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Die App, die alles über dich weiss

May 23, 202627 min
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👉🏼 Drei Entwicklungen verändern gerade deinen Alltag. Die meisten Menschen kennen sie einzeln — aber nicht zusammen.


Programmierbares Geld. Biometrische Identität. Eine Infrastruktur, die nicht dir gehört. Ab Dezember 2026 treffen sie sich in der EUDI Wallet — der ersten Schnittstelle, durch die Identität, Zahlung und Daten gleichzeitig fließen. Wer sie betreibt, steht zwischen dir und der Welt.

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Transcript

Intro

Speaker

Citizens will be on their best behavior because we're constantly recording and reporting everything that's going on.

Speaker 1

Ich zeige dir in diesem Video drei Entwicklungen. Jede läuft seit Jahren. Legt man sie nebeneinander, so siehst man etwas, das selten ausgesprochen wird. Die erste hat mit Geld zu tun, Geld das programmierbar wird. Die zweite hat mit deiner Identität zu tun, die digital wird und biometrisch. Und die dritte hat mit Hardware zu tun. Die Rechenzentren, auf denen all das läuft. Drei Entwicklungen. Jede mit eigenen Akteuren, eigener Geschichte und eigener Logik. Sie laufen bisher parallel — ohne gemeinsame Schnittstelle. Aber sie wachsen gerade zusammen. An einem konkreten Punkt. Und das zu einem konkreten Datum. Also schauen wir uns das etwas genauer an.  Beginnen wir mit dem Geld.

Programmierbares Geld

13 der 20 Länder im Euroraum, also der Länder, die den Euro als Währung haben, besitzen kein nationales Kartensystem. Sie sind vollständig auf nicht-europäische Anbieter angewiesen, auch im Inland. Lange hat das aber niemanden wirklich gestört, ja, weil meine Karte ist eine Karte. Hauptsache ich kann damit irgendwie zahlen. Aber dann kam die Sache mit Russland.

Und innerhalb weniger Tage waren auf einmal russische Karten weltweit gesperrt, auf Anweisung aus Washington. Europa hat diese Sanktionen zwar mitgetragen, aber dabei zum ersten Mal so richtig gespürt, was es bedeutet, keine eigene Infrastruktur zu haben.

Denn wenn Washington auf einmal andere Prioritäten hat als Brüssel, was ja mittlerweile bei einigen Themen der Fall, dann steht Europa ohne Werkzeuge da. And im August 2025 wurde der französische Richter Nicolas Guilloux, Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs, von Washington auf eine Sanktionsliste gesetzt. Also ein EU-Bürger ohne Verfahren and ohne richterlichen Beschluss.

Three Monate später, in December 2025, macht die EU genau dasselbe. Sie setzte den Schweizer Ex-Oberst Jacques Beau auf eine Sanktionsliste wegen angeblicher Propaganda. Seine Konten wurden gesperrt and er erhielt ein Reiseverbot. Ohne Anhörung, ohne Gerichtsurteil. And um Lebensmittel zu kaufen, brauchte er eine humanitäre Ausnahmegenehmigung.

Wer die Infrastruktur kontrolliert, entscheidet wer am System teilnehmen darf. Heute ist das ja vor allem Washington. And genau deshalb treibt die EU den digitalen Euro voran. Sie wollen eine eigene Infrastruktur, unabhängig von Washington. Die Frage, die dabei aber niemand laut stellt, ist: unabhängig von Washington sein, was genau bedeutet das?

Bedeutet das auch unabhängig von Brüssel zu sein? Ich denke, der Fall Jacques Beau hat uns allen bereits eine klare Antwort darauf gegeben. Jetzt wichtig für das Verständnis. Der digitale Euro ist kein Bitcoin. Das hat nichts mit Krypto zu tun. Er ist digitales Zentralbankengeld, ausgegeben von der Europäischen Zentralbank auf einer europäischen Infrastruktur.

Die EZB hat ihre Vorbereitungsphase im Oktober 2025 abgeschlossen. Die erste Ausgabe ist für frühestens 2029 geplant, also in drei Jahren. Aber bevor wir weitermachen, eine Frage, die du dir stellen solltest, lautet, was bedeutet denn programmierbares Geld eigentlich? Bargeld hat keine Meinung. Es weiß nicht, wer du bist. Es fragt auch nicht, wofür du es ausgibst.

Es urteilt nicht über dich. Programmierbares Geld hingegen hat eine Meinung. Oder besser gesagt, es hat die Meinung desjenigen, der es programmiert. Es kann Regeln haben. Wer darf es empfangen darf? Wofür darf es ausgegeben werden? Bis wann, wie viel darf man davon besitzen, und so weiter. Die EZB sagt ausdrücklich, der digitale Euro wird niemals programmierbares Geld sein.

Und es wird auch keine Ausgabebeschränkungen haben. Das ist die offizielle Zusage. Aber Technik selbst macht ja keinen Unterschied zwischen guten und schlechten Absichten. Wer das sein kann, der diese Regeln kontrolliert? Washington hat es uns mit Gyu gezeigt. Brüssel hat es uns mit Jacques Beau. Merkt ihr diese Frage, weil sie uns nochmals begegnen in diesem Video?

Oracle-Gründer Larry Allison hat dir das 2024 vor Aktionären so formuliert. Bürger werden sich bestmöglichst verhalten, weil wir alles, was passiert, ständig aufzeichnen und melden. And WEF-Gründer Klaus Schwab hat schon for 13 years noch präzise gesagt. The either frage is, wer acceptable is? Schwab has the frame self gestelled and not beantworthed. Bargeld stells soldiers not.

Programmierbares Geld stells it by jeder einzelnen Transaktion. Unsichtbar, automatisch and ohne dass du es merkst. Das ist mal die staatliche Seite. Aber die Umstellung des Finanzsystems auf programmierbare Schienen passiert nicht nur bei der EZP. Sie passiert gleichzeitig auch auf der privaten Seite. Und zwar in einem Ausmaß, das die meisten Menschen nicht auf dem Schirm haben.

Im März 2024 hat der größte Vermögensverwalter der Welt, BlackRock, einen Fonds aufgelegt. Er heißt BUIDL, ausgesprochen Build. BlackRock nimmt US-Staatsanleihen und verpackt sie in digitale Tokens. Du kannst dir diese Token wie eine digitale Inhaber-Urkunde vorstellen.

Statt eines Papierdokuments im Tresor gibt es einfach einen Code auf einem globalen Netzwerk, der beweist, das gehört dir. Stand Februar 2026 verwaltet der Fonds rund 2,5 Milliarden US-Dollar auf acht verschiedenen Blockchains gleichzeitig. Tokenisierte Staatsanleihen sind Ende 2025 insgesamt auf über 9 Milliarden US-Dollar gestiegen. Und die Prognose für 2026 lautet über 14 Milliarden.

Also das ist kein Nischenprojekt. BlackRock CEO Larry Fink hat in seinem Jahresbrief 2025 geschrieben, jeder Vermögenswert kann tokenisiert werden. Aktien, Anleihen und Immobilien. Aber dann kommt die entscheidende Aussage, die alles zusammenfasst. Fink schreibt nämlich, wenn wir wirklich ein effizientes Finanzsystem aufbauen wollen, reicht Tokenisierung alleine nicht.

Wir müssen auch die digitale Verifizierung lösen. Der Chef des größten Vermögensverwalters der Welt sagt also selbst, programmierbares Geld funktioniert nur mit einer digitalen Identität. Halten wir also fest, auf der staatlichen Seite haben wir einen digitalen Euro, der auf einer europäischen Infrastruktur läuft.

Auf der privaten Seite tokenisierte Vermögenswerte, die schon heute auf Blockchains zirkulieren. Beides braucht dasselbe, was noch fehlt. Programmierbares Geld ist nicht anonym. Es kann nicht anonym sein. Wenn Geld Regeln hat, muss das System wissen, wer es ausgibt, wer es bekommt und welche Bedingungen erfüllt sind. Bargeld weiß nichts.

Programmiertes Geld muss alles wissen und es muss wissen, wer du bist. Und genau hier beginnt die zweite Entwicklung. Deine digitale Identität.

Deine digitale Identität

Passwörter können geteilt werden, Karten geklaut und Pins vergessen. Was du nicht teilen kannst, ist dein Gesicht, insbesondere deine IRIs. Die EU hat ja im Mai 2024 eine Verordnung in Kraft gesetzt. Sie heißt EIDAS. Bis zum 31. December 2026 sind alle 27 EU Mitgliedstaaten verpflichtet, jedem Bürger an EU DI Wallet bereitzustellen. European Digital Identity.

In Deutschland startet sie am 2. Januar 2027. Ob alle dieses Datum einhalten werden, ist offen. Experten erwarten hier eher einen gestaffelten Rollout. But the Richtung is klar and die Pflicht steht. Also eine App auf deinem Smartphone. Da sind Personalausweis drin, Führerschein, Krankenversicherungsnachweis und Diplom. Alles entsperrt biometrisch über Face ID oder Fingerabdruck.

Die offizielle Begründung lautet, da immer mehr Dienste digitalisiert werden, braucht Europa ein sicheres, einheitliches Verfahren zur digitalen Identifizierung. Das klingt vernünftig. Aber es gibt hier nicht nur staatliche Bestrebungen, eine digitale Idee für alles zu entwickeln.

Es gibt eben auch private, und zwar von keinem geringeren als Sam Altman, also der Gründer von OpenAI, der Mann hinter ChatGPT. Er baut parallel das System, mit dem du beweisen sollst, dass du keine KI bist.

Klingt absurd, ist aber logisch, weil wenn das Internet überflutet wird mit KI-generierten Texten, Stimmen, Bildern and Videos, then einen Beweis that auf der anderen Seite ein Mensch sitzt. Nicht ChatGPT, nicht sonst irgendein Bot, sondern ein echter Mensch aus Fleisch and Blut. Altman's Antwort auf this problem, that his eighteen firma erzeugt hat, ist ein Gerät namens Orb.

It sieht aus wie eine silberne Kugel anders scannt deine Iris. And aus diesem Scan entsteht dann ein kryptographischer Code. Ein Code, der beweist, hey, ich bin ein Mensch. Das Projekt heißt World ID. Stand April 2026 haben sich bereits 18 Millionen Menschen verifizieren lassen. Der Code wurde 450 Millionen Mal verwendet.

WorldID hat im April eine Reihe von Partnerschaften angekündigt: Tinder, Zoom, DocuSign, Shopify und Okta. Das System ist allerdings nicht ganz unangefochten. In Brasilien wurde World ID 225 verboten. In Indonesien, auf den Philippinen and in Thailand wurden die IRI-Sammlungen gestoppt. In Deutschland, Spanien and Portugal laufen aktuell Datenschutzuntersuchungen. Aber es expandiert.

Und zwar schneller als alle Aufsichtsbehörden regulieren können. Also auf der einen Seite haben wir die staatliche EUDI-Wallet, verpflichtend in allen 27 EU Mitgliedstaaten, also nicht nur dort wo der Euro gilt, sondern in der gesamten EU.

Und auf der anderen Seite haben wir Altmans private World ID Infrastruktur weltweit, bereits mit einigen der großen Plattformen der Welt verkoppelt. Beide Systeme machen also dasselbe. Beide ordnen dir eine eindeutige digitale Identität zu. Beide nutzen Biometrie als Schloss. Welches wirst du am Ende nutzen? Wahrscheinlich beide.

Das eine, um dich gegenüber dem Staat auszuweisen, das andere, um dich gegenüber privaten Plattformen als Mensch zu beweisen. Verbinden wir mal das Satz einfach mit dem programmierbaren Geld. Programmierbares Geld braucht eine Identität. Es muss wissen, wer zahlt. Biometrische Identität liefert genau das.

Und wenn beides zusammenkommt, und technisch ist das bereits möglich, entsteht eine Infrastruktur, die es in dieser Form so noch nie gegeben hat. Ein System, das dich kennt und dass Entscheidungen über dich treffen kann. Lass mich das mal mit einem Gedankenexperiment konkret machen, was das theoretisch bedeuten könnte.

Stell dir mal vor, deine Krankenversicherung hat Zugriff auf deine Gesundheitsdaten. Dein Cholesterin ist zu hoch und du wirst als Risikopatient eingestuft. Du stehst jetzt gerade bei Metzger an der Kasse und du hast zwar genug Geld in deiner Wallet, aber trotzdem wird das Stake abgelehnt, weil dein Profil es nicht erlaubt.

Oder du nimmst an einer friedlichen Demonstration teil. Deine Identität ist digital erfasst. Drei Tage später funktioniert deine Zahlung auf einmal nicht mehr. Kein Gerichtsbeschluss, kein Verfahren. Klingt weit hergeholt. Aber Kanada hat ja 2022 während der Trucker-Proteste Bankkonten von Demonstranten eingefroren, ohne Richter, per Notstandgesetz.

Mit den Werkzeugen, die damals schon existierten. Jetzt die Frage, was passiert, wenn die Werkzeuge von 2029 zur Verfügung stehen? Was hier nach Dystopie klingt, ist keine Fiktion. Es ist Infrastruktur. Und wir haben bereits gesehen, dass die EU nicht zögert, sie einzusetzen. Jacques Po war kein Einzelfall. Laut EU-Rat stehen derzeit 69 Personen auf dieser Sanktionsliste.

Propagandisten, ja, aber auch Analysten, Blogger, Influencer, ohne Gerichtsurteil per Verwaltungsbeschluss. Martin Giese, Sprecher des Auswärtigen Amts, hat das am 17. Dezember 2025 in der Bundespressekonferenz öffentlich gesagt. Man kann das als Warnung lesen, man kann es auch anders lesen. In jedem Fall. Ob staatliche oder private ID.

In beiden Fällen sitzt deine Biometrie auf einem Server. Aber auf wessen Server.

Die physische Infrastruktur

Wir reden ja sehr oft über Digitales, über Cloud, über Daten. Und wir tun auch sehr oft so, als würde all das tatsächlich irgendwo in einer Wolke gespeichert sein, die ständig über uns schwebt. But unsere Daten existieren nicht in einer Wolke. Sie befinden sich in Hallen, in großen, klimatisierten Hallen voller Server. And diese Hallen heißen Rechenzentren.

Sie stehen auf dem Boden eines konkreten Landes. Manchmal in Frankfurt, manchmal irgendwo in Frankreich oder in Italien, Österreich, wo auch immer, und trotzdem gelten dort nicht immer die jeweiligen Landesgesetze. Drei amerikanische Unternehmen, Amazon, Microsoft und Google, die kontrollieren rund zwei Drittel des globalen Cloud-Markts.

Wenn also dein Arbeitgeber, deine Krankenkasse oder dein Steuerberater moderne Software nutzt, zum Beispiel Microsoft 365, Google Workspace oder Salesforce, dann liegen deine Daten höchstwahrscheinlich auf amerikanischen Servern. The Grund, warum das wichtig ist, heißt Cloud Act. Das ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 2018.

Es verpflichtet amerikanische Unternehmen, Daten an US-Behörden herauszugeben, auch wenn diese Daten physisch in Europa sind, in Frankfurt, Zürich, Wien, wo auch immer. Egal was das jeweilige Datenschutzrecht sagt. And wie ernst this is, zeigen zwei Länder mit entgegengesetzten Reaktionen. Die Schweizer Armee hat beispielsweise im Herbst 2025 die US-Software Palantir geprüft und abgelehnt.

Das Vereinigte Königreich geht da einen anderen Weg. Palantir hat mit britischen Staatsstellen mindestens 34 aktive und vergangene Verträge. Zehn Ministerien mindestens 670 Millionen Pfund. Zwei Ingenieure aus dem Verteidigungsministerium waren anonym. Palantir stellt eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar.

In mindestens vier deutschen Bundesländern wird Palantir bereits von der Polizei genutzt. Das berichtet ZDF heute. Am 29. April 2026 hat das Bundeskabinett neue Befugnisse für BKA und Bundespolizei beschlossen. Automatisierte Datenanalyse, biometrischer Internetabgleich und KI gestützte Ermittlungen. Wir sehen also, die einen ziehen sich zurück, die anderen bauen aus.

Was jetzt noch fehlt, ist die Schnittstelle. Der eine Punkt durch den Identität und Daten bei jeder wichtigen Handlung des Alltags zusammenlaufen. Beim Ausweisen, beim Vertragsabschluss, bei der Behörde, beim Arzt, beim Einkaufen und so weiter. Und dazu müssen wir zurück zu dieser European Digital ID, zu dieser Wallet, und uns das mal aus einer zusätzlichen Perspektive anschauen.

Laut einem Bericht der Weltbank vom August 2025 laufen digitale Identität und

Die Schnittstelle

schnelle Zahlungssysteme bislang parallel, also weitgehend nicht integriert. Ihr volles Potenzial entfaltet sich erst, wenn sie zusammenarbeiten. Die Weltbank beschreibt das als Chance, als nächsten logischen Schritt. Und genau dieser Schritt passiert gerade mit der zuvor erwähnten European Digital Identification Wallet.

Für Bürgerinnen und Bürger ist das selbstverständlich nicht verpflichtend, alles freiwillig. Und was das heißt, das wissen wir ja alle aus Erfahrung. Die Corona-App war ja auch freiwillig. Aber ohne sie kam man nur sehr schwer in ein Restaurant. Oder der digitale Impfausweis, auch der war freiwillig. Ohne ihn kam man einfach nicht ins Flugzeug.

Freiwillig bedeutet hier also nicht, du kannst es lassen. Freiwillig bedeutet, du trägst die Konsequenzen selbst. Und du weißt ja jetzt, dass Geld digital wird und das digitale Geld, ob mit oder ohne Programmierfunktion, trotzdem wissen muss, wer es ausgibt. Anonymität ist technisch hier nicht vorgesehen. Du weißt, dass deine Identität biometrisch wird, eindeutig und unverwechselbar.

Mit deinem Gesicht, deinem Fingerabdruck oder deiner Iris. Und du weißt, dass die Infrastruktur, auf der das alles dann läuft, nicht dir gehört, nicht zwangsläufig deinem Staat, sondern mehrheitlich Firmen, die einem anderen Recht unterliegen. So und jetzt schau dir diese European Digital Identification Wallet nochmal an. Und zwar nicht als Identitäts-App, sondern als Schnittstelle.

Die einzige Schnittstelle, durch die ab Dezember 2026, alle drei Ströme gleichzeitig fließen werden. Deine Identität, deine Zahlungen, deine Daten. In einer App, bei jeder wichtigen Handlung des Alltags. Das hat es in dieser Form so noch nie gegeben. Die nächste logische Frage ist also, wer baut diese App?

Die EU schreibt die Regeln, das Rahmenwerk, was technisch erlaubt ist und was nicht. But the EU baut nicht die App, die du am Ende öffnest. Branchenanalysten nennen das, was da gerade passiert, einen Krieg um die European Digital Identification Wallet. Wer die dominante Schnittstelle besitzt, in der Identität, Zahlung anders, besitzt den Zugang zu deinem digitalen Alltag.

And it will not be. Du gehst zum Arzt und der Arzt sieht dich. Du zahlst und Visa sieht deine Transaktionen. Aber niemand sieht alles gleichzeitig. Die dominante Wallet-Schnittstelle wird der erste Punkt in der Geschichte sein, an dem eine einzige Entität alles gleichzeitig sehen kann. Jeden Zugang, jeden Moment, jede Handlung.

Und deshalb ist es ein Krieg, weil derjenige, der diese Schnittstelle betreibt, zur unsichtbaren Instanz wird, die zwischen dir und der Welt sitzt. Wie gesagt, Apple und Google sind da bereits positioniert. Beide speichern heute schon Identitätsdokumente in ihren Wallets.

Und natürlich wird es ganz klar bedeuten, dass hier strengere Datenschutzanforderungen gelten und eindeutige Zertifizierungen. Aber Regeln ändern. Regierungen ändern sich auch. Infrastruktur bleibt. Und du, du merkst es nicht, weil es sich für dich einfach anfühlt wie das übliche Herunterladen einer weiteren App. Ich weiß, wie das jetzt alles klingt.

Ja, Verschwörung, Aluhut, zu weit gedacht, vielleicht.

Der Preis der Freiheit

Vielleicht auch nicht. Aber solange Männer wie Larry Allison, einer der reichsten Menschen der Welt, Gründer von Oracle, Erbauer solcher Infrastrukturen, solange solche Männer solche Dinge sagen.

Speaker

Citizens will be on their best behavior. Because we're constantly recording and reporting everything that's going on.

Speaker 1

Schutz for Betrug, Schutz for Geldwäsche, Schutz for Terrorfinanzierung, Vereinfachung für den Bürger, mehr Sicherheit. All das sind echte Vorteile, and for viele Menschen werden sie real sein. That will here niemand bestreiten. But es gibt einen Mann, der uns vor genau dieser Logik gewarnt hat. Aldous Huxley, the author of Schöne Neue Welt.

Seine Warnung war nicht passt auf böse Staaten auf. Seine Warnung war viel subtiler und gefährlicher. Es ist die Bequemlichkeit, die uns die Freiheit nimmt. Nicht mit Gewalt, sondern weil wir sie freiwillig abgeben, Schritt für Schritt. Jedes Mal, wenn wir sagen, das ist doch praktisch, das macht das Leben einfacher und ich habe doch ohnehin nichts zu verbergen.

Bis das System so tief im Alltag eingebaut ist, dass niemand mehr weiß, wie es war, bevor es existierte. Du hast jetzt gesehen, was ich gesehen habe. Drei Entwicklungen. Jede für sich nachvollziehbar, jede für sich gut begründet.

Programmierbares Geld als Antwort auf eine reale Abhängigkeit, digitale Identität als Antwort auf eine reale Bedrohung durch KI, physische Infrastruktur als Fundament einer digitalen Gesellschaft. Und ja, all das einzeln betrachtet, sehr vernünftig. Zusammen betrachtet, ist das etwas, das es so noch nie gegeben hat. Ob das gut ausgeht, das hängt nicht von der Technologie ab.

Es hängt davon ab, wer die Regeln schreibt, wer sie kontrolliert und ob irgendjemand dabei zuschaut. Bisher tut das kaum jemand. Und dieses System schließt sich gerade nicht nur technisch. Die EU plant mit Agora EU ein 8,6 Milliarden Euro-Programm, das festlegt, welcher Journalismus in Europa gefördert wird, welche Medien Mittel bekommen und wer letzten Endes gehört wird.

Dein Geld wird kontrolliert, deine Identität wird erfasst, deine Daten liegen auf fremden Server. Und jetzt entscheidet dieselbe Institution auch mit, welche Stimmen laut werden. Das ist nicht die vierte Säule, das ist das Dach über den anderen drei Säulen. Da drängt sich mir unweigerlich ein Satz auf, der 200 Jahre überlebt hat. Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.

Und jetzt wissen wir auch wofür. Hinterlasse mir ein Like und abonniere den Kanal, falls du das nicht schon hast. Wir sehen uns dann im nächsten Video.

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