¶ Intro
Hallo und herzlich willkommen bei Nodesignal, eurer Bitcoin-Frequenz. Ich bin heute verbunden
¶ Begrüßung, Blockzeit & Vorstellung
mit den Nodes, Thorsten. Hallo Martin, guten Abend. Dann dem Daniel Wingen. Ja, servus, Grüße aus München. Und dem Philipp Hartmannsgruber. Hallo zusammen, Grüße aus Berlin. Sehr schön, sind wir weit verteilt. Es geht heute um das Thema Bitcoin-Bundesverband, also nicht Bundesverband Bitcoin. Und wir wollen einfach mal darüber sprechen, was ist das, warum braucht es das, wie funktioniert das, was soll das verändern. Und genau dafür haben wir Philipp und Daniel hier,
die uns all diese Fragen beantworten können. Kurzer Disclaimer vorab, ich bin nicht ganz unparteiisch, weil als Gründungsmitglied mit involviert, aber dafür wird Thorsten alle super kritische Fragen dann stellen und ich werde die netten Fragen stellen. Genau, aber bevor wir starten, hat einer von euch die Blog-Zeit für uns. Yes, das ist die 859.871. Sehr schön. Gut, dann wollt ihr vielleicht einmal, Philipp, du bist ja das erste Mal bei Nodesignal,
Daniel, du warst schon mal da. Wollt ihr vielleicht einmal kurz ein paar Worte zu euch sagen, wer seid ihr und was macht ihr außerhalb des Bitcoin-Bundesverbandes so? Ja, sehr gerne. Erstmal vielen Dank für die Einladung. Ich habe unter anderem meinen eigenen Podcast und der basiert auf einem wöchentlichen Newsletter, genannt Bitcoin Insights. Und in jedem Newsletter nehme ich ein Thema im Bitcoin-Space, schreibe den auf und suche mir einen
Experten aus dem Bitcoin-Space, wo ich dann einen Deep Dive mache in der Podcast-Folge. Und ich habe den Podcast zwar schon relativ lange, seit Dezember 2020 und mit Daniel beispielsweise 2021 eine Serie gemacht über Bitcoin-Mythen, die wir entschlüsselt haben. Hatte damals aber einen anderen Namen, hat jetzt einen anderen, eben Bitcoin Insights. Und das ist so, was ich hobbymäßig mache. Ich komme ursprünglich aus dem klassischen Banking und habe die letzten vier Jahre bei
großen deutschen Banken die Themen digitale Assets und Blockchain verantwortet. Und habe aber auch gleichzeitig als Vorstand im Blockchain-Bundesverband, dem größten Blockchain-Dachverband in Deutschland, Lobbying betrieben, sowohl in Deutschland als auch in Europa. Und habe dort unter anderem die Themen Kryptobesteuerung, Proof of Work, Verbot auf europäischer Ebene,
Markets and Crypto Asset Regulation und anderes beeinflusst. Und jetzt ist natürlich mein Ziel, das nicht für Blockchain oder Kryptowährungen zu machen, sondern mit dem Bitcoin-Bundesverband, mit Bitcoin-only-Themen. Und zudem auch noch sehr, sehr neu, habe ich vor zwei Tagen bekannt gegeben, dass ich ein neues Unternehmen gründe, OrangeSets oder kurz OSETS, was Bitcoin-Bildung,
im deutschsprachigen Raum voranbringen will. Weil aus meiner Sicht gibt es keine Plattform, die quasi sehr, sehr viele verschiedenen Bitcoin-Education-Programme auf einer Seite bündelt. Sehr cool. Daniel, willst du auch noch mal was sagen? Bei dir verändert sich ja in kurzer Zeit immer sehr, sehr viel. Ich habe eben mal nachgeguckt, ich glaube 2021 oder 2022 warst du, glaube ich, das letzte Mal bei Nodesignal. Und erzähl mal ein bisschen, wo du jetzt gerade so
dran bist. Ja, genau. Ich meine, seit 2021 hat sich viel getan. Zu der Zeit hatte ich, glaube ich, noch bei Twilio gearbeitet und 2021 die Community, also den 21 Podcasts und den 21 Networking- bzw. Meetup-Events sozusagen mit vorangetrieben und den Vereinen der Schweiz aufgebaut und solche Sachen gemacht. Genau. Also viele coole Hobby-Projekte rund um Bitcoin, während dem Fiat-Mining. Und genau, danach habe ich einige verschiedene Ansätze gestartet,
in der Bitcoin-Community in eine Anstellung zu gehen. Und mittlerweile habe ich allerdings festgestellt, so am besten wäre es, ich muss selbst was gründen. Weil hier ist eine Lücke vorhanden, vor allem auch im Bereich der Anbindung ans Lightning-Netzwerk für Unternehmen. Und diese Lücke, die fülle ich jetzt seit Anfang des Jahres mit meinem Startup Tidebinder. Genau, wir sind jetzt relativ am Anfang, weil das ist ja doch sehr komplexe Technologie,
mit der wir hier arbeiten. Und auch sehr aufwendig, was wir dort bauen müssen. Und wir haben natürlich schon erste Kunden geonboardet, aber mehr in so einer Art Prototyp-Status, Prototyp-Phase, während wir nach und nach weiter das Produkt sozusagen voranbauen. Das ist eigentlich das, was ich so tagtäglich treibe. Und nebenher habe ich mit dem Philipp den Bitcoin-Bundesverband
schon jetzt zweieinhalbmal versucht, in die Wege zu leiten. Es gab noch einen dritten Versuch, den Bundesverband in die Wege zu leiten, beziehungsweise zu reaktivieren, weil es gibt hier einen Bundesverband. Den Bundesverband Bitcoin e.V. Das ist tatsächlich zu unterscheiden vom
Bitcoin-Bundesverband zu künftig e.V. vermutlich. Der Bundesverband Bitcoin ist ein recht alter Verband, der leider nicht zu reaktivieren war, weshalb wir uns dann jetzt dazu entschieden haben, doch eine Neugründung anzustreben, nachdem wir mehreren Anläufen da leider ins Leere gelaufen sind. Und diese Neugründung, ja, die fasst tatsächlich gut Fuß und wir bekommen sehr viel
Zulauf. Das Interesse ist groß und ich freue mich zu sehen, dass vor allem auch die Arbeit sich ein bisschen besser aufteilt, weil ich hatte am Anfang ein bisschen Sorge, dass da etwas zu viel Arbeit auf mich zukommen könnte. Aber es freut mich zu sehen, dass so viele helfende Hände hier mit an Bord gekommen sind in den letzten Wochen. Dann erzähl doch mal, was ist denn die Grundidee hinter dem Bitcoin-Bundesverband? Was ist das? Was soll das werden? Ja, der Bitcoin-Bundesverband
soll in erster Linie die Interessen von Bitcoin-Unternehmen vertreten. Das heißt, Bitcoin-Unternehmen sind ja die, die in erster Linie von der Gesetzgebung betroffen sind. Wenn jetzt die Bundesregierung oder die EU ein Gesetz beschließt, was irgendwie Einfluss auf Unternehmen oder Menschen haben, dann ist in der Regel so, dass Bitcoin-Unternehmen zuerst betroffen sind.
Ich kann da ganz, ganz viele Beispiele nennen. Kryptoverwahrung, da war ja Deutschland der Vorreiter vor, ich glaube, drei oder vier Jahren, wo sie diese Lizenz geschaffen haben, dass wenn jetzt ein Unternehmen den Private Key von Kunden verwahren will, brauchen sie in Deutschland eine Lizenz von der BaFin und der Deutschen Bundesbank. Und die Unternehmen,
die das machen wollen, müssen sich natürlich jetzt an diesen neuen Gesetz halten. Das heißt, du hast einen riesen Berg an neuen Vorschriften, an neuen Regulatorien, an Compliance-Themen, die dich als Unternehmen betreffen. Und das ist nur ein Thema. Und aktuell ist es einfach so, dass natürlich sehr, sehr viele Gesetze geschaffen werden, die direkten Einfluss auf eine Vielzahl
an Unternehmen haben. Und diese Bitcoin-Unternehmen sitzen aktuell nicht am Tisch. Das heißt, ein Gesetz wird erschaffen von Politikern, die logischerweise keine Bitcoin-Experten sind. Wieso auch? Die müssen Gesetze verabschieden, die alles betreffen. Bitcoin ist ein so marginaler Aspekt, da haben vielleicht nur ganz, ganz wenige Bundestagsabgeordnete wirklich Ahnung davon. Ist überhaupt keine Kritik, das ist einfach eine objektive Feststellung, die voll logisch ist.
Ich bin ja auch kein Experte im Pharma-Bereich, aber ein Politiker muss auch da ein Gesetz verabschieden. Und daher sind Politiker dankbar für Vertretungen von Expertengruppen, wie im Bereich Bitcoin, weil, wenn sie ein Gesetz verabschieden, haben wir in Deutschland einen Prozess. Und dieser Prozess ist relativ klar definiert, wie der ausschaut. Kann ich mal ganz kurz skizzieren. Sagen wir, das BMF will ein Gesetz verabschieden, was irgendwas im Bitcoin-Bereich
betrifft. Dann sitzen dort verschiedene Experten, die verfassen einen Gesetzgebungsvorschlag. Mit diesem Vorschlag gehen sie jetzt an alle Verbände, die das interessieren könnte und die da Expertise haben. Dazu gehört zum Beispiel der Blockchain-Bundesverband, der Bitcoin-Bundesverband der digitalen Wirtschaft. Ganz, ganz viele Interessenvertretungen bekommen diese E-Mail vom BMF und darunter in Zukunft auch der Bitcoin-Bundesverband. Wir haben dann,
wenn wir jetzt gegründet sind nach dem 26. September, die Möglichkeit, innerhalb von meist vier Wochen Stellung zu nehmen. Das heißt, wir haben die Möglichkeit zu sagen, okay, das hier ist gut, das hier ist schlecht, das müssen wir verändern. Dann lädt das BMF Vertreter von diesem Verband in das Bundesministerium für Finanzen ein. Es gibt einen sogenannten Roundtable, da sitzen vielleicht 100 Vertreter. Und dann wird ganz offen über dieses Gesetz gesprochen und wird
gesagt, was ist gut, was ist schlecht, was müssen wir ändern. Und dann kannst du nochmal quasi versprachlichen, was du geschrieben hast und was dein größter Painpoint ist an diesem Gesetz. Und wenn das abgeschlossen ist, dann kommt das Gesetz in den Bundestag und in den Bundesrat und wird verabschiedet. Das ist ein völlig normaler Prozess, wie Gesetze in Deutschland entstehen. Und aktuell gibt es keinen Bitcoin-Verband. Aktuell sitzt kein Vertreter von Bitcoin-Unternehmen an diesem Tisch.
Und das wollen wir schließen, diese Lücke, und das Problem lösen. Laufen diese Interessen von dem jetzt Bundesverband Blockchain und jetzt dem, was ihr jetzt anstrebt, so weit auseinander, dass die Einflussnahme von diesem Verband quasi nicht im Interesse von den Bitcoinern an sich ist, weil die Grundeinstellung von dem großen weiten Blockchain-Thema oder Krypto-Thema ist ja schon, da sind ja schon viele Schnittmengen zu Bitcoin, weil der Einschnittpunkt oder der Einstiegspunkt
für viele Leute, die mit Krypto rumhantiert haben, war ja in sehr, sehr vielen Fällen wahrscheinlich Bitcoin an der Stelle. Definitiv. Ich bin seit 2020 im Blockchain-Bundesverband aktiv. Ich war zuerst Geschäftsführer, operativ, und bin seit März 2022 Vorstand. Mein Problem ist, es gibt kein Bitcoin-Unternehmen, das Mitglied ist im Bundesblock. Das heißt, was mache ich als Vorstand? Letzten Endes vertrete ich die Interessen von mir,
weil ich vielleicht in diesem ganzen Verband der einzige Bitcoiner bin. Ist das das Ziel, dass ich als Einzelperson Interessen vertrete von Unternehmen, die ich gar nicht vertreten kann, weil es sie nicht gibt? Ist es das Ziel, dass ich als Vorstand so viel Macht habe,
meine Interessen durchzubringen für ein Gesetz, was 83 Millionen Deutsche betrifft? Nein. Deswegen habe ich mir gedacht, gemeinsam mit Daniel, dass wir eben diesen Bitcoin-Bundesverband gründen, dass ich nicht mehr meine Interessen vertrete, sondern die Interessen von Bitcoin-Unternehmen, und nicht nur in Deutschland, sondern im Dachraum und in der EU. Was muss man dazu sagen? Markus Büsch ist ja auch Bitcoiner, also als der Bitcoin-Anwalt bekannt, ist auch Mitglied und
auch im Vorstand vom Bundesblock gewesen. Ist auch ausgestiegen aus ähnlichen Gründen, weil er auch festgestellt hat, es kommen keine anderen Bitcoiner hier rein, ich bin hier alleine. Und auch der Gegenwind gegen die Ideen, die ich hier einbringe, ist relativ groß, weil doch die meisten Unternehmen in diesem Verband eher Interesse daran haben, ihre Tokens zu positionieren und dafür zu sorgen, dass halt Crypto-Web3-Projekte in irgendeiner Art und
Weise Legitimität erfahren und den Verband in erster Linie dafür verwenden. Ich weiß nicht, wie sich das im Laufe der letzten zwei, drei Jahre dann verändert hat. Ich war auch einmal Mitglied 2019, müsste das gewesen sein, mit meiner Firma damals. Und da habe ich auch schon gemerkt, dass mir das überhaupt gar keinen Mehrwert bringt, als Bitcoin-Unternehmen dort Mitglied zu sein.
Und nachdem auch die Idee war, auf Vorstandsebene was zu verändern und neben dem Markus auch mich als Bitcoiner in den Vorstand mit reinzuholen, was dann gescheitert war, weil ich natürlich eine sehr radikale Bitcoin-Perspektive auch hatte, muss man zugeben, dann glücklicherweise auch dazu geführt hat, dass ich aus dem Verband ausgetreten bin. Aber natürlich das Bedürfnis, irgendwie die Interessen in der Politik vertreten zu haben, der als Unternehmer war trotzdem weiterhin
vorhanden. Deswegen freut es mich sehr, dass Philipp da auch genau die gleichen Interessen hatte. Ich glaube, was auch noch wichtig zu sagen ist, dass – gut, ich glaube, es müssen andere entscheiden, ob wir, das war ja nicht nur ich, sondern die Community, guten Lobbyismus gemacht haben die letzten Jahre oder nicht. Also ich kann ja ein paar Sachen erzählen, was wir gemacht haben.
Das war zum Beispiel das BMF-Rundschreiben vor zweieinhalb Jahren. Quasi die Kryptobesteuerung in Deutschland habe ich mit vier Personen, die nicht Vorstands in dem Bundesblock, lobbyiert. Und klar, wir hatten natürlich Vorstellungen, die vollkommen unrealistisch waren. Wir hatten aber auch ein Ziel. Und das Ziel war ganz klar, diese einjährige Haltefrist zu halten, dass die nicht fällt. Weil das ist für Politiker das Leichteste, diese Haltefrist abzuschaffen und Milliarden mehr
an Steuereinnahmen zu generieren. Aber für Bitcoiner, Longtime-Hodler ist diese Haltefrist einmalig in der Welt wahrscheinlich. Also ich kenne wenige Länder, die diese Haltefrist haben. Österreich hat sie ja abgeschafft. Genau. Österreich hat die abgeschafft. Ich kann auch sagen, wieso. Ich weiß aber nicht, ob ich sollte. Und wir als Bitcoin-Bundesverband werden die Front sein, die diese Haltefrist halten werden müssen. Weil es gibt viele Interessen, wie in Österreich, die möglicherweise sagen,
okay, wir akzeptieren die Haltefrist abzuschaffen, dafür wollen wir das und das. Das ist in Österreich so passiert. Und wenn du keinen Verband hast, der sich dafür einsetzt, dass diese Haltefrist gehalten wird, wird sie bei der nächsten Bundesregierung als erstes abgeschafft. Jetzt gibt es ja einen österreichischen Verband, der auch sehr aktiv ist und funktioniert. Warum haben die das nicht hinbekommen? Du willst also, dass ich sage, was ich denke? Also es kommt darauf an, ob du es sagen kannst.
Ich kann es sagen, weil ich da nicht involviert war. Und das ist, glaube ich, eine objektive Wahrheit, die jeder relativ einfach nachprüfen kann. Man muss sich aber nur anschauen, wer sitzt denn in Österreich und welches Unicorn haben wir denn im deutschsprachigen Raum, was am meisten Macht hat im Kryptobereich. Und du hast natürlich als so ein Unternehmen das Interesse, dass Transfers zwischen Kryptobährungen nicht besteuert werden. Und dafür nimmst
du in Kauf, dass der Wechsel zwischen Bitcoin und Euro besteuert wird. Das war quasi so ein Barter-Deal, wo gesagt wird, okay, wir besteuern zwischen Krypto nicht, aber zwischen Krypto und Fiat. Und das sind halt einfach Interessen, die auch teilweise Unternehmen gegen Politiker vertreten. Ach, ist das jetzt so, dass man in Österreich, wenn man Krypto gegen Krypto tradet, dann ist es steuerbefreit? Ja. Ach krass, das wusste ich auch noch nicht. Interessant.
Also es ist natürlich ganz spannend, weil das heißt, ihr habt die Zielsetzung, sozusagen einen Platz am Tisch zu haben und Interessen zu vertreten, insbesondere dann, wenn es darum geht, dass die Bitcoiner Interessen oder auch, du hast vorhin gesagt, die Unternehmensinteressen von Bitcoin-Unternehmen, wenn die abweichen von anderen, sagen wir, Krypto-Interessen, Blockchain-Enthusiasten-Interessen von, du hattest vorhin ja auch Bitcoin und so erwähnt,
also von anderen, die im Zweifel auch einfach, das ist ein Digital-Thema, das wird in einen Topf geworfen, so habe ich dich an der Stelle verstanden, die da irgendwie abweichen, da zu sagen, okay, da einen Platz am Tisch zu bekommen. Du hast ja auch eine proaktive Arbeitskomponente dabei und bei dieser proaktiven Arbeitskomponente muss man sich dann auch überlegen, worauf fokussierst du dich?
Und wenn jetzt irgendwie Krypto, Blockchain und ganz viele verschiedene andere Themen dabei sind, dann wird natürlich auch diese politische Bildungsarbeit und natürlich auch die Aufklärungsarbeit und auch die Forderungen, die man erarbeitet, sehr dilutet, sozusagen. Mit Bitcoin haben wir da einen klaren Fokus. Genau und ich will damit natürlich auch sagen, dass aus meiner persönlichen Sicht der Blockchain-Unternehmen schon im Bundesverband die letzten Jahre sehr gute Arbeit geleistet hat.
Gut, klar, ich lobe mich in dem Fall selber, weil ich der Vorstand war, der die Arbeit gemacht hat. Ich bin aber nicht alleine. Also wir haben da auch sehr, sehr gute Anwälte, die entweder im Vorstand sitzen oder in Arbeitsgruppen mitarbeiten und diese Papiere geschrieben haben, um Stellung zu nehmen auf diese Gesetzgebungsvorschläge. Und da wurde, glaube ich, sehr, sehr gute Arbeit geleistet, nicht nur vom Bundesblock, sondern von der Community in Deutschland, die sich damit auseinandersetzt.
Und wenn wir diesen Bundesblock nicht hätten, dann hätten wir heute wahrscheinlich eine andere Regulatorik in manchen Bereichen. Oder wenn du Personen nicht hättest wie Peter Großkopf, Nina Siedler, Katharina Gerer, Jutta Steiner, die waren mit mir quasi die Treiber hinter dem BMF-Rundschreiben. Und wir haben da versucht, das, was wir persönlich dachten, was das Beste für Deutschland ist und für Bitcoiner oder Kryptomenschen vertreten.
Und jetzt haben wir eben mit dem Bitcoin-Bundesverband eine Spezialisierung. Wir werden uns nicht mehr Themen anschauen, die Proof of Stake betreffen. Wir werden uns Themen anschauen, die Bitcoin, Proof of Work, Zahlungsmittel, Steuern für Bitcoin-Holder. Diese Themen werden wir uns konzentriert anschauen. Und wenn du dir den Blockchain-Space anschaust, dann ist er so gigantisch, dass ich als einzelne Person vieles gar nicht verstehe.
Also was passiert mit digitalen Identitäten, mit dem ganzen Text-Deck darauf, was passiert im Supply-Chain-Bereich. Du hast als Blockchain einfach so viele Themen und auch als Blockchain-Bundesverband, die du bearbeiten musst. Und da ist es natürlich ein bisschen einfacher, wenn du halt einen spezialisierten Verband hast, der sich in Anführungszeichen nur mit Bitcoin beschäftigt, weil auch Bitcoin riesig ist natürlich. Plus, du hast die Thematik, dass es ja auch andersrum eine Awareness schafft.
Also viele dieser Entscheidungsprozesse gehen ja an den meisten Bitcoinern vorbei. Also zumindest bevor die Entstehung da ist. Also ich würde sagen, die Diskussion um ein BIP in der Entstehung ist deutlich größer als um Bitcoin-Gesetzgebung während der Entstehung. Dafür halt hinten raus nochmal anders. Aber du schaffst natürlich auch anderweitig eine Awareness und guckst, dass diese Diskussion überhaupt auf Bitcoiner Seite und auf Bitcoin-Unternehmensseite nochmal anders geführt wird.
Genau. Also letzten Endes die größte, du kannst es relativ einfach zusammenfassen, was wir eigentlich machen. Wir betreiben Education. Und wir im Bereich Interessenvertretung betreiben wir Education für Politiker. Weil ich ja gesagt habe, dass einfach Bitcoin so ein umfassendes Thema ist, wo du so viele Facetten hast, die ein Politiker nur begreifen kann, wenn er genauso wie wir Jahre investiert, um in Bitcoin sich vorzubilden. Diese Zeit hat ein Politiker nicht.
Es kann kein Politiker der Welt sich in jedem einzelnen Thema so als Experten reinarbeiten, dass er bei jedem Gesetz eine Expertenmeinung haben kann. Deswegen sage ich ja, dass die Politiker dankbar sind. Und ich spreche auch mit Politikern. Ich spreche mit Abgeordneten. Ich spreche mit Ministern. Ich spreche mit verschiedenen. Und die sagen mir, die sind dankbar dafür.
Die freuen sich, wenn ich ihnen Positionspapier zum digitalen Euro schicke und sage, hier, das sind die Gefahren, die ein digitaler Euro hat. Das übertrifft halt natürlich die Leistung, die ein einzelner Mensch bringen kann.
Und deswegen ist es, glaube ich, eben wichtig, so einen Verband zu haben, einen spezialisierten Verband, weil du musst dir auch überlegen, du bist jetzt Abgeordneter und du lobbyierst hier intern in deiner Partei oder du willst ein Thema voranbringen und dann überlegst du dir auch, ja, mit wem spreche ich denn jetzt? Ich habe hier circa 200 Lobbyverbände in Deutschland und dann musst du halt auch selber eingrenzen, mit wem du sprichst, weil deine Zeit ist ja begrenzt.
Und dann sprichst du halt beim Thema Bitcoin, wenn es so ein Proof-of-Work-Verbot auf europäischer Ebene gibt, nicht mehr mit dem Bitcoin, nicht mehr mit dem Bundesblock, sondern mit dem Bitcoin-Bundesverband. Also wir machen halt tatsächlich die Arbeit für Politiker einfacher. Ihr hattet gerade eben gesagt, dass ihr primär ja quasi Lobbyarbeit für Bitcoin-Unternehmen machen wollt. Was definiert ihr als Bitcoin-Unternehmen?
Wirklich Unternehmen, die im Bitcoin-Umfeld quasi Gewerbe oder halt ein Geschäft betreiben oder wirklich ein klassisches Unternehmen, wie zum Beispiel jetzt hier die Gruppe von Christian Kläger, die sich Bitcoin aufs Balance-Sheet legen und das eigentlich nur an der Stelle als Asset verwenden.
Ja, also ich meine grundsätzlich ist der Verband als Unternehmerinteressensvertretung ins Leben gerufen worden, weil wir natürlich auch festgestellt haben durch die Gespräche, die wir mit den Leuten, die in den alten Verband involviert waren, dass eine Mischung zwischen persönlichen Interessen, Unternehmerinteressen eher zu einem Stillstand geführt hat, anstatt zu einem Fortschritt des Verbandes.
Hängt vielleicht auch ein bisschen damit zusammen, dass du natürlich unterschiedliche Ausrichtungen hast und aber auch, dass grundsätzlich das Interesse von Privatpersonen, sich in die Politik einzumischen, als Bitcoiner und Bitcoiner zu promoten, jetzt nicht unbedingt so das wichtige Thema ist für die meisten, weil sie sagen, okay, Bitcoin ist halt "fuck you money" und wenn der Staat mir auf die Nerven geht, dann sage ich halt "fuck you" und bin
halt weg, weil ich hier Eigentum habe, wo ich keine Jurisdiktion brauche und damit ist es für viele Bitcoiner meist uninteressant, ihre eigene Position gegenüber der Politik zu vertreten, zumindest was Bitcoin angeht.
Und ich meine, wir hören es oft genug, Bitcoin braucht keine Interessensvertretung in dem Sinne in der Politik, das heißt Bitcoin selbst zu vertreten ist auch so ein Ding, Bitcoin selbst kann uns auch nur bedingt damit bezahlen, aber könnte man auch argumentieren, gibt es gute Gründe für Bitcoin zu vertreten als Netzwerk sozusagen.
Aber wir haben uns jetzt auf die Unternehmer spezialisiert, nichtsdestotrotz ist es so, dass aber auch jeder Mitglied werden kann, Forschungsorganisationen, Privatpersonen, ob sonst irgendwie was, alle können Mitglied werden und Teil des Netzwerks werden, zu auch sehr günstigen Teilnahmegebühren oder sagen wir Mitgliedsgebühren und grundsätzlich ist es aber so, dass die Entscheidungsfindung in dem Sinne getroffen wird, was hilft vor allem in erster Linie den Bitcoin-Unternehmern.
Jetzt, was sind das für Unternehmen? Ja, eigentlich für jedes Unternehmen ist es geeignet.
Also jedes Unternehmen, was sich irgendwie mit Bitcoin beschäftigt, ob du jetzt ein Bitcoin-Startup drauf baust, wie ich das mache mit Tidebinder oder ob du einfach ein klassisches Industrieunternehmen bist und dir Bitcoin auf die Balance legst oder ob du Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptierst, was auch immer du als Zahlungsmittel verwendest im internationalen Handel, für was auch immer du Bitcoin brauchst, gibt es natürlich dann gewisse Risiken, die entstehen, sobald du Bitcoin integrierst.
Das heißt eigentlich für jeden, der in irgendeiner Art und Weise auf Bitcoin baut, Bitcoin in seine Prozesse integriert, in irgendeiner Art und Weise, der hat üblicherweise auch ein Interesse daran, dass hier eine Interessensvertretung stattfindet, sodass das Risiko dieser Integration minimiert werden kann. Ja, ich glaube, ich habe es ja versucht am Anfang zu sagen, dass in erster Linie Unternehmen betroffen sind von der Regulatorik.
Natürlich sind in zweiter Linie auch die Nutzer dieser Unternehmen, also die Kunden betroffen, letzten Endes Bitcoiner. Und deswegen ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass wir einerseits den Fokus auf Unternehmen setzen, im Sinne von die Unternehmen sind die, die in erster Linie betroffen sind und daher auch das Mitspracherecht haben sollten, wie wir die Politik versuchen zu beeinflussen.
Nichtsdestotrotz haben wir auch ehrlicherweise in Abstimmung mit den Gründungsmitgliedern die Erkenntnis gewonnen, dass es sinnvoll sein kann, auch Bitcoiner als Mitglied zu gewinnen. Wir haben deswegen aber quasi einen Kompromiss gefunden im Sinne von Unternehmen haben ein Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung und Bitcoiner natürliche Personen nicht.
Man kann es, glaube ich, ganz gut begründen, dass halt natürlich die Unternehmen, wie gesagt, betroffen sind, die zahlen einen höheren Beitrag und die haben vielleicht auch in der Summe, du bist ja als Unternehmer oft nicht alleine, vielleicht einfach mehr Expertise, sich konkret mit Gesetzgebungsvorschlägen zu beschäftigen, weil sie Anwälte beschäftigen und Co. Und die Ressourcen. Genau.
Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich auch natürliche Personen dabei haben, weil wir einerseits natürlich wollen, dass sich Personen operativ engagieren, weil was wir hier machen, ist ein Verein gründen. Das ist ein, es wird jetzt zwar kein Non-Profit Verein, aber was wir machen ist Non-Profit. Also keiner der Vorstände, der gewählt wird, wird Geld verdienen.
Wir bekommen natürlich einen Mitgliedsbeitrag, der ist aber so gering, weil wir einfach tatsächlich komplett unterschätzt haben, wie erfolgreich der Verband wird, wo wir gesagt haben, alle, die jetzt im ersten Gründungsjahr Mitglied werden, zahlen 210.000 Sets. Das sind, je nach Kurs, zwischen 100 und 150 Euro. Das ist ein rounding error. Von daher wird da nicht viel Geld reinkommen, außer wir bekommen irgendwelche Wale, die wir spenden.
Und dementsprechend sind wir natürlich auch darauf angewiesen, dass wir Personen motivieren können, Vereinsarbeit zu machen. Und ich mache Vereinsarbeit seit meinem Bachelorstudium und ich weiß, was es heißt, Vereinsarbeit zu leisten, kostenlos. Das ist Ehrenamt. Das bezahlt hier keiner, außer indirekt, aber nicht mit Fiat-Geld. Und da wollen wir natürlich auch Menschen ranziehen, die sagen, okay, ich will diesen Verein unterstützen.
Und deswegen haben wir auch gesagt, wenn wir jetzt natürlich Mitglieder haben, die sich aktiv engagieren, den Verein voranbringen, dann kann der Vorstand den Beitrag für diese natürliche Person erlassen. Weil aus meiner Sicht, wenn jetzt wirklich jemand hier viel Zeit investiert, um den Verband zurück weiterzubringen, wieso soll der dann noch einen Beitrag von 210 Euro im Jahr leisten? Also die Arbeitsleistung ist deutlich mehr wert als die 210 Euro.
Und das wollen wir damit eben auch berücksichtigen. Ich glaube auch, so aus der Mitgliederperspektive gesprochen, das eine ist, du bist ja als Unternehmer, zumindest jetzt noch, vielleicht ändert sich das in den nächsten Jahren, aber wenn du jetzt Mitglied in dem Bitcoin-Bundesverband bist, dann bist du halt auch selber Bitcoiner. Also wenn Bitcoin in deinem Unternehmen ist, dann war das in der Regel vorher bei dir als Privatperson und nicht andersrum.
Und die Interesse von dir als Privatperson, Bitcoiner, sind natürlich genauso wichtig. Und also Einsätzen für eine Haltefrist und so weiter ist, glaube ich, auch im Interesse. Das sind ja primär Sachen, die auch Privatpersonen im weiten Stil dann halt betreffen, so was dann. Im Unternehmen natürlich auch, wenn sie das halten, sofern das natürlich auch Unternehmen angewandt werden kann. Das weiß ich jetzt in Deutschland nicht, aber auf Privatpersonen ist es ja dann in dem Fall ja schon.
Du hast es halt als Unternehmen, hast du die Haltefrist zum Beispiel nicht, aber auf der anderen Seite hast du halt Themen wie, wenn du das als Zahlungsmittel akzeptierst, wie wird damit umgegangen? Da gibt es eine ganze Menge Interessen, die halt den Spielraum, wie viel du mit Bitcoin als Unternehmen machen kannst, deutlich einschränken können, wenn sie sich negativ entwickeln und deutlich erweitern, wenn sie sich halt positiv entwickeln. Und von daher.
Eines der Ziele, die ja schon definiert sind, auch in den aktuellen Dokumenten, die wir generiert haben, ist ja auch, dass die Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmittel vereinfacht werden muss. Das haben wir eben angesprochen. Unternehmen zum Beispiel müssen Kapitalgewinne von 25 Prozent auf jede Veräußerung zahlen, egal zu welchem Zeitpunkt.
Das ist natürlich auch vor allem, wenn du Bitcoin als Zahlungsmittel verwendest für internationale Geschäfte eine ziemlich komplexe Angelegenheit, auch da steuerrechtlich on top zu bleiben. Ja, und das ist, also ich glaube, das plus, ich meine für Unternehmen hat das natürlich auch nochmal wie jede Verbandsarbeit andere Vorteile im Rahmen von Netzwerk und steigert die Vernetzung von Bitcoin-Unternehmen untereinander. Das ist das.
Seit wir jetzt dabei sind, merken wir das auch schon, dass wir einfach mit allen, die auch mit dabei sind, einfach sich die Beziehung untereinander stärken. Und das ist wiederum gut auch für die Bitcoin-Business-Community. Und auch das ist ja, also das sind die indirekten Vorteile. Die Hauptvorteile sind natürlich der Sitz am Tisch. Aber es hat noch andere Vorteile und das ist natürlich auch nochmal spannend.
¶ Welche Rolle hat Bitcoin Bildung im Verband?
Genau, weil wir haben jetzt wirklich nur über das langweilige oder für viele vielleicht langweilig Thema Interessenvertretung gesprochen. Das ist aber ja nicht die ganze Arbeit, die wir machen. Wir haben ja noch andere Themen, wir haben ja noch andere Visionen und das ist beispielsweise das Thema Education.
Also Education, Bildung ist natürlich so extrem wichtig, deswegen gibt es diesen Podcast, deswegen gibt es meinen Podcast oder Daniel seinen Podcast, deswegen gibt es zig Newsletter, Bücher, Webseiten und Sonstiges. Weil wir alle als Bitcoiner natürlich wollen, dass das, was wir verstanden haben oder denken zu verstehen, auch andere verstehen.
Und wir als Bitcoin-Bundesverband haben natürlich dann auch die Möglichkeit, da wir so viele Experten in den Bereichen, in vielen verschiedenen Bereichen haben, zusammenzubringen im Sinne von Community-Building, Communities, die wir jetzt schon haben, zu fördern. Education, entweder selber bereit zu stellen oder andere Lösungen zu finden.
Events zu organisieren, also mir persönlich, das ist nicht abgestimmt, ich weiß nicht, ob das Realität wird, aber ich persönlich würde mir wünschen, weil aus meiner Sicht gibt es es noch nicht in Deutschland und Europa, dass wir ein Event in Berlin haben im Jahr, wo wir Unternehmen, die nichts mit Bitcoin zu tun haben, zusammenbringen mit Unternehmen, die einen Bitcoin-Standard haben, die ihre Mitarbeiter in Bitcoin bezahlen, mit Politikern und mit der Bevölkerung.
Das hätte ich gerne, dass wir die alle nach Berlin einladen zu so einem Event, weil ich weiß, wie viele Bitcoin-Unternehmen es gibt, die keine Bitcoin-Unternehmen sind. Also ich denke da an Industriekonzerne und ich glaube, Daniel weiß da noch viel mehr, was da passiert.
Und es gibt einfach, wir haben ja auch Mitglieder wie Blockbrain, AI-Startup, die machen nichts mit Bitcoin, die haben aber einen Bitcoin-Standard im Sinne von, die haben Bitcoin auf der Bilanz, die zahlen die Hälfte der Mitarbeiter in Bitcoin.
Die können anderen Unternehmen erklären, wie die das machen, weil das größte Problem von deutschen Unternehmen ist ja, die sagen, boah, das geht ja gar nicht, die Regulatorik und die Politik und wenn wir das anfangen, das ist ja so ein Chaos und die Compliance und dann kommt die Abteilung. Aber wieso schaffen das Unternehmen? Und ich glaube, es gibt noch nicht dieses Event, wo wir alle nach Berlin einladen können, wo auch die Politiker sitzen, die sehen, was passiert in Deutschland.
Und es gibt ja verschiedene Studien, die sagen, wie viele Menschen haben einen Job in dem Bereich. Das ist natürlich nicht im Bitcoin-Bereich, das ist im Web3-Bereich, wurde ja von BMF finanziert, die Web3-Studie aus Hamburg. Und ich glaube, es zeigt dann wirklich mal, wenn alle nach Berlin kommen, zu so einem Event, was wirklich in Deutschland passiert. Und das passiert ja nicht nur hier, das passiert ja weltweit.
Genau, und dann kommt noch hinzu, wie viele ja wissen, es gibt die Aktion Bitcoin im Bundestag, die von der Johanna Cota ins Leben gerufen wurde. Und Johanna Cota wird auch Mitglied im Bundesverband. Jetzt ist es natürlich so, wenn sie aus dem Bundestag ausscheidet, dann muss auch diese Aktion irgendwie weitergeführt werden, solange es, also wenn das Ziel der Aktion ist ja, dass es eine, wie heißt es nochmal, eine Parlamentarierrunde entsteht. Eine parlamentarische Gruppe, ja.
Eine parlamentarische Gruppe entsteht und bis das entstanden ist, muss ja irgendwie Bildung auch im Bundestag weiter stattfinden. Das heißt, hier ist auch die Idee, dass der Verband auch diese Arbeit aufrecht erhält und so ein bisschen bei Bitcoin im Bundestag weiterhilft, beziehungsweise das fördert solange bis wieder ein Politiker im Bundestag das aktiv vorantreibt oder eine Parlamentariergruppe entstanden ist. Wie ist das von der Stimmgewichtung?
¶ Wie relevant kann der neue Verband werden?
Also ihr hattet ja vorher auch sowas wie Bitcoin, die ja sehr groß einfach sind und sehr viele Unternehmen vertreten, mit genannt, wenn jetzt Politiker bei der Gesetzgebung Vorschläge berücksichtigen, wonach bewerten die das? Also wenn jetzt ein Bitcoin sagt und sagt, das wollen wir gerne nicht, ist das dann deutlich mehr wert als das, was ein Bitcoin-Bundesverband sagt? Ist ein Bitcoin-Bundesverband, weil sie spezialisierter sind, ist das irgendwie mehr wert?
Hängt das davon ab, wie die Inhalte sind? Hängt das von wie viele hübsche Dinner-Partys man mit den Leuten zusammen gemacht hat? Wovon hängt das ab, wie gewichtig das ist? Ja, ich glaube, da musst du einfach verstehen, wie Menschen funktionieren.
Und das bedeutet, dass das persönliche Verhältnis mit denen, die die Entscheidung treffen, die verantwortlich sind für dieses Thema im Bundestag, mit denen musst du eine persönliche Beziehung aufbauen im Sinne von, er muss dir vertrauen, er muss verstehen, dass du Ahnung hast von dem, was du sagst. Und dann ist es relativ egal, ob du beim Bitcoin-Bundesverband, beim Bundesblock oder beim Bitcoin bist.
Wenn du dieses Vertrauensverhältnis aufgebaut hast, dass sie auch nur funktioniert, indem du wirklich weißt, wovon du sprichst, weil ein Politiker ist ja nicht dumm. Also ich habe selten dumme Politiker erlebt, die meistens sind hochintelligent, die können sowas einschätzen und denen ist dann letzten Endes egal, woher das kommt, wenn er dieser Person vertrauen kann oder denkt, dass er auch das Interesse von vielen anderen vertritt. Von daher ist natürlich wichtig, wer diese Personen sind.
Also wer wird in den Vorstand gewählt? Wer spricht mit den Politikern? Und das ist natürlich extrem wichtig. Und wenn du dir jetzt die anderen Verbände anschaust, dann musst du halt beim Bitcoin aktuell sagen, dass der Bereich Blockchain erstmal tot ist, weil Benedikt Vauppel vor zwei Tagen, glaube ich, gesagt hat, dass er den Bitcoin verlässt. Und du hattest schon, weil ich ja mit Bitcoin seit Jahren zusammenarbeite, genau diesen Fall.
Weil du hattest Patrick Hansen, der jetzt bei Circle macht, das alles macht, der war der Mensch bei Bitcoin. Und dann war ein Break. Dann ist Monate nichts passiert, dann ist der Bundesblock reingesprungen. Und Benedikt Vauppel ist jetzt weg. Ich weiß nicht, wohin er geht. Es gibt keine Nachfolge, mir ist keine bekannt. Der wird irgendwann gefüllt.
Aber auch da musst du wieder neue Vertrauensverhältnisse aufbauen mit der Politik, weil ein Politiker in der Regierung spricht ja mit einem Menschen im Bitcoin. Der spricht ja nicht mit dem Bitcoin. Es gibt ja keinen Ansprechpartner im Bitcoin, außer Individuen. Und im Blockchain-Bereich war das halt er, mit dem sie jetzt zwei, drei Jahre gearbeitet haben. Jetzt wird eine neue Person eingestellt.
Diese neue Person, entweder sie kommt von irgendeinem anderen Verband und da gibt es schon Vertrauensverhältnisse, oder diese neue Person muss das aufbauen. Und bei mir ist es einfach so, ich mache das seit vier Jahren. Also die Politiker in der Regierung kennen mich persönlich. Die kennen auch andere im Verband. Und das ist glaube ich das Entscheidende. Nicht der Name dahinter, oder die Größe, oder das Geld. Das ist ja gut.
Das heißt, wir brauchen nur sympathische, kompetente Bitcoiner, die lange dabei bleiben und mit einer niedrigen Zeitpräferenz sollten die sich ja auftreiben lassen. Naja, also wir wollen natürlich viele Helfer dabei haben, aber wir wollen natürlich auch hier ein operatives Business aufbauen, ganz klar, und aktive Lobbyarbeit finanzieren. Und natürlich auch die ganzen administrativen Themen finanzieren und entsprechend Geschäftsführung und administrative Mitarbeiter einstellen.
Dafür braucht es natürlich aber auch entsprechende Mitglieder und Mitgliedsbeiträge und Spenden. Genau, das ist ja genau das Problem, weil der Vorstand ehrenamtlich ist. Und wenn du dir den Vorstand, ihr könnt ja alle auf die Webseite bitcoin-bundesverband.de gehen und auf Vorstand klicken, dann seht ihr dort 10 Personen und dann seht ihr, dass 8 Personen, glaube ich, von den 10 ein eigenes Unternehmen haben, mindestens ein Unternehmen oder CEO sind.
Und da muss man natürlich auch verstehen, dass das, was sie als Vorstand machen, ehrenamtlich ist und jeder Mensch hat eine begrenzte Zeit. Und ich zum Beispiel, auch wenn ich dafür brenne und ich habe die letzten Monate mehr als 40 Stunden reingesteckt, habe auch nur eine begrenzte Zeit und ich muss auch einen Job haben, wo ich ein Gehalt bekomme. Das funktioniert leider unser Leben. Und das ist halt genau das Thema, was Daniel sagt.
Ich kann das zwar machen, aber ich kann das nicht 60 Stunden die Woche machen, wie ich es machen würde, wenn der Bitcoin-Bundesverband mich zum Beispiel einstellen würde. Und bis wir aber so weit sind, dass wir operative Kräfte einstellen können, müssen wir erstmal ehrenamtlich sehr, sehr gute Arbeit leisten. Wir müssen Unternehmen bekommen, die einen Mitgliedsbeitrag zahlen, der höher als 210.000 Sets ist.
Und wir müssen Kapital langfristig aufbauen, um diese Ausgaben, die wir haben, die aktuell persönlich getragen werden, auch gezahlt werden können. Und das ist halt, wie eingetragene Vereine funktionieren. Das Thema Spenden ist vielleicht ein gutes Thema. Da kann man vielleicht auch noch einen kurzen Hinweis drauf machen.
Wir sind ja auch ein Value-for-Value-Podcast und wir haben uns immer auf die Frage geschrieben, dass wir dann, wenn unsere Gäste denn wollen, an den Spenden, die wir dann von unseren Hörern und Hörer bekommen, dann beteiligen. Und das war jetzt natürlich jetzt auch hier die Idee, dass wir den Bitcoin-Bundesverband, so rum, nicht Bundesverband Bitcoin, dass wir euch dann da mit 50 Prozent an den Spenden, die jetzt hier dann reinkommen, beteiligen.
Dass ihr da zumindest so ein paar Tröpfchen dann von Nodesignal, insofern was kommt, dann auch bekommt. Das heißt an die Hörer und Hörer, wenn ihr das Thema hier gut findet an der Stelle und unterstützen wollt, dann könnt ihr das auch über die Podcast-Player machen. Aber dann so viel dann dazu. Sehr gut, vielen Dank auf jeden Fall. Und wenn ihr auf die Website geht und nach unten scrollt, dann seht ihr einen QR-Code. Wenn ihr den scannt, dann könnt ihr über Bitcoin Onchain spenden.
Aber darunter haben wir natürlich auch eine Kooperation mit Albi, wo wir Lightning-Spenden akzeptieren. Also wer ein paar Sets übrig hat und denkt, dass wir hoffentlich einen guten Job machen nach dem 26. September. Wir freuen uns über jeden Set. Sehr schön.
¶ Wie erfolgt die Gründung am 26.09.2024?
Du hattest gerade den 26. September genannt und auch eben schon mal gesagt, dass da eure Gründung, also offizielle Gründung stattfindet. Vielleicht wollt ihr mal ein bisschen erzählen, was passiert da? Wie läuft das ab und wie geht es gleich von da aus dann auch dann weiter? Wie sieht es dann aus, wenn ihr dann euren offiziellen Betrieb dann aufnehmt? Genauso am 26. September werden wir unsere Gründungsversammlung haben.
Das heißt, das ist die erste Versammlung, um dann den Verein ins Vereinsregister eintragen zu können. Wir werden natürlich oder alle Gründungsmitglieder sind logischerweise eingeladen. Wir hoffen, dass auch die meisten persönlich vor Ort sein können. Zumindest eine Person pro Unternehmen. Und wir bekommen dankenswerterweise die Räumlichkeiten von der Veranstaltung, die ab 19 Uhr stattfindet. Das ist nämlich von Georg Heimstorff das perfekte Geld von Bitcoin im Bundestag.
Das ist ja genau dieser Grund, wieso wir am 26. September im Bundestag gründen, weil wir das verknüpfen wollen mit diesem Event, weil wir glauben, dass sowieso viele Bitcoiner nach Berlin fahren würden für so ein Event. Und wir haben dann auch Politiker, die dort um 19 Uhr zuhören werden, weil es gibt ja auch Politiker von verschiedensten Parteien, die da Interesse haben. Das heißt, am 26. September gründen wir offiziell.
Daniel und ich haben, glaube ich, circa eineinhalb Jahre darauf hingearbeitet, logischerweise mal mehr, mal weniger. Aber wir haben vor allem die letzten Monate sehr, sehr hart gearbeitet, um alles vorzubereiten. Quasi soweit, dass wir sagen könnten, ab morgen könnte es losgehen. Und ab 26. September geht es halt wirklich los. Und dann wird natürlich der Vorstand gewählt. Wir haben schon fix abgehalten mit Gründungsmitgliedern, alle zwei Wochen.
Am Donnerstag ist immer alle zwei Wochen dieser Termin, wo sich Vorstandskandidaten vorstellen konnten. Und wir hatten am Anfang 14 Personen. Wir haben aktuell 10 für 7 Positionen. Daniel wird als stellvertretender Vorstandsvorsitzender kandidieren, ich als Vorstandsvorsitzender, Matthias Steger als Finanzvorstand. Und dann haben wir eben noch vier weitere Personen, beziehungsweise dann mehr auf diese vier Positionen.
Und wir haben, glaube ich, alles Menschenmögliche gemacht, dass wer sich informieren will, alles sehen kann. Wirklich alles ist öffentlich. Es gibt nichts, was nicht öffentlich ist. Also die Satzung ist öffentlich, die Beitragsordnung, die Ziele, die Vision, die Mission. Die Gründungsmitglieder sind öffentlich, die Vorstandskandidaten, die Menschen dahinter, die Unternehmen dahinter. Also eigentlich alles ist öffentlich. Sogar der Telegram-Chat ist öffentlich.
Man muss sich allerdings nur bewerben, um reinzukommen, um mitschreiben zu können. Genau. Also da sind wir, glaube ich, sehr, sehr transparent aus vielen Gründen. Und dann, wenn das getan ist, dann geht es natürlich direkt weiter. Wir haben beispielsweise, also am Donnerstag ist ja die Gründungsversammlung, kurz darauf ist die Bits and Pretzels, die größte FinTech-Konferenz in mindestens Deutschland. Ja, Startup-Tech-Konferenz. FinTech ist nur ein kleiner Teil da. Genau.
Also es ist nicht nur FinTech, es ist auch Tech und Startup allgemein. Wird auf jeden Fall dieses Jahr 7.500 Menschen nach München bringen. Zwei Tage, glaube ich, sehr, sehr gute Vorträge, Panels und Fireside-Chats. Und der dritte Tag dann das Highlight für viele. Auf dem Oktoberfest ein Zelt mit sehr vielen Gründern und Interessierten, die dann dort trinken und sprechen werden.
Und Daniel und ich, das ist ja zumindest teilweise auch bekannt, haben da hart dafür gearbeitet, dass da auch bestimmte Personen aus dem Bitcoin-Space kommen werden. Und das wollen wir jetzt gar nicht spoilern, weil das wird sowieso bald auch auf der Bits and Pretzels Homepage kommen. Aber was wir, glaube ich, sagen können, ist, dass wir auch an einem Side-Event arbeiten, um Bitcoiner an Bits and Pretzels anzudocken.
Das heißt, es wird in München ein Bitcoin-Side-Event für Bits and Pretzels geben. Wir haben schon einen Stargast, da weiß ich nicht, ob wir es sagen können. Ich glaube, wir haben eigentlich heute das 100-prozentige Jahr bekommen. Aber von daher, glaube ich, können wir es sagen. Es ist Jack Mellors von Strike. Ich glaube, das ist einer der bekanntesten Bitcoiner mit am meisten Ahnung. Ich kann dann nur jedem empfehlen, erstens auf unsere Website zu gehen und auf Bitcoin zu klicken.
Dann steht, was wir von Bitcoin denken. Und dann seht ihr das Video von Jack Mellors auf der Bitcoin Prag, wie er Proof of Work erklärt. Und das ist quasi eines der besten Vorträge, die ich je gehört habe. Und deswegen sind wir, glaube ich, sehr, sehr froh, dass Jack quasi sich bereit erklärt hat, zu unserem Side-Event zu kommen. Und darum werden wir halt jetzt einiges bauen, was in den nächsten Wochen dann bekannt wird. Vielleicht dann noch so ein bisschen mehr Zusammenhang.
Ich glaube, dass der Hauptgrund, warum jetzt der Bundesverband so funktioniert, ist, glaube ich, auch, weil das Bitcoin-Unternehmertum in Europa, ich meine grundsätzlich auf der ganzen Welt, aber auch in Europa und in Deutschland langsam zunimmt. Und es immer mehr Unternehmen gibt, die sich entweder nur mit Bitcoin beschäftigen oder nur auf Bitcoin bauen und das ganze Krypto-Thema und Blockchain-Thema sozusagen links liegen lassen.
Und deswegen entsteht auf einmal auch ein Bedürfnis, dass diese Unternehmen sich zusammentun und auch dort gemeinsam kooperieren und gemeinsam arbeiten. Und dieses Potenzial besteht aber jetzt auch auf der Start-up- und Tech-Ebene sozusagen. Also wir sehen hier ein Wachstum. In den USA ist das schon relativ weit vorangeschritten. Da gibt es relativ viele Bitcoin-only-Venture-Capitalists. Es gibt ein sehr gutes Ökosystem. Es ist viel Liquidität vorhanden in den Märkten.
Deutlich mehr im Vergleich zu was wir in Europa sehen und in Deutschland sehen. Und das kann jetzt langsam mal angekurbelt werden, aber gleichzeitig auch mit der klassischen Start-up-Industrie vernetzt werden, weil im Endeffekt, was wir hier haben mit Bitcoin, ist ein Wachstumsmarkt. Und Wachstumsmärkte haben logischerweise immer ihren Platz auf den Innovationstech-Konferenzen, Start-up-Konferenzen.
Und mit Bits and Bratzels haben wir da eine der Start-up-Konferenzen, ich würde sagen so die drittgrößte in Europa oder die drittwichtigste in Europa neben Slush und WebSummit, wo natürlich auch andere Start-up-Konferenzen gucken, was machen die, was sind die Themen, die die behandeln. Und so können wir Bitcoin-only unabhängig von Crypto und Blockchain auch in die anderen Konferenzen weiter reintragen.
Und wir haben jetzt neben dem Vortrag mit Jack und auch Side-Events und noch ein paar weiteren Themen, gibt es tatsächlich auch sieben Bitcoin-Start-ups. Also Bitcoin-Start-ups, die auf der Konferenz ausstellen unter der Kategorie oder unter der Branche Bitcoin. Und das ist schon sehr, sehr geil zu sehen, was da für eine Entwicklung stattfindet.
¶ Wie geht es nach der Gründung weiter?
Mega. Das heißt, ihr startet dann, dann seid ihr auf der Bits and Bratzels und dann, jetzt hatte ich das vorhin so verstanden, wie kann man sich jetzt den Alltag vorstellen? Wartet ihr, dass irgendwie so ein Schreiben kommt, wo ihr um eure Meinung gefragt werdet oder seid ihr die ganze Zeit mit Abgeordneten Connections bauen, sagen wir mal, oder macht ihr Projekte? Wie sieht so der Alltag aus, den ihr dann vor allen Dingen ab dem 26. vor euch habt?
Ja, ich glaube, was wichtig ist zu verstehen, ist, dass wir quasi im Vorstand Experten haben für ihr Thema. Also ich bin, der Lobbyist in Anführungszeichen, ich habe das auch auf der Webseite so spaßig jedem einen Titel gegeben. Und das heißt, jeder steht für irgendwas. Der eine steht für Lightning-Zahlungen, der andere steht für, gut, Daniel für wahrscheinlich Lightning B2B. Netzwerk, Education, Orange Block, Orange Pillen. Das heißt, jeder hat irgendeine Aufgabe oder irgendeine Funktion.
Und wir werden auch, das ist auch vielleicht eine Sache, die nennenswert ist, weil wir gesehen haben, dass wir einfach so viel Interesse haben, sich einzubringen, aber nicht genug Vorstandspositionen haben. Du kannst ja nicht 20 Vorstände wählen. Ich habe jetzt gesagt, mein Ziel war 5 bis 7. Nachdem jetzt 14 sich gemeldet haben, habe ich gesagt, okay, lass uns 7 machen. Das ist, glaube ich, noch vertretbar. Alles darüber hinaus wird dann, glaube ich, schon einfach zu schwierig.
Und die Menschen, die jetzt nicht in den Vorstand kommen, die wollen sich ja trotzdem einbringen. Und deswegen haben wir jetzt gesagt, lass uns Ausschüsse bilden. Es gibt zum Beispiel den Ausschuss mit Konner als Zahlungsmittel. Und dann hast du einen Ausschuss, wo es eine eigene Ausschussordnung gibt, die an die Satzung angedockt ist. Und jeder Ausschuss hat einen Ausschussvorsitzenden oder eine Vorsitzende und verschiedene Personen.
Und das heißt, du kannst dann einen kompletten Ausschuss mit, keine Ahnung, 10 Ausschüssen bilden, die unter dem Vorstand hängen und einzelne Themen voranbringen. Und das können die machen, natürlich wie sie wollen. Die werden dann natürlich auch in die Vorstandscall eingeladen. Die haben da aber relativ freie Hand zu gewissen Themen und können dieses Thema, wo sie Experte oder Expertin sind, voranbringen. Und das betrifft halt auch Education oder Kommunikation mit Politikern oder Sonstiges.
Und letzten Endes hast du natürlich einfach regelmäßig Einladungen zu irgendwelchen Veranstaltungen von BMF, von Lindner, von der Partei, der Partei, der Partei. Dann hast du den Gesetzgebungsvorschlag und die Änderung. Das heißt, du hast im politischen Berlin, und ich wohne ja hier in Berlin aus dem Grund, jede Woche irgendwas, wo du hingehen könntest. Und da musst du natürlich gucken, wer sitzt in Berlin oder dann halt natürlich auch in den Bundesländern.
Also in Bayern passiert ja auch viel und Daniel sitzt ja dort. Hast du natürlich die Möglichkeit, zu diesen Veranstaltungen zu gehen, in den persönlichen Austausch zu gehen mit den Politikern, mit den Abgeordneten und dann halt eben, wenn eine Stellungnahme gefordert wird, die zu verfassen. Das heißt, du hast halt wirklich sehr viele Möglichkeiten, was du machen kannst. Vieles von dem, was wir jetzt vielleicht sagen, ist aber vielleicht meistens einfach nur im Daniel oder meinem Kopf.
Und wir haben ja dann einen Vorstand mit sieben Personen, die genau dafür verantwortlich sein werden. Was machen wir wann? Wie priorisieren wir? Was denken wir als Vorstandsteam, was am besten ist? Aktuell ist natürlich einmal noch viel von uns, weil wir das initiieren. Aber in drei Wochen sieht es anders aus und dann hast du einen Vorstandsorgan, der diese Entscheidung treffen wird.
Also ich würde sagen, so aktive Arbeit sieht so aus, dass wir sehr viele Absprachen wahrscheinlich haben werden, vor allem in der Anfangsphase, bis sich das was gelegt hat. Und vor allem auch das operative am Anfang mit übernehmen müssen, also Mitglieder verwalten, Mitgliederlisten führen, Zahlungen verwalten für die Mitglieder, dann Newsletter schreiben, die Mitglieder über alles Mögliche informieren, was passiert und solche Sachen.
Das sind so undankbare Aufgaben, die man natürlich im Ehrenamt ungerne macht, aber die müssen vor allem in der Anfangsphase gemacht werden, bis man dafür jemanden auch einstellen kann. Von daher, das gehört auch zum Alltag mit dazu.
Und ich persönlich zum Beispiel habe mir rausgesucht, dass ich meine Erfahrungen aus dem Netzwerk und Community aufbauen, sowohl bei 21 als auch bei Value of Bitcoin jetzt sozusagen in die Politik übertrage und mich dann noch proaktiv damit beschäftige, wie kann ich dafür sorgen, dass in jeder Partei so eine Art Orangeblock entsteht. Wichtig, diese Idee ist nicht von mir, die kommt tatsächlich von einem ehemaligen FDP-Politiker.
Die Idee ist, dass quasi eine Anlaufstelle in jeder Partei vorhanden ist, wenn das Thema Bitcoin aufkommt, dass die Leute wissen, ah ja, hey, wir haben doch hier unseren Orangeblock, da gehen wir mal hin. Aber dann natürlich auch über dem Verband diese orangenen Blöcke innerhalb der Partei miteinander parteiübergreifend zu vernetzen.
Und ich weiß noch nicht genau, was da die Aufgaben genau sein werden, aber ganz klar ist natürlich erst mal zu identifizieren, wer sind denn eigentlich die Bitcoiner, die in den Parteien vorhanden sind und was haben die bisher, zu verstehen dann auch, was haben die bisher gemacht und ihnen dann Ideen mit auf den Weg zu geben von den Erfahrungen, die wir gesammelt haben, was denn vielleicht gut funktionieren könnte auch innerhalb von
Parteien und da die Bitcoin-Community nicht nur, die Bitcoiner zu identifizieren und zu einer Community sozusagen zusammenzutragen. Das ist tatsächlich was, wo wir schon länger dran arbeiten, gemeinsam mit einer Initiative, und die uns da unterstützt. Und ich glaube, das ist ein sehr, sehr wichtiger Weg, der vielleicht von vielen unterschätzt wird, weil du musst dir mal vergegenwärtigen, wie Gesetze entstehen oder was Bundestagsabgeordnete für einen Einfluss haben.
Natürlich, letzten Endes sind die, die stimmen für Ja, Nein oder Enthaltung, aber die haben alle ein Team. Jeder Bundestagsabgeordnete hat mindestens drei bis fünf Mitarbeiter, die Referenten, die die ganze Arbeit quasi machen im Sinne von Screening, Informationen bereitstellen, zusammenfassen und aufgrund dieser Informationen, die dem Abgeordneten bereitgestellt werden, wird dieser Abgeordnete die Informationen treffen. Und jetzt musst du dir noch mal überlegen, wie das funktioniert.
Der, der dir die Informationen gibt, bestimmt quasi mit, wie die Entscheidung ausfällt. Und dementsprechend ist es natürlich wichtig, nicht nur mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen, sondern mit den Referenten, mit denen, die die Arbeit machen, den hilfswissenschaftlichen Mitarbeitern. Und da gibt es, glaube ich, viel, viel mehr Bitcoiner, als man denkt. Und das wissen wir auch mittlerweile schon.
Also, wenn innerhalb dieses Gesetzesprozesses, wenn es gerade so auch Events gibt, so war meine bisherige Erfahrung, ich war, keine Ahnung, vor ein paar Jahren mal in so einem Gesetzgebungsprozess involviert und da gab es halt auch das ganze Thema, ne, Agenturen, die irgendwas noch mal aufarbeiten, zusammenfassen von irgendwelchen größeren Events drumherum, wo ja auch, also dieses, im Hinten raus ist ja, ist ja noch mal ganz viel Interpretationsspielraum im
Zweifel von dem, was die Leute vorne gesagt haben und dann in der ganzen Konsolidierungskette, bis es dann tatsächlich in den Gesetz gegossen wird, mit den Leuten auch irgendwie ins Gespräch zu kommen, wahrscheinlich ein Riesenthema. Klar, das ist natürlich ein bisschen schwieriger, weil du weißt nicht, wer wen beauftragt.
Aber ich glaube, deswegen ist halt das Wichtigste, dass wenn du jetzt eine Person bist im Bundestag, die einen Ausschuss zum Beispiel leitet oder eine Person wie Frank Schäffler, der ja bewiesenermaßen extrem viel für den Kryptostandort Deutschland gemacht hat, da ist es einfach enorm wichtig, wer sein Büroleiter ist. Weil der Büroleiter ist letzten Endes der, der das absegnet, was vielleicht diese PR-Agentur ihm vorlegt.
Und ich glaube, diese PR-Agentur kommt davor, die bereitet es auf und dann geht es zum Büroleiter und Büroleiter gibt es weiter zu dem Abgeordneten. Das heißt, du kannst dir den Schritt davor eigentlich sparen und nur zum Büroleiter gehen, wenn es den Sinn hat. Wie können Leute euch unterstützen?
¶ Wie kann man unterstützen?
Na ja, wie gesagt, ich glaube, die beste Unterstützung ist als natürliche Person. Und ich weiß ja, wie hart es ist, einen Bitcoin-Only-Job zu bekommen oder bei einer Firma zu arbeiten, die bereit ist, Mitglied in so einem Verband zu werden. Das heißt, ich weiß, wie viele Bitcoiner es gibt, die alles dafür geben würden, einen Bitcoin-Only-Job zu bekommen und die haben einen Fiat-Job, ja davon wegzurennen.
Auch diese Menschen haben die Möglichkeit, uns zu unterstützen und das ist eben durch die ehrenamtliche Arbeit. Und sich einbringen, das, wofür sie glauben oder das, für was sie stehen, einzubringen, den Verband in jeder Art und Weise zu unterstützen. Das ist ja ganz, ganz unterschiedlich, was man machen kann. Also wir haben zum Beispiel auch gesagt, wer kann denn Fotos machen, wer kann denn Videos machen. Auch solche Menschen brauchen wir logischerweise.
Also wir brauchen eigentlich jeden und jede und die kann sich einfach operativ einbringen. Wir sind auch nach wie vor natürlich offen für wirklich gute Personen, die sich als Vorstand aufstellen lassen. Letzten Endes, jeder, der denkt, er hat da gute Chancen oder will das machen, kann bis zum 26. September sagen, okay, ich will mich als Vorstand aufstellen lassen und dann wird diese Person gewählt oder nicht. Das heißt, auch dieser Weg ist offen.
Mitglied werden kann sowieso quasi fast jeder, also insbesondere Bitcoin-Unternehmen. Man muss natürlich immer gucken, also natürlich wird nicht jedes Mitglied oder jedes Unternehmen Mitglied bei uns. Das muss ja auch Sinn machen für das Unternehmen. Aber grundsätzlich sind wir dann natürlich sehr, sehr offen und ich glaube, das sind so die besten Wege und ansonsten, wie gesagt, wenn man Satoshi übrig hat, freuen wir uns definitiv über Spenden.
Aber das ist das, was mir so als erstes spontan einfällt. Ja, und natürlich spread the word, die Folge teilen, über den Verband reden, sich die Webseite anschauen und wenn man das cool findet, was da passiert und das unterstützen möchte oder selbst noch nicht die Zeit hat, das zu unterstützen, einfach teilen, einfach liken, reicht ja schon aus, um mehr Leute zu erreichen.
Vielleicht gibt es da draußen jemanden in deinem bekannten Freundeskreis, was auch immer, der genau perfekt nach sowas gesucht hat und gerne Mitglied im Verband werden möchte. Und jetzt für die Leute, die vielleicht jetzt noch so ein bisschen skeptisch sind, weil ihr vielleicht erst mal zeigen müsst, was ihr denn quasi in der Lage ist, leisten zu können, wo kann man euch dann, sag ich mal, folgen, euch beobachten?
Also gibt es irgendwelche Newsletter, gibt es irgendwie auf Social Media, dass ihr da halt irgendwie Meilensteine oder sonst irgendwie sowas dann announcen wollt? Also quasi, dass man dieses passive Verfolgen machen kann und vielleicht dann in einem halben Jahr sehen kann, jo, ihr habt so viel geleistet irgendwie, okay, jetzt möchte ich doch gerne Mitglied werden und mich doch da, euch dabei unterstützen.
Klar, also wir haben natürlich, also Daniel und ich haben ja letztes Jahr schon mit Bitcoinern und Bitcoin-Unternehmen gesprochen und natürlich ist man erst mal skeptisch. Also ich wäre auch skeptisch, wenn da zwei Menschen ankommen und sagen, hey, wir gründen jetzt das und das und wir werden Bitcoin-Gesetze ändern. Wir können ja alle sehr, sehr gut reden und sehr, sehr viel reden, aber letzten Endes wirst du halt gemessen an dem, was du machst.
Und das konnten wir noch nicht machen, weil wir ja noch nicht gegründet sind. Und dementsprechend ist es natürlich ganz, ganz wichtig, dass, wir wollen niemanden überzeugen, Mitglied zu werden. Genauso wenig, wie ich will, dass irgendeine Person Bitcoin kauft. Was wir machen können, ist sagen, was wir machen, wofür wir stehen und wofür wir kämpfen. Und jede Person muss dann selber die Entscheidung treffen.
Und wenn man das verfolgen will, was wir machen, dann am besten auf Twitter, also einfach bei ex@btcverband. Ich glaube, wie gesagt, das ist so einer der Kanäle, wo wir volle Transparenz machen. Also jede Woche mache ich quasi einen Statusbericht, da steht, wie viele Gründungsmitglieder wir haben, was ist das neueste Thema, zum Beispiel Abstimmung über unsere Abkürzung, Abstimmung über das Thema Diversität. Die Webseite wurde aktualisiert. Ich glaube, da hat man einen sehr, sehr guten Überblick.
Im Telegram-Channel kann man live mitdiskutieren, kann man Einfluss nehmen. Da gibt es verschiedene Untergruppen. Zugang einfach über die Webseite. LinkedIn, logischerweise für die Business-Kontakte, Unternehmen, glaube ich, ein wichtiger Kanal. Und wir haben natürlich einen eigenen Podcast und YouTube-Channel, BTC-Verband, Bitcoin-Bundesverband.
Und da haben wir aktuell eine Folge oder zwei, also eine Langfassung, eine Kurzfassung, wie Daniel und ich den Bitcoin-Bundesverband erklären, weil wir sagen, erst nach der Gründung und nach der Wahl des Vorstands werden wir weitere Podcast-Folgen veröffentlichen. Dafür haben wir ein Podcast-Team. Wir haben uns überlegt, was wir machen. Ich glaube, da haben wir eine sehr, sehr gute Vision. Und das werden wir nach dem 26. September umsetzen.
Ich glaube, das sind so die besten Kanäle, plus natürlich die Webseite bitcoin-bundesverband.de. Und dann ist man, glaube ich, geollen spielt, was den Bitcoin-Bundesverband angeht. Genau. Wenn man da Mitglied werden möchte, einfach momentan bei Philipp und mir melden. Wir verwalten dann die Mitgliederliste und informieren dann über die Details zur Gründungsversammlung. Und vielleicht auch noch so ein wichtiger Punkt. Man hat jetzt schon gehört, es ist viel zu tun.
Von daher, wenn ihr euch angesprochen fühlt, wenn ihr ein bisschen Zeit habt, kommt gerne mit rein, kommt dazu. Wir halten das auch relativ simpel. Auch der Bitcoin-Bundesverband oder Bitbu, wie ich ihn wahrscheinlich nennen werde, braucht dich und wir werden das so nach dem Prinzip ähnlich wie bei 21 halten. Der Bitbu ist das, was du draus machst, sozusagen.
Aber, und das ist, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Punkt, egal was passiert im Bundesverband, das Ganze muss zu 100 Prozent politisch neutral passieren, weil wir alle mit allen Parteien sprechen und mit allen Parteien weiterhin sprechen wollen. Das heißt, egal was an Content produziert wird, egal in welcher Form man sich beteiligt, man muss dafür offen sein, mit allen zu sprechen und auch mit allen einen fairen Umgang zu pflegen.
Genau, und ich glaube, um auf einer Seite alles Wichtige zu haben, einfach auf die Webseite gehen und dort gibt es einen One-Pager und in diesem One-Pager steht unsere Mission, unsere Vision, unsere Ziele, wofür wir stehen, wofür wir kämpfen und alle Links. Ich glaube, wenn man eine Seite liest, dann vielleicht das.
Und wenn jetzt jemand hingeht und sagt, ich kann toll fotografieren, toll Webseiten bauen, ich bin ein großartiger Copywriter für Newsletter, ich kann euch helfen, keine Ahnung, schwere Dinge zu Events zu tragen, whatever, dann wenden sie sich am besten wohin?
Na, die können sich entweder, wenn sie jetzt nicht unbedingt auf Social-Media-Kanälen unterwegs sind, können sie einfach auf die Webseite gehen, unten ist das Kontaktformular oder natürlich per E-Mail, die steht auch auf der Webseite, das ist in dem Fall, also klassisch info@bitcoin-bundesverband.de oder einfach philip@daniel@, das sind die drei E-Mail-Adressen, die wir aktuell haben. Oder halt einfach über Telegram, X, Twitter, LinkedIn, überall.
Wir bekommen alles mit über die offiziellen Kanäle und natürlich auch über die persönlichen Kanäle. Werden wir alles auf jeden Fall verlinken, damit die zu unseren Zuhörern und Zuhörer
¶ Verabschiedung und Outro
euch entsprechend finden, wenn sie euch kontaktieren wollen und wenn ihr Unterstützung dabei braucht, dann irgendeiner Form, dann könnt ihr natürlich euch uns an uns wenden, wir geben das dann gerne auch weiter an der Stelle und stellen da den Kontakt her, sofern nötig. Gut. Sehr cool. Martin, haben wir noch was? Ich glaube, das Einzige ist zu sagen, vielen, vielen Dank euch beiden und an alle da draußen - focus on the signal, not on the noise. So ist es. Ciao, ciao. Bis dahin.
