#871 - Challengers/Civil War - podcast episode cover

#871 - Challengers/Civil War

Apr 12, 20252 hr 47 minEp. 871
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Episode description

Tennis ist nicht Alles was uns Daniel mit Challengers ins Nest gelegt hat, denn in diesem Sport-Drama ist auch viel toxische Winkelbeziehung drin, was manche von uns unangenehm nahe berührt. Damit auch unser Gast Jan, gerade zurück von der Wendeltreppen-Aufnahme mit Bob, auf seine Negativkosten kommt, haben wir ihm mit Civil War wissend ein Lowlight des letzten Jahres zugemutet, um der Podcastfolge die nötige Würze hinzuzufügen - als würde es nicht genügen, den völlig vergurkten Vaiana 2 zu besprechen. Durchweg positive Kritiken, so auch von uns, bekommt hingegen Pamela Anderson in ihrem aktuellen Charakterdrama The Last Showgirl, wenn auch nicht ganz so überschwänglich wie Jan hinsichtlich der Fortführung seines Kore-Eda-Marathons, diesmal mit Still Walking, Air Doll, I Wish und Like Father, Like Son. Die Serienempfehlung der Woche findet sich diese Woche auf Apple, in Form von Severance.

Transcript

Stefan

Herzlich willkommen zur 871. Ausgabe des Sneakpods. Wir machen heute ein Double-Feature und sprechen über den Film Civil War und über den Film Challengers. Mit mir hier unser Tennisstar, das ist unser Gast, Jan.

Jan

Auflagsatz Sieg, Punkt, Spiel, Tennisbegriffe, hallo.

Christoph

Du bist verbracht, das merke ich schon.

Stefan

Profi, Profi.

Jan

Petri Heil.

Stefan

Und in seiner Paraderolle als Fotografin, das ist Christoph Perner.

Christoph

Guten Abend und Stefan Giesbörz mit seiner wunderbaren Frisur sitzt auf dem, Schiedsrichterstuhl und verteilt haufenweise Strafen. Drakonische Strafen.

Jan

Das war ein Highlight.

Stefan

Das war komplett absurd. Guten Abend. Oh ja, der Typ. Den haben wir ja gefeiert.

Jan

Erste Frage, wer hat mir denn diesen Film eingebrockt?

Stefan

Die Frage war schon sehr wichtig formuliert. Brock.

Jan

Wer hat mir diesen Film eingebrockt, ich weiß auch nicht. Schauen wir mal. Ich sage ja eigentlich immer, ich gucke keine Filme mit Päpsten, keine Filme mit Präsidenten und keine Filme über Tennis.

Christoph

Du bist ja genau in der richtigen Woche hier gelandet. Präsident von Tennis.

Stefan

Und Dennis gewonnen.

Jan

Genau, Päpste waren noch keine dabei, wenn ich mich richtig erinnere.

Stefan

Habe ich aber auch mal ein Konklave, möchte ich unbedingt gucken.

Christoph

Ja, ich auch.

Jan

Weiß nicht.

Stefan

Nachdem in dem einen Film neulich Stanley Tucci nicht mit drin war, möchte ich jetzt unbedingt den Stanley Tucci-Film gucken.

Christoph

Der kann ja noch... passender werden, wenn wir noch ein paar Wochen warten. Wer weiß. Aber ich glaube, der Papst wird gesundet, oder?

Stefan

Der scheint noch kein Interesse zu haben, abzudrehen, ne?

Christoph

Der Kollege aus England war ja jetzt zu Besuch.

Stefan

Der Papst aus England?

Christoph

Ja, klar. King Charles, der ist doch quasi der Papst aus England.

Stefan

Unser Role Model in Sachen Fashion.

Christoph

Genau. Das ist doch jetzt gemeine Insider, aber es stimmt. aber lass uns doch mal zum Film zurückkommen Lass uns erst.

Stefan

Mal zum Gast zurückkommen wir haben.

Christoph

Den ja noch gar nicht vor.

Jan

Wo wir bei Päpsten sind wollte ich gerade sagen wo wir bei Päpsten sind aber die eigentliche Podcast Päpstin ist ja offiziell meine Podcastpartnerin Christiane wie ihr wisst.

Stefan

Im Vatikan des.

Jan

Podcastens im Vatikan des Podcasts also.

Stefan

Wer dieser ganzen Blase um Sneakpot Wendeltrepp ins Nichts, KulturpessimistInnen und Spätfilm folgt, der hat da jetzt einige Informationen rausgezogen. Für den Rest ist es verwunderndes Zeug. Oder wenn man das erst in zwei Jahren hört.

Jan

Wer sollte das tun? Ich weiß auch nicht.

Christoph

Unter welchem Stein libt ihr?

Stefan

Genau, also der Jan war ja schon drei bis siebzehn Mal hier. Wenn man mehr von dir hören will, Wendeltrepp ins Nichts oder was empfiehlst du?

Jan

Genau, dann macht man das ganz aktuell bei der Wendeltreppe ins Nichts. Da ist gerade eine fantastische Folge rausgekommen, in der die Person zu Gast ist, die heute fehlt, nämlich der Bob. Und wie der sich geschlagen hat als Staffelgewinner gegen die andere Staffelgewinnerin im Quiz antretend, kann man da, glaube ich, hören.

Stefan

Das ist sehr grandios. Ich möchte danach noch mal intensiver mit dir darüber reden.

Jan

Das war ein großer Spaß.

Stefan

Das war eine grandiose Folge.

Jan

Ich sag mal so, ihr beide hättet es auch ins Finale schaffen können.

Stefan

Ja, ja. Ich hätte nur wieder richtig brauchen müssen. mehr als einen Film können.

Jan

Alles gut, wir hatten in der Staffel mit euch allen großen Spaß, auf jeden Fall.

Christoph

Ja, das stimmt, das war wirklich schön. Der Stefan hat ja eben schon angedeutet, wir machen heute Double Feature und hat natürlich auch die Filme jetzt schon direkt falschrum genannt. Wir fangen nicht mit Civil War an.

Stefan

Stimmt, ja. So stand es hier auf meinem Zettel, deswegen, ich kann da nur vorlesen in der Einleitung, kann ich lesen, sonst nix.

Christoph

Sondern mit Challengers den Tennis-Film und Jan müsste uns mal eine Zusammenfassung liefern, damit wir wissen, über was wir überhaupt reden.

Jan

Oh, das noch, das hatte ich befürchtet dass es mich trifft. Klar, Also Zusammenfassung ist glaube ich gar nicht so leicht gemacht weil man merkt sehr schnell, der Film ist nicht chronologisch erzählt, das ist so vielleicht das, bemerkenswerte Merkmal es geht irgendwie um Tennis und um eine Rivalität, also wir haben eigentlich drei Figuren im, Mittelpunkt Und zwei langere Gefreunde, also zwei Männer, die schon als Jugendliche

befreundet sind und auch gemeinsam aufstrebende Tenniskarrieren angestrebt haben. Und eine Frau, gespielt von Zendaya in der Mitte, die dann ja mal mit dem einen was hat, mal mit dem anderen was hat, den einen dann am Ende heiratet. Und immer eine gute Idee, nicht nur seine Ehefrau wird, sondern auch Mitarbeiterin, Coach und alles, was da noch so dran hängt.

und im Prinzip begleiten wir dieses Beziehungsgeflecht über verschiedene Epochen, Jahrzehnte, gipfelt eben in einem Tennis-Match zwischen den beiden Männern, das ganz besondere Bedeutung hat, dass so das ganze Rahmen doch am Anfang und am Ende werde weniger stattfinden.

Währenddessen springen wir eben immer durch die Epochen, sehen sie mal als 18-Jährige, sehen sie dann mal wieder an verschiedenen Stadien ihrer Beziehung, der eine wie gesagt mit der weiblichen Hauptfigur zusammen und der andere immer auch so ein bisschen weiterhin der Rivale. Wir sehen auch die Entfremdung der beiden Männer und das ist so grob das Geflecht, um das es hier geht, würde ich sagen. Ich weiß nicht, ob ihr noch gewisse Schlaglichter oder Punkte in dieser Entwicklung verfolgen wollt.

Stefan

Also was für mich, nicht Highlight, aber was mir sehr gut gefallen hat, ist, wie sich das Tennis-Match immer parallel zur Story entwickelt hat. Also war natürlich vorhersehbar und ist auch leicht zu machen, aber das war irgendwie so geschmeidig damit reingewebt.

Jan

Das ist schon geil. Dann beginnt eindeutig gerade von der Handlung der dritte Akt des Films und dann beginnt der dritte Satz des Tennismatches oder so.

Stefan

Der eine hat die Oberhand, der andere hat die Oberhand. Es geht hin und her.

Jan

Das ist schon cool gemacht.

Stefan

Ja, das ist wirklich.

Christoph

Ja, ein paar Sachen waren cool gemacht. Und ich muss sagen, die Tennisszenen haben mir tatsächlich mit am besten gefallen. Wo ich mich auch gefragt habe, wie ist das wirklich gemacht? Weil es sah schon ziemlich gut aus, wie sie auch gespielt haben.

Stefan

Echt gut gespielt, auch sie, oder?

Christoph

Hat es zwar schon, ich meine klar, man hat nicht gesehen, wie der Ball dann ins Feld geht, man hat gesehen, wie sie drauf prügelt in Richtung... Kamera. Aber es sah ziemlich gut aus. Und was mir auch sehr gut gefallen hat, war, dass sie ja, und da kann man dann schon drüber streiten, ob einem das gut gefallen hat oder ob es Gewichse ist, dass sie so verschiedene Optiken gemacht haben. Also die haben ja zum Teil dann so Ego-Perspektive der Spieler, dann Ego-Perspektive des Balls.

Stefan

Das war fies, fand ich.

Christoph

Ja klar war das fies, aber es war schon eindrucksvoll und es sah auf dem Tennisplatz, es sah immer gut aus.

Jan

Ich möchte auch sagen, Also eigentlich haben mir zwei Szenen sehr gut gefallen. Und die eine ist auf jeden Fall dieses Tennis-Match, das wir sowohl immer wieder die ganze Zeit sehen, als dann eben auch am Ende so als Eskalation. Und da war einiges los. Da wurde auch kreativ was ausgepackt. Wie gesagt, Piovidus Balz. Manchmal fühlt es sich so an, als würde es bei Mario Tennis irgendwie Bowser zum Superschlag ansetzen. Das sieht man fast übermenschlich aus.

So von den Perspektiven, die da gewählt werden. Ja, es steht wieder hochspringen.

Christoph

Völlig lächerlich.

Jan

Ich habe mir auch erklärt, dass alles, was da passiert, nicht viel mit echtem Tennis zu tun hat, aber ich glaube, es geht ja auch mehr so ums.

Christoph

Aber es sah gut aus.

Jan

Und es sah schon gut aus. Also ich glaube, das war echt, ja, dieses Tennis-Match auch fast so als Tanz, als Action-Szene zu inszenieren, das war schon das Highlight auf jeden Fall. Auch wenn ich zwischendurch nicht so am Ball war, haha, nicht so dabei war, muss ich am Ende sagen, das war schon intens. Also da habe ich auch was gefühlt bei dem Tennis-Match ganz am Ende.

Christoph

Ich meine, was die Sache mit den Strafen angeht, die ich vorhin schon mal angesprochen habe, vielleicht hat sich da in den letzten 20 Jahren was getan, ich weiß es nicht. Ich habe lange kein Tennis geschaut, aber es würde mich wundern, wenn es so viel strenger geworden ist. Das war ja krass. Also wenn dir ein Fluch, rausgefleucht ist, dann wurde man direkt mit Punktverlust bestraft. Ich glaube, das ist immer noch nicht so. Also das war früher nicht so und ich glaube, das ist immer noch nicht so.

Jan

Schwer zu sagen.

Stefan

Immer drauf an, auf welchem Niveau. Weißt du, wenn das so ein Wannabe-Niveau ist, wo alles super streng ist, dann passiert es vielleicht.

Christoph

Aber ja, aber, auf Weltniveau, wenn wir uns überlegen, wie früher rumgeflucht und geschimpft wurde, bei McEnroe und Connors und auch später noch, also, und da wurde dann verwarnt und nochmal verwarnt und dann beim nächsten Mal kriegst du aber einen Punktverlust und das wirklich mal an den Punkt abgezogen wurde, das ist also, quasi nie passiert, hin und wieder mal, aber also es ist es war wirklich die Ultima Ratio und hier ist es ja mir sofort passiert hat sich einer geärgert,

hat Fuck gerufen direkt Punktabzug, naja, war ein bisschen viel finde ich aber war ja kein Sportfilm in erster Linie, war ja schon, Eigentlich eher ein Beziehungsfilm.

Jan

Eher ein Beziehungsfilm. Ich weiß nicht, habt ihr von dem Regisseur schon andere Sachen gesehen? Loco e Garnanino? Dann hat man so ein bisschen gespielt dafür.

Christoph

Ich gucke mir nicht nach dem Regisseur. Was hat er noch gemacht? Ich weiß es nicht.

Jan

Call Me By Your Name ist der bekannte, der Pfirsichfilm.

Christoph

Ach du Scheiße, jetzt hätte ich es geahnt. Ja, okay. Ja, okay, das erklärt für mich einiges.

Jan

Okay, da ist jetzt gerade Queer rausgekommen, heißt er, mit Daniel Craig, glaube ich.

Christoph

Davon habe ich gehört, ja.

Jan

Das Suspiria Remake ist auch von dem. Jetzt bin ich schon am Schwimmen. dieser furchtbare Bigger Splash mit Till das Wind, das ist glaube ich nicht so bekannt. Der war auch von dem I Love, ja. Also es sind oft Filme, ja oft Beziehungsfilme, die manchmal auch so sehr, ich will nicht schon wieder viszeral sagen, aber das ist das, was ich meine glaube.

Christoph

Wie stehst du zu Call Me By Your Name?

Jan

Furchtbar.

Christoph

Ah, angenehm, ich auch.

Jan

Etymologien kann der Mann gut, so ja. Aber an sich ist das, also ich verstehe nicht, warum man diese Geschichte, die da passiert, romantisch findet, ein älterer, unerträglicher Kerl, der die ganze Zeit übergriffig bei so einem Jugendlichen wird. Nur weil dem das irgendwie da auch gefällt, lesen wir da jetzt eine große Romanze rein.

Christoph

Super unangenehm zu gucken. Und der Jugendliche ist auch total rücksichtslos gegen alle, die sich nicht wehren können.

Jan

Also das hat mir gar keinen Spaß gemacht zu gucken.

Christoph

Ja, mir auch überhaupt nicht. Und das geht hier auch in eine ähnliche Richtung. Weil ich finde... Ich weiß nicht, was du meinst. Gut, ich habe ja mal eine toxische Beziehung gehabt, hochgradig toxische Beziehung. Und ich bin da wirklich empfindlich deswegen. Das mag sein, dass da andere weniger empfindlich sind, wenn sie zuschauen. Aber also mir hat das wehgetan, das zu sehen, weil ich sie halt als unerträglich toxisch empfunden habe.

quasi in jeder Beziehung, also ich fand, sie ist so ein richtig toxisches Miststück, das ging schon bei dieser Kennenlernphase, wo sie ja im Endeffekt ähm, was sollte das, ja, wo sie die Jungs irgendwie, äh, ganz seltsam miteinander, gegeneinander, wie auch immer.

Jan

Das ist meine andere Lieblingsszene, über die muss ich gleich noch reden.

Stefan

Echt?

Christoph

Okay. Und auch dann später wie in ihren, ich weiß es gar nicht, war das in ihren Eheproblemen? Ja, ich glaube es war in den Eheproblemen oder, nee, es war glaube ich in den Problemen beim, Ehebruch oder ich weiß nicht, wo sie dann so Sachen macht wie, so er tut genau das, was sie will, aber ihrer Meinung nach halt zum falschen Zeitpunkt.

deswegen wird er mal bespuckt und die Reaktion daraufhin ist dann eine leidenschaftliche Szene mit absolut kitschiger Liebesmusik, wo ich mir denke so, hey Junge, du hast nichts falsch gemacht gerade und sie hat dich bespuckt und du fährst da voll drauf ab, was bist du denn, ja, was ist denn falsch mit dir?

Jan

Ich weiß, was du meinst, aber es gibt einen großen Unterschied zum Beispiel zu Call Me By Your Name weil der Film versucht ja eine Romanze zu sein, irgendwie so, weißt du, und ich glaube bei diesem Filme bei Challengers, steht nie zur Frage, dass die Figuren moralisch integre Akteure sind, sondern wir wissen, die sind irgendwie für den Arsch und auch diese Beziehung sollte man lieber einfach sein lassen, alle drei Richtungen, das weiß man auch.

Und ich glaube, gerade an der Zendaya-Figur, wie heißt sie? Tashi? Ist vielleicht das Spannende, dass der Film ja auch die Geschichte davon erzählt und sie begleitet, wie sie quasi in immer tieferer Abgründe reinsteigt oder so. Das muss man nicht mögen, ich gucke das auch nicht so super gerne an, als diese Art von Geschichte, aber zumindest macht der Film den Fehler, das wirklich als Liebestory, die irgendwie Aussichten hat, zu erzählen.

Christoph

Ja, aber sie bringen dann immer so Liebesmusik, so kitschige. Also genauso auch, was ist, wenn ich verliere? Und dann fragt ihr Mann sie und dann antwortet sie das Toxischste, was man darauf antworten kann. Und daraufhin kommt halt ein schmalziges Liebeslied, wo ich denke, was soll denn das?

Jan

Ja, aber ich würde auch nicht sagen, das ist alles nicht ernst gemeint. Ich glaube, der Film versteht es trotzdem gut, das zu framen, als das ist trotzdem verloren, weil wir dann immer direkt wieder danach montiert sehen, wie es komplett den Bach runtergeht oder so. Und wie auch die Figuren darunter leiden. Also ich glaube, das ist eher hier das Ziel, das zu erzählen. Das musst du nicht mögen.

Ich fand es auch manchmal sehr unangenehm zu schauen, weil ich einfach so dachte, geht doch einfach getrennter Wege, alle drei. Ja, aber ich glaube, der Film hat ein wesentlich besseres Auge dafür, als zum Beispiel Call Me By Your Name.

Christoph

Und die Kennenlernszene mochtest du? Die war doch auch so extrem manipulativ von ihr.

Jan

Ja, aber geil. Pass auf. Also wir reden von dieser Szene. Also ich glaube, wir reden beide von derselben, wo sie, da sind sie irgendwie 18 oder so. Aber ich glaube im Trailer auch. Genau, sie ist im Hotelzimmer mit den beiden Jungs oder so. Und die beiden wetteifern da schon so ein bisschen, wer kriegt ihre Nummer, wer kriegt sie ins Bett, weiß nicht.

und sie eben, und das finde ich das Geile an der Szene, sie dominiert so diese Szene und kriegt es eben hin, total mit den beiden zu spielen und spielt auch so ein bisschen gegeneinander auf und hat sie wirklich so an der Angel, dass die beiden wirklich machen, was sie will und am Ende irgendwie entwickelt sich ja sogar eine Spannung zwischen den beiden und die beiden sind dann da am Küssen und Rum machen so und sie ist so wie so die Dirigentin der ganzen Szene Genau.

Christoph

Auf Törer initiiert sind Total.

Jan

Und das finde ich geil, weil das war so okay, ich dachte, das ist diese Art von Figur, die irgendwie so also schon fies ist, aber so voll die Herren über das alles. Das ist schon eine Erzählung.

Christoph

Aber die Szene endet doch total fies.

Jan

Ja, das stimmt.

Christoph

Was soll denn das? Okay, wenn dann eine Sexszene gekommen wäre, hätte ich einen gesehen. Aber die Szene endet ja wirklich absurd gemein.

Jan

Eigentlich, also was ich an der Szene eigentlich so mag, ist, dass sie auch die Spannung zwischen den beiden Jungs irgendwie rausbringt, von der ich dann also ein bisschen mehr einfach gehofft hatte zu sehen, weil das war für mich eigentlich das Interessante an dem Film.

Christoph

Dachte ich eigentlich, dass das noch, genau, dachte ich auch total.

Jan

Und das ist auch oft eine Diskussion, so jeder redet davon, vielleicht war ich deswegen auch auf falsche Sachen vorbereitet, aber am Ende kommt das ja kaum vor, also es gibt, selbst da in der Sauna, selbst als ich nochmal in die Arme fallen am Ende, so richtig Spannung gibt es da außer mal im Sub-Sub-Sub-Text gibt es eigentlich nicht, das finde ich schade, weil ich dachte, okay.

Stefan

Das muss man schon sehen wollen, oder?

Jan

Ja, also ich dachte auch, das wäre eine Erzählung, die so ein bisschen dann dieses, also wirklich mal ein Beziehungsdreieck erzählt, also ein Beziehungsdreieck ist es ja wirklich nur, wenn die beiden Männer auch bumsen, das ist jetzt, also Also anders als bei Bridget Jones oder so. Und ich dachte, das könnte sowas werden, weil die Spannung irgendwie da war.

Christoph

Was ist mit Bridget Jones? Was hat das damit zu tun?

Jan

Na, das sagen doch immer alle, sei so das berühmteste Liebesdreieck, aber es ist einfach kein Dreieck, weil die beiden Männer nichts miteinander haben.

Christoph

Ach so, ja.

Jan

Ein Winkel. Genau, das ist ein Liebeswinkel.

Stefan

Ein Liebeswinkel.

Jan

Eine Liebesecke.

Christoph

Das klingt jetzt wie so ein altmodischer Begriff. So ein Winkel, wo zwei stehen, die sich küssen. Ein Liebeswinkel.

Jan

Ich dachte, hier kriegen wir vielleicht mal das Gegenstück präsentiert, ein echtes Dreieck.

Christoph

Dachte ich auch, ja.

Jan

Das ist ja eine Erzählung, die wir immer wieder in der echten Welt sehen, der ich auch meine eigene Biografie wiederfinde von, ja, irgendwie ist auch ein Knistern da für den männlichen besten Freund, aber man besteht sich nicht ein, weil das kommt ja nicht in Frage. Man ist ja ein maskuliner Mann oder so. Das ist ja eine Erzählung, die gibt es gerade auch in dem Klientel, in der Zeit, in der es ist. Also ich habe komplett damit gerechnet, dass es in die Richtung geht. Ja, ich auch.

Christoph

Ich dachte, das wäre so. Man kennt diese Szene aus dem Trailer und denkt sich, ah, okay, das ist dieser Film und ich hatte auch, also ja, war völlig auf dem Fall der Dampfer, was das angeht.

Jan

Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Christoph

Ja, ich auch. Weniger Toxizität, aber dann mehr davon.

Jan

Ja, es lässt sich auch kombinieren lassen.

Stefan

Ja, wurde mir auch fast so verkauft.

Christoph

Ja, finde ich schon.

Stefan

Es baut sich die ganze Zeit so auf. Ja, okay, und jetzt?

Christoph

Genau, die toxische Tante braucht ihr doch nicht.

Jan

Also so, das finde ich jetzt auch fiel sozusagen. Sie bleibt für mich immer noch die spannendste Figur am Ende in dieser Version des Films. Auch wenn ich natürlich nicht mit dem übereinstimme, was sie macht. Aber ich glaube, genau darum geht's auch sich, das Ding ist auch verkehrt, an der Figur zu reiben. Ihr wisst, was ich meine.

Christoph

Ja, ich hab mich zu sehr an der gerieben. Was ich sehr lustig fand, war, dass der Sohn, glaube ich, was, Sohn oder Sochter? Sohn, glaube ich, gell? Reinkommt und sagt, er hätte Spider-Verse gesehen.

Jan

Ja, geil.

Christoph

Fand ich sehr spannend. Ja, Easter Egg halt. Nee, aber insgesamt nicht mein Film. Kann ich nicht sagen.

Jan

Tja, sind wir da schon bei der Bewertung. Meiner war es nämlich auch nicht so richtig. Vielleicht der am wenigsten Schlimme von dem Regisseur.

Christoph

Ja, hat mich sehr getriggert. Hat mich vielleicht ein bisschen weniger geärgert als Call Me By Your Name, weil er eben, ja, du hast recht, Call Me By Your Name ist ärgerlich, dass er so als Liebesfilm verstanden wird.

Jan

Ja, und das ist hier nicht der Fall, sondern da geht es um Manipulationen, da geht es offiziell um toxische Beziehungen. Das weiß der Film auch, ja.

Christoph

Insofern besser, ja. Aber das macht mir gar keinen Spaß, weil das triggert mich halt.

Jan

Ja, also verstehe ich und ich glaube, zum Spaß machen ist der ohnehin nicht in erster Linie gedacht.

Christoph

Ah, was mich auch noch sehr genervt hat, war dieser stampfende Musikteppich, der häufig drunter war. Auch so ein bisschen zu laut und immer ein bisschen zu Techno und ja, also überhaupt die Musik Musikentscheidung habe ich Trent Dressner.

Stefan

Gell?

Christoph

Ja, mag sein. hab's nicht verstanden. Also so weder dieses Techno noch die Liebesmusik. Also das war ganz seltsam. Wollen wir schon zu Punkten kommen? Kannst du auch noch was sagen, Stefan?

Stefan

Nö, also mir hat er, glaube ich, deutlich mehr Spaß gemacht als euch. Ich werd natürlich auch nicht so hart getriggert von diesem, von dem toxischen, also mich nervt sie dann, aber es ist halt so, ja, mein Gott, bist du halt so.

deswegen ich hab mehr die Schauwerte genossen, hab mich manchmal ein bisschen gejagert, dass manche Einstellungen zu, draufschauend gierig draufschauend auf sie oder auch die, Männer waren, das fand ich irgendwie unangenehm also ich hatte so manchmal das Gefühl, dass die Kamera so, voyeuristisch war ja, so, oh, guckt euch da an geile Einstellung oder geiler Hintern oder guckt euch an, wie der oben oben rumläuft oder geil oder jetzt habe ich ihn nackt von hinten und wow.

Jan

Siehst du, da Leute alles darauf finden, dass es so ein sexy Film sein sollte.

Stefan

Genau, so. Ja, dann macht halt auch was draus. Aber so ist es halt so, wir erzählen irgendwie so eine Komödie oder nicht eine Komödie, wir erzählen so einen Liebesfilm, der toxisch ist, aber eigentlich wollen wir irgendwie, mehr zeigen und mehr was anderes machen, aber da haben wir uns nicht getraut oder sowas.

Christoph

Ich habe auch gemerkt, dass ich ähm, Wahrscheinlich mittlerweile viel zu alt bin und überhaupt nicht mehr dieses Schönheitsideal, ich gar nicht mehr verstehe. Und zwar musste ich an, ich glaube, war das eine Herzrunde bei euch?

Jan

Ja.

Christoph

Wo es um rattenartige Schauspieler ging?

Jan

Ah, genau.

Christoph

Oder war das bei Daniel?

Jan

Sexy Rodent Man ist ja irgendwie der neue Hype.

Christoph

Und das ist der Hype und damals habe ich so da ein paar gegoogelt und habe das so halb verstanden und als ich diesen Film jetzt gesehen habe, musste ich daran wieder denken, ich habe beide Männer.

Jan

Beide.

Christoph

Beide Männer und die Frau auch, also alle drei im Endeffekt, aber vor allem die Männer eben, dachte ich, ah okay, das ist dieses Schönheitsideal, weil ich habe nämlich eigentlich so bei beiden erst so im ersten Moment gedacht so, äh, was, warum wurden die jetzt besetzt, weil die sehen ja nicht nach Tennisspieler aus.

Jan

Weißt du, was du meinst, das wandelt sich irgendwie, ich bin da auch nicht so dabei.

Christoph

Aber und es wandelt sich und ich verstehe es nicht ganz oder beziehungsweise ich merke, dass es mich nicht anspricht, Aber das war wirklich so ein Beispiel, genau, so richtig Rodent, ja.

Jan

Also gerade der eine, Joshua Connor, den habe ich vor kurzem erst gesehen in...

Christoph

Welcher ist der? Der Dunkle oder der?

Jan

Lackimera, der dunkle Haare.

Christoph

Für mich ist das Prince Charles aus The Crown.

Stefan

Der hat so hart auf den Ohren, das ist fürchterlich.

Jan

In Lackimera habe ich den gesehen kurz. Da geht es auch darum, dass alles irgendwie so ein bisschen sexy sein soll. Und eher so halt diese Art von Figuren.

Christoph

Erstaunlich, gell? Vor 20 Jahren, wenn man uns den vorgestellt hat, hätte man sich gefragt, Warum wird der als sexy besetzt? Das ist nicht zu verstehen.

Jan

Andererseits konnte ich auch das Schöne vor 20 Jahren nicht unbedingt besser verstehen. Ich finde es spannend zu sehen, wie es sich wandelt.

Christoph

Total, ja. Keine Ahnung, wer vor 20 Jahren das Schöne als Ideal war.

Jan

Das war vor 20 Jahren.

Christoph

Marky Mark. Nee, ich glaube nicht. Keine Ahnung. Ja, schon noch Body gebildeter wahrscheinlich.

Jan

Moment, 2005 ist doch safe. Da sind wir hier, Brad Pitt, George Clooney. Brad Pitt in Fight Club ist, glaube ich, die Epoche. So sehnig durchtrainiert.

Christoph

Ist das nicht früher?

Jan

Das ist 1999, glaube ich. Aber ich glaube, das ist immer noch die Zeit, wo wir uns, oberkörperfreie Brad Pits gewünscht haben und so George Clooney verkauft Kaffee in der Fernsehwerbung und alle finden ihn so elegant. Ich glaube, das ist die Epoche.

Stefan

Und wie hieß dieser Tänzer? Da war doch auch der bestimmte dieser Ausziehfilm Magic Mike.

Christoph

Ja, das war ein bisschen später, aber du hast recht.

Jan

Oh, ja.

Christoph

Ja, die sagen noch ganz andere.

Jan

Ich glaube, das ist die letzte Zeit, bevor es so ganz krass losgeht mit dem komplett aufgepumpten Superhelden. Weißt du, was ich meine?

Christoph

Ja.

Jan

Es gibt diese Vergleichsbilder, wo irgendwie Hugh Jackman oben ohne 2002 und Hugh Jackman oben ohne 2020.

Christoph

Ja, das ist absurd, ja.

Jan

Ja, total, total.

Christoph

Naja, gut. Lass uns mal Punkte dran machen.

Jan

Wir fangen doch direkt mal an.

Christoph

Ah, ja, ist halt, hm. Ich sehe, was er tun will, aber ich bin mit vielem nicht einverstanden. Und nicht nur, weil es mich triggert, sondern ich finde auch, dass es seltsam komponiert. Und wie gesagt, mit der Musik, das war seltsam. Ah, ich weiß nicht, mich kriegt er nicht. Er ist nicht super schlecht und der zeigt toxische Beziehungen, das zeigt er und das zeigt er auch richtig und das ist toxisch, was der zeigt. Trotzdem, für mich ist das nix. Ich gebe viereinhalb.

Stefan

Ich hatte wesentlich mehr Spaß. Ich gebe sieben Punkte.

Jan

Ich glaube, ich liege leicht über Christoph. Ich fand ihn die meiste Zeit eigentlich ziemlich langweilig, weil auch dieses ganze Tennis überhaupt nicht meine Welt ist oder so. Diese Beziehungen haben mich auch gar nicht interessiert. Es gibt ein paar Pluspunkte am Ende wirklich für dieses Tennis-Match, das schon sehr geil war. Also das konnte schon was. Ich bin jetzt ja, ich sag mal, schlimm war es nicht, aber ich würde es mir auch nicht nochmal angucken. War okay, 5.

Christoph

Nee, würde ich mir auch auf keinen Fall nochmal angucken. Also schon allein, dass ich da von Amazon da irgendwie dann drei Minuten Werbung schauen muss, das würde mich abschrecken, den nochmal zu schauen, weil das ist es mir schon nicht wert.

Jan

Also ja, Fazit, ich hätte mir einfach wesentlich sexier gewünscht.

Stefan

Ja.

Jan

Oder auch vorgestellt.

Christoph

Ich auch. Ja, dann kommen wir jetzt zur Droge der Wahl. Ja, oder?

Stefan

Kommen wir zur Droge der Wahl, ja.

Jan

Droge der Wahl dazwischen, das ist ja herrlich. Okay.

Stefan

Ja, sonst kommen wir ja nie zum Saufen.

Christoph

Das ist genau. Jan, wir hoffen auf dich, dass du was Passendes hast, weil wir haben nichts.

Jan

Ja, ich habe lange gebangt. Ich habe lange gebangt, weil in den meisten Teil des Films gab es nur stilles Wasser aus Weingläsern oder es gab grüne Smoothies. Aber dann gab es ja eine Szene, die wir noch gar nicht besprochen haben. Vielleicht noch eine Lieblingsszene von mir, weil meine Identifikationsfigur in Challengers war eigentlich dieses Awkward Date, auf dem der einen irgendwann ist mit diesem Gegenüber. Diese Frau, die sich so gar nicht für den ganzen Tennisscheiß interessiert.

Und da trinken sie Bier und Weißwein. Und deswegen habe ich jetzt mal einen Weißwein hier. Auch nicht super kreativ, aber der Silvana von GWF ist immer ein guter Standard hier in Franken. Kann man trinken.

Stefan

Du hast jetzt nicht das Komplettprogramm wie Daniel letzte Woche gemacht, einfach alles.

Jan

Den Smoothie und ein Bier noch.

Stefan

Ja und vom zweiten Film auch noch alles.

Jan

Da haben sie auch nur, ich glaube, da haben sie nur einmal Leitungswasser getrunken, sonst habe ich nichts gesehen.

Stefan

Selbst gebrannt, oder? So Wodka.

Christoph

Die haben Wodka getrunken. Stollig, neuer oder wie heißt es?

Jan

Haben die denn Wodka getrunken?

Christoph

Immer. In diesem Flüchtlingslager.

Jan

Oh stimmt, da hat die schon abgeschaltet geistig.

Christoph

Und auch am Anfang in dem Hotel.

Jan

Hätte ich das gewusst, da hätte ich noch einen Wodka nehmen können.

Christoph

Ja, ich hatte aber keine Lust, Wodka schon wieder zu trinken, weil ich hatte, ich glaube, die letzte Folge, wo ich hier war, war ja The Goge. Und da haben sie ja auch Wodka getrunken. Da habe ich auch Wodka wirklich keine Lust. Und deswegen mache ich halt das, was wir immer machen, als die Standard-Ausrede, wenn es halt so typisch amerikanisches Setting ist, dann trinken wir halt Bourbon. Und das mache ich jetzt auch, weil ich habe keine Lust.

Jan

Wodka zu trinken.

Christoph

Ich trinke Bourbon. und zwar Buffalo Trace.

Stefan

Ah ja. Ich habe mir gedacht, so Mensch, der Film fängt in Manhattan an. Also ich rede jetzt über den zweiten Civil War. Da könntest du eigentlich mal wieder nach langer Zeit Manhattan machen. Und dann bin ich runtergegangen, habe mir Rye rausgesucht. Bin dann rübergegangen, wollte schon alles vorbereiten. Guck in meinen Gefrierschrank. Ja, der war abgetaut gewesen. Und ich habe nicht wieder neue Eiswürfel gemacht.

Das heißt, ich habe leider kein Eis für Manhattan Star und trinke jetzt, bin dann wieder zurückgegangen und habe mir eine Flasche genommen, die ich leer trinken kann und trinke deswegen jetzt Jim Beam Rye. Ja, noch 5 bis 8 CL vielleicht.

Christoph

Wow, okay.

Stefan

So was, die ich jetzt austrinken darf. Aus einem Mr. Martini Shotglas.

Christoph

Ich habe zwischendrin jetzt, wenn du erzählt hast, gesagt, okay, wann schreibe ich hin? Und dann habe ich gesagt, nee, ich warte, weil am Ende sagt er wieder Negroni.

Jan

Das ist, wenn man ein paar Folgen Sneakpot gehört hat, ist es auch von, also es ist ein wiederkehrendes Motiv. Muss ich auch mal sagen.

Stefan

Negroni, oder?

Jan

Ja.

Christoph

Dass du immer ewig lang erzählst und dann am Ende sagst, ja, und dann habe ich alles wieder weggestellt und Negroni gemacht. Ja.

Stefan

Ich hatte ja nicht mal Eiswürfel.

Christoph

Also Ja, das stimmt, da war ich schon relativ sicher, dass du keine Grony machst Ja.

Stefan

Ich hatte schon den Wermut hier runtergetragen, es war 80 Ich habe sogar aus der Garage heute die Aromatic Bitters geholt Also es wäre ein richtig schöner Meir hätten geworden, aber ohne Eis halt blöd So, der Christoph hat uns noch einen Film mitgebracht, Civil War Erzähl mal Erzähl mal Alex Garland-Verfilmung.

Christoph

Oder ich glaube, er ist Regisseur, gell?

Jan

Schreibt er nicht immer auch selbst oder oft? Ich glaube, er schreibt auch oft selbst.

Christoph

Ja, genau.

Jan

Crew, ja, von ihm auch geschrieben.

Christoph

Ja. Ein Film, der jetzt so wie Challengers auch bald ein Jahr alt wird, aber gerade noch in der Regel, also ist noch unter einem Jahr alt. Ich glaube, er wurde sogar hier schon mal ein bisschen anbesprochen. Irgendein Gast hat mal davon berichtet. Ja, die Story ist die, in Amerika, also in den USA, ist ein Sezessionskrieg ausgebrochen. Es hat sich primär jetzt erstmal Kalifornien und Texas zusammengetan. Und...

Stefan

Das ist schon absurd.

Christoph

Aber es sind auch ein paar andere Staaten, Florida und irgendwas, im Nordwesten, glaube ich auch, hat sich auch abgespeichert, wenn ich das richtig verstanden habe, aber egal. Und die sind jetzt dabei, den Präsidenten zu stürzen und eben die USA zu erobern. Und wenn ich das richtig verstanden habe, der Grund war der, dass der Präsident eine dritte Amtszeit sich genehmigt hat und eben auch so orthokratische Züge und sowas,

Wir kennen das. Und wir begleiten hier Kriegsjournalisten, zwei Fotografinnen und einen Reporter und der andere ist glaube ich auch Reporter, der Alte.

Stefan

Ich glaube nicht.

Christoph

Und die sind auf dem Weg nach Washington, um das letzte Interview mit dem Präsidenten zu machen, also um mit ihm noch ein Interview zu machen, bevor er gestürzt wird. und ziehen halt so durch die USA und durch die gerade halt im Krieg versinkt, im Bürgerkrieg versinkt und ja, dann kommen so ein paar Positionen oder Standorte, wo sie Verschiedenes erleben. Ja, hauptsächlich Gräuel. Kampf und Gräuel. Ja, Jan, du bist ja großer Alex Garland-Fan, bekannt dafür.

Jan

Ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat, aber es war schon so, ja, ich muss aufpassen, mich hier noch häufiger einzuladen, weil am Ende könnte man die Meinung haben, ich mag gar keine Filme. Weil da hast du auch wieder einen ausgesucht, also, also.

Christoph

Ja, warum? Weil, also ich gebe schon mal vorweg, ich fand den nicht so übel und ich finde den auch irgendwie relevant und ich möchte jetzt gerne mich an die reiben. Was ist so schlimm an diesem Film?

Jan

Ich weiß nicht, ich muss jetzt auch nicht schlimmer machen, als es ist. Aber ich habe natürlich mein Problem mit dem Film. Und ich glaube, das erste ist, der wäre so gern relevant. Aber eigentlich hat er nicht nur nichts zu erzählen, sondern hätte eigentlich viel zu erzählen, aber nutzt die Verantwortung gar nicht. Und das ist so mein Problem. Ich glaube, vor 20 Jahren hätte ich den ganz anders gesehen. Aber das Klima, in dem der heute rauskommt, da hat der für mich einfach nichts, um zu suchen.

Also ich für mich versuche, der Film so eine komische Neutralität zu bewahren. Weißt du, was ich meine? alleine, dass du gerade bei der Zusammenfassung zwei, dreimal sagen musstest, wenn ich es richtig verstanden habe. Das ist das Thema des Films der Bürgerkrieg. Aber ich auch wusste bis Ende nicht, wer da eigentlich mit wem verfeindet ist und warum. Es wird nicht mal gezeigt, wer da jetzt irgendwie Faschist ist,

wer da jetzt irgendwie scheiße ist, was da gelaufen ist. Es interessiert den Film gar nicht. Weißt du, ob da jetzt die eine Sklaverei wieder einführen wollen oder nicht? Interessiert gar keine Sau. Es wird von diesem politischen Film der Bürgerkrieg in den USA thematisiert und einen zwielichtigen Präsidenten, der scheiße baut und der umgewacht werden soll. Der Film zeigt nichts über Politik. Der hat nichts von Politik am Hut. Und das ist, glaube ich, mein Hauptproblem.

Der ist so desinteressiert in seinem eigenen Thema. Und am Ende fährt man da nur durch. Hier ist noch ein bisschen Gewalt. Da ist noch ein bisschen Gewalt. Und auch diese, also das macht ein zweites Fass auf. Diese JournalistInnen, diese Gruppe, die wir so durchbegleiten, tun ja so, als wäre es ihre Aufgabe, ein neutraler Beobachter zu sein. Auch die tun ja gar nichts für irgendeine Einordnung von dem, was da passt.

Christoph

Das ist ein guter Punkt. Das letzte, was ich heute aufgeschrieben habe, ich habe heute noch mal zum zweiten Mal geschaut. Da habe ich geschrieben, Beweggründe? Weil die verschiedenen Akteure in dem Film sehr unterschiedliche Beweggründe haben. Die Lee, also die von Kirsten Dunst gespielt wird, der nehme ich sogar noch am meisten ab, dass sie diesen Beruf hat, weil sie irgendwie,

denkt, dass sie damit irgendwas bewirken kann. Also, dass sie irgendwie, weil das sagt sie ja auch irgendwann mal, sie hätte, wäre um die ganze Welt gefahren, hätte überall diese Kriegs-Kroll fotografiert, ja, und so ungefähr, um davor zu warnen in der Heimat, ja, und sieh, was es gebracht hat, ja, also, sie weiß eigentlich, dass das, ja, dass sie versagt hat.

Bei der Figur, die von Pablo Escobar gespielt wird, ich weiß nicht, wie der heißt, der, bei der, dem ist ja der reine Thrill, Dem sieht man es ja mehrfach an. Er sagt es ja sogar, dass es ihn einfach geil macht. Der ist da ja einfach nur drin und die Nachwuchsfotografin ja...

Stefan

So, da sind wir wieder. Wir hatten eine kurze Unterbrechung. Meine Katze ist leider auf den Ausknopf gestanden und hat dann einfach mal diese komplette Sendung beendet. Wir hoffen, dass ihr alle bis hierhin schon was hören konntet. Aber Jan, du hast ja, glaube ich, alles aufgenommen.

Jan

Ich habe ein Backup, ja.

Christoph

Ich dachte schon, es ist Iron Man 2. Wie damals, wo wir in der Folge bei Iron Man aufgenommen haben, drei Stunden gemerkt haben, dass das Band nicht läuft. Und einfach alles nochmal aufgenommen, auch mit dem Scherz.

Stefan

Gleiche Witze.

Christoph

War erstaunlich gut.

Stefan

Da müsstest du doch schon vorbei sein, oder?

Jan

Längst, längst. Ich bin schon bald 2020. Bald geht die Pandemie los in meinem Sneakpot-Listening-Marathon.

Christoph

Ja, ich wollte noch was zu den Beweggründen der Soldaten sagen.

Jan

Wir kommen wieder rein, ja.

Christoph

Genau, denn das habe ich nicht so ganz verstanden, beziehungsweise da hätte ich tatsächlich, hätte ich es gut gefunden, wenn der Film doch ein bisschen mehr erzählt zu, wie ist das alles entstanden und so weiter, denn man mag mich da korrigieren, aber ich kann mir das irgendwie sehr schwer vorstellen, ähm, dass die organisierteste und beste Armee oder Militärapparat der Welt einfach so teilbar ist und dann gegeneinander kämpft und wer befiehlt das?

Also sagt da irgendwie der Gouverneur von Texas oder von Kalifornien oder die beiden zusammen, so wir sagen uns jetzt los von den USA, weil der Präsident ein faschistisches Schwein ist.

deswegen liebe Armeeangehörige die ihr bei uns stationiert seid ihr gehört jetzt nicht mehr zur amerikanischen Armee sondern ihr kämpft jetzt gegen die amerikanische Armee, go for it und dann sagen die Soldaten ah ok bisher waren wir dem Präsidenten unterstellt und dem Verteidigungsministerium aber jetzt sind wir dem Gouverneur ok dann kämpfen wir gegen Washington das fand ich irgendwie nicht so richtig plausibel vor.

Stefan

Allen Dingen wenn du dann Leute hast die vielleicht aus Washington kommen und dann quasi wirklich gegen ihre Nachbarn kämpfen, weil sie jetzt gerade in Kalifornien stationiert sind.

Christoph

Das war so ein bisschen, ja, habe ich nicht so ganz...

Stefan

Ja, mich hat das noch auf einer ganz anderen Seite geärgert. Da ist diese hochqualifizierte Armee, von der du gerade gesprochen hast. Ich habe das eher so verstanden, dass das halt irgend so ein paar sag ich mal, Bauerntölpel, die jetzt gerade auch unter Waffen gekommen sind, also dieser mit der roten Brille, der ist ja schon wirkt jetzt nicht.

Christoph

Ja gut, Tessie Plemings ist halt immer, wenn der auftritt, weiß man, okay, er ist der Böse.

Stefan

Ja, aber er wirkte halt nicht wie ein Soldat, sondern wie einer, der sich eine Waffe genommen hat und jetzt genießt, dass Krieg ist und er einfach alle erschießen kann, auf die er gerade Bock hat.

Christoph

Aber wir haben auch gar nicht erfahren, auf welcher Seite der gehört, oder? Ja, es gab ja auch F-35 haben wir ja gesehen.

Jan

Ja, genau, die haben ja irgendwie alles. Also irgendwie wird das auch erzählt.

Christoph

Ja, die haben alles. Ja. Also genau, es muss eine Abspaltung von der Armee sein. Es war eben nicht nur, wir nehmen die Mistgabel in die Hand und ziehen nach Washington, Die waren ja richtig krass ausgerüstet, auch wie viele krasse Hubschrauber die haben.

Jan

Und das ist genau das, was ich vorhin meine. Du weißt nicht, wie der Konflikt aussieht, wie er passiert. Es interessiert auch keiner. Am Ende ist es völlig egal, in welcher Armee Jesse Plemons jetzt ist. Genau.

Christoph

Ja, diese Jesse Plemons-Geschichte hat mich auch ein bisschen gestört, weil es war halt nur, okay, wir wollen zeigen, dass das alles komplett verroht ist. Dass halt möglicherweise von allen Seiten, oder wir wissen gar nicht so genau, wer welche Seite ist, Kriegsverbrechen begangen werden. Das wurde uns ja auch vorher in der Szene gezeigt, wo diese Kriegsgefangenen erschossen werden. Das, ja, das fand ich auch so ein bisschen... Auch bei den Scharfschützen.

Stefan

Auch bei den Scharfschützen ist es komplett egal.

Christoph

Ja, stimmt. Das sagen sie ja auch. Ist ja auch genau das. Wer ist das da drin? Ja, ist einer, der auf uns schießt. Ja, aber Bis zum nächsten Mal. Vielleicht, oder wahrscheinlich ist es ja auch das, was der Film ja gerade zeigen will, dass halt dieses Land möglicherweise tatsächlich so unterschwellig komplett verroht ist und dass wenn halt dann das Fass zum Überlaufen bzw.

der Topf zum Überkochen gebracht wird, wie das ja hier irgendwie passiert ist, wie auch immer, dass dann halt, ja, dass das wilde übereinander herfallen losgeht ja.

Jan

Dann mach das doch, es gibt ja Filme, die erzählen das, selbst dieser, wie heißt dieser mit Viggo Mortensen und seinem Sohn wo da irgendwie so ein bisschen Postapkalypse ist, selbst diese Filme machen das besser, hier ist halt einfach die.

Christoph

Straße oder irgendwas.

Jan

Ja, weißt du, wir haben also wir können ja gerade live aus unserem Fenster beobachten, wir haben gerade den Aufstieg des Faschismus in den USA und also man könnte sogar einfach viel.

Christoph

Krasser als das.

Jan

Was hier erzählt wird Man könnte es sogar einfach von der Realität abfreiben und hier ist einfach nichts davon zu sehen. Sogar die JournalistInnen sich dann noch als privilegierte Leute da hinsetzen und sagen, ja, ich überlege mir, welche Seite ich da aussuche und wo ich jetzt bin.

Christoph

Ja, aber was ich dem Film da noch zugutehalten möchte ist, der Film ist nun mal nicht von heute, sondern von vor einem Jahr und vor einem Jahr hatten wir diesen Aufstieg des Faschismus noch nicht in dieser Form.

Jan

Ja, aber es gab schon einen Aufstieg des Faschismus und es gab auch schon eine erste Amtszeit von Trump.

Christoph

Ja, aber das ist ja nicht zu vergleichen. Also das ist ja wirklich, wirklich nicht zu vergleichen.

Jan

Ja.

Christoph

Wir haben ja vor einem Jahr... War das eben noch so, dass man das so erzählen konnte, auch wenn es lazy ist, dass man sagen könnte, okay, wenn der Präsident so faschistisch ist, dass er sich selbst zum dritten Mal, also eine dritte Amtszeit gönnt, dann bricht hier alles zusammen und dann bricht der Bürgerkrieg los. Und wir müssen nicht genauer erklären, wie der losbricht, weil das ist ja dann klar, dass der losbricht.

Mittlerweile haben wir festgestellt, ja, es ist viel Schlimmeres in den letzten 100 Tagen schon passiert und die dritte Amtszeit sagt er ja auch, dass er die machen will.

Das ist jetzt eine Kleinigkeit, ja. Das juckt keinen, weil alles andere, angefangen von Konzentrationslagern über, ich rufe mich zum König aus, ich annektiere beide Nachbarländer, ich annektiere Teile eines Landes, mit denen ich verbündet bin, ja, ist alles, das ist so far out von dem, was dieser Film sich überhaupt nur vorstellen kann.

Jan

Das ist das Problem, weil ich finde, er hätte es sich vorstellen können. Wir wussten vielleicht auch nicht, was im Einzelnen passiert, aber wir haben uns auch, wir haben, weißt du, ich höre gerade den Sneakpot von 2016 oder so, wenn Trump zum ersten Mal ihn macht, könnt ihr euch diese Sachen vorstellen. Ihr redet darüber. Ja, ihr redet darüber, wie das jetzt Nazi-Bewegungen gibt und wie Leute irgendwie den Hitlergruß vor der US-Flagge zeigen oder so.

Ihr könnt euch das 2016 schon alles sehr gut vorstellen, was dieser Film 2024 nicht kann. Und ich finde, diese Verantwortung vergibt der einfach komplett. Und ich finde es absolut fahrlässig zu sagen, ich beziehe nicht mal eine Stellung im Faschismus, ich zeige den nicht mal. Also vielleicht erwarte ich auch zu viel von einem Film, aber ich glaube eigentlich nicht, das ist eigentlich das Bär Minimum.

Stefan

Er bezieht sich halt auf die, oder gibt sich auf die gleiche Position wie die Journalistin. Ich zeige nur das, was ich sehe, Punkt. Ich beziehe keine Seite, ich zeige nur, was hier passiert und andere müssen das dann entscheiden.

Jan

Genau, ohne auch ein Auge dafür zu haben, dass das ein Privileg ist, das zu können. Weißt du, was ich meine? Es gibt ganze Bevölkerungsgruppen in den USA, die können sich gerade in dem Konflikt der... herrscht, nicht leisten, eine Seite zu beziehen, weil sie auf der einen Seite halt Verfolgte sind.

Und dafür hat auch der Film kein Auge, weil egal, wer die Verfolgten sind, lass es in Deutschland gerade Migranten, Ausländer, was auch immer sein, weißt du, es gibt diese Art von Aufstieg des Faschismus bedient sich ja so einer Rhetorik und hat immer Verfolgte, hat immer Dämonisierung von Bevölkerungsgruppen, das gibt es immer. Und dazu bezieht der Film hier überhaupt keine Stellung. Also weder zu einem realen noch einem fiktiven Szenario, wisst ihr was ich meine?

Christoph

Ja und er ist dann auch auf eine gewisse Weise zu utopisch, eben in dem Gedanken, ja okay, wenn der Faschismus eben aufsteigt, dadurch dass ein Präsident eben faschistische Züge hat, dann tun sich die zwei stärksten Staaten zusammen und überziehen das Land mit Krieg und lösen das Problem innerhalb kürzester Zeit.

Ja und zwar in so einer Weise, dass es da noch Staaten, erzählen ja beide weiblichen Protagonistinnen davon von ihren Eltern und sie kommen ja auch durch so einen Ort, wo der praktisch unbeeindruckt vom Krieg ist, wo quasi kein Krieg ist. Und wir erleben jetzt, wir haben noch keinen Krieg und wir erleben jetzt, wie Menschen in Amerika eben schon nicht mehr so leben können, so es einfach ignorieren.

Du kannst eben sowas nicht ignorieren und du kannst auch diesen Faschismus und diesen Abbau von Sozialsystemen, wie es momentan passiert, oder auch dieses Zerstören der Wirtschaft, was Trump und Musk ja machen, das kannst du nicht einfach ignorieren. Du lebst da drin und du verreckst da drin. Und momentan verrecken Leute dort. Obwohl noch nicht mal Krieg ist.

Jan

Ja voll. Das ist diese Kurzsichtigkeit, die ich dem Film ein bisschen vorwerfe.

Christoph

Genau. Das ist das, wo ich dann bei dir bin. Er ist da eigentlich zu utopisch. Er malt so ein Bild von, ja okay, wir schauen hier zu, wie ein Problem zwar auf harte Weise, aber gelöst wird. Ja, weil das Problem ist entstanden und es wird sofort gelöst. Das ist leider nicht so. Also wir werden da noch den Weg nach unten verfolgen mit, also bevor der Bürgerkrieg kommt. Ich gehe davon aus, dass tatsächlich irgendeine Art von Bürgerkrieg kommen wird.

Jan

Ja, zumindest irgendeine Art von bewaffneten Konflikt ist nicht mehr ausgeschlossen.

Christoph

Genau, und das wird aber nicht so clean ablaufen wie hier, dass du eine klare Seite hast, die dann zwar auch Kriegsverbrechen begehen, aber eigentlich haben wir eine klare Sache von, wir haben Befreier und wir haben die Faschisten und die müssen vernichtet werden und die werden vernichtet. Da macht er sich schon ein bisschen einfach. Ja. Ah, ja. Jetzt habe ich mich sehr in Rage geredet, obwohl ich den Film eigentlich nicht so schlecht finde.

Jan

Du wolltest doch herkommen, um mich daran zu reiben.

Stefan

Du wolltest ihn doch genau gut finden.

Christoph

Ja.

Stefan

Für mich war das einfach nur eine Aneinanderreihung von Action-Szenen, die mal gory und mal spannend sein sollen.

Jan

Ich glaube, viel ist auch jetzt...

Stefan

Dieses komplette Weglassen von, wie ihr jetzt schon gesagt habt, dieses komplette Weglassen von, was ist da jetzt eigentlich passiert? Wie sind wir denn hier gelandet oder auch mal ein bisschen einordnen? Also mich hat es einfach genervt oder nicht genervt. Mir war das halt komplett egal. Ich habe mich ja vorher so ein bisschen gesträubt, weil Kriegsfilme und so schaue ich nicht gerne. Und eigentlich, boah, nee, muss nicht.

Jan

Für mich Präsidenten.

Stefan

Film und Präsident finde ich ja eigentlich immer super.

Jan

Stimmt schon.

Stefan

Aber hier so, ja okay, ist halt ja, ihr zeigt mir Kriegsgräuel okay, habe ich verstanden.

Jan

Ich hatte zwischendurch ein bisschen das Gefühl, wir sind fast in so einem Tarantino-Film der einfach irgendwann nur noch Bock hat so die Gewalt als Schauspiel zu zeigen gerade diese Jesse Plemons Szene, da dachte ich, okay, eigentlich ist da keine Substanz mehr außer Gewalt ist geil.

Christoph

Muss ich tatsächlich auch an Tarantino denken.

Jan

Das Ende von Django Unchained oder so einfach eine halbe Stunde noch aufeinander geschossen wird und die Story sich hinten anstellt, ihr wisst, was ich meine, ne Oder der ganze Film, wie heißt der, das Debütwerk von ihm, Reservor Dogs oder so.

Christoph

Ja, diese Jesse Plemons Szene fand ich auch ärgerlich, weil es auch eigentlich nichts gebracht hat. Also außer, dass man zeigt, dass das verrohte Arschlöcher sind. Ja, okay. I get it. Aber insgesamt... Insgesamt fand ich, hat der Film schon was mit mir gemacht. Und ich habe mir dann halt die Teile, die in dem Film fehlen, durch die momentan geschehende Realität einfach substituiert.

so wie kommt das dazu ja wir sehen es ja gerade braucht mir nicht erzählt werden, wie das entsteht dass die Guten sich formieren ja ich hab's gesagt, das ist nicht plausibel aber ich hab das erstmal gekauft so okay wir sind jetzt in dieser Situation wie auch immer, und wie würde so ein Bürgerkrieg in Amerika ablaufen eben dieses. Diese dauernde hat ja auch was Zombie-Apokalypsen-mäßiges. Diese dauernde, ganz seltsame Unsicherheit in super idyllischen Landschaften.

Die fahren durch krass idyllische Landschaften und haben aber eigentlich permanent Angst. Und es nähert sich ein Auto von hinten und sie haben erstmal Angst. Und so dieser Verlust von ziviler Ordnung in einem Land, was eben, ja, völlig klar, wenn es kippt, halt sofort brandgefährlich ist, weil halt jeder bis an die Zähne bewaffnet ist.

Das ist ja was, was wir hier nicht kennen. Wenn hier jetzt der Krieg losbrechen würde, dann wäre klar, dass klar, wenn hier Truppen durchrollen, seien es die eigenen oder die feindlichen, das sind die Leute, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Alle anderen um uns rum sind ja nicht bewaffnet. Also jedenfalls jetzt initial wenigstens nicht. Und das ist ja in Amerika anders. Und ich finde, das hat der Film schon gut

rübergebracht. dieses, okay, wir sind von einem Moment auf den anderen sind wir aus der Zivilisation rausgefallen. Ja, und das hat er schon mit eindrucksvollen Bildern gemacht, weil ich finde, Filmen, Bilder zeigen, das kann er schon. Also, ich meine, das kann man ihm natürlich auch vorwerfen. Das ist halt Eye-Candy zum Teil. Ja. Aber ich fand es schon eindruckvoll.

Jan

Ich kann verstehen, dass man das auch geil findet, aber irgendwie war ich dann auch zu den Zeitpunkten, wo das so war, auch schon so weit draußen, dass es mich auch nur genervt hat. Da brauche ich auch nicht die Herzchen-Sonnenbrille von Vessi Plemons oder so. Also das hat mir dann eher, hat mich eher noch weiter von dem Film weggetrieben irgendwie, als dann zu sagen, okay, ist eine interessante Szene optisch. Aber ich verstehe, wie man das daran sieht.

Christoph

Ja, weiß nicht, deswegen wollte ich dich hier drin haben, weil je länger ich darüber nachdenke und mit jemandem rede, sehe ich schon auch das Problematische in dem Film.

Jan

Du hast es ja auch nur negativ darüber zu sein, das regt mich auch noch mehr auf.

Christoph

Aber als ich ihn gesehen habe, hat er mich schon berührt, weil das ist halt unheimlich nah an unserer Realität. Nicht an dem, was wir erleben, aber an dem, was gerade passiert. in dem Land, was die Stütze unserer Zivilisation ist. Und das ist schon nicht nur beängstigend, sondern dadurch eben auch berührend in Form dieses Films für mich.

Jan

Ja, sehe ich, hat mich aber nicht erreicht. Also ich denke so, eigentlich ist der für mich zu weit weg von der Realität irgendwo. Ich wünschte, er wäre näher dran. Irgendwie. Also es müssen gar nicht dieselben Themen und dieselben Menschen sein, aber ja, Auch dieses Gefühl springt da für mich einfach nicht über. Ich glaube, der Film hält sich für sehr viel cleverer und bewusster, als er ist. Das ist bei vielen Alex Garland-Filmen mein Problem.

Christoph

Ja, ich meine, du bist überhaupt kein Alex Garland.

Jan

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, ich wünsche mir mehr echten Faschismus in dem Film. So, weißt du, aber ein bisschen.

Christoph

Ja, der ist kaum drin. Ist er eigentlich nicht drin.

Jan

Die Themen, die er eigentlich behandeln will, behandelt er gar nicht. Und stattdessen ist Gewalt geil. Und sowas legt mich besonders auf. Und plus die ganz seltsame Beziehung, die er zu Journalismus hat. Und ich wirklich nicht weiß, was er sagen will. Und da bin ich einfach nicht an Bord.

Christoph

Ja.

Stefan

Ja, und diesen Präsidenten am Schluss zeigen sie halt so als so ein armes Würstchen. Außer, als ob man fast mit dem Mitleid haben soll.

Jan

Allein, dass niemand weiß, was der Präsident gemacht hat. Also ich fand das so treffend, dieses, wenn ich das richtig verstanden habe, ich weiß gar nicht, worum es geht. Ich weiß gar nicht, wer da die Western Forces sind und wer nicht. Also eigentlich die eine Aufgabe, die der Film hat.

Christoph

Genau, sind die Western Forces, sind die Kalifornien und Texas oder ist das doch jemand Drittes? Florida war doch jemand Drittes, gell?

Stefan

Ja, und wo dann alle doch gesagt haben, Western Forces, die werden am Schluss, also wenn der Präsident gefallen ist, werden die dann gegen Florida kämpfen.

Christoph

Genau, dann muss das ja wohl Kalifornien und Texas sein, die Western Forces. Aber, ja, wie auch immer. Ja, auch dass Charlottesville wieder als Standort fürs letzte Gefecht nehmen und so. Ja, das ist schon alles sehr dick aufgetragen. Aber, ja, hm, ich glaube, am Ende wollen sie halt oder will er genau das zeigen, halt, dass das halt unübersichtlich ist. Aber eigentlich so richtig unübersichtlich war es dann am Ende doch nicht.

Er hat wenig erzählt, aber so richtig unübersichtlich war es eigentlich nicht. Es war halt keine Anarchie, gell? Das würde man eigentlich in Amerika eher erwarten.

Jan

Gerade weil jeder bewaffnet ist, würde ich vielmehr so, ne, Gerea-Taktics, Grabenkämpfe.

Christoph

In der Szene mit dem Scharfschützen, da ist ja schon ein bisschen, ja, so Anarchie drin. Aber wir haben halt seit drei Jahren, sehen wir halt, wie ein Landkrieg geführt wird.

Jan

Ja, ja, das auch.

Christoph

Das wird halt nicht so geführt, wie wir das da gesehen haben, sondern ganz, ganz anders. Und wir sehen das ja, wir kennen ja die Aufnahmen, das ist ja heutzutage nicht mehr Erzählungen, sondern wir kennen ja wirklich die Aufnahmen, wie das aussieht. Wir wissen, wie das aussieht aus dem Graben heraus und so. Und das, ja, das zeigt der Film halt nicht, ja.

Jan

Umso peinlicher wird mir der Film dann. Also weißt du das?

Christoph

Ja, das stimmt.

Jan

Ich weiß auch nicht.

Christoph

Ja, das geht jetzt zu weit rein, aber wenn man jetzt auch in Kriegstaktiken reingeht, wir haben gesehen, dass Kriege heutzutage eben mit Artillerie und Infanterie geführt wird und hier gibt es ja gar keine Artillerie. Wie kann denn das sein? Also das ist seltsam. Ja.

Jan

Tja, machen wir eine Zahl dran.

Christoph

Doch, keine Drohnen.

Jan

Keine Drohnen.

Christoph

Das wäre das Erste. Kriegen mit Drohnen und Artillerie und Infanterie geführt. Aber, ja. Naja. Okay, machen wir eine Zahl dran. Fällt mir jetzt schwerer als das vorher.

Stefan

Was hättest du denn vor der Besprechung gegeben?

Christoph

Ja, ich fand den eigentlich, ich finde den so vom Gefühl her, weil er halt so wichtig für diese Zeit ist und weil es eben was ist, was uns eventuell bevorsteht in irgendeiner Form beziehungsweise bevorstehen sollte. Wahrscheinlich ist es ja so, dass die schlimmere Variante kommt, dass uns der Umsturz und der Bürgerkrieg nicht bevorsteht, sondern es ist einfach ein Abgleiten in den Faschismus, ohne dass es eine Gegenbewegung gibt, die erfolgreich sein kann.

Deswegen ist es für mich schon ein sehr relevanter Film gewesen. Also ich habe so das Gefühl, okay, der ist in der Zeit und der Ja, das ist ein relevanter Film irgendwie. Auch wenn er nicht alles erfüllt. Deswegen, ich hätte ihm wahrscheinlich, keine Ahnung, acht Punkte oder sowas gegeben.

Jan

Hör mal, hör mal.

Christoph

Ja, bin ich jetzt nicht mehr. Ja, weil er sieht auch noch super aus. Muss man ja auch sagen. Kann man ihm ja sogar vorwerfen. Ist Eye Candy. Aber er ist so, ich hätte gesagt, er ist relevant und sieht super aus. Und natürlich hat er auch Schwächen. Ja, mittlerweile bin ich bei mehr Schwächen. Ich würde ihm jetzt sechs bis sechseinhalb geben.

Jan

Stefan?

Stefan

Hm.

Jan

Ha.

Stefan

Nee, nee, also du hattest ihn ja schon, aufgebaut, als der ist unglaublich wichtig und den müssen wir unbedingt gucken und der ist total relevant und mir war er dann komplett, nicht komplett, aber immer wieder immer mehr so jo, okay, du zeigst mir jetzt Gewalt, okay, ja, findest du geil, okay, du zeigst mir jetzt geile Waffensysteme, die irgendwie die sich auf Washington bewegen, ja, okay, cool, findest du alles toll? Finde ich nicht toll, ist mir auch egal.

Also, mich hat dieser Film überhaupt gar nicht so erwischt, wie ich das befürchtet hatte, weswegen ich mich ein bisschen drücken wollte. deswegen, ja, also, ich finde die aktuelle Situation irgendwie viel bedrohlicher als dieser Film. es jetzt machen könnte. Deswegen so, ja, okay, ist halt ein weiterer Kriegsfilm, den ich nicht gucken möchte.

Jan

Also, ich würde noch weitergehen. Aber nee, Entschuldigung, du willst erst noch eine Zahl dran machen.

Christoph

Genau, machen wir eine Zahl dran. Ich wollte gerne noch kurz reagieren.

Stefan

Dreieinhalb.

Christoph

Wow. Also, Egal, wie ich ihn jetzt eingekroppiert habe, ich finde ihn immer noch relevant, in der Hinsicht, dass ich finde, es ist relevant, ihn zu schauen. Also ich finde, es ist einfach, es ist ein kultureller Beitrag, der einfach diese Zeit beschreibt oder bearbeitet und egal, wie wir den jetzt finden oder ob wir finden, dass er das gut oder schlecht macht, ich finde, es ist einfach der Beitrag zu dem Thema, was momentan das relevanteste der Welt ist.

und ich finde, deswegen ist es schon relevant, ihn zu schauen. Doch, als dabei bleibt.

Jan

Und genau das ist mein Problem. Ich würde weitergehend sagen, gerade weil er sich das Thema so vornimmt und es selber so wichtig findet und das eigentlich zu bearbeiten hat, finde ich fatal, wie sehr er da versagt, wie wenig er das macht, also wie völlig auf eine komische Seite er schlägt oder versucht, gar keinen zu beziehen. Deswegen würde ich ihn noch mal mehr abwerten. Ich finde es absolut fahrlässig, was der Film macht.

Christoph

Genau, aber ich finde es wichtig, dass du ihn gesehen hast.

Jan

Das würde ich nicht sagen.

Christoph

Okay, was machst du dran?

Jan

Ich meine zwei, absolut widerwärtig Entschuldigung Irgendwann bringe ich auch mal wieder einen Film, den ich mag Nee, also absolut widerwärtig.

Christoph

Ist Poor Things vorbehalten.

Jan

Deswegen hat der ja auch einen bekommen und der bekommt zwei, das hat schon System Wir haben einen Halb gegeben damals, Ach ja Einer der Filme aller Zeiten, Ich bin gespannt.

Christoph

Ob wir auch noch gute Filme heute besprechen. Ich habe noch einen schlechten dabei.

Jan

Ich habe noch jede Menge gute. Jetzt muss ich gerade sagen, jetzt ist die Sendung ja eh zerstückelt und jetzt bettelt dieser Hund hier die ganze Zeit. Ich glaube, ich muss sie ganz kurz einfach rauslassen. Die muss dringend auch mal auf Toilette.

Christoph

Und Pfützchen machen.

Jan

Das heißt, entweder machen wir kurz Pause oder ihr redet über irgendwas, wo ich nicht beteiligt bin und dann komme ich gleich wieder.

Stefan

Nach einer ganz kurzen Hundeunterbrechung möchte jetzt der Christoph über The Last Showgirl sprechen. Wo hast du den gesehen?

Christoph

Ich war im Kino.

Stefan

Im Kino?

Christoph

Ja. Meine Frau geht immer mit mir in Frauenfilme. Wir waren ja neulich schon in Wunderschönen. Und jetzt hat sie wieder gefragt, sie hat da einen Bericht über einen Film gehört. da würde sie gerne reingehen, aber sie weiß nicht, ob das das für mich ist. Der heißt The Last Showgirl und hat gesagt, der neue Pamela Anderson-Film, da bin ich dabei. Nee, ich wusste aber ja schon, dass es ein Drama ist und dass es ein ernsthafter Film ist. Also, Spaß beiseite. Ich wusste, worauf ich mich einlasse.

Aber wollte ihn trotzdem sehen. Also es war schon, aber es ist halt jetzt nicht so Pamela Anderson 90er Jahre mäßig.

Stefan

Sieht ja auch nicht mehr ganz so aus, oder?

Christoph

Nee, sieht nicht mehr ganz so aus, aber sieht sehr gut aus. ähm, sehr, ähm, ja, sieht halt aus wie eine Frau ihres Alters, oder Mitte 50 halt, oder 57, ähm, aber wirklich, äh, ja, sieht sehr gut aus und sehr, ähm, in würdiger Alter würde ich sagen, was man ja wirklich nicht geglaubt hätte, äh, wenn man sie sich so in den 90ern vorgestellt hat, ähm, also ist sich da auch, äh, ja, auch für, ich mein, klar, hat immer noch natürlich sie die Kuhnbrüste, deshalb brauchen wir nicht drüber reden,

aber, äh, sie spielt ja auch ein Showgirl, ähm, Ähm, aber, also Fazit des Films vorweg ist, man ist sehr traurig. Es ist wirklich schlimm, es ist so ein richtig krasses, schlimmes Drama. Es handelt halt von, ja, so einer Showgirl-Truppe in Las Vegas, ähm, die jetzt abgesetzt wird oder droht abgesetzt zu werden. und ja, sie spielt so eine sehr gescheiterte Existenz eigentlich.

Sie hat eine Tochter, eine Erwachsene, die sie aber weggegeben hat, weil sie eben ihre Karriere, was dann auch sehr infrage gestellt wird, inwieweit ist das überhaupt eine Karriere. Priorisiert hat und sie ist die mit die Älteste in diesem Ensemble, es sind ziemlich junge Showgirls auch ähm, Und ja, da ist dann noch der Produzent oder der Regisseur, wird gespielt von Dave Bautista, der eben auch so ein bisschen abgefragt und desillusioniert ist.

Aber es ist ein Film, der unheimlich stark so auf die leisen Töne dazwischen und auf die Verzweiflung, das traurig sein, dass sich immer wieder was vormachen und darauf halt Wert legt. Und dann aber eben auch zeigt, wie sie dann, also ganz schlimm ist eigentlich die letzte Szene, wo sie so wirklich völlig zerstört ist, traurig, ja, verzweifelt eigentlich auch, weil sie halt mit ihrem, ja, aus ihrem Leben halt nichts geworden ist im Endeffekt.

und dann geht halt die Show los und sie knipst halt so ein Show-Lächeln an, so wie ihr das beim Tanzen auch gemacht habt, aber sie macht das halt auf eine Weise, die so gruselig und so traurig ist, also, es ist wirklich, es hat mir wirklich das Herz zerrissen und dann ist auch noch so eine Begebenheit am Ende, wo man dann nicht so genau weiß, ich hab dann mit den anderen, die mit meiner Frau und deren Cousine haben wir den Film gesehen.

Und sie sieht dann am Ende oder es sind dann, es tauchen am Ende zwei Gestalten auf, ähm, Was es so ein bisschen zu einem Happy End macht, wenn man das so verstehen will. Und ich hab dann zu den anderen beiden gesagt, hier die beiden am Ende, die hat sie sich schon eingebildet, oder? Und wenn man den Film so sieht, und er löst es nicht auf, was die Wahrheit ist, oder will das halt auch nicht auflösen.

Aber wenn man das halt so sieht, dass sie sich die Figur nur eingebildet hat, dann ist es halt nochmal so, um noch so eine Stufe trauriger. Also es ist wirklich ganz, ganz furchtbar. also ein echter Downer, aber ein Film, der wirklich was mit mir gemacht hat und wo ich noch Tage später darüber nachgedacht habe und ja, es ist harte Kost, aber es ist sehr, sehr gut geschauspielert von Pamela Anderson, auch von.

Dave Protester von Jamie Lee Curtis genau, von Jamie Lee Curtis, das lag mir gerade auf der Zunge die auch, die ja noch 10 Jahre älter ist die ist 66 in dem Film und die ist mittlerweile raus aus dem Dings und ist jetzt im, arbeitet in einem, Casino als im Endeffekt aber auch noch als so Animierdame, wenn man so will, und das ist auch so traurig und so unangenehm, da gibt es eine Szene, wo sie dann so im Casino anfängt so lasziv zu tanzen und zwar viel zu lange,

man schaut dem dann viel zu lange zu und es ist so super unangenehm, aber halt auch so wahnsinnig gut gemacht also es ist und sie kann das auch einfach so gut also es ist einfach unheimlich gut geschauspielert von allen die mitspielen, was mich ein bisschen gestellt hat war ein bisschen viel Wackelkamera das war unangenehm, aber gut es sollte halt auch der Film ist richtig unangenehm also der ist halt, ja der soll keinen Spaß machen das macht er auch nicht er macht höchstens traurig,

aber das macht er auf eine sehr, wirkungsvolle Weise. Also es ist tatsächlich ein sehr gutes Drama. Ich bin kein großer Fan von Dramen, aber der ist schon sehr gut.

Jan

Interessant.

Christoph

Kein Wohlfühlschirm.

Stefan

Ich auch nicht.

Jan

Das ist Gia Coppola. Also nicht nur mal wieder eine Coppola. Das ist auch die, die den Palo Alto gemacht hat. Auch schon bald zehn Jahre.

Christoph

Hab ich nicht gesehen, glaube ich.

Stefan

Das ist eine Enkelin, oder?

Jan

Ich blick da nicht mehr durch.

Christoph

Nee, bei den Coppolas blickt ja keiner durch. Hat man doch auch mal in der Treppe, oder?

Jan

Auf die Herzrunde bei der Treppe.

Christoph

Ja, genau.

Jan

Deswegen weiß ich auch, hier ist auch noch ein Coppola dabei. Jason Schwarzmann gehört doch auch dazu. Der spielt ja auch mehr.

Christoph

Oh, du hast recht.

Jan

Ja, der ist auch ein Coppola.

Christoph

Ja, ja. Ja, am Ende sind alle Coppolas. Aber es ist doch, es ist ein wirklich guter Film. Es ist sehr empfehlenswert. Aber es ist schon mehr so, ich will nicht sagen Kunstfilm, weil das steht mir nicht zu, das zu entscheiden. Da müssten wir Christopher fragen. Aber das ist schon kein Popcorn-Kino. Obwohl ich Popcorn gegessen habe dazu. Grüße gehen raus.

Jan

Und wieder rein. Kunstfilm.

Stefan

Ja, spannend. Kehr, dass man, also Pamela Innocent zu der Zeit, wo wir sie kennengelernt haben im Baywatch-Dress, hätte man, also wenn dir da jemand gesagt hat, du in 30 Jahren, 35, wie auch immer, also irgendwann in der Zukunft, da spielt die halt total ernstes Drama, was dich total ergriffen macht. Ja, nein, bestimmt nicht. Vergiss es die nicht.

Christoph

Ja, weil man, klar, weil sie halt diese Rolle auch so ausgefüllt hat, wenn man überlegt, was sie halt noch gespielt hat, sie hat ja noch so eine Serie VIP, Dann Barb Wire und dann hört es schon ziemlich auf, sich zu überlegen, was sie noch gespielt hat. Die war halt echt festgelegt auf diese Rolle und das führt halt schon auch dazu, dass man sie dann halt entwertet, was diese Rolle, also was das angeht.

aber ob sie jetzt eine gute Schauspielerin damals schon war oder wie auch immer, ja, das wurde halt, war nie Thema oder hätte man nie drüber sich Gedanken gemacht aber also das, was sie hier abliefert, ist wirklich grandios, Und wurde auch sehr gefeiert von der Kritik. Ich bin da nicht ganz allein. Es ist nicht mein 90er-Jahre-Bias, der das hier allein fährt.

Was ich übrigens lustig fand, ich schaue ja gerade Madman und habe bei der Tochter von Madman, die ist so eine 10-11-Jährige, habe ich die ganze Zeit gedacht, woher kenne ich denn die? Irgendwoher kenne ich die? Und dann habe ich bei IMDB nachgeschaut, ja, die ist halt eins dieser Showgirls hier. jetzt ein bisschen älter.

Stefan

Okay. Ja, gut.

Christoph

Ja, gut. Das haben wir noch.

Jan

Interessant.

Stefan

Überraschend. Auch wenn den jemand von uns gewählt hätte und dann von der Seite so reingeschoben und man rechnet mit nichts.

Christoph

Ja, genau.

Stefan

Ja, war schon gut gewesen. Nun gut. Jan ist zurück, möchte ich sagen.

Jan

Absolut.

Stefan

Und er hat uns, du hast dich, kann ich auch direkt ansprechen und brauche nicht in der dritten Person von dir reden.

Jan

Das mache ich selber manchmal, das passiert.

Stefan

Ja gut, dann hat es was Würdevolles.

Christoph

Ja, ja.

Stefan

Du hast Corrieda weitergeschaut und hast jetzt uns ein paar Filme mitgebracht.

Jan

Ja genau, es hat ja fast schon Tradition.

Stefan

Mein Rechner ist neu gestartet. Ich sehe noch gar nichts, was du alles. Ah ja, doch, jetzt bin ich es wieder.

Jan

Also wie gesagt, der Marathon läuft. Ich habe ja irgendwann beschlossen, Corey Eder ist mein neuer Lieblingsregisseur und ich gucke jetzt alle Filme von dem chronologisch. Und es lohnt sich. Also ich habe jetzt seit meinem letzten Besuch hier vier weitere Filme mitgebracht. Das ist die Retrospektive, so heißt die Kapitelmarke 2008 bis 2013. Deswegen nur ganz flinker Schnelldurchlauf.

Stefan

So lange warst du doch gar nicht weg.

Jan

Ja, aber immerhin vier Filme geschafft. Also einiges los. 2008 Still Walking ist vielleicht auch gleich ein Highlight. Das ist ein richtiger Fünf-Sterne-Film. Jetzt geht es um Filme, die ich wirklich mag.

Christoph

Fünf-Sterne-Filme?

Jan

Auf jeden Fall. Das habe ich nur, ich weiß nicht, 30 Mal oder so vergeben in meinem Leben. Der gehört auf jeden Fall dazu. Koreda kann ja besonders gut so, weiß nicht, Familiengeschichten. Ihr wisst, was ich meine? Auch hier super simpel. Eigentlich die Story ist, ein paar erwachsene Kinder besuchen ihre Eltern. Und zwar zu einem gewissen Event, weil, glaube ich, einer ihrer Brüder vor einer Weile gestorben ist. Und immer zum Todestag treffen sie sich und besuchen ihre Eltern gemeinsam.

Und eigentlich sitzen wir dann nur einen Tag mit dieser Familie rum. Es ist super schwer zu erklären. Es sind so normale Familienthemen, auch irgendwie Probleme. Und ich weiß nicht, ja, dann die neue Frau von ihm wird von dem Vater nicht so gemocht. Also es gibt so kleine Familienprobleme eigentlich, auch eigentlich wirklich viele Probleme. Aber trotzdem schafft der Film und schafft Kore das immer. Und das mag ich an ihm so besonders so.

die Menschen als so unfassbar warm und so vollkommen als Menschen zu sehen. Wisst ihr, was ich meine? Also es ist irgendwie keiner, keiner ist da der reine Antagonist und es fühlt sich ganz oft an wie einfach so aus dem Leben gegriffen. Es ist einfach wunderschön. Und ich glaube, vieles ist auch irgendwie kulturspezifisch. So, ja, ich glaube, in Deutschland wäre es 2008 kein Problem mehr gewesen, wenn jemand eine Witwe heiratet oder so.

Aber klar, was es dann mit den eher konservativen Eltern macht oder so und gleichzeitig ganz viel Erinnerung aus der Kindheit, auch die Perspektive der Kinder auf das Ganze. Also wir haben einfach so eine Familienkonstellation, die wir nach relativ früchter Zeit das Gefühl haben, sehr, sehr gut zu kennen. Und klar schleppen die alle ihre Probleme und auch Konflikte miteinander rum. Trotzdem immer der Fokus auf den Menschen und auf der Nähe, die sie zueinander haben, die Beziehungen, die

sie zueinander haben. Viel besser kann ich es auch gar nicht beschreiben. War ein unfassbares Erlebnis. Einer der schönsten Filme, die ich jemals gesehen habe. Auf jeden Fall deswegen volle Punktzahl für Stillwalking. Und so langsam bestätigt sich auch, dass Correa da hier in die Reihe meiner Lieblingsreverseure eingeht. Also ich glaube, das von denen, die ich heute nennen werde, auch die große Empfehlung und auch vielleicht mit

der beste von ihm bisher, den ich kenne. Aber es kommen ja noch ein paar.

Christoph

Passiert da auch was auf der Handlungsebene?

Jan

Das meine ich relativ wenig. Leute reden miteinander, entwickeln sich die Beziehung ein bisschen weiter, aber vor allem lernen wir sie kennen. Und es gibt auch Zeitsprünge, wir sehen die Figuren nochmal und so. Aber auf der reinen Handlungsebene, die ich jetzt beschreiben könnte, passiert sehr, sehr wenig. Eigentlich, sie treffen sich da und dann fahren zwei Kinder wieder ab, dann fährt der dritte wieder ab.

so, also viel passiert nicht da sind wir beim Kunstfilm oder so wenn das die Maßgabe ist, kein Popcornkino aber trotzdem halt super zugänglich es sind Situationen, die kennt irgendwie auf eine Weise jeder von uns, es geht einfach darum wie stehen die erwachsenen Kinder zu ihren Eltern und wie stehen deren Kinder wieder zu deren Eltern und Großeltern das ist es schon da geht es um viele Themen das ist wirklich wunderschön, also ich kann es gar

nicht anders beschreiben, das ist einer der Correda Filme wo ich sagen würde, die, sind die Highlights und lohnen sich auf jeden Fall anzugucken.

Christoph

Also ich bilde mir ein, dass ich Filme ohne Handlung nicht kann.

Jan

Dann probier es mal. Probier mal den oder unsere kleine Schwester von 2015.

Christoph

Wo kann man ihn denn sehen?

Jan

Bei dem weiß ich es gar nicht. Es war einiges richtig schwierig. Ich habe jetzt so eine DVD-Box importiert, da war der mit drin. Oft gibt es die Filme ja wieder nirgendwo. Ich kann gerade mal gucken, hier bei Letterboxd. Da wird mir auch nur Amazon die Disc kaufen angeboten. Also ich fürchte, die sind leider sehr unzugänglich oft. Die neueren ein bisschen besser. Also ich glaube, der andere 5-Sterne-Film für mich ist hier Our Little Sister 2015.

Ich glaube, den kann man nochmal irgendwo besorgen oder so. Shoplift, das ist sehr bekannt. Er hat auch gerade einen neuen raus, den ich auch noch nicht gesehen habe.

Stefan

Christoph, du könntest zu Filmingo gehen.

Christoph

Ja, Filmingo. Da kann ich ihn dann für 6 Euro kaufen. Ich glaube, dann kann ich auch die DVD kaufen irgendwo, oder?

Jan

Wahrscheinlich, ja. Ich habe auch eine relativ billige Box, wo so 5, 6 drin sind und das hat sich auf jeden Fall schon gelohnt. Ich mache mal schnell Durchlauf weiter, ja? Der nächste war nämlich ein bisschen komisch, 2009 Air Doll. Ein Typ beginnt eine Beziehung mit seiner Sexpuppe und die Sexpuppe...

Christoph

Da bin ich schon mehr dabei.

Jan

Basiert auch, glaube ich, auf einem Manga oder so und die Sexpuppe wird dann halt lebendig und wir begleiten sie, wie sie halt so durchs Leben geht und so einen Job anfängt und so ihr eigenes Leben entwickelt. Und ich verstehe die Idee, dass auch irgendwie feministisch aufklärerisch gedacht ist, aber es war am Ende doch sehr, sehr weird. Und ich glaube vieles, also der hat mich auf eine Weise irritiert, was er auch soll, aber nicht immer positiv.

Also das war so der erste, was ich sagen würde, dem gebe ich jetzt nicht das Herz auf Letterboxd. Der war ein bisschen schwierig einfach von vielen Themen, die er hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was er mir erzählen will. Ich habe mich eher unwohl mit dem gefühlt. Gerade so mit den Beziehungsgeflechten, die da erzählt werden zwischen den Figuren. Vor allem wie die Figuren auch auf diese Sexpuppe halt herabschauen, die sich da versucht als Mensch, als Charakter zu entwickeln.

Komischer Film, weiß ich nicht. Der erste ein bisschen kritische.

Stefan

Kostopp, den gibt es leider nicht mal mehr bei Flamingo. Den musst du importieren für 14,61 Euro.

Jan

Hm, habe ich gemacht.

Christoph

Stillwalking kriegt man für 11 Euro bei Amazon.

Jan

Stillwalking-Empfehlung, okay. Ich mache weiter 2011. Kisiki, Englisch I Wish. Ich habe vorhin, glaube ich, schon mal anklingen lassen, eine der Sachen, die Kore-Eder am besten kann, sind Kinder erzählen, Kinderstimmen darstellen, Sachen aus der Perspektive von Kindern erzählen. I Wish ist ein Film über zwei Brüder, die getrennt leben. Einer bei der Mutter, einer beim Vater. Und die wollen sich einfach treffen.

Also eigentlich die Handlung von dem Film ist, sie organisieren ein Treffen, wo sie sich irgendwo an der Bahnstrecke eines Schinkansen, eines Schnellzugs treffen, weil sie das Gerücht gehört haben, wenn der an Höchstgeschwindigkeit an dir vorbeifährt, wenn man sich da was wünscht, dann wird das wahr. und sie arrangieren einfach das Treffen und beide Brüder sammeln irgendwie Geld, um dann irgendwie Zugzufahren dahin und brechen dann auf.

Das ist die ganze Prämisse von einem Film und der ist super süß und wir haben fast nur die Perspektiven von Kindern. Ich bin komplett beeindruckt von diesen Kinderdarstellern, aber auch wie sie geführt werden. Ich hatte wirklich das Gefühl, der Film muss irgendwie zu zwei Dritteln improvisiert sein, was er aber nicht sein kann, weil er die Geschichte so kohärent erzählt.

Also das ist wirklich wieder so ein Film, der fast nur diese Kinderperspektive hat und auch durchweg einfach total lieb, total positiv die Menschen sieht und wirklich so, also das ist wirklich ein Wohlfühlfilm, würde ich sagen. Viele von den Filmen haben auch, behandeln zwischenmenschliche Probleme und hier auch, klar geht es da auch um die Trennung der Eltern und wie verstehen die beiden Kinder das und wie verschieden leben sie auch und es geht auch um, ja.

Zukunftschancen und Jobprobleme und alles, was damit zusammenhängt, auch wieder Familie, aber am Ende ist auch der Film einfach super süß und super warm und auch wirklich einer der schönsten. Also auch da würde ich sagen, das lohnt sich auch auf jeden Fall, den zu gucken. Wo gibt es den? Filmingo?

Stefan

Ich habe jetzt.

Christoph

Ich tippe immer auf Mubi.

Stefan

Yes, I wish.

Jan

Das sind richtige Mubi-Filme, ne?

Christoph

Ja, ja, total.

Jan

Einen kann ich noch abfeuern. Das ist ein kontroverser Film. Like Father, Like Son ist der englische Titel. Das ist, glaube ich, die Prämisse schon am spannendsten. Es geht darum, dass wir eigentlich zwei Paare verfolgen, die beide ein Kind im gleichen Alter haben. Und es stellt sich raus, dass die beiden Söhne bei der Geburt vertauscht wurden im Krankenhaus.

Christoph

Ist auch klar.

Jan

Jetzt sind die Söhne aber schon irgendwie fünf, sechs und wir begleiten diese beiden Familien, vor allem eine eben bei der Verhandlung von, ja, was machen wir da? Richten wir da einen Tausch ein oder sind jetzt, also eigentlich Nature versus Nurture ist so ein bisschen die Idee. Und da finde ich genau, eigentlich ist es eine spannende Sache, darüber nachzudenken. Was würdest du tun, wenn dich herausstellt,

dein Kind wurde vertauscht? Also allein dieses Gedankenexperiment fand ich mit am spannendsten.

Christoph

Ja, die Frage ist halt, was ist dein Kind?

Jan

Was macht es aus.

Christoph

Dein Kind zu sein? Also wenn ich das jetzt überlege, wenn ich jetzt herausfinden würde, dass das Kind oder die beiden Kinder, die ich aufgezogen habe, was macht die aus? Ja, nee, würde ich natürlich niemals weggeben.

Jan

Natürlich, dann waren es halt trotzdem so lange deine Kinder.

Christoph

Ja, das ist halt mein Kind, egal dann am Ende, was dann rauskommt. Spannender ist eher, was ist mit dem anderen Kind. Also, wie sehe ich das?

Jan

Ja, total.

Christoph

Zu meinem eigenen Kind, mit dem ich die ganze Zeit zusammengelebt habe, habe ich eine Beziehung aufgebaut. Aber zu dem anderen, was ich erzeugt habe, da habe ich ja keine Beziehung aufgebaut, aber es ist ja auch irgendwie mein Kind. Also, ja, super spannend, ja.

Jan

Genau, ich glaube, da kommen wir auch ein bisschen zum Kernthema oder Kernproblem des Films auch. Es gibt die verschiedenen Perspektiven. Es gibt, die eine Familie sagt so, der eine sagt so, der andere sagt so. Ja, was machen wir mit dem Film? Ich war auch überrascht, dass offenbar der Film behauptet, dass der Normalfall ein Tausch wäre, der dann stattfindet. Das sehen wir auch in dem Film.

Christoph

Kann ich mir vorstellen. Was vollkommen absurd ist.

Jan

Mein Problem an dem Film ist eben, dass wir vor allem die eine Familie verfolgen und da vor allem den Vater. Und der ist ganz klar auf der Seite dieses Biologismus. Der ist eh so ein bisschen enttäuscht von seinem eigenen Sohn, also den, den er aufgezogen hat und sagt so, ja, der andere, so, das ist ja mein richtiger Sohn oder so.

Christoph

Gott.

Jan

Und das ist, genau, oh Gott, das ist super grauenhaft. Er ist super kalt und unmenschlich zu den Leuten. Und das Problem ist, glaube ich, dass wir den so stark als Perspektivfigur haben. Also die anderen Stimmen kommen zu Wort. Wir haben den anderen Vater und wir haben auch seine Ehefrau.

Christoph

Ich finde, es sollten beide Kinder zu dem anderen.

Jan

Genau, tatsächlich wird das verhandelt. Der Film sagt das kurz. Ich gehe nicht so weit zu sagen, der Film schlägt sich komplett auf die Seite des Vaters. Aber ich finde es trotzdem super problematisch, dass er ihn so relativ leicht davon kommen lässt. Also ein bisschen den quirky Vater, der mit den beiden irgendwie Kontakt hat. Ich finde es wirklich arrogant und unmenschlich, was er mitunter macht und vor allem hat er kein Auge dafür, was das mit den Kindern macht, die ja auch Menschen sind.

Und da würde ich sagen, da stehe ich dem Film sehr kritisch gegenüber. Auch wenn ich ihn super interessant fand und auch mochte, würde ich sagen, das kaufe ich nicht. Das finde ich jetzt ein Problem an dem Film und seiner Perspektive. Und das ist spannend, weil das scheint der eine Haupt, der am meisten diskutierte Punkt zu sein. Ich habe eine sehr wütende Rezension von Daniel gelesen, Grüße, der auch genau das problematisiert.

Und tatsächlich wurde der Film schon mal, ich höre ja den Sneakpot chronologisch, wie schon einige Male anklang, wurde der Film hier schon mal in der die Vergangenheit von Claudia besprochen. Und die kritisiert auch genau das. Sie sieht den Film auch auf dieselbe Weise kritisch. Und ihr Problem war auch das. Wir sind zu sehr mit der Perspektive bei diesem Vater. Und das finde ich auch schade, weil der Film hat sehr viel mehr Potenzial, das zu erzählen.

Er weiß es ja auch, er kennt es ja auch. Er macht ja alle Perspektiven auf. Aber am Ende schlagen wir uns zu sehr auf die Seite dieser Biologismus-Perspektive, der sagt, ja, das ist mein Sohn, den ich gezeugt habe. Und das finde ich sehr schade, weil der Film, glaube ich, viele Chancen vergibt. Trotzdem würde ich sagen, war ja interessant und vor allem in der Diskussion darüber, die verschiedenen...

Ideen der verschiedenen Figuren auch sich selber anzugucken und auf sich selber zu spiegeln, zu sagen, hey, was davon könnte ich mir vorstellen, wenn ich in der Situation wäre, weil es diese Art von Heilkonzept konstruierte Situation ist. Den sehe ich ein bisschen kritisch. Wäre jetzt auch nicht mein Lieblingsfilm, aber würde den auch, ja.

Christoph

Das wäre jetzt, egal wie er jetzt umgesetzt ist, das wäre jetzt so ein anschlussfähiger Film für mich, also vom Gefühl her, weil der ja, da geht es ja in erster Linie um Beziehungen, Aber da ist ja auch eine interessante Story irgendwie. Das ist ja nicht nur dieses, es kommt irgendeine Familie zusammen aus irgendeinem belanglosen Grund und dann reden sie miteinander und das wäre eine Beziehung zwischen denen, so wie diese mit den drei Töchtern.

Jan

Ja, aber vielleicht habe ich das auch falsch verkauft, weil die drei Töchter haben ja auch ein super spannendes Konzept. Was machst du mit einer kleinen Schwester, die du gar nicht kennst, die bei dir wohnt und Stillwalking auch. Also natürlich kann ich auch damit connecten mit der Idee, was wäre, wenn mein erwachsener Bruder gestorben ist?

oder so, also natürlich ist es trotzdem interessant, aber ich glaube, dieser, da hast du auch recht, bietet irgendwie mehr Handlung, weil er viel mehr Interaktion hat zwischen den Familien, die irgendwie versuchen, sich auch aus dieser Misere zu ziehen, so, das stimmt schon.

Christoph

Ja, und eben auch, der erzählt nicht nur eine Geschichte von anderen, sondern der erzählt auch eine Geschichte, die anschlussfähig an einen selbst ist, also da ist es so, da kann man sich ja sofort, hab ich ja eben auch schon gemacht, sofort überlegen, wie wäre das, wenn mir das passiert.

Jan

Das stimmt, ja. Also ich finde ihn so gesellschaftlich am Interessantsten von der Prämisse. Trotzdem ist es auf keinen Fall mein Lieblings-Koreda. Vielleicht sogar einer, der, den ich am wenigsten mag. Einfach weil er diese Stellung bezieht, die ich nicht supporte. Und das hätte ich jetzt auch eigentlich nicht erwartet, weil wie gesagt, Koreda ist schon jemand, dem sonst immer das Gefühl und die Menschlichkeit ganz

vorne steht. Deswegen ich ihn auch so gerne gucke und einfach als Gegengift zu diesen ganzen Gewaltfilmen sonst begreife.

Christoph

Also immerhin drei Punkte bei Letterboxd gegeben.

Jan

Ja genau, ich finde ihn super interessant. Also der hat auch ganz, ganz tolle Szenen, einfach auch ganz spannende Szenen. Ich würde ihn auch trotzdem weiterempfehlen. Aber unkritisch kann ich ihn einfach nicht betrachten. Das ist aus genau dem Grund. Ich glaube, wenn ich so meine Letterboxd-Bubble oder so angucke und sehe, wie viele auch genau das kritisieren, ist das das Thema.

so und das ist so die eine Verfehlung, die der Film macht, vielleicht sich nicht mehr, also vielleicht die beiden Väter von mir aus gleichermaßen zu zeigen oder den Mann und seine Ehefrau, die sehr verschiedene Meinungen darauf zu haben, die vielleicht auch, nebeneinander stärker existieren zu lassen, als so sehr den Vater davon kommen zu lassen mit seiner sehr problematischen Einstellung, oder auch mit dem Handeln, was daraus hervorgeht, er verletzt die beiden Kinder

sehr stark, da findet psychische Gewalt statt, auf jeden Fall und die wird glaube ich nicht immer so anerkannt, wie es werden könnte und das ist mein Problem mit dem Film.

Christoph

Ja, Daniel hat ihm zwei gegeben und Christiane vier.

Jan

Verstehe ich beides, das ist so ein bisschen das Ding. Und wie gesagt, der nächste ist dann Our Little Sister, kann ich jetzt auch schon mal vorwegnehmen, also den kannte ich schon vorher. Das war der Grund, warum ich den Marathon mache. Auch ein Fünf-Sterne-Film, unfassbar schöner, warmer Film, auch mit einer sehr spannenden Prämisse. Und jetzt kommen halt noch so, was habe ich hier? Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Stück noch, wobei ich Shoplifters auch schon kenne.

Also ich bin super gespannt, das kann nur geil weitergehen. auf jeden Fall Lieblingsregisseur unlockt. Also, ja.

Christoph

Cool.

Stefan

Sehr schön.

Jan

War jetzt doch länger als gedacht, aber ich bin hier pflichtig, diesen Bericht auch immer zu erstatten.

Christoph

Wunderbar, alles gut.

Stefan

Ja, nee, ist ja schön, da auch mal.

Jan

Genau, wenn ihr ihn irgendwie auftreiben könnt, also Still Walking und sonst Our Little Sister auch phänomenal. Die anderen auch interessant, ja. Zweifellos.

Christoph

Ja, den letzten gibt es für wenig Geld bei Amazon. Ich glaube, 3,60 Euro. Sehr sehr gut, ja.

Stefan

Okay.

Christoph

Ja.

Stefan

Sehr schön.

Christoph

Wie geht weiter, Stefan?

Stefan

Wir machen weiter mit Vajana.

Christoph

Oha, bin ich wieder dran.

Stefan

Du bist wieder dran. Du hast eins und zwei jetzt mit den Kindern geschaut.

Christoph

Genau. Ich habe endlich meine Tochter überzeugen können, den Einsatz zu schauen, weil ich den liebe.

Stefan

Den haben wir hier schon besprochen, gell?

Christoph

Den haben wir hier schon mehrfach besprochen und sie hat jetzt sich endlich mal durchgetraut und sie liebt ihn auch. Da bin ich sehr froh.

Jan

Erleichternd.

Christoph

Sehr erleichternd. Ähm... Ja, brauche ich nichts mehr zu sagen. Es ist ein fantastischer Film mit fantastischer Musik und alles gut. Jetzt haben wir den Zweier gesehen. Mann, Mann, Mann, Mann, Mann. Was ein Haufen Scheiße.

Stefan

Was hätte sich denn da passiert?

Christoph

Das hätte ich nicht erwartet.

Stefan

Der Thriller sieht doch so nett aus.

Christoph

Ja, er ist wirklich, seid froh. Wir haben ja schon, du hast mit dem Gedanken gespielt, ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, Jan auch, den hier vorzuschlagen. Als Hauptfilm. Seid froh, dass ihr nicht schauen müsst. Schaut ihr nicht. Ihr macht euch nur dieses Vajana-Gefühl kaputt.

Jan

Der hat miserabel Rezensionen auch, sehe ich gerade.

Christoph

Es ist wirklich ein Haufen Kackscheiße. Es ist unerträglich.

Stefan

Drei Regisseure, da spricht ihr schon mal dafür.

Christoph

Also zwei Dinge fehlen ihm in erster Linie. Und zwar Herz und Lin-Manuel Miranda. Er ist wirklich so ohne jeden Esprit. Und ja, es ist Action drin und so, Aber es macht so keinen Spaß. Es ist ein aneinandergereihe von Scheißdreck. Und die Musik ist mindestens belanglos eher nervig. Und es ist einfach schmerzhaft, wie sehr Lin-Manuel Miranda fehlt. Es ist wirklich schlimm. Und ich habe das Gefühl, es ist übertrieben viel Kindchenschema.

Also die Figuren haben noch größere Augen und noch stupsigere Nasen und noch rundere alles und es ist so belanglos und cringe und es sind jetzt so Nebenpersonen dazu. Also sie hat jetzt praktisch so eine Crew, die halt lauter so quirky gestaltet sind. So einen alten, vertrottelten Mann und eine bisschen aufgedrehte Erfinderin und noch einen, wo ich schon vergessen habe, was der war, keine Ahnung. alle total nervig und ätzend und es ist wirklich so zum Kotzen und es hat gar keinen Spaß gemacht.

Es ist richtig ärgerlich. Es ist wirklich richtig ärgerlich. Schaut es euch nicht an. Es ist wirklich, es ist mindestens Zeitverschwendung. Eher Lebenszeitverschwendung.

Jan

Drei erstmalige Regisseure sehe ich übrigens gerade. Auch gutes Zeichen.

Christoph

Ja, super Zeichen.

Jan

Tja, das klingt gar nicht so geil. Ich werde mir auf jeden Fall weiterhin noch angucken. Aber ich sehe, da schlägst du auch die meisten Leute, mein Letterboxd, da ist nichts über zwei Sterne dabei. Im Schnitt 2,8. Das klingt schon vernichtend. Krass. Hätte ich gar nicht gedacht, weil ich dachte, das ist so ein Ding.

Christoph

So ein Zugpferd.

Jan

Eigentlich hätten die da auch richtig was reinbuttern müssen.

Christoph

Es ist peinlich. Es ist die ganze Zeit peinlich.

Stefan

Schade.

Christoph

Ja, schade.

Stefan

Ich hätte mich ja jetzt sehr darauf gefreut, so ein, Vajana eben wie den Ersten zu schauen.

Jan

Das hat er vor allem so ein gutes Gefühl.

Christoph

Ja, das hat er gar nicht mehr. Also, er hat kein Herz. Er ist völlig hohl. Ah, schlimm. Christian und Daniel haben drei Punkte gegeben. Welchen Film haben wir gesehen? Lissi hat viereinhalb gegeben was ist los mit euch, ich mag ja oft Filme die.

Jan

Sonst gerne gehasst werden, ich gucke ihn mir trotzdem an, aber jetzt vielleicht nicht mehr mit der hohen Erwartung, die ich vor der Sendung noch hatte grauenhaft.

Christoph

Grauenhaft so, weiter, schnell weiter.

Stefan

Schnell zum nächsten haben wir was besseres oh.

Jan

Wir haben was besseres.

Stefan

Oh ja, oha der Jan ist dabei Severance zu schauen.

Jan

Es hat mich dann doch erreicht. Also eigentlich wollte ich ja auch nie ein Apple Plus Abo haben und dann nie Geld reintun oder so. Aber irgendwann konnte man sich nicht mehr wehren. Am Ende haben alle davon gesprochen und auch explizit mich angesprochen und gesagt, das ist genau deine Serie, das wird dir gefallen. Stell es nicht raus, das ist genau meine Serie, das wird mir gefallen. Severance jetzt, ich habe gerade die zweite Staffel angefangen.

Das heißt, ich weiß noch nicht genau, wie das weitergeht. Aber die erste Staffel haben wir extrem durchgesuchtet an zwei Nachmittagen, glaube ich. Unfassbar geil. Also ich habe das Gefühl, wir durchleben gerade so eine The Second Coming of Twin Peaks und Lost oder so. Wir sind live dabei, wie endlich mal wieder so eine große Mystery-Serie, wo alle irgendwie mitdiskutieren da ist. Und das hält die auch. Also Severance ist wirklich phänomenal.

Genau, also Prämisse ist so eine klassische High-Concept-Sci-Fi-Prämisse. Es gibt so einen Arbeitgeber, so ein großes Bürogebäude oder so, ja, und du unterschreibst quasi, wenn du da arbeitest, dann wird deine Persönlichkeit aufgetrennt und deine Arbeitspersönlichkeit hat ihre eigenen Erinnerungen und weiß nichts von der Außenpersönlichkeit und die Außenpersönlichkeit weiß nicht, was sie bei der Arbeit macht, ja.

und wir haben also die Außen, wir haben vor allem zwei Figuren im Mittelpunkt, die da so reinkommen, der eine findet das total geil da drin, die andere will da unbedingt raus, und wir wissen halt nie, was außen ist, wir sehen dann auch teilweise die Außenperspektive von diesem Städtchen, was auch alles ein bisschen weird ist, alles ist ein bisschen komisch, diese Firma ist ein bisschen seltsam und eben drinnen ist das komplett seltsam, ja.

Christoph

Das ist auch interessant so philosophisch, gell, weil Das ist die Zeitscheibensache.

Jan

So David Lewis, oder wie heißt er, ähm, Wenn du dich aufspaltest, wäre es dann der Echte. Beim Beamen geht was schief, du bist auf einmal auf dem Mars und hier.

Christoph

Nicht nur das, sondern es wird dir halt auch die Hälfte deiner Zeit weggenommen.

Jan

Das stimmt, ja.

Christoph

Wenn du keine Erinnerung hast an dieses, wo du bei der Arbeit warst, dann fehlt das ja in deinem Leben. Dann ist das ja weg. Von der anderen Seite aus gesehen ja genauso. Das heißt, du hast zwei Identitäten, denen Zeit gestohlen wurde, obwohl es insgesamt ja ja.

Jan

Das ist der selbe Körper, das merkt man auch, wenn der gesoffen hat, dann ist er halt am nächsten Tag verkatert so. Und ich finde gerade diese Arbeitspersönlichkeit spannend, weil du kommst da raus, steigst in den Aufzug und schnipp, du steigst wieder aus dem Aufzug aus, das ist der nächste Morgen. Also du hast gar keine andere... Das ist so gut gemacht.

Stefan

Das ist echt geil. So krass.

Jan

Und es hält, was es verspricht. Es gibt dann draußen so eine Ermittlung und drinnen versuchen sie rauszukommen, da ist die Verwicklung. Und dieser Bürokomplex von innen ist einfach komplett seltsam. Das ist so kafka-esk. Das ist komplett wild, da ist alles dabei. Also wirklich interessant, witzig. Also die Mystery-Erzählung hält 100%. Ich war komplett dabei. Das Finale der ersten Staffel war eine der intensivsten Schauerfahrungen,

die ich je hatte. Es war so spannend. Ich konnte es wirklich kaum ertragen.

Christoph

Aber das geht natürlich von einer Arbeitssituation aus, die keine Erholung braucht. Weil normalerweise braucht man ja diese geistige Erholung.

Jan

Und das wird auch thematisiert. Das nervt ja auch da unten. Das geht dann richtig auf den Sack irgendwann. Du brauchst es einfach mal Füße holen und zack, bumm, bist du am nächsten Morgen zwar ausgeschlafen, aber immer noch genervt.

Christoph

Ja, genau, ja.

Jan

Das ist super spannend. Also aus der Prämisse wird auch sehr viel gemacht. Auch die zweite Stapel brückt noch ein bisschen Twist drauf. Ich habe mich lange gewehrt, aber bin jetzt voll drin. Das ist also auf jeden Fall eine der spannendsten Sachen, die ich so im Seriensektor überhaupt je gesehen habe. Wirklich, wirklich geil.

Christoph

Ich schaue ja auch was sehr Spannendes, werde ich in ein paar Wochen mit Stefan zusammen besprechen, was ich auch schon lange schauen will und was auch philosophisch ist, nämlich Westworld.

Jan

Das habe ich, ja, den Film kenne ich, als Serie habe ich auch nie geschaut.

Christoph

Bisher, ich bin jetzt fast mit der ersten Staffel durch, es haut mich auch ziemlich weg, muss ich sagen. Also mal gucken, wie das, wie dich das noch entwickelt.

Stefan

Ich habe jetzt die erste Folge nochmal geguckt, das habe ich auch hart wieder erwischt.

Christoph

Ja.

Stefan

Bei Westworld.

Jan

Und Severance, hattest du auch mal geschaut?

Stefan

Severance habe ich angefangen und ja, so bis zur Hälfte und ich fand es gut, aber irgendwas war dann, ja, so.

Christoph

Ja, du musstest die Kinder von der Kita abholen und danach hast du vergessen, die Serie weiter zu schauen. So wie es immer bei dir ist.

Jan

Auf jeden Fall eine Empfehlung, nochmal wieder reinzugehen.

Stefan

So ungefähr. Ja, also irgendwann zwischendrin hat es mich auch gelangweilt. Das weiß ich noch so. Ja, okay, es wiederholt sich jetzt so. Es sind immer noch fünf Folgen, bis hier mal Schluss ist.

Jan

Das verstehe ich trotzdem. Es nimmt extrem Fahrt auf. Das Finale der ersten Staffel, auch so die letzten Folgen darauf hinarbeiten, waren unerträglich spannend. Also körperlicher Workout, schweißtreibend, wirklich, also lang nicht mehr gehabt sowas, lang nicht mehr gehabt.

Stefan

Ja, dann habe ich wahrscheinlich echt so im falschen Moment so, ja, guckst du weiter, ist gut und dann gedroppt, wie das ja leider mir manchmal passiert einfach.

Christoph

Wie viele Staffeln gibt es da?

Jan

Jetzt ist gerade die zweite fertig, das sind zweimal zehn Folgen oder so, geht aber glaube ich auch weiter.

Christoph

Okay.

Jan

Also bisher, ich bin es in der zweiten Staffel volle Empfehlungen, richtig krass. Gerade dieses auch mitdiskutieren, sich selber zu überlegen, was steckt dahinter, wie können es weitergehen. Wie gesagt, das sind so, ich glaube, die letzten großen Serien, wo wir es hatten, sind halt einschneidend Twin Peaks und Lost gewesen. Auf einmal versammelt sich die Meute wieder und rät mit. Und sowas mag ich auch immer gerne, auf jeden Fall.

Stefan

Ja, und die beiden sind ja jetzt auch schon zwei, drei Jahre her.

Christoph

Ja, Lost ist jetzt auf Netflix, kann man da schauen.

Jan

Könnte man ja mal wieder da.

Christoph

Ja, cool. Schau ich mit meiner Frau, wenn ich mit Madman durch bin.

Jan

Sehr gut, sehr gut.

Christoph

Jetzt sind wir jetzt mit der dritten Staffel durch. Also, geht voran.

Jan

Dinge wiederholen sich, ne? Mit die frühsten Sneakpots reden auch schon über Madman.

Christoph

Ja, klar.

Stefan

Fast so lange schon.

Christoph

Aber da habe ich halt nur die erste Staffel gesehen.

Jan

Das ist schon echt alt. Da war ich noch in der Schule. Das hat ein Schulfreund von mir immer geschaut.

Christoph

Ja und es ist jetzt noch schmerzlicher zu schauen, weil also es ist, es ist unerträglich wie diesen Typen heiratet, der sie vergewaltigt hat, also das ist da war es für mich zu Ende eigentlich, also naja, gut weiter wo sind wir?

Stefan

Wo sind wir? Nach einer beliebigen Dauer, ich kann leider nicht nachgucken, wie lange wir gerade schon unterwegs sind, weil wir Unterbrechungen hatten und einen Rechner neu gestartet wurde Nicht mal zwei Stunden. Reden wir echt nicht?

Christoph

Nö. 1,50 und da habe ich zwischendrin zehn Minuten geredet, ohne zu merken, dass ihr gar nicht mehr da seid.

Jan

Wir müssen ja Daniel besiegen von letzter Woche, das ist ja das eigentliche Ziel.

Stefan

Ich bin schon so erschöpft, als wenn es drei Stunden, aber machen wir weiter. Wir machen schnell, alles gut.

Jan

Wir hetzen da jetzt durch.

Stefan

Wir hatten vorhin noch eine Pipipausenunterbrechung durch ein Haustier, nachdem ein anderes Haustier hier den Rechner neu gestartet hat. Jan, du hast einen Hund... Oder?

Jan

Ja, also, ich dachte, ich nenne die Kapitelmarke Haustier-Talk, damit du auch von deinen Katzen erzählen kannst, von denen ich ja auch wegen Be Real großer Fan bin eigentlich. Jetzt nicht mehr, nachdem sie unsere Sendung torpediert haben.

Stefan

Das war echt gemein. Was ist denn, warum bewegt sich hier nichts, bumm, alles schwarz?

Christoph

Nicht dein Ernst. Würden meine Kinder nie tunst.

Stefan

Ja?

Jan

Direkt hinter meinem Bildschirm hingegen schläft gerade ein entzückender kleiner Zwergpudel. Das ist leider nicht meiner. Ich habe sie, das ist mein Stiefhund. Aber es ist also.

Stefan

Aber du darfst ihn hier wieder kraulen.

Christoph

Du machst Urlaubsvertretung oder was.

Jan

Genau, also die Besitzerin von Cleo, dem Pudel, steht mir sehr nah. Und die, also nein, wir alle haben das Glück, dass sie beruflich häufig unterwegs ist oder auch privat mal ein paar Tage weg muss oder so. Und das feste Abkommen ist, dass immer dann ich diesen Hund habe. Und das ist vielleicht die allerschönste Sache auf der Erde, sodass ich inzwischen eigentlich fest erschlossen bin, dass ich auch selber einen Hund brauche irgendwann oder vielleicht auch schon sehr bald.

Stefan

Okay.

Jan

Also klar ist es Verantwortung. Man kann auch keinen Sneakpot durch aufnehmen und nochmal auf Toilette zu müssen. Man muss immer raus, man muss sich kümmern und so weiter. Ist auch sehr teuer. Aber egal, es macht das Leben so viel schöner. Also wirklich, wenn man sie dann drei Tage hatte und dann ist sie weg, dann ist es so richtig leer hier in der Wohnung. Wisst ihr, was ich meine?

Christoph

Was macht es denn so teuer? Das Futter?

Jan

Naja, also genau, das Futter schon, also die gesamte Maintenance, gerade sie ist jetzt auch schon etwas älter, sie hat halt immer was. Sie hatte gerade wieder eine OP und dies, das. Ich glaube, so ein Hund ist doch einfach, abgesehen von der Zeit, die man da versenkt, auch einfach eine finanzielle Investition.

Stefan

Ich glaube, du musst jetzt mittlerweile Pflichtversicherung haben.

Jan

Genau, ja.

Stefan

Und das kostet was.

Jan

Das ist noch nicht auf dem Level von einem Auto, aber kommt dann, wie gesagt, dann ist halt doch immer irgendwas. Jetzt waren wieder mehrere Tierarzt-Sachen, also es ist schon krass. Da musst du dann auch drauf gefasst sein. Trotzdem kriegt man, jetzt jault sie hier so ein bisschen rum und dreht sich im Schlaf, trotzdem kriegt man sehr viel dafür auch zurück.

Nämlich einfach schon eine Art Familienmitglied einfach, für die man sich auch verantwortlich fühlen darf und die einem auch sehr viel zurückgibt. Das ist total, also wenn sie hier ist, ist natürlich das Zentrum der Aufmerksamkeit auch bei meinen Mitbewohnerinnen und so weiter. Also auf jeden Fall, sie ist der Star. Aber ich merke auch schon, wie einfach nur, wenn ich hier sitze, ich mache mein Zeug, sie liegt da in einem Körbchen und liegt da einfach rum.

Man fühlt sich gleich irgendwie irgendwie angenehm, entspannt. Man guckt sie an und sie liegt da rum und man krault sie mal ein bisschen. Das entspannt einfach. Deswegen ist auch das Konzept des Bürohunds so beliebt. Ich habe es total gern. Also ich kümmere mich auch gern um sie. Es wäre noch mal anders, wenn es meine eigene wäre, so, weiß nicht. Aber gerade bin ich komplett begeistert auf den sogenannten Hund gekommen, was wir so, glaube ich, für mich den,

die das Ende einer ganzen Entwicklung darstellt. Ich war immer Katzenmensch auch. Und dann haben sie so in meinem Umfeld, ein guter Freund von mir hat sich einen extrem süßen Hund gekauft. Mein Vater hat jetzt den süßen Redriever aller Zeiten seit ein paar Jahren. Und irgendwie sammeln sich so süße Hunde in meinem Umfeld und wollen mich quasi überzeugen, dass ich jetzt auch da einsteige. Und jetzt gibt es auch noch hier Cleo, den kleinen Pudel.

Christoph

Das ist echt lustig, aber Stefan ist ja genau andersrum.

Stefan

Aber mir ist ja andersrum.

Christoph

Stefan war immer Hund.

Stefan

Immer Hund.

Jan

Geil.

Stefan

Zack, ziehen zwei Katzen bei uns ein.

Jan

Auch schön. Ich mag auch gerne Katzen. Ich habe auch immer hier gerne die Katzen von einer Kollegin gehütet, wenn sie in Urlaub war. Die wohnt jetzt leider nicht mehr hier. Ich glaube, jetzt ist die Entwicklung zum Hundemann irgendwie abgeschlossen. Auch so, ja, ich gehe so raus mit ihr und fühle mich so richtig wie so ein geiler Hundebesitzer. Und man grüßt die anderen und ist so richtig hier. Das ist mein Hund. Schaut mich an. Das macht Spaß.

Stefan

Ja, okay.

Jan

Das ist einfach schön. Das macht schon Laune. Also ich fürchte, damit ist jetzt der Pfad geebnet. Irgendwann werde ich selber auch Langzeithundebesitzer. das ist schon geil, das ist wirklich toll also gerade auch, das ist schon ihr müsst uns hier sehen, wie sie hier liegt und einfach nur entzückend ist Wir.

Stefan

Kennen sie ja von Be Real.

Jan

Ja.

Stefan

Ich denke mir jedes Mal Oh ja, gern Ich denke mir jedes Mal Jan, die Frisur, die Frisur von dem diese Locken, es wird einen ganz anderen Typ aus dir machen, aber ich glaube es wird dir gut stehen Vielleicht schon.

Jan

Sie wurde auch schon mit also die Frisur, damit man sich vorstellen kann, wurde auch schon mit Roberto Blanco verglichen.

Christoph

Ich weiß nicht, also ich finde das hat sowas struppiges, wahrscheinlich ist sie total weich und so.

Jan

Aber entsetzlich weich und dann kommt sie auch immer und will kuscheln und wenn man morgens aufwacht dann springt sie so ins Bett und sieht erstmal nach dem Rechten ob auch noch alle da sind das wäre mehr ein Chaos.

Christoph

Ich bin überhaupt kein Hundemensch.

Jan

Ich war auch nie Hundemensch, aber ich glaube ich liege hier, daneben mir liegt die offizielle Botschafterin der kleinen Hunde und möchte einen überzeugen und das ist also im Freundeskreis ist es schon vielfach gelungen jetzt und ich selbst bin auch ganz hingerissen.

Christoph

Also ich ekele mich ja vor vor, Wirbeltieren eigentlich nicht. Also weder vor Amphibien noch Reptilien noch verschiedensten Säugetieren. Aber also Hund ist was, da habe ich immer so das Gefühl, da muss ich mir gleich die Hände waschen. Ich meine, das ist auch so. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber Hund habe ich immer so das Gefühl, so stinkt immer und man hat immer Sabber an der Hand.

Jan

Das muss nicht sein.

Christoph

Auch nicht alle Hunde.

Jan

Gerade dieser Pudel verliert auch keine Haare oder kaum, das ist alles ganz schön.

Stefan

Und Pudel sagt man doch, die sind auch relativ schlau, oder? Kann man denen nicht gut Sachen beibringen?

Jan

Mega, das auf jeden Fall, ja, ja. Ich weiß nicht, was sie so kann. Naja.

Christoph

Stefan, du willst den Tieren immer was beibringen. Was hast du denn deinen Katzen schon beigebracht?

Stefan

Ich hab denen beigebracht, dass sie, wenn ich hier mit meinem Finger so hin und her wackele, dass sie zum Finger hinlaufen den anstupsen. Das sind so die ersten Schritte, die man machen muss. Und dass sie verstehen, wenn ich dieses Klicker-Ding anklick, dann gibt es was zu fressen.

Jan

Hundebilder im Chat.

Christoph

Sehr gut. Klicker-Dinger macht man ja mit Hühnern auch.

Stefan

Klicker-Training mit Hühnern?

Christoph

Jaja, macht man auch.

Stefan

Oh Gott!

Jan

Was macht eigentlich der Taubenschlag? Wenn wir schon in der Haustier-Kapitelmarke sind.

Christoph

Da ist noch nichts irgendwie in Planung. Aber da muss ich ja meine Frau was drauf vorbereiten. Das dauert noch ein paar Jahre, Jahrzehnte.

Jan

Es würde aber ins Bild passen, also ich sehe es auf jeden Fall.

Christoph

Ja, total. Total, Taubenschlag sehe ich bei mir auch. Ja, ich meine, jetzt kommt ja die Zeit.

Stefan

Aber wohin?

Christoph

Auf, die Garage. Ähm, jetzt kommt ja die Zeit, wo die ganzen, meine ganzen Nisthilfen vielleicht bezogen werden. Also die Vögel fangen jetzt ja langsam an.

Stefan

Du hast ja 34 Vogelgehäuschen hingebaut.

Christoph

28 habe ich.

Stefan

28?

Christoph

Du dachtest, du hättest weit übertrieben mit 34. Nee, nee. Ich habe es neulich gezählt, es sind 28. Aber es wird jetzt spannend. Und man sieht jetzt auch die Vögel, man sieht manchen an, dass sie auf der Suche sind oder so, sich überlegen, wo sie hinziehen wollen. Deswegen, ich bin gespannt.

Stefan

Und dann läufst du durch den Garten, Coco, Coco, hier rein, Coco.

Jan

Also wenn wir schon da sind, muss ich euch gleich noch einen Shop empfehlen. Ich habe kürzlich eine Vogelpfeife verschenkt. Es gibt so einen Laden, die stellen die per Hand her, also jedes individuell auch. Haben so halt verschiedene Pfeifen und Instrumente. Manchmal muss man auch drehen und ziehen und kurbeln oder so. Und reinpusten. Und dann macht das halt das Geräusch dieses Vogels. Und dann kann man die damit anlocken. Das Geile ist eigentlich der Shop.

Weil das ist so ein älterer Mann, der da irgendwie vor allem das macht. Und der macht dann immer so YouTube-Videos, wo er so verweist im Hintergrund dann immer so wortlos die Vogelpfeife so in die Kamera hält. So wissend einem zunickt. Dann so ganz, wirklich ganz genau aber vormacht, wie man das benutzt. Und dann nochmal so stolz wieder in die Kamera nickt. Und diese Videos sind reine Comedy. Ihr könnt es euch nicht vorstellen. Jedenfalls die Vogelfeifen,

die man da kaufen kann, taugen wirklich was. Zumindest habe ich jetzt die Blaumeisenpfeife schon selber ausprobiert. Und es klingt wirklich so. Und man kann sich dann ein bisschen, also wer weiß, was man dann sagt, aber die treten in Diskurs mit ein. Ich glaube, am Ende sagt man immer.

Christoph

Nimm mich, nimm mich jetzt.

Jan

Genau. Und dann kommen die total charmant.

Christoph

Geil. Ja, ich habe ja auch so Thema Mauersegler. Ich habe ja Mauerseglerkasten. und da sagt man auch, dass man die mit irgendwelchen Tönen anlocken soll.

Jan

Vielleicht hat dieser Shop auch einen Mauersegler Pfeife.

Christoph

Also was ist denn da, wie komme ich denn zu diesem Shop?

Jan

Ich habe ihn natürlich gerade vergessen. Ich versuche es hier in meinen gespeicherten Links zu rekonstruieren.

Christoph

Sehr schön, dass wir auch in unserer WhatsApp-Gruppe jetzt währenddessen hier alle unsere Tiere gepostet haben. Ja, der Bob wird sich auch denken, ist der Bob eigentlich, der ist auch in dieser Ja.

Stefan

Der ist auch in der Gruppe, der hat auch mitgekriegt, dass vorhin unsere Sendung in sich zusammengefallen ist. Ja.

Christoph

Tja, ja, so ist das.

Stefan

Also Haustiere ist trotzdem schön. Also macht ja Spaß. So, jetzt kommen wir endlich. Nach mehr als sechs Stunden kommen wir zu unserem Lieblingsthema. Nein. Der geheime Wunsch wird deswegen in Jan eingeladen. Nein. Das wird auch nichts.

Jan

Wenn ihr nicht mehr könnt, können wir es auch sein lassen.

Stefan

Auf keinen Fall.

Christoph

Auf keinen Fall.

Stefan

Deswegen halten wir noch durch. Nein.

Christoph

Das wäre das erste Mal. Jan, du weißt, wie ich bin.

Jan

Ich weiß, wie du bist. Ich hatte auch selten einen so engagierten Studenten wie dich, das war total, also manchmal, also wenn man das so ein bisschen didaktisch aufbereitet und so mehrere, mehrere, weiß nicht, Theorien in ihrer historischen Entstehungsreihenfolge auch präsentiert, dann warst du halt immer so, so, oh, das ist ja, das muss ja, das muss es sein, das klingt ja fantastisch.

Und dann präsentiert man halt danach die Kritik und dann, genau, dann so, aber dann hat sich das und das herausgestellt und du so, nee, Mist, das untergräbt ja die ganze Theorie.

Christoph

Das finde ich auch vor allem die anderen Studenten immer so, was ist mit diesem Typ los?

Stefan

Was ist das für einer?

Jan

In so einer komischen Bauarbeiterhose sitzt.

Christoph

Fantastisch. Nicht nur, das ist wieder Vorbesprechung. Ich bin gespannt, ob wieder was kommt.

Jan

Du studierst weiter?

Christoph

Ja, natürlich.

Jan

Dann ist es die erste Info direkt aus dem Sack. Dann hast du mir was voraus. Ich bin nämlich jetzt leider nicht mehr an diesem Institut.

Christoph

Oh nein.

Jan

Ich bin jetzt offiziell kein Sprachwissenschaftler mehr. Sehr, sehr tragisch.

Christoph

Das ist tragisch, ja.

Jan

Und mal gucken, wie das weitergeht. Also wenn da draußen jemand einen arbeitslosen Linguisten einstellen möchte, bin ich dafür zu haben. Ich hoffe, dass sie es irgendwie mit Lebensumständen noch hinbekommen, diese Doktorarbeit fertig zu kriegen, auf die eine oder andere Weise.

Christoph

Das hoffe ich auch, ja.

Jan

Und so der Linguistik erhalten zu bleiben. Aber erstmal, der Job bei der Uni ist leider vorbei. Was ich auch sehr schade finde. Gerade das Unterricht hat mir natürlich extreme Laune gemacht. Klar.

Stefan

Das war immer grandios.

Christoph

Wir haben dich denn gefeiert und deswegen feiern wir dich jetzt auch hier, wenn du hier uns irgendwas bringst.

Jan

Ich nehme mir Fragen entgegen. Die linguistische Plauderei reicht, genau. Dafür ist sie auch da. Also es geht ja immer um was anderes. Ich bin auch immer nicht so gut vorbereitet. Ein paar linguistische Fragen habe ich schon im Vorhinein gehört. Aber also worum geht es heute?

Christoph

Du hattest irgendwas von Autokorrektur geschrieben.

Jan

Ah, der Stefan hat ja gefragt.

Stefan

Ja genau, mir geht es halt so, dass wenn ich irgendwelche Texte schreibe auf der Arbeit und die Autokorrektur mir dann irgendwie Grammatik anpasst oder sonst irgendwas, dann denke ich mir so, ja das ist halt jetzt ein Zustand der Sprache, der irgendwann mal festgelegt und eingefroren wurde.

wie soll dann da jetzt noch Wandel entstehen? Natürlich entsteht er beim Sprechen und wird dann auch wieder in die Autokorrektur mit reinwandern, aber ändert sich dadurch die Geschwindigkeit wie sich sowas ändert? Das ist ja auch auf dem Handy so, wenn man tippt sind dann trotzdem Sachen, die dann automatisch korrigiert werden in die eine oder in die andere Richtung vielleicht auch in eine quatschige Richtung und das war eben so meine Frage, was passiert denn da? Hat das überhaupt Einfluss?

Jan

Erstmal wie immer super spannend, aber man fühlt sich so ertappt. Ich war so, okay, da bin ich raus, das ist mal eine Komfortzone. Dazu ist bestimmt geforscht worden, aber keine Ahnung. Deswegen haben wir erst mal selber recherchiert. Und haben ein paar spannende Ergebnisse mitgebracht oder ein paar spannende Ideen. Erstmal, ich glaube, das hast du gerade auch schon gesagt, müssen wir halt ganz krass unterscheiden zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit.

Das sind zwei sehr unterschiedliche Sachen. Und der Wandel oder die Bearbeitung von Schrift ist immer eine ganz andere als Sprache. Sprachwandel findet irgendwie vor allem mündlich statt oder so. Trotzdem stehen die beiden Sachen natürlich total krass in Beziehung. Darüber haben wir auch bei mir im Seminar, glaube ich, oft gesprochen. Das Paradebeispiel ist so Vulgär-Latein irgendwie.

Man hat ja wirklich Jahrhunderte, ein Jahrtausend lang, nachdem klassisch Latein schon eigentlich nicht mal gesprochen wurde, hat man halt immer noch klassisch Latein geschrieben oder versucht zu schreiben, bis es irgendwann völlig zusammengebrochen ist. Nebenher aber schon die Vulgär-Dialekte, wie man sie abwerten nannte, gesprochen.

Dasselbe sehen wir auf Deutsch, gerade Standarddeutsch. Durch Luther, wie auch immer, Rechtschreibreformen, was wir heute als Standarddeutsch haben, was so in Büchern steht, So spricht ja keine alte Sau, ja. Sei es, dass die großen Teile Deutschlands keinen Genitiv mehr haben oder halt ganz andere Sachen machen, die oder ganz... Seit 200 Jahren!

Ja, ganz neue Sachen auch, ganz neue Formulierungen haben, die halt in so einem Buch niemals wären, zumindest in so einem klassischen Sachtext vielleicht. Du weißt, was ich meine? Das heißt...

Christoph

Ja, so wie das, was ich neulich gestern geschrieben habe, was mein Schwiegervater, der ja Lehrer war, wirklich völlig ironiefrei gesagt hat, nämlich, ich muss es raussuchen.

Stefan

Soll ich es vorlesen?

Christoph

Wenn du es hast, ja.

Stefan

Dem Otto, seine Schwester, der Sohn.

Christoph

Genau, und damit meinte sie halt der, Dem Otto, seine Schwester, sehe ich ja noch ein. Das sagt meine Frau auch. Aber dann eben noch, wenn man über deren Sohn reden möchte, einfach der Sohn anzuhalten. Das finde ich geil.

Jan

Das geht. Da kommt wieder meine schon oft zitierte Mitwohnerin rein, die ja aus Regensburg ist oder aus der Ecke. Und die hat Kasus quasi komplett abgebaut. Die kann das. Also die redet so. Also ich verstehe es ja. Ich würde es selber nicht probieren, aber ich verstehe es. Die hat mal gesagt, die hat mal Geschichte angefangen mit Mein Vater, die Werkstatt der Kollege.

Christoph

Ja, das ist geil. Das hat eine Eleganz, finde ich.

Jan

Durch Satzordnung und Betonung wusste ich sofort, von wem die Rede ist und wie die Sachen in Beziehung miteinander stehen. Der Vater hat eine Werkstatt, du bist in der Werkstatt und da hat er einen Kollegen. Fertig. Und um den geht es in der Geschichte.

Christoph

Genau, das hat so ein bisschen was wie so ein Pfad von der Dateistruktur. Wo man einfach über das nächste wieder aufmacht. Und dadurch versteht man es auch. Und dadurch passt es auch in diese Zeit, finde ich.

Jan

Genau, diese Eleganz, finde ich, ein Punkt. Du merkst halt sofort, da ist eine andere Struktur am Werk. Das hat auch Regeln. Es ist nicht so, dass immer nur was wegfällt. Weil immer, wenn was wegfällt, muss die Struktur durch irgendwas ersetzt werden. Es entsteht auch was Neues. Ich glaube, diese ganzen Leute, die immer den Sprachverfall heraufbeführen, die vergessen total.

Christoph

Es ist kein Genetiv, also es ist keine Kultur.

Jan

Genau, die vergessen auch, dass überall da, wo was wegfällt, auch zwangsweise Neues entsteht. Sprachwandel ist halt am Ende doch ein großer Zyklus. Und wir haben auf einmal in Teilen Deutschlands diese geile Struktur von meine Freundin, die Schule, die Mutter. So, weißt du, auf einmal funktioniert das total geil. Und das ist so ein Punkt. Genau, also Sprachwandel passiert ist unverhaltbar und ich glaube, da kommen wir zurück zum Thema Schriftlichkeit.

Überall da, wo es eine Standardsprache gibt, ist vor allem große Imperialsprachen. Die ganzen Kolonialsprachen, die wir so in Europa haben, sind das, aber auch Latein, Griechisch, immer wenn irgendwo ein großer Apparat, großer Staat verwaltet werden muss.

Christoph

Ja, aber auch, das ist doch die große Kolonialsprache in Europa, oder?

Jan

Ja genau, aber halt jetzt nicht eine aktuelle, die wir noch haben, sondern so, das waren die, die mal unfassbar viel erobert haben. Und das ist eigentlich immer so, immer wenn du ganz viele verschiedene Leute mit verschiedenen Hintergründen in einem großen Reich miteinander sprechen lassen musst, kommunizieren lassen musst, dann lohnt sich so eine Verwaltungssprache, so eine große Sprache zu haben, die dann auch schriftlich festgehalten wird.

Und das Spannende ist, die haben immer diese Eigenschaft, irgendwie altertümlich zu sein und irgendwie halt auch Sprachwandel zu verlangsamen oder verlangsamen zu wollen, zu behindern.

Christoph

Ja klar, weil man halt auch erstmal auf das ganze Reich rumsprechen muss, wenn sich verändert.

Jan

Und die sind so träge, auch jetzt Deutschland, bis da mal eine Rechtschreibreform kommt. Der Duden hat immer noch, was der alles anerkennt an Fällen, die schon da sind, an Futur 2, dass es nicht gibt sprachwürdig und Pluscomperfekt, dass es Sprachwürdig kaum gibt. Also das steht da alles noch drin.

Stefan

Und die Artenspieler müssen sie alle lernen.

Jan

Ja, voll. Und auch Fremdsprachenlerner oder Leute mit Migrationshintergrund, die irgendwie herkommen und so einen Migrationskurs machen müssen, die lernen das trotzdem. Die lernen Futur 2, was soll das? Die werden es nie im Leben brauchen. Selbst in solchen Kontexten lehren wirst. Und das finde ich total bemerkenswert, weil es ja eigentlich nicht sprachwirklich ist. Und deswegen ist so eine Standardsprache immer weit hinterher, hinter der Realität.

Christoph

Ich habe in Neuseeland einen Anhalter mitgenommen und das war ein Franzose und da habe ich dann die Gelegenheit genutzt, ein bisschen Französisch und wir sind dann ins Plaudern gekommen und dann haben wir über das Passé Sample gesprochen und der kannte das nicht. Es war ihm vollkommen, er hat gemeint, nee, diese Form gibt es nicht. Doch, doch, das ist quasi Sample.

Jan

Und das hast du ja immer. Also ich habe mal Finish gelernt, da werden dir 16 Causes beigebracht, dann brauchst du 10.

Christoph

Entspricht halt einfach nicht der Realität. Genau.

Jan

Und ich glaube, da kommen wir zum nächsten Punkt. Standardsprache ist immer auch ein Unterdrückungsinstrument und zwar immer von einer herrschenden, gebildeten Klasse. Weißt du, was ich meine? Also du bist jemand, also schon deine Bewerbungsmappe wird weggeschmissen, wenn du da einen Dativfehler machst. Weil es ist ganz wichtig, dass du diesen Standard beherrschst und dieses Register, diese Sprache sprichst.

Und wer kann das, wer hat das, wer entweder aus dem Bildungshaushalt selber kommt oder halt auf die entsprechenden Schulen gegangen ist. Ich weiß das, weil ich auf einem Gymnasium war und Latein hatte. Deswegen kann ich schriftlich, wenn ich eine Bewerbung schreibe, kann ich da ein Genitiv einbauen, um gebildet zu wirken. Aber im Prinzip ist es nur das. Es ist nur ein gebildet wirken. Und andersrum, Leute aus einer gewissen Schicht verstehen Tageszeitungen nicht

mehr. Weil da einfach so ein hoher Sprachstil herrscht, den die nicht haben. Und deswegen ist es immer spannend zu gucken, wer benutzt das und wer benutzt das warum. Und ganz oft geht es um Unterdrückung. Es geht ganz oft darum, seine eigene Vorherrschaft, seine eigene Bildung, sich abzugrenzen, zu rechtfertigen auch. Und das ist ganz oft in diesen Kontexten so bei Standardsprachen. Das war bei Latein jahrhundertelang nicht anders zum Beispiel. Und jetzt kommen wir zum Thema Autokorrekt.

Ich glaube, Autokorrekt ist ja was, was dir da vorgeschlagen wird, ist genau diese akademische Varietät. Da wird dir ein Genitiv vorgeschlagen, wenn du eine entsprechende Formulierung machst. Da kommen auch Worte vor, die sonst im Alltag nicht vorkommen. Auch Schreibweisen, die nicht vorkommen. Das heißt, ich finde es spannend, wenn es etwas macht, wenn Autokorrekt etwas mit uns macht, dann geht es auch eher in diese Verlangsamung mit rein.

In dieses Verhalten Sprachwandel auf, weil um wirklich Internet-Slang zu schreiben, den es ja gibt, wir machen seit es IRC-Chats gibt und alles, entwickeln sich neue Wörter und ganz viel Sprachwandel im Internet. Es gibt dieses schöne Buch, wie heißt es, Because Internet oder so von der Gretchen McCullough, große Empfehlung. Die sind das sehr auseinander.

Wir haben super viel Internet-Slang und sowas wie Autokorrekt, also so eine Grammatik, die eingebaut ist in deiner Tastatur, will das ja eher verhindern. Die will, dass du Nomen groß schreibst, dass du Satzzeichen machst, dass du den Dativ benutzt nach mit. So, die will das. Deswegen finde ich es spannend, wie damit umgegangen wird.

Christoph

Aber was mich aufregt, ist, dass ihr am Briefanfang immer groß schreibt.

Stefan

Weil das im Englischen so ist.

Christoph

Warum? Da ist doch ein Komma davor. Warum schreibt ihr da groß weiter?

Stefan

Aber das ist eine neue Teile. Ne, das ist ein Übersetzungsfehler. Das gleiche, weswegen eine ganze Zeit lang bei BeReal, wenn du am Satzende ein Ausrufezeichen gemacht hast, ein Leerzeichen davor gemacht, weil es in Frankreich so ist.

Christoph

Ach du Scheiße.

Stefan

Französische Software, herzlichen Glückwunsch.

Jan

Tja, also ich glaube, das ist so eine Beobachtung. Wenn wir es benutzen, zwingt es uns ein bisschen weniger Umgangssprache zu sprechen, weniger Sprachreal oder zu schreiben, aber auch weniger Dialekt. Also so eine Tastatur gibt es ja nicht auf Bayerisch. Das heißt, das müssen wir uns bewusst sein. Und dann habe ich, ja, ich habe, wie gesagt, im Vorfeld ein bisschen recherchiert, was gibt es sonst noch für Zusammenhänge für Untersuchungen.

Und es ist, ja, natürlich, neue Technik wird gerne dafür schuldig gemacht, dass Leute ja keine Grammatik mehr können, nicht mehr schreiben können oder so. Und mehrere Untersuchungen finden einen Zusammenhang zwischen Spelling Mistakes, also Buchstabierfehlern. Und autokorrekt. Das heißt, dieselben Leute machen dann mehr Fehler beim Buchstabieren, wenn sie mit der Hand schreiben müssen oder so. Das war aber tatsächlich, glaube ich, die einzige Kategorie.

Viele Leute machen dieselben Grammatikfehler quasi, also was heißt Fehler immer, aber machen dieselben Auffälligkeiten oder dieselben Strukturen von ich benutze da den Dativ nicht oder so auch immer, machen sie sowohl, wenn sie per Hand schreiben, als auch, wenn sie tatsächlich am Handy schreiben und autokorrekt zur Verfügung hätten, aber haben trotzdem ihre Eigenheiten.

Aber tatsächlich offenbar können diese Menschen, denen diese Fehler schriftlich passieren beim Buchstabieren, gerade es geht oft um Englisch natürlich, können dadurch diese Fehler irgendwie verstecken, ausmerzen, nicht machen über Autokorrekt, weil da wird immer eine korrekte Wörterbuchform gewählt. Das heißt, viele Leute schreien auf und sagen, oh Gott, die Leute lernen gar nicht mehr richtig zu buchstabieren oder so, ein Riesenproblem.

Stefan

Aber dann muss ich das letztes Mal, oder du, was buchstabieren.

Jan

Ja, voll. Also die Frage ist, Handschriftlichkeit, welchen Relevanz hat das überhaupt noch? So sollten wir das verlernen? Geht uns was verloren, wenn wir das verlernen? Ich glaube schon. Noch dazu geht es viel um.

Christoph

Also bei uns geht es ja gerade darum, also heute haben wir uns gerade entschieden, auf welches Gymnasium unser Sohn geht oder er hat sich entschieden und da unterscheiden die sich schon auch sehr stark darin, wie viel überhaupt geschrieben wird. Also es gibt tatsächlich Gymnasien, die sagen, wir schreiben gar nicht mehr mit der Hand, weil das nicht mehr der Realität entspricht. Bei uns schreiben die Kinder direkt auf dem iPad.

Jeder hat ein iPad, es wird nur noch am Bildschirm geschrieben, es wird gar nichts mehr handschriftlich geschrieben.

Jan

Also So, dass quasi deine Grundschule deine letzte Berührung mit Handschrift wäre Genau.

Christoph

Ist nicht bei jedem Gymnasium so Es gibt auch Gymnasien, die explizit sagen, so bis zur siebten Klasse lassen wir noch mit Füller schreiben und dann kommt ist nur noch, digital, aber es gibt auch Klassen, die sagen, ab der fünften wird bei uns gar nicht mehr geschrieben, also es ist schon ja, es ist schon ein Wandel Ich weiß nicht.

Jan

Auf welche Zeit ich mich da schlage Also ich finde es irgendwie gut zu sagen, wir müssen mit der neuen Technik irgendwie umgehen.

Christoph

Die Realität ist es schon irgendwie so ein bisschen.

Jan

Ja, total. Ich glaube, ja. Und damit hängt es zusammen. Wann hast du zuletzt buchstabiert und wann musst du überhaupt? Ich glaube, was noch wichtig ist zu erwähnen, ist, dass wir noch nicht wissen oder niemand richtig die Kausalität oder Korrelation davon ganz klar machen kann. Ich glaube, viele schreien das auf und sagen, ja, die Leute können nicht immer buchstabieren, weil sie nur noch am Handy schreiben. Aber das ist natürlich nicht klar, dass es so zusammen geht.

Christoph

Ja, ich glaube, dass sehr unterschiedlich gelernt wird, dass unterschiedliche Menschen sehr unterschiedlich lernen können und manche brauchen das, das mit der Hand geschrieben zu haben, um etwas zu, also eine Ex-Freundin von mir, die hat wirklich alles geschrieben immer, das war völlig irre, die hat Pharmazie studiert und die hat dann so, so, ähm, Wie nennt man das? Solche Formelgleichungen, Bilder, ich weiß nicht, wie man das nennt.

Und die hat das dann gemalt und geschrieben und die hat das, das sah wirklich aus wie von einem Wahnsinnigen, mit drei oder vier verschiedenen Feinlinern übereinander geschrieben. Also es waren dann Zettel, die waren voll mit chemischen Formeln und chemischen Bildern in vier verschiedenen Farben übereinander. Einfach nur, damit sie es geschrieben hat, damit sie es sich merken kann. Weil sie es eben nur sich merken kann, wenn sie das mal zu Papier gebracht hat.

Jan

Also ich sehe, es ist eine Lerntechnik, geht mir genauso. Oder auch so, sich Sachen visualisieren, einfach hilft mal so ein paar Linien auf dem Blatt zu machen. Wie schiebe ich mir das hier zusammen, wie mache ich das?

Und ich habe neulich auch einen TikTok gesehen von, glaube ich, Architekten, die sagen, denen ist es total wichtig, das nicht nur am Computer zu machen, sondern auch jeden einzelnen Strich dann mit Feinleiner doppelt zu ziehen oder so, um zu sehen, der bedeutet auch was, die Dicke davon und sie können sich so viel besser das vorstellen, was sie da bauen oder so. Also es kann eine Lerntechnik oder Visualisierungstechnik sein, die für viele Leute sehr wichtig ist. Deswegen würde ich sagen.

Christoph

Verhandlung dann auch wieder nicht.

Jan

Ja, genau. Also trotzdem fände ich es wichtig, die nicht zu vergessen, sonst sagen wir, für manche Leute ist es super wichtig. Also bieten wir es an, gewissermaßen. Übrigens Spelling, also buchstabieren ist, glaube ich, auf einer Sprache wie Englisch, die halt seit Shakespeare keine Rechtschreibreform hatte.

Stefan

Ja, wo es eben mal dringend notwendig, aber das ist auch so ein Thema. Ja, genau.

Jan

Buchstabierwettbewerbe gibt es ja auch auf Deutsch nicht. Warum auch? Weil es einigermaßen verständlich ist vom Hören, was du da schreibst. Es gibt ein paar Fälle, weißt du, ob du jetzt Nische mit einem Langvokal schreibst oder nicht so. Ja, weiß nicht, aber auf Englisch ist ja, jedes Wort hat ja zehn Möglichkeiten eigentlich, ne?

Christoph

Ja. Das ist ja völlig random. Es wird immer sehr lustig, diese TikToks, wenn sich Amerikaner darüber lustig machen, wie andere Sprachen geschrieben werden. Wo ich mir denke, Leute, ihr habt es nötig.

Jan

Die dann Asch war zu ihrem Ei war, zu ihrer Soße sagen, egal. Weil sie es nicht anders vorstellen können. Englisch ist ein Problem. Viele Leute sagen auch so Französisch und so, aber ich glaube, Französisch ist immer noch ein bisschen transparenter als Englisch von Friftbildern. Es hat sehr viel Sprachwandel stattgefunden und die Schrift hat sich nie angepasst. Furchtbar, furchtbar zum Lernen.

Christoph

Französisch hat ja unheimlich viele Regeln, man muss sie halt nur kennen. Ja, genau.

Jan

Und ich glaube, Englisch, da versagst du halt, weil es gibt halt keine synchronableitbaren Regeln mehr für die Schrift. Da sind halt Sprachwandel passiert in den letzten 500 Jahren. Das hatte nur keiner je geschrieben. Und das ist ein Riesenproblem, weil es die Weltsprache ist, die alle lernen sollen, die aber unfassbar schwer ist, das Schriftbild zu lernen.

Christoph

Nö, du musst im Endeffekt jedes Wort einzeln lernen.

Jan

Ja, okay. Ich möchte noch ein paar Wörter, die ich recherchiert habe, oder ein paar Wörter zur Autogrekt verlieren, weil ich glaube, es klang jetzt alles sehr negativ. Ja. Aber ich glaube, man vergisst auch oft, dass jede Technik erst mal nur eine Technik ist. Und die bringt Positives und Negatives.

Und wie gesagt, wir wissen nicht, ob am Handy schreiben, am Tablet schreiben verantwortlich ist für schlechte Grammatik-Skills oder was überhaupt schlechte Grammatik-Skills sein sollen, glaube ich nicht. Gleichzeitig hilft sowas wie ein System, das dir Lösungen anbietet, total viel. Zum Beispiel beim Sprachenlernen.

Ich bin ganz okay, wenn ich irisch schreibe, aber ich bin immer froh, wenn ich das am Handy machen kann, wo hier mir dann das Wort nochmal richtig, wo ist der Akzent, welche Silbe es lang angeboten wird einfach. Das hilft beim Zweitsprachlernen total. Gleichzeitig hilft es Leuten total, die irgendwie eine Dyslexie haben oder sonstige Beeinträchtigungen beim Schreiben, beim Schreiben lernen oder sowas.

Es gibt total viele Chancen, die wir jetzt erst haben, durch diese Art von Technik, die wir auch wahrnehmen müssen. Das heißt, wir können auch und wir sollten auch gucken, wo können wir was Positives da rausziehen. Also es ist auf jeden Fall einfach eine interessante Entwicklung. Wir müssen gucken, wie arbeiten wir mit der, wie verhalten wir uns zu der.

Ja. Trotzdem dürfen wir problematisieren, dass da immer ein akademisches Register angeboten wird oder immer eine gewisse Sprachvariation auch angeboten wird, die vielleicht nicht immer die ist, die man auch schreiben will. Also wir sind im Zeitalter, wo wir auch sagen können, hey, wir können auch nochmal ein Auto korrekt für, dass ich entweder selber trainiere oder dass es mit einer Umgangssprache funktioniert oder in dem Dialekt ist zumindest denkbar.

Stefan

Warum nicht? Also man könnte es ja sogar trainieren, das bieten ja die meisten Tools auch an, aber es ist halt immer so umständlich, dann irgendwie dem irgendwelche Spezialwörter beizubringen.

Christoph

Es ist schon ärgerlich, wenn man ein Wort bewusst schreibt, einzeln tippt, also ich wische ja meistens Wörter, aber manchmal tippe ich eben Wörter wirklich und dann verändert es zu einem anderen Wort. Nein, ich wollte das so schreiben, das ist dann ärgerlich, aber kann ich alles wollen.

Jan

Genau, also ich würde sagen, Fazit, die Auswirkung auf Sprache oder Sprachwandel ist minimal, wenn überhaupt da, aber es bewegt sich halt trotzdem im Bereich von Standardisierung von Sprache, Standardsprache, Nachtsprache und darüber müssen wir uns auf jeden Fall Gedanken machen, was das bedeutet.

Christoph

Ja, ja.

Jan

Das ist der technische Aspekt, ja, was bringt uns das vielleicht oder wo behindert uns auch eher im Alltag. Ich glaube, wie mit jeder Technik muss man lernen, damit umzugehen, so, ja, wo hilft sie einem, wo behindert sie einem, das ist, glaube ich, immer dasselbe.

Stefan

Ja, ja. Krass, spannend, ja.

Jan

Ich schließe mit einer Anekdote.

Christoph

Ja.

Jan

Es ging so in einer Telegram-Gruppe oder was auch immer, ging es darum, dass irgendwie ein Essen, ein Salat vorbereitet wird oder so und so und so. Ja, was kommt da rein? Was mag jemand irgendwas nicht? Und im Gespräch waren Gurken und ich habe halt so schnell getippt. Ich hasse Gurken und habe dann das Handy weggesteckt, war auf dem Fahrrad, weiß nicht. Ich habe dann so danach so 120 neue Nachrichten gehabt, weil ich hatte geschrieben, ich hasse Türken.

Stefan

Ach, ey, ey. Oh Gott.

Christoph

Vor allem so geil, wenn halt über Salat...

Jan

Völlig wenn, es geht um Salat.

Christoph

Noch einmal treibt der Mann.

Jan

Der hasst Türk und verabschiedet sich dann für eine Stunde.

Christoph

Wow.

Jan

Feindlich.

Christoph

Was ich euch schon immer mal sagen wollte. Ich rede zwar gerade über Salat, aber was ich euch schon immer mal sagen wollte.

Jan

Nein, also waren glaube ich alles Leute, die mir das nicht zugetraut hätten auch. Aber trotzdem waren so die Diskussionen, was ist denn da gerade passiert?

Stefan

Gott.

Jan

Sehr unangenehm. Wow.

Christoph

Super. Ja, vor allem kommt es immer darauf an, in welchem Kontext man das schreibt. Also in welcher Gruppe.

Jan

Es gibt Kontexte, also lass es nur öffentlich auf Twitter sein, die werden wesentlich gefährlicher gewesen.

Christoph

Ja, genau.

Jan

Lieber nicht.

Christoph

Fantastisch.

Jan

Auch das passiert mit Autocorrect, ja?

Christoph

Stimmt, ja. Sehr schön. Ich habe übrigens, es ist jetzt nicht ganz das Thema, aber so ein bisschen, Ich habe meinen Duolingo-Streak abbrechen lassen. Und zwar bewusst.

Jan

Gute Wahl. Mache ich jeden Donnerstag.

Christoph

Weil nämlich, ich weiß nicht, ob er abgerissen ist. Wahrscheinlich ist er abgerissen. Ich habe jetzt in der Woche nicht reingeschaut. Ich glaube, dann reißt er ab, gell? Oder ist es so, dass dann Leute einem Streak of Ice noch schicken, ohne dass man es will? Ich weiß es nicht. Das weiß ich auch nicht. Weil ich habe ja so ein Widget gehabt. Habe ich jetzt auch nicht mehr.

Und das ist ja immer so, dass das dann so, wenn es gegen Mitternacht geht, dann wird das immer so nervös und wird so lila und macht den Schrei von Munk und so. Und oh Gott, oh Gott, du musst jetzt endlich lernen und so. Und, Das wurde mir jetzt zu manipulativ. Das hat nämlich morgens um 10 oder um 11 Uhr, also ganz klar vormittags, hat es eben so getan, als hat es eben den Schrei von Munk gemacht. So, um Gottes Willen, du musst endlich was lernen.

Wo mir dachte ich, ey Leute, das ist, also, ja, wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Und hab direkt das Widget gelöscht, hab gar nicht reingeschaut und hab den Streak abreißen lassen. Können mich am Arsch lägen.

Jan

Das ist mitunter sehr therapeutisch. Also es kommt auch den Lerntyp an, der motiviert es auch. Ich bin auch eigentlich mehr meine... Du bist eigentlich so jemand, du bist schon kompetentiv.

Christoph

Ich bin total, ich hatte einen Streak von über 700. Ja, also ich bin total on fire normalerweise. Diese Gamification, die wirkt bei mir total. Aber wenn es halt so offensichtlich manipulativ ist, dann kommt halt jetzt diese andere Sache, die ich auch habe, nämlich Trotz. Nee, ihr könnt mich mal.

Jan

Ich habe leider erst spät erfahren, dass man bei Duolingo auch Kinderaccounts haben kann. Die sind perfekt. Eigentlich würde ich gerne auf einen Kinderaccount umsatteln, weil die dürfen diese ganzen Glücksspielsachen, auch diese ganzen Listen, Kompetitionen, dürfen die alles nicht haben, weil das halt gefährlich ist und halt Dark Patterns sind, die musst du im Gehirn anspricht, so. Und das ist halt bei Minderringen verboten. Und deswegen würde ich jetzt einfach gerne nochmal reinkommen.

Christoph

Man könnte sagen, das sorgt halt dafür, dass du die Sprache weiterlernst, gell?

Jan

Ja, aber genau, das geht ja, wenn du wirklich motiviert bist, auch anders. Also, ich habe jetzt immer so therapeutisch gemacht, immer Donnerstag Streak abbrechen lassen, damit ich gar nicht aus da reinkomme. Ich will nicht in irgendwelchen Ligen dabei sein. Ich will diese ständigen Erinnerungen haben, gar keinen Bock drauf. Ich möchte eigentlich meine Übungen machen, meine Sprache lernen, weil ich mich dafür interessiere. Ich bin kein Typ, der auf diese sogenannte Gamification anspringt.

Das hat mich immer nur genervt. Ich glaube, das ist das eine Strategie, ist ein Kinder-Account haben, eine andere ist ab und zu absichtlich abreißen lassen, weil da ist man eh gar nicht mehr dabei und kann vielleicht entspannter damit umgehen. Das ist so vielleicht meine Empfehlung für Leute, die eher so lernen wie ich, die das eher nervt trotzdem aber das System Duolingo nutzen wollen, was eigentlich ganz gut ist.

Also ich bin immer überrascht, wie die so aus, weiß nicht, Also Lernperspektive, pädagogische Perspektive, die sind eigentlich ganz geil. Also die glauben ja auch nicht an Vokabeln, sondern machen halt immer ein bisschen Kontext und so weiter. Eigentlich ist Duolingo sehr gut in dem, was es macht. Deswegen würde ich es gerne weiter nutzen, dass ich gerade so meine Strategie ab und zu abreißen lassen.

Christoph

Ja, obwohl es sehr unterschiedlich ist, was die Sprachen angeht.

Jan

Das kann auch sein. Ich habe noch nicht so viel gelernt.

Christoph

Also was ich das Problem hatte bei Norwegisch, was ja eigentlich als eine der Sprachen gilt, die sehr gut ist bei Duolingo, also die sehr viel Material auch hat, ich glaube, es ist auch eine der ältesten, ist, dass die norwegische Seite in der Regel gut ist, aber die englische ist nicht sehr gut. Gerade wenn es da um Übersetzung vom norwegischen ins englische geht, habe ich Probleme, weil ich dann Dinge schreiben muss, von denen ich der Meinung bin, nee, das ist nicht richtig auf englisch.

Das ist nicht die richtige Satzstellung oder keine Ahnung. Aber wenn ich, ja, also werde dann irgendwie bestraft, wenn ich es richtig mache oder es ist gar keine richtige Möglichkeit, da es richtig zu machen. Also, ja.

Jan

Das Problem hatte ich auf Irisch auch ein paar Mal, weil da so halt, ich gebeten wurde, auf Englisch Muster nachzuahmen des Irischen. Ja, genau. Marginal auf Englisch gibt es dieses I do be oder so, das sagen halt die wenigsten Dialekte oder so. Das heißt, da habe ich mich immer ein bisschen stelzen müssen.

Bei Norwegisch Duolingo habe ich neulich geglänzt. da waren wir in der Kneipe und meine abermals erwähnte Mitwohnerin macht halt gerade Duolingo norwegisch, weil sie halt auch in Norwegen Urlaub war, es irgendwie cool findet und charmant und es gab so einen Moment, wo sie so halt schon, also nicht mehr fähig war, sag ich mal, nach ein paar Bieres noch zu machen, hat dann aber halt so um 23.20 Uhr festgestellt, fuck, ich hab halt noch nicht Duolingo gemacht.

Das ist so wirklich so, wie so mit letztem Atem hat sie mir das Handy rüber geschoben und hat gesagt.

Christoph

Ist hier irgendjemand, der so viel duolinges kann, der mir noch den Schick erhalten kann? Ich muss noch norwegisch.

Jan

Dann bin ich. Also ich kann halt gut dänisch, das heißt ich bin dann zusammen und habe so gesagt, ich kriege es jetzt auf die Reihe, habe mich dann so aufs Klo zurückgezogen, habe dann dieses Ding abgefunden, ich kam wie der Held des Tages, habe ich mich gefühlt, kam zurück und habe gesagt, hier, deine Übung ist fertig, ohne Fehler.

Christoph

Kein Problem. Ja klar, wenn du Dänisch kannst, ist das ja kein Problem.

Jan

Ja, denkt man immer so. Also ich unterhalte mich auch mit Norwegern auf Dänisch und wechsle so ein bisschen so Register. Trotzdem es gibt Fallstricke, es gibt Sachen, die sind immer anders, weißt du?

Christoph

Ja, es gibt ein paar Fallstricke, aber also in diese Richtung ist es doch echt easy, weil gerade für einen Deutschen, du sprichst einfach dein Dänisch ein bisschen deutscher aus und dann ist es ja Norwegisch.

Jan

Am Ende Deutsch eh gut. Deutsch super Ausgangsbasis, um andere germanische Parren zu lernen, weil wir haben schon, also wir haben das Maximum an Unregelmäßigkeiten. Ich glaube, wir haben die meisten starken Verben mit Abstand noch. Was haben wir auf Englisch? 30 oder so. Nicht mal mehr. Wir haben hunderte. Das heißt, alles, was es bei denen gibt, gibt es auch bei uns. Deswegen hast du mit Deutsch mal das glückliche Händchen für andere germanische Sprachen.

Ja, hat jedenfalls geklappt. Norwegisch traue ich mir zu.

Christoph

Ja, ich hatte ja Norwegisch oder habe Norwegisch in meinem Account, weil es halt für mich easy ist.

Jan

So genau für diesen Punkt.

Christoph

Ich kann noch ein paar Punkte machen. Ja, nee, wegen Punkten ist gar nicht mehr, da geht es bei mir schon gar nicht mehr drum. Nee, aber so, wenn der Streak erhalten bleiben muss und ich habe keine Zeit und ich habe nur anderthalb Minuten, ja, dann haue ich halt einfach so eine Norbertflexion durch, ohne zu denken. Ja, das ist so easy.

Jan

Da kann man gut dann abreißen lassen. Ja, aber also, pass auf, ein Beispiel noch zum Thema Fallstricke. Ich bin ja Kältologe und ich mache halt viel Irisch. Ich habe auch schon seit jetzt bestimmt zehn Jahren, rede ich regelmäßig Irisch auf Veranstaltungen, ich forsche auch dazu, das ist immer eine Sprache, die ist mir vertraut. Trotzdem habe ich halt zuerst Schottisch-Gaelisch gelernt, was eigentlich im

selben Dialekt-Kontinuum ist. Ja, so die nördlichen Varianten sind sehr ähnlich zu Schottisch. Das heißt, ich habe mich immer sehr sicher gefühlt, wenn ich einfach Schottisch-Gaelisch mit Leuten gesprochen habe, weil ich das viel besser kann, aber halt so ein bisschen anpasse. So wie wenn ich mein Dänisch für Norweger anpasse, ja.

Christoph

Ja, genau. Das ist so, wie wenn ich Dänisch spreche.

Jan

Und erst Jahre später, als ich mal strukturiert Irisch gelernt habe, habe ich halt gemerkt, okay, ich habe halt gegenüber allen Iren, mit denen ich jemals gesprochen habe, nie das Präsens benutzt.

Stefan

Was?

Christoph

Was hast du denn benutzt?

Jan

Ja, die Verlaufsform. Ich klang wie ein Rheinländer. Also ich habe halt immer gesagt, ja, ich bin das am mögen. Doch, ich bin das am machen, ja. Ich bin noch was am bestellen. Oder zum Beispiel es gibt die Formulierung Stolm, also mir gefällt, ich mag das. Ist wörtlich übersetzt, das wusste ich, ist Wunsch auf mir. Und ich dachte halt, das sei so die Umgangsform. So sagt man halt, mir gefällt, dass man sagt, ist Wunsch auf mir.

Aber das geht auf Irisch offenbar nicht. Also offenbar habe ich jahrelang auf irisch immer gesagt, ich wünsche mir statt mir gefällt. Das sind die Kleinigkeiten, wo die Dialekte noch ein bisschen auseinander gehen. Lass es den Stuhl und den Sessel auf österreichisch sein, aber es geht auseinander und das ist mir halt jahrelang noch nicht aufgefallen.

Das heißt, man sollte auch nicht zu arrogant werden, irgendwann von uns zu sagen, ja klar kann ich irgendwie auf Norwegisch switchen von meinem Dänisch oder so. Es gibt immer Fallstrecke, es gibt immer auch falsche Freunde und Ähnlichkeiten, die doch keine Ähnlichkeiten sind. Und deswegen passiert. Trotzdem haben mich alle ihren verstanden, wenn ich halt in Verlaufsform geredet habe. Also ich glaube, darum geht es ja auch.

Stefan

Ich dachte vielleicht, dass du aus dem Rheinland kommst.

Jan

Aus dem schottischen Rheinland.

Stefan

Ja, sowas. Ja. Ja, vor allem, wenn man das irgendwie nach zehn Jahren erst merkt.

Jan

Es fällt mir immer noch schwer. Ich weiß, dass es einen Präsens gibt. Ich weiß auch, wie es gebildet wird. Aber wenn ich mich irgendwie in einer Kneipe unterhalte, wenn es mal dazu kommt, dass man sich in einer Kneipe auf irisch unterhält, mache ich halt versehentlich doch immer Verlaufsformen. So, ne, das ist also, ja.

Christoph

Sehr schön.

Jan

So, das war die linguistische Plauderei.

Christoph

Ja, sehr gut.

Stefan

Grandios.

Jan

Für dieses Mal, ich nehme weitere Fragen entgegen, ist immer nett auch, man kommt ja vom Hundertsten ins Tausende, sagt man glaube ich.

Christoph

Ja, was soll das sein? Haben wir denn noch Themen für heute?

Stefan

Ja, wir wollen noch mal ganz kurz über die Wendeltreppe reden. Ihr habt da jetzt eine staffelübergreifende Zwei-Personen-Show gemacht. Also Bob als Sieger der letzten Staffel gegen, oh jetzt habe ich hier noch.

Jan

Nee, Denise, beide haben in derselben Staffel gewonnen. Also beide waren zur letzten oder hatten welcherisch ungefähr gleich viel. Und wir haben schon mal gemacht, dass wir dann so ein Entscheidungsduell oder so gemacht haben. Jetzt war vor allem unser Ziel, die beiden nochmal einladen, irgendwie ein paar lustige neue Spiele machen, so als Special. Also für mich war es sehr unterhaltsam. Jetzt ist genau der Betroffene, der Bob ist nicht da.

Aber er kann ja nochmal in einem späteren Sneakpot zur Stellung nehmen, wie er es empfunden hat. ich fand es super witzig. Ich fand es grandios.

Stefan

Die neuen Spiele, ich kriege natürlich jetzt wieder keins hin.

Jan

Vielleicht muss man erstmal erklären für Leute, die den Podcast nicht kennen, wir sind eine Film-Podcast oder eine Film-Rezensions- Quiz-Show. Normalerweise lesen wir Film-Rezensionen vor und die Gäste ihnen müssen anhand der Rezensionen raten, welchen Film es geht. Das ist unser Standardspiel. Jetzt haben wir eben für das Special mal ein paar neue Filmspiele uns überlegt und anderswo geklaut und es war so ein bisschen Spaß machen und mal neue Sachen ausbilden. Mir hat es großen Spaß gemacht.

Auch mal so aus dieser schon etablierten Komfortzone rauszugehen. Die beiden GästInnen, wenn eben nicht vorweg wer gewonnen hat, haben sie extrem gut geschlagen, glaube ich. Das war auf jeden Fall sehr witzig, großes Hin und Her. Hat Laune gemacht. Gibt es jetzt zu hören bei der Wendeltreppens nichts. Bevor dann bald auch die neue Staffel beginnt im Mai.

Stefan

Glaube ich. Anfang Mai habt ihr gesagt. Also diese neuen Spiele, ich finde das sehr, sehr gut gelungen. Vielen Dank. Tolle Ideen.

Jan

Ein paar Überraschungshits dabei, Wir hätten nicht damit gerechnet, dass das Hallmark-Spiel so gut funktioniert. Aber das erwähnt irgendwie jeder, der dazu Kommentare gibt. Das war das Spiel. Einfach. Hätte ich auch nicht gedacht. Da geht es darum, dass man den Titel von Liebesfilm von Hallmark errät, indem man nur eine Plot-Zusammenfassung bekommt.

Christoph

Was ist denn Hallmark?

Stefan

Das ist ja los.

Jan

Das ist dieser amerikanische Kanal, der so sehr viele einander sehr ähnliche Filme raushaut, die oft so sehr formelhaft sind. Auch sehr viele Weihnachtsfilme und so weiter. und offenbar sind auch die Titel sehr formelhaft, ähm, Übrigens, hier schließt sich der Kreis. Die Person, die mir das Spiel erfunden und mir vorgestellt hat, Julia, ist die Hundebesitzerin, deren süßer Pudel gerade hier neben mir liegt. Da schließen sich alle Kreise.

Stefan

Das ist also hervorragend. Ja, also Christoph, du hattest es auch noch nicht gehört.

Christoph

Nee, ich hab's auch noch nicht gehört.

Jan

Gerne mal reinhören, wenn ihr den Bob unter Druck erleben wollt oder ein paar lustige Filmspiele.

Christoph

Immer, immer.

Jan

Wenn ihr die anderen, also wenn ihr alle drei Sneakpotler unter Druck hören wollt, dann ist auch in der letzten Staffel einiges los die Lissi war auch da, Sneakpot Festspiele eigentlich ja stimmt.

Christoph

Lissi ist ja auch Sneakpot.

Jan

Apropos wir suchen weiter GästInnen vor allem mit der Betonung auf dem Innen wir haben noch Männer für drei Staffeln.

Christoph

Ihr sucht nicht GästInnen ihr sucht GästInnen es dürfen sich alle gerne bewerben.

Jan

Ihr habt ja.

Christoph

Auch ewig gewartet.

Jan

Bis ihr dann endlich alle drei in derselben Staffel vorkommen konntet. Also genau, wenn ihr ein Typ seid, wir versuchen ein bisschen Geschlechterparität zu behalten, dann seid ihr vielleicht nicht sofort dran, sondern erst in ein, zwei Staffeln. Wenn ihr kein Typ seid, dann sind die Chancen gut, dass ihr bald dran seid bei der Wendetreise.

Christoph

Also ich möchte mich hiermit bewerben. Für in drei Jahren dann.

Jan

Rematch, das ist nochmal eine andere Frage.

Christoph

Ja, genau.

Stefan

Oh ja.

Jan

Macht auf jeden Fall immer Spaß, Ich freue mich schon darauf, dass die Staffel jetzt auch weitergeht. Es ist immer eine große Gaudi.

Stefan

Aber ihr macht wieder quasi die normalen Spiele und nicht die neuen Sachen.

Jan

Es geht immer los mit einem klassischen Wendeltreppenduell zwischen Christian und mir, dass dann eine Gästin moderieren wird. Da freue ich mich auch schon sehr drauf. Das ist immer schön.

Stefan

Oh ja, das ist auch immer sehr gut. Wo ihr dann auch mal aufeinandertrefft sozusagen.

Jan

Das ich glaube ich noch nie verloren habe, oder? Aber wir werden sehen. Irgendwann, Irgendwann ist das das erste Mal.

Christoph

Boah, also diese Hallmark-Filme, ich google mich da gerade durch, das ist wirklich unerträglich.

Stefan

Ja, und du kriegst halt nur die Zusammenfassung gesagt.

Christoph

Nee, ich schaue mir nur die Titelbilder an. Und es sind halt lauter so Titelbilder wie so diesen Weihnachtsfilm, den du mal vorgeschlagen hast.

Stefan

Ja, das kann ich auch mal vorgeschlagen haben.

Jan

Sie stehen vorm Weihnachtsbaum, weißes, heterosexuelles, reiches Paar.

Christoph

Und immer grün und rot gekleidet.

Jan

Genau, einer trägt einen roten Pulli, einer einen grünen.

Christoph

Unerträglich. Und lauter Bilder, wo ich mir denke, solche Filme habe ich schon gesehen. Genau diesen, ach nee, ist ein anderer Schauspieler. Egal. Das nächste Bild ist wieder genauso.

Jan

Auch da können Perlen dabei sein. Wir hatten einen Weihnachtsfilm in der Runde auch. Von dem, was ich nachher herausstellte, ist schon irgendwie auch Produktionswert dahinter. Da spielt Carrie Fisher mit auch. Manche sind, glaube ich, doch irgendwie interessanter. Ich werde mich zurückhalten und keinen davon für hier vorschlagen.

Christoph

Hat der Stefan ja auch schon gemacht.

Stefan

Das war so schlimm.

Christoph

Das war wirklich schlimm, ja. Das war, glaube ich, auch nicht einer der Besten.

Stefan

Nee, nee, nee, nee. Ja, also, die Wendele Treppe ins Nichts sei hiermit unbedingt erfohlen.

Jan

Ja, vielen Dank, dass ich hier nochmal die Werbung platzieren darf. Aber es ist auch ein Herzensprojekt, macht einfach Laune.

Christoph

Ja, das merkt man euch auch richtig toll.

Stefan

Also ich finde, das merkt.

Jan

Man sich vermisst. Wir haben jetzt ein paar Monate nicht.

Christoph

Ja, ich merke mich sowohl in der ersten Stunde. Ich kann mich noch erinnern, wie du es damals angekündigt, oder was, Christian, einer von euch hat es angekündigt, was da kommt. Ich glaube, Christianes Ankündigung habe ich zuerst gehört. Und da dachte ich, oh ja, das ist eine geile Idee. Da freue ich mich drauf. Und dann kam es und seitdem bin ich dabei.

Jan

Sehr schön.

Stefan

So.

Christoph

Was haben wir denn noch?

Stefan

Haben wir noch was?

Christoph

Ja, logisch.

Stefan

Was habt ihr denn diese Woche trainiert? Jan.

Christoph

Ach Gott.

Stefan

Hast du trainiert?

Jan

Ja, tatsächlich. Pass auf. Nicht nur, um mich auf den Podcast vorzubereiten, sondern auch so, weil ich das einfach gerne mache. Und zwar ist ja eigentlich, ich gehe gerne schwimmen.

Stefan

Das erzählst du jetzt aber alles nur, weil du weißt von letzter Woche, dass keine Stadtplätze mehr vorhanden sind. Sonst hätten wir mich da schon reingequatscht.

Jan

Das stimmt. Und jetzt hat, also ich wohne jetzt schon hier in Würzburg, auch in dieser Wohnung seit über fünf Jahren und direkt hier, also wirklich 100 Meter weiter gibt es ein Schwimmbad und es war aber immer geschlossen. Renovierungsarbeiten, dies, das, Pandemie, dies, das. Ich habe immer gewartet, jetzt seit Anfang des Jahres hat es endlich auf und das war eine Revolution für mich. Ich gehe jetzt wirklich zwei, dreimal die Woche einfach schwimmen, so.

Mal morgens entspannen, das macht total Spaß. Dann sieht man da seine paar Bahnen, ist halt wirklich, also ist so, stellt euch das kleinste und kälteste Becken vor, das ihr je gesehen habt, ohne jedes Ambient und irgendwas drumherum. Und mehr gibt's nicht, aber man kann halt mal schnell schwimmen gehen auf dem Weg in die Innenstadt, weiß nicht, macht man das nochmal eine halbe Stunde, ist einfach geil, macht Spaß. Deswegen gehe ich jetzt wieder regelmäßig schwimmen, war diese Woche zweimal.

Da kann ich ja mal anfangen. Nachdem mein Rippenbruch auch verheilt ist, darf ich auch wieder ins Wasser.

Christoph

Woher hast du einen Rippenbruch gehabt?

Jan

Ja, ich hatte ursprünglich eine Zwerchfellentzündung und habe mich dabei so verkrampft und mich immer nicht getraut zu husten, dass da immer, wenn ich gehust habe, besonders schmerzhaft war. Ich habe mir den Rippenbruch, also eine angebrochene Rippe erhustet. Das passiert auch erst ab einem gewissen Alter.

Christoph

Da frage ich mich, wie stark hustest du oder was für morsche Knochen hast du?

Jan

Ich war halt komplett verkrampft, weil ich diese, es war alles so entzündet, hat alles weh. Ich habe mich nie getraut, auch nur richtig auszuatmen, dann kam so der Huster, den ich halt so eine Stunde zurückgehalten habe, dann ging es so halt dann wieder 10 Minuten nur husten und es tat unfassbar weh und ich habe mich dabei noch mehr verkrampft und das hat offenbar gereicht, um mir dann die Rippe rauszuhusten. Bisschen blamabel alles, aber es ist inzwischen alles wieder gut.

Deswegen fange ich langsam an wieder schwimmen. Also Thema Training, wenn wir da sind, ist krass, wie sehr man so abbaut. Also ich habe ja so, neben mir Die Verhausschweinung Ja.

Christoph

Richtig. Grüße gehen raus, Hubert.

Jan

Genau, und pass auf, neben mir liegen so ein paar 4-Kilo-Hanteln, so kleine. Und die habe ich eigentlich ursprünglich gehabt für so ein bisschen so Rückenübungen, so ein bisschen. Und inzwischen ist das Krafttraining. Also nachdem ich jetzt wirklich länger gar keinen Sport gemacht habe, das ist richtig anstrengend. Ich fühle mich wie so ein Pumper, wenn ich die so hochhebe. 4 Kilo, ne? Das waren ein paar Monate, die man nichts gemacht hat. Ich war auch vorher nicht

der krasse Sportler. Ich habe mal ein bisschen auf den Basketballkorb geworfen, geh ab und zu schwimmen, das war es. Aber auf einmal hat man komplett abgebaut, weil man halt ein paar Wochen nur rumlag. Das ist schon krass.

Stefan

Das gehen wir mit meinen Beinen auch zu.

Christoph

Lass es 20 Jahre sein. 10. 15 Jahre. Stefan, kannst du was zum Schwimmen beitragen?

Stefan

Ja. Ja.

Christoph

Ich weiß doch. War es für dich auch so ein Vergnügen wie für ein Jan?

Stefan

Es war jedenfalls nicht so schlimm wie beim letzten Mal.

Christoph

Du meinst, du hast nicht gekotzt diesmal?

Stefan

Ja, genau. Die Große war die Woche, haben die irgendwie länger Schwimmtraining gehabt und Und die Kleine war, weiß ich nicht, beim Turnen. Und so konnte ich dann auch mal ein paar Bahnen ziehen. Und ich bin, glaube ich, 800 Meter geschwommen oder so. Also 32 Bahnen sind das, ja.

Christoph

Das ist ja mehr, als wir brauchen.

Stefan

Ja, ja. Habe ich mir auch gedacht, aber nach 500, ich bin halt immer 100 geschwommen, dann habe ich Pause gemacht. Da habe ich mir gedacht, nee, nee, du musst halt 500 irgendwann nochmal durchschwimmen können. Aber ich wollte es dann noch nicht übertreiben und mich wieder in irgendwelche Pulsregionen transferieren, die dann mich den Heimweg unterbrechen lassen. So Scherze. Nee, nee, nee. Ja, nee, also ich war, genau, war schwimmen, ja, 800 Meter, also keine Ahnung, halbe Stunde oder so.

Jan

Das ist schon ordentlich.

Stefan

Ich war, ja, aber, also, ich bin halt früher ernsthaft geschwommen, deswegen ist das für mich so, ja, das müsste halt, es müsste mehr gehen.

Christoph

Ja, und du hast ja auch eine Seehundfigur, also es sollte mehr gehen.

Stefan

Ja, du warst schon tropfenförmig. Ich war laufen viereinhalb Kilometer und gestern war ich hier noch auf dem Indoor-Fahrrad, da habe ich allerdings nach einer halben Stunde aufgehört weil mir das Knie angefangen hat weh zu tun, was halt nicht so optimal ist aber laufen, also das was eigentlich für mein Gefühl das Knie mehr belasten müsste das geht recht gut, aber ich laufe halt wirklich sehr langsamer Moment einfach um um in diesem Grundlagenausdauerbereich zu bleiben. Ja.

Christoph

Mann, Mann, Mann. Ja, ich habe ja vor, das ist ja mittlerweile auch schon wieder fast zwei Wochen her, bin ich mal Fahrrad gefahren.

Stefan

Da haben wir, glaube ich, auch letzte Woche schon drüber gesprochen oder vorletzte Woche.

Jan

Aber kein E-Fahrrad. Das war ein großer Streitpunkt.

Stefan

Das war ja mit dem Daniel. Nee, der Christoph hat ein Foto uns geschickt, wie er so komplett erschöpft irgendwo liegt.

Christoph

Zerstört. Da war ich halt nur fünf Kilometer gefahren.

Stefan

Fünf Kilometer gefahren. Fehlen noch 15. zu händen.

Christoph

Ja, genau. So, oh, das wird schlimm. Das wird wirklich schlimm.

Jan

Es gibt, Entschuldigung, es gibt bei mir in der erweiterten Familie jemanden, den habe ich nur zweimal in meinem Leben gesehen. Und jedes Mal, also ein älterer Herr, jedes Mal hatte er ein anderes T-Shirt an, auf dem sich aber so über E-Fahrradfahrer lustig gemacht wurde. Also das Genre schon. Er hat offenbar mehrere Kleidungsstücke, wo so draufsteht, ja hier, ich schaffe es auch ohne Motor über den Berg. Ja, mach das auch wirklich.

Ich glaube, der ist ein extrem krasser Verfechter, der macht große Fahrradtouren, aber ich finde trotzdem das Genre irgendwie geil, sich so sehr über, also als wäre es auch ein Vergleich, sich so sehr über E-Fahrradfahrt lustig zu machen. Du musst bei der Folge letzte Woche kurz dran denken, als das Thema war.

Christoph

Ja, das ist wie die Leute, die hinten Aufkleber auf dem Auto haben, dass sie stolz darauf sind, Diesel zu fahren und so. Sehr schräg. Naja.

Jan

Also du bist Fahrrad gefahren?

Christoph

Ja, nee, aber mehr ist dazu nicht zu sagen, weil es war nicht römlich.

Stefan

Und das ist zwei Wochen her, oder? Oder bist du seitdem nochmal gefahren?

Christoph

Nee, ich war ja seitdem nicht im Sneakpot, deswegen gilt das noch.

Jan

Moment, wenn ich jetzt alles shoppen darf.

Christoph

Wann war ich zuletzt im Sneakpot?

Stefan

Du musst es kilometerweise schwimmen.

Christoph

Und seitdem bin ich immer nur Kurzstrecke gerannt, weil nämlich meine Tochter jetzt Skateboard fahren lernt. Ziemlich, tatsächlich ziemlich mit Esprit. War auch heute wieder und zwar also fast täglich, muss man wirklich sagen. Und war heute auch wieder sehr schön auf dem Skaterplatz, weil das einfach schön ist, weil Skater einfach sehr angenehme Leute sind und sehr... Wie soll man sagen? Hilfsbereit? Nee, ist nicht ganz das richtige Wort, aber so sehr mitfiebern.

Wenn Sie merken, okay, da ist jemand, der will wirklich, weil auf Skateanlagen ist ja häufig so, da sind dann so Kinder, die mit Rollern rumfahren oder mit Rollerblades und sowas, die dann eher immer ein bisschen stören. Aber wenn dann eben ein Kind oder damals wie ich, als ich Mitte 20 war, ein eigentlich zu alter, aber Anfänger, versucht wirklich Skateboard zu fahren, dann sind Skater immer total hilfsbereit und total nett und einfach sehr, sehr gute Vibes.

eben nicht wie beim Surfen, sondern eben ja, so, ja, wirklich nett. Und so war das heute auch wieder. So waren so zwei Alte, die dann, wie sich rausgestellt hat, weil die haben auch Musik aus so einer Beatbox gespielt und das war dann so aus meiner Jugend. Da hab ich dann so, oh cool, das ist ja aus meiner Jugend. Das war so Green Day und so, ja. Und dann haben sie gesagt, ja, auch aus unserer. Wir sind ja wahrscheinlich

ein Jahr gegangen. Und ich hab gesagt, na, ich glaub, ihr seid ein bisschen jünger als ich. So, ne, das kann nicht sein. Dann hab ich gesagt, na, ich bin 47. Ja, wir sind 43. Okay.

Stefan

Okay, gilt.

Christoph

Und die waren halt mit dem Snakeboard unterwegs. Also ich habe seit 30 Jahren kein Snakeboard gesehen, dass es es überhaupt noch gibt. Irre. Und die haben aber sofort die Rose angesprochen. Hier übrigens, einmal im Monat haben wir hier für Kinder, die sich interessieren, so Tag der offenen Tür, so im Endeffekt so, ja, also so zum Kennenlernen. Das wäre doch was für dich, du bist ja schon richtig gut. Und sie ist tatsächlich

schon richtig gut, muss ich echt sagen. Also sie fährt halt mittlerweile Rampen runter, Und auf der anderen Seite eine Rampe hoch und wieder runter. Also ohne, dass ich es festhalte. Also es ist wirklich richtig gut. Also vor allem ein Kind, was halt nicht Fahrrad fahren kann, weil sie das mit der mit dem Gleichgewicht nicht hinkriegt, weil sie ja so eine spaßische Lähmung hat.

Jan

Aber das Gaten geht?

Christoph

Das Gaten geht, das finde ich echt cool.

Stefan

Das ist echt gut.

Jan

Und ich glaube, du hast völlig recht.

Christoph

Mit was?

Jan

Dass die Szene auch irgendwie cool ist und auch so aufnimmig. Ich muss daran denken, wie mein ehemaliger Mit-Podcaster von Archivtönen, der Kamil, hat irgendwann den Hashtag SkatenÜ30 etabliert. Er hat so auch einfach als, also du meinst, du warst schon Mitte 20 zu spät dran, hat er irgendwann einfach angefangen, weil er es irgendwie cool fand, hat sich da so hinbegeben, wurde total warm von den Leuten aufgenommen. Alle haben ihm geholfen. Das war, glaube ich, sehr angenehm.

Christoph

Ja, irgendwelche 16-Jährigen, die dann mit dir mitfeiern, wenn du zum ersten Mal in so eine Rampe droppst und sowas.

Jan

Ich glaube, gerade für Kinder ist das auch richtig cool. Warum nicht?

Christoph

Nee, und sie ist richtig gut dabei. Und genau, warum ich es erzähle, ist, ich renne halt schon mit, um sie aufzufangen, wenn sie halt runterfällt. Also alles, was sie mit dem Skateboard zurücklegt, lege ich halt rennend zurück. Deswegen, gewisser Training-Effekt ist schon da.

Jan

Ja, ja, eindeutig.

Stefan

Das ist lustig.

Christoph

Hat der eine Skater heute auch gemeint, ja, da wird man schon auch ganz schön warm, wenn man da immer die mitrennt. Ist auch Sport. Ja, ist Sport. Das stimmt.

Stefan

Das war bei uns, wir haben ja bei uns in der Nähe so eine BMX-Bahn und als wir da anfangs immer hin sind, war es auch oft so, dass ich dann halt mit denen die halbe Runde mitgelaufen bin und sonst irgendwas.

Und jetzt fahren die da beide die Runden eigentlich ganz locker, Und jetzt war ich, auch vor zwei Tagen war ich da, die eine geht über den größeren Sprung drüber und leider hat sie oben auf dem Hügel komplett zerlegt, hingegangen, geholfen und in dem Moment schreit es von der ganz anderen Ecke vom Kurs, weil die andere sich auch gelegt hat, muss ich auch über diesen Kurs rennen, wie ein Irrer, um dann meine Kinder wieder einzusammeln und zu verarzten.

und ja, also war im Endeffekt nicht schlimm, hat trotzdem ein bisschen geblutet und so und dann sind wir wieder langsam nach Hause getrottet, aber, sie wollen trotzdem wieder hin und die Große, also die fährt auch schon mittlerweile mit einem Tempo über diese Hügelsprünge, dass sie auch mal das Vorderrad vom Boden lösen kann und so, also ohne, dass sie das eben bewusst jetzt hochreißt oder so. Das war schon ganz cool, aber für mich dann doch ansteckend und erschreckend.

Erst die eine schreit, noch die andere. So, oh, die kommen aber schnell. Cool. Auf dem Mügel komplett zerschellt.

Christoph

Die Rosa hat heute auch einmal, sie will dann immer die Treppe runterfahren. Was? Ja, das ist mal krass.

Stefan

Mit Skateboard.

Christoph

Ja, mit Skateboard.

Jan

Kann man machen.

Christoph

Kann man machen, ja. Habe ich nie gekonnt, aber ja, macht sie.

und da hat sie dann aber beim Eimer hat sie sich gelegt und da habe ich sie dann schon noch so gepackt und da hat sie aber so ein bisschen, ja Spagat nicht gemacht, aber so ein bisschen gezerrt, also, und dann hat sie heute, als wir nach Hause kamen, wollte sie quasi sofort gesagt, ah sie wird jetzt gerne die Orthesen anziehen, weil sie trägt ja nachts Orthesen, damit die, weil sie kann ja, sie hat ja so einen Spitzfuß, also so sie steht praktisch von alleine würde

sie auf den Zehenspitzen laufen und deswegen wird ihr Fuß jede Nacht praktisch so in 90 Grad Winkel gezwungen, damit sie eben, ja, damit sie die Ferse runterbringt.

Und wir waren kaum zu Hause, sie hat gesagt, ja, sie will jetzt gerne die Orthesen anziehen, weil sie hat so ein bisschen, sie merkt, dass sie Spannung im Bein hat und so habe ich gesagt, Rosat, du hast einfach dich überzerrt, also du hast dich gezerrt, ja, das ist, ähm, sie hat so das Gefühl so, ja, die Orthese, die regelt alles, ja, so, wenn sie irgendein Problem im Bein hat, zieht sie die Orthese an, dann ist alles wieder gut.

So, nee, Rosat, du hast das einfach beim Skaten ein bisschen hingefallen und hast dich gezerrt, das ist, das gehört dazu. Also, ja. Das ist echt süß. Ich habe euch ein Video geschickt in der Dings-Kategorie.

Stefan

Sieht super aus. Sehr cool.

Jan

Gehört dazu, ist so ein bisschen das Thema, ne?

Christoph

Ja, genau, gehört dazu. Ja, ich meine, das gehört auch dazu, jetzt musst du es ja auch erst lernen, dass wenn man fällt, dass man dann nicht nach Hause geht und weint, sondern dass man dann möglichst gleich draufstellt, um nicht wieder, habe ich ja heute auch wieder bei den Typen, der eine hat sich ganz fies auf den Steiß gelegt, der ist so gegrindet mit einem Snakeboard, Und hat sich dann hingelegt und ist mit dem Steiß halt voll auf die Kante.

Jan

Das Ding beim Skaten, man legt sich halt oft aufs Maul. So, weißt du, das eine Mal, das man schafft, dem gehen halt hunderte Male voraus.

Christoph

Dem man schafft. Ja, genau. Und das ist der Punkt mit dem Alter. Das habe ich gemerkt, wo ich Mitte, Ende 20 war. Da baut man halt durch so sich hinlegen viel mehr Ängste auf, als das ein 16-Jähriger machen würde. Also es ist schon sinnvoll, früh anzufangen.

Jan

Ich habe mich ja auch so mit 15, 16 Mal so ein Jahr lang für einen Skater gehalten, hatte auch so ein Skateboard, habe mir die Haare grün gefärbt und zu Punk gehört.

Christoph

Natürlich.

Jan

Die Karriere ist auch nie weit gedient, sage ich mal.

Christoph

Kann ich mir sehr gut vorstellen bei dir.

Jan

Auf jeden Fall, das war die Zeit.

Stefan

Naja, jetzt sind es andere Zeiten. Jetzt kommen nämlich die Zeiten, wo wir Dead Jokes erzählen.

Christoph

Oh Gott!

Stefan

Wer Bob normalerweise Dead Jokes erzählt?

Christoph

Ja, warum der Jan jetzt Dead Jokes erzählen, ist mir nicht ganz klar.

Stefan

Aber ich habe auf jeden Fall ganz viele dabei.

Jan

Ich dachte, wir dürften halt die Kapitelmarke nicht verstreichen lassen, weil Bob nicht da ist.

Christoph

Nein, auf keinen Fall.

Jan

Wisst ihr zum Beispiel, aus welchem Land die meisten Geheimagenten kommen?

Christoph

Oh, scheiße. Nein.

Jan

Aus Argentinien?

Christoph

Hä? Argentinien. Oh, scheiße.

Jan

Entschuldigung. Du musst irgendwie improvisieren.

Christoph

Nee, super.

Jan

Okay. Seid ihr eigentlich per Anhalter heute hergekommen? Ihr seht so mitgenommen aus.

Christoph

Ich bin mitgenommen, weil ich hier eine Drittelflasche Buffalo Trace getrunken habe.

Jan

Ich fürchte, der Weißwann setzt mir auch zu, aber ich wollte es halt nicht verstreichen lassen.

Stefan

Ja, der Rye hier ist auch leer. Und meine Dreijährige, Dreieinhalb, bald Vierjährige kam neulich an und hat gemeint, Papa, weißt du, warum der Frühling die gefährlichste Jahreszeit ist?

Christoph

Weil die Bäume ausschlagen?

Stefan

Genau. Und da hat sie sich kaputt. Christoph, du kennst es ja.

Christoph

Ja, klar.

Stefan

Jan, du auch. Die sind drei. Und dann so, okay. Also, das zu verstehen und dann auch so zu bringen.

Jan

Manchmal wird auch der Witz nicht verstanden. Ich erinnere mich daran, wie ich mal auf einer Silvesterfeier, wo meine alleinerziehende Mutter mich so dabei hatte, irgendwie notgedrungen, da habe ich mal als kleines Kind einen im Nachhinein sehr inappropriate sexuellen Witz erzählt, den ich halt so mal im Fernsehen aufgeschnappt hatte und dachte, ich verstehe ihn. Ich weiß bis heute noch, dass die gesamte Feiergemeinschaft mich so angeschaut hat.

Christoph

So etwas habe ich auch mal erlebt. Da war ich ja auf einer Geburtstagsfeier von meinem Schwiegervater. Ich glaube, da war er noch nicht mal mein Schwiegervater. Und die hatten immer so eine ja, Eingeschworene Freundesgruppe, so von, was halt in der Regel oder hauptsächlich so auch so stellvertretende Bürgermeister der Nachbarorte waren. Und die hatten halt einen dabei, der war zum ersten Mal auf dieser Geburtstagsfeier

dabei und der war halt viel jünger. Das war irgendwie so ein Neureicher im Endeffekt. Der hat hier irgendwie, keine Ahnung, irgendein Unternehmen hier. Aber der war viel jünger als die anderen. Also immer noch älter als ich, aber viel jünger. Der war vielleicht 50 oder so.

und dann war halt diese Feier und so, war ganz lustig und so und die haben Alkohol getrunken und so und irgendwann kommt so dieses Gespräch war so ein bisschen, ich will nicht sagen, es war am Erliegen, aber es war so, es war gerade nichts los im Gespräch so am Tisch und da sagt dieser Typ der zum ersten Mal bei dieser Gruppe dabei ist von Leuten, die viel älter sind als er, wo er glaube ich auch nicht so gar nicht richtig einschätzen kann,

wie die so drauf sind aber der sagt halt einfach so ach, weißt du was, ich erzähl mal einen dreckischen Witz. Und dann hat er wirklich einen dreckischen Witz erzählt, der wirklich einen dreckischen Witz war. Und alles so leicht so verstört. Sollen wir jetzt lachen? Es wurde dann so ein bisschen Höflichkeit sein, aber es waren alle so äh, was bringt der hier?

Jan

Ich hab halt irgendwo auch ein Herz für Leute, die gar nicht wissen, wann etwas irgendwie angemessen ist und wann nicht.

Christoph

Der konnte das überhaupt nicht einschätzen. Und es war auch nicht angemessen. Aber es hat er einfach gebracht. Ich erzähle mal einen dreckigen Witz und es mit Ansage. Fand ich herrlich.

Stefan

Ich wollte ja jetzt noch den Witz hören, den der Jan als Jugendlicher oder Kind erzählt hat.

Jan

Den kriege ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Irgendwas wurde eingeführt und es war so mehrdeutig. da war was los.

Christoph

Ja, unser Sohn, der ist jetzt vierte Klasse, Ende vierte Klasse. Da geht es jetzt auch langsam um Aufklärung und so.

Jan

Ja, klar.

Christoph

Meine Frau hat jetzt neulich gesagt, ob wir jetzt langsam mal anfangen sollen, ihn aufzuklären und so. Weil wir jetzt mehrfach gemerkt haben, dass er also offensichtlich keinen Dunst

hat. Wir haben noch nicht mit ihm, groß darüber gesprochen, über sexuelle Aufklärung, aber er bringt jetzt auch manchmal so Dinge, also er liest zum Beispiel immer in diesen Katapult, Veröffentlichungen, die hier bei uns immer reinschneien und da sind ja auch Dinge drin, die so mehrdeutig sind, die er dann nicht versteht. Merklich. Oder auch nicht sogar zu wissen, wie wir darauf reagieren sollen. Aber ich befürchte, wir werden jetzt doch bald mal mit ihm drüber reden müssen.

Jan

Ja, was heißt befürchte? Also es ist ja auch eine Chance.

Christoph

Ja, natürlich. Klar, meine Frau, die ist eine Pädagogin auch. Das sollten wir auch hinkriegen.

Stefan

Wenn das jemand, dann ihr auf jeden Fall.

Christoph

Das sollte möglich sein. Aber es ist schon ein komisches Gefühl. Auf jeden Fall. Weil man nimmt dem Kind ja irgendwie so eine gewisse Art von Unbeschwertheit auch.

Jan

Ja, aber auch nur, wenn man Sexualität als was nicht normal ist, sondern irgendwie Beschwerung auch begreift. Ich weiß, das ist schwer. Wir leben in einer Kultur, da ist das so. Und ich stelle es mir auch irgendwie kinderlos, der ich bin, so einfach vor. Ich glaube auch, einen Umgang zu schaffen, in dem Sexualität was völlig Normales ist, was halt existiert, ist glaube ich auch sinnvoll. Also, ja.

Christoph

Ja, aber.

Jan

Wird sicherlich schwer, klar.

Christoph

Aber wenn man sich überlegt, dass halt Verhaltensweisen von ihm jetzt noch vollkommen unsexualisiert sind.

Jan

Das stimmt.

Christoph

Und sobald man diesen Kontext herstellt, in seinem Kopf dann halt diese Verknüpfung bestehen könnte. Also, das ist halt schon, ja, es ist strange. Da fällt mir ein. überlege, wie er mit uns umgeht oder wie er mit seiner Schwester umgeht und so, das ist halt noch völlig unsexuell und wenn dieses Thema aufgebracht ist, dann besteht da halt eventuell so eine Verknüpfung dann, ja?

Jan

Dann sind gewisse Sachen auf einmal awkward oder nicht mehr okay, ne?

Christoph

Ja, genau, genau. Das ist komisch. Deswegen ist das schon auch irgendwas Großes für Eltern dann.

Jan

Auf jeden Fall, gehört auch dazu.

Christoph

Wo man sich auch überlegt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt oder warten wir noch bis in die fünfte Klasse oder es ist komisch.

Jan

Ich wollte gerade erzählen, dass ich auf einer sehr spannenden Ausstellung war in Frankfurt kürzlich. Im Museum für Kommunikation gibt es die Sexausstellung, wo es glaube ich vor allem darum geht, wie über Sex gesprochen wird und gesprochen wurde, historisch gesehen und heute.

Also, ja, vieles war jetzt eher so basic, wenn man sich schon mit diesen Themen befasst hat, aber auch spannende Sachen dabei, gerade so die ältere Aufklärungsliteratur so zu vergleichen, wie hat sich das irgendwie in der Bundesrepublik entwickelt oder wie anders war es auch in der DDR zum Beispiel. Wann wurde aufgeklärt, wie, mit welchen Materialien, welche Themen wurden angesprochen.

Total spannend, das fand ich mit, also an der Ausstellung mit das Bemerkenswerteste, wo ich irgendwie am meisten vorhin mitgenommen habe.

Christoph

Wurde in der DDR früher aufgeklärt oder?

Jan

Ich habe das Gefühl, also früher ja, ich habe das Gefühl, wesentlich freier irgendwo. Das ist ganz spannend. Die Materialien unterscheiden sich erheblich. Also kann sich da irgendwie cool angucken. Das ist auch gar nicht so, als sei es irgendwie in den 60ern alles verklemmter gewesen als heute oder so. Das ist immer auch so ein bisschen auf und ab, mal so, mal so. Also das fand ich wirklich spannend. Das war so mit für mich das Interessanteste, die Entwicklung von so Aufregungsliteratur.

Auch so alte Filme oder alte Cartoons, wie es halt bei der Sendung mit der Maus mal gemacht wurde oder so. irgendwie total bemerkenswert.

Christoph

Ja, meine Frau hat da auch so ein Buch jetzt vorgekramt und hat gesagt, hier, sollen wir ihm das mal geben? Habe ich gesagt, nee, das möchte ich erst mal lesen. Und jetzt habe ich das gelesen, noch nicht ganz, aber fast. Und das ist halt schon sehr so im, ich habe dann zu ihr auch gesagt so, das ist schon so ein bisschen im Geist der 70er und spät 61er und so. Und da hat sie gemeint, ja, ja, das ist aus meiner Kindheit, also aus den 80ern. Aber das finden wir ja gut, oder?

Ja, da wurden halt Dinge schon noch anders pädagogisiert, als das heute wird. Ja, 18-18 haben schon was gebracht in der Hinsicht. Haben nicht nur Gutes gebracht, aber schon auch halt sexuelle Tabus. Gerade so, was halt Pädagogik angeht, schon aufgebrochen, klar. Und zum Teil da auch Gutes gebracht.

Jan

Jetzt rennt der Hund hier wieder rum, ist auf einmal wieder hellwach.

Stefan

Musst du heute Abend nochmal raus?

Jan

Nee, nochmal, also ganz ehrlich. Also um 10 ist ihre letzte Runde, ganz regulär. Mal gucken.

Stefan

Du verdirbst die Preise, gell, wenn du jetzt um 1 Uhr raus... Nee, tut mir leid, also die ist immer um 1 Uhr nachts nochmal raus. Bist du verrückt?

Christoph

Da hat die sich jetzt dran gewöhnt.

Stefan

Dann darfst du nie wieder haben. Und das da wäre ich vorsichtig.

Jan

Das da wäre ich auch vorsichtig. Das ist schon die größte Freude.

Stefan

So.

Jan

So. Eine abschließende Kapitelmarke haben wir noch und zwar Jetzt ist sie hier am Lahnkabel, das ist nicht gut, hör mal.

Stefan

Oh, es ist schon einmal kaputt gegangen.

Jan

Nicht nochmal, nicht nochmal heute Abend.

Stefan

Bitte nicht.

Christoph

Wie die Katzen von Stefan. Am liebsten am Lahnkabel nagen.

Stefan

Ja, die fressen dauernd diese Kabel an. Das ist echt ein bisschen nervig.

Christoph

Ich sag's nur immer wieder, die Hühner würden das nicht tun.

Stefan

Ja.

Christoph

Einfach die besten Haustiere, vor allem weil sie draußen sind.

Stefan

Aber die sind auch nicht so kuschelig.

Christoph

Die sind sehr kuschelig.

Stefan

Ja.

Christoph

Aber halt nicht abends. Abends sitzen sie in der Stange und wollen nicht mehr gekuschelt werden. Die sind wirklich kuschelig. Das schon.

Stefan

Also unsere Katzen auch.

Christoph

Ja, die sind super kuschelig, eure Katzen. Das muss man schon sagen. Die sind echt super süß. Was ist das für eine Rasse?

Stefan

Birma. Heilige Birma.

Christoph

Heilig Birma.

Jan

Das klingt wie eine Birma.

Christoph

Heilige Bim Bam, ja.

Stefan

Ja, weiß und blaue Augen, wobei die jetzt nachdunkeln und sie sind schon ein bisschen größer geworden als zu der Zeit, dass wir sie bekommen haben, aber ja gut, die müssen auch noch ein bisschen wachsen, so zwischen 4 und 5 Kilo erreichen sie dann am Schluss.

Christoph

Das ist wirklich wie unsere Hühner, ist ja lustig.

Jan

Ja, genau wie die Hühner.

Stefan

Genau wie die Hühner.

Christoph

Zwischen 4 und 5 Kilo.

Stefan

Ja, auch die Großen?

Christoph

Ja, doch gerade die Großen.

Stefan

Ja, die Kleinen.

Christoph

Die Kleinen nicht, die wiegen Pfund.

Stefan

Ja, genau. Hätte ich auch gesagt. 500 Gramm.

Christoph

Die großen viereinhalb Kilo.

Stefan

Naja, so.

Christoph

Wer schlägt uns denn einen Film vor?

Stefan

In der nächsten Woche haben wir schon wieder einen Gast.

Christoph

Oh, wer kommt denn?

Stefan

Das praktische ist.

Christoph

Wer bringt diesmal was aus deinem Studienfach mit?

Jan

Oh Gott, schon wieder linguistische Plauderei.

Christoph

Welchen Linguisten haben wir denn nächste Woche eingeladen?

Jan

Ich bin ja gar kein Linguist mehr. Also wir müssen schon einen neuen suchen.

Christoph

Das heißt, du bist keiner mehr, du bist doch. Klar bist du einer, du bist nur nicht...

Jan

Der Ausführer nach, ich weiß.

Stefan

Kommst du nächste Woche trotzdem nochmal ins Sneakbot?

Jan

Ich wurde jetzt auch etwas überrumpelt von der Frage, aber ich wäre nochmal dabei.

Stefan

Also es ist nicht so, dass wir das jetzt gerade, sondern es war schon...

Christoph

Wir haben überlegt, ob wir das machen.

Jan

Trotzdem so, du müsstest dir während der Sendung noch einen Film aussuchen. Also das ist schon...

Christoph

So wie der Bob das immer macht.

Stefan

Es gibt hier, genau, es gibt in dem Umfeld hier mehrere, die das genauso machen.

Jan

Also ich käme nochmal wieder, ich berechte auch nochmal.

Stefan

Warte, warte, wohin gehen wir denn?

Jan

Das ist die Frage, passt auf. Ich habe jetzt schnell hier im Hintergrund zwei Sachen rausgefunden, die euren Regeln entsprechen. Zwei Sachen, auf die ich aus unterschiedlichen Gründen sehr heiß bin. Hättet ihr lieber... Hättet ihr lieber eine Horror-Komödie oder lieber ein historisches Drama?

Stefan

Oder beides.

Jan

Also eigentlich wollte ich ja wieder hinterlassen und dann gehen.

Christoph

Nee, wir machen eh beides.

Stefan

Du kannst natürlich auch einen mitbringen nächste Woche und dann einen hinterlassen.

Jan

Also ich kann nächste Woche noch einen hinterlassen.

Christoph

Wir machen Doppelfeature nächste Woche, oder?

Jan

Wir haben jetzt schon Doppelfeature gemacht. Du guck dir an, was passiert ist.

Christoph

Ja, war doch super.

Jan

Der Silvana ist fast leer.

Stefan

Oh Gott.

Christoph

Wir machen wieder Doppelfeature.

Stefan

Wenn wir Dienstag aufnehmen, da haben wir irgendwie nur drei Tage dazwischen. Schaffen wir das kaum zwei Filme zu gucken?

Jan

Wir machen mal einen. Wir machen einen und dann hinterlasse ich euch noch einen. Wie wär's? Das hat ja Daniel wieder eingeführt.

Christoph

Also was schauen wir?

Jan

Wir schauen, wir gehen zu Amazon und schauen Nickel Boys.

Christoph

Was? Wie gehört?

Jan

Der ist schon mehrfach in meinem Umfeld irgendwie aufgeschlagen, wurde auch mir schon oft empfohlen und ich hab ihn auch schon einmal angefangen und bin dann eingeschlafen, aber ich dachte, jetzt ist der Moment.

Stefan

Ich glaube, es sind die Kinder von Nickelback.

Jan

Ja, ich sehe hier nur 5 Sterne, wenn ich hier in meine Letterboxd gehe.

Stefan

Alle sind begeistert. 7,0 auf der IMDb.

Jan

Rommel Ross kenne ich gar nicht. Vorher nichts Bekanntes gemacht. Ich bin gespannt.

Stefan

Also muss was sein.

Christoph

Und das ist die Horror-Komödie oder das andere?

Jan

Das ist Social Drama.

Christoph

Na ich bin gespannt IMDB 7,0.

Jan

Ich erwarte das höchste also ich glaube der Film müsste mir gefallen und ich wollte auch mal wieder einen Film bringen der es so erscheinen lässt als würde ich nicht Filme hassen, deswegen habe ich große Lust auf Nickel Boys.

Christoph

Jetzt bin ich ja schon gespannt was das andere gewesen wäre das.

Jan

Hinterlasse ich euch nächste Woche ok.

Christoph

Nickel Boys. Na gut, dann werden wir uns wieder Amazon-Werbung anschauen müssen. Aber das ist dann so. Mir geht das häufig bei der, ich schaue ja häufig auf dem Klo, Filme. Und das ist echt blöd, weil da ist es dann so, du fängst die Werbung an, sitzt auf dem Klo, dann schaust du zwei Minuten Werbung, dann bist du fertig, die Werbung ist noch nicht zu Ende, dann denkst du dir, bleibe ich jetzt echt sitzen und schaue Werbung.

Nee, scheiß drauf, ich höre auf. Ich bin jetzt fertig, ich habe jetzt keine Lust mehr.

Jan

Scheiß drauf, haha.

Christoph

Ja, genau. Und dann fängst du es später wieder an und dann musst du ja die Werbung neu schauen. Dann schaust du wieder zweieinhalb Minuten Werbung und dann, ey Leute. Ätzend ist das.

Jan

Ich finde eh skandalös, dass wir bei all den Bezahldiensten, die wir schon bezahlen, jetzt noch Werbung sehen müssen. Das machen wir echt fertig.

Christoph

Ich finde es auch skandalös. Dann würde der Bob jetzt sagen, ja, dann zahl halt 5 Euro mehr, dann musst du keine Werbung schauen. aber ich fühle mich von Amazon eh so abgerippt.

Jan

Das stimmt, auch noch dazu ist halt eine Firma, die man jetzt inzwischen auch wirklich aus moralischen Gründen eigentlich gar nicht unterstützen kann.

Christoph

Eigentlich schon, ja.

Jan

Das kommt dazu.

Christoph

Super unangenehm.

Jan

Wir gehen zu Amazon. Nickel Boys.

Stefan

Nickel Boys. Okay, jetzt sind wir in der schwierigen Situation. Sitzen hier drei, die können weiterreden, aber sie können dieses Thema beenden.

Jan

Abmoderation ohne Bob ist immer schwierig.

Christoph

Ja.

Stefan

Soll ich, die Katzen reinholen, dass die vielleicht einfach auf die Kabel drehen?

Christoph

Auf den Ausknopf drücken.

Stefan

Wer weiß, ob es, ja doch, hat man wahrscheinlich gemerkt, weil wir, ich fürchte auch, zwischendrin bei Civil War ein bisschen gesprungen sind. Aber gut, so war's.

Jan

Du wirst es irgendwie nett zusammengeschnitten haben. Ich bin mir sicher, immer auch mal wieder ein Futur 2 zu verwenden, wo es schon sonst nicht sprachwerklich ist.

Stefan

Gut, dass du das auch dazu sagst, damit es auch jeder merken kann. Das war Futur 2.

Jan

Apropos das war, ich greife nach jedem Strohhalm inzwischen, es war mir immer wieder eine Freude mit euch.

Christoph

Ja, es war eine Freude, dass du da warst.

Stefan

Vielen Dank, dass du gekommen bist, genau. der relativ spontanen Einladung gefolgt bist.

Jan

Immer gerne. Ich freue mich immer da drauf ein. Und wenn jetzt nicht gerade der Hund hier auf meine Tastatur springt.

Stefan

Nicht die Aufnahme kaputt machen. Nicht. Sonst fängt der Sneakpot diese Woche einfach mittendrin an. Genau, ja, vielen Dank, Jan. Vielen Dank, Christoph. und wer Kommentare hinterlassen möchte, auf sneakpot.de und wir hören uns nächste Woche, wo wir Nickel Boys besprechen. Und bis dahin, vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss.

Jan

Macht's gut.

Christoph

Ich hab, glaube ich, gerade einen wunderbaren Film gefunden, den ich als nächstes vorschlagen werde.

Jan

Leider bin ja ich dran.

Christoph

2 Stunden 40. das ist fantastisch. Aber IMDB 7,7, also das klingt gut. Mal gucken, ob ich den Vorschlag, das werden wir dann in drei Wochen sehen. Oder vier Wochen, keine Ahnung, vier Wochen, glaube ich. Ja, äh, tschüss dann!

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