Literaturhaus-Podcast
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Episodes
#54 Martin Kordić: „Ich habe das Gefühl, in zwei Welten aufgewachsen zu sein.“
#53 Helene Bukowski: „Träume kann man nicht kontrollieren.“
Ihr Roman dringt in die Tiefen der Emotionen ein, obwohl seine Protagonistinnen mit aller Kraft versuchen ihnen zu entfliehen. Mit Helene Bukowski spricht Vanessa Guinan-Bank darüber, wie unausweichlich unsere Körper und Gefühle sind.
#52 Oliwia Hälterlein: „Es gibt noch eine sehr große Angst davor.“
Die Aufklärung vor gesellschaftlichen Mythen steht im Zentrum von Oliwia Hälterleins Arbeit. Die Kulturwissenschaftlerin hält Vorträge und bietet Workshops über Feminismus und sexuelle Bildung an. Dabei muss sie immer wieder feststellen, wie weit unsere Gesellschaft entfernt ist von einem selbstbestimmten Umgang mit der eigenen Sexualität. Darüber, über ihren Essay „Das Jungfernhäutchen gibt es nicht“ und über literarische Zukunftspläne erzählt sie Felix Krause im Literaturhaus Podcast.
#51 Irina Scherbakova: „Die Wahrheit muss gesagt werden.“
Ihr Lebensthema bleibt die Erinnerungsarbeit. Irina Scherbakowa war Gründungsmitglied von ‚Memorial‘, jener Organisation in Russland, die die Verbrechen der Stalin-Ära und die Folgen der Repressionspolitik ans Licht bringt. Im sehr persönlichen Gespräch mit Silke Behl erzählt Irina Scherbakowa, dass es ohne Vergangenheitsbewältigung keine Zukunft für Russland geben wird und warum sie auch in der eigenen Familiengeschichte auf Spurensuche gegangen ist.
#50 Behzad Karim Khani: „Gewalt hat eine eigene Logik.“
Über Kleinkriminelle und Jugendliche in Gangs hat Behzad Karim Khani einen gewaltigen und doch zärtlichen Roman geschrieben. Vanessa Guinan-Bank hat ihn in seiner Kreuzberger Bar getroffen und mit ihm zu Fragen von Würde und Gewalt, den Millimetern der Machtverschiebung und inwiefern Literatur ein Spiegel sein kann, gesprochen.
#49 Marifé Boix-Garcia: „Sprühende Kreativität.“
Hola! Spanien kommt nach Frankfurt. Marifé Boix-Garcia verantwortet u.a. den Auftritt des Gastlandes auf der Messe und hat sich Zeit für uns genommen. Silke Behl und Guenter Rodewald erzählte sie von Spaniens lebendigen Buchmarkt, über den starken Auftritt der Autor*innen und über die lateinamerikanischen Indie-Verlage, deren Engagement nicht nur Spaniens Literaturlandschaft aufrüttelt.
#48 Nefeli Kavouras: „Barcelona kam mir als Buchstadt sehr lebendig vor.“
Wieso nicht einfach mal den Verlagsitz aus dem grauen Hamburg ins sonnige Barcelona verlegen? Das dachte sich der mairisch Verlag und zog im Frühjahr für ein paar Wochen in die katalonische Hauptstadt. Nefeli Kavouras erzählt im Gespräch mit Anna Maria Stock von ihren Eindrücken aus der spanischen Literaturszene – und was sie besonders macht.
#47 Daniel Schreiber: „Ich versuche, Erfahrungsräume zu schaffen.“
Bin ich zufrieden mit dem Leben, das ich führe? Fühle ich mich Zuhause? Bin ich allein glücklich? In seinen Essays stellt sich der Autor Daniel Schreiber die Fragen, „die zu stellen so schwer sind“, wie er sagt. Über die Erwartungen an das Leben und die Renovierung der eigenen vier Wände erzählt er Felix Krause in dieser Folge des Literaturhauspodcasts.
#46 Anke Stelling: „Wer schreibt eigentlich für wen?“
Anke Stelling denkt in ihren Texten über die ganz großen Fragen nach und das anhand der kleinen Dinge im Leben. In dieser Folge spricht sie mit Vanessa Guinan-Bank über Utopien und die Systeme unserer Zeit.
#45 Kathrin und Theresa: „Wir sind weit davon entfernt, dass da eine Gleichberechtigung stattfindet.“
Es gibt ein neues Literaturfestival in Bremen! Beim „li:tz – festival für literatur im je:tzt“ war im August die High Society der jungen, feministischen deutschsprachigen Literatur zu Gast. Über kollektives Organisieren und die Symbiose von Musik und Literatur erzählen Kathrin und Theresa aus dem Orga-Team.
#44 Nora Bendzko: „Den phantastischen Aspekt nutze ich dafür, dass ich sage, es gibt kein Limit“
Nora Bendzkos Dark Fantasy Epos über Amazonenkrieger*innen stellt alle traditionellen Perspektiven auf den Kopf. Mit Vanessa Guinan-Bank spricht sie darüber, wie man die Ambivalenz und Grausamkeit von Krieg in der Phantastik zum Ausdruck bringen kann.
#43 Elisabeth Hollerweger: „Bilderbücher sind Weltenöffner“
In dieser Folge des Podcasts unterhalten sich Sophie Anggawi und Prof. Elisabeth Hollerweger in der Bremer Bilderbuchbibliothek über gute Geschichten, schöne Illustrationen und darüber, mit welchen (und wessen) Erwartungen Kinderbücher häufig aufgeladen sind.
#42 Nilüfer Türkmen: „Ich bin dem Schreiben sehr leidenschaftlich zugewandt“
Nilüfer Türkmen hatte eine bewegte und bewegende Kindheit. Der Vater verstirbt früh, die Mutter leidet unter Schizophrenie. Darüber, wie sie diese Zeit geprägt hat und über ihre Autobiographie „Als Mama mit der Lampe sprach“ spricht sie im Literaturhaus Podcast.
#41 Eva Matz: „Die eigene Stimme finden“
Die erfolgreiche Slamerin, Theaterfrau und Performancekünstlerin Eva Matz spricht mit Silke Behl darüber, wie wichtig es ist, sich von Zwängen und Erwartungen anderer zu befreien. Eine Erfahrung, die Eva Matz besonders gern an Jugendliche in ihren Schul-Workshops weitergibt.
#40 Aron Boks: „Liebe ist für mich immer ein Thema“
Aron Boks spricht mit Jana Wagner darüber, was ihn als Autor und Poetry-Slammer inspiriert: die Liebe und das Scheitern. Für seine Bühnen-Texte tourt er durch die Republik und kommt jetzt zum ersten Mal nach Bremen
#39 Katrin Bretschneider: „Audiowalks haben etwas sehr Intimes“
Katrin Bretschneiders künstlerisches Mittel ist der Audiowalk: Geführt von ihrer Stimme und der eigenen persönlichen Familiengeschichte, bringt sie den Zuhörenden ein Stück Zeitgeschichte näher – auf intime und verspielte Art und Weise. Über die Vergangenheit und Zukunft, Worte und Orte sprechen Katrin Bretschneider und Jana Wagner in dieser Folge.
#38 Clemens Meyer: „Im Abgrund liegt die Wahrheit“
In seinen Erzählungen und Romanen dringt Clemens Meyer tief in die Psyche der Menschen und der Gesellschaft ein. Mit Vanessa Guinan-Bank spricht der Autor von seinem Literaturverständnis und darüber, warum im Abgrund die Wahrheit liegt.
#37 Melike Peterson: „Wir haben ein Recht auf Bibliotheken“
In dieser Folge des Literaturhaus Podcasts taucht Jana Wagner mit Melike Peterson ab in die Welt der Bibliotheken. Melike Peterson ist Stadtgeographin und Postdokdorandin an der Universität Bremen. Sie hat in Schottland, den Niederlanden und in Istanbul studiert. _Die Bibliothek und das Recht auf Stadt_ heißt ihr aktuelles Forschungsprojekt – dafür hat sie sich angeschaut, wer eigentlich in Bibliotheken geht und warum diese für eine Gesellschaft so wichtig sind. Wie die Bibliothek ihrer Träume a...
#36 Laura Cwiertnia: „Das Gefühl nicht dazuzugehören“
Wie es ist, nicht ganz dazu zu gehören, das erfuhr Laura Cwiertnia sehr früh. Aufgewachsen ist sie in Bremen Nord, in einem Teil Bremens, der sich nicht immer nach Bremen anfühlt. In ihrer Familie laufen armenische, türkische und deutsche Lebensgeschichten zusammen. Diese Erfahrungen reflektiert auch ihr autofiktionaler Roman „Auf der Straße heißen wir anders“. Was bedeutet eine doppelte Fremdheit für das Leben in der Diaspora? Welche Rolle kann das Schweigen innerhalb von Familien spielen? Und ...
#35 Mawil: „Ich liebe Alltagsanekdoten“
Oft werden seine Figuren liebenswerte Verlierer genannt. Berliner Comic-Urgestein Mawil erzählt in seinen Geschichten von den Pannen und Problemen des Alltags – inzwischen auch als Kinderbuchautor. Vanessa Guinan-Bank besucht ihn in seinem Atelier im Prenzlauer Berg und dort erzählt Mawil, wie seine peinlichsten Misserfolge in der Liebe zu einem Diplom an der Kunsthochschule wurden, weshalb er zuletzt gleich zwei Kinderbücher gleichzeitig veröffentlicht hat, und wieso das aktuelle politische Ges...
#34 Tomasz Jedrowski: „Schreiben habe ich jahrelang unterdrückt“
In seinem ersten Leben arbeitete der in Bremen geborene Tomasz Jedrowski für eine internationale Anwaltskanzlei. Nachdem er mit dem Pensum und dem Druck nicht mehr klarkam, verkündete er sein „Coming Out als Schriftsteller“. Sein Debütroman „Im Wasser sind wir schwerelos“, über eine queere Liebesgeschichte im sozialistischen Polen, wurde anschließend von der Kritik gefeiert. Im Gespräch mit Felix Krause erzählt Jedrowski von alten Wunden und neuen Chancen und davon, warum es für ihn trotz seiner...
#33 Horst Temmen: „Man muss das Soziale immer im Kopf haben“
Tausende Bücher hat er auf den Weg gebracht. Sie alle zeugen von Weltbewusstsein und von politischem Engagement. Geprägt hat ihn die eigene Fluchtgeschichte. Die DDR, Osteuropa und die Diktaturen des 20. Jahrhunderts haben ihn nie losgelassen. Ebenso wenig die Idee, dass globale Themen sich immer auch in der Region spiegeln. Helmut Schmidt, mit dem er vierzehn Bücher machte, wollte ihn nach Hamburg locken. Aber die Liebe zu Bremen war stärker. Joachim Gauck vertraute ihm die Veröffentlichung der...
#32 Jeff Hemmer: „Comic kann einen emotionalen Zugang aufbauen“
Der anarchische Philosoph Gustav Landauer trifft in einer Schneelandschaft auf einen Fuchs, auf der Suche nach sich selbst. Das ist nur eine Geschichte, die der Comiczeichner und Illustrator Jeff Hemmer entwickelt hat – auf Papier und auf einer Mauer im Bremer Viertel. Im Literaturhaus Podcast erzählt er Jana Wagner, warum es manchmal nur wenige Striche braucht, um eine Geschichte zu erzählen. Mittlerweile gibt Jeff Hemmer in Comic-Workshops sein Wissen weiter und begeistert die Teilnehmenden. W...
#31 Judith Hermann: „Ich schreibe entlang am eigenen Leben“
Man sagte ihr eine große Karriere voraus. Trauen wollte Judith Hermann dem Erfolg allerdings nicht, als sie 1999 für ihr literarisches Debüt „Sommerhaus, später“ in Bremen den Förderpreis erhielt. In diesem Januar nun, 23 Jahre und sechs Bücher später, nimmt sie den Hauptpreis entgegen. Mit ihrem aktuellen Roman „Daheim“ begeisterte sie Kritik und Publikum erneut. In einem sehr persönlichen Gespräch erzählt sie Silke Behl ihre Geschichte. Vom Schreiben, vom Leben und davon, was die Bremer Auszei...
#30 Poesie-Kollektiv Ros*innen: „Wir wollen experimentell sein“
Alles begann mit gemeinsamen Schreibstunden und ist inzwischen ein multimediales online-offline Kunstprojekt. Denise und Marie vom queer-feministischen Kollektiv Ros*innen sind kreativ und wütend: auf das Patriarchat, altbackene Moralvorstellungen und Diskriminierung. Von der Kunst als Ventil und vom Zusammenhalt der Bubble erzählen sie Felix Krause im Literaturhauspodcast. Und von ihrem ersten Shitstorm.
#29 Angelika Plückebaum: „Das Wichtigste bleibt die Neugier"
Die Buchhandlung Leuwer ist eine Institution. Angelika Plückebaum führte – gemeinsam mit ihrem 2015 verstorbenen Mann Klaus Plückebaum – eine alte Tradition fort, die 1900 mit Franz Leuwer begann. Kunst, moderne Literatur und Reisen standen über all die Jahre im Mittelpunkt. Neugier auf Neues und junge Autoren ebenfalls. Im Podcast erinnert Angelika Plückebaum an Anni Leuwer, die 1942 in Theresienstadt umgebracht wurde und erzählt, welche Ideen sie um- und antreiben.
#28 Sebastian Butte: „Es muss authentisch sein“
In Bremen ist er bekannt als Gründer und Moderator der Poetry-Slam-Reihe "Slammer-Filet": Sebastian Butte. 2008 hat er das Format gegründet. Damals saßen vor allem Studierende im Publikum. Heute erreicht der literarische Wettbewerb alle Altersklassen – und das ist auch gut so, findet Sebastian Butte. Was ihn abtreibt und wie er sein Leben zwischen Klassenzimmer und Bühne managed, das hat er Literaturhaus-Host Jana Wagner in dieser Folge erzählt.
#27 Guenter G. Rodewald: Agent aus Leidenschaft
Von Haus aus und als Sohn eines Buchhändlers eigentlich ein Bremer Urgestein. Die große Welt lernte er durch Kurt Hübner kennen, der in den 60er und 70ern die etwas schläfrigen Hanseaten aufmischte – und den Teenager mitmischen ließ. Später gehörte er zum Kollektiv des legendären Buchladens im Ostertor. Doch dann ging es weit hinaus. Nach Barcelona, wo Guenter G. Rodewald drei Jahrzehnte in einer internationalen literarischen Agentur arbeitete. Im Gespräch mit Silke Behl erzählt er von Lust und ...
#26 Linus Giese: „Ich bin jetzt angekommen“
Früher bloggte Linus Giese über die Bücher alter, weißer Männer, heute arbeitet er in dem queer-feministischen Buchladen She said. Und auch sonst hat sich einiges radikal verändert in seinem Leben. Giese ist nämlich trans. Über sein Coming Out und seine Transition hat er das Buch "Ich bin Linus" geschrieben. Davon, von der Ambivalenz des Internets und von seiner ungebrochenen Leidenschaft für Literatur erzählt er Felix Krause in dieser Folge des Literaturhaus-Podcasts.