Hey Leute, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Schöner Glauben. Wir möchten progressive Stimmen zusammenführen, einander empowern und uns für mehr Solidarität einsetzen. Glaube in Schön also. Wenn du mehr wissen oder uns unterstützen willst, findest du alle Infos auf www.schönerglauben.jetzt. So, einen schönen guten Tag alle da draußen und hallo Anna, schön, dass du da bist. Hallo Jason, schön, dass ich da sein darf.
Ich freue mich. Es ist ein schöner Ausklang eines langen Tages für mich. Heute sprechen wir über Zeugs und über dein Buch. Für diejenigen, die dich nicht kennen, ich sage mal zwei Sätze zu dir. Das eine ist, ja, das kann man sich wahrscheinlich jetzt schon denken, du bist Autorin. Du machst in deinem beruflichen Leben auch sehr, sehr viel mit Büchern, weil du bei einem Verlag angestellt bist, nämlich beim Neukirchner. Bei dem auch fast alle meine Bücher erscheinen, komischerweise.
Es ist tatsächlich auch, also ich mag den Verlag sehr, muss ich sagen. Ich habe recht viele Bücher von denen. Ich arbeite auch sehr gern für diesen Verlag, das muss ich auch sehr frei sagen. Den gibt es auch schon ein bisschen länger. Das ist jetzt nicht so ein Start-up. Und wie so alles, was es schon länger gibt, hat er auch seine Geschichte und hat auch theologisch Wege beschritten. Und da sind wir gerade, glaube ich, auf einem sehr coolen Weg,
wo sich in den letzten Jahren viel verjüngt hat. Und das macht Spaß, das mitzumachen. Das ist sehr gut. Zwei Sachen möchte ich auf jeden Fall noch über dich erzählen, die über Bücher hinausgehen, aber ein bisschen auch damit zu tun haben. Das eine ist, du bist, Du bist Theologin, du hast im Osten Pfarrerin. Du bist Pfarrerin. Da haben wir mal eine Podcast-Folge zu aufgenommen, zu deiner Geschichte. Da hast du ein bisschen was von erzählt.
Also das heißt, du bist auch wiederholt hier. Das ist sehr schön. Und du hast damals auch erzählt, du bist Klimaaktivistin. Damals noch bei der letzten Generation. Und vielleicht kannst du da gleich auch nochmal ein Update geben, wie es da so. Ich glaube, das letzte Mal, dass wir gesprochen haben, da gab es die letzte Generation noch. Jetzt gibt es die ja im Grunde, ich glaube, einmal gibt es die neue Generation und dann gibt es noch etwas anderes. Das Widerstandskollektiv.
Genau. Also das kann ich auch sehr schnell abfrühstücken. Ich habe noch einen Prozess, der noch läuft. Allerdings habe ich von dem schon sehr lange nichts mehr gehört Und meine private Situation hat sich so geändert, dass ich gerade nicht mehr im zivilen Ungehorsam aktiv bin. Das kann man so offen sagen. Ich schließe nicht aus, dass das sich mal wieder ändern kann.
Aber gerade bin ich, also ich wohne seit einem halben Jahr eben in der Westpfalz und bin da dabei, mich gerade in die linken Strukturen einzufinden. Aber alles im legalen Bereich. Wobei ich ja auch Fragen habe, also inwiefern soll, naja, ein anderes Thema. Genau, ob das jetzt legal war, was ich da gemacht habe, ist nochmal so eine Frage, aber also gerade bin ich einfach politisch aktiv, soweit es meine Situation zulässt. Genau.
Wir werden es im Sommer sehen, weil du auch Pressesprecherin des Freakstocks bist und deswegen fest eingeplant auch beim Freakstock dabei sein wirst. Ja, zumal das ist der Jahrestag von meinem Partner und mir quasi jedes Jahr, weil wir uns halt da kennengelernt haben. Das heißt, wir können gar nicht anders als hingehen. Das ist gut, das ist eine gute Tradition. Finde ich sehr gut. Ist auch irgendwie schwieriger, das zu vergessen.
Doch, also Also der offizielle Jahrestag ist natürlich eine Woche später, aber Aber selbst das, also Freakstock plus eine Woche, ich glaube das wäre, ach ja, Sehr gut Ich muss jetzt kurz noch hier vorweg, es gibt so eine neue Aktion beim Freakstock nämlich unter anderem Schöner Glauben hat so einen Rabattcode bekommen, und die Menschen die sich beim Freakstock noch anmelden möchten, die können das gerne mit so einem Rabattcode machen.
Ich glaube, bei mir heißt der Schöner Glauben FS für Freakstock und dann 2025. Schreibe ich nochmal in die Shownotes. Und man sollte sich so oder so beim Freakstock anmelden. Scheißegal, ob mit oder ohne Rabattcode, weil es einfach ein cooles Festival ist. Und wie ich gerne sage, man lernt da tolle Männer kennen. Voll. Wir haben das ja auch dieses Jahr wieder hart eingeplant und überlegen, so eine Art Zeltburg-Community, was auch immer, da so zu machen. Das war letztes Jahr schon ziemlich cool.
Da saßen wir irgendwo in der Nähe der Duschen und haben da alle möglichen Leute, das ist voll abgefahren gewesen, ich habe da Jasmin Brückner kennengelernt. Ich bin auch bei euch einmal hängen geblieben. Das war voll gut. Das war echt, also du hast mir gerade schon vorab gesagt, es gibt so zwei unterschiedliche Arten von Festivalgängern. Die einen, die auf dem Festivalgelände versacken und die anderen, die beim Zelt versacken.
Aber wenn man zu den Duschen muss, kam man bei euch vorbei. Und das muss man selbst, wenn man auf dem Gelände verockt. Also was wir ja so sind, also wir haben ja festgestellt, wir haben uns kaum gesehen, weil wir artzyklisch sind. Aber duschen muss jeder. Ja, das war so genial. Es gab auch Freaksocks ohne Duschen, das war nicht schön. Es gibt vielleicht auch auf dem Freakstock Leute, die trotz duschen. Okay, lasst uns doch nicht im Detail gehen, aber im Grunde sind alle mal vorbeigekommen.
Das stimmt. Und viele sind versagt und das war sehr, sehr gut. Ja, genau. Das wollen wir dieses Jahr auch irgendwie wieder machen. Mal gucken. Also so eine Idee ist von mir auch irgendwie so eine Art Piratensender-Podcast-Aufnahme. Das wollte ich schon letztes Jahr machen. Aber naja, mal gucken. Vielleicht machen wir das diesmal. Also, schöner Glauben ist da. Ich mache dir so mit meinem neuen Buch. Da kommen wir gleich auf jeden Fall noch drauf. Ich glaube, du machst es auch
im Herzstück, ne? Nee, in der Wald- und Wiesenkathedrale. Ah, okay. Ja, das ergibt absolut Sinn. Das ergibt absolut Sinn. Voll gut. Okay, Freakstalk. Wir werden da sein, hoffentlich kommen viele. Das ist eine gute Sache. So, quatschen wir über dein Buch. Du hast ein Buch geschrieben, das nennt sich Ausgeschöpft. Ich hab's auch hier. Tada. Meins hat ein Panda. Das hat nur meins. Wie cool. Damit ich es immer erkenne, wenn ich auf Lesungen bin und meine Verkaufsexemplare dabei hab.
Also nicht, dass man es nicht auch an denen, an den Nupsis an der Seite erkennen würde, aber ich dachte, so ein Panda. Ich habe für meine Lesung damals unterschiedliche Bücher gehabt, weil ich nicht auf die Idee gekommen bin, sowas zu machen. Deswegen, naja, das ist schick. Sag doch mal, ausgeschöpft, was ist die Idee hinter dem Buch? Okay, also der Untertitel verrät es eigentlich, glaube ich, in der Klimakatastrophe. Ich bringe genau die zwei Sachen zusammen, die du vorher gesagt hast.
Also diese Pfarrerin, auch wenn sie, neulich hat irgendjemand geschrieben Pfarrerin AD. Ich glaube, beim Freakstock heiße ich so Pfarrerin außer Dienst, weil ich ja nicht mehr als Pfarrerin arbeite. Aber trotzdem habe ich ja eine Geschichte mit Glauben, mit auch so ein bisschen Evangelikalismus und sowas und dann Post-Evangelikalismus, so die Story, die uns so alle eint. Und dadurch habe ich eine gewisse, aber also was Gutes behalten, nämlich eine gute Sprache über Glauben zu reden.
Und das habe ich jetzt in Verbindung gebracht mit meinem Aktivismus, wo ich sehr viele Sachen gelernt habe, die ich gemerkt habe, die wusste ich nicht, solange ich noch nur in meiner Churchy-Bubble war. Und ich dachte, ich will die irgendwie zusammenbringen, weil ich irgendwie nur so kenne, also entweder redet man nicht über das Klima in der Kirche oder man redet so viel über das Klima, dass man nicht mehr über den Glauben redet.
Und ich habe auch zum Beispiel in meinen ganzen politischen Aktivitäten immer schon auch diese Christenvernetzungen gesucht. Also es gibt ChristInnen bei den Grünen. Als ich noch grüner war, war ich da. Es gibt die Religionsvernetzung der letzten Generation. Da war ich auch Teil von. Und ich habe bei denen immer so eine ganz große Sprachlosigkeit erlebt, wenn es um ihren Glauben geht. Ja, das ist halt irgendwie die ethische Richtschnur. Jesus war ein toller Mensch und so.
Und wo ich immer dachte, nee, das greift mir zu kurz. Und ich glaube nämlich aber eigentlich, dass der Glaube und Gott eigentlich nur dann standhalten, wenn sie was mit meinem Alltag zu tun haben und mit meinem Leben um mich rum. Und mein Leben um mich rum, das ist von der Klimakatastrophe vielleicht nicht immer so spürbar durchdrungen, aber die hängt wie ein Damoklesschwert über uns. Die ist da, die ist real. Also heute ist auch, also heute ist brutal warm. Das ist jetzt wieder Wetter,
ist nicht Klima und so. Aber wir haben einfach krass heiße und trockene Sommer. Wir haben Unwetterkatastrophen, wir haben die Fluten. Es ist ja jetzt nicht so, dass wir es nicht merken würden. Und wenn ich jetzt sage, ich glaube an einen Gott, aber der hat dazu nichts zu sagen, dann stimmt irgendwas nicht. Und deswegen habe ich dieses Buch geschrieben, um das mal so beispielhaft zusammenzubringen. Ich glaube nicht, dass es erschöpfend ist.
Ich glaube, dass man noch ganz, ganz viel in dieser Schnittmenge finden kann. Aber ich dachte, man könnte ja mal einen Anfang machen. Ausgeschöpft. Was hat es mit dem Titel auf sich? Den hat meine Kollegin erfunden. Also Titelfindung in Verlagen ist total crazy shit. Ich weiß nicht, wie das bei dir war. Schwierig. Ja, das sagen viele Autorinnen. Das Schöne ist natürlich, wenn man selber beide Seiten kennt.
Also ich habe am Anfang immer angeboten, bei meinen Büchern rauszugehen, damit die ohne mich reden können. Weil tatsächlich der Verlag sich vorbehält, den Titel eines Buches zu gestalten, weil es da um Marketingfragen geht und so. Und dann manchmal Titel, die AutorInnen wollen, vielleicht nicht funktionieren. Und auch manchmal ist es einfach so, dass AutorInnen eine Titelidee haben, die gibt es aber schon, dann dürfen wir es sowieso nicht machen.
Und allerdings bei dem Buch hatte ich nicht wirklich eine Idee, ich wollte gern irgendwas Kreatives machen. Ich hatte mal einen Vortrag mit hier sitze, ich kann nicht anders. Aber da dachte ich so ein bisschen, naja, also A, ist es ein bisschen ausgelutscht und B, geht es ja nicht nur um meinen zivilen Ungehorsam, es geht ja um viel mehr.
Ja, und jetzt kommen wir eigentlich schon zu einem ganz spannenden Ding, was ich eigentlich nur in meinen Lesungen verraten will, was man nicht weiß, wenn man einfach nur das Buch liest. Also außer man ist ein sehr scharfsinniger Mensch, der theologisch was auf dem Kasten hat. Das Buch hat fünf Großkapitel und diese Großkapitel gehen quasi den Weg, den die meisten Dogmatiken gehen.
Also es fängt an bei der Schöpfungslehre und geht über die Sündenlehre, die Christologie, die Ekklesiologie zur Eschatologie, also zur Lehre vom Ende aller Dinge. Und du nickst, hast du es erkannt? Ich habe, also ich würde sagen, ich habe Parallelen erkannt. Okay. Aber, nee, eigentlich habe ich es nicht erkannt. Genau. Eigentlich. Und weil es dieser Bogen ist von der Schöpfung zur neuen Schöpfung, kam dann meine Kollegin auf dieses Ding ausgeschöpft und es ist ja mit einem Fragezeichen.
Also es ist so dieses, ist Gott denn jetzt quasi fertig mit seiner Schöpfung und ist diese Schöpfung am Ende, also kaputt auch oder eben nicht. Ich weiß nicht, ob ich die Frage beantworte, aber auf jeden Fall gebe ich Hilfestellungen, darüber nachzudenken. Vielleicht müssen wir vorab auch noch darüber sprechen. Du hast das Buch, also ich glaube, das ist schon zu wahrscheinlich 90 Prozent sind es deine Texte. Aber es haben eine Menge spannender Leute noch Beiträge geliefert.
Magst du dazu noch ein bisschen was sagen? Das war tatsächlich eine Auflage vom Verlag. Allerdings war es jetzt keine Auflage, wo ich dachte, oh nee, bloß nicht. Aber, sondern ich habe dann gedacht, ja, habe ich kein Problem mit, zumal ich sowieso, also ich bin nicht die Vielschreiberin und die Vielschwätzerin oder so. Also meine Predigt waren immer zwölf Minuten, Punkt. Danach war fertig.
Und deswegen habe ich gedacht, ja, ein paar mehr Seiten ist vielleicht ganz gut, sonst komme ich gar nicht auf die Seiten, die wir wollen. Und ich kenne coole Leute, die coole Sachen schreiben können. Und das war dann das, wo ich dachte, ja, da habe ich auch Bock drauf. Und dann habe ich ganz viele angefragt und das Spannende war tatsächlich fast mehr die Absagen, die ich bekommen habe, weil wirklich Leute gesagt haben,
sie fühlen sich dem Thema nicht gewachsen. Das fand ich sehr, sehr, sehr spannend. Also gerade so aus der eher Klimabubble, die dann gesagt haben, ich bin gar nicht so sprachfähig im Glaubensbereich, wo ich dann wieder die Bestätigung bekommen habe, wir brauchen dieses Buch. Genau, und die, die dann geschrieben haben, das sind alte Hasen, die wissen, was sie tun. Und genau, also ich kann spoilern, dass der letzte Gastbeitrag, der bringt mich eigentlich jedes Mal zum Heulen, wenn ich ihn lese.
Also genau, und darüber habe ich mich dann sehr gefreut, dass die alle dabei sind. Und genau, bis hin zu, dass ich bei einem Text gemerkt habe, ich würde jetzt gerne noch irgendein veganes Rezept anfügen. Und dann einfach wusste, okay, da frage ich jetzt auch noch eine Freundin, weil ich weiß, sie hat die geilsten veganen Rezepte. und Leute, die in der Lesung mit mir veranstalten, bitte backt diese Muffins vorher. Ich möchte diese Muffins probieren.
Darf man spoilern, wer drin ist? Gern. Okay, also ich bin sehr begeistert. Natürlich Sarah Witschera. Dann aber auch, ich glaube sogar zwei Beiträge von Heiko Metz, wenn ich das richtig gesehen habe. Heiko Metz ist ein guter Freund aus Düsseldorfer Zeit noch. Grüße gehen raus. Sehr, sehr cool. Also Heiko ganz kurz ist, glaube ich, derjenige in dem Buch, den ich am aller, allerlängsten kenne. Wir kennen uns seit 2001, dem Kirchentag in Frankfurt.
Fetzig, die Welt ist so klein. Und zu Heiko muss ich echt kurz sagen, unsere Freundschaft ist so spannend, weil wir glauben heute nicht mehr so, wie wir damals geglaubt haben. Aber wir haben damals sehr ähnlich geglaubt und wir glauben heute sehr ähnlich. Und das ist einfach sehr krass, wenn man das über eine Freundschaft sagen kann. Also man hat sich quasi irgendwie ohne sich oft zu sehen oder so trotzdem sehr parallel entwickelt. Und das...
Jenen, die Highcomments nicht kennen, googelt ihn. Er hat tolle Sachen online, schreibt Blogs und... Und Bücher. Die kommen bald. Guter Typ. Guter Typ. Dann auf jeden Fall Walter Färber, Daniel Hufeisen und ja, noch ein paar andere. Das war jetzt die Freakstock Gang, kann man auch mal sagen. Walter Färber schreibt auch tolle Bücher, die völlig unterstützt sind. Ist auch auf dem Freakstock, ist in der Wald- und Wiesenkathedrale aktiv.
Daniel Hufeisen, der beste DJ. Also ich mag die Musik nicht, aber natürlich der beste DJ. Genau. Annalena Moselewski. CFNM Hochschule, tolle Frau. Genau. Cool, cool. Da hast du wirklich sehr, sehr gute Leute. Genau, Micha Kunze hast du vergessen und Ronja Künstler. Das sind die politischen Beiträge drin. Genau. Micha ist Spoken Word Künstler, auch auf dem Freakstock vertreten. Und Ronja Künstler ist eine tolle Frau, die man in der Christenbubble nicht so kennt.
Vielleicht, also die ist schon auf dem Kirchentag und so, aber die ist tatsächlich eine Mitaktivistin aus Regensburg und macht einfach irre gute Musik. Sehr cool. Sehr, sehr cool. Ich mag ja die Vorwörter von Büchern sehr, sehr gerne lesen. Und ich muss sagen, ich habe... Ich weiß nicht, wann ich jetzt mal ein Buch in der Hand hatte mit einem Vorwort, was mich so abgeholt hat. Du schreibst über die Bahn. Soll ich einfach mal den Abschnitt, den einen Abschnitt aus dem Vorwort?
Also es ist nicht das ganze Vorwort, sondern wir haben vorher im Vorgespräch schon rumgewitzelt, dass das irgendwie so der... Ich habe den tatsächlich auch schon mal ein Reel in der Bahn gemacht, aber ich habe ihn davor auch schon mal, Als ich mit meinem Partner völlig frustriert in einer völlig überfüllten RE5 saß, habe ich den ihm vorgelesen von meinem Laptop aus. Da habe ich noch am Manuskript gearbeitet und die Leute drumherum haben das gehört und mussten alle lachen. Es war so cute.
Dann mache ich doch mal. Dies weitens. Dieses Buch entstand hauptsächlich im RE5 von Koblenz nach Duisburg oder andersherum. In eineinhalb Jahren Fernbeziehung und seither in umgedrehter Richtung zu meinem Arbeitsplatz an den Niederrhein habe ich eine Hassliebe zum RE5 entwickelt. Selten hat alles funktioniert. Meist gab es keine funktionierende Toilette und ich habe den Anschluss in Koblenz verpasst.
Oder der RE5 drehte vor Koblenz um und ließ mich in Koblenz eine Stunde auf den nächsten warten. Und dennoch. Die Bahn ist ein wichtiger Baustein in einer klimaneutralen Welt. Ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr ist unverzichtbar, wenn wir Individualverkehr abbauen wollen. Lieber RE5, du kannst nichts für ein marodes Schienennetz. Du stöhnst und zuckelst halt auf alten Gleisen mit deinen kaputten Türen und Toiletten. Dabei bringst du mich zur Arbeit oder zu meinem Lieblingsmenschen.
Irgendwann bin ich noch immer angekommen. Dir ist dieses Buch gewidmet. Dir und all den Fußballfans, KarnevalistInnen, PendlerInnen, Familien, Musiklauthörenden, TürblockiererInnen und so weiter. Kurz allen, die dich und die Öffis brauchen, hassen, lieben und ihnen treu bleiben. Ich habe das sehr gefeiert. Ich finde es super gut. Ich finde es super gut. Und auch, weil ich habe tatsächlich auch Storys mit genau dieser scheiß Linie.
Das hat mit dem Deutschland-Ticket noch zu tun. Meine Zeit lang war das eigentlich so eine Idee zu sagen, wenn ich nach Köln fahre, fahre ich einfach hinten rum. Das Problem war, an einem Tag wollte ich das mit dem Fahrrad machen. Und es gibt in diesem Zug, gibt es einen Schaffner, der extrem erpicht darauf ist, dass wenn da die Fahrradfahrer reinfahren, dass einfach die korrekte Anzahl der Fahrräder da drin ist. Und dass auch auf gar keinen Fall irgendjemand mit Fahrrad an einem anderen,
nicht dafür vorgesehenen Eingang da steht. Der hat die alle rausgeschmissen. Und ich bin wahnsinnig geworden, weil er mich natürlich auch rausgeschmissen hat. Und dann war ich da irgendwie einen Tag später, weil ich zurückgefahren bin, dann nochmal genau an der gleichen Stelle und habe dann gesehen, der gleiche Schaffner, der weiß genau, wann er wohin und die gleichen Dialoge, die gleichen. Und ich dachte, boah, ist das bitter. Ist das bitter.
Und auch der ist ein Opfer des Systems, ne? Voll, ja. Ich habe tatsächlich zu 9-Euro-Ticket-Zeiten, bin ich von Thüringen an den Niederrhein gezogen und habe mit dem 9-Euro-Ticket mein Fahrrad, weil das nicht mehr in den Umzugswagen gepasst hat, von Thüringen an den Niederrhein gebracht. Frag mich nicht, wie ich das hinbekommen habe. Ja, alle Achtung. Aber ja, trotzdem bleibt, wir brauchen die Bahn.
Hey Leute, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache. Uns ist wichtig, dass alle unsere Inhalte frei zugänglich sind und dafür brauchen wir euch. Ab einem Euro könnt ihr uns dabei helfen, regelmäßig Folgen zu veröffentlichen. Mehr Infos dazu findet ihr in den Shownotes und unter www.schönerglauben.jetzt. Vielen Dank für euren Support und jetzt weiterhin viel Spaß mit der Folge. Ja, ich glaube ja, dass das eher Anzeichen dafür sind, dass die Leute die Bahn ja wollen. Die wollen das ja.
Aber es gibt halt nicht die Struktur dafür. Also sie wollen es. Also ich glaube, dass auch gerade diese Freiheit, die ja die Bahn auch gibt. Also es ist ja immer die Freiheit des Individualverkehrs. Aber die Bahn gibt ja auch Freiheit. Also gerade wenn ich an die Kannibalistinnen und Fußballfans denke, die wollen halt was trinken. Und die wollen nicht jedes Mal streiten, wer jetzt nichts trinken darf.
Also finde ich alles nicht gut, aber für die ist es natürlich eine Freiheit, dass sie Bahn fahren können. Für andere ist es aber wirklich, die können gar nicht anders. Also ich habe mich aus freien Stücken entschieden, dass ich kein Auto haben will. Es ging, nachdem ich aus dem Fahrdienst raus war, Klammer zu, aber es hat natürlich einen riesen Preis. Und es ist eine Freiheit, die könnte ich, also oder es ist eine Entscheidung, die kann ich auch zurücknehmen. Ich kann mir ein Auto leisten.
Aber wie viele Menschen da draußen können sich gerade kein Auto mehr leisten? Und für die ist Bahnfahren Freiheit. Ja, und ich denke aber auch, dass die Freiheit auch darin besteht, dass du längere Distanzen zurücklegen kannst. Also ich glaube, es wäre für mich völlig irrsinnig, so diese Pendelein durch zwei Bundesländer mit dem Auto. Das ist also Respekt, wenn Leute das machen, aber ich finde, das ist einfach krass.
So dieses, dass du Stunden dann irgendwie auf der Autobahn und ich finde, der Punkt ist ja, wenn du mit dem Auto fährst, du musst dich halt darauf konzentrieren. Wenn du zu fährst, kannst du mich schreiben. Ja. Und es sollen gute Bücher geben, die da entstanden sind. Die erste Rückmeldung, die ich übrigens bekommen habe, war von jemandem, der geschrieben hat, Anna, ich habe es natürlich stilecht im Zug gelesen. Man kann Bücher schreiben und Bücher lesen im Zug, gar kein Problem.
Du hast es gerade schon erklärt, du gehst so ein bisschen die großen dogmatischen Themen durch. ich glaube, dass in vielen Dogmat, die mir so begegnet sind. Also, naja, vielleicht weiß ich nicht, aber ich sag's mal anders. Ich glaube, ich bin selber aufgewachsen mit einem Verständnis, dass man ganz klar trennen muss zwischen Schöpfer und Geschöpf, zwischen Natur und Kultur, also so ein sehr dualistisches Denken. Und da setzt du ganz am Anfang an und sagst, na, nein.
Zwischen Schöpfer und Geschöpft, das musst du mir gleich erklären, was du damit meinst. Das würde ich nicht sagen, dass ich das aufhebe. Aber wo ich halt ganz klar den Schnitt setze, ist beim Natur- und Schöpfungsverständnis.
Also was ist Natur und was ist Schöpfung? Also ich muss auch ehrlich sagen, ich grenze mich ja an ganz vielen Stellen von klassischen Themen ab, die man behandelt, wenn man meint, dass man über das Klima redet oder so Nachhaltigkeit und solche Sachen oder dass man irgendwie besonders naturverbunden wäre. Und dann an ganz vielen Stellen sage ich dann so Stopp, das ist schon sehr romantisierend, was wir da hier machen.
Und dazu gehört eben unser Naturverständnis, dass wir meinen, wenn wir in den Wald gehen, werden wir in der Natur. Und wenn wir eben in Düsseldorf im Stau stehen, werden wir es nicht. Und das ist eher gerade andersrum. Also wenn das, was dahinter ja steckt, wäre so ein Verständnis von unberührter Natur. Die haben wir in Europa irgendwo ganz an den Osträndern noch. Gibt es sowas, was ich Urwald nennen darf. Aber das ist wirklich ganz, ganz wenig.
Das, was im Wald da ist, das ist ein bewirtschaftetes, das ist wie ein Acker. Also das ist bewirtschaftete Fläche. Die ist angelegt, da werden Wege durchgezogen, da ist Fläche damit auch versiegelt und so weiter und so fort. Das ist nicht unberührte Natur.
Und wenn wir dann einfach erstmal überlegen, was ist denn da Natur und was ist Schöpfung, dann muss ich doch sagen, also Gott hat ja auch das geschaffen, also hat unseren Verstand geschaffen, hat geschaffen, dass wir Menschen Zivilisation machen können, hat geschaffen, dass wir auch Bullshit damit machen können. Und dann ist, wie gesagt, der Stau in Düsseldorf auch Schöpfung und eben auch Natur. Und wir Menschen sind Teil der Schöpfung und Teil der Natur.
Es ist ja auch immer so, wir müssen jetzt das Klima retten. Nee, wir müssen uns Menschen retten, indem wir unsere Lebensgrundlagen retten. Also der Dualismus ist auch noch ganz, ganz wichtig. Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, steht nirgends in der Bibel. Warum würdest du sagen, ist das wichtig zu verstehen, um dieses ganze Thema Klimakatastrophe vernünftig angehen zu können? Damit wir wirklich darüber reden können, worum es eigentlich geht.
Es geht nicht darum, dass ich eine Waldretrette mache oder irgendeinen Baum umarme, sondern es geht darum, Politik zu machen. Es geht darum, aktiv zu werden und nicht irgendwelche spirituellen Dinge da zu tun. Und gleichzeitig ist spirituell wieder so ein Begriff. Also das kommt ja dann in meinem Kapitel über Gebet, dass ich eben sage, eine meiner spirituellsten Erfahrungen war es, mich auf die Straße zu setzen, wo ich das nicht durfte.
Also genau. Und das ist ja dieses Denken von ich gehe in die Natur, also gehe ich in den Wald raus. Jetzt muss ich ein bisschen auffassen, weil ich ein bisschen gegen Heikos Artikel rede, aber der hat so viele andere gute Gedanken. Das wird er mir hoffentlich so sein. Wobei ich auch spannend finde, was er beschreibt, was er im Wald erlebt. Das sind schon auch Sachen, die uns glaube ich wiederum helfen können.
Und ich glaube, er kann damit leben, dass wir da ein bisschen reiben und gleichzeitig dadurch eine Ganzheitlichkeit aufmachen. Aber wenn ich in die Natur gehe, dann suche ich ja Abstand von dem, was ich eigentlich im Alltag habe. Aber wenn wir diese Welt, also diese Welt retten ist immer so ein hoher Anspruch, aber wenn wir unsere Lebensgrundlagen retten wollen, dann müssen wir dahin gehen,
wo wir leben und nicht davor fliehen. Ja. Also ich glaube, man kann sagen, Heiko hat eine Burnout-Geschichte, das erzählt er auch im Buch und auch in seinen Blogs und so weiter, das kann man nachvollziehen. Und er schreibt dann, dass er im Wald ein ganzes Stück Heilung erfahren hat. Genau. Und das darf er auch. Ich habe diese Reibung schon gemerkt, als ich seinen Beitrag dann gelesen habe und habe aber gedacht, nee, das ist schon okay.
Dafür sind Gastbeiträge ja auch da, dass man miteinander da in Dialog kommt. Und ich glaube auch nicht, dass Heiko es so einseitig sieht, wie mir das zumindest an anderen Stellen begegnet. Also, ich habe den Eindruck gehabt, als ich die ersten Kapitel vor allen Dingen gelesen habe, dass du da viele von den wichtigen Stichworten einbringst, die in dem ganzen Klimadiskurs eine Rolle spielen. Ich habe mich gefragt, wie du das einschätzt.
Ist es momentan so eine Sache, dass die Leute diese Informationen nicht haben? Glaubt man das nicht? Oder glaubt man es vielleicht doch und verdrängt es? Wie schätzt du das gerade ein? Oder vielleicht auch noch anders gedacht, wenn du jetzt auf Lesungen gehst und so weiter. Vielleicht hast du dann natürlich viele Leute, die dir wohlgesonnen sind und so weiter. Aber mit was für einer Haltung gehst du an die Zuhörerschaft dran?
Würdest du da sagen, hier, dir fehlen Infos, ich gebe dir die Infos oder ist das mehr so, du glaubst es nicht, aber es ist trotzdem wahr? Oder willst du die Leute nochmal darauf hinweisen und willst dir sagen, hier, übrigens, du willst es nicht wahrhaben, aber hier, denk drüber nach. Also es ist schon breit aufgestellt. Also man kann, Lesung, Stichwort, ich habe noch nicht die Erfahrung. Morgen startet quasi meine Leseaktivität, der Release-Party.
Also heute, wenn ihr das hört. Genau, heute, wenn ihr das hört. Morgen werden wir aufzeichnen. Genau, ich bin nicht dabei, irgendwelche Klimaleugner bekehren zu wollen, weil hoffnungsloses Terrain. Ich glaube auch nicht, dass ich, also ich bin auch nicht jetzt so, dass ich sage, Leute, ihr müsst das doch endlich mal hingucken.
Also wir haben es sehr viel mit Verdrängung zu tun. Also dafür empfehle ich auch im Buch die Psychologists for Future, die haben tolle Bücher dazu geschrieben, warum das so ist, warum unsere Psyche das macht, was da so vorgeht in uns.
Und das, aber das auch mal den Leuten zuzusprechen und zu sagen, deine Psyche macht das gerade mit dir und wir können das gar nicht, diesen Dauerkrisenmodus, das schaffen wir gar nicht, deswegen auch mal zu sagen, das ist auch normal, dass du das machst, jetzt kannst du gucken, wie du damit umgehst, und tatsächlich an manchen Stellen ist es schon ein Informieren, weil ich doch an manchen Stellen das Gefühl habe, Dinge sind Leuten nicht bewusst.
Also gerade so die Frage, was will eigentlich die Klimabewegung und wollen die mir jetzt alles wegnehmen oder worum geht es eigentlich, was sind die Hebel, die wirklich was bewirken und welche Hebel bewirken auch Gornischt. Und da bist du wahrscheinlich nicht das Publikum, weil du wahrscheinlich viel von dem schon wusstest, was ich da so erzähle und so droppe.
Genau, aber ich glaube tatsächlich, es gibt Leute, die einfach da bewegt sind und sagen, mich nimmt es mit und ich habe so ein Ohnmachtsgefühl und ich versuche gegen dieses Ohnmachtsgefühl auch ein bisschen anzuschreiben. Und zum Beispiel eine Sache, die schon so aus meiner Erfahrung, also ich habe hier schon ein paar Workshops und sowas gemacht, aus meiner Erfahrung kommt, war zum Beispiel so diese, warum ist jetzt der Gedanke weggeflogen?
Ach ja, genau, die Frage nach der Hoffnung. kommt, immer. Hast du noch Hoffnung? Was ist deine Hoffnung? Du bist doch Christ, du musst Hoffnung haben und so. Und da mich auch ein bisschen freizuschreiben und eben das, was mir dann oft nicht einfällt bei den Workshops, dann mal einfach aufgeschrieben zu haben. Also dann fällt es mir nämlich beim nächsten Workshop wieder ein, darauf dann Antworten zu geben und zu sagen, die Hoffnungsfrage ist die falsche
Frage. Wir müssen uns gerade andere Fragen stellen. Also zum Beispiel die nach Mut oder sowas. Das finde ich spannend. Also wie, also wenn ich jetzt sagen würde, Oder was gibt dir Hoffnung? Dann würdest du sagen, falsche Frage. Das war jetzt eine sehr verkürzte Antwort, aber tatsächlich tue ich mir schwer, von Hoffnung zu reden. Weil ich würde erst mal sagen, es gibt keine Hoffnung. Die Realität ist, wir laufen mindestens auf drei Grad Erderwärmung zu und das ist nicht schön.
Wahrscheinlich werden es eher mehr. Wir tun nämlich nichts dagegen oder also wir tun was dagegen. Ich möchte jetzt gerade allen WissenschaftlerInnen, die gerade daran arbeiten, dass wir das Ding noch rocken, nicht zu nahe treten. Aber die Politik und so weiter, Lobbyismus arbeitet dagegen. Also es sieht einfach nicht gut aus. Punkt.
So. Und dann kannst du aber drüber reden. Dann kannst du nämlich genau über diese WissenschaftlerInnen reden, kannst sagen, wir haben eigentlich Lösungen, die müsste man umsetzen. Dafür brauchen wir soziale Kipppunkte, also dass Menschen Druck ausüben, damit sich was bewegt in Gesellschaften. Transformationen von Gesellschaften sind gar nicht so einfach. Und das kann einem Hoffnung machen, dass man sagt, wir wissen,
dass es soziale Kipppunkte gibt. Wir wissen, dass andere Bewegungen schon Sachen gerockt haben. So was. Oder eben zu sagen, selbst wenn ich keine Hoffnung habe, kann ich mir Gedanken darüber machen, was für ein Mensch ich sein will in einer Welt, die ziemlich hoffnungslos aussieht.
Also mein Beispiel ist dann immer, was für ein Mensch will ich sein, wenn wir alle an der einzigen Wasserpumpe anstehen, wo es noch gesundes Wasser gibt, und hinter mir die Familie ist mit den fünf Kindern und auf der anderen Seite die Rowdies kommen, die jetzt hier dieses Anstehen komplett sprengen wollen. Wer bin ich dann in diesem Konglomerat? Aber tatsächlich finde ich es schwierig, über Hoffnung zu reden.
Und ich glaube tatsächlich auch, dass die Veränderungen, die wir brauchen, Und die brauchen einfach, dass Leute hingehen und mutig sind und sich hinstellen gegen Mächte, die in der Politik herrschen und gerade den Ton angeben. Beißt sich das nicht mit der christlichen Botschaft? Ich glaube nicht. Also ich glaube, das Problem ist eher, dass wir im christlichen Bereich die Hoffnung sehr, sehr, sehr oberflächlich gemacht haben.
Und das, was wir, also das, was dann eingefordert wird von mir als Hoffnung, das ist ja eigentlich nur so, dass ich sage, ja, Jesus hat die Welt gerettet, also müssen wir es nicht mehr tun oder sowas. Also ich weiß es nicht, ich unterstelle jetzt den Leuten was. Und das greift einfach zu kurz in der jetzigen Situation. Meine Hoffnung ist dann eher etwas, also was ich zutiefst biblisch finde, zu sagen, ich glaube ja, dass Gott hier irgendwie wirkt.
Und ich weiß zwar nicht, was er hier tut, aber ich glaube, dass er da ist und ich glaube, dass er möchte, dass, also wieder die Frage am Wasserbrunnen, ich glaube, dass er möchte, dass durch mich Gerechtigkeit da ist und sein Reich strahlt. Und ich glaube schon, dass einem das auch Hoffnung geben kann, aber eben nicht so eine Hoffnung mit der Kitschpostkarte und dem Wasserfall drauf.
Ich frage das auch deswegen, weil mein Eindruck ist, dass zumindest weite Teile von gängigen christlichen Narrativen. Und gegen Klima, Umweltschutz und so weiter arbeiten können. Also wenn man sich hinstellt und sagt, ja, ich glaube sowieso, dass unsere Heimat im Himmel ist, da schreibst du auch ein bisschen was drüber. Oder wenn ich glaube, ja, am Ende muss Gott das sowieso richten.
Oder wenn ich sage, mit so einer gewissen Eskatologie, wo es dann heißt, der Karren muss sowieso erstmal richtig in den Dreck und dann macht Gott alles neu. Also da gibt es ja verschiedene Narrative, die, sag ich mal, wenig hilfreich sind. Wie gehst du damit um? Also ich muss sagen, tatsächlich bin ich bisher davon verschont geblieben, dass irgendjemand kam und gesagt hat, diese Erde ist doch eh nur eine Durchgangsstation.
Also das ist so das Karikierte und ich glaube, es gibt da draußen ChristInnen, die das so sehen. Mir ist das in meinem Leben, wenn es hochkommt, einmal begegnet, aber selbst die Situation, würde ich sagen, war nicht ganz so eindeutig. Und ja, das stimmt. Eben Hoffnungsszenarien lassen sich so auslegen.
Und tatsächlich schreibe ich dazu was ganz am Ende, dass ich eben sage, wenn wir genau die Bibel lesen, dann ist das eben nicht so, dass wir irgendwo hintransferiert werden in eine neue Welt Gottes, sondern man kann die Bibel auch so lesen, dass man merkt, Gott kommt auf diese Welt und verwandelt sie und Gottes Reich blüht schon längst unter uns und wird vollendet dann, aber ist eben hier auf der Erde. Also Jerusalem kommt aus dem Himmel herab. Es ist nichts, was wir irgendwo hin gebeamt werden.
Und deswegen, also da würde ich dann schon sehr biblisch argumentieren und sagen, nee, ist nicht, wir sollten schon auf diese Erde aufpassen. Dass man sie dann erneuern kann, ja, aber es wird trotzdem diese Erde sein. Wie er das macht, keine Ahnung. Aber allein, dass Gott diese Erde für so wertvoll hält, dass er hier kommt und hier sein Reich baut, Heißt doch, wir sollten auf diese Erde aufpassen.
Genau, aber ist das nicht so ein bisschen dieses Narrativ oder zumindest das, was viele daraus hören könnten? Klimakrise ist eine hoffnungslose Sache und gerade deswegen brauchen wir Gott, der das am Ende für uns rockt, weil es ist ja ganz klar, wir werden das hier nicht rocken können. Und deswegen, wenn es dann Leute gibt, die verzweifelt da sich einsetzen und irgendwie das Schlimmste verhindern wollen, dann wäre die Botschaft für die da...
Halt nicht, chillt mal, lernt Gott kennen und dann werdet ihr Frieden empfangen, weil ihr wisst, ihr könnt es sowieso nicht und am Ende wird es Gott machen. So arbeitet Gott nicht. Also immer, wenn du in der Bibel liest, ist es nie so, dass Gott sagt, hier chill mal, ich kümmere mich. Es ist vielmehr so, also da gibt es sogar einen theologischen Fachbegriff für.
Es gibt Freunde von mir, die feiern das jetzt ab, weil das wäre mein geheimes Schlusswort bei Allesgesagt, wenn ich da mal eingeladen werde. Das ist die theonome Reziprozität. Ja, Seite 29. Auf jeden Fall ist, also Gott arbeitet so, dass er sagt, wir machen das zusammen. Das ist Reziprozität Wechselwirkung. Und zwar in allen, also es kommt eigentlich aus der Homiletik. Da geht es darum, bereite ich mich auf eine Predigt vor oder macht das der Heilige Geist?
Und dann ist die Reziprozität beide. Wenn du den Geist nicht hast und nicht dafür betest, ist es scheiße. dann kannst du dich noch so gut vorbereitet haben. Und wenn du dich aber nicht vorbereitest, ist es auch scheiße, dann kann der Geist auch fast nichts mehr machen. Und Theonom heißt dann noch, dass es auf Gott ausgerichtet ist. Also dass Gott die Fäden in der Hand hält. Aber er macht es eben nicht ohne die Reziprozität.
Und eben er macht es nicht ohne uns. Und ich habe das jetzt quasi wie den Begriff erklärt, aber man findet es genauso in der Bibel. Gott beruft Propheten. Gott benutzt Maria, um seinen größten Heilsplan zu machen. Das ist ja auch immer so lustig. Er nimmt ja immer Leute, die nichts zählen in der Welt und richtet die dann auf und wirkt durch die sein Reich. Ja, ich kann das gut hören. Das wäre jetzt ein Begriff. Ich weiß gar nicht, in der Prozesstheologie, wie würde man das da sagen?
Da würde man sagen, Gott handelt nicht unilateral. Einseitig für alle die, die keine Fremdwörter können. Ja, das stimmt. So, also da, das ist glaube ich, da kann ich gut anknüpfen. Ich merke halt, dass. Es zieht halt in christlichen Kreisen häufig noch nicht so. Also die Christen sind nicht die ersten, die bei Fridays for Future vorne stehen oder die bei Greenpeace oder was weiß ich.
Und ich glaube, dass dein Buch da sehr, sehr gute Anknüpfungspunkte bringt, aber Aber ich merke, ich habe da Befindlichkeiten. Wie geht es denn dir damit, wenn du in die Christenwelt gehst? Thema Klima, dir das anguckst. Ja, es ist total schade. Also das geht von Fremdscham über sonst wie. Also da plaudere ich ja auch ein bisschen drüber, wenn ich in den politischen Kreisen unterwegs bin, wie da Kirche gesehen wird.
Das ist also das ist gruselig. Also meine linken Freunde sagen, wir brauchen die Kirche nicht. Ja, wobei wir brauchen nicht, stimmt nicht. Weil tatsächlich die Kirche eine große Rolle spielen könnte, wenn sie es tun würde. Es gibt immer mal wieder von oben richtig coole Sachen, Verlautbarung. Der Kirchentag hat jetzt, also es ist jetzt Antifaschismus, aber es ist ja genauso wichtig, hat jetzt verlautbaren lassen, dass ein Verbot der AfD geprüft werden soll und so weiter.
Das gibt es schon immer, aber so wenn du an die Basis gehst, dann wird es immer dünner. Und halt, es ist oft Glückssache, ob du gerade irgendwelche Pfarrpersonen hast, die irgendwie sich engagieren und die die Gemeinde mitziehen, ob du Leute in der Gemeinde hast. Ich erlebe jetzt gerade, dass sich bei einer Lesung eher ausgebremst wird, Weil ob man mich will und so ist nicht so ganz klar.
Also es ist so, es ist von sehr vielen Faktoren abhängig und tatsächlich habe ich leider in meiner aktiven Zeit und auch jetzt noch eher so Sachen erlebt, wo ich mich mehr für schäme. Also gerade auf großen Demos, da redet ja dann doch irgendwie immer noch ein Kirchenvertreter und du merkst halt einfach, die haben keine Ahnung, wovon sie reden und wollen dann irgendwie noch was Salbungsvolles sagen und alle, die nicht kirchlich sind, gucken sich nur an, so was will der.
Ja, also der Standard ist auch, dass wenn man in so Vorbereitungsgremien für eine Demo oder sowas ist, dass sich am Schluss immer nochmal der Kirchenvertreter, die Vertreterin meldet und sagt, ja, aber also müssen wir denn immer gegen alles sein? Können wir nicht mal für etwas sein? Wo man einfach so merkt, es geht nicht mehr um die Sache, es geht nur noch um Sprachhülsen. Und ja, da täte uns tatsächlich eine gute Informiertheit mal richtig gut.
Ja, ich habe den Eindruck, Kirche ist auch busy mit sich selbst gerade beschäftigt. Das ist vielleicht ein Thema. Und auch damit, das sind ja mega krasse Parallelen, das habe ich jetzt in dem Buch nicht so krass, da habe ich mal für Fresh X einen Artikel zugeschrieben, Parallelen von der Klimakatastrophe zu den Problemen in der Kirche.
Und also von, dass wir eine Riesentransformation machen müssen und halt in der Kirche auch noch so nebenbei irgendwie, über dass die Ehrenamtlichen ausbrennen, dass also so genau die Themen sind irgendwie alle gleich, aber halt bei der Kirche geht es halt nie um irgendwas außerhalb ihrer Mauern. Es dreht sich um sich selbst. Ja, ja.
Und für mich eine der Sachen, die damit am entscheidendsten sind, setze ich mich vielleicht jetzt auch in die Nesseln, aber ich sage es trotzdem, ich glaube, dass ein Problem ist, dass Kirche so vom Selbstverständnis her oder von dem, wie man es kennengelernt hat, wie man es gewohnt ist, häufiger eher so einen bewahrenden Charakter hat in dem Sinn. Wir machen das, was wir hier machen, schon sehr, sehr lange und es hätte noch immer Jut gegangen.
Und Kirche ist so der Ort, wo du vielleicht nochmal das Gefühl bekommst, dass die Dinge gleich bleiben können. Kirche ist eben nicht der Ort, wo du hingehst und erlebst. Eigentlich muss sehr, sehr viel anders werden. Ich setze unter meine Posts gerade immer, also wenn ich einlade, irgendwas zur Buchlesung und so, kommt natürlich Hashtag ausgeschöpft, aber auch immer der Hashtag Change is coming.
Das war bei meinen Fridays for Future ein Plakat, ein richtig schönes, buntes Plakat, das ich sehr geliebt habe. Und das war für mich so die Essenz. Also die Veränderung kommt, egal wie konservativ du bist. Die Welt verändert sich. Die Frage ist, wie viel gestaltest du mit? Und tatsächlich ist ja eigentlich Klimaschutz konservativ hoch drei. Wir wollen unsere Lebensgrundlagen bewahren. Wir wollen, dass es so bleibt. Aber halt, wir wissen, dass es nicht wird, wenn wir nicht was verändern.
Das ist so ein bisschen widersprüchlich, aber ich glaube, es ist klar. Okay, ich glaube, es gibt viele Hürden. Wir haben jetzt auch schon einiges über die Herausforderungen gesprochen. In deinem Buch gibt es aber auch eine Menge Ressourcen, beziehungsweise auch Dinge, wo Glaube und Einsatz für Klimagerechtigkeit, für den Schutz der Welt, wo da aus dieser Synergie eigentlich sehr positive Dinge entstehen können. Und da habe ich gedacht, das ist bei dir ja sehr, sehr breit.
Also du bringst von Martin Luther King, Sarah Witscherer macht was über Gerechtigkeit. Später, ich fand genau die Kapitel über Gebet, Wirkmacht fand ich ein ganz tolles Kapitel. Meine Frage wäre, was ist denn für dich persönlich eigentlich das, wo du sagst, Glaube und der Einsatz für Klima, das funktioniert für mich deswegen, weil? Also eine Frage, über die ich noch nicht so gut nachgedacht habe.
Ich glaube tatsächlich, der Gemeinschaftsaspekt ist für mich ein essentieller, der a. Die Parallelität hat, also dass ich Gemeinschaft erlebt habe in Kirchenkontexten und zwar wirklich gute Gemeinschaft. Also ich rede von der 14-jährigen Anna, die wirklich nicht mehr in die Schule gehen wollte, weil sie da nicht klarkam und dann auf einmal in christlicher Jugendarbeit gelandet ist und auf einmal erlebt hat, dass Menschen sich freuen, weil sie kommt.
Und das zieht sich durch bis heute. Also eine Freundschaft wie die zu Heiko, Grüße gehen raus und so weiter. Also dieses da zu merken, wir müssen diese Herausforderungen zusammen meistern und dieses Zusammen gibt einem mega Energie und das passiert halt in der Klima-, in der Aktivismus-Bubble sowieso. Und gleichzeitig da, wo es knirscht, merkt man dann ja auch, welche Fundamente man hat. Und da kommt natürlich hinzu, die Aktivismus-Bubbles sind immer sehr schnelllebig.
Das heißt, die sind nicht gut konfliktfähig. Und ich glaube, da können wir tatsächlich voneinander sehr viel lernen. Und das geht sogar so weit, nicht nur, dass Kirche mit Gemeinschaft sehr viel Erfahrung hat, sondern dass es halt wirklich auch zutiefst biblische Themen dann reinkommen. Also deswegen, ich habe so viel, also meine schmerzhaftesten Kapitel waren die zu Sünde und Schuld und Vergebung und sowas. Die waren mir mega wichtig. Und ich habe gemerkt, ich kriege sie nicht 100 Prozent
on point. Ich hoffe, es ist inzwischen gut geworden. Da habe ich wirklich mehrfach angesetzt, mehrere Texte dann kombiniert und so. Aber weil ich denke, das sind diese Kernthemen von unserem Glauben und die brauchen wir, die werden wir in Zukunft brauchen, weil die Schuldfrage, die wird hammermäßig im Raum stehen. Warum haben wir uns das eingebrockt? Warum brocken wir das den anderen Generationen ein? Und so weiter.
Und dann eben auch noch über die Schuldfrage hinausgehen zu können und vergeben zu können, das wird eine Mammutaufgabe. Gleichzeitig auch mit, also da habe ich tatsächlich bei dir ein bisschen gespickert. Gleichzeitig.
Ich glaube, ich habe dich nicht zitiert, aber ich habe so deine Gedankengänge mir sehr gut nochmal reingezogen, weil du ja eben auch von der billigen Vergebung so einigermaßen sprichst also so dieses man sagt schnell oh Entschuldigung und dann ist gut und eben dass so Vergebung nicht funktioniert und das ist ja auch zutiefst theologisch und biblisch und das ist glaube ich also genau von der Gemeinschaft ausgehend kommen dann diese ganzen theologischen Themen mit rein,
Ich glaube, es wird ja auch wichtig, dass sowas überhaupt zur Sprache kommt. Also wenn es darüber keine Diskurse gibt, also jetzt auch und auch natürlich später, dann, also was ist dann die Alternative? Also die Dinge sind ja da, die schwelen im Untergrund, die Schere zwischen Arm und Reich oder man kann dann wahrscheinlich sagen, die Menschen, die sich die Folgen des Klimawandels noch am ehesten leisten können und diejenigen, für die es schwierig wird.
So diese Themen sind ja da. Und wenn das nicht an die Oberfläche kommt, auch schwierig. Also da sind, glaube ich, auch sehr, sehr große Themen drin, wo das Christentum zumindest einen Sprachfundus einbringen kann. Magst du noch mal ein bisschen was dazu erzählen? Du hast dieses Wirkmacht-Ding. Was verstehst du unter Wirkmacht und wie spielt das damit rein? Das ist jetzt echt spannend. Also ich habe nicht mehr jedes Kapitel aktiv drauf, aber ich kann dir was zu Wirkmacht erzählen.
Ich kann auch sonst mal zwei Zitate vorlesen. Also ich weiß, dass ich mit dem Bild einsteige, dass es einen Unterschied macht, ob ich im Stau stehe im Bus oder ob ich den Bus vorpasse, weil ich zu spät losgelaufen bin. Genau, und ich lese mal vor, das ist kurz danach, glaube ich, da steht dann, umso überraschender ist, dass genau diejenigen, die die Klimakatastrophe ernst nehmen, eben nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern etwas tun.
So, dann zählt es ein paar auf und dann ein bisschen später kommt, auch hier ist Wirkmacht, das Zauberwort, das Gefühl, dass ich etwas tun kann, was wirklich einen Unterschied macht. Das hat mir sehr gut gefallen. Das ist tatsächlich auch nochmal zur Hoffnung zurückgreifend. Also das ist ja auch ein Hoffnungsgeber, etwas zu tun, was wirklich was bewegt.
Genau, aber vielleicht ganz kurz. Ich glaube, dass der große Unterschied eben ist, oder kannst du ja vielleicht auch mal erklären, wie würdest du das? Ich glaube, es ist ja eben nicht dieses Hoffnung im Sinne von, ich habe eine Glaubensüberzeugung, dass Gott irgendetwas für mich macht, wo ich mich überfordert fühle oder wo ich glaube, das kriegen wir sowieso nicht hin.
Oder wo ich vielleicht auch glaube, theologisch ist das überhaupt gar nicht sinnvoll, sondern wir sollten vielleicht mehr Menschen retten, die Seelen in den Himmel, was weiß ich. Die sollen sich alle bekehren und Klima, naja, ist halt wie es ist. Sondern dieses Wirkmacht, das ist ja etwas, da kommt doch dieses, wie nennt sich das? Theonome Reziprozität kommt da rein. Genau, das kommt doch genau da rein.
Du kommst ins Handeln und das ist das, was eigentlich dann eine Veränderung auch in dir selbst, in der eigenen Haltung macht. Du kommst aus der Ohnmacht raus. Genau. Und also das ist ja, das ist jede Berufung, wenn man es theologisch sehen will, ist ja so dieses, boah, also immer mit Ehre noch verbunden und boah, ich darf was machen, Gott will mich dabei haben, ich gehöre dazu.
Genau. Und dann ist eben Wirkmacht dieses, wenn ich eben zum Bus gerannt bin, dann weiß ich, okay, ich hatte es in der Hand. Ich hätte früher losgehen können, dann hätte ich den Bus noch erwischt. Während wenn ich in einem verspäteten Zug oder Bus sitze, der im Stau steht, der wie auch immer, dann kann ich nichts tun. Dann ist diese Ohnmacht da. Dann ist einfach so ein, ich bin jetzt den Umständen ausgeliefert.
Und das ist tatsächlich die Aktivismus-Erfahrung, sich zu weigern, den Umständen ausgeliefert zu sein. Ich würde nicht mal sagen, man ist auch unterschiedlich vom Gefühl her, wie wirkmächtig man gerade ist. Das kommt auch immer so ein bisschen darauf an, was gerade passiert. Aber eben zu wissen, ich tue was. Wir wissen auch nicht immer im Aktivismus, ob das genau jetzt das 100% Richtige ist. Aber wir wissen, nichts tun wäre auf jeden Fall falsch.
Und wir wissen auch, also, und je mehr du dich damit auseinandersetzt, also es ist auch jetzt nicht so, dass wir völlig ins Blaue laufen. Das ist auch immer so ein spannender Funfact, den Leute nicht wissen. Die Klimabewegung guckt sich immer an, wie haben früher andere Transformationsprozesse stattgefunden.
Was hat gut gewirkt und was nicht? Da gibt es also ein Buch zu, was jeder Aktivist, die einmal gelesen hat, das ist ein Uprising, das ist ein Aufstand, ist ein Verweis im Buch drin, wo man das findet. Die gehen einfach unterschiedlichste Bewegungen durch und sagen, das ist das Learning daraus, also das berühmteste St. Martin Luther King, aber eben auch die friedliche Revolution und so weiter und darauf fußt dann, was in der Aktivistibubble gemacht wird.
Aber natürlich, du weißt es nicht, ob es wirklich was bringt, aber je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr weißt du, okay, das muss ich jetzt nicht zwingend machen, aber das kann ich machen und das ist wirklich das, was hilft. Also mein Beispiel für das muss ich jetzt nicht zwingend machen, ist das Wachstuch.
Ich spoiler an der Stelle mal, ich benutze Wachstücher, ich benutze sie super gerne, ich finde sie mega praktisch, aber ich weiß, dieses Wachstuch, im Gegensatz zur Klarsichtfolie, wird jetzt nicht die Welt retten. Aber ich weiß, dass wenn ich Aufmerksamkeit generiere für die Klimakatastrophe und eben stellvertretend für alle die, die sie verdrängen, sie immer wieder ins Gedächtnis rufe, dann bewirke ich was.
Also es ist ja, gar nicht lange her kam eine Studie raus, dass die letzte Generation für mehr Aufmerksamkeit für die Klimakatastrophe gesorgt hat. Was uns ja immer vorgeworfen wurde, dass wir das ja gar nicht machen, dass ja alle immer nur über uns reden, aber nicht mehr über das Klima. Aber das stimmt nicht. Also es wurde erwiesen, dass mit unseren Protesten das Thema Gewicht bekommen hat. Und jetzt, wo es nicht mehr so stark in den Medien sind, das Thema auch an Gewicht verliert.
Also es ist ja auch immer, dass wir eben, also das ist ja das große Ding. Letzte Generation sagt, wir in der Klimawandel sind zuständig für die Aufmerksamkeit. Es gibt ganz viele andere, die brauchen wir auch. Also wir brauchen uns gegenseitig in der Klimawandel. Wir brauchen die WissenschaftlerInnen, die alternative Möglichkeiten entwickeln. Wir brauchen die PolitikerInnen, die wirklich mit Herzen dabei sind und so weiter. Und wir als Letzte Generation sagen, wir generieren Aufmerksamkeit.
Und das haben wir relativ gut gemacht. Und das ist zum Beispiel auch der Grund, warum für mich ein Gerichtsverfahren nicht zwingend nur ist, Ich möchte jetzt unbedingt einen Freispruch erwirken, sondern ein Gerichtsverfahren, da produziere ich ein Reel dazu, das wird dann von der letzten Generation geteilt. Da überlege ich mir sehr gut, was ich der Richterin erzähle im Gerichtssaal.
Also kann man übrigens nachlesen, was ich ihr nicht erzählen durfte, weil ich kein Schlusswort hatte und so weiter und so fort. Und das sind alles Dinge, wo ich merke, ich kann was bewegen. Jetzt mal, also interessiert mich einfach, wenn die letzte Generation für Aufmerksamkeit gesorgt hat und das Thema dadurch stärker im Mittelpunkt war, was glaubst du, warum ist das am Ende, warum hat das nicht eingezahlt, zum Beispiel auf die Grünen, auf die Wahlergebnisse bei den Grünen?
Ich habe nicht Grün gewählt. Also ich verstehe diese Partei nicht. Es tut mir was. Also ich habe sehr viel Hoffnung. Ich glaube, also das ist jetzt, ich bin keine Politologin und so. Aber einfach deine Meinung. In meiner polemischen Meinung ist Robert Habeck schuld. Also weil Robert Habeck vertritt den Realo-Flügel der Grünen und der hat sich so in den Vordergrund gebracht. Ich weiß auch nicht, was da passiert ist. Dafür bin ich zu wenig drin.
Aber es ist schon sehr eindeutig gewesen, dass da auch Dinge über den Haufen geworfen wurden, die bisher immer Standard bei den Grünen waren. Also Team Habeck fand ich gruselig, weil einfach dieser Alleingang, das ist nicht grün, grün ist Basisdemokratie, deswegen immer Doppelspitze und solche Dinge.
Und Robert Habeck steht einfach, also der hat mir vor laufender RTL-Kamera ins Gesicht gesagt, dass es richtig ist, dass ich bei den Grünen ausgetreten bin, weil ich bei der letzten Generation war damals. Und dass er damit nicht die Stimmen der Klimabubble kriegt, ist hoch. Ich glaube, er hat ja auch die Stimmen verloren, die für eine offene... Migrationspolitik sind. Die Stimmen hat er dann an die Linken verloren. Genau, also uns hat er ja auch an die Linken zum Großteil verloren.
Wobei wir natürlich alle mit Bauchschmerzen auch die Linke wählen, weil die Friedenspolitik der Linken einfach nicht geht. Aber es ist auch nicht nur, Robert. Also das war jetzt meine polemische Haltung. Jetzt kommt meine etwas noch ernstere Haltung. Haltung ist natürlich, wir haben ein Populismusproblem in Deutschland und Populisten haben eine Riesenmacht. Also hätte ich ein Kapitel über Dämonen geschrieben, dann hätte ich über Populismus geschrieben.
Also es hat was sehr Dämonisches. Und für die letzte Generation ist es Wumpe, wenn die den Hass auf uns gießen. Natürlich in dem Moment, wo es an unser Leben geht und wo wir mit Gewalt bedroht werden oder so, ist es nicht mehr Wumpe. Aber wenn die uns einfach nur haten. Also die Leute, die unter meine Reels geschrieben haben, dass meine Friseurin furchtbar ist, da kann ich drüber stehen. Also da kann ich sagen, wenn man keine Argumente mehr hat, redet man über Äußerlichkeiten. Check.
Aber natürlich muss eine Partei gucken, dass sie Stimmen generiert und das unterscheidet eine Klimabewegung von einer Partei. Was übrigens auch der Grund ist, warum ich das mit diesem Parteidingen zur Europawahl der letzten Generation sehr seltsam fand. Aber das ist so eine Randerscheinung. Jetzt, also vielleicht, ich hake trotzdem nochmal nach, weil ich bin mir unsicher.
Ich hatte den Eindruck, dass was Robert Habeck versucht hat, war eben die Grundüberzeugung der Grünen, so weit wie es irgendwie geht, aufs Spiel zu setzen, um anschlussfähig zu sein für Schwarz-Grün. Und dann die Möglichkeit zu haben, möglichst viel an grüner Identität schon noch in die Politik einbringen zu können.
Das wäre ja die Realo-Variante. So, während die andere Schiene, die hätte halt dazu geführt, dass wahrscheinlich die Linke, weiß nicht, vielleicht, also hätten die Grünen jetzt eine stärkere Profil-Links-Grüne-Version verkauft, Dann hätte man eine sehr starke Abgrenzung oder noch stärkere Abgrenzung zur CDU gehabt. Und wahrscheinlich wäre eben diese Millionen oder zwei Millionen Menschen, die jetzt die Linke gewählt haben, wären möglicherweise doch noch irgendwie bei den Grünen geblieben.
Dann wäre, weiß nicht, vielleicht wäre die Linke reingekommen, vielleicht auch nicht. Aber jedenfalls wäre ja dadurch der Block, der progressive Block in Deutschland wäre ja nicht größer geworden. Wie siehst du das? Ja, das ist hier feinpolitische Analysen. Wo ich dich mal da habe? Also es ist immer ein Hetschehetsche, was wäre wenn und so.
Also natürlich war am Schluss einfach klar, wenn wir jetzt Linke reinkloppen, dann haben wir da nochmal, also einfach auch im Verhältnis viel mehr Sitze, als wir da an Stimmen der Linken gegeben haben. Das war am Schluss einfach dann wirklich diese Entscheidung auch zu sagen, hier Linke, ab rein mit euch. In der Opposition seid ihr super gut aufgehoben. Wobei ich auch sagen muss, ich habe ja in einem linke-regierten Bundesland gelebt
und habe da nicht schlecht gelebt. Das möchte ich auch mal hier kurz sagen. Kuscheln mit der CDU ist nie gut. Also ich erinnere mich auch noch sehr stark an die Zeit, wo ich eben gerade auf dem Absprung war von den Grünen. Das haben wir im letzten Podcast, glaube ich, schon hoch und runter gehandelt. Das war ja Lützerath, was bei mir einfach den Exitus gemacht hat. Und also es ist einfach, also ich bin in einem grünen Elternhaus aufgewachsen.
Ich komme nicht aus einem christlichen Elternhaus. Das ist sehr spannend, aber aus dem Grünen. Und diese Identität entdecke ich eigentlich wieder und merke aber, dass diese Identität halt von den Grünen selber immer wieder verraten wird. Also das fängt bei Lützerath an, das geht über eben die Asylpolitik, dass ich erkenne das nicht wieder, worin ich erzogen wurde. Und das ist, glaube ich, kein guter Plan. Und Politik, also vielleicht nochmal anders. Also du merkst,
ich schlingere ein bisschen, aber... Ich schlingere da auch. Deswegen finde ich es gerade sehr, sehr spannend. Demokratie ist eigentlich das Austragen von Konflikten. Und das können wir nicht mehr. Wir haben es verlernt, Konflikte auszutragen und einfach uns mal, also gerade der CDU gegenüber uns hinzustellen und einfach mal zu sagen, liebe CDU, schön euch als demokratische Partner am Tisch zu haben, aber das hier sind unsere Non-Negotiables. Bauschebaus.
Und das haben wir verlernt, sondern wir sind nur noch am Taktieren, am Hintenrum machen, am irgendwie, wir müssen uns doch alle lieb haben, damit die AfD keine Macht gewinnt. Und wir müssen noch mit denen reden, die vielleicht bei der AfD noch am linken Rand stehen, damit wir die nicht, damit wir die wieder zurückkriegen und so. Und da merken nicht, dass wir immer weiter nach rechts rutschen. Und also damit retten wir vor allem das Klima nicht.
Also und das Klima lässt nicht mit sich verhandeln. Und das Klima trickst nicht hintenrum. Das Klima steht volle Kanne vor unseren Haustüren. Ich, ja, ich finde, das ist richtig. Also ich habe viel Gedanken, aber für mich ist es eben auch so ein Punkt, dass ich glaube, dass wir noch keinen Weg gefunden haben, diesem politischen, populistischen, du hast gerade vom Dämonischen gesprochen, dem anständig was entgegen zu setzen.
Also wenn da jetzt wirklich Leute sind, die sagen, Klimabewegung nicht wichtig, also ich glaube jetzt die neue, Wirtschaftsministerin, die meinte doch irgendwie sind gemäß was, da haben wir jetzt lange genug uns mit beschäftigt und das hat irgendwie eine zu hohe Priorität gehabt, so sind gemäß hat es sich ja ausgedrückt, da haben wir sozusagen mit dem Klimaschutz übertrieben. Und ich habe den Eindruck, wenn wir als Alternativen damit umzugehen, nur haben, wir biedern uns dem an.
Dann ist es halt schwierig. Und alles, weil man vielleicht Angst hat, dass man jetzt in dieser Online-Welt dann verrissen wird, weil die Populisten feiern ja sowieso schon auf alles, was links und grün ist. Und dann will man irgendwie so sich da als seriös kleiden und so weiter. Ich habe den Eindruck, das verbinde ich tatsächlich mit Habeck und ich habe sehr geschätzt, wie rhetorisch gewandt er war und dass er Politik erklären kann und so weiter. Alles tolle Sachen.
Aber ich glaube, zu dem Punkt, da hat er keine Lösung für gefunden. Und was ich Robert Habeck auch noch anrechne, ist, dass die Ampel, die haben was rausgehauen. Die haben ein Gesetz nach dem anderen verabschiedet und da war geiler Scheiß dabei. Also auch das und da kam viel aus dem Wirtschaftsministerium. Also auch das aber du hast recht an der Ecke.
Also für mich war das ja alles auch so Déjà-vu Erfahrung, weil ich ja diese ganze CDU und Extremismus Debatte in Südthüringen schon vor drei Jahren bei der Bundestagswahl durchgelebt habe, als Hans-Georg Maaßen da für die CDU kandidiert hat. Und weil ja sowieso in den Ostbundesländern die CDU nochmal ganz anders aufgestellt ist als im Westen, da bin ich inzwischen zutiefst von überzeugt, nämlich wesentlich rechter. Und die fischen richtig am rechten Rand. Die kooperieren ständig mit der AfD.
Also das Schlimmste war ja der Dammbruch in Thüringen. Der hat mich ja politisiert, als Kemmerich gewählt wurde mit Stimmen der AfD. Und also das Lustige ist, dass ich tatsächlich in Thüringen die Grünen völlig überzeugend finde.
Also da bin ich bei den Grünen eingetreten und da würde ich weiterhin bei den Grünen antreten, weil die gerade im Landtag Hammer Arbeit machen und sich halt wirklich, also ich stelle mir, das ist nicht vergnügungssteuerpflichtig, wenn du bei jeder Landtagssitzung Björn Höcke und Konsorten gegenüber sitzt.
Aber vielleicht ist das da auch, also ich kann es, ich bin da ja nicht, aber ich kann mir vorstellen, wenn du wirklich Björn Höcke da gegenüber sitzt, dann macht das vielleicht auch immer eine gewisse Ernsthaftigkeit deutlich. Weiß ich nicht. Ist ja, also wenn du da Alice Weide gegenüber sitzt, dann ist das vielleicht nochmal anders. Björn Höcke ist, sorry, Björn Höcke macht Angst. Also ich habe ihn ja schon live gesehen und das ist eine Aura.
Also ich bin die Letzte, die von ihrer Theologie hier sagt, der ist vom Dämon besessen oder sowas. Also ich meine nur dämonisch fühlt sich Populismus an. Ich würde es jetzt nicht auf Personen übertragen, never. Aber er hat ein Charisma und eine Aura genannt. Da krampft sich alles zusammen. Minus 50 Aura. Ja, danke. Jugendsprache, yes. Man merkt, wer hier der Lehrer ist. Definitiv, definitiv. Ich habe den Anschluss verloren, seit ich nicht mehr Jugendpfarrerin bin.
Lass mal vielleicht nochmal Anschluss. Ich habe den Gastfreitragenden vergessen. Jason, den muss ich nennen. Wen hast du vergessen? Vincent haben wir vergessen. Ich habe ihn kurz genannt. Vincent, das muss ich kurz sagen, das ist quasi über diesen Beitrag, also ich habe mich schon gefreut, als er mir zugesagt hat, aber als ich den Beitrag gelesen habe, meine Fresse, dachte ich so, oh Gott, mir wird gleich wieder unterstellt, dass ich die arme Jugend hier manipuliere. Also kurze Story.
Vincent war einer der Hauptengagierten Jugendlichen der Fridays for Future Gruppe, die sich bei mir in meiner Jugendarbeit als Jugendpfarrerin gegründet hat. Na cool. Und Vincent hat eigentlich mit Kirche nicht viel zu tun, aber macht sich viele Gedanken drüber. Und dadurch sind wir natürlich sehr viel ins Gespräch gekommen und so weiter
und haben losen Kontakt. Und also es war ja immer, ich war ja immer die böse Pfarrerin, die diese armen Jugendlichen manipuliert hat da bei Fridays for Future und so. Was halt sehr lustig ist, weil gerade Vincent war so ein hyperintelligenter, ich weiß gar nicht, wahrscheinlich Abi 1.0 oder so. Und halt eigentlich schon junge Erwachsene. Auch kein nicht wirklich irgendwie unmündiges Kind oder sowas. Und auf jeden Fall, Vincent studiert inzwischen bei mir um die Ecke sogar.
Wir haben es aber noch nicht geschafft, uns zu treffen, aber haben wir ganz fest vor. Und der hat da eben einen Beitrag geschrieben und der gibt mir ganz viel Street Credibility, glaube ich. Sehr gut. Street Creds, sehr gut. Ja. Vielleicht einfach zum Schluss, was glaubst du, wenn Menschen da jetzt den Eindruck haben, okay, ich nehme das mit diesem Populismus wahr, ich nehme vielleicht auch wahr, boah, jetzt politisch mit Parteien, Grüne, Linke, was auch immer, ist auch schwierig.
Was würdest du sagen, wenn die Leute dein Buch lesen, was kann man da vielleicht mit rausnehmen? Also wenn du es so einleitest, würde ich sehr stark empfehlen, oh Gott, wie heißt denn das Kapitel? Aktivismus, glaube ich, das Kapitel, weil ich da nochmal sehr deutlich mache, dass ich niemals auf die Idee käme, das lesen Leute irgendwie immer zwischen den Zeilen, dass alle Menschen jetzt zivil ungehorsam werden müssten und sich auf Straßen kleben müssten. Wir schaffen das, heißt es. Hä?
Oder schaffen wir das, so. Das ist das Oberkapitel, aber das ist nicht das Kleinkapitel, aber egal. Das kleine Kapitel des Aktivismus. Ja, genau. Sorry. Genau. Also, ich erwarte nicht, dass jeder sich auf die Straße klebt. Kleine Klammerbemerkung. Ich habe mich auch nicht geklebt. Ich saß nur. Sondern Aktivismus kann ganz, ganz viele Formen haben.
Und ich bin zutiefst der Überzeugung, dass es für jeden und jede und alle dazwischen eine Form von Aktivismus gibt, die einem entspricht, die einen nicht ausbrennen lässt und wo man quasi eigentlich da, wo man ist, aktiv werden kann. Und dafür gebe ich ein paar Beispiele.
Das Klassische ist, sobald man pädagogisch mit Kindern zu tun hat, dass man für sich mal klar reflektiert, wie will ich dieses Thema angehen, wie will ich über dieses Thema reden, wie viel will ich es thematisieren, wie sehen diese jungen Menschen an mir, dass mir das Klima wichtig ist, solche Dinge zu machen. Das kann sein, dass man in der Funktion, die man auf Arbeit hat und mit dem Einflussbereich, den man auf Arbeit hat, gute Entscheidungen fürs Klima trifft.
Also von welchen Kaffee schaffen wir an, gibt es eine Solaranlage auf dem Dach bis hin zu was machen wir kommunalpolitisch, wo nehmen wir da Einfluss. Also es gibt sehr, sehr, sehr viele Möglichkeiten etwas zu tun und ich bin mir sehr sicher, dass man die für sich gute Möglichkeit findet. Großartiges Schlusswort. Perfekt. Wir sehen uns spätestens auf dem Freakstalk. Leute, meldet euch an. Es wird so cool und wir können quasi vier Tage lang über solche Themen reden.
Ihr werdet mich finden, ich habe blaue Haare. Es haben drei andere Leute garantiert auch noch blaue Haare, aber es sind nicht so viele. Perfekt. Großartig. Es war mir ein Fest. Leute, kauft das Buch. Ich habe es wirklich gern gelesen und glaube, das muss gelesen werden. So cool dann vielen Dank dir und ich sag mal bis dahin bis dahin. Music.
