Hallo und herzlich willkommen bei Pferd und Mensch in Balance. Dein Podcast zu den Themen Pferdeverhalten, Persönlichkeitsentwicklung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Pferd-Menschbeziehung. Ich bin Sarah Busch, Wirtschaftspsychologin, Pferdeverhaltensberaterin und Rufpflegerin. Du bekommst von mir in diesem Podcast jede Woche spannendes Wissen, um dein Pferd noch ein bisschen besser zu verstehen. Test, test, test. Hallo, hallo, hallo, hallo. Warum ist es so leise? Warum ist das denn?
In der heutigen Podcast-Folge möchte ich mit dir darüber sprechen, in welchen Fällen es sinnvoll ist, dass du als Pferdebesitzer dich selber mit dem Thema Hufbearbeitung auseinandersetzt oder die Hufbearbeitung teilweise oder komplett selbst übernimmst und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen solltest, wenn dich das Thema interessiert und du da einsteigen möchtest.
Wer mich schon länger verfolgt oder den Podcast hört, der weiß, dass es mir ein großes Anliegen ist, die Pferdebesitzerinnen in die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zu bringen, also dich als Zuhörer hier in diesem Podcast. Ich selbst habe die Hufbearbeitung auch aus der Note heraus gelernt und die Hufbearbeitung meiner eigenen Pferde übernommen, nachdem ich keinen gefunden habe,
der das für mich so übernimmt, dass meine Pferde damit gut zurechtkommt. Ich habe damals mit dem Schmied, der uns betreut hat, immer wieder Diskussionen geführt darüber, ob wir den Bearbeitungszeitraum verkürzen können, wo mir immer wieder gesagt wurde, das sei nicht notwendig und auch darüber, wie die unterschiedlichen Strukturen hingestellt wurden. Meines Pferd lief zum Beispiel immer grundsätzlich die Tage nach der Hufbearbeitung total fühlig und war ziemlich
extrem kurz geschnitten. Das wird immer schlimmer, nachdem ich das Thema angesprochen habe, wahrscheinlich weil der Schmied eben nicht das Intervall verkürzen wollte, weil er eh schon zu viel zu tun hatte und ja für zwei Barrufe dann bei uns an den Steilfahren war aus seiner Sicht wahrscheinlich nicht so sinnvoll. Auf der anderen Seite wäre ich tatsächlich ja auch bereit gewesen, das Intervall anzupassen und mich auch danach zu richten, wann er eh in der Gegend gewesen wäre.
Also irgendwie konnte ich das Ganze nicht so richtig nachvollziehen, warum eben das Intervall nicht anpassbar war und warum meine Pferde immer schlechter liefen und immer schlechter
dastanden auf den Rufen. Ich bin dann dahin gegangen und habe das Thema selber gelernt. Damals gab es noch keine Onlinekurse oder Onlinebegleitung zu diesem Thema, sondern ja ich hatte jemand vor Ort, der mich da begleitet hat und habe dann nach und nach immer mehr Hufkurse in Präsenz besucht, um da einfach mir das Wissen anzueignen und ja wirklich in die Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung zu kommen und auch bei mir gab es da viele Hoch- und Tiefpunkte von Sinnkrisen,
wo ich mich gefragt habe, ob ich das wirklich selber kann und ja wirklich verzweifelt war, weil ich dachte, ich mache meine Pferde kaputt und das kann doch alles so nicht richtig sein und wurde dann aber trotzdem immer wieder belohnt damit, dass sie gut liefen, dass die Hufsituation immer besser wurde und sie wirklich auch auf Strecken, wo sie sonst extrem fühlig gelaufen sind oder gar nicht drüber wollten, dass es da immer besser wurde und ja, sie mittlerweile
wieder echt gut dastehen nach den Jahren, wo ich das jetzt selber mache und ich habe mich dann letztendlich auch dazu entschlossen, die Huf-Bearbeiter-Ausbildung zu machen, weil mich am Stall immer mehr angesprochen haben, die auch die Hufe gemacht haben wollten und Freunde, Bekannte, mich darauf angesprochen haben, weil es einfach unwahrscheinlich schwierig schon zu der Zeit war, jemanden zu finden, der ja auch bereit war, Dinge zu überdenken und die Hufsituation zu optimieren,
und anzupassen. Und ich kann sagen, dass ich es bis heute keinen einzigen Tag bereut habe, diese Verantwortung für meine eigenen Pferde zum einen übernommen zu haben und das Ganze jetzt eben auch als Job mache, um ja, vielen anderen Pferde Menschen auch helfen zu können und sie
in die Selbstbeziehungkeit zu bringen. Und das ist mir auch ein großes Anliegen, wie gesagt, dass ich eben nicht nur zu meinen Kunden hinfahre und meinen Job mache, sondern sie auch immer mitnehme, Dinge erkläre und sie wieder zu befähige, dass sie wirklich auch die Pferde-Gesundheit selbst in die Hand nehmen können und ich nicht als Dienstleister verantwortlich bin für all meine Kundenpferde, weil das kann ich zum einen nicht leisten und das möchte ich auch nicht leisten,
denn ich habe genug Verantwortung mit meinen eigenen Tieren, da muss ich nicht noch die komplette Verantwortung für all meine Kundenpferde übernehmen. Und genau das ist der Punkt, weswegen ich glaube, dass es so sinnvoll ist, sich selber mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
Es gibt natürlich hunderte Themen rund ums Pferd, mit denen man sich immer wieder auseinandersetzen kann und wo es Potenzial gibt, sich wahrscheinlich ein ganzes Leben lang weiterzubilden und tiefer in die Themen einzutauchen, aber sich da erst mal auf den Weg zu machen und sich mit den Basics zu beschäftigen, dass es glaube ich gerade in diesem Themenfeld unwahrscheinlich sinnvoll. Doch in welchen Fällen ist es denn jetzt eigentlich sinnvoll, die Hufbearbeitung selbst
komplett oder teilweise zu übernehmen? Zum einen ist es einmal wichtig, dass dein Pferd überhaupt erst mal barhof läuft, denn die Barhofbearbeitung ist erst mal ein komplexes Thema, in das es sich einzuarbeiten gilt und da ist es nicht aus meiner Sicht nicht sinnvoll, sich auch gleichzeitig noch damit auseinanderzusetzen, ob das Pferd einen Hufschutz in geklebter oder genagelter Form
braucht. Das ist aus meiner Sicht dann erstmal Next Level, da sollte das Pferd im ersten Schritt erst mal barhofer sein und barhof gut laufen können, damit du in dieses Thema einsteigen kannst. Die Barhofbearbeitung ist ein Thema, was auf den ersten Blick total komplex zu sein scheint.
Es ist aber tatsächlich nichts, was man nicht lernen kann. Wenn man wirklich Interesse hat an dem Thema sich da tiefer reinbegeben möchte, sich mit den unterschiedlichen Theorien auseinandersetzen möchte, die Zusammenhänge verstehen möchte, die sich im Hof und auch im Hof und im ganzen Körper gemeinsam abspielen, dann ist es definitiv ein Thema, was machbar ist und wo man sich hinein
begeben kann und sollte als Pferdbesitzer und was nichts Hochwissenschaftliches ist. Klar gibt es immer ein paar technische Dinge, die man verstehen muss, ein paar Gesetzmäßigkeiten, die dem ganzen zugrunde liegen. Aber ja, das ist wirklich kein Hexenwerk und durchaus machbar sich da wirklich
mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Und im Idealfall stehst du ja nicht von Anfang an direkt komplett alleine da mit deinem Pferd und der Hofbearbeitung, sondern hast auch in Präsenf noch einen Experten an deiner Seite, der dich entweder coacht und dir die Hofbearbeitung selber beibringt oder du nimmst zum Beispiel an einem Online-Projekt.
Programm teil, wo du das ganze lernst, wo du hoffentlich dann auch Unterstützung an deiner Seite hast über einen längeren Zeitraum und begleitet wirst und im Idealfall dann vor Ort auch noch deinen Experten hast, mit dem du die Dinge besprechen kannst, der oder die dafür offen
ist und mit dir in den Austausch geht und dich da auch ganz intensiv vor Ort mit begleitet. Ja und dann ist es natürlich sinnvoll, wenn du einen Hofbearbeiter oder Schmied vor Ort hast, dass du erstmal einsteigst und die Hofbearbeitung teilweise übernimmst um zum Beispiel das
Intervall zu kürzen. In vielen Korrekturfällen, wenn du zum Beispiel das Pferd vom Eisen auf Barhof umstellst oder wenn du Fehlstellungen hast, die aus dem Hof heraus resultieren, aus dem Gangenbild heraus resultieren, dann kann es durchaus sinnvoll sein, das Pferd in deutlich kürzeren Intervallen von zwei bis vier Wochen vielleicht zu bearbeiten und wenn du in deiner Region Hofbearbeiter und Schmiedennotstand hast, dann weißt du vielleicht, dass das nicht immer
ganz leicht umsetzbar ist und in diesen Fällen macht es aus meiner Sicht Sinn mit einzusteigen und mal mit zur Raspel, den Trager an zu kürzen, Hebel wegzustrecken und ganz langsam in die
Hofbearbeitung einzusteigen. Es ist aus meiner Sicht aber auch machbar, wenn du sagst du hast zum Beispiel gar kein Hofbearbeiter vor Ort, dass du dann komplett die Hofbearbeitung selbst übernimmst, dafür brauchst du mit Sicherheit ein bisschen intensiverer Begleitung, als wenn du nur bei Raspelst, weil du dann einfach diese Kontrollinstanz an der Stelle in Form deines Hofbearbeiters oder Schmiedes nicht direkt vor Ort hast und du musstest dich da immer wieder in
eine Rückkopplungsschleife begeben, um dir Feedback einzuholen, dass die Hofsituation wirklich sich in die richtige Richtung entwickelt. Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen,
um die Hofbearbeitung auch wirklich selbst übernehmen zu können? Der erste Punkt, der da ganz wichtig ist, ist einmal deine körperliche Situation, denn die Hofbearbeitung ist eine körperlich anstrengende Tätigkeit, die durchaus auf den Rücken geht, wo man gut trainiert sein sollte, vor allem eine gut Bauchmuskulatur haben sollte, aber auch der Rücken sollte regelmäßig trainiert werden und wenn du da sagst, das ist völlig in Ordnung, du hast da keine Größe von
Vorbelastung in dem Bereich, dann sollte das durchaus möglich sein, die Hofbearbeitung selbst
zu übernehmen. Wenn du merkst, dass du schon beim Huffa auskratzen, wenn das mal ein bisschen länger dauert, Probleme hast, dich wirklich nach vorne zu bücken, in dieser gebückten Haltung zu stehen, dann ist das mit Sicherheit einen Punkt, den man nochmal sich intensiver angucken sollte, wo man vielleicht das Ganze auch nochmal ärztlich oder physiotherapeutisch abchecken lassen sollte, um zu gucken, ob man da wirklich in der Lage zu ist und sich nicht körperlich dann auch noch
kaputt macht. Darüber hinaus solltest du dann natürlich bereit sein, die Verantwortung für dein Pferd und die Hofbearbeitung auch wirklich selbst zu übernehmen und da wirklich auf euch zu achten, zu entscheiden, wann braucht die Unterstützung, wie kommst du selber alleine klar, wie entwickelt sich die Situation, dass du da wirklich eigenverantwortlich handelst und guckst, was das Beste für dich und dein Pferd ist und ich kann dir versprechen, wenn du das wirklich ernst
nimmst und wirklich eine Verbesserung erzielen willst, dann wirst du das auch tun, wenn du da dich in das Thema hineinbegibst und wirklich bereit bist zu lernen und dich weiterzuentwickeln in diesem Bereich. Und dann komme ich auch schon zum letzten Punkt, der ist meiner Sicht ja total wichtig ist und der Punkt ist, dass du das Bestmögliche für dein Pferd rausholen möchtest und bereit bist
über den Tellerrand hinauszuschauen. Denn das Thema Hofbearbeitung endet nicht am Vorderfußwurzelgelenk oder am Sprunggelenk, sondern das betrifft das komplette Pferd, die komplette Statik des Pferdes,
ein ganz zeitlicher Blick da auf das Pferd sinnvoll ist. Und da kommt man natürlich von einem Thema zum anderen und kann sich immer tiefer und tiefer in die Materie hineinarbeiten, aber da musst du auch immer wieder für dich die Grenzen sehen können, dass es da Experten gibt, die dir weiter helfen können und dass du nicht auch alles alleine schaffen musst, auch wenn du jetzt diese
Verantwortung übernimmst. Das ist mir an dieser Stelle auch nochmal ganz wichtig zu sagen, dass es mir nicht bei der Eigenverantwortung darum geht, dass du dir keine Hilfe mehr suchen darfst oder sollst, sondern dass du wirklich selber Entscheidungen für dein Pferd und dich und eure gemeinsame Situation triffst und da dann auch hinterstehst und dich völlig hingibst in Expertenmeinungen und das Ganze nicht hinterfragst. Es ist aus meiner Sicht besonders wichtig sogar,
dass man sich immer wieder auch einen Blick von außen holt. Das tue ich zum Beispiel für mich und meine eigenen Pferde auch, dass ich da auch immer wieder andere Leute draufgucken lasse und mir Feedback hole zu der Situation meiner eigenen Pferde, weil man da auch mit der Zeit immer wieder blinde Flecken entwickelt und sich Fehler einschleichen, sich Dinge einschleichen, die man vielleicht selber gar nicht so wahrnimmt und dafür ist es einfach gut, ein gutes Netzwerk an Dienstleistern
zu haben, auf die man immer wieder zurückgreifen kann, wenn der Bedarf eben da ist. Um eben in die Eigenverantwortung zu kommen und die Hofgesundheit deines eigenen Pferdes zu übernehmen, kannst du natürlich auch mit mir zusammenarbeiten. Ende des Monats startet mein Online-Hufkurs mit
Begleitung. Da bekommst du jede Menge Wissen mit an die Hand, um die Hofgesundheit eben besser beurteilen zu können, die wichtigsten Parameter zu kennen für einen gesunden Hof und dann auch das Handwerkszeug wirklich in die konkrete Bearbeitung einzusteigen und du hast die Möglichkeit da wirklich jederzeit Fragen zu stellen, mit mir live in den Austausch zu gehen, mir auch mal Bilder zu zeigen von den Hufen deiner Pferde, damit wir da gemeinsam draufgucken können und
die beste Situation für dein Pferd ausholen können. Wenn du da Interesse hast, an diesem Kurs teilzunehmen, dann trage dich jetzt schon auf die Warteliste ein. Die findest du hier in den
Show Notes unter der Podcastfolge und ich würde mich freuen, wenn wir uns da wiedersehen. Es wird vorab auch noch ein kostenloses Live-Webinar geben, wo wir noch mal intensiver auf diese Themen, die ich auch heute angeschnitten habe, eingehen werden, wo du auch noch mal die konkreten Inhalte des Kurses kennenlernen kannst und genau erfährst, wie die Zusammenarbeit in dem Kurs mit mir aussieht.
Ja, wenn du dich auf die Warteliste setzen lässt, dann bekommst du automatisch Zugang zu diesem Kurs. Also ich freue mich, wenn du dich da einträgst und dich über meinen Kurs informieren möchtest und dann auch teilnimmst. Ja, ich hoffe, du konntest wieder viel mitnehmen aus der heutigen Podcastfolge und ich freue mich, wenn wir uns dann in der nächsten Folge oder auch im Online-Hufkurs wiedersehen
und hören. Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit mit deinem Pferd und lasst gerne auch wieder eine fünf-Sterne-Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast da, wenn du es noch nicht getan hast. Bis dahin! [Musik]
