Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. Yunas Tag beginnt, wenn es dunkel wird. Dann macht sie sich auf in das Rotlichtviertel von Seoul. So richtig weiß sie nie, was die Nacht bringen wird. Das gilt besonders für diesen Abend. Denn noch hat Yuna keine Ahnung, dass sie schon in wenigen Stunden dabei helfen soll, den wohl gefährlichsten Serienmörder Südkoreas zu fangen.
Wir wissen nicht viel über Yuna. In Wahrheit kennen wir nicht einmal ihren richtigen Namen. Sie heißt also gar nicht wirklich Yuna. So nennen wir sie aber in der heutigen Folge. Wir wissen aber, dass sie einen außerordentlich großen Mut besitzt. Ein Mut, der es verdient, gesehen und gehört zu werden. Denn als es in dieser Nacht im Juli 2004 an ihrer Tür klopft, steht dort kein Freier, sondern ein Polizist.
Ein ziemlich aufgeregter Polizist. Seit Monaten schon wird Saul von einem Serienmörderheim gesucht, der scheinbar wahllos Menschen ermordet. So lange schon fühlt sich Juna daher nicht mehr sicher, wenn sie nachts allein auf den Straßen unterwegs ist. Besonders, weil auch seit einiger Zeit Kolleginnen von ihr vermisst werden, die nicht von ihrem Hausbesuch zurückgekehrt sind. Und nun steht da dieser Polizist, der behauptet, eine Spur zu haben.
Er wolle den Mörder anlocken, doch dafür brauche er einen Köder, einen menschlichen Köder. Juna weiß sofort, was der Polizist von ihr will. Und sie willigt ein. Zu einem Treffen mit dem Verdächtigen in einem Park, der nachts nicht gerade gut beleuchtet ist. Und so macht sie sich auf den Weg dorthin, ganz allein, während der Polizist mit der Dunkelheit verschmilzt und ihr heimlich folgt. Ob der Mörder sie schon beobachtet?
Der Park ist leer, als Yuna dort ankommt. Sie schaut sich um, doch sie kann niemanden entdecken. Ihr Herz rast, aber sie zwingt sich, ruhig zu bleiben. Als sei das ein ganz normaler Kunde. Yuna weiß, dass er gerade da ist. sie kann seinen Blick spüren. Irgendwo in den Büschen versteckt er sich. Und sie steht nun hier, ganz allein. Schwarze Akte Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Schwarzen Akte. Natürlich wie immer mit Patrick Strohbusch.
Und wie immer mit Anne Lockmann. Hello! Und wir nehmen euch heute mit zurück zu den Anfängen der 2000er Jahre. Dieser Fall hier beginnt im Herbst 2003, zu einer Zeit, in der es noch keine Smartphones oder Social Media gibt. Zumindest nicht so, wie wir das heute kennen. Werbung Werbung Ende Als eines der ersten sozialen Netzwerke erfreut sich MySpace gerade zunehmender Beliebtheit. Doch Facebook steht bereits in den Startlöchern, um der Plattform Konkurrenz zu machen.
Wer surfen will, nutzt dafür sein Computer mit dem guten alten Röhrenbildschirm. Zwar sind einige Handys 2003 schon internetfähig, doch das mobile Netz ist noch sehr langsam und vor allem teuer. Besser also, nicht aus Versehen durch einen falschen Tastendruck online zu gehen. Das könnte ziemlich teuer werden. Der MP3-Player erlebt 2003 einen richtigen Boom in Deutschland. Da Musik noch nicht gestreamt werden kann, ist File-Sharing ein großes Ding.
Wer einen coolen Song oder einen angesagten Klingelton besitzt, der verschickt ihn über Bluetooth an seine Freunde. CDs erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Doch wer sich seine Musik nicht erst kaufen will, der schaltet einfach MTV ein. Dort laufen Songs von Britney Spears wie Toxic oder Beyoncé is Crazy in Love. Aber auch Hits von Linkin Park wie Nump oder Limbiscuits Behind Blue Eyes sind 2003 schwer angesagt.
Mit Vorfreude erwartet wird auch die Veröffentlichung von fünften Buchteil der Harry Potter Reihe. Wer nicht so auf Zauberer steht, der freut sich 2003 vielleicht über den Serienstart von OC California oder schaut Deutschland sucht den Superstar. Während all dem wird Europa von einer riesigen Hitzewelle überrollt, von dem wir noch Jahrzehnte später als den Jahrhundertsommer sprechen werden. In Südkorea berichtet man von den vielen Hitzetoten in Europa wohl in den Nachrichten.
Selbst betroffen ist das Land von den hohen Temperaturen aber nicht. Hier hat man ganz andere Sorgen, wie zum Beispiel die Auswirkung der großen Asienkrise von 1997, die das Finanzwesen und die Wirtschaft Südkoreas schwer erschüttert hat. Besonders die Hauptstadt Seoul hat mit zunehmender Kriminalität zu kämpfen. Denn große Teile der Gesellschaft sind von den Folgen der Krise gezeichnet. 2003 gibt es dort kein soziales Auffangnetz, das den Menschen hilft, die alles verloren haben.
Viele bleiben ohne Arbeit zurück, ohne Dach über dem Kopf und ohne eine warme Mahlzeit. Und so entsteht aus einem Gefühl der Armut ein Gefühl der Ausgrenzung, das schnell in Verzweiflung und Wut umschlagen kann. Viele müssen hilflos zusehen, wie die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Bis in die 80er Jahre war Südkorea noch ein sehr sicheres Land. Gewaltverbrechen kannte man hier gar nicht so sehr, wie zum Beispiel in den
USA. In der Regel hatte jedes Verbrechen ein klar erkennbares Motiv. Doch das änderte sich in den 90er Jahren, als immer mehr Menschen beginnen, ihren Frust über die soziale Ungleichheit im Land einander auszulassen. Nicht nur die Anzahl der Körperverletzungen nimmt zu dieser Zeit rasant zu, sondern auch die Anzahl von Entführungen. Immer wieder werden Frauen oder Kinder gekidnappt, um hohe Lösegeldsummen für sie einzufordern.
Die soziale Ungleichheit in Südkorea ist auch heute noch ein riesiges Problem, das in einigen sehr bekannten Filmen und Fernsehserien thematisiert wird. Zum Beispiel in Parasite oder auch in Squid Game, wo gezeigt wird, wie sehr die ärmeren Bevölkerungsschichten um ihr Überleben kämpfen müssen. Guter Wohnraum ist teuer und viele Arbeitsverhältnisse sind unsicher, weshalb gerade junge Leute teilweise schon hoch verschuldet sind.
Und in dieser Situation taucht im Herbst 2003 ein Mann auf, der mit der Gesellschaft auf seine ganz eigene Weise abrechnet. Es ist der 24. September 2003, ein scheinbar ganz normaler Mittwoch in Seoul, als bei der Polizei ein Notruf aus einer wohlhabenden Wohngegend eingeht. Ihr Weg führt sie zu einem zweistöckigen Haus, in dem ein Universitätsprofessor gemeinsam mit seiner Ehefrau wohnt. Er ist Anfang 70, sie Ende 60 und gemeinsam genießen sie den Ruhestand.
Bis zu diesem Tag im September 2003, als sein Mann in ihr Haus einbricht und ihnen das nimmt, was mehr wert ist als alles andere, ihr Leben. Als die Polizei das Haus betritt, kann sie nur noch den Tod der beiden Eheleute feststellen. Wer auch immer das war, hat das Paar mit voller Brutalität ermordet. Scheinbar hat er zunächst den Professor mit einem Messer in den Nacken gestochen und dann ihn und seine Frau mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen.
Es wirkt nicht so, als hätten sie überhaupt eine Chance gehabt, sich groß zur Wehr zu setzen. Der Angriff muss am helllichten Tag geschehen sein, um die Mittagszeit. Vielleicht haben die Eheleute sich gerade ausgeruht oder saßen am Esstisch. Auf jeden Fall werden sie kaum mit einem tödlichen Überfall gerechnet haben. So wie es aussieht, muss der Täter auch recht kräftig gewesen sein. Gut möglich, dass er den beiden auch körperlich überlegen war.
Ein Doppelmord, mitten in Seoul, und die Polizei steht vor einem großen Rätsel. Wer könnte dem Paar etwas Böses wollen? Es gibt zu dem Fall eine dreiteilige Netflix-Dokumentation, in der ein Profiler erzählt, dass Morde in Südkorea bisher eigentlich immer von einem Täter oder einer Täterin aus dem Umfeld verübt werden. Daher überprüfen die Beamten nun also als erstes die Angehörigen der Toten.
Doch niemand scheint ein Motiv zu haben. Ganz im Gegenteil, alle zeigen sich schwer erschüttert über den brutalen Mord. Gut zwei Wochen später, am 9. Oktober, wird in einem anderen, ebenfalls wohlhabenden Stadtteil von Seoul, eine ganze Familie ermordet. Es ist eine Szene wie aus einem Horrorfilm. Der Ehemann kommt von der Arbeit nach Hause und entdeckt die Leichen seiner Frau, seiner Mutter und seines Sohnes.
Der Sohn ist bereits Mitte 30, lebt aber aufgrund einer körperlichen Einschränkung zu Hause bei seinen Eltern. Alle drei wurden mit einem schweren, harten Gegenstand zu Tode geprügelt, mit gezielten Schlägen auf den Kopf. Wir verzichten hier auf weitere Details. Ihr könnt euch vorstellen, wie die Leichen aussehen. Überall im Haus ist Blut. So viel Blut, dass die Polizeibeamten gar nicht wissen, wo sie hintreten sollen, als sie den Tatort untersuchen.
Normalerweise nutzen die südkoreanischen Beamten bei einer Tatortbegehung bestimmte Blöcke, die sie sich unter die Schuhe schnallen, um keine eigenen Spuren zu hinterlassen. Doch selbst die helfen ihnen in diesem Fall nicht wirklich weiter. Doch wenn sich schon die Polizei nicht so einfach in diesem Tatort bewegen kann, dann konnte es der Täter ja auch nicht. Zumindest nicht, ohne selbst eine Spur zu hinterlassen.
Und tatsächlich entdecken die Beamten zwei fast kaum sichtbare, blutige Schuhabdrücke auf einem weißen Handtuch, das im Badezimmer auf dem Boden liegt. Der Abdruck passt zu keinem der Schuhe, die normalerweise von der Familie getragen werden. Also muss er vom Mörder stammen. Ein erster Hinweis auf den Mann, der dieses Grauen angerichtet hat. Noch denkt übrigens niemand daran, dass es der gleiche Täter sein könnte wie bei dem Doppelmord zwei Wochen zuvor.
Ein Serienmörder hat es bis dato noch nie in Südkorea gegeben. Und so beginnt die Polizei wieder im Umfeld der Familie zu ermitteln. Der Ehemann steht dabei natürlich als erstes im Verdacht. Die Beamten prüfen sein Alibi, ein mögliches Motiv, und finden nichts. Kein Hinweis darauf, dass er der Täter sein könnte. Für den Ehemann muss das ziemlich heftig sein. Er verliert auf einen Schlag seine gesamte Familie und wird dann auch noch verdächtigt.
Aber keiner, der sieht, wie schwer er von dem Verlust seiner Frau, seiner Mutter und seines Sohnes getroffen ist, glaubt ernsthaft, dass er das nur vorspielt. Sein Schock und seine Trauer sind echt, sein Alibi ist wasserdicht. Aber wenn er es nicht war und sonst auch niemand aus dem näheren Umfeld, wer dann? Und wieder stehen die Ermittlungen an einem ähnlichen Punkt wie schon zuvor. Die Suche im Umfeld der Opfer hat nichts ergeben. Was bedeutet, dass es vermutlich ein Fremder gewesen sein muss.
Doch warum sollte jemand fremden Menschen in ihrem eigenen Zuhause auf so brutale Weise das Leben nehmen? Die Polizei kann sich einfach keinen Reim darauf machen. Eine Woche später, am 16. Oktober, wird die Leiche einer 60-jährigen Frau von ihrem Sohn entdeckt, der sofort die Polizei alarmiert. Die Frau wurde, ebenso wie die anderen, mit einem schweren, harten Gegenstand zu Tode geprügelt. Vermutlich mit einem Hammer oder einer ähnlichen Vorrichtung.
Ihr Ehemann, ein Millionär, war zur Tatzeit nicht im Haus. Erschlagen mit einem harten Gegenstand. Es scheint also schon mal so, als wäre in allen drei Mordfällen dieselbe Waffe verwendet worden. Und nicht nur das. Die Polizei findet einen Fußabdruck des Täters, draußen auf der staubigen Klimaanlage vor dem Haus. Er muss also über die Klimaanlage ins Haus hineingeklettert sein. Der Fußabdruck passt zu dem Abdruck vom ersten Tatort.
Es scheint sich also tatsächlich um ein und denselben Täter zu handeln. Alles deutet also darauf hin, dass es die Polizei von Saul zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit einem Serienmörder zu tun hat. Eine Tatsache, die sich aber nicht alle eingestehen wollen. Einige der ranghöheren Polizisten beschließen, dass es besser ist, weiter von Einzelfällen zu reden, um die Gesellschaft nicht unnötig in Panik zu versetzen.
Wobei es aus einer anderen Perspektive betrachtet, gar nicht schlecht wäre, die Menschen zu informieren, damit sie sich besser vor möglichen Angriffen schützen können. Aber die Polizei will um jeden Preis vermeiden, dass der Eindruck entsteht, sie hätten irgendwas nicht unter Kontrolle. Und es gibt noch ein anderes Problem bei der Sache. Man weiß auch rein organisatorisch nicht, wie man in so einem Serienmord ermitteln soll. Denn die Polizei von Seoul ist streng in einzelne Einheiten aufgeteilt.
Jede Einheit ermittelt in ihrem Bezirk und es werden auch keine Informationen untereinander ausgetauscht. Das hört sich erstmal komisch an, hängt aber mit dem Beförderungssystem zusammen. Wer einen Straftäter festnimmt, der wird befördert. Das bedeutet, jede Straftat ist für die Beamten eine Möglichkeit aufzusteigen. Deshalb werden Informationen auch eher zurückgehalten, statt sie mit anderen Bezirken auszutauschen. Man will ja selbst den Täter fassen.
Wenn man anderen dabei hilft, hat man rein karrieretechnisch selbst nichts davon, sondern eben nur der andere. Das Problem ist jetzt aber, dass der Täter in unserem Fall ja in verschiedenen Bezirken gemordet hat. Das bedeutet, dass in jedem Bezirk jetzt die entsprechende Polizeieinheit ermittelt, allerdings ohne miteinander zu kooperieren. Das mit dem Fußabdruck weiß man zum Beispiel nur, weil die beiden Morde zufällig im gleichen Bezirk stattgefunden haben, in Gangnamgu.
Ob bei dem Familienmord auch ein Fußabdruck gefunden wurde, weiß die Einheit von Gangnam Goon nicht. Und so machen es sich die Behörden unglaublich schwer zu erkennen, womit sie es wirklich zu tun haben. Nämlich mit einem Serienmörder. Und weil es keine gemeinschaftliche Ermittlung gibt, hat der Mörder weiterhin leichtes Spiel. Rund ein Monat nach der Ermordung der 60-jährigen Millionärsfrau brennt in einem wohlhabenden Viertel von Seoul ein zweistöckiges Haus.
Es ist das gleiche Viertel wie bei dem Familienmord. Das heißt, bisher sind zwei Ermittlungseinheiten an dem Fall beteiligt, jede mit zwei Tatorten. In den Flammen findet die Polizei die Leiche eines Mitte-80-jährigen Geschäftsmannes, die Leiche seiner Anfang-50-jährigen Haushälterin und einen noch lebenden einjährigen Jungen, der im Bett geschlafen haben muss, als das Feuer gelegt wurde.
Er wird in ein Krankenhaus gebracht und überlebt die Tat. Der Körper des Geschäftsmannes weist Stichwunden auf und sowohl ihm als auch seiner Haushälterin hat der Täter mit einem schweren, harten Gegenstand den Kopf eingeschlagen. Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen. Wieder scheint die Tatwaffe ein hammerähnlicher Gegenstand gewesen zu sein. Wieder sind die Opfer, zumindest bis auf die Haushälterin, wohlhabend und in den meisten Fällen auch schon älter.
Und es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit. Bei keinem der Tatorte wurde etwas gestohlen. Auch wenn es in allen Häusern einige Wertgegenstände zu holen gab. Dem Täter scheint es wirklich nur um das Morden zu gehen, nicht um einen Raub. Die Presse ist längst davon überzeugt, dass ein Serienmörder in Saw sein Unwesen treibt. Die Leute sind ja nicht blöd, auch wenn die Polizei sich mit dieser Erkenntnis schwer tut.
Doch mit der Zeit wird auch den Verantwortlichen endlich klar, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn sie keine Informationen austauschen und die Einheiten nicht miteinander arbeiten, werden sie den Mörder wohl nie fassen. Es fällt ihm ja offensichtlich nicht schwer, in die Häuser der Menschen einzubrechen. Auch nicht mitten am Tag. Und bisher hat man so gut wie nichts gegen ihn in der Hand, obwohl mittlerweile schon acht Menschen gestorben sind.
Und so bildet die Polizei endlich eine gemeinsame Ermittlungseinheit, um von einem zentralen Ansatzpunkt aus die Jagd nach dem Serienmörder zu beginnen. Etwa 80 Beamte sind in dieser Sondereinheit tätig. Das bis dato wohl wichtigste Beweisstück ist der Schuhabdruck. Denn derselbe Abdruck, der auch bei zwei vorherigen Tatorten aufgetaucht ist, kann nun auch im Haus des Geschäftsmannes sichergestellt werden. Die Flammen haben den Tatort zum Glück nicht komplett vernichtet.
Es sagt schon einiges über den Mörder aus, dass er bei allen Taten dieselben Schuhe zu tragen scheint. Er muss sich wohl sehr sicher fühlen. Er scheint auch keine private Verbindung zu den Opfern zu haben, was die Ermittlungen nochmal deutlich erschwert. Auch die Opfer untereinander stehen in keiner Verbindung, außer, dass sie fast alle wohlhabend sind.
Der Täter scheint immer genau dann zuzuschlagen, wenn die jüngeren, kräftigen Männer aus dem Haus sind und nur Frauen, Kinder und Ältere zurückbleiben. Also so um die Mittagszeit, wenn die meisten arbeiten müssen. Er überrascht sie an dem Ort, an dem sie sich am sichersten fühlen und tötet sie, bevor sie sich zur Wehr setzen können. Demnach könnte es also so ziemlich jeden vermögenden Menschen in Seoul treffen. Die Beamten stürzen sich also nun auf die Suche nach dem Mörder.
Doch ihre Ermittlungen wirken etwas planlos und primitiv, zumindest im Vergleich zu heutigen Standards. Das behaupten nicht wir, sondern ein Vertreter der Polizei. Er sagt es in der Netflix-Dokumentation sogar selbst. Die Beamten befragen zum Beispiel Menschen auf der Straße, ob sie eine verdächtige Person gesehen haben. Einige Leute befragen sie nicht nur, sondern durchsuchen sie auch an Ort und Stelle.
Dabei haben sie gar keine konkreten Anhaltspunkte, wonach sie Ausschau halten, sondern schauen einfach, wer ihnen irgendwie verdächtig erscheint. Die Beamten stellen nachts auch Straßensperren auf und halten wahllos Autos an, um in die Kofferräume zu schauen. Außerdem werten sie sämtliche Handyaktivitäten aus der Nähe der Tatorte aus. Es ist im wahrsten Sinne die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
In Seoul leben zu der Zeit über 10 Millionen Menschen. Wie wahrscheinlich ist es, dass der Serienmörder zufällig in eine Kontrolle der Polizei gerät und dann auch noch im Idealfall seine Tatwaffe dabei hat? Oder dass man bei den vielen tausenden Handydaten eine verdächtige Nummer entdeckt? Die Tatorte sind ja mitten in der Stadt. Da werden zu jeder Zeit ziemlich viele Handys online sein. Entsprechend erfolglos verlaufen auch die Ermittlungsansätze. Die Beamten tun, was sie können.
Sie arbeiten mit dem Wissen, das sie zu dieser Zeit eben haben und alle geben vollen Einsatz. Der Druck, der auf ihnen lastet, ist unglaublich hoch. Alle wissen, dass der Mörder zu jeder Zeit erneut zuschlagen kann. Je schneller sie ihn fassen, desto weniger Opfer wird es noch geben. Die Beamten arbeiten hart, teilweise essen und schlafen sie sogar im Büro. Und dennoch sind die Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Das muss unglaublich frustrierend sein.
Doch nicht jede Mühe ist vergebens, denn an anderer Stelle macht das Team durchaus Fortschritte. Man analysiert zum Beispiel den Schuhabdruck näher und stellt fest, dass der Mörder vermutlich Schuhe der Marke Buffalo trägt. Die Tatwaffe, das zeigen einige Tests, ist wohl kein klassischer Hammer und auch nicht unter den handelsüblichen Werkzeugen zu finden. Also vielleicht eine Spezialanfertigung. Und dann spielt der Zufall der Polizei in die Karten.
Man stellt fest, dass der Mörder in der Nähe eines Tatorts von einer privaten Überwachungskamera aufgezeichnet wurde. Leider ist er darauf nur von hinten zu sehen. Doch immerhin hat man jetzt ein ungefähres Bild von ihm. Und es besteht auch kein Zweifel, dass er es wirklich ist. Denn er trägt auf der Aufnahme die Jacke eines seiner Opfer. Vermutlich, um sein blutbespritztes Oberteil zu verbergen. Er ist knapp 1,70 groß und liegt damit für koreanische Verhältnisse etwas unter dem Durchschnitt.
Die Polizei beschließt, das Bild des Mannes zu veröffentlichen. Sie lassen es in Zeitungen drucken und verteilen tausende Flugblätter im ganzen Land. Dazu schreiben sie eine Belohnung von 50 Millionen Wong für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen. 50 Millionen Wong klingt erst einmal mehr, als es tatsächlich ist. Umgerechnet entspricht die Summe einem heutigen Wert von ca. 60.000 Euro. Doch statt den Täter zu fassen, tritt genau das ein, was viele bei der Polizei
schon geahnt haben. Der Täter zieht sich zurück. In den nächsten Wochen und Monaten gibt es keine weiteren Angriffe auf wohlhabende ältere Menschen in ihren Häusern. Und die Polizei ist keinen Schritt näher dran, ihn zu fassen. Die Gefahr ist jetzt nur, dass sich niemand der Illusion hingeben darf, der Mörder könnte sich komplett zur Ruhe gesetzt haben. Denn das ist nicht geschehen. Im Gegenteil. Aus seinem Versteck verfolgt der Mann ganz genau, was in der Öffentlichkeit über ihn berichtet wird.
Und er beschließt, sein Vorgehen zu ändern. Seine Zielgruppe zu ändern, sozusagen. Statt reiche, ältere Menschen anzugreifen, beginnt der Mörder gezielt, Frauen zu attackieren, die nachts alleine unterwegs sind. Egal, wie reich oder arm sie sind. Zuerst kommt die Polizei gar nicht auf den Gedanken, dass es sich hier um einen und denselben Täter handeln könnte.
Bei der Einmordserie handelt es sich ja um geplante Einbrüche in private Häuser, bei der neuen Serie um spontane Angriffe auf offener Straße. Es wirkt auf den ersten Blick also wie ein völlig anderer Fall. Da allerdings die Kopfverletzungen aller Opfer ähnlich sind, kommen dann doch Fragen auf. Der Mörder scheint tatsächlich immer dieselbe Tatwaffe zu nutzen, ganz egal, wen er umbringt. Entweder eine Stichwaffe oder ein stumpfer, hammerähnlicher Gegenstand.
Und es glaubt auch niemand, dass zwei Serienmörder gleichzeitig in Seoul am Werk sein könnten. Das kommt statistisch gesehen auch in anderen Ländern eher selten vor. Selbst in den Ländern, die schon eine längere Historie mit Gewaltverbrechen haben als Südkorea. Die Beamten legen sich also auf die Lauer, in der Hoffnung, den Mann auf frischer Tat zu ertappen. Stunden um Stunden verbringen sie versteckt in ihren Autos.
Doch der Mörder zeigt sich nicht. Stattdessen kommt es zu einem anderen Mord, der wieder nicht ins Bild zu passen scheint. Im April 2004, also sieben Monate nach dem ersten Mord, wird die Leiche eines Mannes in seinem ausgebrannten Wagen gefunden. Dem Mann wurden die Hände abgeschnitten. Vermutlich, damit es schwerer wird, ihn zu identifizieren. Doch es gelingt der Polizei trotzdem. Es handelt sich um einen Händler aus Seoul, der seit vielen Jahren in der Stadt lebt und arbeitet.
Doch zunächst zählt ihn niemand zu den Opfern des Serienmörders. Er scheint nicht ans Schema zu passen. Parallel zu diesen Angriffen auf offener Straße beginnen im Frühjahr 2004, Sexarbeiterinnen aus dem Rotlichtviertel zu verschwinden. Die Frauen arbeiten in sogenannten Massagesalons, in denen allerdings mehr als klassische Massagen angeboten werden. Je nach Salon haben Kunden auch die Möglichkeit, sich eine Escort-Dame nach Hause zu bestellen.
Obwohl diese Salons nicht legal sind, wissen alle, dass es sie gibt. In vielen Gegenden drücken Beamte das ein oder andere Auge sehr fest zu und halten die eine oder andere Hand sehr weit auf. Der Öffentlichkeit fällt lange erst einmal nicht auf, dass einige dieser Frauen nicht von ihren Hausbesuchen zurückkehren. Die Betreiber dieser Salons sind sich dieses Problems allerdings sehr wohlbewusst.
Das Ding ist nur, dass sie das Geschäft ja illegal betreiben und deshalb die vermissten Frauen nicht bei der Polizei melden wollen. Und so geschieht erst einmal nichts und der Mörder kann unbehelligt weiter töten. Mittlerweile scheint er das Risiko bei den Morden minimiert zu haben. Bei den Einbrüchen hätte er durchaus erwischt werden können, ebenso wie bei den nächtlichen Angriffen auf offener Straße.
Für die Morde an den Sexarbeiterinnen muss er theoretisch noch nicht einmal seine Wohnung verlassen, weil er sie einfach zu sich nach Hause bestellen kann. Zwischen Mai und Juli 2004 tötet er auf diese Weise mindestens elf Frauen. Doch in seinem Blutrausch wird der Mörder leichtsinnig. Mitte Juli 2004 ruft er wie gewohnt in dem Massagesalon an, aus dem er sich zuvor schon einmal eine Frau nach Hause bestellt hatte.
Allerdings verwendet der Mann dafür keine neue Nummer, sondern benutzt das Telefon besagter Frau. Dem Besitzer des Salons fällt die bekannte Nummer sofort auf. Er weiß, dass sie zu einer seiner Sexarbeiterinnen gehört, die vermisst werden. Und er nimmt all seinen Mut zusammen und meldet den Verdacht bei der Polizei. Und die zählt eins und eins zusammen. Erst die wohlhabenden Menschen in ihren Häusern, dann die Frauen auf der Straße, jetzt die Sexarbeiterinnen.
Gut möglich, dass der Mann am Telefon der Serienmörder ist, nachdem sie all die Monate gesucht haben. Der Mann will, dass man ihm eine Frau in einen Park ganz in der Nähe schickt. Und so entsteht der Plan, dem Mörder eine Falle zu stellen. Damit wären wir wieder an dem Punkt angelangt, an dem wir unsere Folge begonnen haben. Mit Juna, die sich bereit erklärt, diesen vermutlich sehr gefährlichen Mann mitten in der Nacht in dem Park zu treffen.
Und so steht sie also da, am 15. Juli 2004, gegen 2 Uhr nachts, und wartet darauf, dass etwas passiert. Sie weiß, dass sie beobachtet wird, von dem Mörder und von der Polizei. Dann klingelt das Telefon im Massagesalon erneut und alles kommt wieder einmal anders als geplant. Der verdächtige Kunde hat sich umentschieden. Juna sei ihm, so sagt er, zu groß. Er will eine andere. Ob er vielleicht gemerkt hat, dass Juna nicht allein im Park war?
Doch falls es wahr ist, was er gesagt hat, warum lässt er Frauen gehen, die nicht die richtigen Maße haben? Juna jedenfalls kehrt unversehrt und ziemlich erleichtert zu dem Salon zurück. Die Polizei kann aber eine etwas kleinere Eskortdame ausfindig machen, die sich ebenfalls dazu bereit erklärt, den Köder zu spielen. Und dieses Mal hat die Aktion Erfolg. Der Mann zeigt sich. Werbung Ende Bevor er auch nur Anstalten machen kann, die Frau mit in seine Wohnung zu nehmen, greift die Polizei zu.
Er widersetzt sich der Festnahme so vehement, dass mindestens vier Beamte ihn gleichzeitig packen müssen, um ihm Handschein anzulegen. Sie nehmen ihn mit aufs Revier. Auch wenn man ihm noch nichts nachweisen kann, ist allen klar, dass dieser Mann etwas zu verbergen hat. Sonst hätte er sich niemals so stark zur Wehr gesetzt. Im Verhörzimmer beginnt sein Widerstand schnell zu bröckeln. Er wirkt, als wolle er unbedingt mit einer Wahrheit rausrücken, die er schon so lange mit sich herumträgt.
Er möchte ein Geständnis ablegen, aber dafür sollen seine Mutter und seine Schwester anwesend sein. Die Beamten wundern sich zwar, kommen seinem Wunsch aber natürlich nach. Als die beiden dann mit im Verhörzimmer sitzen, beginnt der Mann endlich zu sprechen. Von den vielen Menschen, die er getötet hat. Von seinem Hass auf reiche Menschen, aber auch auf Frauen. Von den Sexarbeiterinnen, die er in seine Wohnung gelockt und dort zerstückelt habe.
Der Name dieses Mannes ist Young Chul. Er ist 33 Jahre alt. Yangchul wächst in den 70er Jahren in einer ländlichen Region Südkoreas auf. Seine Familie ist arm, weshalb er und seine beiden Geschwister schon früh lernen, was Verzicht bedeutet. Da sich seine Eltern kurz nach seiner Geburt trennen, verbringt Yangchul auch viel Zeit bei seiner Großmutter. Er verbringt daher abwechselnd Zeit mit seiner Mutter, seinem Vater oder seiner Großmutter.
Eine der wenigen steten Konstanten in seiner Kindheit ist, dass ihn die Armut immer begleitet. Doch alles ändert sich, als Young Chuls Vater an einem Anfall schizophrener Epilepsie stirbt. Young Chul ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 14 Jahre alt und der Verlust trifft ihn schwer. Das Schicksal scheint es einfach nicht gut mit ihm zu meinen.
In der Schule wird Young Chul dafür verspottet, dass er immer gebrauchte Kleidung trägt und generell einfach nicht die coolen neuen Sachen hat wie alle anderen. Als wären die Geldsorgen seiner Familie nicht schon schwer genug auszuhalten, ohne dass er dafür zur Zielscheibe wird. In Young Chul wächst ein bitterer Neid auf alle wohlhabenden Menschen und mit den Jahren entwickelt sich dieser Neid sogar in Feindseligkeit. Aber es gibt auch etwas, das ihm Freude macht, nämlich die Kunst.
Er spielt Gitarre, singt und malt. Seine Begeisterung dafür ist so groß, dass er sich an einer speziellen Oberschule bewirbt, die sich auf Kunst spezialisiert hat. Doch man verweigert ihm die Annahme. Vermutlich, weil er farbenblind ist. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass seine Ablehnung an der Schule auch andere Gründe hatte. Also geht er einen anderen Weg, der einfacher scheint, ihn aber nicht wirklich glücklich macht. Er besucht eine Schule, die auf Ingenieurswesen spezialisiert ist.
Als Teenager wird Young Chul zum ersten Mal straffällig. Er beginnt zu stehlen. Erst Bargeld, dann Kameras. Später sogar Autos. Während seiner Zeit auf der Ingenieursschule muss er zum ersten Mal eine Haftstrafe in einer Einrichtung für jugendliche Straftäter absitzen. Als er wieder frei kommt, macht er einfach dort weiter, wo er aufgehört hat. Die Schule beendet er nicht. 1991, im Alter von 21 Jahren, heiratet Young Chul. Zwei Jahre später bekommen seine Frau und er einen Sohn.
Doch die Ehe gestaltet sich zunehmend als schwierig, da Young Chul immer wieder wegen verschiedener Delikte ins Gefängnis muss. Nicht nur wegen Diebstahls, sondern auch wegen Verbrechen wie Urkundenfälschung, Identitätsdiebstahl und sexueller Nötigung. Im Jahr 2000, als er ca. 30 Jahre alt und seit neun Jahren verheiratet ist, wird er wegen Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens verurteilt. Für seine Frau ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Sie hält es nicht länger mit diesem Mann aus. Sie reicht noch im selben Jahr die Scheidung ein, während Young Chul im Gefängnis sitzt. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Er hat nun gar nichts mehr. Keine Familie, kein Job, keine Perspektive. Und die Wut in ihm wächst weiter. Auf reiche Menschen, denen er die Schuld an seinen Geldproblemen gibt. Und nach der Scheidung auch auf Frauen im Allgemeinen. Drei Jahre später, 2003, darf Young Chul das Gefängnis wieder verlassen.
Er hält sich über Wasser, indem er Zuhälter und Sexarbeiterinnen mit einem gefälschten Polizeiausweis erpresst und Geld von ihnen verlangt. Aber in ihm formt sich ein ganz anderer Plan. Eine Idee, wie er Rache nehmen kann. An all den Menschen, die ihm seiner Ansicht nach Unrecht getan haben. Direkt oder indirekt. Er will, wie er später selbst sagen wird, die Gesellschaft töten. Eine Gesellschaft, die geprägt ist von Ungleichheit und Ungerechtigkeit.
Und so beginnt er damit, seinen ersten Mord zu planen. Er kauft verschiedene Waffen und übt damit an Hunden. Am 24. September 2003 schlägt er dann zum ersten Mal zu. 13 Tage nach seiner Entlassung. Er bricht in das Haus eines wohlhabenden Professors und seiner Frau ein und tötet beide mit einem Vorschlaghammer, den er sich dafür extra hat anfertigen lassen. Mit einer großen Schlagfläche und einem kurzen Griff, damit er besonders gut in der Hand liegt und wendig ist.
Es folgen weitere grausame Morde in den kommenden Wochen. Die Details kennt ihr ja bereits. Was ihr aber noch nicht wisst, ist, dass Young Chul während seiner Mordserie jemanden kennenlernt. Knapp drei Monate nach seinem ersten Mord beginnt Young Chul eine Beziehung mit einer Frau, die er über einen telefonischen Dating-Service kennengelernt hat. Doch als sie von seinem Vorstraferegister erfährt, beendet sie die Beziehung mit Young Chul und macht ihm klar, dass sie ihn nie wiedersehen will.
Und so wächst sein Hass auf Frauen weiter. Als dann auch sein Bild von dieser Überwachungskamera plötzlich überall in der Presse und auf Flugblättern zu sehen ist, beschließt er, sich neue Opfer zu suchen. Er greift Frauen an, die nachts allein durch die Straßen laufen und für ihn ein leichtes Ziel darstellen. Er überlegt auch, seine Ex-Frau zu töten, entscheidet sich aber seinem Sohn zuliebe dagegen.
Stattdessen lässt er seinen unendlichen Hass an den Frauen aus, die niemand so schnell vermissen wird. Frauen, die seinen zwei romantischen Beziehungen nicht gerade unähnlich sind. Seine Ex-Frau hat auch in einem Massagesalon gearbeitet und seine Telefonbekanntschaft hat ihr Geld in einem Nachtclub verdient. Er lädt die Sexarbeiterin zu sich ein, nimmt ihre Dienste in Anspruch und wartet dann, bis sie ins Bad gehen.
Die Schwelle zum Badezimmer ist für Young Chul die Schwelle zwischen Leben und Tod. In seinem Badezimmer ist er der Herrscher über ihr Leben. Denn kaum, dass die Frau sich in seinem Bart aufhält, tötet er sie. Er schlägt sie erst bewusst los, dann enthauptet er sie. Allerdings wohnt er im dritten Stock und kann die Leiche nicht einfach drei Etagen heruntertragen, ohne dabei gesehen zu werden. Also beschließt er, die Leichen zu zerstückeln und in Müllsäcken zu verstecken.
Und damit es nicht so übel riecht, mischt er noch Kimchi mit in die Säcke. Der saure, würzige Geruch des fermentierten Kohls überlagert so den Verwesungsgeruch. Nicht einmal dem Taxifahrer fällt etwas auf, der so freundlich ist, Yang Chul und seinen Müll wegzufahren. Er vergräbt die Säcke dann in einem nahegelegenen Waldstück, schön säuberlich in einer Reihe nebeneinander, mit etwa 30 cm Abstand.
Jedes Grab markiert er mit einem Flaschendeckel, damit er nicht aus Versehen zweimal die gleiche Stelle aufbuddelt. Hier sollen noch viele weitere Säcke Platz haben. Im Krankenhaus lässt er ein Röntgenbild von sich erstellen und auf eine CD brennen, um anhand seines eigenen Körpers die menschliche Anatomie zu studieren. Er will lernen, an welchen Stellen er noch gezielter ansetzen kann, um die Leichen noch schneller und effizienter zu zerkleinern.
18 Teile sollen es pro Körper werden. Und damit es nicht zu unhandlich wird, dürfen die Frauen nicht zu groß sein. Einmal, als er gerade dabei ist, eine Leiche in seinem Bad zu zerstückeln, ruft sein Sohn an. Young Chul wird später erzählen, dass er in keinem Moment eine solche Angst verspürt hat wie in diesem. Sein Sohn fragt ihn, ob er noch immer erkältet sei. Doch für Young Chul hört es sich so an, als wolle er sagen, Papa, ich weiß alles, hör auf damit.
Aber Young Chul hört nicht auf. Im Gegenteil. Er ist so sehr im Blutrausch, dass er nach eigenen Angaben sogar Teile der Leichen isst. Parallel zu den Morden muss Young Chul dafür sorgen, dass er Geld bekommt, um seine Miete zahlen zu können. Er macht das Bad nach jedem Mord sauber, aber es wäre unbequem, sich jetzt eine neue Wohnung suchen zu müssen.
Also versucht er es mit seiner üblichen Masche. Im April 2004 hält er als Polizist verkleidet einen Händler an und zeigt ihm seinen falschen Ausweis. Eigentlich will er den Mann nur ausrauben, doch der Händler wird misstrauisch. Aus Angst, er könnte seine Tarnung auflegen lassen, tötet Yang Chul den Mann. Er schneidet seine Hände ab und wirft sie ins Meer, bevor er den Wagen in Brand setzt. Und dann, knapp drei Monate später, im Juli 2004, wird Yang Chul festgenommen.
Zwei Tage nach seinem letzten Mord. Und endlich kann er seine Geschichte erzählen und das Ansehen für seine Taten bekommen, das er seiner Meinung nach verdient. Yang Chul erzählt alles. Aber er hat natürlich nicht die Absicht, für den Rest seines Lebens ins Gefängnis zu gehen. Er weiß ja, wie es da ist. Also faked er im Verhörraum einen epileptischen Anfall. Da die Krankheit in seiner Familie liegt, weiß er genau, wie so ein Anfall aussieht.
Er bittet die Beamten, ihm die Handschein abzunehmen, was sie auch tun. In der Hektik des Moments ist Young Chul dann kurz für einen Moment unbeobachtet in dem Raum. Und er nutzt die Gelegenheit, um zu fliehen. Er rennt nicht, sondern geht einfach zügig aus dem Gebäude. Entsprechend groß ist der Schock bei den Beamten, als sie feststellen, dass der endlich gefasste Serienmörder schon wieder entkommen ist. Sofort werden alle Kräfte mobilisiert, um den Mann zu suchen.
Draußen regnet es in Strömen. Und die Mannschaft ist nach Monaten intensiver Ermittlungen kräftemäßig komplett am Ende. Aber allen ist klar, jede Minute zählt. Eine Pause kann sich hier niemand leisten. Sie dürfen Young Chul keine Zeit geben, um die Stadt zu verlassen. Und nicht nur das. Niemand darf überhaupt wissen, was passiert ist. Das würde den Ruf der Polizei zu sehr schädigen. Statt die Straßen zu durchkämmen, macht sich einer der Beamten auf den Weg zum Staatsanwalt.
Er bittet ihn, Entlassungspapiere für Young Chul auszustellen. Er sagt, Young Chul sei wegen eines einfachen Handy-Diebstahls verhaftet worden. Keine große Sache. Aber der Staatsanwalt glaubt ihm nicht. Also erzählt der Polizist die ganze ungeschönte Story. Und weil der Staatsanwalt anscheinend Ehrlichkeit über Wahrheit stellt, unterschreibt er die Papiere.
Das erzählt er selbst so in der Netflix-Dokumentation. Alles nur, um zu vertuschen, dass der erste Serienmörder in der Geschichte Südkoreas aus den Fängen der Polizei entkommen ist. Doch zum großen Glück dieser zwei Personen werden die gefälschten Entlassungspapiere nicht gebraucht. Zwölf Stunden nach seiner Flucht wird Young Chul zufällig von einem Streifenpolizisten gesehen, als er in der Nähe eines Bahnhofs die Straße überquert.
Die Polizei schafft es, ihn ein zweites Mal festzunehmen. Und das wieder nur, weil der Zufall ihn in die Hände gespielt hat. Pures Glück in einer so riesigen Stadt. Yangchul erklärt sich bereit, die Beamten zu dem Waldstück zu führen, wo er die Leichenteile vergraben hat. Dabei trägt er einen gelben Regenmantel, was ihm dann von der Presse seinen Spitznamen einbringt, der Regenmantelkiller. Er erinnert sich genau, wer wo liegt und wie er wen umgebracht hat.
Er erzählt das auf eine Weise, dass man denken könnte, er wäre stolz darauf. Und er erinnert sich auch noch genau an die einzelnen Tatorte, an denen er seine wohlhabenden Opfer ermordet hat. Er hat so viel Täterwissen, dass kein Zweifel bestehen kann, dass Young Chul der Serienmörder ist, nachdem die Polizei so lange gesucht hat. Der Mörder, vor dem die Menschen in Seoul in Angst und Schrecken gelebt haben.
Zum ersten Mal bekommt die Öffentlichkeit Fotos und Videos von seinem Gesicht, auch wenn er versucht, sich unter einer Kappe und einer Kapuze zu verstecken. Young Chul erklärt offen, dass er mit den Morden weitergemacht hätte, wenn er nicht festgenommen worden wäre. Sein Ziel sei es gewesen, 100 Menschen zu töten. Und er sagt auch ganz direkt, warum. Ich zitiere, Frauen sollten keine Schlampen sein und die Reichen sollten erkennen, was sie getan haben.
Er gesteht über 20 Morde. Die genaue Zahl variiert je nach Quelle. In einigen ist von 30 Morden die Rede, in anderen von 26, dann wiederum von 21. Letztendlich kann man ihm aber nur 20 davon nachweisen. Obwohl er sein Bad immer wieder gründlich gereinigt hat, findet die Polizei dennoch Rückstände von Blut und anderen menschlichen Überresten auf dem Boden, den Wänden und sogar der Decke.
Blut lässt sich allein mit Wasser nicht komplett entfernen. Auch wenn Yang Chul wirklich sehr viel Wasser verbraucht hat, wie die Nebenkostenabrechnung des Hauses zeigt. In der Nähe seiner Wohnung entdecken Beamte dann auch einen Vorschlaghammer in einem Müllsack. Die DNA darauf beweist, dass es sich um die Tatwaffe handelt. Zusammen mit seinem Geständnis hat man damit vor Gericht eine stabile Anklage.
Am 13. Dezember 2004, nicht einmal ein halbes Jahr nach seiner Festnahme, wird Young Chul in 20 Fällen wegen Mordes zum Tode verurteilt. Aber er wird nicht hingerichtet. Obwohl man in Südkorea nach wie vor zum Tode verurteilt werden kann, wurden seit 1997 keine Hinrichtungen mehr durchgeführt. Das gilt auch für Yang Chul. Er sitzt also seit seiner Verurteilung im Gefängnis und wartet darauf, ob er nicht doch eines Tages für seine Taten wird hängen müssen.
Sollte Südkorea sich jemals wieder umentscheiden, wird Yang Chul aufgrund der Schwere seiner Taten vermutlich einer der ersten sein. Viele der Wunden, die Yang Chul den Menschen in Seoul zugefügt hat, sind bis heute nicht geheilt. Die Menschen, die ihr Leben auf so grausame Weise verloren haben, sind nicht vergessen. Seit der Mordserie hat sich vieles in Südkorea geändert. Die Polizeibehörde hat umfangreiche Reformen durchlaufen, um Ineffizienz und Korruption zu bekämpfen.
Doch statt einer Beförderung hat es für die zuständigen Beamten eine interne Untersuchung gegeben. Auch wenn das bei dem einen oder anderen zu Unmut geführt hat, sind sich wohl alle einig, So etwas darf auf keinen Fall wieder passieren. Also obwohl wir uns jetzt ja schon so lange mit True-Crime-Fällen beschäftigen, habe ich noch nie von diesem Fall zuvor gehört.
Und ich finde es verrückt, weil so Regenmantel-Killer, der Name, den die Presse ihm verpasst hat, ist ja schon etwas, was so aufhorchen lässt. Aber trotzdem bin ich noch nie irgendwie in der Recherche über diesen Fall gestoßen und finde es immer wieder krass, dass auch nach sechs Jahren intensiver, True-Crime-Recherche es so krasse Fälle gibt, von denen man noch nie gehört hat, oder? Kanntest du den Fall? Hast du schon mal irgendwas davon gehört?
Nee, irgendwie habe ich im Hinterkopf ganz dunkel, dass es dazu einen Film gibt, einen krassen. Aber ich habe es auch ehrlich gesagt nicht gegoogelt. Also das ist eine ungegoogelte Aussage an der Stelle, wie ich das aus einem anderen Podcast gehört habe. Und was ich sagen wollte, war, dass die südkoreanische Polizei sich sehr wahrscheinlich darüber freut, dass wir noch nichts davon gehört haben. Aber das hat sich jetzt gerade in diesem Fall auch für euch da draußen geändert.
Wir wissen Bescheid. Und es ist wirklich krass, wie dilettantisch die Polizei in dem Fall gearbeitet hat und wie viel Glück in dem Fall auch wirklich notwendig war, dass es nicht noch weitere Morde gegeben hätte. Ja, und dieses System, was die hatten, also dass es dann eben Beförderung gibt für diejenigen, die da Erfolg haben und dass deswegen die einzelnen Bezirke sich nicht untereinander connectet haben, zeigt ja auch, wie, scheiße das einfach ist, oder?
Und das kann man ja irgendwie auch auf Unternehmensstrukturen zum Beispiel übertragen, dass Teams einfach zusammenarbeiten müssen, um so gemeinsam Erfolg zu haben und nicht diese Ellenbogen- Ja, Gesellschaft leben sollen, wo jeder sein eigenes Ding durchzieht, damit jeder Einzelne befördert wird, oder? Also ich finde, das kann man schon ein bisschen übertragen, was ja zeigt,
so das funktioniert halt nicht. Also Menschen funktionieren in Teams einfach, besser, beziehungsweise kommt am Ende, glaube ich, das bessere Ergebnis bei raus. Was ich mit meinem westlichen Blick auf so Südkorea in dieser asiatischen Kultur ehrlich gesagt gar nicht erwartet hätte, weil ich da eigentlich immer so gedacht habe, ey, das gesellschaftliche, so diese Teams stehen extra im Vordergrund. Aber gut, ich meine, das sieht man auch in Japan, dass da sehr veraltete Strukturen
und so herrschen und dass das alles sehr viel ausbremst. Also gut, das ist jetzt wiederum auch leider kein Alleinstellungsmerkmal. Aber trotzdem hat mich das ehrlicherweise ziemlich überrascht. Und was mich auch überrascht hat, war ja, dass er wirklich alles gestanden hat. Weil hätte er das nicht gestanden... Der Polizeiarbeit auf jeden Fall wäre er da rausgekommen. Da bin ich mir zu 120% sicher, um ehrlich zu sein.
Also er ist ja sogar auch geflohen. Also selbst das hat ja irgendwie funktioniert. Also hätte er nicht gestanden, es hätte auf jeden Fall funktioniert, glaube ich. Also so aus der Ferne ist das jetzt natürlich immer einfach gesprochen, aber wie kann man denn einen lang gesuchten Serienmörder alleine im Verhörraum lassen? So, ja, der hat einen epileptischen Anfall vorgetäuscht, Aber trotzdem, wie kann man den denn unbeaufsichtigt lassen, sodass er eben die Chance hatte, fliehen zu können?
Das finde ich einfach absurd, dass man das gemacht hat. Aber gut, ich finde es auch krass, dass er sich vor allem auf Ältere und auf Frauen und ja, auf so Schwächere gestürzt hat. Das ist ja auch, also, naja, kann man, glaube ich, gar nichts weiter zu sagen.
Aber was ich dich noch fragen möchte, wenn du dich an unser Intro erinnerst, an Juna, die eigentlich gar nicht Juna heißt, aber würdest du, wenn ein Polizist an deine Tür klopft und sagt, hallo, ich brauche dich als Lockvogel, Patrick Strohbusch, kommst du gleich mit in diesen dunklen Park hier um die Ecke? Wie hättest du reagiert? Hättest du das gemacht? Boah, also das ist halt immer so das Ding. Als Typ würde ich da auf jeden Fall eher ja sagen.
Aber als Typ habe ich halt auch, eher bin ich der Meinung, so die Kraft, mich dann selbst im Zweifel noch zu wehren. Also ich würde da jetzt nicht für sie, also ich würde jetzt nicht für eine Frau sprechen. So, ja, wenn ich eine Frau wäre, dann würde ich das auf jeden Fall auch machen. Das kann ich mir ehrlich gesagt schwer vorstellen. Da habe ich wirklich sehr großen Respekt, dass sie das gemacht hat. Aber so würde ich das...
Schon machen, weil ich mich dann auch mit der Polizei, ich habe in dem Fall dann ja auch nicht das Wissen, wie schlecht die eigentlich ermittelt hat in dem Fall. Das heißt, ich fühle mich ja eigentlich relativ sicher. Aber wie sieht es bei dir dann aus? Also wenn jemand an meine Tür klopft, würde ich ihn zu dir verweisen. Sehr gut. Und würde sagen, hier, der wird das machen. Nein, ich traue mich ja so schon nicht, durch einen dunklen Park zu gehen, als Abkürzung oder so.
Ich würde immer den Umweg nehmen. Und wenn ich wüsste, okay, ich bin Lockvogel, weil hier gerade ein Serienmörder gefasst werden soll, der Leute mit so einem Hammer totschlägt, nee, sorry, da wäre ich raus. Also da würde ich ihn dann wirklich zu dir schicken. Ja, gern, mach das. Wenn wir da übrigens draußen irgendwie Polizisten haben, die den Podcast hören und ihr sagt, ey, wir haben hier genau so eine Übung, dann ich bin ready, ich mache sowas sehr, sehr gerne.
Ich habe sowas früher bei der Polizei auch mal gemacht, erinnere ich mich jetzt nicht mit einem Serienmörder und einem echten Mörder und so, aber ich glaube, das hatte ich so mal schon mal erzählt irgendwo, ich weiß es gar nicht. Es gibt ja mehrere Einheiten bei der Polizei, die auch so, ich sag mal, undercover ermittelt. Und bei so einer Einheit habe ich mal mitgemacht. Und ich war so eine Art, ich war so der Dealer, ich war so der Böse.
Und die sollten mich so observieren. Das war sehr, sehr interesting. Also falls ihr da draußen irgendwie bei der Polizei seid und sagt, ja, sowas hier haben wir auch, dann sagt gerne Bescheid. Und damit sind wir direkt in der Personalakte, würde ich sagen. Das war ja hier jetzt ein ganz perfekter Übergang. Und eigentlich war ja geplant, dass wir zusammen und in der Gruppe einen Spieleabend machen, aber ich konnte jetzt leider spontan doch nicht dabei sein.
Deswegen musst du uns und mir erzählen, ob ihr da auch irgendwelche Detektiv-Undercover-Ermittlungsspiele gespielt habt oder was ihr da jetzt letztendlich gespielt habt. Ja, also wir haben wie gefühlt immer, aber ich liebe es auch Ultra, Codenames gespielt. Das zählt als Detektivspiel, oder?
Das haben wir sehr viel gespielt, ich muss aber auch zugeben wir haben dieses Mal gar nicht so viel gespielt wir haben so viel allgemein einfach gequatscht wir haben dann später dann natürlich noch Essen bestellt und da auch einfach wieder nur viel gequatscht wir sind vielleicht auch ein bisschen zu spät gekommen.
Und haben noch so ein richtig geiles Harry Potter Spiel gespielt, das waren wirklich nur zwei Spiele, die wir an dem Tag gespielt haben einmal Codenames und einmal dieses Harry Potter Spiel Kampf um Hogwarts oder so, keine Ahnung Voll, klar. Wo wir aber auch echt nur locker 10, 15 Minuten gespielt haben. Keine Ahnung, es hat sich eigentlich kaum gelohnt aufzubauen. Wer von euch weiß, wie wirklich groß und riesig das ist, das Game.
Trotzdem ganz große Empfehlung. Ich feiere das sehr doll. Dann müssen wir das beim nächsten Mal spielen, wenn ich wieder mit dabei bin. Auf jeden Fall. Und genauso auch Dankeschön an alle für eure Vorschläge aus der Community. Sowas wie Black Stories zum Beispiel. Hatte mir jemand geschrieben auf Instagram. Ich bin selbst richtig schlecht da drin. hast du, du hast Safe auch schon Black Stories gespielt, oder? Ich glaube, das hat jeder schon mal gespielt. Ja, ja.
Und ich bin darin auch super schlecht. Also, das macht schon Spaß, finde ich, aber ich bin darin auch überhaupt nicht gut. Und ja, wir haben ganz viele tolle Spielvorschläge bekommen. Ich muss mir die auch noch mal ganz in Ruhe anschauen, weil ich liebe das ja, so neue Spiele zu entdecken. Und jemand hat auch Hits da vorgeschlagen. Da sind wir eh schon riesige Fans und haben da schon verschiedene Versionen gespielt.
Aber da kamen auch ganz viele andere Vorschläge, wo man zum Beispiel Dinge erklären muss, indem man sie malt oder so. Das finde ich ja auch immer cool. Ich auch, ja. Also ja, vielen, vielen Dank für alle eure Vorschläge. So, wenn es um Pantomime geht und so, let's go, da bin ich richtig ready für. Was steht ansonsten bei dir die Woche jetzt noch an, wo die Folge rauskommt? Ich werde hoffentlich ganz viel im Garten meiner Eltern arbeiten.
Schauen wir mal, ob das vom Wetter her möglich ist. Aber ich werde ein paar Tage bei meiner Familie verbringen und Und am Wochenende geht es für mich für einen Drop nach München. Da werden ein paar Aufnahmen stattfinden. Da werdet ihr die Ergebnisse hoffentlich schon sehr bald hören. Da bin ich ehrlich gesagt auch schon sehr, sehr Hype drauf, was da rauskommt. Ich weiß ja, ein bisschen weiß ich ja schon, deswegen bin ich auch nochmal doppelt Hype da drauf.
Und bei mir dürfte, wenn ich meinen Kalender richtig gelesen habe, vielleicht ein kurzer Urlaub anstehen. Ich weiß noch gar nicht, wohin es geht, um ehrlich zu sein. Italien, vielleicht bleibt es in Deutschland. Mal gucken. Aber ich freue mich auf jeden Fall drauf. Was steht bei euch ansonsten so an? Und ansonsten hätte ich noch eine Frage zu dem Fall an die Leute da draußen, weil ich finde, diese asiatischen Fälle sind wirklich immer richtig, richtig krass.
Haut doch gerne mal eure beliebtesten asiatischen True-Crime-Fälle raus. Würde mich, also würde uns, denke ich mal, auch sehr interessieren. Auch einfach mal so für die Zukunft, ob wir da welche von machen könnten. Weil wie du vorhin schon gesagt hast, Regenmantelkiller ist eigentlich so eingängig, auch schon vom Titel her und irgendwie kennt man es gar nicht. Und ja, vielleicht können wir da bald mal ein bisschen reinsteigen.
Genau, schreibt uns das doch gerne bei Instagram, da heißen wir schwarze Akte oder kommentiert es dort, wo ihr so kommentieren könnt. Wir werden es schon dann lesen und dann würde ich sagen, hören wir uns doch wie immer kommende Woche Dienstag, nächste Woche Dienstag überall, wo es Podcasts gibt. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Silber Harnekamp und wir. Schnitt Anne Luckmann.
Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes. Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios. Besonderer Dank geht an Falco Schulte.
