Herzlich Willkommen zur 872. Ausgabe des Sneakpods. Wir sprechen heute über den Film Nickel Boys. Und unsere beiden Nickel Boys sind natürlich Christoph Perner.
Guten Abend.
Und Jan Linnemeier.
Not long, liebe Leute.
Und mein Name ist Stefan Giesberg.
Hallo. Ich mache nichts.
Das ist auch gemein. Unvorbereitet, unvorgewandt.
Normalerweise habe ich doch das Prinzip drauf. Ich habe das auch schon gemacht. Das tut mir leid.
Macht nix. Herzlich willkommen, Jan. Schön, dass du zurück bist.
Da bin ich schon wieder. Unerwartet, auch für mich.
Sehr schön. Lang nicht gesehen. Ach doch, wir haben uns heute Morgen erst gesehen. Ich habe zufällig in der Uni über den Weg gelaufen, Kompletone. Oh Mann.
Sehr gut.
Das ist zu gut. Ich sag's jetzt gleich schon mal, die Katzen sind gerade hier wieder in den Raum gekommen. Ich hoffe, wir haben diesmal keine Unterbrechung.
Es gab gerade schon Schmerzensschreie, als sie irgendwie die Beine hochgeklettert sind.
Ja, genau. Ja, ähm.
Ich hab hier unten so ein Kabel, da trete ich immer drauf und dann gibt's so ein Phantom.
Oh. Ist aber auch nicht schön.
Ich versuch nicht da drauf zu treten.
Wir sind die Einzigen, die das hören. Das macht auch Hornig weg, zum Glück.
Ah, okay, dann ist das gut.
Ja, genau.
Ja, also. Nickel Boys oder The Nickel Boys heißt das, glaube ich, oder?
Das Buch heißt Nickel Boys, der Film heißt The Nickel Boys, der Film heißt nur Nickel Boys.
Aber im Deutschen wahrscheinlich The Nickel Boys, oder?
Die Nickel Boys, glaube ich.
Auf Deutsch.
Die Nickel Boys.
Oh ja, stimmt sogar. Die Nickel Boys.
Ich frage mich, wie das dann auf Norweg schreibt. Nickel Boyer, ne? Wahrscheinlich.
Na, meistens übersetzen dir sowas nicht.
Nee. Ja, Jan, du musst uns sagen, worum es ging.
Ja, das hatte ich schon befürchtet, dass ich das machen muss. Ist mal wieder ein zweieinhalb Stunden Film und auch mal wieder einer mit so Zeitsprüngen, verschiedenen Zeitebenen. Aber ich kann das versuchen, ja.
Ja, noch so ein bisschen Personensprünge und so. Wir hatten es ja eben schon. Wir haben eben schon off-air drüber gesprochen, weil ich das Ende nicht verstanden habe. Und dann hast du draufgestellt.
Du auch nicht, ohne es zu merken. Ja, nur weil du als Stadtschauspielernamen immer die Rollen gesagt hast, dass diese in Hamilton spielen.
Okay.
Okay, also wir fangen an so in den 60ern, sag ich mal. Wir verfolgen vor allem einen schwarzen amerikanischen Jugendlichen. Ja. Der eben, ich glaube, der lebt bei seiner Großmutter. Und wir erleben so verschiedene Szenen aus seinem Leben und auch so ein bisschen seine Radikalisierung, Interesse für die schwarze Bürgerrechtsbewegung. Auch immer wieder sehen wir da echte Figuren, echte Ausschnitte.
Ist er eigentlich auch eine echte Figur? Habe ich das richtig verstanden?
Also das Ganze basiert auf einem historischen Fall oder diese Schule, die wir gleich kennen. Ich weiß nicht, ob die Figur auch jemand ist, da stecke ich jetzt gar nicht drin.
Habe ich so verstanden, aber ja.
Müsste man rausfinden, okay. Okay, genau. Und wegen eines kleinen Vergehens, mit dem er nicht mal was zu tun hat, landet eben so eine Reformschool. Das muss man sich wie eine Art Jugendstrafanstalt vorstellen quasi. Also so nach außen hin irgendwie eine Schule, aber wirklich fies. Es gibt dieses schlimme Wort für eine Umeziehungsanstalt. Ihr wisst,
was ich meine. Und wir finden auch ganz schnell raus, in dieser Schule gibt es sehr viel Missbrauch und sehr viel schlimmes Verhalten, sehr viel Rassismus eben auch. Es herrscht sehr starke Segregation da. Wir verfolgen ihn und verfolgen ab dann nicht nur ihn, sondern auch seinen besten Freund oder andere stille Junge, den er da kennenlernt, mehr oder weniger. Und die beiden freunden sich an, solidarisieren sich.
Und ich weiß gar nicht, wie viel man spoilern darf oder sollte oder was da im Trailer drin ist, aber es passiert sehr, sehr viel. Wir decken wirklich gewisse Skandalchen noch auf oder große Skandale eigentlich auf, die in dieser Schule passieren, die eben auch mit Missbrauch zu tun haben. Und die beiden versuchen immer, ja, versuchen da rauszukommen und so weiter, versuchen eben auch ein bisschen diesem Mystery auf die Spur zu kommen.
Und dann sehen wir eben in verschiedenen Zeitsprüngen auch noch später eine Epoche, die, Und diese Erwachsenen da wieder raus sind, oder einer von beiden zumindest. Genau, das ist so. Immer alles verwoben. Es ist einigermaßen chronologisch, aber wir springen eben zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin und her. Und ich glaube, das Wichtigste habe ich noch gar nicht gesagt. Nämlich findet das alles aus der Ego-Persitive statt.
Ja, nicht alles, aber fast alles.
Genau, das meiste. Also erst nur von dem einen Jungen, Elwood heißt er, und später eben auch von seinem Freund. Sogar die Szene, wo sie sich treffen, finde ich ganz spannend. Die sehen wir sogar aus beiden Persitiven dann mal. Das ist also mit das bestimmende Stilmittel für die ganze Erzählung eigentlich.
Ja, ja.
Da möchte ich direkt einsteigen. Das war für mich echt sehr problematisch. Also ich habe die erste halbe Stunde oder so auf dem Rad geschaut und mir wurde nach und nach immer mehr übel. Dann habe ich gedacht, naja, das ist diese komische Kameraperspektive und dass ich hier auf dem Rad setze, wo auch Bewegung ist, versuchst es am nächsten Tag nochmal.
Aber da habe ich zehn Minuten geschafft und dann hatte ich dieses Gefühl, was ich auch, habe, wenn ich so eine Kamera, so eine Brille auf habe, so eine virtuelle. Ich konnte ihn leider echt nicht weitergucken, weil mir wirklich speiübel geworden ist. Nach kurzer Zeit.
Das heißt, du hast es dann wirklich nicht weitergeschafft?
Ich habe ihn geschafft, bis die beiden Jungs kommen in dieser Anstalt, diesem Jugendknast, wie auch immer man es nennen möchte. an. Und dann es ging echt gar nicht weiter.
Schade.
Ja.
Also ich finde fast noch schlimmer war, als es dann nicht mehr in der Ego-Perspektive war, sondern in dieser, wie nennt man das, gibt es auch in Computerspielen.
Third person meinst du? Also der eine Zukunft oder dann der weiter vorgeschrittene Handlungsstrang oder was weißt du?
Wo man den immer ins Genick schaut.
Genau, ja. Also wie bei so einem third person shooter.
Ach, genau.
Und die Kamera ist aber, war irgendwie fixiert an deren Rücken, sodass, wenn der sich nur ein bisschen bewegt hat, die Kamera sofort mitbewegt hat. Also das fand ich richtig krass, was so Übelkeit anging. Weil man halt dauernd krass geschwankt hat. Das war halt als diese ähm, äh, diese äh, Lafayette-Schauspieler-Person ähm auftaufte. Also, weil der hat sich ja kaum bewegt und trotzdem hat die Kamera so krass geschwankt, also wow.
Also hat jetzt keine Probleme damit, da verstehe, dass das die Szenen sind, wo man dann noch vielleicht die Motion Sickness kriegt oder was auch immer. Ja.
Du hast gerade gesagt, das war das bestimmende Stilmittel. Ja, ich finde, das bestimmende Stilmittel war eine krasse Überfrachtung mit Stilmitteln. Also es war schon so, wo ich zum Teil so dachte, okay, ja, er will halt krass Kunstfilm sein, ist es ja auch. Aber mir war es zum Teil so ein bisschen so, okay, jetzt machen wir hier noch eine Collage rein. Jetzt machen wir hier noch einen Film, den wir rückwärts abspielen rein.
Jetzt zeigen wir Gewalt nicht und zeigen stattdessen schemenhafte Gesichter irgendwie in einem weißen Fog. Keine Ahnung. Wir wechseln zum Teil die Schauspieler von jung auf alt und so.
klar kann man machen, ja, ist für sich gesehen kein Problem oder keine, problematische ähm oder irgendwie verwirrende verwirrende Stilmittel, aber eben in dieser Masse, es war halt so viel von all dem, dass ich dann auch so ein bisschen rauskam, wo ich dachte so, okay, jetzt, ja, ich weiß, dass ihr einfach krass Kunst sein wollt oder krass, Filmhochschule oder so, also für mich war das zum Teil ein bisschen Filmhochschule.
Ja, ich habe schon befürchtet, dass die Kunstfilm-Diskussion wieder ausbricht. Ich bin auf deiner Seite eigentlich. Also ich mag ja generell nichts, was so überfrachtet und künstlerisch um das künstlich sein Willen ist. Es gibt diese prädensieuren Filme. Verstehe ich, habe ich bei dem Film nicht so sehr gehabt. Also ich glaube, zumindest immer wenn es benutzt wurde, hat es mir auch irgendwas erzählt. Oder hat auch der Geschichte für irgendwas beigetragen, finde ich.
Da können wir anfangen bei der Ego-Pestive, aber eben das auch, wenn ich dann in der Ego-Pestive bin, ich sagen muss, ich kann vielleicht, wenn ich da eh schon bin, auch Szenenmittel verwenden, die auf das Innere der Figur zurückspiegeln. Also die so ein bisschen die Szene zeigen, wie sie sie auch sieht oder so.
Und das kann manchmal ein bisschen viel sein vielleicht, aber ich finde gerade, das ist zumindest eine Welt, wo ich gerechtfertigt sehe, dass ich da besonders viele metaphorische Sprache sehe quasi, im übertragenen Sinne. also ich kann verstehen, dass es ein bisschen viel ist das sage ich auch ganz ehrlich, der ist auch anstrengend zu gucken, Der fordert es ja raus.
Eine Untertreibung.
Ja.
Also es ging mir auch so. Ich bin dann bei so einem Film sehr beschwichtigt, dass es irgendwie einen Payoff hat am Ende. Das ist durchaus auch, ja, der will dich das auch durchstehen lassen, weil das eben auch ein bisschen die Idee ist, das Leiden durchzustehen, was sie da hatten, oder das auch darzustellen. Trotzdem mag ich sowas nicht immer. Da muss schon irgendwie ein Payoff am Ende kommen. Ich fand gerade das Ende, über das wir vorhin kurz gesprochen haben, fand ich da sehr stark.
Das hat mich auch entlohnt für diese fast zweieinhalb Stunden irgendwo. Trotzdem, also ich glaube, wenn man den Film nicht gesehen hat, diese Ego-Persitive ist, es gab doch vor kurzem, nein, auch schon zehn Jahre her, diesen Ego-Shooter-Film, Hardcore Henry oder so. Das ist ja auch ein Film, der dasselbe Gimmick hat quasi. Und so darf man das jetzt aber nicht erwarten, auch wenn ich gerade schon die Paläle zum 3D-Shooter geschlossen habe. Es ist eigentlich kaum Action.
Unterruhig.
Obwohl wir in der Ego-Persitive sind, wird sich halt wenig bewegt. Oft sind Leute ganz lange nur am Tisch. Noch dazu sind unsere beiden Figuren ja eher so die stillen Jungs. Die stillen Beobachter. Das heißt, ganz oft verläuft die Szene vor ihren Augen. Sie gucken so ganz langsam mal von links nach rechts, während das passiert. Das heißt, klar wackelt das irgendwie, aber wir haben jetzt keine Action- oder Rennshots bis auf am Ende, wo es wirklich um Flucht geht.
Es kommt ganz selten vor, dass wir wirklich da mitten in der Aktion sind eigentlich. Das heißt, eigentlich ein sehr, sehr ruhiger Film. Wir halten auch ganz lange oft auf einzelne Einstellungen drauf und bewegen uns sehr wenig in der Szene, eben aus dieser Egosicht. Das ist vielleicht der Stil, den man sich vorzustellen hat, wenn man den Film nicht gesehen hat.
Ja, und das ist natürlich auch viel, viel realistischer, was so Ego-Perspektiven angeht, weil es ist nun mal nicht so, dass man immer, den interessantesten Ausschnitt dessen gerade anschaut, was man gerade sehen könnte. Sondern man schaut halt, wenn man so schaut, dann schaut man sich halt auch mal auf sein Handgelenk. Oder auf irgendeine leere Buchseite oder auf die Ecke vom Tisch.
Und das ist natürlich total banal, Aber das wird einem in dem Film schon klar, dass es eben so, und wie du sagtest, das führt dazu, dass du viel stärker eben dich mit der Person identifizierst, dass es eben nicht nur ein Stilmittel ist, nicht nur dieses, okay, ich zeige jetzt mal in Ego-Shooter-Perspektive meinen Film, meinen Action-Film, sondern ich versuche eben nicht nur zu zeigen, sondern auch, dass man es fühlt, also dass man sich in diese Person hineinfühlt.
ich weiß nicht, ob das bei mir so hundertprozentig funktioniert hat. Ich habe die Intention natürlich gesehen, aber insgesamt war der Film einfach sehr viel Schmerz für mich und zwar natürlich sowohl was erzählt wird, als auch wie es erzählt wird. Also es ist einfach so unangenehm erzählt. Ähm, Und ich weiß nicht, also ich konnte da nicht so relaten. Also ich habe so, den Versuch habe ich gesehen. Ich habe gesehen, okay, ihr macht das, weil ihr wollt, dass ich mich da reinfühle.
Aber irgendwie fühle ich ihn nicht.
Also ich glaube, diese Intention ist klar. Und zu diesem Zweck ist dann halt auch ein Kunstfilm im besten Sinne. So, das muss man auch wollen. Man muss auch durchstehen. Also der ist nicht leicht wegzugucken. Das ist auf jeden Fall klar.
Der ist eigentlich keine Unterhaltung.
Nee, genau.
Er unterhält eigentlich nichts.
Er ist schon emotional, ich habe mehrfach geweint auch bei dem Film, aber es ist jetzt nicht so, also Spaß in diesem Sinne macht er irgendwie nicht. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, was mir daran gefallen hat, ist es eben ja dann doch eher das Gefühl, das er in vielen Szenen ausgelöst hat und das kam eben auch ganz oft davon, wie es inszeniert war. Aber das war dafür, dass ich wusste, okay, der guckt gerade. Also dann auf einmal ist seine Hand irgendwie im Bild.
Ich gucke gerade genau wie diese Person da drauf. Also das hat auch, glaube ich, damit zu tun, dass mich viele dieser Szenen so emotional berührt haben. Zum Beispiel dieser Monolog von seiner Großmutter, der eine. Das trägt auf jeden Fall bei. Aber ja, es war auch irgendwie mühselig. Muss man wissen, ob man das durchstehen möchte. Normalerweise kann ich sowas nicht, auch wenn es wieder so ellenlange Kriegsfilme sind. Es gab doch auch mal diesen einen KZ-Film aus der Schultersicht oder so.
Der habe ich gar nicht gesehen. Bei sowas bin ich eigentlich immer sehr vorsichtig. Und hier auch, was mich hier aber auf jeden Fall getragen hat, ist die Hoffnung, die es über den Film so gibt. Also einerseits in der Freundschaft von den beiden, die dann trotz allem nicht aufgeben und eben auch immer wieder die Ausschnitte aus der Bürgerrechtsbewegung, wo es doch trotzdem irgendwie einen Fortschritt und Aufbegehren auch gibt.
Das war irgendwie cool. Und auch, dass so eine Art von, ja, nicht Radikalisierung, aber vielleicht Solidarisierung bei der Hauptfigur stattfindet über den Film hinweg. Und auch so, dass wir auch eine Menge positive Figuren haben, wie eben diese Großmutter oder so. Also die ständigen Hoffnungsschimmer haben mich total an Bord gehalten, auch über viel Leid, was an dieser Reformschule, diesem Gefängnis eigentlich passiert. Darüber hat mich das durchaus getragen.
Aber ich verstehe auch, wenn es das nicht tut.
Ja, nee, hat es mich nicht. Also bei mir sind so zwei Reaktionen auf den Film vorherrschend. Nämlich einmal, es hat mich nicht unterhalten und es war schmerzhaft durchzustehen. Und dann wird es halt schwierig, selbst wenn ich sehe, dass der gut gemacht ist und dass gute Ideen und gutes Handwerk dabei ist. Aber dann wird es halt schwer für mich.
Das verstehe ich. Also da will ich auch gar nichts dagegen sagen. Es gibt viele Filme, die holen mich dann auch nicht ab. Aber es gibt diesen, oh, den muss ich mal für die Archivstunde schauen, komm und sie diesen Kriegsfilm oder so. Der will ja im Prinzip auch genau das. Der will das Leid zeigen, indem er es dir auch beim Gucken ein bisschen schmerzhaft macht oder so. Das alleine reicht mir oft nicht und ich schrecke auch sehr vor diesen Filmen oft zurück.
Hier hat es mir ganz gut gefallen, weil es auch irgendwie Themen sind, die ich super interessant finde und auch die Bildsprache für mich irgendwas war, was mich abgeholt hat. Aber ich verstehe eben, bei dem es das auch nicht tut.
Wir hatten das neulich bei irgendeinem Film, wo es funktioniert hat für mich. Ich weiß aber nicht mehr für welchen.
Es kommt vor. Also ich bin auch bereit, Leitfilme zu ertragen, wenn ich sie aus irgendeinem Grund interessant finde. Ich glaube, der Film hat sehr vielen gefallen. Der hat so eine riesenkrasse Bewertung bei Letterboxd. Irgendwie ist so, geht wirklich die Decke. Er war ja auch irgendwie in der...
Ist halt auch schon so ein Letterboxd-Film.
Das ist ein Letterboxd-Film auf jeden Fall. Er war auch, glaube ich, bei den Oscars irgendwie, bei das mit am Start. Hat nichts gewonnen. War, glaube ich, nicht mal... Also ich befasse mich damit auch nicht. Das Thema Kamera spielte keine Rolle, was, glaube ich, so ein großer Aufschrei war, was hier eigentlich ein hervorragendes Merkmal ist.
Ja, das finde ich schon. Also, ja, gut. Bei den Oscars, da muss man oft nicht verstehen, warum die nominiert sind oder warum sie auch gewinnen oder nicht gewinnen.
Dass das irgendwas über gute Filme aussagt, darüber sind wir uns hoffentlich einig, dass das nicht der Fall ist.
Ich meine, aber ja, da kann auch ich, selbst wenn ich den Film jetzt nicht mochte und wahrscheinlich auch nicht so gut bewerten werde, da kann ich natürlich mitgehen. Die Kamera ist natürlich herausragend und ja, und sucht ihres Gleichen nicht nur in diesem Jahr, das ist ganz klar.
Da kann sogar ich mitgehen. Also es ist beeindruckend, aber ich hab's nicht auszuhalten. Nee, also ich fand es wirklich krass, wie die das gemacht haben, wie die da einen reingezogen haben.
Ja, wie durchdacht eben auch. Eben nicht nur wie bei einem Actionfilm, okay, wir knüppeln dir die Kamera, auf den Kopf und jetzt mach mal, sondern eben auch, dass dann eben einem so klar wird, dass man dann eben auch so unwichtige Dinge anschaut oder so scheinbar nebensächliche.
Diese Anfangsszene, wo die von diesem Fernsehgeschäft stehen, wo ich glaube, erst Kennedy und dann Martin Luther King kommt, wo dieses Testbild kommt und wo du als erstes nur diese Fernseher siehst in dem Schaufenster und irgendwann drehen sie das was auch immer, dass dann plötzlich die Reflexion auch da ist und du die Leute siehst. Das fand ich so cool. Da saß, wow, geil, toll, cooler Film. Da wurde mir schlecht.
Das ist wirklich schade.
Das ist echt so schade.
Tja, Nickel Boys stabilisierte Bildversion Wann? Ich weiß es nicht.
Ja, da war später auch noch so eine Szene, wo irgendwie so ein spiegelnde Decke oder sowas.
Das ist cool, weil die beiden nach oben gucken. Das ist auch, glaube ich, das Posterbild.
Ja, wo ich aber fand, so, Das ist zu lange ausgekostet. Wie dann gucken die nach oben? Gefühlt 10 Minuten oder so. Leute, ist gut, wir haben es kapiert. Ja, aber cool war es trotzdem, klar.
Ich glaube noch so, was ihr oft als zertifizierte Kunstfilm nicht möge, nein, nicht macht.
Auch noch zertifiziert, jetzt aber.
Aber von Christopher zertifiziert bitte, ja.
Okay, also der ist nicht nur die deutsche Energy-Behörde, sondern kann offenbar auch solche Zertifikate ausstellen.
Ja, genau.
Ich glaube, was ich immer ein bisschen vermisse oder euch sagen möchte, was so der typische Letterboxd-Nutzer macht, immer auf den Regisseur oder die beteiligten Leute oder so gucken. Jetzt ist so, dass das von diesem Regisseur, Ramelle Ross, ist das der erste, ist das Debütwerk, also der erste Nicht-Dokumentarfilm. Dafür finde ich es richtig krass. Also ich glaube einfach so jetzt mal hier gesagt, den auf jeden Fall auf dem Schirm behalten.
Aber interessant, dass du sagst, nicht Dokumentarfilm, weil er hat schon auch so ein bisschen Dokumentarfilm.
Voll, also ich fand ja gerade das geil.
Manierismen, oder?
Aber ich finde, er weiß auch, wann er es benutzt irgendwie, weil er auch so die Epoche ganz stark dadurch erzählt, dass wir eben zwischendurch halt, weiß nicht, Ausschnitte aus wichtigen Filmen der schwarzen amerikanischen Geschichte sehen oder halt Martin Luther King rede oder sowas.
Ja, aber immer diese Apollo-Mission. Was soll denn das? Also einmal okay, aber doch viermal oder so.
Immer dann, wenn die Figur es auch sieht. Ich weiß nicht. Also fand ich schon geil gemacht. Aber ich weiß, was du meinst. Auch der Film selbst wirkt ja manchmal so ein bisschen eher beobachtend. Vielleicht kommt auf jeden Fall, würde ich sagen, den Namen, der ist Deutscher, sehe ich gerade, geboren in Frankfurt.
Ach, wie alt?
1982 in Frankfurt. Amerikanischer Filmemacher. Ja. Raised in Virginia.
Hat am Ende mit meiner Schwester hier in Frankfurt Filmwissenschaften studiert, oder was?
Na, ich glaube, aufgewachsen ist er in den USA, steht hier. Also den Namen auf jeden Fall merken. Der andere wichtige Name, den ich noch erwähnen wollte, ist der Autor von dem Buch The Nickel Boys. Also ich habe jetzt richtig Bock, The Nickel Boys, das Buch auch noch zu lesen. Das ist von Colson Whitehead. Den kannte ich, weil der hat auch das Underground Railroad-Buch geschrieben, wo es ja auch eine sehr geile Serienadaption vor einer Weile gab. Große Empfehlung.
Also ich glaube, das Buch The Nickel Boys landet jetzt auch sofort auf meiner Wunschliste.
Aber das Buch ist dann natürlich, das kann viel mehr wie ein Buch sein, gell? Also viel...
Wahrscheinlich, also...
Viel üblicher geschrieben, weil das hier sticht ja auch deswegen heraus, weil es einfach so anders ist als andere Filme.
Oft sind ja auch Buch und Film beide unique, keine Ahnung. Also bei Underground Railroad habe ich die Verfilmung geschaut und das Buch gelesen, beide waren auf ihre Weise super spannend und super einzigartig. Das heißt, vielleicht ist es ja ähnlich dem Autor, Colson Whitehead würde ich auf jeden Fall vertrauen, ist auch irgendwie ein sehr preisgekröntes Buch gewesen.
Auch da wieder eher keine Unterhaltungsliteratur, aber wenn man da mal in der Stimmung ist, also ich glaube, ich werde mir das mal anschauen. habe ich auf jeden Fall Lust drauf.
Okay.
Deswegen, ja. Genau, und das noch kurz, das Original, der Originalfall, auf dem das basiert, ist die Florida School for Boys, wer das nachlesen möchte, habe ich aber auch nur kurz den Wikipedia-Artikel überflogen. Es war wohl durchaus üblich, dass in der Zeit auch wirklich da ganz schlimmer Missbrauch herrscht. Also ich glaube auch diese Sache, dass da, ich weiß nicht, sollte man das spoilern? Nein, das, was da passiert, das Mystery, das basiert, glaube ich,
auch auf echten Fällen. Das ist schon wirklich krass. Ja, und natürlich auch auch, weiß nicht, einer, ein Teil der amerikanischen Geschichte und ich glaube auch sonst, das kommt ja aus dem Vereinigten Königreich, glaube ich, eigentlich. So ein Teil der amerikanischen Geschichte, der halt gerne von der weißen Mehrheitsgesellschaft totgeschrieben wird, logischerweise.
Und umso spannender finde ich es da, halt eine Geschichte zu hören, die nicht nur eine Geschichte ist, sondern eben auch auf real existierende Missstände hinweist und das auch irgendwie aus dieser Perspektive total geil macht. Und also da, ja, durch reale auch eine Aufnahme auch, aber eben auch durch das ganze Design in diese Zeit versetzt. ich fand es total, also jetzt kommen wir schon fast zum Fazit. Ich leite mich selbst automatisch über, dass mich das sehr beeindruckt hat.
Passt schon.
Der hat für das Buch einen Pulitzerpreis gekriegt.
Genau, ja.
Und für Underground Railroad auch. Ist der dritte Schriftsteller überhaupt, der zweimal Pulitzerpreis hat. Krass.
Und ich weiß nicht, wer die anderen sind, aber hier würde ich auch zustimmen. Das war alles sehr beeindruckend.
Und das Underground Railroad, ist das auch so schwer zu verdauen?
Ich glaube, also die Serie meinst du? Also auch eigentlich schon, also konzeptionell schon würde ich sagen, weil das Thema ist ein ähnliches. Du hast was, wo es ganz viel um Rassismus und ganz viel um Gewalt geht und ganz viel um Leid geht, so auf jeden Fall. Aber gerade die Serie macht daraus auch was sehr, ja weiß nicht, was hoffnungsvolles einerseits, aber eben auch ein bisschen Spannungserzählung einfach.
Das hat, also ich würde sagen, das hat, wenn du im Sinne von klassischer Unterhaltungserfahrung denken möchtest, sehr viel mehr davon, glaube ich. Das kann man auch ganz gut so ein bisschen weggucken, auch wenn es natürlich super krass und super harsch ist und trotzdem was mit dir macht. Also es ist kein Easy-Watching so, aber ich glaube, konventioneller erzählt vielleicht.
Also es soll jetzt auch gar nicht negativ klingen, Sondern hält sich vielleicht einfach mehr an Vorgaben des Narrativen Erzählens, die wir aus Serien kennen vielleicht. Wenn das einigermaßen verständlich ist. War auch richtig gut.
Okay.
Da ist es glaube ich umgekehrt. Ich glaube, das Buch hieß Underground Railroad. Die Serie heißt The Underground Railroad oder so. Sehr verwirrend. Von Barry Jenkins übrigens. Einer meiner Lieblingsregisseure.
Was sagt mir das? Barry Jenkins. Keine Ahnung. Irgendwas sagt mir das.
Ich weiß nicht, was ihr hier besprochen habt. Aber die großen sind Moonlight. If Beale Street Could Talk. Natürlich. Und das ist irgendein Grund jetzt der Mufasa-Film. Jetzt frage ich mich, ob ich den auch gucken muss.
Hat da nicht Lin-Manuel Miranda Musik mitgemacht oder so?
Es gab noch einen, ich wollte noch den dritten Film, das Debütwerk von Barry Jenkins nicht unerwähnt lassen. Ich muss aber nachgucken, wie das heißt.
Eigentlich möchte ich König der Löwe nicht sehen.
Ich auch nicht, aber die anderen drei Filme, Madison for Melancholy heißt der erste, der war auch schon sehr zauberhaft. Also bei Barry Jenkins ist für mich wirklich jeder Film ein Riesentreffer. Ich weiß nicht, wie das jetzt mit Mufasa wird.
Underground Railroad übrigens bei Prime in der Flatrate.
Ja, ich glaube genau, da habe ich es auch gesehen.
Interesting.
Ist auch eine große Empfehlung. Und wenn man, genau, wenn man das hier mochte, so von der Stimmung vielleicht oder von den Ideen, dann wäre das die nächste Empfehlung. Weil selber Autor.
Jetzt bin ich schon irgendwie tatsächlich neugierig, obwohl ich es nicht mochte.
Ja, aber du magst ja die Themen und die Aussage, glaube ich.
Ja, klar.
Und ich glaube, wenn das ist, was du an dem Film mochtest, dann passt ja auch Underground Railroad, auch wenn es ein anderes Thema ist, aber wirklich geil.
Okay, dann kommen wir doch mal zum Abschluss. Zum Fazit. Jan, ich habe da Vermutungen bei dir.
Du hast da Vermutungen? Ich rechne ja auch nur meine Letterboxd-Skala um, also man könnte es auch schon gesehen haben.
Genau, wollte ich gerade sagen. Hast du bei Letterboxd reingeguckt?
Was ich Nickel Boys gebe? Also ja, die ganzen Personen, die mir das empfohlen haben, hatten recht, muss ich jetzt auch mal sagen. War wirklich, war unfassbar geil. War auch auf jeden Fall mein Thema. Ich würde dem trotzdem jetzt keine 10 oder so raushauen, weil es schon schwere Kost war, auf eine Weise, die ich nicht unbedingt immer in meinem Leben brauche. Also es ist jetzt nicht, wirklich, ich fand es auch anstrengend einfach.
Es ist jetzt nicht so ein Lieblingsfilm, den ich irgendwie noch 100 Mal gucken würde. Hat aber auch auf jeden Fall seinen Wert. Ich gebe eine 8.
Mhm.
Okay.
Wirklich beeindruckend. Wirklich beeindruckender Film.
Ja, ist beeindruckend. Gebe ich dir recht. Mir war es ein bisschen zu viel Filmhochschulenspielerei. Mir hätte er reduzierter besser gefallen mit ein paar weniger Collagen. Und er hat mir halt gar keinen Spaß gemacht. Also sowohl wie er zeigt, als auch dann natürlich was er zeigt, macht keinen Spaß.
Aber es war halt keine Unterhaltung. Also es war halt wirklich, es war die reine Qual über zwei Stunden lang, aber nicht nur Qual, weil es so unangenehm ist, was man da sieht, sondern auch wie man es sieht eben. Es ist auch in gewisser Weise, das ist wirklich nicht das passende Wort, aber irgendwie schon, es ist irgendwie langweilig. Also ich weiß, dass langweilig nicht genau das richtige Wort ist, aber es ist eben so, die Zeit wird einfach wahnsinnig lang, man wird ganz lange gequält.
Also er scheut sich nicht, Langeweile auch langweilig darzustellen. Gerade dieses, was in dieser Schule auch passiert, definitiv.
Ja, macht er auch ganz absichtlich. Ich quäle euch jetzt mit Langeweile. Und ich lege da auch keine Musik drunter, damit es auch ja nicht irgendwie interessant wird. Ja, deswegen tue ich mir da echt schwer, weil ich natürlich sehe, dass es ein guter Film ist.
Aber wir glauben ja nicht an Objektivität in diesem Haus. Also du kannst das geben, was der Film dir bedeutet.
Richtig. Und ich mochte ihn nicht. Mir macht er keinen Spaß. und er ist Schmerz und deswegen ist das wirklich schwer für mich und ich gebe ihm viereinhalb.
Oh krass.
Okay.
Krass wenig oder krass viel?
Beides.
Ja genau, das ist genau der Punkt.
Also dafür wie ich ihn beurteile, krass wenig, aber dafür, was du vorgesagt hast, krass viel. Ich weiß nicht.
Genau, also so vom Gefühl her ist es eher so ein Film, okay, so ein Punkt oder so, weil ich docke halt gar nicht an. Ich ärgere mich darüber, wie er mir meine Zeit stiehlt und er quält mich. Das ist eigentlich so ein Film, wo ich sage, dem gebe ich nur Bestrafungspunkte. Aber ich merke schon, das ist schon ein guter Film.
Du bist doch hier der offizielle Weinmann. Also hat er dich emotional dann berührt? Nee, auch nicht.
Ich finde das super verstörend, was da am Ende passiert. Das ist super krass, aber ich weine nicht. Das ist tatsächlich genau der Punkt. Er hat mich nicht wirklich berührt.
Weil das ja auch deine Schwelle zur Bewertung ist.
Richtig, genau. Obwohl ich gesehen habe, du machst bestimmte Dinge, damit ich mich identifiziere mit dem Typen, aber das tue ich nicht.
Dann hat er dich einfach nicht so ab.
Nee, hat mich einfach nicht abgeholt. Schade. Stefan, möchtest du bewerten?
Ich fände es unfair, wenn ich jetzt bewerte, nachdem ich eine halbe Stunde vom Film gesehen habe und einen Großteil der Zeit mit Übelkeit gekämpft habe.
Das ist wirklich tragisch.
Das ist echt, also auch das, was ihr jetzt erzählt habt, ich glaube, es hätte mir keinen Spaß gemacht, ihn zu schauen. Also in jeder Minute wäre ich genervt und hätte keine Lust gehabt. Aber wenn ich ihn dann durchgestanden hätte, wäre es schon irgendwie so...
Da ist man schon stolz.
Besonders gewesen. Ja, nee, das ist ja so.
Ja, ich finde, er belohnt einen auch durch die Erzählung. Also er verändert sich dann ja auch und erzählt auch was damit, dass du es durchgestanden hast.
Vielleicht redet man sich das am Ende auch ein.
Ich kenne ja Filme, wo es nicht der Fall ist und hier war es so.
Okay.
Also auch in dem, was du als Langeweile so beschreibst, hatte ich immer wieder Momente erstens der Hoffnung, wie gesagt, wo immer wieder geile und wirklich sehr süße und schöne Momente auch einfach dabei waren. Aber auch so Formalia, die mir auch einfach gefallen. Gerade diese Sache mit dem Spiegel an der Decke, ich war so geil gemacht, so zwischendurch einfach.
Das hat mich eher geärgert. Da habe ich gedacht so, oh ja, okay. Filmstudent, ist gut.
Also ich fand viele davon wirklich geil.
Und in diesen ruhigen Momenten, in diesen langweiligen, hatte ich eher Angst. Da dachte ich, oh Gott, oh Gott.
Ich finde, also das möchte ich zumindest noch sagen, ich glaube, es könnte so ein Film sein, über den denkt man noch nach. Also ich glaube, dass ich vielleicht in zwei Jahren an den denke auch, dann ist der nochmal ganz anders bei mir, weil so, ach, das war ein krasses Filmerlebnis 2025. Weißt du, was ich meine? Vielleicht gehe ich da nochmal hoch sogar. Aber wenn man wirklich dabei ist, ja.
Dass wir vorhin direkt vor dem Film erstmal nochmal drüber sprechen müssen und so, ja? Also das ist schon so ein Film, der unheimlich viel auslöst. Also, ja.
Das haben wir nicht oft.
Jaja, das ist wahr.
Gut. Seid ihr trotzdem bereit für das nächste oder gibt es noch abschließende Werte?
Ja, ein Tränk kam sogar drin vor.
Apropos mit der Übelkeit kämpfen.
Ich hatte kurz überlegt, ob ich Chattroes trinke.
Ja, unsere Thomas Jefferson Schauspielerfigur oder ich glaube er war es, trifft irgendeinen ehemaligen, Leidensgenossen. später und bekommt von ihm einen Drink ausgegeben. Und da trinken sie Whisky.
Ich habe auch Whisky.
Deswegen trinke ich Whisky. Ich trinke Bullet Bourbon, 10 Jahre.
Ich denke, sie haben wahrscheinlich einen Amerikaner getrunken. Jetzt habe ich keinen Amerikaner da, aber 20 Schotten. Deswegen trinke ich zuerst meinen letzten Rest hier vom Glendronach 12, den ich total gerne mag. Und danach gehe ich im Verlauf der Sendung über zu einem Whisky, den ich gerade erst neu gekauft habe. Ein Bunnhaven 2013. zehn, elf Jahre alt, von Signatory Vintage abgefüllt. Super geil, super rauchig und es ist, glaube ich, ein Oloroso Sherry Fass erst
befüllt, also auch noch sehr dunkel. Super geiler Whisky, geht total steil.
Sehr spannend, muss ich sagen.
Diesen ganz großartigen Whisky-Laden in Frankfurt gekauft. Whisky Spirits heißt der, glaube ich. Und die sind nämlich, die sind so Markenbotschafter oder Vertriebspartner von Signatory. Das heißt, die haben da immer ganz viel Flaschen, damit es nicht einfach so sonst überall auf der Straße kommt. Und da darf man auch sehr viel probieren. Ich durfte dann drei, vier, fünf. Ich habe gesagt, ich suche was Raucheriges mit ein bisschen Fass.
Hat er mir drei, vier, fünf Sachen einfach eingeschenkt, ohne noch dafür zu berechnen. Da kaufe ich da auch gerne. Also, wenn ich in Frankfurt bin, gehe ich da eigentlich immer rein.
Ja, da hatten wir in Aschaffenburg auch einen Laden. Ich weiß gar nicht, ob es den noch gibt. Ich glaube, die waren auch von Signatory. Da war das auch so. Da war wie im Gummibärenladen früher. Man ist reingegangen.
Genau. Betrunken rausgekommen.
Im Gummibärenladen war das ja gar nicht.
Aber wir waren doch auch mal in irgendeinem Laden, wo wir das machen, wo wir gefühlt betrunken und am Schluss wieder raus sind.
Ja, irgendwo am Südbahnhof, oder?
Ach nee, war das bei der Weinquelle in Hamburg? Da waren wir auf dem Weg zum Triathlon.
Ja, könnte auch da gewesen sein.
In Hamburg irgendwie. Nee, du warst nur mit, glaube ich, oder? Bist du auch gestartet?
Nee, ich bin nicht gestartet. Ich war nur Fan.
Genau. Und da sind wir da hochgefahren und in diesen Laden rein und haben so viel getrunken und dann unvernünftig viel gekauft. Genau. Da war das Konzept. Ja genau, da hat nämlich jemand drittes, hat uns dann gefahren.
Ist auch besser so. Ich war ja auch in einem Laden mit dem schon erwähnten Christopher und da kommt man ja auch immer dann so vom Hundertsten ins Tausende zum Probieren und noch dies und noch das und ich weiß nicht. Der hat auch eine sehr wilde und sehr interessante Flasche mitgenommen.
Okay, cool.
Toller Laden, große Empfehlung.
Sehr schön.
Was trinkst du?
Ich trinke nur Wasser, weil ich irgendwie den Tag mit Kopfschmerzen gekämpft habe. Und ja, dann ist es einfach, weiß ich aus Erfahrung, Christoph, du hast das ja auch schon miterlebt, wenn ich da dann noch Alkohol drauf kippe, das kann auch mal einen Tag kosten am Schluss.
Oder zwei, ja.
Kommt auf die Menge drauf an, aber nee, ist so. Ja, deswegen gibt es bei mir heute nur Wasser. So, in der ich weiß gar nicht, wie ich da reinkomme. In der vergangenen Ausgabe haben wir Civil War besprochen. Wieso bist du denn jetzt überrascht?
Ich dachte, wir reden jetzt erst über einen der anderen beiden Filme.
So steht hier in der Reihenfolge.
Ja, ist eigentlich die falsche Reihenfolge. Weil, ja, ist egal. Jetzt machen wir es so. Nein, nein, nein. Feedback kommt ja erst später. Aber nein, reden wir über Civil War.
Da höre ich jetzt schon 15 Jahre Worth of Sneakpot und hab die Reihenfolge nicht drin.
Komm, lass uns über Civil War reden. Wir sind belehrt worden auf unserer Seite. Und Jan, du wolltest dazu Stellung ziehen.
Ja, ich war durchaus, allen voran ich, war sehr unfreundlich zu dem Film letztes Mal. Da würde ich auch dahinter stehen. Es gab einen wütenden Kommentar und ich dachte, ich mache nochmal eine kleine Reprise, nehmen zu dieser paar Sachen Stellung, die da drin sind, die Erik da geschrieben hat. Ich habe mal geschaut. Ich glaube, den Kommentar ohne jetzt in der Gänze wiederzugeben, ich glaube, der hat so eine Sache, die ich ganz oft beobachte.
Ich glaube, Erik hat so einen Intellektualismus, den der Film aber selber nicht hat. Wisst ihr, was ich meine? Also das ist so, man kann sehr viel von etwas Gezeigtem ableiten und sagen, ja, ich finde das schlecht, was da dargestellt wird, aber ich bin auch selber in einem Alter, ich sage, ich verlange auch von einem Film, dass er das als schlecht framet. So, wisst ihr, was ich meine? Es gibt sehr viele Leute, die vergöttern ja Wolf of Wall Street zum Beispiel.
Aber für mich verherrlicht er halt das, was er zeigt und verteufelt es nicht. Und nur weil ich selber sagen kann, ja, das, was er macht, ist scheiße, kommt er trotzdem am Ende daraus reingewaschen wie Jesus oder so, weißt du, und darf noch mal am Ende in die Kamera ziehen kann oder so. Und ich verlange halt von dem Film, auch das ist irgendwie einordnen. Ich glaube, das macht Civil War für mich nicht. Und das ist, glaube ich, der Unterschied zwischen dem, was ich sage und dem,
was Erik sagt. Weil eigentlich sind wir so den Punkten ähnlich. Ich habe hier die zwei Hauptpunkte von ihm noch mal rausgeschrieben. Das erste war, dass er meint, Und da hat er recht, dass ein Großteil der Bevölkerung in den USA sich eben nicht um Politik kümmert und eigentlich sagt, mir ist egal, wovon ich regiert werde, hauptsächlich habe ich meine Ruhe und kann irgendwie überleben oder so. Und dass quasi der Film auch damit spielt.
Das zeigt der Film ja schon auch.
Genau, das zeigt der Film absolut, auf jeden Fall. Und was er aber für mich nicht macht, das zu kommentieren, weil gerade mir ging es vor allem um diese Journalistin, die hinterfragt ihre Privilegien ja überhaupt nicht. So, weißt du? Und auch diese Reise, die Erik da beschreibt und dass sie erkennen muss, dass sie es nicht dabei belasten kann, untillig zu sein, das macht sie ja gar nicht. Also das sehe ich einfach zu wenig. Du meinst jetzt die Kirsten-Danz-Figur? Die Kirsten-Danz-Figur,
so, ja. Weil die ist ja eigentlich, ja.
Die bringt halt irgendwann so ein Lippenbekenntnis, dass sie eben die ganzen, habe ich ja letztes Mal schon gesagt, dass sie von der ganzen Welt berichtet hat, damit sowas hier nicht passiert und sie, wohin es uns gebracht hat.
Ja genau, das reicht mir irgendwie auch nicht. Es geht mir vor allem darum, dass sie jemand ist, der das auch kann, der sich da entscheiden kann. Und eigentlich von dieser politikverdrossenen unteren Mittelschicht, von der hören wir eigentlich relativ wenig und es wird gezeigt, aber es wird irgendwie nicht kommentiert. Und das ist glaube ich genau das, was ich meine. Ich weiß das, ich kann das, als der ich weiß, wie das funktioniert, das in den Film reinlegen und das selber für mich beurteilen.
Ich finde der Film, gerade der so sagt, journalistisch will ich beide Seiten TM zeigen, hätte auch die Aufgabe, das einzuordnen. Das macht er mir zu wenig. Das heißt, eigentlich sehe ich das, aber mir fehlt der Kommentar. Und genauso ist beim zweiten Punkt. Da ging es um unseren Hauptpunkt von, ja, man weiß gar nicht, wer da kämpft und warum.
Kurz noch, bei der inneren Wandlung oder der inneren, keine Ahnung, der Heldenreise, unserer Heldin bleiben, die lernt ja gar nichts am Ende. Also die ist ja, obwohl sie diese eine Sache sagt, es geht ja am Ende immer nur um dieses Wettrennen. Wir wollen den Präsidenten nochmal sprechen, bevor er abgesägt wird. Und warum und für was, habe ich mich den ganzen Film gefragt. Und ich meine, es ist ja bekannt, ich bin dem Film eher positiv gegenübergestellt.
Trotzdem, das habe ich mich schon gefragt, was machen die da überhaupt? Was soll das überhaupt? Warum dieses Wettrennen, dieses letzte Foto von diesem Präsidenten, für was denn überhaupt?
Das zum Beispiel will ich nicht erklären.
Kann man das besonders teuer verkaufen? An wen denn? Warum machen die das? Oder geht es wirklich nur um den Thrill? Und man gewinnt den Eindruck, dass es denen tatsächlich hauptsächlich um den Thrill geht. Und dann ist es natürlich tatsächlich verwerflich.
Ja, aber das wird halt auch, da können wir jetzt drüber reden, aber irgendwie der Film macht es halt so. Und wie du richtig sagst, macht die Figur auch keine Wandlung durch. Wenn irgendwie da eine Leere drin wäre, dann würde ich auch erwarten, dass es irgendwie nochmal vorkommt durch Taten oder durch Handlung oder eben durch Nee.
Eher im Gegenteil. Die weiß, dass ihr Leben sinnlos war oder dass ihr Schaffen sinnlos war und macht daraus gar nichts.
Ja, oder so. Und auch das lässt sich als tragische Figur theoretisch inszenieren. Also diese Geschichte lässt sich ja erzählen, aber auch die erzählt der Film nicht. Weißt du, was ich meine? Ich habe immer das Gefühl. Dieser Film, den Erik hier beschreibt, der klingt super spannend. Den würde ich gerne gucken, aber es ist nicht der vorliegende. Und das ist eigentlich mein Problem. Wisst ihr, was ich meine?
Ja, geh mal auf den anderen Punkt.
Der zweite Punkt war diese Verwirrung von, wir wissen gar nicht, wer dagegen kämpft. Und Erik hat gesagt, das ist ja eigentlich genau das, was der Film will. In dem Bürgerkrieg ist völlig egal, die Fronten und so weiter. Und auch da, wenn das der Film erzählen würde, wäre ich voll dabei. Aber ich meine, wir haben darüber gesprochen am letzten Mal, dass es ja der Film ist, der diese Sachen behauptet.
Der Film sagt ja, es gibt klare Fronten. Der Film sagt, wir haben auch darüber gesprochen, warum sich jetzt das Militär auf einmal zwei Splitterstaaten komplett unterstellt oder alle da mitmachen. Ich wünschte, der Film würde dieses Chaos zeigen und niemand weiß mehr, wer mit wem kämpft und das ist völlig egal. Aber der Film ist eben nicht egal irgendwie oder nicht egal genug, weil irgendwie doch diese Behauptungen gemacht werden, aber nicht eingelöst und das war mein Problem.
Genau, der sagt es halt mal, ja, dieser Sniper sagt das halt.
Weil es stimmt völlig, dass Kriege heutzutage nicht mehr so sind, dass es klare Fronten gibt und oft auch nicht so sind. Das Beispiel fand ich auch gut, das Gegenbeispiel wäre so der Angriffskrieg auf die Ukraine und selbst da haben wir es ja damit zu tun, dass ganz viel Desinformation gestreut wird und Leute da verschiedener Meinungen drüber sind. Das heißt, das hätte man alles erzählen können, das ist absolut richtig.
Ja, aber das ist ja tatsächlich, wie du ganz richtig sagst, Desinformation. Also in Wirklichkeit ist ja im Ukraine-Krieg doch sehr klar, wie die vorhanden sind.
Natürlich, das ist völlig klar.
Und das bestimmte Einzelpersonen, das nicht so klar ist, das liegt halt an Desinformation.
Ja genau, das ist ja ein wichtiger Punkt, den könnte man ja erzählen. Darauf hinweisen, dass da Desinformation schuld ist. Also ein Film über den Ukraine-Krieg macht irgendwann klar, dass Russland der Aggressor ist. Der lässt es nicht offen, weil er beide Seiten hören möchte. Und das ist ein bisschen mein Problem, dass es ja in solchen Auseinandersetzungen ganz oft einen Aggressor im Krieg gibt oder so. Es gibt einen Faschisten hier, in dieser Geschichte vielleicht.
Es gibt eindeutig jemanden, der die Gewalt ausübt und es gibt Unterdrückte, ganz oft. Und in der Geschichte, die der Film behauptet, ist es auch so, aber er zeigt es nicht. Er möchte dann wieder beide Seiten sehen oder so.
Ja, dieser Film hat so getan, oder so kam es bei mir an, so, okay, wir haben hier diesen Faschisten und wir haben diese Befreier und die befreien jetzt Amerika von diesen Faschisten und ja, okay, aber eigentlich sind sie auch in ihren Mitteln auch verroht und böse und das ist halt so. Aber ja, aber mehr halt auch nicht, gell?
Ja genau, das hatten wir auch beim letzten Mal, der Faschismus wird behauptet, wir wissen nicht mal gegen wen er sich richtet oder wie da hingekommen ist. Und das ist eigentlich mein Problem. Also es geht gar nicht darum, dass wir nicht wissen, wer da kämpft.
Ja und sie sagen aber trotzdem, das sind die Helden. Die Helden sind diese westlichen Alliierten, aber die sind auch böse. Das ist aber ein Lippenbekenntnis. Also das ist einfach nur um zu sagen so, im Krieg oder im Bürgerkrieg sind immer alle böse, findet euch damit ab. Obwohl sie eigentlich erzählen, dass das die Helden sind, die gerade den Faschisten stürzen. Ja, je länger ich drüber nachdenke, desto mehr Probleme habe ich mit dieser Aussage auch.
Also ich will dich da jetzt auch nicht überreden die ganze Zeit, aber für mich ist das was, das ist ja die eine Sache, die ein Film für mich so unerträglich gemacht hat. Also wenn mich an dem Kommentar von Erik eine Sache gestört hat, dann war es eigentlich so der Ton. Wisst ihr, was ich meine? Also eigentlich wirft er mir oder uns ja vor, dass man den Film nur dann schlecht finden kann, weil man ihn nicht verstanden hat. Aber der Punkt ist ja, alles, was er da sagt, ist mir sehr klar.
Und eigentlich wünsche ich mir von einem Film, oder ich finde, ich darf mir von einem Film wünschen, dass er auch einen moralischen Kompass vertritt, den ich in Ordnung finde. Und eigentlich, worüber ich mir Sorgen mache, ist eben, dass Alex Garland, wer auch immer er früher war, jetzt halt so in so rechte Scheiße abrutscht oder so. Und das ist mein Problem mit dem Film. Also ich glaube, man kann etwas auch verstehen und trotzdem hassen.
Aber ist das hier schon so? Ich bin mir nicht so sicher.
Weiß nicht.
Ich habe hier eher das Gefühl, er macht es sich da ein bisschen einfach. Und er ist da, also ich empfinde in dem Film nicht, dass der eine rechte Propaganda hat.
Das hat er nicht, auf gar keinen Fall.
Was du vorwurfst, was Trump bei der Stürmung aufs Kapitol gemacht hat, so dieses, ja es gibt auf beiden Seiten böse Jungs und gute Jungs. Das finde ich nicht, dass der Film das macht. Ich finde, der Film macht es sich einfach zu einfach zu sagen, ich habe hier eine Heldengeschichte und damit ich irgendwie mir alles offen halte oder mir keiner ans Bein pinkeln kann, sage ich in einem Nebensatz noch, ja, aber alle sind böse, weil Krieg ist immer
böse oder weil Bürgerkrieg immer Verrohung hervorbringt. Ich glaube, er macht es sich da einfach zu einfach. Ich glaube nicht, dass er eine rechte Agenda hat.
Es ist kein rechter Propagandafilm, auf keinen Fall. Und ich stimme dir auch zu, er macht es sich zu einfach, das war auch mein Hauptkritikpunkt, aber ich glaube auch, er normalisiert. Also ich stelle es mir so ein bisschen vor, wie, weiß nicht, wie die, alles gut?
Das war der Whisky.
Wenn du dir anguckst, was für Wörter wir heute in deutscher Tagespolitik wieder verwenden, oder so, einfach rechte Parteien, die normalisiert haben. Ja, total eklat.
Total länger.
Ich glaube, ein bisschen so, das ist einer der Filme, die jetzt nicht super rechtsradikal sind oder so, aber die halt so einen Diskurs normalisieren von, ja, hier sind halt Faschisten und lass uns mal beide Seiten hören oder so. Das ist, glaube ich, ein Problem. Also das ist kein rechter Propaganda.
Du meinst, weil die Reporter, den Präsidenten nochmal interviewen wollen oder was?
Nein, nicht unbedingt die Reporter, aber dass der Film dazu keinerlei Stellung bezieht, ist eigentlich das Problem. So, das ist da... Also das hatten wir aber letztes Mal ausführlich. Ja, total. Ich habe einen Kommentar mitgebracht von Jasmin aus der Kult-Pess-Teilung-Gruppe. Ich hoffe, ich darf das hier einfach so vorlesen. Aber die fasst das sehr gut zusammen, die kann das ja viel besser als ich.
Und da geht es auch ein bisschen um meinen Konzern mit dem nächsten Film, weil ich habe von ihr auch gelernt, dass jetzt Alex Galen schon wieder einen Kriegsfilm draußen hat, Warfare, der jetzt gerade anläuft.
ich habe ein bisschen gekürzt, sie sagt wir müssen uns auch der Frage stellen ob er, also der Regisseur, durch Extremismus der Mitte ein rechter Filmemacher geworden ist auf der Suche nach einer objektiven Perspektive die beide Seiten zeigt, die es immer geben muss läuft er verursachend davon und geht stattdessen in den bloßen Moment hinein und das finde ich super treffend er befasst sich nicht mit Politik, wo es so sehr seine Aufgabe wäre sich mit Politik zu befassen und lässt einfach
irgendwie alles rein und das finde ich super scheiße und ich glaube das ist der Grund, warum ich diesen Film wirklich, also jetzt nicht, doch schon scheiße, schon richtig abscheulich finde eigentlich. Ich halte das für ein Problem. Und ich finde, ich darf, niemand muss da mitgehen oder das nachvollziehen, aber ich finde, ich darf diese Stellung beziehen und sagen, ich habe auch verstanden, was in dem Film passiert und finde ihn vielleicht gerade deshalb scheiße.
Also mir hat der nicht genug Moral oder ist mir nicht politisch genug vielleicht. Und das ist mein Hauptproblem mit dem Film.
Ja.
Das war jetzt schon wieder lang.
Ist doch gut. Ist halt ein kontroverser Film.
Offenbar, ja?
Ja.
Eigentlich dachte ich ja eben, man sollte ihm gar nicht so viel Raum noch geben, aber es lag mir doch irgendwie auf dem Herzen.
Doch, ich finde, das muss Raum haben. Gut. Nee. Haben wir alles dazu gesagt?
Das war zumindest die Antwort, die ich mir hier notiert hatte.
Sehr gut, vielen Dank.
Dann sind wir jetzt wieder in der richtigen Reihenfolge, ja?
Was ein Glück. Das beruhigt mich ja dann doch schon ein bisschen. Nee, den Christoph beruhigt es. Mir ist es ja eigentlich, also ich drücke ja immer nur Tasten. Einer von euch zwei hat The Wild Robot geschaut.
Jan hat den gesehen, ich will den gern noch sehen.
Jetzt tut es mir noch mehr leid, dass ich diese Reihenfolge verkackt habe, weil jetzt bin ich ja schon wieder dran.
Ja, genau. Ist das zu Recht, dass ich den noch sehen will?
The Wild Robot möchtest du dringend noch sehen.
Ich glaube, ich werde weinen, oder?
Auf jeden Fall. Ich habe auch sehr gemeint. Das ist so krass. Das ist ein aktueller Film von Dreamworks von Chris Sanders. Das ist der, der den ersten um mal wieder Regisseursnamen zu nennen, der den ersten Drachen Sam Leichtgemacht auch gemacht hat zum Beispiel. Und ich glaube, von dem war noch irgendwas. Lass mich schauen. Lilo & Stitch ist auch von dem.
Oh, der ist auch gut.
Super süßer Film, geiler Animationsziel auch. Es geht halt um Roboter. Es geht um einen Roboter, der stürzt auf einer unbelebten Insel ab und da leben halt nur Tiere. Und dieser Roboter, der übrigens gesprochen wird von Lupita Nyong'o, die ich auch immer mega gerne mag, freut sich halt mit den Tieren an, guckt so rum und adoptiert dann mehr versehentlich ein kleines Gänsebaby und muss das dann groß ziehen und irgendwie ihm beibringen, wie man ein richtiger Gans ist oder so.
Und das ist... Das klingt grandios! Das ist eine superschöne Idee, auch das Ensemble anziehen ist total geil. Wir haben einen Fuchs, der von Pedro Pascal gesprochen wird, wir haben Bill Nighy, also die alte, erfahrene, ganz. Mark Hamill ist auch dabei, also super Voice-Caster auf jeden Fall.
Also vielleicht, wenn es mit Kindern guckt, natürlich dann nicht auf Englisch, nehme ich an, aber es lohnt sich auch, da mal nochmal danach vielleicht selber umzuschalten und gucken, wie schön der Voice-Caster ist und da funktioniert.
Ist das schon für Kinder?
Das habe ich mich auch gefragt. Es mutet ja an, ein Kinderfilm zu sein.
Ja, nur so hart.
Oder? Das ist ein Elternfilm. Das ist 100% ein Elternfilm.
Ja, genau, so schaust du mir auf.
Also ich bin mir ganz sicher, Kinder ziehen da auch viel draus. Aber so die Themen, die er für mich vor allem anspricht, waren halt sehr, sehr stark. Also es fängt an von Verantwortung, die ich halt für dieses Wesen, dieses Kind übernehme. Aber auch, ja, da haben wir wieder Nature versus Nurture. Weil sie ist halt keine Gans.
Also sie ist halt dieser Roboter auch, ja ich bin halt eine Maschine, ich kann vielleicht die Gefühle, die ihr habt, nicht auf diese Weise nachführen, vielleicht auch deswegen nicht meinem Kind vermitteln oder so. Das sind alles sehr erwachsene Themen, die sich auch auf tausend verschiedene Weisen lesen lassen, auf Elternschaft allgemein, auf Verantwortung für andere irgendwie ummünzen lassen.
Ich finde es da also klassisch fabelmäßig, sowas erzählt, aber mit Tieren und eben hier auch mit einem Roboter. Schon in der ersten halben Stunde ging es da richtig ab. Ich habe da sehr geheult. Das war ein richtig berührendes Erlebnis und komplett begeistert. Ich bin kinderlos. Also ich glaube, dass jemand, der vielleicht selber Teile dieser Geschichte durchgemacht hat oder sich daran noch mehr wiederfindet.
Kann ganz krass sein, ja.
Das kann richtig krass sein.
Ich glaube, das ist der Heftige. Ja, ich freue mich drauf.
Das klingt nach einem Sneakbot-Film, oder?
Vielleicht ist es ein Sneakbot-Film.
Also, dass den vielleicht sogar nochmal jemand von uns vorschlägt oder mitbringt.
Ich habe in der Amazon 99-Cent-Aktion geliebt. Noch gibt es ihn, glaube ich, nirgendwo. Aber Roche Empfehlung hat mich auch echt weggauert. Ich würde ein bisschen abzugeben, weil am Ende, also die Geschichte war für mich eigentlich nach einer Stunde erzählt. Dann habe ich so Hashtag an der Maus gewackelt und gesehen, da kommt noch eine halbe.
Und da kam einfach sehr viel. Also spätestens, wenn man denkt, es ist eine Kindergeschichte, ist spätestens da vorbei, weil dann haben wir vor allem die Passive der Mutter, des Roboters irgendwie. Und da passieren noch sehr viele Themen, die ich auch alle gar nicht so sehr zusammengebracht habe bei Anfangs und wie sie dann noch die alle Tiere auf der Insel vereint für einen gemeinsamen Kampf. Nein, ihr wisst schon, da passiert noch sehr.
Sehr viel.
Was jetzt für mich auf den ersten Blick nicht unbedingt was mit dieser Eltern-Kind-Erzählung zu tun hat, die für mich eigentlich so der emotionale Kern war. Und ich bin auch nicht sicher, ob der Film alle Fäden, die er auch noch zusammenführt am Ende, weil da sehr viel passiert. Trotzdem ist auch das voller schöner Moment. Und wir sehen natürlich auch die Wiedervereinigung mit dem Kind. Also hat schon alles gepasst, aber ich frage mich, ob man am Ende nicht ein
bisschen das irgendwie straight hätte erzählen können. Das denke ich gerade so nach dem ersten Ansehen.
Was ich mich frage ist, warum Roboter? Wird da thematisiert Thema Emotionen und kann Emotionen haben und so? Oder...
Nicht hauptsächlich, aber es kommt schon vor, dass eben dieser Roboter einen sehr technischen, technokratischen Zugang zur Welt und Emotionen hat. Also kann so Sachen nachahmen von, ja ich habe gesehen, dass in dieser Situation gerne gelacht wird oder in dieser gerne geweint oder so. Das ist schon ein Thema. Also ich glaube, das Hauptthema ist einfach, dass sie fremdartig ist, dass sie nicht zu diesen Tieren gehört.
Aber ja, du hast auch recht, durch das Roboter-Thema ist eben auch natürlich was von Gefühl drin, vor allem, weil halt Roboter keine Kinder bekommen. Das heißt, das ganze Programm muss sie sich auch erarbeiten als Roboter. Wie zieht man ein Kind groß oder so und lernt er auch von anderen? Und das finde ich eigentlich eine schöne Metapher für Leute, die zum ersten Mal Eltern werden oder so. Also die haben ja auch ohne Roboter zu sein kein perfektes Programming für, wie ist man eigentlich Eltern.
das finde ich eigentlich eine schöne Erzählung das ist also deswegen auch gerade, dass es ein Roboter ist mag ich sehr gerne.
Das klingt super gut.
Das ist wirklich toll, das war sehr süß, ganz ganz tolle Animationen auch ganz ganz große Empfehlung.
Ich habe hier gerade den Trailer nebenher laufen gehabt ja das sieht sehr schön aus das ist wirklich toll.
Das ist also auch ein Film ähnlich wie Nickel Boys der zu Recht all sein Lob bekommt wirklich wirklich süß, hat mir sehr gut gefallen 8,2.
Auf der IMDb wow, Okay.
Jetzt habe ich ja auf Letterboxd nur umgerechnet 8 von 10 gegeben. Jetzt ist ein paar Tage her und ich bin noch mehr am Scherm. Vielleicht gehe ich noch ein bisschen hoch. Aber das wäre so gerade meine Wertung. Vor allem, weil ich den letzten Akt ein bisschen durcheinander fand und der eigentlich für mich jetzt erst mal wenig der Geschichte beigetragen hat, der emotionalen Geschichte. Vielleicht ändert sich auch das nochmal. Toller Film. Gucken auf jeden Fall. Ganz, ganz, ganz, ganz berührend.
Jetzt hoffen wir doch mal.
Was? Genau, lass mich die Überleitung machen.
Okay.
Jetzt haben wir nämlich noch einen Film, der nur 7,0 auf IMDb hat und der auch einen Trailer hat, der mich weggehauen hat und wo ich dachte, wow, das ist ein cooler Film, den will ich sehen. Mal gucken, ob der auch das so hält.
Wir wissen ja schon, was jetzt kommt.
Jan, du hast ihn auch gesehen.
Ich habe ihn ehrlich Schlecht bewertet für du, ja.
Ja, The Northman. Handelt von einem Wikinger-Prinzen, der mit ansehen muss, wie sein Vater von dessen Bruder getötet wird und der dann flüchtet und der nur eine Lebensaufgabe, nee, drei Lebensaufgaben hat, seinen Vater zu rächen, seine Mutter zu befreien, weil die ist nämlich verschleppt worden von dem, von ihrem Schwager und das dritte habe ich vergessen, weil es auch scheißegal ist, ähnlich martialisch maskulinistischer Kackscheiß, ich weiß es nicht ähm,
Der Film ist ein ewiges, ich kann es nicht so, Gewichse, ich kann es nicht richtig beschreiben. Es ist so, es ist wahnsinnig düster, es ist unheimlich archaisch. Also die Wikinger werden wie Neandertaler dargestellt oder wie das, was man sich vorstellt, wie Neandertaler waren und es wahrscheinlich auch nicht waren. Es ist absurd archaisch und es ist wahnsinnig langweilig. Jan, möchtest du was dazu beitragen?
Ja, ich fürchte, wir sind uns da schon wieder einig. Ich glaube, ein klassisches Thema ist dieses Framing von Wikingern, was ja also eine reale Kultur war oder ganz viele reale Kulturen. Und ich bezweifle einfach. Ich bin einfach nicht bereit zu glauben, dass die die ganze Zeit nur, dass da die ganze Zeit düster waren.
Die die ganze Zeit gebrüllt haben.
Oh Gott, was war das denn?
Das ist so lächerlich. Die brüllen die ganze Zeit und machen Wölfe nach und dann machen sie ein anderes, kulturales Grunze und es ist so unerreglich.
Also ja, wenn ich mir so angucke, was die jetzt an zivilisatorischen Errungenschaften auch irgendwie erfunden und auf die Beine gestellt haben, glaube ich einfach nicht, dass die die ganze Zeit nur gebrüllt haben, sie aufs Maul gegeben haben. Und gerade bei so Wikinger-Filmen ist ein Thema, das dann auch immer ganz düster, ganz entsättigt, alles Schnee, alles schlimm und alle hassen sich. Und das ist eigentlich der Film hier.
Ja, aber ich mag das ja normalerweise. Ich mag ja Schlamm- und Lederfilme. Und ich mag ja so unrealistische Fantasy-Wikinger- Geschichten, ja. Ich hab ja Vikings gefeiert. Ich hab Last Kingdom gefeiert. Das ist reine Fantasy. Das ist mir vollkommen klar, ja. Aber das hier ist einfach so drüber, dass es unerträglich wird, weil es halt nur so archaischer Mist ist. Wo die wirklich, du schaust denen eine Viertelstunde quasi unbeleuchtet dabei zu, wie sie in einer dunklen Höhle um ein Feuer schlägt.
Tanzen und sich angrunzen. Und das ist nicht überspitzt. Genau das ist es. Wo ich denke, ja, okay, ja, das stimmt, dass die auch Drogen genommen haben, ja. Aber wenn du das darstellen willst, also das, es wird mir schwer zu sagen, Vikings hat das eleganter gemacht, ja. Und die haben es nicht dafür bekannt, dass sie besonders elegant Dinge dargestellt haben. Also, boah.
Pass auf, jetzt hole ich mal die Kunstfilmkeule raus.
Ja, ja, okay.
Wir haben ja einen echten Robert Eggers Film, der nervt mich ja immer auf dieselbe Weise und hier genauso. Der ist auch einfach, also dieser Film ist sehr überproduziert eigentlich in dem Sinne. Es ist sehr viel so auch so pseudo-historisierend alles in den Dienst für diese Stimmung gestellt. Noch dazu läuft er rum und sagt, ja, das ist Hamlet eigentlich.
Und ganz ehrlich, wenn das hier eine Verfilmung von Hamlet ist, dann ist, weiß nicht, Batman wie Superman eine Verfilmung von Much to do but nothing.
es ist Hamlet, aber nur die Teile wo sich Männer aufs Maul geben, also gar nichts, ich sehe auch wenig Mehrwert in diesem Film, aber ich weiß auch, dass sehr viele Menschen anders sehen, das ist auch okay wenn das Leute anspricht, meine Bilder, so ein bisschen wie du gerade bei Nickel Boys formuliert hast vielleicht meine Art von Bildsprache, meine Art von Erzählung und auch meine Art von, historisierender Fiktion ist es so gar nicht das ist wirklich genau das Gegenteil
von dem, was ich daran eigentlich sehen möchte deswegen mir hat das auch gar nicht gefallen Nee. Ich meine, es gibt etwas in Gut. Kennt ihr Valhalla Rising von Vending Reffen? Das ist auch ein sehr sphärischer und gewaltsamer Wikinger-Film und den finde ich viel geiler zum Beispiel.
Ich habe noch nicht viel Vending Reffen gesehen und fand ihn bisher auch nicht so geil, aber den habe ich noch nicht gesehen.
Das ist auch, glaube ich, der einzige Film, den ich richtig gern habe, aber ich gucke seine Filme gern, weil er auch rotblind ist. Also wir haben dieselbe Art der Farbschwäche, das heißt, er macht Filme so, wie er sie im Kino sehen will. Es gibt so ein paar Cinematografen, ein paar Regisseure, auf die das zutrifft. Deswegen gehe ich auch gerne ins Kino für den, weil das immer für mich ein gutes
Erlebnis ist. Sonst mir im Kino alles zu blass, weil es über den Projektor noch mal halt weniger Kontraste gibt. Aber wenn ein Greffen-Film funktioniert, immer gut. Ich wollte es doch gar nicht ablenken, sondern sagen, wenn ihr einen guten martialischen Wikinger-Film sehen wollt, dann vielleicht lieber den als Northman. Aber ich weiß auch, der hat seine Fans. Ich glaube, auch das ist einfach wieder eine Strömung von Kunstfilmen, die hat ihre Leute. Ich gehöre nicht dazu.
Ich mochte auch The Witch gar nicht.
Aber sind das wirklich Leute, die Kunstfilme mögen, die diesen Film mögen?
Das ist schon ein Letterboxd-Film. Das ist auch seine Neuverfilmung von Osferatu gerade draußen. Ich glaube, das ist auch so, der habe ich jetzt noch nicht gesehen. Das ist eine Art von, ja, sehr künstlerisch im Sinne von sehr viel Stilmittel, eigentlich, so wie du gerade meinst. Sehr, sehr viel reingehauen und sehr viel, ja, so das Repertoire aus der Filmstule auch ausgepackt. Und auch da, das kann funktionieren, wenn es was erzählt und wenn du auch als Rezipent siehst, dass es dir was erzählt.
Und hier sehe ich, dass es da ist, aber sehe nicht, wie es einen Mehrwert für die Geschichte hat. Und das ist dann, ja, auch wieder auf Rezipentenseite meine Art von Fiktion, ist es halt gar nicht.
Ja, und The Witch mochte ich auch nicht. Da gehe ich auch mit. Was schade ist, ja, beides hier Anja Taylor-Joy-Filme.
Die ich sehr gern mag, die ist super.
Ja, ich auch, ich liebe sie, aber ich mag beide Filme nicht, nee, gar nicht.
Es gibt noch den Lighthouse, den fand ich nicht so schlimm, aber auch, weil ich es thematisch irgendwie nett fand. Aber würde ich jetzt auch nicht sagen, dass das ein Knallerfilm ist.
Ich glaube, ich habe genug Eggers Filme jetzt gesehen.
Aber Den Nussvergato gucke ich mir noch an, auf jeden Fall. Aber auch mehr, weil ich das, wie sagt man, das Sujet, wenn wir schon im Kunstfilm Lexikon unterwegs sind, weil ich das sehr schätze.
Ja, und gut. Und Nosferatu ist halt dann, ist ja auch schon ein Fantasy-Thema. Da ist es vielleicht dann auch okay, wenn man das dann halt so, überkünstelt und so. Ja, und das darf auch so archaisch sein. Da passt das noch besser als bei einem Wikinger-Film.
Ja.
Aha, da schnurrt eine Katze, höre ich doch.
Hat er geschnurrt?
Ja.
Das ist ja süß.
Ja, nee, also hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht und war auch langweilig.
Und auch fast zweieinhalb Stunden, ne?
Ja.
Aber das tu mal so einen Schlamm und Leder so richtig böse ist. Das passiert nicht oft. Also da muss schon.
Ich hab schon auch schlecht, ich hab auch schon trashige. Zum Beispiel dieser Friesen Friesen-Schlamm und Leder Proto-Wikinger-Film, den ich mal gesehen hab. Der war halt auch richtig schlecht gemacht und so. Aber selbst der hat mich weniger geärgert wie der hier. Also der hier ist wirklich ärgerlich. Weil es so... Willst du mich verarschen? Was soll jetzt dieses Gegrunze? Warum grunzt du mich jetzt eine Viertelstunde an? Das ist langweilig.
Mit seinem Vater zusammen, unerträglich. Mit seinem Vater und Willem Dafoe zusammen.
Willem Dafoe, auch ein Eggers Klassiker, war ja auch bei Lighthouse.
Aber krass besetzt, oder?
Ja, ja, der ist krass besetzt. Ja, ja.
Ethan Hawke.
Ja, genau, Ethan Hawke als König, ja.
Nicole Kidman, natürlich.
Ja.
Da ist auch Björk dabei, ne, in dieser einen.
Ja, auch Björk, genau. Es ist wirklich krass besetzt, ja. Ach, diese Björks sind auch völlig sinnlos.
Da blasen wir wieder mal ins selbe Horn.
Ja, völlig.
Übrigens, dass Wikinger Helme mit Hörnern hatten, ist nicht belegt.
Ne, es ist quasi belegt, dass es das nicht gab, oder?
Ja, also, ja.
Es ist quasi Unsinn.
Es gibt Keltenhelme, es gibt Keltenhelme mit Hörnern, aber auch nicht viel.
Ja, aber bei Wikinger, dachte ich, wäre man sich einig mittlerweile, dass das Quatsch ist.
Ich denke schon. Also ich stecke auch nicht so tief drin, aber es wurden zumindest glaube ich keine gefunden. Und übrigens Wikinger hatten auch keine Dreadlocks, bevor diese Diskussion anfängt.
Ja, da ist so viel, dass man, also Ah.
Die waren überall für ihr langes, sehr feines und sehr fein gekämmtes und sehr Haar irgendwie.
Das auch. Im Gegensatz zu den Sachsen. Ja. Nee, also weg damit.
Weg damit.
Okay. Du hast gerade vom ins gleiche Hornblasen gesprochen. Stoßen, wie auch immer. Wo wir doch gerade in unserer linguistischen Plauderei gelandet sind. Wo kommt das denn her? Das ist natürlich jetzt gemein, ich da einfach direkt...
Ja, also ich bereite die linguistische Plauderei, eigentlich bereitet ihr die hervor. Nein. Ich weiß nicht, worum es heute geht.
Sie wurde aber nachbereitet, sagen wir es mal so.
Genau, ich habe ein kleines Adendo mitgebracht, der Daniel, auch schon mehrfach erwähnt, hat noch Anmerkungen mitgebracht in Form einer Sprachanrechte beim Joggen. Fand ich auch nett, hat noch ein paar Punkte hinzugefügt, die ich auch noch spannend fand, auch gerne nochmal irgendwie hochnehmen möchte.
Ich merke gerade, Entschuldigung, ich merke gerade, dass ich die ganze Zeit, Oh, jetzt höre ich ja noch viel besser. Dass ich die ganze Zeit von unserem, wir haben ja vorhin so eine, ein Gezwitscher uns angehört, worüber wir gleich noch reden wollen. Und da hatte ich mir so ein Earbud ins Ohr gesteckt, unter meinem Kopfhörer. Und jetzt habe ich die ganze Zeit gefragt, was stört mich denn da im Ohr so? Ich habe halt die ganze Zeit diesen Earbud noch im Ohr gehabt.
Zum Glück nur auf einer Seite. Aber jetzt höre ich viel besser. Jetzt höre ich ja Stereo hier. Das ist ja Wahnsinn.
Ganz froh sein, dass dein Handy nicht noch irgendwas abgespielt hat und andere Töne noch gemacht hat.
Also, Entschuldigung fürs Derailen.
Alles gut.
Bitte weiter.
Genau, also es sind ein paar Punkte, ich gehe auch die kurz durch. Wir haben ja beim letzten Mal auch, also nee, stopp, erstmal worum ging es? Es ging um Autokorrekt und Einfluss auf geschriebene Sprache und Einfluss von geschriebener Sprache wiederum und was es so mit uns macht.
Darüber haben wir gesprochen und Daniel hat nochmal einen Punkt darauf gebracht, wo es um die Nutzbarkeit von Technik geht oder die Vorteile eben auch, die eben auch für Menschen mit gewissen Behinderungen Beeinträchtigungen da sein können. Ich hatte kurz über Dyslexie gesprochen, dass da vielleicht so eine Technik wie Autokrekt eine große Errungenschaft ist.
Und dann hatte ich nochmal aus persönlicher Erfahrung auch erzählt, wie, weiß nicht, als jemand mit einer feinmotorischen Störung zum Beispiel die Einführung der Tastatur im Schulkontext oder im sonstigen Umfeld einfach total die Neuerung war, mit der man auf einmal dabei sein konnte. Das ist ein Beispiel, was ich auch ganz spannend finde, dass ich nochmal beleuchte, dass eben selbst wenn irgendwie negative Effekte rauskommen können, am Ende ist die Technik nur die Technik.
Und wir können sie uns auch nutzbar machen, um Menschen total zu helfen, auch für Inklusion zu sorgen. Und wenn du halt mit dem Tablet tippen kannst, können auf einmal ganz viele Leute, die da sonst nicht fähig wären, an dem selben Schulunterricht teilzunehmen oder so, einfach unfassbar, können das machen.
Fand ich so ein gutes Beispiel.
Total spannend, ja, mega gutes Beispiel. Ich glaube, da sind wir uns noch gar nicht klar, was diese Technik oder zumindest diese Art der Technik, die jetzt natürlich etabliert ist, auch noch helfen könnte. Also auf jeden Fall, das fand ich einen wichtigen Punkt. Ich gucke in meine Liste. Dann hat er auch schön, das fand ich auch sehr gut, nochmal hervorgebracht, dass der Grad der Literarisierung, also der Schriftlichkeit, heute so hoch ist wie noch nie.
Und das hängt natürlich auch damit zusammen, dass jeder ein Handy in der Hand hat und jeder immer tippt. so, also wenn ich mir noch.
Weiß nicht Was heißt der Grad der Literarisierung, das heißt wie viele Leute schreiben können?
Wie viele Leute schreiben können, wie viele Leute lesen und schreiben können so, das finde ich total wichtig, weil man denkt noch so zurück, ich weiß noch, so Geschichten von meinem Opa die erzählt hat, seine erste Firma wo er gearbeitet hat oder so, das waren dann halt Handwerker, und nicht jeder von denen konnte lesen und schreiben oder nur eins von beiden, das heißt es gab eine Sekretärin, die das alles machen musste oder so und heute
ist es viel denkbarer, auch durch unseren Grad der technischen Literacy dass zum Beispiel der Maurer seine Rechnung selber schreibt. Oder so, ne? Das ist ganz normal eigentlich.
Aber das ist ja lustig, dass das nicht damit entspricht, was so an Vorurteil kursiert, gell?
Überhaupt nicht.
Die können ja alle gar nicht mehr schreiben. Genau, ja. Lustig, gell? Genau das Gegenteil.
Das war ja auch ein guter Punkt. Auch wieder ein Beispiel für, da bringt es total was Positives. Jetzt haben wir heute einen zivilisatorischen Stand von Literarisierung, den wir vorher noch nicht hatten. Das finde ich auch total spannend. Und hat natürlich das zu tun, dass wir früh auch schon Technik, Schrift und Schreiben ausgesetzt sind. Das finde ich einen guten Punkt.
Ja, und man muss es halt noch viel mehr für normale alltägliche Kommunikation.
Genau, die ganze Zeit.
Also dieses in die Kneipe gehen machst du heute halt auf, weiß ich nicht, Discord oder so, wo du halt schreiben musst. Muss man bei Discord schreiben? Ich habe keine Ahnung.
Man kann bei Discord schreiben.
Ja, genau, aber wenn du da mit machen willst in deinem Maurer Talk, dann musst du halt auch da reinschreiben können.
Obwohl, also da habe ich dir ein Interesse. Dabei muss ich gestehen. Das war ja bei uns auch, als Corona losging und bei unseren Cocktailfreunden, wo man sich dann zum Trinken irgendwie in irgendeinem Chat verabredet hat. Das ist, keine Ahnung, ist mir zu abstrakt.
Nee, ich meine auch nicht zum Trinken, sondern um gewisse Themen zu diskutieren, die nur dort diskutiert werden. Also keine Ahnung. Ich weiß jetzt nicht, wir werfen wir jetzt auch alle Maurer gemeinerweise unter dem Bus, aber in jedem Bereich wird es ja auch gewisse Themen geben, die Verbesserungen an der Technik bringen, die man irgendwie erfahren muss. Und wenn man sich da mit Leuten austauschen kann, Wenn es dann eben nur schriftlich ist, hilft es auf jeden Fall, Menschen zu motivieren.
Ich glaube, dass wir viel früher auch Teil von Chats, von Gruppen, von WhatsApp oder so sind. Das kann natürlich, kann man sagen, alles schlimm, weil dieses ständige Online-Sein ist eine andere Diskussion. Aber positiv ist, Leute fangen an zu schreiben und zwar früh und sicher. So, das ist also sicher im Sinne von, ich werde verstanden auf der anderen Seite. Und das ist also, ich kann auch an meine eigene Biografie denken oder so.
Ich habe, weiß nicht, sehr schnell sehr viel Englisch gelernt, weil ich halt, boah, das Gate auf dem PC nur auf Englisch hatte oder so. Und ich habe sehr viel mehr auch das gelernt oder benutzt, als ich dann halt Zugang zum Internet hatte. Und wir hatten dann halt ihr Zählchats und weiß nicht. Dann war man halt auf Englisch unterwegs oder so. Und das ist ein Beispiel. Also klar. Und ähnlich vielleicht hier.
Ja, du hast ja in der Ibelin-Folge auch erzählt, dass du Dänisch gelernt hast durchs Zocken sozusagen.
Oder zumindest ein bisschen behalten hab.
Ja.
Ich habe jetzt gemerkt, ich habe sehr viel weniger Dänisch noch im Repertoire, als ich gerne hätte. Was habe ich, irgendeinen Film auf Dänisch geguckt und war so, ah, da brauche ich jetzt schon, also Untertitel wären schon was und dann muss ich ab und zu pausieren. Das geht einem leider auch verloren, anderes Thema.
Ja, ich finde es aber, dann Untertitel in der Sprache auch drunter zu machen, finde ich okay.
Ich hasse es, wenn es dann nur Deutsche gibt, weil da muss man immer so, habe ich das richtig gehört, aber auf den Kopf rückübersetzen.
Das ist indiskutabel.
Das bringt einen total raus aus der Sprache, die man eigentlich lernen will, wenn man ständig in die eigene Sprache rückübersetzt.
Ja, nee, nee, wenn dann die Sprache selbst, aber gerade bei einer Sprache wie Dänisch finde ich das durchaus legitim.
Ich habe noch so ein paar ungelesene dänische Romane hier, wo ich immer dachte, also die sind schon lange auf dem Stapel, irgendwann lese ich die noch.
Ich habe hier noch von Salman Rush die satanischen Verse auf Norwegisch. Vielen Dank. Das ist natürlich großer Quatsch.
Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich erstmal schon mal stärker drin im Lesen. Ich habe auch schon wirklich dicke Wälzer auf Dänisch gelesen. Aber so inzwischen ist schon das 120 Seiten Heftchen ein Vorhaben, dass ich so richtig, okay, wenn ich mal Urlaub habe und mich nochmal richtig reinwälze. Mal gucken. Also es geht ein bisschen verloren leider. Ich war mal sehr viel fließender in der Sprache.
Ich bin halt so ein fauler Leser, das ist echt wirklich schlimm.
Das kommt dazu. Ich lese mal weniger.
Ja, aber man muss natürlich irgendwie, um fließend zu bleiben, muss man natürlich in der Praxis auch. Das ist schon klar.
Man kann ja nicht immer das Präsens nicht benutzen.
Dann werde ich hier bald wieder einen norwegischen Film vorschlagen müssen. Das hilft nichts. Hatten wir ja neulich erst.
Ich habe noch zwei Daniel-Punkte.
Ja, dann mach erst mal.
Wo sind sie denn hier?
Den hatte ich nicht vorgeschlagen. Von dem hatte ich erzählt, diesen Kriegsfilm.
Dann ist heute die Chance.
Nee, hat er schon geguckt.
Hat er schon.
Was hat Daniel noch?
Eine witzige Anmerkung fand ich noch und da habe ich mich auch ertappt gefühlt. Ich glaube, er glaubt, wir überhöhen manchmal Autokorrektur ein bisschen, weil man im Alltag sieht, dass sie oft auch echt quatschig ist und eben nicht so grammatisch reagiert, wie man gerne möchte. Und das stimmt. Ja, das stimmt total. Das ist oft auch sehr, sehr mies und man braucht eine eigene neue Kompetenz, um sie selber wieder zu korrigieren. Das ist wahr.
Absolut.
Also da geht es nicht nur um meinen Freund Kamel, der entweder Kamel oder Kamin hieß, jahrelang bei allen, sondern auch oft, dass dann doch nicht die richtige Syntax verlangt wird und die Autokolle denkt, sie hätte das Muster erkannt und hat es aber nicht. Das ist auch wirklich furchtbar. Das ist noch ein langer Weg, den wir gehen müssen.
Da macht mich BeReal fertig. Also BeReal macht mich ja in seiner schlechten Programmierung häufig fertig. Aber bei einer Sache, die sie einfach nicht können, was mich wahnsinnig macht, ist, du schreibst einen Kommentar. Und dann willst du nochmal durchscrollen, ob du einen Fehler gemacht hast. Und du hast ja immer Fehler gemacht, weil es sind ja immer Autokorrekturfehler drin.
Und dann drückt man, oder will man auf diesen, dahin navigieren, auf das Wort, was man falsch gemacht hat, und tippt irgendwie einen halben Millimeter neben deinem Kommentar oder so. Und dann geht das aus dem Kommentar raus und er merkt sich das aber nicht. Wenn du wieder reingehst, ist es weg und du kannst von neuen losschreiben.
Da ist einiges los. Haben die einfach nicht mit ihrem Erfolg gerechnet oder so? Das ist so komisch. Da ist jede Woche was Neues kaputt.
Ja, genau. Wäre das Konzept nicht so gut.
Wäre man da schon längst weg.
Genau, bei WhatsApp, wenn du aus dem Chat rausgehst und wieder zurückgehst, ist immer noch da, was du geschrieben hattest.
Außer wenn du ein Foto einfügst. Wenn du anfängst zu tippen, dann sagst du, ach nee, ich will ein Foto reinfügen. Dann gehst du in die Foto-App, sagst, hier teilen nach WhatsApp und dann fängst du wieder von vorne an zu tippen.
Wenn du dann abbrichst.
Ist auch alles weg.
Aber bei Be Real ist es wirklich eine Katastrophe. Also einen Millimeter daneben geklickt und du kannst einen neuen anfangen.
Und es gibt halt viele so Krankheiten. Ich bin wirklich, ich kenne auch wenige Apps, denen ich das verzeihen würde eigentlich. Ich benutze ja immer noch BeReal, einfach weil es so nett ist.
Ja, das stimmt.
Okay, dann geht das wieder los. Und diese Kleinigkeit, jetzt ist 17 Mal dieselbe Werbung hintereinander.
Hä, Werbung habe ich?
Dann hast du noch nicht aktualisiert. Das ist ganz schlimm, so Werbung, die aussieht, als wäre es ein nativer BeReal-Content. Und dann ist es oft so 17 Mal dieselbe, wirklich.
Okay, habe ich noch recht. Und wie ist denn das, dieses, was ich neulich mal gemacht habe, dieses, wo du so kleines, wie so ein Video schickst beim BeReal. Das habe ich dann wieder ausgestellt. Wie kann ich das wieder anstellen?
Keine Ahnung. Ich habe es auch sofort ausgemacht und will es nie wieder sehen.
Aber manchmal will man es ja auch. Aber das Problem ist, dann bleibt es ja für den und dann machst du die nächsten fünf Reels, die du machst, willst du es gar nicht machen und machst es dann aus Versehen. Ja, es ist alles nicht so gut.
Letzter Daniel-Punkt, und das ist auch eine kleine Anmerkung, die so ein bisschen in die Zukunft geht, dessen, was wir noch erwarten. Und zweiter gemeint, es gibt ja noch so andere Techniken, die gerade sehr wichtig
sind und sehr den Gebrauch verändern. Da hat er von Speech to Text eigentlich, dass er manchmal bei der Arbeit offenbar Kommentare liest, die eingesprochen wurden und Probleme dabei hat, die zu entschlüsseln, weil die halt oft nicht ganz das richtig verstehen, vor allem keine Satzzeichen haben. Ich glaube, das wird nochmal ein Problem. Da haben wir direkt die nächste Kulturtechnik, die wir irgendwie zähmen lernen müssen.
Und die möglicherweise auch nochmal unser Verhältnis zu Satzzeichen ändert. Ich freue mich drauf.
Du meinst, dass also eine Tendenz besteht, dass dann Satzzeichen wegfallen in der Sprache?
Also ist das Internet ja eh schon. Also wir schreiben ja sehr viel weniger Satzzeichen. Wir benutzen jetzt manchmal Emojis statt Punkten. Oder statt, ja, Satzzeichen eigentlich. Aber wenn du bei WhatsApp schreibst, machst du halt nie einen Punkt am Ende. Außer du schreibst zwei Sätze in einer Nachricht. und Kommas machst du, wenn du halt so hochintellektueller bist oder so.
Weißt du, und Großschreibung ist ja auch ein Thema. Also ich glaube, natürlich ist das jetzt laut, dass es noch ein bisschen im Du steht.
Schreibst du bei Du und Dich immer noch groß bei WhatsApp?
Ich korrigiere meine WhatsApps noch, bevor ich sie wegschicke.
Pass auf, das finde ich auch spannend. Es gibt ja so Menschen, mit denen ist man auf einem Register, da schreibt man einfach immer, da schreibt man nachlässig und das hat sich irgendwie etabliert, wenn wir ein Fan zusammen sind, schreiben wir nachlässig. So mit meiner Mitwohnerin zum Beispiel. Und dann gehe ich manchmal bewusst zurück und korrigiere die Großschreibung, die automatische auf Kleinschreibung, weil mein Register im Chat mit dieser Person ist, ich schreibe hier klein.
Das ist was ich meine. Also dann ergeben sich auch neue Register.
Was heißt denn Register?
Ja, eine Sprachstufe oder eine, also ja, eine synchrone Sprachstufe, die es unterscheidet im Gebrauch. Zum Beispiel spreche ich im Vorstellungsgespräch anders als auf der Arbeit und dann nochmal anders als hier mit euch gerade. Das sind so Register. Und oft unterscheiden die sich erheblich. Im Schriftlichen gibt es sowas auch. Ich schreibe ganz anders einen Fachtext auch im Vokablas, ich benutze, als ich einen Roman schreibe und den schreibe ich anders, als ich einen WhatsApp an euch schreibe.
Also ich lese gerade unsere WhatsApps und ich muss sagen...
Da benutze ich Großschreibung zum Beispiel. Und ich weiß gar nicht, woran das liegt.
Auch mit manchen Leuten.
Die sehr nahe stehen, benutze ich Großschreibung.
Das Einzige, was ich hier an meinem kritisieren könnte, was ich schreibe, dass ich manchmal das Subjekt weglasse. Aber sonst ist das schon Hand und Fuß, was ich da schreibe.
Aber du machst sogar immer Punkte. Du schreibst wie so ein...
Ja, ja. Ich mache Punkte, ich mache Kommas.
Boomer.
Ich wollte es gerade sagen. Ich scrolliere gerade durch.
Es ist mir nie aufgefallen, aber du machst immer Punkte. Das ist aufregend. Stefan und ich nicht. Macht der Bob Punkte? Der macht Punkte.
Hast du ja schon gesehen, Komma, Jan, Punkt. Also ich mache Kommas und Punkte.
Also Kommas mache ich auch meistens im Chat, weil sie halt...
Stefan macht auch Punkte.
Ich mache auch Punkte.
Jetzt muss ich auch Punkte machen.
Ja, du bist halt kein Chen Ex. Das kann schon sein.
Ich wusste nicht, dass in diesem Chat die Regel ist, Punkte zu setzen.
Weißt du? Ja, aber wie du gerade sagst.
Stefan, setzt du immer drei Punkte.
Das mache ich gerne, ja, das stimmt.
Ich wusste nicht, dass ich in verschiedenen Chats verschiedene, wie hast du es genannt, Register haben kann. Ich schreibe immer so. Scheißegal, mit wem ich schreibe. Ich schreibe immer Punkte, ich schreibe immer Kommas, ich schreibe immer Kurs.
Kleine.
Gerade bei Leuten, die einem so einfach so Text hinkotzen. Weißt du, so drei Gedanken hintereinander, zwei Fragen dabei, weiß ich nicht, einfach hintereinander weggetippt. Ohne Punkt, Komma, kein Absatz, kein Nichts. Da schreibe ich trotzdem ganz hier mit Punkt, mit Komma, mit Fragezeichen.
Und auch gar nicht kritisieren. Die können das gern so schreiben.
Ich möchte, dass es denen einfach fällt, meinen Text zu verstehen. Deswegen gebe ich mir da ein bisschen Mühe.
Ja genau, aber das ist eine Sache. Aber der Punkt ist schon eine Generationfrage. Die meisten Leute würden ihn sogar besser verstehen, wenn du statt Punkt einen Stimmungsmarker wie ein Emoji reinsetzt. Weil das ist auch ein Satzzeichen, aber das ist eins, mit dem du sogar besser verstanden wirst schriftlich. Also kann das Argument nicht sein, du willst verstanden werden.
Weißt du, was ich meine? Also klar, natürlich, das ist der Grund, warum ich nach wie vor, wenn sie wichtig sind Kommas setzt, damit man einfach den Sinn des Satzes versteht. Aber sowas wie der Punkt am Ende ist eigentlich dafür überhaupt nicht notwendig. Weil das Ende der Nachricht ja schon markiert, dass das jetzt Ende ist.
Aber die Emoji, ja, wir machen schon nicht so viele Emojis, das stimmt.
Das ist auch ein Altersding. Ich mache auch weniger Emojis als meinen Studierenden, so auf jeden Fall. Und das übrigens, also eine Anekdote dazu noch, das finde ich auch spannend. Ich habe ja jetzt lange, also fünf Jahre lang Studienberatung gemacht und am Anfang kam da immer niemand oder niemand wollte auch diese Angebote, die wir haben, wahrnehmen.
So, und da hat sich herausgestellt, später, ja, ja, fuck, ich wusste mein ganzes Studium nicht, wie ich dieses Modul belege oder so, habe mich aber nicht getraut zu fragen. So, keine Ahnung. Das hat sich extrem geändert, sobald ich Studienberatung per Telegram angeboten habe zum Beispiel, weil es einfach für die Leute eine viel komfortablere Gesprächssituation war.
Auch ein Telefonat, verstehe ich auch, kann super unangenehm sein, aber in der Sprachnachricht, die du mir einfach per Telegram schickst, kannst du deinen Flow, deine Geschwindigkeit, kannst du auch nochmal zurücknehmen, nochmal neu anfangen und alles sagen, was du willst und einfach abschicken oder auch nicht abschicken. Ihr wisst, was ich meine. Und auf einmal kamen viel mehr Leute zur Studienberatung.
Also ich glaube, es gibt doch einfach auch da verschiedene Register und es hilft auch, sich einem Register von den Leuten, mit denen man reden möchte, anzunähern logischerweise. Also das ist auch der Grund, warum man, ja, jemand, der gerade Deutsch lernt, nicht mit Fachbegriffen und irgendwelchen Vokabeln, die man selber kaum versteht, überfrachtet oder so.
Das ist einfach, man wechselt logischerweise. Also wenn man im Dialektgebiet ist, sagt man andere Begriffe, als wenn man in der Standardsprache schreibt oder so. Und ich glaube, da unterschätzen wir auch, ich würde es nicht sagen, wir unterschätzen die Macht der Emojis. Aber es hilft auch, sich da auch im Register irgendwie anzunehmen.
Weil ich glaube, wenn du immer groß schreibst, immer Punkte machst und da gegenüber ist vielleicht aus einer anderen Generation und schreibt konsequent klein und macht Emojis, dann ist zumindest ein Ungleichgewicht da. Also ich will nicht sagen, jede Person fühlt sich dann weniger verstanden von dir. Aber gut, ich will auch nicht raten, mach mehr Emojis, weil dann...
Ja, aber ich sehe hier zum Beispiel eine Nachricht.
Es tat sich erst recht, als jemand das nicht versteht, ja.
Ich sehe hier in unserem Chat eine Nachricht vom Stefan. Wo er vier Emojis insgesamt macht.
Was ich?
Die setzt aber halt hinter die Sätze, hinter die Punkte. Also es ist einfach ein Kommentar zu diesem Satz, aber der Satz steht für sich mit Punkt.
Das ist ja auch untersucht. Also Emojis, also früher hat man auch so, benutzt man alles mögliche, hat ein Haus-Emoji für das Wort Haus. Und so werden Emojis dann nicht verwendet. Emojis sind ja keine Sprache. Emojis sind Satzzeichen. Sie kommen genau da, wo Satzzeichen eigentlich sonst hinkommen und machen auch das. Also ein Fragezeichen markiert, dass es eine Frage ist. ein Ausrufzeichen markiert, dass es dringlich ist.
Und genauso kann ein Totenkopf-Emoji symbolisieren, dass es nicht ernst gemeint ist. Oder von mir aus der Lach-Emoji.
Okay, so habe ich das nie gesehen. Ich habe mich schon nie so gesehen.
Dass das ein Zeichen ist. Das ist ein Marker, der sagt, also da gibt es, ich habe es jetzt nicht zur Hand, es gab für die englische Sprache eine Untersuchung, dass Emojis da gesetzt werden, wo in anderen schriftlichen Formaten Punkte stehen oder Ausrufzeichen oder Fragezeichen.
Ja, ich sehe, dass du das machst.
Oder auch Kommas manchmal. Das war eine Untersuchung, so wird es gemacht. Ich mache es intuitiv oftmals genauso. Ich glaube, auf Deutsch ist es genauso valide. Auch die meisten deutschen Emoji-Verwender innen benutzen Emojis auch so. Und das ist ja.
Also, es wird so gemacht. Ja, vielleicht von eurer Generation wird das so gemacht. Ich habe das Gefühl, von unserer wird das nicht so gemacht.
Aber Stefan macht das auch hier.
Ich mach das auch.
Nee, Stefan macht das nur ganz, Stefan macht in der Regel einen Punkt und setzt dahinter das Emoji, um auszudrücken, wie das Gefühl ist. Also, ja.
Aber das ist ja das.
Jaja, das ist das. Das ist ein Satzzeichen. aber das ist nicht ein Satzzeichen, was das andere Satzzeichen ersetzt. Weil du hast ja gerade gesagt, das ist ein Satzzeichen, was dann an die Stelle gesetzt wird, wo normalerweise der Punkt gesetzt wird.
Ja, aber das ist ja egal. Du kannst auch ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen zusammen machen. Das ist ja trotzdem noch beides Satzzeichen. Also das ist der Punkt auch da.
Aber das ist doch ein Riesenunterschied, findest du nicht?
Schon, aber in der Praxis glaube ich nicht so. Also am Ende könntest du den Punkt auch weglassen für die Information und trotzdem wird die Stimmung ja von dem, also so wie ein Punkt und ein Ausrufezeichen oder ein Punkt und ein Fragezeichen zu machen ist. Also Sinn gibt es glaube ich nicht dazu. Ich setze ja auch Punkte. Ich setze ja Punkte, wenn ich zwei Sätze in der selben Nachricht schreibe zum Beispiel. Da ist es klar.
Aber der Punkt am Ende von so einer Nachricht, ob der da ist oder nicht, spielt, glaube ich, keine Rolle. Ich wusste ja, wie gesagt, gerade nicht mal, wer von euch sie macht.
Ich glaube, der Unterschied ist der, wie wir das Emoji sehen. Wir sehen das Emoji eher als so, wir geben diesem Satz noch eine zusätzliche Information mit. Also noch ein, wir setzen noch ein Zeichen, was noch eine Information hat. Aber der Satz wird dadurch nicht irgendwie beeinträchtigt oder verletzt oder irgendwie, ja, und, Du setzt das Emoji ja über den Punkt drüber. Sagst so, okay, statt Punkt mache ich ein Satzzeichen, was noch mehr Informationen hat.
Okay, pass auf, zwei Anmerkungen dazu. Erstens ist es eine Analysefrage. Ob ich das jetzt bewusst so mache, ist ja eigentlich erstmal egal. Also es kommt halt so an, dass der Satz noch eine Info hat. Zweite Anmerkung, wir reden hier über den Punkt. Und der ist ja relativ neutral. Aber ich würde zum Beispiel auch niemals das Fragezeichen weglassen, auch wenn ich ein Emoji danach setze. zum Beispiel, ich habe hier diese Nachricht, bleibt das so? Fragezeichen explodierender Kopf-Emoji.
Da mache ich beides. Und genau so kann ich halt auch mehrere Emojis setzen. Ich glaube, das ist, ja, ob man jetzt den Punkt setzt oder nicht, ist, glaube ich, deshalb so wenig eine Frage, weil der Punkt oft so neutral ist, weil er halt immer einen Satz beendet, im Normalfall.
Ja, aber das ist interessant für mich, weil ich das bisher nie so verstanden habe, dass, also du schreibst hier zum Beispiel meine allerletzte Sitzung an der Uni Würzburg, weinendes Emoji. wäre nie auf die Idee gekommen, dass dieses Emoji den Punkt ersetzt. Ich hätte immer gedacht, okay, du schreibst diesen Satz und lässt den Punkt weg, weil der für dich nicht relevant ist, weil er egal ist und dann kommt noch ein Emoji.
Das ist eine akademische Frage. Das ist ja eigentlich egal.
Ja, natürlich. Deswegen sind wir noch hier, um akademische Fragen zu stellen, oder?
Es verändert den Sinn, glaube ich, gar nicht. Also ich könnte den Punkt ersetzen und es wäre komplett dasselbe.
Ja, aber du tust es nicht.
Also ich glaube, genau, dass ich den Punkt hier ersetze.
Du tust es nicht aus Faulheit nicht, sondern du tust es deswegen nicht, weil der weil das Emoji den Punkt ersetzt, oder?
Nee, weil ich lasse ja auch Punkte einfach so weg am Ende einer Nachricht. Ich glaube, ich habe einfach schon vor Jahren für mich entschieden, ich mache da keine Punkte. Genau, weil ein Ausführungszeichen würde ich nicht weglassen oder ein Fragezeichen, weil es eine Information hat. Da könnte ich eventuell Emoji stattdessen setzen, müsste aber nicht welches, weil das hat schon eine Funktion. Also ich glaube, das ist, ja, Ob jetzt der Punkt da ist, das ist nochmal eine andere Frage.
Aber du lässt immer nur den letzten Punkt weg, oder was?
Ja, wenn ich mehrere Sätze in einer Nachricht mache, was ich eh stilistisch selten mache, dann muss ich das ja irgendwie trennen. Dann mache ich auch einen Punkt. Einfach zur Verständlichkeit. Aber am Ende einer Nachricht ist das schon der Nachrichtenumbruch, der Markierer des Satzendes. Da brauche ich für mich jetzt nichts. Das ist auch meine, weiß nicht, Faulheit oder einfach meine Gewohnheit.
Das mache ich auch, glaube ich, in keinen Chats anders. Selbst so, weiß nicht, im professionellen Kontext, bei der Arbeit, weiß nicht. Nee, da setzt sich auch keine Punkte in die Teams-Nachrichten.
Es ist aber auch was, was ich selten mache, dass ich in einem Chat immer Enter drücke. Also ich schreibe normalerweise das, was ich schreiben will und dann schicke ich es weg, weil die Gefahr sonst ja besteht, dass der andere schon antwortet und ich wollte aber eigentlich meinen Gedanken.
Oder du überflutest ihn mit Tipps und Benachrichtungen.
Ja, genau.
In meinem Leben gibt es Anwendungsfälle für beides. Ich mache lange Nachrichten, mache aber auch viele kleine. Also ich glaube, wenn es einzelne Gedanken sind, die nichts miteinander zu tun haben, dann mache ich gerne so zwei kleine.
Oder so.
Aber wie du sagst, wenn ich einen längeren wichtigen Gedanken verfasse, dann würde ich auch da Punkte setzen und eine lange Nachricht machen. Vielleicht sogar mit so Zeilenumbrüchen. Oder so.
Hm, spannend.
Emoji ist halt Satzzeichen, ja.
Das war mir noch nie so bewusst. interessant, ja.
Jetzt scroll ich hier durch unseren Chat und gucke, wer da benutzt.
Aber es ist tatsächlich ziemlich konsequent, wie wir das alle machen.
Ja, stimmt. Jeder hat seinen Stil.
Ja, ja, schon. Und man merkt da schon, also man merkt da den Generationenunterschied. Oder ich führe es darauf zurück.
Ja, wie gesagt, ich habe ja auch immer versucht, wie gesagt, meinen Studierenden anzunähern oder so, aber trotzdem merken die halt, ich bin uralt auch. Also es geht ja genauso nächste Generation weiter.
Ja, klar.
Nach dieser Blamage mit dem Roffelkopter war es eh zu spät.
Das war keine Blamage, das habe ich sehr gefeiert.
Und den Film Inception kannten die auch nicht. Also natürlich merken die auch, auch wenn wir Telegram, wenn wir auf Telegram Studienberatung machen, selbst wenn wir auf Telegram Studienberatung machen, dann habe ich mich das irgendwie dem Medium angenähert. Trotzdem merken die halt, ich schreibe wie ein Millennial. Und es ist dann halt auch so, die wissen ja auch, ich bin dann 15 Jahre älter, das ist dann auch okay. Aber ich glaube, die Generationsunterschiede gibt es immer und das ist dann
auch einfach so. Man ist auch eher peinlich, wenn ihr jetzt versucht, so besonders gen-sig zu sprechen wahrscheinlich.
Ja, klar. Obwohl man das natürlich dann auch schon wieder als ... Ja, als Betrollung im Endeffekt ja auch machen kann.
Das fanden wir auch früher nicht lustig, wenn die das mit uns gemacht haben. Kannst du dich noch erinnern, als deine Eltern zum ersten Mal geil gesagt haben?
Das haben meine Eltern noch nie gesagt. Mein Vater ist ja nicht mal Boomer, von daher, nein.
Ich glaube, also was man immer, was gut ist, ist glaube ich ein Verständnis dafür zu haben, wo man selber seine Eigenheiten hat. Also man muss es gar nicht verlassen, seine Komfortzone, aber ich weiß, dass ich so bin, wie ich bin, weil ich benutze manchmal die beiden Dächer noch als Zeichen. Wisst ihr, was ich meine? Ich glaube, peinlich sind dann nur die Situationen, wo man es halt nicht weiß. Wie mit dem Roffelkopf, wo ich dachte, die hat diese, wie heißt denn das Symbol?
Ja, genau, so zwei davon für Grins oder was auch immer. Das habe ich mir auch abgewöhnt, genau.
Das hat mein Cousin immer gemacht, der ist zehn Jahre jünger als ich. Das hat mich jedes Mal irritiert. Was will der da? Was will der mir sagen?
Die habe ich mir abgewöhnt, aber zum Beispiel das so ein Roffelkopter war, so ein Ding, da habe ich halt nicht gewusst, dass es mein Alter ist und deswegen empfinde ich das als peinlich. Aber oft ist halt auch, also ob ich jetzt Großbuchstabe im Chat mache oder ob ich eine NE schreibe statt NH, ist glaube ich auch in der Studienberatung nicht mehr so wichtig, darum geht es auch gar nicht.
Das ist spannend, ja.
Spannend, das finde ich ja Megaspannend.
Ja, jetzt sind wir bei der Generationenfrage angelangt.
Mal wieder.
Ich habe gerade von meiner Gattin eine Nachricht gekriegt, ganz ohne Emojis. Ich weiß noch nicht. Sie hat mir geschrieben, ich habe aus Versehen die Badezimmer-Zwischentür aus den Angeln gehoben.
Oh Gott, ich habe keine Ahnung.
Was da rum passiert ist.
Und eine Frau zerlegt das Haus.
Nur als Info. Kein Satz. Kein Smiley.
Und da wird auch der Smiley.
Da wäre ein Smiley gut.
Wenn du einen Totenkopf dahinter willst, dann wirst du Bescheid. Oder so dieser...
Diese dicke, aufgepumpte Arm. So stark, ich habe deine Tür aus dem Angeln gerissen.
Oder dieser Panische, der so oben ganz grau-blau anläuft und so panisch guckt. Weißt du, wenn es der ist, würde ich mal aufgedacht haben.
Der schreit. Ja, von dem Mund gibt es doch, gell?
Nee, ich meine den ohne, der jetzt nicht die Hände dazu hat, sondern einfach so... Also der schreit nicht, sondern ist so, oh Gott, Panik irgendwie. Ich weiß nicht.
Aber der Satz nur als Info, ich denke, das ist mehr als Information und ich repariere es sofort.
Die Frage, ob du sofort hochkommen sollst und sie noch mit der Tür da steht. Dann hätte sie nicht geschrieben.
Dann hätte sie geschrieben, aber ohne B. Wisst ihr, wisst ihr, was mein neuer Lieblings-Emoji ist? Auf den habe ich lange gewartet, auf dessen Einführung. Ich wusste es gar nicht. Ich wusste nicht, dass ich ihn im Leben brauche, aber ich benutze ihn jetzt immer.
Nee.
Ich schicke ihn euch und ihr könnt ihn beschreiben.
Ach ey, das ist eine super Idee.
Das ist mein neuer Favorit eigentlich.
Das ist so einer, der...
Offener Mund und wackelnder Kopf oder sowas.
Der Schwingungen ausgesetzt ist.
Genau, der sich so schüttelt. Zusammen auch mit dem hier, der so zerfließt. Also ich glaube...
Ja, bei dem weiß ich immer nicht, ob der zerfließt oder ob der die Hand so auf die, auf den Arm gelegt hat. Ich kann es nicht richtig sehen.
Der zerfließt, guck dir mal den Mund an, das zerfließt alles. Das sind meine neuen beiden Überraschungshitze.
Für mich hat es so, der liegt so auf der Hand.
Ich finde das ja immer schön, wenn man so Textnachrichten kriegt, während man gerade Podcast hört und der einem sowas dann vorliest und dann dieses Emoji beschreibt, da geht es mir ganz oft so, dass ich dann langsam verstehe, was eigentlich ursprünglich mit diesem Emoji gemeint ist, das ich immer in einem ganz anderen Zusammenhang benutze. Und ja.
Ja, das stimmt, das geht häufig vor.
Ein Gesicht mit Tränen in den Augen, das sehr lacht. Ah ja, okay, gut.
Da saßen wir im Auto und ich glaube, also die Fahrerin hat gerade ein Telefonat entgegengenommen und die Text-to-Speech-Sache vom Auto hat dann halt vorgelesen, wer anruft oder wer Nachricht geschickt hat. So Anruf von Vorname Flaschengeist nicht binär. Was?
Sehr gut.
Du hast doch gerade das Sack McGregor-Symbol geschickt.
Ja, ich weiß nicht, das verstehe ich nicht. Was soll denn das?
Sich verkleiden. Sag Mark Reagon war ein Computerspiel in den 80ern, ausgehenden 80ern, Anfang 90er.
Bin ich wohl zu jung.
Ja, das ist so Manic Mansion und da eine Ecke.
Das Emoji ist das mit der falschen Nase, der falschen Brille und dem falschen Bart. Oder zumindest deutet es das an, so zu sein, ne?
Ja, genau.
Da musst du dich auch mal so verkleiden in diesem Computer. Für mich ist das hart codiert mit diesem Spiel.
Was gibt es denn für absurde Emojis?
Jetzt haben wir es losgedreht.
Auch hier so ein Sauna-Emoji. Was ist denn das für ein Quatsch?
Ich finde es immer schön, wenn man neue Emojis entdeckt. Ich habe neulich...
Das kommt neu dazu.
Der Typ nimmt zwei Hände in die Luft und so. Ich habe keine Ahnung. Und das benutze ich jetzt auch immer öfter.
Es gab früher diesen Twitter-Account, der hat täglich oder stündlich, keine Ahnung sogar, hat er den Emoji gepostet, der am wenigsten verwendet wurde an dem Tag auf Twitter oder so. Und da war, es war immer so ein Kopf von Kopf. Es war ganz lange so, wirklich hunderte Tage in Folge die Seilbahn. Da habe ich ab und zu wirklich so hinter den Random Tweet noch die Seilbahn gesetzt, weil ich die Seilbahn nach vorne bringe heute.
Dann dieses, weiß ich nicht, dieses 1, 2, 3, 4 oder ABCD, diese Symboltabellen waren dann auch ganz lange das Gegenteil von Spitzenreitern. Das fand ich immer geil. Was sind die am wenigsten benutzten Emojis?
Aber die wenigsten benutzen, aber benutzten. Also nicht unbenutzten.
Ob da auch welche mit Null, also weißt du, an einem Tag auf Twitter wird ja alles mal benutzt, sogar die Seilbahn.
Auf jeden Fall.
Irgendwo geht immer jemand Skifahren.
Ja.
Sehr schön.
Gucken wir uns alle hier die besten Emojis an.
Das ist nicht ganz Podcast Gold.
Podcast Gold.
Das ist mir so Podcast Bronze.
Oh.
Von Gold und Bronze habe ich erst vor kurzem gelernt, dass verschiedene Töne sind. Ich bin ja rotblind. Ich habe einen rotblinden Freund. Die meisten sind ja grünblind, die Farben. Mit denen kann ich mich auch irgendwie solidarisieren. aber ich kenne nur eine weitere Person außer meinem Vater, die auch rotblind ist. Das ist immer total geil, weil wir treffen uns dann immer so,
um uns den heißesten rotblinden Gossip auszutauschen. Also, ich habe ihm zum Beispiel gesagt, dass ich erfahren habe, von Becky glaube ich auch, dass Gold und Bronze verschiedene Töne sind. Ich dachte immer, das eine glänzt und ist deswegen das wertvolle. Und er war so, nee, das ist ja krass. Dann hat er mir aber zurückerzählt. Du warst davon ausgegangen.
Dass Medaillen bei Olympia zwei davon die gleiche Farbe haben.
Ja, aber eine glänzt von den beiden halt. Das ist die wertvolle. Das hat schon Sinn ergeben.
Geil.
Es kommt noch krasser. Er hat mir zurückerzählt, dass es braune Steine gibt. Das hat für mich eine Welt umgeworfen, weil für mich war immer, in meinem Kopf war, seit ich Kind bin und gelernt habe, dass ich nicht alles Farbe sehe wie die meisten Leute, war mir klar, grau ist die Farbe für Mineralien, für Metalle und so weiter. Braun ist die Farbe für Holz und Erde und für Belebtes. Also deswegen bin ich auch so gut darin zu masken. Ich kann sagen, Asphalt ist auf jeden Fall grau.
Also Leute fragen da immer, welche Farbe hat der Tisch, welche Farbe hat das? Da kann ich immer, ich gewinne das immer, weil ich weiß, Metalle sind fast immer grau, Silber und Hölzer sind fast immer irgendwie braun. Damit bin ich mein Leben lang irgendwie durchgekommen und jetzt sagt der Mann mir, es gibt braune Steine. Der hat mir gesagt, es gibt braune Wüsten. So hat man gesagt, dieses Ding in Australien sei braun oder rot.
Hä, wie dachtest du denn, dass Wüsten sind?
Das ist nicht der Punkt, jedenfalls.
Unbelebt, also grau.
Nee, passt. Ja, okay. Ich wusste schon mal, die sind irgendwie beige. Es gibt so einen Sandton. Sand ist irgendwie auf dem braunen Spektrum von mir aus. Aber dass die wirklich so rot sein sollen, so braun-rot, hätte ich im Leben nicht gedacht. Wie heißt das Ding in Australien? Hat er mir gesagt, sei rot.
IS Rock.
Genau, jedenfalls mit dieser Info bin ich dann, als ich neulich meinen Vater besucht habe, so hin. Sag mal, hör mal, ich muss dir was erzählen. die Wüste ist rot. Die Wüste ist rot.
Das ist so geil. Was ein geiles Sprich.
Aber offenbar nicht jede Wüste, habe ich auch gelernt. Die meisten dann offenbar nicht, also dass sie nicht grau sind, sondern braun, war mir von mir aus, oder beige, ocker, ich weiß es nicht, war mir von mir aus klar, aber rote Wüsten sind nicht komplett wild. Komplett.
Ja, gibt es aber auch.
Gibt es offenbar auch, ja. Die Wüste ist rot, Leute, ich habe das zuerst gehört.
Ja, der Stefan und ich haben ja in Kroatien bodenkundliche Untersuchungen gemacht in Tererose. Also in einem Boden, der quasi eines Namens rot ist.
Es gibt doch auch Aachenrote Erde. Gibt es da auch echte Rote Erde oder heißt das nur so?
Aachenrot?
Aachenrote Erde.
Ist es dieses giftige Zeug? Ich glaube dieses extrem giftige Zeug, oder? Aber das ist jetzt dünnes Eis, weiß ich jetzt nicht so genau.
Ich kenne nur den Bahnhof, der so heißt, ich weiß nichts darüber.
Nee, aber da haben wir die ganze Zeit in rotem Tonstein herumgewühlt oder herumgebohrt. Also gibt es ja, kann ich bezeugen.
Krass. Gibt es da noch mehr wilde Farben oder hat es sich damit?
Da sind wir Bodenkund. Gibt es lila eher? Ja, natürlich. Also lila wird nicht genannt. Es wird violett genannt. Aber, ja, ja, das ist ja die Bodenkunde, das ist ja ein wichtiger Teil in der Bodenkunde, nämlich den Farben von Boden zu beschreiben und die meisten, Leute, also meine Frau in der Regel, sagen halt, ja, es ist halt braun und ich sage, nee, nee, nee, das ist violettstichig, fahlgrünbraun oder sowas, ja, also völlig absurde Kombination von, Farben.
wo natürlich auch nicht alles erlaubt ist. Also du hast nur eine Stichik, also einen, eine Färbung, also eine, wie nennt man das? Habe ich jetzt vergessen, wie das heißt. Also eins, um die Tendenz anzuzeigen und dann eine Hauptfarbe und eine Farbe, die praktisch da noch reingemischt ist. Also kannst du zum Beispiel Graubraun sagen und dann noch Rötlich-Graubraun. Das ist erlaubt. Das ist also in erster Linie braun.
Das ist in erster Linie braun, aber schon auch mit ziemlich viel Grau und so ein Stich Rot.
Grünlich-Blau ist Braun-Grün-Grau.
Würde ich das sehen können oder müsstest du mir das beschreiben?
Ich bin der Meinung, man kann das sehen.
Okay, würde ich das sehen können?
Nein, ich glaube, der Stefan auch schon nicht. Aber immer, wenn ich halt mit Nicht-Bodenkund unterwegs bin, schütteln die halt immer nur den Kopf und sagen so, wo ist das denn violettstichig? Aber ich beschreibe das häufig, also auch in meinen Gutachten schreibe ich dann eben violettstichig fahlbraun oder fahlockerbraun.
Ich habe jetzt hier übrigens auf den zweiten Whisky gewechselt und da fällt mir ein, da ist das ja auch wichtig, wenn man so auch beim Weintasting oder so die Farbe beschreibt. Ich bin ja lange damit durchgekommen. Ich bin ja, also ich habe ja früher sogar professionell Whisky-Tastings angeboten und ich bin immer damit durchgekommen, dass ich halt wusste, das kommt aus dem Fass, das muss die braune Variante des selben Tons sein. Das heißt, diese ganzen...
Man kann schon viel blenden, wenn ich jetzt sage, ja, das ist aber...
Whisky ist aber was lustig.
Aber du siehst doch bei dem Whisky, dass der irgendeine Farbe hat, oder? Der sieht doch nicht klar aus. Der sieht halt vielleicht brau aus.
Nein, ich sehe ja alle Farben. Ich sehe es nur bis, also okay, stellt euch alle Farben nebeneinander vor, alle Töne und dann könnt ihr quasi einen Regler ziehen, entweder ganz hell oder ganz dunkel oder ganz matt, ganz wenig beleuchtet, so ihr wisst, was ich meine, ja. Und dann in euren Augen fallen so schwarz-grau und blau, fallen das erste zusammen, wenn sie ganz dunkel sind oder ganz soft. Das ist meine so dunkelblau und schwarz haben die Leute Probleme.
Und für mich kommt halt direkt danach rot und grün oder halt braun und grün oder sowas.
Aber du siehst ja die Sättigung. Also bei einem Whisky, da siehst du ja, dass das nicht klar ist. Du siehst ja, dass es irgendwie gesättigt ist.
Ich beschreibe immer die Sättigung und nehme dann aus meinem Repertoire nicht den passenden Beige- oder Graubegriff, sondern den passenden Braunbegriff. Ich kann auch mal, davon haben die Hörer jetzt wieder nichts, aber ich kann auch mal ein Foto machen mit so einem Simulator, wie ich Whisky sehe.
Ah, stimmt, das hast du schon mal gemacht.
Unbedingt. Bei Whisky noch nicht, aber ja, schick.
Genau, das heißt auch da, ich habe das Vokablar. Wie gesagt, wenn ich Asphalt sehe, weiß ich safe grau. Wenn ich einen Holzboden wie hier sehe, weiß ich, der hat nicht dieselbe Farbe wie Asphalt, obwohl es für mich sehr ähnlich aussieht.
Also ich werde mal, wenn ich jetzt besonders, also die meisten Böden, die ich so sehe, sind halt tatsächlich ziemlich braun. Aber ich werde mal, wenn ich verschiedene braunen Töne hier an Böden habe.
Gerade wenn du meinen violetten Boden siehst.
Genau, wenn ich mal violett habe, habe ich nicht so selten. Dann werde ich mal was mitbringen und dann werde ich mal gucken, ob du da irgendwas drauf sehen kannst. Und ob das für dich alles grau ist oder gleich ist. Ich bin gespannt.
Ja, das würde mich interessieren.
Sehr, sehr spannend.
Und genau so dich betreffend, Stefan, ob du da einen Unterschied siehst. Ja, geil.
Ich bin mir da nicht so sicher. Also wenn ich, wenn ich.
Gerade so bei euch im Würzburger Raum gibt es so violette Böden, so violettstichige wenigstens.
Weil ich auch gelernt habe, also ich kann es wie gesagt nur von außen betrachten, aber violett ist auch eine Streitfarbe. Also viele sehen auch oder würden das grau nennen oder irgendwie anders nennen.
Echt grau?
Ja, ja. Ich glaube, das ist oder ja bläulich oft, also Violett ist einfach eine wenig gut definierte Farbe. Jetzt muss ich zum krönen Abschluss noch sagen, dass... Steffen, du kannst es hier, du schaffst das.
Ich bin sicher, dass du es sehen kannst.
Ich bin gespannt.
Ja, würde ich auch.
Wir sind auch in der linguistischen Plauderei, oder?
Ja, total. Wir sind in der Plauderei.
Auch in der linguistischen Plauderei. Und damit ihr auch noch mal lachen könnt, muss ich sagen, jetzt demnächst, in den nächsten Wochen, Monaten erscheint ein langer Aufsatz von mir und einer Kollegin zu Farbwörtern, an denen wir zusammengearbeitet haben. Also da bin ich auch...
Super.
Es geht um indogermanische Farbwörter und deren Herkunft. Ich glaube, da bin ich jetzt auch eher mit dem wissenschaftlichen Auge von draußen, als dass ich wirklich Karben sehe.
Ja, aber ich habe ja noch nicht viel von dieser Arbeit gehört oder so. Aber was ich von dir bereits gehört habe...
Ist das nicht ganz abwegig, weil da geht es doch darum, dass bestimmte, also das, was wir selbstverständlich am Farbspektrum haben, ist ja gar nicht so selbstverständlich, wenn ich das richtig verstanden habe, korrigiere mich, wenn es anders ist, sondern es gab zu bestimmten Zeiten, gab es bestimmte Farben in der Sprache gar nicht, das ist ja, das betrifft ja schon irgendwie dann auch deine Wahrnehmung, oder?
Auf jeden Fall. Also ja, okay, das ist ein großes Fass jetzt, dann machen wir das auch noch auf.
Ja, dann machen wir es auch.
Komm. Du musst erstmal gar nicht in der Zeit zurück. Man hat immer so gesagt, ja, also man hat es oft benutzt, um so einen Primitivismus auch zu machen von ja, nicht mal Farben, die alten Griechen so, weißt du schon? Aber tatsächlich müssen wir gar nicht so weit zurück, wir können auch einfach jetzt gucken. Also es gibt verschiedene Farbtypen und wie man den Farbkreis so unter sich aufteilt auf der Welt. Unsers mit so den, sage ich mal, sechs Grundfarben ist sehr geläufig.
Aber genauso auch häufig auf der Welt sind sogenannte Blühensprachen oder Gru auf Englisch. Das sind die, die für Grün und Blau ein Spektrum haben. Ein bekannter Vertreter ist Japanisch zum Beispiel. Klar ist da auch oft aufgeweicht, die kriegen nochmal neue Begriffe oder so. Aber es ist so das grundlegende Farbspektrum, macht da halt keinen Unterschied zwischen Grün und Blau. Das heißt, was wir uns so als...
Hä, nochmal, Moment. Was? Wie? Die machen keinen Unterschied zwischen Grün und Blau?
Das ist für die dieselbe Farbe, ja. Und natürlich sehen die trotzdem die Farben. Es sind halt verschiedene Töne von diesem Ton, den die so nennen. Und das kann sich in der Geschichte von Sprachen unterscheiden, aber eben auch in verschiedenen Sprachen. So, oder weiß nicht. Ich mache ja sehr viel Keltisch, da haben wir ganz andere Aufteilungen des Farbspektrums. Wir haben ganz viele Farben, aber die entsprechen halt unseren überhaupt gar nicht.
Die Sonne weiß, das Gras ist blau manchmal. Das sind einfach andere Aufteilungen des selben Spektrums. Die haben einfach andere Wörter dafür. Und oft kommen die halt, beginnen diese Spektren historisch gesehen bei nur zwei Farben oder nur drei Farben und bauen sich dann auf. Das heißt nicht, dass ein ein System mit vielen Farbwörtern immer besser ist. Es gibt auch ganz viele, weißt du, einige slavische Sprachen machen das,
was wir Blau nennen, als zwei verschiedene Farben. Das ist auch ganz normal. Das kommt vor. Also es gibt jede mögliche Kombination und Rekombination auch. Wobei vielleicht nicht jede. Es gibt Farbe, die sind häufiger als andere. Es gibt zum Beispiel auch, also als griechisches Beispiel, die machen keinen Unterschied zwischen Gelb und Grün. Oder haben wir nicht gemacht. Das ist auch sehr häufig auf der Welt. Nicht so häufig wie Grün und Blau.
Ich habe das Problem mit meiner Frau mit Türkis immer. Wir sind uns da nie einig, ob es Grün oder Blau ist.
Ja, das ist auch so eine Farbe, die ist relativ rezent dazugekommen. und auch verschiedene Dialekte ordnen die verschieden ein, nennen die auch verschieden. So, und gerade lila ist deswegen auch eine Streitfrage, weil das für viele Lilatöne fallen, für manche deutsche Dialekte, für manche SprecherInnen, fallen in blau, manche in rot. So, das ist auch ganz normal.
Oh, krass.
Für mich in rot.
Das klassische Beispiel ist ein, ist das Blaukraut oder der Rotkohl. Ich meine, der ändert ja auch seine Farbe, wenn man ihn kocht und so weiter. Das heißt, man könnte auch einfach nach dem Zustand benennen. Aber auch über die Farbe, die er so im Glas hat, sind sich die Leute ja nicht einig. Nehmt einfach mal so eine Packung rote Beete auch und sagt, ist die rot oder blau oder lila, da kriegst du ganz verschiedene Antworten.
Das heißt, ein Farbsprach, wir stellen uns das immer so vor, es gibt kein absolutes Farbensehen oder kein absolutes Farbenbeschreiben. Das mit dem Sehen ist nochmal eine andere Sache, weil natürlich sehen Leute, die kein Grün haben in ihrer Sprache, sehen natürlich Grün, aber sie nennen es halt anders. Gelb zum Beispiel oder Dunkelgelb oder Pflanzengelb.
Du musst ja Farben zusammenfassen und dann kannst du es ja anders zusammenfassen, bestimmte Farben.
Genau, also es gibt diese Untersuchung auch, dass man versucht wird, mit einer möglichst objektiven Skala versucht wird, in Sprachen das abzufragen, was die haben, aber im Prinzip können die es trotzdem alle sehen. Also das wieder, das sind wir bei der Sapir-Borff-Hypothese, dass die Sprache in diesem Fall so stark einfach, das machen wir jetzt nicht auf, das bringe ich mal in einer anderen mit, dann müssen wir den Film Arrival noch besprechen dafür.
Aber grundsätzlich die Idee, also wie hängen Sprache und Denken zusammen und in welche Richtung geht diese Beeinflussung. Und ich glaube, ganz, ganz oft hat Sprache sehr viel weniger Einfluss auf unser Denken, als wir denken. Weil auch Sprachen, die kein Plural haben, können sechs Sachen erkennen und abzählen. Auch Sprachen, die kein Wort für Zahlen über 20 haben, können 21 von 22 Objekten unterscheiden. Und genauso ist es auch bei Farben.
Du kannst ja auch verschiedene Rottöne unterscheiden und hast ja vielleicht kein einzelnes Wort für die oder musst du dann eins ausdenken. Das ist einfach ein ganz natürlicher Prozess. Und Farbsysteme auf der Welt unterscheiden sich. Wie immer ist die Vielfalt das Schöne. Und wie immer gibt es einen prototypisch europäisch-kolonialistischen Fall, der halt irgendwie als der Stand etabliert ist. Das ist unser Farbkreis, den wir halt so... Und deswegen denken wir immer,
das sei universell, ist es aber nicht. Das ist eigentlich... Also in jedem Sprachphänomen ist es auch so. Nicht jede Sprache hat dieses Ding und nicht jede Sprache hat irgendwas, was wir in unserer Sprache haben. Das heißt, es gibt ganz viele verschiedene Töne oder Weisen, Und nicht mal alle Sprachen auf der Welt haben auch Farben. Und darum geht es auch in einem Aufsatz. Wir vertreten zum Beispiel, dass Proto-Indo-Germanisch keine Farben hatte und noch keine Farben hatte.
Und es gibt heute Sprachen.
Gar keine Farben. Die haben nicht nur Farbe beschrieben.
Genau, es gibt so Sprachen. Also es gibt heute noch einige davon. Interessanterweise werden die oft in Wüstenregionen gesprochen. Es gibt zum Beispiel in Australien ein paar davon. Walberry heißt eine, die wir auch als Beispiel haben. Und das ist mit am besten untersucht von Sprachen, die wir Glanzsprachen nennen. Die haben eben kein Farbsystem, sondern machen nach ganz verschiedenen Kriterien.
Das kann ein Schimmer sein, ein Glanz, die Oberfläche, die Beschaffenheit der Oberfläche, vor allem die Reflexionseigenschaften. Aber eben auch, wie stark hebt sich etwas vom Hintergrund ab? Also es gibt diese, sind das Birken, die so rot sind und so weiße Sprichrenklungen haben? Aber die Bäume, das ist das, was ich meine. Birken sind weiß mit schwarz, glaube ich. Für mich sieht das ähnlich aus. Und zum Beispiel, das sind dann so einzelne Farbbegriffe. Standing out on a white background oder so.
Dass du quasi, wie sehr hebst dich ab. Zum Beispiel Leute, dieselbe Farbe haben dann Leute, die in der Ferne stehen, aber weiße Kleidung anhaben und so. Das wäre dann selbe Farbbegriff. Oder ganz oft, so weiß ich nicht, ganz oft spielen da Muster eine Rolle oder eben die Beschaffenheit der Oberfläche. Also Plastik hat immer dieselbe Farbe, egal welche Farbe es für uns hat in solchen Sprachen zum Beispiel.
Für glatt und künstlich. Das ist auch ein System. Das ist relativ selten, aber trotzdem üblich. Heute noch gesprochene Sprachen haben das. Das ist jetzt nicht altertümlich. Das ist eine ganz normale Sache und Variation auf der Welt. Und was wir eben im Aufsatz machen, ist zu sagen, okay, inzwischen kennen wir diese Sprachen.
Seit den 70ern sind diese kleinen Sprachen gut beschrieben und können wir nicht eigentlich das System, das rekonstruierte System des Proto-Indo-Germanischen auf dieses System mappen? Und ich glaube, das können wir. Das ist so das, was wir versuchen. Und ich glaube, das klappt ganz gut.
Aber wenn du sagst, dass es in Australien so ist, dann schließt sich ja der Kreis und wir kommen zum Schluss, dass der Airstruck doch nicht rot ist.
Also, naja, es gibt ja entsetzlich viele Sprachen in Australien. Für viele ist der Rot, für viele ist der, weiß nicht, welche Farbe der im Walbiri hat.
Es war ein bisschen verallgemeinert. Ich gebe es zu.
Ja, aber das ist, also, genau. Ja, also, ich finde, es hilft zumindest immer, sich darüber Gedanken zu machen, welche Konzepte bringen wir auch mit in eine fremde Kultur, eine fremde Sprache. Es gibt nicht immer ein Pronomen für diese und jene Person. Es gibt nicht immer eine Vergangenheit.
In der du erzählen kannst. Es ist eben absurd und, Leute außerhalb deines Fachs mindblowing oder egal, wie viel konstruiert ist in unserem Leben, in unserem Wahrnehmen und in unserer Sprache. Also das ist absolut nicht verstehbar für uns Äußere, was alles konstruiert ist. Irre.
Aber wenn man es weiß, hilft es halt. Es gibt auch kaum sprachliche Universalien in dem Fall.
Ich denke immer an die kolonialen Grammatik auch lange noch, die sich so ganz stark an der lateinischen Grammatiktradition orientieren und dann halt eine Sprache treffen irgendwo in Südamerika, in Afrika, wo sie halt waren und da gibt es so grammatische Beschreibungen und da steht da, ja, der Akkusativ lautet so, der Nominativ so, der Applativ, der Genitiv, der Dativ, weiß nicht, da sind die Fälle da aufgelistet und das Wort ist aber immer gleich.
Und dann merkst du, okay, vielleicht hat diese Sprache einfach kein Kasus-System. Oder markiert es irgendwie nicht am Wort oder irgendwie anders. Aber du bist halt so geprimed durch das, was wir halt als Grammatik kennengelernt haben, vor allem aus Latein, aber eben auch aus der lateinisch geprägten Beschreibung unserer westlichen europäischen Sprachen, zentraleuropäischen Sprachen vor allem, dass du halt gar nicht bereit bist, darüber hinaus zu schauen, dass es vielleicht was anderes gibt.
Und ich finde, das merkt man in so frühen Grammatiken oft sehr stark.
Aber da musst du doch gar nicht über den Ozean gehen. Da musst du doch nur hier in Europa oder in Asien.
Ich meine, wenn wir hier von unseren Sprachen reden, dann meinen wir immer die 20 großen Kolonialsprachen, von denen die meisten in Europa sitzen halt. Genau die sind gemeint. Aber auch in Europa, wie wenig analysierbar ein Schottisch-Gälisch in so typischen Grammatiktheorien ist oder was heißt typischen alten. Chomsky beißt sich an Schottisch-Gälisch die Zähne aus.
Ja, obwohl das ja noch Indogermanisch ist.
Obwohl es Indogermanisch und sogar verwandt ist.
Du kannst ja hier in Europa aus dem Indogermanischen rausgehen und dann bist du völlig lost.
Also nicht viel, aber du kannst Baskisch haben, du kannst viele ugrische Sprachen haben.
Ja, genau.
Genau, also sehr viel war jetzt noch in Europa. Definitiv.
Oder turkisch.
Aber auch das ist nur der Anfang, ja.
Ja.
Ja.
Ja, geil.
Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt, dass du das geil hast. Es gab mal, das finde ich auch schön. Es gab, oh Gott, noch mehr Fässer werden aufgemacht. Joseph Greenberg, der ist einer der berühmten Vertreter, die so einen riesen Settelkasten von so Universalien haben. Es gibt auch noch so Internetseiten, da könnt ihr euch alle sprachlich mit Universalien angucken, die immer so aufgestellt wurden von ihm und anderen. so wie, ja, alle Sprachen haben Vokale oder wenn Sprachen das haben,
dann haben sie auch das. Alle Sprachen haben ein Temposystem, alle Sprachen haben das. Und wenn ihr diesen Datenbank unterwegs seid, sind da so immer seitenweise von Sprachen, die wir seitdem beschrieben haben, die es widerlegen. Also eigentlich, je länger wir Sprachwissenschaften machen und je mehr Sprachen auf der Welt wir beschreiben, desto mehr von diesen Universalen sind eigentlich gefallen. Selbst alle Sprachen haben Vokale, ist gefallen oder ist zumindest strittig.
Weil es Sprachen gibt, die nur R's und L's als Vokale haben, quasi. Also das passiert alles auf der Welt. Es gibt wirklich alles. Und deswegen ist gerade eher die Frage, können wir überhaupt Universalien aufstellen? Es gibt so ganz allgemeine, die zum Beispiel in der Erforschung stellen, wie von ja, jede Sprache hat Intonationsmuster oder so. Das scheint wahr zu sein. Das ist aber auch so wahr geformuliert, dass jede Sprache ihr eigenere Muster haben kann, die irgendwie wiederkehren.
Die Idee von jede Sprache hat das, jede Sprache hat Kasus, die ist so lange schon wiederlegt und so weit draußen, dass man das eigentlich nicht mal aufrechterhalten kann. Das finde ich auch so spannend, dass es eigentlich nichts gibt, was es nicht gibt. Und dass es immer noch eine andere Möglichkeit gibt, was auszudrücken. Das ist zumindest für mich als Linguisten extrem faszinierend. Auch eine der Sachen, die mich am meisten begeistert. Variation, da haben wir es.
Geil.
Das ist krass.
Ich bin so hooked.
Ja, du stürst jetzt weiter.
Ja, ich habe mich heute gerade für albanisch gemeldet.
Da haben wir noch so einen Kandidaten. Albanisch auch Indogermanisch, aber auch sehr exotisch für, also im Vergleich zu Kern-Indogermanisch.
Völlig weird, ja. Aber geil. Nee, ich freue mich drauf. Heute war ja die Einführungs, Veranstaltung für das ganze Semester, für das ganze, Fach. Das ist sehr schön immer, deswegen gehe ich da auch gerne in Präsenz hin.
Ich war sehr überrascht, dass du da warst, da war geil.
Warum? Ich war letztes Jahr auch schon da. Stimmt, stimmt. Und das ist nett, weil da sitzen dann irgendwie acht Leute zusammen und es sind nochmal acht im Chat, also im Zoom und versuchen sich den Stundenplan so zu legen, dass auch jeder kann. Das kennt man von großen Studiengängen nicht so.
Stimmt.
Das sowas kannst du bei uns nicht.
Da wird einfach angeordnet, wann was ist. Und hier so, ja, okay, jetzt haben wir niemanden, wo alle können. Wen möchten wir jetzt? Und dann melden sich gleich mehrere. Ich natürlich auch so, nee, nee, nehmt keine Rücksicht auf mich. Ist alles gut. Ich brauche den Schein gar nicht.
Ich kann das schon, okay.
Das finde ich ganz süß. Dann jemand anderes, ja, ich brauche den Schein auch nicht. Ich bin da auch nur zum Spaß. Das ist echt nett.
Das sind ja die meisten. Also es ist für uns einfach sehr verbreitet. das ist halt okay, ich habe alles fertig, also auch ich jetzt, ich musste ja gar nicht mehr sein, so.
Ja, das fand ich so schön, dass du da auch da warst.
Das hätte ich nicht erwartet. Ich bin halt weiter da eingeschrieben, bis ich meine DISS fertig habe und natürlich komme ich auch zum Oberseminar und zum Forschungsklog, wo halt so Themen gesprochen werden, ja, und wenn dann Albanisch am selben Tag liegt, gucke ich mir auch Albanisch an, weil das habe ich noch nie systematisch gelernt. Und das ist genau so, so wie ich, die meisten da brauchen den Schein oft nicht.
Also wenn du da acht Leute hast, machen von denen vielleicht drei da die Klausur und viele denken sich einfach, okay, ich habe noch nie Albanisch gehört, jetzt ist der Albanisch dran nicht kommen.
Ja gut, aber würde man dieses Fach studieren, wenn man nicht so dafür brennen würde? Darum geht es ja.
Das Fach gibt viel mehr Vielfalt her, als ein Curriculum eines Bachelor's, Master's das anbieten kann. Das sind halt die zwei Sprachen gemacht, die gerade dran waren, als du im Masterstudium warst. Aber du machst halt auch immer weiter. Also ich kann ja nicht vorerst sagen, aber so.
Das ist ja kein Fach, wo du sagst, okay, ich will da möglichst schnell einen Abschluss machen, Weil ich möglichst schnell einen Beruf ergreifen will, wo ich diesen Beruf verbrauche. Also diesen Beruf gibt es ja nicht. Also von daher.
Leider. Ich suche ihn gerade. Wenn ihr ihn habt, gibt ihn her.
Ja, genau. Es ist einfach Bildung. Es ist einfach eine schöne Bildung, die man mitnimmt fürs Leben, die haben keiner mehr wegnimmt.
Es ist schon ein bisschen weird, an meinen alten Arbeitsplatz immer zurückzukehren oder so für so ein Seminar, weiß nicht. Andererseits, solange meine Lebensumstände es hergeben, je nachdem, was für einen Job ich mache, wenn ich den Tag frei habe, dann komme ich auch zum Oberseminar, weil es einfach spannend ist, weil ich mich da auch wissenschaftlich irgendwie weiter mit beschäftigen möchte, klar. Deswegen, ja.
Das sollten wir auch mehr tun. Wenn ich näher an der Uni leben würde, würde ich das auch noch mehr tun.
Aber es ist doch überhaupt nett, dass du jetzt so irgendwie angefangen hast, es nebenbei einfach auch Spaß zu machen. Das ist doch total geil.
Ja, und jetzt kennen mich die Leute halt mittlerweile auch schon. Das ist halt schon lustig.
Der Kollege, der jetzt meinen Job macht und dieses Ding auch moderiert, hat dann so gemeint, und der Christoph, kommt der auch?
Ja, und der hat mir die Tür aufgemacht heute.
Sehr gut.
Das ist so gut. Der ist auch so süß. Ja, schön. Nee, ich freue mich, dass ich da in diesem, Pool so aufgenommen bin. Das ist wirklich nett. Sehr schön.
Wer Bock darauf hat, darf auch dabei sein. Ich glaube, mit Albanisch hast du eine Menge Spaß. Das ist wirklich cool.
Und wie gesagt, je nachdem.
Was ich, ob und was für einen Job ich dann mache, komme ich vielleicht auch noch dazu. Das ist schon, hätte ich auch was drauf.
Ja, ich hoffe, dass es so viel Spaß macht wie Gotisch.
Ganz bestimmt.
Bei Festland-Keltisch war ich ein bisschen lost. Also, weil dieses auf Englisch. Und dann unheimlich viel Griechisch und ich kann halt kein Griechisch und Latein kann ich nur ganz, ganz wenig. Deswegen war ich da sehr lustig. Also es war so. Ich war schon immer froh, wenn was auf Lateinisch kam und das soll schon was heißen für jemand, der in der Schule keinen Latein hatte.
Also jetzt derselbe Kollege macht auch was zu den Trümmersprachen und zu den Trümmersprachen Italiens. Und da würde ich auch sagen, sowas, so Inschriftensprachen, die nicht gut überliefert sind, sind immer voraussetzungsreicher. Weil wenn du halt eine festlankeltische Inschrift liest, dann musst du halt immer Rätsel raten. Rätsel raten macht halt, Behinderung halt immer Verbindung machen.
Verbindung machen heißt, gibt es eine Parallelform auf Griechisch, gibt es eine Parallelform auf dieser Nachbarsprache oder der. Das heißt, du musst auf jeden Fall schon mal viel tiefer drin. Es wird auch mehr Wissen über verschiedene indogamentische Sprachen einfach verlangt. Gotisch ist auch nicht so gut überliefert, aber du hast einen Zusammenhängen Text, den du kennst und lesen kannst. Das ist ganz anders.
Ja, und der Unterschied ist, dass halt da viel mehr Althochdeutsch und viel mehr Altenordisch drin ist.
Das stimmt. Ich meine, Albanisch wirst du auch viel Griechisch bekommen und so weiter, aber auch das ist besser verständlich, weil es halt du Texte liest als Ganze, die verständlich sind einfach. Das macht einen richtigen Unterschied.
Ja, ich bin gespannt. Ja, und am Ende ist es so, ich muss keinen Schein darin machen, also von daher.
Ja, voll.
So what?
Mit gar nicht geht's halt nicht.
Ja, genau.
Gut, soviel zur linguistischen Plauderei.
Dafür, dass wir nichts halten, ist die ziemlich explodiert.
Genau, mit Schwerpunkt auf Plauderei.
Ja, wäre gut. Ist in dieser Sendung vielleicht schon das eine oder andere Mal passiert.
So mögen wir das.
Ja, genau. Genauso spannend geht es jetzt weiter. Der Jan hat sich noch ein Thema reingeschrieben. Es geht um Vogeltreff24. What?
Was ist das denn?
Auch das ist nur ein kurzes Addendum zum letzten Mal. Ich wusste nicht mehr on air, wie der Vogelshop heißt oder Vogelzubehör und Vogelflötenshop. Habe es auch in der Sendung sofort rausgefunden. Jetzt ist nachgereicht. Vogeltreff24.de Daher gibt es diese schönen Vogelpfeifen und Vogelgeräte, mit denen man dann halt Vögel anlocken kann. Wie gesagt, ich habe die Blaumeißenpfeife einmal verschenkt und sie funktioniert fantastisch.
Guckt es euch an, gibt es alles mögliche für den Vogel und für den Gartenbesitzer, der vielleicht gerne Vögel beobachten und auch anlocken und mit denen interagieren möchte. Und das eigentliche Highlight, wie gesagt, ich habe euch auch schon ein Video geschickt, sind die Videos von diesem Herrn, der dann halt so diese Pfeifen alle mal so in die Kamera zeigt, wie man das macht und so. Das ist wirklich hervorragend.
Der schaut schon sehr lustig.
Das ist so lustig, wie der immer guckt.
Können wir das in dem Artikel verlinken, Christoph? Kriegen wir das hin?
Mal gucken, ob ich es hinkriege, ja, aber ich glaube schon.
Da gibt es wie gesagt auch alles andere, so irgendwie Futterspender und Nistkästen und was weiß ich.
Das ist ja YouTube, das kann ich ja einbetten. Kein Problem.
Das nur als Nachtrag zum letzten Mal. Jetzt beginnt auch bald wieder die Saison, wo man die ganzen Vogelkameras observieren möchte, oder?
Ja, was heißt Woman? Du hast uns da ja angefickt letztes Jahr.
Die Falkenkamera und so.
Was sind die besten Storchenkameras dieses Jahr?
Ja.
Da musst du mal gucken.
Bei uns, wenn man da Richtung Autobahn fährt, da ist halt auf jedem Hochspannungsmast ein bis zwei Nester. Das ist echt krass, wie viele Störche bei uns da unterliegen.
Ich weiß auch, ich habe das letztes Jahr ja schon gesagt, vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt mehr darauf achte, aber ich habe das Gefühl, dass es einfach viel mehr geworden ist. Also sowohl was Störche angeht, als auch was Raubvögel angeht. Also das sieht man unheimlich viel. Keine Ahnung, woran es liegt. Ich habe heute erst wieder, flog direkt vor mir ein, irgendein kleiner Falke über die Straße und setzte sich dann hinter mir auf die Straße.
Ich hoffte, dass er nicht überfahren wird. Keine Ahnung. Ich denke, dass es so doof nicht ist, aber nee, also hatte ich auch nicht das Gefühl, dass es das früher schon mal gab, aber... Weil grundsätzlich sagt man ja, dass Vögel immer weniger werden. Aber so Raubvögel, habe ich das Gefühl, werden immer mehr.
Vielleicht werden deswegen die anderen weniger.
Ich zähle zwar immer fleißig Vögel bei den entsprechenden Tagen, aber die Zahlen habe ich dann doch nicht.
Nee. Ja, jetzt geht die Zeit der Nistkastbesiedlung los. Ich bin gespannt, was hier...
Stimmt, du hast ja da irgendwie...
28. Ich bin gespannt, wie viele besetzt werden. Ich werde berichten. Ja. Ich habe jetzt auch Hummelkasten bestellt die Woche. Einer ist schon angekommen, habe ich schon in den Garten gesetzt. Ich habe zwei Hummelkasten, einen so einen High-End-Hummelkasten für, ich weiß nicht, 80 Euro oder 90 Euro oder sowas.
Was?
Ja, ja. Ja, da gibt es doch solche, die Hummeln sind doch in, ach übrigens, ich habe dir übrigens neulich Unsinn erzählt, Stefan, Hummeln sind gar nicht solitär oder jedenfalls nicht alle Hummeln, sondern es gibt auch tatsächlich welche, die so mit Staat und so, also es gibt doch Hummelkönigin. Ja, also hab Blödsinn erzählt. Zum Glück nicht on air.
Und dieser Hummelkasten, der ist im Endeffekt, der soll eine Königin anlocken, die dann darin ein Nest baut, wo dann eben auch Arbeiterinnen und sowas. Also gibt doch auch Hummelarbeiterinnen. Und die Gefahr, die dieser Hummel ausgesetzt ist, ist, dass da gibt es irgendeine Motte, die die befällt. Also wo dann die Motte ihre Larven in das Hummelnest setzt und die Larven dann die Hummeln fressen.
Und das will man verhindern. Und deswegen kann man eben Hummelkästen kaufen, wo dann eben die Luftlöcher mit irgendeinem Gewebe abgedichtet sind und wo vorne nicht einfach ein Loch drin ist, sondern so eine Klappe, wo du dann die Hummel erziehen musst, dass sie diese Klappe öffnen kann und da reinkriechen kann.
Ach je.
Ja, ja, genau. Das ist richtig Aufwand. Und ich habe sowas gekauft.
Und wie willst du die dressieren?
Naja, du machst diese Klappe, machst du erst offen und dann machst du die immer weiter zu, sodass da nur noch so ein Spalt ist und diese Klappe hat so eine... wie so eine Lippe und da kann die Hummel drunter kriechen und die Klappe aufschieben. Also es ist so eine kleine Plastikklappe.
Okay, cool.
Und dann musst du die praktisch erziehen, dass die diese Klappe aufschiebt. Weil vom Körpergewicht kann sie das, aber sie muss halt wissen, dass sie es tut.
Schlau genug sind.
Genau, ich bin gespannt. Ja, schlau genug sind die, aber du musst es ihnen halt beibringen. Und das ist natürlich ein tolles Projekt. Und sowas habe ich gekauft und dann habe ich natürlich, um das gegen... Um zu gucken, ob das alles Quatsch ist, habe ich eben auch noch so ein ganz billiges 20-Euro-Hummelhaus gekauft, was eben überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen hat.
Was natürlich jetzt dann, möglicherweise setze ich jetzt meinem Hummelstaat, der dieses Ding bevölkert, eine wahnsinnige Gefahr aus. Aber gut, das ist dann halt so. Also ich bin halt auch Wissenschaftler. Jetzt muss ich gucken, dass ich die Hummel da reinkriege, Weil dieses Hummelhäuser gekauft habe ich deswegen, weil ich nämlich bei, ich glaube TikTok oder so, irgendeiner Frau über den Weg gelaufen bin, die eben auch so dieses High-End-Hummelhaus hat.
Und die hat eben beschrieben, wie das aussieht, wenn Hummelköniginnen nach einem möglichen Nest suchen. Dann fliegen die so über den Boden, ganz eng über den Boden und fliegen so zickzack. Und da habe ich mir gedacht so, okay, habe ich noch nie gesehen. Und am nächsten Tag stehe ich halt im Garten und sehe halt einen Hummel, wie sie zickzack über den Boden fliegt. Und dachte ich, okay, ich brauche einen Hummelhaus. Naja, dann habe ich das gemacht. Und jetzt schauen wir mal.
Geil. Man fragt sich bei dir immer, was als nächstes kommt.
Ich bin halt einfach begeisterungsfähig, das ist das Problem.
Wenn du in zwei Jahren keine Schweine hast, bin ich enttäuscht.
Ja, das stimmt schon. Ich bin einfach leicht on fire, aber es verlässt mich dann auch wieder. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich da so eine, keine Ahnung, irgendein Krankheitsbild, wo ich immer begeisterungsfähig bin und dann wieder ist, man muss es ja nicht Krankheit nennen.
Das ist auch okay für Dinge begeistert zu sein, das darf man machen.
Ja, aber ich bin aber nie lange begeistert. Ich bin nie gut in Europa.
Achso, ja, das gibt es.
Sondern ich fange Dinge immer nur an. Ich renne dann kurz und heftig dafür.
Das können ganz verschiedene Bilder sein, sage ich mal. Aber das will ich auch nicht hier fremddiagnostizieren.
Ich habe mit irgendeinem Kumpel mal gesprochen, der hat gesagt, da hatte ich noch nicht über nachgedacht, das sei typisch, Na hier, wie nennt sich das, dieses Aufmerksamkeitsdefizit?
ADHS, das wollte ich jetzt nicht machen.
Genau, genau.
Viele Leute in meinem Umfeld, die es haben, haben genau das.
Ja, genau, der hat gesagt, sei total typisch. Und der hat dann so erklärt oder so ein bisschen beschrieben, was da noch zu tun und da fand ich mich schon sehr drin wieder. Aber das ist natürlich auch wieder völlig unwissenschaftlich, das so zu diagnostizieren.
Ja, also es kommen ja also viele von den… Aber am Ende ist es auch egal.
Solange ich darunter nicht leide, ist ja auch wurscht, wie man das nennt. Aber stimmt schon, ja. Wahrscheinlich habe ich irgendwie sowas. Das ist mir völlig egal. Jetzt brenne ich halt für Hummeln und hoffe, dass meine Nistkästen von meinen Vögeln besetzt werden.
Ich habe ja gestern geholfen, ein Aquarium einzurichten. Was ist denn da passiert?
Aquarist, den kannte ich natürlich auch mal.
Das ist ja klar.
Ich hatte früher immer ein Aquarium. Ich bin damit aufgewachsen. war immer so ein großes Hobby für mich. So allmählich kommt es zurück. So allmählich jetzt irgendwie denke ich, boah, ich hätte schon wieder gerne ein Aquarium. Und auch da, auch da, ich richte es dir ein, ich komme vorbei, ich helfe dir dabei.
Naja, meine Frau will überhaupt keins.
Verdammt. Auch da, wenn ich weiß, wo ich wohne und was ich mache, in welchen Lebensumständen, dann hole ich mir vielleicht ein Aquarium. Aber jetzt habe ich darüber auch so begeistert erzählt und habe eben einen Freund von mir da sehr stark angefixt.
Übrigens den rotblinden Freund. Und der hat gesagt, ja komm, ich habe den Platz, lass mal so ein Aquarium holen, weil wir schön da irgendwie, in so einem Baumarkt, haben so ein Aquarium geholt, weiß nicht, und ein paar Pflanzen haben ein bisschen eingerichtet, total nett, ich freue mich da sehr drauf, das macht nämlich schon dauernd.
Was für Fische habt ihr rein?
Noch gar keine, das muss ja alles erst mal ganz langsam anfangen, da kommt ein paar Garnelen rein und so weiter. Was für Konzepte? Es ist ein kleines Ding, das heißt, wir bleiben so im Nano-Fische-Bereich, wir haben da gestern ein paar sehr, sehr schöne, die kannte ich auch gar nicht.
Perlenberblinge gesehen. Was heißt ein kleines Aquarium?
54 Liter, wirklich klein, genau, das heißt, da kommen so Garnelen rein, ein paar ganz kleine Fische, vielleicht und das war es schon. Und jetzt besetzen wir so ein Stück, oder wir, ich plane mich da schon ein. Also ich helfe ihm natürlich, aber entscheidest du dann.
Aber Babbling finde ich immer gut, weil da ist ein bisschen Action einfach.
Und auch da, also wir machen so eher die, weiß nicht, die modernere Methode, die ist bekannt geworden durch Diana Wallstead, deswegen spricht man oft so von Wallstead-Methode, die eben sehr, sehr Low-Tech macht. Das heißt, wir haben da sehr viel so, ja, weiß nicht, Dreck- und Blumenmärde drin, dann eine dicke Schicht Sand und dann eben Pflanzen. Das wird filterlos bleiben und ohne viel weiter Technik.
Sehr geil, sehr geil.
Und das macht schon Spaß. Das ist jetzt schon richtig schön, das wird schon ein bisschen klar. Und auch da, was man irgendwie früher noch nie gemacht hätte in so der klassischen Aquaristik, wir hätten einfach Müll reintun. Also auch so was aus dem Main ziehen. Einfach aus dem Fließgewässer, dann aus dem Main ein paar Blätter geholt, bisschen Zeug reingeschmissen, schon fällst das Zeug wie Flusswasser. Und es ist eigentlich gesund. Das ist sehr gesundes Wasser. Wir können da jetzt
schon Garnelen. Er kann da jetzt schon Garnelen reinsetzen. Das war total nett. Auch aus dem Main sind halt so Kleinkram mitgekommen. So kleine Krebse, kleine Würmer sind halt schon einfach drin. Total lieb einfach. Also besser kannst du es eigentlich gar nicht machen am Anfang. Weil es das Zeichen davon ist, dass es ein gesundes Klima ist und was vielleicht sogar schon eine kleine Futterbasis für Bewohner des Aquariums oder so.
Also ich finde spannend, welcher Paradigmenwechsel da stattgefunden hat. Weil ich früher noch, oder wie es heute auch noch so in Aquaristikläden in Deutschland erzählt wird, da darf auf gar keinen Fall irgendwie was rein, da musst du immer Wasserwechsel machen, immer dies und das. Ich finde es spannend, weil es ein bisschen der gleiche Paradigmenwechsel, der auch so bei Gärten oder auch bei sowas stattgefunden hat.
Was wir früher als Unkraut begrüßen haben. Mein Teich, als wir hier eingezogen sind, habe ich erstmal die Teichpumpe ausgeschaltet und es ist gar nichts Schlimmes passiert. Also wirklich gar nichts. Wo man ja denken würde, da müssten jetzt irgendwie andere Fische rein oder so. Nee. Es war wirklich, es ist gar, es war völlig egal.
Also auch dann, du kannst natürlich das System nicht einfach in Ruhe lassen oder so, aber ich finde den Ideenwechsel interessant von, ja, wir müssen da ganz viele, wir müssen da jede Woche, müssen wir Wasser wechseln müssen. Chemikalien rausholen, die wir dann wieder reintun oder so, sondern wir versuchen eher das.
Ja, oder im Garten, man muss, das ist dauernd mehr. Ist ja auch völlig unnötig.
Wir wollen das nachahmen, was wir in der Natur finden, weil das ist ja irgendwie gesund. Das lebt ja von alleine. Das finde ich irgendwie spannend. Also eigentlich liegt es auf der Hand, aber dass wir erst so spät darauf kommen irgendwie, ist natürlich auch Folge von der gesamten, weiß nicht, Industrialisierungskultur, die wir so haben halt. Und das hat sehr viel lange gezogen.
Und bei Aquarien ist da viel passiert. Das geht, wenn man weiß, was man tut, mit relativ wenig Aufwand ein gesundes Aquarium zu haben, ohne jeden Wasserwechsel, ohne jeden Filter oder so, das funktioniert. Und eigentlich, je größer es ist, sogar einfacher, weil es einfacher stabil zu bekommen ist.
Ja, klar.
Genau, das war jetzt so der erste Versuch. Guck mal, bisher sieht es super aus. Bald kommen da schon Garnelen rein und er sucht sich dann noch ein paar schöne Fische aus und dann ist das Ding auch voll. Ist halt sehr dicht bepflanzt, weil es das muss in dieser Methode und sieht aber mega aus. Man kann einfach jetzt schon reingucken, Spaß haben und entdeckt die kleinen Krebsgäste, was wirklich süß ist einfach. Da habe ich auch nicht gerechnet. Sehr, sehr geil.
Oh geil, da habe ich jetzt schon wieder mehr Bock drauf. An Aquarium zu haben.
Bei mir wird es auch so bald sein. Wie gesagt, wenn ich weiß, dass ich nicht nochmal umziehen muss oder so, dann wird auch hier ein Aquarium aufgestellt.
Jetzt bin ich auch wieder voll im Thema. Weil du sagst, Bärblinge, das sind schon tropische Fische, oder?
Das meiste, was du im Zierfischladen bekommst, sind Amazonasfische am Ende oder so.
Das heißt, du musst aber immerhin die Temperatur anpassen, gell?
Ja, das ist also unterschiedlich. Gerade bei den Garnelen ist es so, die passen sich an. Die leben halt langsamer, wenn sie im kalten Wasser sind oder so. Aber es gibt sehr viele Fische, die relativ, was heißt, empfindlich sind. Klar können die auch überleben in irgendeinem Eimer. Aber wenn du es denen irgendwie schön machen willst, dann hast du auch eine gewisse Temperatur. Das heißt, so ein Heizstab oder so wäre nochmal ein Ding vielleicht.
Je nachdem, wie deine Zimmertemperatur ist. Es gibt sehr, man unterschätzt es aber, sehr viele Fische halten erst eine Schwankung aus und sind auch mit einer, zweitens mit einer normalen Zimmertemperatur zufrieden. Da muss man sich auch, also auch da ist glaube ich viel Fehlinformationen, viel Übervorsicht, weil man natürlich immer darauf gucken soll, dass es den Fischen gut geht. Also wenn die sich so verhalten, wie sich irgendwie in der Natur verhalten, dann geht es denen wahrscheinlich gut.
Das heißt, da kann man durchaus auch mal mit einem Heizer arbeiten, um auch die gewünschte Temperatur hinzukriegen, genau. Ich habe Bock. Bald gibt es wieder ein Aquarium. Und so lange helfe ich beim Einrichten von Fremdaquarien.
Das ist eigentlich auch ganz gut.
Das macht richtig Spaß.
Ja klar.
Wir werden dieses Anwesen hier voll mit Tieren pflastern. Überall Tiere.
Aber keine Säugetiere. Wir mögen ja keine Hunde. Das finde ich schon echt schlimm.
Nee, Hunde mögen wir nicht. Säugetiere nicht.
Die sabberten gar nicht alle. Und schminken gar nicht alle.
Also da fallen mir wirklich auch so viele Tiere ein, die wirklich garantiert vor Säugetieren kommen und sowieso vor Hunden. Na gut. Da werden sicher noch Ameisen vorher kommen. Auch geil.
Oh ja, da hatten wir auch mal.
Kann man auch gut in so einem Terrarium halten, super beobachten.
Ja, liebe ich. Liebe ich auch. Habe ich mich schon sehr schlau gemacht, aber meine Frau ist sehr dagegen.
Schade.
Aber das wird irgendwann passieren. Also Ameisen werden auf jeden Fall in den Raum kommen.
Musst du vielleicht doch nochmal den Keller ausbauen, dass da ein Raum für dich abfällt. Irgendwie sowas. Dass du so deinen Terrarium-Raum da hast.
Ich hab da ja einen Hobby-Raum.
Ja, aber... Wenn du den Aquarium einrichtest, bin ich auf jeden Fall dabei. Das machen wir zusammen.
Sehr gut, ja. Ja, vor allem, das war mir ja neu, dass man da jetzt auch mittlerweile so irgendwie Schlamm aus dem Fluss um die Ecke mit reinmacht und so.
Das sollte man sogar. Das ist wesentlich... Das Buch, das es so mit losgetreten hat, das auch wirklich geil ist, dass es sehr viel so wissenschaftliche Quellen und Belege für alles. Wann ist das? Aus den 90ern oder so von deiner Wallstead? Also das ist schon eine Weile bekannt. Hat in verschiedenen Ländern auch stärker Anklang gefunden als gerade in Deutschland. Ich weiß nicht.
Es gibt beide Schulen immer noch auf jeden Fall. Und es ist auch gar nicht schlimm, wenn du gerne ein Aquarium mit einem Filter haben möchtest, irgendwie mit Kies, dann mach das. Aber mich hat es total angesprochen und ich mag das sehr gerne, gerade von diesem Gedanken.
Es macht so ein Lärm. Dieser Filter, dieses dauerliche Filter macht ja Quarant.
Viele Filter sind auch relativ geräuschlos. Ähm. Muss man gucken, also es gibt solche und solche. Und auch diese Wallstart-Methoden, Aquarien sind nicht alle ohne Filter. Auch sie in dem Buch sagt, dass es manchmal sinnvoll sein kann, Filter zu betreiben. Es gibt da Hardliner wie den fantastischen YouTube-Kanal Father Fish, sehr, sehr wunderlicher älterer Mann. Der sagt darauf, nein, niemals Filter, niemals das, wir machen alles natürlich, in Anführungszeichen.
Da gibt es auch Videos, wo er so hinter seinem Haus steht, mit so Gummistiefeln irgendwie da aus seinem Teich noch Sachen rauszieht, dir dann damit seine Tanks abcycelt. Gibt es auch, aber im Prinzip ist ja, also ein Filter zu haben, schließt sich ja nicht aus mit ich habe ein Aquarium, das natürliche Begebenheiten wie in einem Fluss nachahmt oder so.
Übrigens auch Thema Wasserbewegung. Wenn du keinen Filter hast, musst du vielleicht, wenn du es gerne möchtest, wenn dein Aquarium es erfordert, anders Wasserbewegungen reinkriegen, klar.
Ja klar, um Sauerstoff noch reinzukriegen. Ja, genau. Spannend.
Hier gibt es bald ein Aquarium.
Liebe Leute. Herzlich willkommen im Sneakpot, wo man von Vogelfeifel24 zu Fischen kommt. Vielleicht in der nächsten Runde hat der Jan uns dann noch die Fischpfeifen dabei, wie man sich Fische für sein Aquarium anlocken kann.
Also erstens gibt es, es gibt Fische, die sind so zutraulich, dass du quasi nach den Pfeifen kannst, die kommen. Aber es gibt auch Fische, die auch Geräusche machen. Ich hatte mal so einen Knurrhahn in meinem früheren Aquarium. Die knurren dann die ganze Nacht. Das ist auch ein bisschen nervig.
Oder?
Ja, ja, gar nicht so geil eigentlich.
Echt, ich wusste nicht, dass man die im Aquarium haben kann. Knochen.
Na klar, na klar.
Echt? Ich kenne das nur so aus...
Da gibt es wahrscheinlich verschiedene Typen auch. Die waren relativ klein.
Lustig. Ich bezeichne meinen Sohn manchmal, um ihn aufzuziehen, wenn er irgendwie mies drauf ist als Knochen.
Auch sehr schön.
Den will ich nicht im Aquarium.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass man das wirklich im Aquarium hat. Ich dachte, das ist so ein Tier, was irgendwo, keine Ahnung, in der Nordsee herumwurschtelt und.
Wahrscheinlich gibt es da auch mehrere.
Ja, interessant.
Noch ein Grund mehr für dich in ein Aquarium zu haben. Sohn gegenüber zum Knurr an. Könnt ihr euch gegenseitig anknurren.
Ja, genau. Etwa so.
Ja, wo wir gerade bei Sachen sind, für die der Christoph immer kurzfristig brennt. Du möchtest ja im Sommer ein Triathlon machen.
Ah, okay. Ich dachte schon. Ich dachte, ich hätte ein Thema vergessen.
Nein.
Ja, Jan, ich bin begeistert. Wir haben es mittlerweile bei Dings gesehen. Du hast es mir heute Morgen schon erzählt, aber du hast es ja auch bei Be Real gepostet. Du hast heute extra trainiert für den Sneakbot.
Naja, ich versuche jetzt sowieso ein, zwei Mal die Woche schwimmen zu gehen und jetzt habe ich gemerkt, oh Gott, ich war seit den letzten Aufnahmen nicht schwimmen. Also musste heute Abend dringend noch her. Dann war ich, ich habe ja erzählt von diesem wunderschönen Aquarium, hätte ich fast gesagt. von diesem wunderschönen Schwimmbad, das hier bei mir in der Nachbarschaft ist, wo ich jetzt immer hingehe. Da bin ich dann auch gewesen, so um 18 Uhr. Und dann steht da ein Schild.
Ja, das bleibt geschlossen bis zu folgenden Termin. Da stand so mit Edding unbefristet. Also das Schwimmbad ist erst mal geschlossen. Ich weiß nicht genau, warum. Nachdem ist jetzt irgendwie drei Monate offen, war es jetzt wieder zu.
Oh, wie schade. Aber du warst heute noch schon.
Genau, es hat uns dann nicht abgehalten, zu einem anderen Schwimmbad zu fahren. Da muss man dann ein bisschen mehr aufwenden. Aber so froh ich war, dass dieses Schwimmbad offen hat, scheint der Wurm drin zu sein.
Kein Glück für das Schwimmbad.
Ich habe zum ersten Mal heute diese, ich weiß gar nicht, wie das heißt, so ein bisschen wie so Schwimmflossen, aber für die Hände.
Pedals.
Wie so große, mit denen man dann so ganz viel Wasser verdrängt.
Pedals heißen die.
Habe ich zum ersten Mal ausprobiert. Und das war mega witzig, weil auf einmal hatte man das Gefühl, also genau das Gegendstück zu diesen Flossen, ich muss die Beine gar nicht mehr verwenden. Ich schiebe mich da durch wie, ich wühle da nur so alles zur Seite. Ich bin Moses, der es mehr teilt. Das war schon wirklich witzig.
Das ist zum einen sehr gutes Krafttraining, Und du lernst halt total, die Hand im richtigen Winkel durch das Wasser anzustellen.
Stimmt, stimmt.
Das hatten wir früher, ich bin ja früher viel geschwommen, so drei bis fünfmal die Woche. Und da hast du das halt auch regelmäßig genutzt, einfach eben als Kraftaufbau und damit auch die Technik, dass du eben sauber gerade ziehst. Weil da merkst du es halt noch viel krasser, wenn du das, wenn du die Hand da schief hältst, das rutscht dir sofort weg.
Ich bin jetzt erstmal nur so brustgeschwommen damit, aber auch da merkst du sofort irgendwie, ja okay krass, hier so halte ich es falsch. Weil so bin ich völlig falsch im Wasserwiderstand, total cool. Das hat Spaß gemacht, auf jeden Fall.
Weißt du, wie viel du geschwommen bist?
Anderthalb Kilometer oder so, also nur so.
Ja, anderthalb Kilometer sind anderthalb Kilometer.
Ja, ja, aber jetzt, also genau, nichts außer der Reihe und auch kein, weil ich muss ja zum Sneakbot.
Ah ja, dann könntest du mit dem Daniel fast eine Staffel beim Triathlon machen.
Das wollte ich dich ja eh noch fragen, das wollte ich dich eh noch fragen, pass auf, das finde ich so merkwürdig, also vielleicht kommt es mir so vor, aber wir haben doch hier die Ironman-Distanzen.
Ja.
Haben wir schon mal drüber gesprochen, oder?
Über was?
Ich finde die so komplett ungleich verteilt.
Ja, das sind sie.
Ich auch so.
Das Schwimmen, also ich will nicht sagen, ich mache es mit links, aber ich bin relativ untrainiert und ich schaffe das. Also ich bin nicht schnell, aber ich kriege es hin.
Ja, und die andere Seite der Medaille, selbst wenn man gut darin ist, gewinnt man da kaum Zeit. Da ist nichts gut zu machen.
Also wenn man schnell ist, eine Dreiviertelstunde oder so, oder was ist das?
Ja, das ist schon sehr schnell.
Das sind so die Rekorde, die wir mal nachgeschaut haben. Dann schwimme ich halt zwei Stunden, was weiß ich, und dann schwimme ich halt zwei Stunden. Das kann ich. Aber ich kann doch nicht den ganzen Tag Fahrrad fahren. Also meine Frage war einfach, also wirkt es nur für mich als Laien so, oder sind die wirklich so ungleich verteilt? Also würdest du auch sagen, es ist ungleich schwieriger, irgendwie das Laufen auf die Reihe zu kommen und das Fahrrad fahren?
Also ich könnte nicht so lang schwimmen, ganz ehrlich.
Es kommt halt nicht. Ja, genau, es kommt halt immer darauf an, wo du herkommst. Aber der Ironman insbesondere ist ja durch dieses, wir nehmen das Längste, was es so gibt. Und da war halt, weiß nicht, 3,8, das war wahrscheinlich irgendwelche komischen Meilen Entfernung, dann eine unfassbar lange Radstrecke, 180 Kilometer.
Aber ich finde auch, dass die Fahrradstrecke, also egal in welchem Triathlon, in welcher Triathlondistanz immer überbewertet ist. Also das ist das, wo man die Zeit macht oder das ist auch das, wo man dran versagt, wenn man es halt nicht kann. Also ich finde, die Radstrecke ist irre.
Ja genau, ich habe es nochmal offen, also diese dreiviertel Stunde oder so, der Rekord beim Schwimmen ist 40 Minuten, Laufen zweieinhalb Stunden, Radfahren vier Stunden. Also ich finde es einfach merkwürdig, dass es so komplett unterschiedlich ist.
Das ist merkwürdig, ja.
Aber das ist ja auch bei der kürzeren Distanz, die wir machen. Ja, genau. Was, wenn wir 10, 12 Minuten schwimmst du und fährst aber dann doch eine halbe Stunde Rad oder?
Ja, und die richtig guten schwimmen halt 6 Minuten oder 7 Minuten.
Ja, genau. Aber auf dem Rad nehmen die uns halt eine halbe Stunde ab.
Ja, genau. Da brauche ich nicht schwimmen trainieren, ganz ehrlich. Also, ist für den Arsch.
Du möchtest halt einigermaßen fit aus dem Wasser kommen.
Genau. Ich trainiere schwimmen, wenn überhaupt, nur dafür, dass ich dann nicht völlig platt bin danach.
Ja. Oder dich übergibst, wie ich das schon probiert habe. Das habe ich auch schon hier erzählt, wie mir das im Wettkampf mal passiert ist, oder?
Ja, ja. Dir ist im Wettkampf schon alles passiert, in alle Richtungen, aus allen Körperöffnungen.
Bitte. Oh Gott.
Ich sag nur, künstliche Peristaltik durchs Fahrradfahren. Ja, was habt ihr denn so trainiert? Also, ich war zweimal Fahrradfahren.
Wow.
Und ja, das eine nicht sehr lang. Der eine bin ich, glaube ich, irgendwie achteinhalb Kilometer oder so gefahren. Und dann hatte ich irgendwie, ich weiß nicht, da hatte ich irgendwas, weshalb ich dann entschieden habe, warum ich zurückfahre. und beim zweiten Mal bin ich tatsächlich so, ich glaube so 16 Kilometer oder so, oder 16,5 oder so, irgendwas im Dreh und bin dann ja, 16 Kilometer gefahren und dann bin ich noch gelaufen, direkt danach.
Alter Schwede.
Und zwar, aber auch nicht lang.
Der eigene kleine Ironman, hör mal.
Koppeltraining hat man das.
Duatlon oder sowas. Ja genau, Koppeltraining. Also ich bin nicht die 5 Kilometer gelaufen, dann bin ich glaube ich so 3,8 oder so bin ich gelaufen. Also beides kürzer als die Distanz, die wir brauchen, aber ich wollte halt schon mal, sehen, wie sich das anfühlt, wenn ich die beiden Distanzen oder die beiden Disziplinen hintereinander mache. Und hat sich gut angefühlt. Ich habe nicht gekotzt danach oder so.
Sehr gut.
Hat mich gut gefühlt.
Also super, richtig cool.
Ja. Kann ich auch.
Ich habe mein Fahrrad immer noch nicht nach draußen gebracht. Ich habe heute, ich habe diesmal nur eine halbe Stunde auf der Rolle verbracht, während ich den Film geschaut habe und dann war mir total übel, als ich abgestiegen bin.
Ja, das ist blöd, wenn du dann kotzen musst und weißt nicht, ob es wegen der Anstrengung oder wegen des Films ist.
Ja, aber ich muss jetzt dringend meine Fahrt mal irgendwie rausbringen, dass ich auch mal ein paar Kilometer draußen auf der Straße machen kann.
Mal den Lenker umwickeln.
Den hast du jetzt umwickelt?
Ja, ja, klar. Nee, es fährt sich gut, also macht schon Spaß.
Okay. Ja, macht schon Spaß, oder?
Obwohl ich am nächsten Tag vor allem gemerkt habe, wo ich Schmerzen habe und zwar nicht intuitiv, wo man das annehmen würde, sondern so im Rücken oder so seitlich am Rücken. Also da hatte ich noch nie Muskelkater. Und in den Armen und so. Also ganz seltsam.
Hast du so eine aggressive Position? Also dass du ganz tief unten bist?
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass ich so eine, ich glaube, mein Sitz ist noch relativ weit unten. Ich glaube, ich könnte da noch viel aggressiver sitzen, aber ich bin es halt überhaupt nicht gewohnt. Also, ja, diese Körperhaltung ist einfach.
Aggressiv sitzen.
Das ist auch geil, ja, aus dem Kontext gründen, geil, ja. Aggressives sitzen.
Der Weltmeisterschaft vom aggressiv sitzen.
Ja, genau. Nee, aber es macht Spaß. Ich war auch nicht wahnsinnig schnell. Ich glaube, ich habe so einen Durchschnitt von 20 kmh oder sowas gehabt. Also es war wirklich nicht schnell. Aber es fühlt sich irgendwie sportlich an, wenn man auf so einer sportlichen Rennradposition ist. Das ist schon nett.
Ja, sehr gut. Hast du dir schon die Beine rasiert für einen Wettkampf, damit das auch alles schnell wird?
Hier wird ja nicht rasiert, hier wird ja Lichtblitz enthaart.
Ach so, ja gut.
Ich hab doch eh kaum Haare.
Dann geht das dann. Ich finde, das sieht ja immer irritierend aus mit vielen Beinhaaren auf dem Rindrad. Das stört mich sehr, wenn ich selber da fahre.
Passt nicht zusammen.
Nee, das möchte ich nicht so sein.
So viel Beinhaar habe ich nicht, dass man die irgendwie sehen würde.
Ja, stimmt.
Meine Beine sehen immer wie rasiert aus. Also von daher, ist egal.
So.
Wolltest du abschließt zum Thema Körperbehaarung?
Stefan, hast du schon gesagt, was du trainiert hast?
Okay.
Ja, ich war eine halbe Stunde auf der Rolle. Ich bin sonst...
Achso, okay.
Ich war nicht mal laufen, das ist schon schwach.
Was ist eigentlich mit deinem Knie? Geht das wieder? oder?
Ich hatte jetzt diesmal keine Schwierigkeiten beim Radfahren. Und laufen, also langsam, weiß ich nicht, so 6,5, 7, 7,5 geht. Ich weiß nicht, wie es ist.
Oder Kilometer?
Kilometer, also 7,5 Minuten pro Kilometer.
Ah, okay.
Wann war es so gerne?
Juni.
Ah, krass.
Ja, ja. Ganz schaß. Ja, nee, aber Ja.
Schön, wir haben auch trainiert die Woche.
Das ist doch schon eine Neuigkeit. Im Moment ist es eher so, dass die Herz-Kreislauf-System sagt, mach langsamer als das Knie sagt, mach langsamer.
Ah, okay.
Und das ist eigentlich ganz gut. Also nicht gut, dass ich untrainiert bin, aber ihr wisst, was ich meine.
Das kriegen wir hin. Wir werden eh vom Bob gedemütigt und ich habe die Tage mal geschaut, wer alles mit uns startet und habe gesehen, dass ein Klassenkamerad von mir mit startet.
Echt? Ach, wie cool.
Ich befürchte, den werden wir nur ganz am Anfang mal kurz sehen. Das wird demütigend werden, aber egal.
Okay. Ja. Jan, du wolltest noch über Beinhaare sprechen oder Körperhaare.
Ich wollte nur kurz, ich wollte erzählen, dass ich ja in ständiger Angst lebe.
Vor Beinharen?
Vor Beinharen?
Nein, pass auf, vor Körperbehaarung. Ich erinnere mich, also.
Das darf man auch nicht auf den Kontext schreiben.
Er sitzt aggressiv und hat Angst vor Körperbehaarung.
Das ist mein Alltag momentan. Nein, ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Vater in meinem jetzigen Alter. Und ich weiß noch, als ich Kind war, da waren wir so oft so im Freibad oder so, weiß nicht. Und mein Vater kriegt das so. Ich weiß noch den Schock, als ich Kind war, von einer Saison auf den nächsten, also von einem Sommer zum nächsten, er hatte erst überhaupt keine Haare auf dem Rücken und dann im nächsten Sommer auf einmal so einen richtig dichten grauen Pelz.
Wer hat den Hut ins Becken gelangt?
Also oftmals ging es halb eines Jahres und seitdem denke ich immer, oh Gott, ich bin eigentlich schon über dieses Alter hinaus, in dem er damals war. Wann kommt für mich der Pelzwitter? Und...
Oh Gott.
Und bisher war er es nicht. Und ich finde es, wie gesagt, mein Vater müsste da noch jünger gewesen sein, als ich jetzt war.
Ja, aber du hast ja nur die Hälfte seiner Gene bekommen.
Ja, das stimmt. Man weiß es vorher nie. Es ist eine Loterie, ne?
Ja.
Gucken wir mal.
Du bist ja nicht die Kopie deines Vaters, glücklicherweise.
Aber trotzdem läufst du jeden dritten Tag rüber zu deinen Mitbewohnerinnen und fragst, da muss ich schon mal geguckt werden, ne? Also, es fühlt sich so, als ob dein Pelz. Kannst du das? Ah, nee.
Super angenehmer Mitwohner auch. Fass mal meine Rückenhaare an.
Wenn wir es gerade vom Thema Rückenenthaarung haben, Stefan, wir wollen ja im Sommer wieder endlich mal wieder nach über zehn Jahren zusammen in Urlaub an die Atlantikküste fahren. Wir werden uns auch wieder aus Traditionsgründen den Rücken gegenseitig enthaaren.
Oh ja.
Epilieren natürlich.
Epilieren.
Gibt es herrliche Fotos von.
Wie wir uns doch gegenseitig versuchen, die Achsel zu empfindieren, was auch so echt nicht schön ist.
Was man halt so macht, wenn man ein junger 30-Jähriger ist. Übrigens, um mal das Thema zu wechseln, zu derailen. Ich habe euch ein Foto-Indie-Dings geschickt, wo ein Boden, nee, wo drei Böden drauf sind, in einem Haufwerk.
Ah, der mittlere ist nieder, oder?
Ja, genau.
Ja, auf jeden Fall.
Ja, ist so, oder?
Safe.
Der ist nicht nur violett-stichig, sondern der ist freundlich-violett, würde ich den nennen.
Das musst du jetzt auch in den Beitrag zu der Folge posten, fürchte ich.
Ja, werde ich auf jeden Fall machen, genau. Und wie ist der untere?
Das ist meine Problemfarbe. Sand, Sandfarben, braun.
Ich hätte jetzt auch Sand gesagt.
Geil.
Ja, Ocker, würde man sagen.
Ja.
Und der obere?
Graubraun.
Ja, vollkommen richtig. Du kannst Farben sehen.
Das kann ich. Ich sehe alle Farben.
Super.
Auch so richtigen Namen dafür lernen. Da habe ich direkt darüber Whisky für Rotblinde.
Ja, habe ich gesehen. Der untere ist grün. Oder der zweite ist grün.
Finde ich. Das finde ich so spannend. Das sieht man jetzt nicht, wenn man es hört. zwei Bilder, das untere ist mit diesem, Farbblindheitssimulator.
Ich mach die alle rein, die Bilder.
Grün, okay. Also ja, weiß nicht.
Stefan, du auch, oder?
Gelb oder grau gesagt.
Ja, gelb könnte man auch sagen. Grau würde ich nie im Leben auf die Idee kommen. Deine Hand ist grau.
Aber Na, das finde ich spannend, weil meine Hand ist gelb. Das ist ein anderes Thema. Ich habe erst spät rausgefunden, dass andere weiße Menschen sich selber nicht als gelb wahrnehmen. Ich dachte immer, klar, Haut ist doch gelb. Und deswegen war es für mich ja nicht überraschend, dass...
Dass die Simpsons gelb sind.
Genau, die Simpsons, Lego-Figuren, ich dachte halt, die repräsentieren weiße Menschen, weil die sind halt gelb. Weil wir sind ja auch gelb, nur nicht so kräftig. Da gibt es aber auch die Sache mit Yellowfacing und so und offenbar nehmen ja manche Kulturen, also natürlich ist das alles Vorteil und Quatsch und Schwarze Menschen sind nicht schwarz, weiße Menschen sind nicht weiß, ich weiß. Trotzdem ist die Assoziation so komisch, weil ich bin ja der gelbste Mensch,
den ich kenne. Also, weißt du, von... Deswegen habe ich erst sehr spät rausgefunden, wie das so mit der Hautfarbenbenennung auch irgendwie ist und dass andere Weiße sich nicht gelb sehen. Also ich würde meine Hautfarbe jederzeit ins gelbe Spektrum packen. Also eure auch. Aber es ist offenbar nicht normal.
Auf dem oberen Bild würden wir das nie tun. Auf dem oberen Bild ist es ein klarer Rotton.
Also ich kann halt auch das Bild nicht beurteilen, weil für mich ist das halt auch nur eine andere. Für mich sieht das untere jetzt auch wieder anders aus. Aber angeblich sehen so komplett rotblinde Leute. Ich bin auch nicht ganz rotblinde.
Also auf dem unteren hätte ich jetzt auf den ersten hingucken gesagt, die Hand ist grau. Aber wenn du sagst, sie ist gelb, würde ich sagen, ja stimmt, da ist schon eine Wahrheit drin. Also sehe ich schon auch ein Gelb.
Sie ist halt viel entfälligter. Ja genau, schwarz-weiß und dann eine Farbe drüber gemalt und das ist dieses Gelb. So finde ich sieht es aus.
Ich habe da auch so lange mit gezögert. Erst letztes Jahr auf einer Party habe ich mich getraut, meine Podcast-Partnerin Cheryl zu fragen.
als ich bei denen in Düsseldorf zu Gast war, war ich so, irgendwie, wir müssen jetzt mal über Hautfarben reden, weil es so, man, ist halt irgendwie ein schwieriges Thema, man spricht es nicht so immer an, aber da habe ich auch mal jetzt wirklich so Fragen, okay, diese Idee von Rothäuten, sind die wirklich rot, sind Asiaten wirklich gelb oder so, sind weiße Menschen nicht gelb, das ist super verwirrend, also ich habe es erst wirklich letztes Jahr gelernt,
dass eigentlich alle Menschen auf der Welt irgendeine Schattierung von Braun sind, das finde ich irgendwie faszinierend, also da bin ich als Rotblinder gar nicht so weit weg.
Obwohl, wenn man dann wieder Leute wie den Stefan anschaut, muss man sagen, nicht alles eine Schattierung von Braun.
Wie meinst du das jetzt?
Naja.
Einmal in Richtung Sonne geguckt, ist es auf jeden Fall ganz anders.
Du bist entweder wirklich weiß oder wirklich rot. Also eins von beiden.
Dieses Rotwerden habe ich immer als Metapher verstanden. Wir haben vor Schamrot gedacht, man wird halt dunkler. aber offenbar wird man wirklich rot, wegen des Blutens und so.
Ne?
Das ist wirklich auch eine Zahlkrass, dass es wirklich wild.
Ich bin noch in der Bar mal angesprochen worden, glaube ich, Are you an Irishman? No, sorry.
Du wirst so gut im Kilt aussehen, das wird super.
Ah ja, ja. Jetzt muss ich nur noch in meine Weste reinpassen oder eine adäquate neue kaufen.
So, jetzt haben wir wieder... Nee, bei zweieinhalb Stunden sind wir jetzt. Nee, nee, wir sind schon wieder fast bis drei Stunden geplaudert. Aber wir sind fast durch, oder?
Ja, wir haben jetzt hier noch, wo wir gerade so viel am Lachen sind, kommen wir jetzt doch mal direkt zum Dad-Joke der Woche.
Oha, haben wir einen.
Der Jan hat sich schon die ganze Stunde, die ganze Woche, Gott, die ganze Sendung darauf vorbereitet. Ich habe auch einen irgendwo mir aufgeschrieben.
Also, das habe ich jetzt klassischerweise nicht, aber neulich habe ich gesehen, dass ein Glas Nutella über 9000 Kalorien hat. Aber da habe ich mir gedacht, eigentlich ist es ja egal, weil das Glas esse ich ja gar nicht mit.
Finde ich super.
Ich habe hier neulich gelesen welche Bären ist ein Chemiker nur sehr ungern die Brombeeren, oh Gott und dann als Folgefrage davon wie gewinnt man reines Brom, ganz einfach man nimmt Brombeeren wirft sie mit großer Kraft auf die Erde die Erde verbindet sich mit den Bären zu Erdbeeren und zurück bleibt Brom oh Gott ist das blöd.
Das ist so blöd Ich weiß nicht.
Vielleicht hilft es, wenn ich eine kurze Geschichte von meiner Pflanze erzähle.
Ganz sicher.
Mit der habe ich nämlich ausgemacht, sie noch einmal im Monat zu gießen und sie ist drauf eingegangen.
Ich liebe es. Ich liebe es. Ah, fantastisch. Das war der Beste. Ah, herrlich. Schön, wir machen den Bob ja alle Ehre.
Ich kann nicht, wenn ich hier bin, meine Lieblingskapitelmarke verstreichen lassen, oder? Das heißt, ne.
Das geht schon nicht. Was? Wie?
Naja, der Joke der Woche ist ja seine Lieblingskapitelmarke.
Gleichzeitig bin ich der Einzige, der das als Lieblingskapitelmarke hat.
Ja, so wie vorher den Jazzwitz der Woche, hatte nur Daniel als Lieblingsmarke.
Stimmt.
Wir haben mal was Neues. Ja, was haben wir denn jetzt noch für eine Kapitelmarke? Ich denke, Stefan, jetzt bist du gefragt, oder?
Jetzt bin ich gefragt, ja. Und ich...
Wo gehen wir denn hin?
Nächste Woche.
Man sucht noch.
Nee, er sucht nicht. Er schwankt noch zwischen Zweien, aber dann nehme ich jetzt den einen jetzt und den anderen dann später. Ich nehme jetzt den kürzeren, der ist nämlich zwei Stunden vier lang. Der Länge ist zwei Stunden fünf lang.
Wo gehen wir denn hin?
Wir gehen zu Netflix und schauen mal wieder einen französischen Actionfilm, weil wir da ja schon mehrfach sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Hier Buck Noir und wie sind die anderen noch?
Bagnor, was ist denn das?
Hier, Bollwerk gegen das Verbrechen. Da hatten wir doch den. Wir hatten auch noch mehr.
In Marseille, oder?
Ich glaube, ja. Und jetzt schauen wir Bastion 36.
Aber das sagt mir irgendwas.
Dieser Film ist rau.
Der sitzt aggressiv.
Okay. Das könnten auch meine Füße sein. Aber egal.
Der sitzt aggressiv. Ja.
So, jetzt habe ich noch was für euch.
Ja, jetzt?
Na, ich habe ja gesagt, ich muss auch einen Film hinterlassen. Ich bin nächste Woche nicht dabei, aber ich wollte diese Tradition fortführen.
Oh Gott.
Jawohl. Sehr gut. Es tut mir sehr leid.
Jetzt müsst ihr das machen, so wie ich auch gezwungen wurde, Challengers zu schauen. Ich habe noch die Horror-Komödie für euch. Die ist, glaube ich, weniger kunstfilm mäßig gefilmt, als was wir vorhin besprochen haben.
Auf welchem Kanal?
Auch Netflix. Ihr schaut den Film einer taiwanesischen eine taiwanesische Horror-Komödie, die auf Englisch Dead Talent Society heißt.
Dead Talent Society.
Und es geht sofort los, wie ich Netflix hasse. Neu hinzuggefügt.
Ihr besprecht sie dann. Das wäre die Alternativwahl zu Nickelpress gewesen.
Ein verlegener Geisterneuling muss die Lebenden erschrecken. um nicht immer zu verschwinden. Okay. Also ein Spukfilm. Ich bin gespannt.
Aber lustig. Offenbar nicht so schlimm. Hoffe ich.
Ausgefallen, furchteinflößend und schräg.
So wie der Sneakpot.
Ist das eine Transfrau, die da im Trailer drin ist?
Ich weiß nichts darüber. Ich habe auch wieder keinen Trailer geguckt.
Ähnliche Titel. Pitch Perfect. Na, da bin ich ja mal gespannt. Taiwanesisch, Komödie, Horrorfilm, chinesische Filme.
Hm, Steve Geiler gibt drei Sterne, sonst habe ich noch niemanden, der ihn hier gesehen hat.
Ich bin gespannt. Ja, werde ich mir anschauen.
Fünf viel Spaß.
Das hat so einen Unterton, wie du das sagst.
Ich weiß ja, also Horrorfilme sind ja im Steakpot eh immer schwierig, deswegen weiß ich nicht.
Ach, gar nicht. Wird uns nur nachgesagt. Also bei mir geht's. Beim Stefan ist es schwierig, das stimmt.
Ja.
Stefan hat es ja schon diese Woche ganz einfach gehabt. Da kannst du auch mal eine Herausforderung bekommen.
Das war nicht einfach. Das war echt unangenehm.
Ja, ist doch wirklich unangenehm, ja. Gut, ich glaube, wir können einen Deckel drauf machen, oder?
Ja, ich denke doch.
Wir haben wirklich genug geplaudert. Wir haben vor allem geplaudert, muss man sagen. Aber so ist das ja. Deswegen haben wir dich ja da, Jan.
Wir wollten heute kurz machen. Das tut mir leid. Ich weiß auch nicht, wie es immer passiert.
Ja, haben wir doch.
Schon wieder nach Mitternacht.
Zwei Stunden 39, das ist doch kurz.
Das war mir immer eine Freude.
Vielen Dank, dass du da warst.
Immer schön, dass du da bist, ja. Das ist, ja, immer gerne. Ich hoffe, du kommst bald wieder.
Mache, jetzt bleiben die Leute trotzdem erstmal ein bisschen verschont von mir. Und so.
Du hast nur Angst vor deiner Horror-Komödie.
Große Angst. Ich gucke sie mir auch ran. Ich bin gespannt. Ich bin gespannt. Ich habe es ja nicht ohne Grund auf der Watchlist.
Jetzt wollte ich aus dem Buch, ah verdammt, jetzt habe ich das Buch vergessen. Ich wollte eigentlich aus dem Buch zitieren heute, was du mir geschenkt hast. Hast du schon aufgeschnitten? Ich habe neulich nämlich Gäste in der Bar gehabt. also vor paar Tagen und es liegt ja in der Bar und da hat es einer in die Hand genommen und hat es aufgeschlagen und hat direkt ein Zitat daraus, abgefeuert, was einfach so passend war, was ja erstaunlich ist bei diesem Buch.
Deswegen, ich muss doch das in diesen Podcast einflechten in Zukunft. Das ist mir ein Bedürfnis, weil es schon sehr aphoristisch ist.
Ich warte darauf, die neue Lieblingskapitelmarke neben dem Deadbroke.
Ja, es ist halt ein bisschen schwerer zugänglicher als das letzte, deswegen.
Das war aber auch ein bisschen die Idee.
Ja, genau. Aber das kommt auf jeden Fall. Darauf könnt ihr euch freuen zu Hause und in der Zwischenzeit werden wir Ostereier bemalen und suchen. Und ja, nach Ostern sehen wir uns wieder, hören wir uns wieder.
Genau. Hier an dieser Stelle. Bis, wir kommen hier nicht raus, wir kommen nicht raus, wenn der Bob nicht da ist.
Ohne Bob geht das nicht.
Nee, nee.
Ich hab's schon versucht, aber es ist mir leider nicht möglich. Schöne Grüßen nach Spanien und Frankreich, wo auch immer du dich herumtreibst und bis nächste Woche dann.
Wir brauchen dich wieder, komm zurück. Nächste Woche Sneakpot dann mit Bob. Macht's gut. Tschüss.
Macht's gut.
Tschüss.
