Nodesignal-Talk - E193 - Mining Pools: Gefahr für Bitcoin? - podcast episode cover

Nodesignal-Talk - E193 - Mining Pools: Gefahr für Bitcoin?

Jul 26, 20241 hr 12 minSeason 2Ep. 193
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Episode description

Wir sprechen noch einmal mit WantClue zum Thema Mining. Dieses Mal soll es in Ergänzung zum PoolMining der letzten Folge, um mögliche Fallstricke im Hosted Mining gehen und worauf ihr achten solltet, wenn ihr mit dem Gedanken spielt, mit dem Mining anzufangen.
Von und mit

- Martin

- Calso

- WantClue

Produziert und geschnitten: Calso

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Block 850277

Transcript

CalsoCalso

Herzlich willkommen bei Nodesignal, deine Bitcoin-Frequenz. Ich bin der Calso und heute habe ich mal wieder die wunderbare Node Martin connected. Hello. Und wie zuletzt und schon angekündigt mehr oder weniger, haben wir ein Follow-up und wir haben den Gast WantClue da. Hallo, grüß dich. Ja, schönen guten Abend. Hi. Um uns zu synchronisieren, bevor wir es vergessen, hat einer die Block-Zeit für mich.

Gerne auch, wenn die Node gerade abgeraucht oder am synchronisieren ist, mal ausnahmsweise vom Mempool. Ja, ausnahmsweise kann ich das mal tun. Schauen wir mal rein. Da sind wir bei der 850277. Das kann ich bestätigen. Perfekt, dann sind wir synchron. Das habe ich auch. Oh, da kommt der nächste Block rein. Und wir haben beim letzten Mal schon über die Mining-Pools gesprochen und wir sind gar nicht fertig geworden. Irgendwie kamen wir von einem Thema ins andere.

Wir haben so viele Themen offen gelassen und wir haben gemerkt im Nachgespräch, da muss auf jeden Fall noch was folgen. Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob wir es schon angekündigt hatten in der Folge, aber hey, hier, tada, jetzt kommt das Update. Jetzt kommt die zweite Version und wir haben im letzten Mal ab und an kurz mal den Aluhut aufgesetzt und heute haben wir einfach von Anfang an auf. Wir wollen mal so ein bisschen Kritik äußern. Wir wollen ein bisschen bashen.

Wir wollen ein bisschen Erfahrungsberichte austauschen und wir wollen euch helfen, Risiken zu vermeiden, wenn es darum geht, mit dem Mining anzufangen, sich vielleicht mal auszuprobieren, selbst zu minen oder bei einem Anbieter ein Mining-Paket zu buchen.

Wir wollen einfach mal drauf schauen, worauf muss man achten, wo sind so ein bisschen die Fallstricke "Don't trust, verify" und ab welchem Punkt muss man dann doch das Vertrauen überwiegen lassen, weil man nicht mehr verifizieren kann, einfach mal abklopfen, wo da die Risiken sind. Martin, du hattest so eine schöne allgemeine Frage zum Start für dieses Thema. Kriegst du die nochmal zusammen?

Na, die grundsätzliche Frage, die ich relevant finde, ist, wir haben jetzt das ganze Basiswissen rund um die Mining-Pools das letzte Mal aufgebaut und jetzt ist die Frage, was macht man mit diesem Wissen, was einem tatsächlich einen Vorteil bringt, wenn man mit Mining, vor allen Dingen mit Remote-Mining, wo man wenig Kontrolle selber hat, aber auch wenn man mit seinem eigenen Bit-X zu Hause anfängt zu minen oder sonstigen Minern, was macht man dann damit besser, welche

Risiken kann man umgehen mit diesem Wissen und wie kann man sich beziehungsweise auch das, keine Ahnung, Payout-Schemes oder sonstiges optimieren, um einfach zu gucken, dass man aus dem Mining das rausbekommt, was man haben möchte und möglichst wenig Probleme am Ende damit hat. Und das wäre vielleicht so ein Thema, OneCrew, du bist ja nicht nur, was Pools angeht, versiert, sondern insgesamt rund um dieses ganze Thema Mining.

Vielleicht magst du mal so einen Rundumschlag auf einer hohen Flughöhe geben, Thema Remote-Mining oder mit dem Mining anfangen. Was sind so die kritischsten Punkte, wo Dinge einfach schief gehen können, die man vielleicht auch nicht so auf dem Schirm hat? Ja, grundlegend ist das natürlich eine ganz spannende Frage und die ist leider, also darf man jetzt auch nicht falsch verstehen, in 99 Prozent der Fällen sehr, sehr individuell.

Es kommt ja schon drauf an, wie man sich das Ganze vorstellt, wie möchte man anfangen? Möchte man bei sich zu Hause was stehen haben oder ist man eher so ein Cloud-Fan? Also Thema Remote-Mining, ist das eher eine Thematik für einen? Oder sagt man, man möchte auch vielleicht ein bisschen autark das Ganze machen, also Stichwort mit Sonnenstrom oder Hydropower etc. Das sind ja alles so grundlegende Einsteiger-Themen, auf denen dann ganz, ganz viel aufbaut. Aber das ist eigentlich wie beim Hauskauf.

Man geht da nicht los und kauft sich schnell mal eins, das man gut findet, sondern man schaut sich an, was gibt es, was habe ich für verschiedene Bausubstanzen und das ist hier so auch das ähnliche Thema eigentlich. Man muss für sich selber festlegen, was kann ich machen, was möchte ich machen und wo möchte ich hin? Und darauf aufbauend kommen dann auch so Fragen wie, welcher Pool wäre denn was für mich oder auch welches Payouts Scheme wäre was für mich?

Also wie möchte ich meine Rewards am Ende des Tages dann erhalten? Oder auch, wo stecke ich meine Hashrate hin und kann ich dann auch den Endabnehmern dieser Hashrate vertrauen oder nicht? Und das Ganze splittet sich so ein bisschen auf, schon ab Anbeginn der Zeit eigentlich, weil man ja schon sehr, sehr unterschiedlich an das Thema rangeht. Nehmen wir jetzt mal den Standard jetzt in Deutschland, weil das ist ja für die meisten hier greifbar.

Da kann ich gleich vorwegnehmen, also wenn jemand von euch, von den Zuhörern sich gerne eine Maschine im Keller stellt und das Ding dann da betreiben möchte, ja, dann kann ich eigentlich nur davon abraten, bei den deutschen Strompreisen ist das keine gute Idee, außer ihr möchtet euer Fiat verbrennen. Ist ja auch nicht verkehrt, aber das ist halt einfach aus ethischen Gründen. Das ist bestimmt lobenswert.

Kannst du ganz grob sagen, wo liegt aktuell der, das kommt wahrscheinlich auch wieder individuell auf das Setup an, aber gibt es so einen Centwert oder so einen Betrag, wo man sagt, ab hier könnte es Sinn machen, ab hier wird es langsam spannend? Also bei Bitcoin mit der aktuellen Difficulty und der aktuellen Network Hashrate liegt man so zwischen 7,2 bis 8,5 Cent. Wenn man da drunter liegt, unter diesem Bereich pro Kilowattstunde, dann lohnt sich Mining.

Alles darüber ist, man gibt mehr Geld für den Strom aus, als das man rausbekommt, wenn man direkt Bitcoin in Euro umrechnet. Da hattest du eigentlich auch schon einen guten Punkt angebracht, den ich so gar nicht mit aufgenommen hatte. Man kann natürlich auch ethisch das Ganze angehen und vielleicht überlegen, okay, gut, vielleicht habe ich dann am Tag zwei Euro Verluste.

Insofern ist das dann ja auch ganz positiv, weil das will ich jetzt gar nicht anschneiden, ich bin ja auch kein Steuerberater, aber das vielleicht steuerliche Begünstigung haben kann, weil man ja keinen Profit macht. Nur mal so, um das in den Raum zu werfen, ohne darüber wirklich aktiv zu sprechen. Das kann natürlich auch ein Thema sein. Aber man merkt schon, kleine Entscheidungen haben einen riesen Effekt und das baut halt alles aufeinander auf.

Und es kommt dann auch viel darauf an, was man gerne möchte. Der normale Otto Normalverbraucher, wie ich den immer gerne zur Hand nehme, der Deutsche, der sagt, er möchte gerne sich mit der Thematik auseinander setzen. Er sieht Mehrwert darin, Bitcoin zu minen, statt direkt zu kaufen, vielleicht als Beispiel.

Dann ist natürlich dieses Argument dessen, dass man sich sowas wie Remote Mining, also ich hoste irgendwo eine Maschine, die steht dann in irgendeiner Farm, wird dann da mit Strom und kühler Luft befeuert. Das ist dann schon sehr attraktiv und das ist auch, dass es viele machen. Und das hat aber auch gleichzeitig viele Vor- und Nachteile mit sich. Man hat keine teuren Stromkosten wie die hier in Deutschland, man hat keine Lautstärke im Keller, man muss sich nicht um die Kühlung kümmern.

Das ist natürlich sehr angenehm. Das ist im Prinzip dasselbe, wie wenn man darüber nachdenkt, ob man als Firma seine Webseite zu Hause im Keller hostet oder irgendwo im Datencenter. Selbes Prinzip, da brauchen wir gar nicht drüber sprechen. Aber der Punkt ist, und das ist auch bei dem Vergleich sehr ähnlich, man gibt Kontrolle ab in jeder Hinsicht, sofern man alles nicht selber macht. Und ich will auch, auch wenn ich gerne den Aluhut auf habe, nicht sagen, man muss alles selber machen.

Aber nur wenn man alles selber macht, hätte man 100 Prozent Kontrolle. Und das ist nun mal einfach in Deutschland nicht zu erreichen, wenn man das profitabel machen möchte oder wenn das der Anreiz ist, sagen wir mal. Deswegen gibt es diese Möglichkeiten ja überhaupt. Weil diese Maschinen sind nicht dafür ausgelegt, dass du sie dir ins Wohnzimmer stellst. Die sind kein Eyecatcher und die machen Lärm und warme Luft. Die kann man vielleicht nutzen und es gibt ja viele Leute, die das dann machen.

Aber ich entferne mich schon wieder vom Hauptthema, weil man merkt schon, man geht in eine Schiene rein und kann die exzessiv weiter vertiefen und schon ist man ganz woanders, obwohl man eigentlich über das Hauptthema reden möchte. Und das ist so ein bisschen auch das, was Mining so mit sich führt. Es fängt an, wie möchte ich das Ganze angehen? Möchte ich das bei mir machen? Möchte ich das irgendwo im Hosting machen? So, dann ist man schon beim nächsten Thema.

Alles klar, welche Bitcoin-Adresse nehme ich? Da gibt es ja auch Unterschiede dann. Wobei das nicht ganz so wichtig ist. Dann sucht man sich den Pool-Betreiber aus. Eigentlich ist das so auf der gleichen Ebene wie beim Hosting. Wenn wir jetzt mal sagen, der Orthonormalverbraucher, der wird Hosting wählen. Ist einfach so. So, der nimmt sich sein Hosting. Jetzt ist es wichtig und das ist auch schon mal so ein Disclaimer vorweg an jeden, der überlegt vielleicht so was mal in Angriff zu nehmen.

Ich weiß, wir hassen Verträge und die haben alle viele, viele Seiten. Aber das ist wirklich das einzige Mal in eurem Leben, wo ich jedem das ans Herz lege, lest euch das durch. Weil es gibt viele Punkte in diesen Verträgen, die können euch das Genick brechen. Und da reden wir dann über Downtime, also wann die Maschine nicht läuft, wie wird das gehandhabt. Da reden wir über, wo läuft eure Hashrate hin? Da reden wir über, habt ihr Zugriff, ist das wirklich physisch eure Maschine oder nicht?

Und ihr merkt schon, das wird immer eine größere und größere Bubble. Das ist auch das Problem mit diesem Thema. Wir haben beim letzten Mal viel über Pools gesprochen. Darüber werden wir natürlich heute auch ein bisschen sprechen. Aber es ist auch so dieser Punkt hinzu, okay, ich habe jetzt einen Hosting-Vertrag, ist der überhaupt passend für mich?

Und da sage ich ganz klipp und klar, wer sich den Vertrag nicht von oben bis unten komplett durchliest und das verstanden hat, was da drin steht, sucht euch Hilfe. So, weiß ich nicht. Also das geht nicht anders. Das ist dann wahrscheinlich nicht das Richtige. Genau. Ja. Also es gibt ja diverse Anbieter, die das möglich machen wollen oder die das anbieten, das man in der Ferne meint.

Und ich glaube, sobald man ernsthaft in Größen gehen will, wo es sich dann lohnt, also ab von, dass man jetzt hier Nebennutzen hat von Heizen und so weiter, wenn ich jetzt wirklich Kohle machen will, wenn ich irgendwie im besten Fall Bitcoin, das Preisentwicklung outperformen will, wenn ich einen Hedge haben will gegenüber der Preisentwicklung, dann gehe ich zu diesem gehosteten Mining und ich brauche als Laie oder als Anfänger nochmal ganz kurz so eine Info, was ist der Unterschied?

Für mich war das immer irgendwie das Gleiche, aber wahrscheinlich ist es komplett was anderes, es ist Cloud Mining und gehostetes Mining nennt ihr es oder gibt es einen anderen richtigen Begriff? Ne, ne, das ist schon richtig. Also da gibt es einen exorbitanten Unterschied. Ganz spannend, das ist so nice to know, aber bringt einem nicht wirklich weiter. In Kanada beispielsweise ist Cloud Mining verboten, das ist per Gesetz als Scam deklariert, das ist nicht erlaubt da drüben.

Was ist jetzt Cloud Mining? Cloud Mining ist, du gehst auf eine Webseite, du siehst da irgendeinen Anbieter, der sagt hier kannst du bei mir Cloud Mining betreiben, bedeutet du gibst einen bestimmten Betrag x aus und kriegst dafür über einen Zeitraum von beispielsweise zwei Jahren Hashrate sowieso bereitgestellt. Du kriegst nicht die Maschine, du kriegst nur die Hashrate. Also du hast auch keinen Zugriff auf die Maschine, sonst was, sondern du kriegst nur die Hashrate.

Du kaufst also Hashrate. Beim Hosting kaufst du dir im besten Fall, da gibt es auch noch Abstufungen, wirklich so gesehen den Lagerplatz irgendwo im Regal, wo dann deine Maschine, die du auch gekauft hast, steht oder die du geleast hast über den Zeitraum. Es gibt wie gesagt unterschiedliche Modelle, die steht da physisch und im besten Fall hast du da Zugriff drauf. Im schlechtesten Fall hast du da keinen Zugriff drauf. Das ist der Unterschied.

Ah ok, ok. Also Cloud Mining kann schon sehr schnell dahin gehen, dass es wie so ein Ponzi Scheme, Schneeball System, dass einfach Leute was einzahlen und man weiß nicht so wirklich, passiert da wirklich was mit Mining oder zahlen die einfach nur von meinem Geld, die die als nächstes kommen aus oder die, die schon länger drin sind aus. Exakt. Ok. Und ja, Hosting heißt, ich habe eine Maschine irgendwo, ich kann darauf zugreifen oder auch nicht.

Jetzt ist auch so ein bisschen Zeit, dass ich die Frage so ein bisschen in beider Richtungen stelle, also zu Martin und zu dir Wundklu. Wollen wir mal so ein bisschen über Erfahrungswerte sprechen, weil das hat uns auch so zusammengebracht und ich glaube, es wäre sinnvoll mal zu erzählen, was habt ihr damit erlebt, wo waren für euch Punkte Schmerzpunkte, sage ich mal, oder was hat gut funktioniert.

Ich würde das mal ganz kurz vorwegnehmen, wenn Namen genannt werden oder wenn Kritik geäußert wird, ist das eine persönliche Meinung und das kann jeder für sich entscheiden und man kann es auch allgemein halten und wir können einfach generell über Risiken sprechen und müssen die Namen nicht nennen. Jeder wie er das möchte.

Bevor ich da Martin zu Wort kommen lasse, ich plaudere ja immer lieben gerne aus dem Nähkästchen, ich war ja letztens mit einem namhaften Hosting Provider, war ich zum Mittagessen und habe da ein bisschen über Dinge gesprochen. Das war auch ganz interessant, weil ich habe jetzt ein bisschen auch die Einsicht aus Seite eines Hosting Providers und kann vielleicht da ein bisschen auch was mit auf den Weg geben.

Und ich will jetzt ein sehr, sehr extremes Beispiel nehmen, einfach um nochmal an dem anzuhaken, was ich vorhin gemeint habe, wirklich, wenn man so was sich überlegt, das ist komplett unwertend gemeint. Das kann man machen. Ich habe auch so einen Vertrag. Ob ich das jetzt nochmal machen würde, ich glaube nicht. Aber es gibt auch ein Extrem und das möchte ich euch heute mal ein bisschen mit auf den Weg geben. Es gibt nämlich einen Kunden, der bei diesem namhaften Hosting Provider ist.

Der hat sein Haus verkauft, alles was er hatte verkauft und hat über eine halbe Million Euro in meinen Geräte investiert und bei diesem Hosting Provider dann dementsprechend aufgenommen. Und die liefen auch schön und gut und wahrscheinlich hat diese Person dann dementsprechend auch eine Kalkulation angestellt.

Weil wenn ich mein Haus verkaufe, mein Auto, alles und irgendwie nur noch on the go oder in irgendwelchen Hotels lebe, weil ich monatlich genügend Revenue reinbekomme, da spiele ich viel, viel, viel mit dem Feuer. Wir leben einfach in einem Fiat-System. Da kann der Preis von Bitcoin hoch und runter gehen. Das heißt, die Person ist in der Hinsicht wohl nicht ganz klug vorgegangen. Aber das ist das, was ich vorhin meinte. Es gibt Downtime. So eine Farm kann mal ausfallen.

Das Kraftwerk kann in die Luft fliegen, der Damm kann repariert werden oder die Solarpaneele scheinen immer heute nicht so doll wie sonst. Bedeutet also, deine Maschine ist nicht offline und kreiert für dich kein Einkommen. Und wenn du dann auf Fiat angewiesen bist und du hast keine vertragliche Absicherung und da sind wir Deutschen ja weltweit Vorreiter mit unseren vertraglichen Absicherungen, dann ist das einfach ein Problem. Und diese Person war komplett am Ende.

Da waren zwei, drei Wochen, war kompletter Ausfall dieser Farm und es kam einfach nichts rein. Und wenn man dann auch in Saar-Sorb rauslebt, weil man denkt ja, da kommt ja jede Woche was rein, dann hat man ein doppeltes Problem. Und das möchte ich so ein bisschen vorweggeben, einfach, dass die Leute auch mal drüber nachdenken. Das kann man machen. Aber alles auf eine Karte zu setzen, das war, glaube ich, noch nie eine gute Idee.

Und deswegen Verträge durchlesen und einfach mal ein bisschen menschlich drüber nachdenken, bevor man sowas angeht. Ich würde das mal gerne ein bisschen den Rahmen framen. Wenn wir über Bitcoin reden, dann tendieren wir als Bitcoiner dazu, das ganze Thema sehr zu hypen.

Und wenn du dein ganzes Haus verkaufst und dein Auto und alles für All into Bitcoin, dann ist das tendenziell ein Symptom davon, dass du zu viel dir versprochen hast und deinem eigenen Hype mehr als deinem eigenen Risikobewusstsein vertraut hast. Und Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber übermäßige Begeisterung in der Regel auch.

Und ich glaube, was man sehen muss, ist, das gilt für das ganze Thema Mining, das gilt für andere Aspekte auch, das gilt für Bitcoin im Grundlegenden, aber das gilt für Mining, finde ich insbesondere, weil da im Zweifel auch Geld drin steckt, einfach auch relevantes Geld. Wenn du in Mining investierst und du hast eine Third Party, wie bei Remote Mining, dann hast du nicht nur zwei, sondern drei verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, das Ganze läuft gut.

Eine Möglichkeit ist, das Ganze ist ein Scam. Du hast dich irgendwo mit deiner Menschenkenntnis und sonstigem geirrt und verlierst einfach Geld, weil es auch im Bitcoin-Bereich jede Menge Scam gibt. Das ist nicht nur ein reines Krypto-Thema und die sind auch im Zweifel Bitcoin-only Scammer. Das ist überhaupt kein Issue.

Und du hast aber auch das Thema, was man nicht unterschätzen darf, ist, wir sagen immer dieses, dass wir immer noch so early sind und so früh und das gilt für die Business-Welt einfach auch.

Du hast einfach enorm viele Unternehmen, die sind jung, die sind unerfahren, die sind leicht in der Situation, dass sie überfordert sein können mit dem, was sie dort machen, die im Zweifel auch, wenn du ein Investment über vier bis acht Jahre dort machst, nicht unbedingt die Lebenserwartung von vier bis acht Jahren haben.

Und es ist ein internationales Rechtsumfeld, das heißt, du kannst super schöne Verträge machen, aber wir sind als Deutsche gewohnt, naja, wenn das im Vertrag steht und dann hält sich niemand an den Vertrag, naja, dann gehe ich entweder zum Anwalt oder zum Verbraucherschutz oder sonst irgendwas.

Wenn deine Miner in Paraguay stehen, dann, und das passiert halt nicht so, oder der Vertrag ist an irgendeiner Stelle unklar, dann sind deine Rechtsoptionen einfach miserabel und selbst wenn du einen Rechtsweg findest, der tatsächlich greift, ist der wahrscheinlichste Weg, dass das Unternehmen einfach pleite geht und deine Investments am anderen Ende der Welt halt mit weg sind.

Und ich glaube, das ist so ein Punkt, da ist super viel Unsicherheit und auch Mining ist eigentlich nur was, was du nur mit Spielgeld machen kannst. Ja, das ist sehr gut, das ist immer so. Ich glaube, das ist ja auch häufig, dass Leute mich immer fragen, hey, was soll ich mir kaufen oder welche Maschine würdest du mir empfehlen?

Abgesehen davon, dass ich dann immer ein bisschen an das menschliche Denken appelliere, wenn jemand Geld ausgibt, was er nicht hat oder allgemein finanzielle Probleme hat, ist eigentlich der erste Weg, sich eine steuerliche oder finanzielle Beatmung zu holen der beste Weg, bevor man über sowas nachdenkt. Man darf niemals, egal, das ist auch komplett off the topic von Bitcoin, egal was man macht, wenn man sich was nicht leisten kann, kann man dafür auch kein Geld ausgeben.

Weil das ist ja auch dieser Grundsatz von Bitcoin. Wir in diesem Viertsystem können es machen. Du hast kein Geld, nimm dir einen Kredit. Man kriegt es jeden Tag in der Werbung gesehen. Och Mensch, da ist was kaputt gegangen, kein Problem, dein Ratenkredit kann kurz mal pausiert werden, deine Zinsen gehen zwar um 10 Prozent hoch, kein Thema. Wir drucken ja neues Geld. Da geht das. Mit Bitcoin geht das nicht.

Du kannst nicht aus nichts neue Bitcoins erschaffen, um dir mal eine Woche zu überbrücken. Das geht halt nicht. Und das ist halt ein knallharter Unterschied, der auch eigentlich gut ist, weil es die Leute teilweise ins kalte Wasser wirft, aber auch gefährlich, wenn man aus dem Viertsystem in das Bitcoin-System rüber shiftet und sagt, naja, gut, ich mach jetzt mining und dergleichen. Du hast das richtig gesagt, Martin, das ist nichts, wo man mit mehr reingehen darf, außer Spielgeld.

Für den einen ist eine halbe Million Spielgeld und für den anderen sind 2.000 Euro Spielgeld. Das ist nun mal so. Ist Realität. Das ist für jeden individuell. Und da ist dann auch immer meine Antwort in dieser Thematik. Das kann jeden Tag nichts mehr wert sein, wenn du in vier Terms denkst. Ist so. Ja. Und das ist, glaube ich, das eine große Ding. Das andere ist, wir hatten das in der letzten Folge mit den Payout-Schemes.

Rentable Payout-Schemes sind nicht in der Mentalität von, du kriegst jeden Monat, jeden Tag Geld, sondern du kriegst im Schnitt über den längeren Zeitraum Geld. Und das ist so wie, ich habe zum Beispiel gewechselt von Angestellter zu Unternehmer. Und eine der Sachen, die du dann lernen musst, ist, dass du in Jahresbudget und nicht mehr in Monatsbudget denkst.

Weil es kann halt sein, dass ein paar Monate nichts reinkommt und dann kommt halt ein paar Monate so viel rein, dass du dir das Ganze die nächsten zwei Jahre davon leisten kannst. Musst es aber dann auch so planen. Und das ist mit Mining an sich nicht anders. Weil selbst wenn du ein normalisiertes Payout-Scheme hast, kann es halt trotzdem sein, dass irgendwas passiert.

Dass, keine Ahnung, Hitzewelle in Paraguay, irgendein Damm ist zusammengebrochen, irgendwer hat sonstige Probleme, dein Provider hat nicht ausreichend vorgesorgt und hat keine zweite Stromquelle. Irgendwelche Container und Zollverschiffungspapiere passieren nicht. Du hast meiner bestellt und sie kommen später. Es ist Chinese New Year und deshalb sind Transportwege irgendwie nicht da. Chinese New Year kommt jedes Jahr.

Chinese New Year ist für den internationalen Handel so wie der Winter für die Bahn, kommt jedes Jahr, jedes Jahr überraschend. Das ist so. Und das sind lauter Sachen, die du nicht auf dem Schirm hast. Und das heißt, du musst damit rechnen, dass jeden Monat, auch im Zweifel für mehrere Monate, massiv was schief gehen kann. Oder du hast plötzlich einen Anstieg der Hashrate und der Hashprice fällt in den Keller und plötzlich ist einfach wenig da.

Und dann hast du andere Monate, da funktioniert das richtig gut. Und ich glaube, das ist ein generelles Thema.

Wenn du in das Thema Mining einsteigst, dann gibt es einen Bereich, den du absichern kannst, in dem du das mit Leuten machst, denen du vielleicht vertraust, die du kennst, die du gesehen hast und die nicht mal eine fancy Werbung auf X geschaltet haben und du hast gesagt, das sieht aber hervorragend aus, da zahle ich nur 4 Cent für den Strom und deshalb mache ich das jetzt und dann zahlt es zwar nur 4 Cent für den Strom für die ersten

drei Monate und dann ist dein Investment weg oder sonst irgendwas passiert, sondern vielleicht, dass du einen persönlichen Bezug zu den Leuten hast, aber auch dann kannst du dich irren, weil die meisten Leute haben noch nie mit tatsächlich boshaften Menschen interagiert. Die meisten Menschen, ich weiß nicht, als ich das erste Mal meine erste Erfahrung hatte im Kontakt mit einem Psychiater, darauf bist du nicht vorbereitet.

Das haben die meisten Menschen grundsätzlich nicht und bevor du das nicht hast und auch danach noch nicht, würdest du den meisten Psychopathen echt blind vertrauen, weil das wirklich sympathische Menschen sind, aber auch hervorragende Scammer genau deswegen. Scammer sind ja in der Regel nicht dann erfolgreich, wenn sie unsympathisch sind. Auch das ist so ein Ding.

Und selbst das, du kannst die Verträge optimieren, du kannst gucken, ob du es irgendwie hinkriegst, du in einem Vertrag, in dem keine Penalties für Nicht-Einhaltungen des Vertrags vereinbart sind oder der einen Gerichtsstand irgendwo außerhalb von Europa hat, ist einfach schon grundlegend schwieriger umzusetzen und indem du zum Beispiel keine Uptime vereinbart hast oder so.

Da gibt es lauter Sachen, die einfach schwierig sind und damit kannst du dein Risiko senken, aber Mining ist aus meiner Perspektive und korrigiert mich gerne Hochrisikogebiet und wir kommunizieren das nicht als, wir kommunizieren das als, ja, das ist einfach ein besseres Dollar-Cost-Average und bei Dollar-Cost-Average haben wir auch gesehen, was das für Probleme verursacht hat, nachdem wir ein bisschen mehr darüber gelernt haben und verstanden haben,

jeden Tag für 20 Euro Bitcoin kaufen hat ja doch ein paar Viehprobleme, die sich vielleicht echt negativ auswirken können und bei Mining wird sich das Bewusstsein, glaube ich, auch dahin shiften, dass es halt nicht einfach das bessere Dollar-Cost-Average ist und dass es nicht ähnlich risikoarm wie Hoddeln ist, sondern es ist halt ein Investment, es ist zu einem gewissen Teil ein Finanzinstrument, nicht unähnlich und man sollte es auch so behandeln. Es ist ein knallhartes Business.

Und es ist ein Business. Ja, definitiv, also es ist knallhart.

Und es ist ein Business, was großteils von Leuten betrieben wird, die erstens nicht die gleiche Mentalität haben wie die Leute, die du beim Stammtisch triffst, sondern die halt ein Business-Mindset dahinter haben und das ist in vielen Punkten fundamental anders und die, wenn sie sich entscheiden müssen, ob sie dir etwas Gutes tun oder eigene Verluste hinnehmen, sich gegen die eigenen Verluste entscheiden und im Zweifel auch einfach andere

Interessen haben und im Zweifel auch ein Hardcore-Fiat-Game spielen, weil du Mining hervorragend machen kannst, wenn du es mit Fiat-Mitteln machst. Und das ist gewissermaßen der fiatigste Teil von Bitcoin. Ja, definitiv. Weil es halt einfach am Ende Rechenzentrum-Betrieb ist im Großen und Ganzen. Ja, es ist halt, also das sind jetzt natürlich so diese klassischen negativen Punkte von "Ich hoste mir irgendwo meinen Miner". Positive Punkte sind halt einfach recht wenige.

Abgesehen davon, dass du einen günstigen Strompreis hast, hast du halt nicht die Lautstärke bei dir zu Hause und musst dich darum eigentlich nicht kümmern, sondern du hast Maintenance. Das sind so die positiven Punkte. Der Rest ist einfach nur negativ. Es klingt schon super charmant und verlockend.

Also wenn man so Angebote sieht und wir hatten vorhin im Vorgespräch eine Firma, wenn ich mir die Webseite angucke und die Gewinnrechnung, also es wird halt fast immer auch ein Rechner mit angeboten, Calculator, wo ich sehe, wie entwickelt sich das über die nächsten Monate, Jahre und so weiter. Ab wann kann ich mit ersten Einkommen rechnen und wie hoch. Das sieht fantastisch aus. Das sieht perfekt aus. Da denkst du dir, okay, das ist auf jeden Fall besser als einfach nur zu hodeln.

Und ich tue auch noch was irgendwie für das Netzwerk. Ich stärke so ein bisschen das Netzwerk mit der Rechenleistung, die ich da unterstütze. Also so von dem Aspekt her wirkt es, finde ich, schon immer sehr interessant.

Aber ich erinnere mich auch, Martin, dass wir von Anfang an, also wo wir angefangen haben, über Bitcoin zu sprechen und als wir uns in die Themen so reingegraben haben, da war auch immer mal so die Frage, soll man auch vielleicht Mining machen und sollte man nicht jetzt vielleicht auch.

Und irgendwie hat es uns doch lange und oft zurückgehalten und ja, scheinbar jetzt berechtigter Weise, also weil doch einiges nicht so offensichtlich ist, würde ich sagen, wie man denkt, wenn man diese Seiten sieht. Vielleicht kommen wir noch mal so ein bisschen zurück.

Ihr habt jetzt wirklich viele Punkte genannt, dass wir noch mal aufzählen oder sagen, was sind so Aspekte, die, nennen wir es wünschenswert, wären für so einen Hosting-Betreiber, der im Vertrag stehen muss, die Vertragsbedingungen grob, wie müssten die sein, worauf muss ich achten, wenn ich es denn lese, was sind so Fallstricke?

Ihr habt jetzt schon gesagt, Monclo, du hattest das zwischendurch erwähnt, der Zugriff, der eigene Zugriff auf das System und wir hatten in der letzten Folge viel über Pools gesprochen und ich glaube auch im Nachgespräch so ein bisschen über dieses, kann ich den Pool wechseln, kann ich Einstellungen vornehmen an meiner, könnt ihr da mal drauf eingehen, was wären so wünschenswerte Faktoren, Hauptkriterien, wenn ihr einem Hosting-Anbieter euer Geld anvertraut, eure Sets anvertraut?

Also grundlegend, das kann man wie so eine Liste runterrattern.

Das erste ist, das hat Martin auch schon gut angesprochen, man möchte gerne eine Klausel haben, was für Penalties gibt es, wenn der Vertrag nicht eingehalten wird, also beispielsweise die Hashrate von dem Gerät wird vielleicht nicht eingehalten oder aber auch das Gerät ist nicht nonstop online oder nicht zu dem angegebenen Tarif, zum Beispiel 95% oder 99%, da gibt es ja auch immer Unterschiede von Hosting-Provider zu Hosting-Provider, was die da reinschreiben.

Also eine Vertragsstrafe, um es kurz zu übersetzen, für das Nicht-Einhalten von dieser, ja jetzt komme ich wieder auf Uptime, aber… Genau, aber das kann ja auch unterschiedlich aussehen, beispielsweise gibt es dann doch Hosting-Provider, die sagen, alles klar, wir haben gerade eine Downtime, also ihr könnt gerade die Geräte nicht betreiben, dann zahlt ihr für diesen Zeitraum, den ihr sie nicht betreiben konntet, zahlt ihr nicht.

Das wäre so eine klassische Penalty, die haben keine Einnahmen, weil deren Geräte auch nicht laufen, der Service wird ja nicht angeboten. Klingt fair. Das wäre so eine klassische Penalty. Wobei ich da weitergehen würde, also weil du musst dir im Klaren darüber sein, dass die meisten Hosting-Provider eigene Miner in den gleichen Farmen betreiben.

Und sagen wir, du hast ein Rechenzentrum, in dem du Mining anbietest und du hast vielleicht noch einen Generator, um halt zumindest im Fall eines Stromausfalls einen Teil der Miner bereitstellen, also trotzdem noch laufen lassen zu können, kannst du dir relativ sicher sein, dass das nicht die Kundenminer sind, sondern die eigenen Miner, die im Rechenzentrum stehen. Und das heißt einfach nur zu sagen, du zahlst nichts, fände ich zum Beispiel als Klausel eigentlich zu wenig.

Sondern dann musst du eigentlich hingehen und sagen, naja, dann will ich halt die Hashrate als Ausgleich haben. Also wenn du eine vereinbarte Uptime hast von, keine Ahnung, sagen wir 95 Prozent, wäre eine vernünftige Klausel zu sagen. Also erstens ist die Frage, Uptime über welchen Zeitraum, weil das erste, was du ansonsten zu hören bekommst, ist, nee, nee, nicht tägliche Uptime, sondern jährliche Uptime.

Das heißt, kann sein, dass jetzt das irgendwie einen Monat mal down war, aber über das Jahr, das restliche Jahr wird das alles 100 Prozent laufen und deshalb ist das von der Uptime noch voll in Ordnung. Weißt du? So, das ist ja das Erste. Du kannst 95 Prozent uptime, dann kannst du was, zwei Wochen können die komplett down sein, ohne dass das irgendwie da rausfliegt. Das ist das Eine, dann eine entsprechende Überkompensation und dann aber auch für andere Sachen.

Also wenn du zum Beispiel so was hast wie Zugriff auf deine Maschine, wenn du das haben willst, sollte es im Vertrag drinstehen und dann sollte es eine Penalty geben für den Fall, dass du den Zugriff doch nicht hast. Was ja sein kann, weil das im Zweifel auch ein Unternehmen ist, was irgendwie, keine Ahnung, dafür auch mit einem Drittsoftware-Anbieter zusammenarbeitet. Aber du willst im Prinzip das Planungsrisiko, also du willst nicht die Folgen für Planungsversagen deines Betreibers tragen.

Das muss man sich mal vorstellen. Ja, das Problem, was du auf der anderen Seite hast, ist, alle Risiken, die du mitigierst, zahlst du mit erhöhten Kosten. Also das ist halt, das ist die ganze Grunddynamik, die du immer hast. Alle Rewards kommen aus Risiko. Je höher dein Risiko ist, umso höher ist dein potenzieller Reward und umso weniger Risiko du haben möchtest, umso geringer ist dein Reward. Und das ist immer das, was du haben willst.

Das heißt, je mehr Klauseln, je mehr Einschränkungen du drin hast, umso schlechter ist tendenziell dein Hostingpreis.

Okay, also ich verstehe, es kann absolut legitim sein und es kann zu diesen Problemen kommen, die wir jetzt, über die wir auch schon geschimpft haben, aber das kann ein kalkuliertes Risiko sein, weil ich dennoch einen sehr guten Preis kriege jetzt mal, weil andere Anbieter hätten das vielleicht drin, die Klauseln sind ganz klar und ich kriege auf jeden Fall meine Sats, auch wenn die Maschinen beim Anbieter nicht laufen so und hätte da aber einen viel höheren Kurs. Okay, verstehe.

Also grundlegend, um da noch ein bisschen reinzugehen, also das ist wirklich so das Grundlegende, wo ich sage, da muss man drauf achten. Also klar, die Penalty ist schön und gut, aber es wird einfach auf diesem Planeten keinen einzigen geben, der das kompensieren wird. Vielleicht so, okay, die Miner fallen aus, alles klar, du zahlst halt für den Zeitraum nicht, aber es wird keinen Hostingprovider geben, der dir dafür eine Ausgleichszahlung oder einen Hashrate-Ausgleich gibt.

Wird nicht passieren, das ist Wunschdenken, aber was halt wirklich ein Muss ist, was ich jeden von euch, der jetzt hier zuhört, ans Herz lege, ist wirklich, achtet darauf, wenn ihr euch einen Hostingvertrag anlacht, dass ihr Zugriff auf die Maschine habt. Das soll auch nicht nur irgendwie auf der Webseite stehen, sondern es muss im Vertrag festgehalten werden und wenn das da nicht drinsteht, dann nochmal per Mail nachfragen, dass man das schriftlich hat. Warum ist das so wichtig?

Also, warum ist das so wichtig? Wir haben in der letzten Folge über Pools gesprochen und auch über so ein Thema, es nennt sich Proxy Pooling.

Proxy Pooling ist eigentlich sehr simpel, das ist, du schickst deine Hashrate irgendwo hin, die wird da aber gar nicht wirklich verarbeitet, sondern an einen anderen Pool weitergeleitet und das beste Beispiel ist halt ein Provider, der auch unter anderem in Deutschland seinen Sitz hat und der bietet halt Hosting an, aber du bist vertraglich daran gebunden, dass du nur bei Ant Pool meinen kannst und Ant Pool ist halt einer der Proxy

Pools, bedeutet also, der schließt sich mit vielen anderen zusammen und das ist halt einfach für die Dezentralisierung des Netzwerks der Super-GAU. Das ist also aus ethischen Gründen ein Problem, für meine Auszahlung und Nutzung? Nicht nur aus ethischen Gründen. Du weißt ja auch gar nicht, wenn du keinen Zugriff auf deine Maschine hast, meint sie wirklich auf diesem Pool oder macht die nicht doch was anderes?

Siehst du vielleicht nur deine Hashrate und das ist dann wieder so ein Thema Cloud Mining. Okay, also Überprüfbarkeit, dass du nur dann diese Verifizierungsmechanismen hast, wenn du selber darauf zugreifst und siehst, worauf ist sie ausgerichtet. Gibt es Modelle, in denen das so ist, dass du darauf zugreifen kannst und diese Daten validieren, aber trotzdem nicht verändern? Also gibt es da diese Abstufung oder ist dann Zugriff gleich Vollzugriff?

Also mir ist nicht bewusst, vielleicht gibt es Hosting Provider, die dir so ein Dashboard anbieten, wo du deine Hashrate in der Übersicht siehst. Das wäre so eine Zwischenstufe vielleicht. Aber wenn du halt Zugriff auf das Dashboard des Miners hast, kannst du ihn auch verändern, dann hast du Zugriff auf dieses Gerät. Also ich stelle es mir extrem schwierig vor als Anbieter von den Mining-Geräten.

Also wenn man jetzt so ein bisschen verfolgt, wie so manche Mining-Firmen sich gerade aufstellen oder auch in Podcasts auftreten und dann sagen, wir machen jetzt hier diese Riesen-Farm in Timbuktu auf oder bewegen uns gerade woanders hin auf dem Globus. Dann auch noch sicherzustellen, dass die Geräte jedes einzelne für sich einen Fremdzugriff kriegt. Ich stelle es mir extrem komplex vor und super schwierig, das alles zu administrieren und zu managen.

An sich ist es, also ja, das klingt sehr komplex, an sich gibt es aber dafür halt Softwarelösungen. Also es gibt Software, das ist relativ simpel, in Anführungsstrichen. Ich drücke mich jetzt hier sehr einfach aufs, klar, das ist komplex im Hintergrund, aber im Prinzip hat der Hosting Provider halt so eine Art Management-Plattform und kann halt User X Maschine sowieso zuweisen. Und dann hat der da so gesehen einen direkten Tunnel, so kann man das ausdrücken.

Und es gibt vorgefertigte Software dafür, die kostet natürlich, aber die kostet halt den Provider. So, und wenn der das nicht bereitstellt, ja gut, dann ist das wahrscheinlich irgendein Provider, der irgendwo, keine Ahnung, Maschinen hinstellt und du bist gerade ein Kunde und dann hackt da jemand, ja, manuell gerade dein Username vom Pool XYZ ein und that's it. Und das ist halt, das ist keine Überprüfbarkeit, das ist nicht gut und das entfernt dich halt wieder von diesem Problem.

Da kann ich vor allen Dingen auch nicht verifizieren, ob nicht jemand anderes auf den gleichen Maschinen oder ihm die gleichen Maschinen versprochen sind, oder? Könnte ich das ausschließen, dass nicht mehrere Leute die gleichen Maschinen zugewiesen bekommen? Ja, du hast ja die Payout-Adresse, also darüber kannst du es ja theoretisch machen, aber das siehst du natürlich nur, wenn du Zugriff auf die Maschine hast.

Wenn du keinen Zugriff auf die Maschine hast, weißt du ja nicht, wie viel am Ende verteilt wird. Du weißt auch nicht, ob wenn eine Maschine ausfällt, ob die tatsächlich ausgefallen ist oder ob die einfach nur gerade mal für eine gewisse Zeit auf einen Inhaber… Das ist spannend. Ja, also das ist halt, das kannst du, also da gibt es ganz viele, ganz viele solcher Sachen.

Also keine Ahnung, wenn deine Maschine gerade rund um den Halving-Block einen Ausfall hat, dann sieht das komisch aus und es kann natürlich sein, dass das in dem Moment deine Maschine einfach nicht auf deine Adresse meint, sondern halt, dass das übergangsweise mal zwischendurch geändert wurde.

Und das kann aber auch sein, dass es ausgefallen ist und du hast halt im Zweifel, du kannst es halt sonst gar nicht verifizieren und auch dann gibt es halt, und ich glaube, das muss man sich auch immer vor Augen führen, es gibt halt unfassbar viele Spielarten davon. Also Zugriff auf die Maschine ist aus einer vertraglichen Spezifikation vollkommen ungenügend, weil was heißt das denn?

Technisch gesehen hast du auch Zugriff auf die Maschine, wenn du die, keine Ahnung, wenn du die Maschine sehen kannst und sehen kannst, was die macht, also im Sinne von einem reinen Sichtzugriff und auf was davon hast du denn eigentlich Zugriff? Und so detaillierte Verträge, weiß nicht, kriegst du, glaube ich, einfach in der Regel nicht.

Aber eine der Sachen, die man sich einfach bewusst machen muss, ist, es ist einfach ein unsicheres Umfeld und du kannst nicht alle diese Aspekte und alle Sachen, die auf dich zukommen, wirklich ausschließen, außer du machst es professionell im großen Stil. Also im wirklich großen Stil und da reden wir nicht mehr über, da reden wir über siebenstellig aufwärts.

Ansonsten kannst du dich, glaube ich, nicht komplett da drin, also du kannst, es gibt diese Sicherheit und dieses "Don't trust, verify" im Meinigen auch da nur zu einem eingeschränkten Bereich, weil es ist halt internationales Umfeld mit Unternehmen, die im Zweifel keine vernünftige Governance-Struktur haben und unterschiedliche Ansichten zu, wie guter Kundenservice aussieht haben und auch in einem Umfeld arbeiten, was sie selber im Zweifel nur schwer einschätzen

können und wo sie sich ständig auf was Neues anpassen müssen, weil, keine Ahnung, dann verbietet eine Regierung an einer Stelle das Meining und dann müssen sie plötzlich ein neues Land umziehen und haben da genauso wenig eine Governance-Struktur, wenn du von, keine Ahnung, Land A nach B umziehst, sieht plötzlich alles anders aus und dann machst du vielleicht das erste Mal einen Import von, keine Ahnung, tausenden von Maschinen und dann gehen Sachen

halt schief und deshalb kriegst du tatsächlich, also da bin ich bei dir, OneCrew, du kriegst für viele Sachen, kriegst du keine Garantien und es ist einfach ein unsicheres Wissen. 99 Prozent der Fälle, um da nochmal ein bisschen das Feuer zu schüren, 99 Prozent der Fälle ist es auch so, wenn deine Maschine kaputt geht, kriegst du keinen Ersatz.

Die wird meistens, wird dir angeboten, hey deine Maschine ist kaputt gegangen, sollen wir sie zur Reparatur schicken, aber da gibt es auch wieder so Fun Facts, wenn du einen S19J Pro Plus hast, den nimmt dann dein Hosting Provider, schickt den zurück zu Bitmain, Bitmain behält den da zwei, drei Wochen und schickt den dir kaputt zurück, die reparieren die Dinger gar nicht. Wie kommt das? Das ist auch nochmal so ein bisschen so ein Insight.

Es gibt Maschinen, die hat Bitmain produziert und die haben einfach keinen Bock, die zu reparieren, weil da kann so viel dran kaputt gehen. Also manche, das ist nicht nur Chargen spezifisch, sondern auch Bauteil spezifisch. Es gibt gewisse Maschinen, die sind einfach von der Qualität her so schwierig, wieder zum Laufen zu bringen, dass es sich gar nicht lohnt, die zu reparieren, also schmeißt man sie einfach weg und da sind wir wieder bei dem Anfangsthema von Martin.

Das ist ein knallhartes Business, das ist ein Fiat Business hier. Das macht ein ganz neues Fass auf, wenn ich jetzt frage, glaube ich. Martin, mach mal. Vielleicht auch dann noch eine Ergänzung zum Reparatur Ding.

Es kann auch, also ich habe von meinem Hosting Provider eine Mail bekommen, die haben das nachher dann wieder zurückgerufen, aber es hat trotzdem waren es, ich glaube, eineinhalb Wochen Downtime, wo es hieß, naja, also deine Maschine ist aus dem Hosting, ist kaputt, die muss jetzt repariert werden, die ist aber nicht mehr in der Maintenance, die ist aber nicht mehr in der Garantie. Und ich so, Moment, ich habe die seit sieben Monaten, wie kann die denn nicht mehr in der Garantie sein?

Naja, also wir kaufen die ja immer in größeren Chargen und deshalb ist die bei Bitmain aus der Garantie halt schon raus, weil die ist halt älter als ein Jahr, auch wenn wir sie dir vor weniger als einem Jahr verkauft haben.

Und dann ist das irgendwo zwischen, wir versuchen hier unsere Probleme an dich auszulagern und wir haben einfach tatsächlich keine Ahnung, wie Gewährleistungsrechte funktionieren und dass du einen Anspruch gegenüber dem Händler hast, egal ob der seinen Anspruch gegenüber dem Hersteller durchsetzen kann. Und dann ist auch die Frage, wie schnell wird die repariert? Ist die in vier Stunden wieder online oder ist die in zwei Wochen wieder online oder wie lang dauert das?

Also, und das ist, du kannst damit rechnen, dass aus allen möglichen Ecken was rauskommt. Wow, und du schüttelst den Kopf. Ich muss dich da mal ein bisschen, bevor du hier noch gleich richtig ausrastest, das ist gut, es ist genau das Thema. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, die Firmen kaufen halt in großen Chargen, kaufen dir die Geräte und die Gewährleistungspflicht von Bitmain ist straightforward. Die bedeutet, sobald du das Gerät gekauft hast, beginnen deine Garantieansprüche.

Bedeutet nicht, die Garantieansprüche beginnen, sobald du das Gerät hast, so wie das in Deutschland hier Standard ist. Du hast es heute bestellt, in zwei Tagen kommt es an, dann beginnt deine Garantie ab in zwei Tagen. Bei Bitmain ist ab, du hast auf jetzt bestellen gedrückt, beginnt deine Garantie. So ist da der Gewährleistungs… Gegenüber Bitmain. Genau. Gegenüber Bitmain, genau. Du hast im Zweifel einen Anspruch gegenüber dem Händler. Ja genau, aber der Hostingprovider lagert das an dich aus.

Das ist halt das, das wird, also manchmal dürfen sie, es gibt Situationen, wo du das einfach anders eingeschätzt hast, weil dein Rechtsverständnis halt im Zweifel nicht mit dem internationalen Recht übereinstimmt.

Manchmal sind es Sachen, wo du dir einfach unsicher bist, wie die Rechtslage tatsächlich aussieht und du deshalb eine Entscheidung zu deinen Ungunsten durchgehen lässt, weil du es nicht besser weißt und manchmal versuchst du es durchzusetzen und bist tatsächlich im Unrecht, manchmal versuchst du es durchzusetzen und du bist im Recht. Das ist ein schwieriges Business und wenn du das auf Kante kalkulierst, wird das nicht aufgehen. Ja, auf keinen Fall. Das ist das, was ich vorhin meinte.

Ich schlage ja immer gerne Brücken zurück zu den Themen, um hier so ein stimmiges Verständnis von dem Ganzen aufzuführen. Das ist das, was ich am Anfang meinte mit diesem Extrembeispiel von dem einen Kunden, der da alles verkauft hat. Da kamen auch Hass-Mails rein, wirklich Drohungen und sonst was gegenüber diesem Mining-Provider. Da reden wir wieder über Psychopathen, die Martin vorhin auch angesprochen hat.

Es ist ein knallhartes Business und wenn du nicht kalkulieren kannst, fass das nicht an. Das ist wirklich heftig und das sind alles Aspekte, die mir niemals eingefallen, aufgefallen wären vorher nicht. Ich weiß nicht, ich wäre wahrscheinlich genauso auch reingerannt und hätte die Dollarzeichen gesehen. Beziehungsweise nicht bloß die Dollarzeichen. Ich finde, es ist schon einfach auch der Gedanke, sich am Mining zu beteiligen, ist schon auch so ein ehrenhaftes.

Das ist nicht nur, ich möchte jetzt hier Profit machen, aber so wie es aufzeigt, ist es halt auf der anderen Seite doch dieses Extreme. Ja, aber das ist genau so ein Ding und das ist das, was mich schon seit längerem nervt. Wir gehen mit so viel Idealismus rein und es ist für mich, ich kann es nachvollziehen, dass das passiert, aber Bitcoin ist kein Idealismus-Thema.

Es ist halt ein Thema, was finanziell funktionieren muss und wenn du es nicht hinkriegst, dass die Dinge finanziell funktionieren, funktionieren sie nicht langfristig. Und zu sagen, ich beteilige mich am Mining aus ideellen Gründen, das kannst du machen. Also ich habe, das war auch Teil meines Entscheidungsprozesses.

Ich wollte eine Exposure, ich wollte was darüber lernen, ich wollte das tatsächlich verstehen und manche Dinge kannst du nicht verstehen, wenn du nicht Skin in the Game hast, wenn du nicht drin bist, wenn du die Entscheidung nicht in deinem Portemonnaie spürst, kannst du bestimmte Erfahrungen und bestimmtes Lernen nicht machen. Ich habe mich vorher monatelang damit auseinandergesetzt, ich habe mich mit Experten dazu auseinandergesetzt.

Du tendierst auch dazu, bestimmte Sachen einfach zu ignorieren und dir zu wünschen, das wäre nicht so, weil du halt einen Business Case vor Augen hast, aber das ist es halt nicht. Es ist am Ende ein Business und es ist ein Business mit viel Geld und es ist ein Business, in dem sich, in dem Leute Rechenzentren betreiben können, was quasi gar nicht reguliert ist.

Und ich vermute, wenn du zum Verbraucherschutz gehst und dich über schlechte Praktiken mit deinem Mining Provider unterhältst, dann werden die dich einmal kurz lächelnd fragen, können sie mir doch mal sagen, was sie gemacht haben? Sie haben sich Maschinen in Paraguay gekauft, die für sie eine nicht offizielle Währung herstellen sollen und jetzt funktioniert das nicht, wie sie sich das vorgestellt haben. Was sollen wir jetzt tun?

Das ist Reckless Territory und das ist eine gute Erfahrung, das mal gemacht zu haben, aber halt möglicherweise nicht mit dem, was du brauchst, um dein Kind zur Schule schicken zu können. Um hier aber nochmal ein bisschen auch den positiven Aspekt des Ganzen hervorzuheben, man muss ja auch sagen, wir haben ja vorhin probiert, so ein paar Kernpunkte aufzuzählen. Es ist ein knallhartes Business und das muss jedem von euch, der hierzu gehört, einfach bewusst sein.

Aber wenn ihr ein System gefunden habt, wo ihr sagt, okay, das passt für mich mit dem Hosting Provider, da habe ich ein gutes Gefühl, der ist jetzt nicht erst seit einem Jahr oder seit fünf Monaten auf dem Markt, der hat gute Klauseln, die sind auch vertretbar, auch menschlich und ethisch vertretbar und bisher war die Kundenbewertung auch im guten bis überdurchschnittlichen Bereich, dann ist das vollkommen fein, wenn man sich dafür auch entscheidet, dann kann man das auch mal machen.

Aber es kommt halt alles zu dem Thema zurück, spiel nicht mit Geld, was du nicht hast. Das ist so diese Spieltheorie, die man als kleines Kind lernen sollte und hoffentlich auch verinnerlicht hat irgendwann.

Es gibt leider viele Menschen, die das nicht haben, die blind dieser Thematik, diesem Goldrausch folgen und ich glaube, dafür ist die Folge dann heute auch nichts für die, die dann wegen diesem Thema sich hier reinsetzen und das gerne zuhören wollen, weil es tut mir leid, ich werde nicht das Goldene von Himmel lügen, nur damit ihr irgendeine Maschine über meinen Infliat-Code kauft, mache ich nicht. Habe ich ein schlechtes Gefühl, mit kann ich nicht ins Bett gehen.

Es ist halt wichtig, dass man weiß, was man da hat und am Ende des Tages diese Maschine und es ist egal, ob ihr sie heute kauft und das ist der neueste Scheiß von heute oder ob es eine Maschine von vor zwei Jahren ist, nach ungefähr fünf Jahren könnt ihr das Ding abschreiben, also nicht abschreiben, steuern, sondern das Ding ist dann einfach viel zu ineffizient, viel zu langsam, bietet nicht mehr genügend das, was es an Strom verbraucht.

Das ist ein sehr, sehr schnell sich entwickelnder Markt und ich habe es auch vorhin angesprochen und Martin hat es auch ein bisschen aufgebracht, Reparaturen sind ganz schwierig. Es gibt von Bitmain in Europa keinen offiziellen Reparatur-Store oder dergleichen. Der nächstbeste ist in Dubai, das ist dann schon nicht mehr Europa. Ja, das macht es natürlich schwierig. 99,99 Prozent dieser ganzen Hostel-Provider haben keine internen Reparaturstellen, haben nicht das Know-How.

Vielleicht kann ich ja mit meinen Videos an der einen oder anderen Stelle etwas helfen mit Reparatursachen, aber dafür stellen die kein Personal ein. Es ist halt ein schönes Thema, wenn man sich wirklich damit auseinandersetzen möchte und sagen möchte, okay, alles klar, ich habe da eine Maschine und irgendwie kann ich damit ein paar Sets verdienen.

Ja, das ist schön und gut, aber es kommt halt auf so, so viele Faktoren drauf an, wo man sich halt auch klar darüber sein muss, es kann morgen weg sein. Und wir haben vorhin das Thema gar nicht vertieft. Es ging ja auch noch ein bisschen in die Region dessen, okay, ich habe dann irgendwie einen Hostel-Provider, der mir zusagt. Vielleicht passen dann auch irgendwie die ganzen Schematas im Vertrag. Aber wo verbinde ich mich denn jetzt hin? Wo möchte ich denn jetzt meinen?

Das ist ja auch noch ein essenzieller Punkt und ich hoffe, es wird auch dem Zuhörer jetzt ein bisschen bewusst. Mensch, das ist ja nicht nur einfach, ich kaufe was, dann wird das irgendwo hingestellt und schon passiert die Magie. Also das funktioniert, aber dann seid ihr halt der Average-iPhone-User. Das ist okay, aber man muss für sich selber feststellen, möchte ich das? Kann ich damit so leben?

Oder bin ich doch lieber dieser Typus, der sagt, nee, alles klar, ich habe gerne ein bisschen Überprüfbarkeit, ich habe gerne mehr Macht in meinen eigenen Händen und dafür steht Bitcoin mit seinem Grundethos, dass du selber nachprüfen kannst. Du musst nicht die Fähigkeit dazu haben, aber du könntest es, wenn du es möchtest. Und das ist dann auch dieser nächste Punkt. Wir haben letztens sehr viel über Pools gesprochen und auch Proxy-Pooling habe ich angesprochen.

Die Pools tauschen untereinander Hashrate aus. Das ist so ein Riesen-Konglomerat an Unwissenheit und ganz viel Durcheinander. Es wird explizit darauf geachtet, dass der Kunde von vorne bis hinten verwirrt wird, damit er es nicht versteht. Und das ist halt auch ein Riesenproblem. Wir haben letztes Mal sehr, sehr viel über die ganzen verschiedenen Payout-Schematas gesprochen, was es da alles gibt.

Und das ist halt auch wichtig für sich selbst, dann so ein bisschen klarzustellen, es gibt im Prinzip zwei Arten von Menschen. Der eine sagt, mir ist das scheißegal. Am Ende des Tages sehe ich Sets auf meinem Konto. Ist okay, kannst du machen. Und dann gibt es die anderen, wozu ich mich zähle, wo ich dann auch sage, naja, ich habe was dagegen, wenn wir jetzt in Szenarien gehen, die negativ für das Netzwerk sind.

Und FPPS ist halt einfach der Vorreiter, der am negativsten für das Netzwerk ist, aber in über 70 Prozent der Fälle angewendet wird. Einfach, weil es den Average-iPhone-User so zuspricht, weil es einfach für ihn ist. Kannst du noch mal ganz kurz darauf eingehen, für die Leute, die die erste Folge nicht gehört haben, das Payout-Scheme FPPS? Also bei Payout-Schemes, das ist im Prinzip die Berechnung von der Pool-Seite her, wie wird berechnet, was dein Anteil ist.

Es ist ja dieses klassische Verständnis, du lieferst Hashrate und wahrscheinlich findest du mit deiner Maschine jetzt nicht den Block. Also wird anteilig berechnet, wie viel Rechenleistung hast du beigesteuert und nach diesem Prozentsatz kriegst du dann deine Auszahlung. Und da gibt es exorbitant viele verschiedene Payout-Schemes, so über den dicken Daumen fallen mir jetzt gerade acht bis neun verschiedene ein.

Aber es gibt halt, der klassische ist FPPS, das steht für "Full Pay Per Share", bedeutet, du bekommst eine Bezahlung, egal was mit deinem Share passiert oder nicht, ob der jetzt den Block gefunden hat oder nicht. Und on top dieses "Full" bedeutet, du kriegst nochmal ein bisschen extra, wenn da schön hohe Mining-Fees auch mit dabei sind, durch viele Transaktionsgebühren. Davon kriegst du auch einen Prozentsatz ausgeschüttet.

Und das wird berechnet über eine bestimmte Anzahl an Blöcken, die in der Vergangenheit liegen, um da einen Durchschnitt zu bilden, damit man auch dir einen passenden Prozentsatz auszahlen kann. Und es hat halt den Vorteil, dass du jeden Tag so gesehen Payouts siehst. Wenn du jetzt eine Maschine hast, kriegst du nicht jeden Tag was auf deinem Wallet ausgeschüttet, außer du machst halt Lightning-Payouts, was es ja bei einigen Pools mittlerweile auch gibt.

Aber wenn du halt nur eine Maschine hast, ist es recht unwahrscheinlich, dass du da auf On-Chain jeden Tag Auszahlung kriegst. Das Schöne ist halt wirklich dieser Punkt, du kriegst Auszahlung, egal was passiert. Das ist so auch dieser, um jetzt mal zu erklären, warum das das Schöne ist, es ist dieser klassische Unterschied zu PP-LNS, das bedeutet Pay Per Last End Shares.

Das ist, du bekommst eine Auszahlung oder so gesehen ein Credit Score System, was sich auf zum Beispiel den letzten 16 bis 48 Blöcken oder sowas ungefähr berechnet. Also jedes Mal baust du deinen Credit Score auf und wieder ab, je nachdem wie lange du daran beschäftigt bist. Aber du bekommst halt nur den Payout, wenn ein Block gefunden wurde. Das ist jetzt so dieser grundlegende Unterschied.

Der Unterschied on top zu dem ist halt nochmal, bei PP-LNS bekommst du den gesamten Payout, also den Block Reward, dafür, dass der Block gefunden wurde und die ganzen Mining Fees. Bei FPPS bekommst du so gesehen einen Preis für deine Hashrate, nicht für deine geleistete Arbeit. Also das ist ein bisschen verwirrend, aber so kann man sich das eigentlich am besten vorstellen.

Und ein Hauptunterschied, wirklich der nochmal ganz schlimm ist, ist eigentlich dieser Punkt, dass bei FPPS, also das was sehr schön ist, was jeden anspricht, weil man jedes Mal irgendwelche Auszahlungen sieht, da sind hohe Fees drauf. Die Pools heimsinnen sich davon viel ein. Und es hat auch ein Problem bei der Varianz. Was meine ich damit?

Bei FPPS hast du meistens irgendwie eine Berechnung auf die letzten 16, 17 Blöcke, um da einen Durchschnitt oder manchmal auch mehr, um einen Durchschnitt zu bilden oder manchmal auch weniger. Das ist immer unterschiedlich, man weiß es nicht. Und wir kommen auch schon ein bisschen in dieses Mining Scams Thema rein wieder, was so dieses Hauptthema der heutigen Folge ist.

Du kannst bei keinem Pool, außer du kennst dich mit Sourcecode aus und die haben es veröffentlicht, bei niemandem kannst du überprüfen, wie diese Berechnung stattfindet und ob sie stimmt. Das kannst du nicht überprüfen.

Und worauf ich mit FPPS hinaus möchte ist, du hast bei FPPS das Problem, wenn du jetzt beispielsweise die letzten 19 Blöcke relativ schnell gefunden hast, in dem Zeitraum von den eigentlichen 16 Blöcken, also es kamen mehr Rewards rein, als eigentlich im Durchschnitt angedacht sind, dann klingt das ja erstmal schön und gut.

Aber da du ja nur so gesehen einen Preis für deine Hashrate hast und nicht wirklich für deine geleistete Arbeit und da muss man so ein bisschen diesen Unterschied ziehen, hat das halt zur Folge, dass du theoretisch weniger rausbekommst und auch praktisch, als im Vergleich mit PPLNS. Und ich hab für die, die die letzte Folge vielleicht nicht gehört haben, ich hab in der letzten Folge auch ein bisschen drüber gesprochen, das größte Problem beim Menschen ist der Zeithorizont.

Der Mensch denkt in Monaten, in Tagen, in Wochen, bei Jahren wird es schon sehr schwer. Aber das ist mathematisch das, wo man hin muss, wenn wir über verschiedene Payout-Schemes sprechen. Und das ist halt auch, ja, es ist so schwierig, du hast dann jetzt festgestellt, alles klar, ich möchte Hosting machen, weil in Deutschland kann ich es mir nicht leisten, um jetzt hier nochmal so ein bisschen Herz zu holen.

Dann, alles klar, der Vertragspartner ist ganz top, den mag ich, der hat grüne Haare, der gefällt mir, den nehme ich.

So, dann hast du das Glückliche, den glücklichen Vorteil, dass du dir dein eigenes Miningpool aussuchen kannst, dann hast du da festgestellt, ah ja, alles klar, okay, ich bin eher der Typus, dem ist das scheißegal, ich will einfach jeden Tag meine Payouts, weil ich hab keinen Bock auf Varianz, also, dass irgendwas mal hoch oder runter geht, mal werden zehn Blöcke gefunden, mal keiner. Das kann ja immer mal passieren, wenn man so über einen Zeitraum von einer Woche redet.

Ja, dann wähl ich halt FPPS, ja, okay, dann machst du das halt. Wirklich dem Netzwerk was Gutes tun, tust du nicht, weil FPPS ist halt dieser grundlegende Stein in dem Bereich des Proxypoolings. Also, beispielsweise denkst du dir dann, ich dezentralisiere jetzt das Netzwerk, ich geh zu so einem kleinen Pool, weil der hat ja nicht viel Anteil, aber trotzdem kriegst du jeden Tag deine Payouts.

Und ich schwöre bei Gott, es ist so ein bisschen überdramatisiert hier, dieser kleine Pool kann sich das nicht leisten. Der kann sich das nicht leisten, diesen Payout-Algorithmus euch anzubieten. Was macht der? Der nimmt diese Hashrate und schiebt die auf den nächstgrößeren, damit da Rewards reinkommen, die er dann wiederum an euch auszahlen kann. Also hast du das Netzwerk 0,0 dezentralisiert, sondern arbeitest zur Zentralisierung des Netzwerks hinzu.

Und die einzigen Lösungen, die dafür sprechen oder die ein Gegenpool dastehen, ist straight-up Solomining. Das ist eine Option, aber da sind wir schon wieder nicht mehr im profitablen Bereich, sondern da sind wir halt einfach wirklich im Bereich des Gamblings, wenn man über kleine quantitative Größen redet. Oder halt PPLNS oder aber auch Tides. Tides ist die Implementierung von Ocean. Die ist, und ich weiß, das ist falsch ausgedrückt, ich sag immer, das ist so ein bisschen PPLNS.

Es ist noch mal ein bisschen anders als PPLNS, aber man kann sich das mit PPLNS sehr gut vorstellen, wie das ungefähr funktioniert. Und das sind wirklich dann so Netzwerkmechaniken, die dem Netzwerk auch in der Dezentralität was Gutes tun. Weil, so leid es mir tut, im Prinzip ist das Netzwerk so, wie es jetzt ist, von nicht sehr viel Dezentralität geprägt. Es ist halt immer so. Und das bringt uns auch zu anderen Problemen, die dann noch mal on top sind.

Und da werde ich jetzt den einen oder anderen Miner, der sich einfach nur denkt, Mensch, wo ist Clou, laber nicht so viel, ich will da einfach nur Geld verdienen. Ja, das ist auch vollkommen in Ordnung, dann macht er's, dann ist das so. Aber ich hoffe, dass ich den einen oder anderen damit erreiche, der dann vielleicht ein bisschen weiter denkt oder um die Ecke denkt und vielleicht auch mal in den Bereich geht von, naja, was hat denn das für regulatorische Aussichten?

Ich habe jetzt einen Pool, der sitzt in den USA oder in China oder in Paraguay oder Georgien, was weiß ich, was ist denn, wenn jetzt da morgen die Regierung ankommt in diesem jeweiligen Land und sagt, hey, pass auf, ich will jetzt all deine Kundendaten. Heutzutage einen Pool zu finden, wo du dich einfach connecten kannst, ohne, dass du den Account erstellen musst, dass du deinen Ausweis hochladen musst, damit du deine Payouts bekommst, ist verdammt nochmal schwer.

Und das geht so ein bisschen in das Privacy-Feature oder Privacy-Thema rein. Aber mein Gott, wie schwer ist das heutzutage, wirklich einen Pool zu finden? Du hast nicht viele Optionen. Du hast weniger als eine Handvoll. Das heißt doch, man kann hier so KYC-freies Sud generieren. Ja. Aber auch das ist es nicht. Das ist schon lange nicht mehr KYC-frei. Nee, auch das ist es nicht. Schon lange nicht mehr.

Wenn du dir die Transaktionen anschaust, dann siehst du halt, dass die Transaktionen, die bei dir ankommen, also im Zweifel sind die vorher alle einmal konsolidiert über deinen Mining-Provider gelaufen. Und es ist ja auch nicht so, dass du zu jedem Block eine Transaktion bekommst. Das sind lauter Sachen. Ich glaube, um vielleicht das auch so ein bisschen zusammenfassend zu einem Ende zu bringen. Mining ist ein schwieriges Umfeld und es ist nicht der heilige Gral, der einem versprochen wird.

Es kann ein attraktives Finanzinstrument sein. Es ist kein Peace-of-Mind-Finanzinstrument, außer man macht es dazu. Und das aus rein ethischen Themen zu machen, schwierig mit Geld da reinzugehen, was du eigentlich nicht zur freien Verfügung hast, wo es dir im Zweifel fast egal sein kann, schwierig. Und auch Mining-Pools sind halt so wie überall. Wenn du ein bisschen tiefer unter die Haube guckst, dann findest du halt einfach Probleme.

Und das ist beim Remote-Mining nicht anders, das ist beim Mining zu Hause nicht anders, das ist bei Mining-Pools nicht anders, das ist bei Custody-Lösungen nicht anders, das ist bei Self-Custody nicht anders. Immer wenn du tiefer unter die Oberfläche guckst, ist es tendenziell dreckig. Und das ist dort nicht anders. Und du hast neben Scam-Unternehmen noch Unternehmen, die einfach jung und unstrukturiert sind, die das Ganze schwierig machen.

Und vielleicht hast du einen Glücksgriff und dann ist das nett. Und vielleicht lohnt sich das mal mehr, mal weniger. Aber es ist halt auch da, don't trust Verify, aber selbst das kannst du in dem Bereich eigentlich nicht wirklich machen. Weil einfach die Daten nicht da sind. Ich hatte mir eine Frage aufgeschrieben, bevor wir zu einem Ende kommen, wie du sagst.

Und zwar hätte ich euch gerne gefragt, schon am Anfang, weil der ein oder andere Kommentar war so kritisch, dass ich mich gewundert habe, würdet ihr mit dem Wissen oder der Erfahrung, die ihr jetzt gemacht habt, würdet ihr nochmal gehostetes Mining machen? Also würdet ihr nochmal investieren in gehostetes Mining? Ja, aber. Also ich habe aktuell eine einzige Maschine.

Vor über einem Jahr oder so, oder anderthalb Jahren ist das her, habe ich mir mal bei einem Hosting-Provider gekauft und da hinstellen lassen. Und overall ist es okay. Ich mit meinem technischen Background bin natürlich absolut unzufrieden mit dem, was ich da bekomme. Nicht, weil ich da einfach abgezogen werde oder sonst was, das ist jetzt nicht der Fall. Aber einfach, weil ich bin halt dieser Tech-Nerd, dieser klassische Tech-Nerd, der sich da drin versteift.

Also ich glaube, das, was ich habe, ist für den Otto-Normalverbraucher total fein und ist auch vollkommen in Ordnung. Meine Ansprüche sind halt einfach gewachsen über die Zeit, über das Wissen, was ich mir dann auch angeeignet habe, an dem, wie ich mir das vorstelle, was für mich auf Business-Ebene auch ein Partner ist, mit dem ich zusammenarbeiten könnte. Und nach meinem Wissensstand von den ganzen Hosting-Providern, die ich aktuell kenne, würde ich keinen einzigen von denen mehr auswählen.

Das heißt, entweder müsste ich selber ein Hosting-Provider werden, um nach meinen Vorgaben arbeiten zu können. Aber ob das dann profitabel ist, weiß ich nicht. Und ausprobieren will ich das auch nicht. Ich muss für mich sagen, es ist schlicht und ergreifend zu früh. Also du kannst ein 5-Jahres-Investment nicht nach einem Jahr beurteilen, weil es da nie profitabel ist. Und das werde ich am Ende beurteilen können und kann ich das sagen.

Eine der großen und sehr positiven Erkenntnisse, die ich aus dem Mining gewonnen habe, ist, Mining in Europa hat aus meiner Perspektive massive Zukunft. Und das einfach aus dem Punkt, dass eine der Sachen, die wir in Europa wirklich gut können, ist Regulatorik, ist Verträge, ist Struktur, ist Verlässlichkeit. Und das mag sein, dass dafür der Strom auch ein bisschen mehr kostet, dafür fällt er halt auch nicht alle zwei Tage aus.

Und ich glaube, das hat sowohl im institutionellen Investment-Bereich als auch im Privatkunden-Bereich eine massive Zukunft. Man muss sagen, diejenigen, die in Europa versuchen, Mining im größeren Stil aufzumachen, stümpeln momentan auch noch eher herum und müssen sich erstmal finden.

Aber ich glaube, das hat eine Zukunft, weil einfach da dieses doch sehr strukturierte regulatorische Mindset einfach einen Mehrwert bietet, den man halt, wenn man einmal drin war, gesehen hat, und gesehen hat, dass das tatsächlich auch einen monetären Mehrwert hat. Und das für mich ist zum Beispiel eine super Erkenntnis, für die ich sehr dankbar bin. Auch sonst, meine Mining-Experience bisher war hart schmerzhaft.

Aber auf der anderen Seite bin ich sehr dankbar dafür, weil die Erkenntnisse, die ich bis jetzt daraus gewonnen habe, sind weit über das Mining für mich wertvoll. Und im Zweifel das Geld wahrscheinlich perspektivisch wert, was ich möglicherweise momentan antizipiere, dabei zu verlieren. Und von daher ist das ganz schwierig zu sagen. Es gibt heute im Bereich des Mining, gibt es alle vier bis fünf Jahre immer Blut im Markt.

Das klingt jetzt immer wieder so ein bisschen melodramatisch, aber das ist halt einfach so. Das ist auch das, was ich letztes Mal im Podcast schon angesprochen habe. Es ist diese Thematik, es gibt immer wieder diese neuen, hippen, flotten Firmen, die tauchen auf, bieten euch das geilste Produkt des Jahrtausends an. Versprechen euch Gold vom Himmel und kaum kommt ein Halving und die Rewards gehen mal wieder in den Keller, weil das ist halt einfach so.

Gehen ungefähr 60 Prozent von denen wieder pleite. Und das werden wir jetzt in den nächsten paar Monaten auch wieder sehen. Also es wird, da lege ich meine Hand schon vor, es wird jetzt in den nächsten paar Monate wieder Pool, nicht unbedingt Pool, aber wahrscheinlich Hosting-Provider sterben geben in einem größeren Ausmaß. Wir sehen es jetzt gerade. In den letzten zwei Tagen haben wir knapp 100, wenn wir gucken, 70 Extra-Hash verloren.

Kann man schnell in seinen Rechner eingeben, 70 Extra-Hash, das ist schon gar nicht mal so wenig. Also mit 70 Extra-Hash, das sind viele, viele Blöcke. Klar, es reduziert natürlich auch die Difficulty, aber das ist, glaube ich, jetzt erstmal so ein bisschen der Anfang und ich glaube, in den nächsten paar Wochen, schrittfüchtig Monaten werden noch weitere Hosting-Provider einfach offline gehen. Die können sich den Strom nicht mehr leisten.

Die Infrastruktur wird auch immer teurer, mal muss man was reparieren, irgendwo kommt ein Sandsturm oder was weiß ich und zerstört Geräte. Und das kommt immer wieder, das sind natürliche Dinge. Aber ganz gefährlich ist halt einfach auch das Thema des Halvings für dieses System. Meine Zukunftsvision ist, in spätestens 15 Jahren wird Hosting, so wie das heute noch gemacht wird, nicht mehr möglich sein. Das wird es nicht mehr geben, das wird aussterben. Das wird auch da, inwiefern?

Das reguliert das Finanzprodukt, am Ende wird das sein, glaube ich. Naja, geh mal in 15 Jahren, also in vier weiteren Halvings, wo liegen wir da? Da liegen wir sehr gering bei den Block-Rewards. Und wir sind ja keine Anlagenberatung oder dergleichen, aber gehen wir mal spekulativ davon aus, wenn der Bitcoin in den nächsten 15 Jahren nicht über eine Million geht, dann hast du ein richtiges Problem, wenn du dann noch maintain willst und der Strom noch immer so viel kostet wie heute.

Das kannst du nicht mehr bringen, außer die Geräte wären exorbitant effizient. Aber gut, wir sehen jetzt ja aktuelle schon Sprünge in der Effizienz. Aber selbst da, es wird schwierig. Und ich glaube, in 15 Jahren wird es diese Hosting-Provider im großen Stil so nicht mehr geben, wahrscheinlich einige einzelne. Aber das wird dann auch ein Privileg sein, mit denen zusammenarbeiten zu können. Spannend. Ist das so Thema Mining Death Spiral oder ist das ganz legitim?

Also du siehst das nicht als großes Risiko für Bitcoin an sich, sondern eher für diese Art der Möglichkeit, sich an dem zu beteiligen? Mining in dem Sinne, wie es jetzt durch diese Hosting-Provider getrieben wird, ist halt einfach nur ein Thema der Goldschaufel verkaufen. Also im Goldrausch werden Schaufeln verkauft und damit wird Geld gemacht. Und das ist für mich eins zu eins dasselbe.

Ob du jetzt die Maschine nimmst oder den Hosting-Provider, das ist für mich beides, dass die die halt dementsprechend die Schaufeln verkaufen. Und da glaube ich halt einfach, in den nächsten 15 Jahren wird das definitiv einbrechen auf Grundlage der Block Reward Distribution, die dann im Verhältnis zu heute nichts mehr ist, außer der Preis geht in vier Terms durch die Ecke. Aber ist mir egal, weil ein Bitcoin ist ein Bitcoin. Und ja, ich sehe das nicht.

Ich sehe nicht, dass diese Hosting-Provider in den nächsten Jahren überleben werden. Und das ist auch okay, weil das Bitcoin-Netzwerk kann auch überleben, wenn keine Ahnung nur 20, 30, 40 extra Hashes am Markt sind. Also ein Zehntel von dem, was jetzt da ist. Dann lebt Bitcoin trotzdem noch weiter. Wenn das schön distributiert ist und nicht alles bei einem sitzt, haben wir gar kein Problem. Okay, ich danke euch für die Einblicke und den Rage und die Aggression. Das war eine emotionale Folge.

Ich finde es gut, dass wir darüber gesprochen haben. Ich finde es super spannend zuzuhören und zu sehen, was da so hinter dem Vorhang passiert. Ich bin gespannt auf die Follow-up Diskussion, die wir jetzt heute noch haben und die wir generell zu den Themen haben. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht der ein oder andere Zuhörer noch eine Frage hat, wenn das umfassend genug wird, könnte ich mir auch vorstellen, dass wir da nochmal ein Follow-up zu machen.

Ansonsten danke erstmal, Wondlu, dass du dir nochmal die Zeit genommen hast, mit uns darüber zu quatschen. Ich weiß, du hast auch andere Themen, die dich umtreiben und es wird nicht immer einfach. Ich bin immer wieder liebend gerne hier. Schön, sehr schön zu hören. Danke dir, Martin, hat Spaß gemacht. Danke dir. Und ja, der Idee, wir haben eine Sache am Anfang vergessen und das wollte ich noch ganz kurz erwähnt haben.

Wir sind ein Value for Value Podcast und wer uns jetzt noch zuhört und vielleicht einen kleinen Benefit daraus generiert hat, uns zuzuhören und wenn es nur Entertainment war, dann wäre es ganz nett, wenn ihr uns mal ein Bier ausgebt oder ein Döner oder ein Auto. Wir, Value for Value, könnt ihr das tun. Können wir hier einmal nach Jack Dorsey rufen. Ja, genau, der hört bestimmt zu. Es gibt auch mittlerweile ganz coole AI-Tools, die das übersetzen. Das ist echt spannend, was wir hier erzählen.

Ja, genau. Nutzt gerne dafür so einen Value for Value Player. Fountain ist immer wieder einer, den ich gerne nutze. Ich müsste mich mal wieder reinarbeiten, was es so für Alternativen gibt, in denen ihr entweder Satz streamen könnt oder per Boost sogar einen Kommentar schicken und eine Frage stellen könnt. Das kommt immer wieder gut an und wir machen auch ab und zu einmal alle zwei Monate, würde ich jetzt fast sagen, dass wir uns mal die Zeit nehmen und die mal vorlesen in einer separaten Folge.

Ihr kennt das vielleicht. Ja, um da dabei zu sein, schickt uns mal einen Boost. Und wenn euch das nervt, dass wir euch die ganze Zeit sagen, dass wir ein Value for Value Podcast sind, was eingängig wäre mit unseren Statistiken, dass seit wir angefangen haben, das zu sagen, wir immer weniger Satz bekommen, dann sagt uns das auch gerne. Ja, gebt uns das gerne als Feedback. Vielleicht muss man das mal umkribbeln. Meinst du, das ist der Grund? Ich weiß es nicht. Das könnte sein. Aber das ist ja so.

Je mehr du fragst, desto weniger kriegst du in manchen Dimensionen. Gut. Oder wir müssen aggressiver nach Autos fragen und nicht bloß Bier. Ja, haut mal richtig was raus. Gelassen ist mitgenommen. Das ist richtig am Ende hier. Es schneidet Thorsten wahrscheinlich alles raus. Ganz viel Liebe, ganz viel Liebe hier raus an jeden Zuhörer. Okay, das reicht jetzt. Schön, dass ihr dabei wart. Auf Wiedersehen. Doch. Doch, das letzte Wort gilt dem Besten. Danke dir, Wantclue.

Wie immer sage ich, if it hashes, it hashes. Und vergesst nicht, Bitcoin Mining ist wichtig. Nicht aufhören. Focus on the signal, not on the noise. Ciao, ciao. Ciao. Focus on the signal, not on the noise. Focus on the signal, not on the noise.

[Musik]

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