Es muss nicht alles schlecht sein, was ein Schas ist - podcast episode cover

Es muss nicht alles schlecht sein, was ein Schas ist

May 13, 20261 hr 1 minEp. 403
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Summary

Der Podcast beleuchtet den Eurovision Song Contest in Wien, von der Gastgeberwahl bis zu den Boykottaufrufen wegen Israels Teilnahme und den Sorgen vor Antisemitismus. Zudem wird die eigenartige deutsche Kultur der Online-Bewertungen analysiert, insbesondere die “Löschindustrie” bei Google, die dazu führt, dass 99,7% aller EU-Löschanträge aus Deutschland stammen. Es wird über die ökonomische Macht von Ratings und die gesellschaftliche “Datenifizierung” diskutiert, sowie über eine gestoppte Schweizer PFAS-Studie.

Episode description

Die Halbfinale starten schon, am Samstag folgt das Finale: Die Nervosität vor dem ESC ist hoch in Wien, nicht nur aus musikalischen Gründen. Es geht um Boykottaufrufe wegen der Teilnahme Israels, um Proteste und um die Frage, ob sich das Ganze überhaupt lohnt. Wir besprechen, ob sich die Bedeutung des Eurovision Song Contest, der in Österreich auch »Schas« heißt, wirklich in Euro messen lässt, und warum es Unsinn ist, dass Deutschland angeblich gute Siegeschancen hat.

Außerdem bei »Servus. Grüezi. Hallo.«: 99,7 Prozent aller Löschanträge von Google-Bewertungen in Europa kommen aus Deutschland. Wie kann das sein? Wir erklären die Gründe für die spezielle deutsche Löschindustrie, und wie eine Regeländerung nun dafür sorgen soll, dass die Bewertungen wieder transparenter und glaubwürdiger werden. Und wir fragen, warum wir eigentlich ständig alles bewerten sollen.

Der Artikel über die Bevölkerungspolitik in der Schweiz ist hier zu lesen. Hier geht’s zum Österreich-Newsletter und hier zum Schweiz-Newsletter. Sie erreichen uns per Mail unter alpen@zeit.de. Auf Instagram sind wir als @lenzjacobsen, @matthiasdaum und @florian_gasser unterwegs.

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Transcript

Intro / Opening

🎵 Music

Podcast-Begrüßung und Themen

C

Servus!

B

Und hallo, willkommen zur 399. Ausgabe unseres Transalpinen Podcasts mit Lenz Jacobsen, Redakteur im politischen Föder der Zeit in Berlin.

A

Matthias Daum, Leiter der Schweizausgabe der Zeit in Zürich.

C

Und Florin Gasser, Leiter der Zeit in Österreich, in Wien.

B

Wir reden diese Woche über etwas, was in Österreich passiert, nämlich den Eurovision Song Contest. Gastgeber ist diesmal Wien und wir wollen wissen, was dort so schon zu sehen ist vom Ereignis und worauf wir uns dazu. Einstellen können und mit welcher Stimmung der liebe Florian dieses Wochenende geht. Außerdem reden wir über Google-Bewertungen. Da hat sich in Deutschland nämlich, sagen wir mal, in den vergangenen Jahren ein recht eigenartiger Umgang mit entwickelt.

der diskutiert werden sollte und bei dem es auch tatsächlich eine neue Entwicklung gibt in den vergangenen Wochen. Das klingt jetzt alles sehr kryptisch, aber es wird sehr unterhaltsam. Ich verspreche es. Wir sind erreichbar unter alpinerzeit.de per Mail und per Sprachnachricht an die WhatsApp-Nummer unten drunter in den Shownotes.

A

Und wenn wir schon von Sprachnachrichten sprechen, zunächst jetzt noch dies. Nächste Woche feiern wir die vierhundertste Folge dieses kleinen Podcasts und weil wir es uns nicht leisten konnten, irgendwelche weißen Ponys durch die Arene zu jagen oder Delfine aus dreistöckigen Geburtstagstorten springen zu lassen.

400. Folge: Fragen und Verlosung

B

Hast du da private Erfahrungen in der Schweiz? Ist das so der Rahmen, in dem man in der Schweiz Geburtstage feiert?

A

Nein, so stelle ich mir vor, wie wir eigentlich unsere Vierhundertste Folge feiern müssten. Und ich finde, wir sollten uns auch für die fünfhundertste das vornehmen. Aber auf jeden Fall.

B

Ich möchte dann aber bitte keine Delfine, sondern ich möchte, dass dieser Wal, dieser Timmy, dann zu unserer Geburtstagsparty kommt.

A

Der stinkt aber, glaube ich.

C

Yeah, this würde ich in Kauf nehmen.

A

Naja, vielleicht ist das so eines dieser schönen präparierten Walskelette, die finde ich sehr cool. Dann hätten wir auch schon eine gute Location.

C

Aber die, aber das, aber dafür muss der Timmy zuerst, was schon?

B

Zo, we hebben nog 60... Um uns sind schon massiv makaber geworden. In diesem Sinne, was wolltest du sagen?

A

Wir feiern nächste Woche die vierhundertste Folge dieses Podcasts. Und dazu wollen wir Ihnen euch die Chance geben, uns all das zu fragen, was ihr Sie uns schon lange mal fragen wolltet. Ja, wir beantworten auch alle Wahlfragen etcetera pp. Also Oder auch wieso trägt Lenz ab und zu weiße Kopfhörer? Wieso prangt auf meiner Stirn immer mal wieder ein Keinsmaal?

Und wieso sitzt Florian eigentlich so gerne im Dunkeln? Deshalb schicken Sie uns Ihre Fragen als Sprachnachricht an die WhatsApp-Nummer 0041. 79 361 53 1 0. Ich wiederhole 0041 79. Ich kann nicht mehr ziffern.

C

Sie steht in den Shownotes den Novel.

A

1-7-9-3-6-1-5-3-1-0. Oder schreiben Sie uns eine Mail an alpenadzeit.de.

C

Und wir haben dann auch so einen Zusatz, also weil wir alle ein bisschen dazu antreiben wollen, uns Fragen zu schicken, haben wir ein Bestechungsgeschenk in Österreich, würde man sagen, Freunde der Wirtschaft. Wer uns eine Frage schickt und am 8. Juni ganz uns in die Garza Oper kommen möchte, der sagt es bitte einfach dazu. Wir haben dann nochmal zweimal fünf Karten zur Seite gelegt und wer die haben will, ich sage es, als ich einfach eine Trolle.

B

Also wir nehmen auch gerne Großgruppen, aber...

C

Ja, fünf mal zwei stimmt. Ja, fünf mal zwei Karten haben wir auf die Seite geleckt. So.

B

Wunderbar, vielen Dank.

ESC-Standortwahl: Wien versus Innsbruck

Florian, fangen wir mit dem Wichtigsten an bei unserem ersten Thema. Warum muss es eigentlich verdammt nochmal immer Wien sein in Österreich? Çeviri ve Altyazı M.K.

C

Nein, es muss nicht immer Wien sein, aber also sagen wir mal so, es ist halt die einfache und logische Lösung. Das ist eigentlich immer Wien. Das ist ja Zwei-Millionenstadt mit allem, was eine Zwei-Millionen-Stadt halt so zu hat. Also Und es gibt, ich meine, das ist schon der große Unterschied. In der Schweiz gibt es halt Städte, die so plus minus ähnlich groß sind. In Deutschland gibt es auch mehrere Videos.

B

Zürich meinst du, nicht wie Wien?

C

Ja, ja, genau. Also die also du hast Zürich und Basel und Bern und Genf und irgendwie spielen die alle in einer ähnlichen Liga.

A

No, yeah.

C

Ja, ich weiß schon, dass du das anders siehst, aber so, na. In Deutschland hast du halt außer Berlin auch noch Hamburg und Frankfurt und München und Köln oder im Fall vom Sonnenkunde ist Düsseldorf. Und das hasst halt in Österreich nicht. Und dass man also zuallererst an Wien denkt für Großveranstaltungen, das das macht schon irgendwie Sinn.

B

Ja, du tust das jetzt so ab, Florian, aber es war ja ein heißes Rennen zwischen deinen beiden Domizilen Wien und Innsbruck. Warum ist es Innsbruck dir nicht geworden?

C

Ja, angeblich war Innsbruck bis zum Schluss im Rennen und am Ende hat er mittlerweile nicht mehr ORF-Generaldirektor Roland Weismann verkündet. Zitat.

B

Stimmt, mit dem war was mit Herrn Weissmann.

C

Ich glaube, im Spätzhaben verkündet, nach eingehender Prüfung und auf Basis einer einstimmigen Jurybeurteilung ist der ORF zum Schluss gekommen, dass das Angebot von Wien nicht nur infrastrukturell und logistisch, sondern auch wirtschaftlich das Attraktivste ist. Was er damit meint, in Wien muss man relativ wenig neu machen, in Innsbruck hätte man doch ein paar neue Sachen machen müssen.

Ich lehne mich da jetzt mal raus und sage, ich halte es nicht für die ganze Wahrheit. Ich glaube, dass vor Anfang an schon klar war, dass das Ding in Wien stattfinden soll und wird. Weil der ORF halt sparen muss und da am billigsten durchführbar ist. Das ist aber auch nicht verweiflich. Das ist halt die Realität.

B

Und bist du traurig, dass der die Karawane nicht nach Innsbruck kommt?

C

Nein, überhaupt nicht. Also was das Song und ist in Insprock hätte sein sollen, das haben wir eh schon ein paar Mal geredet, das erschließt sich mir nicht. Ich habe schon öfter gesagt, ich hätte Graz cool gefunden. Die Stadt kann mehr Bekanntheit wirklich gebrauchen. Wir sind jetzt halt der Ersatz dafür. Es kommen halt wieder.

A

Ich mag gerade zwei Dinge an dir, aber so deine Verdeutschung, deine doppelte Verdeutschung. Einerseits so dieses Denken Sie groß, also wenn der ESC her, nicht kommt, da kommen hat wir drei. Und gleichzeitig auch diese paternalistische Haltung, die brauchen so etwas.

C

Nein, aber das habe ich immer schon gesagt. Nein, nein, aber das habe ich bei Graz nicht die Brau paternalistisch hat das nicht gemeint, sondern

B

Für dich nicht so an, Florian, aber ich kenne es.

C

Nein, ich finde der Graz total super und ich finde, dass die jetzt gerade wenn es zum Beispiel um Tourismus geht, die haben echt was zu bieten. Und aber da gibt es Luft nach oben, was eben die Bekanntheit betrifft.

B

Ja, so geht's wie mit Österreich auch.

A

Erzähl doch mal, wie es denn jetzt so angelaufen ist mit diesem Song Contest. Läuft das Geschäft, brummt die Wirtschaft.

Wiener ESC-Stimmung und “Schas”

C

Ja, ich ist, also ich finde manche Sachen einfach sehr nett, die da passieren. Zum Beispiel auf den Mistkübeln, da sind ja immer wieder so lustige Sprüche drauf, und da steht jetzt drauf Merci Ker I. Ist der Anspielung auf Mercicherie von Odo Jürgens? Also ne, ey habt ihr keine Ahnung.

B

Moment, Moment, was?

A

War der Schweiz, oder?

C

Auch zum Schluss.

B

Und was soll das heißen auf diesen Kübeln?

C

Das ist einfach ein Wortspiel mit massische I und mit Kern und so. Also Mist.

B

Kehren wie wegfegen, meinst du?

C

wegfegen, ja. Massiv weggehen.

B

Ich hab jetzt an Care vom Englischen.

A

Die sind noch überhaupt nicht in Stimmung im Gegensatz zu Florian.

C

Nein, eben, also ich bin da schon ganz dabei. Und also es ist so nochmal zurück zu Wien, also ich glaube Wien ist tatsächlich nicht die schlechteste Wahl. Ich glaube Innsbruck das ich versch ich ich verstehe einfach nicht, was es sein hätte sollen und So, was den Konsum betrifft, scheint man in Wien auf einem guten Weg Richtung Song Contest zu sein.

B

Zoom? Möchtest du mit mir über Drogen reden oder?

C

Nein, also das war sie nicht. Dazu habe ich keine Presseaussendung gekriegt, aber ich habe eine gekriegt gestern, also am Montag, von einem Gastrozulieferer. Da war nachzulesen, dass man beim Toilettenpapier, also bei den Bestellungen von Toilettenpapier in der Gastronomie, schon mit 285.696 Blatt im Plus liege, also mehr bestellt man als zuvor. Ich mag diese Präzision.

A

Also es wird schon mal mehr geschissen.

C

Yeah, I know.

D

Hey.

C

Und dann, aber es ist so, es wäre ASC nicht eh schon so eine einzige Klischeeveranstaltung, wohl auch noch 4.320 Liter mehr Hafermilch bestellt als sonst.

A

Darf ich eine Zwischenfrage stellen? Hat es einen Zusammenhang mit dem Klopapier?

C

Wer weiß. Wer weiß. Und das entspricht wiederum, das wurde dort auch ausgereicht.

B

Ökologen schreiben bitte an alpen.de

D

Yeah.

C

Und diese viertausendwanzig Liter haben für mich entsprechen wiederum achtundzwanzigtausend achthundert Melanches, die man draus machen kann. Also ins Geschäftel scheint zu laufen.

B

Herzlichen Glückwunsch dazu, Florian. Nun haben wir das Glück, dass du in beiden Städten wohnst, also nicht nur in Innsbruck, sondern auch in Wien. Bekommt man denn im großen Wien vom ESC überhaupt schon irgendwas mit?

C

Manchmal im Schar.

B

Am I so cool?

A

Papierküpel, abführende Hafermilch.

C

Nein, also das ist jetzt das ist jetzt tatsächlich eine wichtige kulturelle Lektion. Also Der ESC ist in Österreich seit Concitavus 2014 gewonnen hat, der Schaus. Der ORF-Moderator Andi Knoll hat nämlich während des Votings, als dann klar war, dass die das gewonnen hat, gesagt, Zitat. Jetzt hat uns die den Chance gewonnen.

A

Wobei, also, er hat ja schon recht. Also, ich gebe es ja jetzt gleich zu. Eben über Toilettenpapier und Hafermilch und all so Dinge zu sprechen, das finde ich ja ganz lustig, aber ehrlich gesagt. Es hätte jetzt auch andere Dinge gegeben, über die wir hätten sprechen. Nicht jetzt, also weil wir

B

Gab's mal wieder eine Volksabstimmung im

A

Moment, Vicka. Nein, aber ich finde auch richtig, dass wir jetzt über den ESC sprechen. Ihr habt ja schließlich den bei uns, also ihr Österreich, den bei uns in Basel gewonnen und so, aber ich gleichzeitig habe ich Das Gefühl, dieser Chasse, wie das der Herr Knoll nennt, der verfolgt uns in diesem Podcast schlimmer wie der ist anhänglicher als Straches.

C

Ja, aber entschuldige, was willst du denn machen? Zeuchst gewinnt, ihr in meinem. Dann kommt es in die Schweiz, dann gewinnen wir da und dann kommt es nach Wien. Also, ich meine, ich bin.

A

Ich will mich nur beklagen.

C

Aber du kannst dich doch darüber freuen, ist doch nett. Sagen, das ist doch eine nette Sache. Und der Schatz, also wichtig beim Schatz, ist, das ist ja eine liebevolle Beschreibung. Und es muss auch nicht alles schlecht sein, was ein Schatz ist. Also, das ist schon wichtig. Und es hat auch nur eine Vorgeschichte der Begriff. 2011, nämlich hat die Wiener Band Alkbordel der Destin wirklich toll. Die haben so schöne Lieder wie Blader, fetter, lauter und ein bisschen mehr.

Jedenfalls, die sind zur Vorausscheidung vom ESC angetreten für Österreich mit dem Titel: Wir sand da nicht zum Spaß, wir gewinnen eigentlich den Schar. Der ORF wiederum wollte diesen Fäkalausdruck nicht und deshalb hat der zweite Halbsatz raus müssen.

B

Und dann stand da noch, wir sind doch nicht zum Spaß.

A

For sure.

C

Nein, man kann sich das Video anschauen, wenn man nicht checken kann. Sie haben es ja nicht zum Songcontest geschafft, aber jedenfalls daher kommt es mit dem Schatz. Und es ist natürlich auch ziemlich appointed, dass der ORF zeit an der Band sozusagen den Begriff rausreklamiert und dann der ORF-Moderator ein paar Jahre später das verwendet im ORF Live. Aber angetreten ist dann übrigens Nadin Beiler.

Und das war der erste und bislang tatsächlich einzige, einziger österreichische Beitrag, der von Deutschland jemals die volle Punktezahl kriegt hat.

A

Und wieso? Weil es eine deutsche Studentin aus Innsbruck war, die für Österreich angetreten.

C

Nein, nein, das ist eine Tirolerin doch und doch. Ich weiß es nicht warum, ehrlich habe also keine Ahnung.

B

Aber es ist ja nicht so, als würdet ihr uns andersrum andauernd mit Punkten beglücken.

C

Wir haben euch zweimal die volle Punktzahl gegeben bislang. Zweimal. Einmal für War der Hade du der da? von Stefan Kraft.

B

einfach Qualität zu schätzen.

C

Und vergangenes Jahr. Wobei vergangenes Jahr waren es ja Österreicher, die für Deutschland angetreten sind.

ESC: Politik, Boykott, Soft Power

B

Alright.

C

Übrigens, wer mehr von diesen wichtigen Infos zum Song Contest lesen will, es gibt einiges mehr davon in der neuen Zeit. Also Nora Eder und Katharina Mittelstedt haben da alle Fragen zu Österreich und dem ESC beantwortet. Unter anderem auch, was ein Handtaschendieb damit zu tun hat.

B

Lasst uns das alle lesen, aber lasst uns vielleicht auch noch kurz über eine andere Dimension dieser Veranstaltung reden, die ja schon einige Schatten vorauswirft und die ein bisschen ernster ist. Was man von hier aus schon mitbekommt vom anstehenden ESC in Wien sind ja die Auseinandersetzungen.

Um Boykotte und Proteste wegen der Teilnahme Israels. Das ist ja nicht ganz neu. Das gab Vor zwei Jahren beim Song Contest in Malmö schon in gewisser Weise und vergangenes Jahr in Basel bei euch ja auch, Matthias.

A

Ja, wobei da ist ja dann eigentlich nicht wirklich was passiert.

C

Aber vorher waren alle recht nervös, oder wenn ich mich recht erinnere.

A

Ja, und genervt, also ich zumindest, weil alle nervös waren. Und also mitunter auch die lieben Kollegen bei zeit.de in Berlin. Und mein Kollege Marlon Rouge ist dann auch einmal Abend. Und dem Demos angekündigt waren nach Basel gefahren und der war dann wiederum auch so mäßig gut gelaunt, weil der einfach nicht

Ging, lief, passiert ist. Also in Summe, ich habe das jetzt nochmal nachgelesen, damit da nicht der Schleier der Geschichte meine Analyse irgendwie beeinträchti. Also es gab eine Demo mit ein paar hundert. knapp tausend, vielleicht mitlaufenden. Irgendjemand legte sich auch vor das Tramli, also die Straßenbahn, indem die israelische Teilnehmerin Juwal Rafael mitfuhr. Die fuhren ja da so, es gab so wie so einen

einen Umzug mit verschiedenen Tramwagen mit einzelnen Teilnehmern. Irgendjemand machte gegenüber ihr eine Gäste, die als Morddrohung interpretiert werden konnte. Da wurde dann auch Strafanzeige eingereicht. Und es gab einen Online hat ein Franzos gedroht, er würde nach Basel fahren und da weiß Gott was anstellen, der wurde dann auch eingebuchtet. So, aber mehr oder auch in der Halle etwas Protest, aber jetzt nicht.

Grosser Pfiffe beim israelischen Auftritt, aber glaube ich nicht in dem Ausmaß wie in Malmö.

B

Aber Florian, wie ist das denn in Wien? Worauf stellt ihr euch da ein? Kann man da absehen, was am Wochenende los sein wird?

C

Ich weiß es nicht, deshalb habe ich ja Matthias jetzt gerade gefragt. Also ich merke schon ein bisschen angespannte Stimmung. Für Freitag sind ein paar Kundgebungen angesagt, wie groß es wird, ich habe keine Ahnung. Sicherheitsaufgebot ist jedenfalls sehr, sehr groß. Aber eben, ich traue mich das wirklich nicht abschätzen.

A

Aber nur noch schn schnell um uns noch mal zu sagen. Also da geht es auch wie schon in Malmö, wie auch in Basel, es geht um diesen Konflikt. Soll Israel dabei sein, soll Israel nicht dabei sein? Es geht um Palästinenser-Gruppierungen oder Leute, die mit Palästina sympathisieren, die dagegen demonstrieren, etc. Einfach, dass man das auch nochmals gesagt hat.

C

Genau, genau darum geht es. Vorweg, wir sagen es jedes Mal dazu, und ich finde, wir können es auch diesmal wieder dazu sagen, es ist überhaupt nichts einzuwenden gegen Menschen, die sich für die Sache der Palästinenser engagieren. Da ist himmelschreienes Unrecht passiert und Demonstrationen sind auch ein Grundrecht. Also die Versammlungsfreiheit ist der hohe ist gut.

Und der ORF wird übrigens auch in der Stadthalle selber, also wo der Songkontest dann stattfindet, alle Flaggen der Welt erlauben, auch die palästinensische.

A

Waren die denn mal verboten? Also in Basel durfte man die schwenken. Ich habe nur wohl noch nachgelesen, dass auch andere Fahnen verteilt wurde, dass es quasi echt ein Äquilibrium wieder gibt.

B

Ja, in Malmö waren sie verboten, soweit ich weiß. Und ich finde es auch gut, dass es erlaubt ist, also dass man in diesem Fall offenbar eher darauf setzt, die Auseinandersetzungen einzugehen und zuzulassen, statt sie zu versuchen zu verbannen.

C

Absolut. Also finde ich auch, ich finde das auch richtig. Ich finde halt eben diese Stimmung, die da erzeugt wird, also das sind schon tragische Dinge, finde ich, die da auch passieren. Also ein Beispiel: Die Wiener Kaffeehäuser sind Gastgeber für einzelne Teilnehmerländer.

B

Das ist aber eine schöne Idee.

C

Das ist total eine schöne Idee. Das Hummel zum Beispiel, das Café Hummel, ist für Deutschland und Aserbaidschan.

B

Interessante Kombination. Weißt du, wie

C

Ich glaube, es ist ausgelost worden, aber ich bin mir nicht ganz sicher. Für Israel hat sich nichts gefunden. Und das ist halt schon so, ey, Freunde. Und es ist jetzt die Kantine im Museumsquartier.

A

Hvorfor? Hvorfor? Hvorfor? Hvorfor? Hvorfor? Hvorfor?

C

Ja, weil sie wahrscheinlich eher Sorge gehabt hat. Okay. Ja, ja. Also eher wegen der Sorge.

B

Also dir Sorge vor Protesten, also dass ihr Kaffeehaus Ort von Anschlag oder Protesten wird, ja.

C

Ja, und jetzt ist es die Kantine Museumsquartier. Und was mich eine Sache stört, ist, wie schnell solche Proteste ins Antisemitische rutschen und wie rasch man an einem Punkt ist. Dass sich Israelis in der Stadt nicht mehr sicher fühlen können und als unerwünscht gelten. Und das ist in Wien, das ist ja nochmal ein Unterschied zu Malmö und Basel. Also, Wien ist eine Stadt der Shoah.

Und da ist es nochmal was anderes. Und diese Stimmung wird natürlich durch diese Proteste und auch durch die Art der Proteste befeuert werden. Und das stört mich.

A

Ich habe jetzt nur schnell diese MQ-Kantine gegoogelt, dass er so Kantinemäßig da sich, das ist ein sehr nettes Café, Museumsquartier.

C

Absolut. Es ist okay. Mm.

A

Du kommst nur mit dem Badge rein, so das. Aber ich meine eben, wie politisch der ESC inzwischen geworden ist, das zeigt sich ja nicht nur auf der Straße oder bei Demos oder Protesten oder so.

Ich habe gestern Montag in The New York Times eine Recherche gelesen, die sind da eigentlich durch halb Europa gezogen, haben da mal etwas aufgedröselt, was da eigentlich in den vergangenen Jahren alles so passiert ist, und auch eben also wie auch die israelische Regierung den ESC als Soft-Power-Tool entdeckt hat und auch einsetzt, zum Beispiel indem sie die israelische Diaspora in besonders israelkritischen Ländern mit Social-Media-Werbung bearbeitet.

Und damit dann möglichst viele für israelische Kandidatinnen voten oder Kandidaten. Also das ist ja diese Politisierung doch sehr, sehr weit fortgeschritten.

B

Was ja an sich nicht verboten ist, also Werbung zu machen für Kandidierende.

A

Nein, nein, nein, nein, überhaupt nicht. Aber gleichzeitig ist es schon auch etwas seltsam, wenn sich dann staatliche Stellen und Botschaften bei so einem Anlass einmischt und vor allem mit dieser Ernsthaftigkeit auch einmischt. Nicht nur so, haha, das ist jetzt unsere Kandidatin, wir haben uns gern und toll und bla. Ich meine, also das bei mir bleibt dann halt so der Eindruck, es ist nicht nur noch nur die Musik schlecht, die da gebraucht.

C

Ah, dann sollte das nochmal so rein müssen, oder? Tudo bom?

A

So, so br nein, aber nein, ernsthaft nur. Also eben, Haligali Event etc. Peppes und das Ganze er hält jetzt wirklich so einen Völlig ironiebefreiten, ernsthaften nationalistischen Subsound. Weil das wollen andere Länder mit solchen Aktionen anscheinend auch nachziehen und Ja, also ich finde das dann wird das Ganze wirklich sehr anstrengend und wehe liebe Essen gibt für solchen unsere Gebührenfrankliche. Also nicht für den NESC, sondern für so Werbezeug.

C

Also auf eine gewisse Art war ja der Songcontest immer schon nationalistisch, aber es war halt immer ein bisschen ironisch.

A

Wenn das Ernsthaftigkeitsniveau darüber geht, dass du deine antideutsche Haltung irgendwie zum Ausdruck bringen kannst in so einem Event, finde ich irgendwie wenn das dann noch weitergeht, dann wird es einfach irgendwann etwas unlustig.

B

Genau, antideutsch ist immer lustig.

C

Genau, das beruht halt zum Beispiel zwischen Österreich und Deutschland auf Gegenseitigkeit. Und es ist ein Running Gag seit weiß ich nicht, wahrscheinlich 50 Jahren und es ist irgendwie nett und lustig. So wie andere, was weiß ich, die skandinavischen Länder, die sich halt öffnen, die mögen sich offenbar lieber und geben sich immer die Punkte gegen sie, das ist ja irgendwie nett.

Aber du hast schon recht, also wenn es dann so ins Einzelne geht, ist es irgendwie doof. Aber apropos Geld, weil du von den Gebührenfremkeln geredet hast, nochmal zurück zu Basel, hat sich denn der Schmus gelohnt für euch?

ESC: Kosten und wahrer Wert

A

Also zunächst mal wichtig, der ESC in Basel war so teuer wie nur ein anderer ESC der Neuzeit, nämlich jener in Baku.

C

かとりあえずそう

A

bei der deutschen Kaffeehausliebe wären. Also genau, wir haben dann mit einem zentralasiatischen Petrostaat mitgezogen, worauf wir auch sehr stolz sind. Also sechzig Millionen Franken haben wir geplant, am Schluss waren es dann etwas weniger. Stadt Basel hat 37 Millionen übernommen. An der SRG bleiben dann 15 Millionen Hängen. Was hat angesichts des Spardugs, dem die SRG ausgesetzt ist, die müssen über mehrere Jahre den dreistelligen Millionenbetrag sparen? Halt doch zünftig Geld ist.

C

Aber aber hat sie es hat sich denn so in der Excel-Tabelle, Strich drunter, ist jetzt ein Jahr her, hat sich es gelohnt?

A

Also für euch ja, ihr habt ja gewonnen. Für TJ hat sie es gelogen.

C

Ja, für ihn, also für uns ist die Frage noch, gell?

A

Es gibt einen Bericht von EBP, das ist so ein Beratungsbüro, die machen unter anderem auch so Nachhaltigkeitsberichte. Und da steht dann halt: also, der Bericht wurde im Auftrag der Stadt erstellt, Zitat Der Event löste in der Schweiz einen Umsatz von zwei hundert acht und vierzig Millionen Schweizer Franken aus und brachte der Region Basel drei und fünfzig Millionen Franken an Wertschöpfung.

Ich habe, glaube ich, schon darüber gesprochen. Ich meine, das Ganze ist, wenn du dir das mal etwas genauer anschaust, das ist dann halt auch viel Voodoo-Ökonomie dabei. Also Datengrundlage, Für die Umfrage waren dann, vor allem wenn es dann noch so um andere Fragen ging, eben, wie haben Sie es gefunden, was haben Sie gekauft, etc., waren dann am Schluss waren es 651 Personen, die vor Ort angesprochen wurden, die dann später an einer Online-Nachbefragung

teilgenommen haben und da hat man dann auch erfahren, dass 59 Prozent der konsumierten Gerichte vegetarisch oder vegan waren und konnte dann auch auf die Tonne genau den CO2-Fußabdruck des ESC berechnen. Also

B

Ja, also als Mensch, der mal ein VWL-Diplom gemacht hat, ist mir das wirklich peinlich, mit solchen Menschen in eine Tonne geworfen zu werden, wieso die solche Studien machen. Also bitte, bitte, bitte hört auf damit. Das ist echt unabhängig.

A

Wobei man muss sagen also für diese ganzen Beratungsfirmen und so lohnen sich

C

Ja, ja, hast du sicher wirklich erfüllt?

A

Wirklich beeindruckend, ich meine, das ist ja nach alles, irgendwie haben Sie da als irgendwelchen Stehesatz gewohnt, da mussten einfach noch andere Zahlen einfügen. Ich meine, beeindruckend.

B

Das wäre eigentlich die Frage, wie viel von diesen 60 Millionen Franken sind ausgegeben worden, um Duse Studien darüber zu erstellen, wie viel die 60 Millionen Franken gebracht haben. Jedenfalls, ich finde auch dieses

Also, du hast schon gesagt, was steht da unterm Strich in der Excel-Tabelle, Florian? Ich verstehe das. Ich verstehe auch die Sorge, dass man draufzahlt bei solchen Veranstaltungen, gerade dann, wenn es um Steuer- oder Gebührengelder geht. Das ist ja tatsächlich Geld, das man dann auch wirklich für andere.

Zwecke vielleicht sinnvoller ausgeben könnte, aber auf einer anderen Ebene würde ich auch sagen, solche Veranstaltungen leben doch auch davon, dass man als Gastgeber reium großzügig ist. Also, das ist doch der ganze Gedanke dieses. Eurovision-Dings, dass man mal sich schön gemeinschaftlich gegenseitig reium einlädt, so wie man das vielleicht privat auch machen würde und dann nicht am Ende hingeht und sagt: Ha, was hat mir das jetzt gebracht?

Dass ich da eine Flasche Sekt auf den Tisch gestellt habe, um es mal runterzubrechen. Also ich finde, so ein bisschen geht der Geist oder das, was daran schön ist, ja, auch kaputt, wenn man sagt, okay, wir machen das nur, wenn wir unterm Strich in der Exit-Tabelle am Ende eine positive Zahl sehen.

A

Ja, und gleichzeitig finde ich aber wichtig, dass solche Gross-Events auch wirklich einer demokratischen Kontrolle unterliegen und auch, also wirklich auch draufgeschaut wird, sonst verwirklichen sich da nur irgendwelche. Selbstinszenierungspolitiker, die dann halt der ganzen Welt die Hand schütteln können, etc. Was aber nur wegen demokratischer Kontrolle

Also in Basel war das gegeben. Also da wurde über diesen Staatsbeitrag abgestimmt, und 60 Prozent der Stimmberechtigten sagten dazu ja, von dem her alles wasserdicht. Ihren Geld und sie machen, was sie wollen.

C

Das ist bei uns natürlich nicht passiert, aber ich finde, Lenz hat recht, dass man das eben nicht alles immer ausrechnen muss. Und es muss sich nicht mehr sagen. Ava, Ava, Ava Es wird halt immer so argumentiert bei Großereignissen, ob das eine Ski WM ist oder die Ideen, wir könnten doch mal wieder Olympische Spiele machen oder eben wir haben den Song-Contest, es wird immer damit argumentiert, das bringt uns so viel. Geld, genau. Image natürlich auch. Wir zeigen der Welt, wie toll wir sind.

Aber es wird immer mit Geld auch argumentiert, und das ist dann immer der ganz große Nutzen. Das, was ihr gesagt habt mit der Voodoo-Ökonomie, das stimmt natürlich auch. Also, ich meine, für Österreich tut man sich auch sehr schwer, so Sachen zu finden. Also es gibt nicht wirklich Forschungsaufträge für den Nutzen von Großereignissen. Überraschung.

Es gibt jetzt eine Untersuchung für Wien. Da steht drinnen, dass für jeden Euro, der jetzt für den Songcontest ausgeben wird, 1,7 Euro wieder reinkommen. Und eben, ich weiß nicht, wie ein sie so Rechnung nehmen kann, aber haben wir eh schon mal kreativ.

A

Ich versuche jetzt das gerade in Klopapierrollen und Hafemy drings umzurechnen, aber ich scheitere da.

C

Genau. Aber eben, man kann halt auch einfach sagen, so wie Lennon, sag, hey Freunde, wir haben eines der größten Feste Europas bei uns. Wir zeigen der Welt, wie toll wir sind und wir laden alle ein, zu uns zu kommen und eine gute Zeit gemeinsam zu haben. Und nächstes Jahr ist es woanders.

ESC-Prognosen: Wer holt den Sieg?

A

Aber bevor wir uns jetzt völlig in diesem Finanzdschungel verlieren, wer gewinnt denn Chance nun? Und vor allem, wer tritt eigentlich für euch überhaupt an? Weil ich musste mich selber mal schlau machen, wer für die Schweiz antritt. Das ist Veronika Fusaro, von der ich. Ehrlich, das liegt vermutlich auch an mir, vorher noch nie was gehört habe. Und der Song könnte Flohin gefallen, ist eine Rockballade und die Frau spielt Gitarre und ich habe ein Solo rausgehört.

C

Also der könnte mir nicht nur gefallen, der gefällt mir.

A

nicht zu unterstellen.

C

Alles gut, tolle Gitarristin, bester Beitrag unserer drei Länder. Ich finde also uns.

A

Ha, zwölf Punkte aus Wien. Mm-hmm.

C

Ich finde unseren Mann beim ersten Kosmo, der ist sehr sympathisch. Wir haben vergangene Woche im Text im Blatt gehabt, Nora Ederer ist mit ihm tanzen gegangen. Das der gewinnt, glaube ich, nicht. Also ich schunkle mittlerweile bei seinem Lied mit, das heißt Tanzschein. Aber ich schunkle halt auch deshalb mit, weil ich es wahrscheinlich schon mehr als hundertmal gehört habe und halt so internalisiert habe.

B

Aber das spricht ja für das sie, wenn du es nach hundertmal hören, wenn du nach mitschunkelst und nicht sofort ausschaltest, also die wenigsten Lieder werden ja mit der Zeit besser.

C

Ja, aber man gewöhnt sich halt auch dran irgendwie nicht.

B

Man gewöhnt sich ein anders.

C

Ja, also wie gesagt, ich glaube er künt nicht.

B

Men det er klart, at vi gør.

C

That's a deut. Also Lenz, nur zur Klarstellung, weil ich das länger nicht mehr gehabt habe, es ist kein Fußballbewerb, wo irgendwie alle mitmachen und am Ende die Deutschen gewinnen. Also es geht um Musik.

B

Ja, auch das ist ja schon, hallo Gary Lineker, seit einigen Jahren, nicht mehr mit dieser Regelmäßigkeit so beim Fußball, aber das ist ja ein anderes Thema, über das wir bald sicherlich ausführlich reden werden. Toll. Aber cool. Es gibt ein paar andere Gründe. Warum wir gewinnen werden, also den ESC jetzt nicht bei der WM.

Erstens sind wir einfach nach der Logik dieses Podcasts einfach dran, ne? Also vorletztes Jahr haben die Schweizer gewonnen, vergangenes Jahr die Österreicher, also bleiben ja nur noch wir, ne?

C

That's really fair.

A

Yeah.

B

Und zweitens, und das ist vielleicht, naja, ein kleines bisschen seriöser, wobei eigentlich auch nicht, hat ein sogenannter Supercomputer das errechnet, dass wir zu den Favoriten gehören.

A

Uh I

C

so che un'altra stupacombia

A

So, and it said in D-O-K-I or...

B

Ja, ich habe das sogenannte gesagt, um mich schon selbst davon zu distanzieren, das ist nämlich eigentlich so eine Art PR-Stunt eines britischen Wettanbieters, der sagt, dass drei Länder die besten Chancen haben. Und das sind Australien, Bulgarien und eben Deutschland. Dieser sogenannte Supercomputer ist Rechnungen aufgestellt, die ungefähr so kompliziert sind, dass man sie auch mit dem Taschenrechner eines Grundschülers oder eines Siebt-Klässlers

anstellen könnte oder einfach auf einem Zettel Papier. Er hat sich nämlich einfach angeschaut, wer in den vergangenen Jahrzehnten so gewonnen hat. Und dabei ist diesem Supercomputer aufgefallen, dass oft Frauen waren, Dass die oft Solo aufgetreten sind und dass sie oft über Liebe gesungen haben und noch so zwei, drei andere Kategorien. Und naja, also eine Frau, die Solo über Liebe singt, das ist eben die deutsche Kandidatin Sarah Engels auch.

C

Aber habt ihr dieses Lied Feier mal gehört? Also, wenn das Lied gewinnt, dann also.

A

Also da können wir updaten, meinst du?

C

Beim nächsten Mal, ich könnte ein Gedicht auf auf Walliserdeutsch dann vorsingen oder so.

A

Okay.

B

Bitte bringt niemanden auf Ideen, ich möchte das bitte.

🎵 Music

E

Diesen Schweizer sollten Sie kennen.

Schweizer Herzchirurgie-Skandal: 70 Tote

A

Für diese Geschichte muss sich etwas ausholen, weil sie endet mit mehr als siebzig Toten und einem, wenn nicht. dem größten Skandal an einem Schweizer Spital. 2014 war es. Da wird am Unispital Zürich ein Mann schnellverfahren zum Leiter der Herzchirurgie ernannt. sein Name Francesco Maizano. Er war da erst ein Jahr lang als Oberarzt an der Klinik tätig, geholt von seinem Chef.

And dessen Nachfolger werden sollte. Doch die beiden Männer verband mehr, sie hadden etwas erfunden, von dem sie überzeugt waren, dass die Herzchirurgie revolutionieren sollte, namely the sogenannte Cardioband. Er sprach jetzt dettet, so eine neue Art, undichte Herzklappen zu flecken. Maisana hatte aber keinen Doktortitel, keine Habilitation. Unispital macht ihn trotzdem zum Klinikdirektor und gibt ihm eine Professur.

Und damit beginnt das Unheil. Denn das Kardioband, das hat zwar in Tierversuchen anscheinend funktioniert, aber nicht wirklich zuverlässig. Und beim Menschen auch reißen dann immer wieder Schrauben und Drähte aus und trotzdem testet Maisano das Band munter weiter. Die Firma wird dann, jetzt sind wir im Jahr 2017, für einen dreistelligen Millionenbetrag verkauft. Und kurz darauf gibt es aber eben erste Berichte, dass in der Herzchirurgie am Unispital die Dinge nicht wirklich rundlaufen.

2019 kommt ein Mann ins Spiel, um den es hier gehen soll, André Plas. Bayer heute das über fünfzig, der damals als Herzchirurg, als leitender Arzt am USZ arbeitete, unter Francesco Maizano. Der meldet ab und zu Sachen, stellt dann irgendwann so ein vierzigseitiges Dossier zusammen und übergibt das der Spitalleitung, informiert auch Politiker darüber und der Fall wird dann auch publik, recherchiert von den Kollegen des Tagesanzeigers.

Was passiert dann? Maisano wird zwei tausend zwanzig entlassen, aber bereits einige Monate vor ihm wird der Whistleblower Plus freigestellt. Der Skandal dreht sich weiter und weiter, plötzlich gilt ein Platz als Strippenzieher in einer Intrige und eben als Urheber einer Medienkampagne gegen Maisano. Ich erspare euch jetzt die Details, es ist alles sehr verworren und zieht sich seit Jahren jetzt hin.

Bis zur vergangene Woche kommt zum grossen Knall kommt. Ein Untersuchungsbericht, da saßen Experten ein Jahr lang dran, ehemalige Strafverfolger, Oberstaatsanwälte etc., und der brachte zutage Under the Agida von Francesco Maisano sind am Unispital Zürich zwischen acht und sechs anderes, also um die siebzig Menschen gestorben.

Die an anderen Herzkliniken nicht gestorben wären. 70 Menschen. Was der Bericht zeigt, das zeigt sich jetzt, das kritisierte André Plas bereits vor sieben Jahren, also eklatante Mängel in der Klinikorganisation. Eigeninteressen, die problematisch sind der Involvierten und vor allem auch unangemessene Eingriffe mit Implantaten in diesem Kardioband.

Plass ist inzwischen, der hat er noch keinen Job mehr als Herzgeruch gefunden, weil sein Ruf ruiniert war. Erfolgreicher Unternehmen, wohnt in Wollerau, wurde eingebürgert und sitzt für die SVP im Parlament des Kantons Schweiz. Dem Dagi sagt er dieser Tage, Zitat, Endlich wird jetzt mal gesagt, dass es zutrifft, dass Patientinnen und Patienten zu Schaden gekommen sind. Aber auf die Frage, ob er das, was er tat, nochmals machen würde, antwortete Plass Zitat.

Es ist schwierig zu sagen, ich habe extrem viel verloren. In diesem Sinn, Andre Place, der Whistleblower vom Unispital Zürich Skandal, ist ein Schweizer, den man kennen sollte.

🎵 Music

Lenz's gelöschte Google-Bewertung

A

Lentz.

B

Yeah.

A

Du möchtest uns mal wieder, die Die Einführung war ja etwas kryptisch zu diesem Thema, aber eigentlich geht es ja darum, dass du uns wieder mal von einem Restaurant erzählen möchtest, oder?

B

Nein, von einem Café in diesem Fall. Und ich möchte auch ausnahmsweise mal nicht schwärmen von Essen, sondern mich eher beschweren. Ich war vor zwei, drei Jahren mal frühstücken am Wochenende in einem Laden, den ich im Internet ausgesucht hatte, im Prenzauberg hier in Berlin. und hab mich dann recht doll geärgert.

C

Aha.

A

Lennt es nachtragen, welche.

C

Aber was war da? War da da irgendwie so der Avocado-Toast zu hart oder was sagen wir jetzt? Die Mantel.

B

Nein, das Essen war ganz okay, aber es war wirklich absurd teuer. Auch der Kaffee war ebenfalls absurd teuer. Also nicht nur so, wir sind ja ein hippes Kaffee teuer, sondern so teuer, dass offensichtlich war, dass sich da gerade jemand einfach extra Geld einsteckt, indem er die Preise übertreibt. Also, ich glaube, der Cappuccino war. wenn er größer sein sollte als ein so ein kleines Stückchen, deutlich jenseits der fünf Euro.

A

They're coming in my house.

B

Ja, ja, das war aber in Berlin und nicht in einer eurer Schweizer Luxus-Destinationen. Und es gab zudem auf dieser Karte dann auch nur so die einschlägigsten Hipster-Gerichte. Also sehr teure Ex Benedict, sehr teurer, da haben wir es, Florian, Avocado Toast. Sehr teures Granola und so weiter. Also die ganze Karte wirkte so, als hätte sich so ein

So ein BWL-Ler da mit so einer Art Marketing-KI irgendwie überlegt, was wohl funktionieren würde. Das war einigermaßen seelenlos und die Atmosphäre war auch nicht so besonders schön. Jedenfalls schreibe ich sonst nie so Rezension ins Internet, aber da habe ich mich irgendwie auf so eine ganz unangenehme Art ausgenommen gefühlt in diesem Laden, dass ich dann doch eine kleine geschrieben habe.

C

Und dann hast du sie so richtig niedergemacht.

B

Nein, Ray. Right. Mein Rage lasse ich ja nur im Podcast aus. Ich habe ihnen ganz seriöse drei von fünf Sternen gegeben. Bei Google habe ich das gemacht übrigens. Das Essen war ja auch okay, aber man hat sich halt irgendwie in die Nicht so gut gefühlt. Jedenfalls habe ich erst eine freundliche Antwort auf diese Rezension bekommen vom Betreiber.

C

Aber was hast du jetzt genau geschrieben? Gibt es

B

Boah, also dass das Essen im Prinzip das, was ich jetzt gesagt habe, dass das Essen im Prinzip okay ist, aber alles wirklich den ein, zwei Euro zu teuer, dass man es irgendwie noch akzeptabel finden kann.

Und dass das ganze Ding irgendwie wirkt, als hätten sich das BWL-Ler in so einem Proseminar ausgedacht, um Leute auszunehmen und die Gewinnmarge zu maximieren. Jedenfalls Habe ich dann einige Wochen später, nachdem ich erst eine normale Antwort von den Betreibern des Cafés bekommen habe und die Rezension stehen blieb, einige Wochen später, bekam ich dann eine Mail von Google.

Und darum soll es hier heute gehen, dass meine Bewertung gelöscht wurde, weil das Unternehmen angegeben habe, ich habe sie verleumdet.

C

Wobei, aber du hast doch eigentlich auch die Trottel von Prenzlauer Berg verleumdet, hauptsächlich. Also auch dich, also Leute, die da hingehen und Geld ausgeben, nicht so.

B

Und die dürfen darüber nicht berichten. Okay.

C

Doch, doch, natürlich. Aber also die Frage ist ja

A

Moi, Menschnell. But also a verleum while dubs nicht so gut gefunden hast, ich finde das seltsam. Das ist einfach Kritik. Fertig.

C

Ja, genau. Also das war ja der Anlass für das, dass du das Thema vorgeschlagen hast. Das ist offenbar sehr häufig vorgeschlagen.

Deutschlands Löschindustrie bei Google

B

kommt. Genau, Lenz ist kein Einzelfall, wie wir Johnson sagen. In Deutschland kommt das irre, irre, irre häufig vor. Eine Datenbank der EU, die offenlegt, wie oft es zu diesen Löschanträgen bei Internetplattformen wegen vermeintlicher Diffamierung kommt, in allen EU-Ländern zusammen. Das waren im Jahr 2025 eine Million. 378.518 Löschanträge und von diesen 1.378.518 kamen 398 nicht aus Deutschland.

D

Ha ha ha.

B

Prozentzahl von 99,7 Prozent aller Löschanträge.

C

Ich liebe das. Ich liebe es. Also wenn Klischees stimmen, ist es einfach so toll. Aber es wäre doch nicht.

B

Welches Klischee wäre das? Also nur, damit du es nochmal ausformulierst und du es richtig wehtut?

C

I Nein, aber so dieses Das lasse ich nicht auf mir sitzen, ne? Da gehen wir dagegen vor, dann machen wir was so.

B

Gleich gemeldet.

A

You were gemged.

C

Aber es wäre, also ich bin mir ganz sicher, also so wie es in der Schweiz für fünf Millionen Franken Studien darüber gibt, ob der Songcontest in Basel vielleicht was angebracht habe oder nicht, gibt es doch für Deutschland sicher eine bürokratische Erklärung dafür, warum die. 99,7% dieser Lösung, die das dort schon kommen

B

Das ist jetzt die Stelle, an der ich mich gegen das Klischee wehren würde, weil ich das wirklich nicht bürokratisch finde, sondern ich finde, es gibt gute Gründe dafür, warum das passiert. Und ich finde, die sollten wir auch einen Moment. Ernst nehmen. Der erste ist, dass es in Deutschland eine relativ klare Trennung gibt zwischen unzulässiger Verleumdung und freier Meinungsäußerung, also das, was du Kritik genannt hast, Matthias.

Gerichte haben darüber auch schon mehrfach entschieden, wenn es um das Thema Diffamierung geht. Es gab schon vor einigen Jahren Urteile des Bundesgerichtshofs, mehrere, sogar zum Portal Jameda. Sagt euch das was?

A

Mm-mm.

B

Das ist ein Ärztebewertungsportal. Da können Patienten Ärzte bewerten und darüber schreiben, wie es ihnen da so ging, und Sterne vergeben und so weiter. Und da haben sich Arztpraxen unter anderem darüber beschwert, dass die Leute, die sie bewertet haben, nie in ihrer Praxis waren.

Naja, also das ist ja eine relevante Frage. Und der Bundesgerichtshof hat dann in diesen Urteilen unter anderem die Betreiber dieser Bewertungsplattform, also in diesem Fall Yameda, dazu verpflichtet, irgendwie auch sicherzustellen, dass die Bewertungen auch wirklich von Leuten stammen, die auch da waren in den Praxen in diesem Fall, die sie bewerteten.

C

Klingt sinnvoll, aber schwer, schwer umsetzbar.

B

Genau, das klingt sinnvoll, führt aber dazu, dass Google mich im Falle der Kaffeebewertung eben gebeten hat, Fotos von meinem Besuch in dem Kaffee zu schicken und bestenfalls auch noch Quittungen hochzuladen und so weiter.

Und das war mir dann ehrlich gesagt gleich doppelt so blöd. Also erstens war es mir den Aufwand nicht wert, weil ich dann doch das Gefühl hatte, wenn ich mich jetzt hier in so einen bürokratischen Kleinkampf mit Google und diesem Café begebe, um diese eine Bewertung online stehen zu lassen, dann erfülle ich das unangenehme Klischee vom Deutschen dann doch so sehr, dass es mir selber zu

Zu unangenehm wird. Und zweitens, weil ich auch einfach nicht wollte, dass Google irgendwelche Quittungen von mir hat und ich da einfach Zeugs hochlade. Jedenfalls ist das einer der Gründe, und das sieht man ja in meinem Beispiel ganz gut, warum so viel gelöscht wird. Dass es eben diese Möglichkeit gibt zu sagen: Nee, Moment mal, wenn ihr keine Geschäftsbeziehung hattet, also wenn du nicht nachweisen kannst, dass du nicht da warst,

Dann ist das Potenzial einfach ausgedacht und deshalb eine Verleumdung. Und der zweite ist, dass genau an dieser Einfallstelle gewissermaßen eine ganze Löschindustrie entstanden ist in Deutschland. Wenn man das nur einmal kurz googelt, Also Google-Bewertungen löschen, findet man haufenweise Agenturen und Rechtsanwaltskanzleien, die man in wirklich in ein, zwei Minuten damit beauftragen kann, dass die wiederum bei Google beantragen,

negative Rezensionen löschen zu lassen. Das kostet ein paar Euro, aber es muss

A

Ich habe Angebote für 18 Euro gefunden. Sie haben auch alles so fantastische Namen.

C

Aber pro, pro Ret, also für achtzehn Euro löschen Sie mir eine.

A

So habe ich es verstanden, aber ich...

Mm-hmm.

B

Also es kostet ein paar Euro, diese Agenturen zu beauftragen, damit die bei Google wiederum diese Löschanträge. Stellen, die eben in vielen Fällen durchgehen, weil weder Google noch die User sich dann die Mühe machen, das Einzel zu prüfen und zu widersprechen und so weiter. Aber es lohnt sich offenbar, weil diese Bewertung, und das ist ja eigentlich der Hintergrund dieser ganzen Debatte, ungeheuer wichtig geworden ist.

Bewertungskultur: Zwang und Tücken

C

Ja, es ist halt so ein zweischneidiges Ding, ne? Diese diese Bewertungen. Weil es gibt ja nicht nur eine Löschindustrie, sondern es gibt halt auch ehrlicherweise eine Bewertungsindustrie. Und mir geht es ähnlich wie dir, Lenz. Also ich mir könnte es schon auch passieren, dass ich mir ein Kaffeehaus in Berlin aufgrund von Google-Bewertungen auch aussuche. Also ich schaue da schon auch drauf manchmal.

Und vergangenes Jahr war mal ein Artikel im Nachrichtenmagazin Profil, da ging es um ein Caféhaus in Wien. Und der Besitzer hat erzählt, sie seien in einer Kampagne runterbeweitet worden, nachdem sie die Reservierung für eine Pressekonferenz von pro-palästinensischen Aktivisten angenommen haben. Und quasi über Nacht hatten sie dann nur noch 3,9 Sterne, vorher waren es 4,2. Und man sieht ja dann immer die Neuesten zu Eist und die waren halt alle negativ und es macht einen Unterschied.

Und in dem Text kommt dann zum Beispiel auch ein Anwalt vor, der sich auf solche Dinge spezialisiert hat, und der erzählt, dass es Kunden gäbe, die Rabatte in Hotels fordern, sonst würden sie schlechte Bewertungen abgeben.

B

Aber das passiert mir momentan auch andauernd, also dass Hotels oder Restaurants oder sonstige Menschen, mit denen ich in irgendeiner Art von Geschäftsbeziehung stehe, mir quasi als letztes und mit maximaler Dringlichkeit sagen: Ja, bitte gib doch noch eine Bewertungsankelung.

C

Ja, aber nicht, dass du dann einen Rab, aber du gehst nicht hin und sagst, hey, ich will da einen Rabatt haben, sonst schreibe ich ja schlechte Bewerbung. Das ist schon nochmal.

B

Aber das ist ja die gleiche Logik. Also daran merkt man ja, wie wertvoll das ist. Mir ist das aber mal passiert, und das kann ich vielleicht noch erzählen, Florian, weil es das. zweite einzige Mal war, also neben diesem der Kaffee-Bewertung in Berlin, dass ich eine Google-Bewertung abgegeben habe. Das war ein Innsbruck, als ich mir ein Fahrrad leihen wollte, um da rund um unseren Auftritt beim Journalismusfest Fahrrad zu fahren.

Und dann habe ich das reserviert und hat es geregelt und habe ich da angerufen und habe gesagt: Sorry, ich brauch das Fahrrad doch nicht. Und da haben die gesagt, aber eigentlich ist unsere Policy, dass wir.

Dass du es dann trotzdem bezahlen musst. Da habe ich gesagt, das habt ihr mir aber nicht gesagt, als ich es reserviert habe. Ich will nicht ins Detail gehen. Jedenfalls haben die gesagt, okay, wir erlassen dir das, muss nichts zahlen, aber bitte schreib uns eine positive Google-Bewertung. Oh.

C

Okay.

B

Aber das fand ich einen fairen Deal, weil sie waren ja wirklich nett zu mir. Also sie haben ja wirklich Kulanz gezeigt so und das habe ich dann gemacht. Aber das ist ja so ein bisschen ähnlich wie das, was jetzt bei diesen, ich für Verbatt, sonst schreibe ich keine Bewertungen, Ding.

C

Ja, so schreibe ich eine schlechte.

B

Dann schreib ich, dann schreib ich das schlechtes, sorry.

C

Also das ist halt dann schon heavy, finde ich.

B

Aber die 99,7 Prozent, also die ganzen Löschanträge in Deutschland, die sind natürlich lustig, aber die stellen ja auch die Frage an euch: Kann man sich bei euch in euren Ländern eigentlich nicht? Gegen schlechte Google-Bewertungen wären, wenn sie zum Beispiel aus falschen Gründen geschrieben wurden.

C

Schwer, also sehr schwer. Die Beweislast ist umgekehrt, wie bei euch. Also man muss nachweisen können, dass es nicht stimmt, was drinnen steht. Und wenn da jetzt zum Beispiel steht, du hast ein Kaffeehaus und der Kellner war schlecht gelaunt und unfreundlich, Und der Gast schreibt dann die Bewertung drüber, dann müsstest du nachweisen, dass der doch freundlich war. Wir müssen das machen.

A

Moment. Aber ein Wiener Gasthaus, in dem der Kellner unfreundlich war. Das gibt doch fünf Sterne. Sonst wäre sie eine Produkt enttäuscht.

B

It's not a bug, it's a feature.

C

I know. Okay, das war zu schlechtes Beispiel.

A

Da in den Detail zu gehen, also bei uns ist es extrem schwierig, sich da zu wehren. Es gibt da auch zahlreiche Geschichten, eben von frustrierten Gastronomen, auch von verärgerten Ärzten und eben auch so Geschichten wie Irgendwie finde ich sie auch etwas lustig, auch wenn ich mich grauenhaft nerven würde, wenn ich davon betroffen wäre. Aber Restaurant schmeißt seinen Lehrling raus, aus was für Gründen auch immer.

worauf der sich mit Einsterne-Ratings rächt. Und ja, also das ist halt auch so diese Vendetta-Schiene, die man da dann online fahren kann. Aber mal ganz abgesehen davon, also mir geht Lenz hat das vorhin kurz angesprochen: mir geht dieser Zwang zum Raten unglaublich auf die Nerven. Also, überall soll man seine Meinung abgeben, seinen Senf dazugeben, wie irgendjemand.

C

Das ist die ja völlig fremd, gell?

A

Das mache ich jeweils am Dienstag von 9 bis 10 und dann ist Sache wieder gut. Aber nein, aber ich will doch nicht an irgendeinem beliebigen Schalter bezeichnen. Postbank, wo auch immer, irgendwo auf den Knöpfen drücken, ob jetzt der nett oder gut oder weiß auch nicht was war.

B

Am schlimmsten finde ich so diese Toiletten. Kennt ihr das? Wenn du so irgendwo auf Toilette gehst. Also ich hatte das bei Raststätten und glaube bei McDonalds mal, und dann kommt man raus und dann soll man auch so mit seinen hoffentlich gerade frisch gewaschenen Fingern auf irgendwie so Smiley-Buttons drücken, wie man es so auf der Toilette fand. Fehlen Matthias die Worte.

C

Wir wären wieder beim Toilettenpapier.

Die Macht der Online-Bewertungen

A

Wir wären wieder beim Toilettenpapier, und ich will jetzt hier nicht meinen Ruf allzu sehr festigen, dass ich mich vor allem für Unterleibsthemen interessiere. Also nein, aber ich brauche doch auch keinen QR-Code auf der Quittung. Da steht er noch jetzt ganz einfach Google Rating abgeben. And and and da kommt noch dazu das andere aber auch das eben.

Wegen diesem Ärzteding, also das finde ich dann wirklich auch absurd, wer seinen Arzt nach Google-Sternchen auswählt. Also dem ist doch nicht mehr zu helfen.

C

Naja, nach Sternchen vielleicht nicht, aber nehmen wir, wenn wir beim Unterleib bleiben. Sagen wir, ich suche einen Urologen. Und nein, jetzt warte, warte mal. Ja, jetzt warte mal. Ich sag mal, ich bin in der neuen Stadt, ich suche einen Urologen oder was auch immer und dann schaue ich in die Google-Bewertungen, in andere Bewertungen rein und da steht der sei recht rabiat.

Das wäre dann, dann würde ich, glaube ich, schon noch einmal weiterschauen, ob es nicht einen anderen Urologen gibt. Einfach so aus Gründen der Self-Care. Uh

D

Yeah.

C

Und das andere ist, das hat Lenz ja schon gesagt, also, das ist halt die neue Währung. Also Hotels, aber auch die Gastro, die sind auf diese Bewertungen angewiesen. Also, das waren früher halt Sterne oder Ganz große Klassiker waren Bewertungen im Lonely Planet. Also was wird im Lonely Planet empfohlen? Das mag doof sein, das hat Schattenseiten, das stimmt, aber das hatte zum Beispiel auch der Lonely Planet.

Und in Summe sind, glaube ich, diese Online-Bewertungen verlässlicher als das, was früher in dieser Reiseführer drin gestanden ist. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht drauf schaust, Matthias. Das halte ich für ausgeschlossen.

A

Also bei Ärzten finde ich es wirklich absurd oder bei all solchen Dingen sonst schon, ja klar, aber nicht jetzt auf jede Komma stelle und vor allem es ist ja dann auch irgendwie eine Mischung. Also du schaust ja die Bildchen an, gehst du auf die Website des Lokals. Wenn wir jetzt bei Gastro bleiben wollen, dann kann ich mir dann ja so eben selber ein Bild etwas machen und mir auch vorstellen, was mich da etwa erwart.

C

Genau, aber du machst halt so eine Mischkalkulation aus den verschiedenen Infos, die du halt zusammenklaubst und die, die Bewertungen sind ein Teil davon, weil du kannst die halt auch nicht immer drauf verlassen. Sag mal, Hotel, du gehst auf die Homepage, schaust auf die Bilder, ganz ehrlich. Die schauen oft ein bisschen anders aus und sind anders belichtet als die Realität dann. Und da finisst.

A

Mm-hmm.

C

Und da finde ich es zum Beispiel bei Beweitungen manchmal ganz hilfreich, wenn die Leute da selber Fotos nur dazustellen, weil das ist dann schon ein realistischeres Bild.

A

Ja, aber wobei diese Bewertung halt dann auch der eine findet super, der andere scheiße und dann sitzt er dann und findet so, was jetzt bitte? Und ja, aber klar, also ich weiß ja auch, ich will mich hier auch nicht blöder verkaufen, als ich bin. Also ich weiß ja auch um die ökonomische Macht der Ratings. Es gibt da auch Tat, ja, zahlreiche Studien zu und Al von McKinsey, von wem sonst?

Also anscheinend could a halber stern more by Google den Umsatz verdoppeln. An umfrage for MarketAction, also a toll Institute, has given that in the Generation C 91 Prozent der Befragten angeben, bei schlechten Bewertungen von einem Kauf abzusehen. Und das Werf- Hat er auch mal noch seinen Senf dazugegeben, hat was geraten, das Weltwirtschaftsforum. Der Schaden durch gefälschte Bewertungen, weil das gibt es eben auch. Gefälschte Bewertungen.

Ich meine, das ist auch so eine geile Form, dass ich zahle weltweit bereits ab 152 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

C

Yeah.

B

Yeah, Lord, I'm fantastic.

A

Es waren nicht 151 mit den anderen, sondern 152. Ja, und ich finde, da kommt noch ein Punkt dazu. Also wer gibt solche Bewertungen ab? Lenz, wenn er etwas schlecht gelaunt ist, aber kommt ja nicht viel vor, vor allem eben nur zweimal in einem Leben, finde ich jetzt.

Finde ich ein top Trade. Nein, nein, nein, das finde ich ja. Ich finde, ab und zu muss man seine Wut irgendwo rauslassen. Aber die Autorin Michele Rothen, Journalistin aus Zürich, die betreibt auch Secondhand-Kleidershops, glaube ich, in Zürich und in Bern. Die hat mal in einem Text in der Annabel geschrieben, wie dann das so rüberkommt. Auf der anderen Seite, Zitat, liest man einige der schlimmsten Bewertungen.

Könnte man meinen, das Konzept unseres Shops besteht darin, die hässlichsten, kaputtesten, dreckigsten Stücke aus der Altkleidersammlung zu picken? Sie wahnsinnig teuer anzuschreiben und alle, die zu uns in den Laden kommen, wenn nicht zu bespucken, dann wenigstens zu ignorieren, Zitat Ende.

Da bin ich dann doch etwas bei ihr. Also, ich finde auch, wenn Rezensionen dann bitte gegenseitig, also Leiden, Restaurants, Hotels, Bars sollen, dann ja auch ihre Kunden, Kundinnen raten können. Klingt auch Brave New World und gruselig, ich weiß alles, aber so. Kurzes Gedankenexperiment, bevor man so seine Wut da irgendwie

C

Es hat schon weg gemacht im Black Mirror.

A

Das habe ich nie gesehen, dass es mir so gruselig ist.

Gesellschaftliche “Datenifizierung” durch Bewertungen

C

Ja, das ist schon zu Recht. Aber also wie gesagt, ich bleib schon dabei, dass eben diese Online-Bewertungen halt etwas sind, was es immer schon gegat, was halt jetzt sozusagen alle machen können.

Aber ja, es ist eben in dieser Black Mirror Folge, das ist nicht schön anzuschauen, aber es ist natürlich auch konsequent weitergedacht. Klar, am Ende kann das schon so sein. Und ganz ehrlich, manchmal ist das ja auch schon so. Also Es soll Leute geben, die in manchen Lokalen Lokalverbot haben ausgründen.

B

Ja, och Plattformen wie Airbnb eller...

A

Yeah, exactly.

D

Yeah.

B

Plattformen wie Airbnb oder Kleinanzeigen oder so machen das ja auch so, dass man sich quasi gegenseitig bewertet. Ich teile ja auch das Umwohlsein, damit das alles bewertet und gerankt wird. Und zwar übrigens ja auch in Kategorien. Die vorgegeben sind, also in diesem Fall in diesen Sternen. Wobei ich es auch interessant finde,

wie das, also wie es so da so eine Art Inflation der Bewertung gab, ne, so ein bisschen wie bei Schulnoten, also eigentlich ist ja alles, wo eine 3 vorne steht, schon schlimm. Also irgendwas mit eins oder zwei Sternen vorne kommt ja eigentlich gar nicht Gar nicht mehr vor. Also, eigentlich spielt sich ja fast alles zwischen 4-0 und 5-0 ab, das allermeiste. Also, das ist nochmal ein Angriffsthema. Das für vielleicht so weit weg.

Und überhaupt, was vielleicht auch ein bisschen weit weg führt, aber was woran ich denken muss bei unserer Diskussion, ist jetzt, ich habe gerade eine Forscherin interviewt, die zu Kybernetik forscht und die grob gesagt erklärt hat, wie sich unsere Vorstellung davon, was eigentlich Menschen sind und was Gesellschaften sind und so weiter, in vergangenen Jahren so entwickelt hat, dass wir alles nur noch als Datenpunkte

Oder als Informationsfluss begreifen. Also Politik ist dann gut, wenn sie einfach die Meinung der Bürger abbildet, die halt dann sagen: Hallo, das ist meine Meinung, dann macht die Politik das. Restaurants sind dann gut, wenn sie eine bestimmte Punktzahl haben. Menschen sind Datingmaterial, wenn sie bestimmte vom Algorithmus vorformatierte Kategorien entsprechen, und so weiter und so fort.

Wird datenförmig, bezahlenförmig und so weiter. Und dabei geht halt auch alles verloren, sagt sie, was sich eben nicht als digitalisierbare Daten ausdrücken und verwenden lässt. Also alles, was mit so altmodischen Begriffen wie, weiß ich nicht, Innerlichkeit oder Reflexion oder Empathie und so weiter zu tun hat. Das passt halt nicht mehr in so eine rezensions- und sterneförmige Google-Bewertungswelt und das klingt jetzt wirklich sehr deshalb.

A

Bin ich etwas traurig, dass du mich jetzt wieder auf diesem Feld in dieser Kategorie überholt hat, wenn du disto hast, wenn du Distortbind geht.

B

versuche ich noch

A

Ich muss noch etwas daran arbeiten, aber.

B

Deshalb versuche ich noch was Gut Gelauntes zu sagen. Ich bin manchmal auch froh, dass ich nicht mehr blind in so Situationen reinlaufe. Also man hat es ja sonst oft auch mit einer Art Machtgefälle. Zu tun. Wenn man zum Beispiel zu einem Arzt geht und der will einem irgendwelche unnötigen Leistungen aufschwatzen oder man gerät an einen Handwerker, der einen abzockt, so wie alle anderen Kunden auch abzockt, dann bin ich ehrlich gesagt ganz froh, dass sich da heutzutage vorgewarnt.

sein kann durch diese Bewertung. Und die Macht, die jetzt diese Bewertungsplattformen haben, die hatten halt vorher andere und eben oft auch eben nicht man selbst. Und da kann das schon eine Verbesserung sein, finde ich. Aber nun habe ich euch noch gar nicht erzählt, warum wir über das Thema überhaupt reden gerade.

Transparenz für gelöschte Google-Bewertungen

C

Weil bei euch irgendwas los ist mit diesen 97 Prozent Europäisch.

B

Genau, weil bei uns was los ist. Der Witz ist ja, dass Google vor wenigen Wochen damit angefangen hat, nur in Deutschland auch die Zahl der gelöschten Rezensionen anzuzeigen. Wenn nämlich hier pro Jahr mehr als eins komma drei

C

anzuzeigen, bei der Polizei anzuzeigen

B

Nein, nein, nein, nein. Also wenn hier pro Jahr mehr als eins komma drei Millionen Bewertungen gelöscht werden bei Google in Deutschland. Dann hat auch Google gecheckt und ist übrigens auch wegen der EU-Gesetzgebung mittlerweile dazu verpflichtet, dass es irgendwie der Transparenz dient, das auch offen zu legen, wenn Rezensionen gelöscht werden, weil es ja einen Einfluss darauf hat, was man vielleicht von einem Unternehmen hält, wenn dieses Unternehmen die ganze Zeit Bewertungen löscht.

oder löschen lässt. So. Das ist ja einfach stichthilfreich zu wissen. So. Und das führt nun dazu, dass die Leute in ihren Städten die Unternehmen mit den meisten Löschungen suchen. Bei Reddit gibt es ganz tolle Threads dazu, wer der Löschkönig in statt XY ist. Die höchste Stufe ist 250 oder mehr Bewertungen, die gelöscht wurden.

Und das sieht halt schon doof aus, wenn da, sagen wir mal, 200 normale Bewertungen stehen und daneben dann auch 100 bis 150 Gelöschte. Man muss dazu sagen, es werden immer nur die gelöschten. Der vergangenen zwölf Monate angezeigt. Das heißt, wenn da jemand 1000 Bewertungen hat und da stehen 100 Gelöchte daneben oder sagen wir mal 100 bis 150 Gelöschte daneben, dann kann das sein, dass er insgesamt schon viel, viel mehr gelöscht wird.

A

Irgendwie wird dieses Leben immer komplizierter.

C

Ja, aber jetzt machen wir es doch wieder unkompliziert. Was ist jetzt mit deinem Café da?

B

Ja, da steht tatsächlich bei vier Komun Sternen.

C

Okay.

B

288 Bewertungen und hat in vergangenen zwölf Monaten 21 bis 50 gelöschte Bewertungen. Da ist meine also schon nicht mehr drin, weil die schon länger her ist. Und 21 bis 50 heißt ja immerhin noch, dass dieses Unternehmen alle ein bis zwei Wochen eine Bewertung löschen lässt. Ja, also die können sich nicht beschweren über ihr Google-Ranking und es gibt auch schlimmere, aber ich würde natürlich niemals so weit gehen und dieses Café am Helmholtzplatz outmen.

🎵 Music

Gestoppte Schweizer PFAS-Studie

E

Die spinnen die Schweizer.

A

Per und polyfluorierte Alkylverbindungen, oder kurz PfAS, oder noch ein gängiger Ewigkeitskemikalien, werden so seit den siebziger Jahren, also neunzehn siebziger Jahren, eingesetzt. Einfachen Grund, weil sie einfach richtig praktisch sind und viel können. Sie sind fettschmutz, wasserabweisend und Thermisch, also Wärme, Kälte und chemisch äußerst stabil. Stecken darum in Autokleiden, in Bratpfern, also beschichtenden Bratpfern.

Im Skiwachsen, Farbe etc. pp. Doch es gibt da zwei Probleme. Sie sind erstens in der Umwelt nahezu nicht Abbabbau und reichen sich zweitens im menschlichen Körper, aber auch in Tieren und in Pflanzen, Sedimenten etc. Das hat in der Schweiz bereits dazu geführt, dass zum Beispiel Bauern ihr Fleisch nicht mehr verkaufen dürfen oder Fischer keine Fische mehr fischen und verzehren dürfen.

Wie gefährlich PEFAs sind, es gibt da zwar Grenzwerte, aber wie gefährlich sie wirklich sind, das weiss noch niemand so genau. Deshalb war in der Schweiz jetzt eine große Studie geplant, 100.000 Freiwillige sollten über zwanzig Jahre lang regelmäßig untersucht werden, also Blut und Urin. Um zu sehen, wie verhält sich der Hefaswert, den Sie da haben, mit Ihrer Gesundheit? Kann man da irgendwas feststellen? Und eben diese Korte sollte erstmals aussagekräftige Langzeitdaten liefern.

Wie sich diese Stoffe auf die Gesundheit auswirken. Gute Sache, wichtige Sache. fanden auch viele, also es geht um Wissenschaft, es geht um Aufklärung und eben sind nicht nur Grün oder Ökos so, sondern auch unter anderem Verband der forschenden Schweizer Pharmafirmen, Science Industrie. Der sagte der Chef, was glaube ich. Zitat Langzeitstudien sind das letzte und relevanteste Kontrollinstrument.

Ob ergriffene Maßnahmen von Politik und Industrie funktionieren. Weil es geht ja auch darum, wenn man jetzt irgendwelche Maßnahmen ergreift und das ist gar nicht so schlimm oder die funktionieren nicht, dann ist das auch wieder wirtschaftsschädig etc. So. Aber Aus dem Ganzen wird nun nichts. Bund muss sparen und Parlamentarier gehorchen. Dem Bundesrat brav, die jährlichen Kosten von zehn bis zwölf Millionen Franken seien zu hoch.

Lieber Bundesrat, liebe Damen und Herren National- und Ständeräte, die Sie gegen diese paar Milliönchen gestimmt haben, ihr Spinnt.

🎵 Music

Podcast-Abschluss und Leseempfehlungen

B

Das war's diese Woche beim Transalpinen Podcast. Was steht auch in der Zeit Schweiz, Zeit, Österreich?

A

Bei uns steht ein fantastisches Interview, wie ich finde, mit Lukas Bärfuss, dem Schriftsteller, drin. Meine Kolleginnen Salome Müller und Sarah Jecki haben das geführt. Bärfuss spricht darin über sein neues Buch. In dem Buch geht es um seine Mutter und Spoiler, er gibt meines Erachtens auch den

Besten Tipp, den ich je gelesen habe für all die ach so verunsicherten Väter, die auf der Suche nach ihrer Vaterrolle sind. Muss man aber selber nachlesen, um dem zu erfahren. Und dann haben wir noch ein Porträt.

über Baby Volcano, eine jurassische, recht durchgeknallte Musikerin. Und ich habe eine kurze Rezension eines Buchs über Wiedermal Gold geschrieben. Und zwar hat der niederländische Architekt Er hat darüber geschrieben, über die Architektur des Schweizer Golds klingt ebenso abgefahren wie es ist.

C

Bei uns haben eben Katharina Mittelstädt und Nora Ederer alles zusammengetragen, was man über den Song Contest wissen muss und dann.

Entschuldige, über den Schatz wissen muss und da auch weitererzählen kann. Simone Brunner ist ja wochenlang im im Prozess gegen den früheren österreichischen Geheimdienstler Igisto Ott gesessen und hat ein großes Stück jetzt darüber geschrieben, worum es da eigentlich geht, wer dieser Ägisto Ort ist und wer die zwei Männer sind, die da eigentlich fehlen bei dem Prozess.

Und dann läuft in Wien gerade eine Ausstellung über Thomas Bernhard im Literaturmuseum, die heißt im Stumpf Sinn die Geisteskappe aufsetzen. Es geht darum, wie Thomas Bernhardt bis heute in die Gegenwartsliteratur weiterwirkt. Thomas Miesgang war dort. Es gibt auch eine Thomas Bahnert.

KI dort, die zu allen dann was zu sagen hat. Ich darf sie nicht zitieren, weil Lenz es ganz doof findet. Alle anderen finden es super. Und man kann im Text von Thomas nachlesen, was Thomas Bernhard zur Zeit gesagt haben hätte können.

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Und wer wissen will, was in Deutschland noch los ist, kann den Rest der gedruckten Zeit oder zeit.de lesen. Wir hören uns nächste Woche zur 400. Folge wieder und freuen uns über alle Fragen, absurden Anekdoten und sonstigen Einsendungen dazu beschreiben. Oder auch per E-Mail an albindezeit.de. Bis dahin sagen wir dein.

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Audio.

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Und tschüss.

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Servus Grötzi Hallo ist ein Podcast der Zeit, produziert von Polartists.

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