¶ Intro
Herzlich willkommen bei Nodesignal, eurer Bitcoin Frequenz.
¶ Begrüßung und Blockzeit
Ich bin heute verbunden mit den beiden Nodes, dem Thorsten. Hallo, guten Abend. Und dem Christian Neaf von R3yt. Hallo zusammen. Ja, es geht heute um das Thema Heizen mit Bitcoin. Der Sommer bricht herein und das ist ja genau die Zeit, in der wir uns damit beschäftigen, wie wir es im nächsten Winter warm haben, damit es nicht dann zu spät ist. Von daher genau die richtige Zeit jetzt dafür. Bevor wir aber reinsteigen. Christian, hast du einmal die Blockzeit für uns?
Das ist die 8 3 7 5 7 7. 8 3 7 5 7 7, das kann ich bestätigen. Thorsten, du auch? Jo, habe ich hier auch, passt. Hervorragend. Bevor wir in R3yt reinsteigen. Ich habe im Vorhinein noch mal geguckt. Wir hatten uns ja in Innsbruck getroffen, kurz nur, und hatte noch mal geguckt, was du eigentlich alles vorher gemacht hast.
Und du hast ja eine super spannende Kombination aus UBS Wealth Management, Tesla, verschiedene Sales Jobs und Sales Automatisierungs Jobs und ich weiß nicht, mindestens drei andere Unternehmen, die du mitgegründet hast. Also einen sehr, sehr diversen Background. Erzähl doch mal ein bisschen, wer bist du und wie bist du dazu gekommen, zu sagen, ich baue jetzt Bitcoin-Heizungen? Ja, das ist so. Einige sagen, der weiss nicht, was er machen will. Andere sagen, der probiert einfach Dinge aus.
Ich denke eher, es ist das Zweite. Ja, ich komme aus der Schweiz. Ich habe hier eine klassische Bankausbildung mal gemacht. Danach studiert, internationales Management, weil mich immer auch diese kulturellen Aspekte sehr interessiert haben. Und habe dann einen Master gemacht in Fashion Management und Luxusgüterbereich in Mailand, weil ich eben so diese Luxusbranche, Qualität, Tradition verkaufe. Ja, Geschichten auch, die dahinterstecken, das hat mich immer sehr interessiert.
Ich war dann danach bei einer kleinen Uhrenmarke hier in der Westschweiz, klassisch, wie man das halt kennt, und habe mich da aber auf Marketing und Verkauf dann ein bisschen spezialisiert und bin dann auch ins digitale Marketing reingekommen, bei einer Firma, die Trinkflaschen herstellt. Die Firma gibt es auch schon seit über 100 Jahren, SICK. Die kennt der eine oder andere vielleicht. Ja, typisches ikonisches Design.
Und danach, so dann 2014, war ich an einem Junggesellenabschied in Amsterdam und saß damals zum ersten Mal in einem Tesla drin, das waren da die Taxis, und habe dann im Taxi noch nachgeschaut, ob es da Jobs in der Schweiz gibt. Da haben sie wirklich jemanden gesucht, der die Ostschweiz eigentlich aufbaut, und ich komme ja aus der Ostschweiz, habe mich dann beworben und habe den Job bekommen und war dann so knapp ein Jahr bei Tesla, nicht so lange.
Aber es war eine super Schule, weil wir damals 2014 Elektroauto, jeder sagte, das braucht niemand. Es gab so ein paar Pioniere, die sich interessiert haben, und da sehe ich auch sehr viele Gemeinsamkeiten zum Thema Bitcoin. Die grosse Menge denkt vielleicht, es ändert sich jetzt langsam, aber ja, das braucht niemand. Und dann in fünf bis zehn Jahren sieht dann alles ganz anders aus. Und auch diese Erfahrung lasse ich natürlich jetzt auch in R3yt einspielen. Und dann kam das erste Start-up.
Da haben wir dann 2015/16 diese Werbebildschirme, die man an Bahnhöfen, Shopping-Centern, überall sieht. Anstatt Werbeplakate haben wir eine Kamera installiert und dann alter Geschlecht, Kleidungsstil von Menschen erkannt durch künstliche Intelligenz damals bereits, und personalisierte Werbung ausgespielt. Das war so diese erste Start-up-Erfahrung, die wir mit Investoren suchen, ersten Kunden, den Kunden erklären, dass sie das Produkt brauchen, obwohl sie es noch nicht so geglaubt haben.
Und danach habe ich dann mehr und wieder zurück ins digitale Marketing gewechselt, im selbstständigen Bereich, mich da aber auf die Verkaufsautomatisierung fokussiert und dann vor eineinhalb Jahren habe ich jemanden kennengelernt, der eben Abwärme von Rechenleistung nutzt, um Gewächshäuser zu heizen. Habe ich den kennengelernt und meine erste Frage war eigentlich so, ja, wie sieht es aus, können wir das auch mit Bitcoin-Mining machen und können wir das auch für Einfamilienhäuser machen?
Und die Antwort war, ja, klar, das geht. Und so ist eigentlich die Idee entstanden für R3yt und innerhalb von kürzester Zeit, also von einem Monat, habe ich eigentlich meine digitale Marketingagentur runtergefahren auf null und ging dann all-in mit R3yt.
Und dann haben wir zuerst mal ein halbes Jahr wirklich selber finanziert, eigenes Geld reingesteckt, haben da schnell einen Produktionspartner gefunden, der uns da unterstützt hat und waren dann sehr schnell mit dem Prototypen an der Swiss Bitcoin Conference letztes Jahr in Kreuzlingen.
Und dann eben in Innsbruck hatten wir dann schon das Design technisch, den ersten Prototypen, den wir da dann gezeigt haben und uns die Leute dann auch ein bisschen ernster genommen haben, weil so in Kreuzlingen war es noch, ja, schön, die haben da eine Idee, mal schauen, wie weit sie gehen.
Und dann in Innsbruck war es schon so, dass die Leute überrascht waren, wie cool das Teil eben auch aussieht, weil heute ist Heizen langweilig und wir machen es nicht nur technisch spannend, wir wollen es eben auch vom Design her interessant machen. Da fließt doch das ganze Design aus Fashion, Tesla und SICK mit ein irgendwie, ne? Mit diesem metallischen Hexagon. Ja, das ist so. Ich finde Design was Interessantes, egal ob es bei einer Uhr ist, bei einem Auto, bei einem Haus oder egal wo.
Ich finde es spannend, wenn man eben alte Branchen auch aufmischt. Tesla hat das bei der Autobranche gemacht. Elektroautos gibt es schon seit über 100 Jahren, aber es gab halt, oder es hat sich anfangs nicht durchgesetzt und in der letzten Zeit, oder bis zu Tesla gab es halt niemanden, der es auch mal neu gedacht hat. Braucht es wirklich so viele Knöpfe auch im Auto? Also nicht nur Elektroantrieb, sondern das Auto komplett. Und ich glaube, dass wir das Ähnliche machen jetzt im Heizungsbereich.
Heizen ist heute langweilig, wir machen es spannend. Die Technologie, die wir nutzen, ist nicht so komplex. Immersion, können wir vielleicht später noch darauf eingehen. Grundsätzlich ist es ein Wasserkocher, ein Tauchsieder. Aber eben die Heizung auch ein bisschen neu zu denken, designtechnisch. Oder muss sie wirklich weiterhin im Keller stehen? Oder kann sie ein Designobjekt werden? Das sind die Fragen, die wir uns gestellt haben.
Und natürlich auch, Leute zu Bitcoin zu bringen über ein ganz anderes Thema, nämlich Heizen, weil jeder, der die Heizung sieht, den Right One, sagt, hey, was ist das? Und wenn wir da mal grundlegend die Technik erklären, noch gar nicht auf Bitcoin eingehen, dann steigt das Interesse. Dann haben wir die Leute quasi am Haken und dann gehen wir auf Bitcoin. Und dann hast du natürlich 50/50. Oh, Bitcoin, damit will ich nichts zu tun haben.
Oder eben spannend, okay, ja, Bitcoin war ich bis jetzt kritisch, aber du hast ja schon irgendwie das Interesse geweckt über die Technologie, dass du dann eben auch über Bitcoin sprechen kannst und das Interesse für Bitcoin wecken kannst. Und das sehe ich auch so die Aufgabe von R3yt für das Thema Bitcoin. Dann lass uns doch vielleicht direkt mal jetzt in das Produkt selber mal ein bisschen reingehen.
Wenn ich so an Bitcoin meiner oder Bitcoin Heizungen denke, fällt mir als erstes erstmal diese von der Konkurrenz von 21 Energy zum Beispiel dann halt ein, dass man damit so ein portables Gerät halt irgendwie halt hat, aber jetzt kein Gerät, was ich mir jetzt irgendwo zentral in mein Haus stelle, um damit mein komplettes Haus dann zu halten, was dann auch in mein bestehendes System integriert wird.
Vielleicht kannst du da mal ein bisschen da den Unterschied erzählen, was euer Ansatz jetzt wirklich dann ist zu so einer portablen Lösung, wie es die Konkurrenz halt macht. Ja, also wir sind mit 21 Energy immer wieder im Austausch. Wir sehen uns da noch nicht als Konkurrenz, würde ich mal sagen. Ja, ich glaube, wir haben alle das gleiche Ziel. Wir wollen, dass das Meer mit Mining geheizt wird. Und der Markt ist so jung, so gross. Wir haben unterschiedliche Ansätze.
Genau, 21 Energy macht über Luft. Das heisst, sie blasen die Wärme raus. Wir gehen dann einen anderen Weg über Immersion. Vielleicht wer Immersion nicht kennt, Technologie wird oft auch in Rechenzentren angewendet. Das heisst, die Server liegen in Wannen drin, in einem Öl. Ist erst mal sehr seltsam, weil alles, was man eigentlich nicht in eine Flüssigkeit werfen darf, kann man in dieses Öl reinlegen, das keinen Strom leitet, aber sehr schnell Wärme.
In Rechenzentren wird von unten kühle Flüssigkeit reingepumpt, um die Rechner zu kühlen. Dann steigt die Wärme, physikalisches Gesetz. Oben wird die warme Flüssigkeit abgezogen und dementsprechend wieder durch einen Kreislauf gekühlt. So werden die Rechenzentren gekühlt. Wir nutzen genau das gleiche System. Bei uns stehen 1 bis 2 Miner in einer Wanne drin. Von unten kommt kühle Flüssigkeit rein. Sie erhitzt sich durch die Rechenleistung des Minings.
Der Unterschied ist, dass wir oben die warme Flüssigkeit abpumpen und durch einen Wärmetauscher pumpen. Dementsprechend die Wärme in den Boiler oder in den Pufferspeicher reingeben. Wie eine klassische Wärmepumpe, weil Wärmepumpeheizung eigentlich auch macht. Unser Ansatz ist, für das Haus oder den Bewohner des Hauses ändert sich nichts. Du hast das bestehende Heizsystem, Radiatoren oder Bodenheizung. Du weisst einfach, bei mir im Keller ist gerade meiner am Arbeiten, der mir Sets generiert.
Ich nutze das Abfallprodukt dieser Digitalisierung, sprich die Abwärme, um das Haus zu heizen. Unser Ansatz ist der gesamtheitliche Ansatz vom Heizen eines Hauses. Nicht von einem Spaceheater, den du in einen Raum einsteckst und diesen Raum heizt. Wo es auch sehr viele Anwendungsfälle gibt. Da unterscheiden wir uns, dass wir das bestehende Heizsystem ergänzen oder ersetzen wollen.
Wenn ich an meine Heizung denke, dann gehe ich selber nicht dran, weil das im Zweifel schnell zu Wasserschäden führt. Wie macht ihr das von der Installation? Weil der normale Feld-, Wald- und Wiesenhandwerker-Installateur muss ja irgendwas besonderes dafür können, damit er das anschließen kann. Oder kann ich einfach sagen, das ist die Heizung, die ich gerne hätte. Dann geht er auf eure Webseite, lädt sich ein PDF runter und weiß dann genau, wie er die anschließen soll.
Und dann ist alles gut und er muss nichts von Bitcoin wissen? Ja, also es ist so. Das System ist simpel. Man hat einen Zulauf, wo das kalte Wasser reinkommt. Und man hat Zulauf und Rücklauf. In dem Sinne, wie jede andere Heizung das auch hat. Also das kalte Wasser kommt rein, wir heizen es über den Wärmetauscher aus, auf und die warme Flüssigkeit läuft zurück. Zusätzlich braucht man noch Strom und Internet. Eigentlich nichts Komplexes in dem Sinne.
Der Heizungsinstallateur muss auch nichts Spezielles wissen. Wir müssen natürlich wissen, wie gross ist das Haus, wie ist der Heizbedarf, Wärmebedarf, wie man das bei jeder anderen Heizung auch macht. Aber grundsätzlich von der Installation ist es überhaupt nichts Komplexes. Was wir brauchen, sind natürlich Heizungsinstallateure, die offen sind, damit zu arbeiten.
Ich will da niemandem zu nahe treten, aber grundsätzlich ist oft alles, was neu ist, ist erst mal ja, nein oder interessiert mich nicht. Das ist aber eben das Schöne an der Bitcoiner Community. Du hast wirklich vom Handwerker bis zum Anwalt, du hast überall Bitcoiner. Und da haben wir auch jetzt Leute schon bei uns im Netzwerk, die bereit sind, das für gewisse Regionen zu übernehmen.
Unser Ziel ist aber, mittelfristig haben wir die Idee von einer Grundplatte, wo du eben diese Zulauf-Rücklauf-Strom-Internet integriert hast. Dann kannst du das jedem Installateur zuschicken, der weiss genau, was er machen muss. Und wir klicken den R3yt dann eigentlich nur noch rein. Also zusammengefasst, installationstechnisch nichts Komplexes. Wir brauchen die Bereitschaft, aber da mache ich mir eigentlich nicht zu Sorgen, dass das zum Problem wird.
Wie sieht das denn in dem Kontext aus mit Standardisierung oder so was? Ich kenne mich natürlich jetzt persönlich mit der Installation von Heizungen jetzt nicht so aus. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Heizungssysteme sich ja schon irgendwie von den Anschlüssen oder so was dann vielleicht in Deutschland und auch in Deutschland, Österreich, Schweiz sich vielleicht auch schon unterscheiden.
Oder sind die Systeme da alle irgendwie von den Anschlüssen standardisiert, dass das alles irgendwie miteinander kompatibel dann ist? Ja, es kommt darauf an, wie die Heizung geplant wird. Grundlegend gibt es schon Standardisierungen. Also eine Wärmepumpe funktioniert grundsätzlich immer gleich. Du hast immer Zulauf, Rücklauf, du hast immer Strom, den du benötigst. Die Frage ist eben, wie dimensioniert man das Ganze?
Das ist auch oft der Fehler, der gemacht wird bei Wärmepumpen, dass man eben nicht das Haus entsprechend berechnet und dann die Leistung nicht stimmt und dann dementsprechend eben der Stromverbrauch nicht stimmt. Aber also rein anschlusstechnisch gibt es da nicht die Herausforderung, dass wir jetzt irgendwie andere Stromanschlüsse benötigen. Wir nutzen aktuell von Wattminer einen M56 S++. Der ist dreiphasig. Dementsprechend muss man ihn dementsprechend auch absichern.
Aber auch das ist jedes Haus, ja, hat das, weil schlussendlich musst du das so oder so machen. Vielleicht muss man die ein bisschen erhöhen, weil ein Miner kann bis auf 7 Kilowatt hochfahren über das Overclocking. Somit haben wir zwischen 7 und 14 Kilowatt Leistung. Ziel ist, dass er natürlich irgendwo bei 5,5 Kilowatt läuft. Das ist am effizientesten. Mit etwa 190 TeraHash, Overclocking geht er bis 240 hoch. Man kann auch noch ein bisschen höher schrauben.
Aber sonst jetzt von den Anschlüssen her ist jede Heizung identisch. Beim Umbau von Gas oder Öl auf eine Wärmepumpe muss man das Ganze neu anschauen, weil ein Boiler dementsprechend angepasst werden muss. Bei Gas und Öl kann man höhere Temperaturen fahren. Da heizt man bis 80, 90 Grad drauf. Bei Wärmepumpen ist man so bei 60, 65 Grad. Wir bewegen uns im ähnlichen Bereich wie Wärmepumpen. Wir haben heute wieder Tests gemacht. Auf dem Chip sind wir bei 75 Grad.
Die Flüssigkeit im R3yt sind wir bei knapp 70. Über den Wärmetauscher verlieren wir ein bisschen, aber kommen dann bei 60 und 65 Grad aktuell raus. Dementsprechend verhalten wir uns da identisch wie eine Wärmepumpe. Der Unterschied ist, dass wir schneller Wärme generieren können. Wenn wir da Vollschub geben mit beiden Minern, dann bist du in ein paar Minuten schon auf Temperatur im R3yt drin. Dann geht es wirklich darum, die Wärme auch rauszubringen.
Aber grundsätzlich unterscheiden sich jetzt Schweiz, Österreich, Deutschland die Anschlussthematik nicht. In den USA sind wir auch schon am Anschauen. Da ist es ein bisschen anders, weil da hast du nur zwei Phasen. Dementsprechend versuchen wir den R3yt so zu bauen, dass man eben auch vielleicht andere Mainer nutzen kann. Das ist grundsätzlich auch der Vorteil von Immersion. Solange es in die Wanne passt, kannst du jede Art von Mainer oder Rechenleistung da reinstellen.
Und deshalb setzen wir jetzt aktuell auch auf Immersion und nicht auf Hydro. Ja, das ist eigentlich so der Ansatz. Aber anschlusstechnisch ist das eigentlich keine komplexe Sache. Das heißt aber, das ist nur das Heizelement. Also wenn ich mir jetzt überlege, wir haben ein zweistöckiges Haus, da ist ja trotzdem noch so was wie Pumpleistungen und so weiter, dass du das durch das ganze Haus ist.
Das ist quasi unabhängig davon, sondern eine Heizung besteht aus allen möglichen Heizelementen, aus denen halt jede Heizung irgendwie besteht. Egal, ob du jetzt Gas- oder Wärmetauscher oder einen R3yt dran hast. Aber der R3yt ist quasi nur das Heizelement und das setzt auch quasi nur das Heizelement in diesem gesamten Heizungsverbund. Kann man sich das so vorstellen oder wie ist das? Ja genau, also das ist immer eine Heiz- oder eine Wärmequelle.
Das ist die Ölheizung, die Gasheizung, die Wärmepumpe oder der R3yt. Und dann dementsprechend hast du einen Boiler. Der Boiler wird vor allem für Brauchwasser genutzt, also das, was du fürs Duschen brauchst oder aus dem Wasserhahn kommt. Bei Gas- und Ölheizungen ist es oft so, dass direkt in die Fussbodenheizung oder die Radiatoren reingeheizt wird. Bei Wärmepumpen hast du oft noch einen zusätzlichen Pufferspeicher. Der Pufferspeicher ist eigentlich wie eine Batterie, könnte man sagen.
Da heizt man rein und von dort wird dann die Wärme auch verteilt. Warum den Pufferspeicher? Weil du eben nicht immer diese Wärmeleistung erzeugen kannst. Es gibt ja Zeit und diese Elemente hast du immer bei jeder Heizung. Oder zumindest dieser Pufferspeicher kommt dazu, wenn du eine Wärmepumpe-Lösung hast. Das heisst, wenn wir jetzt ein bestehendes Haus haben und jemand hat schon eine Wärmepumpe, dann können wir entweder den R3yt einfach dazu stellen, also als ergänzendes System.
Du lässt die Wärmepumpe, die du schon hast, drin, nutzt sie, wenn sie vielleicht auch die entsprechende Effizienz bringt. Da können wir vielleicht nachher noch kurz drauf eingehen. Der R3yt heizt einfach ergänzend in den Pufferspeicher rein. Oder wenn du sagst, nein, ich will komplett ersetzen, ich habe eine Öl- oder Gasheizung, die muss jetzt sowieso raus, aus gesetzlichen Gründen oder was auch immer. Dann wird der R3yt anstelle der Gas- oder Ölheizung angeschlossen.
Und dann ist die Frage, und da sind wir jetzt genau in dem Prozess, in dieser Testphase, schafft es der R3yt, genügend Wärme in kurzer Zeit zu generieren, dass auch nur der Boiler reicht und wir eigentlich eine Gas- oder Ölheizung nicht mit zusätzlichem Aufwand ersetzen? Oder brauchen wir, wie jede Wärmepumpe auch, noch einen zusätzlichen Pufferspeicher? Der R3yt ist eine Heizquelle. Im R3yt sind die Miner, die die Wärme generieren.
Wir haben den Wärmetauscher, weil wir haben diesen Primärzyklus, das ist das Öl, das nur im R3yt drin zirkuliert. Und dann haben wir den Sekundärkreislauf, das ist das Wasser, das eben von dem Heizsystem kommt. Das läuft in den R3yt rein, geht in den Wärmetauscher und in den Wärmetauscher wird die Wärme übergeben. Vielleicht für die Leute, die nicht wissen, wie ein Wärmetauscher funktioniert, das sind Platten, die ganz nah aneinander liegen.
Auf einer Seite läuft dann dieses Bitcool aus dem R3yt, auf der anderen Seite läuft das Wasser, die berühren sich nicht, aber über die Nähe wird die Wärme übergeben und dann kommt aus diesem Wärmetauscher das kalte oder kühlere Bitcool wieder zurück, läuft wieder in den R3yt rein, sprich in den Miner rein und wird wieder erhitzt. Ich hoffe, das hat die Frage beantwortet. Sonst einfach nachfragen.
Du hast gerade schon ein paar Mal gesagt oder den Vergleich zwischen Wärmepumpen gesetzt und quasi im Kontext von Öl- und Gasheizung. Für welchen Ersatz, also wo positioniert ihr euch mit R3yt primär als Ersatz für fossile Energieträger, Heizungen oder wirklich für die Wärmepumpe?
Weil ich kann mir vorstellen, ich kenne es jetzt auch bei mir von meinen Eltern, gerade in Deutschland ist das Thema ja momentan, oder das ganze letzte Jahr und dieses Jahr ja sehr heiß diskutiert, dass ja irgendwie alles darauf getrimmt wird, dass die Leute sich die Wärmepumpen irgendwie in die Häuser holen.
Und da ist es natürlich schwierig, den Leuten dann irgendwie vielleicht nahe zu bringen, okay, ihr müsstet jetzt diese Wärmepumpe wieder rausschmeißen, die ihr jetzt vor zwei Jahren gekauft habt. Also welche Argumente gibt es denn da für die Leute? Auf der einen Seite für Gas- und Ölheizung ist auf jeden Fall klar, der Kontext, die Leute müssen handeln oder sollen handeln, weil halt Deutschland oder die EU wahrscheinlich sogar komplett weg von fossilen Heizungen weg will.
Und auf der anderen Seite hat man dann halt diese neue Technik, die jetzt da vielleicht ergänzt werden kann, oder? Das ist gerade schon angedeutet. Vielleicht kannst du da ein bisschen was zu sagen? Ja, genau. Also auch in der Schweiz, überall werden diese Wärmepumpen, vor allem die Luftwärmepumpen, die sieht man ja immer wieder bei den Häusern, draußen steht so ein grosser Ventilator oder Lüfter, der zieht ja die Luft an und versucht aus der Wärme der Umluft zusätzliche Wärme zu generieren.
Das heisst, Luft wird angezogen, man hat diese Flüssigkeit, die dann verdampft. Durch Kompression erzeugt man zusätzliche Wärme und dementsprechend wird dann eben auch über den Wärmetauscher die Wärme übergeben. Jetzt, diese Wärmepumpen werden vor allem gepusht, weil es nicht wirklich grosse Alternativen gibt, die nachhaltig sind. Man spricht dann immer von diesem Effizienzgrad, wo man eben 1 Kilowatt Strom reinsteckt und 4 Kilowatt Wärme schlussendlich herausholt.
Dieser 1 zu 4 COP Effizienzgrad, das ist der Fall, wenn die Aussentemperatur so über 10 Grad liegt, dann kann sie richtig diesen Effizienzgrad auch erreichen. Das Problem der Wärmepumpe ist aber, wenn die Temperatur sinkt, unter 10 Grad, unter 5, unter 0, dann muss sie mehr Strom aufwenden, um eben aus der Luft draussen noch diese Wärme generieren zu können. Und dann sinkt eben dieser Effizienzgrad auf 1,5, 1 zu 2 oder sogar 1 zu 1.
Und wenn ich mit den Heizungsinstallateuren spreche, was so ihre Erfahrung ist, dann sagen sie immer, ja, also im Durchschnitt übers Jahr hast du vielleicht einen COP von 1 zu 1,8 oder 1 zu 2. Kommt immer darauf an, wo man lebt, wie warm ist es, ist man eher in der Höhe, in den Bergen, in der Schweiz ist das ein Thema oder eben im Flachland, wie es vielleicht auch eher in Deutschland ist.
Jetzt Leute, die natürlich eine Wärmepumpe in den letzten fünf Jahren irgendwo installiert haben, die werden jetzt nicht die einfach rausreissen und dann R3yt reinpacken, dem sind wir uns bewusst. Es gibt aber viele, viele, viele, die noch Gas oder Öl haben und eben noch nicht so überzeugt sind von diesem Wärmepumpenthema. Und die sagen, hey, der R3yt ist eigentlich genau das, was wir suchen. Ich würde am liebsten die Gas- oder Ölheizung dementsprechend ersetzen.
Unser Ziel ist es eben, beides anbieten zu können. R3yt als ergänzendes System nutzen zu können. Das heisst, man entscheidet entweder selbst, welche Heizung lasse ich laufen oder man programmiert das.
Also wenn du zum Beispiel auch eine PV-Anlage hast und man sieht, hey, es ist zwar Winter, aber wir haben jetzt einen schönen Tag, dann nutze ich den eigens produzierten Strom, um eben den Miner laufen zu lassen, mehr oder weniger kostenlos zu minen und gleichzeitig auch noch kostenlos zu heizen oder eben Geld zu verdienen oder Bitcoin zu verdienen mit dem Heizen des Zuhauses. Das heisst, unser Prozess wird schrittweise laufen.
Unser Ziel ist es jetzt im August, September die ersten 10 bis 20 Installationen in der Schweiz erstmal zu tätigen. Das ist nicht mehr eine Testphase, teilweise eine Testphase. Also wir bauen aktuell unseren Prüfstand, wo wir einzelne Häuser simulieren können. Deshalb können wir dann eben die Ölheizung ersetzen, nur mit dem Boiler oder braucht es noch einen Pufferspeicher.
Und dieser Prüfstand ist jetzt, also heute, gestern waren wir da bis spät am Aufbauen, nächste Woche auch noch und dann können wir wirklich diese Tests fahren. Aber das Ziel im August, September ist es erstmal ergänzend den R3yt zu installieren, um weitere Erfahrungen zu gewinnen. Jedes Haus ist dann eben doch nochmals ein bisschen anders. Aber unser definitives Ziel ist, dass wir den R3yt auch als ersetzende Lösung anbieten können. Und das hoffen wir so Anfang 2025 das anbieten zu können.
Und deshalb, heute eine Heizung kaufst du ja auch langfristig. Und wir sind Startup, wir sind neu, wir sind uns dem bewusst. Deshalb glauben wir, dass diese schrittweise Entwicklung dahin eben auch die richtige ist. Also erstmal ergänzend installieren. Das heisst jeder, der jetzt noch eine Gas- oder Ölheizung hat, muss die ja auch noch nicht jetzt gleich dieses oder nächstes Jahr rausreissen.
Das heisst, er holt sich mal einen R3yt, stellt ihn dahin, installiert ihn ergänzend, schaut, funktioniert das, wie ich mir das vorstelle, baut Vertrauen auf und wir bauen den R3yt bewusst jetzt schon so, dass man das gleiche Gehäuse mit einem oder zwei Minern betreiben kann.
Das heisst, ich kann mit einem Miner starten, als ergänzendes System, maximal 7 Kilowatt und kann dann später, wenn ich vertraue, wie ich sehe, das funktioniert, einen zweiten Miner reinpacken und dann eben auch die Gas- oder Ölheizung rausreissen. Deshalb ergänzend für die Wärmepumpenkunden würde ich jetzt mal erwarten und ersetzend für die Gas- und Ölheizkunden. Aber ich muss euch ganz ehrlich sagen, den Bitcoinern geht es mehr darum, ich kann mit Mining heizen.
Das fasziniert die Leute und es ist gar nicht so zwingend jetzt der finanzielle Aspekt schon als erste Priorität. Das merken wir jetzt einfach in den ersten Gesprächen mit den Kunden, die wir haben. Klar, es muss sich rendieren schlussendlich, aber es ist natürlich auch eine Überzeugung dabei. Du hattest vorhin das Thema auch schon angesprochen, nicht nur Heizen, sondern auch warm Wasser. Das ist ja häufig das gleiche System, was man am Ende dafür verwendet.
Macht das dann beides oder wie läuft es? Ja, unser Ziel ist, dass wir beides können. Beim Wasser ist es so, dass man über 60, über 62 Grad erhitzen muss, um die Bakterien zu töten im Wasser, diese legionellen Krankheit. Dafür muss man diese Temperatur erreichen, die erreichen wir jetzt in den Tests. Wir sind da guter Dinge, dass wir das auch im realen Umfeld dann erreichen können. Dann ist es eine Frage, wie das ganze Setup ist.
Wenn der Boiler Wärme braucht für das Brauchwasser, heizt du halt in den Boiler rein und gibst da dann Schub. Das dauert dann vielleicht eine Stunde, vielleicht zwei Stunden, das werden wir jetzt sehen. Und wenn es dann eben wieder in die normale Heizthematik geht, die Radiatoren- oder Fussbodenheizung, dann ist die Frage, heizen wir direkt in die Leitungen rein oder über den Pufferspeicher. Der Pufferspeicher gibt dir immer die Möglichkeit, dass du da einfach mal reinheizen kannst.
Das ist eben der Vorteil an diesem Pufferspeicher. Und unseren Prüfstand, nennen wir ihn, da haben wir jetzt auch richtig Geld investiert, der kann eben all das simulieren. Und das ist jetzt wirklich der nächste Schritt, um zu sehen, wie das Ganze sich verhält. Im Moment sind wir überzeugt, dass das funktioniert, weil die Temperaturen erreichen wir, die Geschwindigkeit von den Pumpen kann das leisten. Ein normales Einfamilienhaus braucht im Durchschnitt zwischen 7 und 14 Kilowatt Heizleistung.
Und das haben wir mit den Minern. Wir haben zusätzlich die Geschwindigkeit, wie schnell das wir heizen können. Und da kann ich mir gut vorstellen, dass wir eben auch höheren Bedarf dann dementsprechend beliefern können, weil wir einfach die Geschwindigkeit reinbekommen mit den Minern. Weil uns ist egal, wie warm es draussen ist. Der Wärmepumpe ist das sehr wichtig. Der Wirkungsgrad bei uns ist 1 zu 1, das ist vielleicht noch wichtig zu wissen. Wir brauchen mehr Strom, definitiv.
Also eine Kilowattstunde Elektrizität generiert das Gleiche in Wärme. Bei uns ist noch, wir müssen natürlich die Wärme ins Wasser kriegen oder ins Öl. Wir verlieren da ein bisschen was über den Wärmetauscher. Das heisst, wir liegen etwa bei 95 Prozent aktuell. Aber die Wärme ist nicht verloren, sie ist trotzdem im Raum drin. Aber unser Ziel ist natürlich, möglichst viel in die Flüssigkeit zu bekommen. Also wie lohnt sich das?
Bei Innovate & Upgrade hatten wir jetzt eine Episode mit 21 Energy, verlinken wir auch nochmal in den Shownotes. Und da hat der Max auch nochmal so ein bisschen die ganze Rechnung aufgemacht, dass zwar der Wirkungsgrad schlechter ist, aber du auf der anderen Seite Satz reinbekommst. Aber das ist ja immer so eine, ich sag mal, auf Messers Schneide, auch abhängig davon, wie der Hash-Price irgendwie ist. Also wie sieht denn die Gesamtkalkulation aus?
Also wie viel Invest habe ich in so einen R3yt und wie viel kriege ich dann an Heizleistung pro, beziehungsweise wie viel Kosten habe ich denn dann für meine Heizleistung? Also es gibt zwei wichtige Einflussfaktoren. Das ist der Bitcoin-Preis und das ist der Strompreis. Wie bei meinem Mining grundsätzlich allgemein. Wir haben es so berechnet, dass wir die letzten fünf Jahre angeschaut haben, bewusst fünf Jahre, wie sich der Bitcoin entwickelt hat, haben das in die Zukunft projiziert.
Wir haben zum Glück einen Finanzmathematiker im Team, der hat da Stunden verbracht und haben dann noch zusätzliche Faktoren mit einspielen lassen. Also was, wenn sich der nächste Zyklus nicht dementsprechend verhält? Dann haben wir 40 Prozent eigentlich runtergerechnet von dem, was über die nächsten fünf Jahre eigentlich rausgekommen wäre. Was haben wir zusätzlich reingerechnet? Wir haben einen Hardware-Wechsel vom Miner alle fünf Jahre reingerechnet.
Wir glauben nicht, dass das zwingend notwendig sein wird. Also auch mit MicroBT sind wir direkt in Gesprächen. Sie sagen, der Miner selbst kann gut sieben bis zehn Jahre in Immersion laufen, obwohl ihnen natürlich auch noch die Erfahrungswerte fehlen. Aber der Miner liegt in der Flüssigkeit, es ist ein geschlossener Kreislauf, da kommt kein Staub oder Dreck rein. Dementsprechend sollte das möglich sein. Die Frage ist, wie sich die Mining-Hardware weiterentwickelt.
Wenn wir da auch mit den grossen Minern reden, dann sagen alle, ja, die weiterentwickeln und die Kurve flacht ab aktuell. Klar, da kann immer eine neue Technologie kommen, aber wir werden wahrscheinlich nicht mehr so die grossen Sprünge in kurzer Zeit sehen, wie man das in den letzten Jahren gesehen hat. Dementsprechend haben wir gesagt, okay, fünf Jahre, danach wird der Miner gewechselt. Wir haben einen Preis von 4.500 bis 5.000 Euro pro Miner eingerechnet.
Dementsprechend kommen wir schlussendlich darauf, dass wir über die nächsten fünf Jahre im Durchschnitt etwa 20 Cent pro Kilowattstunde, die man verheizt, zurückbekommen. Das heisst, da ist der Wechsel der Miner drin, da ist der Kauf des Right, unser Zielpreis wird irgendwo zwischen 15.000 und 20.000 liegen als Produkt mit ein oder zwei Minern. Da wird dann eben der Preis ein bisschen variieren. Plus dieser Hardwarewechsel alle fünf Jahre und dann kommen so diese 0,2 Euro oder 20 Cent dann raus.
Das ist aber sehr konservativ gerechnet. Wir haben hier einen Rechner, ich habe hier zum Beispiel 11.000 Kilowattstunden Heizbedarf, das ist so ein normales Einfamilienhaus. Ich habe hier drin 32 Cent Kilowattstundenpreis, das ist jetzt der Durchschnittspreis in der Schweiz im Moment.
Das heisst, wir haben Betriebskosten von etwa 2.500 Euro, hier sind es Franken, aber es ist grundsätzlich das Gleiche. 2.500 Euro beim R3yt und bei einer Erdwärmepumpe sind wir bei der Hälfte, weil sie einfach weniger Strom benötigt, um den Effizienzgrad reinzubekommen.
Wenn wir jetzt aber die Heizgesamtkosten übers Jahr anschauen und das Gleiche vergleichen, dann sind wir beim R3yt bei 4.677 Euro, weil da ist ja der Return dann noch dabei, der rauskommt bei den 11.000 Kilowattstunden und bei der Luftwärmepumpe sind wir bei 4.850 Euro. Das heisst, die Gesamtheitskosten übers Jahr ist die Luftwärmepumpe teurer als der R3yt, wenn man mit einem Durchschnittspreis über die nächsten fünf Jahre rechnet.
Der Bitcoiner wird die Sets oder die Bitcoin nicht verkaufen, er wird sie behalten und dementsprechend hat jeder seinen Preis im Kopf, wo er vielleicht überlegen würde, was zu verkaufen, wenn überhaupt, aber darum geht es schlussendlich gar nicht. Es geht mehr darum, dass man KYC-less an die Sets kommt, das ist immer so ein Argument, das wir immer wieder hören und uns natürlich auch bewusst sind.
Aber würde man das Cashout machen, wirst du über die nächsten fünf Jahre definitiv günstiger heizen als mit einer Luftwärmepumpe und hast eben auch noch einen Wert generiert.
Das heisst, wenn ich das nochmal anders in die Zahlen, wie ich sie in meinem Kopf einsetzen würde, einsetze, dann heisst das, wenn ihr 15 bis 20 Cent pro Kilowattstunde zurückbekommt und die Kilowattstunde, also in Deutschland liegt sie bei 35 Cent, dann heisst das, der effektive Strompreisläge bei 10 Cent pro Kilowattstunde und mit einer Wärmepumpe hast du einen Wirkungsgrad von 1 zu 2, das heisst 35 durch 2 sind 17,25 und bei 15 bis 20 Cent
wären wir irgendwo bei euch auch zwischen 15 und 20 Cent an effektivem Strompreis, den man dann drin hätte. Das heisst, der konservative Case wäre ähnlich wie bei einer Wärmepumpe, beziehungsweise ein kleines bisschen drunter, wenn ihr eher bei den 20 Cent zurückkriegt. Ja genau, also wir sagen 20 Cent, 21 Energy ist da ja noch ein bisschen höher, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sagen sie glaube ich 26 bis 28 Cent.
Wir rechnen da wahrscheinlich ein bisschen konservativer, aber die einfachste ist wirklich, ok 35 Cent zahle ich bei einem Effizienzgrad von 1 zu 2 durchschnittlich über das Jahr wäre ich dann bei der Wärmepumpe bei 17,5 wie du gesagt hast und bei uns wärst du jetzt in dem Case, wenn 20 Cent zurückkommen, hättest du für 15 Cent geheizt. Haben sie diesen Rechner irgendwo schon ausgefahren? Habt ihr den irgendwo?
Nein, wir haben ihn noch nicht öffentlich, aber wir werden ihn bald auf der Webseite integrieren und dann werden wir sicher auch den Link teilen. Spannend.
Aber ich glaube, was sicher immer gut, also was gut verständlich ist, hey pro Kilowattstunde bekommst du einfach 20 Cent zurück und dieser Fakt über die nächsten fünf Jahre konservativ gerechnet und dieser Fakt, also die Reaktion auf das ist meistens, ah krass, ok dann halt ich nur noch für und dann hat eben jeder seine Strompreise im Kopf und wichtig ist halt wirklich, sonst eine Wärmepumpe generiert aus Strom einfach Wärme.
Sie nutzt die Energie eindimensional und wir nutzen die Energie zweifach. Erstens für Rechenleistung, sprich für Mining und zusätzlich zweitens noch die Abwärme zum Heizen. Das heisst die Nutzung der Energie ist auch effizienter. Wir hören dann oft, ja ich könnte ja für die 15.000 Euro für den R3yt auch Bitcoin kaufen. Ja da hast du recht, könntest du, aber du müsstest immer noch heizen. Das ist so der Punkt. Du wirst immer noch weiter aber auch heizen müssen.
Also Bitcoiner sind ja so viele fröhliche Garage und Bastler auch immer dabei, die natürlich auch gerne hingehen und sagen, naja ich könnte mir auch einfach einen Miner in die Wohnung stellen und eine Immersion Wanne kriege ich vielleicht auch noch gerade so hin und dann das irgendwie da anschließen und das irgendwie selber basteln. Aber ist das eine Alternative?
Also was ich im Kopf immer so habe, ich rede mit Leuten über sowas oder auch über R3yt und sage, naja ich könnte das ja einfach irgendwie selber zusammen basteln und schließe das irgendwie an und so weiter. Dann denke ich mir so, naja dann brennt ja das Haus ab und zahlt dann die Versicherung. Wie sieht das mit solchen Cases aus? Also ich meine es ist was Neues, es gibt wenig, also das ganze Bitcoin Thema ist ja immer mit Neuen und Risiken verbunden.
Es ist nicht ganz klar, gibt es euch in zehn Jahren noch, zahlt die Versicherung, wenn ihr das Haus abbrennt, wie sieht das mit keinerlei Zertifizierung aus? Kannst du mal so ein bisschen so ein Drumherum, um das, wenn man sagt, okay die Technik ist gut, der grundsätzliche Business Case ist gut, was gehört dann noch alles mit dazu?
¶ Eigenbau als Alternative?
Ja, also erster Punkt, ja es gibt die Lösungen, man kann alles was wir machen, kann man selber bauen. Einigen ist vielleicht Schnitzel bekannt von Twitter, das ist ein Schweizer, der in den USA lebt, der ist bei uns übrigens auch im Advisory Board. Er hat bei seinem Haus in den USA selbst eigentlich das gebaut, was wir machen. Wer ihn nicht kennt, soll mal auf Twitter nachschauen, er hat da alles dokumentiert, Open Source, man kann das alles nachbauen.
Und das ist auch gut so, man bekommt alles, was man braucht, um so eine Heizung zu bauen, kann man sich selber zulegen. Für den Markt gibt es Lösungen, so diese Do-it-yourself-Pakete. Was wir wollen ist, und das ist eben aus unserer Sicht der grössere Teil der Bitcoiner, die verstehen Bitcoin, die verstehen vielleicht auch die Vorzüge von Mining, aber sie sind jetzt nicht die Techies, dass sie sich hintrauen würden, um das Heizsystem für ihr Haus selbst bauen zu können und auch zu wollen.
Plus bei uns ist es noch ein bisschen anders als in den USA, es gibt ein bisschen mehr Auflagen, Regulatorien etc. Und wir wollen eine Plug-and-Play-Lösung diesen Kunden bieten. Und da gehört natürlich einiges dazu. Das heisst, du musst das Ganze in ein Produkt verwandeln, das eben Sicherheitsstandards erfüllt, Zertifizierungen, wie du erwähnt hast, versicherungstechnisch das alles abklären. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Aufwand ist.
Und ganz ehrlich gesagt, habe ich mich bis vor R3yt auch noch nie mit Heizungen beschäftigt. Das kommt natürlich noch dazu. Aber da sind sehr, sehr viele Elemente, die zusammenkommen, dass der Kunde eben schlussendlich dieses Erlebnis hat, das wir uns wünschen oder das wir uns als Ziel gesetzt haben. Ich bestelle mir einen R3yt, ich installiere den, ich lade mir die App runter, ich hinterlege meinen Wallet und ich beginne mit Mining mein Haus zu heizen.
Das ist unsere Vorstellung von Plug-and-Play für den Kunden. Wir suchen natürlich jetzt diese Pioniere, die bereit sind, das auch früh zu machen. Da mache ich immer wieder den Link auch zu Tesla. Als ich 2014 bei Tesla war, da waren genau das die Leute, die innovativen Leute, die zukunftsorientierten Leute, die gesagt haben, ja, ich zahle jetzt 150.000 für ein Elektroauto, welches ich nicht weiss, ob es das noch gibt in fünf oder zehn Jahren.
Aber ich finanziere damit natürlich auch eine Weiterentwicklung mit. Ich bin ein Vorreiter und investiere dieses Geld. Ich glaube, dass wir das bei R3yt eigentlich die gleiche Situation haben. Es sind viele Kosten involviert in der Entwicklung. Wir haben auch Investoren, also wir haben jetzt eine erste Investorenrunde abgeschlossen, weil wir konnten es nicht mehr weiter selbst finanzieren. Da ist interessant zu sehen, dass von fünf Investoren nur einer ein Bitcoiner ist.
Der Rest hatte vorher nichts mit Bitcoin zu tun. Das gibt uns aber auch Selbstbewusstsein, Vertrauen, dass eben auch andere Leute überzeugt sind vom Grundsystem, das wir haben. Wir wollen diese Lösung bieten den Leuten, die sagen, hey, ich finde Bitcoin spannend, ich verstehe die Vorzüge von Mining, aber ich will mich nicht damit rumschlagen, wie funktioniert es, wie schließe ich das an, welchen Miner wo, etc. Bei uns soll es wirklich die Plug-and-Play-Lösung schlussendlich sein.
Ich glaube, so kann der Kunde gut auf dem Markt auswählen, welche Lösung zu ihm passt. Jetzt gibt es ja ganz viele Leute, die sich überlegen, so ein Business aufzumachen.
¶ Unternehmensaufbau
Du hast selber gesagt, du hattest vorher nichts mit Heizungen zu tun, bist jetzt überhaupt erst da reingekommen. Ich mache zusammen mit meinem Co-Founder einen Bitcoin-Business-Meetup, wo es ganz viele Leute gibt, die sagen, sie wollen verstehen, wie sie ein Bitcoin-Business aufbauen, wie sie aus ihrem Fiat-Job ein bisschen ausbrechen und sich den ganzen Tag mit Bitcoin beschäftigen und damit was aufbauen, etc. Magst du mal so einen roten Umschlag geben? Wie sieht das für dich aus?
Was sind all die Sachen, die dazugehören, um so ein Unternehmen wie R3yt von "Es gibt nichts außer der Idee" bis zu "Wir haben zumindest mal zehn Leute, die das Teil gekauft und in ihre Wohnung gestellt haben". Wie man von da hinkommt? Was sind die ganzen Sachen, die da alle mit passieren müssen und vor allen Dingen auch die Sachen, die du vielleicht gar nicht auf dem Schirm hattest, obwohl es jetzt nicht dein erstes Business war?
Ich glaube, das Allerwichtigste ist, dass die Person oder die Gruppe, die eine Idee hat, zu 150 Prozent davon überzeugt ist. Das ist mal die Ausgangslage. Der nächste Schritt ist, weitere Leute davon zu überzeugen, Zeit da rein zu investieren. Am Anfang ist es ja hauptsächlich mal Zeit. Da haben wir wirklich Glück, dass wir super Leute um uns herum haben. Wir konnten früh einen Heizungsinstallateur mit der Idee begeistern.
Wir konnten früh einen Produzenten, der das Produkt entwickeln kann, sprich die Komponente zusammenfügen, technische Zeichnungen, all diese Sachen, umsetzen kann, für die Idee begeistern. Wir konnten einen Industriedesigner begeistern. Ich glaube, Leute begeistern kannst du vor allem, wenn du selbst komplett davon überzeugt bist und auch bereit bist, das Risiko einzugehen, da 100 Prozent einzusteigen.
Ich wusste immer, als ich das digitale Marketing gemacht habe, die letzten fünf Jahre, ich werde nochmals irgendwo ein Start-up machen. Meine Bitcoin-Reise übrigens hat 2017 gestartet, aber damals sehr, sehr oberflächlich. Da war mal Bitcoin und man hat mal was gekauft und so weiter. Aber in dieses Rabbit Hole kam ich jetzt auch erst durch R3yt vor ein bisschen mehr als einem Jahr. Ich lerne auch bei Bitcoin jeden Tag noch dazu.
Aber bei mir ist es so, wenn ich mich für etwas begeister, dann all in. Ich glaube, diese Mentalität braucht es. Mir ist bewusst, dass man noch einen Job hat und seinen Alltag finanzieren muss. Aber das Erste ist definitiv diese Überzeugung. Dann, wie gesagt, zweiter Punkt, welche Leute brauche ich um mich herum, um sicherzustellen, dass meine Idee auch umgesetzt werden kann? Bei uns war das der Heizungsinstallateur, der Produzent, der Entwickler, das Software-Thema.
In jedem Bereich haben wir jemanden. Dann ist die Frage, muss ich die von Anfang an zahlen oder schaffe ich es, die vielleicht reinzubekommen, dass die die Firma mitgründen und man denen Anteile dementsprechend abgibt oder sind sie auf der Sicherheitsschiene und man sagt, man zahlt jetzt denen was, dann braucht man das Kapital. Oder auch eine Variante ist, dass man sagt, weisst du was, du bekommst eine Royalty von jedem Produkt, bis ein gewisser Betrag erreicht wird.
Da ist jeder ein bisschen anders unterwegs. Aber das waren die Wege, die wir jetzt genutzt haben. Uns war relativ schnell klar, dass wir irgendwann Kapital benötigen, weil eben was so eine Entwicklung kostet, da war ich überrascht, das war ich mir nicht bewusst. Wie viel Geld da reinfliesst und wir haben bis jetzt alles in der Schweiz produziert, also nochmals zusätzlich Preisfaktor, der reinspielt. Und mir war dann bewusst, gut, wir müssen Investoren mit an Bord holen.
Und da kam zum Glück meine Erfahrung rein aus dem ersten Start-up, wo wir viele, viele Fehler gemacht haben, aber eben auch viel, viel gelernt haben. Und dann geht es darum, einen Pitch zusammenzustellen. Die Idee ist, zu kommunizieren und Leute mit dieser Begeisterung anzustecken. Das ist das Allerwichtigste. Und da muss eine Story her, aus meiner Sicht. Weil wenn ich da nur mit Zahlen und Fakten komme, dann begeistert das nicht.
Das ist einer meiner Lieblingssätze, Menschen kaufen emotional und rechtfertigen ihren Kauf rational. Das kennen wir alle. Wir kaufen vielleicht den nächsten Fernseher, weil er jetzt noch OLED Plus und weiss nicht was hat, obwohl wir vor zwei Jahren gerade einen gekauft haben. Und eigentlich haben wir emotional gekauft. Und rechtfertigen das aber dann vor der Freundin, weil er eben weniger Strom braucht, besseres Bild hat und, und, und.
Und die Frau macht das ja ähnlich, wenn sie noch eine Tasche oder Schuhe kauft. Ja, die haben eben einen goldigen Reissverschluss und die Sohle ist besser, da kann ich eben auch im Regen gut laufen. Aber emotional hat sie gekauft. Das machen alle Menschen so. Und so geht es aber auch mit den Investoren. Also die Grundstory, hey, du sitzt da mit deinem Computer, der wird warm. Jeder kennt das. Das war immer meine Story jetzt bei den Investoren, vor allem nicht Bitcoinern.
Er wird warm, du kennst das, die Lüfter fangen an zu laufen. Aber diese Abwärme, die könnte man doch nutzen. Die Rechenzentren blasen die Atmosphäre raus. Warum heizen wir damit nicht die Häuser? Und das konnte jeder so schnell verstehen. Und dann bin ich rüber zu der Bitcoin-Story gegangen. Und deshalb Überzeugung, neben Bereitsein, auch da voll reinzugehen. Und ich glaube, da hapert es bei vielen Leuten.
Diese Bereitschaft, das Risiko einzugehen, vielleicht den Job eben auch auf die Seite zu stellen oder vielleicht den Job auch zu verlieren. Da voll ins Risiko zu gehen und vielleicht eben auch zu scheitern. Und da ist meine Mentalität. Ich bin nicht überall ein grosser Amerika-Fan, aber in dieser Mentalität bin ich schon ein Fan. Ich habe eine Hardcore-Mentalität. Bei uns ist es so, der ist gescheitert. Ich wusste sowieso, dass der das nie schafft. Das kenne ich in der Schweiz oft so.
Ich nehme an, in Deutschland ist das wahrscheinlich ähnlich. Wir sind uns da kulturell ähnlich. Und wenn er es geschafft hat, dann ist es so, ja, aber der hat eben da noch was Krummes gemacht oder irgendwie da. Und ich glaube, wenn man bereit ist, das Risiko reinzugehen und eben auch das Learning rauszunehmen – und ich bin auch ein paar Mal gescheitert – ich glaube, das ist das Wertvollste, was man nachher mitnimmt.
Aber eben Idee, überzeugt sein, Begeisterung teilen, Leute um sich scharen, die eben das Wissen haben, das man braucht. Und dann möglichst schnell etwas aufbauen, Prototypen bauen oder, wenn es softwaretechnisch ist, Design raushauen und Investoren mit reinholen. Das ist so, wie ich es jetzt gelernt habe die letzten Jahre. Und ich glaube, für uns jetzt, das ist der richtige Weg.
Die Leute, mit denen du jetzt zusammen gegründet hast, kanntest du die schon vorher aus anderen Startups oder hast du die jetzt erst im Zuge der Bitcoin-Reise von dir kennengelernt und gesagt, okay, das sind vielleicht die richtigen Leute, mit denen man zusammen dann jetzt hier ein neues Unternehmen gründen kann? Ja, also ich kannte sie nicht, interessanterweise.
Ich hatte durch das andere Startup im KI-Bereich, ich kann nicht programmieren, aber damals habe ich viel mit dem Programmieren gesprochen, wie funktioniert das, künstliche Intelligenz und so weiter. Da war es noch nicht so ein Thema wie heute. Da habe ich dann schnell viel gelernt und durfte dann viele Vorträge halten über das Thema, auch bei Firmen und durfte einen TED-Talk machen mit Ernst & Young und so.
Und dann habe ich halt Leute kennengelernt und dementsprechend war ich eingeladen an einem Vortrag vor eineinhalb Jahren und habe da einen meiner Mitgründer, Andy, kennengelernt und haben ein bisschen miteinander gesprochen und habe dann gesagt, nächstes Jahr möchte ich eigentlich nochmals was im Startup-Bereich machen. Und er hat dann gesagt, ich kenne jemanden, der hat da was, wo man noch mehr draus machen könnte. Und deshalb kannte ich eigentlich meine zwei Mitgründer nicht.
Letztes Mal kannte ich sie, sie waren Freunde. Das ist auch nicht immer einfach, deshalb ich könnte dir jetzt nicht sagen, was besser ist. Ich glaube, dass ein bisschen Distanz nicht schlecht ist, weil wenn es gut läuft, ist alles gut. Wenn es mal nicht so gut läuft, dann leidet die Freundschaft auch darunter. Das war bei mir so.
Aber natürlich vertraut man auch seinen Freunden und deshalb verstehe ich auch, wenn man dem Freundesweg geht, weil wer ist bereit, in einem ersten Schritt eine Idee weiterzutreiben? Das sind meistens die Freunde, die man dafür begeistert und das ist auch richtig so. Deshalb für mich ist da nicht richtig oder falsch. Ich finde beide Wege sehr gut. Auch in der Bitcoiner Community. Ich meine, ich sehe das. Ich war letztes Jahr an vier, fünf Events, jetzt dieses Jahr auch schon an zwei.
Da triffst du halt die Leute, die die gleiche Begeisterung haben. Ich denke, das ist das grösste Potenzial, da die Leute vielleicht auch mit seiner Idee anzustecken. Und das ist vielleicht noch einer der wichtigsten Punkte. Die meisten Leute haben Angst, die Idee zu teilen, weil sie denken, dann kumpiert mich jemand. Ich dachte das früher auch immer. Heute denke ich anders. Teile die Idee mit so vielen Leuten wie möglich, weil sie werden dir Feedback geben.
Sie werden vielleicht mit einsteigen, weil eine Idee haben ist das Einfachste. Umzusetzen, das ist das Allerschwierigste. Das sehe ich jetzt auch bei R3yt. Aber wir sind super motiviert. Wir haben auch jetzt den ersten Vollzeit-Mitarbeiter. Miro, der jetzt im Team ist, ist auch ein super Typ. Wir arbeiten sehr, sehr viel, aber es ist einfach geil. Es macht einfach Spass. Ich glaube, das ist das Wichtigste. Mega. Wie sind eure Pläne für die Zukunft? Was steht als nächstes in der Pipeline?
Also wir haben ja im Januar dieses "Try before you buy"-Angebot gestartet, wo man sich bewerben kann im Moment für die ersten 100 Installationen, wo wir den Kunden die Möglichkeit geben, den R3yt drei Monate zu testen und eigentlich erst dann sich definitiv entscheiden zu müssen. Das war auch natürlich um zu schauen, wie viele Leute sind auch bereit, uns diese Information zu geben, weil sie mussten einen Fragenbogen ausfüllen. Das kann man übrigens immer noch machen.
Wir suchen da immer noch Leute. Über das Haus und auch ein paar Infos mit uns zu teilen, um zu sehen, wer ist bereit, das zu machen. Ist das Interesse überhaupt da? Weil das ist ein anderer Punkt. Viele entwickeln fünf Jahre, gehen dann raus und merken, niemand will eigentlich das Produkt kaufen. Da haben wir jetzt schon fast 200 Bewerbungen aus Deutschland, Schweiz, Österreich. Also super cool und Leute, die begeistert sind und uns schreiben. Wann können wir endlich den R3yt installieren?
Unser Schritt ist jetzt wirklich dieser Prüfstand, weil da können wir die Häuser simulieren oder einen Grossteil der Häuser simulieren. Das wird nochmals mehr Sicherheit geben. Der nächste Schritt sind eben diese 10 bis 20 Installationen, hoffentlich August, September in der Schweiz und dann am Ende in die Produktion zu gehen und dann eben diese Kunden auch beliefern zu können und hoffentlich nächstes Jahr in die Serienproduktion zu gehen.
Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, die Hardware ist das eine Thema. Das viel komplexere Thema ist eigentlich die Software, die Steuerung, um das ganze Haus dann eben zu steuern, heiztechnisch zu steuern. Da sind wir jetzt schon dabei und ich glaube, vom Timing her sind wir da gut, eben mit diesem schrittweisen Umsetzung von ergänzendes System zu ersetzendes System.
Ich lade weiterhin alle ein, sich dazu bewerben, weil das hilft uns auch zu verstehen, was sind denn da draussen für Häuser, die interessiert sind an einem R3yt und dementsprechend entwickeln wir das Produkt auch weiter. Wir sind auch jetzt weiter an Events. Wir sind an der Swiss Bitcoin Conference am 25. April in Kreuzlingen. Wir werden mit einem Stand auch und in einem Panel. In Prag werden wir sein mit einem Stand.
Unser Ziel ist es, diese Info rauszutragen in der Bitcoin Community, aber eben auch ausserhalb. Weil ich sehe das jeden Tag, dass wir Leute für Bitcoin begeistern können über ein Thema, das jeder kennt, nämlich warme Füsse oder warme Hände. Das wollen wir jetzt weiter vorantreiben. Sehr schön. Ich habe noch eine kurze Ergänzungsfrage dazu.
Du hattest ja jetzt schon die ganze Zeit immer von diesen ergänzenden Lösungen gesprochen, die ja prinzipiell ja dann eher dann für Leute, dann sind die sowieso schon eine strombasierte Lösung, wie eine Wärmepumpe zum Beispiel, bei sich im Haus haben. Du hattest eben auch so die Price Range, je nachdem wie viel meiner Mann halt einbaut, nur ab ein oder zwei, was dann zwischen 15.000 und 20.000 Euro irgendwie oder Franken, wie auch immer dann liegen würde.
Plant ihr in irgendeiner Richtung da noch quasi ein Angebot für den unteren Bereich zu liefern, weil nochmal 15.000 Euro, sage ich, für nur eine ergänzende Lösung ist ja schon für jemanden, der wahrscheinlich vorher auch schon 20, 25, 30.000 Euro für so eine quasi inklusive Vorbereitung für so eine Wärmepumpe bei sich gemacht hat. Ich hatte gerade eben schon mal das Beispiel gemacht. Meine Eltern sind da jetzt bei ihrem Haus auch quasi genau in der gleichen Situation.
Und habt ihr da irgendwie eine Idee, da irgendwie noch so eine Low-Budget-Lösung als Ergänzung irgendwie zu entwickeln, die da irgendwie auch dann noch mit funktionieren könnte? Also eine Wärmepumpe, wenn man die jetzt neu kauft, dann ist man auch so bei 30, wie du gesagt hast. Zwischen 25.000 Euro. In Deutschland ist es ein bisschen tiefer, aber ich würde sagen zwischen 25.000 und 35.000 Euro. Der R3yt kann aber auch ergänzend zu einer Gas- oder Ölheizung sein.
Also all die, die jetzt noch nicht bereit sind, auf eine Wärmepumpe zu wechseln, die können auch eben als Erste oder sagen, hey, ich gehe auf einen R3yt und lasse die Öl- oder Gasheizung zuerst noch stehen. Und mit dem Ziel, ganz auf den R3yt umzustellen. Jetzt eine günstigere Lösung. Der Punkt ist die Leistung, die der Kunde braucht. Wenn die im gleichen Bereich ist, ist es nicht günstiger. Der teuerste Teil ist eigentlich der Miner.
Weil im Moment kostet so ein What's Miner M56 S++ irgendwo zwischen 4.000 und 5.000 Euro. Und deshalb versuchen wir natürlich durch eine Serienproduktion das ganze Gehäuse mit den Komponenten im Preis noch runterzukommen. Ziel wäre, wenn wir irgendwo bei 10.000 Euro vielleicht irgendwann sind. Das braucht aber Zeit, es braucht Menge. Das ist unser Ziel, da heranzukommen. Jetzt für das Einfamilienhaus wird aber immer den gleichen Heizbedarf haben.
Eine günstigere Lösung können wir da in dem Sinne nicht einfach günstiger machen, weil das Gehäuse vielleicht günstiger ist. Was aber am Plan ist, dass man eben vielleicht auch in Eigentumswohnungen, die einen eigenen Boiler haben und den sowieso schon elektrisch heizen, weil die brauchen genau gleich viel Strom mit einem R3yt wie mit dem aktuellen Boiler, dass wir da eine kleinere Lösung haben, aber auch mit kleineren Leistungen, vielleicht zwei bis drei Kilowatt Leistung.
Da haben wir Ideen, aber wir müssen uns jetzt aktuell fokussieren. Wir dürfen uns da nicht verzetteln. Ich glaube, dass wir im Preis runterkommen können durch Menge, umso mehr R3yts wir liefern können. Sonst müssen wir abspecken bei Komponenten. Weniger Qualität, billigere Pumpen, ein anderes, günstigeres Gehäuse etc. Um runterzukommen. Und das ist eigentlich nicht so unser Anspruch.
Unser Anspruch ist schon, die Qualität beizubehalten, um dann eben auch ein langfristig laufendes System liefern zu können. Cool, passt. Sehr cool.
¶ Verabschiedung und Outro
Dann würde ich sagen, vielen Dank dir. Wir sind jetzt auch schon bei ca. einer Stunde. Ich glaube, es gibt noch ganz viele Elemente da drum, aber wir werden ja einfach mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Und von daher würde ich sagen, vielen Dank. Focus on the Signal, not on the noise. Und bis bald. Herzlichen Dank. Tschüss. Tschüss.
[Musik]
