¶ Einführung und Podcast-Philosophien
Hallo, hier spricht Lens Jacobsen vom Transalpinen Podcast Servusgrizi Hallo der Zeit. Diese Woche haben wir keine reguläre Folge, sondern eine kleine Sonderfolge. Und zwar die Aufnahme vom Zeit Podcast Club am 1. November in Berlin. Dort haben sich 14 Zeit-Podcasts getroffen. Immer zwei waren dann zusammen auf der Bühne und ich habe mich mit Petra Pinzler vom gutgelaunten Krisenpodcast auch das noch duelliert.
Man kann sich das Ganze auch im Video anschauen, ebenso wie alle anderen und zukünftigen Auftritte im Podcast Club und zwar unter www.zeit.de slash podcastclub. Und jetzt viel Spaß! Thank you.
Hallo zusammen. Schön da zu sein. Hallo Petra. Wir sind zum ersten Mal zusammen auf der Bühne. Du darfst nicht Hallo sagen. Servus Grün Sie musst du sagen. Ja, das kann ich nicht. Das überlasse ich Matthias und Florian, die später noch Gastauftritte haben werden. So viel kann ich schon mal versprechen, weil ich ja leider nur. der Hochdeutschsprechende bin in der Runde. Ich sag aber auch nie Hallo in meinem Podcast. Wir sagen mal Moin.
Moin, das ist sehr hamburgerisch. Kannst du mir das in Berlin erlauben, meinst du? Ich tue das auch nur so mit einem leichten Nase, moin. Schön, dass ihr gerade so viel Spaß mit Jasmine und Lars hattet. Damit ist es jetzt nämlich vorbei. Okay. Wo ist der Schnaps? Wir stellen eine Frage am Anfang, die direkt mal den Ton setzen soll. Wer von euch glaubt eigentlich daran, dass die Welt noch zu retten ist? Das ist mein Publikum.
Das sind erstaunlich viele. Ich weiß nicht, gibt es auch versuchen wir die Gegenprobe? Versuchen wir mal. Gibt es auch Menschen, die sagen dann eigentlich ist diese Welt schon verloren? Oh, doch, drei, vier. Also ein bisschen Arbeit hast du noch, Petra. Ich frage das deshalb, weil du, Petra.
Ja, den gut gelaunten Krisen-Podcast machst. Und ich eher auf der fatalistischen Seite bin und schon das Problem mit der, sagen wir mit der Anordnung habe, dass ich das eigentlich für einen Widerspruch halte, dass man gut gelaunt. Am besten durch Krisen kommt oder dass gut dass gute Laune die Stimmung ist, die zur Krise passt. Warum habt ihr trotz Krise gute Laune? Ist das nicht ein bisschen?
Zweckoptimistisch, was ihr da macht? Also, ich habe nochmal nachgedacht, das hat mit Jochen Wegner zu tun. Wir haben nämlich eigentlich einen Klima-Podcast machen wollen. Da hat er gesagt: oh nee, nicht schon wieder Klima. Und dann machen wir Krise. Und dann hat er uns das viel attraktivere Thema, ja, total.
Er hat uns dann dieses freundliche, so freundlich, subkutan reingedrückt. Und wir sind inzwischen tatsächlich ganz froh, weil wir Das jetzt nicht mit so einer Art Zweckoptimismus machen und auch nicht mit so einer Bierzeltfreundlichkeit, so wird schon alles gut werden. Aber wir versuchen schon, über Krisen so zu reden, dass wir auch über Lösungen reden.
Und wir haben diesen Podcast tatsächlich angefangen, weil wir echt düster waren. Also wenn man wie ich ständig über Klimakrise und andere schreckliche Dinge schreibt, Dann hilft das, den Blick manchmal zu drehen und zu gucken, wo ist denn eine Lösung? Und was wir in den zwei Jahren gefunden haben, ist, dass es für viele Krisen eigentlich Lösungen gibt. Die nur noch nicht umgesetzt werden, was ja dann eher ein politisches Problem ist. Genau.
Ich soll dich jetzt fragen, wie ist das mit deinem Podcast? Gibt es irgendwas, was ich, wenn ich euch hören würde, wüsste, was ich? Okay. Okay, Petra. Also vielleicht muss ich diesen Elevator Pitch eigentlich einfach auf dich zuschneiden, dass du uns mal hörst. Vergiss du ja kurz das Publikum.
Was wüsste ich denn dann, was ich jetzt nicht? Ja, da wüsstest du total viel. Toll. Du wüsstest zum Beispiel, warum die Wiener seit 100 Jahren einen Wohnungsmarkt haben, der funktioniert im Gegensatz zu dem in Berlin. Du. Du wüsstest auch, dass die Schweizer vor 25 Jahren in einer ihrer Volksabstimmung einfach mal alle Beamten abgeschafft haben und das Land trotzdem nicht so schlecht funktioniert.
Was in Deutschland ja völlig unmöglich zu sein scheint, da ranzugehen an die Beamtenrechte. Du wirst es aber vielleicht auch, um nicht nur diese beiden anderen Ländern zu verherrlichen. Das, was wir in Deutschland so in außenpolitischer Debatte erleben, dann doch noch einiges vor dem ist, was in diesen Ländern stattfindet. Also Österreich und der Schweiz sind ja beides neutrale, sogenannte neutrale Länder.
was viele in diesen Ländern vor allen Dingen nutzen, um sich sagen wir mal nicht verantwortlich zu fühlen für das, was so um sie herum passiert. Da sind wir im außenkritischen Diskurs, glaube ich, eine ganze Nummer weiter als das, was in diesen Ländern.
Dort stattfindet. Also, das wüsstest du alles. Du wüsstest natürlich auch wahnsinnig viel über die Habsburger. Der Österreicher Florian Morris in der Runde. Genau. Eigentlich in jeder Folge über die Habsburger redet. Du wüsstest natürlich auch wahnsinnig viel über Wiener Mehlspeise. Schweizer Käse und Schnaps, und wir haben auch schon über Rolltreppen in unseren Ländern geredet. Also all die Dinge, die dich, äh, von denen du nicht wusstest, dass sie dich interessieren sollten. Wüsstest du schon?
Und da ich ja aber hier erstens nur Hochdeutsch spreche, was schon mal als Defizit richtig identifiziert wurde, danke dafür, Janis. Und weil ich zweitens natürlich nicht so tun könnte, als könnte ich auch nach 380 Folgen den Österreicher oder den Schweizer Channeln, haben wir den Österreicher und den Schweizer ein klein wenig.
¶ Österreichs Vertrauenskrise lösen
Zumindest mitgebracht. Wir haben vorher Matthias und Florian gefragt. Matthias Daum ist der Schweizer Kollege. Florian Gasser ist der österreichische Kollege. Wir haben vorher mit ihnen gesprochen und sie gefragt, welche Krise du quasi als Petra, die Krisenlöserin, ja, mit deinem Krisenpodcast, welche Krise du in ihren Ländern denn idealerweise lösen könntest, wenn du dort mal zu einem Einsatz einreiten würdest. Können wir das erste Mal hören?
Wir haben ja ein paar wilde politische Jahre hinter uns in Österreich. Und wenn Petra sich da mal umschauen könnte und uns vielleicht ein paar Tipps geben könnte, wie wir vor allem das Vertrauen in das politische System, in Parteien, in das politische Handeln wiederherstellen können oder zumindest erhöhen könnten, ich denke, da wäre Österreich sehr geholfen.
Habt ihr gemerkt, wie er sich Mühe gegeben hat, doch Hochdeutsch zu sprechen? Versuche ihm das immer auszutreiben und sage, nein, sprich mal ein bisschen deutlicher Österreicher, die Leute wollen das, aber nein. Petra, was ist deine Antwort? Er macht es mir auch total einfach. Ich so als Superwoman komme mal eingeflogen und löse die Vertrauenskrise in Österreich.
Fang mal an. Wir erwarten viel von dir. Wir haben ja anders als Ihren Trick. Also, ihr müsst ja selber klug sein. Wir müssen ja eigentlich nur halbwegs kluge Fragen stellen. Wir können auch dumme Fragen stellen, weil wir uns immer kluge Gäste einladen. Also für diese Vertrauenskrise würde ich beispielsweise...
Das mache ich natürlich Podcast-Werben, Gesine Schwan hören. Die war mal Präsidentschaftskandidatin der SPD, in einer Zeit, in der Frauen noch nicht Präsidentin werden durften. Die SPD mal aufgestellt und ist nie was draus geworden, ist aber eine tolle Frau. Und die hat dann gesagt, naja, wenn das auf dieser ganz oberen Ebene nichts wird, dann mache ich irgendwas mit Kommunen.
And they had in diverse communities, Cottbus and other communal entwicklings beiräte, where they are in participants and NGOs. There are tatsächlich that AfD affinity a concrete problem losing. And the irre is that they bring that in. Die kriegen das hin, weil die miteinander reden müssen. Und ich würde jetzt nicht behaupten, das löst alle Vertrauenskrisen, weil das ist riesig.
Die immer gleichen, ne? Nein, nein, nein, nein, in dem Fall nicht. Die suchen die aus. Die suchen die so aus, dass die sagen, naja, Aus dem Verein, der kann dann vielleicht mit seinem Sportverein weiterreden und den aus dem Unternehmen, weil der kann das weitertragen. Finden die denn genug Leute, die mitmachen? Ganz viele, die sind alle ganz begeistert. Am Anfang sagen die alle, das kriegen wir nie hin.
Was mich bei dieser Vertrauenskrisenfrage immer stört, ist, dass sie meistens so diskutiert wird, als wäre das etwas, was Politiker halt zu lösen haben. Also Politik muss besser werden, muss abliefern, muss Probleme lösen, die Bahn muss wieder pünktlich kommen und so weiter und so fort. Und dann wird das alles schon wieder.
Der Ansatz, den du jetzt gerade vorstellst, geht ja auch sehr stark davon aus, dass es auch so eine Art Bringschuld von Bürgerinnen und Bürgerseite gibt. Verstehe ich das richtig? Ich glaube, Demokratien funktionieren nur, wenn Demokratinnen und Demokraten mitmachen.
Es gibt ein jemand, der auch schon bei euch im Podcast war, glaube ich Felix Heidenreich. Ein Politikwissenschaftler hat das mal auf die, wie ich finde, schöne Formel gebracht von Demokratie als Zumutung, also als etwas, was einem zugemutet wird. wo jemand auch ermutigt wird, teilzunehmen und wo man auf den Mut von jemandem setzt, teilzunehmen. Das fand ich sehr einleuchtend. Und weißt du, was das Interessante ist? Das sind in der Regel die interessanteren Leute.
Also erstens mal wissen wir aus Zig Umfragen, dass das glücklicher macht, wenn man aktiv ist, als wenn man das so über sich kommen lässt. Und die Leute haben auch einfach was zu erzählen. Und in eurem Podcast, wie löst ihr das dann? Also ihr redet da mit den Leuten und dann sagt ihr ja gut, das wird schon klappen? Oder ich glaube, von alleine klappt gar nichts, aber wir wollen ja mit dem Podcast andere Leute auf Ideen bringen.
Also so wie ich jetzt vielleicht doch mal in euren Podcast reinhören sollte, um auf ein paar neue Ideen aus Österreich und die Schweiz zu kommen. Kriegen Leute bei uns neue Ideen. Also, das sind jedenfalls die Zuschriften. Was ich sowieso, ich weiß nicht, ob von Ihnen schon mal jemand einen Podcast, eine Leserin- oder Leserbrief geschrieben hat?
What I totally interest finde is that the Leute that of my article antworten often total witness. What is this we do? And the podcast hurt in the regions. Das sagst du nur, um das Publikum zu machen. Nein, nein, nein, nein, nein. Ist echt wahr. Ist doch bei euch auch so, oder? Ja, ja, na klar, das ist total. Nur nette Zuschriften. Nein, aber es ist tatsächlich so, man.
Man gewinnt wieder das Vertrauen in die Menschheit zurück, wenn man vom schreibenden Journalisten zum podcastmachenden Journalisten wird, weil man plötzlich Mit einem Publikum zu tun hat, das einen tendenziell eher nett findet und nicht für ein Problem der Öffentlichkeit und ein Problem für die Politik. Ich glaube, die Leute, die einen nicht leiden können, die schalten dann einfach aus. Ihr habt etwas in eurem Podcast, das nennt sich Beam. Was ist das?
¶ Die 'Beam'-Methode und Schweizer Geldstrategie
Ich mache das jetzt hier nicht vor, weil wir haben ja nicht so viel Zeit. Aber der Beam ist, oh Gott, das muss ich jetzt vorlesen, weil wir beamen uns in die Zukunft und reden dann über das, was gut gegangen sein wird. Also es ist immer so ein bisschen so eine Grammatik, Jongliererei. Aber es ist interessant, wenn Sie es auch mal versuchen oder wenn ihr es auch mal versucht. Wir beamen uns zehn Jahre in die Zukunft und reden dann über ein Problem, was heute da ist, was dann gelöst sein wird.
Das ist eine interessante Perspektive, und wir machen das nicht einfach so mit Fantasie: da kommt ein grünes Männchen angeflogen, oder es passiert irgendwie mit Klaps, mit dem Schnips an. Sondern wir gucken, welche, ob es wozu es eine Studie gibt, wo es schon eine Lösung gibt, wo es schon Leute gibt, die was machen und extrapolieren das dann.
Das ist ein super Stichwort. Wir haben nämlich Matthias und Florian nicht nur gefragt, welche Krise Petra für sie lösen soll, und jetzt hat sie die Vertrauenskrise quasi schon nebenbei gelöst in Österreich. Wie wir alle gehört haben, sondern haben Sie auch gefragt, was denn, was man sozusagen aus der Schweiz und Österreich extrapolieren kann, was die Krisenbewältigung angeht. Also welche Qualitäten.
Die Schweiz und Österreich haben, was ihnen besser durch Krisen hilft, als das vielleicht in Deutschland der Fall ist. Wir hören zuerst Matthias aus der Schweiz dazu. Ich würde jetzt Achtung Klischee mal rufen, wir können besser Geld verdienen. Und weil wir besser Geld verdienen, können wir andere mit dem Geld erstens die Folgen der Krisen besser bewältigen. Oder das wäre ja dann eigentlich der Idealfall.
Wir können zweitens in Krisenprävention investieren. Ich denke, dass das hilft, löst aber halt das einer Krise zugrunde liegende Problem selten oder nie. Wenn ihr auch da den schweizerischen Akzent, äh, das Schweizerdisch, vermisst habt, dann liegt das daran, dass dieser O-Ton tatsächlich in Berlin aufgenommen wurde. Das vielleicht zu Matthias, Entschuldigung.
Ich hoffe, beim nächsten Mal wird es wieder schweizerischer. Ist Geld tatsächlich die eine Krisenbewältigungsstrategie, die Deutschland gerade fehlt? Also, ich glaube, ich muss mal mit Matthias reden. Ich fand, das war jetzt klassisch Schweizer, wir lösen das mit Geld. Ich glaube, das löst überhaupt gar nichts.
Also, diese Bundesregierung hat jetzt so viele Schulden aufnehmen dürfen wie keine vorher. Und ich habe nicht das Gefühl, dass die besonders gut im Krisenlösen sind. Du bist jetzt bei der deutschen Bundesregierung wieder. Ja, ja. Gut, aber andererseits könnte man sagen: vielleicht haben sie auch einfach zu spät angefangen, das Geld auszugeben. Also durch die Schuldenbremse waren sie ja jahrelang.
Genau darin gehemmt und es gab einen drastischen Infrastrukturstrau. Das Beispiel Schweiz zum Vergleich. In der Schweiz machen sie jetzt eine Bahnreform, obwohl überhaupt nichts kaputt ist. Also die Schweiz macht das so ein bisschen irre, weil in der Schweiz ist es auch so ich weiß nicht, wie oft wer von Ihnen öfters mal in der Schweiz ist.
Da werden tatsächlich, ich war neulich ein Basel länger, da werden die Bürgersteige geputzt, bevor sie dreckig werden. Also da kommen diese Wischmaschinen und wischen schon einmal drüber, bevor überhaupt was liegt. Und so ein bisschen ähnlich ist es da mit der Bahn. Die haben wahrscheinlich die beste Bahn der Welt.
Die haben verlässlichsten Pferd neben der japanischen und trotzdem machen sie jetzt eine Bahnreform. Und wir machen in Deutschland eine Bahnreform wahrscheinlich 20, 30 Jahre zu spät, was zumindest die Höhe der Investitionen angeht. Also, so könnte man doch zumindest sagen, Hey, wenn wir das Geld früher ausgegeben hätten und jetzt nicht plötzlich so viel auf einmal nachholen müssten, dann wären wir vielleicht besser durch diese Krisen geworden. Ich glaube das einfach nicht.
Ich glaube, Geld hat ganz viel mit. Also erstmal wissen wir, dass wenn wir alle auf dem Niveau von der Schweiz und Deutschland leben, jetzt wird es immer ganz kurz, ganz ernst, und dann biege ich auch wieder ab. dann habt die Welt noch viel mehr Probleme. Also wir reden ja häufiger mal über die Klimakrise und die hat schon was mit viel Konsum zu tun und mit viel Geld ausgeben. Ich würde immer sagen, naja, es ist möglicherweise auch eine Verteilungsfrage.
So diskutieren we drüber. But we won't expertenze. Mm felt that when 1% of the 30% of the people in this land have, not about more gold reading, but more verteiling.
¶ Österreichische Gelassenheit vs. deutsche Aufgeregtheit
Wir haben auch noch Florian gefragt, welche Österreich, also ob es tatsächlich etwas gibt, was man von Österreich lernen kann. Vielleicht absurde Frage, aber in dem Fall hat er eine total interessante. Sie sind ja zum Glück nicht da, Sie können mich nicht hauen.
In dem Fall hat er eine weitere interessante Antwort mitgebracht. Können wir die einmal hören? Also, was Deutschland von Österreich lernen kann, ist einmal ein bisschen Gelassenheit, eine nicht ganz so hohe Aufgeregtheit und in Krisenzeiten und vor allem auch. So ein bisschen ein Sensorium, was eine echte Krise ist und was halt irgendwie so Ja-Mai ist. Also, wenn in Österreich, also zum Beispiel Ibiza, ja, das ist eine echte Krise, und da sind wir recht gut durchgekommen.
Bundeskanzler, der nicht im ersten Wahlkampf vom Bundestag gewählt wird, das ist keine Staatskrise, ihr Lieben. Ich weiß nicht, ob man in Österreich dafür überhaupt aufgestanden wäre. Also ein bisschen mehr Gelassenheit. Also ich finde
Dem muss man eigentlich gar nichts hinzufügen. Du findest, das könnten wir lernen, ja? Mich stört das ja manchmal in Österreich, dass Österreich sich so alles so d durch alles so durchlaviert und nichts wirklich Konsequenzen hat und dann alles beim Alten bleibt, also die Gelassenheit ist ja
Die andere Seite einer gewissen Gleichgültigkeit und einer gewissen, sagen wir mal, ja, Inkonsequenz im Umgang mit Problemen und politischen Herausforderungen. Ich gucke gerade auf die Uhr. Unsere Zeit ist ja leider schon vorbei, obwohl wir noch tausend Fragen und Themen haben. Aber ähm
¶ Schweizer und Österreicher: Keine Deutschen
Ich habe mich bei deinen Kollegen auch massiv unbeliebt gemacht und ich glaube, das sollten wir jetzt überhaupt nicht mehr. Ja, wir haben uns vorher getroffen, Petra und ich, um zu überlegen, was wir hier machen. Und ich mache seit acht Jahren diesen Podcast mit Österreich, mit dem Österreicher und dem Schweizer und ich weiß, dass es eine Sache gibt. Die man auf gar keinen Fall tun kann. Und genau diese Sache hat Petra gemacht. Petra, du hast sie was gefragt?
Ich habe gewagt zu fragen, sind Schweizer und Österreicher nicht auch irgendwie einfach nur andere Deutsche? Und jetzt hören wir die erste sehr kurze Antwort. Von Florian darauf. Magst du watschen? Er hat sich dann zusammengerissen und unter Kolleginnen und Kollegen, liebe Petra, ist würde ich ihm sehr hoch anrechnen, sich bemüht, noch eine ernste Antwort zu geben. Die hören wir auch. Also ich finde, dass wir Wert darauf legen, nicht Deutsche zu sein.
Sehr wichtig, auch historisch gesehen, weil wenn wir beide unser Verback gehauen haben, ist es eigentlich nie gut ausgegangen. Und Matthias hat Petra diese etwas unverschämte Frage auch gestellt und auch er hatte eine Antwort vor. Äh, nein, also also also gar nicht und also überhaupt nicht. Wenn, dann hat uns ein Franzosenapoleon irgendwie
Vorgeformt oder die moderne Schweiz vorgeformt hat. Wir waren nie Teil eines irgendwie gearteten König, Kaisertums eines Deutschen und auch nicht eines deutschen Reichs. Der beste Beleg, dass wir aber wirklich keine Deutschen sind, wir kennen ja nicht mal das scharfe S. Also um Deutscher geht es kaum. Yeah, and damit sagen wir dankeschön. Genau. Vielen Dank, dass Sie uns so lange zugehört haben, dass ihr uns so lange zugehört habt.
Servus Grürzi Hallo ist ein Podcast der Zeit, produziert von Polartists.
