Perspektivwechsel - Ostdeutschland vor den Wahlen
Rechtsruck in Ostdeutschland: Warum sind rechte Themen hier so anschlussfähig? Woher kommt die Wut? Ein Gespräch über den Osten und den Westen mit der Autorin Ines Geipel und dem Autor Ingo Schulze.

Rechtsruck in Ostdeutschland: Warum sind rechte Themen hier so anschlussfähig? Woher kommt die Wut? Ein Gespräch über den Osten und den Westen mit der Autorin Ines Geipel und dem Autor Ingo Schulze.
Und wohin fährst du? Kaum eine Frage wird einem dieser Tage so oft gestellt. Der Urlaub gehört eben dazu zum Sommer. Er ist eine gesellschaftliche Norm - kaum möglich, sich ihr zu entziehen. Und das obwohl das viele Reisen längst ein Problem ist. Massentourismus und Umweltverschmutzung haben den Touristen verdächtig gemacht. In Spanien wird deswegen sogar demonstriert. Hatte Hans Magnus Enzensberger also recht, der schon vor über sechzig Jahren schrieb: "Der Tourist zerstört, was er sucht, indem...
Christoph Leibold diskutiert mit Autor Martin Krauss ("Dabei sein wäre alles"), Schiedsrichter Assad Nouhoum und Theatermacher Nuran David Calis über die Frage, wie integrativ Fußball wirklich ist. Rund ein Drittel der Spieler im aktuellen deutschen Aufgebot haben das, was man einen Migrationshintergrund nennt. Gleichzeitig war Fußball lange ein Exklusions-Spiel und manch Akteur spricht noch heute von gläsernen Decken. In der Rubrik "Sozusagen" geht's um Fußball-Interviews: Warum laufen die so o...
Sollen der Kolonialismus, die Einwanderungskultur und die Demokratiegeschichte staatlich verantwortete Erinnerungsthemen sein? Wenn es nach Kulturstaatsministerin Claudia Roth geht, ja. Wenn es nach den Gedenkstätten an die NS-Verbrechen und an das SED-Unrecht geht, nicht. Zwei Historiker werfen ihre Perspektiven auf die Debatte: Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, und Jürgen Zimmerer, Afrikawissenschaftler und Professor für Globalgeschichte
Die Perspektive umdrehen - kann eine Gesellschaft gerade von denen etwas lernen, die sie benachteiligt? Ja, sagt der Philosoph Daniel Loick. Schriftstellerin Mithu Sanyal erklärt, was man vom Rand aus besser sieht als vom Zentrum
Die europäische Einigung hat so viele Vorteile gebracht. Trotzdem sehen viele nur ihre Nachteile. Vor den Wahlen am 9. Juni deshalb visionäre Ausblicke auf ein historisches Projekt, das eine große Zukunft verdient hat.
Klimaschutz, Abtreibungen, geschlechtliche Selbstbestimmung - wie zentral der rechtliche Rahmen für unser aller Zusammenleben ist, das wird dieser Tage wieder mal sehr deutlich. Die Juristin Nora Markard erklärt, warum Recht und Gesetz gerade für Minderheiten ein wichtiges Emanzipationsinstrument sind. Der Soziologe Frank Adloff fordert dagegen Grundrechte für die Natur.
Polaroid-Ästhetik bei Instagram, Vintage im Möbelhaus, Stefan Raab vielleicht tatsächlich bald wieder im Fernsehen: Leben wir in Zeiten, die versessen sind auf kulturelle Vergangenheit? Und was könnte das politisch bedeuten? Der Historiker Valentin Groebner befragt in seinem neuen Buch das "Gefühlskino" der Nostalgie und begibt sich auf Spurensuche in der eigenen Vergangenheit in der autonomen Szene der 80er-Jahre. Die Soziologin Katharina Scherke erforscht die gesellschaftliche Rolle von Emotio...
Aggressiver und religiöser denn je: Donald Trumps Rhetorik im Wahlkampf. Von Tobias Stosiek / Gespräch mit der Buch-Autorin ("Die Brandstifter") und Journalistin Annika Brockschmidt, die sich intensiv u.a. mit der aktuellen US-Amerikanischen Politik beschäfigt / Gefärdet das Trump-Comeback die US-Demokratie? Der Politikwissenschaftler Christian Lammert, Spezialist für die amerikanische Innenpolitik, im Gespräch.
Deutschland müsse "kriegstüchtig" werden, sagt der Verteidigungsminister. Kehrt gerade eine Rhetorik und ein Weltbild zurück, die wir längst hinter uns geglaubt hatten? Verlieren wir damit nicht die Perspektive auf eine friedliche Welt?
Was ist dran am Trend der Liebesromane (oder englisch Romance), der gerade weltweit Rekordumsätze verzeichnet? Geschichten, in denen es um Bauchkribbeln, intensive Blickwechsel und zufällige Berührungen geht, werden begeistert bei TikTok in die Kamera gehalten und ziehen scharenweise junge Leserinnen in die Buchhandlungen. Denn ja, es sind vor allem Frauen, die Liebesromane kaufen und lesen.
Wie nach der Vertreibung wieder Fuß fassen im Nachkriegsdeutschland? Und ist das überhaupt eine Option? Hannah Arendt hatte schon in den 30er Jahren in Zeitungen publiziert. Eine erste Arbeit für das Radio setzten die Nationalsozialisten ab. Und nach 45? Einen großen Anteil, die in New York lebende Emigrantin wieder in Deutschland bekannt zu machen, hatten die Rundfunkanstalten, darunter auch das Nachtstudio im Bayerischen Rundfunk. Hinweis: In diesem Podcast wurde eine KI eingesetzt, die einige...
Hannah Arendt ist bis heute eine vieldiskutierte Philosophin. Im Gespräch mit dem Staatsrechtler Carlo Schmid erklärt sie, warum eine Revolution siegt.
Wie konnte es zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommen? Indem Putin seinen Gegner dämonisiert - durch Sprache, durch Fakes, durch eine Herabsetzung des Gegners.
Sich an fremden, unterdrückten Kulturen bedienen? Geht gar nicht! Aber gibt es wirklich eine Kultur, die "rein" ist, also ohne Einflüsse anderer Kulturen auskommt? Der Popjournalist und Buchautor Jens Balzer zeigt am Beispiel der Musik, dass kulturelle Aneignung nicht automatisch Diebstahl oder rassistische Verunglimpfung darstellt. Seine Kronzeugen: HipHop, Drag Queens und - Winnetou!
Nichts ist ekliger als künstlich verlängerte Fingernägel. Sagt unser Host Max. Das ist Quatsch sagt Lili und schickt ihn auf eine Reise in die Welt der Nägel. In dieser Episode von "Alles daran ist schön" treffen Nagelkünstler*innen Soziologen, und Max bekommt von Schriftstellerin Jovana Reisinger in Sachen Tussi Core die Leviten gelesen. Dabei muss er am eigenen Leib erfahren, was lange Nägel mit einem Menschen und seiner Umwelt machen - ästhetisch, hygienisch, erotisch, sozial und vor allem fi...
Sie hadern mit der Bierbecher-Romantik Ihrer Fußballfreunde? Dann geht es Ihnen wie Friedrich Müller! Kulturkritiker-Kollege Tobias Stosiek findet diese Haltung nicht cool und schickt Friedrich mitten ins Herz der Finsternis des von ihm verhassten Giesinger Malocher- und Traditionsclubs 1860 München. Gelingt es Tobi, aus Friedrich einen Blauen zu machen?
Ein Selbstversuch: Wie kann ein Mann eine moderne Form der Männlichkeit entwickeln? Dabei helfen ein spezielles Beckenbodentraining und Tipps zum Vorurteils-Update, geprüft von langjährigen Feministinnen. Nichts für Hoden-Warmduscher!
Nächte können wunderbar sein. Wenn der Mond scheint, wenn man feiert. Aber Nächte können auch die Hölle sein, wenn man schlaflos wach liegt. Caro Matzko feiert den Schlaf und spricht mit Schlaflosen und Schlafwandlern. Und gibt ihren Lieblings-In-den-Schlafleser preis...
Die Zahl der Milliardäre wächst, vor allem aber das Vermögen dieser Milliardäre. Doch wie verträgt sich dieser Reichtum mit dem Gleichheitsversprechen der Demokratie? Wir wollen diskutieren über die Chancen und Grenzen des Reichtums. Mit dem Ökonomen Marcel Fratzscher und dem Philosophie-Professor Christian Neuhäuser.
Zwei Frauen, ein Mann. Und ein Gespräch darüber, was wirklich auf Tinder zählt. Nicht ein Six-Pack. Nichts, was noch darunter liegt. Sondern: das Einkommen.
Nach der Anfangseuphorie begannen die bleiernen Jahre in Deutschland. Das machte sich auch in der Radiolandschaft und im BR bemerkbar. Der erste Leiter des Nachtstudios, Gerhard Szczesny, ging im Streit, nachdem eine Sendung mit dem Philosophen und bekennenden Kommunisten Leszek Kolakowski abgesetzt wurde.
Nach 1945 waren nicht nur die Städte zerstört, sondern auch die Kultur durch den Nationalsozialismus beschädigt. Zu den großen Wiederaufbauleistungen gehören die Kulturprogramme der öffentlich-rechtlichen Sender, darunter der BR und sein 1948 gegründetes Nachtstudio. Das zeichnete sich durch Entdeckerfreude und auch Streitlust aus.
Vater und Verantwortung beginnen nicht zufällig mit demselben Buchstaben, sagt der Autor und Arzt Jakob Hein. Väter sind die erste männliche Bezugsperson. Etwas, was wir manchmal erst nach ihrem Tod so richtig mitbekommen. Obwohl er schon 10 Jahre tot ist, vermisst Robert Palfrader seinen Papa immer noch - und würde für fünf Minuten mit ihm einen ganzen Tag mit David Bowie drangeben.
Brauchen wir im 3. Jahrtausend wirklich noch Bibliotheken? Ist die Institution nicht veraltet im Vergleich zum tragbaren Wissensspeicher Handy? Aber warum entstehen dann überall neue Büchereien?
Ist ein Schulabschluss möglich ohne Faust-Lektüre? Und warum gerade dieser Text um einen alten Kerl, der eine 14-Jährige verführt? Wieso nicht "Malina" von Ingeborg Bachmann? Oder auch einen Text einer POC? Oder überfrachteten solche Ansprüche die Literatur?
Drogen sind nicht nur auf dem Oktoberfest ein normaler Bestandteil unseren Alltags. Ihr Versprechen: kurze Glücksmomente, Aber nicht einmal eine anständig durchgeschlafene Nacht verschaffen sie uns. Auch sonst haben Drogen eine magere Erfolgsbilanz, erzählen Caro Matzko Leute, die sich ihnen nicht nur theoretisch gewidmet haben.
Günter Eich war ein berühmter Hörspielautor in den 50er Jahren. Obwohl er zeitweise sehr gut verdiente, zog er es vor, abseits der großen Zentren zu wohnen. Nur scheinbar entzog er sich dem Weltgeschehen. Er war ein Liebhaber der Natur, der darüber den Holocaust nicht vergessen konnte.
Queere Einflüsse auf die Popgeschichte sind alt und vielfältig, aber kaum jemand kennt sie. Der Buchautor Jens Balzer hat mit der queeren Ikone Anohni gesprochen, die sich intensiv mit dieser Geschichte beschäftigt hat.
Aller Anfang ist Kopie. Hätten Mönche im Mittelalter keine Handschriften kopiert, wüssten wir nichts von der Antike. Auch wir kopieren ständig kulturelle Formen, ob Reden oder Gedichte. Warum also der schlechte Ruf des Kopierens?