Herzlich willkommen zu Somely, die interessantesten Weinkälner unserer Zeit. Das war bei meiner Somelietätigkeit in England, in London. Und da hat der damalige Schiffssomelie David Harvey, der hat gesagt, wir kaufen keine, wir versuchen keine Weine von den Weinhändlern aus Südenglern zu kaufen, weil es bei denen zu warm ist. Und die Lagerung ist schlechter, wir kaufen unsere Weine immer nördlich von Edim Barrow in Schottland oben.
Da ist es deutlich kühler, da dreifen die Weine besser und die schmecken auch besser. Unser heutiger Gast ist einer der ersten Somelies Deutschland, einer der bereits 1993 eine Prüfung zum Somelie bestanden hat. Herzlich willkommen lieber Gundram Fahner. Schmeckt oder schmeckt nicht, das ist letztendlich mein sagten schon längst überholt der Gedanke. Darauf kann man keine Kommunikation aufbauen, da kann man auch jetzt nicht ins Gespräch kommen.
Wenn jemand sagt, mehr schmeckt er, mehr schmeckt er nicht. Punkt aus, Ende des Gesprächs. Ja, kann man machen, das reicht für viele vielleicht schon aus. Für mich und meinen Teilnehmer reicht es nicht aus. Wir leben in einer Gesellschaft, wo wir letztendlich auch entspringen, Sprechene Mengen an Zeit haben. Und für genussorientierte Menschen ist letztendlich ein sich beschäftigen damit, mit der Materie einfach standard.
Wenn die Menschen niveauvoll geistig interessiert sind, dann reicht es einfach nicht mehr aus. Ich bin in den letzten Jahren garantiert mit 150 Veranstaltungen im Jahr dabei. Deswegen pro Jahr, deswegen meine eigene Veranstaltungsräumlichkeiten, die ich organisiere, aber zu 90% auch selbst moderiere, leite, intern, also in U-Land 21. Den Veranstaltungsräumlichkeiten, aber letztendlich auch extern für Privatpersonen, Firmen, in der Weinbranche, Moderationen und so weiter.
Aber, man muss klar sagen, die Komplexität der Aromatik, wie auch bei einem Tee, Schwarztee, Dachilingtee, Ölgrei, das ist alles gegeben, aber kommt natürlich nicht an einem Wein heran, wo einfach eine andere Dimension, der Sinnlichkeit, der Ausdrucksweise für mich persönlich oder auch für andere Menschen erlebbar wird. Worauf ich in großen Fokus lege, ist die Verkostung von Weinen, die Sensorie. Ich möchte die Menschen daran erinnern, dass sie riechen und schmecken können.
Ich möchte haben, dass sie das Leben, die Philosophie, den Charakter eines Weines sensorisch erleben können. Nicht mit drei Aromen, wir zerlegen die Aromen eines Weines in 10, 15, 20 teilweise. Alle guten Wein der Welt werden mit der Natur gemacht und wenn der Winzer erkennt, das ist irgendwie ein Produkt, ein Tank, das ist eine Scharge, die besonders eigenständig ist, dann wird er diese Scharge auch eigenständig auf den Markt bringen, also unverfälscht.
Dann gibt es auch noch die Friedseminare, wie zum Beispiel eine Blindverkostung, in einem Gewölbekeller, zwei Stockwerke unter der Erde. Man hört nur das tickende Armbandur und sonst hört man nichts, es ist dunkel, hat dann sechs Gläserwosse stehen und man muss die Weine sensorisch und geschmacklich beschreiben, versuchen nicht direkt herauszufinden, sondern eher den Charakter des Weines zu bestimmen.
Hier wer dig ein Wein ist, desto größer ist sein Entwicklungspotenzial, desto spezieller ist auch sein Einsatzgebiet. Da gibt es schon Teilnehmer, die sind überfordert, ganz klar, aber für die ist es auch ein Ansporn, sich intensiver damit auseinanderzusetzen und die kommen dann ein paar Wochen, Monate später wieder, weil sie sagen, sie haben nicht alles verstanden, aber sie haben die Kurve bekommen, sie wissen, worauf das ankommt.
Wenn wir jetzt von diesen Flaggschiffweinen oder Juwelenweinen sprechen, dann muss man auch sagen, dass die jetzt nicht wie in Alltag sein konsumiert werden, sondern für besondere Situationen Anlässe eingesetzt werden und natürlich auch mit besonderen Menschen geteilt werden, dass der Genuss befreut er. Es ist viel entscheidender, wie man verkostet, worauf man achten muss und das von einem Profi mit geteilt zu bekommen, wo man dann mehr Nutzen für die Zukunft hat. Als das man sagt, er
riecht nach Apfel, er riecht nach Citrusaromen und hat eine markante Säure. Ein guter Winzer ist, wenn er ein seriöses Produkt in einer wirtschaftlichen Art und Weise unternehmerisch erfolgreich am Markt platziert. Er menschen damit eine Freude macht, seine Lebensunterhalt damit verdienen kann und letztendlich in seiner Arbeit auch aufgeht und dann wird man auch
diese Freude vom Winzer letztendlich auch im Wein wieder nachvollziehen können. Überall wo es Wein gibt, ist es meistens schön von den Menschen, von der Landschaft, von der Kultur und der Geschichte. Deswegen gehört es alles immer irgendwie mit zusammen. Ich bin ja hier in Karlsruhe und wir haben ja ganz klar die Klimaerwärmung. Hier in Karlsruhe reingraben ist aufgrund der Temperatur eine Weinlagerung für fünf oder zehn Jahre in
einem normalen Keller nicht mehr möglich. Und die Steigerung ist dann entweder mit den richtigen Freunden, mit den richtigen Menschen oder mit dem richtigen Essen, beides so zu kombinieren, dass sich alles zu einer Genussallianz hochschaukelt. Und das sind dann schöne Momente des Lebens und da ist der Wein unter anderem mitverantwortlich, dass wir einfach da eine positive freutige Einstellung und vielleicht auch gegenüber dem Leben bekommen oder auch
haben dadurch. Ich finde es ein bisschen überbewertet mit der Luftfeuchtigkeit, weil in der heutigen Zeit jeder Wein eine eher dichte, fast hermetische Kapsel oder ein Verschluss einen Wachstropfen oder vielleicht auch einen Schraubverschluss hat. Diese 60 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit oder die Aussagen, je höher die Luftfeuchtigkeit, desto besser ist es für den Wein. Das ist längst überholt. Da ist es schwer, ein Schraubverschluss einzusetzen, meinzeachtens, weil die Frucht
dadurch leitet. Die kann sich nicht mit einem Schraubverschluss richtig ausbildend im Vergleich zu einem Naturkorr. Die Summel, die Anfragen, die ich früher am Tisch erlebt habe, erlebe ich jetzt mehrmals täglich über den ganzen Tag verteilt. Und das komplette Gespräch findet ihr ab morgen bei Sommelie, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit auf dieser Plattform
oder überall, wo es Podcast gibt. Ob es eine Reklamation für ein Gast ist, ich glaube, da sprechen wir jetzt von einem Bereich, wo der Gast es nicht feststellen würde, wenn er schon gar nicht den Wein nicht kennt, aber das Sommelie, ich habe als Sommelie auch immer die Gäste, also den Wein vor dem Gast probiert. Und wenn ich es erkennen würde, oder ich habe das auch schon erkannt, habe ich aber eine neue Flasche aufgemacht, weil ich mit
dem Gast ja eine Freude machen möchte. Und wenn der Sommelie da ist, dann muss man sagen, okay, es geht nur erstlassige Ware in das Glas des Gastes hinein. Und da muss man einfach konsequent sein und sagen, den nehmen wir jetzt mal zurück. Das hat der Gast nicht verdient. Ob er das jetzt schmecken würde, diesen Fehler, das weiß ich jetzt nicht. Aber das ist einfach die Einstellung. Man möchte dem Gast eine Freude bereiten. Da kommt extra oder kommt
auch ein Geschäft, möchte einen tollen Wein haben. Und dann muss man da einfach auch vorsichtiger sein, sensibler sein. Wenn ein Gast sagt, er kommt rein und der, den wir anders geschmeckt, dann kriegt er die Flasche natürlich anstandslos ersetzt. Diese Ausgabe Sommelie, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit, wird begleiten und unterstützt von den Weingütern Bodegas Taron aus Teriocha, Willas Barina aus dem Pirmont,
dem Hause Mucrani aus Georgien und unserem Partner, der Schlumbergergruppe. Vielen lieben Dank dafür. Da hatten wir so eine Metallschrank und da lagen dann ganz hochwertige Weinflaschen drin, Portweine, Madeiraweine, 50 80 unter die Jahre alt. Und da kann ich mich erinnern, wir haben Inventur gemacht. Ich glaube, da war der Michel, war das. Die
Flaschen aus so Metallregal rausgezogen. Also der Korg war nach vorne, die Öffnung war nach vorne und wollte die Flaschen rausziehen, das Etikett umdrehen und hat dann Wein angesagt. Portweine, 50 oder 60 Jahre alt, schiebt die wieder rein, verkantet die Flasche und plötzlich
macht es knack und die Flasche ist zerbrochen. Und so eine hochwertige Flasche und dann sagt er, hat er nicht gesagt, oh je, was jetzt passiert, die Sonne ist, plötzlich ruft Da hat er mich hier "bring schnell einen Glas!" [Musik]
