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Ruhrpodcast – Start-up mit 60!

Jan 31, 202438 minEp. 134
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Episode description

In dieser Folge des Ruhr-Podcasts spricht Zepp Oberpichler, mit Ulrich Mattel, einem 60-jährigen Ingenieur, der ein Startup gründen möchte. Ulrich hat viele Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen gesammelt und obwohl er finanziell abgesichert ist, ist er fasziniert von der Idee, sich selbstständig zu machen. Allerdings betrachtet er die Start-up-Szene kritisch und glaubt, dass viele Ideen und Konzepte nicht umsetzbar sind.

Transcript

Ruhr Podcast. Menschen, Märkte und Motive. Ja liebe Leute, ihr habt den Ruhr Podcast. Heute Folge 134. Mein Name ist Zepp Oberpichler. Wir sitzen im wunderschönen Duisburg in der Durian Agentur hier in unserem lustigen Podcaststudio. Ich gucke über meine Schulter, weil auch dieses Jahr möchte die geneigte Hörerin, möchte der geneigte Hörer wissen, was wir denn gerade für ein Wetter haben, während wir hier sprechen. Und es ist kalt in Deutschland. Es ist popokalt.

Wir haben glaube ich minus drei Grad oder so, aber wir sitzen ja hier im Warmen. Und wer ist wir? Mir gegenüber sitzt heute der Ulrich Martell. Ulrich ist Diplom-Ingenieur. Und Ulrich möchte sich mit 60 jetzt nochmal oder erstmalig selbstständig machen. Richtig? Hallo Ulrich. Ja, hallo erstmal. Ja, ist nicht ganz richtig. Ich war schon mal selbstständig, habe dann aber mit Rücksicht auf die Sorgen meiner Frau davon Abstand genommen.

Ja, das habe ich noch nicht getan. Jetzt brauche ich auch nicht mehr damit anfangen. Ja gut, aber Start-up mit 60 haben wir jetzt mal ganz plakativ nach vorne gestellt. Du warst lange angestellt in der Großindustrie und machst dich jetzt nochmal bereit. Hast du ein Start-up gegründet, wie kommt man auf so eine Hirnverbrannte Idee, würde meine Mutter jetzt fragen wollen? Ja, gibt ja den Spruch, wenn es dem Esel zu gut geht. Nein, meine Eltern waren selbstständig ein Handwerk.

Mein Onkel war selbstständig ein Handwerk, mein Schwager selbstständig. Und ich war dann irgendwann abhängig beschäftigt. Also du kommst jetzt nicht aus einem Beamtenhaushalt? Ich komme nicht aus einem Beamtenhaushalt, bin auch nicht beamtmäßig sozialisiert worden, sondern es war eigentlich immer in meinem Umfeld. Das ist doch schön, oder? Ja, ich finde es auch sehr gut. Wenn es wirtschaftlich klappt, ist das eigentlich das Schönste.

Ja, wie auch immer, ich hatte dann irgendwann mich mal selbstständig gemacht, aber im Anlagenbau geht es um Werte, die sind ja für eine Privatperson gar nicht stemmbah. Also das sind ja zwei, dreistellige Millionen Werte, wo du dann Schaden verursachen kannst. Also da konnte ich mich das auch ein bisschen nachvollziehen mit meiner Frau.

Ich habe dann lange Jahre gearbeitet, einmal bei Tissen-Krupp im Bereich Staneless, acht Jahre lang, dann einen kleinen Abschnitt bei einer Müllamaffirma und dann bei einem großen Anlagenbauer in Tüsseldorf, bei dem man ganze Stahlwerke kaufen kann. Also wenn man jetzt das Stahlwerk ... Machen wir ja schon mal. Ja, ja, wenn er Platz im Garten hat, also die haben jetzt viel zu tun und wenig Leute, die machen auch den Umbau diese Decarbonisierung von Tissen.

Also das sind Milliardenwerte, die dort an Aufträgen laufen. Da habe ich die ganze Zeit gearbeitet, aber habe ich dir ja auch geschrieben, gesagt, so richtig glücklich war ich da eigentlich nie. Gut, aber du hast jetzt quasi die Rente durch? Ich bin eigentlich kurz vor der Rente, ich könnte jetzt in die Rente gleiten. Geld ist da, ich habe den Aufhebungsvertrag unterschrieben, ich bin dann eine Zeit lang, bin ich freigestellt worden, habe voller Bezahlung.

Also Geld ist alles da, ist überhaupt kein Problem. Wobei ich aber sagen muss, ich bin ein sehr bescheinend lebender Mensch. Also mein VW-Caddy ist jetzt mittlerweile, ich bin nicht mehr 16 Jahre alt und ich brauche auch nicht viel. Also solange es für die Dritten noch eicht ... Das sagt man den Dösburgern ja generell nach, dass sie nicht viel brauchen. Ja, was bleibt uns anderes übrig? Ist es vielleicht auch eine Form von Zweckoptimismus so zu tun?

Ja, das Pfeifen im Wallen. Ja, Dösburg ist die, je nach Lesart die zweite oder drittärmste Stadt Deutschlands. Das muss man sich verunfen. Es gibt Menschen, die sagen "der Welt", aber okay, ich mache mir gerade Feinde. Nein, Scherz beiseite, um das auch mal so zu sagen, es ist ungewöhnlich, dass man in dem Alter nochmal was komplett neues anfängt.

Also ich hätte verstehen können, wenn du gesagt hättest, ich habe mir jetzt eine neue Gitarre gekauft, ich habe mir ein neues Moped gekauft, ich habe jetzt ein Pferd gekauft und so. Alles das aber nein, du machst dich selbstständig, du machst ein Start-up auf. Und bevor wir über dein Start-up reden, möchte ich mal kurz etwas zitieren. Und zwar am 10. Januar hat es im Handelsblatt Newsletter getitelt.

2023 sind laut Datendienst-Superdetektor in Deutschland 297 wachstumsorientierte Jungfirmen pleite gegangen. So viele wie nie zuvor. Mit 65% mehr Insolvenzen als 2022 traf es die Start-up-Szene härter als die Gesamtwirtschaft, in der 2023 knapp 15.000 Firmen Insolvenz anmeldeten. Ein Plus von 26% gegenüber dem Vorjahr. Christoph Streasing, Geschäftsführer des Start-up-Verbandes, konstatiert nüchtern, 2023 war für deutsche Start-ups kein gutes Jahr. So viel zum Handelsblatt vom 10. Januar.

Und jetzt sitzt mir Ulrich Mattel gegenüber mit 60 und sagt mir, ich gründ ein Start-up. Wie ist das denn zu verstehen, Ulrich? Ja, was soll ich sagen? Also erst mal vielen Dank, dass du mich aufbaust. Gerne. Alles gut. Also der Unterschied ist, die waren ja meistens jung. Von daher ist es vielleicht so ein Grund. Ich bin ja auch im Leben mit 60 irgendwie geläutert. Man hat schon viel erlebt, man hat schon viel gesehen.

Es gab in jeder Krise immer wieder Existenzkründungen aus der Not heraus. Ich habe mal von jemandem von der Handwerkskammer gehört, das wären Hungergründungen. Ist das völlig in Ordnung? Ja, ist ja auch richtig so. Ich war lange Zeit im Vertrieb und da war eigentlich so die Formel von 10 Aufträgen, wo wir Angebote abgegeben haben, haben wir dann einen bekommen im Durchschnitt. Und auf Dauer ist das natürlich frustrierend.

Aber das habe ich, wie soll ich sagen, mit 60 ist das nicht mehr so frustrierend. Dann bin ich nicht auf das Geld angewiesen. Ich habe keine vielen Leute, ich lasse mich nicht von Banken irgendwo hin locken nach dem Motto. Den Rest finanzieren Sie über Konto, Quarente oder dergleichen habe ich alles schon gehört. Das ist alles nicht nötig bei mir.

Das Geld ist da und dadurch, dass ich auch das in Anführungsstrichen mit einem Freund zusammenmache, der ja in Indien sitzt und von dem ich Aufträge bekomme, ist das erstmal gesichert. Und ich muss keine Schulden machen. Ich bin niemanden verpflichtet. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied. Start-up heute heißt, 4-5 Leute tun sich zusammen, ob Männern oder Weibchen, ist ja völlig gewurscht.

Sie tun sich zusammen, schreiben ein Konzept, reichen das irgendwo rein und wollen 5 Millionen Euro für irgendeine Idee. So weit die Idealvorstellung, weil man das ja immer hört, so aus Amerika und so, die Realität sieht ja in der Regel ganz anders aus. Die Realität ist eher die, dass sich 1, 2, 3, 5 Leute irgendwie zusammentun. Jeder schmeißt so ein bisschen was in Hut und man gründet mit dem, was im Hut ist, oder?

Ja, ich habe jetzt zu der Start-up-Szene nicht so einen Kontakt, aber ich finde es so ganz allgemein. Es ist halt eben total schwierig und ich habe das gesehen, ich habe ja auch der IAK was vorgelegt. Und um das zu beurteilen, musste ich von der IAK's einen Vordruck nehmen, Excel-Schied und da möchten sie die Zahlen haben. Und ich habe das erstmal so geschrieben, wie ich das für mich verrichtig erachtet habe,

aber damit kam ich bei denen ich durch. Ich musste deren Excel-Blatt nehmen und ich kann das auch aus Sicht dieser Person super verstehen. Die muss das ja auch nach ihnen vertreten, das muss für alle gleich sein. Dann bewerten die heute vielleicht, was war es ich, ein Friseurladen, morgen irgendjemand, eine Dönerbude, ja ich will das jetzt nicht so abwertend sagen, weil da steckt ja auch was hinter. Dann darfst du nicht vergessen mit dem MBA, das war eine kaufmännische Ausbildung.

Und ich hatte ja schon gesagt, ich hatte ja ein kleines Ingenieurbüro, also ich war schon mal selbstständig, das war ein Ingenieurbüro. Was ich da falsch gemacht habe, habe ich eigentlich erst in England, weil in Vorlesung gelernt, da habe ich jede Menge, also das Risiko vollkommen unterschätzt. Das sind alles Sachen... Jetzt muss man, Entschuldigung, dass ich unterbreche, aber jetzt muss man dazu sagen, du hast das eben schon mal angekündigt, MBA.

MBA ist Master of Business Administration, wenn ich das richtig erinnere. Und du hast diesen MBA in England gemacht, auf eigene Kappe oder wie kannst du darauf... Auf eine Kappe, eine Bezahlung, man gewöhnt sich da an die Studiengebühren, die heißen nicht nur Fies, die sind auch so und das war im Monat 1000 D-Mark etwa. Das ist also schon ein paar Tage her. Das ist schon lange her, ich weiß auch gar nicht mehr wann das.

Ich müsste auch nach der Urkunde suchen, aber ich habe Gott sei Dank eine Kopie auf der Fresse. Okay, gut. Ja, also das heißt also, du gehst mit einer ganz anderen Lebenserfahrung in diese neue Selbstständigkeit und hast auch diese Fantasie. Ich mache jetzt eben Start-up mit nix in der Tasche und bin in drei Jahren, wenn ich das dann verkaufe, das Unternehmen ein gemachter Mann, eine gemachte Frau mit 400 Millionen. Ja, ja, ja, wird bei den Milliardärsrunden eingeladen. So ein Ding, ne?

Nee, nee, das würde ich ja nicht hingehen. Das ist ja wahrscheinlich auch extrem langweilig da. Aber okay, gut, jetzt erklär uns doch mal mit welcher Idee machst du dich denn selbstständig oder mit welchem Produkt? Also das Ganze fing an, wenn ich mal ganz kurz ausruhen darf. Ich hatte, war von der Firma in Indien, musste mich dann anmelden bei der Ausländerbehörde, da mir ich eine Arbeitserlaubnis bekam und da stand zufällig jemand aus Sachsen daneben.

Und wir waren auch pünktlich da, die Beamten natürlich nicht, wie das in Indien geht. Wir haben uns unterhalten und haben uns angefreundet. Dann irgendwann kam er an und jammerte mir was vor. Also er sitzt in Indien, ist dort Geschäftsführer von einer deutschen Firma, die dort Fenster baut. Ich habe mir vorgejammert, jede dove Zahnbürste sagt mir über Bluetooth, dass meine Zähne sauber sind und meine Fenster können nix. Und daraus ist das entstanden. Dann gab es den ersten Versuch.

Dann hatten wir auch, es gibt es auch auf der Internetseite bei uns, hatten wir den Design-Award, 20, weiß ich gar nicht mehr, 18 oder 16, gewonnen mit unserer Idee. Aber technisch war es nicht umsetzbar. Was war das für eine Idee? Das war eigentlich im Grunde genommen, wäre das eine Alarmanlage auf Wifi-Ebene gewesen. Das Fenster hat über Wifi dann gesagt, ich bin offen, ich bin geschlossen, ich bin gekippt oder was was ich auch. Als einfach Daten aufgezeichnet.

Er wollte das mehr als Alarmanlage haben, aber da die Internetverbindung schon mal sehr abricht in Indien, was nicht möglich. So und irgendwann kam das Thema auf. Zu der Zeit warst du aber noch in Amt und Würden? Zu der Zeit war ich in Amt und Würden. Ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen darf, dass ich daran gearbeitet habe. Ich hoffe mal, Alte Kulübe. Wie, das hast du doch nur in deiner Freizeit gemacht, oder? Ja, ja, ja, das war auch nicht kommerziell, das war alles nur Hobby.

Die war Personal, der Firma weg. Und jetzt kam irgendwann hier dieses große Thema, das wir alle haben mit Energie sparen. Und da entsteht nun mal, leider, wenn du die Temperatur singst, ist das viel problematischer, dass du kein Schimmelpilz in der Wude bekommst. Ach so, stopp, stopp, stopp. Jetzt werden wir ja zugeschmissen mit Energie-Spartips, die dann heißen irgendwie ein Grad weniger in der Wohnung, spart direkt irgendwie, weiß ich nicht, wie viel Energie. Ja, mag auch sein, ja.

Aber wenn ich die Bude dann voll Schimmelpilz hatte, spart das doch gar nichts, oder? Ja, aber dafür ist ja jetzt mein Gerät da, also nicht das Sinn. Ach, du hast jetzt also nichts anzubieten hier, was irgendwie sagt, ob das Fenster auf oder zu ist, sondern du hast irgendeinen Messgerät, oder wie? Also ich habe jetzt ein Messgerät, letztendlich kannst du sagen, das ist ein Hydrometer, so wie das früher so ein Anzeige, so ein Haarhydrometer, das vielleicht eigentlich in der Schule gab.

Jetzt gibt es die Elektronischen, die stellst du irgendwo hin. Das Dilemma bei diesen Sachen ist immer die Zange, die relative Luftfeuchte an. Da kannst du sagen, na ja, gut, dann ist der Taupunkt, der liegt jetzt da und da, und wenn ich eine Wandstelle habe, die dann so kühl ist, ja, dann habe ich da den Taupunkt. Das ist alles Schönegut, hilft mir aber nicht beim Lüften.

Und wenn ich jetzt mal als Vergleich, wenn ich 23 Grad Celsius hätte, die Zahl konnte ich mir gut merken, sind das 20,5 Gramm pro Kubikmeter. Und wenn ich mal rechnen, ist es eine Längebreite Höhe, dann ist das 20,5 Gramm Wasser. Schollung, was du in der Luft hast. Und wenn du 17 hast, sind das noch 14,4. Wenn du dir jetzt vorstellst, du nimmst jetzt hier so ein Kubikmeter als Eimerchen, dann bringst du sie jetzt raus und von draußen gibt dir ein kleineres Eimerchen.

Und wieder rein, dann kommt ja auch Wasser rein, dann reicht es nicht aus, die pro Person vielleicht 2 Liter Wasser am Tag rauszubekommen. Also laut den Ausarbeitung vom EFT erzeugt jeder Mensch etwa durchs Wohnz bei 2,7 Liter Wasser. Was ist das? EFT? EFT ist das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim. Ist eigentlich die Adresse in Deutschland für Lüften, Fenstertechnik, alles drum und dran. Da hatte ich dann ja auch eine kleine Mini-Ausbildung noch dazu gemacht.

Bin ich auch dran gekommen wie die Jungfrauens Kind, kann man aber vielleicht gleich machen. Und dieses Gerät zeichnet jetzt langzeitmäßig die Werte auf. Nur in Duisburg zurzeit kann ich dir sagen, wie dann deine Feuchti-Bilanz ist, wieviel geht raus, maximal, wieviel kommt rein in absoluter Luftfeuchte. Und da kannst du dann dein Lüftungsverhalten ein bisschen optimieren.

Erst musst du dir vorstellen, wenn ich so ein früheres Altbau habe, da hat es natürlich überall gezogen, das ist die sogenannte natürliche Infiltration, da geht dann die Luft durch, die trägt das automatisch aus. Ich hatte nur 20 Grad, damit es oder oder 21, 22, zumindest nicht so kalt ist. Und dann kriegst du die Feuchtigkeit raus.

Wenn du aber jetzt runtergehst, wie du auch vorgeschlagen wurde, 17 Grad und ich mache ja gerade bei mir das Experiment, dann wird das sehr, sehr schwer, da muss schon ein fein Schrauben drehen. Was wird dann schwer, dass du die Feuchtigkeit raus bekommst? Dass du die Feuchtigkeit rausbekommst. Die setzt dich dann an der kältesten Stelle der Wand ab.

Und dann ist das so, ich liege im Schlafzimmer und wenn ich schlafe, sprühte einer vielleicht mit einem Blumenbesteuerbarn, halben Liter Wasser an der kältesten Stelle, die saugt sich voll. Und da kann Schimmel entstehen. Also liebe Zuhörer, ich vermute mal, das war jetzt eine Metapher. Du liest nicht wirklich im Schlafzimmer und da kommt, hier war du rum und sprüht da Wasser an die Wand. Ja, ich würde mal nachts ein Auge aufmachen, vielleicht ist das so.

Nein, also im übertragenen Sinn. Und das ist sehr schwer. Und ich hatte dann einen guten Freund von mir, den in Essen wohnt. Der hatte das Problem, das ging rapssabst, dass der Schimmel wieder da war. Da spielten dann aber auch andere Dinge in der Rolle. Und dann war mir erstmal klar, wie schwer das ist. Du musst ja eine Verhaltensänderung bei den Menschen dabei führen. Früher war das kein Problem. Jetzt ist das ein Problem, weil wir runtergestellt haben die Temperatur.

Muss ja nicht unbedingt 17 sein, kann ja auch 18 sein. Aber auch da, kommt es schon. Ja, und wenn du dann noch mal die Nachtabsenkung hast, dann war das bei ihm bei 14 Grad und dann hast du nur noch etwa 12 Gramm Wasser. Was maximal die Luft tragen kann und was nicht tragen kann, das muss dann irgendwie weg. Und da ist mir aufgefallen, was ich sehr traurig fand. Die Tochter hatte erst mal, das wissen wir ja nicht wovon es kommt.

Ja, es wird vom Schimmel begünstigt, aber muss dann nicht unbedingt davon kommen. Aber es war schwer ihn zu bewegen, wirklich darauf zu achten, die Feuchtigkeit rauszubekommen. Und dann habe ich ihm so feiratet, ins Ehebett habe ich ihn dann zwei Wasserflaschen gelegt. Jewas 0,75, habe ich gesagt, guck mal die gehen rein. Und so ein Glas an der Scheibe, so 0,3er und wenn er optimal lüft ist, ist es das, was rausgeht, so als eine Vorstellung, damit man eine Vorstellung davon bekommt.

Dazu kam noch, da wurden irgendwann neue Fenster eingebaut, egal mit einer Griffolive, die dann eben Spaltlüftung hatte, bla bla bla, aber die hochdicht waren. Und dann war nicht mehr der Zug da. Oder der Klassiker, die Türen zwischen den Zimmern, die haben unten Spalt, der kommt nicht, also das ist nicht für Dumenüsse da, denn brauchst du, um die natürliche Infiltration von einer Seite des Hauses zu anderen zu bekommen.

Und dann hast du bei irgendwelchen, also nicht discounten jetzt, um Energie zu sparen, Styropor leisten bekommen, die da runter schieben, konntest du ja, das sparsste, Wärmeenergie, aber die Feuchtigkeit geht nicht raus. Das kannst du nur noch mit einem sinnvollen Lüften irgendwie kompensieren. Was macht denn die Feuchtigkeit, wenn sie im Zimmer bleibt, jetzt mal so ganz doof gefragt? Also an der kälzsten Stelle schlägt sie nieder, es ist die sogenannte Taupunkbildung.

Das heißt also, eine... Und sieht in den Putz, feierabend, das sieht erstmal in den Putz. Der Putz ist, wie ihr könntest dir vorstellen, wie ein Schwamm, der nimmt das so eine Zeit lang auf, ist auch ganz normal, aber über die Wintermonate irgendwann musste den Klumpatz wieder losbekommen. Wenn die ja die Feuchtigkeit zu hoch ist, und natürlich auch andere Faktoren, also kein Sonnenschein drauf, mag der Pilz nicht, keine Zugluft, kann er gar nicht leihen.

Und natürlich auch sozusagen die Nährstoffe, aber der ist recht bescheinend. Also, ist ein Duisburger zu deiner Metapher von Feinster gekommen. Du hast ja bei Fliesen zwischen den Fugen manchmal schmerzen Schämmeln, und das ist einfach nur so ein bisschen Staub, der sich da ablegt. Und das reicht für ihn schon aus zum Wachsen. So, und dann hast du natürlich die Pilzsporen, die giftig sind. Du hast die Pilze, sterben hier auch mal ab die Zellen, das ist giftig.

Und du hast dann die Stoffwechselprodukte, und je nach dem Welchen du da hast, das kann schon ganz schön doof werden. Das ist dann hauptsächlich verantwortlich für Lungenschäden, für Asthmatiker. Also, ich bin ja kein Mediziner, aber ich habe mal in die einschlägige Literatur geguckt, und ich bin schon frustrierend so ein bisschen erz... Wir sind ja keine Mediziner, und die Bilder, die fand ich echt beängstigend. Also Artenwegserkrankung Bronchitis, ganz klar, wir gefördert.

Da ist ja das, was ich so kenne. Dann habe ich Grundschere- Lungenentzündung, in einigen wenigen Fällen befallen die Pilze, gibt es also verschiedene Gruppen, Fusarien, die das Lungen geweben, das kann dann auch schon mal zu einer chronischen Lungen, also in Hardcore chronische Lungenentzündung kommen und wenn das invasiv wird, Mikose, wenn es in die Blutbahn kommt, dann ist das echt das Wort mit SCH, das ist schon wirklich eine sehr, sehr ernstzunehmende

Erkrankung. Je länger du dem ausgesetzt bist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du bekommst, ist logisch, aber noch viel schlimmer, das fand ich so frustrierend, wenn du das in jungen Jahren hast, also wenn du kleine Kinder hast, die das einatmen, dann wirkt sich das auch unter Umständen Leben lang fort und dann bist du eben derjenige, der als erstes immer die Lungen oder nee, die Atemwegserkrankung hast, muss ja nicht immer so dramatisch sein. In ganz seltenen Fällen,

dann haben wir dann auch so ekelige Bilder dabei, das ist ja, ja, ja, verstehe ich. Ja, will ich jetzt nicht drauf eingehen, aber so ein Pilz, der stürbt sich ja nicht über, der nimmt ja nichts im Maul, der sondern, der durchwächst seinen Opfer und tiefer muss man gar nicht ins Detail gehen. Also wie ich die Bilder dann mir angeguckt habe und das mit einem befreundeten Internisten besprochen habe, ich sag mal, Zynisch-Stasse, kein Bock mehr auf ein Pilz-Ragon, ne?

Also nee, jetzt war es Spaß bei Seite. Es ist nicht ganz so dramatisch, aber ich hatte mal ein Argument gehört, na ja, ich habe auch schon mal verschimmeltes Brot gegessen, bin auch nicht gestorben, ja, ja, aber wenn es in der Wohnung hast, um bei der Metapher zu bleiben, dann ist du jeden Tag verschimmeltes Brot und dann sieht die Welt ganz anders aus. Also

Schimmelpilz hat in der Wohnung nichts verloren. Wenn ich da was sehe, vielleicht auch einen kleinen Tipp an deinen Hörern, es gibt ja bei den Einschlägigen, wie auch immer Baumärten, gibt es solche Präparate, das Beste, was man mir empfohlen hatte und auch bei meinem Test am besten funktioniert hat, einfach Alkohol in der Apotheke rein, Alkohol, dann kriegst du es weg, aber du musst für Sorgen, dass an dieser Stelle nicht mehr die Feuchtigkeit entsteht,

sonst ist der Rückzug auch wieder da. Gut, aber jetzt gibt es ja dein Gerät und was macht das?

Also mein Gerät misst jetzt erstmal ganz banal, die Temperatur, die relative Luftfeuchte, rechnet dann sofort um in die absolute Luftfeuchte, zeigt dir jetzt an, wo du stehst und dann gibt es da ein schönes Diagramm, da sind Grenzwertkurven drin, zum einen, wann entsteht der Taupunkt, das ist so ein XY-Korlinatensystem und da ist so eine, wie ein bisschen wie eine E-Kurve, E-Funktion, eine Kurve und da hältst du dich mit dem Lüften von fern, du hast die Messpunkte,

die sind im Blau und in einen gelben, das ist der S-Punkt und jetzt spielst du ein bisschen mal mit dem Lüften rum, drückst immer schön, brav den Knopf, ansonsten misst er jede Stunde und dann siehst du, wie dieser Punkt eigentlich von diesem gefährlichen Bereich wegwandert und es hilft

dir ungemein, es hat auch mir ungemein geholfen zu verstehen, wie das funktioniert. Ich hatte ja wie gesagt, also ich bin der Elektroingenieur, ich hatte auch Thermodynamik, das ist Thermodynamik, was wir da in der Wohnung kam, das kann es nicht überblicken, das kann keiner berechnen, das ist schon ein Thema für sich, aber dieses Gerät berechnet das für dich und ich hatte einen Fall, da dachte ich, Mensch, jetzt morgen ist es dreckend, jetzt lüftest du mal nicht,

ist ja doof, hast ja viel Wasser in der Luft, ja von wegen, dann habe ich gemütlich gefrühstückt, und hin und her und irgendwann dann so, was war es ich, 9 Uhr, 10 Uhr, war wieder schöner Himmel, alles blau, es wurde langsam wieder warm, da dachte ich, jetzt kannst du lüften, dann habe ich anschließend reingeguckt, ja von wegen war genau umgekehrt, es war morgens kalt und es hat geregnet, also die Luft kann weniger tragen, es gibt das Wasser, was zu viel ist, ab, es regnet, aber später

war die Luft wärmer, konnte viel mehr Wasser tragen, die absolute Luftfeuchtigkeit war höher, und dadurch habe ich mir Wasser in die Wohnung geholt durchs Lüften, stattdrehen auszubekommen, sind jetzt wenige Fälle, aber das war mir gar nicht klar, ich hatte Haus und Hof drauf verwettet, da bin ich jetzt ganz clever, ich bin ja der große Experte, ich habe mich am Geschäft ja von wegen, und solche Sachen siehst du da, und dann kriegst du irgendwann auch ein Gefühl dafür, kriegst

einfach ein Gefühl, und das Thema Lüften kommt bei dir mehr und mehr auf die Tagesordnung, also ich hatte Fälle gehabt, ich würde ja lüften, aber ich habe ja so viele Pflanzen an der Scheibe, ja also die Pflanzen produzieren ja auch noch mal Feuchtigkeit, und dann muss man ja höflich bleiben, aber als Schoss mir durch den Kopf, ja, musste ich entscheiden, von irgendeinem Fall musste ich verabstehen, von der einen Pflanze oder von deiner Gesundheit, wenn ihr Schimmel hast,

verstehst du was, was ich sagen will? Das heißt aber doch, wenn ich das jetzt richtig verstehe, ist dein Gerät eigentlich so eine Hilfe zur Selbsthilfe, sag ich mal, die dich daran erinnert,

regelmäßig zu lüften? Ja, ja, dir nicht nur dich dran erinnert, regelmäßig zu lüften, sondern die, die dir ein Feedback gibt, wie erfolgreich oder weniger erfolgreich dein Lüftungsverhalten ist, also das Dilemma ist ja bei dem Thema, da redet ja jeder mit, und jeder weiß Bescheid, ja, ja, ja, geht mir ja auch nicht anders, aber das Problem ist, dass die ganzen Parameter, die Einfluss drauf nehmen, also Windrichtung, wie stark ist der Wind, wie ist die Luftfeuchte,

die Temperatur, wie viele Leute sind drin? Das springt so hin und her, dass du für jede skruhde Theorie Beispiel aus der Praxis findest, aber du hast keine saubere Rückkopplung, und dabei hilft dir einfach das Gerät. Und im Endeffekt, da ist eine Api-Schnittstelle dran, könnte ich das auch irgendwann an eine Lüftung anbinden. Das wäre natürlich das schöne Endziel, aber das ist nicht so einfach, das Thema ist nicht so einfach. Das heißt also,

dass das dann automatisch die Lüftung öffnet? Das automatisch eine Lüftung funktioniert, aber das Thema ist nicht einfach, es gibt ja einiges auf dem Markt, aber es ist auch noch nicht

der Weißertletzter Schluss. Ja, du hast ja jetzt im Moment bei einem ohne Lüftung in ganz, ganz vielen kleinen Ritzien, sieht so ganz gemütlich irgendwo die Luft durch, und da hast du dann ein Rohr, das boostet durch, die ersten waren dann jemals doppelwandig, und wenn du da reingeguckt hättest, da hast du zwischen außen und innen den Taubpunkt, und wenn du die auseinander nimmst, dann ist da ganz viel Schimmel drin. Und jetzt hast du kein Schimmel mehr in der Wohnung,

aber dafür zieht dann der Vendilato durch, das war nicht Schimmel oder so. Okay, jetzt haben wir einiges gelernt über Feuchtigkeit in Räumen und Lüftungsverhalten etc. Pp. Wo bekomme ich denn dein Gerät? Also du hast ja gesagt, du bist jetzt ein Start-up, ich gehe davon aus, das Gerät ist marktauglich, ist marktrei, vielleicht hast du ja sogar schon Kunden, du hast ja gesagt, du hast schon verschiedene Versuche gemacht und hast das getestet natürlich

in der Praxis etc. Pp. Wenn ich mich jetzt dafür interessiere, wo bekomme ich das? Ist das auch mit einem Service vielleicht verbunden, den du deinen Kunden anbietest, oder gehe ich einfach in den Baumarkt und holen mir da irgendein Hygrometer? Ja, das wollen wir ja nicht hoffen, dass ihr irgendein eins holst. Die dann immer nur die relative Luftfeuchtanzang. Also ich habe

noch ein kleines Dilemma, das ist ja in Deutschland nicht so einfach. Ich warte noch drauf und das schon seit Monaten, dass ich vom Amtsgericht endlich ein Sandelsregister eingetragen werde.

Er scheint wohl so zu sein. Aber du kannst auch vorher schon loslegen. Ja, du kannst vorher schon loslegen, das Dilemma ist nur, die Steuern sind ein echtes Problem, weil ich möchte ja noch zusätzlich eine Dienstleistung anbieten, dass ich, dass ich im Grunde genommen für den Bauingenieur eher als für den Endkunden, dass ich dort auch das Lüftungsprotokoll erstelle, dass ich die Wände vermisse. Und da ist mir noch nicht klar, ob ich den ganzen Klumpard steulich

absetzen kann. Ich habe schon mal mit dem Steuerberater gesprochen, was dir vorstellt. Wir haben da Material für 1000 Geräte. Ich habe jetzt 200 fertig, die liegen da, die habe ich schon ganz lange fertig. Nur ich kann es nicht absetzen. Also das Finanzamt wird irgendwann dann sagen, naja, du hast die eingekauft, wir haben so schöne Gut, aber das ist kritisch. Das kriegt so, ich gebe das jetzt von meiner Steuerberaterin wieder, das kriegt sie so in dieser Form nur sehr

schwer, bis gar nicht durch. Und gerade was dieses teure Gerät angeht, also über 4000 Euro kostet dieses Gerät, da möchte ich einfach warten. Und letztendlich ist das aber auch, wir reden so viel über die Start-up-Stadt-Düßburg. Ich möchte auch sehen, wie funktioniert das. Und wenn wir hier über Pleiten reden, da müssen wir auch darüber reden, dass es hier in dem ganzen Ablauf ein organisatorischen Mangel gibt. Und ich möchte das sauber und ordentlich durchgehen.

Das ist mir ehrlich wichtig. Die andere Sache ist, ich bin ja nicht der erste, der mit 60 sich selbstständig macht. Ja, ich habe schon mal von dem ein oder anderen gehört. Das Schlimmste, was mir passieren kann, das ist alles gut. Wenn ich jetzt für 1000 Geräte Material gekauft habe, kriege ich nichts verhöre, ich habe 50 Stück übrigens verschenkt und dann im Test die Leute befragt, das Schlimmste, was mir passieren kann, ist, dass ich irgendeinen Fehler mache

und richtig Pleite gehe mit Haftungsfragen. Und wenn deine Wohnung, du fährst jetzt dir im Winterurlaub und ich habe dir deine Geräte, hier die Geräte verkauft, ich biete dir auch am Anfang an, dir zu helfen, die mit einzubinden, da muss ich dich mit einbinden im Wi-Fi-Netzwerk auskennen, ist jetzt nicht jedermanns Sache, also meine Eltern könnten es nicht. Und du kommst

wieder alles voller Schimmel und du verklagst mich, dann ist das ganz schön teuer. Und wenn ich eins dann gelernt habe, auch beim MBE war halt eben, dass ich Risiken vermeiden will und ich

mache das nicht. Mit anderen Worten, wenn du es kaufen willst, wärst du noch fürchte, ich bis Februar warten müssen, dann kriege ich Bescheid von meinem Notar, dann habe ich mindestens 6 Wochen, bis ich einen Termin bekomme beim Amt, denn ich muss das ja nochmal irgendwo beim Gewerbeamt anmelden, da gehste rein, 6 Wochen im Voraus kannst du nur sehen, dann geht man in der Not hin und belegt schon mal einen Termin in der Hoffnung, dass man alles zusammen hat,

nur mal so am Rand, ich musste zweimal zum Notar, die Unterlagen wurden eingereicht für die GmbH und dann hat sich in der Zwischenzeit eine Gesetzesänderung ergeben, da konnte ich wieder hinflitzen, da musste ich also darlegen, dass ich in der gesamten Europäischen Union, so ein Berufsverbot und was was ich alles habe, also das ist schon Paragraphenreiterei, wenn du dich mit beschäftigst. Hatte denn da nicht die DBI geholfen oder so, die suchen

doch jetzt hier Start-ups, die man noch vorne schieben kann? Zum DBI kann ich nicht so richtig sagen, also Asche auf meinen Haupt, ich bin da nicht hingegangen, da will ich gar nichts zu sagen, ich will jetzt hier die Kollegen, der Vorne, Kolleginnen vom DBI nicht irgendwie in miscredit bringen, aber nochmal, es muss so einfach sein, dass ich ohne Schwierigkeiten das anmelden kann, also meine Studienkollegen aus London, zwei Stück, mit denen ich da im

Kontakt bin, die haben sich totgelacht, bei denen dauert das sechs Stunden, sechs Stunden, dann hast du, du wählst das heute an und morgen hast du alle Zunassungen, das kann ja nie wahr sein, es kann nicht wahr sein. Und die andere Sache, weil da so viele Pleiten vorgelegt ist, einer der Hauptgründe, warum in Deutschland Firmenpleite gehen ist das Finanzamt, kein Mensch blickt mir durch das ganze Steuerrecht durch, normal ist das ja ja auch nicht.

Also jeder Finanzminister kommt doch immer mit dem Slogan, ich mach alles einfach. Also ich hatte mal einen Gehör, ich weiß aber nicht, ob das stimmt, dass 50 Prozent der Weltsteuerliteratur sich mit dem deutschen Steuerrecht... Ja, das kenne ich, ich meine es war sogar mehr. Ja, aber das... Wir reden über die Weltsteuerliteratur. Ja, und das habe ich gehört, als ich mich vor gefühlten 25 Jahren erst einmal für eine kurze Zeit selbstständig gemacht habe.

Also auch so am Rande, ich habe mit dem Notar, wie man so ist als Duisburger, kommen wir ins Gespräch und dann sagte ich zu ihm in einem Zusammenhang, habe ich das Buch empfohlen, The Collapse of Complex Societies, ich glaube das kann ich in Deutsch übersetzt und er sagte sofort, ja in dem Zustand befinden wir uns gerade.

Also das darf nicht wahr sein, das muss geändert werden und jetzt kann natürlich hier die DBI nicht die Gesetze ändern, aber ich würde eigentlich hier erwarten, dass das so alles zusammenorganisiert ist, dass ich dahin gehe, dass man mir hilft und dass das innerhalb kurzes Zeitabgefroßt ist. Also ich wollte gerade fragen, was würdest Du Dir denn wünschen? Also ich meine Anlaufstelle für eine Gründung ist ja entweder die IHK?

Ja, aber die kann jetzt auch nicht, ich würde mir wünschen, ich gehe dort hin, da sitzen dann alle zusammen, das mag ja auch sinnvoll sein, das will ich nicht da verurteilen, aber ich möchte auf jeden Fall eine Anlaufstelle haben, wo ich einmal hingehe, wo ich auch einen Termin ausmachen muss, aber ich muss diesen Termin bekommen.

Es kann ja nicht wahr sein, dass ich jetzt zum Rechtsanwalt gehen müsste, der das alles für mich macht und dann bezahlt dann auch nochmal 1000 Euro, ich kann die 1000 Euro bezahlen, aber ich sehe das nicht ein. Ich müsste dort hingehen und das war es dann.

Und wenn Du siehst, also Du gehst auf die Internetseite der Stadt Duisburg und alle Termine sind voll und dann versuchst Du Dich durchzufragen, da kriegst Du irgendeinen dran und da gibt Dir dann einen guten Tipp, um welche Uhrzeit die abgesagten Termine wieder freigegeben werden und dann musst Du täglich da reinkommen, ich sage das einfach. Wenn alle Termine voll sind, heißt das, dass wir so viele Unternehmensgründer haben hier gerade.

Mir ist ja nicht nur Gründung, wir könnten vielleicht auch die vielen sein, von denen wir gerade vorgesagt haben. Ja, mein Lachzohn, aber auch ein Grund für Altersarmut ist Selbstständigkeit. Also ich finde das nicht lustig, wenn junge Leute sich da was zumuten, die sind natürlich auch wagemutiger, die probieren was, die sind unerfahrene, aber da müssen dann auch welche dabei sein, die ihnen helfen, dass erfolgreich ist.

Und nicht nach dem Motto, naja gucken wir mal, wo wir da an Steuergelder rankommen, kann ich sein, also darf einfach nicht sein. Okay, was wünschst Du Dir denn für die nächsten fünf Jahre, sage ich mal? Also erstmal ganz allgemein wünsche ich mir, dass das Thema Wohngesundheit mal mehr in den Vordergrund drückt. Ich selbst habe das Problem und das hatte ich ja schon im Lockdown, ich habe mein Homeoffice und auf einmal bin ich länger in meiner Wohnung.

Jetzt gehe ich in Rente und ich bin sehr wahrscheinlich länger in meiner Wohnung. Also jetzt kannst Du sagen, mehr Wassereintrag geschenkt, aber ich bin diesen ganzen Dingen auch intensive ausgesetzt. Also meine Abwehr, also ich gebe es ja nicht zu offiziell, aber ich bin jetzt nicht mehr so leistungsfähig wie mit 20. Also ich habe es ja gar nicht. Nee, nee, nee, also ich lacht aber jetzt unter uns. In sechs Jahren fängt es dann wieder an, ne? Ja, ja, gut.

Und in 66 geht das Leben doch los. Dann finde ich, wer rastet, der rastet, das ist wirklich was dran. Und ich würde mir wünschen, dass ich dieses Unternehmen aufbauen kann, dass das langsam wächst und dass ich das vielleicht irgendwann dann in ... Für 400 Millionen verkaufen kann. Nee, nee, nee, ich möchte das jemanden übergeben. Am besten gibt es dann noch was, was ich, da so ein Aufsichtsrat und ich kann da eine Runde klug Schweizer, das wäre ja ... Nee, aber ohne Quatsch.

Ich würde es gerne übergeben und wenn das dann läuft, dann würde ich mich sehr darüber freuen und ganz allgemein hier auch für Duisburg, wir hatten das am Anfang, wir sind eine sehr arme Stadt, aber wir haben auch sehr viel Potenzial. Und das Potenzial ist nicht die Decarbonisierung von Tessen. Das Kapital ist, dass man die Ideen, die Kreativität der Leute ... Soll ich sagen, dass man den Boden bereitet, dass das auch Früchte tragen kann. Und wie gesagt, wir wären alle älter.

Ich hab, also wenn ihr seht, im Krankenwesen, Berbel Baas hat ja Werbung gemacht, gute Pflege. Ich hatte sie mal angeschrieben und hab mal aufgelistet, wie dann die Leute in den alten Pflegeheimen dann unter dem Lockdown gelitten haben, hat es aber nicht geantwortet. Womisch, ne? Ja. Aber wir werden alle älter und wir müssen darauf achten und wohn Gesundheit ist oder wohn krank, was weiß ich, ne? Ist ein Riesenthema. Das ist ein Riesenthema.

Und wenn ich dann mit diesen Geräten, und das ist ja erst der Anfang, wenn das läuft zu beitragen kann und damit ein bisschen Geld verdienen kann, ist das okay. Motorrad hab ich übrigens schon. Ach so, schuldigung. Ja, ja, ja. Und darauf zurückzufangen. Ja, ich würde sagen, spannendes Thema. Du hast einige Aspekte angesprochen, wirklich großartig beleuchten, konnten wir jetzt in der halben Stunde hier nichts. Aber ich finde es interessant, diese Aspekte mitbekommen zu haben.

Ich finde es auch spannend, dass du dir das mit 60 nochmal zumutest. Ist ja auch so, du könntest dich ja aufs Sofa legen und Fernsehe gucken den ganzen Tag, wie andere Menschen auch. Ja, ich schätze das sehr, dass es noch Leute gibt, die das nicht machen. Ja, du bist ja auch noch selbstständig, ne? Ja, auch immer noch. Ich wär noch bald 60, also von daher ist alles gut. Geht es gar nicht so schlimm, ist gar nicht so schlimm.

Nee, man muss nur ein dickes Fell haben und eine sehr hohe Frustrationstoleranz, besonders hier. Und da weiß ich wirklich, wovon ich spreche. Ja, ja, ja, ja. Aber das wollen wir jetzt gar nicht beleuchten. Und von daher danke ich dir sehr, dass du hier warst und einen Einblick gegeben hast. Ganz kurz vielleicht noch sehen wir dich denn irgendwo mal mit deinen Produkten, stellst du die vielleicht irgendwo mal vor? Ja, ich hoffe ja, da gibt es ja eine Gesundheitsmesse.

Da wollte ich das mal vorstellen. In Wüchburg hier? Ja, da hab ich von gehört. Ich muss mich noch weiter einarbeiten, sobald das... Ich kenne einen. Da gibt es auch eine Internetseite, ich weiß nicht, wie ich die benennen darf. Jetzt einfach gesunde Luft, aber auf Englisch, simply held CR. Da könnt ihr mal drauf gucken, da steht noch überall drauf in Gründung. Aber da kann man auch mal sehen, was das eigentlich macht. Es laufen auch noch Anmeldungen beim Patentamt.

Das sind aber keine Patente, sondern Geschmacksmuster, Designmuster, was weiß ich. Weil es da alles gibt. Der Name ist auch geschützt. Ich hab also jetzt noch einen Handelsname. War auch alles neu, was ich da gemacht habe. Also von daher könnt ihr da drauf gucken und irgendwann werde ich dann in den Markt gehen und Werbung machen. Also wenn er dann an einer Plakat vorbeifahrt und einfach gesunde Luft... Ich dachte, da sieht man ein Pilzfeld. Nein, nein, nein, nein.

Nur strahlende, gesunde Kinder und Rentner. Alles klar. Wunderbar. Ja, das war der Ruhr Podcast. Ich heute mit dem Thema Startup mit 60. Mein Name ist immer noch Franksepp Oberpichler und ich habe mich unterhalten mit Ulrich Mattel und ich sage danke und tschüss. Frank, ich sage vielen Dank und uns Duisburgern alles Gute. Also in jedem ganzen Ruhrgebiet, schuldigung, natürlich im Gan... Ja, allen, allen, allen. Bis dann, ne? Ruhr Podcast. [Musik]

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