Dieser Podcast ist Teil des Podcast Netzwerks Dbpdw. Die besten Podcasts der Welt. Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge mommys and. Magic. Hier sind wir euch wieder am Mikrofon. Das Krokodil und das Nilpferd, das Krokodil, das sich wieder zuerst sagt und so ist das mit den Krokos ja, die sind immer ganz vorne weg, ne, genau, wir haben heute wieder einen Gast. Wieder. So schön nämlich wieder zu
dritt. Und bei uns ist Markus von Gazer Press, einem kleinen Mini. Ein Personen in die Rollenspiel Verlag und ich bin in der Tat sogar schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen worden. Ich weiß gar nicht mehr, wer das war, der das Mal gesagt hat, dass wir darüber reden sollten. Ich weiß nur, dass es irgendjemand gewesen ist. Wir haben auf Discord wurde das irgendwo mal in den Raum geworfen. Ja Hallo Markus, schön, dass du
da bist. Hallo Grüße Euch und Dankeschön für die Einladung. Markus und ich, wir waren in der Tat jetzt neulich zusammen bei einer Podcast Aufnahme beim Nerdigen und niveauvollen Trashtalk und da habe ich mir gesagt, das klingt alles so interessant, was der Markus erzählt, ich will ihn für uns haben. Ja, so ungefähr hat sie es mir auch erzählt.
Ne, sie kam dann aus dem, also Roxane kam aus dem Podcast und sagte, Nora, Schau dir das an, voll toll, da müssen wir drüber reden und ich freue mich mega, dass es geklappt hat, also auch von meiner Seite noch mal herzlich willkommen, schön, dass du da bist, ich. Ich bin schon ganz gespannt. Dankeschön für die Einladung. Hallo. So, und dann fang doch einfach mal an, indem du uns sagst, wer bist du denn, was machst du denn eigentlich und warum bist du
eigentlich hier? Ja gut, das haben wir schon geklärt. Ja, wer bin ich und was mache ich eigentlich? Eigentlich bin ich hauptberuflich Journalist mit Schwerpunkten Nahostberichterstattung und. Seit einigen Jahren, jetzt seit 2021 auch nebenberuflich kleiner Verleger, wie du gesagt hast, von einem Indie Verlag hier in Wien, der sich Gays A Press nennt und der bis jetzt 4 Bücher und ein paar kürzere Abenteuer
publiziert hat. Und genau das ist so mein berufliches Bild. Und du verheimlichst, dass du Archäologe bist. Eigentlich ich. War ich war Archäologe. Ich hab. Kann man das jemals ablegen? Nein, kann man nicht, das ist völlig möglich. Und auch heute muss ich natürlich noch bei allen möglichen Reisen durch den Nahen Osten sämtliche archäologischen Städten aufsuchen und besuchen. Na, ich hab tatsächlich neben Geschichte auch Archäologie studiert in Graz und anschließend
Religionswissenschaft, die. Und hab ungefähr 10 Jahre lang als Archäologe parallel zum Studium, aber auch nach dem Studium noch gearbeitet und war da unter anderem eben, hat gesagt, wir haben darüber ja schon gesprochen in in Ägypten 2001 auf einer Gauung des österreichischen Archäologischen Instituts. Genau. Das war in Telet Dabba wahrscheinlich dann ne bei Bitak. Genau das war Telet Dabba. Das war damals noch unter der Leitung von von Manfred Bitak.
Mittlerweile macht es ja die, die Irene, Forstner, Müller und genau das war die Herbstkampagne damals. Man gräbt ja im Frühling und im Herbst, im Sommer ist es, ist es viel zu heiß da in Ägypten, aber auch im im Herbst kann es noch sehr heiß werden und das dauert dann, ich glaube das waren 6 Wochen oder 8 Wochen und wir haben da eben dieses Auaris ausgegraben, diese alte Hüxushauptstadt.
Was heißt das also? Da waren halt die die Grundmauern, lehmziegel, Grundmauern sozusagen, die da ausgegraben wurden und meine Aufgabe war es, die zu dokumentieren. Auf Millimeterpapier war das 1 zu 20 1 zu 60 ich weiß es gar nicht mehr, jedenfalls musste ich das Zeichnen unter dem schon sonnenschirm sitzend und schwitzend und. Und Best Practice, ja. Genau, ja, und ein Kollege oder Kollegin hat gemessen. Und das so. So vergingen die Wochen genau.
Ja, sehr, sehr cool. Ich bin auch nur ganz klein, bisschen neidisch. Nach Avaris habe ich es nie geschafft, das ist ein großartiger Fundort, ganz, ganz toll, aber ja, fühle das ne wenn man da sitzt mit seinem Millimeterpapier 1 zu 20 1 zu 10 je nachdem was man da so hat und diese kleinen Kästchen irgendwann verschwimmt das einfach vor dem Auge und sieht dann alles nur noch nach Karopapier aus. Ich kenne das genau, ich habe ja
auch 7 Jahre in Wien verbracht. Hab dort am Institut für Ägyptologie meinen Doktor gemacht. Ah, spannend, OK. Ja genau, mich hat es nach Wien verschlagen, war meine Wahlheimat 7 Jahre lang. Ja, hast du dann auch an ägyptologischen Grabungen teilnehmen können, also von Deutschland aus, oder ja. Genau, von Deutschland aus. Also ich hab mit Daniel Polz gegraben in Bravo EL NAGA, dann war ich mit dem Münchner Projekt in del Bachit, der koptischen Klosteranlage.
Und mit dem ägyptischen Institut in Wien waren wir dann in Hellwan. Das war aber keine Grabung mehr, sondern hauptsächlich noch die archäologische Aufarbeitung, Magazinkampagne und Publikation. OK, ja alles klar, spannend, Mhm. Also heute auch ein bisschen Nostalgie für mich. Ja, also gerade navaris. Das finde ich auch immer total spannend, was da alles als ans
ans Licht kommt. Avaris eben, wie du ja schon sagtest, die Hauptstadt der Hyxos, also der Fremdherrscher, die in der Zweiten Zwischenzeit über Ägypten geherrscht haben, die von Syrien, Palästina über den Norden eingewandert sind,
sich dort niedergelassen haben. In der zweiten Zwischenzeit hat man ja so ein bisschen diese Auseinandersetzung zwischen den hyxus Herrschern im Norden und dem eigentlichen ägyptischen tebaner Königshaus im Süden, was dann auch zu Krieg geführt hat, und das ist sehr spannend, was sich da dann alles eben in in Avaris findet von diesen, na ja, doch irgendwie schon wieder sehr ägyptisierten fremdherrschern ne Mhm.
Aber halt eben noch auch deren Bestattungssitten und ein paar Sachen. Also es ist ein ganz toller Mischmasch, Star macht total Spaß, voll spannend. Ja, von der Archäologie hat es sich dann so ein bisschen in die in die andere Richtung geschlagen. Was hatte ich denn oder beziehungsweise was hatte ich denn von der Archäologie wieder weggebracht? Also wie gesagt, ich hab 10 Jahre. Ich hab wie gesagt das mit den mit Ägypten das war ein ein
Ausflug, ich war da noch einmal. Kurze Zeit in in der Türkei, aber das war auch keine eigene Grabung, keine eigentliche Grabung, sondern Bestandsaufnahme, was was von diesem Gebiet der der früheren Galata, die da gelebt haben, haben wir Surface gemacht sozusagen, also man, man geht dann über Felder und sucht Scherbenmaterial, schaut sich an, inwiefern steinartikel Steinmaterial in in moderne Häuser verbaut wurde, also so eine Bestandsaufnahme in
Wirklichkeit, und ich habe aber hauptsächlich in. In Österreich gegraben also da ging es um Hügelgräber, um keltische Hügelgräber, teilweise ein bisschen stadtarchäologie, römische Archäologie und nach 10 Jahren Grabung und Abschluss des Studiums hat sich dann irgendwie mein Interesse verlagert, auch ein bisschen eben diesen gehört an Religionswissenschaft auch begonnen und und in Graz und dann abgeschlossen 2009. Und das hat sich dann alles so ein bisschen entwickelt.
Dann kam noch 2011, die Gesicht mit dem arabischen Frühling, wo sie ja da überall im Nahen Osten losging mit den Revolutionen und Demonstrationen, die sich dann alle langsam in Kriege verwandelt haben und, und da bin ich halt eingestiegen in den Journalismus sozusagen, es war gute Zeit, die Nachfrage war groß nach nach, nach Berichten, nach nach, nach Artikeln zu dem Thema, und die konnte da irgendwie sozusagen mein mein
historisches. Bisschen wissen über die Region verbinden mit mit der, mit der mit der Politik. Und das, das hat man da einen ganz guten Einstieg geschafft, würde ich sagen, genau. Das heißt, du kommst also Journalismus? Hast du dir sozusagen selbst beigebracht, quasi. Also es gibt natürlich jetzt schon, dann gibt es so Kurse, die man belegen kann, die dauern vielleicht um eine Woche oder oder ein Wochenende. Wo man so die Basics lernt das natürlich schon.
Aber ich habe jetzt nie bei einer Zeitung gearbeitet. Also ich war dann kurz mal in Presse und Öffentlichkeitsarbeit, aber hab das mit Journalisten mir selbst beigebracht. Ist am Anfang ein bisschen mühsam, wenn man die Kontakte zu den Redaktionen nicht hat, man schickt halt gefühlte 2 Dutzend e Mails und auf 1 kriegt man, wenn man Glück hat, überhaupt eine Antwort, und das ist eine
Absage und das das. Zieht sich dann am Anfang halt ein bisschen, aber bis es dann irgendwann mal Klick macht und der erste Text ist veröffentlicht und dann folgen weitere und dann wird es immer mehr und mehr und irgendwann hat man dann ein Portefeuille an an Redaktionsadressen, wo man einfach weiß, OK, dass das funktioniert, die kaufen Artikel wenn man was anbietet und und dann läuft das ganze ja und ja
finde. Ich finde ich halt einfach auch total spannend, weil das ist ja auch, sei es in der Ägyptologie oder eben auch in der Archäologie, immer die Frage, ja, was macht man dann halt? Danach dann damit, wenn es halt im Fach nicht unbedingt so klappt.
Das wissen wir, es ist immer sehr schwierig und diesen Weg in den Journalismus zu finden, also als ich das eben gehört hab, so OK, na ostjournalist finde ich mega spannend, dass man oder dass du dich dann da halt einfach ja gefunden hast und dass das dann auch bis heute noch anhält, also total spannend. Ist auf jeden Fall auch ein solider Weg als Archäologe in den Journalismus dann ein Quereinsteig zu machen. Mühsam, wie du sagst.
Aber ich glaube auch eine ganz gute Idee, wenn einem sowas Spaß macht. Es taugt, wenn man da auch ein bisschen Faible für hat. Zum Schreiben kann man da auch sein Glück als Archäologe finden, doch, doch. Ja, ich bin überhaupt der Meinung, weil es heißt immer ja, Geisteswissenschaften, wie du es gesagt, wie du es angesprochen hast. Ja mein Gott, was macht man denn
nach dem Studium? Ja, ich glaube, dass das grundsätzlich schon eine solide Basis gibt, diese Geisteswissenschaften um eine Fülle an Berufen dann angehen zu können und auch für mich, der Journalismus basiert ja sehr stark auf Quellen, die korrekten Quellen, Quellen benennen zu können, das ist auch das, was die Geisteswissenschaften dann sehr stark vermitteln, ja, also ich glaube, man kriegt da sehr solides Rüstzeug, um alle möglichen Richtungen. Sondern letztendlich einschlagen zu können.
Das glaube ich auch. Ich habe immer das Gefühl, dass es so ein bisschen den Geisteswissenschaftlern am Marketing fehlt, dass man gar nicht richtig in Worte und auch in messbare Dinge fassen kann, was wir eigentlich gelernt haben, was wir können, weil unsere Ausbildung ist fundiert und großartig, und man merkt erst später, auch wenn man mal aus dem Fach rausgeht, was man eigentlich alles auf dem Tapeso
hat. Eben, und das ist auch gerade, wie du ja sagtest, mit dieser Basis der der Archäologie, der der Geschichte der Region, mit der Religionswissenschaft, das findet sich ziemlich gut auch da zusammen, dass man sich dann eben auch mit der aktuellen politischen Situation auseinandersetzen und das auch wirklich einfach einordnen kann und weiß, ja, woher kommt es denn und was liegt dem Ganzen denn auch zugrunde. Absolut ja. Das das ist sehr, sehr von Vorteil.
Und ja. Ich hab es nicht bereut, ich hab es nie bereut, dass ich das studiert hab und und würde es nicht anders machen wollen. Das klingt super, wenn man das noch sagen kann, ne. Genau wie. Sieht denn das jetzt so mit deinem Arbeitsalltag aus? Also ich mein so als freier Journalist bist du wahrscheinlich dann auch irgendwie in der Region unterwegs, also ich kann mir das blauäugig wie ich bin jetzt überhaupt nicht so richtig irgendwie vorstellen. Wie arbeitest du wie, wie machst du das?
Also es ist ja. Leider so, dass diese Region ja nicht zur Ruhe kommt und dass ja eine eine Katastrophe, die die nächste ablöst. Und wenn halt wieder so ein Peak ist an Katastrophen, dann dann dann bedeutet das von mir extrem viel Arbeit. Das heißt, ich überlege mir dann, wie das jetzt also in Syrien halt war, wie das Regime
gestürzt wurde. Das heißt, ich überlege mir dann OK was, was sind die Texte, die ich schreiben könnte für für die unterschiedlichen Redaktionen, weil die ja unterschiedliche Schwerpunktsetzungen haben und unterschiedliche Artikel erwarten, und das biete ich den Redaktionen an und dann kriege ich halt das Feedback, wo ich dann am Ende weiß, OK, ich kann so und so viele Artikel verkaufen und und die Sache rentiert sich für mich, denn der nächste Schritt ist ja der, ich
muss mir überlegen, wie komme ich in die Region, wohin kann ich überhaupt, dass das. Halbwegs sicher ist und funktioniert, dass man es bereisen kann als Journalist.
Und dann muss ich ja diese ganzen Auslagen zunächst einmal selber stemmen, und das ist ja jetzt nicht nur der Flug und die und und die Übernachtung je nach Region brauche ich dann ja einen sogenannten Fixer, das ist eine eine, eine Frau oder ein Mann, der mir halt die Interviews übersetzt beziehungsweise der auch wenn man in in Kriegsgebiete Reinfährt, eben die, die das Gebiet sehr genau kennt und Kontakte hat zu den. Streitkräften, die vor Ort sind und und ein Auto zur Verfügung
stellt. Und, und das muss alles bezahlt werden. Ja, und da muss ich halt dann eine ungefähre Rechnung aufstellen und muss sagen, OK, das kostet es mich, das kann ich durch den Verkauf der Artikel reinbekommen. OK, unterm Strich ist das funktioniert das für mich ja, denn so groß die Leidenschaft ist und interessieren mich wirklich für die Region, aber ich muss am Ende des Monats meine Rechnungen bezahlen können, also das ist halt immer. Das, worum es geht.
Wie gesagt, Das war am Anfang schwierig, wenn man noch nicht sehr viele Redaktionen hat, denen man verkaufen kann, schaut mittlerweile natürlich ganz anders aus und genau, und wenn das alles geplant ist, dann fährt man los oder fliegt man los. Das klingt alles so eigentlich ganz nett, aber auch so. Aus meiner Perspektive denke ich mir, du begibst dich ja auch in Lebensgefahr, also.
Eigentlich, oder? Also muss man ja aufhören, so ein bisschen auf dem auf dem Schirm behalten, kriegt man da so ein bisschen auch das Gespür, für was kannst du dir zutrauen, stelle ich mir total schwierig vor. Also ich glaube man, ich glaube es nicht, ich weiß es, man kriegt im Laufe der Jahre ein bisschen ein Gespür für diese Sachen, man ist je nach Region natürlich davor, mit Kolleginnen und Kollegen in Kontakt, die vielleicht schon dort waren, die ihre. Erfahrungen schildern können.
Das hilft dann schon mal weiter. Man telefoniert natürlich mit dieser Fixerin oder dem Fixer, wie er oder sie das einschätzt, und man kennt natürlich das Gebiet, also ich weiß dann schon, also ich meine, ich mache das jetzt seit seit 14 Jahren, das heißt, wenn ich ihn auf so einen Kriegsschauplatz vor mir ist natürlich klar, um was geht es dort, wer, wer kämpft dort, was sind die Milizen, die Streitkräfte, es ist wichtig, wie, wie stehen die zu Europa, wie wie stehen die.
Zu zu anderen Machthabern in der Region also um um einfach diese diese Allianz zu verstehen. Wo, wo könnte es gefährlich sein für mich als europäischer Journalist?
Wo ist es das eher weniger, und ich glaube, man kriegt da ein bisschen, also bei diesen, auch bei den großen Demonstrationen, die dann stattfinden, wo wo teilweise also Polizeikräfte eingesetzt werden, auf eine Art und Weise, das wäre unvorstellbar für für uns, weil da wirklich Gewalt angewandt wird, oder oder Tränengas in ein Ausmaß angewandt wird, das wäre für uns undenkbar. Und da kriegt man schon ein
bisschen ein Gefühl für die. Wie verhalten sich die Sicherheitskräfte, wie verhalten sich die Demonstranten, wie ist die Stimmung, dass man ein bisschen merkt, okay, jetzt geht es noch und und jetzt wird es aufgeheizt, und wo sind dann die die Straßen, wo man wegkommt, bereitet man sich ein bisschen darauf vor, also es ist, wie du richtig gesagt hast, man kriegt einfach ein Gespür dafür und und Erfahrung auf der basierend man dann das relativ gut einschätzen kann.
Und was einem halt auch immer klar sein muss, oder was für mich halt einfach wichtig ist, es ist halt immer die Frage da, was ist die Geschichte die ich bringen möchte und wie gut und wie wichtig ist die wirklich und was bin ich dafür bereit zu riskieren und das darf man nicht aus den Augen verlieren. Und und die Frage muss man sich immer stellen, vor allem wenn es um Kriegsgebiete geht und und und.
Da muss man halt für sich selber entscheiden okay was riskieren, was riskieren denn und man muss da halt auch immer mitdenken, es geht ja nicht nur um mich als als Journalist. Wenn da irgendwas schief geht, eine ganze Kette an Menschen plötzlich interessiert in diese ganze Sache.
Ja, es geht nicht nur um mich und das muss man halt auch immer mitdenken und da muss man verantwortungsvoller sein, ja, aber wie gesagt, es ist ja nicht so, dass jetzt mich jede Rechercheise in den Nahen Osten automatisch in ein Kriegsgebiet führt, die meiste Zeit ist es nicht der Fall und so wie in Syrien, wo ich jetzt im Februar war, war die Situation relativ abschätzbar, dass es in Damaskus, wo ich, wo ich 10 Tage
war, stabil ist. Und dass da jetzt keine Gefahr bestand, dass die irgendwelche gröberen Kampfhandlungen ausbrechen. Also meistens ist es ja dann schon ein Krisengebiet, wo man aber davon ausgehen kann, dass es jetzt gerade stabil ist. Es ist ja nun mal halt so, dass die Krisen halt einfach die meisten Geschichten bringen. Ne, also das ist liegt halt einfach auch in der Natur der Sache, dass es genau das ist, wo auch das das Interesse der
Redaktionen einfach liegt, ne? Ne. Als aktuelles Tagesgeschehen ne, das ist noch mal was ganz anderes als wir, die uns halt mit Quellen beschäftigen, die 5000 Jahre alt sind. Ja, das stimmt jetzt, das ist nicht genau das Richtige, weil das ist dann oft ein bisschen stressig, weil sich natürlich die die, die, die Ereignisspirale sehr schnell drehen kann, vor allem in Syrien
war das so und. Und dann muss man natürlich schauen, dass diese Artikel schnell runtergeschrieben werden, dass hoffentlich die Redaktionen, die auch sehr zeitnahe veröffentlichen, weil das ist teilweise Material, das kann nicht einen Monat später veröffentlicht werden, weil dann passt das hinten und vorne nicht mehr zusammen.
Also das stimmt, das ist, das ist sicherer Unterschied zur Archäologie, dass es da oft wirklich schnell gehen muss, weil die, weil die zitierten Quellen dann einfach nicht mehr aktuell sind, genau. Eine ganz neue Dynamik, auf die man sich einstellt. Auch ne.
Ja, aber ich meine, das ist du. Also ich mein du schreibst ja dann auch wirklich Reportagen, also auch ich sag jetzt mal längere Sachen und nicht nur einfach so diese kurzen zeitungsmitteilungen Beiträge, die man irgendwie hat, das heißt das ist also schon schon ein gewisses Abwägen, ne, also natürlich ist es zeitnah zu bringen, aber es ist steckt auch durchaus mehr Arbeit einfach dahinter so eine ganze größere
Geschichte auch zu erzählen. Also ich stell mir das schon sehr sehr herausfordernd auch vor. Es steckt natürlich mehr Arbeit dahinter, weil man mit entsprechend vielen Menschen sprechen muss vor Ort. Und man muss die Orte besuchen und in diesen Details steckt dann oft die die Schwierigkeit, weil oft werden Dinge geplant, die sich dann vielleicht nicht umsetzen lassen.
Es ist ja, es ist ja dann auch nicht permanent so super spannend und aufregend, man verbringt sehr viel Zeit vor Ort mit Telefonieren, mit SMS schreiben, mit anstelle des abgesagten Interviews Ersatz finden. Mit Herumfahren also es ist es ist teilweise auch sehr viel
warten. Ich habe schon Regeresweisen gehabt, wo wir tagelang einfach nur gewartet haben, bis irgendwas passiert, bis bis bis bis die Person kommt, die wir, die wir, mit der wir eigentlich ein Treffen, ein Interview vereinbart hatten, also das ist ganz unterschiedlich, es ist jetzt nicht nur nicht nur Action und ja, und weil du gesagt hast längere Berichterstattung, das war mir auch von vornherein wichtig, also was ich nicht machen wollte, war diese
tägliche Nachrichtenberichterstattung, wo man dann eben die Meldungen von APA oder große Nachrichtenagenturen reinbekommt und daraus dann die Artikel basteln muss. Also das war nie das, was ich machen wollte, ich wollte immer längere Geschichten schreiben, mit Hintergrundinformationen eben wie du gesagt hast, Reportagen oder oder oder, irgendeine Berichte die die mehr
ins Detail gehen. Also diese größeren Texte haben mich immer mehr interessiert als diese, also wirklich die tagesaktuellen Zack, zack, zack, kurzmeldungen und diese Dinge vielleicht. Nur ein bisschen Schleichwerbung. Wo könnte man denn was von dir lesen? Ich schreibe sehr viel für die Wiener Zeitung at. Die gab es bis vor einem Jahr noch im Druck, also im Print in der Printausgabe mittlerweile nur mehr online, aber aber immerhin, da bringe ich sehr viel, vor allem längere Reportagen.
Ich schreibe aber auch für die Weltsichten, das ist eine deutsche Zeitschrift für internationale Politik, für Zenit habe ich geschrieben, das ist auch eine deutsche Zeitschrift mit Schwerpunkt Islamische Welt und Nahost. In Österreich zum Beispiel ja noch die Furche zu erwähnen Südwindmagazin, wo ich immer wieder schreib, also ist eine relativ große Bandbreite an an an Zeitung, die ich beliefere und es kommt da immer auf ein bisschen aufs Thema drauf an.
Ne, es gibt dann mehr Themen mit einem religiösen Einschlag, da gibt's wie die Furche zum Beispiel eine andere Zeitung dafür, dann gibt's eben. Oft, dass ich eben auch über die Jugend schreibe und und was eigentlich ihre Befindlichkeiten und und Wünsche und Hoffnungen sind.
Da gibt es dann wieder Zeitungen, die mehr auf das stehen, dann gibt es natürlich wirklich die mehr politischen Analysen oder oder militärischen sicherheitspolitischen Analysen, da gibt es wieder andere Zeitschriften dafür, also es ist immer so, themenbezogen gibt es dann die die Redaktionen denen, die das dann anbieten. Aber super breit, ja cool.
Ja, und diese? Redaktionelle journalistische Arbeit, die ja, wie soll ich sagen, schlägt sich ja dann auch in deinem kleinen Verlag nieder, der ja nun mit deiner offiziellen beruflichen Tätigkeit dann irgendwie trotzdem nicht so ganz viel zu tun hat. Wie ist es denn dazu gekommen? Also in Mittelkeit habe ich ja. Ich glaube, es muss gewesen sein.
Anfang der oder Ende der 80er Ende der 80er habe ich mit Rollenspiel begonnen, das war damals natürlich das schwarze Auge, das muss natürlich so sein. Verwandtenbesuch angefangen, ja. Alle alle haben uns aufhören Verwandtenbesuch in Deutschland, in Würzburg und da entdecke ich beim Nachbarskind, was der da für ein tolles Spiel hat.
Noch nie in meinem Leben gesehen und dann musste ich natürlich sofort im im Fantasy laden irgendwo in Würzburg keine Ahnung wie der Geißen hat mir was dazu kaufen.
Und das war dann nicht vielleicht ein Regelwerk, sondern das Abenteuer. Schatten übertraf ich als Haus, ich glaube für Stufe 12 bis 16 völlig ungeeignet, aber OK, und das habe ich dann viele Jahre gemacht, unterschiedliche Systeme, Shadowrun war dann auch mal eine Zeit lang und bin dann eigentlich so irgendwann dann, wann war denn das Anfang der zweitausender, glaube ich, bin ich ausgestiegen. Für ziemlich längere Zeit und habe dann mit 2015 oder 16
glaube ich wieder begonnen. Und dann habe ich aber gedacht okay, ich habe dann irgendwie anders damit begonnen, ich habe mich sehr interessiert, was hat sich jetzt in all diesen Jahren getan und bin ein bisschen auf dieser Metaebene eingestiegen, also was ist das überhaupt Rollenspiel, was gibt es da für für Hintergrund, Philosophien oder Geschichte bin ich auf die OSR gekommen und habe dann eigentlich gedacht, ich möchte das jetzt einmal anders angehen, nicht nur als Konsument, sondern
eben. Weil ich ja schreiben, also gern schreibe. Ich mache das hauptberuflich, warum nicht mein eigenes Abenteuer schreiben, ja, und daraus entstand dann auch dieser, der Heilige von Bruckstadt das war unser erstes Abenteuer, das damals noch als Print on Demand publiziert wurde, und da war ein bisschen mehr Zugang, also ich will kein Geld reinstecken, es muss sich mindestens selbst finanzieren. Und das hat es getan und sogar noch mehr. Und das hat mich so ein bisschen
motiviert. Also es hat mich eigentlich motiviert, dann weiterzumachen, und ich glaube, es ist ein bisschen so, vielleicht ist es ein bisschen so unbewusster der Wunsch gewesen, einen Ausgleich zu haben zum journalistischen Schreiben, dass sich wirklich um sehr oft sehr unerfreuliche Themen dreht, dass man da einfach mal mehr fantastisches Schreiben hat, wo man einfach ein bisschen mehr Kreativität und Fantasie reinstecken kann und das ein bisschen auch als Ausgleich. Sozusagen anfangs.
Und ist es wahrscheinlich ja immer noch. Ja, das. Heißt es hat sich dann da eben der Journalismus und das Hobby irgendwie wieder zu einem neuen Hobby zusammengefunden? Ja. Genau so könnte man das sagen. Genau, ja. Osr hast du jetzt schon angesprochen was was ist, OSR? Also. Ich schick dir gleich mal.
Also es die OSR, das ist einfach so ein breites Feld mit ganz vielen Definitionen, was es denn ist und was es nicht ist und ob dieser Begriff überhaupt gerechtfertigt ist und und ob das Area jetzt für Renaissance oder für Revival steht. Ich würde es einfach so kurz runterbrechen wollen Anfang der zweitausender Jahre ist so die Idee aufgekommen, man möchte irgendwie sich wieder mehr mit den.
Alten Versionen von D und D beschäftigen, weil die eben sehr regelleicht waren und gewisse Kriterien aufwiesen, die da wieder modern wurden. Und das hat sich dann in dieser OSA Bewegung abgebildet. Da entstanden dann die sogenannten Retroklone, also Regelwerke, die ganz stark angelehnt sind an diese frühen D und d Versionen wie Swords and Wizard, Re und Levering, Lord und Ostric und letztendlich auch Lamentations of the Flamprinces und das war dann diese OSA
Bewegung und was? Ich vor allem mitnehme. Das ist ein bisschen so diese Einstellung zum zum Spiel, also wie wie kann man auch Rollenspiel machen und da ist halt, ich glaube, eine der wichtigsten Ideen ist halt, dass es jetzt nicht so diesen Erzählstrang gibt oder diesen Plot gibt, wo es zuerst mit Kapitel A, die Spielerinnen werden in das eingeführt, in die Geschichte, dann Kapitel B steigert sich das Ganze langsam zu Kapitel C, wo man dann eben
den. Oberbösewicht besiegt und dann gehen die Spielcharaktere als Helden vom vom Feld. Ok, sondern bei der usr ist es halt ein bisschen so sehr hohe Spieler, Player, Agency, das hat gesagt ok es gibt das Setting und die Spieler und Spielerinnen. Überlegen Sie jetzt, wie kommen Sie jetzt zu diesem Ziel? Ja, also machen Sie das jetzt mit Kapitel AB oder C oder gehen Sie vielleicht gleich von A zu C oder?
Oder kommt es nie zum Showdown von Kapitel C, sondern die haben einen völlig anderen Weg gewählt und und die und die ganze Sache entwickelt sich in eine andere Richtung. Ja, also es ist, glaube ich, ein wesentliches Kriterium von der USA, aber an diesen, also das heißt, die Spielerinnen und Spieler sollen eine hohe Entscheidungs, also Entscheidungshoheit haben, aber müssen dann aber gleichzeitig
auch mit den Konsequenzen leben. Und das ist ein bisschen das, woher die Idee kommt, dass die OSA, dass die Spielcharaktere relativ kurzlebig sein, weil das muss nicht so sein, es ist halt nur, wenn die Spielerinnen und Spieler die falschen Entscheidungen treffen, kann das eben sehr schnell zu Ende sein mit den Spielfiguren, und das liegt auch da. Und ich bin jetzt beim dritten Punkt, was die OSA ein bisschen auszeichnet, ist, dass es nicht immer gebalanced ist.
Also es kann durchaus vorkommen, dass in einem Abenteuer ein Gegner plötzlich den Spielfiguren gegenübersteht, der eigentlich. Von ihnen nur sehr schwer zu besiegen ist. Und dann müsste halt auch die
richtige Entscheidung sein. OK, wir machen, wir lassen uns auf gar keinen Kampf ein, sondern entweder wir laufen davon oder wir finden einen Weg diesen Gegner zu umgehen, also auch da wieder die Entscheidung und wo halt falsche Entscheidung dann halt auch zum Complete Party Kill führen kann, wenn sie sich auf diesen Kampf einlassen. Also das ist jetzt so ein bisschen die das Grobe am Reisen von der USA, aber ich lad alle
Hörerinnen und Hörer ein. Auf unserer Website auch vorbeizuschauen, da gibt es einen kurzen Artikel zum Thema OSA, auch mit weiterführenden Links und und da kann man sich zusätzlich informieren gazapress.at. In die Shownotes? Genau. In die shownotes ich finde das, ich finde das total spannend, weil das ist einfach so eine Beschäftigung, auch mit der mit der Metaebene und auch mit der Geschichte und der Entwicklung des Rollenspiels. Ich gebe zu, ich bin auch seit.
Lange Oh Gott, ich glaub es sind auch schon bald 30 Jahre irgendwie, die ich immer mal mehr, mal weniger im Rollenspielbereich drin bin. Aber ich hab mir da bisher irgendwie relativ wenig. Gedanken einfach drüber gemacht. Aber jetzt gerade wenn du das halt so sagst, diese diese Unterschiede, diese diese Regellastigkeit, die man jetzt gerade natürlich auch bei so Systemen wie DSA beobachten kann von DSA 3 zu DSA 4 zu DSA 5, das ist das was ich jetzt noch so so
mitgemacht hab. Wir haben hier auch noch die ganzen DSA 1 und 2 Sachen und natürlich da siehst du das ganze Halt einfach von diesen ganz frühen Sachen, wo man sich manchmal wirklich die die. Haare sträubt das. Ich hab mit einer Rollenspielgruppe auch mal da das ganz früher durch das Tor der Welten gespielt, das ist sehr lustig, das ist dann halt wirklich dieses dieses Retro spielen, wo du eben noch nicht dieses ja eben dieses
ausbalancierte hast und diese. 1000 verschiedenen Regelmöglichkeiten, sondern da hast du halt den Kämpfer und dann hast du den den Barden und dann hast du einen Priester und das ist es, was es an grundlegenden Charakteren gibt und nicht von wegen. Du kannst hierher kommen und du kannst daher kommen und kannst diesen Beruf haben und kannst dir das halt einfach so zusammenstellen.
Ich sehe bei bei beiden den Reiz, aber ich verstehe das auch, dass man mit diesen diesen OSR dann halt back to the roots quasi will, ne. Na, es ist ja, wie du es richtig gesagt hast, es. Es kann ja auch das andere reizvoll sein, es muss, ja kann ja jede Gruppe für sich entscheiden, was sie halt bevorzugt nur also ich, ich finde diese USA ganz praktisch einfach wie du es, weil es eben
so regelleicht ist. Ja, es ist dann auch ganz einfach, wenn wenn neue Spieler an den Tisch kommen, das ist in 10 Minuten erklärt und und das ist keine große Sache und auch die Charakterstellung ist völlig einfach, ja, also ich muss jetzt da nicht ewig. Mich informieren. OK welche Talente gibt's und was wähle ich am besten?
Und und als erstes und vielleicht erst früher und schon und so weiter und sofort, sondern es geht alles relativ relativ easy und schnell und es ist daher würde ich sagen einfach anfängerfreundlich. Genau das hatte ich auch so empfunden. Ne, weil ich bin ja so ein Noob was das Ganze angeht, habe eher so ein paar Oneshots hier auch
mit dem Podcast so gemacht. Relativ wenig Erfahrung und es ist wirklich für mich abschreckend, weil ich keine Ahnung habe und jedes Mal dieses fette Regelwerk da liegt und ich mir denke, Nö, habe ich schon gar keinen Bock drauf und dann muss ich erst mal gucken, welche Klassen und was kann der und was darf der und was soll der, was darf der nicht, wie muss ich das machen und überhaupt bin ich schon komplett raus, deswegen weniger regeln anfängerfreundlich klingt
eigentlich schon mal gut. Was mir jetzt so an Gedanken kommt ist, naja ich weiß dann aber als unerfahrener Spieler auch gar nicht so genau die Freiheiten und die Möglichkeiten
die sich mir ergeben. Also das war auch so ein bisschen schwierig für mich, so in dem anderen Rollenspiel, was wir ja mit Lilith gemacht haben, so von wegen Ach stimmt, ich könnte einfach mal da hingehen, ja bin ich gar nicht drauf gekommen, also zu viel Freiheiten ist von Anfang auch glaube ich ein bisschen schwierig.
Mitunter. Dann muss der Spielleiter oder die Spielleitung also ein wesentliches Element ist halt die Idee, weil es gibt ja bei diesen Retro klonen nur ganz wenig Fertigkeiten, also einzig der Dieb hat eine Handvoll Fertigkeiten und die Idee ist halt, dass nach Möglichkeit kaum gewürfelt werden soll, wenn die Spielerinnen und Spieler ihre Handlungen plausibel erklären können.
Also weil es heißt ja immer, sobald gewürfelt wird, ist es eigentlich schon schlecht, weil dann kann alles daneben gehen und dann und dann kann es ganz schrecklich werden.
Also nach Möglichkeit sollte man das vermeiden, aber du hast natürlich recht, das ist natürlich auch etwas was, was dann kommuniziert werden muss und und einfach diese Idee, dass es wirklich heißt, OK, schaut es einfach nicht auf eurer Charakterblatt, schiebt es einfach beiseite, das ist die Situation, das Setting und überlegt es jetzt einfach mal. Was würdet ihr tun oder was würde dieser Charakter denn ihr
verkörpert? An dieser Stelle tun und schaut es nicht eure Attribute an, schaut es nicht die Fertigkeiten an, spielen wir es einfach ja also. Wirklich den Charakter Play ja. Diese eben genau diese Essenz, die Essenz des Rollenspiels, quasi auch ne, dass du halt wirklich dich in eine Rolle rein versetzt und eben dich nicht nach den Zahlen auf einem Blatt Papier richtest, sondern dir
wirklich halt vorstellst. Was würde dieser andere Charakter, in den ich mich jetzt hier rein fühle, was würde der in der Situation tun, also wie Nora schon sagte, Ne, das kann sehr unterschiedlich sein, das kann auch sehr sehr schwierig sein, aber du musst halt wirklich sagen, so Leute, wir machen jetzt hier halt Rollenspiel und das ist genau das, was wir auch tun. Mhm.
Ich kenne das so ein bisschen aus dem Love, wo ich ja auch mal meine Finger reingesteckt habe, also ins Live Action Roleplay, wo man auch ganz viele Spielsysteme hat, die dann auf so Großkons wie dem Epic Empire auch zusammentreffen und viele dann auch damit Punktesystem und keine Ahnung was kommen und so wie ich es kennengelernt habe, war es auch eher du kannst was du darstellen kannst und das klingt auch so ein bisschen wie das, was ihr jetzt beschrieben habt, ne, dass man einfach in
seiner Rolle drinnen ist. Seine Rolle entsprechend handelt und wenn man es. Gut Rüberbringt und die Spielleitung davon überzeugt ist, dann gilt das schon. Mhm, ja, genau so wie ich das angedacht. Wobei es ist ja auch noch Spiel interessant, weil da gibt es ja grob geteilt 2 Gruppen, also die einen die, die wirklich rollen spielen, also ich ich, ich spiele jetzt den Klischee groben Krieger oder oder ich spiele den intellektuellen Zauberkundigen.
Und das wirklich verkörpern wollen, also ihre Rolle. Und dann gibt es die andere Gruppe, die das wirklich so ein bisschen betrachtet wie ein Computerrollenspiel es ist sozusagen eine Figur, wo in der dritten Saison gesprochen wird, mein Krieger geht jetzt an die Tür und und versucht, sie einzutreten, oder oder mein Magier belauscht jetzt dieses Gespräch, also wo wirklich, so wie wie Figuren hin und hergeschoben wird, ohne dass jetzt irgendwie groß.
Rollenspielerisch das noch begleitet wird durch Beschreibungen oder oder durch bestimmtes sprechen, vielleicht sogar in, in, in der Person sprechen oder so. Also das sind, da gibt es diese 2 unterschiedlichen Herangehensweisen, und das ist jetzt nicht richtig oder nicht falsch, das sind halt wie die, wie die Spielgruppen am Tisch das das bevorzugen. Ja, eben.
Also ich mein, dass das ich merk das auch, das ist mal von von Rollenspielabend zu rollenspielabend einfach unterschiedlich wie immersiv man sich irgendwie reinstürzen will oder halt eben auch nicht wenn man sagt so ja ich gehe jetzt oder ich mache jetzt oder eben meine Priesterin macht jetzt dies und das also das. Ist unterschiedlich.
Man muss natürlich halt einfach gucken, dass das dann in der Gruppe auch einigermaßen harmonisiert, wenn man da jetzt einen hat, der wirklich irgendwie auch voll auf Theater geht und total drin aufgeht in der Rolle und den anderen, der wirklich dann nur die Spielfigur übers Brett schubst. Das kann schwierig werden. Aber ich glaube. Das hat man irgendwie auch in in allen Bereichen, wenn da halt so wirklich verschiedene Charaktere auch am Spieltisch zusammentragen. Absolut, absolut.
Ja, definitiv. Ja, wir beschäftigen uns ja nun grundlegend eigentlich in diesem Podcast auch immer mit dem alten Ägypten und auch das naja, so nicht. Nicht ganz, also zumindest fast hast du ja dann auch als Rollenspiel herausgebracht, nämlich Hyänenkind und das fand ich auch total spannend, das spielt in Alexandria im 17. Jahrhundert. Nach Christus muss man ja dazu
sagen hier bei uns. Es ist eine Zeit, die man, die man so überhaupt sonst nicht findet, also ich mein, klar, natürlich hast du halt tolemäer Zeit, du hast vielleicht auch das alte Ägypten, du hast auch dann 18.19. Jahrhundert, aber was hat dich denn auf das 17. Jahrhundert gebracht und auf Alexandria in dieser
Kombination? Also das 17. Jahrhundert. Ich meine alle Gesa Press Abenteuer, die bis jetzt erschienen sind, spielen ja im 17. Jahrhundert, also zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Aber ich würde überhaupt das 17.
Jahrhundert als Gesamtes, als die Zeit definieren, die ich sozusagen mit mit mit Abenteuern erkunden möchte und warum ich, ich glaube, es ist eine interessante Zeit, also es ist, es ist nicht mehr im Mittelalter, das heißt, diese schweren Rüstungen sind weg, es gibt gewisse technologische Fortschritte, wir haben die Pulverwaffen bereits.
Auf der anderen Seite ist aber die Aufklärung noch nicht geschehen und aus europäischer Sicht gibt es noch sehr viele weiße Flecken auf der Landkarte und das finde ich halt spannend als Setting, um da halt dann auch Magie und Dämonen und was halt so einen fantastischen Reinspielt bei meinen Abenteuern gut platzieren zu können. Also das ist einmal das 17 Jahrhundert Setting, warum warum ich das spannend finde und. Und Alexandria, warum Alexandria?
Also ich mag diese Stadt unglaublich gern und ich war eigentlich, seit ich begonnen habe, eigentlich seit 2001, seitdem ich da in Tel taba gegraben habe, war ich am öftesten in Ägypten, also die meisten meiner meiner Nahostreisen führten mich nach Ägypten, und ich habe dieses ganze Land von Norden nach Süden und Osten nach Westen bereist.
Und Alexandria fasziniert mich einfach als Stadt, als Hafenstadt. Und dann habe ich mir gedacht, ja, ich muss unbedingt am La Abenteuer schreiben, dass in Alexandria spielt und und es hat eh einige Jahre gedauert und dann ergab sich das jetzt mit dem Hyänenkind, also Alexandria hyänenkind und wenn wir ja nicht kleckern, sondern klotzen wollen, hat das gleich mal 200 Seiten. Also das ist das bisher längste Abenteuer, das Gesa Press herausgebraucht hat. Genau.
Ja, worum geht es denn genau? Erzähl mal. Genau worum geht es? Es ist, wir haben eben mal kurz drüber gesprochen, Roxanne es, es gab ja toll in Europa, diese diese Cops Medizin, also diese, diese, diese Leichenmedizin, diesen glauben, dass aus unterschiedlichen Teilen des menschlichen Körpers, des toten menschlichen Körpers Heilmittel zu gewinnen wären, ja, das ist vom menschlichen Fett über Schädel, Moos, Blut natürlich und was weiß ich alles für Dinge. Und unter anderem auch der
Glaube, dass das, dass das Pulver aus zermalen Mumien helfen kann. Ich weiß nicht gegen Epilepsie, gegen offene Wunden, gegen alles ein Wundermittel aus dem Fernen Osten oder Nahen Osten, in dem Fall, und das hat wirklich dazu geführt, dass Mumien eben importiert wurden, zermahlen wurden und in Apotheken geführt bis mindestens 20. 1920 anfang 20. Jahrhundert bis 1920 mumiavera Ägyptiker genau in Apotheken zu haben.
Genau, und jetzt hab ich sozusagen diese Idee aufgegriffen, hab gesagt, OK, drehen wir diesen Gedanken ein bisschen weiter, wir haben in Europa diese vom Dreißigjährigen Krieg erschöpften Armeen. Und die die Feldherren, die Offiziere, suchen nach ein Mittel, um ihnen sozusagen neue Kraft zu geben und dieses, dieses Mumia vera wirkt in in meiner, in meiner Fantasie, also in diesem, in diesem Abenteuer als aufputschendes Mittel ne, und jetzt jetzt beginnt ein Run
auf dieser Hafenstadt Alexandria, das ist die einzige Stadt in Ägypten, wo dieses Mumia noch verkauft werden kann, weil offiziell ist es verboten worden und. Und dort wird es halt noch am Schwarzmarkt angeboten und
verkauft. Und jetzt kommen die, die von der Protestantischen Union, von der katholischen Liga schicken ihre Spione oder oder ihre ihre Geheimdienste nach Alexandria, um dieses Zeug zu besorgen und da tut sich jetzt eine eine ganze Welt auf, also noch in der Tradition der USA habe ich sozusagen ein Setting beschrieben, diese Hafenstadt Alexandria mit. Unterschiedlichen Orten, wo wo die Spieler aktiv etwas machen können, NSCS treffen können oder
oder irgendwas vor Ort machen. Mit einem riesigen Dungeon, natürlich unterhalb der Hafenstadt und mit ganz vielen NSCS, die alle Pläne haben, Ziele verfolgen, untereinander in Beziehung stehen, darunter eben auch diese Spione aus Europa. Und die Spieler werden sozusagen reingeworfen und können einfach mal schauen.
OK, was machen wir da? Ja, helfen wir der Katholischen Liga, beteiligen wir uns selber am Schmuggel von von Mumia lassen wir das alles beiseite und erkunden lieber die Schätze dieser uralten Gräber, also des antiken Alexandrias sozusagen, und genau das ist so, um das geht es im Groben genau. Klingt schon mal mega spannend und richtig cool.
Ich hätte direkt Bock loszulegen, lass uns Städte suchen, das geht genau das ist die Dungeons unter genau die Kata kommt unter Alexandria. Ist vorbei. Ja, also Alexandria gehört ja auch zu den, ja, wie soll ich sagen, fasziniertsten Städten, die man eigentlich auch gerade so im im Mittelmeerbereich hat. Alexandria hat ja eine eine sehr, sehr lange Geschichte. Es heißt so, weil es von
Alexander dem Großen gegründet worden ist. 331 vor Christus wir erinnern uns alle, die unsere Podcasts schon mal gehört haben, ne, kennen sie ein bisschen was davon?
Alexander zieht von Makedonien aus Los, schmeißt die Perser aus Ägypten, rauslässt sich selbst zum König dort krönen und vom Amuns Orakel in Siva auch noch einmal bestätigen, als Sohn des Zeus Ammon. Und noch bevor er zum Amuns Orakel in Siva zieht, gründet er 331 die Stadt Alexandria an dem Ort, wo Alexandria ist, war schon eine kleine ägyptische Siedlung, die man noch als Rakotis, also in dieser griechischen Version kennt. Es war dann später auch das.
Ägypterviertel sozusagen von Alexandria. Es gibt im übrigen viele alexandrias, ne, weil Alexander nämlich auf seinem Zug nach Indien überall, wo er Städte gegründet hat, hat er sie Alexandria genannt, aber das in Ägypten war halt nun mal einfach das größte, es liegt strategisch sehr sehr günstig auf der einen Seite zum Mittelmeer hin orientiert, es hat diesen ganzen natürlichen Hafen.
Mit der Pharosinsel, auf der ja dann auch der berühmte Leuchtturm eines der 7 Weltwunder stand und auf der anderen Seite der Mariotes See. Und man hat damit auch gleich wiederum Zugang über die Kanäle zum Nil. Das heißt, war also wirklich auf dieser Halbinsel gut gelegen, zum Meer, zum Inland, und Alexandria hat seit seiner Gründung auch ein ja, wie soll ich sagen?
Status als als einzelne Stadt, das heißt, es war gar nicht Teil von Ägypten, sondern es war für sich selbst eine Metropole und ist ja auch in späterer Zeit dann als Alexandria ad ägyptum, also bei Ägypten bezeichnet worden, nicht in Ägypten. Es war also eine eine eigene Welt für sich, und was man in
Alexandria beobachten kann. Das ist eine ganz, ganz spannende Mischung aus eben der ursprünglich ägyptischen Bevölkerung, aus der griechischen Bevölkerung, dann aus der römischen römische Eroberung.
Cäsar, Kleopatra, Ne, kennen wir alles und auch einer ganz, ganz großen jüdischen Gemeinde, das macht man sich nämlich gar nicht klar, dass in Alexandria die größte jüdische Gemeinde des Mittelmeerraumes gesessen hat, man denkt da vielleicht eher immer irgendwie an Jerusalem oder so, aber nein. Das war in Alexandria und dann auch gerade mit der beginnenden Christianisierung frühen Christen, die dann noch mit dazu
kommen. Das fand sich alles in Alexandria, man hat Wissenschaften, man hat die große Bibliothek von Alexandria, man hat das Museon, also dieses Forschungsinstitut, das passiert so viel auch in dieser ganzen großen Entwicklung. Dass sich das natürlich auch in in jeglichen Abenteuern einfach anbietet.
Wir denken zurück an Assassin's Creed Origins, wo man ganz viel in Alexandria spielt, ich hab hier Lex arkana, das ja auch im römischen Ägypten, dann spielt das natürlich auch einen ganz, ganz großen Teil in Alexandria hat, es ist ja halt einfach total spannend. Kurzer Schwenk noch, wir haben ja immer eine Rätselaufgabe. In unserem Podcast für unsere Hörerschaft, die damit Stempel sammeln können.
Unsere heutige Stempelaufgabe führt uns nämlich nach Alexandria, und zwar genauer gesagt auf diese kleine Insel Pharos, auf der dann der Leuchtturm errichtet worden ist. Und ihr dürft uns herausfinden, warum diese Insel denn Pharos heißt, wo dieser Name herstammt, wenn ihr es herausgefunden habt. Schickt uns das ganze und dann könnt ihr damit wieder Stempel
sammeln. Wir hatten schon lange keine Stempelaufgabe mehr, ne. Ja, nicht so richtig, stimmt ja deswegen heute auch eine etwas schwierigere. Ja, wir brauchen ja auch ein bisschen Herausforderung. Wir haben, wir haben aber auch mal wieder etwas schwierigere. Noch kurz zur Geschichte von Alexandria, also Alexandria blüht eben in der tolemaia Zeit auch noch in der römischen
Herrschaft und. 660 mit der Eroberung durch die Araber, wo Ägypten dann also arabisch wird, beginnt der Stern Alexandrias ein wenig zu sinken und gerade in der Zeit, wo deine Abenteuer spielen, dein Hyänenkind 17. Jahrhundert ist in Alexandria.
Weltgeschichtlich tote Hose. Also ich hab das, ich hab was was war die schöne Formulierung mal gucken ob ich sie noch finde Nora was hatte ich da vorhin gesagt, unbedeutende Kleinstadt genau genau aus der Metropole, so wurde die einstige Metropole Alexandria zu einer unbedeutenden Kleinstadt. Hm. Fand ich schön. Ja, so schnell kann es gehen, obwohl, so schnell war es ja auch nicht, also muss man ja auch dazu sagen.
Ja, mit dem 17. Jahrhundert ist ne wahnsinnig spannende Epoche für Ägyptologen, aber eher dünnes Eis, ne eher nicht ne Zeit, in der wir uns trittsicher auskennen, warum überhaupt nicht? Nein, deswegen alles nur gesundes angelesenes Halbwissen hier also eine Zeit in der Ägypten zum Osmanischen Reich gehört. Du korrigierst mich, wenn ich
was falsches sage. Und aber als Provinz von den Mamlucken eigentlich regiert wird, also auch die Mamlucken, ganz spannende Geschichte, die eigentlich ja militärsklaven der Türken waren und sich da unabhängig hatten machen können, also die sind Elitekrieger, und die haben sich dann Ägypten unter den Nagel gerissen und mehr oder weniger Selbstverwaltend in. Engerer oder weiter gefassterer Abhängigkeit vom Osmanischen Reich dann, da in Ägypten ihr eigenes Ding machen. Genau.
Genau. Also haben wir schon den Schmelztiegel aus dem alten Ägypten mit dem Griechisch römischen, mit dem jüdisch christlichen. Und dazu kommt dann noch der Islam obendrauf. Genau. Ja, genau so so, so war das im 17. Jahrhundert und und es waren tatsächlich, also ich muss gleich rausschicken, es ist die Quellenlage, zumindest das, was man, was man leicht zugänglich findet zum Alexandria im 17. Jahrhundert, nicht besonders dicht. Das ist nämlich so eine Sache.
Es heißt, dass es ungefähr vielleicht so 10000 Einwohner noch gehabt haben soll. Also das sagt uns schon, also verglichen mit dieser Mittelmeermetropole, die es einst war, war es tatsächlich nicht mehr als eine Kleinstadt, ja, eben. Die ja wirklich es war. Alexandria war ja eine eine Millionenstadt, ne, also es war mit die größte, die größte Stadt eben neben Rom des Mittelmeergebietes also, und da ist wirklich ein deutlicher
Abfall zu sehen. Das ist alles lange vorbei, hat natürlich auch damit zu tun, dass Ende des 15. Jahrhunderts die Seeroute um Afrika herum nach Indien erschlossen wurde, die dann diesen diese alte Route über das Rote Meer, Landweg bis Alexandria und dann weiter nach
Europa abgelöst hat. Also, das war ein bisschen dann am Rande der großen Routen plötzlich dieses Alexandria, und das hat sicher auch wesentlich dazu beigetragen, zu dem Verfall und zur Abwanderung Mhm. Dieser Seeweg, das wird dann ja erst wieder dann unter Napoleon dann auch interessant.
Ne, wenn die Briten da wieder übers Rote Meer nach Indien fahren und dann kommt ja irgendwann Napoleon 18 paar zerquetschte und setzt sich da ja auch in Alexandria und Kairo rein, um da diesen Handelsroute zu unterbinden. Genau. Genau. Ja, bis dahin dauert es aber noch ein bisschen. Bis dahin dauert es genau ja. Ja, aber das ist halt einfach ne Alexandria bietet wirklich halt alle Möglichkeiten.
Du hast jeder hat mal irgendwas in Alexandria getan, jeder hat irgendwie seine Geheimnisse hinterlassen und es bietet ja total viele Anknüpfungspunkte einfach. Mhm. Und was ich auch sehr spannend fand, ich hab da nur mal kurz drüber nachgegoogelt, weil es mich interessiert hat. Auch Kartenmaterial von Alexandria zu dieser Zeit. Also es gibt scheinbar irgendwelche Drucke, aber. Die Hersteller oder die Produzenten dieser Karten sind auch nicht so bekannt.
Hast du da ein bisschen näher was rausgefunden für die Grundlage deiner Spiele? Also. Es gibt tatsächlich schon den, den den einen Druck, der ist also, na ja, und der spielt 1632 oder 34 und. Und also diese diese Karte da die ich jetzt da in die Kamera halte, die. Will leider im Podcast nicht sehen. Aber diese hören, hören nicht sehen können. Aber ich sag dazu, die basiert auf einem Druck tatsächlich, der nicht genau aus dieser Zeit ist.
Aber ungefähr aus dieser Zeit, wo man halt sieht, dass dass die
Mauern eben noch bestehen. Wo man schön diese beiden Häfen sieht, es gab ja da den alten und den neuen Hafen, wobei der eine für der Hafen der Ungläubigen war, so hieß er damals, wo eben europäische oder christliche Schiffe anlegten und dem anderen Hafen, die die muslimischen Schiffe, und das lässt sich alles ablesen aus diesem alten Druck, aber wie gesagt, grundsätzlich ist die Quellenlage 17 Jahrhundert, Alexandria, es gibt sicher Quellen dazu, aber nichts, was
unbedingt so leicht zugänglich ist. Das war ein bisschen der Punkt. Ist jetzt aber nicht ein großes Hindernis, weil das ist natürlich klar.
Wir haben zwar einen historischen Hintergrund in unseren Abenteuern, aber wir können natürlich, wir sind ja keine Geschichtsbücher, und wir müssen ja immer, ich meine, in dem Moment, wo, wo Magie in den Spiegel kommt und und all diese fantastischen Sachen, hat man das Parkett der Geschichte eh schon verlassen, und insofern nehmen wir uns da schon immer gewisse Freiheiten. Wenn es einfach notwendig ist, um das Spiel irgendwie da besser zu rahmen oder oder, oder oder
besser spielbar zu machen, die Sache. Aber grundsätzlich haben wir halt versucht, so ein bisschen das einzufangen, diese, diese einst riesige Metropole mit diesen ganz vielen Ruinen, die da überall noch stehen, wo so vieles an Wissen über diese Ruinen auch verloren gegangen ist. Bisschen so das melancholische, früher riesiger Handelshafen, heute eher bisschen so, abseits der großen Routen. Das haben wir versucht, ein bisschen einzufangen im Abenteuer.
Das ist eben also das finde ich halt extrem reizvoll, weil sonst kennt man halt eben Alexandria immer nur als die blühende Metropole. Aber jetzt wirklich das genaue Gegenteil davon auch zu haben, die alte abgewrackte Stadt, das macht eben das noch mal ganz anders. Und dann macht es eben auch so reizvoll, dass man sagt, Ich habe einen gewissen historisch verankerten Punkt.
Ich habe ein paar Quellen, aber die fehlenden Quellen geben mir dann auch die Freiheit zu sagen, hier tobt euch aus, bringt die Magie, spielt euch durch, ne, also das finde ich dann auch ganz super und wie gesagt, man muss da ja nicht historisch korrekt bleiben, um Gottes Willen, das schränkt einen auch viel zu sehr ein und für so ein Spielabenteuer ist das einfach
total gut. Ja, Mhm. Aber das ist dadurch, dass es jetzt ein ein OSR ist, ist es ja quasi auch systemunabhängig, so wie ich das jetzt verstanden habe. Ne, das heißt du könntest es quasi auch in andere Rollenspielwelten noch mit dazu bringen oder ist es schon sein sein eigenes System? Also ja mit Deinen mit deinen anderen Spielen ist es natürlich auch wieder noch verknüpft. Ne wenn du sagst, dass die alle so um den Dreißigjährigen Krieg spielen.
Ja, also es ist. Wir handhaben das derzeit noch so. Die deutschen Versionen der Abenteuer werden für Sods and Visaryl geschrieben, weil das wurde ja vom System Matters Verlag ins Deutsche übersetzt, die englischen Ausnahmen für Lamentations of the Flame Princes, aber wie du richtig sagst, diese ganzen Retroklone eben lamentations, Sods and Visary, aber auch Old School Essentials, die unterscheiden sich in Wirklichkeit ja
marginal. Also grundsätzlich kannst du die englischen wie auch die deutschen Versionen unser Amt der grundsätzlich mit allen Retrocunen spielen und mein Gott, es ist jetzt auch nicht unmöglich zu sagen, ich verwende das jetzt für für als DSA Abenteuer oder oder whatever ja, das ist natürlich erfordert mehr Vorbereitung von der Spielleitung, weil die die die Starts angepasst werden müssen, das stimmt schon, aber mein Gott grundsätzlich spielt spricht da
nichts dagegen, ja. Also Nora, ne, bist du was mit demnächst zu tun haben will? Ja was? Für den Loop irgendwie war gut. Das ist jetzt das wievielte Abenteuer was du. Das ist jetzt das vierte Buch. Und dann gab es noch 3 Abenteuer, die ich für den gratis Rollenspieltag geschrieben habe. Die letzten 3 oder 4 Jahre und dann gibt es jetzt noch seit letztem Jahr das Magazin, das heißt der Gesa wo?
Wo wir dann auch immer ein kurz Abenteuer publizieren und dieses Magazin das ist, wollte ich auch zum 17. Jahrhundert dazu sagen. Es ist das ein bisschen Herausforderung, habe ich gemerkt, denn jeder hat gleich ein Bild im Kopf, wenn es so um Mittelalter fendelalter geht, da ist jedem klar Gesellschaft funktioniert so, das waren die Waffen politisch ungefähr so, also da hat halt jeder irgendwie eine Vorstellung und beim 17. Jahrhundert ist das nicht ganz
so einfach, habe ich gemerkt. Da ist es dann teilweise sehr viele Lücken auch und deswegen habe ich jetzt, haben wir jetzt gedacht, dass wir dieses Magazin herausbringen, wo wir ganz konkret auf Lebensrealitäten im 17. Jahrhundert eingehen, in der 1. Ausgabe haben wir sozusagen über das Reisen gesprochen, wie war das eigentlich mit mit mit Fortbewegung damals in der 2. Ausgabe geht es jetzt um um Recht und Strafen, also Rechtsprechung und Strafen und.
Und und in der 3. Ausgabe wird es noch einmal konkret um Pulverwaffen geben, also die Wirkung dieser Waffen auch auf auf auf Panzerungen, ob sie die durchschlagen haben oder nicht, warum pulverwaffen anstatt Bögen also um da ein bisschen mehr Einblicke zu geben, das alles natürlich sehr gut lesbar aufbereitet mit ganz vielen Würfeltabellen angereichert und wie gesagt, in jedem Magazin gibt es dann auch ein Kurzabenteuer, aber das ist ein bisschen so, wo ich halt
versuchen möchte, das 17. Jahrhundert als als Spielsetting ein bisschen greifbarer zu machen. Ja, das ich hab auch ich denk so nebenher ja auch irgendwie immer noch so ein bisschen mit. Ja klar natürlich, man hat 1492 ne, da kann das kann man auch noch so ungefähr einordnen, da weiß man so ja Kolumbus mhm was danach kommt dann wieder so 1700 also 18.19. Jahrhundert, da hat man auch wieder was, aber das stimmt so zwischendrin ist. Ne relativ große Lücke, ne so 1516 100 vor.
Allen Dingen ist es ja auch immer der europäische Blick. Ja so das Mittelalter in Europa hat man vielleicht noch ne Idee, aber das Mittelalter dann im arabischen Raum ist ja noch mal ganz was anderes. Genau das ist auch ein wichtiger Punkt und ich möchte ja ganz, also wir haben jetzt die ersten 3 Bücher spielen ja in Europa, jetzt mit Alexandria sind wir in Nordafrika, und ich möchte dann auch noch nach, also Madagaskar beziehungsweise Saint Marie, die Insel vor Madagaskar in
Westafrika aber sagen. Also ich möchte dann auf verschiedene Schauplätze bespielen sozusagen, und das ist
ja für mich interessant. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt da weiß, was wie im 17. Jahrhundert, das in Westafrika ausgeschaut hat, ja, sondern es sind ja für mich auch interessante Recherchen, die ich dann in diese Bücher einfließen lasse und und genau, ja. Ja, das wäre nämlich auch noch eine Frage. Also das das ist alles von dir alleine quasi gemacht oder hast du da noch jemanden im Hintergrund? Zusatzrecherchen brauchst du noch ein Podcast der dir hilft? Sehr gern immer.
Und ich habe jetzt hier für die, für die, für die Magazine habe ich jetzt 2 sehr engagierte und und gut informierte Autoren gefunden, die auch Geschichte studiert haben. Es ist übrigens unglaublich, wie viele. Mensch in der rollenspielszene Geschichte es ist eigentlich
nicht unglaublich. Das bietet sich natürlich an, ja klar, und die Schreiben jetzt regelmäßig für das Magazin der Gesa und recherchieren da zu den unterschiedlichen Themen und und helfen mir da genau, dass wir in Zukunft auch öfter erscheinen können mit dem Gesa, aber letztes Jahr erschien das Magazin nur einmal. Ich möchte schauen, dass das heuer zumindest zweimal erscheint und vielleicht lässt sich die Erscheinungszahl dann noch erhöhen.
Ja, sehr cool. Wie wird man diese Magazin habhaft, habt ihr das auch online, kann man das irgendwo beziehen? Genau gibt es alles auf unserer Website und also wie gesagt Gesa press.at, da kann man das in unseren E Shop kaufen, aber es gibt auch alle möglichen Händler in in Deutschland und in Österreich, vor allem aber auch in Deutschland die die unsere Bücher und auch die Magazine führen, Mhm. Also beim Rollenspilladen Eures
Vertrauens, nicht wahr? Mhm. Der Rollenspielladen eures Vertrauens, das ist es genau. Sehr gut. Cool also alle schön brav losziehen und Dinge kaufen, das klingt alles schon mal sehr, sehr gut und super spannend. Mhm, wie macht man das mit so einem, so einem Kleinverlag neben dem freien journalistischen Arbeiten? Also ich meine, das ist wahrscheinlich auch nicht ganz einfach, ne.
Ja, es ist es hat sehr angenehm, also bequem begonnen, aber ich merke jetzt langsam, der der Verlag wächst jetzt und. Ich muss jetzt wirklich schauen, dass ich mir das einteilen kann.
Ja, also natürlich, der Journalismus ist nach wie vor mein Hauptberuf und wird so bleiben für die nächste Zukunft, nur der Nebenberuf Verlag nimmt langsam immer mehr Raum ein, also man muss da schauen, dass man sich die Zeit gut einteilt und und das alles über die Bühne bringt, das sind ja jetzt wieder eine ganze Reihe von von Produkten in der Arbeit, es soll ein eigenes Regelwerk geben, an dem man arbeiten, was hoffentlich bis zum Herbst fertig sein wird.
Neue Abenteuer wie gesagt, Magazin soll es eine 3. Ausgabe, also insgesamt 3. Ausgabe noch dieses Jahr geben. Und ja, langweilig wird mir nicht einen User. Podcast ne, der nimmt auch irgendwie immer so viel Raum ein. Nein, nein, nein, das das glaube ich euch auf alle Fälle. Muss auch geschnitten werden, das kenne ich ein bisschen mit dem Schneiden, was das für Arbeit, was das für eine Prozedur ist und muss vorbereitet werden, ist nicht zu unterschätzen, definitiv.
Genau, aber es macht ja auch Spaß, ne und gerade wenn es dann halt auch vom vom Publikum oder bei deinem Fall von von der Rollenspielerschaft natürlich auch einfach angenommen wird, ist das natürlich auch toll. Ne, das treibt einen damit natürlich dann auch an, einfach halt weiterzumachen. Ja, genau so ist es ja. Und es ist ja auch ganz wichtig, dass es eben diese unabhängigen kleinen Rollenspielverlage gibt, die solche solche totalen Nischenthemen auch einfach
aufgreifen. Ne und ja, spannend, so, jetzt gucken wir uns alle tief hier in die Augen, haben wir denn noch was, haben wir noch was vergessen? Wir haben über Journalismus und Nahosten, Wir haben über Archäologie und Ausgrabung gesprochen, wir haben über Kleinverlage und Alexandria gesprochen. Über das Hyänenkind haben wir gesprochen. Brennt hier noch was auf den Nägeln? Warum heißt das Hyänenkind? Warum heißt das Hyänenkind?
Gute Frage genau also. Ich bin ja grundsätzlich gefällt mir das so, so Welten zu erschaffen, ja, aber ich habe gesagt, ich möchte das nicht so angehen, dass ich mich jetzt hinsetze und ein riesiges, riesiges Konvolut von hunderten Seiten schreibe, um sozusagen da jetzt irgendwie meine Welt des 17. Jahrhunderts vorzustellen, sondern das kommt so Käppchenweise mit den Abenteuern und die, die meine Abenteuer gelesen haben, merken auch, dass
teilweise. Nicht Spieler, Charaktere, öfter vorkommen als Auftraggeber zum Beispiel. Und da entspinnt es jetzt so ein bisschen an Netz, eine Welt, die da zusammenbaut, und dazu gehören auch Dämonen oder oder Kleingötter. Und für Alexandria gibt es eben da diesen jenen Gott. Der irgendwie sich in der Welt manifestiert, indem eine Frau ein Kind von ihm auf die Welt bringt. Das ist dieses Hyänenkind. Also es geht so um einen Kult, der da in Alexandria im im
Untergrund tätig ist. Von Kindern aus reichen, alexandrinischen Familien, die da halt diesen diesen Dämonen, Gott oder Dämon beschwören und und das dann alles in die Wege leiten, ist eines, also es sind ja 5. Vorgegebene Abenteuer im Buch, Die man durchspielen kann, in beliebiger Reihenfolge oder auch nicht.
Man kann das völlig auch frei erkunden, dieses Alexandria und eines dieser Abenteuer heißt halt jenen Kind, aber es ist nicht so, dass dieses Abenteuer jene Kind jetzt spielentscheidend wäre, ja, das ist einfach nur dieser Titel bezieht sich auf eines der 5 Abenteuer, die im Buch
vorkommen, genau und. Und Hyänen, also irgendwie Hyänen, Gott und und Hyänen als als, als Kreatur, als Wesen, passt natürlich zu Ägypten und und von daher hat sich das so ergeben mit dem Hyänenkind genau, und beim Heiligen von Probstadt gibt es eben den, den den, den Krötengott, und dazwischen gibt es den Baphomet, und so führe ich da halt immer wieder so so neue Schritt für Schritt neue Dämonen in diese
Spielwelt ein. Ohne ohne dass es jetzt gleich wieder 100 Seiten Text sein muss, die die die Spielleitung dann lesen muss, sondern eher so kleine Häppchen, genug, dass man es so Vorstellungen hat und dass man es leiten kann. Hyänen im alten Ägypten Nora definitiv nicht vergöttlich. Es aber vorhanden. Vorhanden. Es gibt weiß ich jetzt noch aus meinen Vorbereitungen mit mit Harald Lesch, wo ich ja auch über Hunde recherchiert habe, es
gibt. Hyänenmasten also es gibt Darstellungen, wo Hyänen gemästet werden, die da wirklich irgendwie dick und fett auf dem Rücken liegen und so zwangsgefüttert werden, warum auch immer, was man mit ihnen getan hat. Ich, da bin ich jetzt nicht tiefer gut eingestiegen, aber. Ja genau das lese ich ja auch. Gerade wurden gezähmt und gemästet und dann auch gegessen. Gegessen würden die Aha. Vorsichtig.
Die Quelle ist nicht geprüft. Aber wäre ich jetzt halt auch mal davon ausgegangen, weil wieso sollte man sonst ein Tier mästen, wenn man es nicht danach essen will? Ja, und schmeckt natürlich wie Hühnchen, ja, wie all die sehen das müssen. Wir ja. Also ich glaube, es gibt Darstellung von Hyänen in in Gräbern und so, aber das habe ich jetzt auch aktuell nicht parat. Ja, also. Eher am Rande, aber eben. Es bietet halt einfach auch noch mal ein. Spannenden Ansatzpunkt gut, das
war toll. Ja, ganz spannend. Sehr angenehm war das Gespräch mit euch. Herzlichen Dank nochmal für die Einladung, war ein richtig entspanntes Plaudern. So war das. Ja, auch rein. Genau so wollen wir das Ganze ja auch haben. Also dank dir, dass du dir die Zeit genommen hast und uns eigentlich im Rollenspiel und Journalismus Alltag und was macht man denn eigentlich als Archäologe, wenn man groß ist, gegeben hat? Dann würde ich sagen, kommen wir hier jetzt auch schon zum Ende.
Es müssen nicht immer zweieinhalb Stunden folgen sein. Ja, wir verlinken euch natürlich alles, was es zu hyänenkind und zu Markus zu wissen gibt, wie gehabt in den Shownotes. In den Shownotes findet ihr auch noch unsere Folge, wo wir auch über Mumia und Mumienpulver und Mumienbegeisterung in Europa
gesprochen haben. Also wenn ihr da genaueres wissen wollt, wendet euch an den Podcast Eures Vertrauens an dieser Stelle auch der große Dank an alle unsere monatlichen Unterstützer, jetzt muss ich gucken, ob ich sie ohne Spickzettel hinkriege, ohne wieder jemanden zu vergessen, als da wäre, nämlich Hauke Nico. Randy, Dirk und einer fehlt mir noch, einer fehlt mir noch. Marvan oder ganz neu?
Ja genau marvan genau danke. Ich hab mir auch was gemacht, also herzlichen Dank, dass ihr unseren Podcast unterstützt und dafür sorgt, dass wir uns neues Recherchematerial wie jetzt vielleicht demnächst hyänenkind kaufen können, um dort noch einmal etwas genauer reinzuspitzen, was wir ja vorab noch nicht getan haben, wenn ihr uns auch unterstützen wollt, dann schaut gerne auf unserer Kofi Seite vorbei, ganz neu.
Wir haben jetzt auch sogenannte. Ihr es, wo ihr also ein monatliches Abo abschließen könnt und dafür auch tolle Gegenleistungen bekommt. Also gerne mal vorbeischauen, wenn ihr euch für euren nächsten Podcast auch entsprechend ausstatten wollt, dann guckt in unserem Spreadshirt Shop vorbei. Für sommerliche T Shirts oder winterliche Pullover. Das Wetter momentan draußen, man weiß es ja nicht so genau.
Wir haben für alles was. Wir sind für alles auf jeden Fall ausgestattet und wenn ihr mit uns diskutieren wollt, wenn ihr vielleicht sogar noch Fragen an Markus habt, dann könnt ihr das auf unserem Discord Kanal tun, wo wir ihn nämlich jetzt auch verhaftet haben. Da ist er jetzt, da bleibt er jetzt, da kann er jetzt nicht mehr weg und einmal einmal in unsere Fänge geraten, dann ja kann man da nicht so schnell wieder entkommen. Habe ich noch irgendwas
vergessen in unserem Werbeblog? Link nach einem guten Werbeblog Wir haben uns hinreichend bedankt. Man kann sich nie genug bedanken für alle Hörenden, für alle Unterstützung, ihr macht es hier möglich, dass wir tolle Gäste einladen, dass wir tolle Dinge tun können. Startet euch aus dem Kofi Shop Nein spreadshire Shop, es ist zu spät, Dinge mit Worten und ansonsten bleibt uns nur zu sagen nochmal vielen Dank an unseren heutigen Gast. Schön, dass du da warst. Danke für die Einladung.
Und. Und in diesem Sinne sagen wir laters Gaters. Und wieder Hannchen. Bis zum nächsten Mal. Tschau, Tschüss. Dieser Podcast ist Teil des Podcast Netzwerks Dbpdw. Die besten Podcasts der Welt.
