Hey Leute, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Schöner Glauben. Wir möchten progressive Stimmen zusammenführen, einander empowern und uns für mehr Solidarität einsetzen. Glaube in Schön also. Wenn du mehr wissen oder uns unterstützen willst, findest du alle Infos auf schönerglauben.jetzt. Hallo, herzlich willkommen bei Schöner Glauben. Mein Name ist Jason und ich freue mich, wieder hier zu sein.
Ich war ein bisschen im Urlaub und ja, das hat gut getan, jetzt wieder zurück und wie das so häufig ist, wenn der Urlaub da ist und man dann wieder ins echte Leben kommt, dann kommt irgendwie alles so nochmal so extra stressig. Ja, das ist Teil meines Lebens. Ich habe heute so eine Sprachnachricht bekommen. Boah, also du machst einfach so viel, hast du eigentlich irgendwie so einen 50-Stunden-Tag. Nee, habe ich natürlich nicht.
Aber ich habe einfach das Glück, dass ich viele Dinge in meinem Leben machen kann, die ich mir schon ganz lange so erträumt habe. Also zum Beispiel an einer theologischen Einrichtung ab und zu mal ein bisschen unterrichten, Podcast machen. Das sind einfach Dinge, die ich unfassbar gerne mache. Man kann es auch anders formulieren. Ich habe einfach keine anderen Hobbys, deswegen mache ich das Zeug hier.
Genau, heute, ich bin heute alleine hier, demnächst wieder mit anderen, aber heute habe ich mir gedacht, lasse ich mir das nicht nehmen und da möchte ich euch ein bisschen reinnehmen in so ein paar Gedanken. Einmal in ein paar Gedanken, die ich habe, zu dem, was gerade los ist, bei Schöner Glauben. Viele von euch haben das mitbekommen. Schöner Glauben ist jetzt ein Team. Das sind insgesamt 13 Leute und wir haben eine Redaktion.
Wir haben Leute, die sich um Strategie und um große Fragen beschäftigen und dann haben wir ganz viele Content Creator. Und das Schöne ist, dass jetzt alle tatsächlich einmal im Podcast vorgekommen sind. Also mittlerweile kann man von allen neuen TeammitgliederInnen etwas hören. Und ich freue mich total darüber, dass dieses ganze Ding jetzt von ganz unterschiedlichen Menschen geohnt wird. Also da gibt es dann viele Leute, die sagen, ey Podcast, ich habe Bock, das zu machen.
Es gab einige aus dem Team, die gesagt haben, ja, wir müssen über Feminismus reden. Und dann gibt es jetzt dieses Format Feminismus und Glaube. Und dann gibt es Bibellesen mit. Und Perl lädt sich jetzt immer mal ein paar Leute ein und liest mit denen Bibel, was ich auch absolut feiere. Ja, oder dann auch die Kooperation mit Remit. Isis und Dunja sind damit zugekommen und Anakira. Ich finde es super gut und bin da sehr, sehr glücklich mit die erste Folge. Die hat mir super gut gefallen.
Das sind tolle Entwicklungen. Ja, und das führt natürlich dazu, dass ich mir dann schon Gedanken mache, wo kann das Ganze hingehen, was ist jetzt dran, was brauche ich. Und da wollte ich einfach mal ein paar Dinge zu sagen, was mir so in den letzten Wochen durch den Kopf gegangen ist. Da möchte ich mal mit einsteigen. Und zwar ist mir aufgefallen, dass es im Social-Media-Bereich natürlich so eine Empörungskultur gibt und so eine Art Verstärkereffekt, könnte man das nennen.
Also wenn irgendwo ganz schlimme Dinge gesagt werden, Dinge, die vielleicht für Progressive unfassbar schwierig zu hören sind, dann ist der Reflex natürlich da, dass man dann darauf reagiert und vielleicht über jedes Stöckchen springt und auf eine Weise dadurch aber der ganze Diskurs überhaupt gar nicht weiterkommt. Und also...
Ich habe zumindest den Eindruck, dass ganz viel von dem, was ich so in dieser progressiven Christen-Bubble oder generell in dieser Christ-Fluenza-Bubble wahrnehme, dass ganz viel irgendwie ist, man schimpft sich so ein bisschen gegenseitig an. Die einen schimpfen auf die Medien, die wieder irgendjemanden verreißen und dann die anderen schimpfen über diese Fundamentalisten und die rechten Christen und so weiter. Und ich glaube ja, dass Empörung auch wichtig ist.
Es gibt ein Zitat von Berthold Brecht. Ich zitiere Berthold Brecht. Berthold Brecht hat mal in einem Gedicht, so ein Nebensatz, in einem Gedicht ist der Satz, Verzweiflung, wenn da nur Ungerechtigkeit ist und keine Empörung. Das ist nicht ganz richtig zitiert. Ich glaube, das ist, fehlt in dem Satz. Aber die Idee ist, wenn irgendwo Ungerechtigkeit ist und es gibt keine Empörung, dann ist das eigentlich ein Grund zum Verzweifeln.
Dann ist es wirklich schwierig. Also von daher, Empörung, ja, muss sein. Es muss natürlich auch Diskurs sein. Ich habe nur den Eindruck, dass sich das Ganze auch so ein bisschen abnutzt. Dieses ständige Empören, Empören, Empören führt ja irgendwo auch dazu, dass man so ein bisschen müde wird.
Und ja, dann gibt es vielleicht die einen, die dann die Fahne hochhalten und weiter empören und sagen, ey, so geht das nicht, das geht nicht und denen hört man dann aber irgendwann nicht mehr zu und dann gibt es die anderen, die merken, ey, dieses ständige Anschreien, das ist mir einfach alles zu laut, Ich ziehe mich zurück. Ich höre auf. Und ich glaube, dass beides für unser Miteinander in Deutschland und als Menschheit einfach nicht sonderlich hilfreich ist.
Also das ist beides schwierig. Menschen, die sich zurückziehen oder Menschen, die im Dauerdramamodus sind, das ist schwierig. So dieses Problem, meine ich, wahrgenommen zu haben. Da gibt es auch andere Menschen, die das rausgefunden haben. Da bin ich jetzt ganz sicherlich nicht der Erste oder der Einzige, das ist klar. Aber das ist eine Sache, die mich beschäftigt.
Und ich habe für mich so ein bisschen gedacht, vielleicht wäre es eigentlich gut, mal hinzugehen und zu sagen, lass uns mal ein bisschen mehr überlegen, was sind eigentlich gute Inhalte, die man pusht. Und das heißt ja nicht, dass man jetzt aufhören muss, Dinge auch, Dinge zu widersprechen, die widersprochen, wo Widerspruch nötig ist, aber vielleicht mal den Fokus ein bisschen mehr darauf legen, zu gucken, wie können wir eigentlich gute Sachen stärker in den Blick nehmen.
So, das war die Predigt zum Sonntag. Nee, es ist tatsächlich für mich ein sehr wichtiges Anliegen und ich habe mir gedacht, dieses Format für heute, das ist ja Seriously. Ich habe bei Instagram, habe ich viele von euch gefragt, was sind so Inhalte momentan, über die wir reden müssen. Und ich werde das in dieser Folge tatsächlich mal probieren. Ich werde in dieser Folge natürlich auf eure Themen mit eingehen, aber vielleicht gelingt mir das, da so ein bisschen so einen anderen Spin reinzubringen,
indem ich eigentlich nochmal auf was anderes hinweise. Mal gucken, ob das klappt. Also ich würde mich sehr freuen über Rückmeldungen. Schreibt mir das gerne da mal in die Kommentare, ob das gelungen ist Und natürlich auch sehr gerne, was eure Gedanken zu dieser ganzen Empörungsthematik sind. Was glaubt ihr, wie geht es euch damit und so weiter.
Und genau, ich fange dann, also das waren so Gedanken, die ich mir im Urlaub gemacht habe, noch ein paar andere, aber den Gedanken wollte ich euch mal mitgeben. Kirchentag. Der ist nächste Woche. Ich werde da sein. Nicht die ganze Zeit, aber ich habe am Freitagabend und am Samstagmorgen habe ich Termine. Ihr findet das zur Not auch auf meiner Webseite jasonlisendal.de. Und ich kann es aber hier auch schon mal sagen, es sind zwei ganz interessante Veranstaltungen, wie ich finde.
Ich wurde angefragt, einmal für trotzdem bekennen, wenn Glaubensüberzeugungen brüchig werden. Da geht es um das apostolische Glaubensbekenntnis. Allerdings ist es ein Mitmachforum. Das heißt, es wird drei kurze Inputs geben zu dem Thema, zu diesen Artikeln des Glaubensbekenntnisses. Und dann werden wir aber ganz viel Interaktion haben. Ich werde natürlich noch nicht verraten, was das ist, aber Ja, genau. Also trotzdem bekennen, das ist am Freitag um 20 Uhr bis 22 Uhr.
Oh, ich glaube, das hat sich sogar geändert. Das ist, glaube ich, von 19.30 Uhr geht es los, wenn ich das richtig im Kopf habe. Genau, eine zweite Veranstaltung, das ist am Samstag dann um 11 Uhr. Wenn und wenn sie er es schweigt. Vorstellungen von Gott. Gott geschrieben mit g-apostroph tt. Vorstellungen von Gott heute. Das ist ein Podium. Also da werden wir diskutieren, werden wir ins Gespräch kommen. Bin ich sehr gespannt.
Und sehr coole Leute, die ich da noch teilweise nicht kenne, aber einige schon kennenlernen durfte. Das wird, glaube ich, eine gute Sache. Kommt da gerne rum. Genau, und dann kann ich schon mal sagen, es gibt in Würzburg demnächst das Evangelische Kirchentagsfestival Würzburg am 17.05. Da werde ich auch sein. Ja, ich muss die Uhrzeit nochmal genau nachgucken, das reiche ich nochmal nach. Genau, das sind so ein paar Dinge, die demnächst anstehen. So, dann. Seriously, was ist gerade los im Netz?
Ich starte mal mit einer ersten Sache, die ich wahrgenommen habe und zwar der gute Johnny vom Dahl. Vielleicht haben das einige von euch auf Social Media bemerkt. Der Johnny ist nicht da gewesen. Der ist einfach nicht da gewesen. Und ich habe ihn dann mal gefragt, Johnny, was ist los? Was ist los mit dir? Ich habe ihm eine Sprache geschickt und er hat mir folgendes hier geantwortet. Ich spiele es euch mal eben ein. Hört mal rein.
Grüß dich, ja so mein Lieber. Schön von dir zu hören und vielen, vielen Dank für die Möglichkeit, hier mal kurz mich zu Wort zu melden. Dementsprechend auch liebe Grüße an die ganzen schöner Glauben Hörenden. Ja, bei mir ist die Kacke am Dampfen gerade. So ist es. Meta hat alle meine Kunden gesperrt, die ich in den letzten acht Jahren so aufgebaut habe und dementsprechend existenziell ist gerade meine Lage.
Ich bin dazu geneigt, das immer so ein bisschen mit Humor zu nehmen, aber ehrlich gesagt, das ist immer wieder eine Übersprungshandlung. Weil ich nicht so richtig weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Mittlerweile ist es tatsächlich aber so ein bisschen, hat sich gesettelt, die Situation. Weil Anwälte eingestattet sind und es ist so ein bisschen wie David gegen Goliath in der Neuzeit gerade ist, weil ich gegen Meta vor Gericht gezogen bin und sich
da jetzt einfach entscheiden muss, was da passiert. Ich bin sehr zuversichtlich. Dass wir am Ende den Account zurückfügen werden, aber so wie das so ist, es ist eine Adultsprobe und es dauert einfach alles Ewigkeiten, was für einen Menschen, die mich sehr, sehr ausfohlen, weil ich gerne die Probleme gleich löse und sehr ungern in Situationen stecke, wo ich einfach nur warten kann, dass irgendein für mich irgendwas lösen kann.
Ja, die Dinge in die Hand nehmen. Deswegen eine ausfordernde Zeit, aber das gehört dazu. Und wenn ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr unter whereis.johnny.fondahl, folgendes zu seinem Übergangs-Account und wird gesetzt dem Falle, dass ich den Kommentar den Antikon wiederkriegen sollte, als zweite Account fungieren und nur für die Musik da sein. Dann müssen Sie uns auf jeden Fall sowieso eins freuen. Vielen, vielen Dank. Schönes Weiterhören und bis zum Zeitpunkt. Be blessed.
Ach, Johnny, was soll ich sagen? Die Welt liegt im Argen, zumindest die Social Media Welt. Mich hat das wirklich nachdenklich gemacht, weil ich würde jetzt mal sagen, Johnny ist jetzt nicht dafür bekannt, dass er Content liefert, der irgendwie vor Gericht gehört. Und jetzt muss er irgendwie um seinen Account da bangen. Johnny ist Musiker, aber auch Content Creator bei Yeet. Und er macht einfach coolen, progressiven Content, viele Reels, immer recht aktuell und so weiter.
Und das ganze Geschäftsmodell funktioniert halt nicht wirklich sinnvoll, wenn man die Konten gesperrt bekommt. Also darüber ist einfach alles gelaufen, so wie ich das verstanden habe. Und wenn diese Konten dann gesperrt werden, ist es eine existenzielle Krise. Deswegen auch von meiner Seite geht mal auf Where is Johnny from Da? Ich verlinke das natürlich auch und unterstütze. Mich machen da viele Nachrichten, die ich aus dem Social-Media-Bereich bekomme, nachdenklich.
Weil das geht nicht nur Johnny so, es scheinen eine ganze Menge Content-Creator, die aus der progressiven Ecke kommen, scheinen vergleichbare oder ähnlich besorgniserregende Produkte. Nachrichten zu bekommen, also die sagen Dinge, das Content wird eingeschränkt oder man bekommt Probleme.
Also da scheint für mich auch die neue politische Richtung in den USA, das was da an Anti-Vogue, so will ich es mal nennen, diese ganzen politischen Bestrebungen scheinen sich jetzt auch im Social-Media-Bereich niederzuschlagen. Und ja, das ist schwierig. So, ich höre schon die Konservativen oder Rechten, die früher, als Trump noch nicht an der Macht war, dann immer gesagt haben, ja, wir haben es ja immer gesagt, Meinungsfreiheit und so.
Ach ja, ich weiß es nicht. Ich finde, das muss man vielleicht nicht auf eine Stufe stellen. Ich habe den Eindruck, dass wenn früher so Leute wie Ken Jebsen oder so oder noch andere Kandidaten, Andrew Tate oder so, wenn die ihre wirklich problematischen Inhalte nicht mehr raushauen durften, dann ist das über Gerichte gegangen und so weiter. Und das hat Hand und Fuß. Ja, ich weiß es nicht. Schwieriges Thema Cancel Culture. Muss man wahrscheinlich nochmal an anderer Stelle aufziehen.
Denn mir macht einiges in dem Bereich Sorgen, was ich da aus den USA höre. Natürlich auch, was die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit angeht. Das habt ihr wahrscheinlich mitbekommen. Andy Stanley, Philosoph, sehr guter Mann, der gesagt hat, dass er jetzt gehen wird. Und der ist an einer der Elite-Universitäten gewesen und der hat sich entschlossen. Dann nach Kanada zu wechseln, um eben zu zeigen, hier Leute, es ist jetzt wirklich ernst.
Die Universität Cambridge hat sich darauf eingelassen, die ganzen Vorgaben von Trump umzusetzen. Die Universität Harvard hat sich dagegen gestellt und prompt nach zwei Milliarden Euro, Dollar an Fördermitteln gekürzt bekommen und dafür jetzt nicht mehr, also das war der letzte Stand, den ich gehört habe, dass es darum geht, dass Harvard nicht mehr als Bildungseinrichtung zählen soll, sondern als so eine Art NGO und damit dann die Gemeinnützigkeit verliert und Steuern zahlen muss.
Das sind einfach sehr, sehr wilde Dinge, die da passieren. Das beunruhigt mich. Und deswegen, das ist für mich was anderes, als was ich früher mitbekommen habe, wenn da Leute eingeschränkt worden sind. Weiß ich nicht. Aber kann ja auch mal sagen, ist das einfach jetzt nur, früher haben es die einen abgekriegt, jetzt die anderen. Ich sehe eher, dass hier aus den USA wirklich hochproblematische Angriffe auf demokratische Grundwerte passieren, aber da demnächst mal mehr.
Hier jedenfalls folgt Johnny. Das ist auf jeden Fall extrem wichtig. Finde ich gut, dass der innerhalb von ein paar Tagen von 0 auf 5000 und ein paar zerquetschter Anhänger gegangen ist. Das hat mir wirklich Mut gemacht und da würde ich sagen, so kann es gerne weitergehen. So dann, ihr habt euch ein paar Themen gewünscht. Und ich würde Folgendes dann als nächstes mal auf die Tagesliste packen. Und zwar, es gibt ein neues Thema, das kam von euch, und zwar einen Beitrag vom Bayerischen Rundfunk.
Der Bayerische Rundfunk hat einen Artikel geschrieben, ich werde den mal verlinken. Religiöser Rap, wie harmlos oder problematisch sind die Obros? Mit christlichem Rap stehen die Münchner Alex und Maxi Oberschwelp aktuell auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Aber ist die Musik der Brüder einfach nur christlich oder ein Einfallstor für das reaktionäre Gedankengut der religiösen Rechten? Kann man sich mal angucken. In diesem Artikel wird spannenderweise auch Maria Hinsenkamp zitiert.
Die war hier auch im Podcast und hat über die King-Netzwerke gesprochen. Sie hat da eine Doktorarbeit zugeschrieben, hat das vorgestellt. Sie scheint da jetzt im öffentlichen, rechtlichen als Expertin dann auch wahrgenommen zu werden, beziehungsweise ihr Ansatz, ihre These oder ihre Doktorthese, nämlich, dass es da Netzwerke gibt. Diese Kingdom-Minded-Network-Christianity-Szene.
Ja, da haben wir hier im Podcast drüber gesprochen, ich fand es spannend, ich habe einige Rückmeldungen bekommen, weil aus dieser Podcast-Geschichte wohl nicht so ganz rausgehört wurde. Also eine Zuhörerin hat mir geschrieben, so nach dem Motto, ja, ich habe den Podcast jetzt gehört und weitergereicht, aber irgendwie da ist gar nicht so deutlich geworden, warum das jetzt so ein großes Problem ist. Und also warum ist diese King-Szene jetzt so ein großes Problem?
Und das fand ich spannend, weil auf der einen Seite würde ich sagen, vieles von dem, was diese transformatorischen Ideen angeht, das habe ich glaube ich im Podcast auch gesagt, würde ich ja teilen. Also die Idee des Christentums, dass es einen weltgestalterischen Auftrag hat, das ist Kern meiner christlichen Grundüberzeugung. Also ich würde sagen, als Christ gehe ich von einer Reichgottes-Theologie aus, was meint, dass Gott hier in dieser Welt mitmischt und die Dinge...
Und dass Gott dabei ist, hier neue Dinge entstehen zu lassen, dass hier eine neue Welt entstehen soll, eine neue Schöpfung, wie das in der Bibel heißt. Das ist für mich sehr, sehr zentral in meiner Theologie. Und ich muss auch sagen, dass vielleicht bin ich da in dieser ganzen King-Thematik auch noch nicht so wahnsinnig weit drin. Denn ich muss deswegen sagen, also einen weltgestalterischen Ansatz finde ich gut.
Die Frage ist halt so ein bisschen, was sind die Dinge, die man als böse, als zu überwinden, als zu transformieren identifiziert und was sind die Mittel, die man für Gesellschaftstransformationen an den Tag legen kann.
Und da, wo beispielsweise der Kampf gegen Migration, da, wo Menschen, die eine andere Religion haben, Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung haben, wenn das alles als Strategie des Bösen verstanden wird, So eine woke Ideologie, die man jetzt bekämpfen muss oder wenn im Grunde an demokratische Grundordnung die Axt gelegt wird und gesagt wird, naja. Gottesherrschaft ist auch top down, Gott ist allmächtig und die anderen haben zu folgen.
Und dass dieses absolutistische Gottesbild am besten zusammenpasst mit vielleicht eher sehr autoritären politischen Ideen, dann finde ich das hochproblematisch, weil mein Gottesbild, ich denke da tatsächlich von der Dreieinheit her und würde sagen, Gott in sich ist ein machtgeteiltes, ich weiß nicht, ob man Gott ein Wesen nennen kann. Aber Gott in sich ist Liebe und Liebe ist nicht absolutistisch.
Liebe ist, wie das in der altkirchlichen Begrifflichkeit Perikorese, dieser göttliche Tanz, deutlich wird. Und Gott ist ein Tanz, an dem andere eingeladen sind, teilzuhaben. Aber Gott ist eben nicht dieses Befehl, Gehorsam, dieses Einschränken von Individualität und Mündigkeit. Zumindest in meinem Verständnis. Und deswegen würde ich sagen, ein Gottesbild, was machtteilend gedacht ist. Das passt recht gut zu demokratischen Grundordnungen.
Wen das mehr interessiert, Jürgen Moldmann hat dazu was gemacht. Ich meine in seinem Buch Der gekreuzigte Gott oder über sein Buch über das Reich Gottes. Wen das interessiert, das kann ich nochmal raussuchen, aber da kommt der Gedanke für mich her, da habe ich es wahrgenommen, die Dreieinheit als ein Konzept, wo Macht geteilt wird, Gewaltenteilung im Gottesbild verankert. So, und wenn das Dinge sind, die über Bord geworfen werden würden, fände ich das schwierig.
So, und jetzt wird es halt ein bisschen tricky. Also, ich muss sagen, die O-Bros habe ich nie gelesen, beziehungsweise ich habe deren Texte nicht wahrgenommen, ich habe deren Musik nicht gehört. Das ist einfach, also Hip-Hop, sorry Leute, das ist einfach, ich habe mir vorbeigekommen. Ich bin einfach Team Punk, ich bin Team Indie und Foo Fighters und Biffy Clyro und so. Und von mir aus auch noch ein bisschen Heavy Metal, aber eben nicht dieser ganze Hip-Hop-Gedöns. Deswegen bin ich da raus.
Aber in verschiedenen Artikeln wird jetzt halt gesagt, ja, die haben halt verschiedene Texte, die da schon so ein bisschen in die Richtung King-Netzwerk gehen. Wo dann gesagt wird, ja, da gibt es jetzt all so Textzeilen, wo dann gesagt wird, ich gucke mal hier, ob ich das gerade finde.
Transformationen für die ganze Nation kommen voller Dominanz vor den Thronen, für jeden Dämonen ist die Haltestation oder sowas wie, ja die ganze Welt ist gespalten, du bist nicht links, du bist rechts, die Wahrheit verdreht und böse so oft gut genannt oder sowas, wir sind die Armee, die auf Knien kämpft, die ihren Feinden das Leben schenkt oder Oder so ein Satz wird hier zitiert, radikale junge Christen mit Extremismuspotenzial und die Polizei ermittelt wegen
Fundamentalismus, uns doch scheißegal. Ja, kann sein, dass das Dinge sind, die man vielleicht auf dem Schirm haben sollte. Ich würde aber erstmal sagen... Das ist christlicher Rap und es gab noch einen anderen Artikel, so ein Reel vom Deutschlandfunk und da haben die O-Bros etwas drunter geschrieben. Das wollte ich euch mal kurz zeigen, weil ich finde, das macht so ein bisschen eine Problematik deutlich.
Wenn also die Oberos jetzt irgendwie in eine gewisse politische Ecke gesteckt werden und in den Artikeln wird dann immer auch gesagt, ja die haben jetzt auf verschiedenen Konferenzen gespielt, auf der UNUM-Konferenz oder auf der ARK-Konferenz.
Die A-Konferenz finde ich wirklich hochproblematisch, da aus meiner Sicht ist das eine Konferenz, die ist von Jordan Peterson ins Leben gerufen worden und aus meiner Sicht ist das ein Versuch, rechtsradikale Ideen in ein bürgerliches Gewand zu verpacken und dann nach Europa zu verschiffen. Da sind autoritäre Ansätze, da Klimaforschungsleugnung im ganz großen Stil. Das finde ich hochproblematisch. Und die Obero's haben eben auf dieser A-Konferenz
Musik gemacht. So, und jetzt schreiben sie auf Facebook. Da scheint ein bisschen was durcheinander gekommen zu sein. Wir sind und waren nie politisch. Wir waren auf mehrere als hunderten Events mit jeweils tausend Menschen.
Ihr wollt uns jetzt anhängen, dass da zweimal auch Menschen dabei waren, die komische Ansicht hatten, for real, würden wir normalen Rap über Drogenverherrlichung, Straßengewalt oder frauenfeindlichen Sexismus machen, würden wir vermutlich nicht kritisiert oder überhaupt erwähnt werden. Jesus auf die Eins. Und. Die Frage, die ich bei diesem ganzen King-Konzept habe, ist, ob man da vielleicht so ein bisschen übers Ziel hinaus schießt.
Also ich würde jetzt die Maria Hensenkamp da gerne mal genauer nachfragen. Vielleicht ergibt sie das ja nochmal. Ich habe ihren Ansatz mehr so verstanden, der hat sich jetzt ganz, ganz viele Sachen aus der christlichen Szene angeguckt und hat da irgendwie Muster entdeckt und hat das dann Kink genannt, hat Verbindungen entdeckt und so weiter. Das ist aber für mich nicht das gleiche wie das Kink jetzt sozusagen, sowas wie die neue Rechte oder wie Linksextremismus oder keine Ahnung was ist.
Also irgendwie eine feste politische Größe, wo Leute sich abgesprochen haben, wo es feste Strukturen gibt, wo es sowas wie eine inoffizielle Mitgliedschaft gibt oder sowas, wo man sagen kann, ich gehöre dazu. Ich vermute, dass Maria Hinsenkamp sagen würde, wahrscheinlich nicht. Sie hat ja selber diesen Begriff auch überhaupt ins Spiel gebracht in ihrer Dissertation. Und deswegen, wenn man jetzt sagen würde, ja, die Obros, die gehören jetzt zu Kink. Ich weiß nicht, ob sie das selber sagen würden.
Und so ist vielleicht auch die Sache, was ist jetzt mit solchen Konferenzen? Ja. Stehen die jetzt dahinter? Müsste man sie mal fragen. Keine Ahnung. Also in den verschiedenen Artikeln heißt es, dass sie da nicht, dass sie nicht reagiert haben auf Anfragen. Also Bayerischer Rundfunk hat wohl Anfragen gestellt und darauf wurde nicht reagiert. Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Also sind sich die Obros komplett im Klaren darüber, was da für politische Inhalte geteilt werden? Stehen die dahinter?
Oder gehen die einfach zum Konzert und haben vielleicht kein Management im Hintergrund, die sowas stärker auf dem Schirm haben? Keine Ahnung, weiß ich nicht. Das müssen vielleicht da mal Leute recherchieren, die da tiefer drin stecken. Also mein Anliegen ist vielleicht, ja. Vielleicht muss man so ein bisschen wieder runterkommen und vielleicht nicht überall die große Verschwörung sehen, sondern vielleicht mal auf einer inhaltlichen Ebene drauf eingehen.
Und da möchte ich auf einen Satz von den Obros eingehen, die nämlich gesagt haben, wir sind nicht politisch. Und das finde ich halt, das finde ich zu kritisieren. Ich finde es nicht zu kritisieren, weil ich jetzt ihre Ansichten unbedingt bewerten muss oder sowas. Keine Ahnung. Ich kenne die nicht, ich kenne die Musik nicht gut, ich habe jetzt drei Artikel über die gelesen und kenne ein paar Leute, die sie kennen und that's it. Das ist nicht mein Thema gerade.
Ich finde es spannender, dass es offensichtlich ChristInnen gibt, die von sich sagen, wir sind nicht politisch. Und da möchte ich kurz mal drüber nachdenken, weil das ist eigentlich eine Position, die ich glaube ich die meiste Zeit in meiner Jugend auch, ja die ich geteilt hätte. Und zwar nicht aus dem Grund, weil ich glauben würde, dass das Christentum mit der Welt nichts zu tun haben soll, im Sinne von, dass man hier nicht lebt und keine.
Also okay, es gab auch Zeiten, wo ich stark in so einer Durchgangstheologie drin steckte, so nach dem Motto hier, dieses Leben, das ist gar nicht das, worauf es ankommt. Und es geht eigentlich nur um den Himmel und die paar Jahre, die wir hier sind, da müssen wir uns jetzt nicht mit Politik befassen. Das auch. Aber ich glaube, dass das für mich lange Zeit Politik einfach ein Thema war, was für mich ungefähr so nah war wie Cricket. Ich weiß, dass es das gibt, aber...
Kennen wir da die Regeln, ich weiß nicht, wo kann man da spielen, wen interessiert es, also ich bin da völlig raus. Und ich glaube, dass das für mich zumindest lange Zeit die Hauptsicht auf Politik war. Es gibt es, aber es ist einfach nicht mein Thema. Als Christ habe ich eine Sicht auf die Welt und die ist eben, die Welt ist verloren und die brauchen alle Jesus. Und Politik ist einfach, es ist wie Cricket, es ist einfach nicht mein Thema.
Und was mich da aber stark zum Umdenken gebracht hat, ist einmal die Reichgottestheologie, wo es eben stark darum geht, nee, als Christen haben wir einen weltgestalterischen Auftrag. Gott ist dabei, diese Welt neu zu machen. Das Reichgottes beginnt im Hier und Jetzt. Und das schließt halt auch politische Themen mit ein.
Als Christen haben wir einen diakonischen Auftrag, einen Auftrag, wo es darum geht, uns um die Armen, um die Ausgeschlossenen, um die Kranken, um die Gefangenen und so weiter zu kümmern. Das sind alles hochpolitische Themen. Und dann nicht zuletzt ist auch die Sache, dass ich denke.
Dass Politik ja nicht nur bedeutet, ich trete in eine Partei ein, übernehme irgendwelche Ämter und gucke, dass ich auf kommunaler Landes- oder auf Bundesebene irgendwelche Gesetze oder irgendwelche Entscheidungen treffe und dann politische Gestaltung an den Tag lege. Sondern Politik ist ja viel, viel mehr. Politik bedeutet ja, dass man sich in Diskurse einmischt. Politik bedeutet, es gibt ein politisches Vorfeld.
Das bedeutet, dass über Themen, die unser Zusammenleben angehen, in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen, dass darüber gesprochen wird. Also sei es in der Freiwilligen Feuerwehr, in irgendwelchen Vereinen, in Kirchen. Das alles gehört ja zum politischen Vorfeld und sind Orte, an denen wichtige politische oder demokratische Grundlagen überhaupt erst eingeübt werden, die sowas wie Demokratie überhaupt erst möglich machen.
Also wenn man nicht in unterschiedlichen Zusammenhängen bei den Pfadfindern oder so lernt, miteinander im Austausch zu sein, über Dinge zu diskutieren oder sich zu engagieren, mit anzupacken, dann funktioniert Demokratie einfach nicht. Und auf dieser Ebene würde ich sagen, ist die Aussage, ich bin nicht politisch, ist... Da würde ich sagen, nee, eigentlich müssten wir als Christen alle politisch sein.
Und dann würde ich sagen, ist es halt auch wichtig zu gucken, dass wir als Christen eine Verantwortung auch dahingehend übernehmen, dass wir sagen, wir müssen uns mit Themen auseinandersetzen, wo es darum geht, wie leben wir hier zusammen, wie gestalten wir diese Welt. Das darf uns nicht egal sein. Aus einer demokratischen Perspektive, aber auch eben aus einer christlichen Perspektive.
Da würde ich sehr stark für eine transformatorische Theologie eintreten, die aber eben in ihren Mitteln, auch in ihren Mitteln anders arbeitet, als das Antidemokraten tun. Also die demokratischen Werte sind ja halt, wir reden miteinander, wir finden Kompromisse. Es geht darum, Dinge auszuhandeln, die nicht nur die Mehrheit betreffen, sondern liberale Demokratien haben ja ganz, ganz stark auch Minderheiten im Blick.
Also die meisten Menschen leben zumindest lange Zeit ihres Lebens ohne Behinderung. Wenn sie dann älter werden, sieht es anders aus, aber man mag den Eindruck bekommen, Behinderungen zum Beispiel sind ein Thema, ja, es betrifft halt die Mehrheit erstmal nicht. Und demokratisch ist dann eben nicht, wenn die Mehrheit jetzt sagt, naja, Behinderung ist nicht wichtig, dann können wir da auch das ignorieren.
Selbst wenn die Mehrheit das sagen würde, würde in einer liberalen Demokratie, würde der Minderheitenschutz dann auf den Plan kommen und Minderheiten müssten dann stärker mitbedacht werden. Dass das realpolitisch schwierig aussieht, ist ein anderes Thema. Aber so ist zumindest die Idee und ja, ich glaube dass das sind einfach Dinge, die,
Ich glaube, dass die stark angegriffen werden. Aber da ist es aus christlicher Sicht auch wichtig, diese Dinge zu erhalten und diese Dinge auch weiterhin einzufordern. Hey Leute, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache. Uns ist wichtig, dass alle unsere Inhalte frei zugänglich sind und dafür brauchen wir euch. Ab einem Euro könnt ihr uns dabei helfen, regelmäßig Folgen zu veröffentlichen. Mehr Infos dazu findet ihr in den Shownotes und unter www.schönerglauben.jetzt.
Vielen Dank für euren Support und jetzt weiterhin viel Spaß mit der Folge. Jetzt gibt es eine andere andere Sache, die ich gefunden habe. Die Julia Glöckner. Hat vor ein paar Tagen in der BILD am Sonntag ein Interview gegeben. Das passt nämlich ganz gut dazu. Da ging es dann darum, sie wurde gefragt, warum treten Menschen aus der Kirche aus?
Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Und sie sagt, das hat einerseits ein bisschen was damit zu tun, steigender Wohlstand oder dass es auch Ersatzreligionen gibt und so weiter. Und natürlich auch die Fehler und Skandale von unterschiedlichen Kirchen. Ja, aber dann sagt sie halt auch, die Kirche hat an einer bestimmten Stelle wirklich eine Chance verpasst. Dann wird nachgefragt, was meinen sie?
Wenn Kirche manchmal zu beliebig wird oder zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgibt, wie eine NGO, also eine Nichtregierungsorganisation und nicht mehr die grundsätzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick hat, dann wird sie leider auch austauschbar. Ich meine, klar kann man sich Kirche auch zu Tempo 130 äußern, aber dafür zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer.
Gut, es ist ein freies Land, da kann man sicherlich alles tun und machen, aber ich finde, von Kirche erwartet man sich diese sinnhafte Begleitung, diese Antwort auf Fragen, die ich in meinem Alltag habe, vielleicht auch Trost und Stabilität. That's it. so well. Ja, das schließt so ein bisschen an die Frage nach dem Politischen an. Und ich würde sagen, da wird sie zurecht von vielen, nicht zuletzt sogar aus ihrer eigenen Partei.
Armin Laschet hat da auch sich zu geäußert und gesagt, nee, Kirche war und ist immer politisch. Und auch da, ich glaube, dass da eine andere Gefahr nämlich noch ist.
Wenn man der Frau Glöckner, wenn man diesen Weg gehen würde und sagen würde, Kirche hat nur noch was damit zu tun, mit diesen letzten oder vorletzten Fragen, mit Sinn und mit Trost und Stabilität, aber nicht mehr mit dieser Welt, wenn es nur noch um Leben und Tod geht und von mir aus kann man noch Himmel und Hölle oder was weiß ich dran setzen. Wenn das alles ist, Dann glaube ich, würde Kirche einen ganz wichtigen Beitrag, den sie zur Demokratie bietet, würde sie verspielen.
Nämlich eben dieses Austauschen, dieses Weltgestalterische, dieses sich über Werte und über Moral Gedanken machen und dann auch eine Stimme für diejenigen sein, die in der Politik übersehen werden. Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige demokratische Funktion, wo ich sagen würde, ja, dann muss Kirche sich auch zu politischen Themen äußern.
Und dann vielleicht stärker auch, die Kritik würde ich vielleicht diskutabel finden zu sagen, ja, vielleicht muss man stärker in den Fokus rücken, wie tagespolitische Themen mit einer christlichen Sicht zusammenhängen. Also Tempo 130, da muss man vielleicht in die Brücke schlagen. Warum kann man aus einer christlichen Sicht da in eine gewisse Richtung denken? Ja, also fände ich jedenfalls ganz schön. Ob das jetzt der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich nicht.
Aber ich würde auf jeden Fall sagen, die Kirche muss da auch eine Stimme haben. Und das ist ja, ich beziehe mich jetzt mal auf die Landeskirche, das ist eine Sache, die mir sehr, sehr gut gefällt. in der Landeskirche, gibt es ja einfach ExpertInnen für alles und jeden. Und das ist so eine riesige Ressource. Da gibt es Experten, ExpertInnen, Räte, die für alles mögliche schlaue Sachen produzieren.
So, ja, ich weiß, viele Themen werden da auch nicht mitbedacht oder viele Themen, da ist man vielleicht nicht auf Höhe der Zeit, mag auch sein, aber grundsätzlich finde ich, ist das eine riesige Ressource, wo ich, ich habe viele Texte von der evangelischen Kirche gelesen, um da auch meine eigene Meinung in bestimmten Dingen besser bilden zu können, und das ist eine gute Sache, dass, Das würde ich nämlich vielleicht sogar an die Politik zurückspielen und würde
sagen, ist nicht vielleicht das ein großes Problem in Politik, dass vieles nicht mehr erklärt wird. Beziehungsweise, dass die Erklärung heute auch so viel verzerrt wird, also jetzt auch durch Social Media oder durch irgendwelche Kampagnen und was weiß ich. Also dieses, dass wir uns hinsetzen und über Dinge wirklich Gedanken machen und mal tief uns auseinandersetzen, ich glaube, davon gibt es nicht zu viel. Dieses sich gegenseitig anschreien mit einer Parole, ja, das gibt es viel.
Aber sich hinsetzen und mal tiefer ethisch auch bestimmte politische Maßnahmen oder tagespolitische Entscheidungen sich mal genauer anzugucken, ja, da würde ich ja sagen, wunderbar, soll Kirche ruhig mal machen. Ja, würde ich auf jeden Fall sagen. Ihr habt noch ein paar andere Themen auf dem Zettel gehabt. Oh, ich sehe gerade, Evelin Baumberger schreibt, dass wir, ich lese mal gerade vor, sie hat mir auch einen Kommentar geschrieben und zwar sinngemäß.
Bitte nicht auch noch ständig an den Fundis abarbeiten. Ihr seht das überall, es ist einfach unser Gossip. Ich glaube echt nicht, dass das was bringt, außer ihnen Reichweite und Kohle. Lieber die CDU-Sache, beziehungsweise die damit verbundene inhaltliche Frage. Ja, ich würde sagen, ich habe es versucht. Aber Evelin, kannst du ja gerne mal, wenn du es hörst, sagen, ob es gelungen ist.
Aber wie gesagt, es ist ein Experiment. Und es hat ein anderes großes Thema gegeben und zwar ging es in der letzten Zeit stark um, den Papst, um den Tod des Papstes. Und ich muss sagen, ich bin jetzt kein großer Experte, was den Katholizismus angeht. Aber wir haben ja hier aus dem Team, haben wir die Kira. Und Kira hat zu der ganzen Sache ein bisschen was geschrieben. Ich zitiere mal ein bisschen. Gedanken zum Tod von Papst Franziskus.
Papst Franziskus ist tot und mir scheint, als erkenne man oft erst, was ein Mensch bedeutet, wenn er weg ist. Zumindest geht es mir so. Ich habe mir nie viel Gedanken um ihn gemacht, vielleicht habe ich ihn für zu selbstverständlich genommen. Er war immerhin der erste Papst, dessen Pontifikat ich bewusst miterlebt habe. Vielleicht konnte ich ihn manchmal nicht schätzen, weil er einige meiner Erwartungen nicht erfüllt hat. Ich habe zu wenig das große Ganze gesehen.
Vielleicht hatte ich zu wenig Verständnis dafür, wie vielen Erwartungen er gerecht werden musste. Er hätte niemals alle erfüllen können. Und vielleicht habe ich das Großartige deshalb nicht richtig gesehen, wie radikal er an der Seite der Armen stand, wie er die Schöpfung bewahrt hat, wie er ausbeuterische Wirtschaftssysteme angeprangert hat, wie er versucht hat, queere Menschen nicht mehr zu verurteilen. Und schließlich, was mir persönlich und theologisch sehr nahe ist.
Wie er auf eine leere Hölle hoffte. Ich vermisse ihn jetzt schon, gerade in diesen Zeiten hätten wir ihn gebraucht. Zwischen all den machtgierigen Kriegstreibern brauchen wir seine bescheidene Stimme des Friedens. Aber auch im Christentum bräuchten wir ihn. In einer Zeit, in der viele, die sich lautstark zu Christus bekennen, in ihren ausgrenzenden Taten das Evangelium verleugnen, brauchen wir jemanden, den man an seinen Taten erkennt.
An seiner Zugewandtheit, seiner Lebensfreude und seiner Barmherzigkeit. Ruhe und Frieden, Franziskus. Ja, lasse ich mal ein Like da. Gefällt mir ganz gut. Was mir bei ihm hängen geblieben ist, ist tatsächlich als allererstes dieses, nicht diese ganz pompösen Gewänder, sondern ein einfaches, schlichtes Gewand als Papst. Nicht die Luxusvilla, sondern ein einfaches Haus, wo er residiert hat.
Das waren Zeichen, die wichtig waren und ich hoffe, dass, da gibt es ja glaube ich jetzt in der Kirche auch nicht nur befürwortende Stimmen, aber hoffe ich mal, dass das weitergeführt wird, so dieser Gedanke. Aber es gibt verschiedene Artikel jetzt, wo gemutmaßt wird, wie es da weitergeht, wer danach kommt. Ich glaube, dass man das noch gar nicht so sagen kann. Das wird eine spannende Sache. Ich habe verschiedene Podcasts jetzt dazu gehört.
Ja, ich höre Paul Ronsheimer. Aber der hat wirklich was Gutes, einen sehr informativen Podcast dazu gemacht, wo es darum ging, wie das früher vor hunderten von Jahren schon zu Problemen geführt hat. Diese Wahl des neuen Papstes und wo man dann die Leute dann irgendwann angefangen hat, die Kardinäle dann einzusperren und denen das Essen zu entziehen und das Dach abzudecken, sodass da die endlich mal zu einer Lösung kommen,
weil es halt auch alles politisch schwierig war und was weiß ich. ja, spannende Sache. Die Befürchtung, die ich jetzt aus verschiedenen Artikeln wahrnehme, ist, dass jetzt jemand kommen könnte, der eher wieder zu diesen Hardlinern gehört und der weniger die Gerechtigkeitsthemen auf dem Schirm haben könnte. Ja, wäre schade. Deswegen schließt mich da Kira an, die sagt, so Stimmen braucht es.
Es gibt sicherlich auch kritische Stimmen. Einige Analysten meinen, dass er stärker als Seelsorger die Welt gesehen hat und dann zum Beispiel auch den Konflikt, den Krieg, den Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine versucht hat im Sinne von so einer Art neutralen Mediator zu verstehen.
Und dann sich bewusst auf keine Seite geschlagen hat, zumindest am Anfang und dann da versucht hat, so eine, Vermittlungsrolle zu nehmen und das ist ja aus meiner Sicht eine schwierige Sache, eine schwierige Positionierung, die er da eingenommen hat. Ja, und ich glaube, das ist natürlich ein bisschen so eine Sache, wo Ja, wo, ich weiß es nicht. Da sind Stimme für Frieden, ja.
Aber Frieden ist halt nicht nur, dass nicht mehr gekämpft wird, sondern Frieden beinhaltet aus meiner Sicht immer auch eine Friedensordnung. Und Friedensordnung, da tut sich einfach gerade ganz, ganz viel, wo einfach nicht klar ist.
Wird hier gerade an einer Weltordnung, an einer neuen Sicherheitsarchitektur gearbeitet, die für viele Menschen weniger Freiheiten, weniger Gerechtigkeit und so weiter bedeutet und, Und ich glaube, dass das mitgedacht werden muss, wenn man sagt, ja, Stimme des Friedens. Wobei ich mir vorstellen konnte, dass Kira das auch durchaus so sehen würde. Genau, ja, es gab sicherlich auch noch ein paar andere kritische Beiträge auch aus der Chris-Pruenza-Szene.
Aber das wurde sich auch gewünscht, das werde ich mal lassen. Es gab auch wieder Beiträge zu Tim Lahr. Tim Lahr ist ein Pfarrer aus Köln, der hat da ein Projekt. Das ist die Queere Kirche. Ich konnte die letztes Jahr Weihnachten besuchen. Ich meine es war Weihnachten. Ich glaube, dass das ein Ort ist, der für queere Menschen im Kölner Raum wirklich hilfreich ist. Es ist natürlich alles bunt und ich merke, ich als Freikirchler bin in diesen Strukturen auch immer so ein bisschen am Fremdeln.
Aber ich glaube, dass der Tim nicht nur da, sondern auch im Social Media Bereich der wird eine gute Arbeit machen, jetzt hat er in einem Video dann einmal gesagt, dass dieser Satz, den man an Ostern immer sagt, der Herr ist wahrhaftig auferstanden, dass das für ihn schwierig zu sagen ist und. Ja, da habe ich nachgedacht weil ich glaube, ich würde, Ich würde sagen, ja, I feel you. Ich finde, dass das auch echt schwierig zu sagen ist.
Und ich habe mich lange Zeit auch historisch mit der Auferstehung auseinandergesetzt. Als ich mein erstes Geschichtsstudium abgeschlossen habe, habe ich tatsächlich meine Staatsarbeit über die Auferstehung Jesu geschrieben. Ich habe da verglichen, was sind da evangelikale Ansätze und was sagt die historische Forschung? Einfach weil mich das interessiert und weil ich das stärker durchdringen wollte. Und bevor jetzt irgendwer fragt, ich habe sie nicht mehr.
Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass es irgendwelche komischen Archive gibt, wo solche Arbeiten aufbewahrt werden. Die gibt es, glaube ich, an der Universität Dortmund nicht. Deswegen, ich kann sie euch leider nicht schicken.
Ich würde manchmal selber nochmal gerne lesen, was ich da so geschrieben habe, aber mein Punkt ist eigentlich der, ich habe da drüber nachgedacht und habe darüber geforscht und habe viel gelesen und dann 100 Seiten, 120 Seiten dazu geschrieben und würde am Ende halt sagen, ja, eine spannende Diskussion, aber es hat bei mir nicht dazu geführt, dass ich sagte. Die Auferstehung ist einfach so eine felsenfeste, historische Tatsache.
Da kannst du einfach nicht dran rütteln. Für mich, einfach mal so frankly, wie sehe ich das Ganze? Ich würde sagen, das Einzige, was man historisch wirklich sicher sagen kann, ist, dass es im ersten Jahrhundert Menschen gegeben hat, die, Diese ganze Jesus-Story miterlebt haben, die mitbekommen haben, wie er gepredigt hat, wie er Zulauf bekommen hat, wie das Ganze sich politisch in Rom, wie das schwierig geworden ist, wie es dann zu der Kreuzigung gekommen ist.
Und normalerweise würde man sagen, wenn eine Messias-Bewegung, wenn die am Ende ist, weil der Anführer hingerichtet wird, dann muss irgendetwas passiert sein, sodass die Anhängenden, die Anhänger und Anhängerinnen, dass die dann eben nicht in den Sack hauen und sagen, okay, das war's, der ist nicht der Befreier, Rom hat gewonnen, sondern dass die hingehen und sagen, wir haben gewonnen. Der Tod ist besiegt. Das Reich Gottes ist da. Glaubt das Evangelium. Was da genau passiert ist, keine Ahnung.
Aber ich glaube, historisch kann man sagen, irgendetwas ist passiert und die Menschen haben angefangen, die Menschen haben angefangen, von diesem auferstandenen Jesus zu reden. Das kann man, glaube ich, historisch sagen. So, was da passiert ist, ich weiß es nicht.
Und jetzt ist es halt spannend, Und da, wo ich mit so meiner eigenen evangelikalen Herkunft vielleicht ein Stück weit gebrochen habe, ich habe damals viele Bücher in der Hand gehabt, die Tatsache der Auferstehung und es war ganz klar immer, dass die Auferstehung auf den historisch besten Füßen steht, die man sich nur vorstellen kann. Das ist alles so stabil, da kann man gar nicht dran zweifeln. Und ich würde sagen, schwierig. Weiß ich nicht.
Ich würde halt sagen, wir waren nicht dabei und eine historische Beweisführung ist nicht das gleiche wie ein naturwissenschaftliches Experiment, was du immer wiederholen kannst und wo du sagen kannst, ja, das ist so. Hier, ich zeige es dir nochmal. Ich mache dir einen Versuch und du kannst es sehen. Eine Auferstehung ist ein singuläres Ereignis und das lässt sich eben nicht beweisen in dem Sinn. Und dann wird natürlich dann gesagt, ja, was ist jetzt die beste Erklärung?
Und auch da, ich weiß es nicht, ist es wirklich die beste Erklärung, dass da dieser Leichnam auf irgendeine Weise wieder zum Leben gekommen ist? Ich weiß es nicht. Und für mich ist deswegen, ich habe das auch in meinem Buch geschrieben, für mich ist der Ansatz, nicht zielführend zu sagen, Ich versuche jetzt noch 15.000 weitere historische Argumente anzuführen und darauf meinen Glauben zu bauen. Ich habe das aufgegeben. Ich habe verstanden, dass es diese Argumente gibt. Ich kenne die auch.
Selbst bei Worthaus kann man sich die anhören. Sigi Zimmer hat damals beim Freakstock, hat der da die Argumente rauf und runter erklärt. Und dann, ja, weiß ich nicht. Ich gehe da nicht mit, um zu sagen, mein Glaube basiert auf einer historischen Beweisführung. Das ist für mich nicht tragfähig.
Mein Ansatz ist mehr, dass ich sage, ja, ich nehme das wahr, aber mein Glaube gründet sich darauf, dass ich hoffe und versuche in dieser Welt wahrzunehmen, was Paulus einmal sagt, dass die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat, heute noch wirksam ist. Und also das heißt, was auch immer damals passiert ist, das muss in irgendeiner Art und Weise auch heute noch erkennbar sein. Da muss irgendwie wieder, da muss Totes zum Leben erweckt werden.
Und das kann für mich auch eine eher metaphorische Bedeutung haben, dass Dinge, die hoffnungslos sind, dass es da nochmal eine überraschende Wendung gibt, dass da, wo Hass und Lieblosigkeit scheinbar gewinnt, dass da Dinge verändert werden. Und für mich ist die Glaubwürdigkeit der Auferstehung nicht so sehr, dass es eine.
Eine historische Beweisführung gibt, die für mich so sattelfest ist, dass ich sage, daran glaube ich, sondern für mich ist die Wette mehr, dass ich mich darauf einlassen möchte, dass Gott, was auch immer Gott ist, in dieser Welt wirksam ist, und dass solche Auferstehungssituationen heute noch stattfinden können. So, und warum ist dann für mich dieser Satz erst wahrhaftig auferstanden? Warum ist das für mich schwierig zu sagen?
Weil, wenn ich ganz ehrlich bin, es gibt so viele Momente, wo ich eher glaube, nee, Rom gewinnt. Wo ich den Eindruck habe, dass diese Auferstehungskraft sich eben nicht Bahn bricht. Dass diese neue Schöpfung, dass diese neue Welt Gottes, dass die eben nicht hier erfahrbar ist. Ich sehe sie oft nicht. Vielleicht übersehe ich sie auch häufig, ganz bestimmt. Aber das macht es mir schwer, diesen Satz so vollmundig zu sagen.
Wenn ich in solchen Gottesdiensten bin oder wenn ich am Ostersonntag dann sehe, dass da Leute hingehen und sagen, hier, der Herr ist wahrhaftig auferstanden, mir bleibt es oft im Hals stecken. Auf der anderen Seite, ja, vielleicht ist es auch gut, dass es dann viele sagen, weil dann kann man sich vielleicht so ein bisschen mitziehen lassen. Ja, funktioniert bei mir häufig halt nicht so. So, aber aus dieser Sicht macht es für mich schwierig.
Und ich würde da gerne nochmal einen Hinweis machen, Thorsten Dietz hat ja noch einen richtigen Beruf, der ist ja nicht nur Podcaster, der arbeitet ja für Fokus Theologie und bei Fokus Theologie, da hat er eine, ja wie soll ich sagen, so eine Blogreihe, ein Dossier über die Auferstehung geschrieben. Und mir hat es sehr gefallen, er hat da nämlich auch beispielsweise diese historische Herleitung hat er mit einem Ansatz gemacht, der mir sehr nahe ist, nämlich zu sagen...
Eine historische Beweisführung führt eben nicht zu absoluten Gewissheiten. Also dieses ganze Ding, das werde ich auf jeden Fall auch mal verlinken, finde ich super. Tolle Texte haben mir sehr gut gefallen. Genau. So Leute, jetzt haben wir geredet über Christentum und Politik und so. Also ich hoffe, dass mir es halbwegs gelungen ist, jetzt nicht irgendwelche Leute zu bashen oder bestimmte Diskurse zu überstrapazieren, mich an Fundis abzuarbeiten.
Aber schreibt es mal gerne. Wie gesagt, das war ein Experiment. Ich freue mich über Rückmeldungen und in jedem Fall würde ich sagen, macht's gut und bis in Bälde. Dieser Podcast ist Teil des Ruach-Jetzt-Netzwerks. Die Musik stammt von Postlob. Mehr Infos auf postlob.com. Music.
