Zwischen den Stühlen? Entscheidungen treffen mit Systemischem Coaching - podcast episode cover

Zwischen den Stühlen? Entscheidungen treffen mit Systemischem Coaching

Mar 21, 202423 minEp. 342
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Episode description

Du hast gerade das Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen? Dann ist die heutige Folge genau für dich! Curse, der auch zertifizierter Systemischer Coach ist, stellt in dieser Folge ein beliebtes Tool vor, dass dir bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Viel Freude beim hören. www.curse.de www.instagram.com/cursezeit www.facebook.com/curseofficial

Transcript

Herzlich willkommen bei Meditation Coaching in Life. Mein Name ist Michael Kurt, auch bekannt, IceCars. In heutigen Folge sprechen wir über ein Tool, eine Methode aus dem systemischen Coaching, das sehr gut, weil der Entscheidungsfilm umhelfen kann. Und das ein bisschen verrückt ist und ich liebe verrückte Tools. Also viel Freude damit. Herzlich willkommen nochmal hier bei Meditation Coaching in Life. In dem Titel steckt das Wort

Meditation und das Wort Coaching und das Wort Life. Und das bedeutet, dass die beiden Themenbereiche Coaching, also Tools und Methoden zur Problemlösung, zum besseren Verständnis von dem was man eigentlich will, zur Lösung von verzickten Situationen und der Themenbereich Meditation, also das Erkennen und Erforschen der eigenen Gedanken, der eigenen Emotion, des eigenen Geistes und das Durchbrechen von alten Mustern, dadurch, dass man nicht reagiert, sondern betrachtet und

erlebt. Dass diese beiden Bereiche mich in meinem Leben so sehr geprägt haben und mir so wahnsinnig dabei geholfen haben, die Herausforderungen meines Lebens zu meistern, dass ich diese beiden Dinge hier in dem Podcast mit euch teilen will und immer den Anspruch habe oder in den Wunsch habe, dass die Methoden praktisch sind und dass ich sie in meinem Leben anwenden kann und du sie, ihr sie in eurem Leben anwenden könnt. Das bedeutet so wenig abstrakt wie möglich und so konkret es

nur geht. Manchmal gelingt mir das ein bisschen besser und manchmal gelingt es mir weniger, wie zum Beispiel vor ein paar Wochen, als ich eine Folge darüber gemacht habe, wie wir die Probleme in der Welt angehen können und trotzdem bei uns sein können, also wie wir äußere Schwierigkeiten und innere Ausgeglichenheit auf einen Nenner bringen können. Ich sage, es gelingt mir nicht ganz so gut, weil ich da das Feedback von einigen Leuten bekommen habe, dass die Folge ein wenig abstrakt

war. Und da muss ich sagen, das kann sein, denn ich habe dort über ein buddhistisches Prinzip gesprochen, das Prinzip von "shunyata", der Leerheit, was gar nicht so leicht zu verstehen ist, was wahnsinnig oft falsch verstanden wird und wo ich persönlich auch, glaube ich, Jahre gebraucht habe, um das irgendwie zu durchdringen. Und da mache ich da so eine Podcast-Folge von 20 Minuten und dann ist natürlich, also der Anspruch natürlich schon, dass alle das nachvollziehen können,

aber ich kann das total verstehen, wenn das dann ein bisschen schwierig ist. Ich werde also zu diesem Thema "Leerheit-Shunyata" in nächster Zeit ein paar Folgen machen, denn ich glaube, wir können das zusammen knacken. Ich glaube, wir kriegen das hin. Ich glaube, wir können das gemeinsam durchdringen. Und vielleicht dauert es auch nicht ein paar Jahre, vielleicht dauert es nur ein paar Folgen. Heute gehen wir aber in den Bereich, bei dem ich sicher bin, dass es sehr greifbar ist und sehr

konkret funktioniert und anwendbar ist. Heute gehen wir in den Bereich des Coachings, des systemischen Coachings. Meine allererste Ausbildung, die ich gemacht habe in diesem ganzen Bereich, war zum Systemischen Coach und zum Change Manager am Ineco-Institut einer Uni Köln. Für alle von euch, die in der Systemische Coaching-Ausbildung suchen, kann ich sehr empfehlen. Dort haben wir

grundlegend gelernt, wie die Grundhaltung eines Coaches ist. Also was Coaches mitbringen und üben und praktizieren mit ihren Klientinnen und Klienten, wie man mit Menschen spricht, wie man die richtigen Fragen stellt, wie man auf Fragestellungen eingeht. Das ist das A und O, das ist so die grundlegende Basis von der Auskommand starten. Und dann haben wir einzelne Methoden, sogenannte Tools gelernt. Und die Tools im Systemischen Coaching sind super spannend. Und Tools

bedeutet ja Werkzeuge. Das heißt, man kann sich wirklich vorstellen, dass man erstmal grundlegend lernt, wie so Wände beschaffen sind und wie man da, also wenn man jetzt mal beim Werkzeugbild bleibt, wie die Wände beschaffen sind, was es für verschiedene Arten von Wänden gibt, wie man so grundsätzlich an Wände rangeht und so weiter. Und dann bekommt man irgendwann die einzelnen

Werkzeuge erklärt, welches Werkzeug wofür da ist und so weiter. Und irgendwann füllt sich der Werkzeugkoffer immer mehr und ein Coach, eine Coaching kann nachher die Werkzeuge, die in diesem Koffer drin sind, kreativ und der jeweiligen ganz individuellen Situation entsprechend anwenden. Und da ein Hammer nur Nägel in die Wand hauen kann und Coaching Tools aber

viel vielseitiger einsetzbar sind, hört dann da auch irgendwann der Vergleich auf. Aber es ist schon erst mal schön zu sagen, ich weiß grundsätzlich, wie Handwerken funktioniert und ich habe ein Koffer voller Werkzeuge, die ich anwenden kann. Und eins dieser Werkzeuge möchte ich euch heute hier vorstellen. Und zwar geht es um Stühle. Das Interessante ist, dass unsere Sprache, wie so oft, dieses Bild schon beinhaltet. Man sagt nämlich, ich weiß nicht wofür ich mich entscheiden soll.

Ich sitze zwischen den Stühlen oder mein Kumpel Alex, der erwartet von mir, dass ich bla, bla, bla, bla, mein Kumpel B, also mein Kumpel B la, der erwartet von mir aber, dass ich bla,

bla, bla, bla, bla und ich weiß nicht, irgendwie sitze ich dazwischen den Stühlen. Das heißt, dieses Bild davon zwischen den Stühlen zu sitzen, heißt für uns, dass wir uns irgendwo entscheiden müssen oder etwas von uns erwartet wird, eine Entscheidung von uns erwartet wird, wir aber irgendwie nicht genau wissen, ob jetzt links oder rechts irgendwie was machen sollen.

Wenn ich sage, ich sitze zwischen den Stühlen, dann ist das erst mal was Negatives. Das bedeutet nämlich, ich weiß es nicht, ich kann nicht ganz entscheiden, das eine ist so, das andere so, ein bisschen ja, bisschen nein, einerseits, andererseits. Dieses Bild von zwischen den Stühlen führt also erst mal in so einen Stillstand und man denkt, ich weiß nicht, ob das so gut ist.

Mit dieser Übung würde ich das gerne umdrehen. Mit dieser Übung würde ich gerne beweisen uns allen, dass die Position zwischen den Stühlen die beste Position ist, um eine gute Entscheidung zu treffen. Wenn man auch schon mal auf den anderen Stühlen gesessen hat und dann aus der Position zwischen den Stühlen neutral drauf guckt, beobachtet und dann eine gute Entscheidung trifft.

Raus aus dem abstrakten und rein in die Übung, wie bei allen von diesen Übungen und Tools, die ich hier in dem Podcast vorstelle, der größte Effekt entsteht, wenn du es gleich mal mit ausprobierst und um das hier gleich mal auszuprobieren, kannst du dir eine Situation schaffen in deiner Bude, in deiner Wohnung, in deiner WG, in deiner riesigen Villa auf dem Land, wo auch immer du

bist, in der du die Möglichkeit hast, dich auf drei verschiedene Stühle zu setzen. Wir nehmen vielleicht mal den Stuhl oder das Sofa, es kann auch ein Sofa sein oder ein Sitzkissen oder was auch immer. Wenn du nichts zum sitzen hast, können es auch drei verschiedene Positionen des Stehens im Raum sein, an der einen Wand, an einer anderen Wand und einmal am Fenster oder so. Aber bleiben wir mal bei dem Bild von den Stühlen. Du kannst es für dich dann natürlich adaptieren.

Also um bei dem Bild von den Stühlen zu bleiben, nimm dir drei Stühle und stell sie hin. Und der erste Stuhl kann der sein, auf dem du eh schon sitzt oder das Sofa, um diesen Podcast zu hören. Das ist Stuhl Nummer eins, das ist der beobachtende Stuhl, der Entscheiderstuhl. Aber erst mal am

Anfang der "Oh, ich weiß nicht weiter" Stuhl. Auf dem sitzt du jetzt gerade. Ruf dir also für den jetzigen Moment, für diese Übung, eine Situation, eine Entscheidung ins Gedächtnis, wo du sagst, okay, ich weiß nicht, ob ich A oder B machen soll, ich sitze ein bisschen zwischen den Stühlen, um das hier mal zu üben. Das kann so was sein wie, soll ich im Sommer nach Italien reisen oder nach Frankreich. Das hatte ich schon mal dieses Beispiel, da ging es um eine andere Entscheidungsfindung

hier im Podcast. Das ist das Tetralemma, auch ein sehr interessantes Stuhl. Oder du sagst, soll ich in meinem Job bleiben oder soll ich den Job wechseln? Oder vielleicht ist es auch was ganz einfaches und du sagst, ey, ich treffe nächste Woche eine Freundin, gehen wir in das eine Restaurant oder in das andere oder gehen wir in die Bar oder in die. Wir üben das hier nur, such dir also irgendwas, was in deinem Leben gerade relevant ist, wo du buchstäblich zwischen den Stühlen sitzt.

Vielleicht sind es auch drei Entscheidungen oder drei verschiedene Optionen, natürlich eine Entscheidung, aber drei verschiedene Optionen. Da kannst du, wenn du möchtest, dir nach auch drei Stühle hinstellen. Aber der einfache Treiber bleiben wir jetzt bei zwei verschiedenen Optionen. Du sitzt also auf deinem Stuhl, auf deinem jetzt gerade, oh, ich weiß nicht, weiter Stuhl, der nachher zu dem Stuhl der Klarheit wird und du rufst dir diese Situation in dein Gedächtnis.

Was ist diese Entscheidung? Was ist die Fragestellung? Wenn du willst, kannst du dir das kurz aufschreiben oder das irgendwie laut aussprechen und kannst dafür natürlich auch auf Pause drücken. Und dann hast du die beiden Optionen. Ich bleibe einfach mal bei dem Bild Frankreich oder Italien. Und jetzt nimmst du dir zwei weitere Stühle und die stehen jeweils für die Entscheidung Frankreich und die

Entscheidung Italien. Wenn du möchtest, kannst du diese zwei Stühle vor dir im Raum aufstellen. Und du kannst dich wirklich buchstäblich dazwischen setzen. Und du kannst diese Stühle so hinstellen, wie du möchtest. Wenn du sagst, oh Frankreich, das sieht für mich eher so aus wie ein bisschen mehr an der linken Wand und Italien ist ein bisschen mehr Richtung Fenster, dann macht das einfach. Folgt da deine Intuition. Da kannst du ruhig vollkommen crazy sein und das muss auch

gar keinen logischen Grund haben. Du kannst aber auch sagen, nee, ich stelle die mir einfach beide direkt vor mich, so wie als hätte ich zwei Bewerber oder Bewerberinnen, die mit mir hier ins Gespräch kommen wollen und zack die stelle ich so vor mich. wo auch immer du diese Stühle im Raum platziert, schau, welcher steht für welche Option. Und jetzt kannst du dir überlegen, welche Option dir als erstes angucken möchtest, zum Beispiel Frankreich.

Und dann stehst du von deinem jetzigen Stuhl, wo du die Fragestellung gemacht hast, nämlich "Oh, soll ich nach Frankreich oder Italien? Ich weiß es nicht genau." Oder "Soll ich in die Bau oder die?" Oder "Soll ich beim Job bleiben oder nicht?" Von diesem Stuhl stehst du auf, und gehst zu dem Frankreichstuhl. Und du machst das ganz bewusst. Du guckst schon mal, "Ey, ich bewege mich Richtung Frankreichstuhl." Wie fühle ich mich dabei?

Habe ich da gerade voll Bock drauf und denk mir, "Okay, darf es Frankreich? Geil, cool." Oder denk ich mir so, "Oh, oh, schwierig." Das kannst du schon mal fühlen. Das ist schon mal eine Information. Dann gehst du dorthin zu dem Stuhl, der für Frankreich steht, und setz dich auf diesen Stuhl. Und in dem Moment, in dem du da jetzt sitzt, verkörpers du diese Entscheidung. Verkörpers diese Entscheidung. Okay, es ist Frankreich. Und jetzt auf diesem Stuhl.

Schau mal, wie du dich fühlst und sag dir selbst oder notier dir, was die Punkte sind, die bei der Entscheidung Frankreich gut und richtig sind. Und zwar nicht so aus der neutralen Perspektive, sondern so, nee, ich bin jetzt da. Ich bin jetzt hier, ich habe mich jetzt dafür entschieden. Wie fühlt sich das an? Was sind die Bros und Kons? Und wie so, ich sitze jetzt hier, ich bin jetzt in Frankreich. Gutes Essen, aber ein bisschen teuer. Gutes Wetter, und so weiter.

Und dann guckst du halt einfach, wie sich das anfällt. Oh, hier fühle ich mich irgendwie wohl. Oder, ah, hier fühle ich mich irgendwie ein bisschen out of place. Was auch immer es ist. Dieser Stuhl wirklich mit deinem ganzen Kopf und mit deinem ganzen Körper und deinen ganzen Empfindungen ist so, als wärst du da. Als hättest du dich entschieden, als wärst du in Frankreich und es gibt einfach keine zweite Option. Du bist da. Sammel da so viele Informationen wie möglich.

Also, wie fühlst du dich dabei? Was für Gedanken gehen die durch den Kopf? Was für Assoziationen hast du? Was für innere Bilder? Und schreib das gerne auf und nimm dir so viel Zeit, wie du willst. Immer wenn du denkst, ja, ist gut, dann überleg dir, fällt mir noch irgendwas ein, gibt es noch irgendwas zu sagen, habe ich noch irgendwas vergessen. Und dann stehst du von dem Stuhl auf, wenn du so weit bist und bewegst dich zu dem anderen Stuhl, zu dem Italien Stuhl.

Und mach das auch wieder ganz bewusst und sag, okay, wie fühlt sich das jetzt an, zu dem Italien Stuhl hinzugehen? Was verändert sich da bei mir? Fühl ich mich wohler, fühle ich mich weniger wohl? Bin ich neugierig, bin ich ein bisschen abgeturned? Also auch immer, das ist beobachtet das schon mal, ist auch eine wichtige Information. Und dann setz du dich auf den Italien Stuhl. Und da machst du genau das Gleiche.

So wie du eben wirklich verkörpert hast, wie es ist, auf diesem Stuhl zu sitzen, wie es ist, diese Entscheidung getroffen zu haben oder vielleicht schon vor Ort zu sein. Genauso machst du das jetzt auch bei dem anderen. Und dann sagst du vielleicht, ah, hier gibt es auch gutes Essen, ist vielleicht ein bisschen günstiger. Und ah, ist Norditalien, ah, das heißt, das Wetter ist nicht ganz so gut wie in Südfrankreich, aber dafür und was auch immer es ist. Und ah, hier ist mein Kuppel.

So und so, der wohnt hier. Den kann ich besuchen. Oh ja, okay. Ah, aber ich habe gehört, weiß ich nicht, die Bratwurst schmeckt nicht so gut in den Teig. Was auch immer es ist. Verkörper das genauso auf diesem Stuhl. Und nimm dir auch dafür so viel Zeit wie möglich und mach es auch ein bisschen spielerisch und nimmst nicht so Bierernst oder in diesem Fall so Limoncello Ernst, sondern spielen ein bisschen damit, experimentieren ein bisschen damit.

Und nimm dir wieder so viel Zeit wie du brauchst. Und dann, wenn du genug Informationen gesammelt hast zu deiner zweiten Entscheidungsmöglichkeit, zu dem zweiten Stuhl, dann kannst du auch von dort aufstehen. Und dann gehst du wieder zurück zu deinem ursprünglichen Stuhl, auf dem du gestartet hast, auf dem du vorher schon gesessen hast, der auf dem du diesen Podcast gehört hast. Da setz du dich hin und fühlst wieder, wie fühlt sich das an, wieder dahin zurückzugehen.

Und dann schaust du auf diese beiden Stühle und jetzt kannst du dir die Frage stellen, okay, als unabhängiger Beobachter der Situation. Was kann ich jetzt sagen? Ich habe mir jetzt angehört, wie das da in Frankreich wäre, wie es in Italien wäre. Ich habe jetzt da auch so reinfühlen können und so weiter. Okay, jetzt sitze ich wieder hier auf dem Entscheiderstuhl, auf dem Stuhl der Klarheit. Was für Informationen habe ich gesammelt?

Und wie hat sich meine Sicht auf diese Dinge verändert? Habe ich vielleicht schon eine klare Antwort gefunden, weil ich gemerkt habe, auf dem einen Stuhl zu sein, hat sich ganz anders angefühlt, viel besser angefühlt, viel schlechter angefühlt oder viel herausfordernder oder was auch immer viel spannender. Und du sitzt jetzt wieder auf diesem Stuhl zwischen den Stühlen. Aber der Stuhl hat sich verändert.

Es ist nämlich nicht mehr der "Ich weiß es nicht, keine Ahnung, oh Gott, schwierig" Stuhl, sondern es ist der "Ich sehe klar" und es ist ein Vorteil zwischen den Stühlen zu sitzen, weil ich jetzt beide Positionen einnehmen konnte, beide Positionen wirklich erfahren konnte und jetzt wieder neutral zurück gehe und mit Abstand und klaren Blick eine bessere Entscheidung treffen kann.

Die Magie, die in dieser Übung steckt, die sich jetzt vielleicht ein bisschen abstrakt anhört, wenn du sie nicht mitgemacht hast, sondern wenn du nur zuhörst, ist das genau das passiert, was jetzt vielleicht nicht passiert ist, wenn du nur zuhörst, nämlich du kommst raus aus deinem Kopf, aus den Stimmen in deinem Kopf, die die sagen "Ja, aber" und "Nein" und "Für" und wieder und du kommst in dein Körpergefühl und in die Erfahrung.

Wir simulieren dadurch spielerisch die Erfahrung davon, wie sich anfühlen würde, in Frankreich zu sein und die Erfahrung davon, wie es sich anfühlen würde, in Italien zu sein. Wenn du nur zuhörst, ich sage es nochmal, klingt das irgendwie abstrakt. Kein Problem. Diese Methoden sind keine abstrakten Methoden, die wir in unserem Kopf durchspielen, sondern es sind Dinge, die wir erfahren, die wir machen.

Und genau das ist die Stärke von diesen Tools im systemischen Coaching, dass wir ganz oft aus dem Kopf rauskommen und aus unserer normalen Position rauskommen, wie die Sprache es schon sagt, und einfach mal aufstehen und wirklich eine andere Position einnehmen, eine andere Position im Raum einnehmen und sein Körper woanders hinbewegen. Man sagt ja auch manchmal so, "Von hier betrachtet sieht das alles ganz anders aus." Das sagt man ja manchmal.

"Ja, dann steh auf, stell dich woanders hin und betrachte es halt von dort, also mach das wirklich körperlich." Viele Tools aus dem systemischen Coaching funktionieren so. Und das ist erst mal ein bisschen crazy und ein bisschen verrückt und ein bisschen seltsam, aber es funktioniert eben, weil es uns aus diesem Kreis, den wir im Kopf haben, diesem Gedankenkreis, diesem Emotionskreis rausnimmt und uns wirklich eine andere Position stellt, von wo aus es anders aussieht.

Und uns wirklich ermöglicht, uns auf einen der Stühle zu setzen, zwischen denen wir sitzen und zu gucken, wie ist es denn da? Genau deswegen sind diese Tools so wirksam und genau deswegen funktionieren sie so gut. Gib dir also, wenn du eine Entscheidungsfindungssituation hast, gerade die Möglichkeit, das wirklich auszuprobieren.

Setz dich auf die jeweiligen Stühle und dann setz dich wieder zwischen die Stühle und du wirst sehen, dass du viel mehr Infos hast und vor allem viel mehr erfahren und gefühlt hast und eine viel bessere Entscheidung treffen kannst. Probier es aus. Und als kleines Schmankerl. Wenn du dann immer noch das Gefühl hast, dass du ein bisschen zwischen den Stühlen setzt, dann hör dir die Podcastfolge 278 aus diesem Podcast an.

Die ist aus dem letzten Jahr auch im März und die heißt "Ja, nein, vielleicht". Wie du bessere Entscheidungen triffst. Und da geht es darum, Entscheidungsfindung aufzudröseln von entweder A oder B zu weiteren auch ein bisschen ungeahnten und verrückten Optionen. Also wenn du dich dafür interessierst, wenn du in der Entscheidungsfindung noch ein zusätzliches Tool haben willst, noch ein bisschen weitergehen willst, dann empfehle ich dir die Folge 278.

Bis wir uns nächste Woche wieder hören. Vielleicht mit ein bisschen mehr aus dem Bereich Coaching. Vielleicht mit ein bisschen mehr aus dem Bereich Meditation. Aber auf jeden Fall immer aus dem Bereich Live. Nämlich aus dem Bereich, was können wir wirklich tun, um ein erfülltes Leben zu führen? Bis zu der nächsten Folge. Wünde ich dir eine gute Entscheidungsfindung. Sei mutig, probier das mal aus. Stell mal Stühle hin, sieht ja keiner. Mach es einfach mal. Guck mal, was geht.

Probier es aus. Gebt mir Feedback, wie das war. Wenn du möchtest, schreib mir an Coaching@curse.de. Sag mir, wie diese Übung für dich war und ob du auch mit der Art, wie ich sie erklärt habe, ob das schlüssig war für dich, ob du gut damit umgehen konntest oder ob du irgendwo gehakt hast oder ob ich irgendwo gehakt habe, gib mir gerne Feedback. Ich freue mich da total drüber.

Und wenn du schon dabei bist, wenn du Bock hast, den Podcast unterstützen willst, lass mir doch eine schöne 5-Sterne-Bewertung da auf den Portalen, auf den es geht. Und so oder so wünsche ich dir eine sehr gute Zeit. Wirklich alles, alles Gute, nur das Allerbeste. Und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder haben. Bis dahin.

Ciao. * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik * * Musik *

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