Mein Name ist Gerd Aldinger. Ich stehe für die 15. Wengertageneration einer schwäbischen Wengertafamilie und möchte ein bisschen was über einen großartigen Freund sagen. Ich kenne Bernd Kreis. Seit über 35 Jahren. Er fing damals bei Vincent Skling im Postillon in Mündern als Sommelier, kam zu uns ins Weingut und muss einfach sagen, er ist unheimlich sympathisch. Für mich ist er aber auch ein großer Lehrmeister. Warum Lehrmeister? Ich habe einfach in der Weinbauschule
das Wein machen nach traditioneller Art gelernt. Aber Bernd gab mir immer wieder Anstöße, so wie auch Frank Kemmer und Obi, die großen Drei von der Stuttgarter Region, dass man andere Weine machen kann, wie einfach Menge, Menge, Menge. Sie zeigten mir, was auf der Welt getrunken wird, was auf der Welt produziert wird, ob in Frankreich, in Italien, in Spanien. Wir haben es versucht, gemeinsam umzusetzen durch Ertragsreduzierung, durch traditionelle Ausbauarten, weniger Filtration
einfach umzugehen, wie man es vor langer, langer Zeit gemacht hat. Und somit freue ich mich, einen der ganz Großen als Freund zu haben. Vielen Dank. Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Ausgabe von "Zomehi", die interessantesten Munchenke unserer Zeit. Da ich einmal vor jetzt schon über 30 Jahren in Stuttgart arbeiten durfte, ist Bernd Kreis schon seit sehr langer Zeit für mich einen der absoluten Korrefänen dieser
Weinwelt. In seinem kleinen Weinladen, den er früher nebenher geführt hat, durfte ich meine erste Flasche "Puny Moraché" kaufen, um mich von seiner Beratungsleistung mehr als begeistert fühlen. Schon damals war er jemand, der jeden an die Hand nehmen, begleiten und eben begeistern konnte. Letztlich erst seit diesem Podcast wurde mir bewusst, dass Bernd schon sechs Jahrzehnte auf dem Buckel hat, was mir gar nicht bewusst war, weil er noch so lebendigst so frisch und so
offengeistig wirkt. Der Vater dreier Kinder hat im Steigenberger Hotel in Baden-Baden Ende der 80er Jahre seine Ausbildung gemacht. Wechselte danach als Kellner ins Invaloche Castle nach Schottland, war direkt darauf "Zomehi" im Restaurant Barreis und als "Zomehi" im Restaurant Wielandshöhe in Stuttgart, die Weininstanz in Stuttgart schlechthin. Und das für zehn Jahre.
Von 1991 bis 2001, 1994 gründete er so nebenher, seine Weinhandlungkreis. Und was ich bisher noch nicht wusste, 1994 bis 2020 ist er selber Winzer mit einem kleinen Weinberg in Stuttgart-Degaloch, der jetzt von seinem Sohn Kian geführt wird. National wurde Bernd bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen in vielerlei Zeitschriften und Zeitungen, von mit der 1990er bis mit der 2000er
Jahre sowie als Co-Autor und Autor zahlreicher Weinbücher. Eine seiner absoluten Höhepunkte in seiner Karriere war neben vielen verschiedenen Auszeichnungen als "Zomehi" des Jahres, "Weinhänder" des Jahres, von verschiedenen Organisationen und Medien die Wettbewerbsauszeichnung zum besten "Zomehi" Deutschlands und zugleich und im gleichen Jahr 1992 zum besten "Zomehi" Europas. An der jetzt noch überexistierenden Weinhandlungkreis in Stuttgart kommt keiner vorbei, der sich
irgendwie intensiv mit Wein beschäftigt. Und zu einem nahezu Kultobjekt entwickelte sich relativ schnell nach Eröffnung die noch recht jugendliche High Fidelity-Par, die Weinbar in Stuttgart, in der man unbedingt einmal gewesen sein muss. Doch was mich bei Bernd am meisten fasziniert, ist diese unfassbare Bodenständigkeit, die er nach wie vor lebt. Und davon könnt ihr euch gleich selber überzeugen. Herzlich willkommen bei "Zomehi", die interessantesten Mundschränke unserer Zeit,
lieber Bernd Kreis! Jeder von uns kennt die Tnutter San Leonardo, da bin ich sicher, zumindest wenn man so einigermaßen im feinen Weinbereich unterwegs ist. Doch bin ich nicht sicher, ob wirklich viele von euch jemals den Sordenreiten Kammener, den Rosato, die Spumante, oder sogar den Riesling,
ja die haben Riesling oder Hinterre oder den Villa Gresti probiert haben. Also neben diesem eigentlichen Kult, diesen außergewöhnlichen Wein gibt es noch so viel auf diesem Weingut zu entdecken und ich bin auch nicht sicher, ob viele von euch wissen, dass dieses Weingut bereits auf 300 Jahre Weingutsgeschichte zurückblickt. Die 1000 Jahre alten Klostermauern sind die Residenz,
sowohl für das Weingut als auch für die Familie Marquesigore de Gonzaga. Geschützt ist dieses Anwesen und eben damit auch das Weingut durch die massive Barriere der Alpen, die vor allem die kalten Nordwände abhält, während der Boden der Weingutsberge von den nahegelegenen Gardasee sehr stark profitiert. Und so scheint es netter Nutter, dass die Zeit stehen geblieben ist, denn die Weine werden nach wie vor handwerklich und in einem perfekten Einklang mit der Natur
produziert. Ja, die Seele des Weingutes ist die Familie Gorea de Gonzaga und das bereits seit dem 18. Jahrhundert. Marquesigaros Vater war ein absolut leidenschaftlicher Winzer und hat das gut erst mal zwischen dem späten 18 und dem frühen 19. Jahrhundert komplett neu organisiert. Doch der eigentliche wahre Winzer war Carlo, der Winzer der Familie. Seine Liebe zu großartigen Weinen führte dazu als er über 50 Jahre hinweg, seine kompletten Bemühungen, sein komplettes Engagement,
seine komplette Zeit auf San Leonardo konzentrierte und fokussierte. Carlo Gorea de Gonzaga, dessen Ausbildung nicht nur davon geprägt war, dass er die Grundzüge des Grundwissen eines landwirtschaftlichen Betriebes zugunsten der den Nutter San Leonardo verstehen, implantieren und neu definieren wollte, sondern von einer absolut faszinierten Neugier auf die großen Weine dieser
Weinwelt. Allen voran das Bodo. Diese Neugierde brachte ihn dahin, dass er sich dazu entschloss, in Luzan Önologie zu studieren und diese Kenntnisse auf Forschungsreisen, also richtigen Forschungsreisen nach Frankreich und Nitozcana zu vertiefen. Mit keinem geringeren Partner als mit Sanguido begann er eine lange und sehr gewinnbringende Partnerschaft und Mario in Schiesa de la Rocketta verriet Carlo alle seine Geheimnisse im klassischen Bordeliser Verschnitt,
so dass in jeder Hinsicht sein önologischer Vater wurde. Diese Leidenschaft, diese Liebe zu Wein zu den Weinbergen und zu dem Anwesen gab er an seinen Sohn Anzellmo weiter, der heute das Familienwein gut leitet und jede seine Entscheidung in Abstimmung und Symbole der Familie und dem
großartigen Wein San Leonardo trifft. Doch was sind die Fakten? 300 Hektar umfasst das gesamte Gut, davon sind 30 Hektar mit Weinbergen bepflanzt, die sich in einer Höhe von 150 Meter über dem Meeresspiegel befinden, wobei der Merlot auf kieselhaltigen Böden angepflanzt wird, die einst das Flussbett eines der Nebenflüsse der Edge-Fahren, der Cabernet Sauvignon und die alten Weinberge
Carmenäer werden auf überwiegend sandigen Böden angepflanzt. Alle Böden sind extrem gut entwässert und regerecht unfruchtbar, damit sie Weine mit sehr ungewöhnlichen Antoxanwerten hervorbringen. Ungewöhnlich und das nicht nur fürs Trentino. Seit 2015 stellte man sukzessive auf biologischen, ökologischen und seit 2018 auf biodynamischen Beinbeum, was 2018 zertifiziert abgeschossen
wurde. Im gleichen Jahr zertifizierte die Organisation BWA Friends of Biodiversity San Leonardo als Freund der Biodiversität und bezeugte damit San Leonardo's tiefes Engagement für die Erhaltung des Charakters seines Anbaugebietes. Dem Trentino oder besser dem Edge-Tal, wo es zwischen den Hängen des Monte Baldo und der Lassini-Berge situiert ist. Im Winter sind die Weinberge nach wie vor recht häufig vom Schnee bedeckt, was die Weinreben vor
den extrem kälte Temperaturen schützt. Während der Wachstumsperiode herrscht ein außergewöhnlich positives Klima, was die Trauben hervorragend gedeihen lässt. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind auch während der Sommermonate sehr beträchtlich, sehr beachtlich und zum Teil geprägt von einem bis zu 30 gradigen Temperaturgefälle, was nicht nur die Intensität der Aromen in den Trauben, sondern auch die Reifezeit extrem
begünstigt. Im gesamten Jahr und ganz besonders in den heißen Monaten, fiegt regelrecht der Windora de Gada über die Weinberge und erwärmt und trocknet die Blätter und schützt sie somit vor Pilzkrankheiten. Alles in allem ein Geschenk der Natur. Und von den nicht wenigen perfekten Flaschen, die hier alljährlich erzeugt werden, gelangen einige in die Weinbibliothek
des Gutes. Wo Jahr für Jahr seit dem Eröffnungsjahr von San Leonardo zahlreiche Flaschen verschiedenen Größen aufbewahrt werden, um diese auch nach 10, 20, 30 oder mittlerweile schon über 40 Jahren öffnen zu können. Vielen Dank für solche besonderen Weine. Vielen Dank für dieses riesige Engagement. Vielen Dank für die Unterstützung unseres Podcasts. Und vielen Dank auch dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnitz.
Du hast ja im Prinzip alle, wirklich alle Facetten, also der Weinpräsentationsebenen bespielt. Also du warst Somie, du hattest einen kleinen Weinladen, also einen Einzelhändler. Du bist und warst Großhändler und jetzt bist du wieder Gastronom. Ist da irgendwas, wo du sagst, das war mein Liebstes? Naja, also ich war ja auch Winzer. Ich habe ja eine eigene Weinberge gehabt. Das wusste ich nicht. Ach klar, weil ich will immer gerne wissen, wovon
ich rede. Und das fand ich auch ganz großartig. Also es ist hier ein Weinberg in Stuttgart in Degaloch, ein Viertelhäktar, aber alles steil und terrassiert und so weiter, alles in Handarbeit. Wow. Und ja, also ich habe immer jede Einzeltätigkeit, habe ich sehr gemocht. Und die als Winzer vielleicht am meisten, aber das war ja jetzt nie mein Bruderwerb, sondern das war mehr so ein erweitertes Hobby. Warum die am meisten? Ja, ich bin gerne in
der Natur. Ich bin so ein Landei, ich bin in einem ganz kleinen Dorf in Spessart groß geworden und liebe einfach die Natur und den Umgang mit der Natur. Und das Schöne am Winzerberuf, wenn ich das so sagen darf, ist, dass es ziemlich kreativ ist. Das heißt, du kannst einfach unheimlich viel Einfluss nehmen auf das Produkt, das du hinterher haben möchtest,
auf den Wein. Und das habe ich immer versucht und habe dann natürlich, klar jedes Jahr hast du halt nur einen Versuch, aber ich habe mich langsam hingetastet, bis ich da war, wo ich auch gerne in etwa hin wollte. Das war ganz toll. Also das heißt, du gestaltest. Auf der anderen Seite bist du natürlich auch, sag mal, der Natur unterworfen. Du musst also immer sehr viel reagieren auch oder auch viel antizipieren und das hat mir immer wahnsinnig viel Spaß
gemacht. Hast du auch das Gefühl, dass sowohl Händler als auch Sommys als auch Winzer Wein unterschiedlich betrachten? Ja, also das habe ich total gemerkt, als ich eben selber mein Weinberg angefangen hatte und ein paar Jahre bearbeitet hatte. Ich habe eine völlig andere Ernährungsweise zum Wein bekommen und eine andere Sichtweise. Also ich kann das Winzer besser verstehen als früher. Ja. Und bist mit denen jetzt sozialer oder empathischer?
Also wie gehst du anders jetzt mit denen um als vorher? Oder ist das genau gleich? Du verstehst sie halt einfach nur. Nein, es ist schon auch ein anderes Verhältnis. Ich würde sagen, es ist ein bisschen mehr auf Augenhöhe als es vorher war, weil wenn du vorher so unsomelier warst oder bist oder Weinhändler, dann bist du irgendwie so auf der anderen
Seite. Da hast du ja auch andere Bedürfnisse und in der Tat, du siehst den Wein anders, du verkostest Wein aus anderen Beweggründen, auch unsomelier und Weinhändler unterscheiden sich da und die wenigsten wissen eigentlich so richtig, was ein Winzer macht und was es
bedeutet. Diese ganzen Arbeiten, was es bedeutet, die Rückschläge. Also das ist ein ganz furchtbares Erlebnis, wenn du zum Beispiel den ganzen Tag im Hochsommer, im Weinberg geschuftet hast und dann packst du gerade deine Sachen zusammen und plötzlich zieht eine dunkle Wolke auf und es kommt ein Hagel. Und dann siehst du alles den Bach runter, schwimmen. Das ist ganz furchtbar. Das kann man sich natürlich überhaupt nicht vorstellen, wenn man das selber
niemals so miterlebt hat. Und das Schöne ist auch, das heißt, wenn ich mir ein Weinberg angucke, ich habe da jetzt über 25 Jahre Erfahrung, dann weiß ich halt sofort, was los ist. Ich weiß sofort, in welchem Zustand der Weinberg ist, ob der Winzer mir irgendein Bullshit erzählt hat über das, was er so macht, ob es stimmt. Und das ist natürlich eine großartige Sache und kann dann auch tatsächlich sofort mit den Leuten irgendwie in die Tiefe gehen über
Rebschnitt oder Erziehungsmethode usw. und das finden die toll. Und das hast du dir selber angeeignet oder hast du während des ersten Jahres alle Winzer, die du kennst, angerufen und gesagt, wie schneide ich jetzt, wie bin ich jetzt, wie, also als
Sommi weiß man ja gar nicht um die einzelnen Abläufe. Also man denkt ja, der Weinbexel ist im Flasch, er ist übertrieben formuliert, der Weinfleck ist im Flaschen am Stock und dass da 300 Entscheidungsprozesse zwischenstehen, wo man sagt, das und so und was spritzt sich, wie spritzt sich überhaupt und. Ja, gut, ich meine, die Sommeliers stehen ja im Ruf immer den Winzern erklären zu wollen, wie man meinen macht. Also das ist ein bisschen der Maglich, der uns anhaftet.
Und sag mal mal, du lernst natürlich schon so die Grundzüge, aber die Details, sie kennst du nicht so. Und in der Tat habe ich erstmal natürlich mir so viel Fachliteratur besorgt wie möglich. Also der junge Winzer und so, Band 1, Band 2 und alle möglichen Bücher über natürlich dann auch biodynamischen Weinbau, wobei ich mal nur mal so angefangen hatte, um dann dynamisch zu arbeiten, aber nebenher zum Restaurant und so morgens um 3 aufstehen
und dann Präparate anrühren, das habe ich ziemlich schnell wieder seingelassen. Also deswegen war es jetzt in Anführungsstrichen nur bio. Aber ich habe dann eben alles Mögliche gelesen, was ich an Fachliteratur bekommen konnte und habe aber auch eben Winzer zur Rate gezogen, die mir geholfen haben, vor allen Dingen, als es dann losging mit dem ökologischen
Weinbau. Findest du, weil du es gerade erwähnt hattest, dass Sommys dem Winzern Glauben erzählen zu müssen, wie Wein gemacht wird, eher Übergriffe oder dass viele unserer Kollegen übergriffig sind und das zu stark machen. Manchmal hatte ich schon das Gefühl, als würde es Winzer interessieren, welche Meinung man hätte oder welche Erfahrung man hätte. Also das auf jeden
Fall. Wo ist da die Gradwanderung? Weil du bist ja unfassbar zu vorkommen, höflich wahnsinnig kollegial und vielleicht hilft es ihm ein oder anderen, wie du das machst oder welche Herangehensweise du dort hast, weil du natürlich durch das viele Verkosten auch eine Meinung hast und diese Meinung natürlich auch dem Winzer interessiert und ihm hilft. Ja, also ich glaube, das hängt mit der Einstellung zur Verkostung, mit der Einstellung zum Wein
zusammen zu sehen. Und zwar, wenn du, es gibt viele Leute, die verkosten unheimlich schnell und manchmal auch schon mit einem vorgefertigten Ergebnis. Ich versuchte so zu machen, dass ich mal den Wein und die ganzen Informationen mal auf mich einwirken lasse und dann meine eigenen Eindrücke schildere. Aber es gibt halt welche, die sagen, ja du hast jetzt dieses und jenes Holz genommen, aber du musst doch jetzt diese Bariks nehmen oder Beton eignet,
es geht gar nicht und so weiter und so fort. Solche Sachen kommen natürlich jetzt nicht so wahnsinnig gut an. Die meisten Winzer lassen sich das erst mal nicht so anmerken, ärgern
sich dann aber hinterher ein bisschen. Und ich habe halt gelernt auch durch meine Weinbergsarbeit, dass ja so ein Wein, zu den Weinentstehungen, das ist ja unheimlich komplex und dafür sind einfach viele Wege nach Rom und ich versuch's dann immer so auszudrücken, dass es mein eigener persönlicher Eindruck ist und der muss ja auch nicht immer stimmen.
Könntest du einen perfekten Wein machen? Also glaubst du, dass jemand, der das vielleicht nicht entweder studiert oder in der Familie aufgewachsen ist, rein, wenn es total non-commerziell ist, sondern man einfach die Perfektion liebt, dass man da in einer Lage ist, einen großen Wein zu erzeugen oder braucht man dafür drei Leben? Das weiß ich nicht. Also ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen perfekter Wein
und großen Wein. Also ein perfekter Wein ist ja vielleicht einer, der önologisch gesehen perfekt ist, der so frei von Fehlern ist und bestimmte Eigenschaften hat, die man grundsätzlich mal einem sehr guten Wein zuschreibt, aber davon gibt's ja jede Menge. Die sind ausreichend bekannt, meistens teure Etiketten und das sind wirklich perfekte Weine. Also an denen gibt's nichts auszusetzen, bloß passiert nichts, wenn du die trinkst,
wenn du die probierst. Du sagst ja, das ist alles da, alles da kann man eigentlich nicht besser machen, aber irgendwie null Persönlichkeit, da springt der Funke nicht über. Und ich glaube, das ist der Unterschied zum großen Wein. Ein großer Wein ist etwas, wo auch wirklich was passiert. Du sagst, wow, das beeindruckt mich jetzt einfach, das berührt mich. Und das gibt viele Weine, die sind so, aber die sind meistens gar nicht perfekt.
Das stimmt in der Tat. Also das sind Weinen dann manchmal eben auch von, also ich vermahte es so, vergleich mir zum perfekten Gesicht. Wenn du manchmal siehst, so richtig perfekt von mir aus geschminkt oder was auch immer, du sagst wow und stehst davor und dann fehlt aber vielleicht die kleine Narbe, die das Leben gezeichnet hat oder keine Ahnung, die Unebenheit oder was das Ganze dann interessant macht, wo man nochmal hinschauen möchte.
Was ist eigentlich Wein für dich? Was ist Wein für mich? Also ja. Gerade in deiner Situation eine wirklich mega provokante Frage. Du siehst es aus verschiedenen Ebenen, aber was ist Wein für dich? Also Wein ist für mich ja schon auch ein Lebensinhalt. Und das ist ein Thema, das mich vielleicht gefunden hat, weil ich habe es eigentlich nie gesucht, aber es hat mich irgendwie
gefunden und das eigentlich auch mein Leben erfüllt. Und darüber hinaus ist es natürlich auch der Wein an sich, etwas mit dem ich mich auch privat wahnsinnig gerne beschäftige und das mir sehr viel Freude und Genuss bringt. Ich weiß jetzt nicht, ich will da jetzt nicht so ins Philosophische gehen, aber es ist schon Lebensinhalt. Könst du dir ein Leben auch ohne Wein vorstellen? Also wäre das für dich denkbar? Wahrscheinlich sinnlos.
Wolltest du mal was anderes werden? Also hattest du mal den Wunsch, dass du sagst, keine Ahnung, wenn Wein nicht mehr Corona, du kannst nicht mehr schmecken, kein Wein, bumm. Klar, du hättest einen Verkauf. Ich habe auch ein bisschen Angst. Ich auch, das war eine meiner größten Ängste, die es gab, wo ich dachte, boah, sonst wenn du ein Klavierspieler bei der Hände abhärkst.
Ja, das ist ein bisschen ein Problem. Also eigentlich war mir klar, seitdem ich dann enger mit Wein zu tun hatte, das war während meiner Ausbildung zum Hotelfachmann, in den 80er Jahren, dass das irgendwie schon die Richtung ist, die ich einschlagen möchte. Vorher hatte ich mir eigentlich eher eine Hotelkarriere vorgestellt. Also ich hätte mich dann eher mal als Hoteldirektor gesehen.
War bei mir genauso. Also deswegen habe ich Hotelfachmann gelernt, weil ich dachte auch, dann zwischendurch kam der Bargedanker aber eigentlich mehr den Hotelweg und dann hat der Service in der Wein nicht gepackt. Und hattest du dann ein Vorbild oder hattest du ein Wegbereiter, jemand, der zu dir gesagt hat, während jetzt trinken?
Nee, also das ist eine ziemlich kurios Geschichte, wie ich zum Wein gekommen bin. Und zwar, ich war längere Zeit bei der Bundeswehr in Norddeutschland, Lütchenburg genau, in Blesig-Holstein. Und meine Ausbildung habe ich gemacht, Berufsausbildung in Baden-Baden, damals in Steigenberger Hotel Badischer Hof. Und während dieser Zeit bin ich aufmerksam geworden auf den Unionwettbewerb, das Deutschen Weininstitut für Nachwuchskräfte in der
Gastronomie. Und der fand dann in diesem Jahr ein Kielstart. Da dachte ich, ach, das ist echt praktisch. Da fahre ich doch da hoch und kann dann meine Kumpel treffen und so. Und von Wein keinen Schimmer gehabt. Und dann habe ich angefangen, mich über Wein zu informieren und mal so im Supermarkt die Liederflaschen gekauft, also was ist da mal so geabt. Kärner,
Bachos, schon auch mal einen Zinfanteries legen, Müller-Turgau. Und habe mich dann so reingekniet, habe dann an diesem Wettbewerb teilgenommen, ganz schlecht abgeschnitten, ich weiß nicht, ob ich der letzte war oder vorletzte oder sowas. Und damals hatte der Markus Delmonego gewonnen. Und solange kenne ich den Markus auch schon. Und dann hat mich aber irgendwie der Ehrgeiz gepackt, weil ich fand diesen Wettbewerb so blöd und die Frage
so unscheuert. Und dann habe ich gedacht, okay, nächstes Jahr komme ich wieder und zeig's euch. Und dann habe ich mich also noch mehr reingekniet und dadurch, dass ich in Baden-Baden gelernt hatte, hatte ich natürlich dann auch einen kurzen Weg zu den Winstern, zu den Weinbergen. Also das hat mich wirklich von Anfang an interessiert. Und habe dann viel mehr dazu gelernt, beim nächsten Mal aber auch nicht viel besser abgeschnitten, aber
dann war es schon zu spät, da war ich infiziert. Ja. Und wer mir damals viel geholfen hat und tatsächlich einen Wegbereiter und Mentor war, das war der Guy Bonfort. Den kennen jetzt du, gönnt's ihn wahrscheinlich noch. Und das war so ein grand-seigneur. Das Wein ist und der war damals Gastronomie-Direktor für die Steigenberger Gruppe. Und natürlich auch schon der große Wein begeisterte und hatte damals auch schon Weinbücher geschrieben
und so. Und das war jemand, der sich auch nicht zu schade war, zur ganz junge Talente zu fördern. Und also der hat mich, als ich da noch auszubilden, er war wirklich unter seine Fittiche genommen und so. Und das war ganz toll. Da habe ich unheimlich viel gelernt und der hat mir natürlich schon auch den Weg geebnet. Hat er jemals als Sommie gearbeitet? Ich kenne ihn nur als Gastronomie-Direktor und ihm aufgrund seiner wahnsinnigen Akribie,
wenn er Wein verkostet. Also es war ja zeitlos sowohl vom Verkosten als auch vom Beschreiben. Ja, also man, das war wirklich ein wirklich ein ganz großer Verkoster, der natürlich so seinen ganz eigenen Stil hatte. Der ist schon sehr stark in die Aromen immer reingegangen und so. Und da war er unheimlich gut. Hängt wohl auch damit zusammen, dass sein Bruder war ein Fachmann für Aromen, leider bei Nestlé, aber ja, in der Schweiz. Und da liegt wohl was
in der Familie. Aber ich glaube, der kommt tatsächlich aus dem Restaurantfach, also quasi Kellner oder so. Ich kannte ihn auch nur als Restaurant-Direktor für die Steigenberger Gruppe. Ich meine, der wäre sogar auch Hoteldirektor früher gewesen. Okay. Ja, was war so eine allgegenwärtige Persönlichkeit? Und ja, was ich großartig fand, dass man
egal mit welcher Frage ihm behältigen konnte. Und zum einen hatte er eine Antwort, aber zum anderen war er auch immer bereit, diese Antwort zur Verfügung zu stellen, deshalb auf eine sehr freundliche. Aber und das fand ich so toll, auch sehr bestimmende Art. Also er war ganz so, ganz straighten und diese ganze, also man hatte gar keine Lust zu diskutieren, wer man wusste, man hat kein Recht. Ja, genau. Das war schon das Wort des Herrn, ja, und das
gilt. Und er hat ja auch so einen besonderen Humor gehabt, nämlich nicht so mal alle richtig gut verstanden hatten. Ja, das stimmt. Da muss man manchmal zweimal nachdenken. Was ja nicht gegen ihn spricht, also grundsätzlich. Aber bei dem Wettbewerben ging es dann bei dir weiter. Bis zur Trophi-Royna, glaube ich. Da ging es weiter. Ja, genau. Also habe ich teilgenommen, da war ich dann ganz gut. Damals gab es ein badischen Wein-Kellner-Wettbewerb,
so hieß der. Genau, da war ich, glaube ich, mal dritter oder so was und dann gab es ein Wettbewerb der Sopexa für den besten Sommelier Deutschlands mit französischen Weinen und Spirituosen. Da ging es also nur um diese Produkte. Da war ich auch ein, zweimal ziemlich gut, glaube ich, zweiter oder dritter oder so. Und dann kam die Trophi-Royna, also besser Sommelier Deutschlands und Europas. Das habe ich direkt hintereinander in einem Jahr gewonnen. Wahnsinn.
Ja, und dann habe ich gedacht, jetzt ist es langsam Schluss. Ich bin dann durch Zufall, weil ich jemand vertreten hatte, bin ich dann auch noch mal in der Weltmeisterschaft gelandet, aber da hatte ich einfach nicht genug Zeit gehabt zum Vorbereiten und so. Und da war ich auch nicht mal im Halbfinale. Aber es war eine wunderschöne Reise. Das war damals in Rio de Janeiro. Das war ziemlich cool. Ja, und da ist ja dann, glaube ich, wirklich der olympische Gedanke, dass man einfach dabei ist
und dass man das für sich selber auch mitnimmt und die Mehrwert heraus. Ich glaube bei jedem Wettbewerb, dass das dann irgendwo an der Lerde kommt. Du lernst unheimlich viel bei diesen Wettbewerben. Du bildest natürlich auch ein Netzwerk. Da muss man jetzt gar nicht als Netzwerker dahin, sondern das geht automatisch. Und das ist natürlich wunderbar, weil das sind Beziehungen, die laufen jetzt schon, naja, also wenn ich jetzt mal Anfang der 90er Jahre, also jetzt 35 Jahre fass.
Wahnsinn. Und es wird dort auch noch das Handwerkliche gepflegt. Das finde ich halt so unglaublich wichtig und so präsent. Es gibt ja, glaube ich, die Möglichkeit, sich als Sommie-Meister ausbilden zu lassen in Deutschland. Und da ist, glaube ich, kaum eine bis keine Stunde Handwerk
dabei. Also wo man lernt, wie man richtig dekantiert, wie man diesen alten Kram natürlich auf der einen Seite, der aber natürlich ganz viel Ästhetik mit dabei hat, der sehr viel Tradition, wo die Abläufe ja auch eine gewisse Sinnhaftigkeit irgendwo haben und es wird nirgends, also wirklich nirgends mehr
vermittelt. Das finde ich so schade. Und ich habe das ja damals rauf und runter gebletet und in welche Westentasche dann die Staniolkapsel kommt und so weiter, das habt ihr im Schlaf gemacht. Ja genau, also diese Sachen, klar, hast du natürlich immer so Vorgaben gehabt, wie was durchzuführen ist. Das ist natürlich schon auch wichtig, damit ein gewisser Standard in der Branche herrscht und das finde ich sehr gut, dass es heute immer noch sehr intensiv bei diesen Wettbewerben
abgefragt wird. Aber das sind eben nicht nur diese Dinge, sondern auch zum Beispiel jetzt hier hast du eine Magnumflasche, die schenkst du jetzt bitte aus in 18 Gläsern, so dass alles gleichmäßig ist und am Ende in der Flasche nichts mehr drin ist, du darfst aber nicht wieder zurück zum letzten Glas
um nochmal nachzuschenken. Soche Dinge, um einfach diese berufliche Praxis, die ja häufig auch bei, die häufig einfach vergessen wird in der Somellerie, dass das mehr in den Vordergrund kommt, auch die Arbeit mit dem Gast, weil letztendlich in Somellerie ist ja jetzt nicht nur ein Weidexekon auf zwei Beinen, das finde ich gar nicht mal so wichtig, sondern Somellerie ist ja ein Gastgeber und der hat ja die Aufgabe dem Gast ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten und das ist viel
mehr als irgendwie nur ein Wein zu dekantieren oder über eine Rebsorte zu schwadronieren. Das stimmt und ich finde, vieles sollte in gewisser Weise auch erhalten bleiben oder sollte man in irgendeiner Form auch weiterführen. Einfach wählt es ja doch eine sehr traditionelle oder traditionsbewusst Handwerklichkeit oder ein Berufsstand ist und ich finde es dann schade, dass das so ein Vergessenheit
gerät. Du warst ja dann wahrscheinlich auch zu den Zeiten, ich weiß nicht, ob du dann schon in der Wielandshöhe warst, als du diese Wettbewerber hattest, aber in der Wielandshöhe darf ich dich kennenlernen dürfen, da warst du ja in Stuttgart und Umfeld die große Nummer, also was ist die Nummer eins, wieviel, zum einen konntest du aus den Wettbewerben dort mit reinnehmen in die Praxis und wieviel
ist da jetzt in deiner jetzigen Gastronomie in der Weinbar noch im Brich geblieben? Also haben sich die Zeiten geändert oder hast du eine Sinnhaftigkeit noch manchen Dingen gesehen oder?
Ja, also natürlich diese ganzen Abläufe, also ich mache eigentlich jetzt auch hier in der Weinbar die Sachen nicht viel anders als ich es damals in der Wielandshöhe gemacht hatte und in der Tat das so recht, also als ich den Europawettbewerb gewonnen hatte, da war ich schon in der Wielandshöhe, habe ich 1991 angefangen und war dort bis 2001, zehn Jahre, genau, man sehen sehr spannende Jahre
wie der Familie klingt und ja, also im Prinzip den Weinzweifel, den ich jetzt mache, der unterscheidet sich nicht besonders davon, es ist natürlich nicht so nicht ganz so förmlich, also ich erlaubt mir auch mal eine Flasche Wein einfach so in der Hand aufzumachen und zum dekantieren nämlich keine Kerze mehr, sondern eine LED-Lampel, das funktioniert viel besser und ist einfacher und bei uns kommt
die Flasche auf den Tisch beispielsweise, das heißt also es wird nur die erste Runde eingeschänkt und dann macht es der Gast selbst, also da ist schon, sagen wir mal, das ist nicht so der steife Service sowieso nicht, aber ich habe es immer, ich mache immer alles gerne so, wie ich es als Gast selber am liebsten hätte und ich finde es immer super, wenn ich mir selber nachschenken kann, weil ich immer so gerne und viel und schnell trink und dachte, ich gibt vielleicht auch ein paar Gäste,
der geht so und es spart ein bisschen Arbeit, also das unterscheidet den Service, aber alles andere, also Temperaturen, Auswahl der Gläser, Karaffe, Karafieren, dekantieren, nicht Karafieren, also das ist alles gleich. Ich glaube auch, wenn man das einmal drin hat, dann ist es egal, wo man ist, dann wird man sich automatisch nicht degradieren oder wird man seine eigene Arbeitsetik auch nicht reduzieren, weil wenn man zu diesen fließenden Arbeitsablauf hatten, es ist auch nicht so viel
Mehrwert, man muss nur darum wissen und es können, also welche Weile. Den Kohlst brauchst du unbedingt für deine Arbeit? Gibt es da irgendwas, wo du sagst, darauf möchte ich dich nicht verziehen?
Korgenzieher natürlich. Ja, auch eine Zeit von Schraubern. Ja gut, mit dem Schraubverschluss ist mir am liebsten, ja also ich brauche kein Korgen mehr in meinem Leben, aber das ist ein Wunschdenken, also deswegen braucht man einen guten Korgenzieher und für schwierige Fälle habe ich auch noch so einen Federkorgenzieher, den ich dann manchmal einsetze und klar, Karaffe und statt einer Kerze
habe ich halt so eine kleine LED-Lampel. Kann man auch sein Smartphone nehmen, geht genauso, aber sieht vielleicht im Service ein bisschen komisch aus. Kann vielleicht ein paar Wurze beantworten. Die Lampe ist auf der Rückseite. Klar, Karaffen habe ich schon gesagt, klar, so einen Flaschenkorb oder den Kantiersteiner brauchst du und was ich ein ganz tolles tul finde und das beste überhaupt ist Dropstop. Also das ist super, also machen wir immer bei den Rotweinen oben rein und das ist
das ist ein tolles Arsch. Bringt schon viel, ja, was darauf kannst du zuerst verzichten. Also nicht von denen, die du jetzt erhast, sondern in der allgemeinen großen Zubehörwelt. Ihr habt ja bestimmt auch das eine oder andere bei euch im Laden, im Verkauf oder beziehungsweise hin und wieder die Nachfragen, dass jemand kommt und sagt, haben sie nicht eventuell einen Kühlschrank? Ja, haben die Leute
ja oder so diese Turbo aus Giesa oder so, die jetzt die Weine extra belüften sollen. Also das ist echt überflüssig wie ein Kropfer. Ja, in der Tat. Also ich glaube, außer den essenziellen Sachen braucht man eigentlich nichts. Also es sind die aufs Wesentliche heruntergebrochen und selbst ein Thermometer erübrigt sich manchmal, wenn man ein gewisses Mundgefühl hat oder eben auch ein Champrer-Kühlschrank, der das auf einen Temperatur runterkühlen kann beziehungsweise auch jeder,
wie kalt Eis ist. Also daher lässt sich das relativ schnell auch herleiten, was man da hat. Wie wichtig sind Gläser dabei für dich? Ja, gut, beim Gläsern bin ich jetzt wirklich sehr down to earth. Bist du? Ja, total. Also das Thema finde ich total überzogen. Das ist so ähnlich wie in der High-Fidelity, wenn die Leute so anfangen über Kabel zu reden und so. Aber ist das auch überzogen? Es bringt doch
eigentlich bei Kabel. Ist schon der Unterschied, ob du jetzt ein 10 Cent Kabel hast oder ob du keine Ahnung, 5 Euro Kabel grundsätzlich? 5000 Euro Kabel. Manchmal ja, aber das kommt auch immer auf die Anwendung drauf an. Also ich habe ja schon auch eine sehr hochwertige Anlage bei uns in unserer Weinbar. Kommen wir vielleicht später noch mal dazu und da sind, da habe ich laut Spricherkabel, kostet ein Meter vielleicht 20 Euro oder so. Da fragen immer alle, was sind
das für Kabel und sind immer ganz ganz erstaunt. Natürlich könnte ich auch welche nehmen die 10-fache oder 15-fache kosten und vielleicht würde es auch ein bisschen besser klingen, aber anders. Aber es muss nicht unbedingt besser sein. Und wenn ich jetzt dieses Thema mit den Gläsern sehe,
das kann ja am Ende jeder so machen, wie er will. Und wenn ich jetzt ganz hochwertige Gläser habe und das direkt vergleiche, dann kommt vielleicht raus, dass der Wein sicherlich anders riecht und schmeckt aus diesem Glas, vielleicht auch ein bisschen besser, vielleicht auch ein bisschen präziser. Aber auf der anderen Seite, wenn du sowieso nicht verkosten kannst, dann nutzt es so ein Glas, auch nichts. Und wenn du gut verkosten kannst und Spaß am Wein hast,
hast du es auch mit einem etwas einfacheren Glas. Und ich finde, ein Glas muss natürlich, muss ein Weinglas gut sein, das muss eine entsprechende Form haben. Für mich soll es auch eine entsprechende Ästhetik haben. Aber was da jetzt hier so an einschlägigen Marken unterwegs ist, 50, 60 Euro des Glas plus minus, davon habe ich mich schon lange verabschiedet. Also brauche ich nicht. Wer es haben möchte, gerne. Es stimmt auch gut. Aber da kaufe ich mir lieber eine Flasche
weit dafür. Ich finde es nur manchmal schade, aber das kann vielleicht auch mein persönliches Problem oder Thema sein, wenn sich jemand so viel Mühe gibt, eben von Winzer's Seite. Und auf die letzten Metern versorge ich es dann in dem Sinne. Oder der Wein ist so perfekt. Ich habe nicht die Chance, das entgültig auszukosten. Manchmal bin ich vor einem Glas und ich habe so dieses Gefühl, das wirkliche Öffnen fehlt dann noch. Und wenn ich ein anderes Glas nehme,
dann hilft mir das. Dann kann ich den Wein nochmal von einer Seite betrachten, kann ihn schmecken. Und dann geht es bei mir über das eigentliche Wein schmecken, sondern mir in Richtung Wein erleben. Ich bin auch kein Riesenfender davon, dass man 20 Gläser für Pino Norbrauch. Das finde ich nicht so ideal. Aber wenn man da eine gewisse Glasästhetik hat, die Preise, die du aufgerufen hast, sind
natürlich für mundgeblasene Gläser dramatisch, welches auch Handwerk ist. Aber es ist vielleicht auch so meine Ansicht und eine Gastronomie, wo man auch anders rechnen muss, ist das vielleicht immer noch mal ein anderer Ansatz. Ja klar. Also wie gesagt, das viele Wege führen nach Rom. Und am Ende kann das uns so, dass auch jeder so machen, wie er es für richtig hält. Nur für mich ist es nicht mehr so wichtig. Also wir haben jetzt hier bei uns in der Weinbar, ich glaube, 1, 2, 3, 4,
Weinglasform. Also ein normales Weisweinglas, ein Bogunderglas, das wir auch als Champagnerglas nehmen. Gott sei Dank hat es nämlich auch ein Museumblut. Und dann haben wir ein Bordeauxglas. Und dann haben wir noch einen so für verstärkte Weine und Spiritosen. Und damit komme ich eigentlich super durchs Leben. Und die habe ich auch zu Hause, die gleichen Pläne. Hast du eine Firma, die du da hast? Also das Zwiesel. Ja, alles Zwiesel. Und das finde ich ganz klasse. Natürlich könnte ich
das auch vergleichen. Aber weißt du, bist du da fertig, bist du mit dem vergleichen, habe ich die erste Tasche schon getrunken und genossen. Das gibt es auch, jetzt mache ich schon wieder so eine High Fidelity-Kammer im Vergleich. Also es gibt so Leute, die hören dann immer so Test-Schallplatten und hören sich dann eben verschiedene Kabel an oder verschiedene Lautsprecher oder irgendwelche
verschiedenen Komponenten und vergleichen das da in der ganzen Zeit hin und her. Und dann hören sie sich so ganz absurde Schallplatten oder Aufnahmen an mit irgendwelchen Geräuschen oder irgendwelche Musikstücke, die ganz schrecklich sind, aber die irgendeine Passage haben, die so ganz besonders kritisch ist. Und dann sitzen die den ganzen Abend da und hören sich dieses Zeug sahen. Und ich sitze lieber da und genieße die Musik, die da rauskommt. Und so ist es beim Weinen auch.
Das gibt natürlich einen Unterschied. Einmal bin ich rein am Verkosten oder sitze jetzt zu Hause mit meiner Frau und genieße. Das sind auch nochmal zwei Unterschiede und dann ist das gar nicht so wichtig, das letzte Quentchen. Weil dann verkost ich auch nicht, sondern dann switcher ich schön einen weg. Ist das der Moment, wo du Wein trinkst oder wann trinkst du einfach Wein ohne das ist der Moment, wo du selber bist und so wie jeder andere? Also ich mein, du kannst
natürlich den Somelier nie ganz ausknipzen. Das geht nicht. Weil vor allen Dingen, wenn irgendwas bisschen blöd schmeckt oder bisschen komisch ist oder wenn du vorhin sagst, der öffnet sich jetzt gerade nicht oder so. Da kommt natürlich dann auch manchmal ins Grübeln, warum ist es so und so. Aber das versuche ich zurückzudrängen und dann so im Privaten genieße ich den Wein und wenn ich verkosten muss, dann ist es natürlich wirklich mit 105 prozentiger Aufmerksamkeit aufs letzte
Detail auch über die ganze Länge des Verkostens. Sei es jetzt hier in der Weinbarmel, die Wein für die Gästeverkoste oder auch natürlich für die Selektion, für die Weinhandlung oder so. Also das ist schon wirklich mit äußerster Konzentration wird das gemacht und im Übrigen werden da ja auch eher einfache Gläser genutzt. Also wenn du irgendwo bei Verkostung bist, stehen ja nicht die Gläser mit dem großen Z oder so. Das stimmt, was ich aber manchmal auch schade finde, weil der
Wein innerhalb von kürzester Zeit alles geben muss. So ein Wein hat ja bei einer Verkostung manchmal eben nur, ich will gar nicht auf dieses Glastthema so überstrabazierend eingehen, aber ich finde Verkostung manchmal sehr undankbar. Wenn Wein, gerade wenn es ein besonderer Wein ist, lebt er von der Entwicklung oder von der Entwicklungsmöglichkeit, diese perfekten Wein, die
ihr vor uns getiert hast, haben ja genau das nicht. Die sprechen nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu mir, sondern haben diesen einen Montonton, den sie halt am Anfang präsentiert und wie so ein Sprinter sofort rausgeschossen haben und verstehen es nicht, wie Marathonläufer sich zu entwickeln
und immer wieder eine andere Facette zu geben. Und in einer Verkostung hat man eben nur diese diese fünf Minuten maximal, wo man den Wein, das heißt jetzt in Wiesbaden bei der großen Wechsverkostung oder sonstiges eigentlich betrachten kann, wenn man halt diese Fülle der Wein dann irgendwo bewältigen muss und da finde ich, und da finde ich es eigentlich auch sehr gut, dass man jetzt zum Beispiel in Wiesbaden halt auf die Gläserauswahl sehr viel Wert legt und da sehr
besondere Gläser nimmt und darauf achtet und diese Gläser die bei... Ja, genau. Also da hast du absolut recht. Also ich meine, die vielleicht haben wir uns da auch nicht so richtig verstanden, also die... Das muss schon ein gutes Weinglas sein. Wenn man jetzt mal sich die Weingläser in Wiesbaden anguckt, da sind das sehr gute Weingläser, aber die jetzt nicht... Das ist jetzt irgendwie nichts Exorbitantes oder so, sondern die sind einfach sehr gut. Und das ist natürlich als Werkzeug
absolut wichtig. Also das ist auf jeden Fall und wenn du sagst, du hast fünf Minuten zum Wein probieren, das ist schon ganz schön viel bei so einer Mammutprobe. Eigentlich ist es ja sogar viel weniger und da gehört natürlich dann auch viel Erfahrung und auch eine gewisse Vorstellungskraft dazu, wie sich jetzt so ein Wein auch in Zukunft entwickeln könnte. Und ich kenne auch Leute, die sagen, die probieren Stur, danach widerweilen sich jetzt gerade entwickelt und bewerten auch so.
Und das finde ich ein bisschen problematisch. Ich finde auch problematisch. Weil diese Bewertung ist ja dann auch einen Tag später hinfällig. Von dem her ist es für keinen nachvollziehbar und macht in dem Sinne keinen Sinn. Wenn eine Sache von Zommies richtig stiefmütterlich behandelt wird, dann ist es ohne Frage die große Welt der Spirituosen. Natürlich hat jeder von uns ein Grundwissen darüber, weiß wie das eine erzeugt wird, wie das andere gemacht wird, was das eine geschmacklich
darstellt oder das andere spezifiziert. Aber so ein richtiges Tiefenwissen hat kaum jemand. Wahrscheinlich, weil wir mit dem vielen Wein probieren, die Weinwelt ist ja so immens groß, kaum noch Zeit oder manchmal auch Trinkfenster haben, um besondere Spirituosen aufzuschlüsseln, deklinieren oder einfach probieren zu können. Und eine dieser Welten ist die Whisky-Welt. So großartig. Und wenn man sich einmal damit beschäftigt, so tiefgreifend, so besonders und doch,
und das finde ich wiederum spannend, so leicht verständlich. Und das Besondere bei diesen Getränken ist, dass ganz viel über Geschmack hergeleitet, beschrieben, erklärt oder genossen werden kann. Und konkret habe ich im Sinn den Heaven Store Tennessee Straight Bourbon Whisky. Ein Whisky, den ich sehr faszinierend finde, weil er in seinem Arombild so typisch und untypisch so
besonders und trotzdem nicht zu schräg ist. So die erste Attacke in eine ganz leicht süße Vanille Caramel getragen von etwas schwereren, richtig kräftigen Honig-Zimt und leicht Muskatnussaromen. Eine ganz zarte aber verspielte Rauchigkeit, typisch für Tennessee Whisky und einer verspielten, sehr subtilen Frucht und dann diese wunderbare Länge und Wärme im Abgang. Um diesen Whisky zu verstehen, muss man definitiv wissen, dass er aus Maisrocken und gemelster Gerste hergestellt
wird. In komplett jungfräulichen Fässern von amerikanischer Weisarche gelagert wird, was zu einem sehr hohen Prozentsatz sowohl für die Aromtypicität als auch für die Farbe verantwortlich ist. Doppelt so viel Zeit wie bei normalen Whiskis nimmt man sich in der Dysselerie und der Whisky wird ein ganz klein Mengen produziert, um die Qualität zu gewährleisten und jede einzelne Flasche wird von Hand abgefüllt nummeriert, was sehr wahrscheinlich die Außergewöhnlichkeit
dieses Whiskis erklärt. Die Aromenentwicklung von der ersten Attacke bis hin zu den sehr gehaltvollen schweren Aromen, die Balance am Gaumen, die Präsenz, die Intensität, die extreme Ausgewogenheit. Also keine der typischen Aromen wie Vanille, Caramel, Honig, Gewürze, Eichen, Holzraurigkeit oder Fruchtaromen ist zu dominant, sondern sie sind alle auf einer Ebene in diesem Whisky implantiert und werden zugleich sich langsam entwickeln präsentiert. Und es ist ein absoluter
perfekter Whisky für den heutigen Podcast. Denn das, was während derzeit in seiner jetzigen Haupttätigkeit verbindet, ist Wein und Musik in seiner Hyphen-Deletever. Und was diesen Bourbon in unvergleichlicher Weise spezifiziert, ist die einzigartige Verbindung zu Musik. Das heißt so kreativen Welt von Bob Dylan. Dieser Bourbon ist nicht nur ein Getränk, sondern eine Umarsch an
die Kunst und die Leidenschaft für Musik und Handwerk. Es gibt definitiv in der Whisky-Welt keinen vergleichbaren Geschmack zu Heaven's Door, da sein Charakter und auch seine Geschichte einzigartig sind. Diese Marke wurde in den frühen 2000er Jahren von Bob Dylan, einer der größten Musiker aller Zeiten ins Leben gerufen. Ja, sie haben richtig gehört. Der legendäre Singer-Songwriter Bob Dylan ist nicht nur ein Meister der Musik, sondern auch ein leidenschaftlicher
Kenner von Bourbon Whisky. Und ich habe das Gefühl, man kann ein wenig Musik in diesem Bourbon schmecken. Wenn du selber verkostest und bewertest, würdest du für die Weinbar anders verkosten und bewerten, als für den Handel? Also hast du da andere? Nein, eigentlich nicht. Das ist eigentlich immer das Gleiche. Ich bin auch so ein Überzeugungstäter. Also ich könnte nie einen Wein verkaufen, von dem ich nicht überzeugt bin. Also von daher sind da eigentlich die gleichen Maßstäbe und auch
die dieselben Techniken vorhanden. Wobei man natürlich sagen muss, die Weine, die ich in der Weinbar verkaufe, die kommen alle aus unserer Weinhandlung. Und das heißt, die habe ich ja schon selektiert. Also da gibt es vielleicht andere Gründe, warum jetzt ein Wein hier auf der Weinkarte ist im High-Fidelity oder warum er nicht drauf ist. Aber grundsätzlich bin ich ja schon mal mit den Dingen einverstanden, die aus denen ich schöpfen kann. Wenn du mit deiner Frau auf
den Sofa sitzt, ist es dann Alltagsweine, die du trinkst? Also hast du ein Alltagswein? Hast du irgendwas, was im Amkutzschrank steht und wo du dann morgens nach dem Kaffee gleich hingehen kannst und fast blind? Dann wird es zitternd aufhört. Wir lachen noch. Das Problem habe ich jetzt Gott sei
Dank nicht. Noch lachen wir genau. Es ist eigentlich eher ein trauriges Thema, weil da gibt es ja doch das eine oder andere Beispiele, wo es da nichts mehr zu lachen gibt und da muss man schon ganz schön aufpassen. Ist auch wirklich ein sehr wichtiges Thema. Aber auch etwas, wo man auch ganz vielen so ein bisschen auf die Finger klopfen sollte oder eben auch Kollegen viel mehr aufeinander achten
sollten. Und weil das ist, jetzt bin ich abschweifend. Ich behalte eine Frage im Hinterkopf. Also ich habe selber die Erfahrung gemacht, du bist ja, ich will zu kein Anti-Vine-Podcast raus werden lassen, aber trotzdem Bewusstseins-Podcast, weil es jedoch ein Kulturgut ist und das auch ganz schnell
zu Droge werden kann. Aber du bist ja den ganzen Tag in dieser Wohlrede dessen und selbst wenn dann jeden Tag und jeden Tag ein, zwei, drei Flaschen trinkst, dann hat man immer noch kein schlechtes Gewissen dabei und das ist dann halt, wo Kollegen vielleicht auch ein bisschen aufeinander schauen sollten und sagen sollten, du mach mal nicht nur eine Woche alkoholfrei, sondern vielleicht mal ein
paar Monate. Ja genau, also wir haben viele gute Ausreden. Aber klar, ich meine der Weinkonsum, den wahrscheinlich du genauso hast wie ich, der ist auf jeden Fall, hebt er schon den Durchschnitt an. Und also da muss man schon sehr, sehr vorsichtig damit umgehen und also da gibt es bei mir schon auch ein paar eiserne Regeln. Also im professionellen Bereich, gerade was jetzt die Weinhandlung an
betrifft, Weinproben und so, da trinke ich keinen Schluck, geht nicht. Außer wenn es mal wirklich ganz, ganz außergewöhnlich ist, dann geht mal ein Schluck rein, aber es wird wirklich absolut konsequent gespuckt und das geht natürlich nicht hier im Service, das heißt da musst du den Probeschluck auch trinken, das ist nicht so wenig den ganzen Abend und da muss man natürlich aufpassen, dass da dann anschließend nicht so viel dazwischen. Also ich glaube ich bin jetzt nicht so der
jenige der jetzt suchtgefährdet ist, aber da muss man wahnsinnig aufpassen. Aber der Alltagswein, ne den habe ich eigentlich nicht, ich wohne ganz genau gegenüber von meiner Weinhandlung. Das ist eine schreckliche Weinkälle und da geht der Nachschub nie aus und ich muss ja auch immer wieder, wichtig, dass ich ja immer wieder auch verschiedene Weine aus dem Sortiment probiere,
um auf dem Laufenden zu bleiben und auch mal um die Entwicklung der Weine zu verkosten. Und also das heißt wenn ich mit meiner Frau auf dem Sofa sitze und ein Wein trinke, dann ist es meistens ein anderer und das ist sehr unterschiedlich. Also das ist tatsächlich öfter auch mal so im Bereich Alltagswein, dann ist es wieder auch mal ein großer Wein und dann meistens so irgendwo dazwischen.
Kannst du die Weine oder siehst du die Weine dann anders, also würdest du einen Wein anders beschreiben, sehen, skizzieren, deklinieren, wenn du mit deiner Frau auf dem Sofa sitzt oder wenn du mit Freunden unterwegs bist oder wenn du hochfokussiert irgendwo, ich im Labor oder wo auch immer die Weine probierst, oder ist da mehr oder weniger der Berntaste, der immer sich durch die Situation durchforstet und du kannst sagen, egal ob ich jetzt in der Toskana euphorisiert im Olivenhain sitze
oder bei mir in der Weinbar, ich kann das immer gleich empfinden. Ja, das ist nicht so. Also die, ich unterscheide zwischen der professionellen Weinverkostung und privaten, der hedonistischen. Das heißt privat, lass mich da gerne euphorisieren und gebe mich da auch gerne ein Wein total hin. Aber wenn es um das berufliche geht, dann versuche ich zu 100% sachlich zu bleiben, das ist manchmal
ein bisschen schwierig zum positiven wie auch zum negativen hin. Aber das bin ich mir und meinen Kunden schuldig, dass ich mich da möglichst nicht hinreißen lasse zu irgendwas wie gesagt positiv oder negativ. Da versuche ich also Emotionen soweit, es geht aus zu blenden, aber man muss natürlich zugeben, da menschels halt auch immer wieder. Und wo siehst du dich am objektivsten, also für deine Kunden mehr oder weniger, dann wenn du der Profi bist oder dann wenn du
wenn du mensch bist. Gute Frage, es kommt darauf an wie man das sieht. Also, ja, also die schwierige Antwort. Für manche Leute wäre es vielleicht am nützlichsten, wenn ich nur das reine hedonistische menschliche da reinbringen würde. Aber ich glaube für die meisten ist es sinnvoll, wenn ich der analytische Verkoster bin, der so ein Wein in alle Richtungen dreht und wendet und von allen Punkten aus sich anschaut und alles was man berücksichtigen kann in seinem Urteil
berücksichtigt. Weil dann kann ich mich hinterher vielleicht loslassen und dem Wein sozusagen hin geben, dem Wein genuss. Aber erst mal muss so die Qualität stimmen oder das was ich als Qualität definieren würde, so würde ich vielleicht her sagen und danach kommt der unbedingte Genuss. Aber erst mal muss es, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Wann warst du am meisten zommel je? Ich hatte die Situation persönlich, dass irgendjemand mich in der Bar fragte, das ist ja eigentlich schade,
ob ich es vermisse, Sommel je zu sein, dass ich kein Sommel mehr bin. Und dann habe ich ihn damals zur Antwort gegeben, also dass ich noch nie so intensiv Sommel je war, wie ich dort in der Bar war. Weil ich halt werde einen Auferkauf und so weiter. Wie ist das bei dir? Wann warst du am meisten in deiner Idealisierung von Sommel Sommel? Warst du es im Restaurant, in der Wielandshöhe?
Bist du es im Handel? Bist du es in der Bar? Wenn man das so trennen kann, also letztlich sind es ja alles mehr oder weniger deine Unternehmen, aber man hat ja doch immer unterschiedliche Umgangsformen mit dem Wein, mit den Kunden in der Beratungsart und Qualität. Total. Total. Also der wesentliche Unterschied ist ja zwischen der Tätigkeit im Handel oder allen Tätigkeiten Wein, auch im Schriftstellerischen, da war ich ja auch mal ziemlich lange ziemlich intensiv drin, dass du
überhaupt keinen Kontakt mit den Konsumenten hast. Das heißt, du kümmerst dich nur um den Wein und Basta. Im Handel ist es nicht ganz so, natürlich empfällst du da eine, aber in der Sommellerie ist es ja so, du bist dabei, wenn der konsumiert wird. Also das heißt, du musst deinen Kunden in die Augen schauen, wenn der das von dir verkaufte Getränk dazu sich nimmt. Und ich glaube, und diese Intensität,
die ist genau gleich im Sternerestaurant wie auch hier in der Weinbar. Aber im Handel ist das überhaupt nicht da. Und ich glaube, das ist der wesentliche Unterschied. Diese unmittelbare Anwesenheit beim hoffentlichen Genuss oder auch beim Nichtgenuss kann ja auch mal passieren. Das ist zum Glück selten. Hast du für dich einen perfekten Ort für Wein, wo du sagst, also du hast ja Restaurant, du hast die Bar, du hast das Sofa mit deiner Frau, du bist viel unterwegs.
Gibt es für dich so die idealisierte Vorstellung, wo man sagt, da kann der Wein sich perfekt entfalten oder ist das wieder der Gläser Effekt und du sagst, nein, eigentlich geht es ums aktive Trinken? Nein, man sollte es nicht überstrapazieren. Das ist mich so formuliert, dass wenn ich wieder die falsche Schiene komme. Nee, also ich glaube, ich sehe das eher als Situation zu gebunden. Ich glaube, es ist eher andersrum. Es gibt immer den richtigen Wein für die richtige Situation.
Schöner Gedanke. Also wenn ich, ja, also das ist so, zum Beispiel, wenn ich so an meinen Weinberg denke, da ist dann auch so ein Wiesen- und Gartengrundstück dabei. Ich habe da so mit großer Begeisterung, habe ich da auch ein Gemüsegarten und Tomaten und so gepflegt, 50 verschiedene Tomatensorben
und so weiter und so fort. Ja, das ist toll. Und wenn du dann im Sommer und am Kirschbaum sitzt und ein Picknick hast und dann packst du so einen schönen, kalten Trollinger aus, vielleicht sogar vom eigenen Weinberg und nicht geschweffelt und so, dann ist es der beste Wein für diesen Moment, den es überhaupt gibt. Da gibt es nichts Besseres. Und deswegen ist der Wein dafür das allerbeste.
Und wenn ich irgendwo beim Grillen auf der Terrasse mit ein paar Leuten mich unterhalte und es läuft noch eine Musik im Hintergrund, dann gibt es nichts Besseres als ein Sauvignon Blanc, weil der kommt gegen die Musik an, der kommt gegen das laue Lüftchen an, was da offen auf der Terrasse weht. Und ich riech und schmeck trotzdem. Da kann ich nicht mit so einem subtilen Wein ankommen. Den
kann ich aber unheimlich gut gebrauchen. Wenn ich so ein tolles Gericht habe, was weiß ich, irgendein wunderbaren Steinboot oder ein Hummer oder so, dann habe ich so einen ganz fantastischen Chablis im Glas. Und dann kann ich diese Vorzüge gut genießen. Also ich glaube, für mich ist es eher tatsächlich situationsbezogen. Wenn du ein Wein wärst, welcher wärst du?
Wenn ich ein Wein wäre, kann man Wein sein. Also wenn ich ein Wein wäre, dann wäre ich wahrscheinlich so ein Madeira, weil der kann ziemlich lange ziemlich faul im Fass liegen, ohne dass irgendwas passiert. Also das, was ich als letztes zugesprochen hätte, wäre Faulheit. Also daher das. Ich bin gerne Faul, aber irgendwie linksmendi. Wahrscheinlich die Dinge, die man immer ganz gerne leben möchte, aber dann doch nicht irgendwie im Bögen kommt. Woher kommt deine intensive Faszination und auch
das Ausleben für Musik und dann auch diese Verbindung innerhalb der Bar? Gibt es da einen Wursprung für oder ist es eigentlich in der Kultur gut wie Wein? Ja, also ich glaube schon, das habe ich schon länger. Das kam irgendwie so, so in meiner Jugend habe ich mich einfach für Musik interessiert und das, was man so im Radio gehört hatte, diese Hit-Beraden und so und dann hast ich ja mit dem Kassettenrekord da früher, muss man das glaube ich noch erklären, was es ist oder
war. Also da konnte man Dinge direkt im Radio aufnehmen und das war quasi das Todesurteil für ein Moderator, wenn der einen Titel reingekwatscht hat, weil alle Leute immer ihre Musik aus dem Radio aufgenommen hatten und dann musste der die Klappe halten bis die letzte Note ausgeklungen war und so habe ich halt angefangen und dann habe ich mich einfach dann auch für andere Sachen
interessiert. Ich bin ziemlich neugierig, was für sich klassische Musik, Jazz und so und ich komme aus einem ganz einfachen Gastwirtfamilie und da hat man nie Wert auf solche Sachen, Gelegtkultur und so, da gab es keine Zeit dafür, das heißt es gab sofort alleine und damit habe ich mich dann immer beschäftigt und in meiner Kindheit habe ich auch mal angefangen, Gitarre zu spielen, als ich dann den zweiten Lehrer verschlissen hatte, war mir dann klar, lass es
lieber sein und dann habe ich mich auf den Konsum verstärkt und das funktioniert gut. Okay, gibt es für dich ein Instrument, was Wein perfekt reflektieren könnte? Naja, wenn ich jetzt den Wein in seiner Allgemeinheit sehe, mit seiner unendlichen Bandbreite und Ausdrucksform und Ausdrucksmöglichkeiten, da gibt es eigentlich nur ein Instrument, das dem nahe kommt oder es eben auch so ist, ist die Orgel.
Das hatte ich genau in dem Moment, das hat bisher noch keiner gesagt, aber in dem Moment, als du das so anmoderiert hast, da dachte ich auch, wieso hat eigentlich noch keiner Auge gesagt, weil es stimmt eigentlich, aufgrund des einzigen Instruments, das packt alles, komplett vom tiefsten Bass bis in die höchsten Höhen, leise, laut, die fliegen die Ohren weg, so alles, da ist alles drin. Du kannst dich schnell tunwechseln und das Vibrierende dabei und ja, Wahnsinn, schöner Gedanke.
Und wenn du in der Bar, also suchst du Musik gezielt aus, kuratierst du den Abend oder die Weine oder welche Musik passt zu Wein? Ja, letztendlich eigentlich alles. Also die, man könnte natürlich schon, sag mal mal, Eigenschaften eines Weines mit Eigenschaften von Musikstücken verbinden, das geht. Manchmal ist es ein bisschen weit hergeholt. Ich bin eher so für einfache Lösung.
Und also, also ich mache so, also wir legen ja fast nur Jazz auf oder ich lege fast nur Jazz auf und zwar Langspielplatten, Heschläs, die von A bis Z auch durchgespielt werden. Und manchmal ist es tatsächlich so, dass ich mir ein Thema vornehme oder ein paar Platten vornehme und mir dann auch schon die Reihenfolge festlege, wie die gespielt werden. Und meistens ist es aber so, dass ich mit irgendwas anfange und dann nimmt es so seinen Lauf.
Und das ist immer schon auch so eine Abfolge, die dann stimmen muss. Aber das ist häufig auch so ein Feedback mit den Gästen, Stimmung und so. Also ich hab's nicht so gerne, ja, I don't take requests. Also so Musikwünsche und so, hab ich jetzt nicht so gerne. Manchmal schon, manchmal hilft mir das auch auf die Sprung. Ah ja, das passt jetzt eigentlich gut. Und es ist auch so, du kannst dich einfach von einer Platte zu anderen springen. Da muss es manchmal auch einen Übergang geben.
Also das heißt, wenn du jetzt sagst, okay, ich hab jetzt Miles Davis gerade gespielt und ich will aber Lonnie Smith anschließend hören, dann musst du irgendeinen finden, der eben von der Trompete zur Hammond-Orgel rüberführen. Und deswegen funktionieren dann auch Musikwünsche nicht so gut. Stimmt, das beste Antwort darauf ist ja, wenn die sagen, das passt jetzt, dann ja, probierst doch mal zu Hause. Dann kann das auch.
Genau, oder es muss jetzt noch eine Dreiviertelstunde warten, weil da muss erst eine andere Platte noch dazwischen. Genau. Also findest du auch, weil ich find das ganz gravierend, dass die Stimmung in einer Bar ganz extrem von der Musik getragen wird und du halt auch sehr viel damit steuern kannst. Sehr viel Schnelligkeit, Langsamkeit. Ist es beim Wein genauso? Also würdest du ein Wein anders trinken, schneller langsamer trinken mit der entsprechenden Musik?
Klar. Also das beeinflusst unheimlich. Wir wissen ja auch das Licht, unheimlich beeinflusst beim Konsum oder auch beim Weingenuss und bei der Verkostung. Aber bei der Musik ist das auch so und es ist eigentlich genauso, wie du sagst, es kommt so ein bisschen auf die Taktung drauf an. Also natürlich schon auch auf die Instrumente. Das gibt der Instrumente, die bringen einfach mehr Adrenalin und das gibt andere, die beruhigen.
Und das setzt sich tatsächlich auch gezielt ein im Service und ich merke, das wird so ein bisschen hektisch und so und auch der Service wird ein bisschen hektisch. Dann versuche ich dann, Musik reinzubringen, die auch ein bisschen mehr Ruhe ausstrahlt und das funktioniert meistens gut. Und andersrum, sagen wir so Samstagsabend, ab 10 oder so, da kommt schon ein bisschen mehr so der Funky-Stuff und tatsächlich dann auch mal Sol und solche Sachen.
Und das merkst du auch, das schmeckt der Wein auch anders, ganz klar. Da trinkst du auch einen anderen Wein. Was darf man mit Wein gar nicht machen? Also hast du da irgendeinen Nogo oder irgendeine Situation, wo du sagst, da passt es jetzt von den gesetzlichen Dingen mal abgesehen, wo man kein Wein trinken darf. Im Auto mit der Flasche, in der Hand ist nicht so gut. Naja, also wie gesagt, viele Wege führen nach Rom.
Also eigentlich kann schon im Prinzip, dass ja jeder so machen, wie es ihm oder ihr am Liebsten ist. Ich finde es einfach nicht so gut, wenn Kontrollverlust stattfindet und dazu ist Wein nicht da. Stimmt. Also, aber ansonsten, ich meine, ich würde mich natürlich schon weigern, verschiedene Dinge mit dem Wein zu machen. Bist du konsequent? Ich bin sehr konzipiert. Meinen Petrus und Eiswürfel möchte ich. Würdest du sagen nein?
Also, gut, wenn der Petrus so warm ist, dass er Eiswürfel bräuchte, dann würde ich selber auch welche reinmachen. Aber das kommt ja bei uns nicht vor. Also ich mache natürlich schon auch Dinge, die jetzt einen Servicekräften oder so, mir gegenüberstanden, die sie nicht so richtig verstanden hatten, sprich, Eiskühler für den Rotwein bestellen und so.
Aber grundsätzlich halte ich mich so an die üblichen Regeln im Umgang mit Wein, die ihr jetzt nicht erfunden sind, sondern meistens einen guten Grund haben. Und da weich ich jetzt ungern davon ab, aber es ist so, dass ich grundsätzlich die Weine so serviere, wie ich es für richtig halte. Und wenn es einen Gast unbedingt anders will, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Also, ich klär ihn darüber auf, dass ich es nicht gut finde.
Aber wenn er drauf besteht, dass ich es trotzdem mache, soll sich dann aber bitte nicht beschweren. Oder ich mache es nicht. Ich habe einen großen Vorteil, dass ich in einem gewissen Alter bin und mir da vielleicht Dinge herausnehmen kann, die jetzt ein junger Kollege, sie jetzt vielleicht nicht so traut oder so. Und das ist ja mein eigener Laden. Und ich bin als Sturkopf bekannt. Also kann ich mir irgendwie ein bisschen mehr erlauben als andere.
Okay, ich denke letztlich, dass es gerade welchen eigenen Laden ist oder vielleicht auch nicht gerade, dann das Wohl der Gäste, die er trotzdem sehr am Herzen gelegen und man versucht immer mit der Weg zu finden. Aber ich hätte ich nie als Sturkopf eingeschätzt. Ja, klar. Das ist ein ganz, ganz neues Item. Totaler hessischer Sturkopf. Das ist totaler hessischer Sturkopf. Ja, meistens merken wir es ja nicht. Aber ja, weiss, wenn es um solche Sachen geht.
Und das ist ja auch etwas, was einen guten Sommelier oder was einen guten Kellner auch auszeichnet, das manchmal meint ja der Gast zu wissen, was er möchte oder zu wissen, was er besten für ihn sei. Aber es ist eigentlich die Rolle der Servicraft oder der Sommelier, ist es zu wissen, was wirklich das Beste ist für den Gast. Und das unterscheidet sich manchmal von dem, was er denkt sei es Beste. Und hinterher wissen es dann die Gäste dann häufig.
Ich finde es schon manchmal gut, wenn man als Servicraft auch widerspricht und dann machen sie es nicht, machen sie es lieber so. Kannst ihn nur empfehlen. Und die meisten Gäste gehen auch drauf ein und wenn einer halt paar tun nicht will, dann ist es halt so. Dann soll er halt so kriegen, wie er es möchte, aber dann hat er was verpasst.
Zumal es ist ja zum Wohl der Gäste, wo man einfach versucht das Beste mögliche für dem Finals auch für den Gast heraus zu suchen oder zu leben oder eben ganz aktiv zu machen. Ja. Also es ist ja wenig Selbstverwirklichung. Da gehört auch eine Strenge dazu. Da ist ja manchmal auch die Situation, wie du es vorhin mit den Sommys und den Winzern beschrieben hast.
Also letztlich sind wir Sommys bei den Winzern ja Gäste und die Gäste bei uns und ein gewisser Respekt oder eben auch ein Vertrauen in die Handwerklichkeit oder die Erfahrung auch des Fachmannes auf der anderen Seite ist vielleicht gar nicht so verkehrt dann letztlich auch dabei. Absolut. Du hast ja viel bewegt auch für die Branche. Welche Personen entweder historisch oder aktuell findest du hat am meisten für Wein oder Kulinare gemacht?
Also so ganz absolut kann man das jetzt natürlich schwierig sagen. Aber einer der sicherlich unglaublich viel getan hat auf internationaler Basis ist Gerard Basé.
Das war ja wirklich ein großer Sommelier der auch an Titeln und Wettbewerb inklusive englischer Adel als Franzose alles erreicht hat und ein unglaubliches Vorbild war jemand der nah war ist der überhaupt keine, überhaupt nicht elitär ist der unglaublich viele Leute zum Wein und die Sommelierie gebracht hat dann auch als Autor und so. Also das ist sicherlich für mich einer der ganz großen.
Also wo es eigentlich schade ist dass es so ein doch Nerd Thema ist und dass diese große eigentlich Lebensleistung die er bewältigt hat und die vielen Bereiche dass das so in der Allgemeinheit gar nicht wahrgenommen wird oder gar nicht zum Tragen kommt oder gar nicht zur Sprache kommt. Ja in der Branche glaube ich schon und finde ich sehen dann halt auch als unglaubliches Vorbild für alle jungen Sommeliers und Sommelieren.
Es ist unglaublich wie der an dieses Thema rangegangen ist auch mit welchen Demut und ja das war ein toller Mensch der leider früh verschlafen ist und es ist auch wieder zum Wein und wieder in die Gastronomie gekommen ist. Das ist ja wirklich auch eine echt witzige Geschichte. Ich kenne die leider nicht. Magst du sie teilen? Ja, das ist ganz einfach.
Der Gérard ist ein großer Fußballfan gewesen und zwar war seine Mannschaft was Santetien und Santetien die hatten ein Spiel irgendwo in England und da ist er hingefahren zum Spiel und hat aber kein Geld gehabt für die Rückfahrkarte.
Und es ist wirklich so, das es wirklich war und dann hat er dann in England irgendeine Arbeit suchen müssen und dann hat er bei einem Restaurant angehört als Spüler und ist dann da irgendwie hängen geblieben also da ist dann nicht gleich zurückgefahren und dann habe ich gesagt ja wir brauchen jemand in der Küche und er ist in der Küche gewechselt und hat dann das Koch gewesen hat Koch gelernt und das ja und der wirklich war ein guter
Chef oder Koch und von dort ist er dann ins Restaurant gewechselt in den Service und dann ganz schnell in den Wein und dann hat er eine unglaubliche Karriere hingelegt und mit einem um sich durchgebissen. Ich bin damals 1992 auch gegen den Gérard angetreten im Finale Bester Sommelier Europas. Da ist er zweiter oder dritter gewesen. Das weiß ich nicht.
Also derjenige der es vor mir gewonnen hatte zwei Jahre vorher das war der Michael Sörström in Schwede und das waren ja noch Zeiten ja 90er Jahre. Da war klar also wenn Sommelier dann überhaupt ein Franzose also woanders gibt es quasi nicht Sommeliers ist es nicht ernst zu leben.
So und dann war also bei der zweiten Edition dieses Wettbewerbs vor der erste war das sehr stübseres gewonnen hatte gewann plötzlich so ein No Name Schwede und zwei von den Favoriten die waren zweiter und dritter es war damals der Jean-Claude Rueil und der Gérard Basset und zwei Jahre später gewinnt nochmals so ein No Name aus Deutschland in keine Saukante und die beiden haben exakt die gleichen Plätze wieder.
Ah so Wahnsinn. Genau die Jede hat genau den selben Platz belegt wie vor zwei Jahren und der Jean-Claude hat es dann geschmissen der war wirklich am Boden zerstört und der Gérard hat es glaube ich viermal angetreten beim besten Sommelier Europas bis es gewonnen hat oder sogar fünfmal und dann natürlich Bester Sommelier Welt und Master of Wine und was es alles gibt alles hat er gewonnen was man gewinnen kann. Ich glaube Weltmeister wurde auch erst in 2000 dann um die 2010 oder so.
Ja der hat er unglaublich lange geborgen hat und hat gesagt Gérard jetzt lass es doch endlich mal sein und so. Nein der war da so penetrant dabei bis er endlich alles gewonnen hat was es zu gewinnen gibt.
Wir haben ja in nahezu fast jeder der Folgen über eine Spezialität in der Getränkewelt gesprochen über den Sake und das wie ich finde Interessante ist dabei dass es eigentlich nahezu jeden Sommelier interessiert wie Sake produziert wird welche Qualitätsstufen es gibt was dieses Getränk eigentlich so sehr besonders macht und dabei gibt es für mich so drei Kategorien von Sommeliers die sich in unterschiedlicher Intensität mit diesem
Getränk beschäftigen die die keine Ahnung haben die er die ein bisschen Ahnung haben und mittlerweile gibt es schon einige Experten welche dieses nahezu schon Getränke nationalheilig tun Japans nicht nur verstehen sondern ganz eigen interpretieren und auch gezielt zu verschiedenen Speisefolgen einsetzen können.
Ich denke eine allererste Verständigungsebene beginnt damit dass man dieses war als Reiswein bezeichnete Getränk nicht wie ein Wein sondern mehr wie ein Bier betrachten sollte weil es gebraut wird.
Drei Dinge sind bei einem guten Sake absolut essentiell zum einen die Qualität des Wassers zum anderen die Reiskwalität und zum dritten der Sakemeister und jeder dieser hat eine ganz eigene Philosophie um die unterschiedlichen Verwendung von verschiedenen Qualitäten der Reis wird poliert das heißt die Kleierschichten werden entfernt je stärker dies erfolgt desto feiner ist das letztliche Produkt.
Bei hochwertigen Sakes wird bis zur Hälfte des vorherigen Volumes abgetragen dann wird es Koji also die Starter Kultur hergestellt zu diesem Sveck wird ein Teil des Reises mit einem Schimmelpilz geimpft der die Fermentation der Stärke in Glucose fördert dann wird ein Gemisch aus dem Koji gedämpften Reis und Wasser gebildet und die Gehrung durch Zugabe von Milchsäure und Hefen gestartet es entsteht ein Gemisch mit 18 bis 20 Volumen prozent Alkohol
Gehalt dies wird gepresst um den klaren Sake zu erhalten. Bei Bedarf wird der Alkohol Gehalt durch Zugabe von Wasser auf 15 Volumen prozent gesägt anschließend reicht der Sake 6 bis 12 Monate in Tanks. Premium Qualitäten werden als Talktree mit Schott "Tochchu" oder Deutsch ausgesprochen "Tochottei" mit "Tochchu" bezeichnet. Für diese gibt es sehr strenge Produktionsbedingungen.
Bezüglich der Rohstoffe, es darf nur erlesen nach Reis bzw. Quellwasser aus den japanischen Bergen verwendet werden und der Herstellungsmethoden. Sehr einfache Qualitäten heißen "Fuchuchu" oder "Ipanchu". Deutsch gelesen "Fuchuchu" oder "Ipanchu". Das sind die unpollierten Qualitäten. Das macht immerhin 80% der Produktionsmenge aus. Weitere Qualitätsstufen werden in einem Poliergrad von 70, 60 oder bis zu 50% unterschiedlich eingestuft.
Eine weitere Unterscheidung ist, dass bei manchen Sake Alkohol hinzugegeben werden kann, also diese aufgespritet werden. Bei den sogenannten "Juumei" Qualitäten wird kein Alkohol hinzugegeben. Ein absolut perfekter Einsteigersake von sehr außergewöhnlicher Qualität wäre der Honchu Genchu Togobitsu oder Deutsch gelesen "Honjotsu Genchu Togobitsu" aus dem Hause der Akashisakebrauerei. Und warum ein guter Einsteiger?
Weil er von den Grundaromen für uns verständlich ist, weil er von den Grundaromen für uns definierbar ist, wenn wir diese Grundaromen kennen. In den Haaren sahen wir pink grapefruit Bienenwachs, weiße Blüten, am Gaumen ist er sehr üppig, feinsschmelzig, hat leichte tropische Früchte, wirkt sehr ausgewogen, ein Hauch um Nami und einen langen, sauberen, eleganten Abgang toller Speisebegleiter oder ein Sake, den man perfekt singulär genießen, trinken und damit verstehen kann.
Doch wie trinkt man einen Sake richtig? Im Winter wird der Sake oft auf eine Temperatur von 35 bis 40°C erwärmt und als aparativ oder als digestiv getrunken. Im japanischen nennt man dieses einen heißen Stein auf dem Bauch legen. Im Sommer wird er meistens kalt getrunken, manchmal sogar mit Eiswürfeln bei 7°C ungefähr. Getrunken wird der Sake traditionell aus kleinem Holzwürfeln, aus Bechern oder aus Trinkschalen.
Wie in Europa würden wahrscheinlich eher Weingleser dafür verwenden, dann würde ich eher ein Bordeauxglas, um die Komplexität das gesamte Arom-Bild zu erfassen, den kraftvollen Ausdruck des Sakes oder um diese ganz typischen nussigen und würzigen Aromen zu greifen, würde ich ein Burgundaglas nehmen.
Und wenn man sich dann in diesen Geschmack verliebt hat, ihn verstehen kann, sich damit auseinandersetzen kann, dann kann man gerne verschiedene Qualitäten der Akashisake Brauerei, die sehr karakterstarke, opulente, aber trotzdem sehr feinsinnige Sake produziert. Und das bereits seit 1917, die Akashisake Brauerei, ist im Südwesten die Abhans gelegen und der für sie zuständige Sakemeister, Georgie, verwendet ausschließlich lokale Zutaten.
Das Besondere bei der Akashisake Brauerei ist, dass man ausschließlich Yamada Nishiki Reis verwendet, den Kimi-Yanisawa, der Sakemeister der Brauerei, in einzigartige Kreation verwandelt. Und nicht wenige haben gemerkt, wenn man sich einmal mit der Philosophie, einmal mit der Geschmackstypizität dieser ganz besonderen Getränke auseinandersetzt, dann ist man diesen nicht selten verfallen.
Ein großes Dankeschön dem deutschen Importer für dieses außergewöhnliche Produkt, dem Handelshaus Schlumberger. Wird das irgendwie getragen, begleitet? Wäre also rein wirtschaftlich, weil es ist ja auch wahnsinnig teuer so ein Wettbewerber. Also in Deutschland kann man sich ja von der Sommunion begleiten lassen, was damals wahrscheinlich zu deiner Zeit noch nicht so war. Aber da gab es gar nichts. Ja, gut, die Kosten wurden getragen.
Aber so dass sich jetzt Leute die Vorbereitungen sparen lassen und so, das gab es nicht. Das hat es nicht gegeben. Das war ja auch vom Lernen und Lermatial eine ganz andere... Wahnsinn, ja, du musst ja die Bücher kaufen. Und jedes Buch hatte damals richtig Geld gekostet. Ja, Internet, Internet gibt es seit 1991, kannte keiner, gab es nicht. Bzw. die Inhalte waren ja nicht da. Bücher, Weinbücher, das war zu der Zeit schon wirklich sehr übersichtlich.
Und ich weiß noch, als ich angefangen hatte, hey, wenn du da einen Fax hattest, ein Faxgerät, da warst du schon ganz, ganz dick dabei. Da hast du Briefe geschrieben und irgendwie auf Informationen gehofft und dann musst du hinfahren, Leute antelefonieren, Leute anschreiben. Das war eine ganz andere Art der Fortbildung und Sommelierkurse. Gab es sowieso nicht. Es gab keine Sommeliers. Die konntest du vielleicht an ein oder zwei Händen abzählen, die es in Deutschland gab.
Also die Paula Bosch gab es. Puh, wie gab es noch? Du weißt ich nicht mehr. Also da muss ich jetzt schon überlegen. Also das war... Das hat es nicht gegeben. Dann muss es den Leuten auch früher erklären, was ist denn das in Sommelier? Und die fanden das total exotisch, dass es da einen gibt im Restaurant, der sich quasi nur um Wein gemacht hat. Wow, wie abgedreht ist das? Was macht ihr sonst? Genau, macht man das beruflich.
Aber es ist natürlich dann auch richtig teuer, also die ganzen Flaschen zu kaufen. Und dann, als wie heute, musst ihr dann eben auch teilweise besondere Weine kennen, die halt vielleicht auch nicht deinem Budget entsprechen. Und da waren ja zu deiner Zeit noch nicht so viele Verprobungen auch.
Heutzutage könnte man, wir sind in Deutschland nicht ganz so aktiv wie zum Beispiel in England oder teilweise in Frankreich oder Italien, aber auch hier könnte man in der Woche 3, 4 Verkostungen irgendwo besuchen, was bei dir ja damals überhaupt nicht zugegen war. Nee, also es gab natürlich schon auch Verkostungen und das war natürlich alles aufwendiger, musst halt hinreisen und so.
Und im Urlaub ist man halt in den Weinbaugebiet gefahren und das waren natürlich auch Zeiten damals, dass du auch einen besseren Zugang gehabt zu den Weingütern, auch zu den ganz Bekannten und Berühmten. Und ja, das war schon anders. Die Leute haben sich ja gefreut, wenn du dich für Wein interessiert hattest. Also Anfang der 90er an Terminen bei Amon Housou zu kriegen, überhaupt kein Problem. Also der hat sich gefreut.
Und da war es vor allem junge Leute, die sich für das Thema interessieren. Die haben sich aufgefreut, wenn sie was verkaufen konnten. Und konnte man direkt mitnehmen, also das war kein Problem. Ich erinnere mich, es ist nicht weniger mit dem Kofferraum voll Rumier zurückgekommen. Ja, da wagt man heute nicht mehr dran zu denken. Da haben die Leute das privat eingekauft, was heute in den Porteurs kriegt als Allokation für das ganze Land. Leider auch zu anderen Preisen.
Wie heißt du gerne nochmal "Sommi"? Also wenn du jetzt, klar du bist Sommi, aber würdest du gerne nochmal in einem, entweder berühmten Restaurant oder in einem total schrägen Restaurant arbeiten, also so wie du es damals in der Wielandshöhe getan hast und wenn ja in welchem, was würde ich nochmal richtig reizen? Das ist mir zu viel Stress. Echt? Nein, das würde ich nicht mehr machen wollen. Ja, das ist mir zu viel Stress.
Ich habe einen Tag, einfach nochmal reinsnicken und trotzdem die gleiche Kompetenz haben. Ich habe so einen Albtraum, also den habe ich jetzt schon länger nicht mehr gehabt, aber den habe ich ja in der Zwischenzeit, ich habe jetzt 20 Jahre keine Gastronomie gemacht, ziemlich genau auf den Tag. Ah, witzig. Und ja, 20 Jahre und vier Monate oder sowas.
Und das war immer ein Traum, dass ich irgendwie ein Vertretungsweise Sommi, die wäre in der Wielandshöhe und das war immer ein totales Desaster, weil ich mich gar nicht mehr auskannte und irgendwie, ach Gott, das war was ganz furchtbar und also seitdem ich jetzt hier die Weinbar habe ich diesen Albtraum nicht mehr, da habe ich andere vielleicht.
Aber wenn ich so zurück denke, also gerade so in der Sterne Gastronomie, so mal dieser Druck und dieses Anspruchdenken der Gäste und so, vorher habe ich am Restaurant Barreis gearbeitet, da haben wir als zwei Sterne gehabt und da habe ich keinen Bock mehr drauf, habe ich keine Lust mehr drauf, also weil das ja auch eigentlich häufig am Kern der ganzen Geschichte vorbeigeht, da ist der Rahmen viel wichtiger und das Tamtam, als eigentlich
der Inhalt und allerdings muss man natürlich sagen, als junger Bursche machst du natürlich dann auch dieses Spiel mit, wenn du natürlich jetzt ein gewisses Alter erreichst, sagst dann vielleicht auch so jetzt wie ich, also muss ich jetzt nicht mehr haben. Aber also ich würde das alles gar nicht mehr so mitmachen wollen, wie das vielleicht dann so die Kollegen jetzt noch machen. Hast du jemals eine absolute Wein-Speisen-Combie gehabt, wo du sagst, wow, da ...
Ja. Wenn ich das nochmal erleben habe, natürlich ist sowas immer noch auch vom Surround abhängig, also welche Tageszeit oder welche Situation, aber manchmal eben auch das reine Produkt, was war es bei dir? Ja, also das kann ich ziemlich häufig auch immer noch nachvollziehen. Das ist ein ceviche, also ein wirkliches, richtiges, echtes ceviche, also nicht das, was man meistens so kriegt, mit dem Riesling-Kabinett. Und das ist wirklich eine unglaubliche Verbindung.
Was ja so einfach ist eigentlich. Ja, natürlich, ich bin ja eh für die einfachen Sachen. Stimmt. Ich mag es nicht so gerne kompliziert. Hätte ich gemerkt, ich könnte. Ich bekomme gerne so zum Kern der Dinge und deswegen mag ich auch gerne so eine einfache und traditionelle Küche und zum Beispiel auch eine andere unschlagbare Kombination. Das ist einfach ein schöner alter Conté und Vange. Großartig. Das ist einfach so gut zusammen. Da gibt es nichts Besseres.
Da vielen einfach die Worte führen. Das kann man nicht beschreiben. Also man kann das nicht als Harmonie, nicht als Disharmony, nicht als Ergänzung, das ist einfach perfekt. Und du profitiert dir alles davon, ja? Der Wein profitiert und der Käse und ich mache gut über Käse, muss ich dir ja jetzt nichts erzählen. Hätte ich mal, ja. Weißt du, 100.000 Mal mehr als ich, ja? Aber das ist so eine Sache, wo ich sage, wow, das flascht mich jedes Mal.
Mein Job muss halt gut sein und der Protég muss gut sein. Aber das ist einfach mit die beste Kombination Wein und Speisen, die es überhaupt gibt. Welche Region in der Welt hat für dich die allergrößte Genussaffinität? Also wo versteht man es am meisten zu genießen? Schwierige Frage, weil es natürlich viele Regionen gibt in der Welt. Die Leute genießen ja alle so auf ihrer Art.
Aber wenn ich jetzt mal was ich gerne mag und was ich so unter Genießen verstehe, ist so, dass sich hingeben eines Genusses, das Eintauchen in Dullging. Es gibt ja in Deutschland, ich weiß nicht, ob das in Deutschland richtig ein entsprechendes Wort ist. Und das findet ja mehr so in den romanischen Ländern statt. Also Frankreich schon, Italien ganz stark, finde ich. Und natürlich auch so in meiner kulinarischen Wahlheim hat Peru, da ist es auch so.
Und zwar ist es nicht nur so eine elitäre Sache, sondern das bei allen Leuten so. Und ich glaube so, die drei Länder würden wahrscheinlich für mich so an der Spitze stehen. Andere Leute genießen ja auch so, aber vielleicht auf eine andere Art oder vielleicht auch einfacher. Aber das sind sicherlich auch drei Länder, bei denen die Genießer sehr anspruchsvoll sind. Peru ist deine kulinarische Wahlheimart? Ja, warum? Man sagt natürlich bestes Restaurant, blablabla, das ist klar.
Aber so daneben betrachtet haben das wenige auf den Schirm, glaube ich, oder? Was begeistert dich? Ja, vielleicht ist das ganz gut so. Aber meine Frau kommt ja aus Lima und so habe ich die peruanische Küche kennengelernt. Und ich war da schon immer sehr beeindruckt von den Dingen, die sie hier gekocht hat. Aber das erste Mal in Lima war da war ich total gefläscht.
Und wenn man das mal wirklich erlebt, also die Kulinare, die da herrscht, angefangen bei den Produkten bis hin zu der Qualität der Köche und dann eben auch die verschiedenen Stilrichtungen, verschiedenen Küchen und so, das habe ich noch nie erlebt. Also da kommt auch Paris nicht mehr. Also das ist unglaublich. Und dann spreche ich jetzt nicht von diesen ganz berühmten Dingen und von dieser gewissen Rangliste, von der ich persönlich aber auch mal gar nichts halte.
In diesem einen Restaurant war ich schon, ich glaube, dreimal oder so. Und das ist für mich eher Unterhaltungsindustrie als Gastronomie. Aber das ist ja gut gemacht. Und du siehst Peru dann eher in der Gänze dessen, also wie man alltäglich genießt. Also in einer breiten Kultur- und Restaurantlandschaft gibt es Weinen in Peru. Ich habe noch nie peruanischen Beinen. Also ich habe brasilianischen, kolumbianischen, aber peruanischen noch nicht. Ja, die üben noch ein bisschen.
Es gibt da hervorragende Piscos natürlich. Das ist wirklich klasse. Das wird ja auch bis ins Extrem geliebt, oder? Also da, wenn man da mal so ein bisschen rein sneet. Ja, also das ist schon so ein Nationalgetränk. Und wobei das natürlich jetzt, das ist wie hier oder wie Frankreich beim Wein. Die Leute trinken halt irgendwie ein Wein und denken, weil sie jetzt Franzosen sind, sind die geborenen Weinexperten. Und so ist es mit Pisco in Peru auch.
Das wird natürlich viel getrunken in verschiedener Form. Und meistens sind das ganz einfache Brände, die jetzt nicht so bemerkenswert sind. Aber da gibt es eine ganze Menge Piscos, die absolut bemerkenswert sind, die auch die verschiedene Terrors widerspiegeln und so. Das ist also schon ein sehr, sehr interessantes Thema. Und oft ist da, wo Pisco angebaut wird, wird dann auch Wein gemacht. Klar wird ja aus Trauben gemacht.
Und aber ich glaube nicht, dass es meistens die besten Terroirs sind. Dass ich denke, es gibt ein paar gute Terroirs für Wein, die liegen dann aber ganz im Süden und sehr hoch. Und soweit ich weiß, gibt es da jetzt auch einen ersten Weinanbau in Richtung Aliquipa und so. Und das könnte interessant sein, aber da habe ich jetzt noch nichts probiert. Also das, was da so unterwegs ist, ist so okay. Aber wenn man es jetzt nicht getrunken hat, hat man auch nichts verpasst.
Also das ist nicht auf meiner Baguette-List. Brauche ich auch nicht raufschreiben. Weißt du, manche lehnen? Im Moment muss es nicht. Aber zum Essen ja. Sehr interessant. Wahnsinn. Was preferierst du selber für ein Auspost? Also welche Art von Weine magst du? Gute Weine. Aber keine bestimmte Richtung. Dass du möglichst natural oder kreativ oder oxidativ? Also ich bin jemand, der gerne viel Ausdruck in einem Wein hat.
Deswegen ist Wein so besonders, weil es unter den optimalen Bedingungen einfach sehr viel erzählt über seine Herkunft, über das jeweilige Klima, darüber, was man mit ihm gemacht hat und so weiter und so fort. Und für mich ist so die Herkunft das Wichtigste. Und die Herkunft in Verbindung mit Klima und Geschichte, also Terror insgesamt, das Beinhalt, ja alles, das diktiert sicherlich auch den Weinstil. Also ich bin jetzt nicht so ein Wahnsinnsfreund von Orangweinen zum Beispiel.
Aber wenn du mal in Istrien eine Malvasia probiert hast, dann weißt du, warum die seit 200 Jahren einfach ihre Malvasia meister vergehen. Weil das ist das Beste dort für diesen Wein ist. Und dann finde ich das klasse. Aber das ist jetzt natürlich dann auch eine regelwein, der klarer, sauberer Wein. Und ich mag sehr, sehr gerne Naturweine. Nur unterscheidet sich vielleicht meine Vorstellung von Naturweinen, von dem, was die Leute allgemein jetzt so haben.
Also ich finde halt, sagen wir mal, wenn Wein komisch aussieht und komisch riecht und komisch schmeckt, willst du nicht trinken. Und viele Leute denken, dass das automatisch auf Naturweinen zutrifft. Und das stimmt überhaupt nicht. Es gibt sehr viele Naturweiner, auf welche die nicht geschweffelt sind, die ganz normal schmecken, bin ganz normaler guter Wein. Das ist jetzt einfach schmecken. Also deswegen, ich weiß nicht, ich kann nicht, ich habe keine Präferenzen.
Also ich kann nur sagen, ich finde es blöd, wenn es stinkt. Ja. Und aussieht wie Milch. Ich finde es blöd, wenn es schmeckt, als würde ich da eine Fasstaub rumlutschen. Aber deswegen habe ich überhaupt nichts gegen den Warick ausbauen. Im Gegenteil. Also ja, man sonst bin ich ziemlich, bin ich da ziemlich offen für alles Mögliche. Findest du, weil du es gerade erwähnt hast, man kann Terroir schmecken oder wie kann man schmecken oder wie kann jemand, der...
Es ist ja auch so ein Diskussionsthema, kann man Mineralität schmecken. Die einen sagen ja, die anderen sagen nein, rein aus der Physiologie der Rebe wäre es wohl nicht möglich, aber irgendwie schmeckt man ja doch was. Wie ist deine Meinung dazu? Ja, also du hast ja zum Beispiel sehr unterschiedliche Säurestrukturen beim Riesling. Da haben wir mal einen Riesling auf dem Kalkboden gewachsen und einen Riesling auf Schieferboden, das ist ja wie Tag und Nacht, obwohl es beides Riesling ist.
Die haben ganz unterschiedliche Säurestrukturen, die schmecken und riechen total unterschiedlich. Und ja, also auch das hat ja auch so Auswirkungen. Häufig Rieslinge vom Schieferboden sind häufig ein bisschen reduktiver und so, damit kann man natürlich auch Kellertechnisch ein bisschen spielen. Aber wenn du das gleich ausbauen würdest, wäre es wahrscheinlich so, dass die tendenziell die Rieslinge vom Schieferboden im Vergleich zum Kalkboden eher reduktiv sind.
Und die Rieslinge vom Kalkboden eher so eine prekknandere Säure haben. Und die Rieslinge vom Schiefer vielleicht so ein bisschen fruchtiger auch sind, ein bisschen verspielter auch. Das kann man natürlich nie so absolut sagen, weil da gibt es natürlich noch andere Einflüsse, aber das schmeckt mal, das riecht mal. Auch so Weine vom Vulkanboden, die haben häufig so was brenzliges, so ein bisschen.
Und also ich kann da schon immer wieder mal Hinweise finden, auf welchem Boden, auf welchem Terroir und Wein gewachsen sein könnte. Ist das dann der Boden, der in dem Wein schmeckbar ist? Oder ist das der Boden, der mit dem Wein etwas macht?
So als hätte ich fünf verschiedene Schulen und eine ist halt eher künstlerisch ausgerichtet und eine eher mathematischen, eine in den Naturwissenschaften und die Schüler, die dann rauskommen, obwohl es vielleicht die gleichen Schüler sind, haben eine unterschiedliche Ausprägung. So würde ich sehen. Okay, also es ist nicht, dass ich den Bodenschmecke und wenn du sagst brenzlig, dass ich dann zwei Gramm Vulkangestein auf der Zunge verteilt habe.
Habe ich nie gegessen, aber ich weiß, beim Wilhelm Haken musste man immer am Weinwerk im Braune Berger Jufer, musste es da immer auf dem Stück Kiefer rumkauen. Gleich nach der Düngung. Da muss man sich immer vorstellen, dass der Wein so schmeckt. Weiß ich jetzt nicht, aus Freundlichkeit hat er immer gesagt, ja, ja, ja, schmeckt so. Ich glaube, es ist vielleicht, da gehört ein bisschen viel Fantasie dazu.
Aber also ich habe da schon viele Parallelen gefunden, die sich dann auch immer so wiederholen. Und das ist das, was mich dazu bringt. Also es geht mir da genauso, dass wenn man am Schiefer riecht, dann meint man das, im Wein wiederzufinden. Weiß nicht, ob es Vorstellung ist oder ob es manchmal eben auch verschiedene Aromen parallel sind, die sowohl in dem einen als auch in dem anderen integriert sind.
Und wo man dann seine eigene Verbindung, wenn man genau da darauf fokussiert ist, diese herauslöst und schiefert natürlich dann immer wieder in gleichem Schiefer auf schiefergewachsenen Weinen dasselbe mit dem Wein macht. Also ich bin da, kommt mir bisher witzigerweise auch noch niemand auch von wissenschaftlicher Seite beantworten. Und es gibt unterschiedlichste Meinungen aber. Nee, das ist schon schon schwierig.
Ich meine, es ist klar, es hat natürlich schon auch was mehr pH wert im Boden zu tun und so. Und damit beeinflusst du natürlich direkt auch Säuren in der Frucht, Wein dann und so. Klar, also da gibt es schon ein paar Dinge, die man auch wissenschaftlich beweisen kann. Aber vieles andere nicht. Wahrscheinlich kann man es schon irgendwie, wenn man lang genug sucht, kann man schon diese Zusammenhänge feststellen. Wie das genau funktioniert. Aber sucht komischerweise keiner.
Also ich finde es so teils erstaunlich, dass die alkoholische Regierung in ihrer Gänze wissenschaftlich noch nicht erforscht ist, obwohl wir seit 4.000 Jahren vergehen oder eben doch seit 8.000 Jahren Wein produzieren. Dass das wahrscheinlich für der kommerzielle Anreiz dafür fehlt, wird trotzdem gemacht, dass man es irgendwie erforscht. Genau, weil es Endergebnis Spaß macht. Manchmal möchte man es vielleicht auch gar nicht entmistifizierend, dass man sagt, ich will es gar nicht.
irgendwie technisch. Und wenn dann würde es wahrscheinlich auch nur von der Industrie gemacht und dann würde es wahrscheinlich missbraucht werden für nicht ganz so. So sieht es aus. Ein bisschen Geheimnis ist immer gut. Ja, finde ich auch. Gibt es eine Region, apropos Geheimnis, die unterbewertet ist, wo du sagst, das ist eigentlich total schade oder das ist eigentlich total gut, dass niemand ein Fokus darauf hat? Und eigentlich läuft Wachstum die größten Bein der Welt.
Da gibt es, hoch, das sagt natürlich jeder, so für sich, dass er die besten Weinen erwähnt. Nur weniger. Ja, dann haben sie nur nicht verstanden. Also da gibt es bestimmt einige Regionen, die sagen können, wenn es sich lohnt, doch mal ein bisschen näher hinzugucken. Ich bin so ein Portugal-Fan und würde sagen Dao ist so eine Region, die vielleicht ein bisschen mehr verdient hätte ein bisschen mehr in Fokus zu kommen.
Hier Württemberg ist schon eine Gegend, die auch immer noch ziemlich unterbewertet ist. Aber ja, da gibt es ziemlich viele oder auch so Subregionen. Also wenn man sich jetzt mal vorstellt im Begund, also auch die Gegend so, au serroir und so, da gibt es schon ganz schön viel, ganz schön gute Weine, die auch ziemlich günstig sind.
Erstaunlicherweise. Also jeder sagt, das Burgund ist teuer, aber es sind ja wahrscheinlich nur diese Top 500 Weine, die irgendwo gerankt oder gelistet werden, die dann ohne Frage exorbitant teuer sind, mit Top 500 Prozent, aber umzugibt es teilweise so spannende, großartige Chardonnays, Spätburgunder, so Pino Nors, die niemand offen auf den Schirm hat, was sich so und selbst das Chablis ist ja noch so günstig für diese eigentlich
Einzigartigkeit an Wein, was dort wächst, wenn man einigermaßen anständigen Produzenten und kein der Großen hat. Ja, absolut. Das darfst du jetzt nicht so und das dürfen wir jetzt nicht so verraten. Das ist ja immer, wenn es nicht so einer der heißesten Tipps, die man gibt. Finde ich, du grüßst in Krongrüfe 40 Euro. Wenn man einen großen Weiß und Begunter möchte, heute bezahlbar, geht man nach Chablis. Ich pips das dann. Ich glaube, dass diese, ja genau, ja genau, bitte pipsen.
Also ich glaube, dass genau diese Regionen, Tonnerois und so, die profitieren natürlich jetzt auch schon vom Klimawandel, dass diese Region über die früher keiner gesprochen hat, dass die jetzt mehr in den Fokus kommen aufgrund dieser wahrenwitzigen Preisentwicklung, die man leider im Grunde nicht mehr hat, aber eine Kultur und so. Und das ist sehr schade, weil da geht für mich eine ganze Kultur den Bach runter.
Wenn ich eine Weinkarte sehe und ich sehe darauf Weine aus dem Haus San Leonardo, dann und das finde ich so interessant, hebt allein dieser Wein das qualitative Grundempfinden für diese Weinkarte. Denn es ist ein Zeugnis davon, dass der Kurator dieser Weinkarte sich auch um die großen und besonderen Weine dieser Welt kümmert und darum weiß. Und San Leonardo ist ohne Frage einer der ganz besonderen Weinen dieser Welt. Kurzer Jahrgangsschreck, wie kam es dazu?
Dass dieser Wein einer der absoluten Benchmarkweine, nicht nur ist Trentino, nicht nur Italien, ist nein, der Weinwelt ist. Aber auch in der Schweiz ist es ein Zeugnis. Es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. In der Schweiz ist es auch ein Zeugnis. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat.
Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Und es ist ein Zeugnis, das man in der Schweiz nicht mehr hat. Genau der Philosophie, was anderes etwas Besonderes zu kreieren, zu erzeugen, zu präsentieren 1982, der erste San Leonardo, die erste Bordeleser-Qüvé produziert wurde. 1985 wird der legendäre Jaco Modakis berater für das Weingut.
Der 1986 einen der außergewöhnlichsten Jahrgänge des Weingutes oder wahrscheinlich ganz Nord-Italiens abfüllte. Und dafür sorgte, dass 1992 das erste Mal die drei Gläser, die berühmten drei Gläser über dem Weingut schwebten. Bereits 15 Jahre nach dem ersten Jahrgang wurde San Leonardo zum Best in Wine-Italiens und zum Zwölkbest in der Welt in der Top 100-Liste des Wine-Spectators gewählt.
Im Jahre 2000 kommt Carlo Ferrini als Inologe auf das Weingut. 2001 begann man mit dem Bau komplett neuer Kelleranlagen, welche 2002 eingeweiht wurden. Und 2015 begann eine neue Dimension, weil das Weingut komplett auf biodynamischen Weinbau umstellte. Doch was macht diese Weine konkret so besonders? Was ist San Leonardo? Zuerst einmal eine Rebsorten-Küvee, die sich zusammensetzt aus 60% Cabernet-Sauvignon, 30% Cabernet und 10% Merlot.
Spontan vergoren in 15 bis 18 Tagen in kleinen Beton-Tanks mit regelmäßigen Umpunkten und Deltage. Danach 24 Monaten in ein und zwei jährigen Fässern aus französischer Eiche, um ihn letztlich mit einer Lagerfähigkeit von 30 Jahren und mehr. Interessanterweise sowohl in halben Flaschen, normalen, Magnumflaschen, aber auch 369, 12 und 18 Liter Flaschen abzufüllen. Ja, es sind die internationalen Rebsorten, die dieses Weingut auszeichnen und wahrscheinlich das Tor zur Welt eröffnet haben.
Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Carmine herangebaut. Dieser schenkt San Leonardo nach wie vor seine runde, weiche, elegante Art. Wie gesagt, wurde 78 Cabernet-Sauvignon angepflanzt und die Rebstockdichte liegt erstaunlicherweise je nach Erziehungsform, aber im Schnitt um die 6,5 Tausend Rebstockepojekter.
Die Weinlese finden der Regel Mitte September bis Ende Oktober statt, bei welcher die Trauben in einer Kombination aus Verkostung und Analyse nach ihrem Reifegrad eingeteilt werden. Und Ferinis so begeistert von diesem Ort, dass er gemäß seiner Aussage in der Tinuta San Leonardo sogar kostenlos arbeiten würde. Und diese Leidenschaft, diese Liebe zu dem Weingut, zur Region, zu diesem Wein, spiegelt sich in den Weinen wieder. Wird das rückläufig?
Jetzt blicken die Glaskugel, ich weiß, aber... Ähm, ja, ich hoffe. Ja. Also... Aus Händler oder? Als Weintrinkerinteresse. Als Schwein. Sowohl als auch. Also, ich meine, der Bugunder-Absatz bei uns hat sich schon ziemlich beruhigt, so sagen. Ja. Ähm, und ich meine, wir haben ja das Beispiel, das ist das Haus Droha, ja, dieses Jahr, seine Preise, ich glaube, 15 Prozent senkt. Ja. Auch um diesen Trend entgegenzuwirken.
Aber ich habe jetzt schon nochmal so von rechts und links gehört, dass es für manche Winzer gerade im Moment ein bisschen schwierig wird, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen. Ähm, hoffen wir mal, dass es so bleibt und dass wir da wieder auf den vernünftigen Niveau kommen, ja.
Weil es ist halt einfach schade, dass so ein Wein und so ein Weinbaugebiet, das immer noch so nah am Konsument war, auch wo sie dann schon in Bordeaux schon lang durchgedreht haben, oder in der Champagne oder so, sind immer noch so Bauern geblieben. Und die, die immer noch eine gewisse Vernunft haben, walten lassen, ja. Aber das ist scheinbar mal vorbei.
Boah, woher rausgesultiertet das, waren das die Winzer, die in den letzten, sind ja doch 20 Jahre, wo das stetig weitergedreht wurde, ein Stückchen vom Sekundärmarkt haben wollten, oder waren das die Imputeure, waren das die Konsumenten, die das dann im Sekundär- oder Tärzjahrmarkt haben? Ich glaube, ja. Ich glaube, das geht eher von der Konsumentenseite heraus.
Einfach auch Nachfrage, Erschließung neuer Märkte, vor allen Dingen in Asien, die halt unheimlich groß sind, unheimlich viel Wein absorbieren können, wo viel Finanzkraft steckt und die eben wahnsinnig auf Prestige aus sind. Und dann gibt es natürlich diese fatale Bewegung, die wir in Bordeaux gesehen haben, in den 80er Jahren, hat das ja dort seinen Anfang genommen, als dann große Investoren, damals waren das Versicherungen angefangen, hatten berühmte Châteaux zu kaufen.
Und die haben sich ja gegenseitig überboden. Und das sehen wir in ähnlicher Form heute im Begun, nur das ist nicht unbedingt die Versicherung oder Finanzgruppen sind, sondern es sind die superreichen Franzosen, Pinot Arnaud und so weiter und so fort, die sich überbieten und nur das ich sagen können, ja, ich habe jetzt nochmal 50 Millionen mehr für dieses Weingul ausgegeben als du, und deswegen habe ich jetzt den längeren.
Und ich glaube, das hat zu einer ganzen fatalen Kette von Folgen geführt, zum Beispiel, dass die ganzen Bodenbewertungen im Begrund nach oben geschossen sind. Und das hat zur Folge, dass die Winzer, die jetzt ein Weinberg besitzen, auf dem Papier plötzlich superreich sind. Die sitzen auf einem Riesenvermögen, nur haben sie kein Geld, aber dieser Boden ist so viel wert.
Das ist erst mal nicht so schlimm, aber wenn jetzt der Erpfahl eintritt, dann haben die in Riesenproblemen, weil wir in Frankreich eine Wahnsinnserbsteuer haben und man kann sich Erben quasi gar nicht mehr leisten. Das heißt, zwangsläufig, wenn jetzt so hoch bewertete Betriebe und Weingüter an die nächste Generation übergeben werden, kommen die automatischen finanzielle Schwierigkeiten, weil die Abgaben sind so hoch, dass ich das kein Mensch leisten kann.
Wenn man sich dann so ein Teufelskreis im Gang setzt, müssen sie wieder an irgendjemand verkaufen, der wahnsinnig viel Geld hat. Und dann geht das immer weiter und immer weiter und immer weiter. Im Moment ist die größte Sorge der Winzer im Begrund, was mache ich mit meiner Betriebsnachfolge, was mache ich, wenn ich jetzt vererben muss an meine Erben? Wie schaffen die das? Und da muss klar, dass es auch eine Frage des Gesetzgebers.
Ich glaube, der Fall ist vielen gar nicht so bewusst, dass es dann ja eigentlich in dem Sinne einer reinen Überlebensfille ist, dass man mehr oder weniger die Preise dann intensivieren muss, um eben wer fortzusorgen, nachzusorgen oder überhaupt am Leben zu bleiben. Wahnsinn. Richtig, ja. Also das ist ein typischer Fall von Opfer des eigenen Erfolgs. Wenn du jetzt dein mini kleines Weingut, dein Leidenschaft intensivieren könntest, in welchem Gebiet würdest du es machen?
Also hättest du ein Gebiet, wo du sagst, da hätte ich gern Weingut, wenn ich meine Barfart checkere und mein Wein handele, dann ich und Winzer. Also ich glaube, ich würde nur eins zum Spaß machen oder so. Aber wahrscheinlich eins ohne Steillagen. Also ich habe keinen Lust mehr mit der Rückenspritze irgendwo umzutun. Alles andere ist wohl, glaube ich, egal. Wenn man es einmal gemacht hat, dann fragt man sich, warum macht so jemand das freiwillig?
Wenn man wird ja irgendwann auch Aussichtsblind und die schöne Aussicht, die wir, wenn wir irgendwo im Wein, Land sind und sagen, oh, das sieht ja toll aus, aber wenn ich dann hoch oder runter gucke, denke ich, boah, und das jeden Tag, so, fast jeden Tag. Ach doch, das freut einen dann schon immer wieder. Das ist schon schön. Und das ist ja auch schön, wenn die Dinge wachsen und entstehen siehst und so. Aber es ist halt anstrengend.
Es gibt dann so Schwellen, wenn du 40 wirst, merkst du, okay, du hübschst da jetzt nicht mehr wie so eine Garzelle die Treppen hoch, das ist schon sehr wichtig, mit 50 ist der Sprung nochmal größer und dann wird es jedes Jahr ein bisschen schwierig. Ist es nicht hart, in welcher Region wirst du denn anzutreppen? Ach, pro Grund fände ich schon cool, aber mir wird es auch in Portugal gut gefallen. Da müssen wir nahem mehr. Ach, da gibt es schon viele Gegenden.
Also ich hätte auch gerne nochmal hier in Württembergen Wein gut, und zwar direkt an das Schwäbischen Alp. Das ist ja wie es Jura, das gleiche Gebirge. Und das würde mich schon auch nochmal interessieren. Glaubst du, man könnte da ähnliche Weine erzeugen und dann eine ähnliche Charakterstruktur oder gehört da das okay? Also das hat jetzt glaube ich noch keiner probiert, da waren ja da anzubauen und so, aber ich bin sicher, dass es funktioniert. Sehr interessant.
Denkst du eventuell auch, dass das Württemberg, weil du ja sagst, das ist so einer der Hidden Trashers, nicht so wahrgenommen wird, weil die Außenpräsenz fehlt? So kann ich mir das erklären. Man würde ein bergische Weinjagd aufgrund des Eigenkonsumes kaum irgendwo landesweit zu probieren bekommen, in der Zunahe auch relativ wenig. Und wenn ich mir so manche Winzer dort, wenn ich verkostet, denke ich auch, wow. Und warum ist einem das noch nicht vorher aufgefallen?
Es gibt sie halt kaum, mit dem Dao, weil du es als zweiten Schatz erwähnt hast, ist es ja ähnlich. Ja, ich mein, klar, also ein Grund hast du schon genannt, es ist schon hier der lokale Weinkonsum, der natürlich da unheimlich viel von absorbiert, was da produziert wird. Aber das hat sich ja auch schon geändert. Der Weinkonsum pro Kopf, der ist ja auch hier in Württemberg gefallen. Und gibt natürlich auch andere Gründe.
Man muss einfach sagen, dass das vor 30, 40 Jahren die Weine einfach vielleicht, was ganz gut war, dass sie nicht außer Landes gab, sag ich mal so rum. Aber inzwischen haben wir hier natürlich eine ganze Menge, ganz toller Produzenten, die wunderbare Weine machen. Und die finden tatsächlich schon auch ihren Weg ins Ausland. Und sind auch deutschlandweit inzwischen nicht so schlecht vertreten.
Aber die meisten Leute haben es einfach, glaube ich, schon aus diesen historischen Gründen auf dem Schirm, weil sie es eigentlich noch nie irgendwie probiert hatten. Würdest den Produzenten oder der Region nicht aber gut tun, wenn noch eine andere Außenwahrnehmung wäre und man eben dann auch sich wahrscheinlich messen müsste oder challenging müssten, da gewissen vorhaben und sie vielleicht trotzdem noch weiterentwickeln? Ja, also das Messen, das machen die sowieso immer gerne.
Man sagt, wir sind ja genauso gut wie die oder so. Und das geht ja eigentlich am Ziel vorbei, weil die eine eigene Identität haben, eine eigene Weine haben und eigene Qualitäten. Aber wenn man jetzt, also wir haben ja schon einige Erzeuger, die auch eine entsprechende Riebfläche haben, sodass sie eine gewisse Verbreitung von einer gewissen Verbreitung profitieren, sagen wir es mal Schneidmann oder Aldinger oder so.
Und die werden ja durchaus sehr hoch geschätzt, auch in den großen Gastronomie überall in Deutschland. Aber das sind jetzt natürlich so ein bisschen Ausnahmen. Viele andere haben halt eine kleine Produktion, die dann teilweise auch sofort absorbiert ist. Das ist, denke ich mal, ein, eins meiner Lieblingsweingüter, Lassack zum Beispiel.
Die haben nicht mal 5 Hektar im Ertrag und die Weine, die der aktuelle Jahrgang, der ist jetzt noch nicht bei uns im Haus und ist eigentlich schon komplett ausverkauft. Also ist sowas Fluch oder Leid? Ja, sowohl als auch. Sowohl als auch.
Also das ist natürlich für uns als Weinhändler auch mehr Arbeit, weil wir müssen immer verteilen und müssen gucken, dass es bei den richtigen Leuten landet und du weißt immer sofort, es sind auch immer wieder viele Leute enttäuscht, dass sie nichts abkriegen oder vielleicht nicht das, was sie haben wollten oder nicht genug. Aber das ist bei solchen Dingen natürlich auch so. Und bei Lassack wird es auch so bleiben, weil die wollen sich nicht wesentlich vergrößern, was ich ganz gut finde.
Die konzentrieren sich auf das, was sie haben und wollen das richtig gut machen. Also eher so ein Gedanken, wie man das häufig in Frankreich findet. Und klar, man hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber eigentlich mehr eine undankbare Geschichte für dich als Händler. Klar verdienst du Geld, aber oftmals kannst du nur verlieren, weil du meistens dem nicht entsprechen kannst, was...
Also man sieht das ja als Außenstehender immer als großes Geschenk, wenn man dann den Bein vertreiben kann oder wie auch immer. Aber eigentlich hat man fast nur verloren dabei. Ach naja, gut, das bringt einem natürlich schon auch Kunden. Aber es gibt natürlich Leute, die wollen dann nur diesen einen bestimmten Wein und verstehen gar nicht, dass man sagt, okay, wenn du diesen Wein haben möchtest, musst du bitte schon auch dies und das kaufen.
Weil uns geht es genau so, wenn wir als Händler irgendwo einkaufen, überhaupt erstmal diese Vertrauen zu erhalten bei den entsprechenden Winzern oder Produzenten, um überhaupt mit denen ins Geschäft zu kommen oder um bestimmte Weine zu bekommen, da musst du ziemlich lange dran arbeiten. Und solche Sachen sind ja meistens limitiert.
Das heißt also, weder der Winzer noch der Weinhändler kann mit diesen Weinen eigentlich seinen Unterhalt bestreiten, sondern der muss einfach auch andere Sachen verkaufen. Und klar, da gibt es immer wieder Verdross, aber da landen wir auch damit umzugehen.
Also ein gutes Beispiel ist Clou Rougat, den wir sehr lange exklusiv in Deutschland vertreten hatten, also ein legendäres Weingut von der Loire, das jetzt den Besitzer gewechselt hat und wir dann auch in Folge die Vertretung abgegeben haben. Und das waren Weine, die waren in Frankreich schon unheimlich berühmt und begehrt. Da haben wir die hier in Deutschland in Bankketten ausgeschenkt, damit die Leute überhaupt erstmal probiert.
Die Leute wollten einfach kein "Ja", da gab es "Le Poirau" bei Bankketten. Weil sonst hätten sie die Leute nicht probiert. Davon kann man heute nur träumen. Das ging natürlich bis zum gewissen Punkt und dann war das hier dann auch entsprechend bekannt. Und dann musste ladenlos zugeteilt werden jede einzelne Flasche. Das ist ja auch viel Arbeit. Also ihr habt die ja auch noch immer unfassbar günstig weitergegeben.
Also ihr habt nicht versucht, den, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, den großen Mehrwert draufzuschlagen. Aber die Flasche dann hin und her zu schieben ist ja dann schon richtig, richtig Arbeit. Also das ist natürlich schon auch so, ich will ja dem Winzer dann auch noch in die Augen schauen können hinterher. Und da kann es nicht sein, dass sich da irgendwelche Fantasiepreise nehmen.
Unsere Aufgabe als Weinhändler ist dann dafür zu sorgen, dass die Weine bei den richtigen Personen landen. Das heißt, in der richtigen Gastronomie, wo wir wissen, da werden die Wert geschätzt. Da versucht dann keiner, da werden Reibach zu machen. Und bei den Weingenisern, von denen wir wissen, dass sie sie selber trinken und genießen und nicht zwei Wochen später auf Ebay vertickern zum dreifachen Preis.
Welcher Koch dürfte dich ehren? Also zu einem ganz großen, wenn du sagst hier "for free" und welchen Wein würdest du auch schenken? "For free" ist hier hinterher gut. Ach, darüber habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Also, wenn jetzt einer hoch also, muss ich jetzt mal echt scharf überlegen. Also ganz ehrlich wäre es eigentlich auch ein bisschen mein peruanischer Lieblingskoch. Thomas Matsufishu, das ist jemand japanischer Abstammung.
Er hat so eine Straßenküche, Elima, Alto Kibes, wo er ungefähr auf einem zwei Sternen-Niveau kommt. Nein! Das ist unglaublich, was der macht. Das würde ich mir wünschen, aber der hat sein Pass abgegeben, der reißt nicht mehr. Obwohl er eigentlich in England sein Doktor in Chemie gemacht hat, das ist eigentlich schon ein sehr gebildeter und gereister Typ, hat aber auch eine Lust mehr, wohnt bei seiner Mutter. Und der Torschi, das ist wirklich großer, großer Koch.
Und ja, da müsste es zwangsläufig Rieslinge geben. Und da würde ich mal sagen, da will ich Schäfer, Gott hab ihn seelig. Ja, wäre vielleicht meine Wahl. Oh, da würde ich mit einsteigen. Also es ist wirklich auch ein Winzer, finde ich, total interessant, der schon mit die größten Rieslinge in diesem Land erzeugt, aber niemals diese Überpräsenz hatte. Das war immer noch ein geheimen Tipp für sich.
Also wirklich eine ganz großartige Weine, tolle Entwicklung, tolle Familie auch, Andrea und Christoph. Unglaublich, was die machen. Und auch wie bescheiden die sind. Die haben natürlich schon großen Erfolg. Also auch wieder dieses Brünten von Fekta. Und von denen kommen die auch nicht weg, wollen die auch nicht, weil sie das im Familienverband bearbeiten können. Und das verkaufen die auch mühelos und davon können die leben, die werden die reich, wollen sie nicht.
Und das ist für mich wunderbar. Und die Weine, die sie machen, sind einfach einmalig gut. Wahnsinnig beständig über die Jahre. Also ich darf die seit fast Beginn der Weinbahn, also 2, 8 habe ich glaube ich das erste Mal gekauft. Und seitdem eben auch ständig. Und da ist es ja in der Tat auch so. Am Anfang des Jahres darf man seine Wünsche äußern. Und dann erfolgt auch die Zuteilung. Also großartig. Und witzigerweise auch eins der Weingüter, die man niemals nachkaufen kann.
Das finde ich auch so erstaunlich. Ich habe in der Tat versucht, es wird getrunken. Und ich wollte egal woher, 2, 10er für meine Tochter kaufen. Also einfach keine 36 Flaschen. Also ich habe die Nürke jetzt gefunden. Katastrophal. Und das finde ich aber wiederum auch schön. Es ist ja auch nicht viel was die produzieren. Aber wiederum auch schön, dass es so konsumiert wird, dass die Weine dann offensichtlich an einer richtigen Stelle ankommen. So sieht es aus. Tolle Wahl. Super.
Ich möchte da auch dabei sein. Hast du einen absoluten, favorisierten Weinladen, also dein, wo du sagst, wow, so wie die Wein leben. Klar du kannst deinen eigenen, aber vielleicht einen, wo du inspiriert wurdest. Egal ob Handel oder Weinbar. Da muss ich jetzt ein bisschen geröbeln. Mach dir den Wein auf. Also... Ja, genau. Lieber nicht um die Wurzelt. Handel. Also ich war ganz früher mal sehr von La Vigna in Paris beeindruckt.
Aber jetzt so eine Art von Weinhandel beeindruckt mich jetzt nicht mehr. So sehr... Also... Weinbar finde ich mir die Freundschaft ganz toll. Ja. Das finde ich klasse, wie die das machen. Ich finde das auch cool insofern, die haben Erfolg und die stehen dazu. Und trotzdem gehst du hin und es ist casual. Ist es nicht irgendwie aufgesetzt, ist es nicht so bistisch, ist es einfach... Es ist einfach und das finde ich cool.
Total cool und der Leberkäse weg den es da gibt, der ist so spitzen. Mega. Ja. Ja, genau. Ich wusste ja... Da könntest du jetzt mal so... Dann will ich dir noch einen rausnageln. Gibt es für dich einen Getränk, was dem Wein nahe kommt? Also ist es Pisco? Nee, glaube ich nicht. Aber im Allgemeinen... Nee, nee. Dass du, wenn du kein Wein zur Verfügung hättest oder irgendwo deine Alternativerfüllung findest. Dann hat es wirklich...
Nee, dann ist es, sagen wir mal, hinterher ein Trinkjausverlegenheit, vielleicht ein Bier. Also genieße ich auch manchmal. Aber aus anderen Gründen wahrscheinlich, ne? Es ist ja dann mehr dieses Trinken. Ja, vielleicht auch, wenn man durchstarrt oder so. Oder wenn du in der Gastronomie gehst, wo du weißt, hier trinkst du einfach besser als in der Stadt Wein. Es gibt ja leider viel zu oft. Und, nee, ansonsten, nee, also ich hätte jetzt da kein... Ich hätte da jetzt kein Ersatz, nee.
Ich zieh auch nicht Tee oder so was, oder verschiedene Brände. Ich trink schon gerne Tee, aber ich bin überhaupt kein Tee-Spezialist. Trink einfach nur gerne Tee. Brände trinke ich schon auch manchmal ganz gern. Aber, na ja, da ist halt schon ziemlich viel Alkohol drin. Und dadurch, dass ich jemand bin, der einfach gerne viel trinkt, ist es mit Bränden und so keine gute Hände. Und, sagen wir mal, es gibt ja, weißt du, dieser Zustand der Gelöstheit, ne?
Und, sagen wir mal, Entspannung oder auch geistigen, sagen wir mal, Gelöstheit. Feinsehlichkeit, ja, Gelöstheit, ja. Und, sagen wir mal, es gibt ja in Frankreich diesen Ausdruck "Ivres", so eine gewisse Trunkenheit. Aber das ist nicht die richtige Übersetzung eigentlich. Wir haben da kein Wort dafür. Wie heißt das "Ivres"? Das ist ein Zustand. "Ivres", okay. Ja, genau. Zum Artur Rambo, Lebatou Ivre, ja, das Boot der Trunkenheit.
Also, das ist ja, glaube ich, ein Zustand, der total interessant ist, der so, wo der Geist so offen und wach ist. Und das habe ich bis jetzt bei Karl Wanderen getränkt erlebt. Ich will auch ganz aus der Nase ziehen. Mir geht es ja genauso. Es hat auch noch nie jemand wirklich eine passabale Antwort. Wiskig haben die einen oder anderen genannt, wenn man da auch mit Facetten, aber trotz allem, finde ich, hakt und hinkt der Vergleich in jegliche Richtung. Will du die Komplexität und...
Ja, jetzt sagen wir mal diese unglaubliche Vielfalt. Und wie vorhin schon gesagt, es gibt für jede Gelegenheit, gibt es den passenden Wein. Das kann kein anderes Getränk. Zum Frühstückseipass kein Whisky. Also, das ist da irgendwie... Nein, ich wusste jetzt auch nicht, dass zum Frühstück ein Wein passt, aber wenn du das so sagst, du musst dich mal darüber nachdenken, weil ich fände es eher bedenklich. Bist du kurz jetzt eher digital oder analog? Also, bei Musik bin ich total analog.
Also, sagen wir mal, auch so diese Musikanlagen, die ich habe, ein Bauer und so, das ist meistens Röhrentechnik, also wirklich schon diese ursprüngliche Technik, also nicht mal Transistor. Und beim Arbeiten bin ich schon ziemlich digital, aber auch auf der anderen Seite wieder analog. Also, jetzt gebe ich denke, weil ich ziehe aus beiden Welten so meine Vorteile. Ein Weinkarte lieber digital oder analog? Oder Weinliste? Analog, analog, ja.
Also, ich mag diese digitalen Weinkarten nicht so gerne. Und dann, ich habe es auch nicht gerne, wenn Leute mit dem Telefon hier im Lokal rum sitzen, oder dann eben dem Pad oder sowas, finde ich, doof. Aber ich mag eh keine Weinkarten. Ich finde es immer viel besser, wenn jemand kommt, er mir sagt, was ich trinken soll. Sehr schöne Idee. Bist du, wenn du essen gehst eher auf der Weinbegleitenden Seite, oder lieber eine Flasche und die genießen?
Also, magst du Weinmenüs oder gibt es auch gespaltene Meinungen? Ja, ich mag eigentlich beides ganz gerne. Auch da kommt es wieder drauf an. Wenn ich jetzt irgendwo im großen Restaurant bin, große Küche, alles unheimlich nirgisiert und so, dann finde ich es natürlich ganz toll, wenn ich dann auch immer den absolut passenden Wein dazu habe.
Dann würde ich sagen, da bin ich vielleicht eher so auf der Weinbegleitenden Seite, weil ich eben auch neugierig bin und gerne Sachen trinke, die ich nicht kenne. Auf der anderen Seite hat es halt bei so einem eher etwas entspannteren Restaurantbesuch, finde ich, hat schon seine Vorteile, wenn du sagst, okay, ich trinke jetzt ein Weißwein und ein Rotwein, oder nur eine Flasche oder so was.
Ich finde, ich habe schon auch so seinen Reiz, wenn du jetzt nicht, dieses ganze Primerium jetzt nicht willst. Aber wenn es so drauf ankommt, so ganz puhantiert, dann auch wirklich zu verkosten und so, dann finde ich natürlich immer den absolut passenden Wein natürlich ganz toll. Gibt es da eine Situation, Kollegen oder sonstiges, die dich beeindruckt haben, oder sagst du, der macht echt einen guten Job?
Ja, der Billy Wagner, das fand ich schon sehr beeindruckend, was der bei seinen Besuchern, bei meinen Besuchern dort gemacht hat. Ich finde auch von der Stimmigkeit in so einer Gesamtentzinung. Das war schon unheimlich puhantiert. Ja, auch, also ich finde, das ist ein sehr gutes, sehr angenehmes Lokal, mag die Küche. Aber diese Weinempfehlung, das war immer nagel auf dem Kopf.
Und manche Dinge, wo ich jetzt vorher so ein bisschen gedacht hätte, hoch, das ist jetzt aber gewagt oder so, dann hat es ganz wunderbar funktioniert. Wie wichtig ist dabei für dich der Entertainment-Charakter, also dass der Sommi erzählt und unterhält?
Ich finde, vielleicht habe ich da meinen Gedanken damit zum Besten gehen, immer schade, wenn ich am Tisch sitze und dann kommt ein Kollege und sagt jetzt irgendwie, hält die Flasche hin, sagt dir, brauche ich so nichts erzählen, schenkt ein und geht weg. Und das finde ich ein bisschen schade, wie ist das bei dir? Ich möchte ja auch einen Mehrwert in der Unterhaltung oder in der Information dann auch haben. Also ich finde es immer gut, wenn jemand merkt, wenn er die Klappe zu halten hat.
Das ist auch wichtig, ja, eine Stärke sogar. Ja, genau, also manchmal wirst du zugetagt und dann denkst du, Junge, ich habe auch mit meiner Frau noch Gesprächsthemen. Also wenn man jetzt jemand erzählt, wie das Mädel heißt, was die Karotte aus der Erde gezogen hat und warum sie so aus der Erde gezogen hat und nicht anders, dann wird es ziemlich schnell langweilig. Auf der anderen Seite, wenn da wirklich eine gute Story dahinter ist, dann will ich die auch hören.
Aber in der richtigen Dosierung bitte. Wir haben ja häufig zu dieses Problem, genau wie du sagst, noch einmal so ein bisschen vielleicht stofflich oder so, zack hin und wieder weg. Das ist vielleicht ein bisschen wenig. Und dann hast du die Leute, die sich ein, dann mehr selbst inszenieren. Das ist dann wieder ein bisschen zu viel. Und genau dieses Mittelmaß, das wünsche ich mir.
Und dann ein bisschen weniger. Ich finde, das kann billig ganz gut. Also er kann in dieser Kürze der Zeit auch richtig knackig euphorisieren, begeistern, seine Begeisterung transportieren, das Tag für Tag. Und diese Spiel auch zwischen Weimbeschreibung, Information oder auch dann Tellerbeschreibung, wenn man Teller bekommt und die Karotte dann richtig schmackhaft machen. Da ist das wirklich ein sehr... Ja, ja, guck mal, manchmal schon ein bisschen an der Grenze dann, aber das ist schon okay.
Ja, ja. Was war für dich die größte und kleinste Weinkarte, mit der du je arbeiten durftest und ist Größe für dich wichtig? Ja, es gibt ja Frauen, die sagen Größe zählt, ja. Es gibt andere, die sagen, zählt nicht. Ich glaube, bei der Weinkarte ist es ähnlich. Sag mal mal, die größte ist jetzt hier, die im High Fidelity. Größer als bei Winzen Kling. Ah, wow. Ja, ja, da hat man es vielleicht so, also zu meinen Zeiten vielleicht so 400 oder so.
Was jetzt auch nicht so schlecht ist. Das ist der Zeit damals auch. Also da war es ja noch eine andere Präsenz. Ja, eine Barreis, die war schon noch größer. Also ein Barreis, die war schon noch, weiß ich aber nicht mehr so genau, das ist jetzt wirklich schon so lange her. Also für mich kommt es eigentlich jetzt ja nicht so sehr auf die Größe an, sondern wirklich auf den Innenhalt. Ich mein klar, es ist natürlich einfacher und bequemer, wenn du aus einem so großen Fundus schöpfen kannst.
Aber ich denke, die Qualität der Selektion ist entscheidend. Und auch als Gast. Und vor allem 110 Weihnachten und die sind alle richtig toll. Reicht es ja, ja, die kriegst du am Abend sowieso nicht getrunken. Stimmt, woran machst du eine gute Weinkarte fest? Also siehst du die Handschrift darin oder ob es zusammengewürfelt ist? Ja, also ich finde es dann schon langweilig, wenn du siehst, es sind immer dieselben Industrieweine und selben Namen und so.
Okay, was trinke ich jetzt? Aber ich finde es schön, wenn sich jemand, das siehst du, wenn so eine Linie in der Weinkarte drin ist. Wenn dann so ein Leitfaden durchläuft. Also wenn die eine Karte im Prinzip eine Auswahl gut kuratiert ist, und das finde ich ganz toll. Und das merkt man eigentlich gleich, das merkt man auch direkt am Innerhaber oder am Sommelier oder so. Das wiederum finde ich, also kann sowohl Belly als auch die Freundschaft, weil wir die beiden Läden vorhin genannt haben.
Also die Weinkarten finde ich durchaus sehr interessant und wo man durchaus was findet. Ja, gut, auch riesig groß in dem Fall. Hast du einen Ausgleich? Also hast du ein Hobby oder hast du ein... Irgendwas, was du... Ich meine, du hast ja mehr oder weniger drei Läden von dem her. Hast du ja nicht so viel Freizeit, aber also mit Großhandel, Einzelhandel und Beinwahrt? Nein, ich habe nicht so viel Freizeit. Aber ist es ein Marathonläufer oder?
Nein, früher bin ich ja mit so mal so gelaufen, also ich mache jetzt eigentlich leider gerade gar keinen Sport. Manchmal vom Nachhausefahren mit dem Fahrrad abzieht und so. Ich habe in der Tat sehr, sehr wenig Zeit im Moment zu meinen Ausgleichs in die Sonntage mit dem Enkel. Aber an diesem Sonntag, nach so einem Sonntag mit dem Enkel, da bin ich immer noch platter als nach dem Arbeiten. Aber das ist auch unheimlich schön, da ist man schon ziemlich erschöpft.
Aber das ist so eine... Ja, das ist einfach wahnsinnig schön. Ist dein Gedankenurlaub, glaube ich? Ja, so ungefähr. Aber im Prinzip, ja, ich habe im Prinzip so einen freien Tag in der Woche, das ist so der Sonntag. Und ja, das ist so Enkel und möglichst irgendwie ein bisschen Erholungstag. Ich hoffe mal, dass es das jetzt bald wieder ändert, weil das war eigentlich nicht der Plan. Aber das ist das Moment, seitdem wir hier die Weinware haben, ist es leider so.
Aber ich glaube, die Vorteil ist, dass... Aber irgendwann kommt es wieder und dann würde ich gerne mal wieder mehr Verstärker löten und so. So was mache ich gerne und dann, wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich auch wieder meinen eigenen Garten anlegen, den es eigentlich noch gibt, aber der liegt brach. Ja, solche Sachen. Toll, ja. Also schade, wenn dafür die Zeit fehlt, dann ist es toll, wenn man darin eine Erfüllung, eine Leidenschaft letztlich auch findet und sich darin ausleben kann.
Aber ich glaube, es wird auch wieder kommen. Hast du selber noch... Ja, das kommt auch wieder. Hast du selber noch beruflich Wünsche und Ziele oder irgendwas, wo du sagst, dahin soll noch die Reise gehen? Du hast ja eigentlich schon mehr oder weniger alles gemacht und mit der Barsche haben bei dem die ganzen Gipfel aufgesetzt? Gipfel aufgesetzt, das sagt meine Frau auch immer. Aber ist das jetzt nach einem anderen Zusammenhang? Also... Ach ja, also guck mal, ich bin jetzt 60 und...
Du bist 60? Ich bin 60, ja. Wow, beinkonserviert. Und... Ja, danke. Wie viel ich gedacht hätte, ich hätte eher so ein Meiner-Eve gesehen. Ich würde jetzt keinen... Nichts ums Mouch mehr. Schon lang keinen Druck mehr auslesen. Ja, genau. Also dann bist du natürlich dann schon mal so... Da hast du jetzt ja nicht mehr so einen heißen Anspor, wie das vielleicht früher so war. Also deswegen ist das jetzt so eher gemächlich.
Das heißt, ich möchte eigentlich das, was ich jetzt mache, in einer schönen Form weitermachen. Ich muss leider noch lange arbeiten. Und das will ich eigentlich so im Prinzip weitermachen und dann irgendwann mal sagen, so, jetzt reicht's, jetzt setze ich mich zur Ruhe. Aber jetzt zum großen Anspor nochmal irgendwie was anders zu machen oder irgendwas ganz Bestimmtes zu erreichen. Also den habe ich jetzt nicht mehr. Ja, weil du ja auch schon ganz viel zu verzeichnen hast.
Vielleicht zum Abschluss gibt es für dich ein schönstes und ein schreckliches Sommierlebnis. Also eins, wo du sagst, wow, dass ich das erleben durfte. Und eins, wo du sagst, gleich bitte danach im Gehirn bieten. Also, ähm, schrecklicher... Ich muss mal überlegen, ich meine, da gibt es ja diese klassischen Nummern, wenn man irgendjemand was über den Kittel schicken schüttet oder so. Aber das passiert ja, es passiert ja einfach. Aber, ja, doch, ich habe mal ein schlimmes Erlebnis gehabt.
Das war mit einem großen Bordeaux. Das war Chateau du Cruvoca, Juni 1961. Oh, wow. Von diesem Wein hatte ich in den 90er Jahren bei Chrissies oder Sotheby's mal eine Kiste gekauft. Ich habe damals viel Weine in Auktionen in England gekauft. Das war ja auch überhaupt nicht teuer. Da habe ich auch angefangen, mich für Madeira zu interessieren, weil da hast du wirklich für einen Sportpreis Madeiras aus dem 19. Jahrhundert reinkaufen können.
Das habe dann irgendwie 30, 40, 50 Mark die Flasche gekostet oder so, das war ein Witz. Also da habe ich, ja, das kann man sich heute gerade mal vorstellen. Und damals habe ich eben viel gereifte Bordeaux dort gekauft, weil das auch nichts gekostet hatte. Und da war eben diese wunderbare Kiste 1961 Chateau du Cruvoca Juni. Und die habe ich mit viel Freude, eine Flasche nach der anderen in der Wielandshöhe verkauft. Und dann kam der Tag, als die letzte Flasche dran war.
Und dann habe ich mich schon so drauf eingestellt und gesagt, okay, jetzt musst du dich von diesem Wein fallen, weil vermutlich nie mehr in deinem Leben diese Wein probieren. Und dann war es die Korkis. Nein. Die schlimmste, also die war Korkich. Ich sage immer Fluch der letzten Flasche. Irgendwie sind ganz viele letzte Flaschen Korkich.
Und das Schönste, das darf ich manchmal immer noch erleben, das ist, wenn ehemalige Gäste auf mich zukommen und sagen nach 10 Jahren, nach 15 Jahren, jetzt ja noch seit weit über 20 Jahren, wissen Sie, ich kann mich noch heute erinnern an unser Essen bei Ihnen, als Sie uns die Weine sie wert hatten in der Wielandshöhe. Wie viel das war. Das ist natürlich was Wunderbares. Das will ich vor ein Herz aufgegeben. Weißt du, du hast was, ja, da weißt du, du hast was bewegt mit deiner Arbeit.
Du hast was geschaffen, du hast Emotionen geschaffen und Erinnerungen. Und darum geht es in der Gastronomie. Und wenn du jetzt heute irgendwo bist und hast dann so 18 Gänge, immer jemals irgendwie so eine Art Molekül auf dem Teller und dazu sollst du auch noch ein Wein probieren, was gar nicht geht, weil sobald du das Ding probiert hast, ist nichts mehr da. Und am Ende weißt du nicht mehr, was du gegessen hast.
Du hast überhaupt keine Erinnerung mehr, kein kulinarisches Gedächtnis an dieses Ding, außer dass es mal irgendwie geknallt und gefunkt hat und geraucht und sonst irgendwas. Und fernst die Teller und so. Und am Ende weißt du nichts mehr. Aber ich kann mich an den besten Steinbutten meines Lebens erinnern. Das werde ich nie vergessen, aber im Elcano, in Gitarria, im Baskenland. Und das war ein Steinbutt, der einfach gegrillt war, ohne alles.
Nicht mal eine Soso oder Öl, da war das was so sensationell. Das werde ich niemals im Leben vergessen. Das ist Gastronomie. Das sind eben auch solche Erlebnisse. Wenn jemand sagt, das war so ein schöner Abend, vergesse ich nie. Das ist der Zauber unseres Berufes, weil es gibt so manche andere Berufsgruppen, ohne jemanden B blending. Wenn die aus dem Augen sind, sind sie aus dem Sinn.
Und viele, also Kollegen, berichten davon, dass man einen besonderen Gedankenmoment bei den Gästen erzeugt. Das ist flüchtig, aber auf der anderen Seite, wenn das richtig gut macht, und wenn es alles richtig gut klappt, dann bleibt es unheimlich langhaft. Das Gespräch ging unter die Haut.
Soviel tief sind, soviel Leidenschaft für den Beruf, den Wein, soviel Verständnis für die verschiedenen Ebenen, für die Sommys, für die Winter, aber auch für andere Händler, für die Kunden, soviel Visionen, soviel trotzdem sehr realistische Ansätze. Bernd Kreis hat mich wieder einmal und enorm begeistert und fasziniert und lässt mich nahezu sprachlos zurück. Vielen lieben Dank, lieber Bernd, für deine Zeit und für all das, was du für diese unsere Weinwelt geschaffen hast.
Und auch ein großes Dankeschön an euch fürs Zuhören, fürs Begleiten auf den sozialen Medien, fürs Kommentieren, fürs Werten, fürs Teilen fürs Weitererzählen. Dank euch ist dieser Podcast schon nach kurzer Zeit das geworden, was er ist, eine feste Größe in der deutschen Weinpodcastwelt. Vielen lieben Dank. Und noch ein großes Dankeschön an die Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Schlumberger, Conziowini und dem Privatkundenportal Bremer Weincolleg.
Für die intensive wirtschaftliche und händische Unterstützung. Durch sie können wir das Projekt realisieren und dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön. Und wie man so schön sagt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast. Und ich brauche bestimmt noch einige Zeit, die Gedanken vom Bernd verarbeiten zu können, nachsinnen zu können, werde es bestimmt noch das eine oder andere Mal nachhören.
Und mindestens genauso wie ich mich darauf freue, freue ich mich auf unser nächsten Gast auf die kommende Woche. Und dafür durfte ich nach Berlin reisen in die Bundeshauptstadt, ins legendäre Hotel Adlon. Dort wurde ich willkommen geheißen von Hans Martin Konrad zu einem sehr interessanten Gespräch. Ich freue mich darauf lieber, Hans Martin Konrad auf die nächste Woche. Ein ganz herzliches Dankeschön.
Unserem zweiten Support der Unterstützer, Begleiter von Sommelier, die interessantesten Munchenke unserer Zeit, der Distillery von Heaven Store Tennessee Straight Bourbon Veski. Und ja, wie bereits erwähnt, die Ursprünge von Heaven Store führen uns in die USA, genauer gesagt nach Tennessee. In der Regel, halb halb, zur Reife gekommen sein, muss mindestens zwei Jahre darin lagern.
Und während der Distellation darf er nicht mehr als 80 Volumen prozent erreichen und beim Abfüllen ins Fass nicht mehr als 62,5 Volumen pro Jahr. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat.
Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA die Zeit für die USA zu verabschieden hat. Und das ist der erste Fass der Zeit, der sich in der Zeit der USA aus der Scotch und Irish Whiskey Produktion mit in die Staaten gebracht haben.
Ob diese Spezialität nun nach dem Bourbon County in Kentucky oder Bourbon Street in New Orleans benannt wurde, das weiß man nicht. Wie bereits erwähnt, wurde diese Mark in den frühen 2000er Jahren vom Bob Dylan ins Leben gerufen. Die Idee hinter Heaven Store war es, einen handgefertigten Bourbon herzustellen, der die künstlerische Seele von Bob Dylan widerspielt.
Das Unternehmen arbeitet sehr eng mit erfahrenen Brennmeistern zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Schluck dieses Bourbon ein musikalisches Erlebnis für die Sinne ist. Und selbst die Flaschensinn-Kunstwerke werden nicht nur einzeln händisch abgefüllt, werden nicht nur einzeln nummeriert, sondern tragen auch dieses einzigartige Etikett, was von Bob Dylan selbst entworfen wurde.
Es ist diese Kombination aus musikalischem Erbe und der handwerklichen Expertise, die Heaven Store zu einem faszinierenden Getränk macht. Doch der entscheidende und für den letztlich geniesserwichtigsten Aspekt bei der Bewertung des Bourbons ist das Geschmackprofil. Und Heaven Store überrascht hier mit einer sehr erstaunlichen Vielfalt an Geschmacksnoben.
Im ersten Schluck dann eine ganz leichte karamellige Süße, die sich ganz spielend entfaltet, entwickelt auf der Zunge, nur in Hauch von Vanillia, geprägt von einer sehr intensiven Cremigkeit, was sehr ungewöhnlich ist und doch typisch für einem Bourbon.
Geröstet des Eichenholz, Zimt, Nelke, Muskatenus, entwickelt sich am Gaumen und das eigentlich beeindruckende ist dieser ewig nachhaltende, sich stetig weiterentwickelnde Abgang, diese leichte Rauchigkeit, natürlich typisch für einen Whisky, aber eben nicht Torfigkeit, sondern es wird klar feinfruchtig, saftig, warm, ausgewogen, attraktiv faszinierend.
Und wahrscheinlich ist es die Lagerung in den Virgin Oak Fässern, Fässer, die zuvor noch nie für Whisky gebraucht wurden und ihm von der Weisarche herrühren, seine ganz eigene Charakteristik verleihen. Das Interessante beim Heaven Store Tennessee Straight Bourbon Whisky, dass er sowohl Whisky-Nowizen als auch Cracks total beeindruckt, fasziniert und in seinen ganz eigenen Bann zieht.
Definitiv haben wir hier die kurze Whisky-Brenz auf einen der höchsten Niveau-Stufen und einen Whisky mit Charakter, mit Geschichte, der aber nicht zu verkauft, sondern der einfach leidenschaftlich ist. Vielen Dank dafür und auch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur für dieses außergewöhnliche Produkt, dem Handelshaus Schlumberger. [Musik] Hallo Silvio, Kylian hier, der Sonnenfernpärnt.
Puh, du hast mir hier eine ganz schöne Aufgabe gestellt, um dir was über den Band zu erzählen. Ich glaube, also mir fällt es relativ schwer, einfach weil wir uns so nahestehen und ich dadurch natürlich eine ganz andere Perspektive auf ihn habe und Sachen, die vielleicht außergewöhnlich sind, für mich komplett normal sind. Mein Vater ist jemand mit einem enormen Weinwissen, würde ich jetzt behaupten und der teilt es sehr gerne.
Allerdings bei manchen Sachen, die für ihn einfach ganz klar und ganz einfach sind, nach 30, 40 Jahren in der Weinwelt sind für andere Leute vielleicht nicht so eindeutig oder nicht so klar ersichtlich und manchmal muss man ihnen echt zwingen, seinen Wissen auf Preis zu geben. Aber da bin ich ihm super dankbar. Wir haben als Kinder schon mitprobieren dürfen am Tisch.
Es gab so fast jeder Mahlzeiten ein Wein auf dem Tisch und als Kinder und Teenager durften wir da fleißig mitprobieren und haben dadurch, glaube ich, einen sehr gesunden Zugang zum Alkohol, der auf Genuss und nicht auf Masse getrimmt ist. Bin ich ihm sehr dankbar dafür und sonst, ja, Bernd ist denke ich ein Mensch mit einer sehr starken Meinung. Meistens ist sie ja auch gut und logisch hinterlegt.
Erst er tut sich auch nicht scheuen, seine Meinung preiszugeben, auch wenn er damit die Hand auf den Schlips tritt.
Merkt man, zum Beispiel, wenn man zusammen mit ihm bei einem Winzer verkostet und ihm dann ein Wein nicht schmeckt, dann sagt er, warum er ihm nicht schmeckt und was seiner Meinung nach vielleicht besser wäre für den Wein, das ist vielleicht so ein bisschen die Somellierkrankheit und sonst, ja, ich denke, es ist auch eine Persönlichkeit, die versucht den Menschen den Wein einfach zugänglich zu machen. Also es muss nicht immer ein begunden Krankgrüh sein.
Es gibt auch im Einstiegsbereich großartige Weine und Bernd ist es super wichtig, dass eben ein Wein nachhaltig erzeugt ist. Nachhaltig heißt in dem Fall nicht nur, dass es eine Ökologe drauf ist, sondern dass der Erzeuger davon was hat, dass der Verbraucher, der Trinker Spaß dabei hat und dass es ein ehrlicher Wein ist. Jetzt fällt mir nichts mehr ein, liebe Grüße aus Stuttgart und bis bald, hoffe ich. [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik]
