DAX, der Deutsche Aktien Index  – SG #205 - podcast episode cover

DAX, der Deutsche Aktien Index – SG #205

Mar 06, 20207 min
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Summary

Dieser Podcast erklärt den Deutschen Aktienindex (DAX) als Verzeichnis der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften, die zusammen 80% des deutschen Börsenkapitals ausmachen. Er dient als wichtiger Indikator für die Wirtschaftsentwicklung und wird täglich neu berechnet. Die Zusammensetzung des DAX wird jährlich angepasst, und seine Reaktion auf nationale sowie globale Krisen wie die Finanzkrise 2009 oder den 11. September zeigt seine Rolle als Wirtschaftsbarometer.

Episode description

Wenn es in den deutschen Nachrichten um Finanzen und vor allem um die Börse geht, dann hört man immer wieder das Wort „DAX“.

DAX ist die Abkürzung für Deutscher Aktien Index. Das ist ein Verzeichnis von 30 Aktiengesellschaften. Eine Aktiengesellschaft ist eine Firma, von der man Anteile kaufen kann, also Aktien. Abgekürzt wird Aktiengesellschaft mit AG.

Die 30 AGs sind die wichtigsten und größten Aktiengesellschaften aus Deutschland. Man nennt die DAX-Aktien in der Fachsprache auch Blue Chips. Diese 30 Aktiengesellschaften machen ungefähr 80 Prozent des Grundkapitals aller deutschen Unternehmen aus, die an der Börse notiert sind. Man nennt so etwas in der Finanzsprache Leitindex. In den USA ist das vergleichbar der Dow Jones.

Den DAX gibt es seit 1. Juli 1988. Damals startete er mit 1000 Punkten. Heute hat er etwa 12.000 Punkte. An jedem Börsentag zwischen 8.50 Uhr am Morgen und 22 Uhr am Abend wird der Index immer wieder neu berechnet.

Zum DAX gehören solche Unternehmen wie BMW, Bayer, Siemens, adidas, SAP, Wirecard, BASF, Henkel, Volkswagen, Deutsche Telekom oder die Deutsche Bank (hier gibt’s die aktuelle Liste der Unternehmen und ihren Wert). Nicht alle Unternehmen sind gleich wichtig in der Berechnung: Siemens hat zum Beispiel einen stärkeren Einfluss auf den Index als die Deutsche Bank.

Der DAX zeigt sehr gut, wie es der deutschen Wirtschaft gerade geht, weil eben diese großen und wichtigen Unternehmen zusammengerechnet werden. Auch wenn es manchen gerade schlecht geht, geht es hier um den Durchschnitt aller 30 Unternehmen. Der DAX ist also so etwas wie ein Barometer: Er zeigt an, wie gut oder schlecht es Deutschland gerade an der Börse geht. Wenn der DAX über längere Zeit steigt, dann geht es der Börse in Deutschland gut. Wenn er längere Zeit fällt, geht es der Börse schlecht.

Natürlich bleiben die 30 Unternehmen nicht für immer und ewig gleich: Jedes Jahr im September entscheidet die Deutsche Börse darüber, welche Unternehmen im DAX sein dürfen. Manche werden aus dem Index genommen, andere kommen neu hinzu. Es ist natürlich klar geregelt, wie das entschieden wird. Da ist zum Beispiel die Größe des Unternehmens: Es muss einen bestimmten Umsatz und Gewinn erwirtschaften. Es muss auch einen Sitz in Deutschland haben.

Weil das aber sehr allgemein ist, gibt es auch spezielle Aktienindizes für einzelne Branchen. Zum Beispiel den TecDAX für Unternehmen aus der Computerbranche.

Jeden Abend vor der Tagesschau um 20 Uhr gibt es die Sendung „Börse vor acht“. Dann berichtet ein Finanzjournalist aus dem Börsenstudio, wie sich der DAX und andere Aktien über den Tag entwickelt haben.

Wer sich für Aktien interessiert, der behält den DAX genau im Auge. In einen DAX-Fonds zu investieren hat ein relativ geringes Risiko. Allerdings gab es auch Krisen, in denen der DAX sehr stark an Wert verloren hat: Anfang 2009 war sein Wert auf die Hälfte gefallen, weil die Finanz- und Bankenkrise die Unternehmen erschüttert hatte. Mittlerweile hat er sich zum Glück wieder erholt.

Der DAX reagiert natürlich nicht nur auf die Situation in Deutschland, sondern auch auf internationale Krisen. Der Kurs brach zum Beispiel nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center ein. Auch als der Corona-Virus die chinesische Wirtschaft lahmlegte, merkte man das deutlich am DAX.

Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg205kurz.pdf

Transcript

Was ist der DAX?

Wenn es in den deutschen Nachrichten um Finanzen und vor allem um die Börse geht, dann hört man immer wieder das Wort DAX. DAX ist die Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Das ist ein Verzeichnis von 30... Aktiengesellschaften. Eine Aktiengesellschaft ist eine Firma, von der man Anteile kaufen kann, also Aktien. Abgekürzt wird Aktiengesellschaft mit AG. Die 30 AGs sind die wichtigsten und größten Aktiengesellschaften aus Deutschland.

Man nennt die DAX-Aktien in der Fachsprache auch Blue Chips. Diese 30 Aktiengesellschaften machen ungefähr 80% des Grundkapitals aller deutschen Unternehmen aus, die an der Börse notiert sind. Man nennt so etwas in der Finanzsprache Leitindex. In den USA ist das vergleichbar der Dow Jones. Den DAX gibt es seit 1. Juli 1988.

Damals startete er mit 1000 Punkten. Heute hat er etwa 12.000 Punkte. An jedem Börsentag Zwischen 8.50 Uhr am Morgen und 22 Uhr am Abend wird der Index immer wieder neu berechnet. Zum DAX gehören solche Unternehmen wie BMW, Bayer, Siemens, Adidas, SAP, Wirecard, BASF Henkel, Volkswagen, Deutsche Telekom oder die Deutsche Bank. Nicht alle Unternehmen sind gleich wichtig in der Berechnung.

DAX als Wirtschaftsbarometer und Indexregeln

Siemens hat zum Beispiel einen stärkeren Einfluss auf den Index als die Deutsche Bank. Der DAX zeigt sehr gut, wie es der deutschen Wirtschaft gerade geht, weil eben diese großen und wichtigen Unternehmen zusammengerechnet werden. Auch wenn es manchen gerade schlecht geht, geht es hier um den Durchschnitt aller 30 Unternehmen. ist also so etwas wie ein Barometer. Er zeigt an, wie gut oder schlecht es Deutschland gerade an der Börse geht.

Wenn der DAX über längere Zeit steigt, dann geht es der Börse in Deutschland gut. geht es der Börse schlecht. Natürlich bleiben die 30 Unternehmen nicht für immer und ewig gleich. Jedes Jahr Im September entscheidet die deutsche Börse darüber, welche Unternehmen im DAX sein dürfen. Manche werden aus dem Index genommen. Andere kommen neu hinzu. Es ist natürlich klar geregelt, wie das entschieden wird. Da ist zum Beispiel die Größe des Unternehmens.

Es muss einen bestimmten Umsatz und Gewinn erwirtschaften Es muss auch einen Sitz in Deutschland haben Weil das aber sehr allgemein ist, gibt es auch spezielle Aktienindizes für einzelne Branchen. Zum Beispiel den TechDAX.

DAX-Beobachtung und Krisenreaktionen

für Unternehmen aus der Computerbranche. Jeden Abend vor der Tagesschau um 20 Uhr gibt es die Sendung Börse vor 8. Dann berichtet ein Finanzjournalist aus dem Börsenstudio, wie sich der DAX und andere Aktien über den Tag entwickelt haben. Wer sich für Aktien interessiert, der behält den DAX genau im Auge. In einen DAX-Fonds zu investieren hat ein relativ geringes Risiko. Allerdings gab es auch Krisen, in denen der DAX sehr stark an Wert verloren hat.

Anfang 2009 war sein Wert auf die Hälfte gefallen, weil die Finanz- und Bankenkrise die Unternehmen erschüttert hatte. Mittlerweile hat er sich zum Glück wieder erholt. Der DAX reagiert natürlich nicht nur sondern auch auf internationale Krisen. Der Kurs brach zum Beispiel nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center ein. Auch als der Coronavirus die chinesische Wirtschaft lahmlegte, merkte man das deutlich am DAX.

Das war Slow German, der Podcast zum Deutsch lernen. Mit Annik Rubens.

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