Warum die Bahn Papiertickets abschaffen möchte - podcast episode cover

Warum die Bahn Papiertickets abschaffen möchte

Jan 09, 20251 hr 26 min
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Episode description

Die Rheinbahn hat angekündigt, ihr Ticketsystem zu digitalisieren - darauf gibt es gemischte Reaktionen. Zurecht? Das und mehr in dieser Episode.

Transcript

Wenn es nicht regnet oder schneit oder super windig ist oder zu heiß oder ich müde bin, lege ich zu überwindende Strecken eigentlich ganz gerne mit dem Rad zurück. Ihr merkt schon, ich finde eigentlich immer eine Ausrede, warum nicht. Aber mal im Ernst, im Sommer fahre ich tatsächlich relativ viel, aber dass ich mich jetzt auch bei diesem, naja, bescheidenen Wetter in den Sattel schwinge, no way. Das hat zur Folge, dass der Korb meines Fahrrads, das hier an so einer Laterne

steht, als Mülleimer gebraucht wird. Fair, ich habe es ja auch seit mehreren Wochen oder eigentlich Monaten nicht bewegt. Aber irgendwie nervt es trotzdem. Und außerdem kann ich meinem Radbein, sehr dramatisch ausgedrückt, zugrunde gehen zu gucken. Ich lasse das natürlich im Frühjahr dann wieder fit machen. Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel. Aber würde ich ein neues brauchen oder wollen, könnte ich zur Versteigerung des Fundbüros gehen.

Da werden am Montag, den 13. Januar, wieder Räder angeboten, die, naja, gefunden wurden. Beziehungsweise keiner rechtmäßigen Eigentümerin oder keinem rechtmäßigen Eigentümer zugeordnet werden können. Da ist, glaube ich, immer mal was richtig Gutes dabei, könnte sich also lohnen. Wenn ich keine Lust auf Laufen habe, fahre ich ja Bahn, das ist ja nicht unbedingt ein großes Geheimnis, natürlich mit Ticket aus Papier.

Das kann ich ja momentan noch ganz normal mit Bargeld am Automaten ziehen, bahlweise kann ich natürlich auch mit Karte zahlen, das soll sich ändern. Langfristig ist geplant, das Ticketsystem der Rheinbahn komplett zu digitalisieren. Das sorgt für Auffuhr. Alexander Esch erklärt, wie und warum. Wären wir in einer ganz anderen Zeit, würde ich neue Fahrräder, Bahntickets oder sonstiges wahrscheinlich mit Talern aus Gold bezahlen oder gleich mit ganzen Barren.

Diese Methode ist natürlich nicht mehr aktuell, das Material Gold hingegen immer noch. Meist als Schmuck, versteht sich. Frieda Meier hat ihre Faszination und Liebe zu genau diesem Material zu ihrem Beruf gemacht. Die Goldschmiedemeisterin hat in Flingern ihren eigenen Laden inklusive Werkstatt eröffnet. Ich habe mit ihr unter anderem darüber gesprochen, wie es ist, sich im Handwerk selbstständig zu machen.

Ob mit dem Fahrrad, der Bahn oder zu Fuß, wenn es Pizza, Antipasta oder Pasta gibt, ich finde einen Weg, um zu kommen. In welchen italienischen Restaurants in Düsseldorf ich das alles ganz besonders gut essen kann, kann ich unter anderem im aktuellen Ranking des Fallstuff-Magazins erfahren. Dort wurden die besten acht gewählt. Mit Paul Küchler habe ich diese Liste mal ganz genau unter die Lupe genommen.

Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 351 und der Rhein steht bei 5,76 Meter. Music. Hallo und frohes neues Jahr. Ihr hört den Rheinpegel, den Podcast, in dem wir auch 2025 jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Torsten Kormann und diese wirklich wunderschöne Aufgabe darf ich übernehmen.

Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wie oft fahrt ihr Fahrrad, wann habt ihr das letzte Mal eine richtig gute Pizza gegessen oder wie ihr eure Rheinbahntickets am allerliebsten kauft, dann könnt ihr das sehr gerne tun. Wenn ihr Themen wisst, über die wir sprechen können oder wenn ihr Veranstaltungen habt, auf die wir hinweisen dürfen, dann könnt ihr das sehr gerne tun. Das hat sich auch Anna zu Herzen genommen und schreibt uns, am Montag, den 13.01.

Findet von 19.30 bis 21.00 Uhr ein Mama-Meetup bei Mama Tankt statt. Nach einer 20-minütigen Entspannungseinheit am Anfang können sich Mamas austauschen und ein bisschen Me-Time bei einem Snack und einem Getränk genießen. Die Kosten betragen 5 Euro. Der Ort ist Mama Tankt in der Duisburger Straße 125 in Pempelford. Das Meetup soll dann jeden zweiten Montag im Monat stattfinden. Erreicht hat uns Anna unter rheinpegel-post.de. Ihr könnt auch schreiben unter 0160 80 80 844.

Wir freuen uns immer von euch zu hören. In die Bahn, wahlweise den Bus steigen, mit abgezähltem Kleingeld ein Papierticket ziehen, in der Preisstufe, die nötig ist. So ist der Ablauf fast jeder Fahrt im städtischen ÖPNV. Das soll sich langfristig ändern. Digitale Tickets, die mit EC oder Kreditkarte oder gleich per App gezahlt werden, das ist der Plan. Nicht in allzu naher Zukunft, erst in ein paar Jahren soll die neue Regel per Pilotprojekt umgesetzt werden.

Die Ankündigung sorgte kurz nach dem Jahreswechsel trotzdem unter anderem für Aufregung und Unmut. Viele Menschen aus verschiedenen Bereichen meldeten sich zu Wort. Auch hier waren die Reaktionen gemischt. Alexander Esch kennt die Hintergründe. Lieber Alexander, frohes neues Jahr erstmal. Ja, frohes neues noch. Bis wann findest du, darf man das sagen? Ich weiß es nicht. Man ist mittlerweile auf jeden Fall jetzt an einem Zeitpunkt angekommen, wo man sich das dann fragt.

Das hat mich heute auch schon ein Anrufer gefragt, ob man es jetzt noch dürfte. Also ich finde, man darf das so lange fragen, bis man alle gesehen hat, die man sonst so sieht. Ja, manchmal macht man es aus Gag auch noch Rostern. Ja, zum Beispiel, wenn man richtig lustig drauf ist. Es gibt ja verschiedene Typen, Menschen. Und ich finde, es gibt auch Typen, die haben so eine Geldklammer dabei. Da sind dann so ganz viele Scheine und die sind dann so locker in der Hosentasche.

Und dann in diesem Fach von der Jeanshose so ein bisschen Kleingeld. Und dann gibt es Leute, die haben nur so einen Karten-Etui. Und dann gibt es die, die haben so ein richtig dickes Portemonnaie, was man dann auch immer in der Hinterhausentasche sieht oder wahlweise in irgendwelchen Jackentaschen. Aber jetzt hast du mich vergessen, wollte ich gerade sagen. Nee, weil Geld habe ich einfach immer so in der Tasche. Einfach so? Nicht mit einer Geldklammer. Naja.

Einfach, du hast einfach so lose Geld in der Tasche. Ja. Okay. Deswegen verliere ich das auch immer. Ja, das ist natürlich dann die andere Sache. Vielleicht solltest du dir mal eine Geldklammer anschaffen. Es gibt wirklich sehr stilvolle, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich zum Beispiel habe selten Bargeld dabei, tatsächlich.

Deswegen ist das Thema, über das wir heute sprechen, für mich persönlich jetzt gar nicht so ein Aufreger, weil ich mich schon daran gewöhnt habe, dass ich ziemlich viele Dinge mit der Karte bezahle. Nicht mit dem Handy, da bin ich irgendwie noch nicht so weit. Also da komme ich irgendwie nicht drauf. Ich habe das auch alles eingerichtet, aber das vergesse immer. Auch nicht über Apps?

Doch, über Apps schon. Aber ich meine jetzt nicht mit diesem, dass ich das so dranhalte und mache das so klick und dann wird irgendwas von irgendwo abgebucht. Sondern ich habe immer meine EC-Karte, die ziehe ich dann und swipe die irgendwie, wo es nur geht. Die Rheinbahn, unsere geliebte, gute alte Rheinbahn, hat angekündigt... Umzustellen auf papierlose Fahrkartenkäufe. Ja, und auch bargeldlose. Bargeldlose, das meine ich, genau. Also man kann quasi nur noch virtuell Fahrtickets lösen.

Ja, das Ticket wird virtuell. Es gibt keine Papiertickets mehr in der Bahn, die man da ziehen könnte. Und man kann sie eben auch nicht mehr mit Bargeld erwerben, diese virtuellen Tickets. Also alles passiert auf dem Smartphone? Nein, auf gar keinen Fall.

Sondern eben genau mit EC-Karte auch oder mit Kreditkarte geht das oder man kann sich eben dann auch eine Guthabenkarte im Kundencenter holen, die man dann aufladen kann im Kundencenter zum Beispiel oder dann eben auch mit Bargeld aufladen könnte. Also das ist dann noch der letzte Weg, wie man mit Bargeld Bezahlung quasi Bahn führen kann. Also dass ich die reinstecke und dann schiebe ich da 20 Euro rein und dann sind die da auf dieser Karte drauf. Zum Beispiel.

Das Projekt heißt Carlo und wurde jetzt quasi zum Jahreswechsel angekündigt. War das so ein Out of the Blue oder war das vorher schon klar, dass das kommt? Also es ist eben nicht angekündigt, vielleicht mal so zu sagen, sondern es ist am Ende, ich wusste das zwar dann irgendwie aus internen Quellen sozusagen auch schon, dass das kommt. Und dann ist es aber dann öffentlich geworden über eine Ausschreibung für Unternehmen, die das dann umsetzen sollen für die Bahn.

Also das ist dann der Weg gewesen an die Öffentlichkeit. Die Rheinmann hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Das passiert jetzt aber auch noch. Und insofern sind wir so, es ist ankündigend zu viel gesagt. Aber es ist öffentlich geworden, sagen wir mal so, dass dieses Projekt jetzt kommt, was auch auf VRR-Ebene dann verhandelt werden wird noch. Auch in der Sondersitzung geht es dann darum, gibt es da Förderung für dieses Projekt.

Ja, aber trotzdem, ungeachtet dessen oder vielleicht gerade deshalb, weil es eben ja auch nicht richtig angekündigt, kommuniziert, auch vielleicht in irgendeiner Form die Leute eher so mitgenommen worden sind von der Rheinbahn, gab es jetzt ein doch ziemlich großes Aufsehen, finde ich, auf unsere Berichterstattung, wie ich es eigentlich so selten erlebe, mit sehr vielen hitzigen Kommentaren, auch wohlwollenden, muss man schon sagen.

Ich finde, es gibt so beide Seiten. Ja, hat sich das ein bisschen die Balance gehalten oder was hat überwogen? Ich finde schon.

Also viel auch Befürwortung, aber auch viele, die sagen, das geht gar nicht, dass das jetzt, da man nicht mehr mit Bargeld zahlen soll und vor allem wird immer verwiesen auf die ältere Generation, die eben noch nicht so mit dem Smartphone unterwegs ist, und die da benachteiligt würde und die jetzt da zum Kundencenter geschickt wird, damit man da bar, wenn man eben bar bezahlen will, noch eine Guthabenkarte dann erstmal erwerben muss.

Oder eben, was ja auch viele sagen, da ist ja auch was dran, wenn man eben keine Spuren hinterlassen will. Wie man sich so verhält, wie man konsumiert im digitalen Raum sozusagen, dann geht das eben natürlich über Bargeld und eben eher nicht, wenn man das mit dem Smartphone oder mit der Kreditkarte macht. Ich verstehe. Das ist natürlich jetzt die Frage, ob das nicht eh ein Thema ist, was fast schon angezählt für Aufsehen sorgt.

Also das hätte jetzt auch sein können, dass eine Supermarktkette ankündigt, nur noch auf bargeldlose Zahlungen zu setzen oder so. Es gibt ja auch, es gibt ja Läden, die machen auf, Bulle, Bäckerei und die sagen von Anfang an, hier gibt es kein Bargeld.

Also meinst du, es ist das Thema an sich, was bewegt und bewegt ist natürlich immer so schön, wenn wir dann über die Bahnen sprechen oder ist es tatsächlich auch bei der Rheinbahn, weil ich das so gewöhnt bin, ich habe irgendwie noch 2,50 Euro in der Tasche und damit komme ich drei Stationen weit, also dass ich einfach gar nicht diesen Schritt habe, also ich musste mich auch ein bisschen daran gewöhnen, dass ich quasi mit meiner EC-Karte da auch am Automaten bezahle.

Ich habe immer gedacht, jetzt habe ich gar kein Bargeld dabei, jetzt kann ich kein Ticket kaufen. Ich finde das, wie gesagt, eigentlich ganz praktisch. Ich kann auch ein bisschen verstehen, klar, immer wenn was verändert wird oder wenn Veränderung angekündigt wird. Gibt es erstmal vielleicht so einen kleinen, aber was wird denn dann? Dieses andere Thema, mit dem ich möchte keine Spuren hinterlassen, ich frage mich halt, wie sehr der Zug, die Rheinbahn, nicht eh schon abgefahren ist heutzutage.

Ja, es gibt natürlich gleichzeitig eine sehr hohe Bereitschaft, das ist das Wort, das ich suche, ansonsten seine Daten so preiszugeben. Die Paybackkarte wird dann in jedem Supermarkt, weil man natürlich noch ein paar Cent irgendwie sparen kann oder draufkriegt und so. Und da werden natürlich richtig die Daten gesammelt, bei dieser Paybackkarte beispielsweise.

Ja, und natürlich, wenn man es die sozialen Medien anguckt, da gibt man so dermaßen viel auch von sich preis und da ist offenbar auch eine sehr hohe Bereitschaft da, das zu tun. Aber trotzdem, wenn das Leute so für sich entscheiden, das kann ich auch nachvollziehen. Total, total. Finde ich auch okay, das so zu machen. Aber du hast ja gefragt, warum kocht das so hoch? Und ich glaube, da kommen einfach zwei Dinge zusammen, die einfach mit unserem unmittelbaren Alltag so sehr stark zu tun haben.

Das mit dem Bargeld ist sowieso schon offenbar sehr emotional besetzt und aber das Reinbahnfahren, das erleben wir ja bei vielen Themen, geht die Leute auch sehr an, weil es eben auch sehr in ihrem Alltag oder mit ihrem Alltag zu tun hat und da kommen jetzt eben diese beiden Faktoren, die sich quasi selbst verstärken, glaube ich, zueinander. Weil eigentlich ist es ja jetzt, wenn wir mal von der Zahlungsmethode weggehen, ein sehr begrüßenswerter Schritt zu sagen, wir machen das alles papierlos.

Also, weil da natürlich, ich meine… Auch das kenne ich aus meinem Alltag, wenn ich mal Bahn fahre, dann habe ich ein Ticket und dann habe ich meistens eine Kurzstrecke, weil ich halt irgendwie drei, vier, fünf Stationen fahre oder wie weit eine Kurzstrecke halt geht, da möchte ich mich jetzt nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

Weil ich steige dann natürlich aus, wenn die nicht mehr gilt und dann habe ich da dieses Papierfätzchen und das schmeiße ich dann halt weg, also ich hebe ja das nicht auf und sammle und gucke irgendwie, weil ich kann es auch nicht einreichen oder irgendwie anders geltend machen. Also das heißt, und auch so eine Monatskarte am Ende ist ja auch was, was ich, wenn der Monat abgelaufen ist, wahrscheinlich entsorge. Ja und diese Papiertickets, die liegen ja dann auch gerne auf Haltestellen rum.

Genau, genau. Also eigentlich, und das ist ja auch dieses beschichtete Papier, also es ist ja jetzt auch nicht recyceltes, weiß ich nicht, wiederverwendbares sonst was Papier, sondern also eigentlich ist das ja eine gute Sache zu sagen, okay wir gehen von dem Papiertickets hin zum Papierlosen. Ja. Also kamen da auch Kommentare, also ist das was, was dann immerhin irgendwie positiv rezipiert wird?

Ja und es ist auch etwas, was ein wichtiges Argument ist dafür, finde ich klar, das ist irgendwie nachhaltiger einfach. Und hinzu kommt auch, finde ich, das muss man ja auch bedenken, das ist ein kommunales Unternehmen, die Rheinbahn, 100% Stadttochter, hochdefizitär, weil es gar nicht anders geht. Also das kann man einfach nicht wirtschaftlich betreiben. Zeigen ja viele Jahre und die Stadt muss da viel Geld reinstecken.

Und jetzt kommt auch noch hinzu, dass die ganze Verkehrswende oder sagen wir mal die halbe Verkehrswende getragen werden soll vom ÖPNV, von der Rheinbahn. Dass Massen von Investitionen nötig sind, wo keiner weiß, wo das Geld herkommt. Und dass man dann guckt, wie man jetzt effizienter werden kann, wie man digitaler werden kann, das ist doch, finde ich, liegt auf der Hand und es ist auch notwendig, das zu tun.

Umgekehrt müssen wir uns doch die Frage stellen, an wie vielen Stellen sind wir eigentlich noch nicht weit genug digitalisiert. Und das kriegen ja auch, gerade die kommunale Ebene kriegt das ja auch vorgeworfen, oft zu Recht ja auch. Aber jetzt wird dieser Weg gegangen und das ist auch wirklich dringend notwendig. Also wenn man sich überlegt, in jeder Bahn ist so ein Automat, in dem dann das Bargeld gemanagt werden muss, mit einer kommen, das leeren, auffüllen, das ist ein irrer Aufwand.

Und diese Automaten sind natürlich auch teurer, weil da eben gedruckt werden muss und weil mit Bargeld das funktionieren muss. Und ich muss auch sagen, ehrlich gesagt, mir persönlich, und ich glaube, das ist doch auch für Menschen, die es vielleicht nicht so gewohnt sind, die das immer noch mit Bargeld machen, eigentlich nachzuvollziehen, dass das mit der EC-Karte doch deutlich einfacher ist. Ich steige einfach ein, halte die EC-Karte hin, gebe vielleicht noch meine vier

Stellen PIN ein. Ja, meistens ja auch nicht das Ziel. Und das war es. Und ich sehe doch zum Teil dann, wie dann das Kleingeld noch gesucht werden muss. Ich muss vorher immer erst mal zur Bank laufen, um das Geld zu holen und so. Also ich sehe da nicht so richtig, wie das zu kompliziert sein soll, auch für eine angeblich ältere Generation. Ich glaube tatsächlich auch, das hat ja Andreas Hartnäcker gesagt, der Ratsherr, der das so ein bisschen auch hat.

Ein bisschen noch pointierter auch gesagt hat, aber der schon auch, finde ich, zu Recht gesagt hat, also was zeichnet man denn da für ein Bild von der älteren Generation, die jetzt überhaupt gar nicht irgendwie mit einem Smartphone oder mit einer EC-Karte umgehen sollte. Also ich weiß nicht, ob das wirklich so stimmt. Ja, ich glaube auch, dass das ein Bild ist, was dann halt bemüht wird, um eine Sache nochmal so irgendwie fast zu karikieren oder auf jeden Fall da so ein Schlaglicht draufzulegen.

Ich denke jetzt, wenn du das gerade so beschreibst auch, wenn es nervt, nervt es eh. Also es gibt sowohl die Situation, dass irgendwie die zwei Euro unten immer wieder rausfallen oder man da, weiß ich nicht, wie in einem schlechten Slapstick-Film irgendwie immer wieder versucht, da seinen Geldschein reinzuschieben oder die EC-Karte wird halt nicht angenommen.

Also das passiert ja in beide Richtungen. Ich hatte auch gerade so dieses Bild im Kopf, wenn ich im Bus zum Beispiel, da muss ich ja beim Fahrer oder bei der Fahrerin bezahlen. Das ist ja umso mehr angesagt, finde ich, weil da ein Busfahrer immer noch damit aufzuhalten, dass er diese ganzen Kassenvorgänge machen muss, der soll ja pünktlich zur nächsten Haltestelle fahren. Genau, und dann ist da dieses kleine Schälchen, wo dann das Geld so reingespuckt wird, Dann fliegt das immer raus.

Also ich bin auch eher, wie gesagt, so oder so, finde ich das jetzt nicht so schlimm. Ich kann nachvollziehen, dass es erstmal irgendwie ja irgendwas macht, wenn dann auch noch mit Beginn eines neuen Jahres irgendwie schon wieder irgendwas anders ist oder neu ist. Jetzt, genau, wie du schon gesagt hast, hat ja auch die Berichterstattung irgendwie einige Kommentare und Reaktionen hervorgerufen. Dementsprechend viel zu lesen gibt es auch dazu.

Unter anderem ein Stück, was betitelt ist mit einem Zitat, die Aufregung ist völlig übertrieben. Und das ist natürlich schon, also das ist ja eine Aussage. Also völlig übertrieben, finde ich, ist schon so, okay. Also das kanzelt so ein bisschen ab. Ja, das stimmt.

Das ist aber auch verbunden mit dem Verweis, also das hat Norbert Schewinski gesagt, das ist der Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Stadt, grüner Ratsherr und der eben auch im Aufsichtsrat der Rheinmann sitzt und auch im VRR-Verwaltungsrat sitzt. Und der aber auch da verweist auf andere Länder, in denen das längst gang und gäbe ist, dass das so ist. Also in skandinavischen Ländern gibt es das, auf Holland hat er verwiesen, ich glaube auch Spanien, England.

Also da ist auch die Welt nicht untergegangen, sondern im Gegenteil, es soll ja auch einfacher werden, eigentlich den ÖPNV zu benutzen und ich glaube, auf lange Sicht ist schon auch daran gedacht, dass man eigentlich, und das geht ja heute schon mit Easy in der App, das ist für mich zum Beispiel mein Weg, die Rheinbahn zu nutzen.

Klar, das ist über App und das ist über ein Smartphone, das kann ich schon verstehen, dass da auch manche noch nicht so mit vertraut sind, gerade in der älteren Generation vielleicht. Aber deswegen kann man es ja auch mit der EC-Karte machen oder sich die Geldkarte holen. Aber trotzdem so vom Prinzip her, das ist glaube ich dann schon die Zukunft, dass man eben bei Easy ja nur noch eincheckt und wieder auscheckt.

Also man steigt in die Bahn und drückt auf einen Knopf und steigt wieder aus und drückt auf den nächsten Knopf. Ich muss nicht aussuchen, welches Ticket brauche ich denn jetzt. Ist das jetzt Kurzstrecke noch oder nicht, was du eben auch nicht genau wusstest. Wie viele Haltestellen sind es jetzt? Und was auch noch hinzukommt, ich komme nie über den Preis des Deutschlandtickets hinweg. Also wenn ich diesen Preis erreicht habe, ist das gedeckelt.

So und ich glaube, das ist ja doch eigentlich die Zukunft, dass man irgendwann wirklich nur noch in die Bahn steigt, seine EC-Karte vorhält oder was auch immer, sein Smartphone und eincheckt und man checkt wieder aus. Und mehr ist gar nicht nötig. Und also einfacher geht es dann eigentlich ja, finde ich, nicht mehr. Und ich glaube, das wäre ja auch eine Barriere, die fallen würde für viele Menschen, dass man eben sich gar keine Gedanken machen muss. Auf jeden Fall. Bin ich so vertraut damit?

Was brauche ich denn jetzt für ein Ticket? Welchen Knopf muss ich drücken? A1, 2, 3 oder so? Obwohl das ja auch schon vereinfacht worden ist in diesem Jahr. Sondern man steigt einfach ein und hält seine Karte davor. Also das finde ich schon auch vom grundsätzlichen Gedanken her, ÖPNV einfacher machen, gut.

Ja, ich auch. Ich habe da tatsächlich in ganz anderem Zusammenhang vor nicht allzu langer Zeit mich drüber unterhalten, dass es in anderen Ländern ja auch diese Metro-Systeme gibt, wo du einfach diese Karte hast, dann checkst du ein, checkst wieder aus, ob das jetzt an Eingängen ist, ohne die du dann gar nicht reinkommst, also in London, in Amsterdam oder in den Niederlanden per se.

Und genau, weil ich habe auf jeden Fall schon mal zu viel bezahlt, weil ich irgendwie Preisstufe B gekauft habe, obwohl ich nur zwei Stationen gefahren bin, aber ich habe bestimmt auch schon mal unterbezahlt so und das finde ich nämlich auch, das finde ich sehr kompliziert und sehr unübersichtlich und deswegen finde ich auch, dass so eine Art oder diese Lösung eigentlich die einfachste wäre und da verstehe ich dann ganz persönlich als Tosser Kormann auch nicht,

warum das so, warum das so viel Aufsehen irgendwie erregt oder so die Gemüter erregt. Genau und auf der anderen Seite bin ich ja auch einfach dafür, dass die Rheinbahn doch ihre Kapazitäten möglichst darauf konzentrieren können soll, dass da vielleicht ein höherer Takt mal angeboten wird, dass man das Personal möglichst dafür einsetzen kann, dass eben auch genug Fahrer da sind und so weiter und nicht dafür das Bargeld da hin und her zu tragen.

Also das ist einfach, finde ich, ein Effizienzschritt, der wirklich angebracht ist. Und das ist dann doch, ja, und dann würde ich eben am Ende sagen, trotz aller guten Argumente auch für das Bargeld, ja, dann finde ich, in der Abwägung ist das wichtiger, als zu sagen, dass der Einzelne, der jetzt wirklich ganz unbedingt nur mit Bargeld zahlen muss, dann einmal zum Kundencenter muss und sich so eine Geldkarte holt.

Und mit der ist er ja dann doch auch anonym unterwegs. Ja, und die kann man ja wahrscheinlich auch richtig gut aufladen. Also da kann ich doch bestimmt auch so viel Geld draufladen, dass ich dann das auch nicht viel machen muss.

Und was muss man vielleicht auch noch anpassen? Und zum Beispiel ist auch eine Idee, die offenbar ja dann noch diskutiert wird, reicht das nur in den Kundenzentern anzubieten, dieses Geldkarte aufladen oder macht man das vielleicht auch in einigen Kiosken, auch in Randgebieten der Stadt oder so? Wo man ja auch früher zumindest auch Tickets kaufen konnte. Genau. Das ging ja auch immer so ein bisschen parallel.

Also dass das auch, dass die Wege da nicht für manche vielleicht dann zu weit sind, obwohl natürlich Hauptbahnhof und Heinerallee sehr zentrale Stellen sind, die ja jetzt auch nicht so verkehrt sind. Ja, in einem Stück dazu steht auch, dass es trotzdem auch Verkehrsbetriebe sind, die nicht ganz glücklich mit dieser Entwicklung sind. Was hat es damit auf sich? Also warum?

Ja, ich habe gehört, dass es manche Verkehrsbetriebe gibt, die jetzt gerade halt in neue Automaten mit ausdruckbaren Tickets und Bargeld investiert haben. Da soll sogar auch noch Förderung für gegeben haben. Ja, was natürlich dann auch ein bisschen ein Fragezeichen hervorruft, weil wenn doch gleichzeitig so die langfristige Strategie ist, auch im VR bargeldlos dann zu werden, warum ist das dann noch passiert? Also das ist wohl ein Grund dafür, ja. Ich verstehe.

Aber wir können sozusagen festhalten, dass das eine Sache ist, die wird passieren. Also es steht ja auch nicht zur Debatte. Es ist zwar ein Pilotprojekt, aber es ist eins, was quasi läuft. Was noch starten soll. Also das muss man auch nochmal dazu sagen. Das ist nicht morgen, übermorgen oder Ende des Jahres, sondern 2027 soll das dann umgesetzt werden. Wie gesagt, es läuft gerade die Ausschreibung erstmal für ein Unternehmen, das das dann umsetzt. Also insofern ist da ja auch noch Zeit.

Sich umzustellen. Zum Beispiel, ja. Ich meine, wer weiß, vielleicht, ja, wie sich sowieso die Welt bis dahin entwickelt, das steht in sämtlichen Sternen, aber ich auch so. Vielleicht sind wir ja dann auch, manchmal geht es ja viel schneller, vielleicht sind wir ja dann noch mehr gewohnt, sowieso alles per Kredit- oder EC-Karte zu machen. Ich finde, da ist auch nochmal ein Unterschied, also ich zum Beispiel habe gar keine Kreditkarte oder eine, die ich jetzt nicht super doll benutze.

Also das ärgert mich auch manchmal, muss ich sagen, wenn es Sachen gibt, wo ich nur mit Kreditkarte bezahlen kann. Wieder ein ganz anderes Thema, aber ich finde dieses EC-Karte, das ist ja eigentlich genau fast wie das verlängerte Bargeldfach in irgendwelchen Portemonnaies oder respektive, wenn man es einfach so los in der Hose stecken hat, aber das ist ja, also wer weiß, vielleicht ist bis 2027 sowieso die...

Das zeigen ja auch Statistiken sowieso. Es gibt zwar noch eine hohe Zahlbereitschaft mit Bargeld, in Deutschland ist er ja auch ziemlich weit vorne noch. Ja, beziehungsweise wir sind relativ weit hinten in dieser Entwicklung, also das finde ich schon. Und trotzdem sieht man aber auch hier, dass natürlich die Bargeldzahlung abnehmen, das ist auch bei der Rheinbahn der Fall.

Ja, und deswegen halten wir jetzt erstmal fest, es gibt diese ganze Aufregung, trotzdem entwickelt sich die Welt weiter und dementsprechend auch die Rheinbahn inklusive Bezahlsysteme und ich finde, das möchte ich nochmal sagen, also in dem Moment, wo halt eine Konsequenz ist, dass es weniger auf die Umwelt geht oder nachhaltiger wird, finde ich, ist das eigentlich schon ein Grund, der reichen sollte. Der sollte eigentlich reichen, nicht wahr?

Ja, das würde ich jetzt nicht so ganz einfach sagen. Das kommt immer auf die Abwägung an, aber ich finde in dem Fall, in der Abwägung ist es ein wichtiger Punkt und der auch dazu beiträgt, dass ich auch der Meinung bin, das ist der richtige Schritt bei drei Mann. Wunderbar.

Und solange es noch Papiertickets gibt, können wir die ja auch noch benutzen und dann sammeln und uns später, wenn wir nur noch bargeldlos bezahlen dürfen und papierlos Tickets haben, können wir uns die immer wieder angucken und dran denken, wie schön das früher war. Ich danke dir sehr für dieses Gespräch. Danke auch. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Wie eine sehr weise Frau eins sagte, if you like it, put a ring on it.

Oder eine Kette oder Ohrringe. Wofür man sich beim Schmuckkauf auch entscheidet, bei Frieda Meier bekommt man es bestimmt. Die Goldschmiedemeisterin hat sich mit ihrem Laden Erden am Hermannplatz in Flingern einen Traum erfüllt. Wie es ist, sich im Handwerk als junge Frau selbstständig zu machen, woher sie die Inspiration für ihre Stücke nimmt und was sie in ihrer Werkstatt alles vorhat, darüber habe ich mit ihr gesprochen.

Das neue Jahr ist noch nicht so alt und die meisten von uns starten wahrscheinlich mit guten Vorsätzen, mehr Sport... Weniger Kaffee, was weiß ich, was man sich alles vornehmen kann. Frieda Meier, die mir gegenüber steht in ihrer Werkstatt, startet mit einem neuen Business ins neue Jahr. Was man sonst so vorhat. Wenn es sonst nichts ist. Und zwar mit einem ganz besonderen, ich meine, Business hört sich immer so unromantisch an, wie es geht.

Es ist ein Ladenlokal voller im wahrsten Sinne des Wortes Schmuckstücke. Du bist Goldschmiedemeisterin. Genau, richtig. Und hast dich der schönen Dinge verschrieben am Hermannplatz in Flingern, wo du deinen Laden Erden eröffnet hast, schon im November, aber weil es jetzt gut in die Anmoderation gepasst hat, naja, irgendwie startest du ja doch auch ins neue Jahr, jetzt ist die erste Runde so richtig vorbei.

Genau, man hat das Gefühl, es geht irgendwie jetzt erst richtig los, also wenn der Alltag startet, dann hat man das Gefühl, jetzt ist man richtig dabei. Und das Weihnachtsgeschäft ist überstanden und jetzt kommen die ruhigen Januartage. Wurde viel Schmuck gekauft zu Weihnachten? Also ist das noch so ein Ding? Wird Schmuck verschenkt unterm Baum? Zu meinem Glück ja.

Doch, also es gab sehr viele Leute, die sich schönerweise selbst beschenkt haben, die eigentlich auf der Suche nach Stücken oder Geschenken für andere Personen waren, aber sich dann doch entschieden haben, lieber was für sich selbst zu kaufen. Das gefällt mir natürlich ziemlich gut. Aber sonst auch, klar, viele schöne Sachen, die unter den Bäumen gelandet sind. Auch bei meiner Familie musste man natürlich schön vorher immer die Klappe halten und nichts verraten.

Aber doch, hat mich sehr gefreut, auch dass ich irgendwie dann doch auch irgendwie ein Teil von den Feiertagen von so vielen Leuten bin. Das ist irgendwie ganz nett. Ja, oder? Also du, im wahrsten Sinne des Wortes, schmückst du Hände, Ohren, Hälse, Arme, Füße, wo auch immer man... Ja, doch, Füße glaube ich bisher noch nicht, aber wer weiß. Kann ja noch kommen.

Und jetzt hast du hier diesen Laden eröffnet und du hast den ja aber vorher irgendwie auch entdeckt und vor allem vorher entdeckt, dass du das überhaupt machen möchtest. Kannst du mal ein bisschen deinen Weg zeichnen, wie, ich meine, Goldschmiedemeisterin, Goldschmiedin, Handwerk ist ja sowieso irgendwie was sehr Besonderes, also nicht nur irgendwie, es ist was sehr Besonderes.

Und mir sind natürlich, als ich von dir gehört habe und ja auch schon über dich geschrieben habe, habe ich mir diese ganzen Fragen gestellt. Wie ist das, sich selbstständig zu machen überhaupt? Dann mit sowas wie Schmuck, also sowas Wertvollem in so vielen Hinsichten. Wie ist das, als junge Person, sich in so einem ja doch sehr etablierten Feld irgendwie, ja, vielleicht auch so ein bisschen seinen eigenen Weg zu finden und so. Also wie hast du dich in Gold verliebt?

Also wie das genau gekommen ist, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann das aufgekommen ist. Ich habe schon immer einen Hang gehabt, was mit meinen Händen zu schaffen und zu machen. Ich musste immer beschäftigt sein, ich musste immer basteln und kramen und feine Sachen machen. Und so hat sich das dann entwickelt, dass ich mitbekommen habe, dass es das gibt, Goldschmieden, und fand das super toll.

Und habe das in die Freundebücher reingeschrieben, habe auch schon früher Unterstützung bekommen, dass mir Leute dann immer so, So, hier, mein alter Schmuck, wenn du irgendwann mal Goldschmiedin bist, dann kannst du das reparieren oder kannst da was Neues draus machen. Und so hat sich das irgendwie verfestigt. Und dann ist aber immer so diese... Gibt es doch sowas, also hast du noch so ein Stück, wo du wirklich eine Kette bekommen hast, als du neun warst und du hast die dann irgendwie...

Ich habe tatsächlich es nicht übers Herz gebracht, die Sachen einzuschmelzen, was Neues draus zu machen. Aber ich habe die Sachen tatsächlich alle noch als Andenken. Vielleicht kommt irgendwann der Tag, wo mir was richtig Gutes einfällt und ich denke, das ist es würdig, dass es daraus wird. Ähm...

Aber für mich war es eine große Überwindung, den Schritt zu gehen, für mich zu sagen, dass ich mit dem Handwerk oder mit Kunst Geld verdienen will oder mich davon zu überzeugen, dass das geht, weil ich von so vielen Leuten mitbekomme, dass es sehr schwierig ist, damit den Lebensunterhalt zu bestreiten. Also im Handwerk an sich, klar, Handwerk ist schon immer gut aufgestellt gewesen und das ist vielleicht dann für mich ein guter Kompromiss gewesen.

Ich habe erst mal versucht, mich in andere Richtungen zu orientieren, weil ich dachte, ich muss davon irgendwie weg und ich muss was machen, bei dem ich sehr sicher bin. Aber das hat alles nicht geklappt und ich musste dahin zurück.

Und als ich dann die Ausbildung angefangen habe und diesen tollen Betrieb gefunden habe, in dem ich dann ausgebildet wurde, ich habe mich so wohl gefühlt, sofort am ersten Tag und habe sofort gemerkt, okay, ich muss jetzt aufhören zu suchen, was ich anderes machen will. Ich muss hier bleiben und ich habe irgendwie meinen Platz gefunden, wo ich hingehöre. Und das war richtig schön. Und ich habe mich wohl gefühlt während der Ausbildung. Ich habe mich in der Schule sehr wohl gefühlt.

Ganz tolle Lehrkräfte und auch Klassenkameradinnen. Wie groß ist so eine Klasse dann? Also wie viele Leute sind da um einen rum? Total unterschiedlich. In meiner Klasse waren wir damals so um die 30. Das variiert immer. Ein paar kommen dazu, ein paar hören auf, aber so um die 30. In den letzten Jahren sind die Zahlen etwas zurückgegangen. Dann sind meistens so 15, 20 Leute in einer Klasse gewesen. Und jetzt werden die Klassen etwas stärker.

Das ist sehr schön. Und es kommen auch mal wieder ein paar, ich sage jetzt mal Männer, also männlich gelesene Personen in die Klassen rein. Was da auch, also im Handwerk an sich sind die Verhältnisse da eigentlich eher ungefähr ein Drittel Frauen und der Rest sind Männer und beim Goldschmieden ist es genau andersrum. Da sind so ein Drittel oder ein Viertel Männer und der Rest sind alles Frauen. Warum ist das wohl so?

Ich weiß es nicht. Vielleicht immer noch dieses Behaftete, dass so sanfte, ruhige, kreative Sachen vielleicht nichts für Kerle sind oder für männlich gelesene Personen sind, was natürlich totaler Quatsch ist, weil die sind genauso gut, alle sind gleich gut da drin, wenn man das will und wenn man das machen möchte, dann schafft man das schon. Aber es ist vielleicht auch ein Safe Space oder ein Wohlfühlort vielleicht für Menschen, die sich in anderen männerdominierten Bereichen vielleicht nicht so

wohlfühlen. Und das ist auch ganz schön. Es funktioniert für alle ganz gut. Und alle fühlen sich wohl, habe ich das Gefühl. Also wohlfühlen tut man sich auf jeden Fall auch bei dir hier im Laden. Ich bin ja der Transparenz halber nicht zum ersten Mal hier. Wir haben schon ein Interview gemacht. Und da hast du das schöne Zitat gesagt, was auch direkt die Überschrift geworden ist. Ich will zeigen, dass Handwerk auch cool sein kann.

Und tatsächlich, also wenn man das jetzt mal ein bisschen befreit von cool und du lachst auch sofort. Wenn man cool sagt, ist man sofort uncool. Aber tatsächlich, als ich hier vorbeilief und das erste Mal so ins Schaufenster geguckt habe, es ist cool. Also es ist, du hast dich für ein sehr klares Konzept irgendwie entschieden. Also nicht viel Schischi drumherum. Die Schmuckstücke sind irgendwie im Fokus.

Aber zum Beispiel dein Logo-Schriftzug ist verspielt, es ist sehr organisch und es ist cool so wie ich mir was cooles vorstelle und genau, ich frage mich ist das, also bist du da eine Vorreiterin oder ist das sowieso eine Ästhetik, die gerade so ein bisschen, sich entwickelt, weißt du was ich meine, wie findest du also möchtest du auch deinen Schmuck cool machen oder wie lässt du dich da inspirieren und irgendwie leiten.

Ich glaube, ich habe eher versucht, eine Brücke zu schlagen zwischen, ich will natürlich nicht komplett weg von dem, was Goldschmieden und was Handwerk ist. Also es hat eine lange Tradition und irgendwie fühlt man sich ja auch verpflichtet, dem gerecht zu werden. Aber irgendwie, ich habe immer so dieses Bild im Kopf von was Altem abstauben und das irgendwie wieder zum Glänzen bringen und es irgendwie zu uns zu holen.

Also wieder das greifbar zu machen und irgendwie, ja, dass man dem sympathisch irgendwie gegenübersteht. Und Handwerk, finde ich, hat so, ich will jetzt nicht sagen Imageprobleme, aber so dieses, wir sind das Handwerk und wir tragen irgendwie Workwear-Anzüge und haben Vorschlaghammer und machen irgendwie beim Feierabendbierchen sexistische Witze und das ist Handwerk und das ist Tradition.

Aber es kann auch genau das Gegenteil sein. Es kann sanft sein und ruhig und irgendwie auch reflektiert vielleicht. Und es kann vor allem auch Leute willkommen heißen, die vielleicht sonst im Handwerk nicht so willkommen waren. Also egal, wie man aussieht oder wo man herkommt, Handwerk kann, wenn es sich Mühe gibt, auch Leute willkommen heißen.

Und das wollte ich auch irgendwie zeigen und irgendwie einen anderen Weg zeigen und auch zeigen, dass es sich lohnt, vielleicht auch damit Werbung zu machen oder das zu repräsentieren als Handwerk an sich, nicht nur ich persönlich, sondern das Ganze. Verstehe. Aber hast du das Gefühl, dass das auch funktioniert? Also hast du das Gefühl, dass du quasi in einer Strömung dich befindest? Also ist das gerade ein bisschen so der Spirit, der Vibe?

Also es wird ein bisschen geöffnet, es verändert sich, es wird vielleicht willkommen da. Genau, das Bild nach außen verändert sich. Weil ich kenne das ja selber, wenn man in einer Welt steckt, dann erlebt man die ja auch nochmal anders, als das, was von draußen dann irgendwie rezipiert wird. So viele Einblicke in andere Handwerke habe ich tatsächlich gar nicht.

Aber ich habe schon das Gefühl, dass vor allen Dingen in diesen kreativen Bereichen, dass ja schon seit Jahren dieses Umdenken stattfindet. Und dass, klar, es sind immer mehr Frauen, die sich selbstständig machen, auch im Handwerk. Und auch immer mehr Frauen, die da Sachen in die Hand nehmen wollen. Und es ist jetzt doof nur zu sagen, dass es nur Frauen machen. Aber es ist ja auch meistens so, dass gerade das Rumdenken oder irgendwas, was anders gemacht werden will, dass es da stattfindet.

Und das kommt auf jeden Fall gut an. Also ob das jetzt was super Neues ist, würde ich jetzt nicht sagen, aber ich merke auf jeden Fall, dass Leute reinkommen und... Auch vielleicht, wenn sie nichts kaufen wollen, aber einfach reinkommen und einfach nur sagen wollen, wie schön sie das finden und dass es irgendwie so ansprechend aussieht. Und das macht irgendwie was. Also ich mag, dass die Leute reinkommen und sich wohlfühlen und ja, auch, ja, dass sie willkommen bei mir sind.

Also dass egal, wo man herkommt, ob man sich jetzt den Schmuck leisten kann oder nicht, dass man einfach das Gefühl hat, ach, ich gehe mal rein und mal gucken und vielleicht ein bisschen quatschen oder so. Das ist ja auch ganz nett. Ja, und da bist du natürlich hier in Flingern am Hermannplatz, auch an einem Ort, wo das wahrscheinlich viel passiert. Also es ist ja schon sehr kiezig hier. Du bist in guter Nachbarinnenschaft mit anderen Inhaber geführten Läden irgendwie.

Also ich kann mir schon vorstellen, dass das auch, ja, dass hier viele Leute einfach auch lang schlendern, anders als man es jetzt vielleicht in anderen Stadtteilen, die jetzt nicht die Innenstadt sind, so kennt. Wie bist du hier so gelandet? Also wie bist du hier angekommen? Hast du schon, genau, gehst du schon hier durch die Straßen und dann winkst du mal in das Schaufenster rein und bist du hier so, ja, wie einmal, wie immer, mal ein Mittagessen bestellen.

Also bist du hier so richtig gut gelandet schon? Total. Also ich habe gar nicht das Gefühl gehabt, dass ich mir an sich große Mühe geben müsste, hier anzukommen. Also ich verstehe mich mit allen NachbarInnen total gut. Ich winge tatsächlich in die Schaufenster rein, wenn ich jemanden sehe. Also es ist wirklich total schön. Die Leute sind reingekommen und haben mich begrüßt und auch wenn ich selber nicht in Flingern wohne, habe ich schon das Gefühl, dass ich hier angekommen

bin und dass ich irgendwie jetzt zu Flingern gehöre. Das war wirklich ganz leicht für mich. Ich habe mich auch sofort in Flingern verliebt. Als ich auf der Suche nach einem Laden war, habe ich mir viele Stadtteile in Düsseldorf angeschaut und habe überlegt, wo ich hin möchte. Und als ich dann durch Flingern gelaufen bin, nochmal nachgedacht habe, habe ich gedacht, nee, das muss hierher, weil das passt so gut und,

Ja, hat sich direkt richtig angefühlt. Du hast ja auch schon verraten, als wir das letzte Mal gesprochen haben, dass zum Beispiel auch die Inneneinrichtungen, die du ja selber entworfen hast oder die deiner Idee entstammt, zum Beispiel hast du zusammengearbeitet mit einem Schreiner, der hier auch aus der Hood kommt, der dir die Sachen, also es ist auch alles relativ, du hältst es lokal mit den Menschen, mit denen du dann hier arbeitest

oder die involviert sind, was ja auch sehr schön ist, weil man dann einfach den Anschluss hat, oder? Ja, voll, einfach um die Ecke gehen und wissen, okay, ich habe jetzt gerade ein Problem, aber das kann schnell gelöst werden, weil ich muss nur zwei Blocks laufen und dann ist da die Lösung für mich. Und ja, es ist einfach schön, dass alles kurze Wege hat und man sich auch versteht und ja, eben alles da ist, was man braucht. Ja, jetzt haben wir ganz viel gesprochen über, wo wir hier sind.

Also wir sind in deiner Werkstatt. Also es gibt vorne das Ladenlokal und du fertigst natürlich die Stücke hier vor Ort. Du kreierst selber, also du entwirfst Schmuck und stellst den dann her sozusagen. Du nimmst aber auch Ideen an von Menschen, die irgendwie sagen, ich stelle mir das und das paar Ohrringe vor. Also das kann man bei dir auch bekommen, nicht wahr? Du reparierst. Jetzt möchte ich nämlich mal darüber reden, was ja eigentlich die Stars im Raum sind.

Deine Entwürfe, deine Schmuckstücke. Hast du dich auf eine bestimmte Sache spezialisiert? Also sind Ringe dein Ding? Machst du Ketten? Also so, das würde ich gerne wissen. Und ja, wie entsteht eigentlich so ein Schmuckstück? Also was sind so die Schritte tatsächlich from scratch? Also an sich mache ich alles und ich habe auch an allem Spaß. Also das kriegt man oft oder die Frage kriegt man oft, was machst du am liebsten? Sind das jetzt Ringe oder machst du am liebsten Ketten? Und ...

Ich mache am liebsten Schmuck und das ist irgendwie für mich fast egal, was es ist. Ich habe eine Idee und dann baue ich das und manchmal habe ich auch nur eine kleine Idee und frage mich dann, könnte das ein Ring werden oder eine Kette? Und das findet man manchmal dann auch erst beim Bauen raus oder man ändert das hinterher nochmal. Also während des Prozesses kann alles passieren und arbeite an sich auch mit allen Materialien, fühle mich auch mit allem wohl.

Ich experimentiere auch gerne. Ich habe ein paar Sachen, die nicht unbedingt aus Edelmetall gefertigt sind. Ich habe auch Sachen aus Acryl in meinem Schaufenster liegen. Holz habe ich auch schon verarbeitet und andere Materialien. Also das ist vielleicht auch was Schönes, dass man nicht nur darauf fixiert ist, sondern auch ein bisschen mal gucken kann, was kann man sonst machen. Das ist natürlich jetzt auch nicht die Neuerfindung des Rades.

Das haben ja auch schon andere vor mir gemacht. Aber das ist natürlich auch cool. Naja, aber es entsteht ja jedes Mal was Neues. Also das, was du machst, hat halt noch niemand vorher gemacht. Das finde ich eh bei kreativen Prozessen, bei Kunst, bei Handwerk, also Kunsthandwerk, Aber auch natürlich in der bildenden Kunst, in der Musik. Also ich meine, es gibt acht Töne am Ende.

So da wurde jeder schon mal irgendwie kombiniert. Aber trotzdem ist ja das, was da gerade entsteht, also ist halt das, was gerade entsteht. Das ist ja eigentlich auch das Zauberhafte daran, das Magische irgendwie.

Ja, das Schöne ist, dass wenn man den Leuten dann erzählt, wie das entsteht, wie ein Schmuckstück entsteht, dass dann doch oft viel Überraschung da ist, dass man eigentlich am Anfang so grob gesagt mit einem Klotzmetall anfängt oder mit einem Klumpen, der natürlich nicht direkt als Klumpen geliefert wird, aber so grob als Stück Metall. Und dass man daraus alles machen kann, was man sich vorstellen kann.

Ich ziehe mein Draht selber, ich walze das Metall runter zu einem Blech, ich schmelze es ein, ich löte daran. Man kann es gravieren, man kann wirklich alles damit machen. Das ist so schön, wenn man das vor sich sieht und man weiß, damit geht alles, was ich will. Und... Man fängt so an und am Ende ist was da, was man tragen kann. Das ist richtig cool. Ja, kann ich mir sehr gut vorstellen. Trägst du auch selber deinen eigenen Schmuck?

Ja, also mittlerweile mehr, weil ich jetzt auch tatsächlich endlich mal die Chance habe, Sachen zu machen, die mir selber auch gefallen. Die Zeit ist da, bevor man sich selbstständig macht, tatsächlich nicht so oft da gewesen. In der Werkstatt ist es natürlich leider immer sehr schwierig, Schmuck zu tragen. Aber ich versuche schon immer irgendwie jeden Tag so vielleicht ein Stück oder so zu haben, wenn jemand reinkommt und dann denkt,

ach, was trägt die denn wieder für eine tolle Gärte? Und ich sage, ja, das können Sie hier kaufen. Sogar die. Ja, bitte hier. Nehmen Sie alles, was ich habe. Ja, oder auch privat bei, also einfach so sich mal schick machen an Weihnachten oder so. Das ist einfach schön, wenn man das Gefühl hat, das, was man gerade trägt, ist Handarbeit oder das hat man vielleicht sogar selber gemacht.

Und viele Auszubildende, auch neue jetzt, die anfangen mit der Ausbildung, die sagen auch, dass sie genau deswegen anfangen, dass sie das so schön finden oder die Motivation war, für sich selber schöne Sachen zu machen. Und das finde ich auch nett. Das hat so bei mir nicht angefangen, aber ich kann den Gedanken dahinter total nachvollziehen. Wo du das gerade schon dahin leitest, du unterrichtest ja auch mittlerweile.

Und das ist ja auch irgendwie, also ist das sehr gängig, dass das das Paket ist, was man macht? Also man hat einen Betrieb oder einen Laden und gibt das auch direkt weiter? Oder wirst du dann auch ein Ausbildungsbetrieb? Oder ist das ein Alleinstellungsmerkmal bei dir? Oder eine Seltenheit? Ja, also ... Klar, wenn man sich selbstständig macht und man möchte ausbilden, kann man das machen.

Das ist auch für mich so eine Sache, die ich mir auf jeden Fall für die nächsten Jahre vorgenommen habe, dass ich auch eigene Auszubildende in meinem Laden einstellen kann, wenn ich es mir dann irgendwann leisten kann. Aber bis dahin war für mich erst mal der Weg, das Unterrichten. Ich habe mich so wohl gefühlt in der Schule und ich unterrichte jetzt auch in der Schule, an der ich selber ausgebildet wurde.

Und das war einfach so eine schöne Atmosphäre und hat mir so gut da gefallen und ich habe mich so gut aufgehoben gefühlt. Und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich das zurückgeben muss. Als ich gehört habe, dass die Stelle in der Werkstatt frei wird, habe ich sofort gedacht, ach komm, selbst wenn sie dich nicht nehmen, aber du musst dich darauf bewerben, du musst es wenigstens probieren.

Weil das so ein Traum ist, einfach dieses Gefühl für Handwerk weiterzugeben oder auch den jungen Leuten zu zeigen, dass es so viel Spaß macht und dass man dabei bleiben muss. Und dass es, man wäre cool, sein kann für eine Lehrerin, das sagen, ist es nochmal dreimal uncooler.

Aber ja, das war so für mich wichtig, dass man da auch den Kontakt zu den jungen Leuten behält und irgendwie zeigt, dass es nicht nur die alten Kerle sind, die da in ihren verschrubbelten Werkstätten sitzen und vor sich hin selbst rumbrödeln oder so, sondern dass es offen ist und dass man irgendwie so sein kann, wie man will und dass alle willkommen sind. Und das, ja, dachte ich, ist wichtig, dass vielleicht auch Lehrkräfte sowas

vermitteln. Ich will das Gold schmieden, was ich an sich auch mache. Aber auch das Menschliche dazwischen, das finde ich wichtig. Du sagst immer so, die jungen Leute, du bist ja auch noch sehr jung. Also du bist unter 30, was ich mit meinen 40 Jahren also durchaus jetzt jung finde. Und darum, genau, frage ich mich, weil du jetzt gerade auch nochmal erwähnt hast, die vielleicht etwas schon mehr im Leben stehenden anderen Leute, die dann in diesem Handwerk unterwegs sind.

Gibt es dazwischen, ist da eine Lücke, also ist das eine große Schere, hast du das Gefühl, so in deinem Alter, also oder bist du eher die Ausnahme, sich schon in Anführungszeichen mit unter 30 selbstständig gemacht zu haben, also oder gibt es da alle Altersstufen durch, also das frage ich mich im Handwerk, wie gesagt, weil ich ja selber nur von draußen irgendwie sehr eingeschränkt drauf gucke. An sich ist es keine Seltenheit.

Also im Handwerk sich selbstständig zu machen, ich habe auch immer das Gefühl gehabt, während der Meisterschule war ich natürlich nicht unter den Goldschmiedern, aber Gerell so unter den anderen Handwerksberufen war ich tatsächlich schon relativ alt. Also viele fangen natürlich die Ausbildung auch früher an und gehen dann direkt in die Meisterschule weiter, weil sie Betriebe von den Eltern oder von ihren Chefs übernehmen wollen. Deswegen sind junge Leute im Handwerk an sich keine Seltenheit.

Auch Leute, die sich selbstständig machen, junge Leute im Handwerk nicht. Und auch dazwischen gibt es natürlich super viel. Vielleicht ist jetzt gerade die Zeit gekommen, weil ja gerade die Boomer-Generation oder die Generation meiner Eltern in Rente geht. Und deswegen natürlich viele Ladenlokale frei werden, viele Betriebe nachfolgen, gesuchen, dass vielleicht jetzt gerade auch die Zeit da ist, dass man das Gefühl hat, dass es mehr Leute werden, weil ein großer Umbruch vielleicht da ist.

Und ja, aber auch ... Ich versuche auch immer nicht ganz so gemein zu den älteren Handwerksmeistern zu sein, weil das hört sich vielleicht manchmal bei mir so an, wenn ich das sage, aber es verstehen sich alle untereinander total gut und ich bin auch sehr froh, dass ich da so viele erfahrene Leute um mich habe, mit denen ich mich auch sehr gut verstehe und die mich da auch lange unterstützt haben, von denen ich natürlich auch ausgebildet wurde und von denen ich so viel Wissen mitbekommen habe.

Ich meine, nur weil eine Sache irgendwie etabliert ist oder, also genau, das muss ja nicht unbedingt was sein, was dem anderen im Wege steht und trotzdem ist es ja auch gut, das anzunehmen oder zu reflektieren und zu sagen, okay, es kann aber halt auch anders sein, deswegen, also ich verstehe den Impuls, was du gerade gesagt hast, aber ich denke halt genau, das eine ist ja das eine, das andere ist das andere, also stimmt ja beides wahrscheinlich so.

Ja, alles hat sich schon immer verändert und das ist jetzt so die nächste Veränderung, die kommt und einfach mitgehen. Und ich finde es auch gut, dass auch viel Neugier da ist, auch generell in anderen Betrieben und auch viel Unterstützung und dass es nicht nur ich cool finde, sondern ich komme nicht mehr weg von dem Wort cool. Aber das ist ja auch cool. Ich finde, wir holen uns cool zurück. Es ist einfach cool.

Es ist aber ja auch was, ganz im Gegensatz zu cool, was ja so kalt und ein bisschen unnahbar ist. Es ist ja, das hatten wir am Anfang schon sehr nahbar, weil ich trage dich ja dann am Körper in gewisser Hinsicht. Oder verschenke das. Das ist ja was sehr Besonderes. Und hast du das Gefühl, dass Schmuck auch für jetzt Menschen, die vielleicht nicht so sehr im Thema sind, Also, ist das ein Evergreen?

Merkst du auch vielleicht an dem, wie hier Leute reinkommen und dann doch konsumieren oder eben auch nicht? Also konsumieren im Sinne von was mitnehmen direkt oder drumherum schleichen? Also hast du das Gefühl, dass…, Also leisten sich auch noch viele Leute, weil es einfach was sehr Besonderes ist oder ist es eher so, ja sieht schön aus, hätte ich gern, aber ich bestelle mir das halt irgendwie im Internet, ein bisschen sieht es ähnlich aus.

Also das stelle ich mir auch vor, das ist ja auch was, was in so eine Entscheidung, sich selbstständig zu machen, wahrscheinlich auch mit reinfließt. Also wie verkaufbar ist das Produkt am Ende? Es kommt tatsächlich alles vor. Alle Leute kommen rein, alle Leute gucken und manche Leute kommen mit einem Plan rein. Das sind dann aber meistens tatsächlich sehr klassische Sachen, sagen wir mal Verlobungsringe oder Trauringe.

Und die sind dann doch überrascht, wenn sie reinkommen und meine Entwürfe sehen. Also das, was ich mache, nicht die klassischen Sachen, sondern dieses ganze organische, sich irgendwie bewegende, softe. Und das ruft tatsächlich positive Reaktionen hervor. Und das sind dann auch eher die Spontankäufe. Also die klassischen Sachen, das sind eher die geplanten Sachen, wo man vorher schon lange überlegt hat und genau da auch genau weiß, was man will.

Und ja, viele Leute kommen aber auch einfach rein und zu meinem Glück verlieben sich dann in einen Entwurf. Und nehmen das dann auch direkt mit und das finde ich sehr schön, dass es in dem Moment eben diese Reaktion hervorruft und dass man direkt so eine Verbindung dazu hat und denkt, wow, das ist so toll, das möchte ich für mich haben oder das möchte ich jeden Tag tragen oder das soll meine Haut berühren, das ist irgendwie schräg und schön gleichzeitig.

Ja, ich finde das schon. Das darf man ja auch wirklich nicht vergessen. Das ist ja was, was im besten Falle, ja, das ist ja auch, warum ich mir wahrscheinlich dann echt Schmuck oder wirklich ein bisschen hochwertigere Stücke zulege, ist ja, weil ich die jeden Tag vielleicht tragen möchte, weil sie zeitlos sind und ich gebe sie ja auch vielleicht mal weiter.

Also das ist ja auch, also selbst die Sachen, die man vielleicht vermacht bekommt, die wurden ja auch irgendwann mal angeschafft oder angefertigt oder so. Und insofern finde ich das schon einfach spannend, auch zu sehen oder zu erfahren, wenn du auch darüber sprechen möchtest, wie standhaft du dann auch bei einem bestimmten Wert bleibst. Also wie gesagt, es geht jetzt ja nicht um mich, aber ich kenne das ein bisschen aus der Musik.

Also ich habe ja auch eine Zeit lang gespielt irgendwie als Auftrag oder auch wenn ich selber spiele und natürlich, ich möchte am liebsten das machen, aber ich muss halt auch gucken, dass es sich irgendwie wirtschaftlich lohnt und da so diese Balance zu finden und dann auch dabei zu bleiben und zu sagen, okay, dann kann ich halt vielleicht manche Sachen nicht machen, wenn es nicht dementsprechend entlohnt wird oder irgendwie finanziell gewertschätzt oder so.

Also auch zu sagen, okay, nein, Bering kostet so viel. Und wenn ich dann halt nicht so viele davon... Also weißt du, was ich meine? Das stelle ich mir auch. Also hast du da von Anfang an dir einen Plan gesetzt? Oder ist das dann auch eine Charakterfrage, einfach so standhaft zu sein oder was zu wissen? Also es geht ja am Ende darum, den eigenen Wert zu wissen. Nicht nur von dem Material, das ist ja relativ messbar, sondern auch, was da alles noch hinter steckt.

Ja, auch das ist tatsächlich messbar. Also das sind, wie überall im Handwerk, natürlich keine Fantasiepreise. Auch wenn viele Leute das denken, dass ich mir einfach einen Preis ausdenke und denke, oh, der Ring, der muss jetzt so und so viel kosten, sondern jedes Stück ist kalkuliert, jedes Stück hat auch viel Rechenarbeit, bevor der Preis in der Vitrine ist. Und klar, momentan ist natürlich die Preislage, was Gold und Edelmetalle betrifft, nicht die beste.

Das wissen auch die Leute, die reinkommen. Gold ist eben gerade sehr, sehr teuer, deswegen sind Schmuckstücke auch gerade sehr teuer, aber überall, wo man echt Schmuck kauft. und ja klar, meine Arbeitszeit fließt natürlich auch mit rein, ich muss den Laden bezahlen, ich muss meinen Lebensunterhalt bezahlen und. Genau, deswegen jedes Schmuckstück kostet tatsächlich genauso viel, wie es kosten muss, damit ich hier weiterbleiben kann und auch den Schmuck bauen kann.

Und ja, es kommen natürlich viele Leute rein, für die das zu teuer ist. Für mich wäre das natürlich auch alles überhaupt gar nicht denkbar. Also klar, viele Sachen, die ich in den Schaufenstern habe, könnte ich mir tatsächlich selber gar nicht leisten. Aber das ist ja auch gar nicht der Sinn der Sache, sondern einfach, es muss einem gefallen. Und ich habe auch Sachen, die einigermaßen erschwinglich sind.

Ich versuche für alle Leute was anzubieten. Nicht nur die ganz teuren Sachen, die man haben will, aus Gold oder Platin, die teuren Metalle, sondern ich habe ja auch viel Silberschmuck da, der ja auch im Modeschmuck gerne verwendet wird. Und das ist natürlich vollkommen in Ordnung, wenn man reinkommt, man schaut sich die Sachen an und findet es total schön und kauft am Ende Modeschmuck in den großen Ketten oder so. Das habe ich ja tatsächlich auch gemacht, auch während der Ausbildung.

Ich wollte Schmuck tragen, ich liebe Schmuck, aber ich kann es mir nicht leisten, echt den Schmuck zu kaufen. Metall zu kaufen und das ist vollkommen in Ordnung und das soll ja auch so sein, man soll sich ja wohlfühlen und auch irgendwie sich das leisten können.

Aber deswegen ist es auch manchmal ganz schön, die KundInnen zu haben, die reinkommen und sich das vielleicht eigentlich nicht leisten können oder gar nicht mit dem Plan hergekommen sind, so viel Geld für was auszugeben, was ja ein Luxusgut ist, die das aber dann trotzdem machen, weil es sie so berührt oder das so einen emotionalen Wert dann für sie hat und das ist für mich irgendwie auch ganz schön, dieses, dass sich Leute irgendwas für sich selber kaufen oder sich selber was

Gutes tun, was sie vielleicht sonst nicht tun würden und. Ja, irgendwie schön für mich. Ja, das, ich höre, wenn du sprichst und ich sehe dich ja auch im Gegensatz zu den HörerInnen mit einem Strahl im Gesicht und du guckst auch immer ganz liebevoll quasi in dein Ladenlokal rein.

Nein, ich finde das sehr schön und das zieht sich ja durch, also dass du das öffnen möchtest für alle und zwar sowohl für die Menschen, die hereinkommen und sich umgucken, als auch für die Menschen, die es selber kreieren wollen. Also ich finde schon, dass das, ja, dass sich das durchzieht, dass du dieses Handwerk in die Welt tragen möchtest, damit die Welt dich tragen kann. Na, das ist so schön gesagt. Und wer das alles selber erleben möchte, kann dich hier natürlich finden und

besuchen am Hermannplatz in Flingern. Ich danke dir sehr für dieses wunderschöne Gespräch. Ich danke dir. Ich freue mich aufs nächste Mal. Tschüss. Dankeschön. Tschüss. Music. Auch wenn die Neujahrsvorsätze von einigen sicher beinhalten, sich kohlenhydratarm zu ernähren und dem Wein erstmal abzuschwören, Pizza, Pasta und gute Drinks stehen doch immer hoch im Kurs. Zumindest bei den Kolleginnen und Kollegen des Pfalzdorf-Magazins.

Die haben jetzt eine Liste mit den acht besten italienischen Restaurants in Düsseldorf veröffentlicht. Ob es Überraschungen gibt, welche Läden vielleicht fehlen und was eigentlich genau Pinsa ist, mit Paul Küchler habe ich mir dieses Ranking mal ganz genau angeschaut. Lieber Paul, frohes neues Jahr. Frohes neues, stimmt. Ich habe für mich etabliert, man darf das sagen, bis zum 14. Februar. Ich dachte immer so das erste Mal, wo man jemanden im neuen Jahr irgendwie wieder sieht.

Und wenn es Mai ist, mein Gott. Ja, ich wollte gerade sagen, das lasse ich mir hier nicht vorschreiben. Also Happy New Year. Happy New Year, danke schön. Es soll ja Menschen geben, die sich so Vorsätze nehmen. Da haben wir ja jetzt auch in unserer Jahresrückblick-Folge drüber gesprochen. Ich habe sie ja auch alle abgefragt von euch. Und wahrscheinlich gibt es Leute, die sagen dann mich bewusster ernähren, gesünder, weniger Kohlenhydrate, kein Käse, nichts mit Butter.

Also all das, was wir gerne mögen quasi. Und ich dachte, also alle sollen machen, was sie wollen und jeder soll Neujahrsvorsätze haben und natürlich, das sei hier vorangestellt, aber wir reden jetzt trotzdem Über Essen. Once again. Über Essen und zwar über alles, was ja dann quasi auf der falschen Seite steht. Wir reden über Pizza, über Pasta, über Fleisch und Fischgerichte und vor allem darüber, wo man sie am besten bekommt in der Stadt, laut dem Fallstaff.

Richtig, das ist nicht unsere persönliche Rangliste. Nicht unser persönliches Ranking, da würde bei mir auch wirklich nach zwei Läden Schluss sein. Ich weiß nicht, ob du das kennst, also ich bin ja wirklich sehr gerne auch, ich lasse mich auf Neues ein und dann probiere ich mal hier und da was aus. Am Ende, ich gehe in dieselben vier Läden und esse dieselben drei Gerichte.

Also im Privaten bin ich ja leider genauso, auch wenn mein Job natürlich ein ganz anderer ist eigentlich, aber ja, das verstehe ich sehr gut. Also deswegen, selbst wenn das jetzt hier unsere persönliche Liste wäre, die wäre dann einfach sehr schnell vorbei. Deswegen gut, dass der Pfalzdaf uns da irgendwie Tipps an die Hand gibt. Die sind wie ja jedes Jahr losgezogen und haben sozusagen Restaurants getestet und ausgezeichnet, Cafés, Lokale.

Italienische Etablissements und haben in dieser Stadt welche unter die Lupe genommen und ausgezeichnet. Und die werden wir jetzt einmal durch accessieren und mit unseren persönlichen Erfahrungen abgleichen. Es konnten 100 Punkte erreicht werden. Insgesamt, genau. Und genau, nach einem bestimmten System, was ist das System, nach dem die da dann gehen? Genau, es gibt quasi drei Kategorien, Essen, Service und Ambiente. Insgesamt eben maximal 100 Punkte zu holen für die Restaurants.

Wo das irgendwie sehr auseinander geht, also wo das Essen fantastisch ist, aber man denkt so, hier hätte mal jemand noch mal kurz mit einem inneneinrichterischen Auge drüber gucken können. Oder, der weiß ich nicht, die Pasta ist cremig, aber der Service, I don't know. Oder findest du, dass das immer irgendwie auch alles zusammen gehört? Eigentlich nicht, ehrlich gesagt.

Also ich finde, das macht manchmal auch fast den Reiz aus, weil wenn ich mir jetzt so denke, in Düsseldorf gibt es vielleicht das italienische Viertel in Gerritsheim. Und da sind ganz, ganz viele familiengeführte Restaurants und dass die jetzt vielleicht nicht das allergrößte Designauge haben oder da jetzt den Fünf-Sterne-Service erbringen, finde ich, ist klar von vornherein und das ist auch in Ordnung, solange es irgendwie schmeckt.

Und ich habe irgendwie die Erfahrung gemacht, dass oftmals die Restaurants, die irgendwie mit am unscheinbarsten wirken oder vielleicht nach außen hin gar nicht so fancy sind oder so, dass die mir die Besten sind. Big time. Jetzt ist es ja deswegen auch so, dass in diesem Ranking die Punkte werden fürs Essen am meisten. Genau, also man muss halt sagen, diese 100 Punkte, die insgesamt zu holen waren, davon sind 60 maximale Punkte fürs Essen und jeweils 20 für Ambiente und Service.

Also der Fokus ist natürlich ganz klar auf dem Essen. Ja, fair. Jetzt überlege ich gerade, wie rum machen wir es? Gehen wir von unten nach oben? Es sind acht Restaurants. Richtig. Arbeiten wir uns quasi die Charts nach oben oder fangen wir mit dem Knaller an? Ich wollte gerade sagen, oder verraten wir direkt, wer auf dem ersten Platz gelandet ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war nicht in allen. Warst du in allen schon

mal? In allen tatsächlich nicht. Also in einigen würde ich tatsächlich sagen. Was ist eigentlich so deine Go-To-Küche? Also ich weiß gar nicht, ob wir darüber schon mal gesprochen haben. Boah, das finde ich auch ganz schwierig. Ich finde, das ist total stimmungsabhängig. Also auch wenn man selber essen

geht, finde ich, ist das eh nochmal eine andere Kiste. Also zum Beispiel, ich koche persönlich gar nicht so viel, ich sag mal, Deutsch zu Hause und dann finde ich es tatsächlich irgendwie manchmal umso schöner. Ich koche gar nicht, ich habe jetzt einen Air Fryer. Ich fry nur noch Air. Alles, alles pack ich dabei. Heiß und nicht fertig dann quasi. Ja, alles pack ich dabei. Genau, also von daher, ich koche wenig Deutsch zu Hause und gehe das dann vielleicht ab und zu ganz gerne mal essen.

Ich bin halt ein riesiger Asier-Fan, also von Türkisch über Indisch, Japanisch, Chinesisch, Koreanisch, irgendwie alles, was es so gibt. Aber italienisch, big favorite auch und ich glaube, jeder kennt es. Uninteressanterweise, ich hatte mich im Vorgang an diesen Artikel auch nochmal schlau gemacht, es wurde dieses Jahr in der Studie quasi ermittelt, in der Umfrage quasi, was die beliebtesten Länderküchen der Deutschen sind.

Und Deutsch ist überraschenderweise auf Platz 1 gelandet, aber auf Platz 2 ist ganz klar italienisch mit glaube ich 49%, also fast die Hälfte der Deutschen sagt, Mensch, das ist meine Lieblingsküche und ich glaube, das können ganz, ganz viele nachvollziehen. Ja, ich auch. Also ich bin auch große Freundin der asiatischen Küche, wie du schon sagst, auch in jeder Hinsicht. Also bei mir ist vietnamesisch immer noch so, also das sticht immer noch so

ein bisschen raus. Das könnte ich wirklich und mache ich auch ehrlich gesagt fast jeden Tag essen. Aber so eine Pizza, bei uns in der Familie gibt es, also Sonntag gibt es Pizza. Ach guck mal. Wir sind wirklich Jahre, Jahrzehnte lang jeden Sonntag auch immer zum selben Italiener gegangen mit der ganzen Familie. Da war auch irgendwie klar, da sitzt immer irgendjemand, also mindestens die Leute sind vor Ort und so.

Also Sonntags ist für mich Pizzatag, deswegen umso schöner, dass wir heute darüber sprechen. Triff dich gut. Auf Platz 8 dieses Rankings ist Principale. Principale, in der Tat. Erzähl mir etwas über diesen Laden. Der liegt in Flingernord an der Lindenstraße und das Falzdorf Magazin schreibt zum Beispiel, das sind totale Oldschool Pizzen, also das ist gar nichts.

Besonders fancy oder besonders hergestellt oder zubereitet, sondern es ist vielleicht ganz traditionell und einfach quasi, aber da ist ja wieder dieses Thema. Manchmal je einfacher, desto besser. Genau, also einfach mit einem sehr knusprigen Boden quasi, das wird da positiv hervorgehoben. Jetzt nicht irgendwie mit einem extra dicken Rand, der noch mit Käse gefüllt ist oder so. Was ja auch oft so Trends sind, obwohl das ist auch manchmal geil.

Ich wollte gerade sagen, so eine American Pizza oder so. So eine Pfannpizza mit Käse im Rand. Hietet manchmal auch schon. Man muss es so sagen, richtig. Aber ich meine, bei den Italienern, die rümpfen da wahrscheinlich die Nase ein bisschen drüber. Naja, jedenfalls, das ist Platz 8 und hat trotzdem 90 von 100 Punkten erreicht. Also das ist jetzt auch wirklich eine ordentliche Leistung, würde ich sagen. Dann ist auf Platz 7 Carissima in Oberkassel. Richtig, direkt an der Lugallee.

Kennen wir beide. Da war ich schon auch das ein oder andere meint. Das ein oder andere, ja genau. Also da finde ich nämlich, passt tatsächlich auch alles zusammen, muss ich sagen. Also ich mag das Ambiente, ich mag dieses, dass es irgendwie entspannt ist. Also ich war da auch schon tatsächlich irgendwie in meinem heißgelitten Jogginganzug, zumindest teilweise. Und also ich bemühe mich immer, wenn ich eine Jogginghose habe,

dass ich dann wenigstens... Das ist natürlich auch mutig, in Oberkassel mit Jogginghose essen zu gehen. Aber ich meine, also es geht ums Essen. Das Essen ist gut, man kann da irgendwie entspannt sein. Es macht ja auch manchmal Spaß, sich irgendwie natürlich aufzubrezeln für so ein Dinner oder so. Also ich finde das auch immer ganz wichtig, dass ich weiß, ich kann da halt einfach hin und irgendwie entspannt. Das Essen steht im Vordergrund, ja, auf jeden Fall.

Und sehr kinderfreundlich auch, das weiß ich aus Erfahrung. Also ja, genau, dass das da in diesem Ranking gelandet ist, wundert mich nicht. Und da wurde nicht nur die Pizza gelobt, sondern auch die Pasta. In der Tat. Also ich war da auch schon tatsächlich ein paar Mal und ich finde die auch echt lecker, muss ich sagen. Ja, kann man so sagen. Kann man mal machen. Wie ist es eigentlich mit Getränken? Kommt das auch mit rein?

Also wenn es da irgendwie eine besonders gute Weinauswahl gibt oder eine gute Auswahl an anderen? Also so wie ich das jetzt rauslese in den Kriterien quasi, geht es wirklich nur ums Essen, Service und Ambiente. Es gibt allerdings auch Falstaff-Rankings, die dann nochmal einen Extrapunkt haben mit der Weinauswahl zum Beispiel. Aber in dem Fall war es jetzt nicht mit dabei. Ich verstehe. Carissima ist nicht alleine auf diesem siebten Platz. Richtig.

Das gibt es nämlich auch, wenn dieselbe Punktzahl erreicht wird. Ganz genau. Dann teilen die sich quasi, so wie in diesem Fall, jetzt den siebten Platz. Und da ist eben das Zero Grady. Ich weiß gar nicht, wie man es ausspricht, ehrlicherweise. Wo ist das denn? Das ist, meine ich, auch in Flinge. Ich gucke nochmal ganz so sicher, aber das kannte ich bisher nämlich auch noch nicht. Flingern, Pempleford Richtung Wehrhahn auf jeden Fall. Ah, okay. Genau.

Und das ist eigentlich ganz spannend, weil die sind ja auf dem gleichen Platz wie das Carissima gelandet. Und das Carissima ist ja so eine klassische Trattoria. Also wirklich, ne, schön hinsetzen, Weinchen auch trinken. Und genau, und in dem anderen Laden ist es so ein bisschen auch ein Mix von der Einrichtung. Also es ist so ein bisschen spannend gestaltet. Die haben eine Theke, wo du auch quasi leckere Getränke, also eine große Kaffeekarte, eine große Gin-Karte.

Und da schreiben eben auch die Kritiker, dass es eben ein Lokal ist, das mit viel Scham geführt wird und eben nicht nur Pizzen hat, sondern eben auch leckere Busquette, Antipasti und auch Pinsen. Die Pinsen werden uns auch ein bisschen häufiger tatsächlich in dieser Liste begegnen. Das war mal aber ein größeres Thema, als es jetzt noch ist. It was a thing. Ja, ich glaube, da geht es ja einfach wirklich um die Bekömmlichkeit quasi.

Ich meine, Pinsen sind oft aus Sauerteig quasi hergestellt und einfach deswegen leichter bekömmlich, verdaulich. Genau, es gibt auf jeden Fall auch Pinsen dort und damit eben haben sie es auf den siebten rang geschafft, zusammen mit dem Carissima Auf Platz 6 ist Loft Food, das ist am Karlsplatz Genau, genau Im Karlsplatz, ne? Richtig, auf dem Markt Also das ist ja eher so ein da trifft man sich dann mal eben schnell eher so ein Snacky-Ding, oder?

Hätte ich auch ja, also ich glaube zumindest zum Abends jetzt entspannt mit Freunden zusammensitzen und da stundenlang über Gott und die Welt reden, ist es jetzt nicht der richtige Ort, aber vielleicht wenn man mal bummeln in der Stadt ist, wenn man mal Lust auf was leckeres Italienisches hat, was jetzt fußläufig erreichbar ist vielleicht. Oder auch einfach mal der Mittagspause oder an solchen Tagen. Also ich glaube da mit 91 Punkten sind die auf dem sechsten Rang gelandet.

Ist das eine echt gute Sache quasi. Die haben auch so ein All-Day-Konzept, also das hebt auch das Fallstuff-Magazin hervor. Also quasi genau wahrscheinlich dafür, dass man halt sagen kann, Mensch, ob wir jetzt Mittagsessen gehen oder am Nachmittag irgendwie, ist eigentlich Jacke wie Hose quasi. Genau, da gibt es dann verschiedene Fisch- und Fleischgerichte, Also eben nicht nur Pasta und Pizza.

Ich glaube, das ist ja auch so ein bisschen die Sache mit italienischen Gerichten oftmals, dass viele Leute das natürlich nur damit verbinden oder hauptsächlich. Aber ja, italienische Küche eigentlich viel vielfältiger noch als das ist. Und ich glaube, das merkt man dann da zumindest ein bisschen. Ja, sehr schön. Am Karlsplatz. Ich meine, bist du ein Karlsplatzmensch eigentlich? Also gehst du da manchmal, verschlägtest dich da manchmal hin am Samstag?

Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich die Stadt samstags tendenziell eher meide, weil es mir einfach persönlich viel zu voll ist und ich finde dann so ein bisschen diese Atmosphäre am Karlsplatz auch sich verändert und da sind natürlich viele Menschen auch von auswärtig und viele Touristen da und so, was ich auch total schön finde, aber ich glaube, wenn man so als Düsseldorfer da unter der Woche irgendwie hingeht oder morgens früh vielleicht am Samstag, ist man auch so ein bisschen

an diesem Ort Karlsplatz, der dann ja wirklich auch als Treffpunkt für die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer fungiert und ja, also hin und wieder, aber jetzt nicht. In erschreckender Regelmäßigkeit. Ich verstehe. Und du? Ja, also mir geht's tatsächlich sehr, sehr ähnlich. Ich finde halt bei so einem Markt, auch bei mir um die Ecke ist auch immer so ein Wochenmarkt.

Ich werde da zu einer anderen Person. Also ich kaufe da ein, als hätte ich erstens eine neunköpfige Familie zu versorgen, aber nur frischem Obst. Ja wirklich. Und dann kaufe ich plötzlich Sachen, von denen ich denke, so weiß ich nicht. Habe ich das schon mal gegessen? Genau, Teekräuter, na klar. Romanesco oder sowas. So deswegen, und so geht es mir dann am Kaisplatz manchmal. Ich meine, da kann man ja wirklich auch wunderschön sich einfach so kleine Sachen gönnen.

Ich wollte gerade sagen, es ist glaube ich, also ich würde da vielleicht weniger einkaufen gehen, wirklich, aber wie du halt sagst, vielleicht mal irgendwie, jetzt kommen wir natürlich ein bisschen weg von den Italienern, aber mal ein nettes Törtchen oder eine Kleinigkeit, vielleicht ein besonderes Obst- oder Gemüsestück.

Weil ich mag diese Atmosphäre auf dem Markt, mag ich schon. Also ich habe wirklich sehr lange auch versucht, zu so einer Person zu werden, die auf dem Wochenmarkt ihre Woche einkauft. Wie gesagt, das passiert dann bei mir irgendwie alle zwei Monate und dann... Ich wollte gerade sagen, wer hat auch, also wie hoch ist die Motivation, Samstagvormittags da sich aus dem warmen Bett wahrscheinlich rauszuquellen und da auf dem Wochenmarkt zu gehen.

Aber ja, ich träume da auch immer von. Ja, das ist einfach nicht ich. Aber gut, okay. Wo ich tatsächlich immer mal einkaufen gehe, ist unser allseits bekannter Supermarkt zur Heide, weil da gibt es ja auch sehr schöne Sachen und da gegenüber ist das da neu. Genau, das auf dem fünften Platz gelandet ist, auf aller Straße, Ecke, Berliner Allee. Und da war ich früher öfter mal in der Mittagspause, ich habe da nicht weit weg von gearbeitet.

Dann bist du die Expertin quasi. Ich fand das da auch wirklich immer ganz nett. Halt auch so eine Mischung aus, ja, man sitzt halt schon an einem schönen Tisch und man bekommt auch ein gutes Brot so vorher und so. Aber trotzdem ist es irgendwie auch entspannt. Ich habe mich da immer irgendwie an den Salaten festgehalten. Ich weiß gar nicht warum. Ich hatte da einmal einen richtig guten, also das gibt es ja auch oft in der italienischen Küche. Ich wollte gerade sagen, genau.

So was, was kleines Fresh ist. Und die haben wirklich, wenn ich mich jetzt nicht total irre, war das da eine sehr gute Minestrone. Und ich finde, Minestrone ist ein, wie in der Eisdiele, finde ich, ist das Vanille-Eis das ausschlaggebende. Also wenn das Vanille-Eis gut ist, dann ist der Rest gut. Weiß man eigentlich, es kann in die richtige Richtung gehen.

Und bei Pizzerien oder Italienern sagt man ja oft klassischen Basic-Sachen, Margarita, wenn die gut ist, dann ist der Laden gut und halt irgendwie vielleicht einfach eine Nudel mit einem Öl. Aber ich finde tatsächlich, Minestrone ist auch so ein Maßstab. Richtig. Und wir sind wieder bei diesem Thema meistens oder oftmals sind die einfachen Gerichte, die einfachen Läden, die einfachen Gerichte irgendwie mit am Überzeugendsten.

Also das ist meine persönliche Erfahrung da und genau, wenn ich mich recht erinnere, war das mit der guten Suppe da. Obwohl es gibt viele gute Suppen. Vielleicht machen wir auch irgendwann mal ein Gespräch über Suppen, weil ich bin auch sehr großer Suppen-Fan. Ich meine, ist ja auch die Jahreszeit eigentlich. Also in der kalten Jahreszeit ist man ja irgendwie nochmal ein bisschen schärfer auf Suppen. Wir machen mal hier eine kleine Suppe. Wobei kalte Suppen im Sommer

auch was Feines sind. aber Zykermusik. Kalte Suppen sind aber auch einfach Tomatensaft. Also, dann haben wir auf Platz 4 die Amoni Wein und Käse Bar. Das hört sich ja jetzt erst mal nach Restaurant gar nicht so doll an, wegen des Wortes Weinbar. Wo ist das? Das ist an der Liefergasse, mitten in der Altstadt quasi.

Das kenne ich gar nicht. Genau, ich bin da auch tatsächlich auch noch nie selber gewesen, immer mal vorbeigelaufen, mal reingespäht irgendwie, aber Pfalzdorf hat die mit dem vierten Platz geehrt und haben 93 von 100 Punkten vergeben. Genau. Ja, und wie du sagst, der Name lässt ja schon vermuten irgendwie. Es gibt halt Wein- und Käseauswahl, auch so Wurstwaren, also so Chaküterie-mäßig. Muss man ja auch sagen, gehört ja auch zur italienischen Küche.

Also die ganzen Mortadella, Schinken, Salami, leckere Käse, das gehört ja alles dazu. Aber auch da sind Pinsen total in Hochkonjunktur quasi. Einfach quasi ja, Besser bekömmliche Pizzen. Ja, du zitierst das Magazin, die schreiben, es deckt den Tagesbedarf an lebenswichtigem Vitamin D, in Klammern Dolce Vita. Ich bin ja ein Sucker for a good Wortwitz, also Chapeau.

Das heißt, ich kann mir da quasi meine Tagesdosis an italienischem Flair und gutem Lebensgefühl abholen, wenn ich denn Zeit und Muße dafür habe. Jetzt sind wir schon bei den Top 3. In der Tat. The Way to Napoli The Way to Napoli ist quite long, aber hier in Düsseldorf dann auch nicht mehr so lang, das ist in Grafenberg Richtig und das finde ich ist auch mal um das nochmal so kurz einzuschieben, eine schöne Sache.

Es ist halt wobei ich überlege gerade Grafenberg oder Flinger Nord es ist auf jeden Fall, schon über dem Wehrhahn drüber Richtung Grafenberg quasi, und ich finde einfach schön, dass zumindest die Fallsdorf-Kritiker auch mal außerhalb der Stadtmitte ein bisschen geguckt haben weil wir haben ja nun mal auch einfach ein super italienisches Viertel in Düsseldorf, wo gar nicht so viele Restaurants gelandet sind im Ranking, aber zumindest mal diesen Blick über die innerstädtischen Bezirke hinaus.

Genau, und das ist The Way to Napoli. Da schreiben eben auch die Kritiker des Pfalzdorf Magazins, dass sie eine sehr geschmackvoll gestaltete Pizzeria eben haben, mit einer sehr langen Speisekarte. Was ja manchmal auch ein nicht so gutes Zeichen sein kann, wenn man sich durch 19 Blätter durchblättert. Auf jeden Fall. Also ich glaube, ich wäre dann spätestens irgendwie skeptisch, wenn ich in der gleichen Speisekarte Schnitzel, Pizza, Pasta,

Burritos und Döner vielleicht finde und noch Sushi oder so. Da würde ich ja die Finger von lassen. Aber ich kann mir da halt auch gut vorstellen. Also ich war doch tatsächlich leider noch nicht. Ist jetzt vielleicht ein guter Anlass mal hinzugehen. Aber es sind dann halt wirklich dann auch gute Pizzen und bei einer Pizza ist es ja zumindest einfacher, verschiedene Variationen anzubieten, weil ja quasi die Toppings, die Beläge.

Also es gibt ja auch gelbe und grüne Pizzen, also mit Parmesan-Creme oder grünem Pesto anstatt Tomatensauce, was ja auch irgendwie gar nicht so verbreitet ist, aber auch fantastisch schmecken kann. Es gibt ja auch weiße Pizza. Was ist das dann? Soße Béchamel? Pizza Biang. Was ist denn da drauf? Ich glaube manchmal ist es, ich glaube es kommt auch auf den Laden an, Oder so eine Parmesan-Creme teilweise auch oder so eine Käse-Creme quasi.

Wobei das ist ja bei dem Laden die gelbe Pizza dann tatsächlich mit Parmesan-Creme. Ja und was die natürlich auch haben sind süße Pizzen mit Nutella und naja, Pistazien-Creme, Dubai-Pizza. Oh Gott, bitte nicht. Aber das ist ja auch so ein Ding und ich finde, wenn man das in einem Top 3 gerankten italienischen Restaurant ist, dann werde ich mich dafür auch nicht mehr schämen, dass ich süße Pizza esse. Ich wollte gerade sagen.

Weil dann ist es official. Ich meine außerdem, wo ist dann am Ende des Tages auch der Unterschied zu so einem Apfel-Flammkuchen? Ich meine, das ist im Grunde genommen auch nur... Das ist halt ein belegtes Brot. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Pinsa aus Sauerteig ist und dann schmier ich mir da ein bisschen Nutella drauf. Mein Gott. Ich würde dann vielleicht auf meine heißgeliebte Butter verzichten. Gut, tut vielleicht nicht schlecht, aber natürlich am Ende.

Am Ende des Tages ist es ein Stück Teig, das in den Backofen reingeschoben wird, belegt mit irgendeiner Art von Soße, ob die jetzt herzhaft oder süß ist und dann noch mit Sachen oben drauf. Dann hast du deine Pizza. Also ich würde mich da auch nicht schämen. Es gab ja mal diese Tiefkühlpizza in Schokoladenstyle, die ja damals super hohe Wellen geschlagen hat. Aber mein Gott, irgendwie wenn du, wie heißt denn das, so ein Süßmaul bist quasi.

Ja und vor allem, es gibt ja auch wirklich fantastische Choco-Cremes einfach. Auf jeden Fall und ich meine Pistaziencreme sind natürlich Dubai-Stichwort quasi total gehypt jetzt einfach, aber ja auch irgendwie was relativ Italienisches. Also ich verbinde eigentlich Pistazien schon stark mit Italien oder dem Mittelmeerraum vielleicht generell. Von daher passt es ja auch einfach. Ja, das stimmt. Also das heißt, ich kann da nicht nur herzhaft in eine Pesto-Pizza beißen.

Also ich sage das ja wirklich alle drei Folgen, aber wenn wir hier immer um die Mittagszeit über Restaurants reden, also wenn ihr im Hintergrund irgendwas brummeln hört, dann ist das auf jeden Fall mein Magen. Und deswegen machen wir hier auch jetzt schnell durch, damit ich gleich runtergehen kann und mir was zu essen holen. Auf Platz zwei, da Giacomo in Gerrheim. In Gerrheim, in der Tat.

Wunderschön gelegen. Da muss ich jetzt auch mal gestehen, das ist tatsächlich mein persönlicher oder einer meiner persönlichen Lieblingsitaliener quasi in der Stadt. Liegt in Gerrheim total süß am Neueser Tor. Das ist quasi da der zentrale Marktplatz, sag ich mal so ein bisschen. Und es ist eigentlich im Sommer noch schöner als im Winter, weil man eben im Sommer auf einer wirklich schönen Terrasse sitzt.

Unter alten Bäumen, in denen Lampillons hängen. Und es ist einfach, also wie gesagt, ich war da ja schon ein paar Mal, deswegen kenne ich die auch so ein ganz bisschen. Es ist manchmal ein Familienbetrieb. Die haben immer eine wechselnde Speisekarte. Also es ist nicht mit vielen festen Gerichten, sondern halt immer mal wieder was Neues und auch viel Saisonales. Ich meine, die Pasta ist selbst gemacht dort vor Ort. Die Pizza ist super.

Auch die Fleisch- und die Fischgerichte sind gut. Und es ist einfach eine schöne Kombination. Die haben 94 Punkte abgestaut. Die haben 94 Punkte abgestaut. Also nah an der Sonne, ne? Ja, interessant. Nah an der italienischen Sonne. In der italienischen Sonne. Und man muss auch sagen, Pizzen gibt es da tatsächlich nicht. Also es gibt Pasta, es gibt Fleisch- und Fischgerichte, Antipasti, Nachtisch, aber keine Pizzen. Und auch das ist ja mal vielleicht ein bisschen erfrischend.

Ja. Genau, also das ist wirklich sehr empfehlenswert und wir haben auch sehr leckere Drinks. Also das ist nicht in die... Bewertung mit eingeflossen, das Thema hatten wir ja schon, aber aus Erfahrung kann ich sagen, so ein Limoncello-Spritz oder so ein Basilikum-Spritz, da ist schon ganz lecker. Und Sie schreiben auch in der Bewertung, dass es natürlich auch genau der Ort ist, also dass man da wunderschön im Freien sitzen kann, natürlich dann im Sommer.

Gerrissheim ist ja eh auch ein sehr schönes Viertel. Ja, definitiv, unterschätzt auch. Ja, sehr, sehr, sehr gut. Jetzt kommen wir zum Platz 1. Zum Sieger im Ranking quasi. Das ist auf jeden Fall ein Laden, der noch nicht jetzt so unfassbar lang, also manche von diesen Läden im Ranking oder auch natürlich hier in der Stadt, die gibt es seit 20, 30, fast 40 Jahren.

Das ist relativ neu und ja auch, wie soll ich das sagen, die haben sich ja auch einem Trend verschrieben, in sehr großen Anführungszeichen, der natürlich kein Trend ist, aber der hier irgendwann angekommen ist und zwar die neapolitanische Pizza, die ja nur wenige Minuten dafür aber sehr heiß gebacken wird. Und deswegen ja diesen fast schon typischen, ganz knusprigen Boden, aber diesen sehr dicken, fluffigen Rand hat. Ganz genau. Man sieht ja auch oft diese so ein bisschen, nicht verbrannt,

aber schon geschwert so ganz leicht. Ein bisschen angekurbelt. Ich meine klar, wenn das Ding da bei 400 Grad irgendwie zwei Minuten drin ist, schon klar. Ja, und zwar Aurora und Vitus Süßholz Pizzeria. Und das mit dem Süßholz, das finde ich irgendwie ganz sweet, weil erstens liebe ich ja, wenn jemand Süßholz raspelt in mein Ohr oder auch nur irgendwie in meine Nähe. Deswegen verbinde ich das mit was Schönem. Aber warum heißt es so? Ich weiß es ehrlich gesagt auch gar nicht so genau.

Also ist Süßholz was typisch Italienisches? Ist doch Lakritz? Ich wollte gerade sagen, weil ich verbinde nämlich Süßholz mit was ganz anderem. Weil ich bin gar kein Lakritzfreund. Wirklich absolut nicht. Und für mich war die Verbindung so, hm, erst mal. Aber, ähm. Lakritz-Pizza gibt es auf jeden Fall. Lakritz-Pizza gibt es nicht, tatsächlich nicht. Aber warum jetzt Süßholz, kann ich ehrlich gesagt auch gar nicht beantworten.

Auf jeden Fall ist das der Name dieses Ladens und die haben halt, die haben mit insgesamt 95 von 100 Punkten irgendwie da den ersten Platz sich gesichert. Genau, es ist in deren Dorf, Ecke Münsterstraße und da gibt es zum Beispiel eine Pizza, die John Gotti Pizza mit Büffelmozzarella, Mortadella und Pistaziencreme, also best of all worlds irgendwie oder auf jeden Fall something of all worlds. Ich habe jetzt Pistaziencreme und Büffelmozzarella kriege ich jetzt noch nicht

so richtig zusammen in meinem Kopf. Wobei ich glaube, das ist dann natürlich eine herzhafte Pistaziencreme.

Trotzdem. Also wer weiß, alle Geschmäcker sind willkommen. Ja. Ja, also das ist auch so die Sache, das sind dann halt etwas, wie wollen wir es denn nennen, außergewöhnlichere Pizzen oder zumindest nicht die klassische Pizza Margherita, Pizza Cuadro Formaggi oder so, sondern es sind halt, wie man jetzt schön auf Neudeutsch sagt, mit Toppings Pizzen, die dann auch teilweise zum Beispiel, ich war vor zwei, drei Monaten selber

nochmal da mit einem Arbeitskollegen tatsächlich und ich hatte damals eine auch mit Parmesan-Creme, Parmaschinken war meine ich mit drauf und Burrata in der Mitte. Ich habe sie tatsächlich mit Messer und Gabel gegessen, komplett die Pizza, weil dadurch, dass sie dann halt schon sehr üppig belegt ist und dann halt auch mit Zutaten, die jetzt, ich sag mal, nicht trocken sind, also die halt einfach ein bisschen, es matscht ein bisschen.

Es sapcht und matscht, aber das ist ja auch manchmal so, wie es gehört. Ich wollte gerade sagen, das gehört dann ja auch mit dazu und die war auch einfach lecker, die Pizza. Man muss allerdings sagen, das ist jetzt nichts für den kleineren Geldbeutel, also so eine Pizza da. Es gab auch, ich glaube eine Margarita sogar oder eine, die um die 12 Euro war oder zumindest Richtung 10 Euro ging. Aber alle anderen Pizzen liegen schon so bei um die 20 Euro.

Da muss man halt einfach entscheiden, ist man bereit das auszugeben. Die benutzen natürlich auch besondere Zutaten für ihre Pizzen, auch hochwertige Zutaten auf jeden Fall. Haben ja auch 95 von 100 Punkte bekommen, ist erster Platz im Ranking. Aber dafür muss man sich halt dann schon bewusst entscheiden. Vor allem tatsächlich, also ich erinnere mich an das erste Mal, dass ich da war, weil man.

Nicht so ganz damit rechnet, weil es natürlich jetzt in einer Umgebung liegt oder in einer Nachbarschaft, wo man es auch für günstiger essen kann. Auf jeden Fall. Und auch ist der Laden jetzt, also ich finde, der sticht jetzt nämlich so vom Ambiente oder so. Der ist sehr besonders, also ist ja auch besonders eingerichtet und man kann ja dann im Sommer auch auf so einer kleinen Terrasse sitzen, aber halt Münsterstraße, Rathastraße.

Also das ist jetzt schon, es hat einen Charme und auch irgendwie einen gewissen Flair, aber halt nicht das, was ich jetzt vielleicht denke, wenn ich, weiß ich nicht, in Kaiserswerth am Clemensviertel eine Pizza esse. Ja, total. Also das ist dann auch meine stumpfe Schubladensicht so, aber dass ich dann denke, ja, vielleicht zahle ich hier eher mehr und da, also es ist gerechtfertigt, aber ich finde, da kommt viel zusammen irgendwie. Genau, das ist es einfach so.

So würde ich es auch eigentlich formulieren quasi. Es ist in Ordnung dafür, was geboten wird, aber man muss sich dafür einfach bewusst entscheiden, würde ich sagen. Also Platz 1, sehr schön. Wie wir eben anfangs schon etabliert haben, ist das natürlich jetzt eine nichts von uns getroffene Auswahl und natürlich fehlende auch. Also ich weiß, Pizzaromantica ist ja auch so ein Classic. Ganz viele Leute haben das Joya erwähnt in Grafenberg am Staufenplatz da in der Ecke.

Sunuraga auf jeden Fall, das ist ja glaube ich auch echt so eine Institution quasi, dieses kleine Lädchen am Wehrhahn da. So wie gesagt, italienisches Viertel, klar das eine war jetzt in Geresheim, aber eigentlich ist das italienische Viertel ja in Richtung Untergeresheim hinten, Heilstraße glaube ich da die Ecke und da ist es da Giacomo jetzt nicht.

Das heißt, da gibt es auch nochmal Hülle und Fülle an italienischen Läden und auch nicht nur Pizzerien und Trattorien, sondern ja auch wirklich Feinkostgeschäftchen. Ich meine zumindest früher, keine Garantie, dass es den jetzt noch gibt, aber gab es da auch wie so ein... Italienischen Gebäckladen, also wo du dann Plätzchen und solche Sachen kaufen kannst. Biscotti und diese ganzen kleinen Sachen. So, das heißt, da gibt es, glaube ich, auf jeden Fall noch sehr viel zu entdecken.

Ich sage jetzt hier was und hey, correct me if I'm wrong, ich glaube, man kann jeden Tag in einem anderen italienischen Laden essen. Und wahrscheinlich bist du nach einem Jahr immer noch nicht durch. Mindestens ein Jahr. Wahrscheinlich sogar zweimal am Tag und bist trotzdem nicht durch. Also, das sei jetzt mal in den Raum hier hineingestellt. Vielleicht findet sich ja eine Zuhörerin, ein Zuhörer, der Lust hat, das mal zu testen.

Genau, und dann immer so einen kurzen Zwischenstand gibt, wie der Cholesterinspiegel dann ist. Zu allerletzt stelle ich dir eine Frage, was ist deine Lieblingspizza? Quadro Staggione mit Artischocke. Also die ist immer so ein bisschen unterschiedlich, je nachdem welche Pizzeria. Manche tun da Paprika drauf, was für mich ein absolutes Sakrileg ist, aber ich mag das gerne mit Artischocken. Noch einem zweiten Gemüse, manchmal ist es Spinat, manchmal sind es Pilze, Schinken.

Und an einer Seite ist, glaube ich, immer mit Thunfisch noch und ein paar Oliven oder so drauf. Also ja, irgendwie so mal so viergeteilt quasi, weil ich bin ja immer so ein Fan. Wir hatten das schon mal das Thema, so dieses irgendwie mit einem Gericht möglichst viel quasi rausholen und ich finde, das geht da immer ganz gut. Ja, ja. Und bei dir? Ich bin, also ich bin relativ basic unterwegs. Meine Lieblingspizza ist tatsächlich einfach mit frischen Tomaten und Rucola. Finde ich auch sehr lecker.

Und wahlweise einfach mit einem schönen Mozzarella und dann ich bestelle mir immer einen gemischten Salat dazu. Und ich liebe dann quasi den Salat in die Pizza einzuarbeiten, einzuwickeln. Jetzt ist ja dann noch die Frage, wie isst du deine Pizza? Klappst du, also wenn die geschnitten ist, wir essen die beide mit den Händen, oder? Außer in wirklich Fällen, wo die sehr krass belegt ist.

Dann esse ich sie mit beiden Händen. Und dann ist ja jetzt noch die Frage, machst du es quasi gerade rein oder klappst du die so ein bisschen zusammen? Ich klapp die ein bisschen zusammen. Ich bin auch ein Zusammenklapper. Und in diesen kleinen Spalt lege ich dann Salat. Und so hatte ich mir das nämlich vorgestellt. Und das kann ich mir, das glaube ich schmeckt sehr, sehr lecker. Ja. Ich muss jetzt dringend was essen. Ich danke dir sehr für dieses Gespräch. Ich freue mich schon aufs Nächste.

Ich mich auch. Auf ein kulinarisch interessantes Jahr, lieber Paul. Definitiv. Steht einiges an, aber ich glaube, dazu dann beim nächsten Mal vielleicht mehr. Bis zum nächsten Mal. Bis bald. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf. Vom Wetterstruxie. Nach den Schneefällen am Donnerstag wird jetzt nicht mehr so wahnsinnig viel hinzukommen. Und das, was jetzt liegt, das sollte durchaus auch liegen bleiben dürfen.

Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Naja, dürfen jetzt nicht im Sinne von, ich erlaube dem Schnee liegen zu bleiben, sondern die Temperaturen gehen jetzt dann doch ein bisschen zurück, sodass es dann frostig wird und der Schnee dann halt eben auch liegen bleiben kann. Das Ganze dann begleitet mit mal ein bisschen Sonne, aber doch relativ viel Nebel und Hochnebel. Das gucken wir uns jetzt mal im Detail an. Der Freitag startet aus einer frostigen Nacht heraus.

Relativ freundlich, die Modelle sind sich hier teilweise schon etwas unsicher, aber daher, dass noch ein bisschen Wind da ist, wird vermutlich nicht super viel Nebel und Hochnebel entstehen. Dann sind zwar ein paar tiefhängende Wolkenfelder unterwegs, aber zwischendurch kommt die Sonne hervor. Die Temperaturen steigen dann bis maximal 0 Grad. Das Ganze dann eventuell mit noch einem kleinen Privatschneeschauer aus der Nacht heraus. Der Samstag wird uns ein Mix aus Nebel und Hochnebel bringen.

Zum Nachmittag hin gibt es so ein ganz, ganz, ganz kleines Fenster, wo vielleicht auch mal die Sonne durchgucken kann. Ansonsten bleibt es doch relativ grau und trüb und das Ganze bei sehr frostigen minus 4 bis maximal minus 1 Grad. Der Sonntag wird uns... Erneut relativ viel Nebel und Hochnebel bringen. Auch hier unterscheiden sich die Modelle wieder. Das europäische Modell macht Dauergrau und Hochnebel und gar keine Chancen auf Sonne.

Und das amerikanische Modell macht zumindest mal zum Vormittag so ein bisschen Hoffnung auf Sonne. Das Ganze dann bei weiterhin frostigen minus drei bis maximal null Grad. Dann gucken wir noch schnell auf die neue Woche. An diesem Nebel- und Hochnebelgedöns wird sich erstmal nicht viel ändern. Wenn es dann tatsächlich mal aufklaren sollte, dann ist es über den Schneeflächen relativ schnell auch schon mal minus 6 bis minus 8 Grad. Tagsüber bleibt es bei 0 bis plus 1 Grad doch relativ frisch.

Und daran wird sich jetzt auch in den Folgetagen nicht so super viel ändern. Wir werden ein kräftiges Hoch bekommen und dieses wird das Ganze mal ein bisschen beruhigen und da halt das jetzt Schnee liegt und da halt das jetzt einmal richtig frostige Luft reingekommen ist, wird sich daran auch nichts mehr ändern. Da kommt eine Glocke drauf praktisch in dem Sinne, dass sich dieses Hoch einfach da drüber legt und damit wird sich dann nichts bewegen.

Die Temperaturen bleiben eisig und frostig bei uns und auch wenn es dann zumindest gemäß Luftmasse in 1500 Meter Höhe wärmer wird, es kann sich einfach aufgrund des fehlenden Windes nicht durchsetzen und somit steht uns jetzt eine sehr kalte Woche bevor mit relativ viel Nebel und Hochnebel. In diesem Sinne, euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Also bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog.

Jensstruks.blog Und das war sie, die erste Folge Rheinpegel in diesem neuen Jahr. Wenn ihr mir, wenn ihr uns eine wirklich sehr große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast, wo immer es ihn zu abonnieren gibt und bewertet ihn mit Punkten, mit Stern und Daumen. You know the drill. Und empfehlt diesen Podcast auch weiter. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder viel besser, der das noch lernen soll.

Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Thorsten Kormann. Bis zum nächsten Mal. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Music.

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