Moin moin und herzlich willkommen bei MindVolution, dem Podcast des systemischen Netzwerks, einem Zusammenschluss systemischer Fachkräfte. Wir tragen mit MindVolution dazu bei, dass psychische Gesundheit besprechbar und es selbstverständlich wird,
Unterstützung in schwierigen Lebenslagen hinzuzuziehen. Du erfährst in unserem Podcast, dass es neben den klassischen Psychotherapie-Verfahren auch weitere Hilfsangebote gibt, die kurzfristig zur Verfügung stehen und zu dem, welche Unterschiede es unter diesen insbesondere auch auf dem Coaching-Markt gibt. Unsere Gäste innen lassen hinter die Kulissen ihrer beruflichen Praxis blicken und zeigen dir auf, wie Gesprächsprozesse ablaufen und
wie wirkungsvoll systemische Prozessbegleitung sein kann. In MindVolution erfährst du wie vielfältig systemische Beratung, systemisches Coaching, systemische Therapie und Organisationsentwicklung ist. Wessen Stimme spricht ihr zu dir? Mein Name ist Sandra Brauer, ich bin die Gründerin des systemischen Netzwerks und Gastgeberinnen unseres Podcasts. Viel Freude beim Zuhören. Wir freuen uns, euch zu einer neuen MindVolution-Podcast-Folge begrüßen zu dürfen. Vor mir sitzt,
ich sehe sie, ihr sie leider nicht, die liebe Melanie. Melanie, bevor ich dein Pulver verschieße, vielleicht magst du dich selber kurz vorstellen, wer bist du, wo sitzt du gerade und welchen Teil möchtest du bei der Kurzvorstellung von dir schon preisgehen? Ja, danke liebe Sandra, dass ich hier sein darf. Mein Name ist Melanie Fischer und ich bin Systemische Beraterin und Traumapädagogin und Traumazentritte Fachberaterin. Genau, ist ein ganz holpriger Begriff. Vielleicht kann ich auch
einfach sagen, ich bin Traumaberaterin und Systemische Beraterin. Das klingt vielleicht einfacher für die Ohren. Genau, ich bin im Süden der Republik in der Nähe von Stuttgart auf einem kleinen Dorf. Unser Nachbarort ist Waldenbuch, wo die Rittersport-Schokolade herkommt, die glaube ich alle kennen. Genau, von daher, das ist so als Verordnung für euch, wo ich mich befinde. Cool, vielen Dank. Gerade das mit Rittersport, das wusste ich noch gar nicht von dir, dass du da
um die Ecke wohnst, mit vielen Dank fürs Teilen an der Stelle. Ja, ich freue mich sehr, dass du als Kollegin hier in diesem Podcast jetzt auftrittst bzw. mit mir ein Gespräch führst. Vor allem haben wir eben gerade schon beim Vorgeplauder gesagt, dass ich so gerne mit dir über den Trauma- Anteil deiner beruflichen Tätigkeit sprechen möchte. Vielleicht sei sofort vorweggesagt, was
uns auch immer als Systemiker*innen am Herzen liegt. Nur weil wir vielleicht eine gewisse Fachweiterbildung haben, heißt es nicht, dass wir ausschließlich genau Menschen aus diesem Spektrum betreuen und unterstützen, sondern wir wollen ja auch hier über den Mindvolution-Podcast zeigen, wie vielfältig systemische Beratung, Coaching und Therapieangebote eigentlich sind. Und ich vermute mal, dass du das ähnlich siehst, dass du auch als Systemische Berater*innen ja eine
Bandbreite an Menschen oder eine Vielfalt an Menschen unterstützen würdest, richtig? Ja, natürlich auf jeden Fall. Da ich ja oder da ich ja als Systemische Berater oder Coaches sagen, dass der Klient eben Experte seiner selbst ist, also dass der Kunde, der Klient genau weiß, was für sie für ihn wichtig ist und auch dran ist, brauche ich gar nicht genau wissen, in dem Thema nicht zu Hause zu sein, was mir das Gegenüber dann einfach auch anbietet. Und
das ist eine große Entlastung. Also ich kann wirklich Begleiter*innen sein für Menschen mit vielfältigen Themen. Natürlich habe ich meine Schwerpunkte, also mich buchst du nicht, wenn du ein Manager bist, glaube ich. Also das wäre jetzt nicht meine Zielgruppe. Es hat sich auskristallisiert, dass ich junge Menschen begleite, dass ich überwiegend Frauen begleite, Eltern begleite, aber auch ja auch ja Menschen in der Umbruchssituation vielleicht zwischen Rente oder zwischen
Arbeitsleben und Rente eher dann, also so in Lebensumbrüchen. Aber jetzt das klassische Business-Thema ist jetzt nicht bei mir zu Hause. So würde ich sagen. Danke, dass du das auch gleich nochmal kommentiert hast. Vielleicht um es so ähnlich zu gestalten wie auch bei unseren vorherigen Folgen. Ich liebe ja diese Wege zum Systemischen. Das weißt du, glaube ich, dass ich da immer sehr
neugierig bin und soweit ich das von dir weiß, bist du das auch. Und gerade diese Wege zu einer systemischen Tätigkeit, egal ob es jetzt Beratung, Coaching oder Therapie ist, die finde ich immer äußerst interessant. Also wie bist du? Was war dein erster Kontaktpunkt vielleicht auch zum Systemischen oder was war die Motivation, dich dann selber in eine solche Richtung zu begeben und dich systemisch weiterzubilden? Das waren jetzt mindestens zwei Fragen auf einmal. Mein klassischer Stil.
Ich glaube, du weißt, was ich gerade hören möchte. Ja, sehr gerne. Also meine erste Berührung mit Systemik war bei einer Beratung, bei einer Mutter-Kind-Beratung. Ich wollte eine Mutter-Kind-Kur machen und bin dann in die Beratungsstelle gegangen von der Diakonie und diese Beraterin war systemische Beraterin und meine Kur wurde dann auch abgelehnt. Damals wurden die noch nicht so
frei zügig bewilligt. Ich glaube, heute ist das etwas einfacher, aber sie wurde abgelehnt und ja, ich bin zwar in Widerspruch gegangen, aber ich wollte sowieso eigentlich gerne lieber im Alltag hinbekommen, selber mir Kraft zu suchen oder die Dinge hinzukriegen, Luft zu kriegen, auch selbst für Sorge zu machen. Und dann bot mir diese Beraterin eben ja so eine Prozessbegleitung an. Ich durfte da alle fünf, sechs Wochen kommen und habe da systemische Beratung in Reinstform genossen und
die Fragen haben mich wirklich auch an meine Grenzen gebracht bzw. herausgefordert. Und ich hätte natürlich gerne wie viele andere auch am liebsten nur die Lösung gehabt, also einen Ratschlag, aber Ratschläge sind eben auch Schläge und deswegen machen wir das ja nicht als systemische Berater und Coaches, sondern ja, wir regen zum Denken an, zum Perspektivwechsel zu ja, auch vielleicht mal einen Blick von außen auf unser System und das habe ich wirklich selber erfahren
dann und ja, habe es liebengelernt, genau. Und dann ja war noch eine Zeit der Familienzeit dann oder ging noch eine Zeit ins Land, wo ich einfach auch keine Weiterbildung machen konnte und irgendwann war dann der Punkt 3 und ich habe gesagt, jetzt starte ich die systemische Berater Weiterbildung, genau, dann habe ich es gemacht. Wie cool. Und hattest du da schon eine Idee, was du nach dieser
Weiterbildung damit anfangen möchtest? Weil ich frage deswegen, weil ich oftmals Geschichten erzählt bekommen habe, dass man irgendwie angefangen hat und mit Überraschung sei bekanntlich zu rechnen und nach der Weiterbildung oder auch in diesem Prozess der Weiterbildung, die ja gerne auch mal über 2 Jahre andauert, haben sich dann so Wege ergeben. Wie war das bei dir so? Hattest du voll
den Plan, was danach geschieht? Ganz konkreten Plan hatte ich noch nicht damals. Also für mich war es einfach auch eine Möglichkeit, meinen beruflichen Lebensweg noch, ja, noch mal eine Neuausrichtung
zu geben. Ich komme ursprünglich aus einem ganz anderen Bereich. Also ich bin gelernte Bankhauffrau, habe eine sehr lange Familienzeit jetzt eingelegt, bin Pflegemutter seit 18 Jahren und habe dann gesagt, ich möchte natürlich gerne auch noch mal beruflich neue Wege gehen, auch ein neues Standbein haben und habe dann erst überlegt, ob ich ein Studium anfange oder eine Weiterbildung und habe mich zunächst
auf jeden Fall für die Weiterbildung entschieden, weil ich einfach praktische Infos haben wollte und nicht wissenschaftlich arbeiten. Das war dann so der erste Punkt genau und hatte schon so eine Idee, dass ich mich selbstständig mache, um eben Menschen begleiten zu können. Und gerade diese Prozessbegleitung, die oft so fehlt, wo Menschen eben Handlungsoptionen fehlen, um dann selber
wieder weitergehen zu können. Also um einfach wieder sich ja so gut aufgestellt zu haben, dass sie selber sehen können, wie sie ihren Alltag wieder bewältigen können, ohne gleich in Therapie gehen zu müssen. Also dieses Niederschwellige, das war schon mein Ursprungsgedanke. Ja, ganz spannend. Und wann oder wie ist dann der Trauma-Beratungsanteil dahin zugekommen? Also das muss dann ja parallel gelaufen sein, oder? Genau, also Trauma hatte mich schon auch irgendwann angefangen
zu interessieren. Ich habe im Pflegekinderbereich natürlich auch Berührungspunkte gehabt, auch im schulischen Bereich. Immer wenn Kinder besondere Verhaltensweisen auch mitbringen, dann bin ich einfach auch in Fortbildungen schon an die Thematik herangekommen und habe mich da weiter mit beschäftigt. Und irgendwann dachte ich, ah, Trauma-Pädagogen, Trauma-zentrierte Fachberatung, das wäre schon auch was Tolles. Aber ich habe nicht direkt die Weiterbildung gefunden und hatte
dann erst gesagt, ah, die grundständige systemische Beraterung, das passt als erstes dazu. Genau, und habe aber ziemlich parallel dann beide Weiterbildungen gemacht, also ein Jahr systemische Berater und dann gleich parallel den Trauma-Pädagogen dazu. Das war ein bisschen viel, muss ich zugeben, aber es hat sich ergänzt. Also ich liebe die Kombination und ich würde das jedem raten, es ergänzt sich genial. Ja, klingt auf jeden Fall sehr spannend und wie du weißt, wir Systemiker
innen stehen ja sehr auf Weiterbildung. Und ich kann mir vorstellen, wenn du uns ein bisschen mehr von der Trauma-Geschichte erzählst, dass einige bestimmt auch Motivation und Lust bekommen, auch in diese Richtung noch mal hineinzuschnuppern. Vielleicht so in diese Richtung noch mal gefragt, wie sieht aktuell gerade deine Arbeit aus als Systemikerin und Trauma-Pädagogen? Wenn du das so jetzt ja noch mal von oben beleuchtest, drauf schaust, wie schaut es gerade aus?
Es ist oft eine Mischung aus beidem. Also ich würde es jetzt nicht rein, also ich kann es gar nicht richtig trennen. Klar habe ich auch gerade im letzten Jahr auch einen Workshop gemacht mit Pflegeeltern und Pflegekindern. Der hatte natürlich dann eine Trauma-Pädagogische Grundausrichtung, dann auch bin ich kreativ auch veranlagt. Also deswegen heißt mein Beratungsunternehmen auch Atelier für systemische Beratung und weil ich den Kreativaspekt da gerne auch mit reinbringen möchte
und ich auch der Überzeugung bin, dass Reden nicht immer hilft. Also da weiche ich so ein bisschen von dem klassischen, der klassischen systemischen Beratung natürlich ab, weil es eben Situationen gibt, wo Reden ja wo wir noch nicht reden können, sondern wo wir vielleicht auch erst einmal etwas gestalten müssen oder fühlen müssen oder ja Dinge anfassen müssen, also Materialien mit Materialien spielen, um überhaupt erst mal in dieses Reden zu kommen und von daher ist das finde
ich eine gute Ergänzung. Und jetzt ja ich habe auch einen niederschwelligen Zugang für Kundinnen, also zum Beispiel einen Kreativ-Workshop, wo ich auch einen Selbstfürsorgeanteil mit drin habe. Das ist natürlich einfach was total niederschwelliges. Wir gestalten zwei Stunden eine kreative Zeit, eine Auszeit miteinander, aber ich denke, da fließen bei mir immer auch natürlich traumapädagogische Ideen mit rein, aber es ist für jeden offen. Also wir können alle
Selbstfürsorge brauchen, wir können alle Ressourcenstärkung brauchen. Jeder Mensch kann es brauchen, zu überlegen, welche Kraftwellen habe ich, was tut mir gut. Das ist nicht per se jetzt Menschen mit ins Anführungszeichen Trauma vorbehalten, also von daher. Ja, danke. Du sagtest ja auch schon, als du uns von den Weiterbildungen erzählt hast, dass sich das ganz gut ergänzt, also der Traumanteil
und auch die systemische Beratung. Meine Lieblingsfrage ist ja gerne, was ist eigentlich systemische Beratung und zwar mit dem Bild des Maßmenschen, wenn du auch da drauf schauen solltest und wir kurz mal den Traumanteil vielleicht ein bisschen beiseite schieben. Wenn du jemand vom Maß erzählen solltest, was für dich systemisch bedeutet, wie würdest du das erklären? Für mich bedeutet systemisch, dass eben alles miteinander auch zusammenhängt. Wir sind ja nicht alleine
ohne unser Umfeld unterwegs. Also wir leben alle in einem System mit anderen Menschen zusammen. Wir sind selber auch nicht unbedingt nur, also in unserem Inneren nicht nur ein, also nicht nur eine Person oder einen Anteil. Wir sprechen als Systemiker ja von Anteilen und ich sage immer, da ist bei mir zum Beispiel die Vollkaotin mit drin, aber auch die, die wirklich regelbewusste Anteile hat. Also ich hatte, ja, ich bin gerne strukturiert, aber auf der anderen Seite auch
wieder völlig chaotisch. Also es hat so beides und nicht immer hat das eine die Oberhand bei mir und dann mag ich so dieses Bild von dem Inneren Team total gerne. Also ich möchte es nicht überbewerten, aber ich finde es hilft, also es hilft oft auch für Erklärungen. Dann habe ich den, den Anteil, der vielleicht einfach auch noch Kind ist, also der vielleicht Ängste hat, die als
erwachsene Person überhaupt keine Logik mehr haben. Also wo ich dann auch sagen kann, hey, du hattest deine guten Gründe und du darfst Angst haben, aber jetzt hier bin ich als erwachsene Person dann dran und darf weitergehen und darf auch sagen, hey, du bist sicher und jetzt darf ich den Anteil ziehen lassen. Also solch Geschichten, das kann ich einem Mars-Menschen gut erzählen,
vielleicht noch ein bisschen einfacher als jetzt gerade formuliert habe. Ich bin da schon wieder in meinen typischen Worten auch unterwegs, die vielleicht für ein Mars-Menschen nicht ganz so
hilfreich wären, aber halt schauen. Es ist okay, mal gucken, wenn wir jemals Gelegenheit haben werden mit einem Mars-Menschen in den Kontakt zu treten, können wir das gerne noch mal reflektieren und ich würde auch unsere Antworten aus dem Podcast immer zusammenschneiden und dann gesammelt übergeben und wir gucken mal, was dort ankommt, dass wir das vielleicht dazu, wenn wir daran direkt andocken und jetzt denke ich wieder an, ja, so wie du es auch gerade beschrieben hast, mehrere
Anteile in dir und vielleicht auch in deiner beruflichen Profession, also ich denke an einen Traumanteil, ich denke an den systemischen Beratungsanteil, vielleicht denke ich aber auch gerade noch an die Melanie, die aus dem Bankwesen kommt und verschiedene professionen ja in sich auch vereint, würdest du dich heute als Systemikerin bezeichnen und wenn ja, warum und wenn nein,
warum nicht? Ich muss ja zugeben, die Frage stellst du jedem und von daher habe ich da auch schon darauf rumgekaut auf dieser Frage, ob ich das so freisagen kann und ich finde, dieses Wort Systemikerin, bitte, ja, ist ein großes Wort und ich würde mich als Systemikerin
to be oder im Prozess oder Azubi oder ähnliches bezeichnen. Weiß nicht, ob es wieder so ein anderen Statement von mir ist, weil ich denke, ich bin noch diesen Schuhen noch nicht gewachsen, also sie sind noch ein bisschen groß für mich, aber ja, ich bin da auf dem besten Weg hin. Frag mich in drei Jahren nochmal. Sehr gerne, natürlich könnte ich da direkt die Frage dran anschließen, was braucht es denn noch, um das zu werden? Sorry, das war jetzt noch
eine Vorlage, was braucht es denn noch? Das ist eine gute Frage. Ja, ich glaube einfach, diese viel mehr Praxis noch, also ich würde mich ja auch noch als Berufsanfängerin bezeichnen, also meine systemische Weiterbildung erst erst 23, habe ich die beendet und ja, ich bin ja auch noch dadurch, dass meine Familienphase noch ein hohen Stellenwert hat, bin ich noch in der Aufbauphase auch meines Unternehmens und denke, ich darf da auch noch gut wachsen und auch noch
wirklich mehr Erfahrungen sammeln in jeglicher Hinsicht, was Beratung angeht. Genau und dann wird das schon. Ja, ist ganz spannend. Ich erinnere mich an einen Moment in dem ersten Modul unserer systemischen Weiterbildung und das hat man sehr geschickt mit uns gemacht. Wir durften Persönlichkeits-Eigenschaften von vermeintlich guten Berater in den Coaches Therapeutinnen
aufschreiben. Also wir haben damals, glaube ich, den Begriff Beraterin oder Berater genommen, um es ja auch zu ver- genau vereinfachen, weil es halt auch die systemische Beratungsausbildung war. Dann haben wir die ganzen Eigenschaften runtergeschrieben, die schon sehr, ja, die für uns eine gute Qualität quasi ausmachen und dann durften wir es unterreichen und unterschreiben mehr oder minder,
welche Eigenschaften wir davon innehaben und das gemeinsam auswerten. Ich erinnere mich jetzt noch an dieses Blatt Papier, was unendlich viele Unterstriche bekommen hatte, weil ich vorher auch im Beratungsgeschäft unterwegs war, eigentlich so ähnlich wie du auch in einem fremden Kontext,
also weg vom sozialen, hin eher zum Wirtschaftskontext. Und da ist mir es aufgefallen, oder nee, ich muss es anders formulieren, mir ist da aufgefallen, was eigentlich systemisch bedeuten könnte und wie viel davon vielleicht auch schon in und steckt und vielleicht ist es dann auch die Praxis, so wie du es auch beschrieben hast, die es dann braucht, um zu erkennen, was davon
schon alles vorhanden ist. Also das könnte ich zum Beispiel unterschreiben, weil je mehr Erfahrung und vielleicht auch Rückkopplung man bekommt und nicht nur Sicherheit, sondern vielleicht auch dieses Gefühl von Wirksamkeit, vielleicht können wir dann auch noch mal mehr daran glauben, dass da schon ganz schön viel in uns vorhanden ist, ganz gleich, welche Ausbildung wir zusätzlich auch noch gemacht haben. Ja, das mag sein. Also ich glaube, dass da ganz viel in uns angelegt ist
und dass es einfach auch rausbrechen darf und genau. Es ist ja auch ein gewisses Menschenbild, was sich dahinter verbirgt, also humanistisch geprägt, dann auch noch konstruktivistisch geprägt, um nochmal diese ganzen Fachwörter einmal hier zu droppen. Also Humanismus ist vielleicht noch klar, ein menschlich ausgerichtetes Verhalten, Werte, gewisses Wertesystem. Beim Konstruktivismus müsste man bei Herrn Luhmann vielleicht noch mal ein bisschen nachschlagen
und noch mal nachgucken, was das alles bedeutet. Aber gerade diese beiden Elemente, die finde ich, die in sich zu vereinen, macht ja, macht sie auch leichter im Miteinander und unterstützt ja auch eine Gesellschaft, die ja die zusammenhält oder vielleicht überhaupt auch als Gesellschaft benannt werden darf, um jetzt das große Ganze einmal aufzutun. Da schweigt sie. Ein bisschen,
genau. Nein, aber diese Wirklichkeitskonstruktion, die mag ich auch an der systemischen Beratung, also oder an der Systemik allgemein einfach, dass ich niemandem meine Wirklichkeit aufzwingen muss, sondern dass ich die vom Anderen, vom Gegenüber einfach annehmen kann und stehen lassen kann,
ohne dran Rumdoktern zu müssen. Und auch selbst wenn es ja keine guten Gründe sind, keine gewichtigen Gründe sind, die jemanden einfach für sein Verhalten hat, aber die kann ich hinterfragen und kann ich auch aufzeigen, dass für denjenigen auch eine gute Lösungsstrategie war. Also sie müssen nicht gut sein und auch, ja, aber es ist trotzdem für diesen Menschen dann in
dem Moment einfach hilfreich. Ja, für mich ist auch der Konstruktivismus, die gelebt der Empathie, also tatsächlich auch sehr empathisch, wenn wir auf andere Menschen so blicken können, dass wir sie in ihren Welten annehmen können. Also wenn es und wenn uns das möglich ist, dann können wir, glaube ich, so in manchem Konflikt vorbeugen und fast schon zu bedingungsloser oder radikaler
Akzeptanz des Gegenübers kommen. Ich finde mal ein Grenzen, also an der Stelle, so bei der Leib und Leben gefährdet sind durch eben das Verhalten von anderen Menschen, gibt es da diese Grenze, aber bis dahin finde ich, kann man sich in Toleranz und Akzeptanz immer üben und das ist ja auch pure Ausdruck des systemischen. Definitiv. Also genau, wenn es in Gefahr für Leib und Leben oder auch wenn andere in Gefahr sind, darf ich auch das nicht als Entschuldigung nehmen, das Verhalten.
Also ich finde, es ist ein Unterschied, wenn jemand seine, weiß ich nicht, eine Alkoholerkrankung, die hat eine gute Gründe, das ist eine Lösungsstrategie für diesen Menschen, aber sie darf natürlich auch kein schlechtes Verhalten entschuldigen. Also dass da andere Menschen gefährdet werden durch, also dass vielleicht auch Gewalt mit dem Spiel ist, das ist einfach nicht entschuldbar
und das muss auch keiner aushalten. Genau. Ja, ich glaube, da gibt es dann diese Grenzen, aber grundsätzlich glaube ich deswegen auch daran, wenn wir nochmal an den Humanismus und den Konstruktivismus erinnern, dass wir Menschen im Allgemeinen wahrscheinlich schon viel davon in uns tragen und dann lernen wir ja über unsere Weiterbildung quasi noch eine gewisse Technik, Ingesprächsführung und eben diese Prozessbegleitung, die uns dann halt befähigt hat, Menschen dann
Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, was ja ganz wunderbar ist. Wie bekommst du denn das in deiner Rolle, also diese Kombination aus systemischer Beratung und auch Traumapädagogik hin, nicht in das Ratschlagsverhalten zu gehen? Also das würde mich tatsächlich mal interessieren, weil du es vorhin ja auch besonders hervorgehoben hast, dass wir eben keine Ratschläge geben und gerade wenn wir vielleicht auch angefragt werden zu speziellen Themen, kann ich mir schon vorstellen,
dass das manchmal gewünscht oder auch gefordert wird. Ist das so? Das ist ein Trugschluss meinerseits. Da kann natürlich schon auch ein bisschen ein Anteil einer Fachberatung sein, also dass ich zum Beispiel oder eine Psycho-Educationsanteil, also der Erklärung wie Zusammenhänge gerade im Körper zum Beispiel bei Trauma sind. Das ist dann schon ein Erklärungsanteil. Dann bin ich schon
auch in einer Rolle, wo ich dann Dinge aufzeige und erzähle, wie sich etwas gestaltet. Aber ansonsten gehe ich da ganz normal auch mit systemischen Fragen dran und schaue auch, was bringt mir mein Gegenüber mit und werde dann natürlich ähnlich wie im System ist, dass ich schaue, mit welchen Methoden, mit welchen Interventionen könnte ich jetzt die Fragestellung besser beleuchten. Biete ich dann dem Klienten an oder der Klientin und das mache
ich in der Trauma-Beratung ähnlich. Also da habe ich ganz viele wunderbare Interventionen, die aber genauso eigentlich sich auch matchen zwischen Systemik und Trauma-Beratung. Also das sind ähnliche Methoden und dann biete ich an. Also es ist nichts, was ich überstülpe, sondern mein Gegenüber darf entscheiden. Ja, danke. Ich hätte Lust nach ein paar Methoden zu fragen. Ich komme aber jetzt gerade nochmal auf den Begriff überhaupt des Traumers zurück, weil der ja gerne auch medial,
vielleicht auch social-medial so salopp verwendet wird. Wir sind alle traumatisiert und dann das einfach so dahergesagt wird. Jetzt aus deiner Trauma-Pädagoginrolle, wie würdest du den Trauma Begriff ziehen oder wie würdest du das quasi übersetzen, sodass es jemand vielleicht verstehen kann, der davon noch nie was gehört hat? Was ist eigentlich ein Trauma? Man sollte mir etwas als Trauma bezeichnen. Also klar, der Begriff wird gerade sehr ja überstrapaziert, finde ich. Aber ich
umschreib Trauma auch gerne mit Wunde. Also eine Wunde, die da ist und die zu uns gehört und aber auf der anderen Seite auch eine Situation. Also klar, es gibt die Monodraumen, wie jetzt Unfall, ein Tod eines Angehörigen, Krieg etc. Also das sind einmalige Erlebnisse und dann gibt es Entwicklungstraumen. Das sind Kinder, die vielleicht auch eine schwierigen Lebensstaat hatten, das ist
eine Frühgeburt, das ist eine Drogenabhängigkeit schon während der Schwangerschaft. Das sind auch alles dann Entwicklungstraumen und letztlich ist es aber auch, kann ich es auch noch weiter runterbrechen, etwas, wo ich als Mensch einen emotionalen Stress erfahren habe, für den ich keine Lösungsstrategie hatte. Auch das würde ich als Trauma übersetzen. Natürlich muss da jetzt keine posttraumatische Belastungsstörung rausfolgen und ich werde auch keine Diagnosen stellen. Dazu
bin ich nicht befähigt. Das ist auch nicht meine Profession. Aber es darf oder es kann mir ja trotzdem Schwierigkeiten im Alltag geben. Ich mag immer gerne das Stresstoleranzfenster heranziehen. Also das ist quasi unser grüner Bereich, in dem wir, also unsere Komfortzone, in der wir lernfähig sind, in der wir uns wohl fühlen, in der wir Beziehungen pflegen können. Dieses grüne Fenster, das wird natürlich teilweise auch von Stress und auch von Untererregung ja abgewechselt. Also das ist
eben dann die Übererregung. Dann wird es nach oben gehen. Das ist Wut, das ist Flucht, aber auch
dann die Untererregung. Das ist auch das Depressionen, Erstarrung, Unterwerfung. Das sind die Dinge, wo wir einfach null Kraft mehr haben, wo wir apartisch sind, wo wir keine neue Energie mehr haben und das je nachdem wie wir in unserem Leben einfach oder in den Situationen dieses grüne Fenster auch zu klein gearbeitet haben, haut quasi unser Lebensweg uns viel stärker in die Extreme nach oben und nach
unten und dann ist eben auch Lernen nicht mehr möglich und da finde ich kann man auch bei Kindern wunderbar anfangen. Also meine Hauptaufgabe ist, Menschen wieder dazu zu befähigen oder ihnen aufzuzeigen, was alles, was wir alles tolles haben, um dieses grüne Fenster einfach zu weiten. Und da sind wir an der Selbstfürsorge, da sind wir an der Resilienz, also wo auch unser Resilienzcafé vom systemischen Netzwerk gut andocken kann. Das sind Dinge, die wir alle brauchen. Ja, ganz
spannend. Und wer kommt dann genau zu dir? Also so diese, meine innere Frage, da ist natürlich sofort auch diese Abgrenzung zur Therapie. Ich finde, die kommt immer ganz schnell. Dennoch aber auch auf welchem Punkt oder an welchem Punkt ist ein Mensch, der zu dir kommt, egal ob jetzt Kind oder Erwachsene Person, weiß die bereits, dass da eine Traumatisierung irgendwann stattgefunden hat oder stellt sich das einfach in einem Gespräch heraus und du wirst dann hellhörig oder wie
läuft das so ab? Das ist ganz, ganz unterschiedlich. Also manchmal habe ich einfach auch eine ganz normale Anfrage zur Begleitung, also zur Beratung. Und dann merke ich in der, im Prozess, Moment mal, da könnte ja auch Traumat, ich spreche lieber von traumatischen Erfahrungen. Das finde ich eine
bessere Sprachweise mit zugrunde liegen. Aber das ist meine Hypothese dann im Moment und sie ist auch nicht wichtig, also erst mal auszusprechen, sondern da geht es mir um Stabilisierung, um rauszufinden oder zu begleiten, dass diese Menschen ja wieder ihre Ressourcen kennenlernen und sich selber stabilisieren. Und erst wenn dann Alltag nicht bewältigen war ist, dann würde sich für mich auch die Frage stellen, wäre vielleicht eine Traumaterapie dann hilfreich und dann würde
ich da begleiten und auch weiter verweisen. Und ich bin der Meinung, dass sich immer das auch zeigt, was gerade aufzuarbeiten ist. Aber ich arbeite nichts auf. Natürlich haben wir teilweise, das ist in der systemischen Beratung ähnlich, dass manchmal auch alte Dinge hochkommen und dann können wir stabilisieren. Dann können wir aber auch sagen, okay, wir haben jetzt eine Übung, die
nennt sich zum Beispiel Tresorübung. Das ist eine imaginative Übung und dann packen wir das, was sich jetzt als schreckliche Bilder zeigen, die können wir dann wegpacken in diesen Tresoren abschließen. Und das kann man einüben auch für sich selber diesen Tresor dann, wenn schlechte Erinnerungen kommen, die dann einfach wegzupacken. Genau. Und zu einem anderen Zeitpunkt oder auch vielleicht
mit einer anderen Begleitung dann gezielt anzuschauen. Also konfrontativ, das wäre nicht mein Bereich, genau. Und oft haben die Menschen auch gar keine Ahnung, dass sie vielleicht traumatische Erlebnisse hatten oder Dinge für sie einfach aus dem damals noch heutzutage einfach Berührungspunkte haben, sondern sie kommen, weil sie einfach merken, so komme ich gerade nicht weiter und ich brauche einfach mal eine Unterstützung, um wieder meinen Alltag besser hinzukriegen. Also gezielte Trauma
klienten habe ich wenig, muss ich zugeben. Aber dazu ist es auch noch zu unbekannt, dass man eben auch eine Trauma-Beratung geben kann. Ansonsten Eltern, die eben auch sagen, ich weiß nicht, wie ich mit meinem Kind umgehen soll, also da dann auch zu sagen hier, was könnte dafür Verhaltensweisen auch noch sein, dass ich dann auch sensibilisiere hier, bevor dein Kind nicht wieder im grünen Bereich ist, ist Lernen einfach auch nicht machbar. Wäre auch für Schule ganz
toll. Oh ja, das glaube ich. Und ich finde dann wird auch nochmal deutlicher, warum diese Kombination aus systemischer Beratung und Trauma-Beratung so viel Sinn macht, weil man vielleicht eine systemische Beratung aufsucht, weil irgendwas gerade nicht im Lotus, entweder im Femmiensystem oder auch in dem eigenen System, man quasi eine Art der Unterstützung sucht, aber noch nicht so
richtig weiß, ob man jetzt therapeutische Unterstützung braucht oder nicht. Und ich finde systemische Beratung ist da ja auch ein guter erster Schritt, um überhaupt eine Hilfestellung zu bekommen. Vielleicht auch eine Orientierung, was jetzt gerade so los ist, um mal hinter die Fassade zu schauen und um dann vielleicht auch festzustellen, ach so, ich erlebe Situationen,
Menschen wie auch immer genau aus einem bestimmten Grund heraus anders als vielleicht andere. Und da sind wir ja gerne auch mal die Spürnasen, die schon nach Mustern oder ja irgendwas in der Vergangenheit suchen, um einfach das zu nutzen, was wir da halt finden, um daraus zu lernen, gar nicht nur, um dann einmal tief zu graben und so richtig dahin einzugehen, weil dann sind wir ja wieder im therapeutischen Bereich, sondern eher um zu gucken, was ist da und was davon beeinflusst uns hier
und jetzt und wie können wir da vielleicht auch anders draufschauen, mit einem anderen Blick
vielleicht auch. Ja und auch dann eben das auch zu trennen, zu sagen hier, das ist jetzt das hier und heute und eben damals, also in der Vergangenheit ist diese Wunde zugefügt worden und das braucht aber dann auch die Verordnung, also das stehen zu lassen, das sind jetzt Gefühle, die kommen wieder hoch, aber die gehören nicht ins Heute, sondern die gehören in die Vergangenheit da auch einfach ja vielleicht auch Erklärungen für zu finden, also auch eine Entlastung, weil Wissen bringt auch
Entlastung, deswegen Psychoeducation ist wirklich ein großer Teil zu wissen, das ist in Ordnung, dass dieses Gefühl jetzt hochkommt, aber das hat mit der jetzigen Situation nichts zu tun
und ich darf es auch wieder zu der Situation von damals stellen, sozusagen. Ich denke da auch interessanterweise sofort wieder an das Bild des inneren Teams mit unseren inneren Anteilen und auch Anteilen der Vergangenheit, die manchmal dann plötzlich doch sehr laut werden und die aber ja dennoch eine Berechtigung haben, eben mit am Tisch zu sitzen und ich nehme auch selber in meinen Beratungs- oder Coachinggesprächen immer wahr, wie hilfreich es ist zu verstehen, wer da eigentlich
alles gerade mit tickt und mit unterwegs ist im Inneren und dieses Bewusstsein, so wie du es ja auch gesagt hast, hilft oftmals halt in Richtung der Akzeptanz auch zu gehen, der Akzeptanz der eigenen Emotionen, der eigenen Verhaltensweisen, vielleicht auch der Störgefühle, die man hat und oftmals ist dann ja gar nicht die Lösung etwas weg zu machen, sondern eher in Richtung dieser Akzeptanz eher zu gehen und schon entspannt sich dann das eigene System. So kenne ich das.
Genau und ganz krass ist ja dann auch noch wenn zum Beispiel transgenerationale Traumataß mit reinkommen, also wenn Verhaltensweisen ja eine Klientin oder so an den Tag legt, die vielleicht mit ihr gar nichts zu tun haben und sie sich es einfach nicht erklären kann und es dann letztlich vielleicht von den Großeltern kam oder ähnliches, dann ist es mein Partner natürlich da einfach auch eben aufzuklären und zu stabilisieren und es auch sichtbar zu machen, aber eben keine
therapeutischen Bereich damit reinzunehmen und wenn es zu viel wird oder zu Alltagsbelasten,
noch wird dann wäre das dann auch so ein Punkt der Weiterverweisung. Ja ja um diese Grenze da auch nochmal zu ziehen und ich glaube auch das kann eine Person gar nicht unbedingt alleine entscheiden, sondern braucht da vielleicht auch nochmal den Impuls eben von Menschen wie uns dann vielleicht auch zu sagen hast du mal darüber nachgedacht, dass vielleicht auch eine Therapie da hilfreich sein kann, wenn wir vielleicht auch so sehen, dass da schon sehr viel Störung im Alltag irgendwie
vorhanden ist und dass man vielleicht auch eine gewisse Instabilität erkennen kann. Ich glaube, das ist auch immer so ein bisschen mit unserer Aufgabe oder? Ja vor allen Dingen auch erstmal so eine Alltagstärkung auch, um dann auch da weiter zu gehen, also um dann die Kraft auch zu haben, um sich eben dann auch weiter um die nächsten Dinge zu kümmern. Das denke ich ist auch dann auch
einen Sinn von so einer niederschwelligen Begleitung. Ja, du hast eben so nebenbei das transgenerationale Trauma erwähnt, vielleicht sagt es einigen Menschen nichts, die jetzt gerade zuhören. Ich habe das erste Mal Kontakt dazu gehabt, als ich die Bücher von Sabine Bodelas,
vielleicht kennst du die auch, kennst du sie auch? Ja, die kenne ich auch. Ja genau und das fand ich tatsächlich sehr spannend, weil die ja genau auch da an der Großeltern- und Elterngeneration ansetzt, um aufzuzeigen, was dort gerade auch in den Kriegszeiten, in den Zeiten des Zweiten
Weltkrieges erlebt wurde und wie sich das so durchzieht. Ich denke aber auch an das Fachgebiet der Psychoneuroimmunologie und den ganzen psychosomatischen Erkrankungen, die teilweise ja auch gerne mal mit eben, ja also psychosomatisch sagt ja schon den Begriff, aber dass die körperlichen Reaktionen mit unserer Psyche im Zusammenspiel stehen und auch da hat man, ich glaube es war die Uni Mainz oder Uni Darmstadt, hat man auch schon aufgezeigt,
welche Auswirkungen Traumata der Vergangenheit oder traumatische Erfahrungen, so wie du das jetzt gerade gesagt hast, halt auf also welche Wirkung oder welche ja welche Folgen vielleicht das auch in unserem physischen System haben kann und das finde ich ist auch noch so ein Teil gebliebt, dass es viel zu wenig erforscht, das ist ein relativ junges Forschungsgebiet und da bin ich auch sehr gespannt, was man da noch für Erkenntnisse nach sich ziehen kann, so dass
halt immer mehr halt auch da dieser Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele dann festgestellt
wird und dann auch zur Linderung zu kommen. Definitiven weites Feld, also das ist jetzt auch noch eine Ecke, wo ich mich gar nicht mit auskenne, aber ich finde es spannend, weil eben ja der Körper, genau Körper, Seele, Geist kann ich nicht trennen und das gehört einfach alles miteinander auch zusammen und das ist nichts, nicht umsonst sagt man auch, wir tragen irgendwelche Lasten auf den Schultern und haben verkrampfte Rückenmuskulatur, genau, ich seh dich jetzt gerade, dich strecken und
recken, also ich denke, das ist auch in unserer Zivilisationsgesellschaft so ein großes Manko, dass wir dem Körper einfach auch wenig Beachtung schenken, im Normalfall, im Alltag und viel echter Schultern und dann ja hilft es einfach auch nochmal, bewusst dazu atmen, sich zu recken, zu strecken, sich die Bewegung zu gönnen, also gerade auch nach dem langen Arbeitstag, wo man sitzt und vielleicht auch angestrengte Themen bewältigt, auch vielleicht wir als Berater
innen dann, dass wir da einfach auch gucken, wie wir den Ausgleich schaffen, um manche Themen auch
nicht mit nach Hause zu nehmen. Ja, ich stiege ja so ein bisschen ein in dieses Traumatema mit der Saloppenbemerkung, dass alle moment traumatisiert sind, beziehungsweise das social-medial so zu stark oder so frequentiert genutzt wird, dass wir es auch in Frage stellen könnten, wann es ist eigentlich wirklich ein Trauma und wann nicht, vielleicht hört uns gerade jemand zu und stellt sich jetzt die Frage, habe ich jetzt auch ein Trauma, welche Traumata der Vergangenheit trage ich
mit mir herum und vielleicht kannst du eine Antwort darauf finden, wer sagt eigentlich oder wer entscheidet eigentlich, dass ich traumatisiert bin oder nicht, also ich habe mir tatsächlich während deiner Ausführung gerade die Frage gestellt. Ich habe das eine oder andere Mal im Beratungsgespräch oder im Coaching von Erlebnissen berichtet bekommen und musste mich sehr beherrschen, dass ich meine neutrale Fassade bewahre und nicht in Schock oder Schreckstarre verfalle,
weil ich Geschichten gehört habe, bei denen ich denken würde, owe. Also, dass das irgendwie durchzustehen ist schon schwierig, aber steht mir das denn zu, zu sagen, ich glaube, du bist traumatisiert, also mein Gefühl sagt nein, aber wie, wie kommen wir denn quasi dahin und wer entscheidet das denn eigentlich zu sagen, ich, bei mir liegt jetzt wirklich ein Trauma vor und nicht nur ein Social-Media untermauert ist. Also dann musst du wirklich an Psychotherapeuten gehen,
die dann auch eine Diagnose nach ITDC oder ELF machen, also das obliegt uns nicht. Wir dürfen natürlich unsere Hypothesen bilden, wir dürfen auch eine soziale Diagnostik machen und auch dann die, ja, sagen da oder da könnt ihr eine Tendenz haben, aber das werde ich meinem Klienten selber nicht oder meiner Klientin nicht äußern, sondern das sind dann meine Hypothesen und ich denke Stabilisierung hilft dann auf jeden Fall und klar kann ich sagen, sie haben eine traumatische
Erfahrung gemacht, damit habe ich keine Diagnose ausgesprochen und deswegen formuliere ich das auch so. Ja, danke, ich habe tatsächlich auch, ja, bitte. Als Ergänzung, schuldigung, und es ist subjektiv, also etwas, ein Trauma ist subjektiv. Das, was für den einen traumatische Erfahrung beinhaltet, kann für den anderen nichts, also kann einfach nicht sein und deswegen steht es mir
auch nicht zu. Natürlich gibt es nacher Kriterien, die dann in der Diagnostik drin sind, aber oft glaube ich hilft es auch nicht, wenn ich da einen Stempel drauf habe, sondern in der Stabilisierung, wenn ich die Person vor mir habe, kann ich, ja, jeden eh nicht behandeln, also nicht behandeln, sondern begleiten, schuldigung. Ja, alles gut. Berneln im Sinne von Verhalten,
vielleicht, und Haltung, also das könntest du ja auch gemeint haben. Ja, und da kommen wir auch wieder zu dem Punkt, dass wir als Systemiker in ja unendlich ungern Diagnosen eben stellen, sondern so wie du es sagst, eher in diesem hypothetischen Raum sind und dann ist es uns ja eigentlich auch egal, wer vor uns sitzt, sondern wir versuchen halt, Unterstützung zu geben, das System wieder zu stabilisieren, sodass es eben dem Gegenüber wieder gut geht oder man aus dem,
ja, man selber halt zu einer Lösung des aktuellen vermeintlichen Problemes eben kommen kann und dennoch weiß ich aber, dass manchmal Menschen es ja zufrieden stimmt, wenn sie sich in eine Schublade eben einordnen können und vielleicht auch die Art und Weise dann ein bisschen mehr Verständnis für sich selber halt entwickeln. Das ist ja immer so ein bisschen dieser, wozu sind Diagnosen eben nützlich und hilfreich und was bringt uns das dann schlossendlich wirklich
und manchen Menschen hilft das ja anscheinend. Genau, es birgt auch eine Entlastung, weil ich dann ein Titel für die Verhalten oder für Dinge habe, genau, aber das trifft mich auf jeden zu und es muss dann in die richtigen Hände gelegt werden. Ja, ja, und was sind, du hattest uns vorhin von der Tresor-Übung schnell erzählt, da dachte ich übrigens parallel noch ans Hypnosystemische
interessanter Weise. Ich weiß nicht, ob es da dann auch eine Schlittstelle gibt, weil gerade mit Immagination und so, da sind wir ja ganz schnell auch in dem Bereich oder du nix gerade sehr zufrieden. Ja, definitiv, also das ist eine große Schnittstelle. Sicherlich dann auch noch mal in der Spezialisierung,
teilweise dann auch im therapeutischen Setting, wenn es gerade auch konfrontativ geht. Es gibt dann auch noch die Techniken, EMDR etc., wo es dann eben auch jetzt eben dann auch wirklich in die therapeutische Richtung weiter und damit konfrontiere ich ja dann auch die Klientinnen oder den Klienten dann mit der traumatischen oder stressbelasteten Erfahrung, würde ich jetzt mal sagen.
Ja, und wenn du jetzt mit Menschen arbeitest, also neben der Tresor-Übung, hast du dann noch so eine bestimmte Methode, eine Intervention, die du öfter schon angewendet hast, also von Lieblingsmethode würde ich dich gar nicht sprechen, aber man hat ja manchmal sowas, wo du vielleicht auch noch mal klären kannst, wie eigentlich deine Arbeit abläuft. Fährt dir da was ein?
Ja, das innere Team ist ganz oft dabei, dass ich eben schaue, wenn hat es denn eigentlich innen drin, also was für Namen können wir denn den Anteilen geben, wer ist denn da in unserem inneren System vorhanden und gibt es auch einen Chef, eine Chefin, die auch das sagen hat oder wer nimmt da eigentlich die Rolle, das wäre sowas, dann gibt es auch das Zeitseil, was ich ganz gerne nutze, eben, dass ich mir anschaue, wo stehe ich, also ich stehe ihm hier und jetzt und ich
schaue in die Zukunft und was kann ich, was habe ich auch schon an Erfahrung gemacht, die mir gut getan haben, wo ich Ressourcen hatte, die ich nutzen konnte, um vielleicht Situationen zu verbessern und die ich dann eben mit in die Zukunft nehmen kann oder also gerade auch so Dinge oder Übungen, dass ich sage, also das biete ich natürlich an, das würde ich auch nicht mit jedem machen, dass ich eben auch Menschen wirklich auch auf dem Bodenstall im Raum verortet hinstelle und sage hier,
bewege dich mal in die Zukunft, also lauf wirklich einen Schritt oder lauf einen Schritt zurück oder wir haben auch ein System aufgestellten, ein Familiensystem und da sind Zettel auf dem Boden und dann stellt sich die Person eben, also ich mache es ja nur im Einzelsetting, dann stellt die Person sich aber trotzdem auch mal auf eine, eine Anteilkarte oder auf, je nachdem, was ich dann mache und schaut, wie fühlt sich das denn an und wo stehe ich denn hier, stehe ich gut so oder muss
ich weiter weg, damit sich es gut anfühlt, also so was wären noch Methoden, eine andere Methode oder ja eine andere Methode wäre auch eben einen inneren Wohlfühlort generieren, das ist so ähnlich
auch wie die Tresorübung. Ja, das ist auch wieder was Imaginatives im Prinzip, genau, dann wenn es ums Kreative geht, dann eben eine Ressourcenbox oder eine Notfallbox, was tut mir gut Box basteln, das habe ich auch schon mit einem Mädchen gemacht, die Traumarpeitagogische Stunden bei mir hatte, da haben wir dann über mehrere Einheiten eben diese Box gefüllt und dann mit auch Übungen dazu gemacht und dann eine kleine Anker reingelegt, um sich auch wieder dran zu erinnern und diese Box
hat sie dann mitgenommen, um eben dann in Situationen, wo es ihr nicht gut geht, reinzuschauen, ah, das hat mir Kraft oder das habe ich mir überlegt, dass ich das und das dann machen könnte, das sind wunderbare Möglichkeiten oder, ja, das war eigentlich schon ein ganz schöner Strauß,
den du da jetzt gerade schon gearbeitet hast. Ansonsten gibt es Bücher ohne Ende, wie wir ja kennen, also das glaube ich auch so eine kleine, ein kleines Manko, also ich kann mir Bücher ohne Ende kaufen und schaffe sie nicht zu lesen, aber ja, so ist es halt so ähnlich wie mit Weiterbildung. Ja, ja, ich glaube, da bist du hier, gerade wenn es um die Zuhörendenschaft der Systemiker*innen geht,
da bist du glaube ich hier unter deinesgleichen. Also fühl dich viel zu Hause, auch in diesem Podcast. Dazu fällt mir tatsächlich auch ein, dass viele von den Methoden glaube ich auch sehr gut angewendet werden können im Stresskontext. Ich bin ja jetzt eher so in den Welten unterwegs oder habe da mein kleines Fokusthema und gerade auch so einen Wohl für den Ort zu schaffen. Ich glaube,
das könnte auch in akuten Stresssituationen sehr helfen. Und auch dieser Stärken oder Ressourcenbox oder schöne Momentebox, es wäre ja auch was aus der positiven Psychologie, was man ja auch nutzen kann, um sich eben in Nachzahmkeit zu üben und immer mal wieder das am Guter auch hervorzubringen und gerade für Krisenzeiten gut vorbereitet zu sein. Und ich finde, da überschneiden sich halt gewisse Methoden auch ganz gut, so dass wir alle voneinander lernen
können. Und gerade im Traumakontext gäbe es dann noch die Notfallbox im Prinzip, aber das würde ich dann eben in einem guten Beziehungssetup mit meiner Klientin, meinem Klienten, dann besprechen, was es eben für Dinge gibt, die einen dann auch aus so Traumatrickermomenten rausholen können. Also wenn ich merke, jetzt flascht mich die Erinnerung, dann gibt es eben eine richtig tolle Toolbox,
wo wir dann halt, die man auch kreativ gestalten kann, oder es ist einfach nur eine Liste. Also das ist dann auch jedem selber überlassen, was er oder sie dann einfach auch braucht und kreiert, oder es ist vielleicht auch nur was für die Hosentasche von einem Pfefferminzöl über, also was wie so ein Fidget-Spinner oder einfach nur ein Hagumi am Handgelenk oder diese tollen Fingerringe,
die einfach auch so ein bisschen die Sensomotorik ansprechen. Genau, also das sind dann so Dinge, oder was Sabi, was Sabi-Creme, das ist dann richtig scharf, ja es geht halt rum, die Menschen jetzt hier und jetzt zurückzuholen, weil hier und jetzt sind sie sicher und alles, was dazu hilft, also passt halt dann und so was sind dann auch kreative Geschichten, die ich dann eben nur in einem entsprechenden Setup auch machen würde, die ich jetzt mit einem Einzelworkshop nicht machen
würde, wenn ich, wenn ich eine Gruppe zum Beispiel nur zwei Stunden habe, dann gibt es bei mir die
Ressourcenbox, weil die ist unverfänglich und da kann jeder für sich was Gutes reintun. Ja, schön, ich dachte auch gerade an das Skill Training für Borderline Patienten und Patienten, da sind auch viele Elemente genau daraus, also um immer wieder ein Ziel und jetzt zurückzukommen und da sehen wir dann gleich wieder die nächste Überschneidung, auch wenn das jetzt eher im therapeutischen Kontext stattfindet, aber dennoch von den Methoden her können wir uns glaube ich an
allem bedienen, was halt hilfreich ist. Vielen Dank. Und wenn du jetzt so ein bisschen die Zeit weiterdrehst, du hast ja erzählt, das ist mit der systemischen Weiterbildung noch recht frisch und Anfangszeichen, die Traumaberatung ist dazu gekommen, mal angenommen, du dürftest dir was wünschen und hast in zwei Jahren, in 2027, im Sommer, vielleicht in deinem Ort, in dem du zu Hause bist, deine Praxis eingerichtet, wer geht dort ein und aus, wen würdest du am liebsten
unterstützen, was sind so Menschen oder welche Menschen kommen gerne zu dir, mit wem möchtest du
gerne arbeiten, wie sieht das so aus in 2027? Meine Idealklientin sozusagen, ja das werden, also dann, wenn ich richtig groß träume, dann hätte ich wirklich ein Atelier, eine Atelierpraxis sozusagen mit einem großen Raum, wo es eben auch Begegnungen stattfinden können, wo es Workshop stattfinden können, Resilienzkassets, genau, aber es eben auch ein abgeschlossenen Bereich oder einen geschützten Bereich gäbe es für eins und eins Beratungen, Coachings, wo dann eben
ja bei mir hauptsächlich Frauen kämen, die vielleicht gerade in einer herausfordernden Situation sind, wenn sie vielleicht pflegende Angehörige sind oder Kinder in herausfordernden Situationen haben oder auch dann beruflich privat nicht so unter Einhut bekommen in einer Umbruchssituation sind, das wären so meine Idealklienten oder auch junge Frauen, die in der Vielfalt der Möglichkeiten, die heutzutage da sind, gar nicht wissen, was kann ich denn,
was möchte ich denn, wie finde ich meinen Beruf, das ist auch noch eine Möglichkeit, genau. Mal gucken, mal sehen, wenn ich dich in 2027 besuche, wie denn dein Atelier so aussieht, ich freue mich jetzt schon. Genau, ich bin gespannt, ich darf groß träumen und weiter. Klar, immer, immer groß träumen und was meinst du, welchen Einfluss wird? Achtung, das ist diese zukunftsgerichtete Frage, welchen Einfluss wird die Digitalisierung und auch die
künstliche Intelligenz auf deine Profession haben? Hat sie einen Einfluss, wird sie einen Einfluss haben? Sie hat insofern einen Einfluss, dass ich schon auch so ein kleiner Digitalern nerd bin, ehrlich
gesagt, zum Technik Nerd. Also ich spiele das schon aus auch so ein bisschen rum, indem ich, wenn ich Flyer kreiere, dann auch mal schaue, was ja KI mir noch ergänzend dazu liefern kann an Bildern, obwohl ich auch gern selber kreativ bin, aber ich finde das spannend, was dabei rauskommt oder wenn ich ja Workshops vorbereite und dann so ein Inhaltshänger habe, dann sage ich, hilft
mir doch einfach mal. Genau, das würde ich immer wieder nehmen und nutzen, da aber auch mit einer großen Vorsicht, also nicht einfach alles für bare Münze zu nehmen, was da aus der digitalen Welt kommt, also mit einer großen Achtsamkeit, aber auch mit einer großen Neugier und also ohne Angst, da reinzugehen. Genau, und was sich jetzt auf diesem Coaching-Markt noch dann mal entwickeln wird, wo du ja auch so ein bisschen rumspielst, mit so einer Ergänzung eines digitalen Coaches, ich bin
gespannt. Also keine Ahnung, also wo es dann weitergeht. Ich denke, da kann eine gute Unterstützung da sein, aber man muss gespannt sein, dass es nicht also nur die Menschen sich nur auf diese digitalen Hilfen verlassen, sondern dass einfach noch unsere menschliche Komponente damit reinkommt
und das macht mir auch Hoffnung, dass wir nicht komplett ersetzbar sind. Ja, du weißt ja, glaube ich, wie ich da ticke, ich glaube auch fest daran, dass wir nicht ersetzt werden können, weil wir ja auch durch unsere Personenheit wirken und Beratung Coaching-Therapie vor allem auf der Beziehung im Moment passiert und auch die größte Wirksamkeit eben durch die Beziehungsebene immer wieder gezeigt wird und dennoch finde ich es genauso spannend, wie du halt das weiter im Blick
zu behalten, ein bisschen mitzuspielen, sich dem irgendwie nicht zu verwehren, sondern halt zu gucken, wie man es eher integrieren und nutzen kann. Ich glaube, was war das Neues von der Statistik her, das größte Anwendungsfeld von Chatshipiti bei privaten Endnutzer*innen ist aktuell tatsächlich
Lebensberatung. Also das hat sich wohl gewannelt. Ich war neues bei einem Vortrag vom ARIC vom Artificial Intelligence Center hier in Hamburg und habe es an anderen Stellen aber auch noch mal gesehen, dass immer wieder im Moment die Studien zitiert werden, dass Menschen gerne Chatshipiti befragen, wenn sie irgendein persönliches Thema haben. Und ich glaube, die Idee dahinter ist gar nicht so schlecht. Ich hoffe nur, dass Chatshipiti so konfiguriert ist, dass es weiter humanistisch
geprägte Antworten raus gibt. Wenn Menschen da durch vielleicht eher lernen, überhaupt mal über ihre Probleme zu sprechen, um sich dann Unterstützung zu holen, das wäre, glaube ich, so die Traumwelt, dann wäre KI tatsächlich eine gute Unterstützung. Natürlich haben wir es aber nicht unter Kontrolle, wie die KIs dieser Welt dort interagieren. Und das ist genau, glaube ich, der zweifelhafte Bereich, wo wir vermutlich nochmal durch gewisse Richtlinien und Kuration Einfluss nehmen sollten,
um vielleicht auch Menschen nebenzuschützen. Ja, fahre der Ethik-Richtlinien, fände ich da halt einfach wichtig, weil das einfach dieser Graubereich ist. Ja, bin ich bei dir. Wir kommen langsam in Richtung Ende. Und zwar möchte ich dir noch zwei Fragen stellen. Also die erste Frage, ich mach's mal kurz umgedreht, ist tatsächlich, welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen? Welche Frage hättest du mir noch stellen sollen? Das fällt mir gerade nichts zu ein,
das passt voll. Also ja. Mal mal gucken. Ich stelle nochmal die andere und vielleicht hast du dann noch, hast du dann noch einen Empholz in Richtung Abschluss. Und zwar meine beinahe liebste Frage in diesem Podcast. Nach dem Maßbewohner kommt sie gleich als nächstes. Und zwar, was würde sich deiner Meinung nach verändern, würden alle systemisch agieren? Dann hätten wir ein bisschen mehr Wertschätzung auf dieser Welt und weniger Machtproblematik. Also diese Macht- und Kontrolle
ist gerade, ja, finde ich, eine ganz üble Geschichte. Und ich glaube, dass das dann erledigt wäre, wenn wir alles systemisch unterwegs wären. Ich glaube, sowas Ähnliches hat Annette auch gesagt. Ich kann mich nicht mehr genau in ihre Worte erinnern, aber ich meine auch dort, was mit Wertschätzung
noch in Erinnerung zu haben. Also wen ist interessiert, das ist immer die letzte Frage. Und ich hatte mir schon vorgenommen, eure Antworten zum Ende des Jahres zusammenzuschneiden und bin mal sehr gespannt, was herauskommt, wie für Deckung und wie für Unterschiede wir haben. Somit herzlichen Dank auch für deine Antwort. Ja, danke. Vor allen Dingen habe ich Annette's Antwort ja noch nicht gehört. Also, weil sie noch nicht veröffentlicht wurde. Genau. Doch,
die ist schon veröffentlicht, aber das ist nicht schlimm. Tatsächlich ist es eine von den letzten Kristine oder Christiane müsste eigentlich noch vor dir veröffentlicht werden. Mal gucken, ob es die von sich gegeben hat. Dann habe ich das jetzt gerade nicht auf dem Film. Genau. Das wäre auch legendär, wenn du alle Antworten von all deinen Kollegen und Kolleginnen jetzt um Ohr hättest. Also, das wäre verrückt. Ja, passt. Wenn ich so überlege, worüber wir gesprochen haben,
wir haben über deine Anfänge in Richtung deiner systemischen Laufbahn gesprochen. Wir haben uns kurz in die Trauma-Welt begeben. Bisschen auch in Richtung Zukunft. Gibt es noch irgendwas von deiner Seite, was du an dieser Stelle mit uns teilen möchtest? Dann wäre das jetzt der Moment. Was ich mit euch teilen möchte. Ja, eine Sache vielleicht noch die Grundsätze von Traumarbeitagogik.
Da gibt es zum Beispiel einen Punkt, dass Spaß und Freude ganz wichtig sind in unserem Leben. Und ich habe oft das Gefühl, dass es zu kurz kommt, dass wir in so einem Hasse drin sind und einfach nur immer im Tun sind. Und Dinge, die uns Spaß machen und die uns Freude machen, also Sinn befreit im Prinzip sind, dass wir die wenig tun. Und davon wünsche ich mir mehr. Hervorragend. Also geben wir
gleich eine Aufgabe mit, was wir Systemiker*innen natürlich sonst nie machen. Aber tatsächlich an dieser Stelle, an unsere Zuhörerinnen, schön, dass ihr bis hierhin dabei geblieben seid und ihr bekommt jetzt folgende Hausaufgabe, sucht euch einen Moment, eine Aktivität, in dem ihr loslasst und pure Freude empfindet. So? In etwa? Ja. Okay. Ich danke dir, dass du hier bei uns in meinem Produzion Podcast zu Gast warst. Vielen Dank fürs Teilen deiner Perspektiven. Und ich wünsche
dir weiter gutes Wirken und gutes Gelingen beim Ausleben deiner Profession. Danke, Melanie. Danke, dass ich hier sein durfte. Sehr gerne. Auf bald und an alle. Danke, dass ihr reingehört habt. Wenn euch die Folge gefallen habt, wie immer, wir freuen uns über eure Bewertung, über Kommentare, über das Weiterleiten auch in eurem Netzwerk. Und wenn ihr eine Frage in Richtung systemischer Beratung oder auch speziell in Richtung Trauma habt, dann könnt ihr euch gerne
bei Melanie oder bei uns beim Systemischen Netzwerk melden. Alle Kontaktmöglichkeiten findet ihr in den Show notes. Vielen Dank. Bis bald. Bis zum nächsten Mal. Tschüss, tschüss.
