Check In mit Benjamin Lambeck - podcast episode cover

Check In mit Benjamin Lambeck

May 09, 20251 hr 13 min
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Episode description

Ben und Sandra im Gespräch über Unternehmertum, die Pandemie und das Leben

In dieser besonderen Folge von Mindvolution begrüßt Gastgeberin Sandra Brauer den systemischen Coach und Gründer von Coachingspace, Benjamin Lambeck.

🎧 Sie sprechen u. a. über:

  • seinen Werdegang vom Erlebnispädagogen zum digitalen Unternehmer
  • systemisches Denken als Haltung, nicht Methode
  • Krisen als kreative Katalysatoren
  • was passiert, wenn man die Welt aus der Perspektive anderer betrachtet

🔍 Außerdem: Warum radikale Akzeptanz, bedingungslose Liebe und professionelle Neugier genau das sind, was unsere Gesellschaft heute braucht.

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Transcript

Moin moin und herzlich willkommen bei MindVolution, dem Podcast des systemischen Netzwerks, einem Zusammenschluss systemischer Fachkräfte. Wir tragen mit MindVolution dazu bei, dass psychische Gesundheit besprechbar und es selbstverständlich wird,

Unterstützung in schwierigen Lebenslagen hinzuzuziehen. Du erfährst in unserem Podcast, dass es neben den klassischen Psychotherapie-Verfahren auch weitere Hilfsangebote gibt, die kurzfristig zur Verfügung stehen und zu dem, welche Unterschiede es unter diesen insbesondere auch auf dem Coachingmarkt gibt. Unsere Gäste innen lassen hinter die Kulissen ihrer beruflichen Praxis blicken und zeigen dir auf, wie Gesprächsprozesse ablaufen und

wie wirkungsvoll systemische Prozessbegleitung sein kann. In MindVolution erfährst du wie vielfältig systemische Beratung, systemisches Coaching, systemische Therapie und Organisations Entwicklung ist. Wessen Stimme spricht ihr zu dir? Mein Name ist Sandra Brauer, ich bin die Gründerin des systemischen Netzwerks und Gastgeberinnen unseres Podcasts. Viel Freude

beim Zuhören. Genau, bevor ich jetzt in großartige Worte zum Einstieg finde, sage ich einfach, ich freue mich unendlich auf meinen heutigen Gast und meinen heutigen Gesprächspartner, Benjamin, Benjamin Lambeck vom Coachingspace. Ich sage das immer in Kombination und fühle mich dabei aber gar nicht so wohl, weil du ja nicht nur Benjamin Lambeck vom Coachingspace bist, sondern einfach bin. Und nun bin ich gespannt, wie du darauf reagierst. Ich sage herzlich

willkommen und schön, dass du da bist. Danke, liebe Sandra, danke, dass ich hier sein kann, es ist mir ein inneres Blumenflücken. Habe ich mal so gehört und das ist ein sehr stimmiges Bild heute. Und genau, ich bin als Benjamin heute da, der dich zu meinem Geburtstag eingeladen hat aus gutem Grund, damit wir uns auch das erste Mal analog sehen und dementsprechend

freue ich mich, ja mit dir in ein Gespräch anzutauchen. Stimmt, die Geburtstagseinladung. Ich glaube, ich habe sie bisher abgewährt, weil ich das schon wieder nicht kann, aber ich hoffe, vielleicht kann ich es noch möglich machen und ich habe mich sehr gefreut, als ich die Einladung bekommen habe. Und tatsächlich ist auch die Folge aus einem Moment heraus entstanden,

in dem ich mich an ein Autofahrgespräch erinnerte, was etwas ausgeartet ist. Also ich saß im Auto, ich glaube, du warst gerade noch im Büro und wir haben mindestens 45 Minuten oder länger miteinander telefoniert und das haben wir schon öfter in den letzten Jahren gemacht. Also, das ist so meine Erinnerung, wenn wir miteinander sprechen, dann ist es gleich einmal ein Diebdive und ein Rausch an Themen, so vielleicht auch als Vorausschau auf diese Folge soll jetzt keinen

Erwartungsdruck an dich erzeugen. Ja, ich glaube, das passiert. Ich glaube, wir können gar nicht anders, als es einfach fließen zu lassen. Das liegt glaube ich einfach daran, dass wir beide einfach sehr umtriebig sind. Viele Dinge gleichzeitig tun sich viel bei dir und bei mir bewegt und wir glaube ich auch die Veränderung schätzen und auch damit gut umgehen können. Oh ja, da magst du

recht haben. Zumindest erinnere ich mich auch daran, dass wir ja in den Kontakt gekommen sind in diesem Krisenjahr, um es mal so zu sagen, in 2020, war es sogar 2020 oder 2021, doch, direkt in Pandemie ja Nummer 1. Und ich weiß auch gar nicht genau, wie der Auftakt war, aber ich meine mich daran zu erinnern, dass du oder ihr mich als systemisches Netzwerk angeschrieben hattet mit. Ich glaube,

wir sollten mal sprechen, das könnte Sinn machen. Kannst du dich an mir erinnern? Ich kann mich sehr gut daran erinnern, weil einer unserer ersten Telefonate, dass wir hatten, wir haben dich angesprochen, weil wir dachten, für Coaching Space kann es interessant sein, eben mit einem systemischen

Netzwerk zusammen zu arbeiten oder sich anzuschauen, was ihr so macht. Und wir haben telefoniert und ich war nicht in meinem Keller bei dem Telefonat und das war interessant, weil ich am Anfang dieser Corona Pandemie Coaching Space aus meinem Keller heraus gegründet habe. Die perfekte Start-up Story übrigens, ja? Ja, und das hatte was von Computerspiel. Ich habe so Aufrausspüle, liebe ich bis heute noch

so Anno und Siedler, diese Spiele, die man früher gespielt hat. Und das Ganze hatte was so reales. Wir hatten da schon die Kooperation mit dem Schulz-Hontun-Institut, wir hatten den ersten Preis gewonnen, aber eben alles in meinem kleinen Büro. Und als wir beide telefoniert haben, bin ich in unsere Wohnung gegangen und da haben wir telefoniert und ich weiß, dass das noch, dass das war so real, weil diese beiden Welten komplett voneinander getrennt waren und sie

da zusammen geflossen sind. Deswegen kann ich mich noch gut an das erste Telefonat erinnern.

Ja, das ist cool, das ist schön, dass du dich daran erinnerst. Ich habe tatsächlich einen anderen Moment, der sofort in meinem Gehirn aufpoppt und zwar haben wir von Anfang an bei uns im Netzwerk den systemischen Clubabend angeboten und ihr wart relativ zügig mit eurem Thema Online-Beratung und somit auch mehr oder minder dem Vorführen von Coaching Space bei uns zu Gast und wir haben dann festgestellt, ach so, das Interesse ist sehr groß, oh hoppala, ich glaube, wir müssen das

Livestream auf YouTube oder so. Und das war so ein Moment, da war ich sehr überrascht und ich

bin selten überrascht von gewissen Dingen und meistens immer relativ cool. Aber da war schon so ein Moment, dass wir dachten, was passiert hier jetzt eigentlich gerade und das Interesse war unglaublich groß und wir haben, glaube ich, in manchen Momenten in dieser Session über 400 Zuhörende gehabt und das fand ich schon sehr schön, sehr interessant und sehr schön und vor allem natürlich auch für euch total schön, weil das einfach gezeigt hat, dass ihr, glaube ich,

mit eurem Angebot und mit der Plattform halt genau zur rechten Zeit gekommen seid. Ja, ich erinnere mich auch noch daran, das war absurd und da war es dann auch so, boah, geht das jetzt durch die Decke? Das war so das erste Mal, dass man sich gedacht hat, wie geht das jetzt weiter, wie werden die nächsten zwei Jahre aussehen und viele berichten ja sehr unterschiedlich von den Corona-Jahren,

wie sie die erlebt haben für sich. Viele ja auch, da hatte ich mal Zeit für die Familie. Das war entschleunigt, also auch neben all dem negativen, etwas Positives der Zeit abgewinnen und ich weiß, bei mir war das wirklich nur dieses unternehmerische Eintauchen in meinem Wirtschaftssimulator, der auf einmal echt geworden ist in meinem Keller steckend und ja auch in dieser Erwartung. Also was passiert jetzt? Okay, wir haben krass, wir haben jetzt ein Unternehmen gegründet, das habe

ich mir immer gewünscht und was passiert jetzt als nächstes? Ja, total spannend. Ich glaube, da gab es so manche Momente, so wie du das beschrieben hast, für manche Menschen eher mit negativen Erinnerungen verbunden und für manche genauso, wie du es gerade auch beschrieben hast und so ähnlich habe ich das auch erlebt. Also ich sah das in dem Moment schon als mehr oder minder Notsituationen aufgrund der Wirtschaftlichkeit, diese ganzen Auftragsabsagen, das war nicht

schön. Und dann aber ist so dieser Krisenmodus angegangen und es ging ganz schnell, also bei mir in meiner Welt und unsystemischem Netzwerk, aber auch um die Sandra Welt, hat sich in mehreren Monaten, vielleicht so drei, vier Monaten komplett gewandelt, alle Angebote verändert, ganz viel Kreativität ist dazu gekommen, in dem was müssen wir jetzt anbieten, wie kann man Menschen unterstützen, wie kann man Organisationen unterstützen und das war im Nachhinein, darf ich kaum laut sagen,

aber das war sehr wertvoll. Also ich würde sonst auch nicht heute so arbeiten können, wie ich es damals gedacht hätte, es hat sich komplett verändert, so viel zur Veränderungsfreude. Ja, ja, was kann man daraus Gutes machen, irgendwie mit Dingen Gedanken, jetzt muss man dazu sagen, ich habe keine Kinder. Ich glaube, wenn du dann eben die nicht mehr in die Schule schicken kannst, wenn sie dich betreuen kannst, wenn ihr das Sorgen macht, das wäre vielleicht noch mal eine andere

Geschichte. Ich hatte im Prinzip wirklich dann den schönen Fokus auf das Aufbauen dieses Unternehmens und ich habe das schon eher wie ein langen großen Tunnel erlebt, der auch mit ganz viel Kreativität so wie du es beschreibst zu tun gehabt hat, sozusagen das Digitale auch noch mal neu zu entdecken und dieser, ich weiß noch, es hat mir so Spaß gemacht, zu überlegen, wie mache ich das eigentlich im Analogen? Und wenn ich das so mache, wie wäre das dann im Digitalen? Und aus

genau diesem Gedanken heraus ist ja auch sozusagen Coaching Space oder die Idee geboren. Übrigens an einem Parkplatz habe ich das erste Mal Coaching Space vor meinem geistigen Auge gehabt, als ich gerade darauf gewartet habe, dass meine damalige Partnerin wiederkommt vom Einkaufen, ich saß im Auto und hatte dann ganz klares Bild von dem, was man schaffen könnte. Da sieht man auch mal wieder, es sind manchmal die vermeintlichen Nichtarbeitsmomente, in denen dann plötzlich irgendwas

aufploppt oder wo man trotzdem Gedanken hat, die dann halt auch genutzt werden können. Wie cool ist das denn? Also wir waren jetzt im Keller und wir waren auf dem Parkplatz gerade. Danke dafür. Die Frage, die ich mir gerade gestellt habe und die ganz gut auch so zu unserem Podcast-Konzept passt, auch wenn das heute eine etwas besondere Folge ist, wir nennen es ja eher Check-in mit Benjamin Lambeck und nicht ein spezielles Titelthema, weil ich mir vorstellen kann, dass wir solche Gespräche

öfter führen werden, aber das ist nur so eine Vorausahnung. Mal gucken. Und genau, die Frage, die ich dir aber gerne stellen würde, passt ganz gut zu den üblichen Folgen, und zwar vor Coaching Space und vor dem 2020 Jahr, wie sah da eigentlich deine Welt aus und wie bist du eigentlich zum Systemischen gekommen? Ich verbinde dich schon mit Systemischem Denken und Handeln. Danke dir dafür. Ja, ich hoffe auch, dass wir es häufiger machen. Es ist ganz lustig,

meine älteste Schwester, also ich habe drei Geschwister und bin der Jüngste. Meine älteste Schwester ist jetzt in der systemischen Ausbildung, weil ich ihr einen Aufbau einer ersten Kurs geschenkt habe zu ihrem Geburtstag und sie war so fasziniert von dem, was sie an den Wochenenden erlebt hat, dass sie dann die Ausbildung gemacht hat. Ob sie jemals wirklich Coaching wird, das weiß ich nicht, aber die Persönlichkeitsentwicklung und das sich mit dem Familiensystem beschäftigen,

das hilft ihr und eröffnet ihr eine neue Welt. Und diese Schwester hat mir gesagt, du lebst systemisch. Also für sie bin ich der Inbegriff davon. Ich meine, sie hat auch ein ganz verblendetes Bild ein wenig von mir, nur ich glaube, erst mal als Jüngster habe ich ja viel beobachtet. Ich glaube schon, dass mich sehr und ich habe feine Antennen und es war

viel los in meiner Familie. Und ich habe schon auch beobachtet, was passiert, wenn der eine so reagiert, wie ist das dann mit dem und was muss ich dann tun und so ein bisschen auch, glaube ich, aus der Not heraus ausgleichen wollen zu müssen als Kind. Strategien entwickeln, die mir später im Coaching hilflich sein können. Und ich habe nach der Arbeit in der Kirche mit Jugendlichen mich in den Job des Erlebnispädagogen verliebt. Und man kann

es wirklich sagen, ich habe mich verliebt, ich habe währenddessen studiert. Und als ich dann das erleben durfte vor einer Gruppe zu stehen und meine Aufgabe war, diese Gruppe zu beobachten, ihnen eine Methode vorzustellen, mit einer Aufgabe, die mit einer Aufgabe inbegriffen war und dann zu erleben, wie diese Menschen jetzt miteinander interagieren, um die Aufgabe zu lösen und anschließend dann Fragen stellen zu dürfen in der Reflexion darüber, was verbesserungswürdig

war, was aber auch schon gut gelaufen ist und wie das jeder einzelne erlebt hat, dass ich dafür auch noch Geld bekommen habe von die sensationell, weil bisher hatte ich in einem Getränkemarkt gearbeitet, um ein Studium zu finanzieren, wusste, was harte Arbeit ist und dachte mir, wenn das Arbeit ist, dann kann ich davon nicht genug bekommen. Das ist so diese

oftmals romantische Beschreibung unserer Tätigkeit. Das eint uns, glaube ich, auch sehr, wenn wir einmal diesen Weg da reingefunden haben und sehen, was halt die einerseits die Arbeit mit Worten aber vielleicht auch mit unserer Haltung bewirken kann, wie wunderbar das ist. Also ich bin immer demütig, ob unserer Sprache, also dass wir mit einem schlichten Satz oder mit Kommentierungen so viel

bei Menschen bewirken können und auch so viel Leid vermindern können. Da bin ich fast demütig, weil es ja eigentlich ein Geschenk ist, dass wir über Jahrtausende diese Art der Kodierung entwickelt haben und das halt möglich wird. Und dann halt auch noch mit dieser systemisch sowohlwollenden Haltung und, wie du es auch sagst, diesen Methodenkoffer oder Schatz, mit der Schatzkiste, mit der wir dann auch rausgehen können. Ich glaube,

Erlebnispädagogik ist nochmal ein bisschen besonderes. Vielleicht gibt es Zuhörer, die nicht sofort wissen, was das ist. Vielleicht kannst du noch mal drei Sätze mehr dazu sagen. Ja, gerne. Erlebnispädagogik, im klassischen Sinne mit einem Kanu, einen Fluss runterfahren, einen Fluss bauen gemeinsam und dann damit runterfahren. Also wirklich Abenteuer in der Wildnis gemeinsam erleben. Die Erlebnispädagogik, die ich kennengelernt habe, hat sich aber eher

in Bildungsstätten abgespielt. Das heißt, eine Schulklasse kommt dorthin und dann hat die siebte Klasse ein Training, dass sie besser als Klassensystem zusammen funktionieren, dass sie respektvoll miteinander umgehen. Und ja, dann haben sie eben die Trainings. Und ich war eben einer derer, die sie dann trainiert haben und diese Methoden wurden mir beigebracht und das tolle an solchen Methoden. Ich glaube, deswegen bin ich auch so ein Methoden-Fan. Ich stand damit

nicht im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt stand das Erleben der Gruppe und die Methode war Mittel zum Zweck, ihnen sie in ein Erleben hineinzubringen, eine klare Aufgabe, die sie als Team zu lösen haben. Und ich glaube, das ist schon sehr systemisch oder sagen wir mal so, du hast mich ja gefragt, wie bin ich zur Systemik gekommen? Damals wusste ich nichts von Systemik, aber als ich die Systemik dann kennengelernt habe, hat mir oder ist mir klar geworden, warum Erlebnispädagogik funktioniert

und was wir da eigentlich gemacht haben gemeinsam. Und ich habe dann die Jugendlichen dabei erlebt, wie sie wiederum eine Aufgabe miteinander ausgehandelt haben und eben auch dabei Erfolge erzielt haben und sich auch nochmal in anderen Rollen kennengelernt. Und interessant an der

Erlebnispädagogik fand ich zu dem Zeitpunkt, es gibt so ein paar Dinge. Einerseits, ein Erlebnis werde ich nicht vergessen, die Lehrer, gerade wenn es um die siebte Klasse gehen, die haben immer gefragt nach dem Seminar und haben sie sich benommen und du merkt, dass die waren aufgeregt, ob es jetzt ihre Schützlinge sich gut benommen haben. Und ich fand die Frage komisch, weil meine Aufgabe war es doch auf die aufzupassen. Ich war ja jetzt derjenige, der sozusagen in der

Verantwortung war und habe dann gesagt, ja, die haben sich benommen. Es war alles super, selbst wenn sie sich nicht benommen haben, aber es war ja irgendwo gefühlt meine Verantwortung. Und in der Systemik habe ich irgendwann gelernt, es war, es ist weder die Verantwortung der Lehrer noch die Verantwortung von mir, wie sich die Schüler verhalten, sondern jeder Schüler verantwortet seinen Verhalten für sich. Ich habe die Verantwortung dazu, wie ich mich zum Verhalten der Schüler

verhalte. Ja, du siehst mich gerade lachen, ich liebe das. Ich liebe erstens Wortspiele und ich mag halt diesen Blick so unendlich gerne. Ja, und dann zu sehen, dass sich die Schüler auf einmal in einem anderen Kontext aus ihrer Rolle herausbewegen, derjenige, der sonst stört im Unterricht, weil er ein Bewegungsdrang hat, ist jetzt auf einmal derjenige, der die Gruppe nach vorne treibt,

weil die Energie, die er hat, gut benutzen kann. Und man sieht dann, Menschen, ihre Rollen verlassen und Neue finden und dabei kann man sie dann eben begleiten und über die Reflexion des bestärken. Das fand ich magisch und ich weiß, ich habe dann meine Freunde alle mit in die Bildungsstätten gebracht und gesagt, ihr müsst euch, es ist mega und wir saßen abends auf Balkons nachts, also wir haben dann auch Seminar über drei Tage gehabt und haben da geschlafen und ich war mehr

in den Bildungsstätten als bei mir zu Hause und im Studium sowieso. Und wir haben uns die Nächte um die Ohren geschlagen, weil hast du erlebt, wie die oder der reagiert hat, voll krass, das war mega, die ist voll über sich hinaus gewachsen und wir müssen morgen auf jeden Fall das machen, boah, voll die gute Idee und wir waren so richtig fasziniert von dem, was wir bewegen konnten,

deswegen voll das Privileg, das Arbeit nennen zu dürfen. Ja, vor allem, wenn wir uns so die deutsche Gesellschaft und auch Entwicklung des Arbeitsbegriffes anschauen, das Arbeit ja oftmals mit Anstrengungen verbunden wird und vielleicht auch genau diese leichte Arbeit oder Arbeit, die leicht ist, nicht unbedingt ernst genommen wird, da finde ich es ganz spannend, dass du das so als Privileg bezeichnest, könnte man jetzt vielleicht auch meinen, wenn wir auf der Muster- und Werte-Ebene

hören, dass du auch aus einem ähnlich steil kommst, wo Arbeit mal anstrengend war. Das ist aber nur eine Hypothese, du musst dich darauf antworten. Vollkommen richtig, ja, ist so, genau. Also das war nicht meine Idee von Arbeit. Arbeit muss irgendwie, wie gesagt, im Getränkemarkt, habe ich die Minuten gezählt sozusagen, dann kann ich nach Hause, das war für mich Arbeit,

und das war ja eher Bezeite, Selbstverwirklichung. Ja, voll schön, sehr schön. Na, seitdem ist aber jetzt ja ganz schön viel Zeit, das Land gegangen, ohne dir nahezukommen, aber du bist ja auch ein bisschen älter geworden, also noch erfahrener und noch reifer seit wann, also

aus welchem Jahr hast du gerade berichtet? Wow, ich glaube, das letzte Seminar hatte ich 2000, so richtig aktiv 2007, 2008, also ich war so zehn Jahre als Erlebnisperlagoge aktiv und irgendwann habe ich halt gemerkt, gut, ich kenne jetzt das ganze Prozedere, ich merke, ich komme hier nicht weiter, also ich habe jetzt alle Methoden kennengelernt, ich habe alle Gruppen so gehabt, die man so haben kann, ich war in allen Brennpunkten im Nordrhein-Westfalen, habe dort super interessante

Menschen erleben dürfen und was kommt jetzt, und ich weiß noch, ich habe dann mal gesucht einfach im Internet, was gibt es da, weil mir irgendwer, glaube ich, das Thema, ich glaube, ich weiß nicht mehr wer, aber er hat gesagt, systemische Beratung, und das habe ich eingegeben, als Suchbegriff, und dann bin ich auf die Akademie der kulturellen Bildung in Rammstein gestoßen, weil ich auch Rammstein komme, ich bin so ein Mensch, ich nehme das dann immer so als Zeichen, da ist was ganz

nah an mir dran, das war, glaube ich, der erste oder zweite Treffer, und ich habe mir gedacht, okay, das scheint mein nächster Weg zu sein, und dann war ich auf der Seite und lasst mir das durch, was es da zu lesen gab, zur systemischen Beratung, und dann kam dieses Kribbeln, ja krass,

okay, das hört sich genau danach an, was ich suche. Und dann war der Startpunkt gelegt, beziehungsweise eigentlich die Fortführung, so wie du es gerade beschrieben hast, weil er die Erlebnispädagogik schon gefühlt bittendrinnen, ohne dass du das hättest benennen können, und dann bekam das Ganze nochmal ein bisschen Fundament, würdest du das auch so beschreiben?

Ja, ja, genau, ich würde sagen, ich habe so den theoretischen Hinterbau kennengelernt, so dass die Theorie und was mir immer gestört hat bei der Erlebnispädagogik waren eigentlich

zwei Dinge. Es ist kurzzeitpädagogik, das heißt, einen Wochenende, und dann ist der Prozess für dich abgeschlossen, und im schlimmsten Fall verfällt das System dann wieder in alte Muster, klar, weil sich ja sonst nichts geändert hat, und jetzt auch nicht mehr die Jugendherberge, der Kontext ist, sondern wieder die Schule, und das war nicht schade aufgrund der geringen

Nachhaltigkeit. Und das, genau, ja, vielleicht auch mal so. Ja, danke, ich überlege gerade, wie tief wir da eintauchen, weil eigentlich drängt sich mir sofort, und vielleicht auch unseren Zuhörenden, eine nächste Frage auf, und ich glaube, ich stelle sie einfach, bevor

wir einen Deep Dive in deine Biografie machen. Und zwar, wenn du sagst, du kommst aus der Erlebnispädagogik, hast dann die Weiterbildung zum Systemischen Berater gemacht, das klingt für mich alles sehr sozialpädagogisch, und vorhin bei der Einleitung hast du aber erwähnt, dass du immer davon geträumt hast, ein eigenes Unternehmen zu führen. Da würde ich sagen, was ist das denn? Wie konnte denn das passieren, Pädagogik und Unternehmertum?

Das musst du, glaube ich, erklären. Ja, das ist leicht erklärt. Was ich vorhin übrigens noch sagen wollte, was ich an dem Gruppensetting schade fand, dass man für eine einzelne Person keine Zeit hatte. In der systemischen Beratung hatte man jetzt das eins zu eins, dazu hatte ich im Training ja keine Zeit. Da habe ich gemerkt, dieses junge Mädchen, da müsste ich mich jetzt eigentlich mit beschäftigen, aber ich habe dann noch 28 anderer Bauten.

Das funktioniert nicht. Das war vielleicht auch das, was mich am Setting des Beraters mehr fasziniert hat als die des Trainers. Ja, und was du beschreibst, ist leicht zu erklären. Meine Mutter ist bekennende Christin und bei der Freikirche bis hin zu Handauflegen und Heilung. Und mein Vater ist von einem insolventen Bauer zum Selfmade-Millionär gewachsen, durch Eisernes sparen und den Verkauf von LKWs. Okay. Aha, interessant. Schon wieder etwas,

was du mir gerade von dir verraten hast, was ich noch nicht wusste. Interessant, ja. Ich bin also tatsächlich in diesem, ich habe das immer so gesagt, meine Eltern hatten jetzt vor kurzem Goldhochzeit. Das ist ja auch etwas sehr Besonderes. Und nicht alles ist bei uns gut gelaufen. Ich habe bewusst mal versucht, sehr positive Dinge herauszunehmen aus der Ehe meiner Eltern, aus meiner Perspektive. Und eins ist sicherlich, dadurch, dass sie so unterschiedlich

waren, haben sie uns ein sehr breites Spektrum gegeben. Weil die Art und Weise, wie so mancher Manager auftritt, das kannte ich. Mein Papa hat immer gesagt, da, wo ich bin, ist vorne und oben. Oh wow, okay. So, das heißt, so ein bisschen habe ich das auf der einen Seite sehr prägend erlebt. Und zum anderen, Gott liebt alle Menschen und besonders dich. Und in jedem Menschen ist etwas

liebenswertes. Und jeder hat den Funken Gottes, trägt ihn in sich. Und da bin ich dann auch in christliche Freizeiten gegangen und musste mit Zweifeln kämpfen, weil ich wollte ja glauben, aber was ich mir bewahrt habe bis heute, daraus ist wirklich diese Essenz in jedem Menschen steckt etwas liebenswertes. Also da ist dieser Funke und der, den zu finden. Meister, den zu entfachen, den größer zu machen. Ja, da geht mir ein bisschen das Herz auf, weil ich finde,

das ist auch eine der wesentlichen systemischen Grundhaltungen. Also diese gute Absicht bei Menschen erkennen wollen, ganz egal welches Verhalten oder welche Eigenschaft sie gerade nach außen tragen. Also muss ich sofort wieder in unsere Berufsgruppe denken. Wenn wir das in Marc und Bein aufgenommen haben, dann bemühen wir uns ja wirklich in jeder Situation das zu erkennen. Und wie schwer das jedoch auch manchmal fällt, merken wir, denke ich, auch immer mal wieder so.

Ja, das stimmt. Da helfen wieder die Methoden total toll, weil man aus dem Verkopften vielleicht einfacher dann aus einer anderen Perspektive heraus etwas sieht, dass man vielleicht sonst nicht sehen würde an sich selbst. Und nochmal auf deine Frage zurück, diese Ambivalenz, in der ich groß geworden bin, die spiegelt sich dann einerseits auch darin als Kind. Habe ich gesagt, ich werde mal später vielionär, weil milionär ist eine Million. Ich wollte aber viele

haben als Kind. Ich wusste nicht, was das bedeutet. Ich habe auch meiner Mama versprochen, ihren Schloss zu bauen als Kind. Solche Geschichten. Das ist bis heute noch die Narration in meinem Familiensystem, weil ich ja so sehr ins Pädagogische gegangen bin und weit entfernt davon war, wieder vielionär zu werden, noch einen Schloss zu bauen, Wolkenschlösser

vielleicht, aber auch schöne. Aber eben nicht diesen wirtschaftlichen Erfolg. Aber deswegen mit 18 in meinem, als ich Abi gemacht habe, wenn du mich da gefragt hast, erst hatte ich dir gesagt, ich werde Unternehmer. Also ich werde Chef. Das war mir ganz klar, aber nicht so arrogant, sondern ich wollte das unbedingt. Ich wollte, ich habe auch immer darauf gewartet, dass mir endlich

eine Idee über den Weg läuft, sozusagen, die ich verwirklichen kann. Das war schon auch so ganz stark in mir verankert und auch die Arbeit des Freiberuflers ist ja schon eine Selbstständigkeit. So gesehen habe ich ja nie, also mal abgesehen vom Getränkemarkt und im Callcenter, nie ernsthaft in einen Beruf ausgeübt für jemanden. Da geht mir gleich so ein Gedanke durch den Kopf und zwar wissen die zuhören das vielleicht noch nicht, aber wir wissen das ja voneinander. Die vielseitige

Interessiertheit des Benjamin Lambex und auch diese Umtriebigkeit im positiven Sinne. Ich mag das Wort sehr gerne. Vielleicht kommt ihr auch genau daher. Das ist einfach nur so ein Gedanke,

der sofort reinfliegt. Also wenn du diese Entscheidung mit 18 in dir schon getragen hast, dass du Video näher und Unternehmer wirst oder wie jemand das auch mal kombinieren möchte, dann finde ich entsteht daraus ja auch ganz viel Antrieb und könnte dann ja auch vielleicht der Anschub in Kreativität oder in Möglichkeiten da draußen erkennen gewesen sein, weil ja der

Plan da die ganze Zeit im Hinterkopf mitgewirkt hat. Oh ja, ja, das stimmt. Und während meiner Studienzeit habe ich ja einerseits als Erlebnispädagoge gearbeitet, aber auch andererseits, ich habe Theologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. Auch da merkst du wieder die Ambivalenz zwischen diesen beiden Polen und wollte damit eigentlich Lehrer werden. Gleichzeitig hatte ich auch das erste Mal so Misserfolg im Studium, weil da war kein Antreiber und das hat nicht

so funktioniert wie in der Schule, dass man sich so durchwurschteln kann. Und ich habe dann auch viel gekifft zu dem Zeitpunkt. Wir haben ganz kritisch sozusagen alles durchleuchtet, also alles hinterfragt, das ganze System hinterfragt. Die Menschen, mit denen ich am meisten das System hinterfragt habe, sind leider in der Corona-Pandemie, da dreht sich es dann wieder,

aber in die Verschwörungstheorie hineingerutscht, also meine besten Freundin. Das ist glaube ich so, dass die waren vorher schon so ein bisschen damit, aber Kiffen zusätzlich dann sich diese Alternative Medien sowieso schon systemkritisch, das hat sie dann ganz dahingebracht. Und ich weiß es aber noch, das wollte ich eigentlich sagen, während des Kiffens hatte ich so das Gefühl, Mann, ich will hier weiterkommen. Das geht nicht für mich. Ich habe ganz doll den Druck in mir.

Ich möchte was Unternehmerisches tun. Ich möchte meine Freunde auch mit einbinden. Das habe ich immer schon, weil ich habe immer schon meine Freunde, zum Beispiel hier habe ich ja erzählt in die Bildungsstätte mitgenommen. Ich habe gesagt, das ist super, das müsst ihr auch machen. Und dann waren wir so ein Trub, der das gemacht hat. Aber das ist schon so, dass dieser unternehmerische Druck

in mir erauf keimte. Und das muss man auch dazu sagen, das weißt du glaube ich auch nicht. Mit 18 oder 19 war ich dann mal kurz im Multilevel Marketing und habe Nahrungsergänzung mit meiner Mutter zusammenverkauft. Oh wow. Okay, mein Gehirn muss diese Information gerade verarbeiten. Warum? Ja, ganz einfach. Mein Bruder wiederum hatte meine Mutter auf ein Seminar mitgenommen,

wo ein christlicher Speaker über natürlichen Wirtschaftswachstuhl sprach. Und der war, kam aus Amerika, also ist in Lüsterreich groß geworden, Unternehmer und hatte alles das aus Amerika mitgenommen, dieses unternehmerische Visionsdenken, Leadership. Und das war ganz neu. Und weil er eben auch christlich war und sagte eigentlich, es kann man eigentlich auch alles aus dem Glauben heraus ableiten, war das für meine Mutter eine ganz große Instanz, diese Person.

Und mich hat dieser Speaker auch sehr begeistert, sehr beeindruckt. Da war das erst mal so richtig Persönlichkeitsentwicklung mit drin. Und während dann meine Freunde feiern gegangen sind, war ich auf solchen Seminaren, um dann auch da so die Idee zu haben, wo vielleicht baue ich jetzt mir dadurch mein Unternehmen auf. Und ich wurde groß enthäuscht. Klar, wir haben das probiert, aber mit 18, meinen Freunden Nahrungsmittel, also Nahrungsergänzungsmittel zu vertreiben, das war schwierig.

Ja, vor allem zu einer Zeit, also es ist jetzt ein bisschen zurück, wo es vielleicht auch nochmal herausfordernder oder mit nochmal mehr Skepsis vielleicht auch, ja vielleicht, dass du damit dich auch mehr auseinandersetzen musst, als heute, wo man vielleicht ganz offen ist, wenn das nächste Nahrungsergänzungsmittel angepriesen wird. Genau, das war eine andere Zeit. Ich glaube, das wäre jetzt einfacher. Was ich aber da gelernt habe, war wirklich, ich habe hervorragende Sprecher gehört

und Netzwerken und die Wichtigkeit von Netzwerken sozusagen. Und da habe ich mich natürlich auch drin wohlgefühlt. Ich war da auch mit Abstand mal wieder der Jüngste, war ich auch später dann in meiner systemischen Ausbildung, aber ich habe mich in dem Kreise eigentlich wohl gefühlt, als es dann ja, als ich gemerkt habe, dass ich werde dadurch kein Unternehmen aufbauen und auch das Ganze sehr

kritisch hinterfragt habe, war es dann schon für mich eine große Enttäuschung. Ich habe aber auch eine sehr schöne Zeit dadurch mit meiner Mutter gemeinsam gehabt, weil wir oft auf Seminare gemeinsam gefahren sind. Aber das hat mich auf jeden Fall auch geprägt. Ja, spannend. Und so wie du es auch beschreibst, man kann ja eigentlich aus jeder Lebensphase rückblickend was mitnehmen und für sich dann auch nutzen. Das ist ja für mich auch ein sehr wohlwollender Ansatz auf

Erfahrung zu blicken. So macht es ja auch im Prinzip die Resilienzforschung. Die sagt ja genauso, dass wir auch so aus Krisen eher noch mal gestärkt hervorgehen können. Jetzt waren es nicht Krisen, von denen du erzählt hast, sondern einfach Lebensphasen und die aber noch mal so zu reflektieren und dann auch zu schauen, was war gut, was war weniger gut, was war nützlich, was war hilfreich und so. Das sind ja auch immer schöne Gedankenansätze. Ja, für was war das

gut? Ja, für was war das gut. Genau, Kalendarspruch, dass immer was Gutes mit dabei ist, aber das wirklich auch als wahrhaftig und wirklich anzunehmen. Ja, lustigerweise. Ich habe ja jetzt schon offenbart, dass ich eine Zeit habe, in der ich intensiv mit meinen Freunden gekifft habe. Du weißt, was du doch gemacht hast. Damals war es ja noch nicht legal, da war es noch aufregen. Nein,

aber wir waren oft im Wald. Ich bin ja auf dem Dorf auch groß geworden. Das heißt, wir haben jetzt nicht vor dem PC gehangen, sondern wir haben dann im Wald wirklich gespielt, Rollenspiele gemacht. Wir hatten die Geißler-Show quasi und hatten dann Namen wie Rainer Quatsch, Rainer Unsinn, Rainer Zufall und haben Blödsinn gemacht miteinander und haben dann auch die Richterskala eingesetzt, also auf einer Skala von 1 bis 5. Wie lustig findest du das gerade? Und was

müssten wir dazu tun, um es zu steigern? Ich musste sehr grinsen, als ich in der Systemik dann wieder auf diese Skalierungsfragen kam und dachte so, oh, die kenne ich aus einem anderen Kontext. Ich kann nicht mehr, ich stelle mir das gerade bildlich und lebhaft vor. Also, respekt an euch wie kreativ und lebendig ihr unterwegs gewesen seid im Wald. Danke. Gerne.

Und im übrigen Konstruktivismus ist mir da auch über den Weg gelaufen. Mein erster Freund, der übrigens dann so ein bisschen in die Verschwörungstheorien abgedriftet ist, der hat Mario und der hatte so ein südländisches Temperament und ich habe das erste Mal durch ihn sehr mein Elternhaus hinterfragt, weil ich kam aus diesem schon von meinem Vater geprägt, haste was, biste was, kanste was. Und bei Mario habe ich gesehen, der ist viel glücklicher ohne was zu

haben und habe mir dann so gedacht auch im bekifften Kopf, hey, das ist ja voll komisch. Das stimmt ja gar nicht. Also, das Geld glücklich machen würde oder Erfolg sozusagen. Mein Papa ist nicht glücklich, Mario ist glücklich, der hat nichts, der hat viel, also kann das ja schon mal nicht sein. So und habe dann ein ganz anderes Lebenskonstrukt erlebt und dann wollte ich so ein bisschen

sein wie Mario festgestellt, das geht nicht für mich. Ich kann nicht die ganze Zeit nur kiffen, weil das halte ich nicht aus, weil dieser Druck ja in mir da ist, unternehmerisch tätig zu sein.

Ja, spannend, also so, dass man eine Inspiration von außen oder Irritation von außen und dann aber sich selbst auch zu reflektieren, also Respekt übrigens an dich, also so wie du das beschreibst, finde ich, weil dieses Reflexions oder Selbstreflexionsvermögen anscheinend schon in der Vergangenheit vorhanden, was ja auch selbstverständlich ist, also so grinst gerade, ich weiß nicht, wie ich das einzuschätzen habe, aber ich vermute, du bestätigst eigentlich das,

was ich gesagt habe oder du würdest jetzt sagen, nein, nein, das hörte sich gerade nur an und die Reflexionsfähigkeit kam später. Ne, genau so, die war glaube ich schon immer da und jetzt müsste man vielleicht auch sagen, vielleicht sogar im Übermaße, wenn man jetzt, es gibt ja Berufskrankheiten von Bauarbeitern vielleicht, weil sie den Rücken irgendwann kaputt haben oder Menschen die schwer tragen. Ich kann mir eben vorstellen, dass in unserem, also man könnte sich

ja mal überlegen, was sind eigentlich Berufskrankheiten von Beratern oder Coaches, ne? So und bei mir ist es schon so, dass ich sage, das ist ein Übermaß und auch die Tatsache, wenn ich in Gruppen bin, bin ich oft nicht Teil der Gruppe, sondern bemerke mich in der Metaebene, die Gruppe zu beobachten. Was tun wir hier gerade? Sollen wir nicht noch mal vielleicht und ich habe das, ich finde das manchmal unangebracht oder unangenehm, weil es, weil ich dadurch nicht

so richtig mitmachen kann, wenn man so will. Ich weiß nicht, ob man das versteht, aber das kam sicherlich auch, weil ich ja zehn Jahre wirklich immer nur Gruppen beobachtet habe. Ja, kann ich gut verstehen. Ich kenne das manchmal mit der Empathie so, dass ich manchmal überlege im privaten Kontext, bist du jetzt gerade wirklich empathisch oder ist das deine professionelle

Empathie? Ich habe gerade vorhin wieder ein kleines Video über KI und Therapie und so mir reingezogen, bevor wir jetzt miteinander in den Podcast gestartet sind und da ging es auch um die Empathie und da war eine Aussage, die ich nicht bestätigt hätte und zwar, dass ein, ja ein Therapeuter, eine Therapeute doch sehr empathisch sein, die KI das nicht nachahmen könnte. Dann habe ich mich selber hinterfragt, dachte im Moment mal, also in einem Beratungs- oder Coaching-Setting.

wirke wahrscheinlich empathisch, aber es ist meine professionelle Empathie. Das ist nicht die komplett mitfühlende, die ich eigentlich im Freundeskreis habe und den Aspekt kenne ich auch. Das mit der Selbstreflektion kann natürlich auch durch diese ganzen Weiterbildung, die wir gemacht haben, zusätzlich natürlich unsere Arbeit, dann vielleicht aber auch, wie wir in Teams miteinander arbeiten. Weil gerade, ich glaube, wir beide ticken ja eher so, dass wir versuchen,

auch Zusammenarbeit zu reflektieren und auch da nochmal drauf zu schauen. Und dann hast du ja alle Kontexte mit Reflektionen versehen. Das heißt, du kommst ja gar nicht mehr aus diesem Muster raus und dann würdest du mich ja überhaupt nicht überraschen, wenn das quasi immer vorhanden wäre. Ich glaube, da hilft es sehr, dann wieder Momente zu haben, wo man halt raus aus diesem Muster kommt. Ich denke gerade an "Bet mit'n Bälle" verprügeln. Ich denke an "Singen", an

Improvisationstheater und so solche Sachen. Und wenn man das dann nochmal im Wechsel haben kann, kommt man vielleicht ja auch dann wieder aus diesem kranken Moment heraus. Das ist jetzt sehr provokant formuliert. Voll. Doch, doch, doch. Ich glaube, das ist ein wenig die Medizin oder kann sie sein. Und gerade in der Corona-Pandemie ist das gerade abgebrochen. Da war sehr starke

Isolation. Das habe ich auch gemerkt. Danach war es irgendwie wieder, man musste schon so ein bisschen das Gefühl, ich habe das Gefühl, man musste wieder erlernen in Gruppen gemeinsam zu sein. So, das war anfangs dann auch schwierig. Und ich erinnere mich an die ersten Lehrerfortbildungen danach. Die Leute waren merkwürdig oder ich war merkwürdig. Ja, das war ja auch eine sehr interessante Zeit, wo plötzlich irgendwie alles in Frage gestellt wurde und gerade das mit dem

Miteinander eben nicht mehr nach der Norm abläuft oder ablief, sondern eben anders. Und jetzt gerade, mit wem hatte ich denn das neulich, ich glaube, es war eine Teilnehmerin aus einer Veranstaltung, ah nee, aus einer Vorlesung, eine Studierende, die sagte, jetzt wir über Näh- und Distanz sprachen, dass es schon manchmal unangenehm sei, wie nah plötzlich wieder Menschen im Supermarkt einem kämen und das so angenehm ist gewesen, sei eben in der Pandemie diesen zwanghaften Abstand zu halten,

da musste ich auch noch ein bisschen schwunzeln. Und ich habe auch gerade den Eindruck, du hast das ein bisschen erwähnt, aber auch an anderen Stellen habe ich immer wieder Momente, dass gerade

jetzt Menschen sich noch mal in die Pandemie zurück erinnern. Ich habe keine Ahnung, ob das auch in deinem Umfeld so ist, aber gerade in meinem taucht es immer mal wieder auf, als würde jetzt noch mal eine andere Betrachtung oder so eine Reflektion stattfinden und als sei es immer noch nötig, weil es bisher noch nicht geschehen ist, diese Zeit dann noch mal anders halt zu verarbeiten. Ja, ich nehme das auf. Vielleicht noch mal zurück zu Empathie. Woran macht man die fest?

Und ich finde eigentlich, ich werde mich gar mehr mit dem Begriff der Haltung arbeiten und diese Haltung sozusagen, die habe ich zum Beispiel, also glaube ich, ein Stück weit durch meine, dieses Gott steckt in allen Menschen, liebe dein Nächsten wie dich selbst, mitbekommen und wurde dann gestärkt und unterstützt in der Weiterbildung. Und ich glaube, dass jetzt zum Beispiel auf die Corona-Pandemie bezogen, zwei auch eine Landssendung darüber, wo sich dann noch mal alle darüber

ausgetauscht haben. Und diese Systemik, die kann dabei ja helfen, diese Schluchten zu überwinden. Also du kannst dir ja vorstellen, meine beiden besten Freunde, mit denen ich wirklich so viel gequatscht habe und auf einer Wellenlänge war oder bin wie wir beide, die haben jetzt auf einmal alles, was ich gesagt habe, genau andersrum gesehen. Das ist ja ganz interessant, das war für mich die andere Welt. Und da jetzt im Sinne des Konstruktivismus oder du bist okay und ich bin okay,

da wurde man ja richtig auf die Probe gestellt. Und dann ist es, glaube ich, auch in der Corona-Pandemie passiert, dass eben stigmatisiert worden ist und dann die ausgegrenzt worden sind. Und meine Freunde haben sich richtig ausgegrenzt gefühlt, die haben das Gefühl gehabt, sie werden systematisch benachteiligt und sie dürfen ihre Meinung gar nicht mehr äußern. Und das ist immer noch etwas,

glaube ich, das nicht geheilt ist. Und deswegen finde ich auch die Aufarbeitung so wichtig und es ist so schade, dass es bisher noch keinen Ausschuss dazu gab im Bundestag, weil natürlich hat niemand eine Blaupause gehabt und die Politiker sind wahrscheinlich nach bestem Wissen und Gewissen nach dem Punkt gegangen, wir müssen so gut wie möglich schützen. Historisch gesehen werden wir

daran gemessen, wie viele Menschen am Ende gestorben sind. Ich glaube, man hat dabei vergessen, dass sie natürlich auch daran gemessen werden, ob die Maßnahmen verhältnismäßig waren, dass Schüler nicht in Schulen gehen konnten, dass da Traumantas entstanden sind, dass da eben auch ganz stark Polarisierung stattgefunden hat. Das war sicherlich auch eine Kehrseite der Maßnahmen und da haben

natürlich dann andere Länder andere Wege gefunden für Maßnahmen. Ich denke da gerade darüber nach, dass es vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass dieses Thema mentale Gesundheit und die Akzeptanz des Themas, dass das immer noch nicht flächendeckend gegeben ist, weil würde das vielleicht mehr Akzeptanz in unserer Gesellschaft geben, dass es eben psychische Instabilitäten gibt oder Phasen, denen es einem nicht gut geht und das ist wie der

Rückenschmerz dazugehört. Vielleicht hätte es dann auch einen höheren Stellenwert gehabt, eine solche Pandemie mit all ihren Auswirkungen nochmal zu reflektieren. Also nochmal weg ist so auch nur von der Betrachtung der Maßnahmen und dessen was halt messbar oder rational zu betrachten ist, sondern halt auch dieses zwischen den Zeilen oder eben die psychologischen Effekte der Pandemie und der Maßnahmen, die halt ergriffen wurden. So, das ist auch noch was,

was mir gerade dazu durch den Kopf geht. Ja, interessant. Ich glaube, wir hatten zu viele Epidemiologen, die dann Entscheidungen getroffen haben und so wie die Experten. Ja genau. Passt ja dann auch wieder. Also zu diesen Umständen, wie wir auch Gesellschaft leben oder was wichtig in der Gesellschaft ist, da ist die Fachexpertise wahrscheinlich dann nochmal wichtiger als diese psychologische Komponente. Du grinst gerade so erfreut, du siehst ganz glücklich für einen

kurzen Moment aus. Was heißt das? Ich musste daran denken, das ist ja auch in Unternehmen so, jetzt geht es in Unternehmen schlecht, als erstes AHA wird gekänzelt. Also da wo es, wo man sozusagen was fürs menschliche tut, das ist ja nicht so wichtig. Das ist ja auch wieder zum Ausdruck. Das eine ist jetzt wesentlich, die Epidemiologen und die Soziologen ja, ja wir wissen eigentlich ist es ja wichtig, dass wir in der Schule Gemeinschaft leben, aber es ist auch in der Schule so. Man

wird einem gesagt, er soll zusammenarbeiten und arbeiten werden alleine geschrieben. Also wenn es drauf ankommt, bist du allein, aber sei ja sozial. Oh mein Gott, da hätten wir ein ganzes Fass, was wir da aufmachen können. Ich würde gerne das Fass kurz, also wir haben ganz kurz reingeguckt. Ich würde sofort wieder schließen wollen und leider etwas auslagern, weil sonst verbringen wir die nächsten zwei Stunden vermutlich mit dem Thema. Mir brennen nämlich noch ein paar andere Fragen

auf den Nägeln. Ich hoffe du siehst, es ist mir nach, dass ich gerade so streng in eine andere Richtung einbiege. Danke dafür. Und zwar bin ich noch so ein bisschen auf der Pferde oder vielleicht auf dem Weg von Benjamin Lambeck vom Erlebnispädagogen zum Systemiker, zum Coaching Space, Geschäftsführer und vor allem, wenn wir von dort gucken, jetzt auch so aus der Pandemiezeit, was ich übrigens gerade sehr spannend fand, das nochmal zu betrachten, was sich seitdem bis

heute auch noch verändert hat. Also du bist ja dann in diese Geschäftsführende Rolle gekommen, hast dein Unternehmen gegründet, herzlichen Glückwunsch auf dem Weg zum viel Millionär, oder wie hieß dieses Wort? Vielionär, zum vielionär. Und wer weiß, was dann von dort bis jetzt gerade passiert ist. Also diesen Schritt tatsächlich vom systemischen Berater zum Start-up, Gründer zum Unternehmer. Wo blickst du darauf, wenn du da jetzt zurück schaust so?

Ja, vielleicht während der Ausbildung habe ich schon ein Unternehmen gegründet, nämlich das Institut für Schulentwicklung und Hochschulidaktik. Mit damals meinem Kollegen zusammen, der hatte, bei dem hatte ich unter anderem Seminare gemacht und wir hatten so die Idee, uns dann damit selbstständig zu machen und eine GmbH zu gründen. Und da kam natürlich mein Wirtschaftsstudium mir sehr zugute und ich habe das auch sehr forciert, weil ich, jeder weiß, dass wer selbstständig ist,

nur im Coaching, nur im Training. Das ist sehr, sehr, ein sehr, sehr hartes Arbeitsverhältnis, kann man schon sagen, trotz allem Pleasure, dass das die Arbeit mit sich bringt. Aber wenn man nicht krank ist, dann kriegt man kein Geld. Das ist einfach so. Das wollte ich ändern. Und das war so das erste Abenteuer. Okay, jetzt machen wir ein echtes Unternehmen auf. Und dann sind wir zur GLS Bank gegangen, haben 100.000 Euro bekommen, haben Businessplan eingereicht. Das war toll.

Und dann haben wir die erste konstituierende Sitzung gehabt in Bochum und hatten noch Personal, schon Mitarbeitende. Ja, und dann ist die Corona-Pandemie eine Woche später ausgebrochen. Unser Geschäftsmodell war bedroht. So, weil wir keine Lehrerfortbildung mehr am Analogen hatten. Und daraus ist eigentlich dieser Schöpfungsprozess geworden. Wie kann eigentlich kooperatives Lernen, also die beste Art meines Erachtens ist auch Erlebnispädagogik. Wie kann das eigentlich

jetzt ins Digitale sich gut übertragen. Und aus diesem Schöpfungsprozess dann Online-Training zu entwerfen, die das können, ist dann eben auch die Idee und der Gedanke von Coaching Space entstanden. Und da mein damaliger, oder der jetzt immer noch mein Kollege gesagt hat, das passt nicht zu uns sozusagen. Ich glaube nicht daran, sozusagen an die Idee mit dem

Systembrett bin ich dann sozusagen alleine losgegangen. Und einer der Jungs, mit denen ich damals unsere Dinge im Wald gespielt habe, kiffenderweise, hat halt in der Zwischenzeit Informatik studiert und war als Verwaltungsfachkraft chronisch unterfordert. Und der brauchte eine Aufgabe und jetzt hatte ich eine. Und das war auch noch mal ein glücklicher Umstand, dass ich einen Vollstick-Entwickler da hatte, der jetzt erst mal gesagt hat, ich bau dir das.

Wahnsinn, was für eine Chance. Das sind genau die Momente. Also da kann man so dankbar sein, wenn man solche Menschen in seinem Umfeld hat, wo ich wieder übrigens ans Netzwerk denke. Also sofort die Kraft des Netzwerkes und vielleicht auch ein glücklicher Moment, also dass die Umstände so dazu gekommen sind, dass das halt passt. Und ich dachte auch sofort übrigens an den Umgang mit Krisen. Also das, was du beschrieben hast, ihr Konzept oder das Geschäftsmodell war

in Frage gestellt aufgrund der Pandemie und es begann ein Reflexionsprozess. Und über diesem Reflexionsprozess ist etwas Neues entstanden. Das ist ja, das so was berauscht mich immer, wenn ich das höre, weil ich diese Geschichten so gerne mag. Und ich finde, das gibt auch Menschen ganz viel Zuversicht, dass eben tatsächlich aus Krisen auch etwas Gutes entstehen kann und

das ist nicht nur ein blöder Kalenderspruch. Und das ist, glaube ich, das Einzige, dass ich an Trump gut finden kann aus systemischer Sicht, weil der rüttelt halt jetzt an allem und stellt alles in Frage. Und dann, es gibt ja ganz viele Dinge, die einfach schon lange nicht mehr so funktionieren. Vor zehn Jahren habe ich schon voll Kapisspass gehört. Der hat gesagt, wir sitzen in einem Zug, der fährt auf den Abgrund zu und das Einzige, was wir tun, ist den Schaffner,

also den Zugführer auszutauschen. Aber der Weg ist immer noch derselbe und damit war die soziale Marktwirtschaft oder die Marktwirtschaft insgesamt oder der Kapitalismus gemeint oder der Republik Kapitalismus. Also das, was den Planeten ausbeutet, den Menschen von der Natur entfremdet und unnötig produziert, also was wir auch nicht mehr brauchen, dass dieses System krankt ja und ist vielleicht auch im Endstadium. Und jetzt habe ich so das Gefühl, das bäumt sich

nochmal auf. Und ja, was passiert jetzt quasi als Nächstes? Und im besten Falle rückt die EU zusammen. Das ist ja gerade passiert. Und wie die Europäische Union ist jetzt nicht nur für mich etwas, wo wir uns beschützen sollen, sondern ja eine Werteunion im besten Falle. Und wenn Europa jetzt zusammenwächst aufgrund dessen, dass wir es müssen und vorher nicht konnten, weil wir nicht aus dem Trab gekommen sind und Trump jetzt quasi gerade das ist oder das auslöst, was wir brauchten,

um aufzuwachende Frosch quasi aus dem kochenden Wasser springt und damit nicht stirbt. Und ihr kennt, wie die Metapher kennt man, dass der Frosch sonst steht, ist im Wasser und würde da auch verbrüht werden. Aber wenn du gegen das Glas haust, erschreckt er sich so, dass er rausspringt, aber sonst würde er nicht rausspringen und sterben. Und das kann jetzt ein positiver Effekt sein,

wünschenswärterweise. Ja, auf jeden Fall, ich würde gerne daran glauben. Also du hörst schon so ein bisschen Zweifel, weil ich manchmal ein bisschen irritiert bin, wie wenig aktiv Menschen im Einzelnen werden oder wie wenig Energie in Richtung "Lass mal was gestalten" entsteht, sondern da vielleicht auch inzwischen vielleicht auch manchmal etwas Zuversichtslosigkeit herrscht.

Also ich bin ja eigentlich nicht die Kategorie, die sehr negativ denkt, aber ich beobachte manchmal so Menschen und dann komme ich leider auch ins Zweifeln und ich würde mir trotzdem wünschen, dass das, was wir vielleicht im Allgemeinen auch als unsere Prinzipien normalerweise erkennen, dass das auch jetzt wirkt, also dass es funktionieren kann, dass eben durch genau diesen Prozess,

der jetzt gestartet ist, vielleicht dann auch wirklich etwas entstehen kann. Das würde ich mir natürlich wünschen, weil wir ja vielleicht auch weiter in Richtung Zukunft planen gehen wollen und in die Hinrichtung abgrund. Ja, es entsteht ja immer was. Und die Frage ist ja, wie gestalten wir das? Und ich glaube, das eint uns, dass wir eigentlich immer das in irgendeiner Weise positiv gestalten möchten. Und das ist, glaube ich, auch dann die Zuversicht, die ich mir dann keiner mehr

nehmen kann. Es obliegt mir, wie ich das, was da ist, gestalten oder wie ich damit ungehe. Das ist genauso wie, wenn ich vor der Schulklasse stehe, dass sie sich gerade x und y auf die Nase hauen. Das liegt nicht in meiner, also da kann ich nicht erstmal nichts für. Ich kann dazwischen gehen, aber ich kann ja nichts für. Das liegt vielleicht daran, dass die beide mit Gewalt groß geworden ist und das für die ganz normale Form des Ausdrucks ist. Für mich vielleicht nicht, aber das

repräsentiert vielleicht ein wenig deren Lebensrealität zu Hause wieder. Und die Frage ist halt, wie verhalte ich mich dann dazu? Was mache ich daraus? Wie gehe ich mit diesen Menschen dann auch anschließend um? Und manchmal sind dann eben, das ist eine Katastrophe, was sich da abspielt. Ja, und die Kunst ist dann vielleicht auch die, das habe ich in der systemischen Ausbildung mal gelernt, das in einem anderen Genre zu sehen. Also diese Tragödie vielleicht auch ein wenig

mehr als Komödie zu entdecken. Und Trump als Komödie zu sehen ist nicht schwer. Allerdings, ja, das wäre vielleicht auch ein ganz guter Umgang damit. Also da tatsächlich nochmal eine andere Perspektive einzunehmen und anders draufzuschauen. Die Frage, die ich mir da gerade gestellt habe, wir haben ja jetzt gerade schon unterschiedliche Rollen von dir vielleicht kennengelernt oder ich denke bei dir, wenn ich dich sehe auch an einem Mann mit sehr vielen Hüten.

Und wie agierst du dann in diesen Rollen oder mit diesen Hüten so, dass du vielleicht auch einen Einfluss darauf nimmst, was gerade passiert und was vielleicht zukünftig passiert? Das ist vielleicht eine sehr große Frage, aber möglicherweise können wir ein bisschen Raum dafür hier auch eröffnen. Dank dir. Also ich bin mir meiner Hüte schon auch sehr bewusst, weil es ja auch wirklich komplex ist, dann da in dem Unternehmen und da in dem Unternehmen. Und deswegen kann ich ganz

bewusst auch sagen so, ich spreche jetzt mal aus der Rolle von. Und das ist natürlich die Systemik, hat da einen super gelehrt und sensibilisiert. Und da im Coaching Space habe ich, arbeiten wir jetzt gerade daran, dass unsere Weiterbildung beim ICF, beim internationalen Coaching Verband zertifiziert wird. Und die Idee ist, dieses, das Systembrett beispielsweise, das kennt niemand in Südamerika, also doch im Büro, weil da kommt glaube ich Kurt Dudowich hier, aber das heißt,

es ist eine relativ unbekannte Methode. So und mit einem Online Training, das dann stattfindet über Coaching Space, kann man diese tollen Methoden des inneren Team auch vermitteln. So und jetzt nochmal zurück zu meiner Schwester, die eine eigene kleine Kneipe hat und ziemlich bescheuert ist, sage ich mal, aber gleichzeitig wahrscheinlich in Peru nicht auffallen würde oder in Brasilien, weil sie eben so lebensfroh ist, aber hier ist sie eben ein bisschen verrückt

schon. Die wird wahrscheinlich vielleicht nie Coaching werden, aber das, was sie dort erlernt in der Systemik, ich hatte jetzt hier letztens auf LinkedIn gesehen, dass sie seit jetzt war so ein Unternehmerin, die teils erfolgreich noch ein Hotel führt, die hat gesagt, eigentlich sollte jeder Mensch eine systemische Ausbildung haben und das war so, da habe ich sofort gesagt, ja, das habe ich auch immer gesagt, jeder Mensch sollte das haben, weil wir darin ja die Fähigkeit erlernen,

aufeinander zuzugehen, auch wenn wir meinen, dass das, was unvermeidbar ist. Ich habe immer im Telegram Profil so ein Bild immer von demselben, aber aus unterschiedlichen Perspektiven sind drei Kreise. Von oben denkst du, es ist ein Trichter, von der Seite aus sind es drei Striche und wenn du von wieder einer anderen Perspektive drauf schaust, sind es einfach nur drei Kreise. So, und da können wir uns trefflich drüber streiten und ich könnte sagen, bist du blödsandra,

da sind doch keine drei Striche, guck doch mal hin. So, aber dieses Bewusstsein, dass da über Erfahrung geschaffen wird und dadurch eine Haltung kultiviert ist, die ist heilsam und meine Hüte kann ich dann eben nutzen in solchen Ausbildungsformaten oder vor allem, dass das systemische Gedankengut in die Welt sich möglichst ausbreitet und ich glaube, da sind wir auf einer

ähnlichen Mission unterwegs, oder? Total, vor allem passt es ganz gut immer zu einer der letzten Fragen in dem Podcast, die ich normalerweise stellen würde und ich musste sie dir jetzt gar nicht stellen, weil du sie intuitiv beantwortet hast und zwar, was würde passieren, wenn mehr Menschen systemisch unterwegs wären und das hast du ja quasi gerade indirekt beantwortet und ich glaube auch ganz fest daran, ich habe schon mehrfach darüber nachgedacht, ob ich so eine

systemische für alle Weiterbildung anbiete, habe das teilweise schon in meinem Netzwerk einfach mal so impulsartig gestreut, wo raufhin immer eine Rückmeidung kam, oh ja, unbedingt, weil einige festgestellt haben, wie angenehmes doch ist, also wie angenehmes ist, wenn wir nach systemischen Werten ausgerichtet leben, kommunizieren, vielleicht auch arbeiten und ich kann mir schon

vorstellen, dass das dann eine Wirkung hätte, ganz gleich in welchem Lebensbereich. Ja, ich habe gerade vorgestern mit meiner Lebensgefährtin, sie kommt aus Brasilien, ein brasilianischen Film geguckt, der gerade ganz viele Ostgas gewinnt und der geht so über das Militärdiktatur in den 70ern, die dort waren und auch da ist so wieder diese Verblendung, diese Verengung erlebt, also immer dann irgendwie, wo sich Bilder verengen, da ist dann nicht weit zu Faschismus, da enght

sich einfach der Blick und es gibt nur noch schwarz und weiß und die und wir und in diesen Kategorien wird, wird gedacht und gehandelt und das Gegenteil davon ist für mich Systemik, also den, den Raum zu öffnen und auch im Gegensatz dazu nicht die Menschen dann zu kategorisieren und zu labeln als die Nazis oder die anderen, weil ich kann nicht sagen, die sind bescheuert, aber mein ich wäre der, der, der, der, der, der, der Wissende sozusagen, sondern die Frage ist ja, was hat diese

Menschen dazu veranlasst, zu ihren Einstellungen gekommen zu sein oder zu ihren Ideen und wenn ich, du hast das angesprochen, ich habe meinen besten Freund oder jetzt besten Freund danach gefragt, was ist eine Kernkompetenz von mir und er hat geantwortet Neugierde und ich will das halt wissen, ich will wissen, mit dieser Neugierde an die Menschen heranzutreten, die anderer Meinung sind, warum, warum seid ihr so, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht warum, wozu habt ihr diese

Ideen ausgebildet, das hat einen Grund und mit dieser Haltung an die Menschen heranzutreten, öffnet statt zu polarisieren, das ist, das ist, das ist die Medizin gegen ja, Verengung, habe ich so das Gefühl, vielleicht auch beim Ja, ja, ich nicke deswegen jetzt gerade auch so deutlich, weil ich mich an einen Austausch erinnere, den wir in der Regionalgruppe Nord der DGSF hatten, als wir uns rund um die Wahlen, also in Hamburg war ja auch Wahl und dann die Bundestagswahl und

so, als wir da ein Netzwerk treffen hatten, hat viele Menschen der Gruppe des Thema Hass und Hetze beschäftigt und wie wir zukünftig aufeinander reagieren können und werden und mich hat es dann auch ein paar Tage beschäftigt und gerade auch im Hinblick auf Social Media und den krassen, aggressiven Äußerungen dort, wo man vielleicht auch mit, ja, mit Hass oder auf Hass mit Hass reagiert und ich fühlte mich dann selber ertappt, aber ich war bei irgendeiner

Demo hier in Hamburg, um das gegen rechts, das passte von der Zeit ja gut, also nicht, weil ich schon so alt bin, aber tatsächlich passte einfach die Demonstration ganz gut und ich mag diese Initiative und dann wurden da zu Parolen aufgerufen und ich habe das nur mitgesprochen und dachte, warum fühle ich mich gerade so komisch, wenn ich das sage und ich brauchte ein bisschen, bis ich es verarbeitet habe und hatte und dachte dann, ach so, ne, ich trage keinen Hass

gegenüber Menschen in mir gar nicht, sondern ich stelle auch immer die Frage nach der guten Absicht, das ist seit der systemischen Weiterbildung in Mark und Beinen aufgegangen, bei mir kam das erst später, also ich hatte das nicht so wie bei dir, bei mir war viel Bewertung vorher da und ich war sehr dankbar über diesen Perspektivwechsel und seitdem versuche ich das schon immer so zu betrachten und auch bei einem vielleicht sehr stark auftretenden Nazi oder so würde ich immer die

Frage stellen, was war da los, also was ist in seiner Biografie gewesen, wie kam es zu diesen Gedanken, in welchen Kontexten lebt diese Person, wie agiert er, was für Erfahrung hat er gesammelt und wie kommt es zu diesen starken Gefühlen, wie kommt es zur starken Bewertung anderer, wie kann es kommen zu der Ablehnung, weil das in meinem Gehirn nicht vorhanden ist, ich verstehe weder Gewalt als Konzept, also ich kann es auch nicht verstehen, dass man andere Menschen umbringen

kann, dass man andere Menschen und Tiere verletzen kann, Tiere ist ein bisschen schwierig, weil ich tatsächlich noch Fleisch esse, aber zu Grundsätzlich halt bewusst Schaden zufügen des Quehlenswägen vielleicht auch und das sind so Konzepte, das verstehe ich immer nicht und ich bin da eher so wie du, dass ich dann denke, wenn ich etwas nicht verstehe, will ich es aber verstehen und dazu bräuchte ich viel

mehr Kontakt zu Menschen dieser Kategorie, die halt von mir so fern sind, um sie noch mehr zu verstehen, aber bei mir ist es so, ich habe einfach wenig Kontaktpunkte und da war ich eine Zeit lang so auf der Pferde, kriege ich mehr Kontaktpunkte hin, um mehr verstehen zu können, weil ich glaube, dass es halt diesen Dialog und diesen Austausch und nicht diese Trennung braucht,

damit wir wieder mehr zueinander kommen. Ja, ja und schön wäre es, so ein wenig in dann solche Kontakte zu kommen, also wenn der Kontakt entsteht, weg von meiner Meinung hin zu zuhören, also du musst dich halt lösen, also das ist die Kunst, du musst dich von deinem Standpunkt mal lösen, es ist dann erstmal für mich, also wenn es mir egal ist, was mein Standpunkt ist und ich wirklich wirklich interessiert bin, wie der andere so tickt, dann kann ich mich ganz hätt ich darauf

einlassen, dann triggert es mich auch nicht, was der so sagt, weil es gibt mir jetzt ja nicht darum, das zu entkräften oder das irgendwie dazu eine Haltung, ich muss dem jetzt aber was sagen, das kann ich jetzt aber nicht so stehen lassen, doch das kann ich so stehen lassen, weil ich habe ihn danach gefragt, das kann er so sagen, das muss ich nicht gut finden, aber ich finde, ich kümme doch erstmal zu, ganz interessant, was er da so sagt und wenn er mich nicht fragt,

wie ich das so finde, warum muss ich dann dazu äußern, dass ich das aber ganz anders sehe, erstmal, muss ich ja erstmal gar nicht, also und diese Neugierde eröffnet dann im besten Falle, es ist mir mal so gegangen, ja in der Systemik, auch in der Ausbildung, dieses ich erkunde die Insel des anderen, ich lerne die voll kennen, so wie krass, okay, ja okay, so macht das Sinn, also okay, das jetzt verstehe ich, warum du die Welt auf einmal so siehst, so, ja okay, ja sehe ich

immer noch anders, aber danke für den Einblick. Ja und nicht dieses, ich möchte nur mit dir ins Gespräch gehen, um dich zu bekehren, sondern ich bin wirklich nur bei dir und das fällt ja Menschen schon im Alltag bei nicht belastenden oder in nicht belastenden Sensituationen schon schwer, also tatsächlich nur beim Gegenüber zu sein und nicht das Gespräch anzuregen, damit wir selber von uns berichten können, das beobachte ich immer wieder, das ist glaube ich so eine große Kunst der

Gesprächsführung, die aber ein gutes Gespräch auch wirklich ausmacht, also tatsächlich beim Gegenüber zu sein, weil wir uns darauf verlassen können, wenn wir genauso agieren, dass automatisch irgendwann es zu uns wieder zurück kommt, ganz gewiss, also glaube ich ganz fest daran und dann wäre es vielleicht auch irgendwann wirklich ein wahrhaftiger Dialog und kein bekehrendes,

belehrendes Gespräch, aber ich fürchte, da braucht es doch ein bisschen dazu. Ja und ganz, ganz viele Haltung von unserer Seite aus und wenn wir es als Systemiker nicht können, wer dann irritiert mich? Nein, es irritiert ja doch, irritiert nicht, aber in systemischen Verbänden finde ich es sehr

schwierig, dass Menschen sich nicht in der Haltung immer befinden. Ich glaube, das wandelt sich auch gerade ganz ganz viele Verbänden, weil da auch ganz ganz viele jetzt neue Menschen sozusagen in die

Verbände hineinkommen, die die mitführen. Aber ich glaube, wir Systemiker dürfen, wir haben Privileg, dass diese Haltung kultiviert haben zu dürfen sozusagen und damit geht vielleicht auch ein Stück weit die Verantwortung einher, damit umzugehen im Sinne von ich versuche nicht zu bekehren und ich bin sowieso bekehrungstechnisch ein gebranntes Kind, weil ich ja aus diesem

christlichen Kontext komme. Ich habe die Leute versucht auch in die Kirche zu schleppen. Das war ganz schrecklich, weil sie dann natürlich dann Blödsinn gemacht haben, als ich es dann endlich so weit hatte. Wirklich mit der Idee, die kommen sonst in die Hölle. Das wurde mir so eingetrichtert und ich habe das als Kind halt auch geglaubt und auch noch lange geglaubt. Und ich meiste, wenn dich jemand anquatscht irgendwie und seinen Glauben vermitteln will, so kommt doch Leute

nicht zum Glauben. Leute kommen zum Glauben, weil sie denken, der ist anders. Cool, irgendwie du hörst mir zu, was in deiner Einstellung und auf einmal öffnet sich eine Tür, aber doch nicht, weil ich argumentativ überlegen bin und ihm das auch zeige, weil ich ihn ja wohl nicht davon überzeugen, seine Meinung zu ändern, sondern seine Meinung wird sein, dieses arrogante Arschloch ist wieder mal so einer, der mir sagen will, dass ich falsch bin und die richtig. Ja, das führt dann

wieder dazu, dass man sich bestätigt fühlt. Die anderen sind blöd. Ja, ja, auch dazu gehe bisher viel zu sagen. Ich merke gerade, also nicht nur mit Blick auf die Uhr, aber so grundsätzlich, ich hätte noch so viele Gesprächsfetzen. Also es ist eigentlich so wie immer. Das war jetzt quasi ein aufgenommenes Telefonat und auch da war es bisher immer so, dass ich erstens Notizen gemacht habe, weil ich neue Ideen entwickelt habe. Danke dafür, die erzähle ich dir später. Und

dann, dass ich dachte, oh verdammt, wir könnten doch noch und so geht es mir jetzt auch gerade. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Wir haben über eine Stunde jetzt gerade miteinander telefoniert. Ich bleibe mal in der Betitelung. Was geht dir gerade durch den Kopf? Was würdest du an dieser Stelle

unbedingt noch teilen wollen, damit du pünktlich zu deinem Anschlusstermin kommen kannst? Ja. Ich glaube, wir als Systemiker haben wirklich ein Stück weit die Verantwortung in unserem Verhalten Türen und im besten Falle Herzen zu öffnen, wo wir können und möglichst viele Menschen davon zu begeistern, indem wir es vorleben, wie es ist, konstruktivistisch dieses Sowohl als auch

du bist okay, ich bin okay, in die Welt zu tragen. Oh mein Gott, wie schön. Das habe ich teilweise mitgeschrieben, aber ich freue mich sehr, dass unser Aufnahmetool das natürlich mitgescannt hat. Das werde ich mir wahrscheinlich noch mal rausziehen und dir und uns zur Verfügung stellen, sodass wir uns das nochmal auf der Zunge zergehen lassen können. Ich glaube, tatsächlich dieser Ansatz mit Liebe und auch mit der Vorstellung, dass ganz viel Liebe in Menschen drin ist,

damit würde ich gerne aus dem Gespräch gehen. Also das hat mir besonders gut gefallen. Was ich total spannend fand, meine innere Agenda, wie dieser Check-in mit dir ablaufen könnte, war ein bisschen anders. Aber wir kennen es ja aus unserer Arbeit, go with the flow und sind da,

glaube ich, beide relativ offen. Ich habe noch sehr viele Punkte offen. Unter anderem tatsächlich nicht nur das Thema jetzt vielleicht auch von Gesellschaft hin zu Schule, zu gesellschaftlicher Veränderung, vielleicht auch im Hinblick auf technologischer Veränderung, Stichwort KI, dann möglicherweise Arbeits- und Lebenskonzepte. Das sind tatsächlich meine offenen Enden mit dir, lieber Ben. Das heißt, wir müssen uns leider nochmal treffen, aber das war ja so ein bisschen

vorausgeahnt. Und ja, danke. Und ich habe mich tatsächlich sehr gefreut, tatsächlich so über deine Anfangsreise ein bisschen mehr zu erfahren. Da war jetzt für mich relativ viel Neues auch mit dabei. Und tatsächlich aber auch dieses Rückblick auf die Pandemie-Thema. Damit habe ich heute gar nicht gerechnet. Das hat mich so ein bisschen positiv überrascht und das

hatten wir auch überhaupt nicht vorbesprochen, dass es so kommen könnte. Und dieser kurze Streifzug durch Politik, das hatte mich jetzt bei unserem Vorgeplauder auch ein bisschen überrascht, fand ich aber auch ganz schön, weil da kommt natürlich der Gesellschaftliche und damit ja auch der Wertebezug so aus unserer beruflichen Profession wieder ganz passend dazu. Das sind so meine Gedanken, die mir jetzt gerade zum Abschluss noch durch den Kopf schwirren.

Ja, ich habe vielleicht genau, ich finde es schön, dass wir weitere Folgen aufnehmen werden und vielleicht auch diese Themen, die du ansprachs besprechen werden. Ich würde noch bedingungslose Liebe, also was ist das sozusagen? Die habe ich ja, ich habe der Mutter mich im wahrsten Sinne des

Wortes mitbekommen. Dieses Konzept und die damit verbundene Überforderung und notwendige Enttäuschung finde ich eigentlich noch ein spannendes Thema genau und das Thema Konkurrenz vs. Kooperation und auch gerade im politischen Sinne, weil ich glaube unser System leidet vor allem daran, dass wir immer noch viel zu sehr in Konkurrenz unterwegs sind statt in Kooperation unterwegs sind. Und das geht dann auch wieder in Richtung Schule und so weiter. Darüber würde ich mich sehr freuen und

ja, lasst uns gerne wieder öffentlich telefonieren. Das machen wir. Zur bedingungslosen Liebe würde ich dann noch die radikale Akzeptanz hinzufügen. Meine Synapsen haben gerade schon wieder Party gefeiert, beide mir drei Worte zugeworfen hast und zack kam noch was dazu. So ein herzlich gerne. Glaub mir, ich habe das hier alles konserviert auf meinem handschriftlichen Zettel, sodass es nicht verloren geht und ich melde mich einfach wieder bei dir, wenn es mal wieder Zeit

fürs öffentliche Telefonat ist, oder? Sehr, sehr gerne. Lieben Dank, Sandra. Ich freue mich auf den Anruf. Ja, ich danke dir. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich wünsch dir was. Bis bald. Mach's gut. Tschüss. Bevor wir uns verabschieden, noch ein kurzer Hinweis auf unseren

heutigen Werbepartner CoachingSpace. Im Rahmen der CoachingSpace Weiterbildung hast du die Möglichkeit, die Vielfalt und Wirksamkeit der Toolandschaft von CoachingSpace, unter anderem die Arbeit mit dem Systembrett, dem inneren Team und den Positionierungskarten in virtuellen kleinen Gruppen kennenzulernen. Nach Abschluss der Weiterbildung erhältst du das Zertifikat Systemic Online Expert. Wir freuen uns

sehr, dass wir dir heute 15 Prozent Nachlass auf den Weiterbildungspreis anbieten können. Gibt dazu bei deiner Anmeldung einfach den Code SN15 an. Die nächste CoachingSpace Weiterbildung startet übrigens am 24.08.2025. Die Nutzung des Premium-Pakets von CoachingSpace ist während deiner gesamten Weiterbildung inklusive. Als Mitglied des Systemischen Netzwerks profitierst du zudem von bis zu 50 Prozent

Rabatt auf CoachingSpace. Du erhältst entweder 6 Monate lang Zugriff auf die Premium-Funktion mit einem Rabatt von 40 Prozent für 29,95 pro Monat oder im 12-Monats-Abo einen Rabatt von 50 Prozent für 24,95 Euro pro Monat auf die Premium-Funktion von CoachingSpace. Herzlichen Dank an CoachingSpace für diese tollen Angebote und die Unterstützung dieser Folge. Wenn dir diese Folge gefallen hat, freuen wir uns, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung darlässt. Das hilft uns,

noch mehr Menschen zu erreichen. Teile den Podcast auch gerne in deinem Netzwerk. Alle weiterführenden Infos und Links findest du wie immer in den Shownotes. Dankeschön fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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