Herzlich Willkommen zu Sommi, die interessantesten Weinkennner unserer Zeit. Lass uns doch den kleinen Geheimtipp bleiben. Warum denn auch nicht? Vielleicht ist auch das, was Württemberg so charmant macht. Der Anderdoc, der ewige Anderdoc ist doch auch in Ordnung. Unser heutiger Gast ist aus dem Restaurant Christophorus im Porsche Museum Stuttgart Holger Schramm. Warum überrascht ich das? Traust du mir es nicht zu? Wenn du kompetent bist und selbstsicher
bist, dann hast du auch ein entsprechendes Auftreten. Also es gibt auch viele, die auftreten, aber dabei eine schon abtreten. Wenn ich in diesem Preisbereich verkaufe, dann bin ich nicht der aktive Empfehler, sondern dann bin ich derjenige, der bereit steht, Fragen beantwortet, beratet, aber in dem Preisbereich muss der Gast selber entscheiden und selber aussuchen. Jede Generation hat Seins und wir hatten auch unseres und deswegen glaube ich daran,
dass es weitergeht, wo du Recht hast. Es könnte ein bisschen mehr Nachwuchs sein. Also das ist das einzige, wo ich sage, das macht mir tatsächlich ein bisschen Sorge. Es ist nicht die Qualität, sondern ein Stück weit die Quantität, aber das Problem haben andere Berufsstände auch. Ich finde es super, super spannend, vielleicht mal im Vatikan arbeiten zu dürfen, weil ich glaube, dass da bestimmten super Zoller, geheimnisumwobener, mystischer und sicherlich auch leicht spiritueller Weinkeller
schlummert. Trinken, trinken, trinken und am besten vor Ort, damit man es auch sieht und auch mal die Hand an die Rebe halten kann, durch den Weinberg gehen kann, einfach auch die ganze Atmosphäre miterleben kann. Die büden sie, das ist schon wichtig. Also die schönen Momente sind sicherlich die, wenn man Stammgäste gewinnt, wenn man es schafft, wenn jemand öfters kommt, dann irgendwann sagt, das erste Mal sagt, ich brauche keine Weinkarte, ich vertraue ihnen voll
und ganz. Das sind eigentlich die schönsten Momente. Meine Wahrnehmung geht dahin, dass Burgund super gehyped wird und jeder, sag ich mal, Newpee sich da gerne auskennen will und auch so viel wie möglich probieren, aber ob sie es wirklich verstehen, weiß ich nicht, da ist Bordeaux vielleicht nach wie vor krifftiger. Wäre wünschenswert, ob das tatsächlich so ist, wage ich fast ein
bisschen zu bezweifeln. Es wäre wirklich wirklich wünschenswert, aber so richtig dran glauben, tue ich nicht, dass es damals einen tollen Turnaround gibt, wie vor 20 Jahren in der Pfalze oder wie auch Rheinhessen geschafft hat. Meine Ansicht nach verbietet mir das schon mein Beruf, aber Wein ist etwas, mit dem ich mich schon tagtäglich beschäftige und auseinandersetze und wenn er nicht im Glas ist, dann ist er in irgendeinem Buch oder in einem Journal oder in
irgendeiner Zeitschrift. Also Wein ist omnipräsent. Ich bin sehr verkopft unterwegs und versuche auch alles mit zu berücksichtigen und sehe es eher in seiner Komplexität. Das ist eigentlich auch die Herausforderung, weil Lambrusko und Motadella, das ist nicht meine Liga. Das dekantieren, ja das gehört dazu, aber meiner Meinung nach ist das manchmal ein bisschen überbewertet,
weil wir ja auch oft die Zeit gar nicht haben. Die Entscheidungen kommen ja für den Wein oft wenige Minuten oder ein halbes Stündchen, bevor er dann getrunken wird und da kannst du dann eigentlich auch nicht mehr viel ausrichten. Ja, natürlich, obwohl ich es eher so ein bisschen mit der Klassik halte. Ich bin jetzt nicht ständig auf der Suche nach dem neuen Schwein, das durchs Dorf getrieben wird. Wie gesagt, ich bin da eher ein bisschen der Klassiker.
Ich glaube, dass es wichtig ist, erst... erst mal mit dem Großen und Ganzen umzugehen und sich zu beschäftigen und wenn dann die Liebe immer größer wird, dann wird man auch Detail versessener und geht dann auch immer mehr in die Tiefe, aber da muss jeder für sich selber entscheiden in welchem Tempo und wie weit man das machen will und machen kann Eventuell aber ich glaube auch da ist es eher die Geschichte drumherum die Verfügbarkeit vielleicht tatsächlich dass es eben nur noch
wenig Stückzahl davon gibt dass es ein besonderer Jahrgang ist es ist mit Sicherheit nicht so dass der um 80.000 mal besser schmeckt als der andere Wein neben den ganzen fachlichen Sachen die zum Wein gehören und wie man den Wein dann auch entsprechend behandelt Viel wichtiger ist für mich eigentlich auf dem Punkt da zu sein das ist eigentlich das Entscheidende genau in dem Moment wo der wo der Gast Was sie einfach jemanden braucht
Dann einfach da zu sein das beginnt schon beim reichen der Weinkarte das geht weiter bei der Empfehlung und letztendlich dann auch genau dann die passende Flasche empfohlen zu haben und in der Hand zu haben wenn der richtige Moment da ist einfach on poir es muss auf dem Punkt sein Eigentlich sind alle Faktoren meiner Meinung nach erfüllt und es ist in der Außenwahrnehmung doch nicht so irgendwie wird Württemberg
immer ein bisschen stiefmütterlich behandelt und ich glaube das liegt weder an an den winzern und an dem tun und schon gar nicht an den weinen und der Qualität Es liegt tatsächlich irgendwie daran dass dass man nicht gesehen wird das was ein ein guter sommerier letztendlich dann ausmacht dass er seine Küche die Handschrift der Köche des Küchenchefs die Stilistik des hauses so gut versteht wie seine Weinkarte und dann eben allein an den
Ingedienzien an der Zubereitungsart als am lesen oder am besprechen mit der Küche versteht wie das Gericht nacherschmeckt und dann den perfekten Wein dazu dann auch empfehlen kann ohne dass es fünfmal essen muss und tausendmal probieren und die weine dazu ich glaube wenn man das geschafft hat dann ist man angekommen Naja also weines in erster linie mal ein erzeugnis das ausschließlich durch vollständiger total weiße alkoholische gärung der frischen
auch eingemeister weintrauben oder das drauben mustes gewonnen wird so viel mal zum gesetzes text und auch da probiere ich immer mal wieder auf den gleichen weinen aus unterschiedlichen gläsern und es fasziniert mich immer wieder was man damit eigentlich alles erreichen kann das ist schon schon phänomenal es gibt doch nichts schöneres als solche besonderen momente jeden tag
begleiten zu dürfen und erlebbar machen zu können das ist schon traumhaft man muss sich das nur immer mal wieder vor augen sagen dass das was wir tun wirklich besondere momente schenkt hat man es schon erlebt dass man nicht so performt oder irgendwie im tunnel ist und es nicht so läuft wie man sich vorstellt oder einfach ganz banal nenne nen wein empfiehlt wo man dann eine sekunde später denkt nein den habe ich gestern habe ich die letzte flasche rausgegeben
und das komplette gespräch findet ihr ab morgen bei sommeri die interessantesten weinkönner unserer zeit auf dieser plattform oder überall wo es podcast gibt ja sicherlich wirkenberg ja was soll ich auch andere sagen diese folge von sommeri die interessantesten weinkönner unserer zeit wird unterstützt von den weingütern pietra pura aus apulien dem hause falkenberg aus reinhessen der domänschlumberg aus dem elsaas sowie unserem partner der schlumbergergruppe vielen lieben dank dafür
wir haben nen traumhaft schönen beruf und es ist super schade dass es von manchen nicht so gesehen wird aber es macht jeden tag wahnsinnig viel spaß einfach auf so nem niveau essen trinken schöne momente zelebrieren zu dürfen wer wer hat das schon wer kann sagen er hat jeden tag einen fest oder feiertag und wir haben das ich seh das so [Musik]
