Herzlich willkommen bei Meditation Coaching in Life. Mein Name ist Michael Kurt, auch bekannt als Kars. Und in der heutigen Folge geht es darum, Nein zu sagen. Viel Freude und... [Musik] Die heutige Folge ist kurz und die heutige Folge ist eine Einladung. Es ist eine Einladung dazu, Nein zu sagen. Wenn du diesen Podcast wegen Coaching und wegen Tools hörst, dann könnte ich sagen, dass es eine Einladung dazu, Nein sagen,
als Selfcare-Tool und als Coaching-Praxis auszüben. Und wenn du wegen Meditation, Buddhismus oder anderen Dingen hier bist, dann könnte ich sagen, es ist eine Einladung dazu, Nein sagen, als spirituelle Praxis auszüben. Und gleich am Anfang ist es wichtig, Folgendes zu sagen. Hier geht es nicht darum, wie leicht es dir fällt, Nein zu sagen oder wie schwer es dir fällt, Nein zu sagen, sondern hier geht es darum, aus welcher Motivation wir Nein sagen.
Manche Leute sagen, ach, mit Nein sagen habe ich kein Problem. Ich sage, nee, das will ich nicht, das will ich nicht, das mache ich nicht und so weiter.
Was ist die Motivation dahinter? Ist die Motivation, dich abzugrenzen, dich zu schützen, dich mit Dingen nicht zu konfrontieren, anderen Leuten vielleicht keinen Zugang zu dir zu geben, ist die Motivation, dich zurückzuziehen, dich einzuigeln und nicht teilzunehmen an Dingen, dann ist die Motivation durch Fight or Flight, also durch ich kämpfe oder ich flüchte mich bestimmt. Und dann ist es eine Reaktion, ein Kampf mit den Dingen, die im Außen sind.
Wenn es dir sehr schwer fällt, Nein zu sagen, dann sagst du vielleicht, ach, ich möchte nicht Nein sagen, weil ich andere Leute nicht enttäuschen möchte, weil ich in Harmonie sein möchte mit anderen, weil ich Leute nicht auf den Schlips treten will, weil ich die Grenze nicht überschreiten will, weil ich ja nicht weiß und so weiter und so weiter.
Dann ist auch dieses Nein aus einer Motivation von Fight or Flight heraus, nämlich ich ziehe mich zurück, ich kann mit dem Außen nicht interagieren, ich möchte nicht und so weiter.
Ob es dir also leicht fällt, Nein zu sagen oder ob du riesige Probleme damit hast, Nein zu sagen, in beiden von diesen eben genannten Fällen, kommt das aus der gleichen Motivation, nämlich aus der Motivation des Getrenntseins, des bloß weg, kein Nein, bloß nicht Berührung, bloß nicht Auseinandersetzung mit dem, was da ist. Die heutige Einladung geht dahin zu sagen, wie kann ich Nein sagen, aus einer ganz anderen Motivation.
Und zwar daraus, dass ich mit mir selbst, mit meinen Bedürfnissen, mit dem was ich brauche, lerne in Kontakt zu sein, lerne auf meinen Körper zu hören, lerne auf meinen Geist zu hören, wie kann ich mit dem was im Außen ist, im Kontakt sein, mit anderen Menschen, mit deren Erwartungen, mit deren Anforderungen, aber auch mit deren Liebe oder mit deren Nähe, mit deren Angebot an uns in Kontakt zu treten, Liebe zu teilen,
wie kann ich mir dem Außen und dem Innen bewusst sein und daraufhin ein Nein formulieren, dass positiv ist, dass klar ist und dass aus einem guten Ort der Nähe der Connection mit mir selbst und mit anderen Menschen kommt. Vielleicht ist dir der Unterschied jetzt schon klar und du sagst, ey, krass, meine letzten Nines waren nicht aus dieser Motivation heraus oder ey, ich bin mir total sicher, meine Nines waren aus dieser Motivation heraus.
Vielleicht bist du dir über einen Unterschied noch nicht ganz klar, was das jetzt bedeutet. Vielleicht ratet es irgendwo in deinem Kopf und du sagst, okay, ja, vielleicht, ich komme da dran, bin mir aber nicht genau sicher. Deswegen würde ich jetzt gerne mit dir eine Übung machen und Übung bedeutet nicht, wie in der Schule, irgendwie Mathematik und jetzt wird hier geübt und so, sondern ich würde gerne mit dir, ich nenne das jetzt mal anders, eine Erfahrung gemeinsam machen.
Und diese Erfahrung dauert nur ein paar kurze Momente und sie hat damit zu tun, dass du dich an eine Situation erinnerst, in der du zum letzten Mal Nein gesagt hast. Ich lade dich jetzt dazu ein, wenn es dir möglich ist, mit mir für ein paar Momente die Augen zu schließen und deine Aufmerksamkeit jetzt mal darauf zu lenken, wo du jetzt gerade bist, kannst du deine Füße auf dem Boden spüren und wenn du auf dem Stuhl, auf dem Sessel sitzt, kannst du dein Gesäß auf diesem Stuhl spüren.
Kannst du also den festen Boden wahrnehmen, alle Stellen deines Körpers, die von der Erde vom Boden getragen werden. Vielleicht hilfst dir einmal, tief Luft zu holen und in den Boden auszuatmen, dein Gewicht richtig absenken zu lassen in diesen Boden. Und man möchte es kannst du noch mal tief einatmen und in den Boden ausatmen. Spürst du diesen Kontakt mit dem Boden, mit dem festen, dem sicheren, dem dicht tragenden?
Und für einen kurzen Moment, mach dir bewusst, dass in diesem Moment, egal wie tumultös oder wie turbulent dein Leben ist, du durch diesen Boden, durch diese Erde gestützt und getragen wirst. In diesem Moment des Getragenwerdens erinnere dich an eine Situation, es muss keine ganz krasse Situation sein, in der du zum letzten Mal in einer Situation warst, in der in dir ein Nein aufgestiegen ist.
Und es muss nicht die krasseste Situation sein, ich würde sogar sagen erinnere dich an eine Situation, die nicht ganz so crazy war. Vielleicht wollte dir jemand noch einen zweiten Kaffee anbieten, du wolltest eigentlich Nein sagen oder dir wollte jemand einen Kaffee anbieten und du wolltest eigentlich Ja sagen, aber du musstest Nein sagen, weil, punkt, punkt, punkt, punkt.
Eine Situation, in der ein Nein entweder in dir aufgestiegen ist, was du aber nicht gesagt hast oder ein Nein, was du gesagt hast um eine klare Grenze zu ziehen. Was auch immer da gerade bei dir kommt, versetzt dich in diese Situation zurück und jetzt geh in der Zeit ein paar Momente rückwärts an den Punkt, an dem du das Nein in dir gespürt hast, es aber noch nicht ausgesprochen hast oder es noch nicht zurückgehalten hast. Wie hat sich dieses Gefühl von Nein in deinem Körper angefühlt?
War das etwas, was aufgewalt ist? War das etwas, was aus deinem Kopf rausgeschossen kam? War es etwas, was mit deinen tiefen Empfindungen zu tun hatte? Oder war es etwas, was eher mit deinem Kopf, deinen Gedanken zu tun hatte, deinen Regeln? Und jetzt versetzt dich in den Moment, in den du Nein gesagt hast oder eben nicht Nein gesagt hast. Wie hat sich das in dem Moment angefühlt? War das konkurrent mit dem, was du gefühlt hast davor?
War das konkurrent mit dem, was dort eigentlich in dir entstanden ist? Und jetzt erinnere dich an die Situation, in der du warst und an die Umstände und die anderen Menschen, die dort waren. Was hat dein Nein bewirkt? Hat dein Nein für Klärung gesorgt? Für Aufklärung? Für Klarheit? Für Deutlichkeit? Oder hat dein Nein dafür gesorgt, dass Menschen verletzt wurden, dass Menschen unsicher wurden?
Und wenn du gar nicht Nein gesagt hast, hat dein Nicht Nein sagen dazu geführt, dass eine Situation klarer wurde, dass eine Situation sich aufgelöst hat, dass alle Beteiligten deutlicher wussten, was los ist? Oder hat dein Nicht Nein sagen eher zu mehr Verwirrung geführt? Eher zu Verletzung? In dir selbst und bei anderen? Ganz wichtig ist, dass es hier nicht darum geht zu werten, welches Nein richtig ist, welches Nein falsch ist.
Sondern es geht darum, dass wir lernen zu fühlen, aus welcher Motivation heraus unser Nein oder unser Nicht Nein entsteht. Und ob diese Motivation und dieses Gefühl wirklich konkurrent mit uns selbst ist? Okay, vielen Dank. Mach deinen Augen wieder auf. Hab jetzt wirst du nicht immer perfekt Nein sagen können oder perfekt auslohen können.
Aber wenn wir diese Übung, diese Reflexion, immer mal wieder machen und vielleicht auch mal Rückblickendang, da war eine Situation, da hätte ich Nein sagen sollen. Warum habe ich das nicht geschafft?
Oder da war eine Situation, da habe ich wieder Nein gesagt, habe ich wieder abgegrenzt, obwohl ich eigentlich nicht viel besser gefühlt hätte oder es viel schöner gewesen wäre oder viel mehr Raum entstanden wäre, viel mehr Nähe entstanden wäre, wenn ich mal meine Angst oder meine Befürchtung hätte gehen lassen und sagen, weißt du was? Oh Mann, alles in mir streibt sich, aber ich fände es schon spannend. Okay, ja, ich sage ja. Let's do it.
Wenn du in diesen Situationen, in denen du merkst, oh, da kommt gerade was, diese Übung anwenden kannst oder für einen kurzen Moment, okay super, das ist dann der absolute Master, Masterin Level. Aber noch viel wichtiger ist es, dass wir immer mal wieder in Situationen, in denen wir gerade gar nicht so ja oder nein sagen müssen, reflektieren. Wie war das denn letztes Mal? Wie war das gestern in dem Gespräch? Wie war es vorgestern, als jemand mich angerufen hat? Wie war ich da?
Wie konkurrent war ich damit mit mir selbst? Und aus welcher Motivation heraus kam dieses Nein oder dieses Nicht Nein? Wenn wir das immer wieder reflektieren, dann werden wir besser darin ja zu sagen und unser Ja wird ehrlicher und klarer und wir schaffen dadurch auch Klarheit und unser Nein wird ehrlicher und klarer und wir schaffen auch durch unser Nein eher Klarheit als noch mehr Verwirrung oder Verletzung.
Und damit meine ich nicht, dass unser Nein nicht auch mal meinen Menschen verletzen kann, der in seinem oder in ihrem eigenen Film steckt.
Wenn ich ultimativ die Verantwortung für jede Gefühlslage einer anderen Person übernehmen können, wir können die Verantwortung dafür übernehmen, ob wir dieser Person Leid zufügen wollen oder nicht und ob wir Nein dieser Person gegenüber sagen, um uns abzugrenzen und abgrenzen, obwohl abgrenzen ja auch was Positives ist, aber warum wollen wir uns abgrenzen? Aus Schutz, aus Selbstschutz, aus um die andere Person zu schützen, woher kommt das?
Die Auflösung, die steht nur irgendwo geschrieben und die werde ich auch in diesem Podcast nicht sagen, es gibt nicht diese Auflösung wie wenn du das und das machst, dann ist es richtig, wenn du das und das machst, dann ist es falsch, sondern es geht darum zu gucken, wie konkurrent mit dir und deinem wirklichen Bedürfnis ist ein Nein.
Und wenn du da lernst, ein bisschen mehr aufmerksam für dich selbst zu sein, dann wird es dir vielleicht leichter fallen in manchen Situationen zu sagen, ey weißt du was, no disrespect, aber nein danke. Und dann wird es auch keinen Unheil anrichten und vielleicht wirst du dich selbst ein bisschen dadurch befreien, dass du sagst, boah ich konnte mehr auf mich achten, ich konnte klarer mit mir selbst sein, klarer kommunizieren.
Und dann fällt dir vielleicht in manchen Situationen auch auf, oh hier würde ich fast wieder Nein sagen und fast wieder nee, nein ich bleib zu Hause, nein ich will, da da da, aber gar nicht, weil es mir so wahnsinnig wichtig ist hier jetzt Nein zu sagen, sondern weil irgendwie was in mir drin vielleicht sich fürchtet vor dem was passieren könnte oder sich fürchtet vor dem Kontakt mit diesen Menschen.
Und auch dann können wir sagen, weißt du was, ich habe da echt krasse Vorbehalte und die und die und die Sachen machen mir der Kopfschmerzen, aber wenn wir das irgendwie miteinander verhandeln können, dann würde ich gern Ja sagen, was hältst du davon? Das ist die Einladung, dass wir uns über unser Nein klarer werden und dadurch für uns selbst und für andere Menschen mehr Klarheit schaffen können.
Diese Übung zum Nein sagen ist übrigens inspiriert von einer Übung zu einem anderen Thema, da geht es um sich sicher fühlen und sich gut aufgehoben fühlen, von Lama Rod Owens. Lama Rod Owens ist ein amerikanischer schwarzer tibetischer Lama, ganz viele Dinge auf einmal, erst auch noch ganz viele andere Dinge natürlich wie wir alle und hat mehrere schöne Bücher geschrieben unter anderem auch sein neues Buch The New Saints.
Und in der nächsten Woche wirst du hier im Podcast ein Gespräch mit Lama Rod Owens und mit Sarah Desai hören und diese Übung, die wir heute gemacht haben, die lehnt sich schon an an etwas, was Lama Rod an manchen Stellen auch lehrt und vielleicht werden wir in dem Gespräch dann auch darüber sprechen.
Also wenn du tiefer einsteigen willst, da rein, wie du dich selbst und andere Menschen mit mehr Klarheit behandeln kannst und dadurch offener mit dir selbst in der Welt umgehen kannst, dann empfehle ich dir das Gespräch in der nächsten Woche, selbe Zeit, selbe Ort, hier in Meditation Coaching & Life. Bis dahin, reflektier deinen Nein, ist meine klare Einladung an dich. Alles Gute, alles Liebe und nur das allerbeste.
Ciao. ü BVLA ist ein Fussballkampmel der Giffelweinwirtschaft im Dorf im Himmel. Der Wunder ist zugänglich, der Wunder kostet eine beanbare Natur. Der Wunder ist ein Fussballkampel der Giffelweinwirtschaft im Dorf im Himmel. [Musik]
