[Musik] Ja, liebe Leute, ihr habt den Ruh-Podcast. Mein Name ist Zeb Oberpichler und ich bin heute nicht in Düsseldorf. Nein, ich bin im schönen Herne. Und warum bin ich in Herne? Weil ich in einem Einzelhandelsgeschäft meiner Wahl heute etwas getätigt habe. Ich habe nämlich einen Verstärker erworben und wo habe ich den erworben bei einem alten, mir guten Bekannten namens Dirk Gerlach.
Hallo Dirk. Schönen guten Tag. Grüß dich Zeb. Dirk, jetzt bist du ja schon seit vielen Jahren als Gitarrenhändler der Wahl unterwegs und ich habe dich, glaube ich, auch an mehreren Spielorten erlebt. Jetzt bist du hier in der, wie heißt das hier noch? Pastorinstraße? Pastoratstraße und nicht in Herne, ganz böse. Wir sind in Wannereichel. Ach du Schande. Das ist gar nicht mehr Herne. Das ist nicht der Herne. Das ist nicht Verfahrenschuld. Okay, also ich nehme alles zurück. Also wir sind
gar nicht in Herne, wir sind in Wannereichel. Ich habe mich schon gewundert. Aber okay, hier bist du jetzt aber auch schon ein paar Jahre. Ja, hier bin ich seit 2016 und das sind die heiligen Hallen vom Stadtpafemurie Piper. Der Pima-Piper-Kette kommt nämlich auch aus Wannereichel und der hat hier sein Imperium aufgebaut und da bin ich jetzt ganz dicht auf den Pferd. Also ja, riecht auch gut hier. Muss man sagen, das schon. Also ich habe hier schon viel Frettoil
gerochen gerade. Das ist ja ein Witz. Also wie kommt es denn zu Piper? Die sind hier ausgezogen und wollten, außer weil hier so viele Separis sind, haben sie rotlicht, jetzt Gitarrenludel, also andere Ludeln hatten sich auch beworben für die, für die Räumlichkeiten. Das wollte aber nicht, das stand sehr lange leer. Und der Vater von einer netten Fotografin sagte dann, hör mal dich hier, du willst
so wie dann Laden machen, mach den da rein und meine Tochter macht dann Fotostudio rein. Und jetzt haben uns die Räumlichkeiten gedeilt und machen das. Und funktioniert. So jetzt hört man ja so viel, dass die jungen Leute arbeiten ja nur noch über Computer und so weiter. Kommt denn auch noch welche und kaufen Gitarren? Das ist ja schön, ist ja früher bis ja verflucht dieses Internet Anfang der 2000er und jetzt freue ich mich, dass sie auch die jungen Leute Gitarren kaufen über das Internet.
Ja, also die jungen Leute sind natürlich weniger. Also ist mehr so die Zuckerwattefraktion, also graue Haare. Warum guckst du mich jetzt so? Ich hab wenigstens gar keine Haare. Aber es gibt sie noch tatsächlich hin und wieder die kiffenden Parkerträger, wie ich sie nenne. Wangen wir früher anders? Nein, nein, nein, alles gut. Und die dann gerne so eine Höfner aus den 60ern, so eine Brettgitarre für 300, 400 Euro und so, das passt schon noch her. Was ist denn so das klassische Gerät,
was hier den Laden verlässt? Das klassische Gerät ist einfach eigentlich eine wirklich eine Stratofenster, Stratocaster aus den 90er Jahren. Echt so ein Dauer-Sender. So ein echter Klassiker. Klassiker, sehr gute Gitarren, Preis-Leistung, phänomenal. Und die 70er sind ja mehr so 70er Jahre Stratzen, mehr so Sammlerobjekte. Das sind eingeblich schlechtes Gitarren, die sie gebaut haben, ist auch eine Philosophie für sich. Muss jeder wissen, der drei Punkt sind auch schwer.
Die werden aber gerne gesammelt und gespielt. Aber ich sag mal was, am meisten geht es in die 90er Jahre Stratz. Weil die kriegt man für relativ kleines Geld und sind echt größer. Und heute zutieren die Gitarren. Die machen schön den Plop-Sound. So ein Ding. Jetzt hat Peter Bursch, den du ja auch kennst, zu mir letztens noch gesagt, als wir über Gitarren philosophiert haben,
was wir hat uns so mal tun. Es gibt keine schlechten Gitarren mehr, kannst du das bestätigen? Nein, weil wir haben über so eine Hupe gesprochen, die irgendwie für 159 Euro angeboten wurde von einem großen Musikalienhand. Er hat so ein Ding grad in der Hand und sagt, er ist erstaunlich, weil man dafür 159 Euro kriegt tatsächlich. Ja, das ist richtig. Also es gibt noch schlechte Gitarren, das sind dann die, die dann zur Weihnachten in den Einsteigen, wie gesagt,
einen Discounter verkauft werden. Also die kann man wirklich nach Fotos kaufen, auch nur dafür benutzen. Oder für die Wand. Und größtenteils. Und es gibt, ja, ich weiß, so eine Hausmark der Jagdcafé von Rehwin gibt es natürlich auch als Gitarren. Und da haben wir festgestellt, die Zutaten sind okay. Ja. Und wenn die auch eingestellt wurden, ich sage mal Gitarre ist wie beim Auto, Zündung, Ventile muss eingestellt sein. Häufig werden die China einfach nur
zusammengebaut, da muss man noch ein bisschen Hand anlegen. Aber gerade bei den günstigen Akustikgitarren ist das so, das Holz ist noch nass. Wenn du das Ohr dran hältst, hörst du den Baum noch schreien. Und wenn das, im Laufe der nächsten zwei, drei, fünf Jahre austrocknet,
das Holz kann sein, dass sich das dann dabei verzieht. Also wie eine Gitarre, wenn die aus dem Karton ist und ist gut und lässt sich spielen, diese günstigen Gitarren gerade, stimmt ja und die Klingen auch und die Zutaten sind gut, aber wie die in fünf oder sechs Jahren dann ist, weiß ich
nicht. Da haben wir auch schon gerade bei einer günstigen Firma mit einem E-Forne, diese Juniors zum Beispiel, wir beide als Juniorfreunde mit der Wrap Around und da ist die Wrap Around, manchmal muss man da, weiß ich, 07er Seiten drauf machen, weil die Wrap Around schon so dem Sattel entgegen kommt die Brücke aus dem Karton. Okay, ja, einfach mal Hallo sagen.
Ein bisschen Grüßen am Tag. Jetzt habe ich mich ja bei dir natürlich nicht das erste Mal umgeschaut und du hast ja auch richtig erlesene Schätze hier an der Wand, die dann auch schon mal gerne 6, 7, 8.000 Euro kosten, das sind dann aber denke ich ganz andere Kundschaften, die dafür in den Fall gekommen. Oder hast du da auch einen langhabigen Parkerträger der? Ja, der zahlt dann aber meistens nicht im Bar, sondern der tauscht gerne. Der fährt dann meistens rückwärts ran,
mit seinem alten Bulli, mit roter Plakette. Guck mal, weil ich alles mitgebracht habe. Ja, können wir nicht. Genau, ich möchte jetzt einmal eine gehobene. Ja, ich mache das quasi auch wie so ein Oldtimer-Händler. Für die gibt es ja so viele Sammler natürlich oder Sachen, die hochwertig sind oder teuer sind und da gibt es dann auch einen Markt und da ist dieses, wie heißt das noch, Internet doch ganz ganz interessant, dass man den Kunden auch weltweit erreicht. Verkaufst du denn
mehr online oder kommen mehr Leute in Lagen kaufen? Soll ich jetzt ehrlich sein? Die wirtschaftliche Lage in diesem Land, ich verkauf auf jeden Fall viel weniger in Deutschland als im Ausland. Ist das so? Ja. Also gerade in den letzten Jahren ist der Umsatz in Deutschland extrem zurückgegangen. Das heißt DHL ist dein bester Freund? DHL mag mich, das sehe ich jeden Tag am Konto aus zu.
Ja, okay. Beste Freunde, verstehe. Ah, das ist natürlich spannend. Warum kaufen die Leute hier in Deutschland und nicht beispielsweise in England oder so, wo man ja irgendwie früher zumindest in London alle zwei Metern Gitarren lagen gehabt? Ja. Die haben natürlich auch nicht gerade den besten Ruf, wenn ich vorsicht sein will. Ja, was da so englert angeht in London und so. Und wenn jemand ein bestimmtes Modell sucht, also jemand, der eine Gitarre haben möchte, dem ist egal. Das gibt
ja nicht mehr so viele. Also so viele von diesen Modellen gibt es ja gar nicht. Die einen lauern schon irgendwo. Und so viele Händler, die scheinbar seriös leiden, scheinen, wie es ich dann, wie meine Homepage das woher gibt oder die Resonanz der Kunden ist. Man will ja schon eine gewisse Garantie haben, dass alles original ist und so weiter. Und dann die Paläden, die es dann gibt, die sowas anbieten, die Leute finden mich. Im Zweifelsfall über mein Thema Google-Bilder-Suche
findet ihr mich immer. Ja, ist ja interessant, dass auch mal, ich sag mal so gewühlt passieren zu lassen, weil wir sind ja beide groß geworden, da gab es noch keinen Internet und gab es auch
keine Handys und diesen ganzen Spaß. Und wir mussten uns ja damals unsere Information, da gab es noch das heilige Fachblatt, wie erinnern uns, die hat man, die Information hat man sich mühsam gesucht und hat irgendwie altgedienten Blues und Rock-Gitaristen der Vision auf die Finger gestarrt und sie dann dahin gegangen hat, kannst du mir mal einen Tit geben, wo kriege ich dies und das und wie man ist. Das ist ja alles heute vorbei und dass das natürlich Auswirkungen,
sag ich mal, auch auf den Einzelhandel hat, ist ja klar in gewisser Weise. Was ich spannend finde, ist, ich meine, das ist ja nicht klein, was du hier hast und du kannst das aber trotzdem, ich sag mal mit dem Verkauf alter, Gitarren, alter Effektgeräte, alter Verstärker, muss man ja auch so sagen, du bist fast gar keine Neu-Variant, bedienen und das ist doch erstaunlich, dass da eigentlich ein Geschäftsmodell, was es so eigentlich nur noch durch Internet gibt, oder? Ja, ich glaube durch
Internet gibt es das, eigentlich nur noch durchs Internet. Die Leute, die vorbeischauen, die wollen, wir wollen mal so gucken, wir wollen mal so stöbern. Die sogenannten Seeleute. Die Seeleute,
genau. Und das ist die eine Seite und die andere Seite. Ja, früher brauchte ich, dann habe ich eine Gitarre am Samstag angekauft, irgendwie, da habe ich dann neue Seiten drauf gemacht, die eingestellt und dann habe ich hier auch einen Haken gehangen und eine Fantasiezahl dran geschrieben und nächsten Samstag standen die Leute teilweise schon um 10 Uhr morgens mit Geld in der Tasche vor der Tür und haben gesagt, wir wollten ein paar, fahren ein paar Läden ab und
wenn die Gitarre dann noch da ist, dann kaufe ich die und dann habe ich gesagt, da ist schon einer drauf und dann wird die direkt verkauft und heute ist halt der Arbeitsaufwand natürlich viel,
viel größer. Also man sagt ja Fluch und Segen, weil im Internet der Segen ist, ich werde gefunden, jemand findet die Gitarre, aber bei einer alten Les Paul, alten Strat, was immer auch alt ist, schraubt noch mal auf, zeig noch mal die Pickups von ihnen, die Kurven, Rückholfeder, bisschen so, die Buchse noch mal ausbauen und ist überhaupt alles und dann kommt dann, wenn überhaupt noch ein Danker, Ghosting ist übrigens mein neues Lieblingswort,
dann machst du das alles, dann machst du das alles und dann sagst du, bitte, hier hast du die Bilder, hier hast du die Fotos und dann hörst du nie wieder was von ihnen. Und dann fragst du immer noch mal nach, hallo, was ist denn jetzt mit der Gitarre? Ja, ich wollte noch wissen, weil ich habe die gleich, ob meine auch so von ihnen als ich.
Ja gut, aber dafür hat man doch früher Gitarre und Bass gehabt, da war doch dieser Gitarre und Doktor, ich dachte, du hast eine, Ari hat wohl zwei, genau 213, die mag mir. Doktor Jochen Sommer, ach nee, das war ein anderer, das war davor. Genau, wie bist du denn dazu gekommen, Gitarrenhändler zu werden? Du hattest auch mal sowas wie noch Rock'n'Rollkajer davor, oder? Sowohl als auch, genau. Als Kind schon immer Kaufmannsladen gespielt, hat die Mama gesagt. Das ist das so?
Genau, und dann, so wir hatten ja mit der Gruppe Treff damals bei "Die Hardbreakers" mitgemacht, da waren wir zwölf Jahre alt in einem Film "Die Hardbreakers" mitgespielt. Und als wir dann 14 Jahre jung waren, sind wir da mal zu Lothar Meitt und den Produzenten von Marius Möller-Westernhagen eingeladen worden. Und das war so '84, '85, die neue deutsche Welle Zeit.
Und da kam eigentlich der große Kick, Gott sei Dank kann man heute sagen, in den Arsch, in dem Brümmen, wo die gesagt haben, ja, wir brauchen euch ja gar nicht. Talent hin, Talent her, aber die neue deutsche Welle läuft grad so gut. Also da war dann uns schon damals bewusst, ist ja egal, ob du ob er drauf hast oder nicht, es ist ein Business. Ja, klar. Es ist ein Business.
So, und da haben wir das mit dem Musik gemacht, erst mal sein gelassen und dann hab ich dann irgendwann beim Bayer's Musikladen hier vorne im Buch um meine Lehre gemacht. Also du bist richtig ausgebildet, Musikfalle? Genau, genau, genau. Und dann hab ich gesagt, du, jetzt machst du irgendwann mal so 'n Laden, ne?
Und dann zwischendurch bei meinen Jungs, unseren bekannten Jungs, Fließmuskeln, ausgeholfen damals Uwe Faust, Gott hab ihn seelig, sagt er immer, sagt er, da ist 'ne Band, irgendwie, kann so 'n Dudler wie dich brauchen. Ja, genau. Und dann waren wir da mal ein bisschen unterwegs. Ja, ja gut, ich meine, seit der Zeit kennen wir uns ja auch. Genau.
Dann hast du aber irgendwann die Rock'n'Roll-Gitarre, also zumindest den Weg in den Ruhm, hast du dann ja irgendwie ein bisschen anders beschritten und bist dann mehrheitlich in den Einzelhandel zurückgekehrt, hast du deinen ersten Laden in Herne, jetzt bin ich hier. Jetzt bis in Herne, genau. Und dann bin ich aufgemacht, den ich ja auch noch kenne und wo ich ja damals auch schon Kunde war. Hast du denn die musikalischen Ambitionen komplett aufgegeben?
Ich meine, gibt ja noch die Gerlachos, ne? Genau, wir machen mit den Los Gerlachos, mein Bruder und ich alleine, wir machen noch die Loggerlachos Band von ganz, ganz früher auf, das wir immer schon gemacht haben, ist halt das übliche Coverzeug, was wir machen. So für Partys. Für Partys und so weiter und so weiter. Da machen wir das nach wie vor noch, ne?
Und verschiedene Projekte mal oder wird auch gerne mal eingeladen für irgendwelche Sachen, zwei, drei Songenmitspieler als Gitarist oder so kennst du auch, irgendwelche Jungs machen dann Weihnachtsparty, willst du die Songs mitspielen, das mache ich immer noch gerne. Dann werden die Gitarren mal ausgeführt. Nicht nur vor dem Spiegel, sondern nach draußen. Mit Publikum. Dann werden die auch mal ein Big Clash. Dann kommen die auch mal raus.
Ja, das ist doch auch schön, wenn du auch mal irgendetwas anderes sehen kannst. Genau. Von den Keller. Ja, das ist doch super. Also das heißt, das Rock'n'Roll Herz schlägt immer noch, aber eigentlich bist du Geschäftsmann, oder? Ja, und es ist auch sehr, sehr zeitaufwendig. Also früher war das schwierigste an einem Laden morgens pünktlich aufzuschließen. Ja, ich hätte mich. Und heute ist es halt eigentlich ein 14-Stunden-Job.
Morgens irgendwelche E-Mails beantworten, von Jungs, die nachts irgendwie dreier Tür auf den Kessel hatten und mir irgendwas geschrieben haben. Ja, kenne ich. Bisschen zu "ach, Scheiße, der wollte nochmal, dass auch die Gitarre von Ihnen fotografiert haben, das mache ich dann nach Feierabend, schraube ich die nochmal auf und schick noch mal Fotos raus." Also es ist sehr, sehr aufwendig. Und da bleibt natürlich so ein bisschen Schuß, dass die schlechtesten Schuhe leisten.
Samstag, wenn wir einen Gig haben, sitzt sie im Auto, du kennst das im Bus, habe ich überhaupt neue Seitenaufgaben, so ein Scheiße, wollte ich doch gerade noch machen. Genau, ja, klar. Und dann habe ich den Laden jetzt 10 bis 14 Uhr auf und habe sich geschafft, Seitenaufzug zu fliehen und fahre dann mit alten Seiten zum Gig. Ja, ja nicht. Aber noch besser ist es, wenn man dann vom Gig zurück kommt und du kennst es, die Leute auch.
Nehmen wir einer, sitzen wir da, Scheiße, wo ist mein Stück? Wo ist mein Kabel? Auf Teilmittel, hat er keine eingepackt. Es gab einen Gig, der hatte besagt, Mr. One Take, hier im Selbststand, die seine Gipsel des Polischwarzes von, vergesst. Oh, so, vergesst. Da hat er mein Gottstag, da hat jemand angerufen nachher und gesagt, "Sommer, habt ihr eine Gitarre, vergesst." Okay. Das ist ganz groß. Das sucht man sich erst mal leisten. Schöne Grüße an Edem von dir aus.
Ich wusste, wen du meinst. Ja, also die Leute gibt es auch immer noch, das ist richtig. Ja, sehr schöne Geschichten, die wir sicherlich jetzt auswalzen könnten, wenn wir ... Könnten wir auch nicht. Wir wollen ja auch darüber wehnen, wie es heute ist, überhaupt so ein Laden zu betreiben.
Das Sterben, grundsätzlich im Einzelhandel, nimmt ja immer mehr Überhand, habe ich so den Eindruck, als wäre es, wenn man durch die Städte auch geht, viele Ehemannsinnhaber geführte Einzelhändler machen zu. Ich finde auch keinen Nachwuchs mehr. Das heißt also, um so ein Laden zu betreiben, denke ich, braucht man jetzt nicht nur das Gewisse noch hau, sondern da steckt auch sicherlich auch viel Herzblut drin, oder?
Viel Herzblut und natürlich auch viel Zeit, den man da reinsteckt, natürlich, mehr als früher. Und wie aufgefallen ist, bleibt mal bei unserer Branche, viele haben es nicht geschafft, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich vielleicht auch eine Sache zu spezialisieren, weil der Vollsortimentler, den es ja immer noch gibt oder gab bis vor kurzem, das hatte eigentlich keine Chance mehr. Man kann nicht Keywords machen und PA und noch Gitarren verstärkt, und Akustik und E-Gitarren.
Ich sage mal, gibt ja die großen Online-Händler und der Kunde erwartet zwar alles, weil er das im Internet sieht, aber ich finde, die ein oder anderen hätten eine Chance gehabt, wenn sie sich auf Sachen spezialisiert hätten. In unserer Branche kommt das Phänomen dazu, dass viele in den 80ern, ich sage mal hier im Ruhrgebiet, die waren vor Kohle, die waren Berchtleute, die Ketzecha zugemacht, was mache ich, ich mache einen Gitarrenladen. Sind aber keine Kaufleute gewesen.
Ja, die waren ja vor Kohle. Ja, vor Kohle. So, das kommt natürlich noch hinzu. Also, da gibt noch den ein oder anderen Laden und da sitzt dann der über 70-Jährige drin und freut sich, dass er noch ein paar Satze Seiten aufziehen kann, auf einer Konzertgitarre, um sich was zu essen zu kaufen. Klingt hart, ist das so. Ja, das weiß.
Und ja, man muss da, ich habe auch eine Bauchlandung hinter mich gebracht, wo ich auch da geht, irgendwie alles so weiter und dieses Internet setzt sich nicht durch. Ja, dieses Neue. Dieses Neue, genau. Und ich habe noch gedacht, hey, antizyklisch handeln, jetzt mache ich noch einen größeren Laden und es hat aber komplett nicht funktioniert. Das war damals zur Globalisierungszeit und der Herr eBay war auf einmal Gott. Ja, das ist ich da, ne? Man kauft doch jetzt beim eBay und so.
Ja, genau. Na ja, und das muss sich auch lernen und heute nutze ich halt beides, also vor Ort sein. Und alles Social-Media-Kanäle, ob es einem gefällt oder nicht, man muss die bespielen. Da bist du sehr präsent, ne? Ja. Das sehe ich ja auch regelmäßig. Also, mehr hat mal einer gesagt, wenn sie bei Instagram ist, den gibt's nicht. Also, gelbe Seiten braucht eigentlich kein... Ja, mehr so. Und es gibt ja auch kaum. Genau. Und es hat noch einer gelbe Seite. Wo stehen sie?
Ja, ich hoffe, die, die mir die Sachen anbieten. So, natürlich. Die Oma soll ruhig noch mal gucken, wenn sie eine Gitarre runter bettet, ob sie mich dort finden. Ja, da schließt sich ja die nächste Frage quasi an. Also, wie kommst du überhaupt an deine Instrumente? Also, das heißt, du wirst letztlich von den Omas, also den älteren Ehefrauen angerufen, deren Männer gestorben sind und die gute Dame sagt, hier liegt's weit rum.
Ja, also, ich sag mal so, ich bin wahrscheinlich einer der jüngsten Dinosaurier in unserer Branche. Aber auch schon relativ lange dabei. Ja. Und, toi toi toi, da hab ich einen relativ guten Ruf, sodass sie sich erinnern und so. Da war doch mal was. Und dann hat früher gesagt, wenn mal, der beschweißt nicht ganz so. Für die anderen. Und ja, so ist das halt. Also, dann rufen die halt an und sagen, wir haben hier noch und mein Mann ist verstorben oder so, oder man kennt sich halt.
Viele, viele alte Musiker. Corona war der Klassiker. Corona war für viele, viele sind sich halt nicht im Einzelhande ganz, ganz schwierig und sehr, sehr, sehr schlimm. Und für mich war das sechs Jahre im Lotto. Wie kann das? Das kann, weil ich ja schon in den 90ern den Laden hatte und die Musiker mich kannten. Die haben bei mir gekauft, die Tanzmusik oder Uldi-Musik gemacht haben. Die waren also mein Alter plus 20, plus 25. Und zur Corona waren die alle Ende 60, Anfang 70.
Ich hab gesagt, Dirk, weißt du was, ich mach keine Musik mehr. Der Klassiker irgendwie, genau, der Bassist hat sich eingesperrt. Der geht gar nicht mehr raus aufgrund von Corona. Der Bauch wird immer dicker. Wir gehen nicht mehr auf die Bühne. Hier stehen zwölf Gitarren. Meine Frau will Wintergarten und ich will ein Wohnmobil. Was können wir machen? So, verkaufe die Dinger. Und andererseits waren halt die Jungs irgendwie alle im Homeoffice.
Und haben gesagt, auch so eine echte Gipsong, mal eine Wand. Also das sieht doch gut aus. Das war zu Corona-Zeiten sehr, sehr gut. Verkaufst du eigentlich mehr an echte Musiker, also an Profis oder an Leute, die mal so spielen oder wie du jetzt eben sagst, eine echte Gipsong an der Wand haben wollen? Das, ich glaube, das fällt sich die Waage. An echte Musiker, da wird weniger Verkauf mehr vertauscht. Ja, weil du den nicht verstehst.
Okay, lieber zuhören, jetzt kannst du jetzt nicht so stehen. Da wird er so mehr vertauscht. Und leider, der ein oder andere Musiker wird jetzt weinend ersitzen und sagen, der Rechtsanwalt halt auch. Der sagt, Rechtsanwalt, oh, so eine Peter Green-Gitarre, Aller Gary Moore mit der schönen Holzdeckenmaßrunk. Und so wollte ich immer schon mal haben. Und dann gibt es noch die mit dem Zertifikat dabei für acht oder so.
12.000 Euro. Und ja, wo die einen sagen, die treiben die Preise in der Höhe von von den Sachen, die die Musiker vielleicht noch leisten konnten. 70er Jahre stand eine Musicmaster, die ich gerade habe oder irgendwie sowas, die eigentlich oder die L6 die ihr sehn hast. Die waren auch nicht so hochpreisig und war immer eine gute Gitarre für kleines Geld. Aber jetzt, wenn du eine Original hast, im Originalkoffer, im guten Zustand, gehen die
halt auch schon in die Sammlerpreisregion. Das ist aber bei Autos auch so. Ist ja letztlich bei allem so. Ja, genau. Ich meine, guck dir an, was Kunst heute kostet, also echte. Dann siehst du ja auch da, dass es offensichtlich ja auch einen Markt natürlich für solche Sachen gibt, dass aber vielleicht ja auch eine Sehnsucht danach gibt, etwas echtes Altes zu haben und nicht jetzt irgendein Ding aus Innochina oder so. Wobei ist da gar nichts gegen Sangel. Da wären bestimmt
auch gute Gitarren gebaut. Aber natürlich gibt es halt die Fans, die sagen wollen, das ist das Instrument, was in der Zeit gebaut wurde als George Harrison das und das Solo von "Why My Guitar Gently Weeps" gespielt hat. Und das verstehe ich sehr gut. Also ich habe mal ein Interview mit Tom Petty gelesen, der mit den Hardbreakers zusammen müssen, die als Firma eine riesen Gitarrensammlung gehabt haben, irgendwie 500 Gitarren oder so
und besser. Und dann hat man ihn gefragt, warum er denn diese ganzen Gitarren hortet, ob er die danach gespielt. Du hast doch schon zwei Gitarren, komm, komm, komm, komm, komm, komm rein, kannst doch gar nicht alle spielen. Schon gar nicht gleichzeitig. Ich habe mich irgendwo schon mal gesagt, naja, auf jeden Fall, sagte er dann, ja, ich habe
aber doch auch den Auftrag, diese Kultur zu bewahren. Und in den USA, ich meine, da wirst du ja sicherlich auch unterstützen, ist eigentlich schon ab Mitte der 90er Jahre, sind ja wohlhabende Japaner eingefallen und alles an Fender und Gibson und Rickenbecker aufgekauft, was irgendwie gerade grad war. Und von daher diesen Ansatz kann ich verstehen, also Kultur zu bewahren, Kultur zu bewahren. War das auch ein Antrieb für dich, so in diese Branche zu gehen?
Ja, wir sitzen ja hier in meinem Büro, die zuhörig können Sie nicht sehen, aber hier sind eigentlich alles schöne Gitarren, die haben zwar Preisschilder, aber von denen möchte ich keine verkaufen. So wie ich das verstehe. Und ich kann mir keine leisten. Die ein oder andere würde ich schon gerne auch besitzen, ganz ehrlich. Warum soll ich bügen? Aber da in der einen steht Matfors Sale, warum? Das ist so fake, ne?
Nein, die habe ich noch nicht auseinander gebaut. Mussten jede Gitarre auseinander? Ja, wir müssen ja gucken, von wann die genau ist, ob die original ist oder nicht. Also die ist reingekommen gerade, das ist eine 71er Strat, eine Baujahr 71. Genau, und ob die
Pothys jetzt von 69 sind oder auch von 71, das ist die Frage. Gibt es eigentlich eine Gitarre, von der du weißt, dass es die gibt, aber die du noch nie in der Hand hattest und die du gerne mal haben wollen würdest, oder auch gerne mal ankaufen und wieder verkaufen würdest? Ja, jetzt hast du mich erwischt. Wo ist die Gitarre? Die würde ich jetzt auch ankaufen. Wenn ich so eine, du wüsst ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Also ich hatte schon
viele Gitarren in der Hand, bloß dann dann, toll, toll, toll. Und ja, es gibt... Gibt es einen heiligen Graal, wo du sagst, das ist so ein Ding, das würde ich einfach gerne mal haben. Und wenn es dann wirklich mal reinkommen würde, würdest du die abgeben und... Ja, da war tatsächlich eine, es gibt gar nichts, gar nichts so altes und so, singst, aber es gibt nur ein paar Handgebaute, Gipsen, L5s, Ronn Wut-Modell mit einem Pickup-Node,
in schwarz, in eine Flache. Und da gab es auch eine, ich glaube, eine hat dann Ritchie Sambora gehabt oder gekauft und so eine wurde mir mal angeboten, dann aber auch wieder zurückgezogen. Okay. So eine Art Prototypen. Da sind wohl nur fünf Stück vergebaut worden, einer hat Kies, einer hat Ronn Wut, eine Ritchie Sambora und es soll noch zwei geben davon. Das war so ein Ding, wo ich dachte, okay, das wäre... Einer hat bestimmt Joe Bonamassa, der hat
Ritchie Sambora. Der hat drei davon. Warte mal, echt noch mal nach. Das ist auch endlich verrückt, also das ist tatsächlich dann diese Sonderedition, ob immer noch gibt und die ja zum Teil auch zu Wahnsinnskursen gehandelt werden. Also ich weiß ja auch von gewissen Gitarren, die verkauft worden sind, also da kann man sich auch locker zwei, drei Häuser verkaufen. Ja, also es geht ins unermessliche. Da oben, es waren ja die Roy Gelliger Stratz,
ist verkauft worden und ein paar andere Sachen, die die wirklich gespielt haben. Und da ist natürlich der Fan, der ja am meisten bietet, am meisten Geld hat und sich das leisten kann. Also ich weiß, bei Roy Gelliger habe ich fast umgefallen. Da habe ich auch mit geboten leider so etwas zu hoch aufgehört für der 58er Junior, die gar nicht so teuer verkauft wurde, aber
da wurde ein Flightcase verkauft. Ein grünes Flightcase, wo er wahrscheinlich hat, dass er auf der Bühne stehen gehabt, immer und sein Whiskey da draufkriegt und darauf ausgeschüttet, allein das Flightcase ist glaube ich für über 20.000 Pfund verkauft worden. Und das war geschätzt auf 750 Pfund. Ja, ja klar. So und danach kam direkt die Junior, auf die Bühne, die ich dann mit geboten hab und dann bin ich irgendwie bei 20 ausgestiegen und
die ist dann glaube ich nur für 22 verkauft. Und das ist eine 58er Junior gespielt und Vorbesitzer Roy Gelliger. Also da habe ich mich dann schon ein bisschen geärgert. Da ist ich geärgert. Das verstehe ich gut, aber ich meine, 20 ist ja auch richtig Geld. Ja, aber für eine Junior bist du so bei 10, 12 ohne dass du Roy Gelliger spielst. Ja, okay. Klar.
Ja. Und was ist so die größte, preisigste Gitarre, die du bisher verkauft hast? Ich habe verkauft die Number One von Steeway One, also eine Custom Shop Gitarre nachgebaut, wie er die auch hatte von die Number One und John Cruise, genau John Cruise nachgebaut, die Gitarre, die habe ich verkauft für 39.000 Euro. Wow. Vervorabüberweisung, jetzt kommt die Geschichte dazu. Ja, in England, also in Großbritannien, lebende Chinese gekauft und er dachte, ich könnte ihm die einfach
rüber schicken. Nein. Ich sollte auf die Rechnung irgendwie 300, 300 Pfund schreiben für eine billige Gitarre. Ich habe gesagt, mache ich nicht. Also kannst du die hier abholen, weil England und so weiter hinschicken. Und der ist dann tatsächlich hierhin gekommen, Düsseldorf gelandet, mit dem Taxi hier vorgefahren, hat das Taxi warten lassen. Hat die Gitarre in ein ganz mildes Rucksack gepackt. Ach so.
Und die Case ist irgendwie anders verpackt und die hat er dann aufgegeben, die Case ist und die Gitarre im Flieger mit nach Hause genommen. Also ein Sportsfreund. Ein Sportsfreund. Wow, das ist natürlich nicht schlecht. Und die teuer, weißt du, die teuerste Gitarre, die überhaupt jemals verkauft wurde? Von Eric Leckin, die Blickey, die ist da glaube ich so teuer gegangen. Also ich weiß, Kirk Hammond hat
die Greeny gekauft. Greeny für 1,5 Millionen? Nein, nein, nein, das glaubt die Blickey. Das war aber auch so eine knacklige Dione. Ja, und jetzt war glaube ich die schwarze, die Nummer eins quasi von David
Güllmore, war auch so viel ums. Und Kirk Hammond, aber witziger und heulnerweise natürlich, der hat dem Bund irgendwann mal vor 10, 20 Jahren in die Gitarre geklaut, seine Jackson und seitdem haben wir den Schraubenzieher und Hauter hinten seinen Initialen rein und ja, er hat es auch bei der legendären Greeny gemacht. Nein. Ja. Man kauft sich eine Gitarre für 1,5 Millionen. Und Haut erst mal noch. Haut erst mal
seine Initialen hinten rein. Ich sag mal so, am Feingild willst du da nicht fangen. Nein. Und er soll gesagt haben, also ich hatte schon bessere Gitarren für weniger Geld in der Hand. Ja gut, auf das kann ich mir vorstellen. Die 1,5 Millionen, die wirst du da nicht hören, glaube ich. Nein, das ist ja
wirklich das Fendt. Also ich hab das auch immer hier, wir haben es gerade kurz drüber unterhalten, dass die Leute hier stehen, meistens die Jungs aus den 70ern, irgendwie Alter, die Gitarre, die waren mal für Drona und Marc, die bei Kleinanzeigen damals noch, ich hieß da noch Reviermark. Da haben wir jetzt immer Alter 3,5 Magen Reviermark gekostet, jetzt hast du da 3.000 dran stehen. Genau, und dann sage ich
immer, taus ich gegen Käfer. Der hat auch mal nur 500 Magen gekostet. Dann bringen wir einen super Zustand. Dann können wir dann noch revieren. Okay, hast du auch manchmal, also ich mein, vieles davon ist ja sehr lustig und dieses ganze Geargequatsch mit Kollegen und so, das macht ja auch bis zu
einem Wissengrad wirklich Bock. Also ist ja immer immer funny und lustige Geschichten kommen dabei, wo man so, hast du auch mal so richtige Eds-Kunden gehabt oder so, ich sag mal so bestimmte Verhaltensweisen
vom Kunden, wo du sagst, bitte nicht, macht das jemand anders, aber nicht hier? Ja, ja, klar. Deshalb hab ich eine Kamera draußen dran und deshalb frage ich nach einem Termin und ich will nicht sagen, da kennt ihr Schweine schon am Gang, aber man hat halt auch Leute, wo der weiß, die wollen nur Informationen klauen, wo hast du die Sachen in der Nähe, weil ich sind da in dem Tonfall und so den Ton macht die Musik und da ich das mit Liebe habe, habe ich rein natürlich Betreiber, aber auch
relativ professionell, Zeit ist Geld, muss ich denen dann meistens sagen, dass sie auch dann besser gehen wollen oder ich sage manchmal sind die besten Jobs, die oder Geschäfte, die man nicht macht und dann ist das halt so. Das gibt es immer wieder, wo ich sage, der will jetzt nur, das will der eigentlich. Hast du eigentlich viel Probleme mit Diebstahl? Nein, toll, toll, toll, toll, toll nicht, weil generell ist der Diebstahl bei Gitarren zurückgegangen aufgrund des Internet,
also jede Gitarre ist zurückverfolgbar, man ist untereinander vernetzt oder so. Notierst du jede Nummer? Ja, klar, wir haben alle, ich kann genau erkennen, ob die Gitarre schon mal hier war, Seriennummer werden notiert und so und kommt natürlich auch die Rechnung mit drauf und die Fotos sind immer noch nach wie vor abgesaved und so, also das machen wir schon alles ziemlich
safe und die Händler tauschen sich auch aus. Also manche Jungs, die vielleicht irgendwie schnell Geld, das schnelle Geld wittern und hier eine Gitarre klauen, die sind noch nicht aus der Tür raus und oder jetzt bei Hardline und letztens in Gitarre geklaut in Wuppertal und ich hatte sofort am nächsten Tag die E-Mail und habe gesehen im Verteiler alle Händlerkollegen haben die da. Es gibt keine Ahnung, Ferkauf-Läden mehr im klassischen Sinn, die noch Gitarren ankaufen und bei Kleineren
zeigen wird die auch sofort jeder finden. Also das ist eigentlich Gott sei Dank ärgerlich ist es, wenn wirklich einer hier bei der 65er Jazzmaster, wenn mir da einer den Hebel abzieht oder so, so den Trimolo-Hebel abzieht, das wäre ärgerlich. Aber ansonsten eigentlich nicht. Also wie gesagt, seid ihr untereinander sehr gut vernetzt, also ihr Händler selber tauscht ihr euch auch schon
mal aus? Ja klar. Also wenn jetzt ein Kollege aus Wuppertal anruft und sagt, ich habe hier einen Kunden, der will hier, ich gucke gerade die Babyking, die Lust hier, so eine Schwatte, hast du eine rumstehen, kannst du mir den für einen guten Preis geben und ich verticke die weiter, funktioniert so. Ja, ja so funktioniert. Mit einigen, wir haben mit einigen besser mehr, nicht so gut, aber das funktioniert schon. Aber es ist eigentlich ganz schön, dass man dann so untereinander auf so ein
gewisses Netzwerk aufbauen kann. Man dient ja dann letztlich auch dem Interessenten, dem Käufer. Ja, also dann bin ich da ruhiger und entspannter geworden oder halt die ganze Szene ist einfach ruhiger und entspannter geworden bei dieser Sache untereinander, vielleicht auch weil es
mittlerweile weniger gibt. Aber es hat auch langer teilweise spinnefein. Ja und es haben auch immer die Kunden versucht, die Händler gegeneinander auszuspielen und ich sage mal, das ist natürlich ein Problem, wenn du neue Ware verkaufst, weil da ist die Marge knapp, um dann von Laden zu laden und dann wird rumtelefoniert oder sonst was und noch fünf Euro runter und noch fünf Euro runter, dann versucht man halt zu sagen, wir verkaufen es nicht darunter, aber Katelniet halt nicht.
Aber das ist halt lange her, also ich habe in uns auch mit dem gebraucht waren oder so, das funktioniert. Ich war jetzt letztens, hat der Karl-Heinz seinen Musikhaus Süd zugemacht, in Recklinghausen Süd ist ihm gegönnt, in 69 Jahren finde ich auch gut, dass ist die Entscheidung
so cool wie er ist, getroffen hat, Enkelkinder und er hat gut aufgepasst die ganze Zeit. Genau und da waren viele, viele Kunden von uns dann auch da und als wir hinten zwei Minuten sind, da guckt man wie ins Spiel gestört die viele gucken, dass wir beide gute Freunde sind, wir sind wirklich richtig gute Freunde mittlerweile, grünen zusammen am Samstagabend und so weiter und das haben viele nicht verstanden, die dachten auch, wir waren Konkurrenten oder so, weil wir gerade mal ja
15 Minuten von anderen entfernt sind. Aber das musst du ja gar nicht, der Kuchen ist groß genug. Ja, denke ich auch. Genau, jetzt habe ich eben gesehen, du hast ja auch immer mal Instrumente von berühmten Musikern hier, von Rod Gonzales, von den Ärzten, das ist ja der ganze Menge rumstehen,
wie kommt es zu solchen Kontakten? Ja, Rod habe ich damals kennengelernt, da haben die damit abwärts im Zwischenfall gespielt, im Zwischenfall ist es schon ewig her und mit unseren gemeinsamen guten Freunden, Gott habe ich gesehen, ich uwe Faust, wir mussten da noch was ausliefern.
Rod ist der Amp abgeraucht und unter anderem haben wir dann auch den Amp, da habe ich den Amp hingebracht und da haben wir uns da kennelernt und dann ist das irgendwie letztens, haben die in Oberhausen gespielt und ich habe so eine limitierte Kissgitarre da gehabt und dann kannst die vorbeibringen, bring mir die Backstage und dann habe ich die Backstaging, eine für Bela zum Geburtstag als Geschenk, Rod ihm geschenkt und es war da als Heavy super lustig und da war noch
Noppa da, der Backliner und man kennt sich, man kennt sich, ha ha ha und dann irgendwann dachte, Rod, ich habe noch so viel Zeug zu Hause, das muss Altes, muss raus, Neues, muss rein, irgendwie drei Gitarren gegen eine tauschen, irgendwie hochwertige Zeug und dann haben wir hin und her gemailt und dann bin ich nach Berlin gefahren und dann haben wir da halt mein Auto voll gemacht, hingefahren und wieder voll zurück, Schnickschnack Schnuck. Wie das halt so ist.
Wieder halt so ist und dann hat er gemerkt, okay das funktioniert und natürlich möchte er sich um den Abverkauf von seinen Sachen nicht selber kümmern, also wenn er rote Equipment hat oder irgendwas und dann rufen da 500 Leute an, die ein Foto mit ihm haben wollen oder kennenlernen wollen und dann doch nichts kaufen, da hat er natürlich keinen Bock drauf und das funktioniert gut, da gibt mir teilweise Sachen in Kommission mit, wo ich sage, preislich kommen wir da oder ich mache
ich für dich und ich kann damit werben und wenn das Ding verkauft ist, dann kriegt er so eine Kohle. Ja, ist ja super und Steffi Stefan auch so? Genau, genau, Steffi Stefan. Ja, kommt ja auch nicht so weit weg, glaube ich. In dem Münster. Ich hatte dich immer mal öfter auch gesehen mit Steve Stevens zusammen, wie kam der Kontakt zusammen? Ja, Steve Stevens, sehr sehr witzig. Steve Stevens ist natürlich ein Idol seitdem er hat. Klar, mega.
Und der hat irgendwie in der Zeche im Buchen gespielt mit seiner eigenen Konstellation und ich finde diese Nex-Gitarren, die er spielt, auch ganz toll und hat mir auch eine von den Dingern gebraucht, wie sagten die Leute, weil sich das hasse schießen können. Was so schießen können?
Hab ich schießen können und da habe ich gesehen, wer hat ja einen Online-Schirm verkauft, sein eigenes Equipment unter anderem und so weiter und da habe ich die angetickert im Buch um halb weil meine war nicht signiert und größtzeit signiert er seine Gitarren halt auch. Ja, okay. Und seine Frau Josie hat dann gesagt, ja, kein Problem, kannst vorbeikommen und sie
kommst zum Backstage und dann wird das signiert und so. Da haben wir echt super Fach, wie du gerade sagst, Nördgespräche geführt, aber das Gewicht der Gitarre. Das ist ja ein knaller Gitarist, jeden Fall. Und die Gitarre ist halt relativ schwer und alle seine Modelle sind sehr schwer und habe mich gefreut, davon wie das kommt, dass halt viele Musikern irgendwie eine leichte Gitarre haben.
Und das ist das, was vielleicht auch viele Musiker wissen, seine ersten richtig gute Gitarre war der Gibson Les Paul Custom an der Zeit und ist natürlich tierisch schwer gewesen. Und seitdem hat er sich daran gewöhnt, dass eine Gitarre ein richtiges Gewicht haben muss. Und wir alle kommen ja irgendwann doch wieder back to the roots, da zu den Wurzeln zurück, was die Gitarren geben, wenn ich meine. Ja, das auch. Jetzt hand aufs Herz, deine Lieblingsgitarren? Meine 58er Junior. Ja, gut.
Die kenn ich ja auch, haben wir auch schon ein paar Mal gesehen, glaube ich. Okay, aber eigentlich warst du doch mal so als Teele-Mand. Ja, ja, war eine 83er Squire Teele damals bei Bayers gekauft, bei ersten Musikgladen 1983. Und für 690 Mark und das war eigentlich meine richtig erste Gitarre. So, und die spiele ich auch heute noch, die 83er Squire. Und hab noch ne 2, ne?
Ne Blonde, genau, die 83er Squire hab ich, die Japan, dann hab ich das gleiche, das Pondant quasi vom 85 als Paisley-Teele, pink Paisley-Teele mit nem schönen Bixby drauf. Dann auch zu meiner Lehrzeit bei Bayers damals noch mit Fax, wir hatten bei Grunen Guitars die Gitarren eingekauft, war dann eine schwarze, Teele-Caster Custom, aller Keith Richards und ungesehen damals noch überlegt, auf Faxstand Angebot, ich glaub 1000 Mark, 1000 Dollar, 1000 Mark, keine Ahnung.
Ich stelle mir die Gitarre als Keith's Fan, ich muss ne schwarze Teele haben, die hab ich auch noch. Das hast du eigentlich alles gesagt, oder? Und deiner Lieblingsgitarre? Ja, weil ich ja P-Touncing-Fan bin, spiele ich natürlich gerne SG, tatsächlich. Ich hab ja 2 sehr schöne SG's, eine von dir, du wirst dich erinnern, ich hab mal ne 67er SG von dir gekauft, ist viele, viele Jahre her. Die war bestimmt viel zu billig.
Nee, die hat Geld gekauft, aber es war noch D-Mark, und das war für mich ein sehr hoher Betrag. Nehm ich den wieder, in Euro. Jetzt muss ich dazu sagen, diese Gitarre hat wirklich den einen oder anderen Kampf miterlebt, aber die hab ich halt immer noch und ich hab eine aus 90er Jahren mit P90.
Die spiele ich sehr oft, aber eigentlich aktuell, ganz ehrlich spiele ich fast ausschließlich gerade ne Gibson Spirit aus den 80er Jahren, das ist eigentlich die Double Cut, wie man sie in den 60er Jahren hat. Und da hab ich halt auch so ein Ding, ich hab früher die Hamburger Gitarren, die ich hatte, da hab ich immer hinten einen Seymour Duncan 57er reingebastelt und das war eigentlich so auch mein Pick-up, der so schön cremig singt.
Und das ist so schön, wenn man halt sagt, man hat einen so Farben, dann spielst du dann wieder die P90, dann spielst du wieder die Alts-ASG, dann die Melodie und so, das geht mir auch so. Aber ich hab auch schon sehr viele sehr unterschiedliche Gitarren durch. Genau, genau. Ich bin zum Beispiel gar kein Strahtspieler, ich hab immer noch zwei Strahts, die ich halt habe. Ich bin kein Strahtspieler. Lass mich raten, dass der Schalter immer im Weg, dass jemand anderen Pick-up dran ist.
Da ist auch immer das Volumenpilat. Ich weiß nicht, also ich spiel das Spiel. Geht zu viel mit den Armen. Genau, auch runter ist ein Hebel. Aber weil ich wiederum sehr, sehr gut spiele, ich hatte mal so ein Rock'n'Roll Trio und da haben wir viel auch so Surf-Songs gemacht. Da hab ich mir eine Jazzmaster gegönnt und die spiele ich wiederum sehr gerne. Aber ist auch irgendwie eine ganz andere Gitarre als der Straht. Genau, genau. Ja, sehr cool. Schön.
Dann würde ich sagen, so viel für heute, kleiner Gitarre-Exkurs. Kleiner Exkurs in die große Welt des hinhabergeführten Einzelhandels, wie man so sagt. Danke sehr fürs Gespräch und ich komme bestimmt bald wieder. Ich hab da was immer gut gemacht. Sehr schön, Dankeschön. Ja, das war's wieder mit dem Ruhr-Podcast. Mein Name ist immer noch Zeb Oberpichler, ich bin immer noch in Wander Eichel. Jawohl. Ich bin immer noch gar nicht in Herr. Ich bin in Wander Eichel bei Second Hand Musicland.
Und ja, herzlichen Dank fürs Zuhören. Ich sage tschüss. Und ich sage auch tschüss. Bis dahin, tschau tschau. Ruhr-Podcast.
