"Vom Aufstehen": Harter Mutter-Tochter-Tobak - podcast episode cover

"Vom Aufstehen": Harter Mutter-Tochter-Tobak

Apr 16, 202122 min
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"Vom Aufstehen", so hieß schon der Text, mit dem Helga Schubert 2020 den Bachmannpreis gewonnen hat und damit für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, nicht nur, weil die deutsche Autorin damit als 80-Jährige ein literarisches Comeback hingelegt hat, sondern auch eine bemerkenswerte Geschichte über eine äußerst schwierige und komplexe Mutter-Tochter-Beziehung erzählt. Sage und schreibe 40 Jahre zuvor wurde Helga Schubert als 40-Jährige schon einmal nach Klagenfurt eingeladen, durfte damals aber aus der DDR nicht ausreisen. In 29 autofiktionalen Geschichten, in denen zunächst vieles nicht gut ist, erzählt sie uns aus den Zeiten der DDR-Diktatur, der Wende und den Wende-Jahren, und vor allem auch von ihrem traurigen Dasein als Kriegskind, das mit nur einem Jahr den Vater verliert und mit der Mutter eine dramatische Fluchtgeschichte erleben muss. Schuberts Buch handelt schließlich viel davon, wie aus so vielen biografischen Widrigkeiten doch noch ein gelingendes Leben werden kann, an dessen Ende gilt: Alles ist gut.
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