wechselnder politische Regime. Unter der Leitung seiner Nachkommen darunter will im Falkenberg expandiertes Unternehmen weiter im 19. Jahrhundert wurde die Liebfrauenmilch zu einem

der bekanntesten deutschen Weine weltweit. Allerdings, und jetzt wird es ein Trauerspiel, für die die ungeschützte Bezeichnung zu zahlreichen Nachahmungen, was den Ruf des Weines im 20. Jahrhundert beeinträchtigte. Heute wird das Unternehmen nicht minder innovativ, mit einer ähnlichen Gewichtung im Export, vom Peter Bohnen und Thema Quines geführt.

Doch Traditionen heißen diesen Unternehmen niemals Stillstand und so definiert man mit der Produktlinie "It's Not A Sin", alkoholfreie Alternativen, die zeitgeistiger, die moderner, die innovativer nicht sein könnten. Letztlich wie ein Morgenlicht, das auf Jahrhunderte alte Mauern trifft. In einer Zeit, in der sich der Genussbegriff Radikal verändert, öffnen sich Falkenberg neuen Wegen wie ein vertrauter Klang einer ungewohnten Tonart.

Das Projekt "It's Not A Sin" markiert einen bewussten Schritt, Innovationen zuzulassen und das Fundament der handwerklichen Qualität zu verlassen. Bei "It's Not A Sin" von Falkenberg gibt es verschiedene Geschmacksmonumente, verschiedene Geschmackskombinationen. Und ich würde sehr gerne hier die Kreation mit den beiden Protokonisten Ingwer und bitter Orangenschokolade empfehlen. Die Basis bietet ein Komplex aus Ingwer-Extrakten, bitter Orangenschokoladen-Mazerat und weitere

natürlichen Komponenten. Die Ingwerknollen stammen aus ausgewierten Anbaugebieten in Indien und Peru, Regionen, die für besonders intensives Aroma bekannt sind. Die bitter Orangen werden aus süditalienischen und zizianischen Plantagen bezogen, wo sie unter idealen klimatischen Bedingungen reifen. Die Herstellung erfolgt über eine schonende Kaltpanzeration. Die Aromen werden extrahiert, ohne die Hitze sensibel in Verbindung zu zerstören. Anschließend werden die konzentrierten

Auszüge miteinander assembliert. Wobei streng darauf geachtet wird, dass keine künstlichen Aromen oder Zusatzstoffe das Ergebnis verfälschen. Sensorisch präsentiert sich das Getränk in faszinierender Balance. Die frische Schärfe des Ingwers trifft auf die zarte Bitternote der Orangenschalen. Eine feine, kaum merkliche süße Runde Textur ab, ohne den Eindruck von Leichtigkeit zu gefährden. Am Gaumen entfaltet sich eine dynamische Spannung. Ein vibrierenes Spiel aus

Schärfe, Zitrusfrüchte, subtiler Bitterheit und mineralischer Kühle. Ein perfektes Getränk zwischen operativen Digistief. Die Textur ist klar, fast kristallin und bleibt lange auf der Zunge präsent, ohne schwer zu wirken. Viele alkoholfreie Getränke bewegen sich zwischen süße und flacher Aromatik. Its not a sin, geht bewusst einen anderen Weg. Er setzt auf geschmackliche Architektur, die eher an große Bitterliköre oder komplexe Tonic Water erinnern

als an Soft Rings. Seine Bitternoten sind präzise dosiert, niemals aufdringlich. Sie erzeugen eine strukturierte Länge am Gaumen, die an klassische Apparitivs erinnern, ohne diese zu übitieren. Besonders bemerkenswert ist, dass Its not a sin, auch in der Mixologie neue Marsch die besetzt. Als Basis für alkoholfreie Cocktails eröffnet diese Kreation Möglichkeiten, die bisher kaum verfügbar waren. Statt Kompromisse einzugehen, wird hier ein eigenständiges Profil

geschaffen. Herb frisch tiefgründig. Ein Glas Its not a sin, ist nicht der Ersatz für ein anderes Getränk. Es ist eine Einladung zum bewussten Genuss. In der Erfindungsphase gab es niemals die Frage, wie man ein alkoholfreies Getränk verkaufsfähig macht. Im Vordergrund stand immer die Überlegung, wie man Sinnlichkeit ohne Alkohol bewahren kann. Es war der Dialog zwischen Tradition und Zukunft. Es war der Bernstein im Nihonlicht. Oder besser, das Salz auf einer gereiften Frucht.

Die Bitterkeit der Orangenchokolade sollte das Gegenlicht zur Schärfe des Irgendwas bilden. Ein Spiel zwischen Hitze und Frische, zwischen Schärfe und Tiefe. Und so ist es noch zu Sinn. Kein Kompromiss, sondern ein Statement. Ein Ausdruck eines neuen Anspruchs. Bewusstsein ohne Verlust an Tiefe, Komplexität ohne die Schwere des Alkohols. Es zeigt, dass die echte Kultur des Trinkens nicht im Alkoholgehalt wurzelt, sondern in der Tiefe der Ideen und der Präzision der Umsetzung. Vielen

lieben Dank für diesen besonderen zeitgeistigen Ansatz. Dem Hause Falkenberg und dem deutschen Repräsentanten, dem Handelshaus Segnetz. Wie gravierend sind die Unterschiede zwischen Maschinen geblasenen oder Maschinen gefertigten und Mundgeblasenen, Leslern? Das klingt jetzt hart, aber es ist so. Nur ein maschinell gefertigtes Glas kann ein perfektes Werkzeug sein. Warum? Gleich kurz. Ein handgemachtes Glas hat viele Vorteile. Es fängt damit an, dass es einzigartig

ist. Wenn man einem Glasmacher zusieht, dann ist es immer ein Teamwork in der Handfertigung. Im Durchschnitt zwischen drei und fünf Glasmacher, die gemeinsam ein Glas fertigstellen. Und wenn jetzt zum Beispiel der Stil einen Millimeter länger ist, die Bodenplatte eine Millimeter dicker ist, dann wird das Glas der Oberteil unterschiedlich abgespringt. Das heißt, von der Pfeife getrennt und dann natürlich versäumt. Und dadurch kann der Mundranddurchmesser zwischen ein bis drei

Millimeter variieren und dadurch fließt der Wein anders und er schmeckt anders. Ist bei allen handgemachten Gläsern so, egal wer es produziert. Kann also sein, dass man zu einem handgemachten Glas greift oder einen Sechs Gläser vor sich hat und der Wein ein Mühe unterschiedlich schmeckt oder sogar riecht, obwohl es das gleiche Glas ist. Das ist der kleine Nachteil bei handgemachten

Gläsern. Das würde bei einem maschinell produzierten Glas nie passieren, weil eben alles zur Perfektion getrieben wird und jeder Mundranddurchmesser ident ist und somit der Wein ident fließt und auch in Geruch ident sein wird. Also wenn man sich nach dieser Perfektion orientiert, muss es ein maschinell gemachtes Glas sein. Um wahrscheinlich auch die Vergleichbarkeit in den Weinbeschreibungen in einer gewissen Form sicherzustellen, dass nicht der eine aus dem Eigenglas den Wein so beschreibt

und der andere so, dass man da eine gewisse Pferne ist, die im Wein gegenüber auch lebt. Also ich glaube, dass der Konsument hier wenig bis keinen Unterschied wahrnehmen würde. Aber natürlich, wenn wir hier über die Supertaster sprechen und viele sommeliers würde ich in diese Kategorie Supertaster eingliedern, die würden meiner Meinung nach schon einen Unterschied erkennen. Die Oberfläche selber, die ja bei einem mundgeblasenen Glas anders ist als beim

einem maschin gefertigten, wer sagt das? Wer sagt das? Zumindest meines Wissenstandes nach wäre die GroPoriga und würde die Aromoleküle mehr aufwirbeln. Nein, das ist ein absolutes Missverständnis. Das war früher so, der Unterschied. Früher hat zum Beispiel auch Riedl teilweise Gläser maschinell gefertigt, ohne den Zusatz von Blei gegenüber bis 2015 in Kufstein produzierten Bleigristallgläser. Da haben sie recht. Da gab es in der Oberflächenstruktur einen Unterschied. GroPoriga

den gibt es heutzutage nicht mehr. Zumindest in meinem Haus gibt es diesen Unterschied nicht mehr, weil ich in allen drei Werken, zwei sind in Bayern, groß Werke, wo wir ausschließlich maschinelle Gläser fertigen in der Oberpfalz und dann das Werk in Kufstein. Wir verwenden mittlerweile überall das gleiche Rohmaterial und dadurch gibt es auch in der Oberfläche keinen

Unterschied mehr. Können Sie noch Wein einfach trinken? Jeden Tag mit Genuss. Und dem Wein als solches betrachten oder wird es immer eine gewisse Analyse, wo man versucht Wein schanze oder nicht diskrätieren. Aber natürlich gibt es die Analyse, weil damit und davon hängt ja auch die Faszination des Weines ab. Ich habe das Glück einen schönen Weinkeller zu besitzen, wo ich also nicht nur Einstelleflaschen sammle, sondern auch teilweise Kisten habe. Ich habe

auch die Erfahrung gesammelt über die letzten 30 Jahre. Mir ist bewusst, dass man, wenn man eine Kiste, eine junge Kiste Wein öffnet, dass heute der Wein so schmeckt und morgen vielleicht anders. Ich weiß, dass der Wein in dieser Dormant-Face fallen kann. Das heißt, der Wein kann heute gut sein. Morgen vielleicht nicht mehr so gut. Wie kann das sein? Weil er eben in diese Schlafphase verfällt. Und die muss man abwarten. Und deswegen kauft man sich eine Zwölferkiste als Konsument,

um eben diesen Zyklus des Weines mitzuverfolgen. Nur weil er heute nicht gut ist, kann er sein, dass er in einem Jahr oder drei Jahren plötzlich seinen Peak hat. Das ist die Faszination des Weines. Es ist ein natürliches Produkt. Und das schätze ich. Und das ist das, was mich bei Wein fasziniert. Es ist ein Lebensmittel. Und es ist das einzige Lebensmittel, das ich, das mir bekannt ist,

dass kein Ablaufdatum hat. Kann das nur Wein, also jetzt mit einem HD, das mal aus dem Vorgennommen, aber diese Faszination, diese Entwicklung, diese Tiefsinnigkeit, die auch Flexibilität, die durch die unterschiedlichen Gläser gefördert wird, ist das nur Wein oder gibt es da noch was anderes? Also die Gläser funktionieren bei Wasser, genauso wie beim Wein. Nur beim Wasser gibt es, meiner Meinung nach, ausschließlich um die Haptik. Wie fühlt sich das Wasser am Gaumen an?

Da geht es jetzt nicht um die Temperatur. Wasser sollte ja geschmack- und geruchlos sein. Aber es hängt davon ab. Und wir haben das bereits für große Wasserfirmen recherchieren dürfen. Wir haben auch eigene Gläser abgestimmt auf gewisse Quellen. Da geht es um die Viskosität am Gaumen, um die Mineralität, die wir im Glas perfekt darstellen können, aber auch reduzieren können.

Es gibt Wasser, wo man plötzlich einen trockenen Gaumen hat. Und das kann ich mit der Form des Glases so beeinflussen, dass sich das nicht mehr auf Trockenheit bezieht, sondern auf die Viskosität, auf die Samtigkeit des Wassers. Das geht bei unterschiedlichen Produkten. Das gibt es bei Kaffee. Da geht es natürlich noch diesen Zusatz der Thermik. Aber Wasser ist ein Extrem, dass man mal probieren sollte, als sommelier oder als Konsument ein Wasser auf unterschiedliche Glasformen

aufzuteilen und dann verkosten. Ist faszinierend. Macht man viel zu selten? Solche Sachen sind andere Getränke ähnlich anspruchsvoll wie Wein, sprich, Spirituosen, Nuladen, absolut Spiritosen. Wenn Sie sich das Portfolio von Riedl ansehen, faszinieren zum Beispiel unser Single Malt Whisky Glas, wo wir versuchen, über die Glasform vom Alkohol abzulenken. Also wenn Sie die Nase in mein Single Malt Whisky Glas stecken, dann kriegen Sie diese feinen Aromen,

aber keinen Alkohol. Das Gleiche ist bei meinem modernen Konjakglas. Gegenüber dem Original, dem Konjak Snifter, der ein Disaster ist, meiner Meinung nach großartiges Marketing, weil man eben nur eingetränkt den Konjak Snifter einschenkt, weil es Tradition bedingt ist, aber mit Funktionalität nichts zu tun. Probieren Sie das. Ein modernes Riedlglas für Konjak gegenüber dem Konjak Snifter ist ähnlich wie bei einem modernen Champagnerglas gegenüber der Flöte. Faszinierend. Also wir

produzieren eben auch Gläser für Spiritosen. Ich persönlich bin ein Weinliebhaber und konzentriere mich persönlich eher auf dieses Segment Wein. Kann man da auch teilweise grenzüberschreitend agieren, denken empfehlen Sie das, dass man zum Beispiel einen Konjak auch aus einem Bugunder oder aus einem Rieslingglas probiert oder sollte man sich an die Vorgaben halten. Jeder kann natürlich machen, was er möchte. Natürlich. Und das ist ja auch, schauen Sie, das ist auch das schöne Spiel.

Das ist ja die Faszination. Auch ein Somelie sollte sich die Zeit nehmen und nicht nur Weingüter bereisen, sondern sich einmal eine Glasproduktion ansehen, sollte man bei so einem Riedl Workshop mitmachen, den wir ja weltweit täglich zelebrieren, wo wir unter Beweis stellen, wie und warum ein Glas den Unterschied macht. Und es ist faszinierend. Also damit sollte man sich einmal auseinandersetzen. Wenn Sie zu Hause in den Keller steigen, wird vorher das Glas

ausgesucht oder zuerst der Wein? Mein Keller ist unterschiedlich gegenüber der Gastronomie. Wenn ich in die Gastronomie gehe, lasse ich mir zuerst vom Somelie die Gläser zeigen. Daran orientiere ich mich und dann selektiere ich den Wein. Bei mir zu Hause habe ich ja alle Glasformen, nicht alle Glasserien. Und da lasse ich mich eher inspirieren von dem, was ich in meinem Weinkeller finde. Gab es mal einen Weinladen, der sie nachhaltig beeindruckt hat? Natürlich.

Da gibt es viele, aber ich würde sagen, der Weinladen, der mich bis heute am meisten fasziniert, steht in London. "Hedonism" heißt der Weinladen. Das ist also meiner Meinung nach bis heute der beste Weinladen. Aus dem Grund, weil es auch ältere Jahrgänge dort gibt. Also einen Wein mit unterschiedlichen Jahrgängen. Das fasziniert mich. Es gibt auch unterschiedliche Glas- oder Flaschengrößen. Wenn man mir auf Instagram folgt, sieht man, dass ich gerne Wein teile mit Freunden, mit Familie,

und mich faszinieren groß Flaschen. Und gleichzeitig hat "Hedonism" unterschiedliche Restaurants. Und auf der Weinkarte gibt es reduziert, was es im Restaurant heute gibt. Aber gleichzeitig, egal zu welcher Uhrzeit, kann man über die App auch Weine aus dem Weinladen beziehen. Die werden dann innerhalb von einer halben Stunde an das Restaurant geliefert. Und somit hat man als Konsument die Faszination, man kann tatsächlich über den Weinladen in deren Restaurants alle

Weine dieser Welt probieren. Gab es für Sie mal ein Somie-Erlebnis, dass Sie extrem beeindruckt hat, sei es positiv, sei es negativ, aber wo Sie so dem Beruf standen eine besondere Wertschätzung entgegen gebracht haben oder der Person als solches? Immer, immer. Also ich gebe immer dem Somelier im Restaurant und ich bereise ja die ganze Welt. Ich war heuer schon im ersten Quartal auf allen fünf Kontinenten und ich lasse mich immer gerne vom Somelier beraten, wobei ich vielleicht

die Weinkarte vorher schon studiert habe. Aber trotzdem möchte ich ganz gerne das Wissen des Someliers mir gegenüber zelebriert wissen bzw. lasse mich gerne inspirieren, lasse mir auch gerne einen Jahrgang empfehlen, lasse mich auch gerne beraten, was ist denn zurzeit im Weinkeller etwas, was man probieren sollte. Das sind also dann meistens diese Momente, wo ich persönlich aufgrund meiner Erfahrungen schon abschätzen kann, in welche Richtung führt mich das Somelier.

Will er mich motivieren, mehr Geld auszugeben, das passiert leider viel zu oft und Konsumenten so wie ich die Erfahrungen gesammelt haben, merken das sofort negativ behaftet oder will das Somelier mich in eine Richtung bewegen um mir zu sagen, trinken Sie doch einen lokalen Wein, das liebe ich, das schätze ich. Mittlerweile gibt es ja fast kein Land mehr, das nicht selbst Wein produziert. Da lasse ich mir gerne etwas empfehlen, weil da kenne ich mich nicht

aus. Dann gibt es die Momente, wo ich dem Somelier ein Budget gebe, finde ich auch spannend und sage zu einem Mittagessen, hier ist das Budget zu einem Abendessen, hier ist das Budget für eine oder

zwei Flaschen. Das ist aber auch spannend, weil dann bemerke ich auch in welche Richtung der Somelier tendiert und dann gibt es natürlich auch negative Momente, wo ein Somelier mir sagt, so und nicht anders oder eine Empfehlung ausspricht für ein Glas, den ich also gar nicht zuspreche, wie zum Beispiel für Chardonnay ein Pinot Noir Glas, Katastrophe oder für einen Chardonnay oder

für einen Riesling ein Chardonnay Glas empfiehlt, funktioniert nicht. Also gibt es dann schon Momente, wo ich dann gerne ins Gespräch komme, das sind keine Streitgespräche, aber das sind interessante Gespräche und ich möchte einem Somelier nie auf die Nerven gehen. Jeder hat so seine Erfahrungen, es gibt aber auch Limitierungen natürlich und dieser Austausch ist immer jedem zu raten, lasst den Somelier aussprechen, aber natürlich auch wenn möglich dagegen halten.

Die Marama ist rot diamant und schnellstrasse zugleich ein Ort, an dem das Potenzial zum Greifen nahe ist. Hier entsteht nicht einfach Wein, hier wird Charakter distilliert, salzige Priesen, heiß Sonne, wilder Boden, pure Energie, die man im Glas spüren kann, während andere Regionen satt und etabliert wirken, atmet die Marama Aufbruch, Risiko und Belohnung. Wahrscheinlich ist das Geheimnis der Marama runtergebrochen ganz einfach aufs Terror. Kalkhaltige Hügel,

Maritime Thermic, uralte Riebstöcke, die Natur im Spiel ihrer selbst. Die Weinwelt verlangt nach neuen Geschichten, nach Herkunft, nach Unverwechselbarkeit und genau das schreibt die Marama jeden Tag neu. Hier zählt nicht althergebrachtes, hier zählt wer Visionen hat und bereit ist,

sie kompromisslos umzusetzen. Die Winzer in der Marama sind keine Verwalter, sie sind Abenteurer und sie brauchen Partner mit demselben Feuer wie Vitoria Moretti, einem Unternehmer mit einer tiefen Leidenschaft für Wein und Architektur, der Ende der 1990er Jahre hier das Weingut Petra gründete. Gemeinsam mit seiner Tochter Francesca Moretti entstand die Vision, einem Weingut zu schaffen, das Tradition und Innovation vereint. Das Anwesen um fast beeindruckende

300 Hektar, von denen 100 Hektar sorgfältig mit Reben bestockt sind. Die Weinberge erstrecken sich von 30 bis 400 Meter über den Meeresspiegel und profitieren von einer außergewöhnlichen Nähe zum tyränisch Meer. Hier entstehen Weine, die Kraft, Frische und Tiefe in sich vereinen. Jährlich werden im Zeichen kompromissloser Qualität ca. 450.000 Flaschen vinifiziert. Die Weine reifen in etwa 400 französischen Bariks, die Feindusierten neu und gebraucht eingesetzt werden, um Eleganz und

Struktur zu verfeinern. Das architektonische Herzstück des Weingut stammt aus der Feder des renommierten Schweizer Architekten Mario Botta. Sein Bau, ein mächtiger, zylinderförmiger Komplex aus rosa Veronesa Stein mit seinen 141 Stufen verschmilzt mit dem Hügel und nutzt konsequent die Schwerkraft. Die Winifigation erfolgt ausschließlich gravitativ. Der Keller reicht

spektakulärer 150 Meter tief in die Erde. Innovationen prägen das Handeln. Petra setzt auf präzise Boden- und Klimaranalyse, entwickelt nachhaltige Anbaukonzepte und passt sich durch das Pflanzen in Höhenlagen dem Klimawandel an. In diesem Weingut denkt man weiter. Und so hat man neben dem Kultynologen Pascal Chattonet mit Marco Simonet ein Experten für den Rebchand engagiert. Petra liegt in der Nähe des mittelalterlichen Dorfes Zubereto, einer Region mit einer reichen

Weimbau-Tradition, die bis in die Zeit der Etruske zurück reicht. Jeder Tropfen aus dieser Erde ist ein Manifest gegen den Einheitspreis der internationalen Weinwelt. Bolgerie mag etabliert sein, aber die Marema ist hungriger, schneller, schärfer, näher am Puls der Zeit. Wer heute in der Marama wirkt, gestaltet die Landkarte des italienischen Weimbaus von morgen. Hier investiert man nicht in Flaschen, sondern in Bewegung, ungebremst roh und unaufhaltsam. Und sicher

denkt jeder von euch bei der Marama an Rotwein. Aber das Weingut Petravermarkt ist ein unfassbar authentisch und symbolischen Weißwein, aus diesem Ausnahmegabit zu präsentieren. Der 2023er La Balena ist eine Küwe aus Fermanino und Vignet, zwei Rebsorten, die sich perfekt ergänzen. Die Traumstammen aus Weinberg mit sandigen, leicht kalkigen Böden, die dem Wein seine charakteristische Mineralität verleihen. Was den La Balena 2023 besonders macht, ist das harmonische Zusammenspiel

seiner Komponenten. Die Nähe zum Meer verleiht dem Fermanino eine unverwechselbare, frische und salzige Mineralität, während der Vignet fülle Struktur und subtile Würze beisteuert. Es ist ein Ausdruck der Landschaft, der Geschichte und der Vision von Petra. Ein Wein, der die Küste nicht nur schmecken, sondern auch spüren lässt. Die Winification findet in Edelstahl Tankstatt, gefolgt von einer Reifung auf der Feinehefe für etwa 18 Monate, sechs davon in gebrauchten Mariks.

Anschließend reift der Wein weitere sechs Monate in der Flasche, bevor er auf den Markt kommt. Der 2023er Balena aus dem Hause Petra ist in Zurich pur. Leuchtende Strohgel mit goldenen Reflexen, Aromen von Limetta, Akati und Mediterranean Kräutern, am Gaum vollmundig und frisch und salzig zugleich mit einer unglaublich langen aromatischen Präsenz. Der Name La Balena, der Wahl wurde gewählt, um die Bedeutung des Meeres für die Wahl.

Weinberge der toskanischen Küste zu symbolisieren. Der Wahl steht für Kraft, für Weite, für Anmut, Eigenschaften, die dieser besondere Wein in sich vereint. Der Laperlin als 2023 ist mehr als nur ein Wein. Er ist eine Umarsch an die toskanische Küste, ihre Landschaft, ihre Geschichte und die Menschen, die sie prägen. Mit dieser einzigartigen Cuevée von Vermintino und Vignet, seiner sorgfältigen Vignifikation und seinem unverwechselbaren

Charakter begeistert er. Sommys, Winzer und Weinjournalisten gleichermaßen. Vielen Dank für dieses Weinerlebnis. Dem Weingut Pietra und den deutschen Importeur Conziu Vini. Das ist für den Sommys auch sehr bereichernd. Also sich mit ihnen auch in die Diskussion zu begeben und dann ihre Erfahrung zu hören, davon zu profitieren und das zuhören, was ja eigentlich eine Grunddisziplin des Sommys sein sollte, da dann aktiv zu leben und eben auf eine

Erfahrungsaustausch zu gehen. Richtig, aber was nie passieren darf, Wein, falsche Temperatur. Dafür gibt es heutzutage keine Akzeptanz. Man kommt teilweise in moderne, modernste, teuerste eingerichtete Restaurants und dann wird der Wein warm serviert. Das darf nicht passieren. Das ist meiner Meinung nach eine der Hauptaufgaben des Sommys, sicherzustellen, dass Wein zur richtigen

Zeit, zur richtigen Temperatur an den Tisch kommt. Was ist die richtige Temperatur? Ist es die Temperatur, die der Winzer oder der Sommys als richtig erachtet, um den Wein optimal zu präsentieren? Oder ist es die Temperatur, die vielleicht der ein oder andere Gast gerne sehen möchte, der aber, ich sage mal aus Freak Seite, völlig deplaziert ist, welches dem Wein entweder kastriert oder

ihn zu über exponiert darstellt? Also ich glaube, jeder, der diesen Beruf einschlägt, sommelier geht zur Schule oder lässt sich beeinflussen und das ist mit meiner Meinung auch in jeder sommelier Ausbildung eines der Grundthemen, ist Temperatur. Also da brauchen wir jetzt gar nicht in die Tiefe schürfen. Fakt ist, Rotwein genauso wie Weißwein sollte gekühlt sein, natürlich unterschiedlich gekühlt, aber Rotwein, Zimmertemperatur,

dieses Thema darf es nicht mehr geben. Es gibt keine Zimmertemperatur. Rotwein sollte leicht gekühlt sein und Weißwein darf nicht gefroren sein. Das ist klar. Auch wenn der Gast es möchte oder wenn er das ganz gerne sieht und sich damit am wohlsten fühlt, dass die Gläser beschlagen sind, dieses übliche, was ja eigentlich nichts mit dem richtig. Das ist der individuelle Anspruch,

das hat mit dem Können des sommeliers nichts zu tun. Wenn der Gast sich zum Champagner Eiswürfel bestellt, dann bitte die Eiswürfel dem Gast zu offerieren, aber auch die Empfehlung auszusprechen. Probieren Sie es doch einmal, bitte ohne Eiswürfel. Was ist sonst für ein Weinservice wichtig? Also was sehen Sie gerne im Restaurant? Bestimmt es Handling des Weines, bestimmt es Celebrieren, was wird oft vergessen? Dekantieren. Jeder Wein gehört meiner Meinung

auch belüftet oder dekantiert. Es gehört zum Service. Viele vergessen, warum Konsumenten so wie ich gerne ins Restaurant gehen. Wir gehen ins Restaurant, weil es ein einstiegendes Entertainment ist. Für mich ist Gastronomie Entertainment. Ich kann kochen, Sie können kochen, ich kann backen. Ich habe den tiefen Weinkeller, warum gehe ich dann ins Gasthaus oder ins Restaurant, weil ich ein Erlebnis haben möchte. Und das fängt beim sommelier an. Je mehr man Zeit am Gast

verbringt, umso wohler fühlt man sich. Je mehr man erlebt, nicht nur dem Gast den Rücken zuneigt, den Korken zieht, einschenkt und gut bei, sondern bleiben Sie bei mir, bleiben Sie beim Gast, belüften Sie den Wein, kühlen Sie den Wein, schenken Sie immer wieder gerne ein, suchen Sie das Gespräch. Genau das will ich als Gast haben. Darüber hinaus vom Handwerklichen, Sie vignieren

die Gläser oder auch vignieren die Gläser ja. Sehr gerne was sehr oft vergessen wird, was teilweise frappierend ist, wenn Sie ein neues Glas haben, setzen das ein oder ein gespürtes Glas und das ist noch nicht mal das Glas, das riecht, sondern wenn der erste Tropfen Wein ins Glas kommt und letztlich die chemischen Elemente herausgelöst werden, dann duftet oder stinkt das Glas, das ist ja eigentlich schönere Formulierung, dann erst richtig und dann ist es meistens zu

spät, weil dann der Wein ausgeschenkt wurde. Also das wäre glaube ich so ein absolut richtigen Handwerk, was Sie ganz gerne sehen und machen und viel zu selten gemacht wird. Gibt es da weitere?

Zuerst einmal möchte ich Ihnen einen Komplement aussprechen. Sie sind genau auf meiner Wellenlänge, das ist das Faszinierende an diesem Element, obwohl ein Glas sauber ist und ohne Wein nach nichts, das heißt neutral riecht und sobald ein Tropfen Wein ins Glas eingeschänkt wird, kann es zu einem gewissen Geruch intensiven Gestank kommen und das ist genau diese Chemie, von der Sie sprechen und dadurch bin ich ganz Ihrer Meinung jedes Glas gehört vorher,

avioniert gehört vorbereitet, aber auch da Achtung, ich habe das auch schon erlebt, wo sich dann der Sommelier einfach zu viel einschenkt, beziehungsweise avioniert jedes Glas direkt von der Flasche oder gar den Dekanter und dann fehlt ein Viertel der Flasche, ist mir

alles schon passiert. Also man muss hier durch die Schule gehen und das wirklich als werden der Sommelier studieren und sich auch beraten lassen, wie dreht man hier an den Gast heran, wie viel sollte ich einschenken, wonach sollte ich bei einem Probeschluck suchen,

das sind alles Themen, mit denen man sich tatsächlich auseinandersetzen muss. Da sie weltweit unterwegs sind, gibt es für sie eine Hochkultur der Sommys, also es ist vielleicht Asien, wo die richtig getrimmt werden, es ist Amerika, wo das Grundbewusstsein anderes ist, Europa, weil hier ganz viel Tradition und Historie ist oder gibt es natürlich Unterschiede, aber mittlerweile produziert ja jedes Land Wein, mittlerweile gibt es hier diese internationale

Distribution. Ich glaube der Unterschied liegt eher in der Gestaltung der Gastronomie. Bei einer Einsterne, zwei Sterne, drei Sterne Gastronomie habe ich ein gewisses, eine gewisse Erwartung.

Was mich aber fasziniert ist, wenn ich ins normale Gasthaus komme. Gutes Beispiel, Stangelwirt, ist jetzt vielleicht keine Kategorie normal, aber es gibt ja auch bei uns in Tirol wunderschöne Gasthöfe oder beziehungsweise in Österreich und das fasziniert mich dann, wenn der Sommelier mir was beibringen kann, weil man erwartet sich das nicht, man erwartet sich in einem Gasthaus, der Korken wird gezogen, hier bitte sehr, aber teilweise sind, besonders in

Österreich, bin ich stolz auf die Sommeliers, ich kann jetzt nicht viel über Deutschland sagen oder die Schweiz, ich bin Österreichern verbringen natürlich hier die meiste Zeit, da sind die jungen Sommeliers top ausgebildet, können zu jedem Wein was sagen, wissen wie man die

Gläser präpariert, empfehlen auch das Deckkantieren faszinierend. Also ich möchte sagen, in meinem Heimatland Österreich sind wir gut ausgebildet, man muss nicht nur in die Sterndelgastronomie gehen, in USA, der Durchschnitt auch sehr gehoben, habe ja dort viel Zeit verbracht, deswegen kann ich dafür und dazu was sagen, aber sie haben recht natürlich, besonders im asiatischen Raum, ist man stolz Sommelier zu sein, diese Ausbildung genossen zu haben, es wird auch viel Zeit und

Geld investiert, das ist ein anderes Niveau. Gibt es Region und Gegen, die völlig unterschätzt sind, ist es vielleicht Osteuropa, sind es bestimmte Spaten in Asien oder raten sie auf diese Gegend oder auf diese Region vielleicht ein wenig mehr Fokus zu richten, die man vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat, wenn man sich ja meistens auf die Staaten oder auf Asien konzentriert

oder in Europa verweilt? Ich bin keiner der gerne auf Kreuzfahrtschiffen Zeit verbringt, aber wir haben viele Sommeliers für diese Kreuzfahrt ausgebildet und ich glaube, dass das Durchschnitts wissen, eine Sommeliers auf einem Kreuzfahrtschiff sehr sehr hoch ist und das unterschätzt man vielleicht, weil man vielleicht keine Zeit dort verbracht hat oder weil man der Meinung ist, all inclusive, da kann nicht viel passieren, nein, die sind höchst ausgebildet, vielleicht,

dass man auch in diese Richtung mal sprechen darf. Super interessant, also haben glaube ich die wenigsten auf dem Schirm und wenn ich das jetzt Revue passieren lasse, Kollegen, die auf Kreuzfahrtschiffen tätig waren oder teilweise sind, haben die in der Tat eine relativ hohe Qualifikation, da sehe

ich ja nur den deutschsprachigen Raum, dass darüber hier los. Super interessant, gibt es für verschiedene Restaurationen, da Sie gerade das Gasthaus erwähnten, gewisse Serien, wo Sie sagen, die sind dort richtig platziert oder ist es rein vom Sommelier abhängig, mit welcher Serie er am liebsten arbeitet? Das ist eine sehr gute Frage, also natürlich würde ich für einen Gasthausbetrieb

eher ein stabiles Glas empfehlen. Jetzt kommt die Überraschung, besonders in Österreich haben wir Erfolg mit dünnwandigen Gläsern Serien, wie der Riddle Performance, Riddle Veloce, großen Erfolg. Kann natürlich traditionenbehaftet sein, es ist der Heimatmarkt, die lokalen Sommeliers sind stolz auf die Produkte aus Österreich, da zählt Riddle dazu, ich kann sie Ihnen nicht wirklich erklären.

Was mich dann immer überrascht ist, wie zum Beispiel in Ländern, wo USA da kommen diese dünnwandigen Gläsern sehr selten zum Einsatz, da ist man eher noch in der Behandlung des Thema Glases sehr rupig, wird vielleicht auch noch kein Glascorp eingesetzt, also wir haben da eher Nachholbedarf als wie in den Dachregionen, wo einfach auch aus Tradition heraus Glasproduktion in Europa kommt, hauptsächlich gehobene Glasproduktion aus Deutschland und natürlich werden hier

von Grund aus die Sommeliers dementsprechend bereits geschult. Und man sollte aber Linientreu sein, insofern dass man sich für eine Glaslinie entscheidet oder kann man da je nach eigenem Gust und nach eigenem Vorstellung zwischen den einzelnen Glas Serien springen und sagen, das riecht den Glas aus der Serie gefällt mir am besten, das spätbekundler Glas aus der Serie finde ich am attraktivsten, es passt zu meiner Tischkultur. Stört sich das, wenn sie das im

Restaurant? Find ich sehr spannend. Nein, finde ich sehr spannend, finde ich das ja, also wenn das Sommelier, und das ist ja sehr selten, entre nous ist es ja sehr selten, dass das Sommelier in einem Restaurant Mitspracherecht hat. Ich glaube da verstehen wir uns, es ist meistens der Eigentümer oder die Gattin des Eigentümers, die vielleicht die Gläser selektiert, was schlecht ist. Es sollte das Sommelier selbstständig entscheiden dürfen, welches Werkzeug er oder sie einsetzen möchte und

darf. Und wenn man sich da unterschiedliche Glas Serien von Riedl aneignet, aufgrund der Affinität, der Funktionalität, finde ich das spannend und sensationell, spricht auch für das individuelle Lokal, für das Restaurant. Im Sommer vielleicht etwas anders als im Winter. Im Sommer haben wir die Dachterrasse, haben wir die Terrasse, werden Gläser gerne eingesetzt, eher nicht nur für Wein,

sondern auch Cocktail im Glas serviert. Da gibt es den Eiswurftest, braucht man natürlich ein eher stabileres Glas, als wie vielleicht beim Abendessen im Restaurant, wo man vielleicht Prinzipien feinfühliger mit den Gläser umgeht. Find ich spannend, würde ich unterstützen. Was ist Wein für Sie, wenn man das in einem Wort pressen könnte, dürfte müsste? Erlebnis, Zusammenhalt, Familienaustausch. Gibt es noch ein Leben ohne Wein oder ist das für Sie undenkbar? Interessiert mich nicht. Gibt für

mich keinen, wie sagt man dazu, Drei, Month, January, Februar oder März. Schauen Sie, ich betreibe jeden Tag Sport, die Zeit nehme ich mir. Ich bin dadurch ein gesunder Mensch, ich ernähre mich nur gesund und dazu gehört das Glas Wein. Denke auch, dass es eine gewisse Kultur, die man gerne lieben sollte, wie so eine kleine Oase ist, wie eine Genuss-Oase oder wie so ein kleiner Hafen, den man dann doch einkehren kann. Stimmen Sie zu? Ich bin auch jemand, der keine Flasche

Wein alleine trinkt. Ich trinke nie alleine, immer in Familie. Da gibt es Momente, da öffne ich zwei, drei Flaschen zum Abendessen und das Schöne am Wein ist und das vergisst man. Korken hinein, Rest in den Kühlschrank, ohne Probleme, drei bis fünf Tage hält der Wein sich frisch.

Der Schöne ist besonders bei jungen Weinen, jungen Jahrgängen, Supertosken zum Beispiel. Kann ja passieren, dass der Wein am zweiten Tag oder gar am dritten Tag noch viel besser schmeckt, als am ersten Tag, weil er diese zusätzliche Zeit gebraucht hat, um sich zu belüften, um sich zu entwickeln. Also, das ist der Schöne am Wein, es ist nicht wie eine Flasche Bier oder gar ein Champagner, der vielleicht verraucht, sondern Wein ohne Probleme zu stöpseln, zurück

in den Kühlschrank und ihn über Tage zu genießen. Finde ich auch, was man ganz oft vergisst, dass ein Wein eben nicht nur eine Lebensphase, eine Entwicklungsphase von einer Stunde oder von zwei, drei Stunden hat, sondern manchmal Tage, also teilweise, gerade wenn es in gewisse Weinrichtungen geht, Wochen, wo man die Weine erleben kann und manchmal auch das Ableben

gewissen Reiz hat. Absolut. Also, man sich erbaut ab. Es muss ja nicht immer nur dieser Piek sein, sondern dem Wein kann man von einer ganz anderen Seite manchmal auch kennenlernen, die manchmal auch vielleicht ein bisschen skurril ist und man dort trotzdem eine gewisse Genussfreude daraus rekrutieren kann. Da darf ich da zwei Beispiele geben, zwei Beispiele, zwei Kultweine, einer aus der Doskana und der Kultwein aus Australien, Penfolds Grange, Australien,

Doskana Massetto, zwei sehr teure Weine. Habe ich mehrmals erleben dürfen, wenn du dir Massetto, junger Jahrgang öffnest, schmeckt mir der Wein nicht. Nach einem Tag wird er besser, am zweiten Tag ist er einer der besten Weine, die man sich vorstellen kann. Wie wird man mit Worten einer Ikone gleich? Wie könnte man würdig einen Rostodimontalcino aus dem Hause Biondi Santi anmoderieren? Wie kann man von einem der außergewöhnlichsten Weine der

gesamten Weinwelt berichten? Wird man dem schon gerecht, wenn man sich vor Augen hält, dass Biondi Santi in der Welt des italienischen Weins eine herausragende Stellung einnimmt? Also, nicht nur als pioniertes Brunello di Montalcino, sondern auch als Erschaffer eines Rostodimontalcino, der sich bewusst von gängigen Konventionen abhebt. Der 2021er Rostodimontalcino wäre ein leuchtendes Beispiel für die Philosophie des Hauses, die Strenge des Terroirs von Ehe Greppo

und an einer Handwerkskunst, die in Generationen gewachsen ist. Während der Rostodimontalcino vieler Orts als pragmatisches Nebenprodukt des Brunello verstanden wird, verfolgt Biondi Santi einen ganz anderen Ansatz. Hier ist der Rostock keine Zwischenlösung, sondern die bewusste Freigabe eines großen Jahrgangs in seiner frühesten Ausdrucksform. Die Trauben stammen ausschließlich

von den jüngeren Reben im Alter zwischen 5 und 10 Jahren auf dem Weingut Egreppo. Die Herstellung von Kompromisslos traditionellem Methoden, spontanen Vergierungen, lange Meisterstandzeiten, Ausbau über 12 Monate in großen, neutralen Fässern aus lavonischer Eiche. Kosmetische Eingriffe bleiben ausgeschlossen. Ziel ist es, den Charakter des Jahrgangs unverfälscht wieder zu spiegeln. Viele reden darüber, hier wird es gelebt. Jede Schage wird einzeln minifiziert, eine Praxis,

die Authentizität garantiert. Ich gebe zu, das sind die Fakten, das Technische, so überschaubar, wie es kaum übersichtlicher sein könnte. Und ich gebe auch zu, dass dies ein Wein ist, den man kaum beschreiben kann, den man erleben muss. Sensorisch präsentiert sich der Wein einen brillanten Rot vom bemerkenswerter Transparenz. Die Nase, das macht das besondere Zeit kühle, saftige Aromen von Sauerküche, Haargeburt und Himbeere, ergänzt durch subtile Noten von Feichen,

getrockneten Kräutern, süßem Tabak, Orangenschal und Feuchtenstein. Kann man Feuchtenstein riechen? Ja. Also zumindest in dem Wein. Am Gaumen besticht er durch eine Strafe, dennoch seidige Textur, getragen von feinkönigem Tannin und einer lebendigen Säurestruktur. Das Finale ist nicht nur animierendes, präzise, klar und von beeindruckender Länge, eine architektonische Meisterleistung der Zurückhaltung.

Ein Wein, nachdem man süchtig wird. Aber eigentlich kann man, egal wie euphorisch man diesen Wein deklinieren würde, das Gefühl der Geschmacksfaszination nur skizzieren. Uns skizzieren kann man auch nur die Rabendaten der Geschichte, der Tiefgeschichte dieses Weines. Er stammt aus Montalcino, eine Region etwa 40 Kilometer südlich von Siena, die geprägt ist vom bewaldeten Hügeln und mediterran

kontinentalem Klima. Der Rosso di Montalcino wurde 1983 offiziell als eigenständige DOC anerkannt, während der Brunnellodi Montalcino bereits 1980 den höchsten Status als DOC gäh erhielt. Und dafür zeichen sich ein Weingut verantwortlich. Beyondi Santi. Es hat nicht nur die gesetzlichen Vorgaben festgelegt und diese zuvor nahezu 100 Jahre vorgelebt, sondern bewahrt dabei stets eine Position als Hüter der ursprünglichen Stilistik. In diesem Weingut standen schon immer Finesse,

Frische und Alterungsfähigkeit weit über kurzlebigen Trends. Aber sicher ist das noch keine Erklärung für die heute immer noch bestehende Einzigartigkeit dieser Weine. Wir wissen, dass das Weingut Egreppo südöstlich von Montalcino auf einer Höhe von etwa 4 bis 500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Ein Indikator für die Besonderheit könnte der Vergleich mit tiefer gelegenen Parzellen der Region sein und der daraus resultierenden Erkenntnis, dass die Trauben auf Egreppo wesentlich

langsamer reifen. Dies ermöglicht eine vollständige phenolische Reife bei gleichzeitig erhaltener Frische und Struktur. Die Böden, auf denen sich die 47 Hektar Land befinden, von denen ca. 26 Hektar mit Weinbergen und hier mit bis zu 80 Jahre alten Stöckenbeflanz sind, bestehen hauptsächlich aus Galestroschiefer. Durchsetzt mit Ton und Kalksteinadern. Dieses Bodenprofil reflektiert sonnendlich, speichert Wärme und ermöglicht zugleich eine effiziente

Drainage. Das Mikroklima ist geprägt von mediterranen Einflüssen und kontinentaler Nachtkühle. Die besonders die aromatische Frische und die Säurestabilität der Trauben bewahren. Unmittelbare klimatische Wechsel innerhalb weniger 100 Meter erzeugen ein Mosaikleinster Therohas, die das sensorische

Profil der Weine maßgeblich beeinflussen. Das nenne ich Mikroklima. Und so ist der 2021er Roso die Montagino von Biondi's Hand, die schlichtweg ein Meisterwerk und beweist, dass wahre Größe nicht in der Lautstärke eines Weines liegt, sondern in seiner inneren Disziplin, seiner Präzision und seiner Fähigkeit herkunft und Geschichte zu bewahren. Es ist ein Botschafter einer Philosophie, die auf Zeit und Geduld und vor allem auf Authentizität setzt.

Vielen lieben Dank dafür, diesem einzigartigen Weingut und dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz. Penfolds ist mir passiert, Grange Jungen Jagem 2015, der Wein war untrinkbar. Für mich unverständlich. Hab den Weinen in Kühlschrank gegeben, zufällig den Wein vergessen, eine Woche später, den selben Wein mit Genuss genossen getrunken in der Familie, der Wein hat seine Zeit gebraucht. Also es kann auch passieren, dass man Wein falsch versteht, weil man ihm nicht die Zeit gibt.

Diese Jungen, ich nenne sie gerne, bitte das nicht falsch verstehen, Fruchtbomben brauchen ihre Zeit. Und leider werden meiner Meinung nach diese Weine größtenteils falsch verstanden, weil sie viel zu jung getrunken werden. Und manchmal auch, wenn man sie vielleicht nicht kennt, was eigentlich ein großes Manko ist. Absolut richtig. In der Gastronomie, gerade auch bei

jüngeren Zombies, die können natürlich noch nicht alles getrunken haben. Und wenn sie dann trotzdem diese Sachen entweder auf der Karte haben, weil sie die Karte übernommen haben oder diese Weine einfach auch gerne als Schmuckstücke auf der Karte haben, das erste Mal öffnen, falsch behandeln, ist es einfach schade, wenn der Wein nicht diese Präsenz und diese optimale Servier-Situation in irgendeiner Form dann... Und hier kommt der Appell an die jungen Zombies.

Nehmt euch die Zeit, bereist die Welt. In der Freizeit selbst anderwertig dinnieren und erleben, wenn sich die Chance gibt, immer auf Weinmessen Zeit verbringen, pro Wein berühmt, wie in Expo, wie in Italie und dort versuchen, diese gigantischen Weine erleben zu dürfen. Entweder dort oder sich auch ein wenig zu belesen oder darüber zu informieren und diese Weine einfach zu studieren.

Also auch selbst wenn... Es traut sich ja niemand, diese Weine zu kritisieren. Wissen Sie, ich stehe in keinem Verhältnis zu diesen Winzern, ich habe diese Weine in meinem Keller, ich darf sie kritisieren. Aber mit dem Zusatz gibt es dem Wein eine Chance. Und deshalb schätze ich, Weingüter wie zum Beispiel Champagnerhäuser, die bei Jahrgangsschampagner sich ab bis zu zehn

Jahre Zeit lassen, bevor sie sie auf den Markt bringen. Anderes Beispiel Latour, Chateau Latour, eines der wenigen Weingüter, die vielleicht erst nach fünf bis zehn Jahren ihren sogenannten jungen Wein erst auf den Markt bringen, weil sie eben genau dieses Missverständnis nicht haben wollen. Die wollen, dass der Wein mit einem gewissen Reife erst auf den Markt kommt,

wissen das in der Gastronomie, diese Weine sofort geöffnet werden und getrunken werden. Und deswegen gibt es wenige sehr wohlhabende Weingüter, die eben diese Weine zurückhalten,

verstehen, warum Wein erst mit einer gewissen Reife getrunken werden. Ja, auch das Verständnis darum, was eigentlich Reife ist, wie Weine sich entwickeln und wann ein Wein seinen Höhepunkt hat, dass man sowas erlebt, bewusst einordnen kann und eben auch geschmacklich auflösen kann, um sowas dann letztlich den Gast auch zu transportieren in seiner Empfehlung auszusprechen.

Richtig. Und eine zusätzliche Empfehlung für alle jungen Sommeliers, es gibt für mich eine Region in der Welt, wo man hin muss und Zeit verbringen muss, weil die Traubenvielfalt gibt meiner Meinung nach nur dort und das ist Südtirol. Also gastronomisch ist dort ja auch einiges. Absolut recht. Aber Traubenvielfalt, Begeisterung für Wein, Durchschnittspreise für Wein, Reben, die es weltweit gar nicht mehr gibt, die es nur noch dort gibt, sehr spannende Themen,

um das zu erleben, ist eine Reise wert. Man braucht kein großes Budget. Wir reden hier von der Dachregion, ins Auto und ab nach Südtirol, Faszination pur. Wenn Sie Wein, wer ich gerade Gastronomie im Sinn hatte, probieren, sehen Sie den Wein singulär oder in der Kombination mit Speisen? Eine sehr gute Frage. Mir geht es eher um den Wein und weniger um die Speisen und ich möchte, dass man das jetzt

nicht falsch versteht, aber ich bin aufgewachsen in der Blütezeit der Sternel Gastronomie. Ich habe im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, ich muss es so bezeichnen, leiden dürfen, weil mich meine Eltern mitgenommen haben in diese Tempel des Genusses und Abendessen bis zu fünf Stunden gedauert haben. Das schaffe ich nicht mehr. Ich möchte Wein und Essen innerhalb von zwei Stunden

zelebrieren bis zum Maximum, aber dann muss es ein Ende geben. Und deswegen geht es mir hauptsächlich um den Wein in der Verbindung mit dem Essen, aber leider ist es selten, dass man in die Gastronomie kommt und sagt, okay, ich habe ein Budget für eine Flasche Wein, baut es mir mein Essen, meinen Geschmack um das, um dieses Wein-Erlebnis wird sehr selten getan. Man darf eines nicht vergessen, was kostet denn Geld in der Gastronomie? Ein anderes Thema, wo holt sich die Gastronomie

ihrer Marge, alles verstanden, ich komme aus dieser Branche. Aber das Deueste in der Gastronomie ist der Wein. Und deswegen bin ich der Meinung, sollte in meinem Umfeld, wir haben das kurz vorher angesprochen, wird der Wein vorher ausgesucht und dann vielleicht das Essen zum Wein zelebriert. Das ist nur meine persönliche Einstellung. Andere haben andere Einstellungen, verstehe ich, aber mir steht der Wein im Mittelpunkt. Aber sehr interessanter Ansatz, würden Sie ein anderes Glas nehmen,

wenn Sie den Wein singulär genießen, als wenn Sie ihn mit einer Speise kombinieren würden? Nein. Oder nein. Nein. Wie Sie eben gerade sagten, der weiße Präsenz hat, die Priorität. Und der Wein muss darf nie falsch verstanden werden und dafür braucht diesen Zusatz des richtige Weinglas. Und ich war gerade letzte Woche in Südtirol, Bruneck, hab 160 Sommeliés, 90 Minuten berieseln dürfen mit der Funktionalität meiner Gläser. Ich war letzte Woche in München,

letzte Woche auch in Rom und hab letzte Woche alleine 450 Sommeliés abholen dürfen. Und hab die Leute begeistern dürfen über die Funktionalität meiner Gläser und vielen ist ein Licht aufgegangen. Hoppala. Unglaublich. Wie schmeckt zum Beispiel Chardonnay unterschiedlich aus einem Bogunderglas und aus einem Rieslingglas gegenüber einem Chardonnayglas? Und das ist einfach ein Erlebnis, dass man leider nicht auf der Straße vielleicht erlebt, weil viel zu wenig darüber

gesprochen wird. In den Schulen wird es nicht gelernt, sondern da muss man zu einer Riedel Weinglasverkostung, einer Riedel Weinglas-Experience, um eben aufmerksam gemacht zu werden. Und ich sag dann immer, ab heute wird euer Leben etwas komplizierter, weil bis heute habt ihr ja nur die Gastronomie, das Essen bedacht, den Wein bedacht, das Zusammenspiel bedacht, aber nie über das

Werkzeug gesprochen. Und da ist der große Unterschied. Und selbst wenn man es gelehrt bekommt, wenn man es ganz oft, teilweise theoretisch, teilweise praktisch erfahren hat, wenn man es dann immer nochmal probiert. Also ich werde nicht müde, mich davon faszinieren zu lassen, wie Weine teilweise transformiert werden können, wie sie sich unterschiedlich präsentieren und wie faszinierend

das Wein erlebend durch die Gläser wird. Und das macht man eigentlich viel zu selten, also sich eben auch verschiedene Gläser dazu nehmen und den Wein von verschiedenen Seiten auszuleuchten, wie so eine Skulptur, die mit verschiedenen Scheinenwerfern ausleuchtet und eine unterschiedliche Wahrnehmung mit einmal habe. Perfektes Beispiel. Und ein anderes Thema, das ich ganz gerne kurz

ansprechen möchte, ist das Marketing. Marketing im Bereich Wein gibt es sehr selten bis keines, aufgrund der örtlichen Gesetze, das Bewerben von Alkohol ist verboten, aber auch das Marketing des Restaurants, meiner Meinung nach wird diesbezüglich viel zu wenig getan. Und wenn man schon eine

schöne Flasche Wein öffnet, sollte das dokumentiert werden. Heutzutage ist ja jeder zum Journalisten gereift, jeder hat ein Instagram-Account und dadurch bin ich auch bekannt geworden, weil ich eben diesen Weinmoment gerne zelebriere, weil ich den Sommelier-Frage darf ich sie dabei filmen, wenn sie meinen Wein dekantieren und dann wird natürlich der Sommelier positioniert, es wird der Wein positioniert, es wird das Ambiente, das Restaurant positioniert, also auch das, meiner Meinung

auch sollte in der Gastronomie viel mehr gefördert werden. Hier die Leute abzuholen und zu sagen, schauen Sie, ich werde Ihnen den Wein präsentieren, gerne können Sie das ganze filmen, gerne können Sie das ganze ins Internet stellen, das sind alles Themen, die viel zu wenig gemacht werden. Also es gibt zum Beispiel ein gutes Beispiel, den Hubertushof, der war mir neu letzte Woche in Südtirol, der

Hubertushof ist ein Hotel, es hat 600.000 Followers. Wie ist denn das möglich? Ja, weil Sie dem Gast genau vorgeben, hier gibt es Bereiche im Menü des Hotels, wo Sie gerne filmen können, da wird das extra zelebriert und das ist großartiges Marketing, da wird viel zu wenig drauf geachtet.

Und abgesehen von der Zeit ist es ein kostenloses Marketing? Absolut, dann gibt es diesen Sommelier "Banderas" heißt er, ich weiß nicht wie viele Millionen Followers er hat, der heißt "Banderas", weil er dem Schauspieler ähnlich schaut, der ist auf TikTok und auf Instagram, der hat Millionen von Followers und alles was er macht ist ein Kellner beziehungsweise ein Sommelier zu sein, aber wie er es macht, wie er sich positioniert, ist einfach cool und deswegen fasziniert es die Leute und

das sollte man eben sich vielleicht ein bisschen was abschauen. Es ist cool, Sommelier zu sein, es ist

ein Beruf der meiner Meinung nach faszinierend ist. Die sehr bereichheit ist, wo man ja viele schöne Momente nicht nur erzeugen kann, sondern auch schaffen kann und wenn man das dann in irgendeiner Form festhält, finde ich das sehr wichtig, da Sie Insta erwähnten und nicht wenige fotografieren natürlich Flaschen, aber ich finde es, weil das ja gerade heute unser Thema ist, gar nicht so uninteressant zu den Flaschen, die entsprechenden Gläser vielleicht auch mit entweder zu fotografieren,

so dokumentieren und auch seine Gedanken damit zum Ausdruck zu bringen. Also nicht nur immer die Flaschen, die vollen die Lernflaschen, sondern vielleicht auch eine ganz persönliche Glasempfehlung dazu und eben auch warum, dass man sich da Gedanken macht und da mit regt man ja auch zum Nachdenken, zum eben auch Nachschmecken an, einfach auch zu dokumentieren, warum sich dieser Wein aus genau diesem Glas so präsentiert und oftmals hat man ja die Situation, dass man nicht zu schreiben

hat, außer vielleicht irgendwie die Geschichte zu dem Wein, die schon jeder kennt oder irgendwie den habe ich getrunken oder trinkt mit Freunden, aber einfach dieser Satz aus dem und dem Glas hat sich dieser Wein so und so, damit verbindet man auch. Man macht neugierig, man zeigt seine eigene Kompetenz und man hilft sowohl der eigenen Zumpf, dass man seine Kompetenz darstellt als eben auch ein kleines wenig dem Verständnis um Weingläser. Gibt es Moment, wann Wein überhaupt nicht passt?

Nicht in meinem Leben, aber gibt es jemanden, da sie ja eine immense Erfahrung haben, ihr ganzes Leben mehr oder weniger durch Wein und Weingläser geprägt sind, der sie geprägt hat, der sie vom Wein überzeugt hat, gab es diesen Schlüsselmoment oder ist es dieses Reinwachsen gewesen? Natürlich gab es diesen Schlüsselmoment. Also wie gesagt, ich komme aus dieser Generation, wo es Sommelieres auf der Welt gegeben hat, die hat man gekannt. Auch 1, 2, 3, 4, Winzer,

die hat man einfach gekannt. Es gab aber auch einen Herrn Robert Parker, den ich persönlich gut kennengelernt habe, geschätzt habe, der mich sicher geprägt hat, einen James Suckling, den jeder kennt, der mich geprägt hat, Robert Mondavi, Angelo Geyer. Also ich komme hier aus einer ganz anderen Situation, weil diese Leute sind bei uns ein und ausgegangen. Der Mensch, der mich

im Bezug auf Wein am meisten geprägt hat und heute noch prägt, ist mein Vater. Es gibt niemanden auf meinem Radar, der mehr Weinerfahrung hat als mein Vater, der auch blind einzigartig verkosten kann und nicht nur die Region bestimmen kann, die Traube, aber auch den Jahrgang und den Winzer. Da gibt es wenige Menschen auf der Welt, die das können. Aufgrund ihrer Erfahrung, mein Vater zählt dazu und dieser Mensch, dieser Gaumen hat mich geprägt. Großartig.

Aber es gibt auch Winzer, die mich geprägt haben. Es gibt Weingüter, die mich eingeladen haben auf Raritätenproben, wo ich also Weine aus dem 19. Jahrhundert probieren durfte, wo dann plötzlich Bordeaux von Latour schmeckt wie teuerster Bogund, obwohl die Trauben nichts gemein haben, aber Wein verändert sich dann in diese Richtung. Und wenn man mir auf Instagram folgt, dann sieht man, dass ich gerne ältere Weine öffne, wo viele einfach das Verständnis nicht haben und sagen,

das muss doch essig sein oder die Farbe ist verloren gegangen. Und da muss man den Leuten einfach mitteilen. Nein, das muss man einmal erlebt haben. Diese Faszination Wein ist einzigartig. Und bei älteren Jahrgängen geht es dann nicht mehr um den Jahrgang. Das ist aber ein schlechter Jahrgang, 1962. Interessiert dann keinen Menschen mehr? Da geht es darum, wie wurde die Flasche gelagert? Wann wurde sie aus dem Fundus des Weingutes genommen? Weil dann verändert sich das

Ganze noch einmal. Ich habe Wein aus USA, aus Hongkong zurückgekauft. Wie vergleicht sich, wie verhält sich der Wein gegenüber einem Wein, der den Kontinent Europa nie verlassen hat? Das sind alles Themen noch und näher, wo man einfach über Wein Philosophie sprechen kann, die fasziniert. Aber das ist natürlich ein Niveau, wo man sehr selten hinkommt und deshalb bringe ich auch ganz gerne Weine aus meinem Keller in die Gastronomie. Dieses BYO, da sollten viele Gastronomen mehr

Offenheit zeigen, weil ich jeden sommelier gerne partizipieren lasse. Gibt viele sommeliers, die ich gerne besuche, die mir die Erlaubnisse teilen. Ja, Herr Redl, sie dürfen gerne eine Flasche mitbringen, weil sie vielleicht auch wissen, die trinke ich nicht alleine. Ich schenke dem sommelier gerne von meiner Flasche nicht einmal, sondern zweimal, dreimal gerne ein oder nach, damit der sommelier seinen Gaumen über mich vielleicht weiterbilden kann. Und das sollte

auch meiner Meinung nach geschätzt werden und zelebriert werden. Ich finde, dass es auch eine Kultur, die komplett vernachlässigt wird und wo ich manchmal auch nicht verstehe, warum die nicht gefördert wird. Letztlich hat man ja durch das Serviceendgeld, was man nehmen kann, einen gewissen auch kommerziellen Grundlage dabei. Auf der anderen Seite, wenn es eben eine schöne Flasche ist, bereichert sie das Ganze und bereichert auch die Situation. Nicht selten verbindet man mit einer

Flasche auch verschiedene Entweder Erlebnisse oder Geschichten oder wie auch immer. Also daher finde ich dieses BYO manchmal ein wenig vernachlässigt und es kann den Abend ein Restaurant, manchmal auch eine Weinkultur in einem Restaurant durchaus bereichern. Absolut. Und da stellt sich natürlich die Frage, wo setzt man das Stöpselgeld an, wie wir in Österreich sagen, das Quarkgeld an? Gibt auch Restaurants, da ist es umsonst. Da gibt es Restaurants, die verlangen 25 Euro, dann gibt es

Restaurants, da geht das vielleicht hinauf bis 50 Euro. Alles verständlich. Was ich nicht verstehe, ist mir auch schon passiert. Gutes Beispiel, Südfrankreich, da wird da mit dem Internet studiert und gesagt, Moment, sie haben eine Flasche Wein mit, die kostet im Internet 150 Euro bis zu 1000 Euro und das ist das Geld, das wir Ihnen abnehmen. Wow. Muss ich sagen, Sie sehen mich nie wieder.

Ist mir auch schon passiert. Also ganz interessant, das sind also kleine Themen, womit man sich natürlich auch auseinandersetzen muss als Gastronom oder aus Somelier ist, wo platziere ich das, erlaube ich das prinzipiell oder ist das ein Verstoß gegen meine Regeln, weil mir die Marge verloren geht. Ich zum Beispiel bringe gerne eine Flasche Rotwein mit, Weiswein nehme ich von der Karte und wie gesagt zelebriere dann den Wein gemeinsam mit dem Somelier, indem ich einfach den Wein gerne

verkoste und teile und lasse den Somelier partizipieren. Und selbst wenn man versucht, sich da irgendwie zu orientieren und sich über die Flasche, die mitgebracht wurde, zu informieren, es heißt ja nicht, dass der Gast in dem Augenblick diese, ich sag mal teure, vielleicht auch mit einer höheren Marge versehenden Flasche genießt, sondern er kette ja genauso gut, der Platz wird ja von egal wem besetzt, eine günstigere Flasche, wo meine Marge wesentlich geringer ist, nehmen können.

Also sich da immer an dem, was ist Bier entgangen, weil diese Flasche dort getrunken wird zu orientieren, finde ich gänzlich falsch, weil es hätte auch ein einfacher, keine Ahnung, Graubuck unter sein können oder ein einfacher Ferdlina, der getrunken wurde und dann habe ich da vielleicht eine Marge von 10 Euro statt der 25, die ich da durch bekomme und letztlich finde ich immer darf man nicht vergessen, die Flasche, die meistens besonders ist, schmückt den Abend, schmückt das Restaurant.

Leute sehen das oder man genießt es, der Somelier genießt es und der Gast fühlt sich wohl und letztlich ist ja das, was man einer Gastel lieben und zelebrieren möchte, dass man einen schönen Moment für den Gast schafft und wenn der Gast selber seinen Teil dazu beiträgt, super. Stimme ich Ihnen zu und natürlich als Gast sollte man sich auch vorab informieren. Also gutes Beispiel, Champagner oder Super Tosken, muss ich eine Flasche Tino Nello mitnehmen ins Restaurant, wahrscheinlich nicht,

die steht wahrscheinlich auf der Karte. Ist es ein Tino Nello aus dem Jahr 1985, dann steht es sicher nicht auf der Karte und es könnte ein Erlebnis werden für den Gastronomen, für den Somelier und natürlich auch für den Gast. Also man muss dann natürlich auch feinfüllig als Konsument, als Gast sein und nicht irgendwas mitzunehmen, sondern was eine besondere Flasche

mitzunehmen. Finde ich erst ein ganz großer Punkt genau. Es gibt keine Regeln, es gibt keine Normen und ja, ich bin der Meinung, als Konsument, der das gerne zelebriert, sollte man darauf hinweisen und man sollte das zum Thema machen, man sollte sich dementsprechend nicht überfordert fühlen, sondern eine Antwort geben können. Es wird viel zu selten berücksichtigt, gerade dieses Thema

Korngeld oder Stopfengeld und es geht oft um Eidelkeiten, was völlig deplatziert ist. Also wenn Gastronomen dies betreffend Eidelkeiten antaglich, man soll die Bereicherung dabei sein und dann eben, deswegen hatte ich das nochmal betont, das Gast wohl. Letztlich ist man als Gastronomen, man ist ja Gastgeber für die Gäste und das vergessen viele und leider in Deutschland noch mehr als in Österreich und das finde ich eben sehr bedauerlich und daher finde ich solche Themen immer

großartig, wenn die angesprochen werden. Ja und was sagen Sie dazu, dass mir also in Monte Carlo in einem Beach Club gesagt wurde, ja dieser Champagner hat einen Preis von damals tatsächlich 1000 Euro, das hätte ich jetzt zu begleichen, wie gesagt Freunde, ist ja unvorstellbar, muss man sich mal

vorstellen, die Frechheit. Also man verkraut den Gast, man stört die Situation und keiner hat was gewonnen und auch selbst diese 1000 Euro hätten sie die irgendwie beglichen, hätten nicht wirklich das gebracht, was man, also es geht keiner raus und sagt "juho und ich habe 1000 Euro bezahlt", also es ist völlig deplatiert, das ist am Gast vorbeigearbeitet und somit auch nachhaltig und sie erzählen immer noch darüber, also was man damit angerichtet hat in dieser Situation ist

eigentlich katastrophal. Anderes Thema, bring ich meine Gläser mit in die Gastronomie? Jawoll, wenn ich weiß, dass es ein Restaurant ist, das vielleicht keinen Wert drauf legt, bring ich

auch meine Gläser mit. Also jetzt nicht im Karton, sondern habe also eine Tasche entwickelt, die man auch bei uns online über Riedelpunkt.com erwerben kann, da passen vier Gläser hinein und die nehme ich dann ganz gerne mit und ist mir nie verweigert worden bis auf einmal im Alsers, wo ich also meine Gläser verwenden wollte und der Gastronom gesagt hat "moment mal, das geht nicht, das passt mir nicht, das dürfen sie nicht" und dann habe ich halt Wasser getrunken, weil ich

einfach nicht teuren Wein investieren möchte und dann aus Gläser, wo ich weiß, die funktionieren nicht genießen muss oder drunter leiden muss, dann trinke ich lieber keinen Wein. Interessanter Ansatz. Jetzt war ihr Lebensweg ja mehr oder weniger vorgeprägt, hätten sie einen anderen Berufswunsch als, klar, Produzent? Also für mich war immer mein Wunsch in die Fußstapfen meines Vaters treten zu dürfen und ich bin dazu auch dann eingeladen worden und der Grund dafür ist,

meine Eltern haben es mir schmackhaft gemacht. Wir sind in der 11. Generation, da gibt es immer dieses Thema Vaters Sohnkonflikt, wie kommt man mit der Generation zuvor aus, hängt alles vom Respekt ab und für mich war es immer der schönste meinen Vater bzw. auch meine Mutter begleiten zu dürfen in das Unternehmen, in die Produktion. Meine Schwester und ich wurden auch immer eingeladen bei Gästeessen partizipieren zu dürfen, habe das ganze quasi von der Pique auf gelernt,

zu Hause oder im Restaurant und das hat mir immer Spaß gemacht. Es wurde sehr interessant für uns gestaltet und somit war das auch mein großes Ziel und mein großer Wunsch. Und haben Sie Ziel oder Wünsche für die Zukunft? Absolut. Sie sagen, das wäre mein großer Traum, wenn das realisiert werden würde. Jawohl, die nächste Generation, die 12. Generation, willkommen zu heißen im Unternehmen, weil was mir nicht passieren darf als 11. Generation ist die letzte zu sein,

weil da bin ich der erste Rieder, der versagt hat. Also auch hier ist es mir wichtig, dass meine Kinder eingebunden sind, meine Neffen eingebunden sind, die uns begleiten auf Reisen, die zu meinen Glasverkostungen dazukommen, die bereits im jungen Alter mitmachen dürfen und das beflügelt die und das interessiert sie auch und das macht mir Spaß. Seitdem ich in der Gastronomie begonnen habe, irgendwie ernsthaft mit Wein zu arbeiten ist, das für mich ein allgegenwertiger Name, Riedel.

Es war ein tolles Gespräch, es hat viel Spaß gemacht, auf der einen Seite so viel Mensch Maximilian Riedel zu erleben, auf der anderen Seite diese unfassbare Professionalität, dieser tiefsten, diese Komplexität dieses Unternehmens. Und ich finde, wir haben in dieser etwas über einen Stunde einen tiefen Einblick in die Unternehmenskultur und in die Philosophie, in die Historie, in die Traditionsbewusstsein des Hauses Riedelgeschenk bekommen. Vielen

lieben Dank dafür, lieber Maximilian Riedel. Vielen lieben Dank, dass Sie unser Gast waren und vielen lieben Dank für Ihre Philosophie, für Ihre Ideen, für Ihre Vision, für Sie. Und natürlich ein nicht minder großes Dankeschön an euch fürs Zuhören, fürs Beihe und sein fürs Mitfühlen, fürs Schreiben, fürs Bewerten, fürs Kommentieren, dafür, dass wir jetzt schon über

60 Zombies präsentieren durften. Und dementsprechend gilt ein weiteres Dankeschön der Schlumbergergrube mit den Handelshäusern Konseo Vini, Schlumberger segnet und dem Privatkundenporter Bremer Weincollekt. Vielen Dank Ihnen, ist nach dem Podcast vor dem Podcast, nach dem Freitag vor dem Freitag. Und nach Maximilian Riedel dürfen wir eines der Urgesteine der deutschen Zommelerie begrüßen,

aus Karlsruhe, vom Gutenbergplatz, aus dem Weinlande. Freue ich mich auf die kommende Woche und auf Guntram Fahner! [Musik]

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