Herzlich willkommen zu Sommelier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit. Ich trinke Wein, weil mich das dahinter fasziniert. Wer den Wein gemacht hat, was der Wein über sich selber erzählt, das klingt immer total kitschig, aber das ist ja das, warum ich Wein als Beruf mache, warum Wein mein Beruf ist und ja, es ist einfach eine tolle, faszinierende Angelegenheit. Unsere heutige Gästin ist eine der einflussreichsten Weinpersönlichkeiten unserer Republik.
Ich bin ja sehr früh in die Weinbranche gerutscht. Ich war 16, da habe ich angefangen, mich für Wein zu interessieren. Also relativ früh bin ich auch in einem Haushalt groß geworden, wo Wein und Essen immer im zentrale Mittelpunkt war. Ich bin in einer Gastronomie aufgewachsen und zwischen Pass und Getränkebuffet. Und Wein hat mich wirklich direkt zu Beginn total fasziniert, weil ich immer einen Beruf ausüben wollte, bei dem ich reisen kann.
Und dann überlegt man halt, was fällt und wie das Raster reisen, kulinarig, mit Menschen, Geselligkeit. Und ich habe mich dann für Wein entschieden. Und dann habe ich eine Zeit lang im Export gearbeitet und auch schon bei der Arbeit beim Gast, die ich auch in der Gastronomie gearbeitet habe, hat mir dieses Erklären immer extrem viel Spaß gemacht, dieses Leute an die Hand nehmen und eben nicht irgendwie snobbisch da herreden, sondern halt Leute für das Thema begeistern.
Das ist mir wichtig. Und dass es auch keine Tabus gibt. Also wenn man halt mal irgendwie was nicht mag oder sowas und so, dann soll man das sagen und gerade aussprechen. Und dass man so ein bisschen die ganze Thematik einfach auflockert. Und das, was mir auch Spaß gemacht hat, ein Verbraucher*innen, das halt einfach zu erklären, weil es auch eine ganz andere Dankbarkeit ist, als wenn man jetzt nur so nördig irgendwie redet. Oder mit Leuten, die halt auch voll im Fach sind.
Und ja, und dann kam so eins zum anderen. Und das Steine fing an zu rollen. Und dann habe ich halt geguckt, ich wollte immer schreiben. Und dann, die sozialen Medien haben ja auch einfach so eine neue, haben dieses ganze Thema Wein demokratisiert. Und ich freue mich sehr über das intensive, emotionale, fachkompetente und tiefsinnige Gespräch mit Luisa Maria Schmidt, aka Lu.
Der eine Seite liebe ich, ist mit Menschen zusammenzusetzen und gemeinsam den Wein zu verkosten, weil ich mich auch darüber austauschen möchte. Und auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass an wilden Abenden dann ganz viele Flaschen aufgerissen wird und werden und man kommt überhaupt gar nicht mehr hinterher. Und das ist dann, was ich dann manchmal tatsächlich schade finde, dass man gar nicht hinterher kommt.
Aber für mich ist Wein in jeder Situation, jeder Gelegenheit einfach immer super schön. Also ich glaube, ich war einfach zu jung. Ich glaube, ich war zu jung, ich wollte aber sehr viel. Und war irgendwann auch total frustriert, weil ich halt keine Stelle im Export gefunden habe. Und dann hatte ich glaube ich mal eine Stelle, da war die Bezahlung so krottenschlecht. Und das kommt ja auch noch hinzu in der Weinbranche.
Ich meine, das, was du liebst, das musst du ja erstmal monetarisiert bekommen. Bei aller Liebe und dann irgendwie für eins, vier, netto, dann da irgendwie, also nee, danke. Also das war halt auch, es ist schon, die Welt des Weins ist toll und ich liebe alles daran. Aber wir bewegen uns halt leider, Gott ist immer noch im landwirtschaftlichen Sektor und also gehälter. So ist halt echt ein riesiges Thema und ist super schwierig. Dann hast du das Zeug aus Plastik-Cups verkostest.
Und dann denkst du dir halt hier so in Europa oder Deutschland, ja, es ist jetzt nicht deren Ernst. Also ich hätte jetzt schon ganz gerne eine zweite Universität. Nein, nein, nein, Plastik-Cup und dann in Müll und dann sagt er so, ja, pass mal auf, da oben habe ich nur eine kleine Ecke im Shell frei. Den Platz kannst du haben, eine Woche, wenn das sich bis Ende der Woche nicht verkauft hat, dann schmeißen wir dich wieder raus. Und du bist so, ja, okay, danke, danke, danke, danke.
Also das ist das System da und das ist harte Arbeit, das ist Arbeit da und da geht es jetzt nicht darum. Ja, ich habe ein bisschen jetzt mal richtig böse gesprochen, das meine ich aber nicht so, ein bisschen grüne Apfel in der Nase und keine Ahnung was. Und da geht es wirklich ums Verkaufen.
Also ich glaube auch, dass die Gastronomie irgendwannerweise auch verpasst hat, vielleicht nach Corona auch irgendwie andere Spielregeln auch mal gelten zu machen, dass es angenehmer wird für die Mitarbeitenden und auch vielleicht mal, dass es klare Grenzen oder wie auch immer man das nennen möchte, auch für die Gäste gibt. Also ich habe ja ewig in der Gastronomie gearbeitet.
Natürlich nur im elterlichen Betrieb und natürlich, wenn man das einmal gelernt hat, das Handwerk, weißte selber, das wirst du natürlich auch überall mit Kusshand genommen, im Sinne von Borda ist eine, die kann kloppen und kann Teller tragen und eindecken und was weiß ich. Und ich habe natürlich auch mir mein ganzes Studium damit finanziert. Ich habe 3, ich habe in Parallel in 3 gastronomischen Betrieben gearbeitet. Und ich glaube bei dem einen Betrieb, da war ich die komplett 3 Jahre.
Also das war schon echt dann auch traurig als gegangen, weil es ist so Team und Gastronomie, das ist so ein Vibe, der der unbeschreiblich ist und dem man Ich glaube, ich kann nur ganz schwer klären gegenüber Menschen, die noch nie in der Gastronomie gearbeitet haben und das mit Leidenschaft tun. Und nein, Gastronomie war immer mein Baby.
Und ich würde auch nicht ausschließen, dass ich irgendwann vielleicht wieder zurückgehe in die Gastronomie mit irgendeinem Konzept, das mir für mich stimmig ist. Für mich ist es wichtig, natürlich, wenn wir in Essen gehen, wir gehen viel essen, andere kaufen sich mit Teure Klamotten, wir gehen halt essen und Wein trinken. Und wenn wir ausgehen, dann achten wir natürlich schon darauf, ob die Handgriffe sitzen. Ganz klar, die Basics sind einfach Stimmen, sag ich jetzt mal.
Aber wenn es nicht stimmt, das ist mir auch im Grunde genommen egal, da ist jemand dabei, der irgendwie Bock hat, was er da gerade tut. Worauf ach, was wäre mir wichtig, wenn ich als編ier arbeiten würde, dass ich mich selber nicht so ernst nehme und dass ich halt aktiv mich auf den Kunden einlasse und zuhöre und nicht nur rede, sondern zuhöre und mich nicht selber verwirklichen möchte, sondern ich möchte den Gast zufriedenstellen. Und das ist mir halt wichtig.
Das wäre mir wichtig, war mir immer wichtig, als ich in der Gastronomie gearbeitet habe. Ohne irgendwelche Dogmen oder so, sondern mein Gegenüber ernst nehmen zuhören und versuchen, den Gast glücklich zu machen, ihn zu verstehen in seinen Kulinarischen Bedürfnissen.
(Durchsage) Oft ist es schon so, dass dir ein Wein aufgeschwatzt wird, obwohl du halt gesagt hast, ja, du hättest eigentlich gerne so was in die Richtung, aber dann hat er halt gerade irgendwie, weiß ich nicht, 20 Katons davon eingekauft und findet das selber so geil. Da muss ich dir das beweisen, dass das einfach toll ist. Aber ich wollte was anderes, ich bin dann auch immer so jemand, der schlechten Nein sagen kann.
Dann hab ich den Wein da vorne stehen und will nicht verdrehen, weil wir denken, er ist glücklich, er ist glücklich, er hat uns den Wein ausgeschenkt. Hauptsache, er hat einen guten Tag. Ja, ich verkaufe eine Flasche, hat man schon oft.
Aber für mich ist es irgendwie schön zu sehen, ob da jemand arbeitet, der sein Handwerk verstanden hat, der die Komposition der Gerichte verstanden hat, ob der eine Ahnung hat von der Kombination von Wein und Speisen, ob das sich kontrastriert, ob das sich ergänzt, ob das Sinn macht. Diese aktive Kombination von Wein und Speisen finde ich unglaublich faszinierend. Das ist etwas, was mir selber auch sehr viel Spaß macht.
Wenn du natürlich in ein gutes Restaurant fährst und die sind bekannt für eine gute Weinkarte und für die Arbeit, die sie dort leisten, dann wähle ich im Grunde genommen immer die Weinbegleitung. Nicht nur, weil ich sehen möchte, ob das passt. Ich nehm ja keine Prüfung ab, das meine ich nicht. Aber du lernst ja auch immer wieder dazu. Du lernst ja immer wieder neue Jahrgänge kennen, neue Produzenten kennen, neue Rebsorten kennen.
Selbst wenn ein Wein mal nicht zu dem jeweiligen Gang passt, geht ja bei mir direkt das Türchen auf. Warum passt denn der Wein nicht dazu? Und das komplette Gespräch findet ihr ab morgen bei Sommelier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit, auf dieser Plattform oder überall, wo es Podcast gibt. Und das heißt, egal, ob das jetzt spektakulär war, die Weinbegleitung oder semi-spektakulär, ich lern ja immer dazu. Das ist das Schöne daran.
Deswegen wählen wir immer eine Weinbegleitung. Wie die macht das mittlerweile auch total viel Spaß. Wir fragen dann immer, ob es möglich wäre, dass wir eine Weinbegleitung, wir brauchen nur so ein Schlückchen, wir wollen halt nur was kennenlernen, was neu ist. Und dann bestellen wir uns halt immer so ein Zwischenfläschchen dazu. Und trinken die halt auch in der Zeit. Also das, wo wir sagen, Mensch, das kriegen wir sonst nicht.
Aber hier ist was Neues aus der Region, das wollen wir unbedingt mal ausprobieren. Ich könnte jetzt nicht nur Weinbegleitung machen, also komplett abgeben, kann ich das doch nicht. Aber diese Mischung macht es dann für mich. Diese Folge wird begleitend unterstützt von der Schlumpegergruppe und den Weingütern, Freier von Gleichenstein, Giuseppe Giusti und Rat Moon Sparkling. Vielen lieben Dank dafür. Und wenn du so ein Service ...
Da haben wir dann so, kennst du selber einen Leerlaufhaar, ein kleiner Kreislauf-Anheber, was auch immer, wie man das nennen will. Und weil du alles aus dem FF konntest, das war jetzt nicht so, dass ich so ein Gläschensekt oder ein halbes Gläschensekt irgendwie aus dem Konzept gebracht hätte. Und ... dann musste ich in die Küche oder bin in die Küche gegangen. Und ich kannte zwar jeden Handgriff meines Fahrt, ich wusste, wie was angerichtet wird und alles drum und dran.
Das ist aber eine andere Form der Konzentration. Töpfelgeklapper, die Service ... gelabert dich voll, kaudiert ein Ohr ab, die Bongleiste hängt voll und so. Ich weiß nicht, ob meine Mutter mir ein kleines Pilzmer hingestellt, und hab einen genippt von und sagt mir, kannst du grade wieder abräumen?
