Herzlich willkommen bei Meditation Coaching in Life. Mein Name ist Michael Kurt, auch bekannt als Curse. Und das hier ist die Cappuccino Meditation. Viel Freude damit. Willkommen zu Cappuccino Meditation. Und was wirklich ernst gemeint ist, ist eigentlich als ein Scherz entstanden. Ich bin gerade auf Tour und mein Team muss mich immer mal daran erinnern, dass ich ja auch noch einen Podcast machen muss.
Nicht weil ich mich nicht dafür interessiere, sondern einfach weil so viele Sachen auf meinem Tisch sind. Und dann habe ich im Scherz von ein paar Tagen gesagt, hey, bitte erinnert mich rechtzeitig noch mal daran, nicht dass ich zwischen mehreren Terminen einfach Cappuccino trinke und den Podcast vergesse. Und daraufhin kam das Antwort zurück, hey mein Lieber, das kriegen wir schon alles hin und Cappuccino trinken ist sehr, sehr wichtig. Also stresst ich mal nicht.
Ist auch gut, trinken meinen Cappuccino zwischendrin. Und dann habe ich im Scherz zurückgeschrieben, wir machen einfach die Cappuccino Meditation. Aber in dem Moment, in dem ich das als Scherz gesagt habe und schon als Scherz abgeschickt habe, war das für mich auf einmal ganz schnell gar kein Scherz mehr, sondern absolut ernst. In den Mindfulness Praktiken, also in den Übungen der Achtsamkeit und Achtsamkeit ist ein bisschen angestaubt, man könnte sagen der fokussierten Aufmerksamkeit.
Das sind also die meditativen Übungen, in denen wir vor allem damit arbeiten, unsere Bewusstheit, unsere Aufmerksamkeit für bestimmte Dinge zu stärken und uns dadurch aus dem Strom der Gedanken, der uns total wirr und wüst erscheint, immer wieder herauszuholen und zu fokussieren. In diesen Praktiken, den Mindfulness Praktiken, den Shamatha oder Shini Praktiken, also wie sie auf Sanskrit oder im Tibetischen heißen.
Also in den Übungen, in denen wir unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf einen bestimmten Punkt oder auf einen bestimmten Vorgang fixieren, zurückholen, wie so ein Anker, der da versorgt, dass das Boot nicht abtreibt, also die Gedanken nicht zu sehr abtreiben. In diesen Übungen arbeiten wir auch mit dem Geschmackssinn und auch mit dem Fühlsinn, Tasten, Wärmeempfindung und so weiter.
Denn genauso wie wir in der Meditation uns ganz klassisch immer wieder auf den Atem zurück bewegen können, dass wir immer wieder dran denken können, wenn die Gedanken sind abgelenkt, ich habe mal einen, ich habe mal einen aus, ich komme dahin wieder zurück. Genauso können wir unsere Aufmerksamkeit auf andere Sinneswahrnehmungen lenken und immer wieder dahin zurückkehren. Wir können also auch auf den Geschmacks- und den Empfindungssinn, Tastsinn im weitesten Sinne zurückkommen.
Und deswegen, meine Lieben, machen wir heute gemeinsam für ein paar kurze Minuten die Capuchino Meditation. Wenn ihr diese Meditation wiederholen möchtet, dann könnt ihr nächstes Mal natürlich auch direkt wieder hierhin vorspringen. Wir markieren euch in den Show-Notes die Zeit an der die Meditation beginnt und dann könnt
ihr schon immer da gleich hinspringen bzw. dahin vorspulen, wenn ihr die Meditation nochmal wiederholen wollt und spart euch mal ganz das Gefadel am Anfang, ist da auch mal was Schönes. Hier noch ein Disclaimer. Es heißt Capuchino Meditation. Wenn du aber stattdessen eine Kamilität trinken möchtest oder einen Apfelsaft oder irgendein anderes Getränk mit Geschmack.
Wasser ohne Geschmack wäre so ein bisschen für Fortgeschritt, obwohl es geht auch, aber da sind die Geschmacksempfindungen nicht so intensiv und nicht so klar. Wenn du so irgendein anderes Getränk zu dir nehmen willst, dann kannst du das natürlich auch tun. Also, damit wir jetzt hier gemeinsam in paar Minuten diese sehr schöne Meditation machen können, die echt auch eine schöne Sinneserfahrung ist, mach einen Moment Pause und hol dir ein Getränk deiner Wahl.
Lass es ein Kaffee sein, ein Tee, was warm ist, was kalt ist, wie auch immer und mach so lange Pause und dann komm hierhin zurück. Übrigens geht es auch mit einem Kaugemi oder mit einem Stückchen Kartoffelchip oder einer Pommes. Geht also auch, wenn du was isst. Vielleicht hast du gerade irgendwie einen Sammich neben dir liegen. Dann kannst du das auch machen.
Ich werde zwar jetzt von Capuchino und von Trinken sprechen und von Schlucken, aber das gleiche kannst du natürlich auch auf einen Sammich und auf Bissen ummünzen. Okay, wenn du so weit bist, herzlich willkommen bei der Capuchino Meditation. Für die nächsten paar Minuten werden wir gemeinsam die Capuchino Meditation machen. Das funktioniert auch mit einem Sammich, mit natürlichen Chips, einer Pommes und einem Apfelsaft.
Aber wir werden mit dem Geschmacks- und im weitesten Sinne Tast-Sinn in unserem Mund arbeiten. Setz dich bequem hin, sodass du gut meditieren kannst die nächsten paar Minuten, aber auch ganz entspannt an dein Getränk oder an dein Essen reinkommst. Bei mir ist es tatsächlich ein Capuchino, der hier vor mir steht. Weiß nicht, ob man es hört, vielleicht nicht. Das ist die Tasse. Und ich werde das mit dem Capuchino machen, aber du kannst es auch auf alles andere übertragen.
Für den ersten Moment setz dich bequem hin und schließ kurz deine Augen. Wenn du deine Augen geschlossen hast, lass mal deinen Körper sich ein Stückchen entspannen. Dafür ist es immer ganz gut, wenn wir dreimal tief ein- und ausatmen und wir machen das sogar heute als physiologischen Seufzer. Das bedeutet, beim Einatmen atmest du tief ein und die letzten 20% des Einatmens werden zu einem zweiten, noch mal tiefen und etwas intensiveren Atemzug.
Also ungefähr so ein und dann nochmal ganz intensiv hinterher geatmet, ruckartig und lang durch den Mund aus. Mit einem Seufzer. Jetzt kannst du machen wir noch 2-mal tief ein und die letzten 20% ruckartig durch die Nase und mit einem tiefsten, tiefen Seufzer aus. Und nochmal genauso ein und aus. Jetzt kannst du wahrnehmen, wie sich dein Körper ein bisschen entspannt und dein Atem ganz normal zurückkehrt, zum entspannen einem ausatmen, ohne dass du groß was verändern musst.
Für ein paar Atemzüge chill hier, ruhe dich hier aus, entspannen dich, mach dich locker. Und jetzt denkst du schon mal daran, dass du gleich in ein paar Momenten den ersten Schluck oder den ersten Bissen zu dir nehmen wirst. Was kannst du körperlich feststellen? Vielleicht kannst du spüren, dass die Speicheproduktion in deinem Mund ein bisschen angeregt wird.
Vielleicht spürst du auch, dass dein Körper, ohne dass du dich bewegst, wie so ein gefühlsmäßig schon greifen möchte nach deinem Essen oder deinem Trinken. Vielleicht fühlst du aber auch gar nichts und sitzt da völlig neutral. Was auch immer es ist, nimm es einfach wahr. Und nichts davon ist besser und schlechter, es gibt keine richtige Antwort, es gibt einfach nur deine Erfahrung in diesem Moment und deiner Aufmerksamkeit bleibt einfach jetzt gerade bei deiner Erfahrung.
LINKEN vor der Videobeschreibung. Und jetzt greifst du und nimmst dein Capuccino oder was auch immer es ist. Kannst dafür natürlich die Augen ein bisschen aufmachen. Und jetzt spür mal, wie sich die Tasse an deiner Hand anfühlt. Und wenn du den Capuccino näher zu dir führst, vielleicht hörst du dann auch was. Ich höre gerade, wie die Bläschen des Capuccino-Schaums langsam aufplatzen. Das fällt mir sonst nie auf, wenn ich Capuccino trinke.
Also halt die Tasse etwas an deinen Ohren, wenn du möchtest. Und achte darauf, was du hörst und was du fühlst. Und wenn du dein Gesicht ein bisschen drehst, wird dir vielleicht auch bewusst, dass du den Kaffee riechen kannst. Bleib mit deinem Empfinden beim Riechen, beim Hören, beim Tasten. Und dann fühl langsam den Capuccino zu deinem Mund. Und jetzt nehmen wir einen kleinen Schluck, aber Schluck geht nicht direkt runter, sondern beheilen ihn für einen kurzen Moment im Mund.
Wie fühlt sich das an, diesen Schluck Capuccino im Mund zu haben? Was verändert sich von der Temperatur? Wie entfaltet sich der Geschmack, wenn du nicht direkt runter schluckst, sondern kurz im Mund hast? Nimm die Nuancen wahr, es ist bitter, es ist süß, es ist angenehm, es ist vielleicht ein bisschen stark. Und jetzt kannst du den ersten Schluck runter schlucken und zu dir nehmen. Was passiert jetzt mit den Empfindungen? Was von dem Geschmack klingt nach?
Wie verändert sich die Temperatur? Kannst du noch wahrnehmen, dass du die Tasse immer noch in der Hand hältst? Oder war die Wahrnehmung von der Tasse in deiner Hand einfach wie verschwunden in der letzten Minute? Hör nochmal, wie dein Capuccino klingt, riecht wie er riecht. Und jetzt nehmen wir den nächsten Schluck und vielleicht gelingt uns das Kunststück, den Capuccino im Mund zu schmecken und gleichzeitig das Gefühl, dass wir den Capuccino in der Hand halten, nicht loszulassen.
Du wägst den Capuccino nochmal Richtung Mund und nimmst einen Schluck. Was passiert, wenn du den Capuccino im Mund bewegst? Fühlst du immer noch deine Hand an der Tasse? Hörst du vielleicht noch? Kannst du gerade fühlen, riechen, hören, schmecken? Wärme wahrnehmen gleichzeitig? Und jetzt schluck auch langsam diesen Schluck Capuccino und schau, was passiert. Es gibt kein richtig und falsch.
Es geht nicht darum, dass "Oh, auf einmal schmeckt der Capuccino anders" oder "Wow, auf einmal ist er zu heiß oder zu kalt". Alle Empfindungen, alle Wahrnehmungen sind richtig. Es geht nicht um den Inhalt dieser Wahrnehmungen, sondern es geht darum, dass du wahrnimmst. Jetzt für einen dritten Schluck. Hör, riech, fühl, vielleicht hältst du die Tasse fester in der Hand oder sanfter.
Und jetzt nimmst du in deiner eigenen Zeit ganz langsam noch einen Schluck, bewegst in den Mund, nimmst alles wahr, was du wahrnehmen kannst. Schluckst ihn runter und dann danach stellst du die Tasse wieder ab und bleibst ein bisschen in dieser Erfahrung. Das machen wir jetzt gemeinsam. Here we go! Okay, ich habe meine Tasse abgestellt, schmecke noch nach. Merke, dass der Mähschaum sogar in meinem Mund noch schäumt. Und was kannst du jetzt an deinem Körper wahrnehmen?
Manchmal wirkt das Koffeinjaggern schnell, das wäre jetzt ein bisschen schnell, dass das in einem von wenigen Sekunden sofort spürbar ist, aber vielleicht merkst du schon eine Veränderung. Ist dein Körper wacher? Ist dein Geist klar? Spürst du eine Wirkung des Koffeins jetzt schon? Vielleicht bist du hebelig, vielleicht bist du wahnsinnig entspannt, weil du zum ersten Mal seit LANGEM nicht nur ein Cappuccino runtergestürzt hast, sondern wirklich ein Cappuccino getrunken hast.
Und dann lass es jetzt noch gemeinsam einen tiefen Atemzug nehmen ein und durch den Mund aus. Und öffne wieder deine Augen. Das Schöne hierbei ist, dass wir einfach nur durch die Aufmerksamkeit, die Aufmerksamkeit aufs Trinken, aufs Wahrnehmen, aufs Fühlen unser Gedankenkarussell krass beruhigen können, unseren Stress beruhigen können, unsere kreisenden inneren Bilder beruhigen können. Und wie man so schön sagt, ihm hier und jetzt ankommt.
Und gleichzeitig noch einen gut schmeckenden hoffentlich Cappuccino genießen und einfach einen kurzen Moment der Ruhe fänden. Diese Meditation ist nicht das die einzige Meditation und nicht der letzte Weg zur kompletten Erfüllung im Leben. Darum geht es auch gar nicht. Sondern diese Meditation hilft uns mit einfachen alltäglichen Mitteln Ruhe zu finden und die Schönheit eines ganz banalen Momentes mit allen Sinnen auszukosten.
Und währenddessen auch noch unseren Geist zu beruhigen und zu trainieren, wenn wir das jetzt fünf mal zehn mal gemacht haben in nächster Zeit, ist das wie so ein Anker im Alltag. Ey, ich bin total verwirrt, ich bin total durcheinander, ich setz mich hin, ich atme dreimal tief ein und aus, trink einen Apfelsaft, esse in den Stück, weiß ich nicht was, Schokolade oder trink einen Kaffee und finde drei bis fünf Minuten eine krasse Oase.
Und dann geht der Tag weiter, aber mit einer etwas anderen verfeinerten Qualität. Ich wünsche euch noch guten Appetit oder guten Durst, probiert das im Alltag mal aus und gib mir Feedback. Schreibt mir sehr gern an coaching@curse.de und wenn euch dieser Podcast gefällt, dann hinterlasst mir gerne eine positive Bewertung auf den ganzen Portalen.
Ich sage das ganz selten, weil ich damit niemanden nerven will, aber es hilft tatsächlich dabei, dass der Podcast visibler wird, dass andere Leute ihn finden und ich freue mich einfach auch, schöne Nachrichten von euch zu lesen. Bis wir uns das nächste Mal wieder an. Guten Durst, guten Appetit, viel Freude und nur das allerbeste. Ciao. [Musik]
