Music. Verbuchen können. Aber heute sind Bots, smarte Toys und Roboter längst Teil unseres Alltags. Und zwar auch im Bett. Iris Pfann befasst sich als Datenschutzjuristin und KI-Ethik-Expertin mit Sexrobotern und den Folgen für unsere Gesellschaft. Herzlich willkommen im Lustprinzip-Podcast, liebe Iris. Ja, vielen Dank für die Einladung. Herzlich willkommen zurück von mir. Dankeschön. Was ist denn dein Safe-Word für heute? Ah, es ist mir ein Ausdruck. Rise, baby. Rise, baby?
Vielen Dank. Iris, ich freue mich total, dass du heute hier bist, weil ich weiß, dass du uns sehr lustig durch ein an sich furztrockenes Thema durchführen kannst. Ich sage am Anfang noch die Disclosure dazu. Ich habe dieses Mal den Interview-Leitfaden mithilfe von JetGPT optimiert. Wir haben nämlich schon mal ein Interview zusammen geführt und das habe ich dem einfach gefüttert und dann gesagt, diese anderen Themen interessieren mich auch noch.
Schreib doch mal daraus einen stringenten Leitfaden. Er wurde dann aber auch ein bisschen übermütig und hat dann auch noch teilweise das Interview ganz geschrieben, inklusive dem Teil, den du dann sagst. Ja, habe ich schon gesehen. Das werden wir jetzt heute nicht einfach vorlesen, sondern wir unterhalten uns hier noch selbst. JTBT habe ich inzwischen auch eingesetzt, um die Suchmaschinenoptimierung für die Shownotes von diesem Podcast zu benutzen.
Das heißt, wenn du nach irgendwas suchst, dann findest du hoffentlich meinen Podcast und kannst dich dann über dieses Thema informieren. Ihr könnt mir gerne mal in die Kommentare schreiben oder in die DMs auf Instagram sliden und sagen, ob ihr das gelungen findet. Ihr könnt natürlich aber auch mithelfen, dass noch mehr Leute diesen Podcast hören können, indem ihr einfach weiterempfehlt, indem ihr ganz viele Sterne gebt.
Ihr wisst, das ist alles auch algorithmusgetrieben. Und ja, das war jetzt der bisschen langweilige Part. Aber jetzt würde ich sagen, starten wir rein. Sehr gerne. Iris, du forschst ja zum Thema Sexroboter. Genau. Magst du erst mal kurz erklären, was ist ein Sexroboter, ganz grob gesagt? Und was ist vielleicht auch der Unterschied zu einem Sextoi? Ja, gerne, damit jeder auch eine Vorstellung davon hat und worauf es auch mir in der Forschung ankommt.
Du hast es eben schon eingeläutet mit Science Fiction. Da ist natürlich ein bisschen das Problem, dass die Science Fiction Figuren durch Menschen dargestellt werden. und wir dann eben die Vorstellung davon haben, dass Roboter aussehen wie Menschen.
Tatsächlich kann man es runterbrechen schon auf das humanoide Aussehen, also auf das menschliche Aussehen, aber ein Stück weit sind sie dann doch wie die altbekannte Gummipuppe, nur eben aufgepimpt, ausgestattet mit Mikrofonen, mit Kameras und mit Sensoren, die inzwischen so smart sind wie eine Sprach- und Bilderkennung in einem Smartphone.
Und daraus, das klingt fast ein bisschen konstruiert, aber kann man eben in der Definition dann schon einen Roboter machen, weil man eben sagt, das ist ein Teil der künstlichen Intelligenz, ein Teil, der eigentlich nicht so ganz, ganz klug ist, aber eben schon durch diese Mustererkennung irgendwie mit den Menschen interagieren kann. Dieses menschliche Aussehen, das Drumherum, ist eben besonders wichtig für die Erkennung. Und es gibt so Teilbereiche, in denen sich der Roboter bewegen kann.
Augenklimpern, Lippenbewegung oder Kopfbewegung. Ja, das ist es hauptsächlich. Ich hoffe, ich habe davon jetzt so ein Bild bekommen, wie so ein Sexroboter aussehen kann. Entsprechende Körperöffnung gibt es. Also Mund, Anus, Vagina. Wenn ich jetzt von den weiblich Gelesenen ausgehe, Es gibt ein paar männliche und da gibt es auch, die ausgestattet sind mit einem Penis in verschiedenen Zuständen. Und das ist dann auch, ich glaube, ich weiß, man kann dann auch diese...
Die Geschlechtsteile auch austauschen, je nachdem, wie sie gerade geht. Ja, es gibt einen Converter. Einen Converter, genau. Und normalerweise sind das irgendwie so Puppen mit so einem Stahlgerippe, oder? Nicht Gerippe, einem Skelett. Skelett heißt das Wort richtig. Ich glaube, dass du es gemeint hast. Und das wird auch nur so bewegt, wie sich Menschen auch bewegen würden.
Also die ist jetzt nicht so um irgendwie 360 Grad, was weiß ich, Extremitäten dann bewegbar, sondern so wie der menschliche Körper sich auch bewegt. Man muss den aber größtenteils selbst bewegen. Das macht dann eben doch nicht alles der Roboter. Genau. Und ich glaube, da kommen wir sofort in so einen Bereich, den ich so sehr interessant finde. Dieses ganze Look and Feel von so einer Puppe. Weil, wie du sagst,
die ist ja von Natur aus eher passiv. Ja. Und vom Aussehen her ist sie ja natürlich in den meisten Fällen ist ja auch ein Gebrauchsgegenstand sozusagen extrem sexualisiert. Ja, super sexualisiert. Genau. Wie schätzt du das ein oder wie stehst du dazu, zu diesem Extremstereotypen Äußeren von so einer Puppe? Ja, ich fange mal so an. Das Forschungsgebiet insgesamt ist ja noch nicht so alt. Das ist also sogar eher jung. Das sind so 15 bis vielleicht knapp 20 Jahre.
Und in dieser Zeit haben sich die Puppen durchaus schon verändert. Wir hatten eben schon gesagt, dieses hypersexualisierte Aussehen, also riesengroße Brüste, jetzt bei weiblich gelesenen Figuren, die es so nicht gibt, eine ganz unfassbar schmale Taille und Beine bis zum Boden, so weit, so schön, so gut, sehr normschön, eben sehr glatte Haut, sehr symmetrisch alles. Die kommen ja auch ein bisschen vom Band. Nein, nicht ein bisschen, sie kommen vom Band.
Ja, man kann zwischen blond, braun und schwarzhaarig wählen. Rot habe ich meinetwegen auch. Und verschiedene Augenfarben. Aber wie du es sonst eben auch gefragt hast, sehr Stereotyp. Es gibt dann ein bisschen diese Kategorisierung, die wir auch üblicherweise aus Pornos kennen. Verschiedene Ethnizitäten, die dann auch die entsprechenden Namen haben, wie Young Yoko. Das reife Modell heißt dann Mature Martyr. Frigid Farrah ist die besonders temperamentvolle.
Aber es gibt, ne Quatsch, Frigid Farrah, Entschuldigung, nein, das ist die, die Nein sagt. Da kommen wir glaube ich auch später noch bei so einer Frage dazu. Wild Wendy war die temperamentvolle. Wild Wendy. Ich hatte gerade gesagt, dass es von den Namen her klar ist. Entschuldigt, habe ich jetzt ein bisschen durcheinander gebracht. Man hat aber festgestellt bei den Usern, Also ich hatte es ja jetzt eben schon so beschrieben, auch mit dem Wort besonders glatt, so vom Band kommend.
Dass das zwar in so einer Perfektionsvorstellung, die Menschen oft ja in sich tragen oder schon so beschreiben, alles genau so ist, dass aber das menschliche Gehirn doch auf Ähnlichkeiten eher reagiert. Und dass natürlich solche glatten Puppen, das Thema hattet ihr auch schon mal, diesen Grusel-Effekt auslösen. Dass es eben nicht nur, weil es so sehr perfekt aussieht, sondern natürlich,
weil es viel an der Bewegung oder an irgendetwas hapert. Aber dieses sehr, sehr glatte, wie gesagt, vom Band kommt, da sehen wir uns einfach nicht wieder. Und da ist eine Industrie entstanden, dass man das vorhandene Aussehen von Menschen appliziert auf diese Körper.
Das bietet sich natürlich an für Pornostars, die ohnehin ja schon einmal Körper oder Aussehen oder beides verkaufen oder lizenzieren oder eben auf jeden Fall ihr Geschäftsmodell daraus machen, auch dieses Aussehen auf Puppen oder Roboter zu applizieren. Also da ist ein bisschen crazy Lizenzwesen dazu entstanden tatsächlich. Und dass man dann auch vielleicht wirklich eine kleine Asymmetrie unterbringt. Asymmetrien, Narben, Tattoos, Sommersprossen werden anscheinend als nicht genug empfunden.
Also so das, was man so als Imperfektion empfindet, aber was eben gleich deutlich menschlicher aussieht, das kommt natürlich besser an bei den Usern. Mir fällt dazu eine Studie ein, die Plattform OKCupid, die hat ja sehr, sehr viele Daten gesammelt. Und da gibt es eben auch ein Buch, Dataclism, wo es genau darum geht, wer ist jetzt eigentlich die attraktivste Userin oder die Person, die man da daten kann.
Und das waren immer die, die zwar irgendwie normschön waren, aber noch so ein bisschen so nerdy girl oder so ein bisschen so eine Komponente hatten. Ja, Zahnlücke oder so einen kleinen Knick in der Nase. Da habe ich auch immer überlegt, hat das was mit Wiedererkennungswert zu tun? Ja, wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch dieses, was man dann als echt, aber das ist auch einfach, das ist dann interessanter.
Also wenn alle eben tatsächlich so aussehen, wie vom Band kommt, dann hat dein Nachbar den gleichen Sexroboter wie du alle mit der Wendy am Start. Ja, interessanterweise will man da dann doch auch ein bisschen was Individuelleres haben anscheinend. Aber das ist doch auch interessant, oder? Gibt es Zahlen dazu oder Studien, warum Menschen sich eine Sexpuppe kaufen und jetzt nicht zum Beispiel einen Masturbator, einen Flashlight oder irgendwie ein Toy?
Also allein die Figur, die, wir hatten es ja eben schon beschrieben, ein Skelett, also je nach Ausstattung, meistens irgendein Metall, so Aluminium, die sind relativ schwer dadurch. Die sind deshalb insgesamt nicht so besonders groß. Da drumherum ist ja dann auch noch die Silikon-Körper. Die wiegen dann schon so 35 Kilo plus. Also so für eine unbewegliche Puppe ist das relativ viel. Die ist ja so um die 1,60, 1,65 dann groß.
Das hört sich jetzt erstmal alles nicht so viel an, aber ich habe die schon mal versucht so hochzustemmen. Ein bisschen sportlich bin ich zumindest auch. Ich habe es nicht gleich so hinbekommen. Gut, das ist ja ein doch durchaus etwas... Das ist ein schwergängiger Gegenstand zwar, aber dadurch, dass diese Figur da ist und wenn man die mit in den Raum setzt, man erschreckt sich auch ein bisschen vor der. Oder man spricht sie eben an mit Namen oder ähnlichem, weil man sie gleich so vermenschlicht.
Also dieses Anthropomorphisieren, was wir da so gerne für benutzen, das hat man schon bei Schaufensterpuppen tatsächlich ja ein bisschen. Wenn man an welchen vorbeikommt, man nimmt die als ein bisschen menschlich irgendwie wahr. Es ist nur die äußere Hülle erstmal. Du hattest eben den Masturbator erwähnt. Ja, da hatte mich auch immer gefragt, ist das nicht nur ein Masturbator mit meinem Smartphone gepaart und mehr ist es irgendwie nicht.
So despektierlich runterbrechen würde ich es zwar nicht unbedingt, aber weil viele Effekte da sind, die noch ein bisschen was anderes auslösen. Aber ganz Unrecht hatte der Student an der Stelle nicht. Es kommt eben auch ein bisschen bei den Usern so drauf an, mit welcher Zielsetzung sie sich einen solchen Roboter eben durchaus ja auch für den privaten Bereich zulegen. Es gibt Menschen, die möchten Gesellschaft haben, die suchen eine Partnerschaft.
Ja, da könnte man natürlich kommen mit Beziehungsdefinitionen und sagen, dass das nicht reziprok ist. Dann sage ich mal so, ja, ist das immer bei Menschen reziprok? Kann man alles so ein bisschen in Frage stellen. Und es ist nicht an mir, deren Beziehung zu definieren. Das ist ja auch manchmal nur eine Phase im Leben. Aus welchen Gründen auch immer fühlen sie sich mit diesem dann doch Gegenstand einfach wohl. Sie fühlen sich weniger einsam und tatsächlich auch in zweier Beziehungen.
Die Hinzunahme eines Sexroboters führt dazu, dass der Dritte... Keine Eifersucht entwickelt. Also man ist da zwar sehr ambivalent, dass man der Puppe, dem Roboter, eigentlich will ich bei Roboter bleiben, dem Roboter einen Namen gibt und die schon stark vermenschlicht. Auf der anderen Seite aber dann auch weiß, es ist ein Gegenstand, da muss ich nicht eifersüchtig sein, diese negativen Gefühle entstehen da nicht. Wie gesagt, das hängt ein bisschen davon ab, welche Zielsetzung man da auch
hat. Ja, und welche Zweckwidmung auch die Puppe hat. Wir sind ja auch in so einem Grenzbereich, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, diese Frage, um die wirklich ganz viel rumgetanzt wird, wenn man das auf irgendwelchen Konferenzen bespricht. So diese ganze Frage von, was ist mit pädosexuellen Menschen, also Menschen, die irgendwie eigentlich auf Kinder stehen und das aber nicht ausleben wollen und ob es dann für die eben besser ist, wenn sie eine Puppe haben.
Kannst du dazu ein bisschen was erklären? Ja, das ist wirklich ein schwieriges und auch so ein Minenfeld. Natürlich ist es möglich, diese äußere Hülle, diese Puppenhülle, in fast allen erdenklichen Formen darzustellen, eben auch kindlich aussehend. Gibt es auch so einen Fachbegriff zu Childlike Looking Sex Doll, wird abgekürzt mit CLSD. So, mittlerweile ist es in einem Großteil der. Der Staaten verboten, eine solche Puppe überhaupt herzustellen,
zu besitzen, zu vertreiben usw. In Deutschland eben auch. Seit der vorletzten Bundestagswahl ist da so ein Gesetz, ganz lautlos ist das Gesetzgebungsverfahren passiert. In Japan werden u.a. Diese Puppen hergestellt. Und einer der Bekannteren, der sich auch entsprechend interviewen lässt, Firmeninhaber sagte, er ist eben selbst pädophil, pädosexuell.
Und schafft Menschen, die auch diese Prägung haben, die Möglichkeit, ethisch und auch rechtlich dieser Prägung auch mal nachgehen zu können, an Puppen, bei denen ja kein Kind zu Schaden kommt. Und es kommt eben einfach insgesamt kein Mensch, kein Kind zu Schaden.
Ist schon schwierig, also so auf dem ganz freien Markt, für alle privat zugänglich, weiß ich nicht, wie sehr sich das auswirkt, dass das auf der einen Seite, ob es wirklich zu frei ist, denn an und für sich ist dieses Thema natürlich so stark tabuisiert, dass wir da gar nicht so wirklich, das wird ja niemand erzählen, oh ich hab mir jetzt meine kindlich aussehende Puppe gekauft und da drüben liegt sie.
Ich hatte eine Weile die Vorstellung, so ganz am Anfang meiner Forschung, dass es doch aber in im Kontext einer entsprechenden Therapie, meinetwegen. Weil ja ganz oft pädosexuelle Menschen sagen, sie möchten gar nicht, dass Kinder zu Schaden kommen. Aber sie haben nun mal diese Prägung und sie ... Lieben diese Körper, sie möchten sich nicht an Kinder vergehen.
Ob dann nicht das als Therapiegegenstand, also als Medizinprodukt im Grunde genommen, einen sinnvollen Einsatzzweck hätte, habe ich ganz lange überlegt und habe aber viel mit Experten gesprochen, die, wir hatten ja auch mal hier dieses Thema, kein Täter werden und ähnlichen Organisationen, die sagen, nein, alles, was in diese Richtung geht, das ist bei uns ganz strikt ausgeschlossen von der Therapie. Ich habe gedacht, okay.
Ohne weitere Begründung muss ich in dem Fall sagen. Oder vielleicht habe ich die Begründung einfach nur nicht gut genug verstanden. Ich dachte, wenn das aus Sicht der Sexualmediziner oder eben auch der Psychiater, Psychotherapeuten, dann wird das schon seine Begründung haben. Ich hatte wenigstens da diesen ganz kleinen Einsatzzweck schon gesehen. Und im Übrigen, ja, auf der einen Seite vielleicht, was ich eben angesprochen habe, nicht zu stark normalisiert, aber auch nicht zu verteufelt.
Weil das ja ohne weitere Studienzwecke ist, das jeweilige Gesetz verabschiedet worden. Das ging als große Initiative, nenne ich es mal so, im Westen, so von Kanada tatsächlich, Kanada und in der ersten Trump- Amtszeit eben von allerhand amerikanischen Staaten aus.
Dann schwappte das schon so ein Stück weit rüber nach Europa und ich dachte, ja okay, die üblichen wieder am Start, Orban, in dem Fall dann auch noch andere östliche europäische Länder, weiß ich jetzt gar nicht, auf jeden Fall war es auch noch Polen und ich hab noch so ganz naiv gedacht, so, ach naja, Also in Deutschland, da werden wir doch bestimmt erst mal forschen und wissen schon. Nö, also ganz lautlos.
Es ist die Begründung, das ist jetzt sehr grob zusammengefasst, die anderen Länder machen was aus, so verbieten wir es also auch. Ohne jegliche Auseinandersetzung und Reflexion. Und ich finde es insofern so seltsam, weil auch oft bei den paar Gerichtsfällen gesagt wird, okay, wir haben denjenigen nicht, es ist ja auch keine pedesexuelle Handlung in dem Sinne, die du an einer Puppe vollziehst. Ich meine, es ist immer nur ein Gegenstand dann, da wird die Gesinnung bestraft.
Also es ist immer so, ja, aber wir wissen nicht, was kommen könnte. Und natürlich, das alte Argument, hat es eine Ventilfunktion oder trainiert es, bis man dann doch vielleicht einen echten Menschen dann dafür missbrauchen möchte. Ja, das können wir alles nicht beurteilen, wir können da nur so ein bisschen Analogien herziehen und ableiten aus Gewaltspielen, bei denen es ja auch nachgewiesenermaßen nicht ursächlich das Gewaltspiel ist, weshalb einige dann durchknallen.
Abgesehen davon muss man sich da, also es ist wirklich ein Minenfeld, auf dem man sich da bewegt, man muss sich mal die Täterzahlen angucken. Also wer übt wirklich sexualisierte Gewalt gegen Kinder aus? Da muss man ja im Grunde genommen erschreckenderweise feststellen, also das versuche ich wirklich nicht ironisch zu sagen, aber dass das Täterprofil nicht ist, dass alle Täter pädophil oder pädosexuell sind. Dann wäre es ja im Grunde genommen fast einfach, die irgendwie festsetzen zu können.
Und im Gegenteil, die Zahlen bewegen sich zwischen 30 und höchstens 50 Prozent. Was ist da mit dem Rest? Also müsste man ja einen ganz anderen Ansatz finden, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Also ein ganz anderes Thema. Aber bestimmt nicht, indem man so eine Puppe da verbietet. Und dann gibt es ja wiederum auch Puppen, die heißen Reborn-Puppen. Also die zu einem ganz anderen Zweck, den wir eben gut finden.
Da sind traumatisierte Eltern, meistens in dem Fall Mütter, Die haben einen Verlust erlitten und die dürfen mit auch so ähnlich sehr, sehr lebensecht gemachten Babys hantieren. Und das finden wir wieder gut. Und da heißen es willkommen. Aber alles, was mit Sex zu tun hat, ist eh schon mal schmuddelig und tabuisiert. Das begegnet mir ja auch immer wieder bei diesem Thema.
Und dann noch so, wenn dann irgendwie die Vorselbe Pädo fällt, dann fallen bei vielen Leuten dann auch ohnehin irgendwie Semplirikistan. Dann wollen sie da nicht mehr so überhaupt nachdenken darüber. Es ist halt auch für die Sexualforschung so schwierig, da wirklich erstmal eine Kohorte zu finden, die sich da untersuchen lässt. Und dann jemand, der diese Forschung veröffentlicht, dann bist du ja auch der Pädoforscher sozusagen. Deswegen ja, ist es irgendwie gar nicht so ein eindeutiger Fall.
Aber wie du eben auch sagst, diese Frage der Zweckwidmung, so ja, irgendwie traumatisierte Menschen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, können da ihre Reborn-Puppe, das mit der irgendwie ausagieren, aber da geht es dann nicht. Und du sagst eben auch Forscher, also männliche Forscher in dem Gebiet sind dann von Anfang an, ein bisschen benachteiligt, weil sie dann immer gleich so ein bisschen auf der Täterseite stehen. Sie befürworten das also.
Und deshalb haben mich auch mehrere Kollegen bestärkt. Ich hatte das ja in meiner, Promotion nur als Nebenthema, jetzt nicht als Schwerpunkt, aber auch mitbehandelt, damit das eben nicht so wiederum tabuisiert wird und unbehandelt irgendwo steht. Denn ich bin irgendwie anscheinend so unverfänglich, irgendwie keine potenzielle Täterin. Ich habe so die Mutti-Bonus und Frau Und dann ist man da raus, dann darf man dazu anscheinend was sagen.
Aber selbst Sexualwissenschaftler, die eben das Phänomen der Pädosexualität untersuchen, also wirklich reine Wissenschaft betreiben, werden ja nun eben hart angegangen für das Thema.
Das ist aber wirklich eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe, dass du dich als Frau irgendwie schon noch eher mit dem Thema, also jetzt nicht Pädosexualität, aber Sexualität im Allgemeinen auf eine Bühne stellen kannst, ohne dass dir sofort unterstellt wird, dass du jetzt nur über dein privates Interessensgebiet redest und eigentlich irgendwie pervers bist oder so.
Da darf man eher forschen oder publizieren. Da darf man ein bisschen und dann, also es ist ja auch für mich ein schwieriges Thema und das behandle ich, wie gesagt, auch eher ein bisschen am Rand. Weil ich finde, dass es so ganz viele andere lustige Themen drumherum gibt, die ich eben lieber mache. Aber ich wollte es nicht ganz unbeachtet lassen. Ja, das finde ich super. So, dann kommen wir zu anderen lustigen Themen. Mal ein bisschen über Datenschutz reden. Na, das ist ja lustig.
Die meisten immer so dieses Ding, was man irgendwie auf, ja, okay, akzeptieren klickt, ohne sich irgendwas durchgelesen zu haben. Aber was ist denn das Thema Datenschutz im Zusammenhang mit, mit Sexrobotern und vielleicht auch mit Sextoys. Es gibt ja, viele Leute kennen das, das wurde so in der Pandemie auch so ein bisschen größer, diese Partnertoys, die man irgendwie so miteinander koppeln kann.
Und dann per Smartphone kann man dem Partner der Partnerin irgendwelche Vibrationsmustergrüße senden in die Hose. Und das geht eben auch über große Distanzen hinweg, ein Klassiker für Fernbeziehungen. Aber ich denke mir auch, sobald ich so mein Handy koppel mit meinem Toys, vielleicht auch gar nicht nur gut, oder? Wie siehst du das? Auf jeden Fall. Und du hattest mich, glaube ich, ganz freundlicherweise als Datenschutzjuristin vorgestellt.
Ich bin ganz ursprünglich und arbeite auch da noch drin so als IT-Juristin. Also ich bin Fachanwältin für IT-Recht. Und Datenschutz hat ja nur die letzten Jahre dann doch auch eine besondere Aufmerksamkeit erfahren durch die DSGVO, wie du schon sagtest. Wir klicken es alle an, niemand liest es wirklich und verstehen es eben auch nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Es ist ein eher sehr trockenes und für viele auch sehr, sehr lästiges Thema.
Und ich kann das natürlich anhand meines Forschungsgegenstandes mit dem Sexroboter auch wiederum ein bisschen lustig anders koppeln. Also ich finde es lustig, ihr könnt mir gerne widersprechen. Aber es kommt dann weniger trocken und weniger langweilig rüber, wenn man dann sagt, na ja, wir haben da ein Gegenstand. Ob es dann eben so ein app-gesteuertes Toy ist, was man ja eventuell schon eher mal in einer Nachttischschublade liegen lassen kann.
Und auch von der Beschaffung her natürlich ein ganz anderer Gegenstand ist als jetzt so eine große, etwas umständlich schwergängige Puppe. So, die hat aber einen unheimlichen Datenhunger, beide. Also ich rede jetzt mal von beiden zusammen, von den Toys und den Robotern. Die funktionieren ja durch diese Worterkennung, Bilderkennung und die taktile Mustererkennung, die ist auch nochmal relativ wichtig.
Das ist ja eher zwar nur maschinelles Lernen, fassen wir aber trotzdem unter KI jetzt in diesem Fall. Das wird alles nur besser und auch individueller, das was man sich ja als Userin so wünscht, durch viele, viele Daten. Ja, ich muss das Gott sei Dank dann an der Stelle, das ist eines meiner Lieblingsworte, gar nicht so subsummieren unter irgendeinen Artikel der Datenschutzgrundverordnung, das ist. Und sofort jedem klar, oh, das sind sensible Daten.
Das können Gesundheitsdaten sein, Daten zum Sexualleben im Allgemeinen, Daten aber auch zur sexuellen Orientierung. Ja, dann tun wir damit immer alle ganz aufgeklärt und sind so, ja, gut, den Satz habe ich Gott sei Dank gar nicht mehr so aufgehört, aber so richtig was zu verbergen. Aber so ein bisschen ist es dann so, ah doch, das ist ein bisschen intimer.
Ja, das muss doch vielleicht nicht jeder wissen. Und weil du eben auch von App-gesteuerten Toys auch schon geredet hast, ja, das ist auch oftmals aus einem IT-Sicherheitsaspekt relativ schlecht abgesichert. Und da sind natürlich schon auch so die ersten Pannen passiert. Das sind aber nicht die User, die dann bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde vor der Tür stehen und sich beschweren wollen, dadurch, dass das Thema Sex einfach so stark tabuisiert ist.
Man müsste im Grunde genommen, das ist aber ein sehr schönes Wort, eine Datenschutzfolgenabschätzung für eine solche neue Technologie durchführen. Steht auch nicht auf den sogenannten Blacklists der Behörden. Wir haben ja immerhin in Deutschland 18, die ich da mal durchgehen konnte und eigentlich sogar noch mehr. aber schauen konnte.
Ich habe auch schon mit einigen Aufsichtsbehörden, natürlich ist das immer der große Lacher, aber das ist so für mich eben ein guter Grund, darauf hinzuweisen und zu sagen, ah, das ist aber dann doch okay, das ist so abstrakt generell beschrieben, dass es natürlich erst recht runterfällt, aber hm, und immerhin hat es schon, wie gesagt, einige Zwischenfälle gegeben, nicht nur, also gerade jetzt nicht unbedingt in Deutschland, aber eben so weltweit. Und das sind nun mal sensible Daten.
Und der User ist da erstens auf der einen Seite ein bisschen schützenswert und auf der anderen Seite ein bisschen eben ja auch zurückhalten. Zurückhaltend sind die Behörden dann aber auch, ne? Das heißt, da passiert dann auch irgendwie nicht so viel, oder? Hm, bislang nicht. Aber immerhin, es ist im Gespräch und wir haben darüber gewitzelt. Nach der DSGVO ist ja jetzt auch zuletzt die sogenannte KI-Verordnung in der EU in Kraft getreten.
Also wurden Witze darüber gemacht, wie man dann eben einen solchen Sexroboter im KI-Reallabor mal testet. Da waren gleich die Hamburger dran. Ich so, ja, machen Sie mal, bin ich dabei. Also aus rein wissenschaftlicher Neugier würde ich natürlich auch mal schauen. Also so aus vielen verschiedenen Gründen. Also nicht nur die Daten. Und man kann ja sich vorstellen, dass Daten, die das Sexualleben im Allgemeinen betreffen, gesammelt werden.
Sondern, das hatte ich ja auch kurz angesprochen, IT-sicherheitsrechtlich ist das nicht besonders gut abgesichert. Und die Hersteller sitzen nun in Ländern, dass die meistens Drittländer sind. Entweder in den USA, interessanterweise, China, Japan, Südkorea. Da kann es auch Angemessenheitsbeschlüsse geben oder sonst was. Das nützt uns gar nicht so viel.
Die sind eben einfach weit weg. Wenn man das in irgendeiner Form absichern möchte mit, oh, wir speichern das nur lokal auf einem Server bei uns im Keller. Gut, kann man sich vorstellen, das ist nun schon reichlich umständlich, reichlich teuer. Das macht auch niemand. Man kann... Die Toys oder die Roboter aber sonst nicht nutzen, wenn man nicht in all das einwilligt. Oder irgendwie dem zustimmt aus verschiedenen anderen Gründen. Also da gäbe es schon die sogenannte Rechtsgrundlage.
Das finde ich auch sehr nachvollziehbar, dass man dann einfach sagt, ja, mache ich jetzt, sonst komme ich da nun gar nicht dran. Und das sind schon allerhand sehr interessante Daten. Ich überlege gerade die ganze Zeit, was da so reinfällt. Also zum Beispiel bei einem Toy, okay, wie lange braucht die Person, bis sie zum Orgasmus kommt? Wie häufig nutzt sie die? Ich hatte eben das Stichwort sexuelle Orientierung angebracht. Das mag bei uns in der EU, ist es ja auch schon sehr unterschiedlich.
Sagen wir mal, in Deutschland ist es nicht so das große Ding, welche sexuelle Orientierung du hast. Es ist kein großer Aufreger mehr. Aber es gibt eben Länder, in denen Homosexualität unter Todesstrafe gestellt wird. Da sieht man mal richtig, da geht es auch wirklich an die Menschenrechte ran.
Also das haben wir eben in der KI-Verordnung, da führt man nicht nur eine Datenschutzfolgenabschätzung durch, sondern eine sogenannte FRIA, das ist die Fundamental Rights, das Fundamental Rights Impact Assessment. Und das hört sich ja so weit hergeholt im ersten Moment an. Da denkt man so, ach jetzt kommt die Frau Fann mit Datenschutz um die Ecke, wir haben da so eine lustige Puppe, haha.
Ja, aber wahrscheinlich zählt da der Grundsatz Sex sells ein bisschen, aber um auf genau diese Tiefe dann hinweisen zu können, wohin es führt, wenn ein gewisser Datenmissbrauch durchgeführt wird, beziehungsweise warum es sinnvoll ist, die vorab zu schützen, warum es sinnvoll ist, darüber nachzudenken und es eben Konstellationen, die nicht zu weit hergeholt sind, gibt, die tatsächlich eben Menschenleben kosten können am Ende.
Ein Thema, was mir da auch ein bisschen einfällt, beziehungsweise wo ich gerne noch sehr viel mehr darüber erfahren möchte, beim Thema sensible Daten sind ja diese ganzen Periodentracker. Ja. Also da ist ja auch so, ich habe heute noch mal ein bisschen recherchiert und es gibt so eine halbwegs aktuelle Studie von der Uni Oxford, wer diese Periodentracker überhaupt benutzt und wozu.
Und eines der Probleme dabei ist zum Beispiel auch, dass sie ja sehr auf so westliche Industrienationen ausgerichtet sind, aber sehr viel vor allem im globalen Süden genutzt werden und da auch aus anderen Gründen als bei uns. Also hier ist es eher so ein, ich will gucken, wann meine Tage kommen und ich nutze das, weil ich schwanger werden möchte und wissen will, wann meine fruchtbaren Tage sind.
Und dort wird es halt eher zur Empfängnisverhütung benutzt, was natürlich sowieso irgendwie problematisch ist, weil deine Clue-App weiß nicht, die sagt halt, das sind 28 Tage und dann Tag 14 hast du deinen Eisprung. Aber es gibt auch Leute, die haben einen Einsprung mal an Tag 24.
Also deswegen, es ist kein besonders gutes Tool. Und wir wissen auch irgendwie so aus der Forschung, seit Periodentracker mehr benutzt werden, Und die Pille hat ja auch so einen Pillenknick erfahren, dass gerade junge Leute heute weniger hormonell verhüten wollen, was ja auch verständlich ist, aber dadurch kommt es eben auch mehr zu ungewollten Schwangerschaften und da werden auch eben diese Periodentracker ganz eng damit verbunden.
Und das sind ja wahnsinnig wertvolle Daten, die wir da hergeben. Also da gibt es eben auch Untersuchungen. Ich habe auch mal einen Artikel drüber geschrieben, der heißt Mark Zuckerberg weiß, wann du deine Tage hast.
Wo es irgendwie auch darum geht und das war auch schon 2018, 2019 so, wo ganz viel drüber diskutiert wurde, zum Beispiel die Daten von jemandem, der, schwanger ist, Kosten irgendwie sind 1,50 wert und die von einer nicht schwangeren Person 10 Cent, also da wurde wirklich damals so ein Weil man mit der Schwangeren mehr Geld machen kann dann am Ende, ne?
Genau, dir kannst du halt viel mehr Produkte verkaufen, weil wenn du schwanger bist, dann brauchst du ja ganz viele Sachen und hast vielleicht auch mehr Angst, was da jetzt Unbekanntes auf dich zukommt und konsumierst vielleicht dadurch auch noch Sachen, die du gar nicht unbedingt brauchst und so weiter. Und das ist eben jetzt gerade auch wieder ein interessantes Thema.
Also was ich mitbekomme, ist es schon viel so in den USA, dass sich da eben auch so diese reicheren Investoren viel einkaufen in diese Perioden-Apps. Und gleichzeitig, sobald irgendwie klar war, Donald Trump ist jetzt wieder Präsident. Dass ganz viele Leute gesagt haben, auch gerade AktivistInnen, löscht diese Apps sofort von euren Handys, weil wir haben diesen Roe vs. Wade Umsturz erlebt, dass eben jetzt nicht mehr überall Abtreibung legal ist in den USA.
Und das kann jetzt auch wirklich schon soweit sein, dass diese Daten von deiner Periodentracker-App vor Gericht genutzt werden können als Beweisstücke, um zu gucken, bist du jetzt schwanger oder nicht oder was auch immer oder hast du abgetrieben. Also genau, bist du schwanger ist vielleicht nicht das Problem, aber das, was du eben im Nachsatz gesagt hast, warst du schwanger und warum bist du es dann plötzlich nicht mehr?
Also hast du eine Abtreibung womöglich hinter dir, also kann ja auch, es könnte ja auch eine Fehlgeburt sein, aber da kommen wir ja auch wieder so in diese tatsächlich lebensbedrohliche Situation dann eher, okay, es steht noch nicht die Todesstrafe drauf, aber die Abtreibung an und für sich ist ja eben in vielen Staaten der USA mittlerweile verboten. Ich glaube, es sind inzwischen viel weniger Staaten, in denen es noch legal ist oder überhaupt auch möglich ist.
Und das, ja, okay, das klingt jetzt so, als ob ich immer gleich das ganze Drama daraus hervorziehe. Aber das ist natürlich so der schlimmstmögliche Fall. Den haben aber die Aktivistinnen eben auch schon gesehen. Und das ja schon in der ersten Amtszeit dann oder so am Ende der ersten Amtszeit eigentlich jeder Frau da ans Herz kriegt, er löscht das Zeug. Alles, was so, in dem Fall sind es ja eher Gesundheitsdaten so im Allgemeinen.
Das hat ja jetzt erstmal nichts mit dem Sexualleben oder Ähnlichem zu tun. Es sind Gesundheitsdaten. Da gehen wir durchaus auch ein bisschen nachlässig mit um. In der Hoffnung, ich kriege da ein Tool, was umsonst ist. For free, wie auch immer. Ich kann mich damit gut organisieren. So weit, so gut. Und das kann ich auch total nachvollziehen.
Also ich bin zwar ein bisschen analog unterwegs mit Kalender und ähnlichem, aber ich finde das auch sehr schön übersichtlich in einem Kalender und ich kann einfach mal die letzten drei Monate aufrufen und so weiter und so fort. Das kann ich total gut nachvollziehen. Aber am Ende zahlt man natürlich mit ganz vielen anderen Sachen.
Also so nun dann die schwangeren Personen, die jetzt wieder, die meinetwegen zugebombt werden mit allen möglichen Nachrichten, Produkten etc. Alles, was dann so nicht nur die Schwangerschaft selbst, also die zehn Monate anbelangt, sondern das setzt sich ja weiter fort. Das sind also potenziell einfach gute Kunden, die einfach auch völlig überteuerte Produkte überall bezahlen.
Aber eben auch diese andere Richtung, die wir ja schon eben angesprochen haben, die so höchst dramatisch klingt, die es aber auch ist, dass es einen eben wirklich in juristische Schwierigkeiten bringt, wenn dadurch zumindest, das ist zwar nicht unbedingt ein Beweis, aber so ein Indiz da ist, da könnte eine Schwangerschaft gewesen sein und warum ist sie nun nicht mehr schwanger, die Person?
Und ist da eine Abtreibung erfolgt? Ich meine, das ist ein absolut gruseliges Szenario, aber es ist nicht total von der Hand zu weisen. Könnte sowas in Europa auch passieren mit den Gesetzen, die wir hier haben? Ich sehe durchaus diesen, ich nenne es ja so insgesamt, alles was reproduktive Rechte anbelangt, die Gesetzgebung, das kommt ja eigentlich immer sehr spät erst in den Gesetzen an, wenn wir gesellschaftliche Veränderungen haben.
Und das setzt jetzt nicht erst seit der ersten oder zweiten Amtszeit von Trump ein, sondern mindestens 10, 15 Jahre haben wir diese Stimmung schon. Und wir haben in Europa eben... Nach und nach starten. Also der arme Herr Orban wird natürlich immer herangezogen für sowas, aber zu Recht. Der arme Herr Orban. Ihr habt meinen Ironie-Button gehört. So, und das hatten wir auch nun ganz lange eben in Polen auch. Da hat sich ja jetzt nun wieder aber ein bisschen was anderes getan.
Dann ist aber auch eine Meloni dann da irgendwann aufgetaucht in Italien auf der Bildfläche und ähnliches. Also auch in Deutschland die Tendenz, wer da jetzt nun zusammengeht und koaliert und wie der Wahlkampf geführt worden ist oder auch jetzt nicht nur das politische, auch so das öffentliche Wording, also wie Medien dann mit dieser ganzen Stimmung umgehen. Das ist, ja, ich finde das Wort sehr passend, sehr anbiedernd,
was das anbelangt. Also es ist auch völlig egal, welchen Ausdruck wir dafür benutzen, ob das jetzt ein Faschismus oder ein neuer Faschismus ist, der jetzt zwar in den Staaten entstand. Und wie gesagt, ich war da auch lange sehr blauäugig. blau eigentlich noch so, oh, das kann bei uns aber so schnell nicht passieren und so. Und wie gesagt, ohne weitere Forschung, ohne weitere reflektiertes Angehen, haben wir dann aber auch ähnliche Gesetze einfach übernommen.
Und deshalb glaube ich, dass es gar nicht so viel bedarf, dass wir auch ähnlich restriktiv weiter vorgehen. Gerade weil wir ja jetzt zumindest auch wieder eine recht konservative Regierung bekommen oder Politik bekommen, der zukünftige Kanzler ja nun auch nicht was Gegenteiliges ausstrahlt. Ja, und auch so diesen Anbiederungswillen einfach hat. Gut, also in seine politische Vita will ich da gar nicht weiter so reingucken, das ödet mich ehrlich gesagt total an.
Versuche das jetzt aber ein bisschen höflicher nochmal auszudrücken. Ja, da sehe ich schon vieles so auf uns zukommen, in anderen Schritten, aber gar nicht in so einem anderen Gewand. Und es überrascht mich nicht, es überrascht mich nur eher, dass wir alle bisher so ruhig waren diesbezüglich. Das heißt jetzt für die Userin zu Hause würdest du auch eher wieder auf Papier aufschreiben, Methode raten oder was ist der Tipp? Also wenn ich so ganz praktisch orientierte Dinge da von mir geben darf.
Ja, so Datenschutz und Datenaufbewahrung etc., muss man tatsächlich sagen, analog ist eigentlich insgesamt nicht das Schlechteste, ist aber ja auch irgendwo nicht an jeder Stelle noch so zeitgemäß. Ja. Dass, also, ne, da bei allem Pragmatismus, das ist natürlich, ja, Unsinn zu glauben, dass das jetzt ein vernünftiger Tipp wäre. Mhm. Nicht blind jetzt jede App zu nutzen, was Gesundheitsdaten anbelangt. Und erstmal denkt man sich ja auch nichts dabei, seine Periode zu tracken.
Ja. Also gerade dieses, ich möchte vorbereitet sein, weil ich da ein Ereignis habe und, ah, kommt sie, dann kommt sie da nicht. Ich möchte aber nicht hormonell verhüten oder ich verhüte nicht hormonell, wie auch immer.
Das ist also absolut nachvollziehbares Vorgehen, aber so im Allgemeinen, ob das die psychische oder die physische Gesundheit anbelangt, all diese Apps, die in dieser Richtung Gesundheitsdaten sammeln, das sollte man schon unbedingt sehr kritisch hinterfragen, gerade weil sie eben for free angeboten werden. Das ist nie kostenfrei. Du zahlst halt dann an ganz anderer Stelle. Und das ist ja sehr, sehr intransparent eben auch.
Und das wissen die meisten ja auch schon, ohne dass sie sich jetzt an eine Person wie mich wenden müssen, die irgendwie beruflich eben auch Datenschutz betreibt. Sondern das ist eigentlich schon so, das gehört schon zum allgemeinen Wissen dazu. Und da muss man einfach ein bisschen für sich noch mehr so Vor- und Nachteile abwägen, Die ganz langfristigen Nachteile, die sehen wir vielleicht ja auch noch gar nicht alle.
Ja, ja. Ich glaube, dadurch, dass es ja doch alles, Internet ist ja für uns noch Neuland. Dadurch, ja klar, es ist auch schwer absehbar. Ich meine, natürlich ist einerseits, finde ich, muss man auch erst mal irgendwie verstehen, so als Laie, es gibt nicht ein Internetgesetz für die ganze Welt. Nein, gibt es nicht. Es gibt auch nicht eine Ethik für die gesamte Welt. Genau, ja.
Und das irgendwie so als Basic zu kapieren, Genau, eben auch bei Sexrobotern, dass wenn die aus einem Drittland kommen, wo jeder ganz andere Datenschutzgesetze gelten, dann heißt es nur, weil du die in Deutschland nutzt, nicht, dass sie dann nach deutschem Recht die Daten sammeln, oder? Doch schon, weil sie ja hier vertreiben, da müssen sich die Hersteller natürlich hier schon nach dem EU-Recht richten. Zwar, die Durchsetzung ist aber dann durchaus doch einfach erschwert und eine andere.
Und wenn die Server in China stehen, ja, da können wir uns mit unserer... EU-DSGVO noch so gerne auf den Kopf stellen. Das interessiert da dann auch wenige. Genau. Und gerade bei diesen Trackern, also mir wurde auch irgendwann mal gesagt, es gibt so ein tolles Gefühlstagebuch, was du dann jeden Tag online ausfüllst. Und dann kannst du da irgendwie deine Laune eintragen.
Und dann kann der dir da auch irgendeinen Algorithmus erstellen und sagen, ah, okay, Dienstags bist du immer traurig oder sowas. Ja, ja. Und ich habe mir die App angeschaut und dachte mir, In dem Moment schon, will ich das wirklich dem Handy so erzählen, kriege ich dann nicht Dienstag die ganze Zeit Werbung für Schokolade, damit ich wieder glücklicher bin?
Also das ist ja so basic auch oft. Ja, also und da ist es ja so einigermaßen offensichtlich, also so Launentracker oder wie hast du das genannt? Also so, worauf das so ein bisschen hinauslaufen soll. Manchmal sind es, ich habe jetzt kein gutes Beispiel dafür, aber manchmal kommt das ein bisschen weniger offensichtlich rüber.
Aber es wird dennoch, also manchmal sind es ja auch nicht die direkten Daten, sondern die sogenannten Metadaten, aus denen du eben ableiten kannst, in welcher psychischen Verfassung ist derjenige. Und dann noch physisch das und das dazu. Wahrscheinlich wäre es, also weil du das Schokoladenverkaufen nimmst, auch für diejenigen interessant, die sagen so, oh, Frauen kann man doch während ihrer PMS auch Schokolade verkaufen, wie auch immer.
Also natürlich sind wir alle, werden wir auch alle da nur als Produkte behandelt, denen man noch mehr teure Produkte verkaufen. Und dann eben in einer bestimmten Zeit und je besser man das so einschätzen kann, wann derjenige Käufer erreichbar ist für genau sowas, desto kalkulierbarer scheint der Mensch da an der Stelle zu sein. Also ja, ich glaube immer, wenn es sehr komfortabel für uns wird und vermeintlich kostenfrei, dann darf man ruhig nochmal drüber nachdenken.
Wenn man es dann möchte, dann ist ja auch okay. Aber dann ist es eine bewusstere Entscheidung. Also ich möchte so gerne daran appellieren, dass man nicht permanent wie so ein Lemming reagiert. Nur immer so, hups, ergeser, nochmal hups, nochmal einer hinterher, oh, und dann hups ganz viele. Ja, ein Thema, was ja auch so ein bisschen in die Richtung geht, es ist total easy und komfortabel, aber man weiß irgendwie nicht so richtig, wo es landet, ist ja ChatGPT oder eben diese ganzen, wie heißt das,
Language... Large Language Models. Genau, danke. Ich habe auch so ein bisschen recherchiert zu diesem ganzen Thema AI-Girlfriend, Chatbot-Romanze und so weiter. Das ist ja ein Riesending inzwischen auch, was man, glaube ich, oft gar nicht so sehr mitbekommt. Also zum Beispiel als ChatGPT so seinen eigenen App-Store gelauncht hat, waren sofort diese ganzen Bot-Girlfriends verboten.
Du kannst ja quasi in diesem App-Store deine eigene ChatGPT-Version hochladen, die dann für irgendwelche Sachen, und die dann Kochrezeptgenerator, was auch immer. Es wurde sich sehr lustig gemacht über einen Bot, der dir erklärt, wie du deine Wäsche zu waschen hast. Das dann sofort hieß, ha ha, bla, dafür nimmt man das jetzt also. Und da haben eben dann auch Leute versucht, so Girlfriend-Bots zu erstellen.
Und das wurde dann sofort von JGPT verboten, weil sie gesagt haben, wir machen da nicht mit. Okay, also von denen verboten, ja, ist klar. Aber es wird ja auf allen anderen Seiten, also sobald du AI-Girlfriend googlest, hast du halt 20 zur Auswahl irgendwie, ne? Ja, da gibt es ja diverse Firmen. Character AI fällt mir eben dabei ein, die eben ermöglichen, also die speziell darauf ausgerichtet sind, das zu ermöglichen. Die meisten sind noch in so Beta-Versionen tatsächlich momentan unterwegs.
Und da sind ja durchaus schon so ein paar tragische Fälle auch aufgetaucht. Das klingt jetzt so, als ob ich dem so negativ gegenüberstehe und die ganze Zeit auf Gefahren hinweise. Ich möchte die nicht übersehen, ich bin aber grundsätzlich eher relativ KI-freundlich eingestellt und denke immer so, es gibt ganz viel, was ich als supergute Ergänzung sehe so im menschlichen Leben und auch nicht nur als, ah ja, da kommt ein Roboter und nimmt uns lästige Arbeit
ab, sondern eben auch als sinnvolle Ergänzung. Nichtsdestotrotz müssen wir natürlich auf diese... Gefahren gucken, die das Ganze birgt. Finde ich ganz spannend. Ich wusste jetzt nicht, worauf das Verbot sich bezieht, dass das von OpenAI kommt. Die haben, glaube ich, aber auch so ein paar interessante Kodizes. Naja, also interessant in dem Sinne, die hatten in ihrer bis zur 3.5er Version ja auch ziemlich viele Wörter rausgenommen.
Also man konnte, es gab mal so einen Artikel, der hieß dann irgendwie so ganz lustig, man kann nicht mit Chat-JPT flirten oder so. Also alles, was so ein bisschen sexuelleren Inhalts wurde, wurde direkt gekappt, kann man auch unter das Wort Vorzensur packen. Da hat ja auch jedes größere Unternehmen sehr eigene Richtlinien. Die zwar den Anschein erwecken, sich an gesetzliche Regelungen zu halten, das machen sie aber nicht.
Sie haben da noch sehr viel individuelles, ihr eigenes moralisches Bild einfach hauptsächlich auch, was sie dann in dem Moment für richtig halten. Interessant, dass sie diese Girlfriend-Möglichkeit, diese Experience es da nicht erlauben wollen. Das ist ja auch eher so eine taktische Erwägung. Gut. Vielleicht, weil das Business eh schon andere besetzt, das weiß ich nicht genau, was so dahinter steckt. Und wie gesagt, das kann ja auch echt tragische Auswirkungen haben.
Erzähl mal, was gab es da für Fälle? Der letzte Fall ist aus dem April 2024, dass eine Mutter Character AI und unter anderem Google zusätzlich mit verklagt. Das ist mehr so aus prozesstaktischen Gründen. Das ist ein Startup, was von Google mitfinanziert worden ist. Und natürlich wendet man sich an einen etwas solventeren Beklagten. Und da ist Google eben deshalb mit dem Hintergrund, weshalb vermutlich insgesamt der Fall so prominent ist.
Ein damals 14-Jähriger hat sich einen Charakter, der so der Daenerys, der Mutter der Drachen, ein wenig ähnelte, kreiert und, In den AGB steht drin, dass man 16 sein muss. Es gibt aber keine wirkliche Altersverifikation. Also wenn ein 14-Jähriger clever genug ist, das zu umgehen, dann kann der sich da nun eben ein Bot erstellen, hat der 14-Jährige auch gemacht.
Mit den auch nicht so ganz ungewöhnlichen Folgen, dass der sich gesellschaftlich immer weiter isoliert hat, ist seinen Hobbys nicht mehr nachgegangen, ist in der Schule von den Leistungen her abgerutscht, hat sich auch innerhalb der Familie weiter isoliert. Er war eben noch so weit zugänglich und erreichbar, dass die Eltern, also Mutter und Stiefvater in dem Fall, ihn schon zu einer therapeutischen Behandlung bewegen konnten.
Und auch der Therapeut, na ja, wie auch immer ist es zu dem Schluss gekommen, ja, dann darf er halt nicht ins Internet, der Junge. Die realistisch schwitze Tage. Also 1995 hätte ich diesen Ratschlag irgendwie noch verstanden. 30 Jahre später noch nicht mehr. Soll aber ungefähr so gewesen sein. Und der hat sehr intensive Gespräche mit dieser AI geführt. Das scheint ja dann immer weiter zu individualisiert zu sein.
Und die waren durchaus wohl recht sexuellen Inhalts, sehr intime Gedanken wurden dann und ausgetauscht. Wie gesagt, der Junge war 14 und da nützt es auch gar nichts, wenn man dann immer wieder so einen Satz auftauchen würde, ich bin nicht echt, ich bin nur ein Chatbot oder so. Menschen, gerade vielleicht auch in so psychischen Ausnahmesituationen, vermenschlichen eine KI und die hat ja noch nicht mal einen Körper.
Ja, ganz stark und ganz schnell und die haben einen Namen und gerade dieses, sie hat aber gefragt und meistens nehmen die ja nur die letzte Frage auf oder die letzten Aussagesatz und stellen das dann in Frageform nochmal und warum geht es dir nicht gut, warum gehst du denn nicht mehr zum Basketball in diesem Fall oder sowas. ach, das hat sie sich gemerkt. Also dann kommen die sich so eben ein bisschen verstandener vor, wie auch immer.
Naja, und dann hat dieser Junge nun eben suizidale Gedanken geäußert und die AI hat daraufhin dann reagiert mit, ah, komm zu mir, hier ist alles ganz schmerzfrei und schön. Und das war eben so, dass die AI, ich kenne den Wortlaut leider nicht gut genug, den Jungen dazu motiviert hat, sich umzubringen. Der hatte ein bisschen Angst davor, sich umzubringen. Aber nach einem der letzten Gespräche ist er nun eben los, hat sich die Waffe des Stiefvaters geholt und hat sich damit umgebracht.
Gut, und insofern ist die Mutter nun gewillt da Character AI und so. Andere zu verklagen. Ich hätte das mal eben einfach in einer Lehreinheit genommen, um an Verantwortungszuschreibung zu appellieren. Das ist auch höchst interessant, das ist ja nun auch ein sehr, sehr interdisziplinäres Thema, wie die Menschen da so sehr, sehr unterschiedlich drauf gucken. Also unter anderem kam von Informatikern, der ist ja eigentlich selbst schuld, weil er mit 14 sich da gar nicht hätte reinschummeln dürfen.
Also nur mal so, als kleines Anäglicher. Aber das wollte ich jetzt vielleicht auch nicht zu sehr dort vertiefen. Aber ja, so tragisch kann es ausgehen. Aber es muss, also Jugendliche in dem Alter und in dem Zustand halte ich ohnehin für eine sehr, sehr vulnerable Alterskohorte einfach. Aber es gibt durchaus auch einen Fall aus Belgien, ganz ähnlich gelagert. Der war zumindest schon junger Erwachsener, der war so 23 oder so.
Also es ist jetzt nicht so, es ist nur ein 14-Jähriger, der sich trotzdem, er hat sich umgebracht. Also ich meine, der ist tot. Und das finde ich auch relativ schwierig, dem Opfer da Verantwortung anzulasten. Und wie gesagt, mit jungen Erwachsenen passiert das eben dennoch auch. Oder ist es schon passiert so? Ich glaube, mich erinnert das aber auch so ein bisschen an diesen Diskurs von Pornografie, wo immer auf die Jugend geschaut wird und was das auf die Jugend für Auswirkungen hat.
Und ich denke mir ganz oft, aber es hat auch auf Erwachsene eine Auswirkung. Also ich glaube, man kann in jedem Alter irgendwie vulnerabel und empfänglich für Sachen sein, die einem vielleicht mittelfristig doch gar nicht so gut tun. Ja, also das würde ich jetzt nicht allein von den Lebensjahren abhängig machen. Natürlich, je jünger der Mensch ist, desto größer ist unsere Verantwortung, da auch noch für mehr Schutz zu sorgen.
Aber da muss man dann eben auch so an die einzelnen Akteure rangehen und eben gucken, ja, erstmal die Unternehmen selbst. Und gerade wenn man dann da so im Bereich der Informatiker horcht und hm, dann ist es natürlich ganz oft so, nein, wir haben das nur hergestellt, wir legen das dahin, ihr könnt damit umgehen und da geht dann die Verantwortung an euch. Also im Fall einer KI lässt es sich nicht ganz so übertragen, das so zu nennen.
Aber wenn man eine Waffe dahin legt, dann gibt es gar nicht so viele andere Zwecke, als mit einer Waffe irgendwie zu töten. Und ich finde da dann die Verantwortungszuschreibung komplett als Hersteller von sich weisen zu wollen, das ist ein bisschen too easy. Also das funktioniert so auch nicht.
Ich finde auch den Fall, den du gerade beschrieben hast, so besonders interessant, weil ich kenne das ja auf der einen Seite, dass man eine KI was fragt oder mit der sich unterhält und die einem so ein bisschen nach dem Mund redet. Also das ist ja so auch die ganze Frage bei, können wir wirklich Beziehungen mit Bots führen? So ja, wenn du eine möglichst frictionless Society haben willst, wo keiner so richtig widerspricht, dann könnte das sicher gut laufen.
Aber in dem Fall war es ja tatsächlich so, dass die KI wirklich gesagt hat, komm zu Komm zu mir, hier ist es schön. Also schon bestärkt, ja, das, was ja immer so befürchtet wird, es gibt zu wenig Reibung, wenn jemand, also wenn eine KI dem Menschen nur zugefalle, dann da so bestärkt, also hier ist es ja nun einfach so schlimm anders ausgegangen.
Ob das dann funktioniert, dass man sagt, okay, wir brauchen da so, wir wollen da so ein Warnsystem installieren, wenn jemand über Suizid spricht oder so. Wie gesagt, ich kenne den Wortlaut, das ist wohl zwar protokolliert und alles, aber ich kenne den Wortlaut dieser Konversation nicht gut genug. Wenn jemand nur sagt, komm zu mir, ist das ja noch nicht allein eine Aufforderung zum Suizid. Das kann man ja so nicht da rauslesen.
Aber ja, natürlich so dieser Umstand, wenn du einen Jungen in dem psychischen Zustand triffst, den da so zu motivieren, das ist schon ... Ich bin noch mal gespannt, wie das Klageverfahren da umsgeht. Ich auch, ja. Wie stehst du generell zu dem Thema, KI auch für psychosoziale Einsatzzwecke zu nutzen? Also ich sehe die ganze Zeit, dass Leute prompten, sei mein Therapeut und sag mir meine Schwachstellen und solche Geschichten.
Das hat sich ja auch viel eben in der Pandemie entwickelt, hat mir eben auch kurz schon angesprochen und auch im Allgemeinen, du weißt es ja selbst, bist ja aus dem therapeutischen Recht, also so, dass Menschen, die Hilfe benötigen, im psychotherapeutischen Bereich unheimlich lange auf Plätze warten, kann ich schon nachvollziehen, dass man relativ schnell und easy darauf zurückgreift oder greifen möchte, dass man sehr schnell und sehr schnell darauf zurückgreift.
Eine App zu nutzen. Viele lieben auch ein bisschen dieses teils anonyme, ich muss erst mal nur schreiben, ich muss keinem echten Menschen ins Gesicht schauen, ich muss dem nicht direkt antworten, ich muss auch nirgendwo hingehen. Das kommt ja, glaube ich, noch mal so zusätzlich dazu. Das kann ich gut nachvollziehen und halte das so grundsätzlich für gar nicht so einen schlechten Weg, entsprechende Hilfsangebote zu erstellen. Man müsste eben einfach nur gucken, Deswegen, wer macht das?
Wie seriös wird das gemacht? Und ja, auch welche Ausbildung letztendlich steckt dahinter, wenn es wieder eine Firma ist, die sagt, ha, da erreiche ich jetzt Menschen, die eben in so einer Ausnahmesituation sind, die einfach auf Hilfe angewiesen sind. Die möchte ich jetzt wieder was verkaufen. Ja, also da muss ich gar nicht das Wort Ethik in den Mund nehmen. Das ist natürlich irgendwie höchst fies. Ich kann mir aber vorstellen,
dass man das auch gut machen kann. Ich kenne die Angebote diesbezüglich zu wenig. Natürlich spielt da Datenschutz auch wieder eine ganz große Rolle, Gesundheitsdaten etc. Und wie man solche Daten missbrauchen kann, da brauchen wir eigentlich auch nicht so viel Fantasie dazu. Ja, ich bin so ein bisschen drin in der Materie. Es gibt natürlich Sex-Coach-Bots.
Es gibt auch einen Therapeuten, Erik Hegmann, der hat sich selber quasi die Eric AI, dass du dann mit ihm chatten kannst, wenn du eben auch Klientin bei ihm bist zum Beispiel. Und er hat ihn halt trainiert, dass er die Antworten gibt, die er jetzt geben würde und seine Argumentation war halt so, na gut, vielleicht will sich deine beste Freundin nicht zum hundertsten Mal anhören, dass der Typ jetzt blöd zu dir war, aber der Bot, der hört sich's auch zum hundertsten
ersten Mal noch an und bleibt geduldig, sozusagen. Ja, ja. Und er selbst ist auch ein guter Therapeut, also der Name sagt mir nichts. Ja, ja, doch, ist ein anerkannter Therapeut, ja.
Ja, genau in der Richtung hatte ich ja gerade gedacht. Also wenn das Menschen machen und darauf die KI trainieren, die Antworten zu geben, die sie eben dann auch geben würden, aber entsprechend natürlich nicht so viele Klienten annehmen können und in Person antworten können, halte ich das jetzt für nicht so eine schlechte Idee aus seinem Argument.
Die Freundin will sich das nicht, die gute Freundin, nicht das hundertste Mal anhören, sondern eigentlich soll es ja ein Fachmann sein und die KI ist da auch absolut geduldig und gibt ihr auch zum hundertsten Mal die Antwort, kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Wir alle waren schon diese Freundin. Ja, und wir sind sie immer mal wieder. Und insofern, und das hat ja vielleicht auch manchmal so ein bisschen mit Autorität oder Abschlussgläubigkeit, wie auch immer so zu tun.
Die Freundin, da ist ja auch so ein bisschen das Spiel Liebe oder Lösung, ja, also was willst du denn da gerade geben und willst du nur zuhören oder, oder, oder? Willst du auch weiterhin mit der Person befreundet bleiben? Also ist vielleicht gar nicht schlecht, das an so einem Bot abgeben zu können. Ja, ja, doch.
Oder ich habe auch neulich gehört von jemandem, der war sich nicht sicher, ob die Beziehung so weiter bestehen sollte und dann war so, ja, ich habe das jetzt mit JetGPT besprochen, der meint auch, es ist vielleicht besser, wir trennen uns. Oh. Aber jetzt ChatGPT, bei dem ich permanent so viele Fehler entdecke, als mein Lebensberater da zurate ziehen würde, dann finde ich schon ein bisschen wild, ne? Ja. Aber, naja, ist so ein bisschen wie Würfeln oder Gänseblümchenblätter rausziehen auch, ne?
Genau, oder Kopf oder Zahl, bei Kopf mache ich das und dann ist es Zahl und dann glaube ich es doch nicht, aber... Wenn es Menschen hilft und sie sich mit der Entscheidung am Ende gut fühlen, kann man machen. Und wenn es aber ein bisschen in die seriösere Richtung geht und gut trainiert wird, also ich habe da jetzt noch nicht so vollends drüber nachgedacht, aber so schlecht finde ich die Idee so auf den ersten Blick nicht.
Vielleicht ändere ich meine Meinung nochmal, aber jetzt so beim ersten Hören denke ich mir so, ah, klingt jetzt nicht so schlecht. Also die Technologie ist ja nun mal auch in der Welt und dann finde ich es schon gut, wenn sich viele vernünftige Menschen überlegen, wie man sowas auch vernünftig anbieten kann, wie man sowas nachhaltig, ethisch, wertvoll, la la la.
Also viele gute Grundsätze diesbezüglich, also vor allen Dingen auch die Fachkompetenz und da haben wir ja auch von Open Source und nicht kommerziellen Absichten alle möglichen Indizien normalerweise dafür, was dann eben auch zum Schluss ein gutes Produkt diesbezüglich ausmacht und was nicht. Und rein in der Theorie kann ich mir vorstellen, dass man da auch gute Produkte erstellen kann, also gute Bots erstellen kann, die das sinnvoll ist.
Wir haben nun mal eben auch in den Bereichen absoluten Personalnotstand. Ja, ja. Und auch, also es ist ja auch wieder eine finanzielle Frage, wer kann sich diese mindestens 18.000 Euro für eine Psychotherapeuten-Ausbildung leisten? Ich glaube auch mehr teilweise. Und ja, wer kann sich auch 120 Euro die Stunde leisten einmal die Woche, wenn es eben nicht auf Kasse läuft. Also dass man da dann sagt, ah, ChatGPT ist umsonst. Mal gucken, was der mir so für Tipps gibt.
Ja, ja, ja. Also umgedreht ist es natürlich dann auch immer von denjenigen, die momentan solche Kostennoten dann eben noch erstellen können, auch immer die Befürchtung, ah, und dann werde ich von einem Bot ersetzt. Oder zumindest gehen meine Stundensätze runter. Das ist ja bei Anwälten und so auch nicht anders. Also ich meine, da sind ja nun schon auch wirklich gute LLM, also Large Language Models entstanden, die unfassbar gute Gutachten, Verträge und ähnliches jetzt schon erstellen.
Bei dem man dann so hinterher sagen muss, ah, wenn man sonst so eine Billing-Auer von 400 bis 600 Euro in Rechnung geben stellen konnte, wird es in Zukunft vielleicht nicht mehr so gerechtfertigt sein. Da muss man ja auch sinnvoll gucken, wie man das, diesen Fortschritt dann auch für sich nutzen kann. Ja, ja.
Und ich meine, ich finde gerade in dem Bereich, wo es jetzt, sage ich mal, auch eher um, also ich meine, Recht ist ja eher ein kalter Bereich, wo es ja möglichst um, ja, das ist das Präzedenzurteil, das sind die Fakten, wir versuchen das irgendwie neutral zu bewerten. Also stelle ich mir jetzt aus meiner Laienperspektive vor, das wäre vielleicht sogar gut, das an eine KI abzugeben, weil da nicht so menschliche Biases vorkommen, aber die werden ja dann teilweise schon drin stecken,
wenn das ein Mensch ja eben vorher mal programmiert hat. Ja, schon ein Stück weit. Also ich gebe dir zum Teil recht, wir versuchen ja so objektiv zu sein. Das ist ja kein Mensch. Und alles, was vorweggeschaltet ist, also die Daten, die da reinfließen, natürlich auch die Logik im Grunde genommen, die ist ein Stück weit, aber vielleicht nicht zu stark biasbelastet. Also man versucht es ja zumindest. Und man hat dann immer so gerne das Gefühl, Maschinen sind ja noch neutraler, noch objektiver.
Da sind sie natürlich auch nicht. Aber ja, also diesbezüglich hätte ich nichts dagegen, wenn da noch mehr mitarbeiten. Leider sind die Ergebnisse noch nicht an allen Stellen so überzeugend. Und es wird dann viel schwieriger rauszufinden sein, wo der Fehler wann wie passiert ist, in welcher Konstellation. Ja, ich finde, mir geht es oft so, wenn ich so einen Text lese und ich lese nur ganz grob drüber, denke ich mir, ja, klingt da eh schon super.
Aber wenn ich ihn dann zum Beispiel laut vorlese oder mal wirklich gucke, was steht da eigentlich geschrieben, dann ist eben oft noch so dieses Gefühl, ah, okay, ein bisschen quatschig ist das jetzt aber schon. Ja, also ich gucke natürlich viel in meinem Fachgebiet, weil ich das dann einfach am besten bewerten kann. Und das liest sich erst mal ganz wunderbar, was JGPT da in Sekundenschnelle produziert.
Und wenn man dann genau reinguckt in die Details, also auch wenn bestimmte einzelne Personen, also eine natürliche Person, zwei verschiedene Geburtsdaten hat, ja, okay, das ist ein Fehler, der sollte jedem dann irgendwie einleuchten. Das ist dann auch relativ offensichtlich. Und dann denke ich mir immer so, wie viel stemmt denn da noch vom Rest?
Genau, ja. Und dann geht es auch eigentlich auch nur so um irgendwelche Fakten. Also, Die man in dem Fall dann aber noch nicht mal über die Person, okay, Wikipedia ist ja auch noch mal so ein anderes Thema, aber da so zusammengetragen findet. Und da denke ich mir so, ah, wenn ich jetzt schon in meiner kleinen Nische mit meinem kleinen Wissen da so viele Fehler finde, wie ist es dann insgesamt eigentlich noch?
Und deshalb, es ist ein tolles Tool, was wiederum aber auf einer ganz anderen Ebene für mich, ihr wisst ja alle so 30. November 2022, oh, das Datum müssen wir jetzt merken. okay, da haben die da 3.5 oder die Version eben gelauncht. Und dadurch ist aber das Thema künstliche Intelligenz so in das Bewusstsein vieler, vieler, vieler gedrungen.
Ob sie nun eben mit dieser archaischen Angst antworten, so künstliche Intelligenz kommt und ersetzt uns und vernichtet uns und was es dann noch für alle so dystopische Fantasien gibt. Aber es ist erst mal im Diskurs und das finde ich eben gut. und sonst war ich immer so, ah, die Frau, die an so komischen Sachen forscht. Und künstliche Intelligenz, was ist das überhaupt? Und ah, und dann kommt noch das Wort Sex und Robot und dann haben die meisten eben abgeschaltet.
Aber das finde ich so für mich und insgesamt eine gute Sache, weil wir da im Grunde genommen schon fast sonst auch ein bisschen hinterher sind. Wir sollen es zumindest diskutieren und darüber nachdenken. Das schadet meistens nicht. Und so bist du auch immerhin schon im World Famous Lustprinzip-Podcast gelandet mit diesem Thema. Ja, eben, eben, eben. Ich all meine Passwörter nicht durch die Gegend haue, ne? Jawohl.
Was sind denn so Sachen, wo du sagst, da wäre es jetzt aber wirklich wichtig, wenn wir sowohl juristisch als auch als Gesellschaft nochmal hingucken und das ist ein Bereich in diesem ganzen Themenfeld, wo du siehst, so in den nächsten Jahren, das könnte kritisch werden, wenn wir da nicht gut gucken. Gibt es da irgendwas? Allgemein zu künstlicher Intelligenz oder allgemein zu Sexrobotern? Alles, was irgendwie mit Sex und Maschinen und Menschen zu tun hat.
Also im Grunde genommen würde ich da nur so an meinen Ausführungen ansetzen, die ich jetzt schon gebracht habe. Das vielleicht ein bisschen zusammenfassen, damit man auch sieht, dass das eben ganz praktische Auswirkungen hat. Also die politische Lage, die wir jetzt haben und die sich ja jetzt auch nicht sofort völlig umkehrt, sondern dass eher Länder, also wie auch Deutschland, sich dem Ganzen so ein bisschen anschließen und sagen so, ah ja, nee, diesbezüglich hat ja der Trump doch recht.
Und ich habe das, ich habe gleich auch ein kleines Beispiel nur dafür. Allein von der Sprache her, was ja so teils harmlos, aber nichts ist harmlos daran, herkommt. Die Wörter, die auf dieser Liste standen, um alle verboten zu werden. Das ist natürlich dann auch easy peasy, das in irgendein Suchprogramm da reinzuwerfen. Ha, der Förderantrag wird da nicht genehmigt, da ist das Wort Diversity aufgetraut oder da ist irgendwas mit Trans und Gender.
Und na ja, also man weiß es ja, da fühlt sich ja nicht nur ein Mr. Trump dran, also zieht sich daran auf, dass wir dies so im Blick behalten müssen, Auf der einen Seite, dass es eben ganz praktische Auswirkungen hat, auch auf die Gesetzgebung. Und ich finde, auf der einen Seite sollte man nicht zu vorsichtig damit sein, sondern eben auch Dinge benennen, so wie sie sind. Es scheint ja so eine Angst vor dem Wort Sex zu geben. Nicht nur als Tabu, sondern eben auch als Angst.
Und man bringt das in bestimmte Titel und so nicht ein. Aber dass man da, ich glaube, das Einzige, was man dem so ein bisschen auch entgegensetzen kann, ist so eine, dass man integer bleibt und vielleicht schon bestenfalls ist, aber dann eben dann auch bleibt und dann zu, ja, schön altmodisch zu seinen Werten da so steht und auch das sowohl in seiner eigenen Arbeit, Meinung, Verbreitung, wie auch immer, auch so beibehält. Und das wirkt sich eben so schon mit am längsten aus.
Wir werden hoffentlich alle diese Phasen überstehen, die das Ganze so mit sich bringt. Und ich kann nur sagen, dass mir mal ein Vortragstitel diesbezüglich gekürzt worden ist. Das war auch, wie es so langweilig daherkommt, aus dem Datenschutz eine Anfrage einer amerikanischen Association, die auch eigentlich relativ viel Kohle hat. Ich war nur so mit der Organisatorin gut befreundet. Und sie hatte mir mehrere gefallen getan. Dann habe ich gesagt, okay, ich komme auch zu euch.
Nein, ich nehme keine Kosten dafür. Aber du musst es ja dennoch vorbereiten. Es war zwar ein Webinar. Das macht ja genauso viel Arbeit, als wenn du irgendwo in Präsenz eben auch da nun rumhüpfst. Und dann hatte ich, also ich gebe es zu, ein bisschen langweiligen Titel. Aber hatte ich so als Arbeitstitel gesagt, rechtliche und ethische Implikationen künstlicher Intelligenz am Beispiel des Sexroboters.
Mit dem ersten Teil kann man leben, aber zum Schluss dieser Sexroboter und amerikanische Association. Dann kam die Vortragsankündigung und dann habe ich das gelesen und habe gedacht, da steht mein Name drunter und musste nochmal gucken, der da lautete Zukunft der Nähe. Rechtliche und ethische Überlegungen zu Social Bots. Habe ich immer gelesen, Iris Fahn dachte so, ach, das bin ja schon ich, aber hm. Und dann habe ich da angerufen und gesagt, sag mal, ist das mein Vortrag? Ist das mein Titel?
Und wollt ihr wirklich, dass ich was dazu sage? Denn ich glaube, da braucht ihr eine Sozialwissenschaftlerin dazu. Und ich versuche ja schon viel abzudecken, aber das bin ich nun mal nicht. Und da kann ich aber nichts Seriöses zu sagen. Und ich kann mich mit diesem Titel auch gar nicht anfreunden. Also es hieß noch vorher so, können wir das ändern in Timothy Technology? Da hätte ich mich noch irgendwie mit anfreunden können. Ich weiß jetzt nicht, wie sie es dann genannt hätten.
Aber so, und das war vor Trumps zweiter Amtszeit, aber da meandert das alles ja schon sehr viel länger insgesamt durch Gesellschaft und Politik. Und das war ja nun eine glatte Zensur meines Titels. Und dann habe ich gesagt, okay, ich habe ihn euch für lau angeboten. Ich wäre gekommen, hätte das alles so gelten. Und die Organisatorin meinte, ja, aber Iris, du kannst in jedem Satz dreimal das Wort Sex sagen. Ich so, ich weiß, dass ich das kann.
Aber ich mache das nicht unter diesem Titel. Ich komme nicht. Ich halte den Vortrag nicht. Und da stehe ich auch nach wie vor zu. Das mag sein, dass man mich dann eben nicht mehr einlädt bei solchen Formaten. Aber das war so nur im Kleinen, aber eben eine Zensur, wie gesagt, sehr amerikanisch gefärbt. Und habe dann gedacht, nee. Also solange ich hier mein Forschungsgebiet mit meinen Vorträgen und all dem, was ich so schreibe, so machen kann, mache ich das auch.
Und würde mir das so, warum soll ich das anders benennen? Es gibt noch keinen Grund. Ja, wenn mir jemand die Flinte an den Kopf hält. Vielleicht höre ich da mal auf, Sex zu sagen. Hier darfst du so oft Sex sagen, wie du willst. Sex, Sex, Sex. Das hätte ich da in dem Vortrag auch. Aber wie gesagt, das war mir einfach zu unehrlich oder so unaufregend. Also das hat mir nicht gefallen. Punkt. Und dann habe ich gesagt, na, dann halte ich den Vortrag lieber gar nicht. Ja, das ist gut.
Ich kenne das Thema auch so sehr. Ich plane ja gerade eine Fachtagung Future Sex. Wenn du auch als Referentin mit dabei sein möchtest. Das ist schon eingetragen für 2026. Das ist schon eingetragen, ja. Save the Date. was war es, 17. April, glaube ich, so was. Und da hatten wir eben auch die Überlegung, können wir das Wort Sex im Titel verwenden? Und ich habe auch gesagt, ja, aber wir sind die Gesellschaft für Sexualwissenschaften. Wir sind nicht die Gesellschaft für Nähewissenschaften oder so.
Also ich habe sehr dafür plädiert, dass es drin bleibt, weil ich eben auch finde, natürlich... Aber dann merkst du ja auch, dass da so gesellschaftlich schon so eine Zurückhaltung eingesetzt hat. Ja, absolut, ja. Also ich finde, die war schon immer da, beziehungsweise wurde eben auch sehr befeuert durch diese ganze Meta-Plattform-Zensur, dass du dann nur noch in diesem Algo-Speak irgendwie die Zahl 6 oder S-E-G-G-S oder sowas verwenden konntest.
Und das hat schon, das hat glaube ich ein bisschen abgefärbt. Genau, Auberginen statt Porn, Korn, also ein Mais-Emoji, was es da nicht alles gibt. Und ja, also ich merke das ja auch bei meiner eigenen Arbeit, dass ich dann teilweise das schon anders worde, weil ich mir denke, ich habe jetzt keine Lust darauf, gesperrt zu werden von einer Plattform, deswegen so. Nee, man hat ja nicht immer die Energie dafür.
Genau, genau. Ich kann schon verstehen, warum man das macht und alles, aber ich denke mir so, also ich betreibe da eine relativ, nein, nicht relativ, eine seriöse Wissenschaft dazu. Man kann das sehr seriös alles diskutieren. Manchmal kommen dann so Anmerkungen, Iris, ich habe deinen Beitrag gelesen, der war ja doch gar nicht, also von einer sehr, sehr netten älteren Dame. Und ich glaube, sie wollte mir sagen, der war ja doch gar nicht so versaut, wie ich dachte. Oder irgendwie so.
Und dann muss ich immer lachen. Und ich sage, ja, es ist dann doch nur Datenschutz vorüber. Ich rede ja, sorry. Ich will ihn ja an der Stelle, das war ja vorhin auch schon meine Botschaft, ein bisschen anders verpacken. Aber dann machen sich Leute auch Gedanken. Und denke ich, es ist ein gutes Beispiel, um das plastisch darzustellen. Aber auch diese Komplexität, die das Ganze hat. Also meistens kommen sie ja auch erst mal so kurz lachend um die Ecke.
Die meisten hören so, Sexroboter, was ist das denn? Und ja, also es hat ja eben Auswirkungen in viele, viele, viele verschiedene Richtungen. Und das ist mein kleines Ziel dabei, die Leute so ein bisschen zum Nachdenken anzuregen. Und das machen dann aber auch viele. Ich glaube, das hast du heute auch gemacht, liebe Iris. vielen, vielen Dank, dass du heute da warst und mit uns über Datenschutz gesprochen hast. Über Datenschutz und Sexpuppen und Sex. Sehr schön. Danke dir. Music.
