Nodesignal-Techboost - E185 - Bitcoin Privacy Shakedown - podcast episode cover

Nodesignal-Techboost - E185 - Bitcoin Privacy Shakedown

Jun 08, 20241 hr 8 minSeason 2Ep. 185
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Episode description

In der heutigen Folge sprechen Calso, Martin und Antomous über die Auswirkungen der Festnahmen der SamouraiWallet Gründer auf die Bitcoin Community. Neben den direkten Folgen auf andere Free Open Source Software Projekte werden auch weitere Protokoll-Upgrades besprochen, die zukünftig zu mehr Privatsphäre für Bitcoin-Nutzer führen könnten. Die einzelnen Themen können unten wie üblich über die Kapitelmarken angesteuert werden.
Von und mit:

- Martin

- Calso

- Antomous

Produziert und geschnitten: Thorsten

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Transcript

CalsoCalso

Herzlich willkommen beim Nodesignal Techboost, eure Bitcoin-Frequenz. Ich bin der Calso und ich bin heute verbunden mit der wunderbaren Node, Martin. Hello. Long time no hear. Wir haben uns wirklich lange nicht gehört und dann haben wir noch die altbewährte informative Node, unsere Quelle des Wissens, was die Technik angeht, den Anthomus. Hallo Anthomus. Moin, moin.

Hey. So, bevor wir anfangen, ich brauche von einem von euch beiden die Blog-Zeit und gucke parallel mal, dass ich mich synchronisieren kann. Das ist die 846387. Die habe ich auch. Perfekt. Ich packe es mal in unser Dokument. Jawohl. Genau. Ich kann gerade nicht bearbeiten, dann packe ich es in unser Dokument. Kleiner Funfact, wenn ich das richtig sehe. 8 plus 4 plus 6 sind 18. 3 plus 8 plus 7 sind

nochmal 18. Zusammen sind das 36. Heute ist der dritte Sechste. Also haben wir einen lustigen Numbers-Gig in der… Wir sind wieder bei der Numerologie, die wir diskutiert hatten, oder die Chris und Jan Paul diskutiert hatten, zu den Bitcoin-Zahlen. Sehr gut. Wow, krass. Ich konnte jetzt so schnell nicht nachrechnen, ob das stimmt. Ich glaube, der einfach… Nee, stimmt, stimmt, stimmt. Sehr gut. Wow, jetzt bin ich raus. Schön.

Wir haben heute wieder einen Tech-Boost für euch. Also technische Updates, alles was so im Bitcoin-Space passiert ist. Und es geht mal wieder thematisch, wie im letzten Tech-Boost auch, um das Thema Privacy. Das ist der Bitcoin-Privacy-Shakedown. Es hat sich einiges getan.

In den letzten Wochen, seit dem letzten Update. Und da hat man ja auch schon erzählt von diversen, naja ich weiß nicht, ob man es als Angriff formulieren will, aber zumindest Ereignissen, die so ein bisschen gegen Privatsphäre und Privatsphäre-Services im Bitcoin-Space schießen. Bevor wir in die Themen von heute reingehen, ganz kurz nochmal der Reminder. Das hier ist

ein Value for Value Podcast. Und wer das hört, der kann uns gerne mal ein Bierchen oder einen Döner rausgeben, indem er einfach mal einen Value for Value Player runterladet oder zu uns in die Telegram-Gruppe kommt, unseren Bot verwendet und da ein paar Satz drüber beamt oder einfach mal auf unsere Webseite geht und da unsere Spendenquellen oder Adressen sieht und uns ein paar Satz zukommen lasst. Vielleicht auch mit einer Nachricht, ein bisschen

Feedback wäre ganz cool. Wir machen bald wieder, ich hoffe sehr bald wieder, eine Runde, wo wir auch mal wieder die Boost vorlesen und diskutieren werden. Und das soll es auch schon gewesen sein mit der kleinen Zwischenwerbung. Dann fangen wir mal an. Wir haben heute keine Quick-Updates, habe ich gesehen, Anthomus. Wir haben nur große Hauptthemen und davon viele. Was ist denn unser erstes? Ja, alles so mittelgroße Themen, die aber alle recht gut thematisch zusammenpassen.

Und wie du schon angesprochen hast, wird es hauptsächlich auch wieder um Privacy-Themen gehen bzw. das wird so ein bisschen der rote Faden hier auch wieder sein, wie in der letzten Folge. Das wird jetzt auch nicht bei jeder Folge so sein in Zukunft, aber da das jetzt gerade schon eine relativ große Rolle spielt und doch zusammenpasst zu dem, was wir letztes

Mal besprochen haben, macht das in unseren Augen doch Sinn, das so zu gestalten. Um das kurz nochmal zusammenzufassen, was wir letzten Monat besprochen haben, da war einmal die große News, die das Ganze so ein bisschen ins Rollen gebracht hat, war die Verhaftung der zwei Gründer von Samurai Wallet, die der eine in den USA und der andere in Portugal verhaftet wurden und entsprechend angeklagt wurden wegen der Verschwörung mit der Absicht

der Geldwäsche und einmal Verschwörung zum Betrieb eines unlizenzierten Zahlungsdienstleistungsgewerbes. Das waren hier die zwei Anklagepunkte. Die Verfahren laufen, da werden wir auch uns noch gedulden müssen, bis wir da ein Urteil hören. Das war so der Startschluss und entsprechend gab es dann auch viele Reaktionen von anderen Wallets, wie zum Beispiel Sparrow Wallet,

die dann ihr Whirlpool-Verbindung eingestellt haben. Auch Wasabi und ZK Snacks haben angekündigt, dass sie zum 1.6. ihr Coinjoin-Dienst einstellen werden, also den Coordinator und das ist jetzt auch vor zwei Tagen passiert. Dann zusätzlich auch Phoenix hat auch die App aus dem Appstore in den USA rausgenommen und es gab auch ein Public Service Announcement vom FBI, dass davor gewarnt wird, als Privatpersonen Services zu nutzen, bei denen man sich nicht mit KYC

anmelden muss im Bitcoin- und Crypto-Bereich. All diese Sachen sind innerhalb von einer Woche passiert und entsprechend gab es da schon eine Vermutung, dass da eventuell einige Themen koordiniert sein könnten, um einen Schlag gegen die Privatsphäre im Bitcoin-Bereich

zu tätigen. Und jetzt im letzten Monat gab es dann weitere Nachrichten, die schon im Zusammenhang hiermit stehen, aber wir haben auch ein paar Themen jetzt dieses Mal mit, die nicht direkt im Zusammenhang stehen, aber dennoch eventuell Alternativen bieten könnten für die Zukunft oder neue Projekte oder Initiativen, die neue Entwicklungen in die Wege leiten könnten. Sollen wir mal in das erste Thema reinschauen. Wir haben hier ein nicht unbedingt Bitcoin-bezogenes

Thema. Es war auch schon Diskussionspunkt in unserer Chatgruppe, warum das relevant ist. Es geht um Tornado Cash und das ist ja eigentlich ein Ethereum-Dienst gewesen. Worum ging es da? Kann mir das einer erklären, was die Dienstleistung war oder was der Hintergrund ist für diesen Punkt heute in unserer Liste? Also so wie ich es verstanden habe, Tornado Cash ist ein Ethereum-basierter Kryptomixer,

wie es ja so schön heißt. Herzlich willkommen bei Neussignal. Nein, ein Ethereum-basierter Kryptomixer, der geschlossen wurde wegen im Prinzip sehr ähnlichen Gründen zu Samurai

Wallet. Wir haben das Thema einfach mal mit aufgenommen, weil es einfach in diese und das wird sich, glaube ich, durch die nächsten Themen auch noch durchzeigen, weil es einfach ein sehr klares Signal zeigt oder eine klare Signalwirkung hat, dass diese ganzen Privacy-affine, Privacy-stärkenden Technologien, Mixer, die die Geldströme schwerer zugänglich machen und zwar egal, ob das jetzt Bitcoin oder andere Coins sind oder auf welcher Technologie basierend

sie am Ende sind, ins Fadenkreuz geraten und das tatsächlich als Gesamttrend schwierig ist. Absolut. Also das ist auch ein Fall, der eben jetzt seit einer ganzen Weile schon läuft. Ich glaube, da sind wir schon seit anderthalb, wenn nicht sogar fast zwei Jahren schon dran. An diesem Fall, der wurde in den Niederlanden ausgetragen gegen Alexej Percev. Und hier war also eine kleine Klarstellung, dass es war auch ein Coinjoin-Service. Entsprechend

auch hier hatte der Betreiber des Services keinen Besitz über die Coins. Also es war zu jedem Zeitpunkt non-custodial im Gegensatz zu einem traditionellen Crypto-Mixer. Also auch hier, das war in diesem Fall ähnlich wie bei Samurai Wallet. Und entsprechend könnte das auch ein Präzedenzfall sein. Zwar nicht im direkten legalen Sinne, da das eine in den Niederlanden ausgetragen wird und im Samurai-Fall dann in den USA. Aber dennoch kann man erwarten,

dass es eventuell da ein Bias gibt in eine ähnliche Richtung. Hier wurde jetzt das Urteil gesprochen, 64 Monate Haft. Alexej kann in Berufung gehen, allerdings vom Gefängnis aus. Und hier wurde auch im Urteil genannt, dass es tatsächlich irrelevant war, dass er zu keinem Zeitpunkt Besitz über die Coins genommen hat. Und auch die Tatsache, dass er keine Kontrolle darüber hatte, wer an diesem System teilnimmt, auch das wurde als

irrelevant angesehen. Die Tatsache, dass er ein Software erstellt hat oder entwickelt hat und diese veröffentlicht hat mit der Absicht, dass kein Besitz genommen wird und auch keine Kontrolle darüber genommen wird, wer an dem System teilnimmt, das alleine hat ihn in den Augen der Justiz in den Niederlanden dafür verantwortlich gemacht, dass er, wie Sie sagten, über eine Milliarde Euro umgerechnet an Geldwäsche betrieben haben soll.

Wobei das Spannende, also so wie ich es verstanden habe, geht es darum, dass eine nordkoreanische Hackergruppe, also ich weiß nicht, wie stark die politische Dimension aus russischer Entwickler und nordkoreanischer Hackergruppe ist, die über eine Billion, also eine Milliarde in ETH geklaut haben. Aber das, was du schon sagst, das Spannende ist ja, dass die Richter geurteilt haben, die Software hat so funktioniert, wie intendet und deshalb ist der Entwickler

dafür verantwortlich. Und das finde ich, ist als Rechtsrichtung, also ohne, ich bin kein Jurist, aber das finde ich als Rechtsrichtung irgendwie schwierig, weil das im Prinzip sagt, hey, da hat das jemand genutzt, um seine Geldströme zu verschleiern und wenn diese Geldströme nicht okay waren, dann ist die Software so genutzt wie angedacht und also bist du schuldig.

Für egal, was die Leute damit gemacht haben, solange es irgendwie remotely das ist, was du damit angedacht hast und die quasi die reine Entwicklung bereits an der Stelle auch rückwirkend zu verbieten, ist schwierig. Also finde ich tatsächlich schwierig. Das ist schon krass. Zumal und dann auch noch in einem internationalen Kontext. Also das ist halt auch nochmal das, weil du ja also.

Ja, das ist das Erschreckende, dass egal ist, wer auf der Welt das verwendet oder wie es, nicht unbedingt wie es verwendet ist, aber ja, einfach nur, weil er die Möglichkeit geschaffen hat, etwas zu tun, wird er dafür bestraft, dass jemand das damit getan hat. Also ganz, weiß ich nicht, abstrakt gesagt, wenn ich ein scharfes Messer herstelle und das jemand nutzt, um damit jemand anderem Schaden zuzufügen, dann wäre in dem Fall ich verklagt worden, weil ich dieses Messer hergestellt habe.

Also das ist ja anders, weil das Messer, wenn du ein scharfes Messer zum Kochen zum Beispiel verwendest und das wird außerhalb seines Intended Uses verwendet, wäre das ja anders als hier. Sondern das, was sie hier kritisiert haben, ist, dass es für den Intended Use ist. Weil der angedachte Nutzen ein sehr klarer, okay, weil das ein sehr deutlicher Nutzen für den Fall der, in dem Fall Geldwäsche oder Verschleierung ist. Ja, okay, verstehe.

Ja, das ist nicht das Beispiel oder der Vergleich hinkt, das stimmt. Wobei an der Stelle sich mir die Frage stellt, also keine Ahnung, wenn du, also würde das für, ohne jetzt irgendwie in die Schittkornarie abzutriften, aber würde das für Monero-Entwickler an der Stelle die gleiche Logik haben oder würde das für alle Privacy-Dienste, weil das ist ja im Prinzip die, also der Vorgang der, nicht der Nutzung, sondern der Vorgang der Entwicklung als das Illegale.

Beziehungsweise die Veröffentlichung. Die Veröffentlichung. Die Veröffentlichung ist, glaube ich, und die, also oder damit quasi die, also weil die Entwicklung an sich ist, glaube ich, nicht das, was hier direkt angesprochen wird, aber eben vor allem die Bereitstellung eines solchen Dienstes, einer solchen Software in die öffentliche Hand quasi. Und das ist hier das, womit er angeklagt wird. Und das wäre auch das, obwohl auch da muss man sagen, ist eben die Anklage bei Samurai etwas anders.

Also da ist es zumindest von der Formulierung her, da geht es eben um die Verschwörung mit der Absicht der Geldwäsche und auch die Verschwörung zum Betrieb eines uns linzenisierten Zahlungsdienstleistungsgewerbes. Also auch da geht es nicht tatsächlich um die Sache selbst, sondern um die Verschwörung etwas zu tun. Ich weiß nicht, auch da haben wir letztes Mal kurz darüber gesprochen, wie weit das eventuell Ausschlag haben könnte. Das ist sehr spekulativ zum aktuellen Zeitpunkt.

Aber ja, so oder so werden, also wird dieser Fall, Tornado Cash, schon große Wellen schlagen für weitere Gerichtsprozesse und schließlich der Samurai Case dann nochmal mehr. Aber das wollten wir euch jetzt hier nochmal näher bringen.

Ich glaube, also vielleicht noch als eine Ergänzung, das, was ich daran kritisch sehe, ist überschwitzt formuliert, weniger, wie der einzelne Gerichtsprozess ausgeht oder nicht, sondern das, was ich daran schwierig finde, ist, dass solche Fälle eine Überlegung schaffen für alle, die überlegen, Privacy-related Tools zu entwickeln oder Tools zu entwickeln, die in irgendeiner Form als staatsfeindlich oder als irgendwie kontrollfeindlich oder so gewählt werden können.

Was ja auch, also keine Ahnung, spontan wäre für mich jetzt zum Beispiel nicht ersichtlich, warum sowas wie Onion, also eine Tor-Onion-Routing, warum das fundamental anders sein soll. Warum Verschlüsselungstechnologien zu entwickeln fundamental anders sein soll. Warum Privacy-related Messaging irgendwie anders sein soll.

Und wenn man dann Entwickler oder Herausgeber von solcher Software werden will und dann plötzlich zusätzliche negative Gedanken an der Stelle mit reinkommen, hat das, glaube ich, ein bisschen zu gesellschaftliche Implikationen. Ja, das Wort, was mir in den Sinn gekommen ist, ist demokratiefeindlich. Weiß nicht, ob das zu viel an der Stelle schon ist, aber es ist so.

Das man nicht an Privacy-Themen arbeiten kann, finde ich, ohne dass man Angst haben muss, dafür verfolgt zu werden, ist eine schwierige Richtung. 100 Prozent, ja, absolut. Also, das alleine, also die, womit man sich seine Zeit beschäftigt, also womit man sich so beschäftigt in seiner Freizeit, welche Software man entwickelt, das sollte gerade in so einem Zusammenhang, wo wir uns auch in unserer Demokratie, unsere Freiheit ganz groß auf die Fahne schreiben.

Also, die Verfolgung, dass man seine eigene Privatsphäre schützt, das sollte eigentlich gefördert werden, meiner Meinung nach, in unserer Gesellschaft. Das sollte definitiv nicht ausschließen, dass es einen Rechtsstaat gibt und dass man Sachen verfolgt und anklagt und aufdeckt. Aber jeder sollte für sich das Recht zumindest haben, selbst zu entscheiden, welche Fakten, welche Informationen und welche Daten von einem selber preisgegeben werden und welche nicht.

Und das ist, Privacy is the right to selectively reveal oneself. Es geht nicht um Secrecy. Also, das ist eine der Kernaussagen und da es halt hier um Finanzthemen geht, ist es eben ein sehr sensibles Thema, gerade für die Justiz und da wird dann immer der große Hammer rausgeholt. Bei anderen Themen, wie bei Messenger und so weiter, ist das noch nicht der Fall. Aber ich sehe absolut deine Sorge, dass es in die Richtung geht.

Wir haben es ja allein bei Bitcoin schon gesehen, bei Core-Contributors, die schon einen Anreiz bekommen haben durch einen gewissen Kollegen Craig Wright, der mal eben ein paar Leute angeklagt hat und in Gerichtsprozesse verwickelt hat und die schon damit abgeschreckt waren, teilweise mit ihrem Namen an Bitcoin zu arbeiten.

Und wenn man das Ganze jetzt überträgt auf die großen Mächte dieser Welt, die da dann klopfen kommen, da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es deutlich mehr Menschen gibt, die sich das zweimal überlegen, in solchen einer Richtung zu arbeiten. Und ich, gerade in diesen Zeiten ist es auch wichtig.

Wir haben es noch kurz vor der Aufnahme, hier haben wir das ja kurz angesprochen, die Crypto-Wars in den 90er Jahren, da waren wir in einer ähnlichen Situation, wo es um Verschlüsselung ging und das haben die Cypherpunks damals in großen Gerichtsprozessen gewonnen und haben Code als Sprache schützen lassen und haben der Verbreitung von Verschlüsselung dann als legal durchgedrückt.

Und eine ähnliche Bewegung wäre schön heute zu sehen, ähnliche Ergebnisse in Gerichtsprozessen und auch eine Stellungnahme von einem Gericht. Aber aktuell sieht es so aus, als würden wir da in eine andere Richtung gehen. Aber es ist eine hervorragende Überleitung zum nächsten Thema an sich.

Ja, ich wollte nur ganz kurz ergänzen, weil eben den Punkt hätte ich auch gerne angesprochen, dass wir das im Vorgespräch hatten und vielleicht nochmal der Hinweis auf die Folge zum Genesis Book, die ja auch hier und beim Blocktrainer diskutiert wurde, oder das Buch wurde diskutiert, da geht es ja auch darum, die Vorgeschichte.

Und ich muss sagen, immer wenn ich von dieser Story gehört habe, dass eben Kryptographie als Kriegswaffe und Kriegsrecht galt und die USA versucht hat, das komplett beim Militär zu halten und die Bevölkerung daran zu hindern, das weiterzuentwickeln oder zu benutzen. Und dass man so stark dafür kämpfen musste und am Ende zum Glück einen Umweg gefunden hat durch das Drucken auf T-Shirts und das in die Öffentlichkeit tragen im Sinne von Freedom of Speech, also der Redefreiheit.

Das war eine schöne und eine gute Lösung, aber ich dachte immer, wenn man von dieser Story hört, dass es so zurück in den alten Zeiten, wo das so schwer war und wo man sich so durchsetzen musste und man musste für Freiheit kämpfen. Und gefühlt war das so weit weg, das war so in der Vergangenheit und jetzt ist das wieder da.

Jetzt ist das, also ich weiß nicht, ob das jetzt übertrieben formuliert ist oder ob man jetzt so in der Bubble nur das Gefühl hat, aber das wird immer mehr zum Thema, es wird immer öfter und es betrifft einen gefühlt immer näher.

Also ich glaube, viele betrifft es schon, die einfach gewisse Dienstleistungen schon verwendet haben und ja, es macht einem langsam Sorge, dass man, also allein die Tatsache, dass man jetzt darüber nachdenkt, ob man alles richtig macht oder ob man genug Informationen preisgibt, damit bloß keiner später kommt.

Ich meine, Martin, wir hatten ja die Folge auch zu Bitcoin und Steuer, wie viel das Thema doch genutzt werden kann, eben um einem Sorge zu machen, nur um vorauseilend auch gehorsam zu sein, ob es berechtigt ist oder nicht, sei dahingestellt. Aber ja, das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung, muss ich sagen. Also nochmal der Hinweis auf diese Folge zum Genesis-Book, ganz spannend.

Da hört man nochmal zu der Story etwas und ich glaube, jetzt habe ich es wirklich länger gemacht und diese schöne Überleitung wieder verschwinden lassen, die du gerade gesagt hast, Martin. Aber wir haben noch weitere Themen. Wollen wir mal zum zweiten Thema kommen. Genau, es gibt eben einige Initiativen, die eben jetzt ergriffen wurden in diesem Zusammenhang, die wir hier einmal beleuchten wollen. Das ist zum einen der Peer-to-Peer-Rights-Fund.

Das ist ein Fond, der jetzt, oder ist eine Stiftung, wie man es glaube ich nennt im Deutschen dann, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, Open Source Developer und die, also im Endeffekt deren Mission, wie sie es geschrieben haben, die dezentralisierte Peer-to-Peer-Integrität des Bitcoin-Ökosystems zu schützen, indem wir Non-Custodial-Tools und ihre Entwickler vor Überregulierung schützen. Wow, stark. Und das fasst das ganz schön zusammen.

Das ist die Peer-to-Peer-Rights-Fund. Die Website ist p2prights, also p2prights.org. Und hier kann man entsprechend spenden und sie wollen drei verschiedene Situationen oder Entwickler und Projekte in drei verschiedenen Situationen unterstützen.

Das ist zum einen, wenn es um die Verteidigung geht in bestimmten Anklagen, dann auch offensive Anklagen, wenn es um Präzedenzfälle geht, wenn man da etwas selber durchsetzen möchte und zum anderen dann auch im limitierten Bereich dann auch bei der Beratung. Das heißt, wenn man jetzt selber Softwareentwickler ist und sich an entsprechenden Projekten oder Software erarbeitet, wo man etwas befürchtet, dann kann man da auch sich entsprechend an diese Person wenden, an diese Stiftung.

Das ist eben eine ganz neue Stiftung, die besteht jetzt seit ein paar Wochen. Entsprechend wird man sehen, inwieweit sie da auch die finanziellen Mittel zusammen bekommen. Aber ja, also sie sammeln jetzt seit einiger Zeit Spenden und das erste Projekt oder die erste Situation, in der sie jetzt eingreifen und unterstützen werden, ist eben in dem Samurai Wallet Case und da werden sie finanzielle Unterstützung bereitstellen.

Ja, eine schöne Entwicklung und ich denke mit dem Punkt, den wir vorhin auch angesprochen hatten, dass die Leute sich dann zurückziehen und wieder in die Anonymität gehen. Man kann nur hoffen, dass nicht zu viele sich abgeschreckt fühlen und ganz zurücktreten und vielleicht lieber von der Seitenlinie zuschauen, sondern dass eben solche Entwicklungen hier dann auch die Gemeinschaft stärken und die Individuen, die sich dafür einsetzen, Privatsphäre in Bitcoin zu ermöglichen.

Ja, also ich kann nur hoffen, dass sie erfolgreich sind mit dem, was sie hier vorhaben und dazu aufrufen, da so ein paar Satz zu spenden. Schaut mal auf die Seite p2p.org. Wir packen es auch noch mal in die Shownote. Genau, dann ein ähnliches Thema oder? Das nächste, was wir haben vom Human Rights Foundation, da hatten wir auch schon zu diskutiert in unserer Chatgruppe. Das ist hier eine, was ist das? Ist es ein Grant, was gegeben wurde für die Entwicklung?

Ich glaube, es wurde ein Entwickler unterstützt für die CISA-Entwicklung. Was ist denn das? Das ist glaube ich nicht die Entwicklung, sondern CISA ist ja, wie heißt das? Cross Input Signature Aggregation. Was das ist, kann Anton in wenigen Worten gleich erklären. Mehr oder weniger. Wir wollten dazu glaube ich noch mal eine Folge machen, habe ich gehört.

Und die Human Rights Foundation macht wohl immer wieder so mehrmonatige, die nennen das Research Fellowship, wo quasi jemand oder mehrere Leute Geld dafür kriegen, dass sie einen bestimmten Sachverhalt näher untersuchen. Also nicht unbedingt, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Entwicklung dazu machen, sondern dass jemand hingeht und sagt, wir gucken, ob CISA eine hilfreiche Entwicklung für Bitcoin ist oder nicht, damit das einfach mal grundsätzlich bewertet wird.

Wahrscheinlich mit der Intention auch, damit andere Leute bewerten können, wollen sie dort ihre Entwicklungsaufwände reinstecken, wollen das ein bisschen besser verstehen. Und grundsätzlich, falls es hilfreich ist, eine Förderung von Tätigkeiten in dem Bereich zu machen. Die hatten das schon mal, wo war das das letzte Mal, wo sie das gemacht haben? Bitcoin Roll-Ups. Genau. Und jetzt ist es CISA, Cross Input Signature Aggregation. Was genau ist das eigentlich, Andromus?

Ja, also Cross Input Signature Aggregation. Ist schon seit einer ganzen Weile im Gespräch, wird immer wieder angepriesen als eine sehr populäre Bitcoin Upgrade. Da ist so ein bisschen die Kombination aus wirtschaftlichen Anreizen und Privatsphärenvorteilen. Und das ist so ein bisschen der heilige Gral, den man immer so erreichen will, dass es da finanziellen Anreiz gibt oder wirtschaftlichen Anreiz gibt, dieses Protokoll zu verwenden und das gleichzeitig dann mehr Privatsphäre für alle bietet.

Das ist so ein bisschen die Motivation. Grundsätzlich geht es darum, dass man Signaturen kombinieren kann. Also das ist dieses Signature Aggregation. Das heißt, von den einzelnen Inputs einer Transaktion können die Signaturen kombiniert werden. Und damit auf der Blockchain sieht man entsprechend nur eine Signatur. Bis zum einen nimmt es deutlich weniger Platz in der Blockchain auf und entsprechend sind die Transaktionen günstiger.

Gleichzeitig kann man auch von außen nicht so einfach sehen, wie viele Signaturen für diese Transaktionen notwendig waren. Es wird auch oft verwechselt mit Key Aggregation. Das ist ja das, was wir bei Multisig machen. Bei Multisig können wir die, also bei Music oder jetzt auch Frost, das sind die Multisig-Protokolle, die mit Taproot eingeführt werden. Dort werden die Schlüssel zusammengeführt.

Das heißt, auch da wird es Einsparungen auf der Blockchain geben, aber am Ende hat man da die Private Keys. Die Private Keys werden zusammenge- aggregated, also zusammengetragen zu einem Schlüssel. Und dieser eine Schlüssel erstellt dann einen Public Key und kann auch eine Signatur erstellen. Das ist ein bisschen anderes Konzept, als wenn es drei Schlüssel gibt, die jeweils eine Signatur und einen Public Key erstellen. Und dann kombiniert man die drei Signaturen zu einer Signatur.

Und der große Unterschied ist, dass bei Multisig, also bei diesem Key Aggregation, das muss man am Anfang machen, wenn man die Wallet aufsetzt und entsprechend die ganzen Adressen erstellt. Dann setzt man sein Multisig-Wallet quasi auf. Diese Signature Aggregation kann man im Anschluss machen. Das heißt, vor jeder Transaktion kann man eine Signature Aggregation machen.

Das heißt, wenn wir drei jetzt eine Transaktion zusammen machen wollen, könnten wir das machen mit Caesar, mit Cross Input Signature Aggregation und könnten unsere Signaturen zusammenführen und eine Transaktion verschicken mit einer Signatur. Und von außen könnte man das nicht sehen. Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Aber das ist grundsätzlich das Konzept. Das war mal im Gespräch, das gleichzeitig mit Taproot in Bitcoin zu merken.

Dass da für Caesar Schnur Signatures Voraussetzungen sind und die wurden mit Taproot eingeführt. Und deswegen wurde lange diskutiert, ob man das jetzt einfach gleichzeitig machen soll. Und dann hat man das mit einem Abwasch durch. Allerdings wurde dann entschieden, dass es zu hohe Komplexität gewesen wäre. Und deswegen hat man sich dagegen entschieden. Aus meiner Perspektive schade, dass wir es noch nicht haben.

Allerdings kann ich da persönlich, oder es ist so over my paygrade, um das abzuschätzen, ob das gut oder schlecht gewesen wäre von der Komplexität oder von so einem Risk Standpoint. Deswegen alles gut. Aber es wäre schön, so was in der Zukunft zu sehen. Und schön zu sehen, dass Human Rights Foundation hier dem Florian Jahr den Grant gegeben haben. Der ist, glaube ich, auch aus der Berliner Community. Fabian, genau. Fabian F. F. Junior. Findet ihr auf Twitter.

Den können wir mit in die Shownotes verlinken. Ja, Glückwunsch da nochmal für den Support. Was ich spannend fand an der Stelle ist, dass sie, wie haben sie es vorhin schon gesagt? "The fellowship is being created with the acknowledgement that CISA may not be helpful or appropriate addition to Bitcoin, but with the open mind that it might be."

Also, dass sie das explizit so geframed haben, dass sie gesagt haben, wir glauben nicht, dass es eine hilfreiche Ergänzung für Bitcoin ist, aber wir haben ein Open Mind, dass es das sein könnte. Und das finde ich von der Formulierung sehr gut, weil es die Herausforderung, finde ich, geht, dass man diesen Grant bekommt und dann das, was man in der Wissenschaft häufig hat, dass mit der Vergabe von Geldern auch eine Erwartung an das Ergebnis der Untersuchung gestellt wird.

Also, ein einfaches Beispiel, wenn eine Pharmakompanie dir einen Grant gibt, um zu untersuchen, ob ein Medikament für Menschen zulässig ist, dann hast du einen starken Anreiz, zu einem Ja zu kommen, weil du in der Zukunft vielleicht weitere Grants haben möchtest oder möchtest und die Leute damit zufrieden sind. Und das haben sie hier, finde ich, sehr schön umgangen, um da eine neutrale Position zu wahren und das sogar eher ein bisschen negativer und vorsichtiger formuliert.

Also, zuerst gesagt, Acknowledgement that it may not be helpful or appropriate, also möglicherweise nicht hilfreich oder angemessen für Bitcoin, aber dass es das sein könnte und nicht andersrum. Und das finde ich von der Formulierung, die sie ja auch public entsprechend gemacht haben, sehr gut. Ja, guter Punkt. Also, habe ich noch gar nicht gesehen, dass das so formuliert wurde und sehr wichtig.

Genau, auch in dem Tweet können wir auch in die Show Nodes packen, sind auch insgesamt, was sind das, 18 Fragen, die aufgelistet sind, die beantwortet werden sollen im Rahmen dieser Projektarbeit in diesem Fellowship über sechs Monate. Und da kann man sich ja mal durchgucken, aber das ist im Endeffekt beispielhaft. How could Caesar improve Bitcoin privacy? Exactly how much cost savings could Caesar provide across different types of transactions? Und so weiter.

Also, da sind eben relativ kurze Fragen, prägnante Fragen zu unterschiedlichen Themen, die eventuell mit Caesar in Zusammenhang stehen könnten und diese sollen dort beantwortet werden. Ja, also schöne Initiative. Dann gibt es eine Präsentation dazu beim Oslo Freedom Forum, der ja auch immer wieder ausgestattet wird in Oslo, wie der Name sagt, von der Human Rights Foundation. Ich weiß gar nicht, ob das dann gestreamt wird, ob man das sehen kann. Das könnten wir vielleicht mal noch rausfinden.

Wenn es dazu was gibt, dann packen wir dazu auch noch mal was in die Show Nodes. Ansonsten vielleicht nur den Link für Karten. Vielleicht hat der ein oder andere Interesse, da hinzureisen. Es gibt immer ganz guten Bitcoin Content, so wie ich das verstanden habe. Viele Bitcoiner sind da immer hin unterwegs und vertreten die Interessen oder die Themen von uns. Ja, grundsätzlich würde ich auch gerne mal hier im TechBoost mal eine Folge zu Caesar machen.

Da können wir vielleicht auch, ich weiß nicht, ob jemand Kontakt zum Fabian hat. Ich kenne ihn gut, ich kann ihn gerne mal fragen, ob er Lust hat, da mal dazu zu kommen. Das wäre traumhaft. Ja, weil also so ganz High Level kriegt man das einigermaßen hin. Aber so mal ein bisschen in die Tiefe zu bohren, wäre schön. Gerade in dem Zusammenhang, dass er das jetzt so über die nächsten Monate so tief betreut. Ich frage mal an, vielleicht sind wir das Versuchskaninchen für eventuelle Präsentationen.

Schauen wir mal. Sehr schön. Sehr schön. Dann kommen wir als nächstes zum Thema Löwenzahn, also Dendeleien. Von der, ich weiß nicht, spricht man das Lola Leeds? Ich glaube Lola Leeds. Ja, spricht das, glaube ich, aus. Ein Vorschlag für eine weitere Mempool-Implementation. Also hier in unserem Sekund steht es halt zweiten Mempool, aber das viele assoziieren mit Mempool ja nur Mempool.space. Aber es geht ja eigentlich um die Grundidee, wie sich dieser Mempool zusammensetzt.

Und korrigiert mich gerne. Also mein bisheriges Verständnis ist ja, der Mempool setzt sich daraus zusammen, dass jede Node in das gesamte Netzwerk alle Transaktionen, die sie gerne machen würde, einfach broadcastet, an alle rausschickt. Und weiterleitet, was sie bekommt. Und weiterleitet, was sie bekommt, damit sie sich halt durch das Netzwerk verteilen. Und dadurch ist aber jede Transaktion zwingend auf eine Node zurückführbar.

Und damit hast du ein Privacy-Issue im Zweifel, weil klar ist, von wem die Transaktion ausgeht und möglicherweise der Sender der Transaktion dann auch gleichzeitig der Besitzer der Node ist. Und der Vorschlag ist, ein anderes System zu machen, bei dem du nur an eine Node deine Transaktion schickst und die schickt sie auch wieder an eine und die schickt sie dann wiederum an eine.

Und ich weiß es nicht, das habe ich daraus nicht ganz entnehmen können, aber mein Verständnis daraus war, eine mehr oder minder zufällige Zahl an Node-Sprüngen wird gemacht, damit nicht klar ist, wer eigentlich jetzt die ursprüngliche Node ist. Und erst dann wird die gebroadcastet, das ist daher halt auch der Name, wie so ein Stängel von einem Löwenzahn, der sich dann im Wind schön verteilt. Daher der Name, denke ich mal.

Und das als eine Alternative für das Mempool-Konzept, damit du unabhängiger wirst. Die haben auch ein paar andere Implementierungen, wie zum Beispiel eine heißt Clover. Und Clover, also Kleeblatt, klingt so ein bisschen, als würdest du es halt nicht mit einer, sondern mit mehreren dann wahrscheinlich machen, damit du halt nicht diese große Abhängigkeit von einer Node hast, die dann deine Transaktion tatsächlich weiterleiten muss. Das ist aber alles Spekulation.

Da gerne Korrekturen und mehr Anmerkungen von euch. Ein Punkt, neben der Idee, die ich grundsätzlich gut finde, hat sie Bonuspunkte gesammelt, weil ich von ihr heute das Sailor, wer ist es, das Sailor Swift Meme gefunden habe, was wir euch auf jeden Fall in den Shownotes verlinken, weil das ist wirklich, das Mashup aus Michael Sailor und Taylor Swift ist sehenswert, wenn auch nicht zu Techboost. Aber Dandelion, weitere Kommentare zum Thema Dandelion. Großartig.

Ja, da kann ich nicht viel noch dazu sagen. Das war sehr gut erklärt. Also am Ende wäre das schön, solche Entwicklungen zu sehen. Es ist schön, da Alternativen auch immer wieder diskutiert zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass so was sehr lange dauern könnte, bis wir das tatsächlich integriert haben, wenn überhaupt. Aber am Ende geht es darum, solche Sachen immer wieder zu diskutieren.

Ich glaube schon, als Alternative, gerade die Kombination oder der Vorschlag, das als Alternative zum regulären Mempool anzubringen, finde ich hier sehr spannend. Also grundsätzlich das Konzept von Dandelion schwirrt schon eine Weile im Ökosystem herum.

Und da war aber halt immer der Trade-off, dass das Ganze deutlich ineffizienter wird, alles deutlich länger dauert mit der Propagation, wenn das erstmal durch einzelne Nodes durch muss und wenn wir uns davon komplett abhängig machen, dass eventuell Risiken mit sich bringen könnte und das aber als Alternative, als Zusatz zu integrieren, könnte spannend sein, dass man da entsprechende Alternative zum normalen Mempool hat.

Inwieweit das Personen dann tatsächlich verwenden würden, ist dann eine ganz andere Frage. Ähnlich jetzt mit dem I2P-Protokoll im Gegensatz zu Thor, da hat man zumindest, wenn Thor sehr langsam ist oder wieder einen Angriff bekommt, einen Anreiz, zu I2P zu wechseln. Allerdings hier könnte ich mir vorstellen, wenn es beides gibt, dass sich da einfach auf dem zweiten Protokoll keiner bewegt.

Sollte, wenn ich aber jetzt so drüber nachdenke, sollte das aber eigentlich keinen Unterschied machen, weil theoretisch könnte jeder auf dem Protokoll unterwegs sein, wenn es jeder unterstützt, also wenn jede Node beide Kanäle offen hat und Zugang zu beiden Mempools hat, sollten eigentlich, hätte jede Transaktion durch beide Kanäle kommen können, aber da bin ich mir gerade nicht sicher. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die... Wir brauchen noch eine eigene Folge.

Oder zumindest noch einen Gast. Ich glaube, das macht mal wieder Sinn, den Take-Boost zu ergänzen mit den Gästen, die wir da haben, die verantwortlich sind für die Themen. Vielleicht haben die ja Lust, mal dazu zu kommen. Wir können mal fragen. Dann können wir das noch ein bisschen mit Wissen füttern und das Halbwissen ergänzen. Aber ich glaube, das fasst die Ideen schon ganz gut zusammen.

Und auch hier wieder, es ist cool zu sehen, dass es doch noch Möglichkeiten gibt, Privatsphäre zu verbessern, zu optimieren und das auf Protokollebene, was zum Glück nicht angreifbar ist. Also das Protokoll selbst kann nicht so gut angegriffen werden wie eine rechtliche Person im öffentlichen Leben, die einen Service anbietet in so einer Richtung. Also am Ende muss genau das ja auch passieren. Es muss einfach im Protokoll möglich sein, sich so zu bewegen, dass man nicht angreifbar ist.

Vielleicht, weil sie nicht ob es erst dazu kommen musste, dass solche kritischen Entwicklungen, wie jetzt gerade passieren müssen, dass sich Protokolländerungen wieder stärker angenommen wird. Auch wenn ich nicht glaube, dass das davor nicht auch schon der Fall war, dass viele Leute sich den Kopf, du sagst ja selbst, Dendeleien war ja schon relativ lange im Gespräch. Ich habe auch schon vor ein paar Jahren davon gehört. Klang schon immer vielversprechend.

Hoffen wir, dass das sich jetzt mehr durchsetzt oder dass man mehr davon mitbekommt. Oder ja, schauen wir mal.

Was ich spannend finde an sowas ist, dass das ja auch grundsätzlich, also ich weiß nicht, wie kompatibel das ist, aber in Anbetracht dessen, dass ja eh am Ende eine Node das Ganze propagiert, wäre jetzt meine Annahme, dass es also egal, ob jetzt die Nachricht von der ursprünglichen Node oder von der anderen Node propagiert wird, dass das an sich unproblematisch ist, solange du irgendwie eine Idee hast, an wen du deine Dendeleien Transaktionen, also

an wen du das weiter propagieren kannst, dass du zumindest ein paar Hops hast, dann kann man sowas ja auch an sich, mein Verständnis, wunderbar parallel verwenden und dann hast du einfach eine Alternative und das ist ja im Zweifel nie verkehrt. Ja, Alternativen sind super, gerade wenn sie Privatsphäre fördern. Genau, das war eben genau das, was ich gerade versucht hatte im Kopf durchzuspielen.

Wenn beide Möglichkeiten gegeben sind und alle Nodes beide Möglichkeiten unterstützen, ob man am Ende unterscheiden kann, durch welchen Weg die Transaktionen es dann irgendwann zu einem Miner und entsprechend zu einem Block dann geschafft haben. Also am Ende geht es ja darum, also die, wovor man sich schützen möchte hier ist ja das große Institutionen, ob das jetzt Börsen sind oder auch staatliche Institutionen oder andere große Unternehmen, die so Supernotes aufbauen.

Das heißt große Nodes, die einfach sehr sehr viele Verbindungen ins gesamte Netzwerk haben und somit sehr gut nachverfolgen können, wie Transaktionen sich durch das Netzwerk bewegen. Also auch zum Beispiel mempool.space, das ist ja genau deren Geschäftsmodell. Die haben eine riesige Node aufgebaut, um überall im gesamten Netzwerk super schnell alle Transaktionen abzugreifen und die könnten theoretisch mit diesen Daten sehr gut nachvollziehen von welchen Nodes welche Transaktionen ausgehen.

Und davor möchte man sich schützen. Das heißt, die Frage ist, wenn es theoretisch möglich ist, dass jede Transaktion entweder auf dem normalen Weg ins Netzwerk gelangt oder durch ein Dandelion und dann am Ende in dieser Fluffphase, in dieser Aufblühphase, dann erst wie eine normale Transaktion weitergeführt wird. Wenn dieses Supernote nicht Teil des Stils ist, diese ersten drei, vier, fünf Hubs, dann sollte es für die Supernote genau gleich aussehen.

Ich weiß nicht, ob du das in der Historie siehst, also ob du quasi siehst, woher du die bekommen hast oder auch siehst, woher die, die wiederum bekommen hat. Letzteres wäre ja vollkommen Banane. Also ich meine, in der Reihen, also da weiß ich aber nicht, wie die Transaction Propagation tatsächlich aufgebaut ist.

Weil ich meine, in der Theorie, wenn ich eine Node hätte, die aus irgendwelchen Gründen nur eine Connection zu Kalsos Node hat und Calso hat auch eine Node, die nur eine Connection zu mir und eine zu Anthomos als Peers hat und erst Anthomos hat eine richtige und ich würde eine Transaktion machen, dann würde die ja vom Verlauf quasi automatisch wie so ein Dandelion funktionieren. Weil ich kann ja nur an Calso senden und Calso kann ja nicht an mich zurücksenden, weil er es ja von mir bekommen hat.

Also würde er es an Anthomos senden und du würdest es dann an alle senden, so wie du es normal halt machen würdest. Insofern ist es ja eh halb so. Die einzige Frage ist, ob man dann in dem, was du gebroadcastet hast, noch sieht, woher du die bekommen hast. Ob man quasi die verschiedenen Hops bekommen kann oder nicht. In dem Fall kann man es definitiv nicht sehen.

Also so wie es aktuell ist, wenn wir dieses Setup hätten, dass wir nur miteinander verbunden wären und dann ich insgesamte Netzwerk das so broadcasten würde, das könnte man so auf jeden Fall nicht nachvollziehen. Allerdings, um so ein Dandelion Protokoll durchzusetzen, müsste man ja irgendwie das in das Protokoll einbetten, dass man nachvollziehen kann, wie viele Hops das schon durchgelaufen hat. Dass jeder einzelne in diesem Pfad, in diesem Stil den vorherigen und den vorliegenden sieht.

Also ähnlich wie in einem Tor System. So ein Onion Routing. Und somit aber nicht den gesamten Stil sehen kann. Das heißt, ob der vorherliegende tatsächlich der Absender ist oder nur der vorherliegende in dem Stil ist, kann ich dann nicht sehen. Ich kann auch den nächsten sehen, aber dann die weiteren Schritte danach auch nicht.

Und somit würde das vermuten, also das auch jetzt ist auch Vermutung, aber irgend so ein Prozess muss es ja geben, damit es möglich ist sicherzustellen, dass wenn ich eine Transaktion in diesem Dandelion Prozess losschicke, dass es definitiv einige Hops erst weitergetragen wird an einzelne Peers. Die sind auch random und dann erst gebroadcastet wird. Weil dann ist einfach die Wahrscheinlichkeit, dass das in sehr kurzer Zeit an eine dieser Supernodes kommt, recht gering.

Weil selbst wenn ich direkt eine direkte Verbindung mit einem Supernode habe, ich habe aber zwölf Peer-Verbindungen, dann ist die Chance eben relativ gering, dass ich direkt an einen solchen das weiterschicke. Und selbst wenn ich das direkt an einen Supernode sende, wüsste der Supernode eigentlich nicht oder sollte er zumindest nicht wissen, ob diese Transaktion von mir kommt oder ob ich einfach nur die Aufblühphase von dem Dandelion bin.

Das ist aber, also die spannende Überlegung ist ja, theoretisch würdest du den gleichen Effekt erreichen, wenn du einfach nur mit keinen Supernodes oder großen Nodes verbunden bist, weil du dann ja automatisch nur an kleine weiter propagierst und ab dem ersten Hop ist es ja im Prinzip eh schon unsichtbar. Das heißt, du hättest einen, vielleicht nicht den gleichen, aber einen ähnlichen Effekt.

Du kommst dann aber in die Herausforderung, dass ja, so mein Verständnis, jede Bitcoin-Node, wenn du sie das erste Mal startest, überhaupt erst mal eine Verbindung zum Netzwerk braucht und dafür ja quasi automatisch an gewisse Supernodes drangeht, weil das halt die sind, die im Zweifel im Code hinterlegt sind, beziehungsweise die, die im Code hinterlegt sind, dass sie die als erstes Mal anpingt, um zumindest mal eine Fallback irgendwie zu haben.

Korrigiere mich, ich meine, das ist genau der Punkt, dass du halt ein paar einigermaßen fixe Nodes hast und die haben automatisch viele Connections, weil sie halt eine der Default-Connections sind. Und das heißt, du hast im Zweifel keine Bitcoin-Node, die nicht mit einer großen Node verbunden ist und kannst deshalb nicht einfach an alle Broadcasten ohne automatisch eine größere Node, außer du trennst halt die Verbindung zu der und dann wird es wahrscheinlich kompliziert.

Ich, also grundsätzlich ist es auf jeden Fall richtig, dass es so Seed-Nodes gibt oder genau den Terminus weiß ich jetzt nicht genau, aber es gibt auf jeden Fall Nodes, die eben Protokoll hinterlegt sind, mit denen man sich erst mal verbindet. Die Liste ist aber relativ lang, glaube ich. Und es ist auch so aufgebaut, dass man dann relativ schnell auch von diesen wieder weggeht automatisch und nicht durchgehend mit diesen verbunden bleibt. Aber ja, korrekt.

Also am Ende sehe ich den Wert in einem solchen Dandelion-Protokoll, wenn es nicht zu unterscheiden ist. Und dadurch müsste keiner dieses Protokoll verwenden, wenn alle weiterhin normale Transaktionen durch den normalen Mempool mit der normalen Propagation verwenden, hätte ich immer plausible Deniability, weil ich zu jedem Zeitpunkt sagen könnte, ich habe es mit dem anderen Protokoll oder diese Transaktion kam nicht von mir, sondern ich habe die halt, ich war die Aufblühphase von dem Dandelion.

Das heißt, in diesem Fall, wenn ich diese plausible Deniability hätte und wenn es nicht zu unterscheiden wäre, dann sehe ich einen riesen Mehrwert, das als Alternative einzubringen, weil dann ist es vollkommen egal, ob Leute das verwenden oder nicht, weil diese plausible Deniability hätte man. Das ist im Endeffekt ja auch das Ähnliche, wenn es eben darum geht, zum Beispiel Caesar Cross Input Signature Aggregation oder auch Music und Frost, die Taproot-Version von Multisig.

Auch hier geht es ja darum, dass du dann in der Transaktion nicht siehst, wie viele Schlüssel dahinter stecken oder wie viele Signaturen dahinter stecken und damit hast du auch wieder eine plausible Deniability. Also in vielen Fällen geht es eben genau darum und das ist zum Beispiel einer der Nachteile an Equal Output Coin Joins gewesen, dass es sehr auffällig war in der Blockchain und das will man eigentlich umgehen.

Es soll sich möglichst alles gleich aussehen und das wäre schön, wenn das hier in dem Fall auch ist. Dann würde ich wirklich den Mehrwert von dem Dandelion als Ergänzung sehen. Ich finde, es gibt noch eine wichtige Ergänzung zu dem Thema und das ist die Namensgebung für einen Teil dieses Protokolls ist als Stem Pool zu deklarieren. Das sind so die kleinen Sachen, die das Ganze schön machen. Wo kommt die Anlehnung her? Ich verstehe den nicht ganz.

Du hast den Mempool und du hast quasi für den Stil den Stem und das ist dann der Stempool. Ah, ist Stem der Begriff für? Hatte ich nicht gewusst. Okay, cool. Ja, generell sind die Bitcoiner sehr kreativ, wenn es um Namen geht. Das ist cool. Ja, gut. Dann würde ich sagen, geht es in die Nüsse? So ist es. Die Nüsse. Perfekt. Nuts. Kalle freut sich. Genau, hier wurde auch am 16. Mai, das ist jetzt auch zwei Wochen her, gab es eine Ankündigung auf Twitter von Cashu.

Cashu grundsätzlich haben wir jetzt schon mehrfach diskutiert in den letzten Monaten und Jahren sogar. Kalle, regelmäßiger Gast hier auch schon gewesen. Es gab wohl mehrfach Anfragen an das Projekt, zusätzliche Funktionalitäten einzubauen, um die Nutzer einer Mint einzuschränken. Das heißt, wenn man selber eine Mint betreibt, dass man hier zusätzliche Tools an die Hand bekommt, um Einschränkungen durchzusetzen. Hierzu wurde jetzt angekündigt, dass es da eine ganze Reihe von Tools geben wird.

Genau wann die kommen werden, ist noch nicht bekannt. Aber grundsätzlich geht es darum, dass man ein- und auszahlen Limits einführt und auch die maximal Balance, die ein Nutzer eben in der Mint halten kann und dass man KYC einführen kann. Also dass man entsprechend Daten von einem Nutzer erheben kann, um ihn entsprechend zu verifizieren und zu identifizieren und dann auch nur über diese Identität dann die Cash Offens auszugeben.

Da gehe ich stark davon aus, dass das halt im Zusammenhang steht mit verschiedenen Unternehmen oder sogar Börsen oder verschiedenen Wallets, so Custodial Wallets, die gerne Cashio implementieren würden, aber hier die Fähigkeit haben möchten, sich abzusichern und bestimmte Regulierungen durchzusetzen oder umzusetzen, Vorgaben von Regulierung. Und damit werden sie das machen können.

Es ist natürlich weiterhin so und das ist ja einer der großen Vorteile von Cashio oder grundsätzlich von so eCash-Mints, dass man innerhalb der Mint Privatsphäre gegenüber dem Mint-Betreiber hat. Und dadurch wäre es möglich, selbst wenn man KYC durchführt als Betreiber einer solchen Mint, wäre es möglich, die Nutzer zu identifizieren mit einem KYC-Verfahren. Allerdings könnte man trotzdem die Aktivitäten innerhalb der Mint eines einzelnen Nutzers nicht so einfach nachvollziehen.

Deswegen inwieweit das tatsächlich regulatorisch dann ausreichend ist, weiß ich jetzt einfach nicht. Aber da bleibt es auf jeden Fall spannend. Zumindest ist es ein Schritt in die richtige Richtung für Betreiber, die so was gerne machen würden. Für Nutzer, die gerne Privatsphäre haben wollen und möglichst weit von KYC wegbleiben wollen, ist das nicht schön. Aber das Schöne ist, dass es eben Open-Source-Software ist.

Das heißt entsprechend, ob man das nutzt oder nicht, ob man den Code ändert oder nicht, das ist jedem selbst überlassen. [Siebert] Cashio hat keine eigene Mint, diese Betreibenden? Oder doch? [Siebert] Nein, also nicht in dem Sinne, dass es eine offizielle Mint gibt von Cashio selbst. Ganz offiziell. Also es gibt so Test-Mints, glaube ich, die sie aufgestellt haben, wo sie aber ganz klar sagen, so das ist hier rein zum Testen und bitte nicht mit irgendwelchen Größen und Summen beaufschlagen.

Und ob die einzelnen Entwickler von Cashio Mints betreiben, das weiß ich nicht. Aber es gibt keine offizielle Mint von Cashio, soweit ich weiß. [H] Ich meine, auf der Seite sagen sie ja, Cashio ist ein freies und open-source-Community-Projekt mit keiner Firma, die über alle Services betreibt. Von daher wäre das auch mein Verständnis. Wobei natürlich es sein kann, dass es Personenidentität in Cashio-Betreibern gibt.

Von daher, du umgehst damit im Zweifel oder du wirkst zumindest dem, du baust dir böswilligen Code entgegen und sagst, ja, ja, aber wir machen doch auch KYC-Möglichkeiten und wir haben das auf unserer Roadmap auch schon und das kommt ja jetzt alles. Also so ein bisschen Selbstschutz, wenn du natürlich das selber betreibst, dann hast du im Zweifel auch nochmal andere Herausforderungen.

Es geht so ein bisschen der ursprünglichen Idee von Cashio gefühlt natürlich entgegen, wenn du sagst, du machst Cashio, aber dann machst du es wieder mit KYC und AML. Ja, das ist ein bisschen konträr generell zu allen Themen, die wir heute hatten und aber auch zu dem, was man so bei Cashio erwartet. Deswegen wäre auch nochmal spannend, so ein bisschen zu hören, was Kalle dazu sagt, wo diese Anfrage herkam.

Er schreibt ja hier auch, dass es eben von Service-Providern auch gewünscht war und man kann sich das aus dieser Erklärung raus von Anthomos auch herleiten, dass das relevant ist für Service-Provider. Vor allen Dingen das Limitieren von wiederkehrenden Nutzern oder generell dieser Nutzerbasis, dass das nicht in irgendeiner Form ausgenutzt wird. Ich weiß nicht, inwieweit das ein Thema ist für deren Services, dass einfach zu viele Einzelzugriffe stattfinden oder zu viele Einzelaccounts.

Aber am Ende dächte ich, dass das ja genau der Sinn der Sache ist. Ich mache so viele Mints wie möglich, mache mir ein Konto und versuche irgendwie das zu streuen, dass aber auch keiner so richtig nachvollziehen kann oder ein Muster erkennen kann in meinen Bezahlvorgängen und damit auf mich zurückschließen könnte.

Ja, aber am Ende geht es ja darum und das sagt er ganz deutlich, es ist eine Custodial-Lösung mit mehr Sicherheit für den Nutzer als bei zentralisierten Services wie Wallet of Satoshi, wo einfach gar nicht klar ist, was die mit deinem Satz machen. Also mehr Privatsphäre, richtig? Ja, es ist nur mehr Privatsphäre oder du hast auch eine gewisse Sicherheit gegenüber der Mint, dass sie mit den Funds nicht abhauen kann.

Das war doch das, dass du eben durch das Streuen… Du hast keine Sicherheit, dass die nicht mit den Funds abhauen, weil die haben deine Bitcoin. Aber du kannst zumindest kryptografisch beweisen, dass du Gelder bei ihnen hattest. Das ist schon ein Vorteil gegenüber einem Wallet of Satoshi. Da hast du eine Balance in deiner App auf dem Handy, wenn deine App schwarz geht, hast du nichts. Dann klopfst du irgendwo an oder klagst die an und sagst, ja ich hatte da Gelder und so.

Du hast keinen Nachweis darüber, keinen Beleg. Genau, kann ja alles wechseln. Und bei so einer Mint ist das schon anders, weil du bekommst tatsächlich eCash-Tokens, die ausgegeben werden und das Belegen. Und du kannst es kryptografisch beweisen, dass du Gelder dort hattest. Deine Bitcoin sind aber trotzdem weg. Also klar, du könntest deinen Shitstorm auf Twitter starten damit oder du könntest halt rechtliche Schritte auch einleiten, wenn das ein offizieller Service war.

Das ist aber eine Annahme, die kommt aus einem gut behüteten deutschen Rechtsraum. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, stellt fest, dass internationales Recht als Privatperson durchzusetzen eigentlich das gleiche ist, wie keine Rechte haben. Korrekt, genau. Deswegen, also ob man jetzt wirklich die Sicherheit höher stufen könnte, also vielleicht marginal. Ich dachte an den Fall vom letzten Mal.

Ich glaube, wir hatten das im letzten Tech-Boost mit dem Update, dass man jetzt aus diversen Mints gebündelt Zahlungen ausführen kann, automatisiert. Das hatten wir auch. Und damit die Möglichkeit hat, auf viele verschiedene Serviceanbietern oder Mints eben das Geld zu verteilen und nicht alle Eier in einem Körbchen zu haben. Ja, das würde es ein bisschen reduzieren, das Risiko vermeintlich. Absolut, absolut. Nicht nur bei Rollout Satoshi, sondern bei irgendwie 20 Anbietern ist.

Und wenn dann einer hops geht, dann ist ein Zwanzigstel von deinem Stack weg. Genau. Und du kannst es in einer Wallet tatsächlich bündeln. Da kommen wir auch gleich zu. Sehr schön. Und da nur, um das zu ergänzen und abzuschließen. Bei KYC und AML ist das genau umgekehrte Fall. Man möchte eigentlich das maximal limitieren, wo man sich mit KYC und AML anmeldet. Ich finde es auch jetzt nicht verwerflich zu sagen, wenn jemand irgendwo bei einer gelisteten Börse unterwegs ist. Definitiv nicht.

Aber man sollte sich nicht bei jeder Börse anmelden und jedem alle seine Daten übergeben. Das ist nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand gehackt wird und all seine Daten irgendwo landen. Und wenn man jetzt das Ganze durchspielt und eben die Vorteile von Cashu dann ausspielen möchte und auf 20 verschiedenen Mints unterwegs ist und dann 20 verschiedenen Leuten seine KYC und AML Daten gibt, das ist eben das, was man nicht möchte.

Das heißt, auch hier arbeiten diese beiden Trends und Effekte gegeneinander. Aber da du das so schön angesprochen hast mit der Streuung, das ist eben genau das, was jetzt mit Mutiny Wallet möglich ist. Und das ist sehr schön zu sehen. Auch die Wallet haben wir mehrfach schon angesprochen in den letzten Folgen. Da werden wir mit Sicherheit in Zukunft auch nochmal näher drauf eingehen, etwas mehr im Detail.

Die haben jetzt einen neuen Service rausgebracht oder eine zusätzliche Funktion in ihrer Wallet und das hier in der Desktop App. Und zwar Mutiny Wallet Harbor, wie der Hafen auf Englisch.

Und das ist ein eCash Wallet innerhalb der Mutiny Wallet und diese ermöglicht es dem Nutzer sich mit vielen verschiedenen Mints, auf denen er dann Gelder geparkt hat, diese in einer Wallet zu bündeln und einen Balance, einen Kontostand quasi in dieser Wallet zu sehen, aber dann diese Gelder entsprechend über verschiedene Mints gestreut zu haben.

Und man kann sogar das Ganze in einer Desktop Applikation dann laufen lassen und dann im Hintergrund automatisierte Zahlungsströme zwischen diesen Mints durchführen, um da auch mit der Zeit mehr Anonymität zu generieren. Auch da nochmal Kudos für den Wortwitz Mutiny und Harbor Wallet. Ich freue mich daran immer. Was ich spannend finde, ich habe parallel mal so ein bisschen die Mutiny Website mir durchgeschaut, auf deren Roadmap ist ja auch eine CoinJoin Implementierung.

Die sind ja gerade entweder schwer im Gehen oder schwer im Kommen, je nachdem wie man es nimmt. Und wenn man nach ganz unten durchscrotet, dann ist es auch nochmal "No KYC, No Sign-Ups". Das, was sie groß bewerben. Also es ist ganz spannend, weil man so ein bisschen unterschiedliche Trends auch nochmal sieht, die die sagen, wir kriegen hier Gegenwind, dann segeln wir jetzt erst rechtlos, also Mutiny.

Oder halt die, die sagen, wir gucken, dass wir ein bisschen mehr nach den Regeln spielen und gucken, dass wir uns da irgendwo einbinden, was, glaube ich, auch gut ist, weil es einfach eine Adoption über das gesamte Spektrum hinweg ermöglicht, dass es quasi eine Diversifizierung einfach der technischen Lösungen für die verschiedenen Anwendungsfälle gibt.

Ja. Ja, und am Ende muss man sich bewusst sein, welchen Weg man gehen möchte und sich entsprechend dann auch vorbereiten und seine Prozesse dann auch führen. Also wie koordiniert man so ein Open Source Projekt oder wenn man eine Firma gegründet hat, wie geht man damit seine eigene Identität um, in welcher Jurisdiction ist man unterwegs und so weiter. Das sollte man frühzeitig festmachen, bevor man dann die Entscheidung trifft.

Oder man sollte früh die Entscheidung treffen, welchen Weg man einschlagen möchte, weil hier so ein Konfrontationskurs zu gehen, das ist, also da haben sie meinen größten Respekt vor, das jetzt auch weiter auszubauen und da Möglichkeiten zu schaffen, während andere da ins Kreuzfeuer genommen werden. Das ist beachtlich in meinen Augen, aber erfordert da auch ein großes, so eine große Risikotoleranz.

Gut. Ich glaube, wir haben alle Punkte angesprochen und bei diversen Punkten schon erwähnt, dass es wert ist, eine eigene Folge dazu zu machen. Ich denke, das ist es wirklich. Und ihr dürft gespannt sein, was da noch kommt. Vielleicht schaffen wir es ja in einem der nächsten Tech-Boosts schon mit einem Gast hier zu sitzen, der uns da noch mal ein bisschen Details liefert. Da werden ja jetzt so einige, die wir genannt haben. Wir versuchen das mal.

Ich danke euch auf jeden Fall für die illustre Runde. Es war schön, dich mal wieder dabei zu haben, Martin. Gerne wieder. Dass dieses Dreigespann, was wir sonst immer fahren für die Tech-Boosts, sich vielleicht wieder mal ein bisschen lockert und wir ein bisschen Abwechslung reinbringen. Das fetzt schon. Auch wenn ich Thorsten ein bisschen vermisst habe. Ja. War's? Ja. In Ergänzung zu der Runde hier. Genau, ich habe es am Anfang schon kurz gesagt.

Wenn ihr dem gern zuhört, unsere Freizeit ein bisschen entlohnen möchtet, die wir hier investieren in dieses Projekt Nodesignal, dann lasst uns doch ein paar Satz zukommen. Das wäre ganz gut. Du musst das andersrum formulieren. Nicht was könnt ihr für uns tun, sondern was können wir für euch tun? Wir haben ja ganz viele Ideen rund um Folgen gehabt. Wenn ihr Fragen habt und die irgendwie loswerden wollt, stellt uns doch diese Fragen. Bevorzugt mit einem Boost.

Wenn ihr Ideen für Folgen habt rund um die Themen, über die wir in Tech-Boost sprechen oder Sachen, die ihr auch gerne besprochen haben wollt, schickt uns die. Ihr kennt den Weg. Da ist was für euch dabei. Value for value in beide Richtungen. Wollt ihr einen Gast? Wen wollt ihr? Dann sendet uns das. Genau. Jetzt abstimmen mit eurem Wallet. Wir haben extra viele Lücken gelassen und einige saufen, damit ihr genug Fragen habt, die ihr jetzt in den Boost stellen könnt. Das ist echt gut. Okay, cool.

Ich glaube, das war es, was die organisatorischen Punkte angeht, die zu erwähnen sind, wenn ich so durch das Dokument schaue. Dann bleibt dem Ganzen nur das Schlusswort. Eine kurze Sache wollte ich noch einmal anbringen, für die, die jetzt noch zuhören. Wir haben es erwähnt, aber ich wollte es jetzt noch einmal betonen. Der Peer-to-Peer-Rights-Fund unter p2prights.org.

Das wäre ein Traum, wenn ihr ein paar Cents dafür spendet für Dezentralisierung, für Open-Source-Development, für Bitcoin-Privacy. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Geld in Zukunft Gebrauch findet und für einen guten Zweck eingesetzt wird. Ich unterstütze diese Initiative. Danke. Ist auch, wie Sie extra angemerkt haben und was ich auch ein Achievement finde, von der Steuer absetzbar.

Also tax-deductible, ich weiß nicht, ob das nur für die US ist, aber falls man das als Unternehmen machen will, ist das, glaube ich, eine gute Gelegenheit. Cool. Ja, danke für sehr wichtige Reminder. Danke für den Reminder. Auch wenn wir da wieder bei Value for Value sind, auch das ist ein großer Mehrwert, den man stiften kann. Ein Wert, den man geben kann für Leute, die Dinge entwickeln oder sich für Interessen eintreten, die wir alle teilen. Danke für die Erinnerung.

Vielleicht können wir auch als Nodesignal da noch mal aktiv werden. Alles klar. Dann jetzt aber. Focus on the Signal, not on the noise. Macht's gut. Ciao, ciao. Ciao, ciao. Nodesignal. Focus on the Signal, not on the noise. Focus on the Signal. Focus on the Signal. Focus on the Signal.

[Musik]

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