Nodesignal-Talk - E190 - Bitcoin Mining Pools - podcast episode cover

Nodesignal-Talk - E190 - Bitcoin Mining Pools

Jul 05, 20241 hr 7 minSeason 2Ep. 190
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Episode description

In der heutigen Folge sprechen Martin und Calso mit WantClue über das Thema Mining Pools. Was sind sie, woher kommen sie und welche Probleme gibt es?
Von und mit

- Martin

- Calso

- WantClue

Produziert und geschnitten: Calso

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Block 848372
Timestamps:

(00:00:00) Intro

(00:00:22) Begrüßung, Blockzeit & V4V

(00:01:32) Was ist ein Mining Pool

(00:06:54) Wie funktioniert ein Mining Pool

(00:16:24) Auszahlungsvarianten

(00:25:37) Solo Mining

(00:32:38) Pool Fees

(00:53:12) Überprüfbarkeit

Transcript

Intro

MartinMartin

Herzlich willkommen bei Nodesignal, Deiner Bitcoin-Frequenz. Heute mit den Nodes Calso Hallo, guten Abend. Und mit dem wunderbaren WantClue. Wunderschönen guten Abend. Hallo. Es geht heute um das Thema Mining Pools, denn der Sommer kommt und deshalb müssen wir uns über Pools unterhalten. Aber bevor wir in das Thema reingehen, hat erstmal jemand die Blockzeit für unsere lieben Zuhörer. Aktuell stehen wir bei 848372. Das kann ich bestätigen. Noch hervorragender.

Gut, genau, WantClue, du warst ja schon mal bei uns. Jetzt wieder. Deshalb freut es uns sehr, dich wieder hier zu haben. Heute zum Thema Mining Pools. Eine Sache vorweg. Das Ganze ist wie immer ein Value for Value Podcast. Und wir freuen uns, wenn euch diese Folge einen Mehrwert gebracht hat. Ihr diesem Mehrwert Ausdruck verleiht und die ganze Arbeit, die wir hier machen, inklusive der Community-Arbeit, ein bisschen unterstützt. Aber gehen wir direkt noch mal ins Thema rein. Mining Pools.

Was ist ein Mining Pool

Was ist eigentlich ein Mining Pool? Ja, wie so gerne tue ich das immer und hole mal ein kleines bisschen aus. Wenn wir in der Historie von Bitcoin etwas zurückgehen, und zwar an die ersten Beginne der Blockchain, dann stellen wir fest, dass es da eigentlich noch keine Pools gab. Also die wirkliche explizite Dezentralität, jeder muss selber daran arbeiten und selber einen Block finden, das gab es eigentlich nur im ganz early stage von Bitcoin.

Relativ schnell kam dann die Thematik auf, dass man festgestellt hat, okay, es sind viele Entitäten mittlerweile online. Und damals reden wir noch nicht über ASIC-Maschinen, also große, laute und schnell produzierende Maschinen, sondern wir reden über Grafikkarten, über CPU-Leistungen, die im Verhältnis sehr, sehr gering ist. Und da kam dann die Thematik auf, dass man sich was überlegt, wie kann man denn das Ganze so effizient gestalten, dass man sich vielleicht zusammenschließt.

Und daraus, aus dieser Idee, wurde dann eine Implementierung und ein Protokoll geschaffen, das nennt sich Stratum V1, was im Prinzip nichts anderes ist, außer dass irgendwo eine Node sitzt. Diese Node kreiert ein Block-Template, also was soll theoretisch mit in den nächsten Block rein, und sendet das dann weiter, delegiert das also an Maschinen.

Und die kommunizieren immer in entgegengesetzte Richtung, also ich schicke als Pool in dem Fall eine Aufgabe raus, der Arbeiter arbeitet daran und schickt das zurück. Und das wurde so strukturiert, dass man das an ganz viele gleichzeitig machen kann und das nicht nur lokal machen muss, sondern auch durch dieses Protokoll Stratum V1 das über das Internet verschicken kann.

Weil ganz am Anfang war das nur möglich, wenn du selber deine eigene Node zu Hause hattest, das dann auch an deine eigenen Geräte in deinem eigenen Heimnetz auszuschicken und mit denen zu arbeiten. Okay, das heißt Pool ist im ersten Schritt nur, dass alle an der gleichen Aufgabe arbeiten, und ein Pool ist eine Gruppe von Minern, die an der gleichen Aufgabe arbeiten? Im Prinzip kann man das so ausdrücken. Also salopp gesagt ist das so.

Es ist einfach nur eine Verteilung dieser Aufgaben, und wir müssen den nächsten Hash finden, der eine gewisse niedrige Nullsumme hat, um dann den nächsten Block damit zu signieren. Und das bedeutet jetzt nicht, dass alle ein und dieselbe Aufgabe durchrechnen. Da gibt es kleine Varianzen und Unterschiede bei den Aufgaben, die sie berechnen.

Aber im Prinzip ja, die Idee ist schlichtweg, anstatt dass ich alleine daran arbeite, dieses sogenannte Solo-Mining, wie man das heutzutage gerne nennt, hat man halt die Möglichkeit, mit ganz vielen zusammen an dieser Aufgabe zu arbeiten. Und das hat natürlich den Vorteil, dass man erstens häufiger mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, je mehr Hashrate man hat, dann auch einen Block findet.

Und auch als Miner, also der, der die Aufgabe dann leistet, den Incentivize hat, dass man häufiger einen Payout bekommt, als wenn man immer nur einen bekommt, wenn man selber jetzt einen Block finden würde. Das sind so die zwei Hintergründe.

Ich dachte bisher immer, dass es nur die letzten beiden Punkte sind, dass es genau der Payout, dass der einfach gesichert ist, dass ich über einen längeren Zeitraum einfach die, dass jemand anderes aus dem Team, sag ich mal, aus dem Pool was findet und dass sich das alle teilen und ich damit einfach die Kosten gleichmäßiger decken kann. Und dass ich in Summe einfach zusammen mehr Hashrate habe.

Aber die Erklärung von dir lässt mich jetzt noch so ein bisschen, also löst so die Frage bei mir aus, ist es denn auch effizienter? Also kann ich die Berechnung denn in verschiedene Richtungen fahren? Also weil du gerade von zwei Richtungen sprachst. Also ich gehe mal davon aus, beim Mining, jeder rät so ein bisschen für sich selbst drauf los und versucht eben den richtigen Block, die Nones zu finden. Oh Mann, das Crocking Bitcoin ist zu lange her. Alles gut.

Und wenn ich jetzt als Pool agiere und aus der Erklärung raus ist es so, sag gerne, ob das vollkommen verkehrt ist, aber der eine Miner, wir sind jetzt vielleicht nur zu dritt in einem Pool, einer rät eben in die Richtung mit aufsteigenden Zahlen, die er ergänzt und der andere rät in die andere Richtung und nutzt aber die gleiche Startzahl und zählt aber runter und versucht sich so dem Ergebnis zu nähern. Ist das so? Also wird das errechnen oder erraten der Nones? Wird das optimiert in dem Pool?

Oder arbeiten eigentlich alle in ihrem gleichen Muster, so wie ein Solo-Miner auch arbeiten würde, nur dass sie zusammen mehr Hashrate haben? Also das Interessante daran ist, es ist nicht immer gleich. Man kann keine generelle Antwort dazu liefern.

Die generelle Antwort, die ich liefern kann, ob das jetzt effizienter ist, zum allgemeinen Thema, also wenn ich jetzt sage, ich habe eine Million Miner, die sitzen alle auf einem Pool, ist es effizienter, alle auf einen Pool zu schicken oder wäre es nicht besser, wenn jeder seine eigene Not hat? Das macht im Prinzip eigentlich von diesem Zufallsfaktor bei Bitcoin kein Unterschied. Ob jetzt alle auf demselben Node sind oder alle auf einer verteilten Node, macht im Prinzip keinen Unterschied.

Weil alle haben dieses Problem vor sich, ich nenne das immer ganz gerne dieses Würfeln. Man probiert halt, den passenden Hash zu finden, um die nächste Transaktion in der Blockchain so gesehen zu signieren. Und da ist es einfach egal. Dann gibt es aber Unterschiede, und da kommen wir auch schon ein bisschen in dieses Segment,

Wie funktioniert ein Mining Pool

wie funktioniert dieser Pool eigentlich dann auch im Hintergrund? Der eine oder andere hat das wahrscheinlich schon mal gehört, es gibt die Möglichkeit, dass man Solo-Mining betreibt, das heißt, man probiert für sich selber jetzt einen Block zu finden, man arbeitet nur ganz alleine dran.

Und wenn man sich dann jetzt an einen Pool ranschließt, wie zum Beispiel einer der bekanntesten ist der CK-Pool, der existiert schon seit gefühlt Anbeginn der Zeit und ist noch immer da, da ist es im Prinzip so, dass man ein Template zugeschickt bekommt, und in diesem Template stehen halt verschiedene Dinge drin.

Bei dem CK-Pool hat man beispielsweise eine Fee, also eine Gebühr dafür, dass man den nutzt, und das bedeutet, dass in diesem Template diese Aufgabe, die man zugeschickt bekommt, nicht nur die eigene Bitcoin-Adresse für die Auszahlung für den gefundenen Block mit drinsteht, über die man dann drüber rechnet, sondern auch noch die von dem Pool-Betreiber, weil das sind dann ja die Gebühren.

Das ist insofern ein Unterschied, als dass es auch Solo-Pools gibt, wie beispielsweise Public Pool, der von uns bei USMU entwickelt wurde, wo keine Fees dabei sind. Das heißt, da hat man nur ein Block-Template, wo nur deine eigene Bitcoin-Adresse drinsteht. Das klingt jetzt erst mal irrelevant, aber das ändert den Rechenaufwand, beziehungsweise das, was man dann rausrechnet, enorm, weil die Grundlage ist schon mal eine andere.

Das heißt, ihr könnt euch das vorstellen, wenn ihr im Prinzip auf eurer Tastatur was eingibt und sagt, alles klar, ich schreibe da jetzt irgendeinen Namen drauf, und das berechnige ich jetzt mal mit irgendeinem Algorithmus, wie zum Beispiel bei Bitcoin den Schall 256D, dann kommt da irgendein Wert raus. Wenn ihr da jetzt aber noch irgendwas hinzufügt, wie beispielsweise der Name plus irgendeine Zahl, dann kommt ja ein ganz anderes Ergebnis raus.

Und so kann man sich das auch vorstellen wie bei so einem Mining-Pool. Das heißt, es ist immer danach gerichtet, wie ist der Payout, also wie wird die Bezahlung an den einzelnen Miner gerichtet, und was für Templates werden erstellt. Da ist es mittlerweile sehr, sehr komplex geworden.

Früher war es einfach in zwei verschiedenen Richtungen, dass man entweder die Möglichkeit hatte, dass man das per Solo-Mining macht, das heißt, man hat da sein Blog-Template bekommen mit der eigenen Adresse und mit den Fees für den Pool, oder man hat sich an einen Pool zusammengeschlossen, wo beispielsweise ein Payout-Mechanismus namens PPLNS war, aber da kommen wir nachher noch mal drauf, was genau das bedeutet, oder halt auch PPS.

Und das hat sich insofern ausgewirkt, als dass diese Aufgabe, die ich bekomme als Arbeiter in diesem Segment, jetzt eine komplett andere ist. Im Prinzip ist das verwirrend, weil jeder denkt, okay, die suchen doch alle jetzt eigentlich nur den nächsten Hash. Aber der Hash kann im Prinzip unterschiedlich sein. Und das sehen wir auch ganz häufig bei Bitcoin, ganz häufig, man kennt das, wenn man sich das so vorstellt, diese Blockchain-Kette ist ein Blog nach dem anderen angekopselt.

Das ist im Prinzip nur das, was der Mensch sagt, um das zu verdeutlichen, was das eigentlich ist. Wirklich, wenn man das aufschreibt, wenn man sich die Zahlen anschaut, hat das nichts mit Blöcken zu tun, aber es ist halt, damit der Mensch es greifbar verstehen kann. Und worauf ich gerade hinaus möchte, ist, man sieht das manchmal in der Blockchain, dass man auf einmal eine Spaltung hat. Ein Block geht nach links, drei Blöcke gehen nach rechts.

Das heißt, die Blöcke, die nach rechts weitergehen, die sind ja länger, das heißt, das ist die valide Blockchain. Das Interessante ist aber gerade der Punkt, wo wir uns gespalten haben. In einer ähnlichen Zeit sind zwei Leute auf ein Ergebnis gekommen, was aber unterschiedlich ist. Und das ist das Schöne an Bitcoin. Das bedeutet nicht, dass immer das Ergebnis dasselbe ist. Es kann unterschiedlich ausfallen. Und der Unterschied rührt halt daher, was für ein Input ich bekomme.

Das heißt, du brauchst quasi keine Effizienzoptimierung, indem du sagst, wer wo bei welcher Nance anfängt, weil nicht alle den gleichen Block bekommen, sondern dadurch, dass die Payout-Struktur bei jedem ein bisschen anders aussieht, ist quasi das Pre-Image für den Hash-Algorithmus unterschiedlich. Und deshalb kann jeder für sich seine Nance hochzählen. Das Interessante an der Nummer ist, das könnte man sich jetzt so vorstellen, es ist aber ein wenig komplizierter geworden heutzutage.

Weil wir sitzen jetzt hier heutzutage mit ASIC-Chips, also Application-Specific Integrated Circuits, bedeutet einfach nur zu gut Deutsch, es ist ein ganz spezieller Chip, der nur eine ganz spezielle Aufgabe durchführen kann. Sitzen wir hier. Und von Bitmain beispielsweise, die aktuellsten Chips, die es da gibt, die können intern ihren Nance-Bereich durchwechseln. Und für die, die jetzt gerade ein bisschen abkapseln und denken, alles klar, das wird hier zu technisch, keine Sorge.

Im Prinzip kann man sich das vorstellen, wie einfach ich bekomme eine Aufgabe, rechne mir eins plus eins durch und gebe mir irgendein Ergebnis durch. Dann habe ich jetzt eine ewig lange Tabelle. Die ist aber viel zu lang, dass ich die in mein Kurzzeitgedächtnis rein kopieren könnte, weil irgendwann vergesse ich halt Teile. Also spaltet man das auf in sogenannte Nance-Bereiche, könnte man das jetzt so nennen, um einfach einen Vergleich hinzuziehen.

Und was die Geräte heutzutage machen, ist, die bekommen ihre Aufgabe zugesendet, rechnen einen Bereich durch und jedes Mal, wenn sie eine theoretische mögliche Antwort haben, schicken sie die zu dem Pool oder zu der Node zurück, je nachdem, wo man gerade angeschlossen ist, und sagen, hey, ich habe hier gerade was. Der Pool prüft dann, passt das und sagt ja oder nein. Ob man jetzt den passenden Block-Hash gefunden hat.

Und wenn das halt nicht der Fall ist, dann bekommt man ein neues Template zugeschickt. Oder aber die Maschine intern kann sagen, alles klar, ich habe jetzt zwar ein paar mögliche Antworten zugeschickt, es gibt aber noch kein neues Block-Template. Ich ändere jetzt einfach mal den Bereich, in dem ich gerade rechne. Und das geht dann so lange durch, bis man einmal den theoretischen möglichen Bereich von allen Zahlen, die es da so gibt in diesem Algorithmus, durchgerechnet hat.

Weil irgendwo muss die Lösung ja drinstehen. Oder eine mögliche Lösung. All das, was du beschreibst, passiert innerhalb von den zehn Minuten. Also die Miner kriegen immer wieder einen Ping mit einem neuen Template und rechnen das dann wieder durch und geben was zurück. Und nur die Node kann das validieren. Ist das richtig? Oder können die Miner nicht selbst? Nein. Also um da kurz einzusteigen, bevor ich das größere Thema beantworte.

Also die Aufgabe, den Hash zu finden, das ist im Prinzip so eine Art Brute Force. Das hat vielleicht der ein oder andere schon mal gehört. Das ist, wie wenn man probiert, ein Passwort zu cracken. Man weiß nicht, wie das lautet. Also es kann Großschreibung, Kleinschreibung, Sonderzeichen und sonst was sein. Und ich probiere jetzt wild irgendwelche Kombinationen aus. Weil es gibt ja nur x hoch irgendwas Kombinationen, um eine mögliche Passwort-Legge herauszufinden.

Und irgendwo wird sie an dieser ewig langen Tabelle, die ich habe, stehen. Und diese Aufgabe ist halt extrem schwer. Und deswegen gibt es diese ASIC-Chips, die dann ganz speziell nur das durchführen und nichts anderes. Auf der anderen Seite hat der Pool Operator ja bereits ein Block Template rausgeschickt. Und für dieses Block Template ist es relativ simpel. Es ist wie eine Gleichung. Man kann sich vorstellen, ich habe bei Rechenaufgabe 1 plus irgendwas, was mir fehlt.

Und die Antwort ist das, was der Miner mir zurückgeschickt hat. Und wenn ich die Gleichung jetzt umstelle, muss ich ja auf dieses fehlende Element kommen. Und wenn das stimmt, dann habe ich den nächsten Block gefunden. Und dieser Prozess, das, was ich jetzt gerade beschrieben habe, ein bisschen linehaft, so ist das jetzt nicht ganz, aber so kann man das am besten umschreiben. Das ist sehr simpel. Das kann selbst ein Minigerät, ein ESP32, theoretisch.

Es ist nicht schwer vom Rechenaufwand im Vergleich zum eigentlichen Mining. Aber das heißt, rechnen mehrere Miner in einem Pool im Zweifel teilweise die gleichen Rechnungen? Oder sieht das Preimage, also das, was im Block drinsteht, bei jedem Miner unterschiedlich aus? Die Wahrscheinlichkeit dazu ist sehr, sehr gering. Also es wäre möglich. Es wäre dann eine Art, dass man sagt, man hätte einen Duplicate Share. Und das muss ich kurz ausholen.

Ein Share ist im Prinzip die Antwort von dem Rechengerät zurück an den Pool Operator oder den Node, wie auch immer. Ich nenne es einfach immer beide. Also ein Share ist nur die Antwort. Ob diese Antwort jetzt stimmt und richtig ist und uns zu dem nächsten Block führt oder nicht, das sei mal dahingestellt. Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass zwei Geräte die gleiche Aufgabe gerade durchrechnen. Es ist nicht unwahrscheinlich, vor allem im niedrigen Segment.

Also wenn wir jetzt hier anfangen über Difficulties, also die Schwierigkeit, wie schwer war es, an diese Lösung ranzukommen. Und wir sind da in einem niedrigen Segment von einer Difficulty von, keine Ahnung, unter 10 Millionen. Da ist schon die Wahrscheinlichkeit hoch. Aber da muss man sich auch immer in den Kopf rufen, wie viele Miner verwenden denn die gleiche Bitcoin-Adresse? Das ist auch immer ein Unterschied. Warte mal, die Bitcoin-Adresse, die da drinsteht.

Also der Grundgedanke eines Pools ist doch, dass alle mitmachen und dann auch alle entsprechend was bekommen. Exakt. Vielleicht gibt es auch andere, aber jetzt würde es ja heißen, dass der Block-Reward entweder an den Pool ausgeschüttet wird und dann vom Pool verteilt wird. Genau. Oder bei der Erstellung des Block-Templates wird er entsprechend gleichmäßig, also gleich an alle verteilt. Genau.

Was aber dann hieße, dass du quasi das Block-Template dependierend auf der Hashrate, die du bereitstellst, permanent updaten müsstest. Exakt. So im Fall, dass jetzt zum Beispiel ein Miner mit komplett rausjobbt, dass er dann nicht mehr den Payout bekommt, obwohl er nicht mitgerechnet hat.

Auszahlungsvarianten

Exakt. Da gehen wir schon ein paar Themen voraus. Es gibt halt diese verschiedenen Payout-Schemes. Ich habe vorhin erwähnt, es gibt Solo-Mining. Das ist also, wo dann in dem Block-Template deiner Rechenaufgabe steht schon deine Auszahlungsadresse für den Block-Reward drin. Es gibt aber natürlich auch Pools, die sagen, alles klar, wir haben jetzt hier ein Verfahren wie beispielsweise FPPS. Da meinst du nicht auf deine eigene Adresse, sondern du meinst zu unserer Adresse.

Und wir berechnen intern irgendwie, wie auch immer die Rechnung dann aussieht, berechnen wir dann, wie viel Arbeit du geleistet hast. Und prozentual bekommst du dann deine Auszahlung. Also, dass der Pool das verwaltet und das dann auszahlt. Und du sagst das genau richtig. Also, es bedeutet auch jedes Mal, dass wenn zum Beispiel ein Miner rausjobbt oder einer dazu kommt, dass das geupdated werden muss.

Wenn man in so einem Verfahren ist, wo das automatisch bei der Block-Erstellung ausgezahlt wird. Das passiert meistens bei PPLNS. Also, das bedeutet Pay Per Last End Shares. Aber da kommen wir noch zu. Es gibt aber auch die Möglichkeit, und das darf man auch nicht vergessen, es sind jetzt gerade sehr, sehr viele Dinge, die auf einmal passieren, was auch noch gleichzeitig passiert, ist ja, dass Peter zu Hans was schicken will. Der schickt jetzt 12 Bitcoin rüber.

Und Gerd Ruth schickt zu Helmut auch noch mal 7 Bitcoin rüber. Diese Transaktionen kommen auch mit rein und die verändern das Template auch. Das heißt, jedes Mal, wenn deine Node, du als Pool Operator, jetzt neue Transaktionen mit aufnimmst, die du gerne im nächsten Block mit drin haben möchtest, weil die Fees dafür beispielsweise schön hoch sind, dann musst du dein Block Template anpassen. Das heißt, der Pool Operator gibt vor, welche Transaktionen im Block sind. Exakt, genau.

Ich habe immer gedacht, dass es wie beim Solo-Mining läuft, dass der, ich sage, der Solo-Miner hat ja einen eigenen Mempool und je nachdem, in welche Reihenfolge die Transaktionen reinkommen, wählt er sich welche aus. Das verändert ja wahrscheinlich auch schon wieder den Input. Grundlegend ist es, bei Bitcoin gibt es da nur einen Weg. Die Node, die hinter dem steht, womit du dich verbindest.

Und der Pool kann man sich als Mittelzwand vorstellen, zwischen der Node und zwischen dir als Miner oder umgedreht, du als Pool und deine Arbeiter als Miner. Da ist der Pool genau dieses Mittelelement. Das verwaltet nichts anderes außer die Node. Und die Node ist das, was entscheidet, ob welche Transaktion wie reinkommt. Da gibt es ja auch verschiedene Implementierungen. Wir haben Bitcoin Core, wir haben und viele verschiedene andere. Wir fangen gerade die Namen nicht ein, die es da noch gibt.

Und je nachdem gibt es auch andere Templates. Wir sehen das, wenn jetzt ihr oder auch die Zuhörer einmal kurz sich anschauen, es gibt diesen Pool, der nennt sich Ocean, den findet man unter ocean.xyz. Die haben verschiedene Nodes, die betreiben so gesehen drei bis vier verschiedene Pools. Alle prinzipiell unter demselben Namen Ocean. Und da haben die verschiedene Implementierungen. Die haben einmal Bitcoin Core, das dem Ethos von Bitcoin Core folgt.

Dann gibt es noch eine andere Node-Implementierung, die die haben, wo sie sagen, diesen ganzen Bullshit, wenn man das mal so ausdrücken darf, von NFTs und was es so alles auf Bitcoin gibt, das filtern sie raus, diese Transaktion nehmen sie nicht mit auf.

Oder es gibt auch irgendwelche Implementierungen, beispielsweise das FBI hat ja auch Nodes, wo sie sagen, wenn die jetzt einen Block finden würden, kommen Transaktionen von irgendwelchen Kriminellen, die sie nicht unterstützen wollen, kommen gar nicht mit rein. Das heißt, der Kopf dieser Operation ist immer die Node, die dahinter steht und nicht der Pool und auch nicht der Miner. Also, da sind ja, du hast es schon angesprochen, da sind ja eine ganze Menge Problematiken drin.

Die eine Problematik ist ja, wenn der Poolbetreiber berechnet, wie viel Bitcoin dir zusteht, kann der Poolbetreiber dich ja auch einfach übers Ohr hauen und sagen, dir stehen 0,5 zu, obwohl von deiner Rechenleistung her dir einer zusteht. Der Poolbetreiber kann das im Zweifel auch in kleinsten Mengen, weil du sitzt ja nicht die ganze Zeit da und guckst, wie viel du reinbringst. Du weißt ja auch nicht, wie viel die Gesamtverteilung des Pools ist.

Also, ob jetzt du der einzige Miner in diesem Pool bist oder ob es da 100.000 drin gibt, kannst du ja am Ende, weiß ich nicht, kannst du das sagen? Kannst du sehen, wer sonst noch mit dir zusammen im Pool ist? Also, es gibt einige Pools, die bereiten Schnittstellen, oder die stellen Schnittstellen bereit. Das nennt sich unter anderem ein API.

Das ist im Prinzip ein Interface, wo dann man irgendwie mit kommunizieren kann oder irgendwelche Kommandos austauschen kann, etc. Manche Pools machen das, dass sie sagen, hier, das sind unsere Top 100 Miner mit so und so viel Hedge Rate auf die und die Bitcoin-Adresse. Die zeigen sowas an. Es gibt es bei einigen Pools. Aber im Prinzip nein. Der Pool muss dir gar nichts bereitstellen und du kannst, wenn du keinen direkten Zugriff auf die Software hast, auch nichts abfragen.

Also, im Prinzip kann es sein, dass du zu irgendeinem Pool arbeitest. Ich nehme jetzt mal irgendeinen Pool XYZ 200, keine Ahnung. Der steht da, sagt, alles klar, wir haben 30% der Netzwerk-Hashrate und schick mir mal eure Hashes rüber. Mal gucken, was ich damit mache. Du kannst nicht darauf zugreifen, du weißt es nicht. Also, ja, weißt du nicht. Nein. Im Prinzip nicht.

Das heißt, wenn du keinen direkten Zugriff auf die Maschine hast, kann es sein, dass wer auch immer da dazwischen steht, der Poolbetreiber, wenn du deinen Pool nicht wechseln kannst. Also, viele Anbieter gehen ja zum Beispiel hin, gerade wenn man jetzt über sowas wie Remote Mining, wo du am anderen Ende der Welt minest oder sowas, dann wird ja im Zweifel der Pool auch von denen festgelegt und klappt vielleicht mit dem Wechsel. Also, manche stellen das bereit, manche stellen das nicht bereit.

Und das heißt, wenn du den nicht wechseln kannst, dann kannst du zumindest nicht überprüfen, ob sie nicht x% deiner Bitcoin, die du minest, fröhlich für sich behalten. Ja, das ist richtig. Exakt. Also, im Prinzip ist es so. Man muss dabei aber aufpassen, bevor wir hier irgendwie unsere Aluhüte alle aufsetzen und Hühner um die Ecken laufen. Das lassen wir mal lieber. Es gibt enorme Unterschiede bei der Hashrate-Berechnung. Hashrate lässt sich in zwei Szenarien berechnen.

Einmal lokal auf der Maschine, weil die Maschine ja weiß, ich habe jetzt den Bereich durchgerechnet, so lange habe ich gebraucht, um den Bereich durchzurechnen, also kann ich dir sagen, ich habe so und so viel Leistung. Also beispielsweise jetzt 120 Terahash. Sag dir deine Maschine jetzt im Dashboard. Jetzt kann es aber sein, dass deine Maschine ewig lange irgendwelche Bereiche durchrechnet und die sehr niedrige Difficulties auswirft.

Und der Pool als dein Operator, mit dem du dich verbinden möchtest, der hat so einen bestimmten Threshold, ab welcher Difficulty-Höhe er das überhaupt erst annimmt. Und wenn du den nicht erreichst, kommen auch so gesehen keine Shares bei ihm an, also keine Antworten von dir, sondern die sagt er dann, die rejected er einfach, die verneint das. Dann nehme ich gar nicht an, habe ich gar keine Lust zu, das ist mir viel zu niedrig.

Deswegen gibt es das auch überhaupt, dieses Difficulty, dass einige Pools niedrige Difficulties gar nicht zulassen. Die sagen einfach, sorry, was soll das? Damit brauche ich überhaupt nicht arbeiten, das macht keinen Sinn. Und worauf ich jetzt hinaus will, du kannst das einmal lokal auf der Maschine berechnen oder aber auch der Pool auf seiner Seite kann dir das berechnen, anhand dessen, wie häufig deine Shares reinkommen und wie schwer die von der Difficulty her sind.

Und anhand dessen kann man dann auch die Hashrate bestimmen. Das heißt, da ist im Prinzip schon eine Varianz zwischen dem, was du lokal bei dir siehst und was eigentlich beim Pool ankommt. Das habe ich jetzt schon leider häufiger im Internet gesehen auf verschiedensten Plattformen, wo dann Leute sagen, hey, meine Maschine sagt, ich habe 30 Terahash, der Pool sagt, ich habe aber nur 28, zieht der mich ab, was ist da? Das ist nicht einfach zu beantworten.

Das ist ein ganz komplexes Thema, weil der Pool kann im Prinzip nur damit arbeiten, was er auch bekommt. Natürlich kann man seinem Gegenüber immer fehlendes Verhalten vorwerfen und sagen, hey, du arbeitest nicht ganz sauber. Aber bei 99 Prozent der Pools kann man das gar nicht überprüfen, weil man gar nicht weiß, wie der Source Code implementiert ist. Man hat keinen Zugriff darauf, man kann das gar nicht überprüfen.

Und insofern ist das eine Schwierigkeit, die auch nicht immer mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Also ich habe den großen Vorteil, wenn ich mich an so einem Pool anschließe, dass ich einen gleichmäßigen Payout habe, das hatten wir ja vorhin schon gesagt. Und wenn ich jetzt mit so einem ganz kleinen Miner komme, macht es dann überhaupt Sinn, als Solo-Miner zu starten? Kann ich überhaupt bei einem Pool mitmachen?

Also wenn es diese Hürde noch dazu gibt, ich sage mal einen Nerd-Miner zum Beispiel, BitAxe hat ja schon wieder noch ein bisschen mehr Power. Vielleicht gibt es da die Abstufung. Also sagst du, weiß ich nicht, mit der Maschine von uns kommst du in den Pool oder gibt es Pools, die da komplett für offen sind? Ich nehme an, wenn du sagst, ihr habt einen eigenen, dann habt ihr da die Möglichkeit geschaffen, eben auch vielleicht für kleine reinzukommen?

Kannst du dazu mal was sagen? Also was sind eure Limitierungen auch? Also wir haben im Prinzip keine Limitierung. Man kann mit was auch immer man möchte bei Public Pool sich dranhängen und haschen. Aber Public Pool ist halt ein Solo-Pool. Das bedeutet, wenn du nichts findest, passiert nichts. Und findet jemand anderes was, dann kriegt der halt den Payout und du nicht. Das ist halt direkt diese Solo-Limitierung. Ja, ja. Und was ist dann, ich glaube ich habe es schon,

Solo Mining

aber vielleicht auch nochmal für den Zuhörer, der ein bisschen am Schlauch steht wie ich, der Unterschied zwischen dem Solo-Mining, Solo-Solo und Solo-Pool. Weil dann ist es ja wie auch nochmal eine Abstufung. Okay, eigentlich gibt es diese Unterscheidung heutzutage gar nicht mehr, dass man so sagt Solo-Solo-Mining, ich weiß schon worauf du hinaus möchtest, oder halt dieses Solo-Pool-Mining. Mittlerweile macht man eigentlich wirklich alles im Pool.

Weil das wirkliche Solo-Mining hat damals im Bitcoin-Koal stattgefunden. Das tut es ja heutzutage gar nicht mehr. Das bedeutet, du hast auf deinem PC die Node laufen lassen müssen. Und diese Software, wie auch immer das dann aussah, ob das jetzt so ein GUI war, also irgendein Fenster bei dir auf dem PC oder mit irgendeinem Eingabefeld oder wie auch immer. Das hat dann die Möglichkeit gegeben, deine CPU oder auch deine Grafikkarte zu verwenden.

Oder mit einer Extrasoftware auf demselben PC konntest du dich zu deiner Node verbinden. Das ist so dieses ursprüngliche Solo-Mining, dass man wirklich alleine an seiner eigenen Node gearbeitet hat. Diese Implementierung gibt es so gar nicht mehr, zumindest bei Bitcoin-Koal nicht mehr. Und wird halt daher auch so nicht mehr verwendet.

Sondern man verwendet heutzutage Stratum V1, weil es einfach von der Verteilung der Aufgabe und auch von der Effizienz, von der Geschwindigkeit, wie schnell ich das an verschiedene Maschinen verteilen kann, wesentlich besser ist. Und deswegen macht man das heutzutage, dass man wirklich so diese zentrale Einheit hat, diesen Pool, der dann die Aufgaben verteilt.

Okay, und wenn man jetzt sagt, da hat jemand einen Solo-Block gefunden, dann ist das immer oder oft eben genau so ein Pool, wie ihr den anbietet. Ein Solo-Pool, aber umgangssprachlich ist es dann immer dieser Solo-Block, den jemand gefunden hat. Man hat dann immer irgendwie hier diese Bluetooth-Sticks im Kopf, die es da früher gab, ach nicht Bluetooth-Sticks, die USB-Sticks, sorry, mit denen da gemeint wurde. Oder eben jetzt hier einen Nerdminer oder einen BitAxe.

Wenn damit ein Block gefunden werden würde, dann vermutlich nur in so einem Solo-Pool, verstehe ich jetzt. Wahrscheinlich gut. Es gibt einige bei uns in der Community, die nutzen auch einige der größeren Pools und haben sich da einfach rangehängt, weil einige Pools ja mittlerweile auch Lightning-Payouts anbieten. Die machen dann, keine Ahnung, ein paar Sets am Tag. Scheint neckisch zu sein. Sehr witzig.

Ja, die meisten, ich würde mal sagen, mehr als 85 bis 90 Prozent machen eigentlich Solo-Mining mit diesen kleinen Geräten. Das ist ja auch so dieser Incentive-Eis dazu eigentlich, wenn man das so staffelt. Der Nerdminer war so, hey, das ist ein super günstiges Gerät. Eigentlich kannst du dir das auf Amazon für 16 Euro kaufen. Die meisten kaufen das aber überteuert, weil da schon die Firmware oder ein Gehäuse drum ist, wie auch immer.

Und das ist so für den Nutzer alles klar, schau dir das mal an. Vielleicht hast du ja Lust, dir auch mal den Source-Code anzuschauen. Du musst es ja nicht verstehen, aber du hast die Möglichkeit, mal reinzukommen ins Thema. Da ist natürlich nicht viel Leistung dahinter, weil es auch so eine günstige Maschine ist und kein ASIC-Chip drauf hat. Und dann gibt es halt so die nächste höhere Stufe. BitX oder diese USB-Miner, die sind so ungefähr auf dem selben Level von der Hashrate.

Die USB-Miner sind ein bisschen schlechter, aber trotzdem auf einem ähnlichen Niveau. Und du hattest dann jetzt auch gerade eben noch gefragt, ob es überhaupt Sinn macht, darüber zu sprechen, dass man das überhaupt ausprobiert, vor allem mit so kleinen Maschinen. Das ist ein interessantes Thema und es ist auch gar nicht so einfach zu beantworten. Weil im Prinzip, wie ich das vorhin schon gesagt habe, ist die Berechnung des nächsten Blockes, des nächsten validen Hashwertes, ist Brut Force.

Das heißt, theoretisch wäre so ein Nerd-Miner in der Lage, wenn man das jetzt mathematisch probiert, irgendwie darzustellen, wäre das eine so absurd kleine Zahl, dass man einfach sagt, die Wahrscheinlichkeit existiert nicht. Und bei einem BitX-Gerät liegt man bei der aktuellen Hashrate, ich gucke mal gerade, wo haben wir sie hier. Ja, man liegt so ungefähr bei 1 zu 7,5 Millionen pro Tag, dass man die Möglichkeit hätte. Das ist immer noch besser als Lotto, glaube ich.

Ich glaube auch, 1 zu 49 Millionen und dann pro Woche. Naja, hier hat man halt ein Lotterieticket jeden Tag. Das ist so dieser Spaßfaktor, der da ein bisschen mit reinkommt. Klar, es soll jetzt nicht irgendwie die Leute dazu animieren, sich 100 Dinger davon zu kaufen. Um Gottes Willen, bitte macht das nicht, auch an alle Zuhörer hier. Werft euer Geld lieber sinnvoll aus dem Fenster.

Aber es ist dieser Weg, genau, es ist dieser Weg in diese nächste Evolutionsstufe, ich betitel das jetzt mal so prägnant einfach, von uns, was wir probieren zu erschaffen. Und zwar wieder das Wissen in die Community zurückzutragen, wie das Ganze funktioniert. Weswegen wir auch überhaupt existieren, warum es uns gibt als Community. Weil wir gesagt haben, das kann ja nicht angehen, dass nur ein paar Firmen das Wissen jetzt verbreiten oder Hardware dafür bereitstellen.

Also haben wir gesagt, machen wir das alles Open Source. Aber zur Frage zurück, bevor ich hier zu viel um den heißen Brei rede. Es kann Sinn machen, das muss man aber mit sich selber vereinbaren, ob man so einen Nerdminer betreibt oder nicht. Aber er sieht nett aus, er sieht nett aus.

Ist es denn, um ganz kurz bei dem Thema zu bleiben, von den Kosten her, gibt es da eine grobe Angabe, was jetzt ein BittEx zum Beispiel bringt, den du gerade genannt hast, der eben das Lotterieticket einmal am Tag ausspielt? Ich gucke hier mich gerade mal durch, un momento. Und ich weiß, zum Glück nicht, was ein Lotterieticket kostet. Keine Ahnung, weiß ich auch nicht. Wir haben immer mal wieder Leute, die posten dann gerne bei uns in der Community ihren heutigen Payout von irgendwelchen

Lightning Pools. Das ist ganz lustig. Das sehe ich hier, 70 Sets am Tag. Keine Ahnung, wie viel Gerät ihr da angeschlossen habt. Das ist jetzt der Output, aber was ist der Input? Was ist die Stromrechnung aktuell grob? Wie viel Wattkilowatt? Also bei so einem BittEx-Gerät kommt es darauf an, welchen man hat. Es gibt ja verschiedene mit einem weniger leistungsstarken Chip, mit einem etwas mehr leistungsstarken Chip oder auch mit mehreren Chips drauf auf einer Platine.

Aber der BittEx, so wie die meisten Leute das auch hoffentlich kennen werden, hat einen Chip drauf und der verbraucht zwischen 10 bis 15 Watt. Das heißt, man kann jetzt die Rechnung ganz einfach anstellen. Man sagt jetzt beispielsweise, alles klar, ich zahle 35 Cent die Kilowattstunde. Ich weiß, ich habe jetzt 10 Watt jede Stunde an Verbrauch, also sage ich, oder 15 Watt jede Stunde an Verbrauch, mache ich also 15 mal 24, um einen Tag abzubilden.

Verbrauch teile das jetzt einmal durch 1000, um auf einen Kilowatt zu kommen. Habe jetzt hier 0,36 Kilowatt und berechne das jetzt mal beispielsweise mit meinem Strompreis von 0,36 Cent die Kilowattstunde, dann liege ich täglich bei 12 Cent die Stromzahle. Für einen täglichen möglichen Output von 3,125 Bitcoin. Wow. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 7,5 Millionen ungefähr, ja. Ja, cool. Das ist Gameplay. Das muss ich auch noch unterstreichen.

Das ist noch ein bisschen Werbung für das eigentliche Thema von dir. Genau, aber lass uns mal nochmal zurück zu den Mining Pools kommen. Unterschiedliche Mining Pools, du hast vorhin schon gesagt,

Pool Fees

die regeln verschiedene Sachen unterschiedlich. Ja, genau. Gibt es da Unterschiede und wenn ja, in welcher Art bezüglich zum Beispiel sowas wie Effizienz? Also dass du sagst, manche, keine Ahnung, haben eine höhere Fee, aber haben auch eine höhere, also du kriegst für deine Hashrate mehr raus, oder, also wodurch unterscheiden die sich? Also es gibt ja jede Menge. Warum?

Also grundlegend, die Effizienz ist immer ein bisschen, das ist schwierig zu differenzieren und wirklich da eine akkurate Aussage zu geben. Aber was ich definitiv sagen kann, es gibt im Prinzip zwei große Unterschiede zwischen fast allen Pools. Das ist einmal die Fee, also wie viel der Pool selber sich abknöpft dafür, dass ihr den Service dafür benutzt. Und es gibt das Payout-Schema, also wie wird berechnet, wie viele Anteile ihr eigentlich am eigentlichen gefundenen Block bekommt.

Weil wir reden jetzt wieder über Pools, das ist so diese klassische Vorstellung, alle zusammen rechnen an dem Problem, den nächsten Block zu finden, irgendeiner findet das und jetzt kriegt jeder passend nach dem, was er geleistet hat, ein Payout. Und da gibt es halt massive Unterschiede. Es gibt ein damals sehr beliebtes Schema, das gibt es heutzutage noch mit NiceHash, das nennt sich PPS, das bedeutet Pay Per Share. Das ist im Prinzip eine ganz simple Rechnung.

Du stellst deine Rechenleistung diesem Pool zur Verfügung und jedes Mal, wenn du eine valide Antwort, das muss nicht die Lösung sein, es muss nur eine valide Antwort sein, wenn du die zuschickst, dann bekommst du eine Bezahlung. Also dann geht so dein Kredit, sag ich mal, auf der Pool-Webseite nach oben. Jedes Mal, okay, hast du was submittet, kriegst du einen Cent mehr. Nächster Submit, kriegst du einen Cent mehr. Das ist Pay Per Share, also der Name ist Programm.

Dann gibt es ein damals sehr beliebtes, heutzutage ist es sehr runtergefallen leider, ein Payout-Mechanismus, der nennt sich PPLNS, das bedeutet Pay Per Last N Shares. Das ist jetzt ein ganz interessantes Thema. Da gibt es auch viele verschiedene Variationen von, aber grundlegend ist das, du bekommst eine Bezahlung, also dein Kreditscore geht wieder nach oben, je nachdem, wie viele Shares du geliefert hast, über den Zeitraum N, mit der Voraussetzung, dass ein Block gefunden wurde.

Das heißt, das ist jetzt ein Riesenunterschied zu dem, was ich gerade erklärt habe, von PPS, da kriegst du jedes Mal eine Bezahlung, egal was passiert. Bei PPLNS bekommst du eine Bezahlung, angepasst an dem, wie viele Aufgabenleistungen du bereitgestellt hast, wie viele Shares du geschickt hast, und das auch nur über einen gewissen Zeitraum, von beispielsweise den letzten sechs Tagen. Warum hat man das gemacht?

Das war ein Problem damals, 2013, 2014, dass man viele Leute hatte, die ein sogenanntes Poolhopping betrieben haben. Die sind zu einem Pool hingegangen, haben da einen Kreditscore aufgebaut, und da wurde jetzt kein Block gefunden, also gehe ich zum nächsten und baue mir da einen Kredit auf.

Der alte Pool, wo ich aber gar nicht mehr bin, der findet jetzt einen Block, und dann kriege ich trotzdem einen Payout, obwohl ich gar keine Arbeit mehr geleistet habe, weil ich habe mir meinen Kredit da hochgearbeitet. Das ist dieses sogenannte Poolhopping. Das hat man damit probiert zu verhindern, und das hat auch sehr effektiv geklappt, aber PPLNS hat halt in Anführungsstrichen diesen Nachteil, weswegen der heutzutage nicht mehr so umgesetzt wird.

Man bekommt nur ein Payout, wenn ein Block auch gefunden wird. Und das ist ein Riesenproblem für industrielle Miner und für den Otto-Normalverbraucher. Ich habe das in vielen Spaces auf X und so, erzähle ich das immer wieder, der Otto-Normalverbraucher, und bitte fühlt euch jetzt nicht angegriffen, hat einen Nachdenkhorizont von sechs Monaten bis ein Jahr. Und da spreche ich auch den meisten Bitcoiner hier, der zuhört an.

Da sagt er jetzt mal, was, nein, ich denke über Bitcoin über die nächsten zehn Jahre. Das machst du vielleicht, wenn du diesen Bitcoin hältst, aber das machst du nicht, wenn du eine Maschine hast, die dich jeden Tag Strom kostet. Und warum sage ich das jetzt so explizit? Es gibt ein Payoutschema, auf das ich gleich zu sprechen komme, das heutzutage leider Marktführer ist, und ich erkläre auch, warum das gut ist oder warum das schlecht sein kann.

Das hat dazu geführt, dass mit dem, was ich gerade meinte, die meisten denken über ein halbes Jahr bis ein Jahr, die Leute wollen konsistente Payouts sehen. Die Leute wollen wissen, kann ich am Ende des Monats meine Rechnung bezahlen, weil der Strombetreiber möchte nun mal irgendwas für seine Leistung haben.

Und das hat dazu geführt, dass wenn man jetzt viele Pools hat, die alle PPLNS machen, also nur dir was auszahlen, wenn du einen Block findest, dass es schon mal passieren kann, dass du einen Monat hast, wo einfach nichts reinkommt. Und der Otto-Normalverbraucher kann sich das nicht leisten. Vor allem, wenn man sich jetzt vorstellt, man hat eine Lagerhalle von 1000 Geräten oder 10.000 Geräten, die dann pro Monat, was weiß ich, Stromkosten von 300.000 Dollar haben. Das sind ja exorbitante Preise.

Das kann sich ein normales Unternehmen nicht lange und vor allem nicht auf Dauer leisten. Deswegen gibt es diesen kurzen Leistungshorizont, wo die meisten Leute nicht weiter darüber nachdenken. Und dann sagen, alles klar, ich brauche eine andere Lösung. Und die kam dann wie der Phoenix aus der Asche, wird sehr hoch gelobt, bringt aber viele Nachteile mit sich. Und zwar nennt sich das FPPS, bedeutet Full Pay Per Share.

Wofür steht das? Im Prinzip ist das das selbe Prinzip, was ich schon als allererstes vorgestellt habe. Man bekommt also eine Bezahlung jedes Mal, wenn ich Arbeit geleistet habe. Aber on top bekommt man auch noch eine teilweise Belohnung von den Transaktionsgebühren. Das war bei der allerersten PPS-Payouts-Methode, die ich genannt habe, nicht der Fall. Da bekommt man nur basierend auf der Leistung, die man geleistet hat, bekommt man einen Payout.

Bei FPPS gibt es noch diesen Booster, sage ich mal, dass man für den Block, den man jetzt gefunden hat, noch mal ein bisschen kleines Goodie bekommt. Hier, war es toll, ihr habt einen Block gefunden in unserem Pool, deswegen bekommt ihr jetzt ein bisschen mehr. Das wird dann auch noch mal intern durchgerechnet. Das ist aber immer nur der, der es dann auch gefunden hat? Nein, das wird auf dem ganzen Pool verteilt. Wird auch auf alle verteilt, okay. Zumindest ist so die meiste Implementierung.

Es gibt wahrscheinlich da auch Variationen, aber so ist die grundlegende Implementierung von FPPS. Und das hat natürlich dazu geführt, dass die Leute sagen, alles klar, das ist ja super, das ist der Graal, ich nutze das, weil ich kann jetzt berechnen, am Ende des Monats habe ich das zumindest als Minimum drin. Beispielsweise 30 Euro am Ende des Monats habe ich Minimum raus, wenn wir in vier Token rechnen wollen, habe ich das raus.

Und damit konnte dann das Unternehmen zu seinen Investoren gehen und sagen, pass auf, das kommt raus, das ist der Input, sieht lukrativ aus, machen wir, oder? Dann sagen alle, ja, alles klar, machen wir, ist abgenickt und geht so durch, dann werden die Maschinen gekauft. Und der Leistungshorizont von dem Nachdenkprozess liegt bei einem bis drei oder fünf Monate.

Und warum erzähle ich das jetzt und erkläre auch, dass viele dieser industriellen Miner so denken, oder auch viele persönliche und Home-Miner so denken, es ist ganz einfach, schaut euch einfach die Nachrichten, egal welcher Plattform, es ist auch egal, wo das publiziert wurde, es gibt ja verschiedene Quellen. Sucht mal ein bisschen danach, welche Mining-Industrieunternehmen Pleite gegangen sind und schaut mal bitte danach, warum und nach welchem Event.

Man findet ein Schemata, und das Schemata ist ganz klar, meistens im Zeitraum von einem halben bis dreiviertel Jahr nach einer Blockhalbierung, nach der Block-Reward-Halbierung, weil es sich einfach nicht mehr gelohnt hat.

Weil diese Unternehmen sich das nicht mehr leisten konnten, die Maschinen waren in Anführungsstrichen zu ineffizient, um genügend Reward zu produzieren, und die Stromkosten waren zu hoch, oder allgemein die Maintenance-Kosten mit Workern, mit der Halle, wie auch immer, was man da hat, weil viele mieten sich einfach eine Halle, die kaufen das gar nicht, haben dann noch viele Angestellte, weil sie glauben, ich habe viele Miner, man braucht viel Maintenance,

das stimmt bis zu einem gewissen Grad, aber ist dann auch wieder schwierig. Wir kommen in diese Bredouille dessen, dass die Leute nicht weit genug denken. Wenn man jetzt noch mal fünf Schritte zurückgeht, und sagt, alles klar, der hat doch gerade was erzählt von PPLNS, und ich habe schon mal was davon gehört, dass es so etwas wie so einen Luck-Faktor, so einen Glücksfaktor beim Mining gibt. Da gehe ich ganz kurz darauf ein, um diese fünf Schritte zurück zu erklären.

Wenn wir uns die Block-Kreierung anschauen, dann hat man eigentlich diesen Durchschnitt von zehn Minuten, den man erreichen will. Und der wird daran angepasst, wie gut oder wie hoch die Netzwerkhashrate ist. Da wird dann immer so eine Value angepasst, wie schwer das ist, die nächste Lösung zu finden, per Brute-Force-Methode. Das wird also immer wieder angepasst.

Wenn man das jetzt aber auf einen ewig langen Horizont streckt, von jetzt beispielsweise fünf Jahren, das nehme ich immer als super Beispiel, weil das wirklich einfach, das wäre so die Leistungsklasse, in der man rechnen muss. Wenn man auf fünf Jahre das zieht, hat man bei PPLNS ungefähr einen Luck-Faktor von 99,99 bis 100. Und bei FPPS kann das in die Richtung gehen, wird aber meistens schlechter sein. Vor allem für den Pool-Operator. Das klingt jetzt erst mal ein bisschen komisch.

Warum ist der Luck-Faktor anders? Das ist insofern anders, als dass die meisten Leute zu diesen großen Pools nur hingehen und sagen, alles klar, ich meine jetzt bei dir, weil ich kriege garantiert meine Payouts und ab und an kriege ich vielleicht einen kleinen Boost, weil ihr gebt mir ein bisschen eine Transaktionsgebühren. Wie viel die da von einem dann wirklich ausschütten, sei auch mal dahingestellt. Wenn man das so zieht, bekommt man all das, was in diesem Block drin ist, garantiert.

Das bedeutet, da steht niemand, außer da ist natürlich auch eine Pool-Fee, was meistens dann auch mit dabei ist, ziehen wir die mal ab. Das ist jetzt vom Block plus Rewards vielleicht ein, zwei Prozent. Die PPLNS-Pools sind meistens sehr, sehr niedrig von der Fee her. Die ziehen sich ein bis zwei Prozent ab. Und der Rest geht 100 Prozent an die ganzen Miner, die ihre Leistung bereitgestellt haben.

Bei PPS und FPPS haben wir das Problem, das ist eine Entität, die eine Berechnung anstellt intern, die sagt, okay, der Herbert hat eine Maschine, der Günther hat eine Maschine, und dem schreibe ich jetzt mal 75 Prozent zu, das müsste so ungefähr passen. Das ist jetzt ein bisschen kritisch dargestellt, aber das ist so dieses Denken, was ich auch probiere, wieder in den Vordergrund zu rücken.

Es ist nun mal eine andere Implementierung, bei der man nicht weiß, wie dieser Payout im Hintergrund berechnet wird. Außer der Source-Code ist öffentlich. Du hattest PPS damit kritisiert oder angesprochen, dass es viel zu diesem Hopping kam. Genau. Nur weil jetzt eben diese Goodies dazukommen, also bei dem FPPS, ändert das was? Also weil das jetzt quasi sich so stark durchsetzt, was ist jetzt anders, dass nicht mehr so viel gehoppt wird? Das ist jetzt das Spannende.

So, jetzt kamen wir in den Shift, und wenn wir alle mal jetzt schnell den Mempool aufmachen und auf den kleinen Hammer drücken und uns die Anzahl der Pool anschaut und die Verteilung der Pools, dann fällt uns auf, wir haben drei oder vier riesige Pools, und die restlichen sind relativ klein. Da kommen jetzt ein paar spannende Themen dazu.

Es gibt nämlich, oder es gab viel, viel mehr Pools vor einiger Zeit, aber viele haben sich dann irgendwie zusammengeschlossen, weil sie festgestellt haben, alles klar, hey, du hast viel Hashrate, ich hab viel Hashrate, lass mal zusammen irgendwie so ein Ding machen, weil dann läuft es einfach besser für uns beide, ist doch cool. Haben da einige sich zusammengeschlossen. So und so kamen dann natürlich immer größere Pools zustande.

Und FPPS hat natürlich im Prinzip auch die Möglichkeit, dass du ein theoretisches Poolhopping betreibst. Die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer, weil meistens diese Zusammenschlüsse auf FPPS umgestiegen sind. Die haben also gesagt, alles klar, wir bauen das jetzt zusammen, und um den Incentivize für noch mehr Hashrate noch mehr zu boosten, sagen wir, wir machen jetzt FPPS, damit noch mehr Leute kommen, und wenn wir groß genug sind, dann wollen die ja gar nicht mehr weg.

Warum sollen die zu so einem kleinen Pool gehen? Okay. Mehr Sicherheit und mehr konstante Auszahlung erwarte ich bei einem entsprechend größeren. Genau. Je größer der Pool ist, desto sicherer gehst du davon aus, dass du jede Woche einen Payout bei dir auf dein Balance-Sheet siehst. Und das ist auch dieser Incentivize, das ist so dieses menschliche Verhalten. Ich brauche was zum Rechnen, ich brauche eine Kalkulationsbasis, und mein Horizont ist unter einem Jahr. Das ist immer so.

Weil keiner denkt, selbst wenn man jetzt an die Rente oder wie auch immer vordenkt, und man ist gerade 21, und man denkt, okay, in 40 Jahren, so weit können wir doch gar nicht denken. Also wer weiß, was bis dahin passiert, das sind so viele Variablen. Und das haben die damit also geschaffen, dass FPPS es ermöglicht hat, noch größer zu werden und es noch unattraktiver zu machen, bei kleineren Pools zu sein.

Vor allem kam dann noch de facto hinzu, die ganzen kleinen PPLNS-Pools, die existiert haben, die waren dann ja kurzzeitig schlechter gestellt. Also wieder Horizont von einem Jahr. Die haben weniger häufig einen Block gefunden, häufiger schlechtes Glück gehabt. Also man sagt immer, es gibt so eine bestimmte Anzahl an Shares, die man braucht, um eine Difficulty zu finden. Es kann aber auch sein, dass man mehr Shares braucht, um diese Difficulty zu finden.

Und dann ist man unglücklich, also im Luck-Faktor über 100%. 100% ist, wenn man sich jetzt die aktuelle Schwierigkeit anschaut, von 83,72 T, bräuchten wir jetzt 83,72 T Shares, das ist eine Zahl, hört sich jetzt noch komisch an, das bräuchten wir, um 100% Luck zu haben. Also wir haben im Zeitraum des Fensters, welches in dem Bitcoin-Code vorgegeben ist, damit wir die 10 Minuten einhalten, haben wir den Block gefunden.

Liegen wir da drunter, dass wir zum Beispiel nur mit 20 T einen Block gefunden haben, haben wir jetzt einen Pool-Luck von 40%. Also viel besser. Je näher wir an Null kommen, desto häufiger und desto glücklicher waren wir, desto besser war der Luck, diese Lösung zu finden. Bevor du jetzt in den Luck-Faktor noch mal einsteigst, lass mich das noch einmal kurz zusammenfassen, um sicherzustellen, dass zwischen den ganzen Abkürzungen kein Verständnis verloren gegangen ist.

Du hast drei dominante Payout-Schemes. Es gibt noch wesentlich mehr, aber ja. Genau, aber drei dominante. Genau, also drei dominante, nämlich entweder du kriegst für jeden Commit, also jedes Mal, wenn du einen Hash abgeschickt hast, der über dem Difficulty, also und über der Difficulty liegt, kriegst du direkt einen Payout. Oder quasi das gleiche System, nur dass, wenn ein Block gefunden wird, dann wird das auch noch mal extra an alle ausgezahlt.

Oder dieses über die letzten N Commits, das heißt, wenn du die letzten N Blöcke oder die letzten, ich weiß nicht wie lange, oder eine gewisse Zeit dabei warst, und in der Zeit das, was du dort bereitgestellt hast, das wird dir anteilig ausgezahlt. Letzteres hat zu verschiedenen Pool-Hopping geführt, weil die Leute quasi bei einem Pool die letzten N aufgeführt haben und dann direkt bei meinem nächsten und so weiter. Nein. - Und bei den anderen hast du ...

Nein, da bringst du jetzt was durcheinander. Du hast jetzt das NNS, also das Ich, nur für die letzten N. Also das ist eine Rückfallsrechnung. Ich sage jetzt, du bekommst deinen Credit, du baust hier was auf, bekommst nur eine Auszahlung, wenn wir einen Block finden, aber das auch nur für deine Arbeit, die du geleistet hast, für die letzten 16 Blöcke, jetzt mal als Beispiel. Das hat verhindert, dass Pool-Hopping existiert. Weil wenn du jetzt weggehst, verringert sich ja deine Zahl wieder.

Sobald du weggehst, verringert sich sofort deine Zahl, wenn du deinen Credit-Score so gesehen hast. Die bleibt nicht bestehen. Sondern wenn jetzt die 16 Blöcke rumgegangen sind, ist dein Credit-Score null. Der ist immer nur so hoch, wie viel Arbeit du aktuell für die letzten 16 Blöcke geleistet hast. D.h., der inkrementiert sich immer nur dann, wenn du wirklich Arbeit leistest. Und wenn du weggehst, fährt die Zahl runter.

Okay, und das ist das, was jetzt die Probleme in der Zentralisierung verursacht? Nein, da müssen wir noch dazu kommen. Das wird noch alles ganz spannend. Wir haben nämlich gerade über FPPS gesprochen. Also, okay, noch mal straight away. Also, PPS, Pay Per Share, ist, du bekommst eine Bezahlung, egal was passiert. Dich juckt das nicht. Du schickst einfach irgendwas weg und kriegst dafür eine Bezahlung.

FPPS, selbes Prinzip, bloß wird zufälligerweise in deinem Pool noch ein Block gefunden, kriegst du da ein paar extra Rewards. PPLNS, du bekommst einen Credit-Score, der baut sich auf, verfällt aber wieder nach dieser N-Zahl an Blöcken. Du kannst das dann auch noch beschreiben. Und du bekommst nur eine Auszahlung, wenn der Block gefunden wurde. Es gibt, ich hab noch einen Faktor vergessen, warum diese letzte Methode, dieses PPLNS, warum das überhaupt erfunden wurde.

Es wurde aus zwei Gründen erfunden. Erstens, dieses Pool-Hopping, dass ich immer hin und her wechsle und überall meinen Score aufbaue, dass das einfach eliminiert wird. Und auch, dass der Pool-Betreiber nicht broke gehen kann. Weil ganz ehrlich, so ein PPS-Pool, also, das klingt ja schön für mich als Beiner, aber als Pool-Operator, ja holla, die Waldvieh, ich muss dem jedes Mal was auszahlen, egal ob ich einen Block finde oder nicht. Wie blöd ist das denn für mich?

Und da gab's viele, viele, viele, viele, viele Pools, die daran pleite gegangen sind. Weil was machst du denn, wenn du jetzt keine Bitcoins mehr auf deine Wallet hast und du sollst irgendwelche Leute auszahlen? Ruckpool, et cetera, PP, you name it. Das ist so ein Problem. Und jetzt fragt man sich, wie kann das dann sein, dass so was wie FPPS existiert? Die müssten doch irgendwie Probleme haben.

Na ja, mit dem, was ich vorhin angesprochen habe, die haben sich zusammengeschlossen, sind immer größer geworden, haben sie halt die kleinen Pools einfach vernachlässigt, weil dieser Anspruch des einzelnen Meiners ist, ich brauche was am Ende des Monats auf meinem Blatt Papier. Und wenn da nix steht, hab ich keinen Bock drauf. Wenn dieser Pool zwei Monate lang nix findet, aber dann im dritten Monat 17 Blöcke auf einmal am ersten Tag, das ist für die zu ungenau, damit können die nichts rechnen.

Wenn man diesen Horizont jetzt erweitert auf fünf Jahre, steht PPLNS einfach faktisch besser da, weil du zwar nicht jeden Tag konstant deine Auszahlung bekommst, aber dieses Pool-Luck sich einfach daran variiert. Und, das ist ja das, worauf ich noch gar nicht eingekommen bin, diese Pool-Fees bei PPLNS einfach viel geringer sind. Ja klar, weil du hast natürlich als Unternehmer, als Pool-Betreiber hast du ja ein Risiko, dass du dich verrechnet hast.

Exakt, und deswegen ist FPPS bei vier Prozent meistens. Und das heißt, okay. Das klingt alles, spricht eigentlich alles in Summe für PPLNS. Und ich merke auch so ein bisschen, dass du das befürwortest. Aber du hattest vorhin schon gesagt, etwas gegenüber den anderen beiden zumindest. Aber du hattest vorhin schon so angedeutet, dass sich trotzdem eben alle für FPPS entscheiden.

Ich habe noch nicht ganz verstanden, was ist, also ja, ich verstehe, dass die das machen und sich jetzt in Größe aufbäumen dagegen und damit schneller oder mehr auszahlen können und eben dieses Kurzzeitdenken der Leute abgrasen. Wie setzt sich es denn durch? Was ist deren Mehrwert? Warum ist es für die besser, FPPS zu nutzen? Okay, also von Seiten des Pools habe ich natürlich zwei Ansprüche. Erstens, ich muss größer werden.

Also das heißt FPPS oder auch PPS kann man wirklich nur durchführen, wenn man eine bestimmte Größe hat, weil man ein Risiko hat. Das hat Martin schon gut angesprochen. Und das ist auch die gleiche Erklärung, warum diese Fees so hoch sind. Es gibt eine Website, die nennt sich miningpoolstats.stream. Wenn man da mal drauf geht, dann kann man auch auf Bitcoin drücken und dann sieht man mal so alle Pools. Und es gibt zwar Fountain Digital, die 0% FPPS haben. Fragt mich nicht, wie die das machen.

Es ist der größte Pool der Welt, aber das ist auch nur ein Business-Pool, soweit ich weiß. Also als Privatperson kommst du da gar nicht rein. Wenn man sich Npool anschaut, wenn man sich via BTC anschaut, F2Pool, Binance Pool, Spyder Pool, die liegen ja alle bei 4%. Also das darf man nicht vernachlässigen. 4% von einem Block mit Rewards, das ist schon nicht wenig. Das ist schon eine Menge. Und das ist halt so dieser Incentivize, um ihr Risiko zu minimieren, erhöhen sie so diese Pool-Fees.

Und das sollte jetzt auch so ein bisschen diesen Aha-Effekt wecken. Alles klar, ich kriege zwar bei FPPS jeden Tag Payouts, aber in Summa summarum, über fünf Jahre gerechnet, bin ich bei FPPS schlechter gestellt, weil ich weniger ausbezahlt bekomme als bei PPLNS. Weil entweder habe ich 0% Fees bei PPLNS oder 1%. Was Höheres sieht man eigentlich nicht. Gut, F2Pool, die scheißen ein bisschen rein mit 2%, aber die nutzen den PPLNS-Pool so gut wie gar nicht.

Plus das Thema, was du ja vorhin hattest, wo du gesagt hast,

Überprüfbarkeit

jetzt nehmt mal eure Aluhüte ab. Aber im Zweifel, so wie ich dich verstanden habe, können da ja auch 2% Fees sein. Und das, was tatsächlich einbehalten wird, ist viel mehr. Exakt, das könnte sein. Man kann das natürlich ein bisschen nachverfolgen. Die Blockchain ist ja glücklicherweise da. Und bisher scheint ja eigentlich so weit alles zu passen. Wenn da mal was nicht passt, das findet man relativ schnell raus. Oder es gibt zumindest auf X relativ viele Posts darüber.

Und dann geht so ein kleiner Shitstorm los. Das heißt, wenn man sich da so ein bisschen auf dem Laufenden hält, dann klappt das schon. Ja, kriegt man die Info. Du weißt doch aber nicht, wie viele Leute Anspruch dort haben. Das ist der Punkt. Das weißt du eben nicht. Du weißt, wie viele Blöcke der Pool gefunden hat, aber du weißt nicht, auf wie viele Leute das aufteilen muss. Und der Pool kann ja immer sagen, na ja, da waren noch 10.000 Miner mehr, und deshalb müssen wir das aufteilen.

Und tatsächlich sind das aber nur 10.000 Miner im Poolbetreiber. Es wird ein bisschen verwaschen. Vor allem der Punkt ist auch, man darf ja nicht damit rechnen, dass jeder Miner, egal wie groß die Maschine, nach jedem gefundenen Block einen Payout bekommt. Das ist ja auf gar keinen Fall so. Meistens haben diese Pools eine Limitierung, ab wann, wie viel Bitcoin du in deinem Credit-Score aufgebaut haben musst. Also 0,005 ist das meistens. Keine Ahnung, was sind das aktuell? 200-Euro-Shit-Token.

Musst du aufbauen, damit du überhaupt einen Payout bekommst. Das heißt, sagen wir mal so, ich fange jetzt heute an, und ich brauche vielleicht einen Monat, um das aufzubauen. In diesem Monat sind aber X Summe an Blöcken gefunden worden. Das heißt, dieser Wert verwischt auch. Den kannst du dann irgendwann gar nicht mehr als Individuum nachverfolgen. Warum hat der jetzt heute diesen 0,005 Bitcoin ausbezahlt bekommen? Ja, das war sein Gegenwert für seine Rechenleistung

für die letzten 12 Monate. Ja, passt das überhaupt? Das verwischt sich total. Das kann man da auch gar nicht mehr überprüfen. Das ist bei PPLNS aber ähnlich. Da hast du meistens auch einen Threshold, den du dann auch noch einbauen musst, damit du einen Payout bekommst. Außer es ist ein 0-Prozent-Pool, dann ist das meistens im Block-Template mit drin. Die haben dann auch einen Threshold, dann sagen die, keine Ahnung, 0,001 irgendwie.

Und dafür reduziert sich, keine Ahnung, um die Summe der Auszahlung, reduziert sich dann die Block-Reward-Fee für alle Miner. Das ist aber total fein, weil irgendwer muss ja die Transaktionsgebühr bezahlen. Und das wäre dann ein neuer Block, den man auch finden kann. Also, das mal dahingestellt. Aber ja, das ist so im Prinzip das, was ich damit sagen will.

Und worauf ich noch gar nicht eingegangen bin, um jetzt mal wirklich die Aluhüte auszupacken, das ist auch wichtig an diesem Punkt, FPPS hat ja nicht nur dazu geführt, dass wir riesige Pools sehen, Foundry mit 26%, Npool mit 23,7%. Das sind zumindest die Summen, die wir hier sehen. Das ist das, was uns angezeigt wird. Aber stimmt das? Ich habe vorhin schon darüber gesprochen, die Kontrolle liegt immer bei der Not. Der Pool kontrolliert aber, also als Mittelsmann, die Miner.

Weil der bestimmt ja, was damit passiert. Das heißt, diese Pool-Software reguliert, wer bekommt welche Aufgabe, ist man zu berechnen, das ist mal das eine. Und diese Software bestimmt auch, wer bekommt welche Payouts. Für welche Aufgabe hast du wie viel geleistet? Und dementsprechend reguliere ich das jetzt und rechne das aus. Ich übersetze das mal, was du gerade gesagt hast. Das heißt, der Npool könnte genauso gut die, Npool und Foundry z.B. machen zusammen über 50% aus.

Wir können aber nicht sagen, ob Foundry zufällig die gleichen Mining-Templates verteilt wie der Npool. Genau das können wir schon. Und das ist jetzt das Interessante. Worauf ich hinaus möchte, weswegen ich darum gebeten habe, dass alle sich jetzt mal die Alufolie nehmen und sich ein lustiges Hütchen basteln. Es ist einfach der Fakt, und das kann man auch sehen, es gibt einige Pools, die betreiben Proxy-Pooling. So, was bedeutet das?

Ich habe vorhin schon mal kurz gesagt, bitte macht mal alle die Webseite miningpools.stream auf und guckt euch mal Bitcoin an. Da sehen wir eine Unsumme an verschiedenen Pools. Und dann sehen wir auch ganz viele Pools, die FPPS betreiben. Und das rufen wir uns einmal im Kopf. Ich habe vorhin erzählt, es gibt ja genügend Pools, die würden einfach broke gehen, weil die monatelang nichts finden. Und ich gucke jetzt gerade, wir haben es 21 und 29, ich gucke rein, auf Position 13 steht Trustpoolcc.

Der hat ein Payout-Scheme, das nennt sich PPS+. Da gehe ich jetzt nicht drauf ein, ist im Prinzip nur eine kleine Veränderung. Der hat seit drei Monaten keinen einzigen Block gefunden und trotzdem 8,32 extra Hashrate. Wie kann der seine Miner bezahlen? Wie geht das? Und da denkt man sich jetzt alles erst mal, irgendwas muss da ja nicht stimmen. Und das tut es auch nicht. FPPS lädt dazu nämlich ein, die Hashrate zu nehmen, die ich jetzt habe, und einen nächstgrößeren Pool einfach weiterzugeben.

Weil ich bin zu klein mit meinem Pool, ich kann nichts erreichen. Ich werde in den nächsten vier Wochen keine Payouts bekommen und daher gehe ich broke in den nächsten vier Wochen. Also muss ich das an den nächstgrößeren weitergeben, der eine viel höhere Chance hat, einen Block zu finden. Und von dem bekomme ich dann meine Payouts und die leite ich dann weiter. Das ist Proxy-Pooling. Die sind nur noch Mittelsmänner, diese ganzen kleinen Scheiß-Pools.

Das ist nicht böse gemeint, nicht jeder von diesen Pools macht das. Es gibt viele, die das machen. Das kann man auch auf der Blockchain nachprüfen. Und das wollte ich auch noch mal kurz erklären, wie das geht. Wenn der eine oder andere Zuhörer sich auf die Plattform X begnügt, gibt es da einen User, der nennt sich Mononautix. Der hat das in schönen Bildern mal dargestellt.

Ein Block-Template hat im Prinzip, wenn das auf der Blockchain erscheint und dann ein Block gefunden wurde, hat der gewisse Signaturen. Beispielsweise irgendeine Transaktion, die drin ist, oder irgendeine Storage-Adresse, die verwendet wurde. Oder auch beispielsweise ABF. Da kommen wir jetzt in das Thema von, wie bestäunige ich meine Transaktion, weil sie gerade im Mempool drin stecken bleibt.

Und jetzt sagen wir mal, du bist ein Miner und du benutzt als dein Mempool, als Transaktionsführender, auch beispielsweise Endpool. Dann schicke ich jetzt eine Transaktion raus, merke, ach Mist, 18 Sets per Webite war nicht genügend. Ich erhöhe das mal per ABF auf 20. Und ich nutze als Mempool den Endpool. Auf einmal hast du sieben andere Pools, die dich auch im ABF mit aufgenommen haben, obwohl du die doch gar nicht als Mempool verwendest. Wie geht das denn?

Und da schaltet dann dieser Schalter um, der erklärt, alles klar, die teilen das auf. Weil das ist ein Geschäft untereinander, wo mit Sicherheit auch Geld fließt. Die sagen, alles klar, wir haben eine massive Hashrate, aber wir betreiben jetzt Proxy-Pooling, wir sind zu klein, wir finden alleine nix. Und wir haben auch ein Mempool. Wenn der mit ABF ankommt, wollen wir den schnell durchbekommen.

Also verteilen wir das an alle, mit denen wir zusammenhängen, damit der so schnell wie möglich durchgeht. Und da kriegst du die Leute bei den Eiern. Weil da stellst du dann fest, okay, die betreiben alle dasselbe Schemata, verteilen dieselben Templates. Und daran kannst du dann feststellen, dass diese auch Proxy-Pooling betreiben. Technisch gesehen, und das ist auch immer die essentielle Frage, die dann kommt, ja, kann ich das denn als Miner sehen? Die Antwort darauf ist nein.

Es hört da auf, wo dein Dashboard von dem Pool ist. Wenn dein Poolbetreiber dir nicht mehr Informationen gibt, hast du keine Möglichkeit, mehr Informationen zu bekommen, außer später über Blocktemplates und wie die Blockchain kreiert wurde. Wenn jetzt die Transaktion durchgegangen ist, du hast sie bei Antpool reingestellt, sie gingen aber bei Marapool durch, dann weißt du, okay, die arbeiten zusammen. Nur als Beispiel jetzt. Ja. Das kannst du für deine sehen.

Aber im Grand Scheme für alle möglichen anderen? Was du machen kannst, also das ist jetzt High-Level-Shit. Und das ist auch nichts, was man wirklich einfach irgendwo auf einer hübschen Grafik sehen kann. Was du machen müsstest, ist, dir jedes Blocktemplate von jedem Pool gleichzeitig anzuschauen und die zu vergleichen. Dann hältst du sie gegeneinander und da siehst du es.

Du holst dir von jedem deine Mining-Aufgabe so gesehen, hältst dir die Blocktemplates vor, welche Transaktionen sind da drin, weil das ist ja alles da drin gespeichert im Prinzip. Das kannst du bei den meisten Pools ... Wobei selbst das wäre ja nicht safe, weil also eine der großen Punkte wäre ja so was wie Zensur. Wenn du irgendwie sagst, du zensierst im großen Stil Transaktionen, dann kannst du ja trotzdem noch koordinierte Blocktemplates machen, die aber unterschiedlich aussehen.

So dass dann die von Foundry und die von Antpool unterschiedliche Templates machen, die aber den gleichen Logiken folgen, was sie alles ausschließen. Also von daher die Möglichkeit ... Also nur weil du die Blocktemplates nebeneinander hältst, heißt das ja nur, dass jemand, der etwas verbergen möchte, sich nicht besonders geschickt angestellt hat. Exakt, das wäre jetzt so der Optimalfall.

Spannend wird es aber, wenn wir uns dann die letzten Blöcke beispielsweise von Antpool und von F2Pool etc. pp anschauen, die gegeneinander halten und auf einmal fallen da so Sachen auf wie jedes Mal ist eine Transaktion mit vier Sets per V-Byte drin. Bei allen. Hm, komisch. Jedes Mal wurde dieses Blocktemplate, wenn das per ABF kreiert wurde und eine Transaktion geboostet wurde, bei dem einen Pool, war das auch bei dem anderen mit drin. Das hat dann ja nichts mehr mit Zensur zu tun.

Das ist eine individuelle Änderung der Transaktion auf der Blockchain per ABF und das ist überall gleichzeitig aufgetaucht. Ja, Holler die Waldfee. Das klingt jetzt erst mal nicht nach einem Problem. Weil man denkt sich, ja gut, dann teilen sie halt die Blocktemplates. Naja, aber jetzt müssen wir ja mal unsere Grundschulkenntnisse von Mathe auskramen und sagen, wir rechnen mal die Prozente der Blockchain-Netzwerk oder der Netzwerkhashrate dieser einzelnen Pools zusammen.

Da kommen wir auf ein Problem. Weil wir dann ganz schnell in die Richtung von über 50% stoßen könnten. Ja, das macht schon relativ schnell, wenn man hier die ersten beiden zusammen... Es würde, ja gut, Foundry und Antpool arbeiten nicht zusammen, aber würden sie es tun, die könnten sofort eine theoretische 51%-Attacke starten. Also insofern, 51%-Attacke ist nicht gleich 51%-Attacke. Und das ist immer so ein absurdes Thema.

Aber es fängt ja schon dabei an, dass ich sage, deine Haare sind lila, das gefällt mir nicht, ich block hier deine Transaktion. Und wenn das 51% der Pool-Hashrate schon macht, dann ist das recht schwierig für dich da anzustoßen. Weil es kann ja sein, dass du einen Block findest mit der nicht zensierten Version und du hast diese Blockchain-Kette um einen Block erweitert.

Gleichzeitig findet aber der andere einen Block, wo du zensiert wurdest, und findet dann relativ schnell noch den nächsten Block. Die Logik von Bitcoin sagt immer, die längste Blockchain-Kette ist valide. Das heißt, damit wirst du zensiert. Ich hab eine ganze Reihe an Themen, über die wir eigentlich noch sprechen müssten. Du hast Stratum V1 angesprochen, wir müssen über Stratum V2 sprechen. Du hast Ocean angesprochen, wir müssen über Ocean reden.

Wir müssen über noch weitere Aluhut-Szenarien sprechen. Wir sind trotzdem schon, zumindest bei der Aufnahme im Schnitt, mag das nachher anders aussehen, bei über einer Stunde. Von daher würde ich sagen, hören wir mit den Aluhuten heute auf und machen eine Follow-Up-Folge. - Ja, gern. Es hört nicht auf. Es gibt so viel, was ich euch erzählen möchte. Und was ich auch glaube, was für den einen oder anderen wichtig ist.

Nicht, um es selber mal auszuprobieren, sondern um dieses technische Wissen auch zu erlangen. Zumindest, dass man mal sagen kann, ich hab's teilweise oder in groben Zügen verstanden, wie das mit einigen Operationen hier funktioniert. Weil Ziel ist es nicht, irgendjemanden schlecht zu machen. Ziel ist es einfach, den Leuten das Wissen so beizubringen, dass man damit auch was anfangen kann. Weil den Mempool sich anzugucken, ist natürlich eine schöne Nummer.

Aber wie cool ist das denn, wenn man jetzt auf einmal Dinge überprüfen kann? So als Beispiel. Oder wenn man wirklich mal auch seinem Kumpel erklären kann, pass auf, es wäre besser, wenn du den Pool nimmst und nicht den. Und er fragt dich, naja, warum denn? Was wäre denn da besser? Und dann, wenn du dann mit Zeitrechnungen anfängst. Das sind immer schwierige Themen, aber das Wissen, was da sein muss, damit man auch weiter vorangehen kann.

Und damit wir bei Bitcoin open source bleiben, wie es auch sein soll und muss. Ein wahnsinnig gutes Schlusswort, auch wenn ich echt noch 100 Fragen hätte. Aber wir müssen eine sehr zeitnahe Follow-up-Folge machen. Ja, vielen Dank nochmal, wie du schon gesagt hast. Es ist wichtig, das zu verstehen, das überhaupt zu sehen. Und ich glaube, auch für Leute, die sich mit Mining das erste Mal beschäftigen, die überlegen, damit anzufangen, das vorher zu wissen.

Wie heißt es so schön? Jeder Mensch ist schlau, manche vorher, manche nachher. Wir arbeiten hart daran, dass es vorher für euch ist. Von daher, vielen Dank und bis zur Follow-up-Folge, würde ich einfach sagen, focus on the signal, not on the noise. Und bis bald. Ciao. Ciao.

[Musik]

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