Miermann erhielt die Kündigung von Frächter. Zuerst wollte er gleich zu ihm gehen, die Kollegen Golisch und Kohler rieten ihm ab, in der ersten Wut loszustürmen. So streikte Miermann und schrieb keinen Artikel mehr und wartete auf die Leserinnen und Leser, die sich erkundigen würden, warum denn kein Artikel mehr von ihm zu lesen wären. Doch es fragte niemand. Selbst dem Verlag war es nicht aufgefallen. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das J...
Feb 16, 2025•22 min
Die kleine Tochter des „Augur“ genannten Journalisten, war an Tuberkulose gestauben. Miermann, Golisch und Fräulein Kohler machten sich Vorwürfe, dass sie sich nicht um das kranke Kind gekümmert hatten. Die Trauerrede für die kleine Tochter des Augur hielt Miermann. Es wurde eine Anklage und Beichte über das Verhalten des Einzelnen und der Gesellschaft, die ohne Not dem Egoismus fröne, mit Lügen, mit Betrug. Und sich der Macht gebeugt habe. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire ...
Feb 16, 2025•19 min
Meyer-Paris wurde von seiner Zeitung als Korrespondent nach Amerika geschickt. Und mit dem Käsebier sei es auch aus, sagte Fräulein Kohler. Es hätte mit Meyer-Paris mit Käsebier angefangen, nun hört es mit Käsebier auf, das habe sie so im Gefühl. Frächter war weiter auf Erfolgskurs, 70.000 Mark Gehalt. Das Layout der Zeitung wurde mit Fotos und Anzeigen auf der ersten Seite verändert. Die Gehälter wurden um ein Sechstel gekürzt. Und Personal wurde von Frächter abgebaut, gnadenlos. Ilja Richter l...
Feb 16, 2025•22 min
Niemand wollte die Wohnungen im neuen Gebäudekomplex auf Muschlers Terrain. Es war eine schlampige Planung. Die Türen waren falsch geplant, die Fenster unregelmäßig, keine anständigen Stellflächen, dunkel. Und in der Redaktion wurde die Meldung in den Abendblättern diskutiert, dass sich der 49-jährige Mitinhaber Franz Rohhals, der Bautischlerfirma Feinschmidt und Rohhals, erschossen habe. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das ...
Feb 16, 2025•23 min
Der Umschwung auf dem Wohnungsmarkt war da. Plötzlich waren die großen Wohnungen zu vermieten. Sie waren kein Kapital mehr, das Zinsen trug. Es begann am Kurfürstendamm und in der Hardenbergstraße. Muschler telefonierte mit Otto Mitte und beschwerte sich, da Kaliski erst fünf Prozent der Wohnungen vermietet hatte. Und von Kaliski wollte sich die Tochter von Waldschmidt scheiden lassen. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Aud...
Feb 16, 2025•23 min
Es war Weihnachten. Und in diesem Jahr gab es „Käsebier“ -Füllfederhalter, Zigaretten – Käsebier. Schallplatten – Käsebier. Käsebier auf den Bauzäunen. Und der Bau wuchs auch ohne Genehmigung. Und es wurde März, es wurde April. Zu Ostern wurden Micky-Mäuse angeboten. Käsebier ging nicht mehr. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•22 min
Oberndorfer bemühte sich, den Weg des Baugesuchs nachzuvollziehen - ergebnislos. Die Bürokratie war undurchdringlich und immer hörte Oberndorfer die Verkäufer "Käsebier, die echte Gummipuppe für die Kleinen", anpreisen oder den kleinen Käsebier als Aufziehpuppe. Es gab Schuhe Marke Käsebier und das Neueste: Käsebier aus vier Staubtüchern. Den kauften Redakteur Golisch und das Fräulein Kohler. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. ...
Feb 16, 2025•20 min
Nachdem Käsebier von seiner Tournee zurück war, überredeten Otto Mitte und Muschler den Volkssänger ins Geschäft fürs Theater einzuschlagen. Ein riesiger über drei Etagen hoher Bauzaun wurde errichtet. In Überlebensgröße war Käsebier abgebildet, daneben stand „Käsebier am Kurfürstendamm“! Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•22 min
Käsebier war auf Tournee. Mittlerweile gab es allerhand Käsebierartikel, die Käthe Herzfeld problemlos vermittelte. Es gab Plagiatsprozesse um ein Käsebierlied, ein anderer gab sich als Käsebier aus und kassierte kleine Summen, der Anwalt, der ihn vertrat, wurde in allen Medien genannt und freute sich über diese gewaltige Werbung. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•23 min
Der Gebäudekomplex mit einem Käsebiertheater auf zwei Terrains von Bankier Muschler wurden zum Wettrennen zwischen dem seriösen Oberndorfer und dem Geschäftspaar Otto Mitte / Karlweis. Man traf sich in Baden -Baden. Muschler bestand auf Sicherheiten, die ihn sozusagen risikofrei stellten. Nur das Duo Otto Mitte / Karlweis war gerissener. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•20 min
Der Journalist Frächter besuchte Herrn Kochius, Chef der Berliner Rundschau, um mit ihm über die Umorganisation seiner Zeitung zu sprechen. Kochius gefielen Frächters Ideen und zum Winter konnte sich Herr Kochius Frächters Eintritt in die Zeitung vorstellen. Doch jetzt war erstmal Sommer. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•22 min
Käthe Herzfeld kriegte und kriegte das Geld nicht zusammen, das sie für ihren Auszug aus der gemeinsamen Wohnung und die neuen Möbel ausgegeben hatte, trotz der vielen Schüler, die sie schnell bekam. Sie nahm ein Taxi zum Verleger Waldschmidt in die Berliner Tageszeitung. Der lieh Käthe 500 Mark. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•20 min
Auf der Gesellschaft von Margot Weissmann war Herrn Muschler angeboten worden, seine beiden Terrains am Kurfürstendamm für einen Gebäudekomplex zu nutzen, der auch ein Theater für Käsebier beherbergen sollte. Und obwohl Muschler nahezu pleite ist, beginnen wilde Pläne und Absprachen rund um die Bebauung, von allen möglichen Beteiligten. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•21 min
Auf der Gesellschaft von Margot Weissmann wurde über Vieles gesprochen. Unter anderem, dass man den Volkssänger Käsebier managen müsste. Am besten in den Süden holen, an den Kurfürstendamm. Aber die vermögenden Geschäftsmänner waren noch nicht so weit. Und um vier Uhr morgens ging die Gesellschaft auseinander. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•22 min
Am 11. April, dem Abend, als alle Theaterkritiker dem Volkssänger Georg Käsebier im Wintergarten lauschten, schien sich die Karriere des Journalisten Frächter gut zu entwickeln. Er hatte es geschafft, als Entdecker Käsebiers zu gelten, obwohl es ein Kollege war, den alle Augur nannten. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•21 min
Anfang April gastierte der Volkssänger Käsebier im Wintergarten. Frächter hatte es geschafft, alle wichtigen Theaterkritiker in den Wintergarten ins Varieté zu locken. Alles, was Rang und Namen in Berlin hatte, war an diesem Abend anwesend. Und alle waren begeistert! Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.
Feb 16, 2025•22 min
Miermann gelang es nicht, Fräulein Dr. Kohler Herrn Mayer-Paris auszureden. Sie liebte ihn halt. Fräulein Kohler verließ die Redaktion, um einen Spaziergang zu machen. Sie dachte an das arbeitende Volk, den geringen Stundenlohn, die Arbeitsbedingungen, die Arbeitslosen, die Leihäuser, alte Fabriken und lässt sich mit dem Strom der heimkehrenden Arbeiter treiben. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist online bis zum 31...
Feb 16, 2025•23 min
Meyer-Paris schrieb auch einen Käsebier-Artikel in der allgemeinen Zeitung und die Großberliner Woche veröffentlichte einen Artikel über Käsebier mit Fotos von dem Volkssänger von Dr. Richard Thun. Dazu Fotos von der Prominenz, die das Konzert besucht hatte. Und am gleichen Tage lud Meyer-Paris Fräulein Dr. Kohler ein, mit ihm am Abend zu Käsebier zu gehen. Sie war überglücklich! Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist...
Feb 16, 2025•21 min
Oskar Meyer, genannt Meyer-Paris, der Korrespondent des Allgemeinen Blattes in Berlin, ging mit Margot Weismann zum Käsebierkonzert und dort entdeckte er den Fotografen Dr. Richard Thun. Nun wurde es wirklich interessant um Käsebier! Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•20 min
Der Journalist Willi Frächter, der dem jungen Verleger Mohnkopp vorgeschlagen hatte, ein Buch über Käsebier zu machen, saß mit ihm noch am gleichen Abend bei Schwanneke, um über das Buchprojekt zu sprechen. Frächter sollte der Herausgeber sein, 200 Seiten. Am nächsten Morgen rief Frächter zunächst Käsebier an und bestellte Fotos. Abends hatte er das Buch beisammen. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03....
Feb 16, 2025•23 min
Die Premiere von Lambecks Theaterstück wurde ein Reinfall. Aber sein Käsebierartikel in der Zeitung war sehr erfolgreich. Das Radio wollte einen Vortrag von Lambeck über Käsebier. Danach war in der Presse von links bis rechts kein Halten mehr. Käsebier war ein Star. Journalist Willi Frächter packte die Gelegenheit beim Schopfe und schlug dem jungen Verleger Mohnkopp vor, ein Buch über Käsebier herauszubringen. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb ...
Feb 16, 2025•22 min
Der Journalist Frächter traf den berühmten Otto Lambeck und im Laufe des Gesprächs überzeugte er Lambeck über Käsebier zu schreiben. Und so besuchte er mit Fräulein Dr. Kohler die Käsebiervorstellung. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
In der Redaktion der Berliner Rundschau berichtete der neue Kollege, der junge Groß, über ein entsetzliches Liebesdrama. Miermann verließ die Redaktio und dachte an Käthe Herzfeld, die in Scheidung lebte. Die wiederum ging an dem Abend mit Fritz Oppenheimer aus, den sie lange kannte und der Käthe alle halbe Jahre anrief und ausführte. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
Der Redakteur Golisch hatte seinen Artikel über den Volkssänger Käsebier abends um 6 Uhr in die Redaktion gebracht und er sollte gleich in Satz gehen. Aber es kommt zu Verzögerungen. Herr Miermann gratulierte noch Fräulein Dr. Kohler mit einem Parfum zum Geburtstag. Und ins Büro des Verlegers Dr. Waldschmidt kam Otto Lambeck. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
In der Redaktion der Berliner Rundschau wurde weiter nach Themen gesucht. Der Chef des lokalen Teils, Herr Meise, sollte recherchieren, wie es Prof. Möller ging. Der Nachruf sei schon als Leitartikel im Satz. Golisch sah schwarz für seinen Käsebier-Artikel, wenn der Prof. Möller tatsächlich gestorben sei. Aber es war falscher Alarm. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
Wir sind im Jahr 1929: In der Redaktion der Berliner Rundschau in der Kommandantenstraße ging es hektisch zu. Redakteur Miermann, um die 50, hatte nämlich nichts für die Donnerstagsseite, wie er einem jüngeren Mitarbeiter Emil Golisch klagte. Um die Seite vollzukriegen, versprach Golisch einen Artikel über den Volkssänger Käsebier zu schreiben. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
Wie wird man berühmt und wie lange hält die Berühmtheit an? In diesem Falle die von Käsebier, dem Volkssänger, Ende der 1920er Jahre, der auf einmal in aller Munde ist. Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb. Das Audio ist bis zum 31.03.2026 verfügbar.
Feb 16, 2025•22 min
Gregorius wurde Papst. Sowohl ihm wie auch seiner Mutter wurde vergeben. Beide lebten ein langes Leben. Aber war die 17 Jahre andauernde Buße von Gregorius wirklich notwendig? Die letzte Folge blickt über die Ränder dieser Geschichte hinaus. Der Mittelalterhistoriker Peter Wapnewski liest in Auszügen aus Hartmann von Aues "Gregorius" und bereichert diese Lesung mit eigenen Überlegungen. Audio online bis 20.10.2025.
Oct 20, 2024•30 min
Gregorius hat nach 17 Jahren Buße seinen Felsen verlassen, sich auf den Weg nach Rom gemacht und wurde dort zum Papst gewählt. Und es gab sogar ein freudiges Wiedersehen mit seiner Mutter. Der Mittelalterhistoriker Peter Wapnewski liest in Auszügen aus Hartmann von Aues "Gregorius" und bereichert diese Lesung mit eigenen Überlegungen. Audio online bis 20.10.2025.
Oct 20, 2024•27 min
Gregorius hat 17 Jahre lang Buße geleistet dafür, dass er seine Mutter geheiratet hat, fest gekettet an einen Felsen. Da suchen ihn zwei Gesandte aus Rom auf, denen er im Traum erschienen ist, und sagen Gregorius, er solle Papst werden. Aber ganz so einfach geht das natürlich nicht. Der Mittelalterhistoriker Peter Wapnewski liest in Auszügen aus Hartmann von Aues "Gregorius" und bereichert diese Lesung mit eigenen Überlegungen. Audio online bis 20.10.2025.
Oct 20, 2024•27 min