LS311 – Italiener oder Ossi - podcast episode cover

LS311 – Italiener oder Ossi

Mar 08, 20251 hr 39 minEp. 311
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Episode description

Der Witz

Philipps Nachträge zur letzten Folge (Kino, Erste CD, Mitsingen im Theater)

Philipp und Sarah klären offene Fragen zur Ersten Hilfe

Urlaub im Studentenwohnheim

Haustür abschließen?

PAUSE -47:27

Beliebte Vornamen

Das Jahr vorm inneren Auge?

Mehr beliebte Namen

Philipp mit dem Neffen in der Oper

Schafe auf der Schmeling Halle

Lange Auster

Verschwinden Dialekte?

Nerd

Transcript

Speaker2

Soll es so sein.

Speaker0

So sei es. Hallo Hannes.

Speaker2

Hallo Philipp. Hallo Sarah.

Speaker1

Hallo Armin.

Speaker2

So, bevor wir es vergessen, Philipp, hast du schon den Witz des Tages mitgebracht?

Speaker0

Ich glaube, ich mag dieses aufgezwungenen Nichts. Ich kann unmotiviert jetzt aus meiner Liste einen Scheißwitz vorlesen. Gerne. Aber ich glaube, die Art und Weise, wie ich das mir mal vorgestellt habe, wie das hier läuft, dass wir Bock hatten, Witz erzählt. Aber so dieses Aufoktroyierte ist, glaube ich, nicht cool.

Speaker2

Das Problem ist, ich habe zwei Witze dabei, die kennen die beiden halt schon, weil ich sie gestern schon mal laut vorgelesen habe.

Speaker0

A lot of pressure on me.

Speaker2

Yes, and I always have some backup for you.

Speaker0

Not always, but manchmal. Ich hatte das letzte Mal einen Security-Witz. Ich könnte jetzt einen Türsteher-Witz anbieten.

Speaker2

Immer. Auch Grüße an Hanni an der Stelle.

Speaker0

Wie nennt man einen kleinen Türsteher? Sicherheitshalber.

Speaker2

Für die KD ist es schlecht. Ja, danke.

Speaker0

Guck mal, war nicht ganz unmotiviert.

Speaker2

Ich freue mich, dass neue Sachen bei Rokom kommen.

Speaker1

Ich habe die ganze Zeit darüber nachgegeben. Die nennt man kleine Türen. Kleine Türen. Aber bin da nicht weitergekommen.

Speaker2

Ich habe überlegt, was kann man da halbieren? Also nicht halbieren, klein machen. Dörchen, Dobermännchen.

Speaker0

Naja, paar Anmerkungen zum letzten Mal, aber ich bin noch nicht zu Ende, bin noch nicht durch, ich habe es noch nicht zeitlich, weil ich hatte Termine.

Speaker2

Armin, für dich selber, nicht darüber schimpfen, dass er es nicht durchgehört hat.

Speaker0

Ich fühle mich ausreichend informiert zum Thema weißer Hundekot, danke Schmuck. Ich möchte auch an der Stelle sagen, mein Lieblingszitat aus der ganzen Folge ist, wie Sarah letztes Mal meint. Bist du, wo du gehört hast? Kann ich ein Veto einlegen zu diesem Gespräch?

Speaker2

Da musst du dich sehr lachen, Sarah. Fand ich sehr gut.

Speaker0

Mein Lieblingsspice-Girl ist natürlich Scary Spice. Gar keine Frage. Die fand ich schon cool, weil die hatte einen Daumenring.

Speaker1

Die fand ich auch cool. Das war Mel B, oder?

Speaker0

Mel B, genau. Zum Thema Kino kann ich euch was sagen. Es ging darum, wie viel Lust man noch seit Corona hat, ins Kino zu gehen. und ich kann sagen, ich hatte lange keine Lust, dank Wicked bin ich wieder ins Kino gegangen und war jetzt schon ein zweites Mal wieder im Kino in einem guten Vierteljahr in den letzten drei Monaten, also Wicked war Weihnachten und jetzt war ich in der, Maria Callas Biopic Verfilmung mit Angelina Jolie die ich gar nicht schlecht fand mir sehr gut gefallen.

Speaker2

Hab ich gar nicht mitbekommen dass es das gibt,

Speaker0

War auch ein bisschen versteckt muss ich sagen, hat mich auch überrascht eigentlich kriege ich nur plakatwerbung davon mit und eigentlich nur an wenigen lit was sollen aber macht sie gar nicht schlecht die haben das auch so gemacht dass die teile also es geht so ein bisschen um die letzten, Wochen der Maria Callas, wo sie so ein bisschen unter ihrem Alter und ihrer Stimme leidet, obwohl sie nicht alt geworden ist, sie ist Ende 50 gestorben in Paris,

aber sie leidet so ein bisschen an ihrer Tablettensucht, ein bisschen an ihrer fehlenden Kraft in der Stimme und verwest in ihrem Haus vor sich hin mit ihren zwei Angestellten, die sie noch zu Hause hat. Die eine erzählt ihr immer einen vom Pferd, wie gut sie noch singen könnte und dann geht sie immer zu irgendwelchen Proben und singt da.

Und diese Stellen sind keine Originalaufnahmen, sondern da hat man Angelina Jolie ins Gesangstraining geschickt und ich war da mit meiner Tante, die Oper studiert hat, die beurteilt hat, na gut, aber das hat sie jetzt in ihren sechs Wochen Gesangsstudium schnell mal eben drauf gekriegt. Und dann habe ich im Nachhinein gelesen, sie singt es selbst mit der Technik, die sie sich hat beibringen lassen und darüber haben sie mit AI Maria Callas gemischt.

Das heißt also quasi die Intonation und all das macht Angelina Jolie, aber sie packen so ein bisschen das Timbre der Callas obendrauf. Das ist ganz spannend. Also das finde ich gar nicht schlecht gemacht.

Speaker1

Das scheint aber dann ein bisschen wirklich so Fuß zu fassen in Hollywood. Also mit diesem AI, weil da gab es ja auch mit Adrian Brody, der jetzt als bester Schauspieler den Oscar bekommen hat, auch danach dann. Ich glaube, dass der Regisseur da so gesagt hat, dass die Stimmenfarbe oder die Aussprache oder Intonation.

Speaker2

Schon von der Fremdsprache gesprochen hat, irgendwie die AI das gerade liegen lassen, glaube ich, das war's. Ja, ich glaube, es war so ein bisschen den ungarischen Akzent, ungarischer Machen.

Speaker0

Ich weiß gar nicht, was das für ein Film ist, den er gespielt hat. Wofür hat er den Oscar bekommen?

Speaker2

The Brutalist, wo dieser Architekt ist.

Speaker0

Der Stil, der... Boston. Ich hab das wirklich vor Augen.

Speaker2

Wir haben letzte Woche auch darüber gesprochen.

Speaker0

Ja, deswegen wahrscheinlich.

Speaker2

Welche Color hatten Maria jetzt?

Speaker0

Die ist ja wie, Moment, sie ist doch gestorben. Also bei mir sieht sie so aus, aber man sieht es gar nicht so gut. Naja, ich zeige es euch nachher. Und dabei habe ich nur gemerkt, dass sowieso jetzt irgendwie nochmal so etwas sich verändert hat. Also in diesem ganzen, zu dem ganzen Thema ins Kino gehen und ausgehen wollen und so weiter.

In meinem letzten halben, dreiviertel Jahr ist irgendwas passiert, dass ich wirklich total Lust habe, gerade viel unterwegs zu sein, also privat viel, war jetzt gerade in Heidelberg ein paar Tage, war in der Ostsee ein paar Tage, gehe viel gerade in Theater und Opern, also ich habe da totalen Spaß dran, das habe ich lange nicht gerne gemacht, so in der Öffentlichkeit zu sitzen und zu sein und da habe ich aber jetzt gerade merke ich doch eine Freude dran und

da ist irgendwas passiert, musste ich nur daran denken, als ich die Stelle gehört habe mit, ich gehe nicht mehr gerne ins Kino, hat irgendwer gesagt, ich glaube Conrad oder so.

Speaker2

Ich glaube auch Conrad. Ja. Ich habe in der letzten Folge ganz doll überlegt, weil ich meinte, ich war im Freiluftkino nur und wurde gefragt, was ich geguckt habe. Ich wusste, ich war zweimal da, mir fiel es nicht ein. Zone of Interest war der andere Film, den ich noch gesehen hatte.

Speaker0

Und sagen wir nochmal, was war der erste?

Speaker2

Das war, was der andere Film, den ich gesehen habe? Achso, das war na hier Extremsport, Kurzfilm, Kram. Ah ja. Das mit diesen Höhlenmenschen. Ah, die Höhlenmenschen. Hahaha.

Speaker0

Dann kann ich noch, ich muss mal kurz gucken, ob abschließend, aber ich glaube, das sind alle meine Konten. Achso, meine erste CD wollte ich noch reinwerfen. Kann ich mich nicht mehr gut erinnern?

Speaker2

Cool, danke.

Speaker0

Pass auf, ich erkläre, was ich damit meine. Ich erkläre, was ich damit meine. Für mich stand immer fest, die erste CD, die ich mir gekauft habe, war Faceless Insomnia, das Album. Und die erste CD, die ich geschenkt bekommen habe, war die Single von Meatloaf, I Do Anything For Love. Sehr guter Song. Damals, ja.

Speaker2

Er erinnert mich an einen hervorragenden Abend in Zittau.

Speaker0

Muss man denn so langsam? Hast du einen Schlaganfall? Kannst du mal gerade beide Arme gleichzeitig heben?

Speaker2

Ich bringe immer diese Z-Städte, ostdeutschen Z-Städte.

Speaker0

14-Wochentag haben wir.

Speaker2

Wir haben in Zittau gespielt. Nicht in Zwickau. Weil das war halt so ein, ich sag mal, doch schon sehr linker Punk-Hardcore-Schuppen und vier Uhr nachts bei der Disco am Freitagabend, Also mittlerweile Samstagmorgen knallte es erst Münchner Freiheit und ich gehe heute Nacht nicht heim und danach nämlich Schmied Love.

I will do anything for love. Und ja, ich sage mal so, das Publikum war sehr ausgelassen dafür, dass es Musik war, die da eigentlich nicht so richtig hingehörte, um das mal so zu formulieren. Und seitdem habe ich eine ganz schöne, also immer eine sehr schöne Erinnerung an diesen. Komisch, ich mag das Lied immer noch nicht. Ich fand das toll.

Speaker1

Ist der Funke nicht übergesprochen.

Speaker2

Con und ich saßen auf so einer komischen Holzding, wo man so draus sitzen konnte, wackelten mit den Beinen und dachten, es wäre schön, wenn dieser Song nicht nur Höhen hätte. Das war richtig mental.

Speaker0

Und mit dieser Antwort könnte ich euch und alle Zuhörenden jetzt belügen und sagen, so ist es. Und dann ist mir aber eingefallen, die stimmt ja gar nicht. Ich hatte ja auch eine Kindheit, in der wir so Sachen wie Hermann van Feen CDs hatten und Disney Soundtracks und so Kinderhörbücher.

Speaker2

Auf CD?

Speaker0

Ja. wir hatten den könig der löwen soundtrack und aladdin soundtrack auf cd auf jeden fall und dann fiel mir noch ein aber ging ja um cd dass ich noch vor mich die aber gold kassette bekommen habe zu meinem zehnten geburtstag.

Speaker2

Da war ein das so

Speaker0

So beende ich die story auch gerne und aber das war halt eine kassette nicht eine cd.

Speaker2

Ich habe mir den Aladin-Soundtrack, nachdem ich dann die echte Videokassette hatte, nicht die vom Polenmarkt, mit der aufgenommenen Kinospur, habe ich mir quasi auf Kassette die Lieder selbst überspielt. Ach Gott. Vom Fernsehen.

Speaker1

Also warst du noch ein Fan von?

Speaker2

Ich habe die Aladin-Lieder gehört dann, ja, als Kind.

Speaker1

Also könntest du die jetzt noch auf Deutsch mitsingen, wenn die?

Speaker2

Ach, das weiß ich nicht. Ich bin nicht so der Mitsinger. Aber es ist erstaunlich, was halt einem im Kopf rumspürt. jetzt zitieren natürlich wahrscheinlich nicht von alleine singen, also wenn das so läuft, dann fehlt man ein Wort so, aber so an sich ist häufig viel

Speaker0

Zu viel da. Total, als der Film Chicago rauskam, was ja ein Musical ist, habe ich den Soundtrack wieder nach hoch und runter angehört und kann den entsprechend auf Englisch total mitsingen und war in der Interpretation der komischen Oper, da haben sie es aber auf Deutsch quasi übersetzt, war auszuhalten und im Nachhinein habe ich aber dann nochmal den Soundtrack gehört und ich merke, den hätte ich wieder mitsingen können. Also war das zum Glück der um mich Sitzenden.

Speaker2

Sonst hätte ich die Hände so mit Tränen in den Augen. Bede, bede.

Speaker1

Also war kein Mitsingen.

Speaker0

War nicht möglich, ja. Ich konnte auf Deutsch.

Speaker1

Aber die anderen um dich herum haben jetzt auch nicht plötzlich angefangen mit zu singen.

Speaker0

Nee, nee, nee. Ich bin mal gespannt. Ich habe Wicked gebucht in London. Da kann ich, also da kenne ich den Text. Da bin ich gespannt. Es wird ja quasi erzählt, dass in den Kinofilmen in Amerika und London viel mitgesungen wird. Das habe ich hier in Berlin nicht erlebt, aber dann bin ich mir gespannt, wie das im Musical in London sein wird.

Speaker2

Da freue ich mich schon mal, wenn Leute so hunderte von Pfund ausgegeben haben, um endlich das Musical zu sehen und mittendrin dann wird es naja,

Speaker0

Vielleicht bin ich derjenige, der sich noch zurücknehmen kann, aber wenn sich auf die Horde begeisterter Teenager-Fans um mich rum dann nicht doch eher weniger zu mitschreien zum Bremsen ist. So, und jetzt kann ich hier einschreiten und kann helfen. Ich habe einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht letzte Woche. Ich kann ein paar Fragen beantworten.

Speaker1

Ich habe auch letzte Woche einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht.

Speaker0

Also alle Fragen mitnehmen können, die offen waren. Welche Fragen waren offen? Mehrere waren ja offen. Ich habe einen Tag nach meinem Erste-Hilfe-Kurs die Stelle. Da kann ich mir noch mal ein paar Notizen machen.

Speaker2

Ich habe vergessen, dass ich mir letztes Mal über Erste-Hilfe gesprochen habe. und alles weiter zur Erste Hilfe wusste letzte Woche, ein bisschen vergessen.

Speaker0

Also ich sage mal so, ich formuliere jetzt mal die Fragen, wie ich sie verstanden habe. Vielleicht habe ich die ein bisschen reingelesen. Aber ich hatte manchmal den Eindruck, dass ihr so ein bisschen gesagt habt, nee, also das ist zum Beispiel Schlaganfall. Das steht bei mir als erstes, woran erkennt man Schlaganfall? Und da wurden viele Angebote im Gespräch gemacht. Aber man konnte sich nicht final einigen, wie man sich quasi beim Schlaganfall verhält. Oder was Symptome sind beim Schlaganfall.

Und da kann ich noch mitnehmen, Sprachkoordinationsschwierigkeiten. Dann wie eben, was? Genau, eine Seite hängt ein bisschen runter und man hat Schwierigkeiten zu formulieren.

Speaker2

Da muss ja eine Hälfte vom W sprechen.

Speaker0

Genau. Dann diese Arme heben war gar nicht so blöd, also so albern, die meint vorhin, sondern so quasi die, die haben dann eine Schwierigkeit, einen Arm in der gleichen Geschwindigkeit anzuheben. Könnte man machen.

Speaker1

Also wir haben noch gelernt dieses du lässt genau und dann soll der andere drücken.

Speaker0

Genau, das geht auch.

Speaker1

Also wir haben gerade uns an den Händen gefasst und dann, wenn die Person einen Schlaganfall hat, dann ist eine Hand schwächer.

Speaker0

Das wurde jetzt bei uns nicht genannt, das habe ich aber schon mal beobachtet, ja. Und dann Fragen stellen nach Namen, Wochentag und so Sachen.

Speaker2

Um mitzubekommen, Wer ist gerade Bundespräsident? Das hat jetzt nichts mit meinem Schlaganfall zu tun.

Speaker0

Wer ist König oder Königin in England? So, dann war die Frage, zumindest Herzinfarkt, du korrigierst gerne, aus deinem Wissen von dieser Woche. Herzinfarkt, starker Schmerz, Höhe Brustbein, kann, so war die Formulierung, in Arm, Nacken und Rücken ziehen?

Speaker1

Problem bei Frauen, dass es sehr diffus ist und sich immer anders äußert oder äußern kann. Also kann auch, glaube ich. Aber ich glaube, dass also so dieses so Schwitzen und Schmerzen haben und so weiter, also das schon bei allen vor allem ist.

Speaker0

Nicht schwitzen alleine. Und dann war aber ganz explizit die Frage mit dem Fußhochlagen.

Das war lustig, weil genau das hat mich verwirrt und habe ich genauso in meinem Ershilfe-Kurs gefragt, da ging es um Amputationen oder zumindest wenn so ein Stück Finger abgeschnitten wird oder so, wie man reagiert und dann hat sie erklärt, dass du also auf jeden Fall vorne was drauf machst und ein Verband rum machst, und versuchst möglichst quasi sagen wir mal, es ist wirklich der Finger, dann auf da, wo man die Uhr trägt quasi abzubinden beziehungsweise niemals abbinden,

immer nur Druckverband, wir dürfen nicht abbinden als Ersthelfer und die Frage Füße hochlagern ist, bei Blutverlust Füße hoch, bei allen Herzgeschichten nicht die Füße hoch. Hintergrund, der Blutverlust geht also quasi erstmal vorrangig aus dem Hirn raus und um das Blut wieder ins Hirn zu kriegen, sollst du die Beine hochlagern, dass es wieder zurückgeschoben wird.

Wenn das Herz belastet ist, sollst du nicht die Füße hoch machen, weil du dein Blut in Richtung Herz schickst und das ist so ein bisschen die, also die knappe.

Speaker2

Als der Typ neben mir praktisch auf den Fußboden vom Bus fiel, was wahrscheinlich eher so Kreislauf war, Füße nicht hoch. Weil keine offene Blutung.

Speaker1

Ich glaube da, also wir hatten noch das Thema Schock. Und das ist, glaube ich, auch mit Kreislauf und so eigentlich schon verbunden. Und da dann tendenziell Füße hoch, oder?

Speaker0

Ja, also Schock hat mit Blut zu tun. Das hat sie immer gesagt. Also bei mir hat sie immer gesagt, ne, großer Blutverlust ist dann, dann kommt der Schock. So war die Formulierung bei ihr. Und da die Füße hoch. Also würde ich sagen, Kreislauf ist schwierig in so einer Sache.

Speaker2

Das ist wahrscheinlich ein klassischer Fall von Nuschti Jessen, nichts getrunken, war warm im Bus und Du kannst es auch einmal kurz aus und wieder an. Also wer schon mal einfach mal umgefallen ist aus Spaß und damit aufgemacht ist, der weiß, warum.

Speaker0

Ich glaube, da kannst du nichts falsch machen, weil du ja, wenn das wirklich der Grund ist, dass der zu wenig gegessen oder getrunken hat, weißt du ja in dem Moment nicht. Aber wenn du dir nicht sicher bist, ob es nicht vielleicht das Herz ist, dann würde ich es sein lassen.

Speaker2

Ja genau, also wenn keine offenen Wunden sind und so, dann würde ich es wahrscheinlich eher nicht machen jetzt, wo ich das gehört habe.

Speaker0

Offene Wunden ist ja….

Speaker2

Genau, dann Beine hoch. Aber das heißt, du hast die Stelle erst nach dem Erste-Hilfe-Kurs gehört, Philipp? Ja. Das heißt, du konntest nicht fragen, ob man jetzt einen abgeschnittenen Daumen auch in den Mund stecken muss.

Speaker0

Der kommt in Doppelbeutel.

Speaker1

Hast du, wollte ich gerade sagen.

Speaker0

Doppelbeutel?

Speaker1

Genau, den hatten wir auch. Weil das war irgendwie, ich weiß nicht, wir hatten so einen witzigen Typen, der das gemacht hat.

Also der hat dann uns einfach diese kleine Mullbinde so gegeben und dann sollten wir die irgendwie so nehmen mit der Handschuh und dann auf links quasi drehen und hat uns dann so erklärt und dann hat er gesagt, so und jetzt habt ihr einen abgetrennten Finger quasi so in den ersten Beutel reingemacht und dann genau mit dem zweiten drumherum und da kann man dann kühlen, aber nicht auf jeden Fall den direkt in Eis oder in den Mund nehmen.

Speaker2

Und nicht in die Kühlbox schmeißen, sondern erstmal sie in einen Doppelbeutel.

Speaker1

Genau, der Doppelbeutel.

Speaker0

Es gibt ja in manchen Verbandskästen diese Coolpacks, die du zerdrückst, wo dann und die könntest du zum Beispiel mit in den ersten Beutel machen, mit Wasser füllen und dann den Finger in den zweiten Beutel und den in das Wasser halten quasi, aber nicht direkt kühlen. Auch ein Tipp war, dass man erstmal, wenn Leute irgendwie was gegen die Zähne bekommen haben, dass man die Zähne erstmal aufsammelt. Pass auf, der gute Teil kommt ja erst noch.

Speaker2

Hannes.

Speaker0

Der gute Teil kommt ja erst mal. Zähne aufsammelt, ein Tütchen nimmt zum Beispiel so eine leere Taschentuchpackung. Und dann war die Frage, in welcher Flüssigkeit würde denn die Zähne gut gelagert werden? Richtig, speichelt. Das heißt, der Mensch, der blutend aus dem Mund, der soll da mal reinspeicheln. Zitat, da kann ein bisschen Blut bei sein, ist nicht schlimm. die war sehr robust, die Trainerin möchte ich mal formulieren, Ja.

Speaker2

Nimmt man nur die, wo die Wurzeln noch dran sind und die abgebrochenen sind? Die kann man ja auch ankleben wieder, ne? Die Stücken. Ja, vielleicht. Kommt auf anderem. Ich meine, wie sorgsam sucht man, sage ich jetzt so. Wieder auch bei der alten Frage von uns, wäre ein Kackezahn wieder rein in den Mund.

Speaker0

Ja.

Speaker2

Also ist es egal, wo die reinfallen?

Speaker0

Vielleicht erstmal eine Packung und dann rinspucken.

Speaker2

Erstmal reinspucken. Also erstmal reinspucken. Das ist gut. Also rein in den Mund letztendlich. Das ist die Lösung. Kackezahn rein in den Mund. Weil sonst ist es nicht gut.

Speaker0

Hier, ich habe mir notiert, richtig Armin, bei eindeutigen Herzproblematiken auf keinen Fall die Füße hochlagern. Vielen Dank. Dann war die letzte Sache noch, die ich aufgeschrieben habe, stabile Seitenlage. Da habe ich verstanden, bei Ohnmacht auf jeden Fall und ich hatte mal den Fall, dass eine Person einen epileptischen Anfall hat, hatte mit Schaumbildung.

Wenn die den epileptischen Anfall hat, hat die Person, dann soll man die ja überhaupt nicht erstmal anfassen, sondern erstmal machen lassen. Wenn die aber zur Ruhe kommt, dann sind die nicht automatisch, alle fallen die nicht in eine Ohrenmacht automatisch, aber in so eine Schlafheit. Und wenn die dann noch diese Schaumbildung haben, dann ist es natürlich hilfreich, die zu entlasten. Aber sonst macht man nicht per se bei allem, wo man jemanden findet, eine stabile Seitennage.

Speaker2

Das ist vor dem Haus gefallen, Genickbruch, erstmal stabile Seitennage.

Speaker0

Genau, also da ist ja sowieso, wenn die Atmung nicht mehr einsetzt, dann sollte man erst mal die stabile Seitenlage durch ein, die hat immer HLW gesagt, ich weiß ja nicht, wofür HLW steht. Herz-Lungen-Vassage.

Speaker2

Wurst. Herz-Lungen-Wurst.

Speaker1

Nee, bei uns, also vor allem Also würde mich jetzt interessieren, ob die, die bei euch den Kurs geleitet hat, das auch gesagt hat, dass dieses Beatmen gar nicht mehr unbedingt zur Norm gehört, sondern das Wichtige ist wirklich das Drücken. Weil immer noch bis 20 Minuten wohl der Sauerstoff im Körper reicht. Aber dieses Drücken, wenn das nicht irgendwie regelmäßig gemacht wird und man sich zu sehr damit durcheinander bringen lässt, oh, wann muss ich jetzt nochmal atmen oder so.

Speaker0

Und das ist das, was mich richtig wütend macht. Das hat nämlich genau der das letzte Mal uns auch gesagt. Und hat irgendwelche Statistiken gezeigt, wie wichtig es ist, einfach nur durchzudrücken und sich abzuwechseln mit dem Durchdrücken. Und sie hat jetzt aber erzählt, dass nach sieben Minuten ja kein Sauerstoff mehr bei der Person ankommt und man deswegen, dass es ganz wichtig ist, mit 30 zu 2 quasi zwischendurch zu beatmen.

Und das habe ich als Feedback am Ende auch wütend mitgegeben, dass mich das wirklich ärgert. Ich verstehe das natürlich, dass verschiedene Studien, oder verschiedene Unternehmen, verschiedene Studien zitieren, aber bei sowas Elementarem sollten sich alle auf eine Richtlinie einigen und nicht die einen Hü sagen, die anderen hot, weil wenn du dann mit jemand, wenn wir beide dann aufeinandertreffen, auf der Reihe zu wussten, Philipp, so süß ist er jetzt auch nicht.

Aber mir wurde gesagt, da muss ich.

Speaker2

Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung muss man nicht.

Speaker0

Lass jetzt den Twinkie in Ruhe.

Speaker2

Herz-Lungen-Wiederbelebung übrigens, HLW.

Speaker0

Ah ja.

Speaker1

Ja, also weil ich habe wirklich daraus mitgenommen, okay, ich muss mir das mit dem, also wir haben das auch gar nicht geübt oder so. Er hatte nicht so eine Puppe. Wir hatten eine Puppe, wir haben aber nur dieses Drücken und den Defi, wurde er immer genannt.

Speaker2

Defi, cool.

Speaker1

Den, da hatten wir einen und haben den auch benutzt.

Speaker0

Den haben wir auch benutzt, ja.

Speaker2

Ich glaube, ich meine, jetzt wenn es sieben Minuten oder zwanzig Minuten sind, wahrscheinlich ist es doch aber besser, also wenn man kann, dann doch jemanden zum Pusten anzustellen, oder? Weil ich meine, vielleicht kannst du 20 Minuten noch überleben.

Speaker0

Die Logik bei, Ja, aber die Statistik da sagt, das Wichtigste ist, dass du durchpumpst, weil du sonst einen Abfall hast, der zu rapide ist.

Speaker2

Ich sage ja, wenn du Person 2 hast, die nebenbei man pusten kann oder kann man nicht pusten während man pumpt?

Speaker0

Nee, kannst du nicht. Ach so. Weil du drückst runter, also man müsste dann schon genau timen. Ja, und die Effizienz, die stelle ich in Frage dann. Das heißt, du pausierst.

Speaker2

Pustest, ha, ha, fuh, fuh. Du musst ein Skatgitarrist sein, da kriegst du das hin.

Speaker0

Welche Lieder habt ihr dabei beigebracht bekommen?

Speaker1

Also Staying Alive war auf jeden Fall. Also er hat das so als offene Runde dann gemacht und gefragt, was sind denn so Lieder, von denen ihr gehört habt. Und dann ist das bei mir hängen geblieben. Ich glaube, andere hatten noch andere genannt.

Speaker0

Ich wusste nicht, dass es noch mehr Lieder gibt.

Speaker2

Es gibt noch mehr Lieder?

Speaker0

Also die Trainerin.

Speaker2

Das sind die anderen Lieder.

Speaker0

Ja, der Lieblingslied der Trainerin war Highway to Hell. Passend. Und irgendwer meinte noch Biene Maya.

Speaker2

Ja.

Speaker0

Aber der Witz war, wir haben aus Spaß erst mitgesungen. Und dann habe ich das Lied mal angemacht auf Spotify. Wir haben mit Biene Maya angefangen. Und es war überraschend, wie viel zu schnell wir trotzdem Biene Maya. Und diese Biene.

Speaker2

Ich meine die Maya.

Speaker0

Und dann gibt es noch einen Song, deswegen war ihr so wichtig, dass man diese siebeneinhalb Minuten, quasi abwechselnd das macht aus irgendeinem Grund, es gibt einen Song, der heißt Lebensretter und wenn man den anmacht, dann singen die quasi in so einem Popsong, in einem Rhythmus, mit einem richtigen Beat das ist ja die Problematik bei den anderen du hast ja eigentlich nur ha, ha, ha, ha, staying alive der Rest ist ja, wenn du einen Takt nicht finden kannst,

hast du eine Schwierigkeit und das machen dieser Song Lebensretter ganz gut, weil der geht genau sieben Minuten zwanzig und das ist die Zeit, in der die Rettungskräfte da sein sollten. Das heißt, du weißt dann, wenn der Song durch ist.

Speaker2

Wenn dann keiner mehr kommt, dann ist es zu spät. Und Lebensretter war auf der Sun at um vier oder was?

Speaker0

Nee, das hat irgendeine Gruppe jetzt neu, irgendeine Gruppe von Rettungssanitätern als Werder eingespielt.

Speaker2

Wenn man jetzt in dem Moment kein Spotify-Account hat. Nicht auf Apple Music, habe ich gehört.

Speaker0

Ich finde auch gut, dass sie irgendwie sagt, ähm, Du sprichst an, dann hörst du und guckst gleichzeitig, also du hältst fest, hörst, guckst gleichzeitig, ob sich irgendwas bewegt. Und dann war die Frage, wie lange machst du denn das? Zu gucken, ob eine Atmung da ist. Und dann haben wir gesagt, naja, bis so halbe Minute oder so. Und dann meinen sie so, nee, du hast zehn Sekunden. Und wie oft sollte sich der Körper dann heben und senken? Naja, mindestens dreimal.

Das ist so die Regel. In den zehn Sekunden. In den zehn Sekunden sollte der Körper sich dreimal bewegt haben. Dann hast du eine reguläre Atmung.

Speaker2

Das ist dann so regulär, wenn es anders ist,

Speaker0

Dann soll ich gucken.

Speaker2

Dann gibt es kein HLW.

Speaker0

Dann gibt es kein HLW, genau. Und wenn du dich aber irrst, war die Frage. Und dann hat sie gesagt, wenn du dich irrst, dann machst du HLW natürlich. Also alles über diese 10 Sekunden bringt gar nichts. Weil du wirst ja irgendwie merken, dass mehr als die Person am Leben zu erhalten, ist ja nicht.

Das war ihr ganz, ganz wichtig, den ganzen Tag über uns klarzumachen, dass dieses Nichtstun schlimmer ist, als falsche Dinge zu tun, weil wir können gar nicht so falsch Dinge tun, als dass wir jemanden damit wirklich töten würden.

Speaker2

Also es ist dann nicht wie so ein HLA am Leben lassen sozusagen, statt wiederbeleben.

Speaker0

Am Leben lassen, ja.

Speaker1

Das war bei uns auch, glaube ich, so die, das, was er uns hauptsächlich mitgeben wollte, dieses, man soll oder man muss handeln und vor allem, dass eben auch in so einem Notfall man versichert ist.

Also dass dann eben auch, wenn man jetzt die berühmte Rippe brechen sollte, was wohl auch gar nicht so leicht passiert, wenn man irgendwie Klamotten durchschneiden muss oder so und da irgendwer auf die Idee kommt, dann den Ersthelfer, die Ersthelferin anzuklagen, was wohl in der Vergangenheit passiert ist, dass man dann eben eigentlich abgesichert ist und das so Grauzone ist.

Und also das war jetzt zum Beispiel mir dann auch neu, das wäre jetzt dann für alle, die zum Beispiel irgendwo arbeiten, wo man dann mit Kunden oder so zu tun hat und weniger jetzt, denke ich mal, Freunde. Aber wenn die dich nach Medikamenten fragen und eine Paracetamol oder Ibuprofen und dann haben die plötzlich eine Allergie und können halt daran auch anscheinend sterben, dass das auch schon dazu geführt hat, dass du dann eben angeklagt wirst.

und deswegen so groß ist lieber keine Medikamente rausgegeben.

Speaker0

Da gab es einen riesen Streit bei uns, da waren welche aus einem großen Kaufhaus, ist egal welchem und denen passiert es ja viel, also weil in so einem Kaufhaus hast du natürlich täglich Leute verschiedenen Alters, die dann auch gern mal, die meinten so, die unschönen Sachen haben mit Rolltreppen zu tun.

Speaker2

Wo wir wieder bei Augen aufklicken sind wahrscheinlich.

Speaker0

Und naja, alleine, ich will auch nicht von so einer Rolltreppe runter stolpern, Ich glaube auch, das ist schon, weil die so viel Erfahrung hatten, waren die sich so sicher in vielen Sachen und es gibt wohl einmal so diese Fälle von Leuten, die Zettel bei haben von wegen, ich habe überlebenswichtige Medikamente bei, bitte verabrechen sie die mir.

Und es gibt so Leute, die haben so eine Art Herzschrittmacher, wo du irgendeinen Teil, ich habe es nicht ganz verstanden, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, aber du musst irgendeinen Magneten lösen von einem Teil und über einen anderen, das ist wie ein Defibrillator quasi. Du schockst dann einmal den ...

Speaker2

Das musst du aber selber auslösen?

Speaker0

Die haben dann irgendwie einen Zettel dran, wo dann dran steht, du musst da irgendwie ein Magnet abnehmen und den darüber streifen. Dadurch schockst du quasi. Und dann hat nur die Trainerin gesagt, ist rechtlich eine Grauzone, weil alles, ich hätte es so formuliert wie, nie irgendwas rausziehen und nie irgendwas reinstecken.

Speaker1

Das hat er bei uns auch gezeigt, ja. Das ist ja die goldene Regel.

Speaker2

Genau, genau.

Speaker0

Und insofern ist auch eigene Medikamente verabrechend eine Problematik, weil die ja nicht beurteilen können, ob in dem Fall das Medikament genauso sinnvoll ist oder eher destruktiv. Wenn jemand Herzmedikamente nimmt und einen Herzinfarkt kriegt und du gibst denen das und das ist genau das Falsche in dem Moment, dann ist es halt dein Fehler, weil du hast es verabreicht.

Speaker1

Ja, also der hatte uns, also der war auch Rettungssanitäter davor gewesen, bevor er jetzt diese Kurse gegeben hat und hatte auch dann erzählt von dem Fall, dass da so eine ältere Dame, da waren sie drei Tage hintereinander immer wieder, weil sie hatte die Medikamente vergessen zu nehmen und hatte dann irgendwie so Kreislaufprobleme und so.

Und dann wurden sie sicherheitshalber gerufen von der Tochter und das ist dann am zweiten Tag auch nochmal passiert und am dritten Tag dachte die Tochter, dass es schon wieder wäre, weil es ihr wieder nicht gut ging und dann kamen die an, aber die Symptome waren ganz anders und hätte die Tochter einfach ihr schon die Medikamente gegeben, weil ich weiß jetzt nicht genau, was das für Medikamente waren, dass sie dann daran potenziell hätte sterben können.

Und dadurch, dass sie es nicht gemacht hat, war es dann halt so, dass sie gerettet werden konnte. Also das scheint wirklich so eine große Problematik zu sein, dass im Notfall uns gesagt wurde, also klar, wenn keine Rettungssanitäter auch nach, weiß nicht wie vielen Stunden kommen, weiß ich auch nicht was man da macht.

Speaker2

Nix reinstecken, nix rausziehen.

Speaker1

Aber dass eigentlich in der Regel man lieber dann alle lebenserhaltenden Maßnahmen so treffen sollte, aber so von Medikamenten.

Speaker0

Abstand nehmen soll, ne? Und das war das, worüber die sich hier ärgert haben, nämlich von diesem Kaufhaus, weil die gesagt haben, naja, Moment, aber die Leute wissen ja Bescheid, was sie nehmen müssen oder die wissen ja, wie dieses Ding funktioniert und nicht einsehen wollten, dass es am Ende darum ging, dann mach es halt, sei dir aber dessen bewusst, dass es im schlimmsten Fall für dich Konsequenzen hat und mehr geht es ja gar nicht.

Und du merkst es richtig, die wollten diese Absolution von der Ersthelferin haben oder von der Trainerin haben, dass die sagt, nee, das stimmt schon, dann ist das in Ordnung, aber auch, man muss sich halt bewusst machen, dass auch wenn die Leute sagen, ich weiß schon, was ich habe, ich brauche das und das, bitte machen sie das, dass das nicht ein Auftrag ist, das dann auch zu tun.

Also, dass du dann immer noch sagen kannst, sorry, ich kann Ihnen das in die Hand geben, aber mehr mache ich jetzt auch nicht, weil alles andere hat einfach große Konsequenzen, auch wenn das schrecklich klingt.

Speaker2

Andererseits finde ich das mit dem Rippebrechen auch komisch, weil ich in meiner dunklen, dunklen Erinnerung von damals, als ich einen Führerschein gemacht habe, war okay, du musst eine Rippe brechen, Sonst bringt die Massage gar nichts, weil sonst ist die gar nicht stark genug, als dass es überhaupt was bringt.

Speaker0

Sie hätte es nochmal so erklärt, du hast diesen Mittelsteg, das Brustbein und davon geht erstmal ganz viel Knorpel ab. Das heißt, in dem Moment, wo du die Stelle suchst, wo du den paar Handballen hinlegst, um die HLW zu machen, kann es nur passieren, dass ein bisschen Knorpel quasi anbricht.

Wenn du wirklich Rippen brichst, bist du an der falschen Stelle, weil du hast links und rechts so ein paar Zentimeter Knorpel und der eigentliche Knochen, der ist so weit außen, wenn du da wirklich draufdrücken solltest, weil du in der Hektik, dann punktierst du die Lunge wahrscheinlich, dann ist es problematisch.

Speaker1

Und das ist natürlich, je älter die Person, desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwas dabei bricht.

Speaker0

Und, das fand ich total interessant, guck mal, wir frischen hier mal für alle ein bisschen auf. Freue mich. Also das ist nicht offiziell, wir verschicken auch keine Stempel.

Speaker2

Aber wir dürfen auch keine Rechtsberatung und keine Gesundheitsberatung geben an der Stelle. Wir plaudern nur.

Speaker0

Sie fingen immer an mit dem Beispiel ein 200 Kilo Mann im Bett, was macht man? Stellt euch vor, ihr müsst wiederbeleben, ein Mensch mit 200 Kilo liegt auf einer weichen Unterlage wie im Bett, was machen wir?

Speaker2

Drücken, schieben, rollen, Brett runter.

Speaker0

Ja, eine ruft da. Und dann ist das halt so. Also der Eigenschutz geht immer vor. Und auch bei diesem Tabletteabreichen ist immer Eigenschutz geht vor. Deswegen ist glaube ich auch die Rechtslage so, solange du argumentieren kannst, der Eigenschutz geht vor. Das heißt also, du wirst niemanden, den du nicht rausziehen kannst, da rausziehen, sondern du wirst dann versuchen, was geht. Und im Notfall geht die HLW auch mit dem Fuß.

Speaker2

Achso, ja stimmt.

Speaker0

Wir haben zum Beispiel, ihr habt enge Räume. Du kommst nicht gut durch. Da kann man dann halt auch mal, wenn man nicht den Platz rechts und links hat, kann man sich halt auch mal festhalten an der Seite und quasi möglichst ohne Schuhe natürlich die Stelle suchen. Bisschen wie Schlauchboot aufpumpen. Bisschen wie Schlauchboot aufpumpen. Ist wahrscheinlich auch super exhausting.

Speaker2

Aber… Ist wohl größer der Mann, ne?

Speaker1

Aber hattet ihr auch dieses, wie man eine Person aus dem Auto dann rausholt und…

Speaker0

Das hat sie nur erklärt und ich sollte das erklären. Und ich dachte, ich habe es ganz gut gemacht, aber ich habe es sehr schlecht gemacht. Wir müssen ja ehrlich sein. Also, wenn ich mich richtig erinnere, habe ich als erstes gesagt, Gurt lösen. Und das war irgendwie falsch schon. Warum, weiß ich nicht. Also, aber egal. Sie meinte dann irgendwann, mit dem Notfall muss man den auch abschneiden. Und du kannst den nicht bewegen, wenn der angeschnallt ist, bin ich der Meinung.

Aber da kannst du ja gleich nochmal was sagen. Und dann erinnere ich mich, dass sie gesagt hat, mit dem Arm hinterm Rücken lang. und quasi an die Hüfte gehen und oben an der Schulter und die Person schon mal so zu sich mit dem Rücken eindrehen. Genau. Dann mit einem Arm runter, den Arm festhalten, also am Handgelenk mit dem anderen und dann rausziehen.

Speaker2

Dann rausziehen. Dann kannst du ihn rausziehen. Genau.

Speaker1

Also bei uns war auch erster Schritt, entweder hat man ja in so einem Verbandskasten anscheinend so eine Schere, Gurt durch oder abschneiden. Also bei uns war das der erste Schritt tatsächlich. Kann mich ja entwerten. Nachdem man geguckt hat, ob die Person überhaupt noch Bewusstsein hatte.

Speaker2

Wir hätten früher im Auto immer so eine kleine Karte mit so einer Gurtschere, so einem Gurtschneider einfach. Das waren die klassischen Autoversicherungs-Goodies. Ja, ja. Hatte man eigentlich immer da.

Speaker1

Und dann, aber ist bei uns das Gespräch so ausgeartet, wenn, und wenn das Auto brennt. Aber irgendwie brennt wohl, also dann nach so.

Speaker2

Erstmal das Auto lösen.

Speaker1

Aber dann, es brennt erstmal nur außen. Also man kann noch Leute da eventuell rausholen.

Speaker2

Und wenn der Kofferraum brennt, der vordere Teil ist so ein Viertel im See. In der See, da sind Zitterahle drin.

Speaker0

Und ich habe nur ein Bein und großen Popel.

Speaker2

Was mache ich damit?

Speaker1

Da hatte jemand bei uns aus der Gruppe dann die Frage gestellt, wen rette ich denn als erst? Das war ja irgendwie ein bisschen irritiert von der Frage, wir können Ihre moralischen Entscheidungen darüber treffen, wie Sie wollen aber ich würde einfach anfangen Hauptsache machen

Speaker0

Also da ging es ganz viel auch um Selbstschutz wenn zum Beispiel auf der Autobahn in die Mittelplanke gefahren wird, dann ist es schon problematisch, da muss man auch gucken, komme ich da jetzt erstmal überhaupt rüber, ohne mich in Gefahr zu bringen?

wie sperrt man das erstmal ab oder kriegt man das irgendwie hin, dass man die Autos langsam zum Anhalten bringt und selbst dann gibt es immer noch welche, wenn du denkst, alle stehen für dich, musst du immer noch gucken, ob mich irgendein Idiot meint, na ich komme noch schnell da vorbei. Und dann gibt es immer noch so Fragen wie, und das kann ich mir alles nicht merken, auch wenn der Kurs erst eine Woche her ist, aber dann gibt es immer noch Fragen wie.

Speaker2

Haben sie einen Hund?

Speaker0

Wenn so drei Sachen auf einmal, aus irgendeinem Grund war die Frage im ersten Hilfekurs, haben sie einen Hund? hat.

Speaker2

Das ist eine typische Frage, gibt es noch Fragen, dann kann man immer fragen,

Speaker0

Haben sie noch? Aber du musst dann auch bewerten, was ist jetzt schlimmer, dass die Verbrennung dritten Grades erstmal verbunden werden muss oder die Hand tropft, weil Hand ab oder der Arm tropft. Also du musst immer gucken, was ist das lebensbedrohlichste quasi, was gerade passiert.

Speaker2

Was ist es denn von den beiden?

Speaker0

Der Blutverlust ist schlimmer als der Blut.

Speaker2

Brand, Feuer, Verlust, okay.

Speaker0

Genau.

Speaker2

Sieht aber wahrscheinlich ekliger aus, könnte ich mich wahrscheinlich spontan eigentlich entscheiden.

Speaker0

Zum Beispiel Helm erst ab ist ja immer so das, was dir beigebracht wird, aber wenn natürlich der Arm ausblutet gerade, dann solltest du vielleicht damit anfangen, bevor, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass er erstickt da drunter, aber die Blutung muss erstmal gestoppt werden, das sind dann so Entscheidungen.

Speaker2

Das wäre so, so den gerade so Helm ab, wenn die so Schutzkleid und Trage so Motorrad fahren und so, da hätte ich ja Schiss, ich mach, du machst so den Halsverband ab und sagst, okay, vorsichtig ist den Helm ab, aber dann macht's knurz und dann ist der Kopf so also Genick gebrochen und wie, aber wenn man die letzte Stützung kommt, vom Helm- und Halsband. Das ist bei mir auch so eine Erinnerung von wegen, er könnte da irgendwie was in den Halswirbeln sein, erst mal nicht den Helm ab.

Speaker1

Bei uns war Helm ab eigentlich als erstes, weil der eben doch zu sehr alles einschränkt.

Speaker2

Ach so, wenn es anschwillt vielleicht auch durch irgendwie.

Speaker0

Und du kriegst beigebracht, den so langsam und zart zu entfernen und möglichst, wenn möglichst zu zweit, dass du den Kopf nicht bewegst, dass also quasi selbst wenn der Nacken irgendwann gebrochen ist, dass du den Kopf langsam ablegst.

Speaker1

Ich glaube, bei uns war auch, oh Gott, jetzt bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher, aber vielleicht sogar nur zu zweit den Helm abnehmen.

Speaker0

Sie hat gesagt, kannst du auch alleine, den kriegt man hin, aber dann langsamer halt.

Speaker2

Hattet ihr eine Ausnahme,

Speaker0

War nicht Helm ab?

Speaker1

Hatten wir nicht.

Speaker0

Bei uns war der Hinweis, wenn du Blut siehst. Wenn du unter dem Helm Blut siehst oder wenn du am Hals Blut siehst, weil es könnte sein, dass da also quasi noch lebensrettend was abgedrückt wird, weil du öffnest in dem Moment, wo du den Helm abnimmst.

Speaker1

Also nur, wir hatten irgendwie so ein Dummy, da war dann der Kopf so locker, dass dann auch bei allen irgendwie der Kopf immer mitgegangen ist.

Speaker2

So nicht.

Speaker1

Bei mir dann auch irgendwann immer, aha, jetzt ist der Kopf ja wieder und dann versuch ich wieder ran.

Speaker0

Warst du in der Nähe vom Halleschen Tor zufällig?

Speaker1

Nee, das war nicht in Berlin.

Speaker0

Okay, war nicht in Berlin. Bei mir was in Lichtenberg diesmal. Aber wir hatten den Kurs, den du beschreibst, der klingt total nach einem wenig meiner Nähe vom Halleschen Toate, deswegen dachte ich gerade.

Speaker1

War der, der den geleitet hat, auch aus Estland?

Speaker2

Nee.

Speaker1

Das ist ja ein krasser Zufall.

Speaker0

Aber was der uns beigebracht hat, und das wäre jetzt der Hammer, der Hinweis, dass man die Leute erstmal ansprechen soll und sich vorstellen. Und dann haben die so einen künstlichen Satz uns beigebracht, dass wir sagen sollen, hallo, ich bin Philipp, ich kann helfen. Und darüber haben wir uns so lustig gemacht damals, weil es so unnatürlich war. Aber es ist natürlich in so einer aufgeregten Situation hilfreich, so einen Standardsatz zu haben. Aber trotzdem, Ich bin Philipp, ich kann helfen.

Das ist schon ein bisschen gestelzt.

Speaker2

Ich glaube, Ihnen helfen vielleicht zu können. Ja. Aber man soll eine positive Sprache behalten. Ja.

Speaker1

Aber bitte verklagen Sie mich nicht.

Speaker2

Aber bitte verklagen Sie mich. Ich nehme Ihnen jetzt den Helm ab.

Speaker0

Ich habe neulich meine Cousine in Heidelberg besucht. In ihrem ökumenischen Studienheim habe ich zwei Nächte geschlafen. Und habe gemerkt, dass es manchmal auch ganz schön ist, dass man die 20er in den 20ern lässt.

Speaker2

Das heißt, du wirst nicht mehr in einem Heim übernachten wollen in Zukunft?

Speaker0

Also für mich war das so, ich habe schon kapiert, warum die das da alle geil finden, weil das ist schon eine Art von Gemeinschaft, wo du, alle haben nur so ein kleines spartanisches Zimmer mit einem Schreibtisch und einem Regal und einem tiefsitzenden Futonbett. Klos auf dem Gang teilen sich alle, Dusches auf dem Gang teilen sich alle.

Speaker2

Gemeinschaftsküche sieht ganz schlimm aus.

Speaker0

Gemeinschaftsküche, ein riesen Regal mit so Fächern, wo du also wirklich überall klebt so ein Klebchen dran, sieben Kühlschränke, wo dir also quasi einfach pro Kühlschrank, also nicht pro Kühlschrank, sondern in einem Kühlschrank einfach gehörte. Und so diese Mischung aus, will man heute sozial sein oder will man nicht sozial sein? Oder will man sich zurückziehen? Und ich habe aber gemerkt, wie schön das ist, wenn du so Anfang 20 bist und die Welt gerade für dich neu entdeckst.

Und dann ist es geil und ich habe es total verstanden. Und für die zwei Tage war das mega. War wirklich super. Aber ich war dann auch an dem Punkt, wo ich sage, und jetzt fahre ich in meiner Wohnung, in der ich alleine wohne. Bade eine Stunde heiß. Und mache mir in meiner Küche dann mal zu essen.

und wir haben, wie gesagt, meine Cousine besucht, meine Tante war mit dabei, die hatte nur, also meine Cousine wird da bald ausziehen und hat jetzt schon mal langsam ein paar Sachen zusammengepackt, die wir, mit einem Transporter, den wir da abgeholt haben, dann aus Heidelberg nach Berlin gefahren haben und da das meine Tante alleine gemacht hätte und irgendein paar Tage Zeit hätte, bin ich mir angeboten, da mitzukommen und da waren wir auch bei Maria Kallas

im Kino nebenbei und ich sag mal, ein Highlight des Ganzen war dann, dass man sich so ein bisschen mit den Leuten unterhalten hat, weil die so studieren und so weiter. Und die erste Frage, die mir gestellt wurde, ist, ach, und Sie sind der Vater von Selma?

Speaker1

Ich dachte jetzt, und dann kam die Frage, und was studierst du so?

Speaker2

Nee, sie ist auch das höchste Theologie studiert.

Speaker0

Nee, ich wurde gefragt, ob ich der Vater meiner Cousine bin.

Speaker2

Wie groß ist denn der Altersunterschied ungefähr?

Speaker0

Naja, ich werde 42 in ein paar Monaten und Selma ist, glaube ich, 24 oder wird jetzt 24.

Speaker2

Kommt doch hin.

Speaker0

Könnte sein. Also Moment, die Formulierung ist, wäre möglich, was du sagen würdest.

Speaker2

Wäre möglich, könnte sein.

Speaker0

Dann hätte ich mit 18.

Speaker2

17 kleine Tanten. Ja, ich kann mir vorstellen, dass wenn man einfach so in so eine Jugendgruppe reinkommt, dass du da recht väterlich daherkommst.

Speaker0

Total, total.

Speaker2

Erzähl doch mal, was macht ihr denn so?

Speaker0

Ja, ja. Und ich glaube, es kommt noch dazu, dass meine Tante 14 Jahre älter ist als ich nur, also wir könnten auch einfach. Wir könnten a thing sein. Wir wurden noch an der Raststätte auf dem Rückweg von so einer wirklich ein bisschen zu... Also die waren uns ein bisschen zu nah in allem, wie sie mit uns geredet hat. Und zum Schluss meinte sie.

Speaker2

Ich dachte, sie sind hier zusammen,

Speaker0

Warum zahlen sie denn jetzt ihr Trend? Geht sie so einen Scheiß an? Also einen größeren Scheiß könnte ich nicht fabrizieren, den sie das nicht angeht.

Speaker2

Das ist mein Wochenend-Escort. Sagt dann wer in dem Fall? Das wäre spannend, wie er reagiert hätte, ob er das sagt oder ob die Tante das sagt.

Speaker0

Ich habe nur die Hälfte gehört. Discord habe ich gesagt.

Speaker2

Ja, genau. Jetzt schreibe ich ihn auf den Discord.

Speaker0

Naja.

Speaker1

Ja, aber ich habe ja auch jetzt nochmal in England in so einer Fünfer-WG gewohnt während meines Doktors und da habe ich auch gemerkt, ich glaube, ich werde ein bisschen zu alt dafür.

Also auch, wenn es so nette Menschen waren und alles, aber das war einfach wirklich, Wenn man morgens aufsteht, man hat irgendwie gar keinen Bock auf irgendwas und ich will nur in die Küche gehen und mir einen Kaffee machen und dann hat irgendwer einen Übernachtungsgast da, also noch eine Person, die ich überhaupt nicht kenne, die dann da in der Küche rumsteht, dann ist halt schon, also dann bin ich wirklich, also dann muss ich Wörter aus mir rausquälen. Quälen.

Speaker0

Absolut. Und in diesem ökumenisch-christlichen Heim war kein Fenster erneuert seit den 90er Jahren. Er hat oben gezogen, unten gezogen. Am ersten Morgen, also den ersten Vormittag habe ich damit verbracht, erstmal zu gucken, werde ich jetzt richtig krank gerade oder verarbeite ich nur die letzte Nacht?

Speaker1

Und die Wände sind ja auch meistens dann dünn.

Speaker0

Ja und man hört viel von den Nachbarn genau und die Türen sind auch eher so eine so eine Zimmertür statt eine Wohnungstür, insofern, Meine Cousine war dann auch ganz entspannt, hat dann mir das Zimmer gezeigt, dann haben wir die Sachen da abgestellt und dann gehen wir wieder runter, gehen wir raus und dann macht sie die Tür, schließt sie die Tür mit der Klinke und wir gehen und dann so und kann man die Tür abschließen? Ach, das ist nicht schlimm. Das würde ich gar nicht beurteilen.

Speaker2

Ob ich das nicht schlimm finde.

Speaker0

Aber da wollte ich auch nicht Spießer sein, aber da habe ich schon gemerkt.

Speaker2

Da sind wir anders.

Speaker0

Also so diese, nee, ist nicht schlimm. Also ich weiß, dass ich niemanden störe, Soll ich diese Tür nicht abschließe, aber stört es mich vielleicht?

Speaker2

Ich habe eine Haftpflicht. Hast du eine?

Speaker0

Oh nein, das ist ja mein Problem am Ende.

Speaker1

In Japan habe ich an der WG auch dann gewohnt in so einem Haus. Man konnte die einzelnen Zimmer abschließen, aber die Haustür war einfach nicht abgeschlossen. Weil das sind dann so kleine Mini-Papiertüren, also Papier jetzt nicht, aber so wirklich super dünn.

Würden nichts abhalten. und dann hat halt niemand diese Haustür abgeschlossen und am Anfang war ich dann eben die Person, die dann, ja, ich mach die jetzt mal hinter mir zu und niemand hatte diesen Schlüsselcode und ist keiner mehr reingekommen. Weswegen ich dann halt danach auch die nicht mehr zugemacht hab. Aber ja, also war es dann da die ganze Zeit so dieses, okay, ich hoffe einfach, dass heute Nacht niemand ins Haus reinkommt.

Speaker2

Wir haben dann eine Nacht lang draußen geschlagen.

Speaker1

Nein, also geklopft und dann hab ich aufgemacht und dann wurde mir erklärt, wir machen das hier nicht so.

Speaker2

Wenn du das einmal machst hier,

Speaker1

Bist du raus. Ja, also da habe ich mich auch ein bisschen unsicher gefühlt. Auch wenn es Japan war und alles ja immer eigentlich da so sich sehr, sehr sicher anfühlt. Aber einfach nur diese Vorstellung, jetzt könnte einfach irgendwer Fremdes vor der Tür stehen.

Speaker0

Ich kann mir das schon vorstellen, also ich habe neulich in irgendeinem Kontext das gehört, dass irgendwer da erzählt hatte von, naja, ich komme von so einem kleinen Dorf, da hat man die Tür nicht abgeschlossen und der Schlüssel steckte im Zündschloss. Und damit bin ich ja überhaupt nicht groß geworden. Das ist ja für mich eine Vorstellung, die ist ganz seltsam. Türen offen lassen und irgendwie den Schlüssel stecken lassen.

Aber ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass man in so kleineren Dörfern da so ein Grundvertrauen hat.

Speaker2

Das ist ganz spannend.

Speaker1

Das war Tokio.

Speaker0

Nee, das meine ich nicht. Ich wollte nicht sagen, das ist ein Dorf. Ich wollte nur sagen, ihr kennt das in Deutschland quasi aus diesem Kontext, dass Leute das von, nee, sorry. Das war den Eindruck.

Speaker2

Die haben ja auch Stadtbezirke und die sind ja ein bisschen auch riesig. Die große Seite, was dann aussieht, ich überlege gerade, da war halt auch immer die Wohnung, also die Haustür offen, Schlüssel steckte halt auch. Und wenn die halt im Garten waren und so, war die halt auch, also wenn man die auf Gelände befinden hat, war das offen.

Also sobald man gegangen ist, wurde abgeschlossen. Also wenn man das Gelände fasst, also das heißt halt schon, die sind halt 350 Meter hinter dem Hügel im Feld irgendwo drin, dass vorne die Haustür offen war. Also sobald man über die Straße zum Konsum gegangen ist, wurde abgeschlossen. War bei meinen Großeltern aber genauso. Die Haustür war eigentlich immer offen. In total skurrilen Momenten wurde abgeschlossen.

Aber es ist jetzt auch bei meinem Vater so, der wohnt ja in einer Kleinstadt, sag ich mal, aber das ist auch so ein Einfamilienhaus, da ist auch immer die Tür offen.

Speaker0

Na, ich weiß, dass meine Eltern das dann so machen, dass die, wenn die im Garten zu tun haben, steckt ein Schlüssel. Aber das ist so das Höchste der Gefühle, dass der, da sind auch immer ganz viele im Garten, also das ist dann da immer irgendwer, aber ich könnte mir nicht vorstellen, dass dauerhaft da jetzt immer die Tür offen steht.

Speaker1

Und über Nacht wird da meistens eigentlich dann schon die Tür abgeschlossen,

Speaker2

Oder? Das weiß ich bei meinen Eltern nicht.

Speaker1

Oder dass es zumindest eine ist, die, wenn sie im Schloss ist, nicht von außen geöffnet werden kann.

Speaker2

So eine ist es auf jeden Fall nicht.

Speaker0

Bei deinen Großeltern?

Speaker2

Bei der Klinke draußen dran, auf jeden Fall. Ich überlege, ob es später, als Kind wurde auf keinen Fall abgeschlossen, aber ob es später irgendwann, ob die dann angefangen haben, nachts zumindest, also sozusagen zum abendlichen Ritual gehörte, wenn man, also ich habe auch so zwei Etagen, so einen Bauernhaushalt gehabt, wo unten so Stube und Küche war und oben waren halt die Schlafzitter und das sozusagen, dass wenn man sozusagen

hochgegangen ist, sozusagen, dass man dann unten abgeschlossen hat. Das kam später dazu. Meine Großeltern auch gemacht, dass wenn sie dann irgendwie hochgegangen sind zum Schlafen, das dann unten abgeschlossen wurde. Aber er hätte ja auch einfach übers Hühnergehege sozusagen einfach in die Küche durchs Küchenfest einschleinen können, wäre ja auch egal gewesen. Oder über den Hof, wenn der Hund schläft, kommt man da auch rein. Durch die Kläranlage.

Speaker0

Der hat auch den Hauseschlüssel sich jetzt aber nochmal am Boden.

Speaker2

Ja, damit, falls er sich verläuft, ist er ein Dorf, dass man ihn zurückbringen kann.

Speaker0

Schlüsselhund.

Speaker2

Kora E, der Schlüsselhund.

Speaker0

OKI?

Speaker2

Kora E. Ist eine Hip-Hop-Referenz.

Speaker0

Weiß ich, Sabrina Settlo hat mit der Mann einen Track zusammen gemacht.

Speaker2

Gingst du an Boris Becker?

Speaker0

Nee. Das war nach Boris Becker.

Speaker1

Wie lang war die Boris Becker-Zeit?

Speaker0

Kurz. Ich würde sagen, sehr kurz. Nee, ich überlege nur, wann welches Album war und wo das drauf war, was er zitiert.

Speaker2

Oh, oh, oh, oh, oh, oh.

Speaker0

Folgendes. Ich weiß noch nicht, wohin ich damit möchte. Das ist jetzt ein Teamwork hier miteinander. Ich leite mal ein. Ich habe vor ein paar Tagen mich daran erinnert, dass die Entscheidung, dass ich Philipp heiße, mit meiner Großmutter, die Namensforscherin war, zu tun hatte, die damals den Vorschlag äußerte, Mensch, nimm doch einen Namen, den es noch nicht so viel gibt.

Speaker2

Mit zwei P halt. Kommen wir noch zu.

Speaker0

Und der aber nicht so altbacken ist. Und so kam der Name Philipp. Und dann dachte ich so, Mensch, wäre doch mal spannend rauszukriegen, wie doll der Name vertreten war.

Speaker2

1983.

Speaker0

1983. Aber ich habe dann eine Statistik gefunden, die fand ich ganz spannend. Da ging es um die Häufigkeit von Namen innerhalb der Dekaden. Und das fand ich noch spannender.

Und da habe ich mal ein paar Zahlen mitgebracht. Und ich weiß noch nicht, wie wir das hier spielerisch aufarbeiten wollen, aber ich weiß auch noch nicht, wie ich es, ich muss mal sagen, ich hätte jetzt quasi aus den Dekaden, der 1890er bis hin zu den 2020ern, das sind 14 Dekaden, könnte ich jetzt mal sagen, von unseren fünf Namen, auf welchen Platz wir da wären.

Speaker2

Achso, ich hätte sonst einen Vorschlag, dass du vielleicht einfach mal sagst, Platz 1 aus irgendeiner Dekade und wir müssen unsere Köpfe hier zusammenstecken und versuchen auszufinden, in welcher Dekade das wohl Platz 1 gewesen wäre.

Speaker0

Das können wir machen. Zufälligerweise hatte ich, das kann ich nur sagen in meiner Tabelle, alle erst platzierten diese Dekade schon mal sicher selber mitnotiert.

Speaker2

Das hatte ich dran gehofft.

Speaker0

Ich hätte aber auch spannend gefunden, nochmal zu gucken, also quasi, wenn wir jetzt mal die 1890er mit den 2000ern vergleichen, wie häufig all unsere fünf Namen hier quasi vertreten gewesen sind.

Speaker2

Das können wir dann auch noch machen. Ich will bloß das zu verhindern, dass irgendjemand solche Sarah wahrscheinlich sehr häufig auf Platz 1 ist in 1890er Jahren.

Speaker1

Ah, glaube ich nicht.

Speaker0

Ja, das ist nämlich genau die Frage.

Speaker1

Weil, also nur meine Wahrnehmung ist, dass zumindest in den 80ern und 90ern, glaube ich, Geborene sehr oft Sarah hießen und dann ist er krass abgeflaut. Also ich glaube, Kinder werden nicht mehr Sarah genannt. Ja, und da nicht, also das ist ja auch dann irgendwann so ein jüdischer Name gewesen.

Speaker2

Der 40er war doch nicht so stark, möchte ich sagen.

Speaker1

Ja, genau.

Speaker0

Also kleiner Funfact zu den 40ern. Ich glaube, da ist die Datenlage natürlich auch entsprechend ein bisschen kompliziert gewesen.

Speaker2

Ich dachte, die haben alles aufgeschrieben.

Speaker1

Obwohl ich noch sagen will, Sarah ist ja auch kein jüdischer Name in dem Sinne, sondern der kommt ja in der Bibel zwar vor, aber ich glaube dann dadurch eben auch in allen monotheistischen Religion. Das ist ja die Frau von Abraham. Was er noch bevor jetzt quasi dann auch der Koran so Abzweigungen nimmt.

Speaker0

Aber dann lass uns doch als erstes mal diskutieren, wie häufig, wir haben 14 Dekaden und in einigen Dekaden kommen bestimmte Namen gar nicht vor in diesen Top 200. Teilweise sind das nur Top 20, das müssen wir ignorieren jetzt gerade. Und ob die Datenlage da überhaupt so safe ist auf dieser Seite, die ich gefunden habe, das können wir sowieso in Frage stellen.

Speaker2

AusgedachteFakten.de.

Speaker0

Noch nicht mal Halbwissen.de. Am häufigsten in den Dekaden, welcher Name kommt wohl am häufigsten in all den Dekaden vor?

Speaker2

Philipp. Von uns fünf meinst du? Von uns fünf. Ja, Philipp. Ah, wobei, Hannes ist auch gut. Ich meine, seit wann gibt es Hannes? Das ist ja dann vorher alles Johannes.

Speaker0

Dann sagt man dazu noch am wenigsten. Am dollsten und am wenigsten.

Speaker2

Ist Hannes mit den ganzen Johannessen zusammengefasst?

Speaker0

Die habe ich extra rausgekriegt. Dazu habe ich jedes Mal mir notiert, wo Johann und Johannes...

Speaker2

Also meiner am wenigsten, der mag vielleicht ein Stück weit Deutschland, aber selten. ich würde sagen, die Reihenfolge, ich weiß jetzt nicht, ob du Männer und Frauen gemischt hast.

Speaker0

Ich habe Sarah mit, also du läufst da natürlich außerhalb, weil du natürlich nicht in derselben Kategorie wie alle männlichen Namen läufst dadurch.

Speaker2

Okay, dann würde ich sagen, Sarah ist in allen von, wenn sie auftaucht auf Platz 1 von uns, in den weiblichen Kategorien und dann würde ich sagen, Philipp Konrad Hannes Armin. Würde ich auch so sehen.

Speaker0

Philipp, Konrad, also am meisten.

Speaker2

Am meisten Philipp. Sarah ist ja in ihrer Kategorie unschlagbar bei uns, weil sie die einzigen Konrad, Hannes, Armin. Achso, Armin. Hast du dich gerade verwechselt?

Speaker0

Am meisten gibt es Konrad.

Speaker2

Wirklich?

Speaker0

Danach kommt Philipp.

Speaker2

Insgesamt von allen.

Speaker0

Also mit neun, ich mit sieben, sechs teilt ihr euch beide. Armin und Sarah und Hannes kommt nur in vier Dekaden vor.

Speaker2

Das kann ja wohl gehen. Weil Hannes relativ spät aufkommt.

Speaker0

Ja, das kann sein. Weil nämlich du vor allem, Johannes und Johann gibt es überall, aber Hannes selber gibt es nur in den 70ern, 80ern, 90ern und 2000. Ich war das Beste von heute.

Speaker2

Ich hätte jetzt auch gesagt, bei den 70ern, dass es da so los ging. Wenn es so viele Arnims und Arminius so geben würde, würde ich wahrscheinlich auch besser dastehen.

Speaker1

Aber dann erklärt das ja, dass meine Mutter immer so Probleme hat, sich deinen Namen zu merken und immer Johannes sagen will.

Speaker2

Seit den 70ern schon.

Speaker1

Aber sie ist ja in den 60ern geboren.

Speaker0

Das waren die prägenden Jahre.

Speaker2

Da gab es das halt. Im Kindergarten kannte sie kein Hannes.

Speaker0

Also warum ich überhaupt diese Tabelle angefangen habe, war dann, nachdem ich geguckt habe, auf welchem Platz ist Philipp denn in den 80ern gewesen, dass mir aufgefallen ist, dass... Alle Namen vertreten sind außer Armin in den 80ern. Aber in den 70ern gibt es Armin und in den 90ern gibt es wieder Armin. Aber in den 80ern kommst du nicht vor an der Tabelle.

Speaker2

Also meine Mutter hat ja den Namen gewählt, genau wie den von meiner Schwester, weil die, also bei mir war es gerade so mein Urgroß, Opa hieß so, das war so ein bisschen Inspiration, aber dass es Namen sind, die super selten sind, verhältnismäßig, und nicht wirklich abkürzbar sind. Das waren die zwei Gründe. Jetzt gucken wir mal, welche Dekade wäre denn dein Urgroßopa? Warte mal, der ist in den Na ja,

Speaker0

Anfang Mein Urgroßopa ist 1917 geboren worden.

Speaker2

Damals Der ist ja 99 geworden und 364 Tage oder so und ich glaube das war schon noch früher 80er, früher 90er, also wahrscheinlich 1890 könnte mit drin sein.

Speaker0

Also, fangen wir mal von unten an, 1890er kommen alle Namen nicht vor, außer Konrad auf Platz 52 Mit K. Gab's doch mit K. In den 1900ern auch. Alle Namen kommen nicht vor, außer Konrad. Das Spiel geht bis in die 30er Jahre. Da taucht das erst mal Armin noch parallel aus. Armin, nicht Adolf. Ist sehr ähnlich, aber doch anders. In den 40er Jahren kommen alle Namen nicht vor. Weiß nicht, ob das ein Datending ist aus den 40ern oder...

Und in den 50ern wieder nur Armin und Konrad. Dann spannenderweise Konrad in den 60ern und 70ern gar nicht. Und dann tauchen auf einmal langsam alle Namen auf. Und es gibt nicht ein einziges Jahr, wo alle Namen ... Gleichzeitig auftauchen. So, jetzt kommen wir mal zu den, ich sag jetzt mal zwei Namen und das sind die Top 1 der Namen. Und ich fange mal an mit meiner Lieblingskombo Gertrud und Walter.

Speaker2

Warte mal, Walter Freiwald, wann muss der denn? Gertrud und Walter, ist das kurz vorm Krieg oder ist das genau die Nachkriegsgeneration?

Speaker0

Ich gebe euch noch ein zweites Paar, damit ihr ein bisschen rangieren könnt vorher oder später. Da hätten wir Helga und Hans. Also wir haben Gertrud und Walter versus Helga und Hans.

Speaker2

Meine Oma hieß Helga, ist in den 20er Jahren geboren.

Speaker1

Meine Oma hieß Gertrud, in den 30ern geboren. Aber die Mutter von meinem Opa hieß auch Gertrud.

Speaker2

Ah, das wurde dann wieder da. Und in den 30ern? 30er oder? Du wärst bei Walter und Gertrud, oder? Sind die alle dieselben Jahr gewesen, was du gerade gesagt hast? Nee, nee. Es sind zwei Paare,

Speaker0

Die auf Platz 1 waren, in jeweils einer Dekade.

Speaker2

Ich sag mal Helga und Hans, die Zwanziger. Zwanziger und sind die anderen dann Dreißiger oder sind die dann wirklich Nachkriegsfünfziger?

Speaker0

Waltraud und Gertrud und Walter.

Speaker1

Gertrud und Walter sage ich dann, oder nehme ich einfach die Dreißiger, weil meine Roma da geboren ist.

Speaker0

Okay. Ist leider anders.

Speaker2

Alles falsch.

Speaker0

Helga und Hans sind die Dreißiger. ist der Fairness halber, aber ist Hans der Topname von den 1910ern bis 1940ern durch. Also insofern ein Treffer. Helga war jetzt einfach nur im Jahrzehnt der 30er ein Topname und Gertrud und Walter war im 1900er.

Speaker1

Das wäre ich mal mit der Oma.

Speaker2

Da war meine Oma also der Zeit voraus. 20er Jahre geworden und 30er war es Helga. Influencer halt. Ja genau.

Speaker0

Jetzt habe ich ein bisschen kaputt gemacht, ich weiß nicht, weiter Hans. Also jede Kombination mit Hans ist jetzt raus. Dann kann ich ja nochmal ergänzen, vielleicht 1910 war Gertrud mit Hans, 1920 Ursula und Hans, 1930 Helga und Hans, 1940er Karin und Hans.

Speaker2

Da ist Hans ganz schön rumgekommen.

Speaker0

Ich finde Karin auch sehr modern. Obwohl ich sagen muss, doch könnte hinhauen, kennen ein paar Karins in ihren 70ern jetzt, dann ist das ja 40er Jahre, das haut schon hin.

Speaker2

Karin ist für mich gar kein, also für mich sind es so 20, 30, 40er sind für mich so halt meine Großeltern, Alter und eigentlich noch ein bisschen jünger und keine Karin. Wann war Karin?

Speaker0

In 40ern.

Speaker2

Wir hätten auch viele Geflüchtete zu Karens geworden.

Speaker0

Karens dann.

Speaker2

Das macht wiederum Sinn.

Speaker0

Anna und Karl.

Speaker2

Ja, das ist ganz doll. Karl.

Speaker1

Das kann auch 1890 oder sowas sein. Sehr früh.

Speaker2

Anna Karenina. Karl Gustav. Karl der Große. Der heißt ja aber uns nur so. 1890er Karl Dahl. Die 1990er waren Hans und Gertrud, ne?

Speaker0

Ne, 1900er.

Speaker2

1900 meine ich ja, aber Anna und Karl zu Hans und Gertrud? Weiß nicht.

Speaker0

Gertrud und Walter, bitte.

Speaker2

Ein bisschen die Formen hier auch waren.

Speaker0

Gertrud hat mit Hans erst in den 1910ern.

Speaker1

Also ich sag die 1890er.

Speaker2

Ich bin Karl, also Anna stört mich. Also Anna ohne Maria dran oder Anna-Sophie oder Anna irgendwas. Also einfach nur straight Anna.

Speaker0

Stand da jetzt aber nicht. Als Doppelnamen gab es jetzt nicht. Also insofern.

Speaker2

Ja, aber trotzdem stört mich das. Und deswegen sage ich, das ist vielleicht so Kahn, so 70er. Kahn und Anna. Ich mache die 50er. Guter Punkt. 1890, ja?

Speaker0

Ja, 1890er.

Speaker1

Wohnt es sich so oft über alte Friedhöfe zu laufen, wo wir da recht viele Leute anachsen.

Speaker2

Ich gucke immer nicht auf den Vornamen, ehrlich gesagt. Ah, wieder mal die Müllers, guck mal, 1840.

Speaker0

Bin mal gespannt, ob es jetzt irgendwie eindeutiger wird von den letzten, weil jetzt haben wir ja so Idealtypen. Sidney Fisales und Torpedo.

Speaker2

Und Lennart Finn. Da weiß ich jetzt gar nicht. Noch früher 2000er wird es sein.

Speaker0

Also, wir haben hier noch die Kombination Sabine und Thomas.

Speaker2

Oh, Sabine und Thomas, das Ding 50er. Echt? Ich gehe auf die 80er.

Speaker1

Dann gehe ich auf die 70er.

Speaker0

Was hast du jetzt gesagt? Und du?

Speaker2

Ich hätte 50er gesagt, vielleicht in die 60er reinragen.

Speaker0

60er sind es. Weil in den 50ern sind es, hätte ich nämlich auch nicht gedacht, Angelika und Michael. Aber dass Michael auch ein Name aus der Generation drüber ist, für mich ist Michael so unsere Generation, aber da plätschert es aus schon.

Speaker2

Michael ist unsere Generation Ich finde,

Speaker0

Wir sind die Generation der Christians, Stephans, Thomas, Michaels und so.

Speaker2

Thorstens Michael möchte ich, das heißt, Thorsten Können wir nicht Thorstens sein Wirklich?

Speaker0

Ich kenne ziemlich viel Thorstens Ob.

Speaker2

Ich Michael bin? Ach doch, Michael Franzig hieß Michael Also ich kenne eigentlich Michael Die hatten alle lustige Spitznamen Das kann so nicht

Speaker0

Sein Wenn du jetzt mit kennen bedeutest, kennengelernt dann kennst du noch einen zweiten Michael Michael. Mein Ex-Freund Michael? Michael.

Speaker2

Michael. Aber es sind eigentlich eine Milliarde weniger, als ich Christians und Sebastians und Stephans in meinem Leben gehört habe. Also ich habe auch noch Michael-Kollegen gehabt, aber der war auch ein bisschen älter, der war auch schon noch in den 70ern.

Speaker0

Also die 50er nochmal zur Wiederholung, um das nochmal klar zu ziehen. Angelika und Michael.

Speaker2

Das ist ein Schlager-Dur, ne? Ich bin Angela und zusammen sind wir Angelika und Michael.

Speaker0

So, Julia und Jan.

Speaker1

Oh, Julia und Jan.

Speaker2

Das 90er.

Speaker1

Das könnte wirklich sehr gut 90er sein, weil ich kannte viele Jans und Julias.

Speaker0

Jans, wirklich? Kenne ich so viele Jans wieder.

Speaker2

Hatte Jan in der Schule, da später auch noch einige Jans, also so 90er. Könnte natürlich auch wieder 80er fallen, aber ich glaube eher 90er.

Speaker0

Dann mache ich mal dagegen noch Julia und Christian dagegen, um das nochmal so ein bisschen zu sortieren. also wir haben Julia und Jan und Julia und Christian.

Speaker2

Was hatten wir denn jetzt alles schon weg?

Speaker0

Alles bis zu den 70ern.

Speaker2

Hätten wir das bei uns auf diesen Bierdeckeln hier... Das heißt, die 70er sind noch frei?

Speaker0

Ja.

Speaker2

Dann würde ich bei Julia und Jan vielleicht auf die 70er gehen.

Speaker1

Ich sag da die 90er.

Speaker2

Dann gehe ich da auf die 80er.

Speaker0

Und Julia und Christian? Um das nochmal dagegen zu halten.

Speaker2

Ich würde Julia und Christian dann in die 80er setzen. Das sind für mich die 80er.

Speaker1

Hätte ich auch 80er gesagt.

Speaker2

Julia und Jan sind für mich die 90er.

Speaker0

Das ist absolut richtig. Julia und Christian sind 80er und Julia und Jan sind 90er.

Speaker2

Dann fehlt es noch die 70er.

Speaker0

Ja.

Speaker1

Oh, sollen wir raten, welche Namen?

Speaker0

Macht mal Vorschläge.

Speaker2

Ja, lass mal so machen, genau, das finde ich total schön. 70er ist Gabi und Klaus. Gabi und Klaus. Oder so Simone und Simone, wie viele Simones kennst du denn? Nein, ich habe mir gedacht, 70er Jahre, das ist meine Schwester geboren, wie hießen ihre Freunde früher? Das ist mein Gedanke. Ich überlege auch gerade, wie die Freunde von meinem Bruder hießen. Sie hatte zwei Kerstins.

Speaker1

Kerstin, ja. Andreas.

Speaker0

Nicht schlecht, Andreas. Es könnten aber auch Namen sein, die schon da sind.

Speaker2

Das ist langweilig.

Speaker0

Aber Andreas finde ich gar nicht schlecht.

Speaker2

Kerstin und Andreas. Ich bin Kerstin, ich bin Andreas. Kerstin und Andreas. Das müssen die für mich...

Speaker0

Noch irgendeine Vorschläge?

Speaker2

Nö.

Speaker0

In dem Fall waren es aber Nicole und Christian.

Speaker2

Nicole ist doch quasi Kerstin.

Speaker0

Nicole ist so ein Name, den verwechsel ich aus irgendeinem Grund gerne mit Nadine. Ich weiß auch nicht, das ist für mich eine Sinneinheit wie Jens und Sven.

Speaker2

Okay, cool.

Speaker0

Und Kai, Flo und, da ist noch ein dritter, auf den ich gerade nicht komme.

Speaker2

Nee, Ulf nicht. Ole. Kai, Flo und Ulf

Speaker0

Kai und Flo sind zwei Namen, die ich auch gerne gibt einen Bekannten, ist egal über drei Ecken von einer Freundin, den habe ich schon ein paar Mal begrüßt mit und ich habe keine Ahnung, ich habe ihn begrüßt mit Hallo Flo und er sagt, ich heiße Kai und er weiß mittlerweile, dass ich diese Probleme habe und, Mirko und Mario sind auch so zwei Namen die ich habe ein Problem mit Namen.

Speaker2

Aber wo du gerade sagst du merkst gerade für dich Zusammenhänge, die für uns glaube ich nicht so existieren an der Stelle, hatte ich neulich auch wieder mal dieses Ding, wenn ihr euch so ein Jahr vom geistigen Auge vorstellt wie sieht das aus?

Speaker1

Du meinst farbenmäßig?

Speaker2

Ja, ob du Farben hast oder ob das für dich ist für dich ein Jahr einfach ein Zeitstrahl von links nach rechts wo links Januar und rechts Dezember ist oder es sind zwei, sechs Monate für dich geistig unterteilt in Quartale wie auch immer, also manche Leute stellen sich ja sowas vor Für mich ist ein Jahr ein Kreis Für

Speaker0

Mich beginnt es mit Wassermann. Das ist glücklich falsch, das wird da glücklich.

Speaker2

Wiederhören.

Speaker0

Steinbock? Steinbock, ich weiß es auch nicht.

Speaker2

Steinbock kann schon sein, am Ende des Jahres Geburtstag. Das könnte an den Anfang reinreichen. Mein Vater hat mich am 16. Januar Geburtstag und ich glaube, der ist Steinbock.

Speaker0

Für dich ist es wirklich ein Kreis?

Speaker2

Ja, irgendwie habe ich einen Kreis. Irgendwie geht es immer im Kreis und dann wieder von vorne los.

Speaker1

Ich habe das Gefühl, ich kann mich jetzt nicht mehr von euren Bildern loslösen.

Speaker2

Ich weiß, dass ich neulich mit irgendjemandem darüber gesprochen habe und mir ganz sicher gesagt habe, so ist es bei mir. Und ich mittlerweile mir gar nicht mehr sicher bin, ob ich nicht je nach, wonach ich nachdenke, das habe. Ich kenne von meinem geistigen Auge das als 3333, also als Quartale. Ich kenne den Kreis. Ich kenne irgendwie gefühlt so ein bisschen der lange Strich, wo hinten die Monate sehr weit auseinander gehen.

Speaker0

Ich habe auch so eher, dass ich so in entweder Quartalen drauf gucke und dann irgendwie eine Grenze sehe und denke, davor ist noch Dezember. Und ich mache das so ein bisschen mit Dunkel nach Hell. Also auch, dass die Tage länger werden. Das habe ich manchmal so ein bisschen vor Augen.

Speaker1

Und die Jahreszeit.

Speaker0

Ich habe noch nie einen Kreis.

Speaker2

Aber mein Kreis könnte auch in Richtung Tortendiagramm in Quartalen sein. Oder so Pizzastücken. Weil das Ding ist voll und dann fängst du halt wieder von vorne an. Weil es halt immer wieder rumgeht. Zum Beispiel liebe ich es auch total, dass ich die Woche sieben Tage habe. Aber ich glaube, selbst wenn ich jetzt meine Monate an den Knöcheln abzähle, ist es für mich trotzdem ein Kreis. Auch wenn so eigentlich so eine Reihe ist, wo man dann wieder so von vorne anfängt.

Speaker1

Ich hatte erst mal gedacht, weil wir gerade so bei Dekaden waren, so 70er Jahre sind für mich so gelb oder sowas. Und 20er sind halt so neon pink.

Speaker0

Für die 18 sehr braun, orange.

Speaker2

Das ist bei mir eher so die 40er und die 2010er. Du meinst vor der Wende,

Speaker0

Ne, braun. Ja, aber kennt ihr nicht noch diese Glasscheiben manchmal in Geschäften, die so orange waren? Habt ihr das nicht noch vor Augen?

Speaker2

Bleiglas oder was? Nee, eher so foliert.

Speaker0

Ja, oder foliert, ja, ja. Das beditzt du meinen Assoziation von 80er-Jahren.

Speaker2

Ja, aber Jahrzehnte haben für mich tatsächlich keine Farben. Jahrzehnte sind für mich irgendwie alle Metall. Metall? Aber auch gar nicht, warum. Ich habe mich eben nicht drüber nachgeladen. Ich habe an die 80er gedacht und sah so. die goldenen 20er. Voll Alu mit so Nieten drin.

Speaker0

Wir müssen ja noch was beenden, aber jetzt möchte ich es wissen. Haben Buchstaben und Zahlenfarben für euch?

Speaker2

Ne, leider nicht.

Speaker1

Ja, ich glaube schon. Ich glaube, ich denke, wie es aussieht, mehr Farben.

Speaker0

Die 5 ist bis dann gleichzeitig.

Speaker2

3, 2, 1, gelb. Das ist ja Gegensatz. Oh, Ukraine.

Speaker1

Aber für mich, ich habe an einem 5. Geburtstag, deswegen glaube ich, ist es irgendwie so, die 5 ist für mich so meine Zahl und die verbinde ich immer mit blau.

Speaker0

Der Buchstabe E kleingeschrieben ist?

Speaker2

Du machst einen Unterschied zwischen großen Kleinbuchstaben? Ja.

Speaker1

Weil E ist groß.

Speaker2

Eins, zwei, drei, braun. Das ist aber schon näher zusammen. Okay. Nee, funktioniert der nicht. Ich glaube, das würde viel im Kopf einfacher machen und sich einfacher sortieren und Sachen merken lassen, wenn ich die Gabe hätte, das in Farben zu sehen.

Speaker0

Wonach schmeckt der Januar für dich?

Speaker2

Er ragt rombinförmig in den Hals hinein. Er ragt rombinförmig in den Hals hinein. Ein leichtes Vick ist trocken im Abgang, ein bisschen holzig. Bisschen erdig. Bei mir schmeckt er metallisch. Mit Nieten oder ohne Nieten? Nieten können mit drin sein. Und bei mir nach Kohl. Senknieten oder?

Speaker0

Meine Freunde, wir müssen hier noch kurz was beenden. Ich nenne euch jetzt die letzten drei Couples aus den 2000ern, 2010ern und 2020 an. Und dann könnt ihr ja sortieren, Who is who? Ja. Also wir haben Mia und Ben, Hannah und Leon und Emilia und Noah. Mia und Ben, Hannah und Leon, Emilia und Noah.

Speaker2

Wir sind jetzt 2000, 2010, 2020. Richtig.

Speaker1

Also Emilia und Noah, glaube ich, 2010er. Ich würde sagen. Also nur, weil ich glaube, ich kann mich daran erinnern, da gab es eine Arbeitskollegin, die dann nämlich ein Kind bekommen hat und überlegt hat, den Noah zu nennen und dann gab

Speaker2

Es da so eine Diskussion. Noah ist irgendwie mehr geworden. Genau. Ich muss den Stift, ich habe keine. Hannah und was war das andere? Hannah mit?

Speaker0

Warte. Mia und Ben, Hannah und Leon und Emilia und Noah.

Speaker2

Ich möchte Hannah und Leon auf die 2000er packen. Möchte ich auch. Ich würde Noah auf die 2010er packen. Ja. Genau. Zusammen mit, was hattest du gesagt,

Speaker1

2010er? Emilia war da noch dabei.

Speaker2

Und dann bleibt noch Mia und Ben, das sind zwei. Die modernsten dann quasi. Ich möchte, ich habe einen Studien, wo die Kinder so heißen, finde ich zwei fürchterliche Namen. Deswegen würde ich sagen, 2020er.

Speaker0

Okay. Hannah und Leon, 2000er.

Speaker2

Check.

Speaker0

Man war einen Haken dran. Ist richtig. 2010, Mia und Ben.

Speaker2

Weird.

Speaker0

Und die 2020er, Emilia und Noah. Noah ist gerade so ein totaler verbreiteter Name.

Speaker1

Wahrscheinlich vor fünf Jahren oder sechs Jahren, also bevor die 2020er angefangen haben, auch schon.

Speaker2

Wenn man sich über Finn lustig gemacht hat, hat man sich auch über Noah lustig gemacht. Ich kenne auch volljährige Noas. von daher. Hätte ich die auch so. Ich kenne Schiffe, die heißen so.

Speaker0

Glaubt ihr, dass diese ganzen Hanses und Helmuts und so, dass das nochmal ein Ding wird?

Speaker2

Na, ich, ich, vielleicht. Weiter. Es geht ja mal, wenn ich meinen Leuten meinen Namen, einen Zweitnamen raten lasse, dann merkst du ja, wie so festgefahren bestimmte deutsche, so harte deutsche Namen sind. Und ich glaube, ein paar davon werden nicht wiederkommen. Also genau so Helmut und so.

nicht, dass nicht mal irgendjemand Helmut heißt, aber es wird nicht als großer Trend wiederkommen, aber so ein Hans oder sowas Kurzes, das irgendwann in 30, 40 Jahren, dass du kennst keine Opas mehr, die Hans heißen, du verbindest Hans nicht mit irgendwie, von Stalag 13 sprichst und so, dann könnte ich mir vorstellen, dass sowas wiederkommt. Aber diese harten, kantigen Namen bei der Internationalisierung, die man ja auch heutzutage hat und Namen funktionieren wollen, weiß ich nicht.

Speaker1

Also Gertrud zum Beispiel bin ich mir auch nicht so sicher. Also dann wollte meine Omasmütter auch Trudi oder so. Das klingt vielleicht ein bisschen süßer.

Speaker2

Trudi klingt aber auch so richtig nach, kümmert sich um die Kinder auf dem Dorf.

Speaker0

Oder dass halt Gretchen so ein amerikanisches Ding geworden ist, ne?

Speaker1

Und deswegen, also ich würde jetzt mal die steile These aufstellen, dass es ja auch, glaube ich, so Trends gibt bei Namen wie amerikanische oder englische Namen waren ja so in den 1990ern irgendwie drin, da ist dann ganz viele Kevin hießen und Mike und so. Und dann, glaube ich, ist bestimmt schon seit ein paar Jahren dieser Boom nach so nordischen Namen. Also so Freya, Finn.

Speaker0

Sören ist aber auch schon seit den späten 90ern.

Speaker2

Ja, aber das ist genau, das ist ganz so neulich Björn, also Björns waren auch so 80er, 90er schon.

Speaker0

Ich erinnere mich, dass es zu Schulzeiten schon so ein Ding war, dass wir uns über neue Namen und die waren dann Sören und Malte und so.

Speaker2

Malte, ja Malte, Malte ist gut. Finden, Malte, Lennart, Sören,

Speaker1

Greta.

Speaker0

Greta, tja, da ist so alt.

Speaker1

Ja, und kurze Namen, glaube ich.

Speaker2

Aber es ist total geil, wie du es gerade so gesagt hast. Gertrud, kannst du nicht glauben, dann kommst du aber mit Grätschen um die Ecke, wenn dann halt irgendwie mal in irgendeiner Kultur der Welt oder in einer Gegend der Welt auf einmal so deutsche Namen halt einfach so in werden, weil die, da heißen die da auf einmal irgendwo Gertrud und Grätschen, und dann Grätschen haben wir ja schon, und Hildegard, und dann verrückte Nachnamen, die du dir gar nicht passend vorstellen

kannst, weil das halt irgendwie in, weiß ich nicht, Südafrika oder sowas Verrücktes passiert, und dann sagst du, warum passt das denn da nicht hin? Ja, wahrscheinlich ist das auch sowas, was eben dann mit Stars oder Influencern einfach passieren wird. Das kann auch passieren, ja. Wenn jemand berühmt ist und in einem bestimmten Teil der Welt berühmter ist als woanders.

Speaker0

Naja, zum Beispiel hier Ludwig. Also, das ist ein Streamer aus Amerika, der schwedische Mutter und irgendwie kanadischen Vater oder irgendwie so hat. Oder andersrum.

Speaker2

Und Ludwig heißt, also Ludwig.

Speaker0

Und das ist ja auch sein Streamername.

Speaker2

Nicht aber jedoch und wie auch immer zu dem es gibt ja als die klischee phase der 90er und 2000er aus unseren randbezügen im osten sind ja auch dass die kinder da so schayaja oder sowas heißen das hat ja jetzt wahrscheinlich wenig mit irgendwelchen englischen namen zu tun also kommt denn wo kam denn das dann her naja

Speaker1

Ja, Jacqueline war also einer.

Speaker0

Naja, Shakira halt von der Sängerin und so ein bisschen wie wir es in den 90ern cool fanden, unsere Kinder dann David und Kevin zu nennen. Wegen der Amerikanisierung so ein bisschen durch die Wände stelle ich mir vor. Kevin Costner.

Speaker2

Da fanden jetzt keine Namen so richtig ein, das ist das Problem. Die sehr absurden englischen Namen, die jetzt nicht so im oberen Regal standen, wo die halt herkamen. Wieso wurden denn die Kinder eigentlich bei uns alle Ronny genannt und nicht Ronald oder so, sondern sind diese komische Kurzformen. Gab es irgendwelche bekannten Ronnies?

Speaker0

Der von McDonalds.

Speaker2

Ja, der fällt mir jetzt ein, aber der hat ja keiner Ronny genannt.

Speaker0

Aber das ist vielleicht trotzdem so ein bisschen so ein Lechzen nach diesem Amerikaner. Oder wie er Leute sehr exotisch fanden, dann ihre Kinder Silvio zu nennen, weil es so italienisch ist. Also, ich meine, ihr hattet einen Exfreund Silvio und wenn ich gesagt habe, mein Freund heißt Silvio, wurde ich regelmäßig gefragt, Italiener oder Ossi?

Speaker2

Ich habe ja mal irgendwann eine sehr lange Liste im Internet veröffentlicht über Jungs und Mädchennamen, die wir eher so doof finden. Das sind wir auch auf jeden Fall dabei.

Speaker1

Silvia?

Speaker2

Ich glaube, wir haben nicht so Sachen genommen, wo du sagst, ich finde Silvia ist wieder so ein alte Frauennamen für mich. Also ich kenne niemanden in unserer Generation, der Silvia heißt, im Gegensatz zu Silvana. Und die hatten wir, glaube ich, auf der Liste. Also, ne, wenn jetzt hier jemand zuhört und seinen Namen hier gerade hört, sorry, aber kann ich das auch nicht erinnern.

Speaker0

Warte, warte, warte. Schade, das hört man wahrscheinlich auch gar nicht.

Speaker2

Alex Stolt noch nicht, wo er das aufgezählt hat. Ja, genau.

Speaker0

Ich wollte die Wollnys abspielen, aber es war zu leise.

Speaker1

Jeremy Pascal, glaube ich,

Speaker0

Hat man noch gehört.

Speaker2

Aber bei Nicole bin ich wirklich überrascht. Ich kannte, glaube ich, noch nie in meinem Leben eine Nicole.

Speaker0

Und wisst ihr, was mir fehlt? Eine Stefanie, weil ich finde, Stefanie war in den 80ern ein toller Name.

Speaker1

Hatte ich beide in der Grundschule.

Speaker0

Jetzt mal, also in meinem Leben habe ich, glaube ich, am meisten Stefanies, Steffis kennengelernt.

Speaker2

Achso, die ich war gerade fehlend hier. Ich war gerade gesagt, wie bist du denn einer nicht?

Speaker0

Aber dann formuliert doch, weil mit deinem Blick kann man nicht viel anfangen.

Speaker2

Mir fehlt Stefanis. Das Einfachste wäre, mich zu fragen. Deswegen war ich so irritiert. Auf der Liste fehlt mir.

Speaker0

Stefanis.

Speaker1

Ich habe gedacht, Maria muss doch irgendwann vorkommen.

Speaker0

Wie wäre mein Name als Mädchen gewesen? Bärbel.

Speaker2

Bärbel. Das ist so dumm. Das ist so unglaublich dumm. Richtig.

Speaker0

Mh, Bärbel. Bärbel Maria. Vorne und zu. Ich war mit meinem, ich habe meinem Cousin jetzt mal einen Opernbesuch geschenkt, weil ich dachte, ich muss mal mit ihm was Kulturelles machen.

Speaker2

Weil ich den gar nicht leiden kann.

Speaker0

Ich mag Oper ja sehr gerne und dachte, ich tue ihm gefallen. Ich habe dann aber mich auch erinnert, dass Hänsel und Gretel einfach eine scheiß Opa ist, tut mir, also ich würde es ja gerne besser finden, aber ich habe einfach das falsche, was ich manchmal machen konnte. Und dann durfte er sich einen Kumpel mitnehmen und dann sind wir zusammen dahin.

Ich hatte schon erst das gute Gefühl, BVG ist ausgefallen, deswegen musste ich mir ein Leihauto nehmen, dann sind wir mit dem Leihauto gefahren und die beiden haben sich also auf dem Hinweg komplett einmal über Fußball nur unterhalten, dann dachte ich, ich habe eine gute Entscheidung heute getroffen. Ja, dann saßen wir in dieser Oper, Und dann waren die letzten zehn Minuten vor der Pause wirklich eine wunderschöne Tanzeinlage. Und ich dachte, oh, das wird den richtig überfallen.

Der erste Satz in der Pause war, oh, nee, nee, nee. Erstmal so. Und dann meinte mein Neffe erst mal so, oh, ich dachte, die hören ja nicht mehr auf zu tanzen. Und ich dachte, ach man, das war wirklich eine schöne Stelle. Das war schöner als die ganze.

Ich hätte eher gedacht, die haben vorher so lange Passagen, wo sich die Bühnenbilder nicht ändern, die ewige Arien singen und ich finde das ist das Doofe an Hänsel und Gretel, dass die so ewig nicht aufhören, ihre Dialoge zu singen und die Melodie gefühlt keine Variation hat, sondern das ist von der Musik her sehr gleich bis zur Pause. Meine Wahrnehmung. War sie schon immer. Hatte ich vergessen, falsche Entscheidung getroffen.

Jedenfalls habe ich mit den Jungs dann mir eine Brezel geholt und eine Limo geholt. Dann haben sie aber ganz nett zu mir gesagt, dass sie sich schon auf Teil 2 freuen.

Speaker2

Und haben die gefragt, wann denn eigentlich das Fußballspiel kommt.

Speaker0

Ja, der Kumpel von meinem Neffen fing immer schon an, der hatte sein Handy bei und hat den Kumpel gemacht, der machte zuzulassen. Und der fing dann dauernd in diesem dunklen Zuschauerraum an, das Handy anzumachen zu gucken, wie spät es jetzt gerade ist. Und das macht er aber so alle halbe Minute irgendwann.

Speaker2

Das ist einfach, weil es nicht vorbeigehen möchte.

Speaker0

Und dann meinte ich, man kann das Handy mal wegpacken.

Speaker2

Ach so, ja.

Speaker0

Und also quasi, als das Licht ausging zum zweiten Teil, meinte dann der Kumpel meines Neffen, jetzt wieder so lange sitzen naja gab es untertitel ja gab untertitel und dann sind wir dann am ende raus und die beiden waren ganz anständig und haben mir ein gutes gefühl geben wollen und sagen dass sie total super fahren aber das und das und das und das haus war wie nie so schön und und, Und dann meinte ich so, das können wir ja mal wieder machen.

Speaker2

Ja, gerne.

Speaker0

Naja, jetzt habe ich zwar die Strafe, nee, Strafe nicht, aber jetzt kommt aber eine relativ coole Oper. Wirklich tolles Bühnenbild mit Kindern, sehr viel lebendiger, nicht so lange Arjen. Musik von Kurt Weil, also auch nicht so klassisch, klassisch. Tom Sawyer. Und da habe ich meine Cousine jetzt eingeladen, da nehme ich meinen Bruder mit. Und dann habe ich zu ihm gesagt, gibt dem Ganzen eine zweite Chance. Das wird geiler. Versprochen. Verschwöre ich.

Speaker2

Die singen und tanzen ja auch. Wie sollte das besser sein?

Speaker0

Dann muss ich ja auch sitzen, ohne aufs Handy gucken zu können. Naja. Das war dann wohl die Erfahrung, dass der Onkel mal was machen wollte kulturell. Aber dann mach ich mal was Aufregenderes. Geh mal ins Museum mit denen oder so.

Speaker2

Das ist jetzt der Onkel, mit dem man immer so Sachen machen muss. Dass der mit dem auf den Rummel gehen könnte oder sowas.

Speaker0

Ich wollte mit denen Dinge tun, die die Eltern dann quasi nicht machen, wo ich eine Freude dran habe. Lasertag. Das war so die Idee.

Speaker2

Exit Room? Irgendwas, was spannend ist. Fußball? Fußball.

Speaker0

Entschuldige.

Speaker1

Spielerfrauen von Lena Prasch im Berliner Ensemble.

Speaker0

So nämlich. Hier denkt mal jemand mit.

Speaker2

Ja, hier. Die Berlin-Volleys in der Schmillinghalle.

Speaker0

Ich verstehe die Worte nicht, die du da formulierst.

Speaker2

Auch Handball gibt es da. Berlin ist eine Stadt. Okay.

Speaker0

Wer ist Max Schmähling?

Speaker2

Boxer. War.

Speaker0

Habt mir noch nicht erzählen lassen, das wusste ich noch nicht, dass, oder habt ihr den Podcast erzählt? Oh Gott, wenn ich jetzt schon den Podcast zitiere in meiner Freizeit.

Speaker2

Ich wusste einfach so, als wäre es nicht aus dem Podcast gewesen.

Speaker0

Wusstet ihr, dass Schafe auf die Max-Schmiedling-Halle zum Grasen gebracht werden? Oder ist das eine neue Information auch für euch?

Speaker2

Es kommt mir vor wie eine Information, die ich vielleicht mal gehabt haben könnte, aber so bewusst ist es mir gerade nicht.

Speaker0

Mir war nicht bewusst, dass die, also.

Speaker2

Die Grasen da rum, um die Stromdingis.

Speaker0

Genau, und die werden da aufs Dach gelassen, um da so ein bisschen rumzugrasen. Und das war am Anfang erst, also das ist gut für diesen Rasen und das ist gut für die Schafe irgendwie, aber ich wusste das einfach nicht, dass das einmal im Jahr gemacht wird. Und die werden dann da auch ein paar Tage alleine gelassen wohl.

Speaker2

Also wir hatten es nicht im Podcast. Aber das ist eine Information, die ich glaube ich auch schon mal gehabt habe, weil ich mich schon mal darüber nachgedacht habe, dass da die Schafe alleine rumstehen, ob man das nachts hören würde, wenn man da rumsteht. Ja, früher war man da öfter, da in dem Park einfach. Da hat man die Schafe auch gesehen wahrscheinlich. Ja, als man auch mehr sprühen war. An dieser Wand da.

Speaker0

Entschuldige bitte. Das ist eine Aufnahme, die wir ins Internet stellen.

Speaker2

Das ist doch legal, da zu sprühen. Die Wand da ist dafür da.

Speaker1

Also, als jemand, der ja auch nicht in Berlin aufgewachsen ist, ich war noch nie bei der Max-Schmeling-Halle und ich habe gerade gedacht, wie sieht die aus? Da sind die Schafe auf dem Dach.

Speaker0

Aber du warst ja schon beim Mauerpark.

Speaker2

Oder? Weißt du nicht, wie die Max-Schmeling-Halle aussieht?

Speaker1

Ach, die ist da so.

Speaker2

Also ich weiß, du bist nicht von hier und so, aber Max Schwer, die Halle, schwöre ich, dass du schon mal warst. Du bist ein bisschen davor, nicht drinnen, aber da hatten wir früher Sportunterricht drin. Da muss man ja den Namen der Halle auch nicht übernehmen.

Speaker1

Friedrich Ludwig Jahn, Sportplatz, ist das, was ich eher kenne, weil da die MC manchmal. Und da ist die Sprühwand quasi,

Speaker0

Genau.

Speaker2

Kantionstadion, wie wir es gerne kurz sagen, Kanti.

Speaker0

Ach Gott, das ist wie diese ganzen Die Berliner Lippenstift und Puderdose. Nee, macht kein Mensch.

Speaker2

Doch, Kanti haben wir dafür erinnert.

Speaker0

Nee, also ich nicht. Ich habe noch nie Kanti gesagt und ich bin Berliner.

Speaker2

Wo ist denn die da hingegangen? Wir sind da jedes Wochenende Samstags noch. Tillespargel. Ja. Hier, Stalins Badezimmer.

Speaker0

Oder wie die Berliner sie nennen, die Waschmaschine. Sagt kein Berliner. Nicht ein Berliner, sagt es. Jeder Touristenführer sagt es. Kein Berliner. Bitte zum Mitschreiben, ja einmal.

Speaker2

Heute auch ganz entsetzt, zwei Menschen, die ich für Berliner gehalten habe, heute sagten, hä, nee, Pfannkuchen ist das, was man in der Pfanne macht. Was? Und wo kommen die denn wirklich her? Also, die eine ist offensichtlich in Bonn geboren und mit eins nach Berlin gezogen, hat aber deswegen einen Teil, wahrscheinlich mal Westdeutschland in sich und hat diese verquirre Idee, dass im Pfannkuchen keine Marmelade sein kann.

und wer der andere weiß eh nicht, was Schiefel auf der Saison Berlin geboren, aber die ganzen Rest der Familie also die ganzen Geschwister und Familien kommen auch irgendwo eher so aus dem Westen aber ist da kein Grund, wenn die Berlin aufgewachsen ist kennt die Eierkuchen und Pfannkuchen was das zu bedeuten hat, die sagen auch Tram statt Straßenbahn, was?

Speaker0

Aber, das würde mich wirklich doll interessieren, sollten also jetzt nochmal wach werden hier an der Stelle für alle die schon halb weggenickt sind, sollten Linguisten zuhören, mich würde wirklich interessieren, die Jugend hat, keine Dialekte, Akzente, Dialekte mehr.

Also ich merke, dass diese ganze junge Generation nicht mehr Berlin hat, sondern dass es so ein Internet, Hochdeutsch Ding gibt, was ich immer wieder, also auch die Art der Betonung kommt ein bisschen aus dem Internet, so von Streamern und so weiter. Ich kriege das immer mehr mit. Mein Neffe nicht, meine Nichte nicht, obwohl alle um sie rum Berlinern, die beiden Berlinern nicht. Meine Cousins und Cousinen, die alle so in ihren 20ern sind, niemand von denen Berlinert.

Ich merke, dass Dialekte sich, also durch meine Annahme ist wirklich dadurch, dass wir so vernetzt sind, dass wir die Welt sehr viel wahrnehmen über Medien und nicht mehr so viel Dialekte hören und nicht mehr so umgeben sind. Du kriegst manchmal im Berufskontext noch mit, dass jüngere Leute noch Berlinern, aber das ist ganz, ganz selten. Ich würde interessieren, ob das erforscht wird.

Speaker2

Das Dialekte so ein bisschen, also du hast jetzt einen total krass harten Einschlag, dann ist halt natürlich vorbei, aber wenn es früher so, oh guck mal der schwebelt und der spricht bayerisch und der hat was Kölnisches, so was, gerade wenn man erwachsen wird oder vielleicht auch jetzt so, dass es halt so ein bisschen egal ist, da ist einer gegenüber und sagt oh krass, der hat aber einen Dialekt, da muss ich mich jetzt ein bisschen reinhören und

dann hörst du denen halt zu und dann geht das und musst halt aufpassen, dass du ihnen nicht nachmachst so, aber dass es noch geht aber stimmt, wenn die jungen Leute heutzutage, die haben halt so diesen Cap.

Speaker0

Na, diesen Streamers sprech, damit meine ich noch nicht mal, die sagen die Zismen, sondern auch die Art und Weise, wie sie rund bestimmte Sachen formulieren, wie sie ruhig Sachen formulieren.

Speaker2

Ich habe das Gefühl, wenn du in der Öffentlichkeit Jugendgruppen, ich habe das manchmal, wenn ich morgens den falschen Bus erwische, dass ich Schulkinder da drin habe, so im Alter zwischen wahrscheinlich 10 und 16, so alles dabei. Wenn die sich unterhalten, also abgesehen davon, dass man teilweise nicht mehr weiß, wovon sie reden, haben die alle so ein die so Säuse-Szene nicht auseinander kriegen.

Dann kommen dann noch die Wörter dazu, die es glaube ich so ein bisschen so assi klingen lassen für mich als so alt ist.

Speaker0

Gib mal eine Wiener.

Speaker2

Bro. Naja, Waller check ich nicht. Brutal.

Speaker0

Ne, Brudi, wat. Entschuldigung.

Speaker2

Also letztendlich geht es nicht um die Wörter, es geht halt schon um den Duktus, den die haben, der halt schon so ein bisschen so, als würde ich die verarschen wollen wäre. Okay. Nicht alle, aber viele halt. Und ich habe nicht das Gefühl, dass die ein ganz normales Hochdeutsch miteinander sprechen, wo aus Versehen mal ein berlinerisches Wort reinfällt. Das ist schon bei vielen so ein komischer Duktus mit drin.

Speaker1

Aber ich hätte jetzt auch die Vermutung, dass es bestimmt da Stadt-Land-Unterschiede gibt. Also in der Stadt ergibt es ja auch eher Sinn, weil die Eltern kommen vielleicht gar nicht unbedingt aus Berlin, die dann ihre Dialekte oder Arten, Deutsch zu sprechen mit. Dann noch auch vor allem die anderen, die auch mit denen in der Schule sind, haben dann auch vielleicht keinen schon oder so einen Mischmarsch aus verschiedenen.

Und dann wird es ja irgendwann wahrscheinlich auch ein bisschen weniger werden. Und ich glaube, auf dem Land ist halt dieses ganze, so verschiedene Dialekte durchmischen.

Speaker2

Ja, Brandenburger, Berlinern ja auch schon seit langer Zeit mehr als Berliner, glaube ich so.

Speaker0

Aber daran würde ich nur, Und deswegen interessiert es mich wirklich mal wissenschaftlich betrachtet, Gegenhalten, dass ich viele Leute kenne, die kaum das in Jahren Berlin sind, schon mit Berlinern oder ich ja auch gemerkt habe, dass ich in Hamburg irgendwann angefangen habe, so ein bisschen zumindest einen Sprachfluss zu bekommen. Und ich will jetzt nicht sagen, dass ich der große Hamburger, Hochdeutsche, Norddeutsche gesprochen habe.

Aber zumindest so, ich merke, wenn ich in Hamburg bin und jemand Moin zu mir sagt, dann passiert was mit meinem Stimmfluss.

Speaker2

Ich würde halt irritieren, warum ausgerechnet wir uns auf das Mittelhochdeutsch entschließen würden. Weil, wie sind denn die Streamer Boys und Girls, die jetzt sozusagen relevant sind, um die Sprache zu verbreiten, sozusagen, über ihre Generation von ihren Prägungen, sozusagen, dahin gekommen, sich für die Mitte zu einigen, was das Hochdeutsch ist. Warum ist es nicht Kölsch? Warum ist es nicht, also es wird wahrscheinlich nicht

Schwäbisch, aber weißt du, was das sehr extrem ist? Also ein Kölnischer Singen-Sang.

Speaker0

Na, ich würde annehmen, weil dieses Mittel, du hast es Mittelhochdeutsch jetzt genannt? Ich weiß nicht, Hochdeutsch. Oder Hochdeutsch. Na, ich glaube, weil das auch so ein bisschen, also die Streamer haben sich ja als eine Art von Fernseh-, also Moderationsmenschen im Internet empfunden. Und da ist ja Hochdeutsch quasi das, worauf man sich einigt, dass wenn man eine große Menge anspricht.

Speaker2

Überwinden die im Internet sozusagen ihren Dialekt absichtlich?

Speaker0

Ich glaube, ja. Ich glaube, die forcieren das. Ich mache das an dem Beispiel fest. Es gibt eine Streamerin, komme jetzt nicht auf den Namen, die kommt aus Erfurt und die versucht ganz mit der Brechstange Hochdeutsch zu sprechen. und man hört immer noch ihren Einschlag, der da manchmal noch mitgeht.

Speaker2

Ich habe auch mal eine gesehen, die dann Minecraft auf Sächsisch gestellt hat und das dann vorgelesen hat. Ich gehe kaputt, das ist auch still, speichern.

Speaker0

Und je öfter man die sieht, desto mehr habe ich den Eindruck, dass die sich entfernt von diesem eigenen.

Speaker2

Ich glaube, das ist aber eben viel, das jetzt irgendwie vernetzt zu sein, im Internet zu sein, mit anderen Leuten aus ganz Deutschland zu sprechen, dass man sich eben darauf einigt. Ich kann mich auch erinnern, dass irgendwie mal Jugendliche aus Sachsen irgendwie mitbekommen habe, die ihren Dialekt aktiv unterdrücken, damit sie, wenn sie in Deutschland unterwegs sind oder vielleicht streamen, damit sich keiner über sie lustig macht.

Aus Erfurt oder Sachsen kann ich das verstehen und ich glaube, beim Bayern ist es wahrscheinlich nicht anders an Schwaben. Wenn du da in dem Dialekt drin bist, ist es halt auch so schwer zu verstehen, weil es ja schon verhältnismäßig weit weg ist. Meine Berlinerisch, das ist ja ein bisschen kantige und weichere Version von

einem Hochdeutschen. ich glaube, das ist jetzt eher, klingt halt lustig, aber wenn du so richtig so bayerisch und schwäbisch hast, wo du wirklich dastehst und dich konzentrieren musst, um zu verstehen, was die da babbeln.

Speaker0

Na, da finde ich es aber noch, da kriegst es noch am dollsten mit, dass die Bayern, wenn sie mich grüßen oder so, dass sie dann noch viel Servus sagen, dass sie schon eigene Mundarten noch mitbringen. Da ist es noch am dollsten verbreitet.

Speaker2

Die haben auch mehr eigene Wörter.

Speaker0

Ja, so einen eigenen, da weiß ich wieder nicht, wo Dialekt anfängt und Akzent aufhört, aber da gibt es so eigene, ja.

Speaker2

Ich merke, dass wir arbeiten für ein paar Schweizer und manchmal fällst du so CC in eine Mail rein, wo Schweizer sich unterhalten. Und wenn die sich nicht beobachtet fühlen, schreiben die halt Schweizerdeutsch. Und das macht gar keinen Sinn mehr, teilweise. Wie kann man lauter zwei buchstabige Wörter hintereinander haben, die irgendwie Sinn ergeben.

Speaker0

Da würde ich mich am Anfang mal bei den Finnen informieren.

Speaker2

Die haben ja ganz viele doppelte Buchstaben hintereinander.

Speaker1

Ja, ich finde das nur so ganz interessant, zum Beispiel jetzt, weil ich ja gar nicht aus Berlin komme, sondern aus Düsseldorf Und da bei meinem Vater zum Beispiel, die Großeltern kommen auch aus der Gegend und so weiter und das ist halt super krass verwurzelt und mein Vater spricht auch mehr so einen rheinischen Dialekt und dann zum Beispiel bei meiner Mutter, obwohl sie auch in Düsseldorf aufgewachsen ist und geboren und alles. Aber ihre Eltern kommen eben aus dem Osten.

Und deswegen hat sie halt das gar nicht. Und wir hatten mal, es gab letztens irgendwie so einen Test online, da muss ich mal sagen, wie sagt man zu Hausschuhen zum Beispiel? Sagt man Pantoffeln oder sowas? Und dass dann meine Mutter und mein Vater auch ganz unterschiedliche Wörter da gesagt haben. Also deswegen nur noch mal, hatte ich gerade vorhin auch diesen Gedanken, dass so auch, glaube ich, einfach, wenn die Eltern halt auch woanders herkommen

und so weiter. In Berlin ist ja da so ein Schmelz.

Speaker2

Schmelz-Titel, danke. Danke, ja.

Speaker0

Aber das ist auch, das kenne ich noch mit Apfelgriebsch und Kanten vom Brot, das ist da bestimmte...

Speaker2

Die Uhrzeit mit diesen Dreiviertel, wo alle so tun, die Ossis sind doof und da spricht halbe Süden, kann das auch mit den Dreivierteln und Vierteln.

Speaker0

Was?

Speaker2

Alle so tun, die Ossis sind doof. Ich hatte das neulich mit einer Kollegin, die es einfach, also die versteht das halt nicht. Ich wollte nur sagen, man ist ja offensichtlich doof, wenn man es nicht versteht. Ja, natürlich. Ja, ich hatte es wirklich mit einer Kollegin, die es halt partout nicht verstehen wollte, das ist ja eigentlich bloß, sie sagt ja so, aber es ist doch halb sechs, dann heißt es doch, das ist so halb sechs.

Du denkst, die Fallschicht, eigentlich bedeutet das, die Hälfte der sechsten Stunde ist halt rum. Das bedeutet das, dadurch, dass du es in deinem Kopf einfach nur andersrum denkst, was total valide ist, so möchte dein Kopf den Rest nicht verstehen, sozusagen, weil Viertel der sechsten Stunde, drei, vier, egal. Aber den Schmelz hier ist auch ganz schön, weil meine Eltern sind ja auch nicht

keine Berliner. Ja, mein Vater ist in thürichisch, Sachsen-Anhaltinischen irgendwo da geboren, die nächste Stadt 50, 20 Kilometer weit weg und ist auch nur Naumburg. Und meine Mutter ist in Rostock geboren und sie ist noch ein bisschen rumgekommen. Also die haben eigentlich so einen nordischen Schnack und sowas Thieringisches. Gute Mischung. Gute Mischung eigentlich. Und dann kommt in der Mitte meine Schwester mit Berlinerisch um die Ecke irgendwie.

Und das ist halt wahrscheinlich so, vielleicht ist unser Berlinerisch plus so antrainiert, wie für dich das Hanseatische schnackt, was du halt bekommst, so als Sing-Sang sozusagen. Wenn du länger dagebiesen wirst, wird es irgendwann wahrscheinlich auch dein Dialekt werden. Und so ist für mich das Berlinerische, weil ich habe auch das Gefühl, Wenn sie mal so früher so eine richtige West-Berliner Oma hast, Berlinern hören, da war es schon schwierig mit verstehen.

Aber ist bei meinen Eltern ja auch so. Meine Mutter kommt aus Thüringen. Solange ich lebe, hat die nicht thüringerisch gesprochen. Nein, mein Vater auch nicht. Ich kann mir den Vater gar nicht vorstellen, dass der einen Dialekt hat.

Speaker0

Ich habe eine Freundin, die wohnt in Hamburg, schon seit über 20 Jahren. Kommt aber aus dem, wenn ich jetzt wieder sage, aus Schwaben, dann wird gehauen. Aber vielleicht kommt sie auch aus Baden. Oder sie kommt aus dem bayerischen Teil, wo man noch schwäbelt.

Speaker2

Schwäbelt sie?

Speaker0

Sie schwäbelt? das hört man auch hier und da noch raus stark. Dann hat sie diesen Sing-Sang, diesen Hamburger Sing-Sang drüber und dann ist ihr Ex-Mann Berliner gewesen. Und wenn ich mich dann mit ihr unterhalte, wird das getriggert in ihr und da entsteht wirklich eine Gninde und eine Zupé.

Speaker2

Die ist wirklich fantastisch. Wo eine Zeiteinheit ist.

Speaker0

Eine Portage ist es, also wirklich.

Speaker2

Das ist, wo brutal wird.

Speaker0

Ja.

Speaker2

Könntest du Reines sprechen?

Speaker1

Nee, das ist meine weitere These. Ich glaube, es gibt auch Leute, die einfach Dialekt talentlos sind. Das bin ich auf jeden Fall.

Speaker2

Steffi auch. Die erkennt auch keinen Dialekt. Die kann einer Schwäbisch sagen. Der spricht so doll Schwäbisch, das ist nicht zu verwechseln mit allen anderen auf der Welt. Ja, der spricht einen Dialekt. Aber was es sein soll, weiß ich auch nicht. Kommen Sie von Süden? Füße.

Speaker1

Aber es gibt halt so ein paar Wörter auf jeden Fall, mit denen ich aufgewachsen bin, dass zum Beispiel mein Vater immer gesagt hat, wo sind denn die Penze oder ruf mal die Penze. Und Penze heißt halt Kinder. Also das war so ein Wort, mit dem ich halt dann so aufgewachsen bin und wusste, was es bedeutet, aber gar nicht so drüber nachgedacht habe, dass man das ja gar nicht so unbedingt sagt.

Speaker2

Mir fällt auch ganz krass auf, ich versuchte gerade meine Großeltern zu denken, was die so gesagt haben, weil die hatten ja diesen thürichischen Einschlag. Ich habe die Stimmen meiner Großeltern nicht mehr im Kopf.

Speaker0

Ich ja.

Speaker2

Also ich kann doch den, mein Obertag hat gesagt, dann gehen wir nochmal null, dann geht's los. Ich weiß nicht mehr, das ist hinten raus nicht mehr so, aber das habe ich nicht. Nur. Aber ich weiß nicht mehr Stimme im Kopf. Also die Großeltern sind in meinem Kopf jetzt weg mittlerweile. Das ist ein bisschen traurig gerade, merke ich.

Speaker0

Das übergehe ich ganz schnell emotional. Ich hatte es in Hamburg damals, ich meine, es ist ja auch schon fast 20 Jahre her, dass ich da hingezogen bin. Plünnen war eine Sache, die muss ich erst kennenlernen, was Klamotten heißt. und damals war für mich Butter bei die Fische neu, das muss ich auch erst einsortieren lernen.

Speaker2

Das kenne ich von meiner Mutter, aber die hat halt auch einen nordischen Einschlag. Ja und die war mir komplett neu. Klüsen ist zum Beispiel auch ein Begriff, der bei uns in der Familie total normal ist.

Speaker0

Nochmal? Klüsen.

Speaker2

Die Klüsen sind... Sieben haben, aber schöne Klüsen. Das sind aber schöne Klüsen. Darf ich die mir mal näher? Das sind aber große Klüsen. Bei Eberhard Katerfels sind die sehr weit auseinander. Also... Was sind Klüsen? Ich wollte es nicht sagen. Ich habe gehofft, dass es funktioniert. Ja, aber das war halt bei uns ein halber Begriff. Und wenn ich dann Klösen sagte, was redest du denn? Das kenne ich doch von zu Hause. Wie kannst du das denn nicht kennen?

Wie kommst du aus derselben Stadt wie ich? Ja, weil halt ein anderer einschlagt.

Speaker0

Klönen. Klösen.

Speaker2

Klönen ist, was war denn Klönen?

Speaker0

Zusammensitzen und nett plaudern. Für mich ist Klönen so ein bisschen zusammen tratschen. Wahrscheinlich ist es anders, aber für mich ist es so übersetzt und nett zusammensitzen.

Speaker2

Wie heißt das Rheinische, wenn man nicht, also ich dachte gerade daran bei Klönen, das muss so ähnlich klingen, wenn man hier so Kaffee trinkt? Naja, eher so tuscheln, Dinge abspricht heimlich, dieses typisch kölnerische, naja, kennst du der eine, kennt den anderen, da werden wir das schon heimlich gedreht bekommen. Weiß ich nicht.

Speaker0

Deichsing?

Speaker1

Drauf.

Speaker2

Schon eher so, naja, so richtig illegal ist es vielleicht, das ist schon illegal. Wir werden das hier schon unter der Hand irgendwie machen. Klüngeln?

Speaker1

Ja, das...

Speaker0

Klüngeln gibt es. Ich habe vorhin gerade einen Beitrag gesehen über englische Wörter und wie sie entstanden sind aus literarischen Werken. Das fand ich ganz spannend. Dass Shakespeare da auch jemand war, der ins viele Wortkreationen geschaffen hat. Bin nicht drauf gekommen, weil von ihm kommt unter anderem Melting Pot. und dass aus Dr. Seuss das Wort Nerd kam aus einem Buch und da seitdem gibt es erst den Begriff Nerd.

Speaker2

Melting Pot stelle ich mir gerade so schwierig vor, ich dachte, das wäre einfach irgendwas, was Schmiede vielleicht schon lange verwendet haben. Das irritiert mich gerade. Oder meinst du die Weiterverwendung von Melting, also die Schaffung der Assoziation?

Speaker0

Also laut diesem Beitrag, ich zitiere nur diesen Beitrag, geht es darum, dass Shakespeare versucht hat, verschiedene Wörter neu zu gestalten. Einerseits hat er Substantive zusammengesetzt und andererseits hat er so Sachen erfunden wie das he elbowed. Also aus einem Nomen ein Verb zu machen. To elbow, ja. Also quasi so eine Schöpfung sind dann sehr viel bei ihm entstanden.

Speaker2

Also sozusagen in dem Fall vielleicht die Assoziation von dem Melting Pot, den es vielleicht beim Spiel gab, das kann man aber auch geistig für Dinge nehmen, wo andere Sachen reizt werden.

Speaker0

Genau. Und dann gab es, das fand ich auch ganz spannend, aber es hängt nur noch so los als Information an einem Zipfel in meinem Hirn, das Wort, Es war so, dass es so Auftragsritter gab und die sind mit ihrer Lanze durchs Land und haben wie Söldner für Geld dann quasi Dinge verrichtet. Das waren sogenannte Freelancer, weil die mit ihren Lanzen quasi diese Aufträge ausgefüllt haben. Und daher kommt der Begriff Freelancer. Und der entstand wohl auch in irgendeinem Roman.

Oder weiß ich, da müsste ich jetzt mal gucken, da würde ich mich nochmal zurücknehmen.

Speaker2

Vielleicht hast du auch nur als Erster aufgeschrieben.

Speaker0

Ja. Jedenfalls verlinke ich das gerne. Ich schicke dir das gerne. Sollen wir doch zu einem schönen, runden Schluss hierher kommen?

Speaker2

Nach einem Potpourri an Tee.

Speaker0

Ein Potpourri an Melting Pots. Na gut, ihr Lieben, denn sag ich schon mal Tatarchen.

Speaker2

Ja, tschüss, ne? Oh, Rovachchen.

Speaker1

Tschüss.

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