Hallo und herzlich willkommen bei Pferd und Mensch im Balance. Dein Podcast zu den Themen Hofgesundheit, stressfreie Hofbearbeitung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Pferd-Mensch-Beziehung. Ich bin Sarah Soman, Hofplägerin, Pferdeverhalten-Beraterin und Wirtschaftspsychologin und du bekommst von mir in diesem Podcast jede Woche hilfreiche Tipps und Wissen, um die Hofgesundheit deines Pferdes zu stärken und eine vertrauensvolle Beziehung zu deinem Pferd auf und auszubauen.
Heute möchte ich dich einladen zu einem kleinen Perspektivwechsel und zwar einem Perspektivwechsel zwischen den unterschiedlichen Parteien, die an der Hofbearbeitung beteiligt sind. Das sind zum einen die Pferdebesitzer*innen, zum anderen die Hofprofis und natürlich auch die Pferde, die auch
eine nicht ganz unwesentliche Rolle bei der Hofbearbeitung spielen. In meinem täglichen Arbeiten als Hofprofi erlebe ich es immer wieder, dass dort auch aufeinander geschimpft wird, dass Pferdebesitzer*innen auf die Hofprofis schimpfen, Hofprofis auf Pferdebesitzer*innen und ihre Pferde, die nicht kooperieren, nicht gut erzogen sind und das habe ich zum Anlass genommen, da nochmal eine Podcastfolge aufzunehmen, um einfach da das gegenseitige Verständnis zu stärken und auch die
Empathie im Umgang miteinander noch mal mehr in den Vordergrund zurück. Weil ich finde, dass wir da durchaus noch Potenzial nach oben haben und nicht immer alle gegeneinander wettern müssen, sondern dass gut auch miteinander funktioniert. Wenn ich über dieses Thema in der Vergangenheit gesprochen habe, dann habe ich schon mal das Bild eines Spannungsdreiecks zwischen den Beteiligten der Hofbearbeitung aufgemacht. Und zwar ein Dreieck, das du dir vorstellen kannst, vor dein inneres
Auge rufen kannst. An jeder Ecke steht einer dieser drei Parteien, also Hofprofi, Pferdebesitzer*innen und die jeweiligen Pferde. Und in die jeweiligen Ecken möchte ich dich jetzt einmal mitnehmen, dass wir über die verschiedenen Perspektiven einmal sprechen, um gegebenenfalls ein bisschen mehr gegenseitiges Verständnis füreinander zu erzielen. Dann lass uns als erstes mal in die Ecke der Pferdebesitzer*innen schauen und vielleicht bist du sogar selber als Pferdebesitzer*innen hier
in dem Podcast dabei. Als Pferdebesitzer*innen nimmst du die Hofbearbeitung vielleicht ganz unterschiedlich war. Vielleicht gehörst du zu den Pferdebesitzer*innen, die total entspannt mit der Hofbearbeitung sind, weil immer alles gut läuft, dein Pferd superhufe hat und dich das Thema überhaupt nicht stresst. Vielleicht gehörst du aber auch zu den Pferdebesitzer*innen, die einen totalen Stress
mit diesem Thema haben. Entweder weil das Pferd total füchterliche Hufe hat, die Hufsituation sich schon seit längerem nicht mehr in Richtung positiv verändert oder auch dein Pferd in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit der Hofbearbeitung gemacht hat und deswegen nur schwer kooperiert und du jedes Mal wieder aufs Neue bangst, darum, dass dein Pferd gut mitmacht.
Vielleicht ist es aber auch irgendwo dazwischen. Also es gibt ja nicht nur schwarz und weiß, sondern wir haben ganz viele Facetten in diesem Spektrum von du bist total entspannt und fein mit der Hofbearbeitung bis hin. Das bereitet dir schlaflose Nächte und du hoffst schon Tage
vorher, dass es einfach nur gut geht und schnell über die Bühne läuft. Diese Aspekte, die dir gegebenenfalls Stress machen, die erzeugen gegebenenfalls auch eine gewisse Spannung während des Hofbearbeitungstermins, weil du schon selber mit einer Anspannung in diesen Termin hineingehst. Diese Anspannung sich auf dein Pferd und vielleicht sogar auf den Hofprofi überträgt und das Ganze
dann seinen Lauf nimmt nach Murphy's Law dann nur noch schief laufen kann. Das ist natürlich möglichst zu vermeiden, aber du wünschst dir manchmal diesen Perspektivwechsel, dass der Hofprofi da auch ein Stück weit Verständnis für hat, dass dich das Thema stresst und du eben gerne deine Fragen beantwortet haben möchtest, dir wünscht, dass der Hofprofi auf die Situation eingeht und ihr gemeinsam einen Weg findet, wie die Hofbearbeitung möglichst entspannt vorgeht.
Und da möchte ich vor allem die Hofprofis, die hier bei diesem Podcast zuhören, einladen,
diese Perspektive mal anzunehmen. Denn es hat ja nicht in der Vergangenheit immer jeder ein Hofprofi gehabt, der gut auf das Pferd und auch den Menschen eingegangen ist, was nochmal zunehmend Stress erzeugt und dass man da auch ein Stück weit als Profi Verständnis für aufbringt, dass Pferdebesitzer*innen da auch eben ihre Erfahrung gemacht haben und die Pferde vielleicht nach der Bearbeitung sphielig gelaufen sind, schlechte Hufe hatten, die Dysballons immer stärker wurde,
statt besser und auch das mit den Pferden eben nicht gut umgegangen wurde und dass wir da einfach gut ins Gespräch kommen miteinander und die Bedenken, dass jeweils anderen wahrnehmen, also jetzt gerade die Einladung an die Hofprofis da sich auch mal in die Lage von Pferdebesitzer*innen hinein zu fühlen und nachvollziehen zu können, wo diese Sorgen und Ängste vielleicht auch herkommen, statt sie zu belächeln und so hinzustellen, als wenn Pferdebesitzer*innen da oft einfach
auch übersensibel sind. Vielleicht magst du dich auch als Hofprofi nochmal in deine eigene Situation hinein fühlen, wie du vielleicht noch die Hofbearbeitung wahrgenommen hast, bevor du selbst Profi geworden bist und ich würde mal behaupten, dass viele aus der eigenen Situation heraus Profis geworden sind, gerade im Hofbearbeiterbereich, bei den Schmieden wahrscheinlich eher weniger, aber da sind ja viele einfach selbst aus der Verzweiflung heraus, weil sie niemanden gefunden haben, der die
Arbeit gut gemacht hat oder der menschlich zu ihnen und ihrem Pferd gepasst hat und wenn du dir das immer mal wieder vor Augen führst, dann ist es vielleicht auch einfacher, dich in die Perspektive von Pferdebesitzer*innen hinein zu versetzen, statt schlecht über sie zu reden und dich darüber zu ärgern, denn gerade diesen Ärger, den nimmst du als Profi dann gegebenenfalls auch zu weiteren Hofbearbeitungsterminen mit, die ziehen sich dann so durch den Tag und am Ende des Tages hast du dich
vielleicht ja total viel geärgert und du kannst deinen Job gar nicht mehr so mit Freude nachgehen, wie du das eigentlich gerne möchtest und da möchte ich dich einfach mal einladen, das zu reflektieren und mal zu hinterfragen, wie du da mit deiner eigenen Haltung arbeiten kannst und
deine eigene Haltung nochmal überprüfen kannst. Natürlich gibt es auch immer wieder die Pferdebesitzer*innen, die die Notwendigkeit nicht erkennen, ihre Pferde gut auf die Hofbearbeitung vorzubereiten, denn da muss sich vielen Pferdeprofis einfach auch zustimmen, die Vorbereitung der Hofbearbeitung liegt in den Händen von Pferdeprofis. Das ist nicht Job eines Hofprofis, wir sind darauf angewiesen, dass die Pferde wirklich gut stehen können, ihren Job kennen und dann auch wirklich an einem
Schmiedeformpferd zu arbeiten. Das ist tatsächlich auch die Voraussetzung, die gegeben sein muss, um wirklich unfallfrei und sicher arbeiten zu können und das ist natürlich auch in vielen Fällen nicht unbedingt immer gegeben, aber diesen Aspekt greifen wir gleich nochmal auf, wenn wir die Perspektive über das Hofprofis einnehmen. Noch mal zu den Unsicherheiten zurück, die viele Pferdeprofis einfach mitbringen.
Sie haben häufig den Wunsch danach Fragen beantwortet zu bekommen, also wirklich zu erfahren, wie die Hufe bearbeitet werden, wie die Situation der Hufe ist und auch zu der Art und Weise,
wie dann die Bearbeitung erfolgt. Denn die Pferdeprofis haben ja auch die Verantwortung für ihre Pferde und sehen ihre Pferde tagtäglich und möchten dann natürlich auch wissen, wie es um die Hofgesundheit ihrer Pferde steht, was sie selber noch tun können, um die Hofgesundheit zu verbessern und auch nachvollziehen können, was du als Profi tust, damit die Situation eben erhalten bleibt
oder verbessert wird. Und das ist aus meiner Sicht ein gutes Recht von Pferdeprizer*innen, denn sie sind eben diejenigen, die die Verantwortung für ihre Pferde tragen und du als Profi siehst, die Pferde ja mit unter nur alle vier bis sechs Wochen und kannst in der Zwischenzeit dann eben nicht handeln, wenn da irgendwas im Agen ist und dafür müssen die Pferdeprizer*innen eben
ja gut mit ins Boot geholt werden. Und das ist aus meiner Sicht auch die Zukunft der Hofbearbeitung, dass wir da viel besser miteinander kommunizieren müssen und viel besser Hand in Hand arbeiten müssen, um eben auch den Fachkräftemangel ja ein Stück weit entgegen zu wirken und da die Pferdeprizer*innen eben mehr in die Verantwortung zu nehmen, wenn sie es für sich selber eben auch noch nicht erkannt haben. Dann lass uns mal in die nächste Ecke des Spannungs 3x schauen,
und zwar in die Ecke der Hofprofis. Als Hofprofi bist du den ganzen Dien-Lang-Tag auf der Straße unterwegs und arbeitest sehr stark körperlich bei Wind und Wetter und musst mit den unterschiedlichen Menschen und auch Pferden zurechtkommen. Und da möchte ich jetzt vor allem die Pferdeprizer*innen mal einladen, diese Perspektive anzunehmen und sich mal dahinein zu versetzen, dass das wirklich
ein super anstrengender Job ist, der ganz schön auf den Körper geht. Wenn du selber schon mal die Raspel geschwungen hast oder mit dem Hofmesser geschnitten hast an den Hufen deines Pferdes, dann kannst du das nachvollziehen und weißt wovon ich spreche und dass das wirklich auf die Knochen geht. Gerade wenn man dann einen langen Tag hat, wo man viel durch die Gegend fährt, viel Stunden im Auto verbringt und dann so seine acht bis zwölf Pferde bearbeitet wird.
wenn man das in Vollzeit macht, dann geht das schon manchmal gerade bei widerigen Wetterbedingungen echt an die Substanz. Und da möchte ich dich mal einladen, gerade dieses Thema Witterung mit zu berücksichtigen und nachvollziehen zu können, dass das wirklich anstrengend ist, die Pferde dann auch draußen im Regen bei Kälte bearbeiten zu müssen. Und da kommt vor allem auch der Wunsch von den Hufprofis her, einen trockenen und sauberen Arbeitsplatz vorfinden zu wollen.
Und das ist aus meiner Sicht wirklich auch die Basis, um einen guten Job machen zu können, gut arbeiten zu können. Dass man da eben nicht noch mit schlechten Wetterverhältnissen windt, der ein ins Gesicht peitscht und Regen, dass man hinterher überlegen muss, habe ich Wechselklamotten dabei, komme ich trocken zum nächsten Kunden, bin ich nächste Woche vielleicht krank, weil ich hier im Regen arbeiten muss. Das sind alles Sorgen und Ängste, die die Hufprofis eben dann auch beschäftigen.
Denn wenn ein Hufprofi in Vollzeit selbstständig unterwegs ist, dann ist sein Einkommen eben davon abhängig, dass man auf der Straße unterwegs sein kann. Und wenn man dann eben diesen Wetterungsbedingungen ausgesetzt ist und krank wird, dann geht das eben vom Einkommen ab.
Also man kriegt dann nicht wie viele Angestellte seine Lohnvorzahlung weiter oder Krankengeld, sondern ist dann häufig in vielen Fällen einfach auf sich selbst angewiesen und dass man eben entsprechende Rücklagen gebildet hat. Und dann kann man eben auch nachvollziehen, dass da eben ja die Freundlichkeit vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle aufhört, wenn man schon den fünften Stall hinter sich hat, wo man schon wieder im Regen arbeiten muss.
Der Boden matschig ist, dass man nicht gut stehen kann, nicht sicher stehen kann und das Werkzeug dann auch tatsächlich verschleißt, wenn die Hüfe matschig sind und man eben nicht an einem sauberen Huf arbeiten kann. Also das ist wirklich auch was, was den Hufprofi Geld kostet, weil eben gerade dieser Verschleiß von Material vom Arbeitswerkzeug dann auch deutlich höher ist.
Und da möchte ich dich einladen, dass du da eben immer mal darüber nachdenkst, bevor der Hufbearbeitungstermin ansteht, ist der Arbeitsplatz wirklich geeignet für einen Hufprofi.
Was kannst du noch tun, um es deinem Hufprofi angenehmer zu gestalten, wie zum Beispiel bei Nassen, Wetter, die Hufseubern, das heißt Abspritzen, aber dann vor allem auch nochmal abtrocknen, damit man eben hinterher nicht komplett nasse Beine hat, wenn man das Bein einklemmt oder die Ärmel komplett nass sind, wenn man den Huf in der Hand halten muss. Das sind so Kleinigkeiten, die man wirklich da als Pferdebesitzer optimieren kann, um es seinem Hufprofi leichter zu gestalten.
Dann ist das andere Thema eben das Training der Pferde. Die Pferde müssen auf die Hufbearbeitung vorbereitet werden, damit die Hufprofis sicher arbeiten können und auch eine gute Arbeit vollziehen können.
Denn wenn du ein Pferd hast, was den Huf nicht heben kann, weil es das nicht gelernt hat, oder nicht stillstehen kann, den Huf immer wieder wegzieht aus ungehorsam oder weil falsch trainiert wurde, dann stresst das den Hufprofi enorm auf der einen Seite, weil er im Hinterkopf hat, dass er seinen Zeitplan einhalten muss und auf der anderen Seite, weil die Arbeitsschritte einfach nicht flüssig von der Hand gehen können und damit die Qualität nicht so gewährleistet
werden kann, wie bei einem Pferd, das eben ruhig steht. Natürlich gibt es immer Pferde, die nicht so kooperieren können, wie man sich das wünscht, weil sie zum Beispiel Erkrankungen des Bewegungsapparates haben, nicht so lange auf drei Beinen stehen können oder noch sehr jung sind und die Aufmerksamkeitsspanne nicht so da ist.
In diesen Fällen muss man dann eine individuelle Lösung finden, indem man zum Beispiel nicht das komplette Pferd auf einmal bearbeitet oder rotiert am Pferd, dass man erst mal überall ausschneidet, dann von vorne anfängt und raspelt. Also da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie man da auch kooperieren kann und ins Gespräch kommen kann, um den besten Weg für alle beteiligten Menschen, aber auch das Pferd zu finden.
Und dafür ist die Basis eben eine gute Kommunikation, das man drüber spricht und nicht dann nach dem Termin sich gegenseitig übereinander ärgert und hinter dem Rücken dann darüber redet, sondern wirklich eine offene Kommunikation und auch eine klare Kommunikation der Wünsche an das jeweilige Gegenüber ist da die Basis. Dann lassen wir uns noch die dritte Perspektive aufmachen, und zwar die der Pferde.
Und da bin ich immer wieder erstaunt, wie sowohl Profis als auch Pferdebesitzer*innen die Perspektive ihrer Pferde häufig vergessen.
Was meine ich damit, dass sie die Perspektive der Pferde vergessen, dass eben nicht unbedingt immer darauf eingegangen wird, wie Pferde wirklich funktionieren, was das Wesen der Pferde ist und dass sie eben auch gut auf diesen Termin vorbereitet werden müssen, denn es ist nicht natürlich, dass wir als Menschen an den Füßen der Pferde rumwerkeln und davon ihnen erwarten, dass sie das von vornherein können.
Es braucht da ein gewisses Know-how, ein Wissen über die Verhaltensweisen von Pferden, über die Art, wie Pferde miteinander kommunizieren und natürlich auch der Trainingsaspekt darf nicht vernachlässigt werden. Der Trainingsaspekt, das habe ich jetzt schon mehrfach gesagt, liegt aus meiner Perspektive bei den Pferdebesitzer*innen, was nicht heißt, dass man nicht auch gemeinsam darüber sprechen kann, wie man dieses Pferd am besten auf die Hufbearbeitung vorbereitet.
Denn gerade Profis haben viele Pferde täglich in der Hand und können da gegebenenfalls auch Tipps geben, wie man das Thema Training angehen kann bzw. was sie von Pferdebesitzer*innen Pferden erwarten, was gegeben sein muss, wie sich das Pferd zeigen muss, damit es eben gut möglich ist, die Hufbe unfallfrei und möglichst zeiteffizient zu bearbeiten.
Also auch hier ist wieder ein wesentlicher Aspekt die Kommunikation darüber, aber aus meiner Sicht sollten sich gerade Hufprofis auch vermehrt damit beschäftigen, wie das Pferd eigentlich funktioniert und dass Pferde nicht absichtlich sich irgendwie verhalten, um uns zu ärgern oder zu schaden und das höre ich tatsächlich noch relativ häufig, dass der kein Bock auf die Hufbearbeitung hat und sich deswegen absichtlich daneben benimmt.
Das ist häufig nicht der Fall, sondern es ist eine falsche Konditionierung oder ein fehlendes Training, das das Pferd einfach gar nicht gelernt hat, was sein Job bei der Hufbearbeitung ist und ihm diesen Job einfach erst erklären muss. Und da bin ich aber bei den Hufprofis, das ist nicht Inhalt eines Hufbearbeitungstermins, außer man vereinbart das, weil ein Hufprofi zum Beispiel auch gleichzeitig Training anbietet, Verhaltensberatung anbietet, dann ist das was anderes.
Aber ein regulärer Hufbearbeitungstermin muss das nicht beinhalten und da ist wirklich dann auch der Hufprofi in der Pflicht, diese Grenzen klar zu kommunizieren, seine Regeln aufzustellen ein Stück weit.
Also es ist wirklich, ja der Hufprofi hat seinen Business, darf seine Regeln aufstellen und dann muss man da tatsächlich auch nachvollziehen und verstehen können, dass Profis dann auch gegebenenfalls sagen, ich kann euch nicht mehr bedienen, weil das Pferd nicht kooperiert, das in meinen Arbeitsablauf nicht hinein passt und das nicht mit meinen Unternehmenswerten und meiner Unternehmensstruktur vereinbar ist.
Das ist völlig legitim, da müssen dann Pferdbesitzer*innen mit leben oder eben dafür sorgen, dass die Kriterien die Erwartungen des Hufprofis in der Hinsicht dann erfüllt werden, wenn sie weiterhin zusammenarbeiten wollen. Und gleichzeitig darf es an der einen oder anderen Stelle trotzdem auch noch mehr Verständnis für die Pferde geben, auch von Seiten der Hufprofis, dass da eben Rücksicht darauf genommen wird, wie kommunizieren Pferde.
Da habe ich es mit einem sensiblen Pferd zu tun, mit einem Pferd, was vielleicht in der erlernten Hilflosigkeit ist, mit dem man anders umgehen muss. Und solche Aspekte kommen aus meiner Sicht in der Ausbildung von Hufprofis viel zu kurz, dass da viel zu wenig darauf eingegangen wird und sie deswegen dann ja auch nicht unbedingt wissen, wie man das Ganze kommuniziert und was eigentlich die Ursache des Problems ist, warum die Pferde dann auch nicht kooperieren.
Das darf da an der Stelle auch noch mehr berücksichtigt werden und dann auch darüber gesprochen werden, bevor man einfach wütend das Handtuch hinschmeißt und gegenseitig aufeinanderschimpft. Ich hoffe, ich konnte mit dieser Podcastfolge an der einen oder anderen Stelle zum Nachdenken und zum Einnehmen der jeweils anderen Perspektive einladen. Was mich jetzt besonders interessieren würde, ist deine Perspektive und deine Wahrnehmung im Thema Hufbearbeitung.
Wo gerätst du unter Stress entweder aus deiner Perspektive als Pferdebesitzerin oder als Hufprofi, was begegnet dir da im Alltag, was du innerhalb dieses Spannungsdreiecks der Hufbearbeitung einordnen würdest? Da schreibt mir doch gerne mal eine E-Mail oder eine Privatnachricht auf Instagram zu.
Das würde mich total interessieren und gerne, auch wenn du von mir Impulse, Impote zu weiteren Spannungsfeldern, Spannungsthemen innerhalb der Hufbearbeitung hören möchtest, dann schreibt mir das auch, dann greif ich das gerne in einer der nächsten Podcastfolgen auf. Wenn dir die Podcastfolge gefallen hat, dann lass mir gerne eine 5-Sterne-Bewertung da und schalte auch in der nächsten Podcastfolge wieder ein und ich freue mich, dich dort wieder zu sehen.
Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit mit deiner Fellnase oder auch beim Bearbeiten von Hufen und wir hören uns. [Musik] [Musik]
