Gluten: Gesund oder schädlich für den Darm? - podcast episode cover

Gluten: Gesund oder schädlich für den Darm?

Mar 22, 2026Season 1Ep. 416
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Summary

In dieser Folge klärt Ernährungstherapeutin Katharina Mythen rund um Gluten auf und differenziert zwischen Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität. Sie bespricht, warum moderne Weizenprodukte oft schlechter vertragen werden, welche Rolle Verarbeitung, Darmgesundheit und Ernährungsgewohnheiten spielen und warum Sauerteig oder Urgetreidesorten besser sein können. Zudem teilt sie persönliche Erfahrungen und praktische Ratschläge, wie Hörer ihre individuelle Glutenverträglichkeit testen und ihre Ernährung abwechslungsreicher gestalten können, um Darmbeschwerden zu lindern.

Episode description

In dieser Folge spreche ich über das Thema Gluten und darüber, ob es wirklich schädlich für den Darm ist. Ich erkläre die Unterschiede zwischen Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität und warum nicht jeder Mensch Gluten automatisch meiden muss. Außerdem geht es darum, warum manche Menschen moderne Weizenprodukte schlechter vertragen, welche Rolle Verarbeitung, Darmgesundheit und Ernährungsgewohnheiten spielen und warum Sauerteig oder alte Getreidesorten oft besser verträglich sind. Am Ende teile ich auch praktische Tipps, wie du herausfinden kannst, ob und wie gut du Gluten persönlich verträgst.

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Transcript

Herzlich willkommen & Norsan Omega-3

Herzlich willkommen zum Natürlich Gesund Podcast. Schön, dass ihr hier seid und mir für eine neue Vorstellung. Hier geht es rund um das Thema ganzheitliche Gesundheit. Vieles mehr. Mein Name ist Katharina. Ich bin Ernährungstherapeutin, Gründerin von Und in der heutigen Folge spreche ich... Wenn ihr eurem Körper etwas Gutes tun möchtet, dann solltet ihr euch unbedingt einmal mit dem Thema Omega-3-Fettsäuren beschäftigen. Omega-3-Fettsäuren sind essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

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Gluten: Mythen und Wahrheit

Ich versuche ja in meinen Folgen immer auch Themen von euch aufzunehmen, wenn ihr mir Themenwünsche schreibt oder auch Fragen habt. Und eine Frage, die immer wieder kommt und wo ich auch wirklich konkret eine Nachricht zu bekommen habe, mit der Bitte bitte mal eine Folge zu diesem Thema aufzunehmen, ist eben zu dem Thema Gluten. Und zwar lautet die Nachricht: Könntest du vielleicht einmal detailliert in einer Podcast-Folge darauf eingehen, inwiefern Gluten schädlich für die Darmgesundheit ist?

und ein paar Mythen aufklären, da ich mir bei dem Thema auch super unsicher bin. Ob ich mir etwas Gutes tue, wenn ich vollkommen Urgetreide regelmäßig konsumiere oder doch lieber auf glutenfreie Alternativen vollständig umsteige. Und das mache ich natürlich sehr gerne, weil ich das absolut verstehen kann.

wirklich nachvollziehen kann, dass wenn man vor allem wenn man vielleicht auch Laie ist oder nicht wirklich selbst auch in Ernährungswissenschaften studiert hat und darin irgendwie Ausbildung hat, dann ist das einfach ein super komplexes, schwieriges Thema.

Denn selbst wenn man es googelt, kommt man da oft nicht so viel weiter, weil nämlich auch sehr viel Mit den Begrifflichkeiten, ja, ich weiß nicht, wie man es sagt, gespielt wird, beziehungsweise weil auch hier Begrifflichkeiten rund um Unverträglichkeiten, Allergien, Intoleranzen, die meistens leider auch vertauscht werden und

da auch viel Mythen da sind und auch viel Irrglaube rund um Gluten eben da ist. Und ich versuche jetzt mal in dieser Folge, das gut aufzuschlüsseln und eben auch gut zu erklären. Grundsätzlich erstmal, es gibt auch, wenn wir jetzt erstmal auch auf das Thema sollte man Gluten meiden, ja, also dann auf das Thema Intoleranz, Unverträglichkeit, Allergie eingehen. Gibt es leider sehr viele. auch Fachzeitschriften teilweise, wo diese Begriffe so ein bisschen vermischt werden.

Zöliakie: Autoimmunerkrankung und Diagnose

Und erstmal vorweg, wenn man keine Zellergie hat, also eine Glutenintoleranz, muss man Gluten nicht komplett meiden. Also dann würde ich auf keinen Fall sagen, dass Gluten gleich komplett schlecht ist. Mittlerweile ist es, glaube ich, so, dass das Glutenthema so ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist. Also es war vor ein paar Jahren, da war das noch viel.

Viel mehr diskutiert, auch wissenschaftlich diskutiert. Und es gab einfach in ganz vielen Printmedien, aber auch auf Social Media gab es einfach wahnsinnig viel Presse rund um das Thema. Und da sind auch dann so Bücher entstanden wie die Weizenwampe, was dann dann so ein Bestseller war und so durch die ganze Welt gegangen ist. Und da wurde das Thema natürlich auch sehr polarisiert.

Und jetzt ist es so, dass, glaube ich, einfach andere Themen gibt, die gerade mehr im Fokus sind. Und man muss aber so ein bisschen verstehen. Warum sollte man Gluten meiden? Warum sollte man es vielleicht zu sich nehmen, also hier so ein bisschen zu differenzieren? Also, wenn man keine Zölerkie hat, muss man Gluten nicht komplett meiden. Erstmal, was ist Zölerkie? Also Zöllakie ist eine Glutenintoleranz. Ja, also das heißt eine

Also bei CRKI ist es wirklich eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem durch dieses Kleberaiweiß Gluten geschädigt wird. Und Gluten ist eben in Getreiden wie zum Beispiel Weizen, Roggen, Gerste enthalten. Und auch noch einigen weiteren Getreidesorten. Und das führt nämlich dann zu Entzündungen und Schädigungen von der Darmschleimhaut, was wiederum dann die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt.

Und die einzige Behandlung ist hier tatsächlich eine lebenslange, strikte, glutenfreie Ernährung. Ja, und das bedeutet für die Betroffenen mit Zyllerkie auch, Dass man tatsächlich sogar auf Spuren von Gluten achten muss. Also für wenn man mit jemandem zusammen im Haushalt lebt, der wo der Partner oder die Partnerin Gluten ist, ja, oder die Kinder, und man muss selber aber komplett auf Gluten verzichten, dann muss man ein anderes Schneidebrett verwenden. Also hier geht es wirklich um Spuren.

Und das ist natürlich auch im Alltag manchmal sehr, sehr anstrengend. Und da kann ich auch durchaus verstehen, warum man dann auch manchmal gefrustet ist.

viele Menschen dann diese Begrifflichkeiten mit Gluten, Intoleranz, Gluten, Unverträglichkeit und Allergie so ein bisschen durcheinander bringen, weil Zelleki ist hier wirklich nochmal was anderes und da muss man wirklich komplett auf Gluten verzichten und man muss sogar auf Spuren von Gluten verzichten und man muss vor allem auch dann die Frage, wenn ein Außenstehender sie von einem Betroffenen bekommt, dieses ist es Glutenfall, muss man dann auch sehr ernst nehmen.

Ja, weil für die Betroffenen ist es einfach sehr wichtig, dass das ernst genommen wird und man wirklich dann auch weiterhin streng auf seine glutenfreie Ernährung achten kann. Nicht, weil man es gerne möchte oder weil es eben Mode ist, sondern weil man es wirklich muss.

Und das ist natürlich für die Betroffenen auch nicht so einfach, wenn man in Cafés ist und in Restaurants ist, weil man natürlich hier vorher immer ständig checken muss, haben die auch wirklich, wirklich, wirklich glutenfreie Sachen. Und nehmen die die Frage, wenn ich sie eben stelle, auch wirklich ernst.

Weizenallergie und Diagnoseschritte

So, dann ist es aber auch so, dass wir neben Zölerki durchaus auch noch andere Formen von, ich sage jetzt mal, einer.

Nicht Verträglichkeit gegenüber Gluten haben, denn es gibt eine Weizenallergie und es gibt auch eine Glutenunverträglichkeit. Und der Körper reagiert da ganz verschieden drauf. Also erstmal Grundsätzlich, wenn man jetzt sagt, okay, wie finde ich denn überhaupt heraus, was ich habe, wenn ich jetzt mir die Frage stelle, ich möchte gerne herausfinden, ob ich eine Zylakie habe oder eine Weizenallergie oder eine.

Eine Glutenunverträglichkeit. Also bei einem Zylakietest ist es so, wenn man wirklich starke Beschwerden hat, dann kann ich auch immer nur empfehlen, dass man das auch mal ausschließen lässt, dass man eine Zylargie hat. Und der erste Schritt ist meistens ein Bluttest. Das ist ein Zöniaky-Screening beim Arzt. Und da bestimmt der Arzt Wenn eben ein Verdacht da ist, Antikörper im Blut, meistens eben sowas wie Translutaminase, das ist ein IGR-Antikörper und dann der Gesamt-IGA-Wert.

So, im nächsten Schritt wird dann eine Dündarmbiopsie gemacht. Das ist eine Magenspiegelung. Ja, die muss auch gemacht werden, um das dann wirklich entweder die Diagnose zu bestätigen oder das dann auszuschließen. Und bei der Magenspiegelung wird Gewebe aus dem Dünndarm entnommen und daran werden eben dann geschädigte Darmzotten erkannt. So, ganz, ganz wichtig, weil das wird leider oft nicht richtig kommuniziert. Es gibt eine Voraussetzung.

Wenn man jetzt so einen Bluttest oder auch eine Dündam-Biopsie machen lässt, man muss in den Wochen vor diesem Test weiterhin glutenhaltig essen. Das denken viele, hä, warum? Ich vertrage es doch nicht. Das ist ganz wichtig, ja. Und zwar mindestens ein bis zwei glutenhaltige Mahlzeiten pro Tag über Wochen, wenn nicht so kann, manchmal Monate. Denn sonst ist dieses Ergebnis falsch bzw. negativ.

Denn der Körper muss spezifische Antikörper bilden und der Darm muss verschiedene entzündliche Veränderungen zeigen. Und ohne Glutenkonsum bilden sich diese Marker einfach automatisch zurück. Und das führt dann zu einem falsch getesteten, also falsch negativen Testergebnis. Und deswegen verfälscht du im Endeffekt eine glutenfreie Diät. Und Diät ist hier in der Fachsprache von Diät tatsächlich eine spezielle Ernährungsform gemeint und nicht so wie.

Man das meistens meint mit Ich muss jetzt kalorienreduziert essen und deswegen Diät zum Abnehmen, sondern hier ist von glutenfreier Diät eine Ernährungsform gemeint. Und deswegen ist diese glutenfreie Diät eben vor einer Diagnose. Irreführend, beziehungsweise das verfälscht die Diagnose und verfälscht die Blutwerte und auch eben diese Biopsie. Also das im Hinterkopf behalten, wenn man sowas vorhat, dass man definitiv vorher auch noch weiterhin Gluten ist.

Glutensensitivität: Tests & Symptome

Dann gibt es ja die Weizenallergie und die wird eigentlich vor allem durch einen Pricktest, das ist ein Hauttest, festgestellt. Und es gibt auch noch einen Bluttest, wo auch nochmal nach spezifischen IgE-Antikörpern gegen dann diese Weizenproteine. Und wie genau dann diesen PRIC-Test wird das eben dadurch diagnostiziert.

Wichtig ist aber auch da, ich würde sagen, bevor man einen Walzenallergietest macht, dass man vorher wirklich diese Zynergie ausschließt. Also das ist wirklich so das Erste, wo man eigentlich schauen sollte. Und dann können natürlich Noch vielleicht noch als allerallererstes, ich denke mal, das machen vielleicht auch einige oder wissen schon, weil irgendwie muss man ja darauf kommen, dass man, dass man das eventuelle Sluten auch sein könnte, dass man ein Symptomtagbuch führt.

Ja, auch das hilft manchmal aufzuschreiben. Also, ich sage auch bewusst manchmal, weil das ist nicht immer hilfreich. Aber es kann oft auch helfen, mal wirklich aufzuschreiben, was habe ich gegessen. Wann sind die Symptome gekommen? Ja, und dann mit ein bisschen Abstand kann man sich dieses Tagebuch dann mal angucken und eventuell kann man hier dann Schlüsse ziehen. Neben der Weizenallergie und der Zynergie gibt es auch eine Glutensensitivität. Das ist dann diese typische Unverträglichkeit.

Und hier ist es tatsächlich so, das kann man eigentlich nicht wirklich testen lassen. Also, das findet man nicht bei einer Magen- oder Darmspiegelung raus, das findet man auch nicht bei einem Bluttest raus. Ich weiß, es gibt ganz viele von diesen Unverträglichkeiten-Tests. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, also das ist nicht meine Meinung, sondern das ist tatsächlich die wissenschaftlich anerkannte Meinung, dass die nicht wirklich aussagekräftig sind.

Weil die oft einfach nur das anzeigen, was man eben viel in der letzten Zeit gegessen hat. Und manchmal ist es so, dass Leute diese Tests machen und dann lassen sie bestimmte Sachen weg. Und dann geht es ihnen tatsächlich sehr viel besser. Aber bei vielen Menschen kommen dann wirklich Unmengen an Unverträglichkeiten raus. And Das ist nicht unbedingt immer so zielführend. Deswegen gibt es eigentlich keine wirklich anerkannten Tests, die jetzt meine Glutensäbilität zeigen.

sondern diese Diagnose, sag ich jetzt mal, die die erfolgt eher durch eine Art Ausschlussverfahren. Also, wenn Zellerkie und auch eine Weizenallergie wirklich ausgeschlossen ist. dann aber weiterhin vielleicht noch Symptome da sind, die beim Verzicht von Gluten ganz klar verschwinden, ja, dann macht man das eben, hat man das durch so ein Ausstellungsverfahren herausgefunden. Und da kann eben dann natürlich auch so ein Ernährungstagebuch helfen.

Wichtig ist dafür auch zu wissen, dass bei den meisten Menschen Gluten nicht innerhalb von wenigen Stunden wieder aus dem Körper verschwindet und man das dann irgendwie direkt herausgefunden hat, ob man da jetzt irgendwie eine Unverträhigkeit hat oder nicht. Denn bei den meisten Menschen bleibt Gluten nach einem Verzehr 24 bis zu 72 Stunden im Körper. Weil diese Glutenproteine relativ große Moleküle sind.

Und der Körper kann sie eben nicht so super schnell vollständig verdauen. Das heißt, die bleiben wirklich eine Zeit lang im Körper. Das heißt, wenn man einen Verdacht hat, dann nicht nur die Symptome innerhalb von zwei, drei Stunden nach dem Essen irgendwie beobachten, sondern es kann wirklich bisher zu 72 Stunden können diese Symptome verzögert auftreten.

Und bei Menschen mit Zylakie, ja, die haben oft auch noch ein, zwei Wochen danach wirklich Probleme. Also da dauert das eine ganze Zeit, bis der Körper sich wieder beruhigt und wirklich das Gluten vollständig aus dem Körper dann verschwunden ist.

Warum Glutenunverträglichkeiten zunehmen

Jetzt kann man sich auch so ein bisschen fragen, ja, warum ist das denn eigentlich so, dass heutzutage man ständig von Glutenunverträglichkeiten hört und anscheinend so viele Menschen. Probleme mit Gluten haben. Viele sagen, glutenhaltiges Getreide ist heutzutage sehr überzüchtet.

Dazu muss man so ein bisschen wissen, Gluten ist ein Klebererweiß und das macht Backwaren so ein bisschen fluffig und sorgt auch dafür, dass der Teig besser auch zusammenklebt. Das kann sich ja auch jeder bestätigen, der schon mal glutenfrei gebacken hat.

Weil man braucht hier, entweder man gibt Eier dazu, damit man eben eine bessere Bindungsfähigkeit hat oder sowas wie Leinsamen, Flohsamschein, Chiasamen, ja, weil sonst Der Teig hat dann andere Eigenschaften und hier muss man dann eben noch zusätzlich so ein bisschen schauen, wie man die entweder Fluffigkeit oder eben diesen Kleebeiweis, der Sachen zusammenhält, ersetzen kann.

Es gibt aber auch einige Studien, die ergeben haben, dass das so ein bisschen Mythos ist mit diesem überzüchtet. Also gerade beim Weizen. Also manche sagen eben, oder manche Studien haben eben auch ergeben, dass der Weizen überzüchtet sei und extrem viel Gluten enthalte. Das ist ein so ein bisschen weit verbreiter Mythos. und dass moderne Weizensorten nicht unbedingt mehr Gluten enthalten als diese alten Sorten.

Aber die wurden trotzdem in der Züchtung verändert, nämlich auf verbesserte Backeigenschaften, also zum Beispiel diese mehr, diese höhere Elastizität darauf gezüchtet. Und das kann natürlich die Zusammensetzung von dem Gluten. beziehungsweise von dem Gluten, von dem Klebereiweiß ja, leicht verändern. Und gleichzeitig ist es aber auch so, warum man auch sagt, das ist auch eine Mitursache, ist, dass natürlich unsere

Ernährungsgewohnheiten sich einfach ganz extrem verändert haben. Ja, also, wenn man mal anschaut, die meisten Menschen oder auch was es so auch zu kaufen gibt, dann wird heutzutage einfach viel mehr Getreideprodukte als konsumiert, ja, und viele Menschen essen wirklich irgendwie morgens, mittags, abends etwas mit Getreide oder mit Weizen. Ja, gerade wenn man, ich sag mal, sich in Anführungsstrichen normal ernährt, dann isst man morgens irgendwie so Zerealien oder halt

Brötchenbrot, dann wird mittags irgendwie Pasta oder ein belegtes Brötchen gegessen und abends gibt es dann wieder irgendwas in Form von auch Gluten bzw. Getreide. Ja, und da ist einfach wenig Abwechslung dabei. Das heißt, Wir konsumieren einfach viel mehr davon. Und gleichzeitig ist es eben auch so, dass die moderne Fertignahrung, nenne ich es jetzt mal. oft natürlich auch verstecktes Gluten enthält, ja, also gerade auch bei Wurstwaren oder auch Soßen zum Andicken und Co.

um eben Textur und Geschmack dann auch zu verbessern. Also das ist auf jeden Fall sicher ein Grund, warum es davon mehr gibt denn je und Gluten auch schlechter vertragen wird bei vielen Menschen. Dann sagen eben das, was ich vorher schon mal gesagt habe: wo manche sagen, es ist ein Mythos, andere sagen, es ist ganz klar nachzuweisen, dass das Getreide heutzutage, vor allem eben die modernen Weizensorten,

So gezüchtet worden sind, um eben höhere Erträge zu liefern und eben bessere Backeigenschaften zu haben. Und das heißt, da ist auch mehr Gluten drin. Und das ist eben eine zusätzliche Belastung für den Darm. Ein weiterer Punkt, und ich glaube sogar tatsächlich, dass das in Kombination mit diesen veränderten Ernährungsgewohnheiten, also dass wir einfach viel mehr von diesen modernen Getreidesorten essen.

Eigentlich somit der Hauptgrund ist. Und zwar, dass heutzutage es eben hauptsächlich dieses industrielle Backverfahren gibt. Was meine ich damit? Die modernen Teige. Die werden nicht mehr unbedingt, also manchmal schon, aber meistens nicht, dass die lange ruhen und auch fermentiert werden. Also dass die schon fast sauerteigähnlich sind oder sogar rein Sauerteig sind.

Denn wenn ein Teig lange geht oder dann sogar auch wirklich fermentiert, also dass da wirklich ein Sauerteigprodukt entsteht, dann wird ein Teil von dem Gluten Protein praktisch abgebaut. Und das erleichtert für den Körper ganz enorm die Verdauung. Also viele vertragen, also viele, die tatsächlich Probleme mit Gluten haben, die jetzt keine Zynergie haben und auch keine weißen Energie.

Vertragen Sauerteig-Produkte sehr gut und haben da viel weniger Probleme, beziehungsweise gar keine. Und wenn sie aber dann so ein typisches Weißmehlbrötchen vom Bäcker essen, was einfach ganz modern gebacken worden ist. Dann haben sie da deutliche Symptome. Das heißt, das ist auf jeden Fall auch eine Möglichkeit, dass man mal schaut und mal für sich ausprobiert, wie es dann mit Sauerteig-Produkten ist. Ja, weil die einfach.

Ganz anders, die Produkte werden anders zubereitet. Der Teig geht viel länger, Teil von Gluten wird abgebaut und die Nährstoffe werden auch besser verfügbar gemacht dadurch.

Einfluss von Darmflora und Umwelt

Ein weiterer Grund ist natürlich heutzutage auch, dass wir eine bessere Diagnostik haben. Viele Fälle wurden früher schlichtweg einfach nicht erkannt. Heute ist das Bewusstsein sehr viel höher. Es gibt viel mehr Diagnosemethoden, mehr von Bluttests über Biopsien. Die sind auch sehr viel präziser. Und dadurch können eben Menschen, wo man früher einfach das einfach abgetan hätte oder man irgendwas anderes vermutet hätte,

Können eben heute da viel besser und leichter diagnostiziert werden. Also, das ist auf jeden Fall auch ein Grund. Dann, ich würde sagen, so der vorletzte Punkt ist auf jeden Fall auch noch eine veränderte Darmflora bzw. veränderte Umwelteinflüsse. Heutzutage wird einfach sehr viel Antibiotika verabreicht. Es gibt viel mehr Stress.

Und gleichzeitig auch eine höhere Hygiene, was auch viel Gutes bringt, aber gleichzeitig schwächt das auch unser Immunsystem und die Darmbarriere, was eben zu so einem Leaky-Gas-Syndrom führt, also einem durchlässigen Darm. Und viele Menschen berichten dem auch, dass wenn sie wirklich angefangen haben, ihren Darm zu heilen. und keine kein Dicky Gut mehr haben.

einen eine ge intakte Darmstammhaut haben, ein eine gut aufgebaute Darmflora, dass sie plötzlich Gluten und auch andere Dinge wieder vertragen. Also so war das bei mir tatsächlich auch. Also nicht beim Gluten, da sage ich später noch was dazu, aber bei anderen Dingen. Also ich hatte auch so viele Gemüsesorten und alle möglichen Dinge, die bei mir nicht gingen. Und ich vertrage das mittlerweile alles problemlos.

Hab ein paar andere Sachen, auf die ich weiter noch gut achte und habe nicht mehr diese ganzen super diffusen Unverträglichkeiten, weil einfach mein Darm intakt ist. Und dann gibt es als letztes auch noch einen Grund, der häufig auch genannt wird. Das nennt sich ATA-Amylase-Trypsin-Inhabitoren.

Das sind verschiedene Eiweißkomponenten im Weizen, die im Endeffekt Abwehrstoffe gegen Schädlinge sind und auch so gezüchtet wurden. Und die können tatsächlich entzündliche Reaktionen im Darm auslösen, also auch ohne Zölliakie. Und das ist etwas, ja, was auch manchmal so ein bisschen als Mitgrund, warum es mittlerweile so viele Menschen gibt, die Gluten nicht gut vertragen, was da auch genannt wird.

Dinkel, Urgetreide und bessere Verträglichkeit

Ein Punkt, der auf jeden Fall auch noch interessant ist, es gibt so ein bisschen so einen Dinkelparadox, nennt sich das. Und zwar sagen einfach ganz viele, ich vertrage kein Weizen, weil da so viel Gluten drin ist und deswegen geht bei mir aber Dinkel total gut. Und das ist auch erstmal so. Also, ich glaube den Leuten auch, die sagen, sie vertragen Dinke sehr viel besser. Das liegt aber nicht an dem Glutingehalt, weil nämlich Dinke.

Ist erstmal eng mit Weizen verwandt und enthält sogar mehr Gluten als Weizen. Ja, also das ist tatsächlich nämlich nicht so, dass es an dem Gluten liegt, sondern diese bessere Verträglichkeit liegt meistens daran, dass eben. im Dinkel viel weniger von diesen Footmaps enthalten sind. Habt ihr bestimmt schon mal gehört, und zwar sind das fermentierbare Oligodie, Monosaccharide und Poliole.

Und das sind eben diese Fotmaps sind im Endeffekt Dinge, die bei... die also ein Reitsdarmsyndrom oder auch einen befindlichen Bauch haben, auf zu beschweren, wie auch Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfällen und so weiter, das auslösen können. Und der Dinkel enthält davon einfach viel weniger. Und deswegen wird er oft besser vertragen. Hinzu kommt aber auch, dass eben diese Verarbeitung und die Fermentation hier auch eine Rolle spielt.

Weil gerade viele Dinkelbackwaren auch oft in Handwerksbetrieben mit längerer Reifezeit verarbeitet werden. Und dadurch werden ja auch ein Teil, wie ich vorher schon mal gesagt habe, von den schwer verdaulichen Stoffen abgebaut. Und das kann auch immer ein bisschen mit reinspielen, dieses Nährstoffprofil, also das Dinkel. ein bisschen mehr höherwertiges Eiweiß enthält und auch mehr Mineralstoff, also Eisen und Magnesium vor allem und noch ein paar mehr Spurenelemente als Weizen.

Dann ist es eben auch so, dass viele Menschen ältere Getreidesorten besser vertragen. Also dazu gehört sowas wie Urgetreide wie Einkorn, Emma, Kammut und auch manchmal auch Vollkorngetreide. Weil einmal sind sie definitiv nährstoffreicher, also das ist einfach so. Die enthalten auch mehr Ballaststoffe, was ja auch schon besser für den Darm ist. Wie gesagt, alles. Es sei denn, man hat keine Zeliakie, weil das muss immer erst ausgeschlossen werden und da gilt strikt glutenfrei ernähren.

Aber für die anderen kann es durchaus sinnvoll machen, hier zu schauen. Statt komplett auf Gluten zu verzichten, mal zu schauen, kann ich eben an der Verarbeitung arbeiten und kann ich auch eher ältere Getreidesorten integrieren, die sehr viel verträglicher sind. Also weil sie einfach nährstoffreicher sind, die enthalten mehr Ballaststoffe. Und vor allem wurden die weniger intensiv auf diese hohen Erträge gezüchtet.

Ja, und Urgetreide besitzt oft auch so eine bisschen einfache Proteinstruktur. Da sind weniger Allergene enthalten und eben wir haben hier mehr Mineralstoffe, Vitamine und Antioxidantien drin.

Praktische Tipps zur Gluten-Ernährung

Also was soll man jetzt am besten machen? Im ersten Schritt, wenn man Beschwerden hat. Und das müssen, das können Verdauungsbeschwerden sein. Das ist so eben das Typische. Und das ist wirklich angefangen von Bauchschmerzen, Blehauch, Durchfällen. Also, das kann also ziemlich alles sein, bis aber auch hin zu neuronalen Beschwerden. Ja, also auch sowas wie Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, all diese Dinge, das können alles. Anzeichen für Gluten seien auch sehr schlechte Blutwerte.

Und das muss man als erstes einmal, beziehungsweise nicht für Gluten, sondern für Zylakie sein. Und das muss man erstmal ausschließen. Ja, das heißt, wenn man Verdacht hat, dann im ersten Schritt die Zylakie ausschließen, dann kann man diese Weizenallergie... ausschließen und dann eben über ein Ernährungstagebuch oder diese typische Weglastiät mal schauen, wie es einem geht.

Und ich habe gerade, als ich noch sehr viele Beratungen gegeben habe, habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass es den meisten Menschen wirklich sehr viel besser geht. Vor allem, die teilweise wirklich schon eine längere Geschichte mit Verdauungsbeschwerden hinter sich haben und wo auch dann auch eine Zenergie ausgeschlossen worden ist. dass es ihnen schon sehr viel besser geht, wenn sie Gluten entweder deutlich reduzieren oder wirklich meiden.

Und da muss man, das muss man aber ausprobieren. Also da kann ich ganz viel theoretisch erzählen, das muss man selber mal ausprobieren und schauen, wie geht es mir denn, wenn ich mal zwei Wochen wirklich strikt auf gluten frei achte. Und wie verändern sich meine Verdauungsbeschwerden und wie fühle ich mich dann? Und da hilft es, das dann auch als im Ernährungstagebuch festzuhalten.

Im nächsten Schritt kann man auch sagen, okay, ich greife eher zu älteren Getreidesorten zurück und da mal schauen, vertrage ich das vielleicht sehr viel besser. Vielleicht liegt es aber auch an diesen Fotmaps. Das heißt, ich greife dann eher zu Maldinkel oder eben diesen älteren Getreidesorten wie Einkorn, Emma, Kamut. Das ist wunderbar. Dann würde ich aber auch so ziemlich jedem empfehlen, unabhängig davon, ob man eine Glutenunverträglichkeit hat oder nicht.

Sich insgesamt abwechslungsreicher zu ernähren. Nicht morgens, mittags, abends Weizend zu essen. Sondern auch mal eine Mahlzeit ohne Getreide. Ja, und auch mal Dinge wie Kartoffeln als Kohlenhydratquellen zu nehmen. Oder auch mal sowas wie Quinoa, Hirse ausprobieren. Und damit kann man so viele leckere Dinge machen.

Auch mehr mit Hülsenfrüchten zu arbeiten und mit Nüssen, mit Saaten. Also da gibt es so viele Möglichkeiten. Und das Schöne ist, dadurch bauen wir ja auch unsere Darmflora auf, indem wir uns abwechslungsreich ernähren. Und weil für manchen Menschen, das ist so mein letzter Gedanke dazu, hilft es auch sehr zu sagen, okay, zu Hause ernähre ich mich glutenfrei, weil ich gemerkt habe, es geht mir damit besser. Aber ich habe ja auch keine Zellakie, das heißt

Ich kann dann, wenn ich eingeladen bin oder irgendwie unterwegs bin, dann mache ich eben auch mal Ausnahmen. Und wenn man sonst gut auf alles achtet, dann kommt der Körper meistens damit auch ganz gut zurecht.

Katys persönliche Erfahrung mit Gluten

Jetzt zum Abschluss, wie mache ich es? Weil ihr wisst ja, meine Rezepte sind glutenfrei. Ich habe einmal so eine kleine Sauerteigreihe gemacht und gezeigt, wie man Sauerteig herstellen kann und Sauerteigbrot. Und ich muss aber tatsächlich sagen, mir geht es wirklich am besten, wenn ich mich glutenfrei ernähre. Ich habe leider vor einigen Jahren, als es mir gesundheitlich gar nicht gut ging und ich ja starke, starke Verdauungsbeschwerden hatte.

Wurden bei mir alle möglichen Tests gemacht und ich war auch viel in Krankenhäusern und hatte auch eine Darm- und Magenspiegelung. Mir wurde damals aber nicht gesagt, obwohl ich bei einigen hoch angesehenen Professoren und Co. war. Dass ich, und ich hatte damals auch noch nicht viel Ahnung von Ernährung, ja, das ist über zehn Jahre her, dass ich davor,

Gluten essen muss. Und ich habe zu diesem Zeitpunkt damals, glaube ich, bestimmt schon mindestens, mindestens ein halbes Jahr, wenn nicht sogar ein Jahr, strikt glutenfrei gegessen. Und das heißt, es wurde natürlich bei mir diese Dündam-Biopsie gemacht. Es kam im Endeffekt alles tiptop raus. Also, die haben zwar gesehen, dass ich da einige Entzündungen habe in der Darmschleimhaut. Also, das war schon diese ständige Entzündung bei mir im Körper war ein großes Thema.

Aber ich wurde natürlich keine Zöllerkie festgestellt, weil ich nämlich die ganze Zeit weiterhin ja Gluten freigegessen habe und mein Ergebnis dann verfälscht war. Und jetzt ist es natürlich so, dass ich theoretisch jederzeit diesen Test wiedermachen könnte. Es ist aber so, dass ich bei mir ganz klar sagen kann, wenn ich Gluten esse, habe ich Beschwerden, wenn ich keine esse, habe ich keine Beschwerden.

Und ich habe aktuell weder körperlich noch mental diese Kapazität, mich da wochenlang oder sogar monatelang durch diese Beschwerden zu quälen, um dann im Endeffekt rauszufinden, ich habe vielleicht eine Zerakie. Und es ist halt deswegen so, ich, ich mache es so, dass ich im Alltag bei mir sehr darauf achte. Und ich aber auch ab und zu Ausnahmen mache. Also mit Ausnahmen meine ich aber auch nicht einmal die Woche, sondern wirklich, wirklich ab und zu.

Ich war zum Beispiel Ende letzten Jahres für ein paar Tage in Rom und habe da wirklich jeden Tag Gluten gegessen. Und ich muss auch sagen: also wie man es da mit einer Glutenunverträglichkeit schafft, Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht, weil das ist wirklich das die Stadt von Pizza, Pasta und einfach wahnsinnig viel Gluten.

Und da konnte ich ganz klar auch sagen, also ich habe die Zeit sehr genossen, aber mir ging es danach nicht gut mit meinem Bauch. Also, das hat auch bestimmt zwei Wochen gedauert, bis ich das so richtig wieder beruhigt hatte. Und danach waren die Beschwerden auch wieder komplett weg und jetzt geht es mir total gut. Und daher habe ich für mich das so gemacht, dass ich da schon versuche drauf zu achten. Und auch wenn ich auch mal wo eingeladen bin, ich nehme dann auch Sachen mit oder frage nach.

Hab so für mich eine gute Lösung gefunden. Ja, und wenn aber ich dann ab und zu meinen Situationen bin, wo es wirklich gar nicht anders geht und ich auch sage: Komm, ich riskiere es jetzt einfach, ich esse es. Dann mache ich das dann auch und dann sitze ich auch nicht da voller schlechtem Gewissen, sondern dann ist es für mich auch okay. Und ich weiß ja dann, was ich machen muss, damit es mir danach wieder gut geht. Und bei mir ist es tatsächlich nicht nur so, dass ich merke,

Ich bekomme Verdauungsbeschwerden, sondern bei mir fangen die Beschwerden tatsächlich erst zwei Tage später an. Und das ist auch das, wo ich immer früher dachte, das kann ja gar nicht sein. Aber Gluten bleibt eben länger im Körper. Und ich bekomme dann auch so Probleme mit Gleichgewicht. Also Schwindel ist auch so ein typisches Symptom bei mir. Und deswegen habe ich das für mich so herausgefunden und komme damit eben gut zurecht.

Deswegen sind meine Rezepte nämlich auch glutenfrei. Aber wenn ihr Gluten gut vertragt, dann könnt ihr bei jedem Rezept, wenn ich zum Beispiel Reismehl oder Hafermehl oder Buchweizme, also ein glutenfreies Hafermehl oder Buchweizmehl da so nehmen, dann könnt ihr auch gerne mal Dinkelmehl oder Weizmehl nehmen.

Schlusswort und Aufruf

Sie hat einige Fragen geklärt. wenn euch die Folge. berichtet mir gerne, ob sie euch weitergeholfen hat. Ich freue mich riesig, wenn ihr meinem Podcast eine Bewertung da lasst. Und dann bedanke ich mich ganz. Ich wünsche euch einen wundervollen Tag und bis.

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