Kultursensible Geriatrie - mit Dr. med. Volkan Aykaç - podcast episode cover

Kultursensible Geriatrie - mit Dr. med. Volkan Aykaç

Apr 23, 20261 hr 1 minEp. 824
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Episode description

Deutsche Gesellschaft für Geriartrie meets Klinisch Relevant

Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant?! Schau Dich gerne mal bei uns um! Bei uns gibt es sogar medizinische Hörbücher!!

Summary

In dieser Folge geht es um kultursensible Geriatrie, ein Thema, das angesichts der zunehmenden Migration und dem demografischen Wandel immer wichtiger wird. Dr. Volkan Aycaç erklärt, warum individuelle, kultursensible Medizin essenziell ist, welche Herausforderungen bestehen und wie Kliniken und Pflegeeinrichtungen besser auf die Bedürfnisse multikultureller älterer Patienten eingehen können.

Keywords

kultursensible Geriatrie, Migration, Demografie, interkulturelle Medizin, Sprachbarrieren, Pflege, Patientenbindung, kulturelle Kompetenz

Key topics

  • Bedeutung der kultursensiblen Geriatrie in einer multikulturellen Gesellschaft

  • Herausforderungen bei Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden

  • Praktische Ansätze für kultursensible Kommunikation und Versorgung

  • Rolle der Angehörigen und kulturelle Rituale in der Pflege

  • Notwendigkeit von Fortbildungen und Checklisten für das Personal

    Sound bites

"Individualisierte Medizin ist das Wichtigste" "Kommunikation mit Dolmetschern muss empathisch sein" "Vorurteile sind natürlich, aber kontrollierbar"

Chapters

00:00 Einführung in die kultursensible Geriatrie 02:51 Individualisierte Medizin in der Geriatrie 05:52 Die Bedeutung von Sprachkompetenz 12:46 Kulturelle Aspekte der Patientenversorgung 16:50 Prävention und Aufklärung in migrantischen Gemeinschaften 23:17 Diskriminierung im Gesundheitswesen 24:15 Kultursensibilität in der Gesundheitsversorgung 25:04 Rolle der Angehörigen in der Therapie 27:15 Effektive Kommunikation im Gesundheitswesen 29:08 Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation 31:33 Einsatz von Dolmetschern und digitalen Tools 33:00 Checklisten für kultursensible Versorgung 39:28 Fortbildung und Unterstützung für Fachkräfte 43:16 Fortbildung und interkulturelle Kommunikation 46:08 Vorurteile und politische Korrektheit 49:15 Kulturelle Sensibilität in der Geriatrie 55:15 Patienteninteraktion und kulturelle Identität

Resources

Charité Fortbildung: Interkulturelles Arbeiten in der Medizin - https://www.charite.de/fortbildung/interkulturell Deutsche Gesellschaft für Geriatrie - https://www.dggeriatrie.de Kultursensible Medizin: Grundlagen und Praxis (Buch) - https://www.amazon.de/dp/123456789

Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Transcript

Herzlich willkommen bei Klinisch Relevant, deinem Wissenspartner für das Gesundheitswesen. Drei Mal pro Woche nämlich Dienstags, Donnerstags und Samstag versorgen wir dich mit unseren Podcasts und bringen dir Fachwissen in deine klinische Praxis. Weitere Informationen und Angebote findest du auf unserer Webseite www.klinisch-relevant.de. Heute hast einen weiteren Beitrag aus unserer Podcastreihe mit der deutschen Gesellschaft von Gary Axby.

Wir sprechen mit Dr. Vulkan Eikarts über das Thema Kultursensible Geriatrie. Viel Spaß beim Zuhören! Herzlich willkommen bei klinisch relevant, ich freue mich sehr dass du eingeschaltet hast wieder zu einem Podcastbeitrag auf unserem Kanal heute wieder mit einem Internet-Symbol Thema. mein Name ist Markus Wübbeler.

Ich bin ein Haustor für die Folge in der es um kultursensible Geriatri gehen wird und auch dafür habe ich mir natürlich einen Gast eingeladen der sich gleich vorstellen wird und wir wollen das Thema von quasi allen Seiten einmal bisschen beleuchten. Und ja, dann legen wir doch einfach los. Volkan erklär doch mal warum reden wir heute mit dir über das Thema kultursensible Geriatrie? Was machst du so wenn du nicht gerade am Podcast bist?

vor fünfzig Jahren oder vielleicht schon vor sechzig Jahren kamen die ersten Gastarbeiter nach Deutschland und diese sind jetzt alle alt. ich selbst bin ein Ecke Kind eines Gastarbeiters. Ich bin natürlich sehr interessiert an der Versorgung von Türkei-Stämmigen, geriatrischen Patienten.

Weil diese Gastarbeiter sind jetzt eben auch alle alt und deshalb freue ich mich besonders hier dabei zu sein dass auch dieses Thema in diesem wirklich tollen und wertvollen Podcast auch besprochen wird und ich das auch besprechen darf. als erst mal Danke dafür. Ich bin Oberarzt und Evangelischen Geriatriezentrum in Berlin, auch Lehrkoordinator für die Geriatie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Ich bin auch Paläatisch-Mediziner von Haus aus Internist.

Und ich bin so im interkulturellen Bereich unter anderem unterwegs. Schön, wir freuen uns dass du mit uns über dieses Thema redest. Im Vorfeld fand ich das ganz interessant. Wir haben ja so ein bisschen nach vorwissen da geschaut auf dem gebiet und Da gibt es noch gar nicht so viel mit der kultursensiblen Geriatrie oder?

Nein tatsächlich ist es so dass wir da nicht soviel vorliegen haben wo man sagen wir als arbeiten könnte auch evidence-based, aber ich sage so ein bisschen eminence based schadet auch nicht und daher muss man über dieses Thema reden.

Gerade weil wir natürlich auch zum Beispiel durch viel Immigration von älteren Menschen auch anderer Kultur und andere Länder eben auch in einer großen Herausforderung gegenüberstehen und auch Generationskonflikte zwischen alten Menschen und jenen Angehörigen auch erleben auch religiöse Aspekte, die da noch eine Rolle spielen. Deshalb muss man sich mit dem Thema beschäftigen, wenn man vernünftig in diesem Fall geriatrische Medizin machen will? Ja sehr schön!

Dann nehmen wir uns mal ein bisschen mit. Kannst du uns erklären, wenn es um kultursensible Geriatrie geht was würdest du... wie würdest Du diesen Bereich abstecken, wie würdest Du ihn skizzieren? Ich denke das erste, was man eigentlich sagen muss, wenn Man sich mit den Themen schon gut auseinandergesetzt hat Stellt man eigentlich fest, dass kultursensible Medizin nur ein Begriff ist der sich auf bestimmte Bevölkerungskurven richtet.

Eigentlich sage ich immer das Entscheide ist die individualisierte Medizin ist eigentlich das was wir führen müssen Das bedeutet muss jeden Patienten in seiner Aura sehen Dementsprechend auch behandeln. Denn wenn wir von kultursensibler Medizin reden, denken wir mal gleich immer daran... der Türke ist Türke! Der Libanese ist Libanese, der Muslimen ist Muslim. aber das ist halt eben nicht so und das führt auch zu vielen Fehlern in zum Beispiel auch die Bettenbelegung.

da packt man dann z.B. zwei türkalständige Patienten in ein Zimmer und denkt sich naja ihr könnt es ja unterhalten, dann ist den ich langweilig. dabei stellt man fest dass es zum beispiel keine Ahnung Ich sag jetzt mal einen absoluter, nicht religiöser vielleicht sogar anti-religiöser. Ich sage jetzt mal Türke ist und der andere ein sehr religiöser Türke isst und schon ist im Prinzip, sag ich mal, ein Konflikt vorbeschrieben.

Also manchmal ist es gar nicht so gut dass man Leute zusammenschiebt die möglicherweise die gleiche Sprache sprechen oder die gleichere Herkunft haben weil sie nämlich in ihrem Gedankengut total unterschiedlich sind. Und ich glaube das ist etwas eine Message. Ganz wichtig ist, also man kann nicht einfach Leute aufgrund ihrer Herkunft zusammentun. Sondern sollte immer gucken passt das möglicherweise oder passt es nicht?

Jetzt ist ja unser Gesundheitssystem unter Druck geraten und ist auch schon länger so. Man diskutiert viel darüber wo können wir Ressourcen verteilen, wo müssen Schwerpunkte gesetzt werden? Meine Vermutung ist, dass wir uns vielleicht sogar auch organischen Fragen primär irgendwie zuwenden sollen und das dieses sozialmedizinische. Vielleicht könnte man sagen so ein bisschen auch schwieriger umzusetzen wird weil es ja auch dann schon etwas aufwendiger ist umzusetzt.

Man muss mehr reden, man muss mehr mit dem Patienten. Muss man erklären Dinge erklären? Und auch das ist im klinischen Alltag auch angesichts der Fallzahlen die da manchmal so durchgezogen werden nicht ganz einfach. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das sich in einem Spannungsfeld bewegt.

Also die kultursensible Geriatrie zu der Frage Shared Decision Making Patienten Compliance gerade bei chronischen Erkrankungen muss der Patient ja mitarbeiten sonst ist er einfach nur ein paar Monaten wieder da und das Problem hat sich weiterhin irgendwie nicht verändert. würdest du sagen In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns da. Ist das irgendwie so eine Art nice-to-have, kultursensible Geriatrie. oder würdest du sagen?

Nee, das ist schon klinisch super wichtig, dass wir diese Dinge berücksichtigen.". Also es ist tatsächlich zwar ein nice to have aber es ist eigentlich auch ein must to have weil wenn wir einen Anspruch haben Menschen vernünftig zu behandeln dann müssen wir auch dementsprechend auch gewisse Strukturen vorweisen können und Sprache ist halt ein ganz, ganz wichtiger Aspekt.

Gerade in der Geriatrie finde ich ja auch über die Sprache heraus, ob jemand kommunitiv defizitär ist und bei mich versteht, ob diese Person vielleicht dysatisch ist, ob sie phasisch ist. Und das kann ich im Prinzip nur richtig herausfinden wenn nicht der sprachmächtig bin wie die andere Person oder wie der Patient spricht. Das ist natürlich eine große Herausforderung.

also gerade so logopädische Therapie ist bei einer ausgeprägten Sprachbarhier ganz schwierig und führt auch dazu, dass die Lebensqualität, die ja durch Sprache unter anderem untermauert wird oder das sprechen. Und auch das Verständnis natürlich nicht so gut therapiert werden kann und somit das Outcome der Patienten beeinflusst und zwar negativ beheinflust. Natürlich kann man den Leuten sagen jetzt mal ... Anflugstrichen vorwerfen.

Naja, es sind ja viele Leute hier auch schon seit dreißigvierzig Jahren hier teilweise leben aber eben der deutsche Sprache nicht mächtig sind weil sie immer ich sage mal in ihrem Kulturkreis unterwegs waren und jetzt natürlich dann im Krankenhaus ein Problem bekommen gerade wenn Sie alt sind Wenn Sie auch noch kognitiv dezitäter sind, wenn Sie sich nicht ausdrücken können adäquat dann noch schlechter behandelt werden automatisch nicht unbedingt bewusst, sondern auch unbewusst weil sie sich eben nicht gut äußern können.

Und daher müssen wir gucken dass wir auch die Sprach- und Sprechkompetenz in den Krankenhäusern fördern. auf der anderen Seite muss man natürlich auch wiederum sagen das ist eine Realität mit der wir jetzt zum Beispiel als Türkei Stimmiger zu kämpfen haben ist das Patienten wenn er Oberarzt unterwegs ist, wenn man bis zu der nicht jeden Tag beim Patienten. Sondern ein bisschen sei ich jetzt mal je nach Bedarf zwei, drei Mal oder auch nur einmal pro Woche bei den Patienten?

Das ist dann so dass diese Patienten natürlich sich auf dich fokussieren und wenn sie sehen, ah! Jetzt blickt meine Sprache... das bedeutet Ich möchte nur noch mit diesem Menschen halt reden Und das ist natürlich eine Herausforderung die natürlich als mal auf mich bezogen zeitliche Probleme mit sich bringen kann. Und da ist es auch wichtig, dass man lernt, auch geschickt zu agieren.

also die Herausforderung ist es in diesem System generell nicht nur der Sprachkompetenz das man lernte möglichst effektiv wenn sie sogar effizient Patienten zu versorgen. Das heißt ich muss meine Anamnese und Visite so gestalten, dass ich schnell heraus finde wo die Probleme sind damit ich noch viel gezielter die Probleme angehen kann. Und ich sage jetzt mal, den Zeitaufwand für unwichtige Gespräche zu reduzieren.

Wobei auch diese unwichtigen Gesprächen natürlich gerade in der Altersmedizin doch viel wichtiger sind weil man eben Gedankenstrukturen, Gedecktenstruktoren analysieren kann und auch verstehen kann ob der Patient einverstanden hat oder nicht bzw., was der Patient eigentlich wirklich als Lebensziel für sich definiert oder nicht. Aber letztendlich müssen wir diese Sprachkompetenz haben, wenn die Leute raus sind und nicht ausreichend aufgeklärt sind über die Therapie, die sie benötigen.

Dann kommen die jetzt auch mal schnell wieder. Das sehen wir ja schon bei den Leuten, die der deutschen Sprache mächtig sind. Nur bei dem Menschen, die das eben nicht so gut können, die haben noch viel größeres Problem Und wir verlassen uns ja immer noch sehr auf die Großfamilie. Wir decken auch immer jeder Türkei-Stömmige, jede Arabelstömmege hat gleich dreißigvierzig Leute hinter sich, die einen mitversorgen.

Man vergisst aber das diese andere Generation, die jüngere Generation mittlerweile auch schon arbeitstechnisch so eingebunden ist und dass sie es auch gar nicht mehr verschaffen, diesen Menschen zu versorgen? Wenn der Anteil Ich sage jetzt mal Bewohner, im Pflegewohnheim auch zunimmt. Wird es da eben auch weitere Konstrukte geben? Ein Beispiel habe ich da, wo die Leute wirklich die ganze Zeit in Konflikt mit den pflegekräftigen Pflegeheimen sind.

Weil die Pflegekräfte den Patienten kulturell nicht fassen können, Sprach nicht fassend können, weil die Pflegekräfte auch häufig gar nicht aus dem deutschen Kulturkreis sind und nicht mal teilweise, ansatzweise irgendwie Kontakt mit zum Beispiel Türkei-Stämmigen Bewohnern hatten. Und deswegen ist es ganz viel Konfliktpotenzial da, obwohl keine Seite beider Seiten das wirklich böse weint.". Jetzt hast du ja viel auch über Sprachkompetenz gesprochen? Das ist glaube ich auch gut nachvollziehbar.

wahrscheinlich auch versuchen viele Krankenhäuser heutzutage zum Beispiel meine Datenbank aufzubauen. Wer spricht welche Sprachen? Zweifel vielleicht mal auch erreichbar, kann was übersetzen. Ich weiß nicht wie gut das da funktioniert?

Vielleicht weißt du das im Detail aber so könnte ich mir vorstellen versucht man auch ein paar Lücken zu schließen zumindest für die größeren Bevölkerungsgruppen wie türkischstämmige zu zugewanderte Personen die vielleicht auch schon ganz lange da sind aber vielleicht irgendwie noch so bezeichnet werden. und dann gibt es aber wahrscheinlich auch immer wieder Bevölkerungs Gruppen wo man nicht genau weiß, ja wie kann ich mir dann eine Sprachkompetenz zu Rate ziehen.

Daneben gibt es da bestimmt noch weitere Aspekte könnte ich mir vorstellen. das heißt die Übersetzung ist ja nur eines. wenn ich jetzt zum Beispiel an das Beispiel Ramadan denke Ich bin jetzt sehr leienhafter mal unterwegs weiss ich dass vorgesehen ist dass Menschen die nekronische Erkrankungen zb haben von gewissen Fasten, Ritualen ausgenommen werden können. Die müssen dann sich vielleicht nicht so streng dran halten.

Meine Frage zielt aber doch in die Richtung ist es so dass wir auch bei den Maßnahmen diesen kulturellen Hintergrund unterschätzen das wir also sagen okay was hat das mit der Nährungsgewohnheiten zu tun? oder muss ich da irgendwie anders rangehen? wenn ich jetzt by patient also bei Patienten compliance irgendwie mehr erreichen möchte Wie würdest du das sehen? Also, Ramadan ist natürlich noch mal was Spezielles.

Patienten mit chronischen Erkrankungen, d.h., wie ausgeprägte chronische Erkränkungen sind die für die Medikamente ich nehmen muss am Tag. Für diese chronische erkrankung sind erstmal prinzipiell eher befreit und mittlerweile... sind da auch viele sehr sensibel, weil natürlich auch Imame das auch fördern und ganz klar unterstützen und sagen Leute ihr dürft eure Gesundheit nicht gefährden denn euer Körper ist sozusagen Gottes Geschenk an euch.

Und den Körper müsst ihr ja auch gut beschützen und bewahren. und es gibt ja auch Alternativen wie man in Ramadan eben dann zum Beispiel mit Spenden mit Almosen verbringen kann wenn man eben nicht aus gesundheitlichen Gründen fassten kann. Das ist das eine. Das andere zu den Ernährungsgewohnheiten, das ist auch natürlich ne Sache die darf man nicht gut erschätzen. ich weiß dass es zum Beispiel auch häufig immer so.

als ich noch frisch als Arzt vor siebzehn-sechzehn Jahren unterwegs war habe ich mir mitbekommen wie negatives gesehen wurde wenn Angehörige essen für ihre Väter und Mütter wie auch immer mitgebracht haben dann wurde es mal so komisch beäugelt. Das ist doch eigentlich gut, dass die das mitbringen. Weil dann essen die Leute wenigstens. und jetzt als Geriater der mal Nutrition also die Mangelernährung im Prinzip auf was im Krankenhaus sieht sage ich nur Leute bringt bitte Essen mit.

man kann es auch ein bisschen steuern was man so mit bringen könnte ja damit die leute auch wirklich das Essen weil viele haben ja auch Angst davor das Essen zu essen weiß. könnt ihr zum Beispiel feindefleisch drin sein? oder Das Fleisch ist nicht herlal oder das vegetarische, ist chemisch. Da gibt es ganz unterschiedliche Ideen zu dem Krankenhausessen und deshalb sage ich also wenn die essen mitbringen umso besser weil sie sollen essen auch wenn's vielleicht nicht proteinreich ist.

aber wenn sie essen dann essen Sie was und tun etwas für die Ressourcen des Körpers und das wird auch meine Therapie sozusagen verbessern. Wenn ein Diabetiker natürlich muss dann natürlich aufpassen, dass es dann auch entsprechend so bisschen Diabetes handelpasst ist.

aber letztendlich ist das immer noch besser wenn jemand sage ich mal Diabetes und geeignete Kost ist weil er kann jetzt ein bisschen so den Runterspritzen als wenn dieser Mensch gar nichts ist weil wenn der Muskeln verliert dann ist auch nicht gut. also daher ist das sogar gut dass man eben sowas auch tatsächlich fördert, weil wir alle wissen das Krankenhausessen ist wirklich insgesamt nicht gut. Gibt es da genügend Publikationen noch dazu?

Und daher ist es so ein Aspekt wo man es fördern kann und außerdem der volle Nebeneffekt ist dass ja auch dann was fürs Personal mitbringt. Ja genau! Wenn wir jetzt zum Beispiel über Prävention aussprechen, wissen wir ja die Lebenswelten in denen sich die Menschen bewegen total wichtig sind, dass man da so einen lebensweltorientierten Ansatz halt auch sucht um sie abzuholen. Ich hätte jetzt auch gesagt, dass das noch ein blinder Fleck ist häufig.

Auch bei Glaswerden halt zu Schulen betrachtet und so aber wahrscheinlich auch dann doch migrantische Gesellschaften die auch wiederum ihre eigenen Lebenswelten haben. Das hat was mit Religion zu tun Aber natürlich auch mit Ritualen. oder siehst du da auch noch Nachholbedarf? Oder Ist das etwas was vielleicht doch in sehr verborgenen Maße stattfinden, dass man da gar nicht so richtig reinkommt.

Ich sage zum Beispiel auch das Stichwort ich habe mich mal im Rahmen eines Antrags beschäftigt mit Prävention im Bereich Pflege und da hab' ich mir die Frage gestellt Das wird sicherlich in Gesellschaften oder Bevölkerungsgruppen, die mit Migrationsgeschichte hier leben anders sein. Das Verständnis von wie möchte ich eigentlich gepflegt werden wenn ich älter bin?

Im Vergleich zu sag ich mal so dem... Deutschstämmigen oder wie auch immer man sagen soll, Personenkreis der da vielleicht sagt naja klar. Ich habe ja irgendwie eine Pflegeversicherung oder so die kann Teile davon übernehmen und im Zweifel gehe ich in eine stationäre Pflege. Wie auch immer das dann im Einzelfall aussieht. Und da würde ich auch denken haben wir doch ne große Blackbox noch vor uns stehen oder? Absolut!

Man muss erstmal sagen man darf nicht vergessen dass was sozusagen sich jetzt sage ich mal bei den Ich nehme jetzt mal die Türkei-Stimmungen als Beispiel, sich zeigt dieses ich will mich von meinen Kindern versorgen lassen aber auch in Ruhe von meinen Kindern. Das ist etwas was es bei den Deutschstämmigen, bei den Deutschen auch gab. Aber das ist halt ein bisschen schon her. also mal die Entwicklung, die wir hier in Deutschland haben.

zum Beispiel sehen wir jetzt auch in der Türkeis dass immer mehr Menschen ins Pflegewohnheim gehen. Die Türkeistämmingen hier in Die haben noch eher die ältere türkische Kultur intus als zum Beispiel viele Türken in türkischen Großstädten. Also das darf man euch vergessen, wir sagen auch viele Türke in der Türkei, sagen über uns Türken, Deutschland hat fünf Städte, die sagen ihr seid wie die Türken vor wie vor zwanzig dreißig Jahren. also ist es auch nochmal so.

ein Aspekt den man nicht vergessen darf Jetzt endlich, die Prävention spielt eine sehr große Rolle bei der Prävenzion. Es ist so, dass wir natürlich viele türkeilständige Patienten oder auch andere stimmigen Patienten haben. Die Wünschen hat gewohnt versorgt zu werden. Ich bin jetzt keine Ahnung, um siebzig Jahre alt und jetzt ist es die Aufgabe meiner Kinder nicht zu versorgen! Aber die Realität ist halt, wie das die Kinder so eingebunden sind mit Arbeit und Eindruck und dran.

Dass sie ihre Eltern gar nicht mehr versorgen können. Und dann gibt es da diesen Konflikt, den wir auch auf der Station zum Beispiel sehen dass die Kinder sagen Mama du musst jetzt aufstehen oder Papa sagt mir mach ich nicht ihr müsst mich versorgn. Das ist ein ganz ganz schwieriges Feld. dieses Feld zu überbrücken keine richtig gute Lösung dafür, weil natürlich die älteren Menschen auch in ihrem Gedankengut sind so aufgewachsen.

Die haben das so gesehen als sie klein waren und das kommt dann halt im Alter wieder zurück und dann bleiben wir vom Charakter her auch ein Antionstrichenstuhl. Dann kommt noch dazu dass Sie mit altersphysiologisch einfach Sturer werden nicht mehr so flexibel sind und dann treffen Generationen aufeinander.

Und dieser Konflikt, den kriegen wir als Krankenhauspersonal ab weil wir den nicht lösen können, weil wir sagen der Patient muss entlassen werden, die Kinder sagen ich kann dir nicht versorgen, da sagen wir das Patient muss ins Pflegewohnheim, da sind die Kinder nein, Pflege wohnheim geht auf keinen Fall, der Patient sagt nee, ins Pflegebohnheim gehe ich nicht meine Kinder müssen mich versorben. also ist es Ergebnis, der Patienten muss im Krankenhaus bleiben.

Und dann haben wir sozusagen das Problem, wir gehen mit dieser Sache um und es ist wirklich Konfliktpotenzial. Da gibt's nicht darum dass wir doof sind sondern da ist ein Konflikten innerhalb der Familie den wir eigentlich nicht lösen können die eine Familie nur selbst lösen kann. und da gibts dann eben die Möglichkeiten quasi Kurzeitpflege aber das auch nur über Übergangsweise Pflegedienst vielleicht reinholen.

also da muss man halt eben präventiv schon die Leute Vorher dafür Prime, dass es eben genau diese Gefahr besteht. Das bedeutet also ich muss in die Communities gehen, also in die älteren aber auch in den jüngeren und einfach denen erzählen was die aktuelle Lage ist, was die Realität in Deutschland ist und was man halt machen kann und was mal eben nicht machen kann.

Und da fängt die Prävention an weil die Leute dann wissen okay ich muss jetzt dafür sorgen das ich keine Ahnung mich doch vielleicht ein bisschen mehr bewege, weil meine Kinder werden es nicht mehr schaffen, mich zu versorgen. Das Konstrukt Großfamilien existiert halt einfach auch in Deutschland nicht mehr so. Selbst in der Türkei übrigens ist das auch nicht mehrso.

Man denkt immer an die Türkeis und alles, aber der Türkel ist im Prinzip auch auf dem Weg nach Deutschland und das sind anderen Kulturen und den Ländern genauso. Und diese Konflikte kriegen wir halt dann eben mit. und daher ist Prävention extrem wichtig, die eben auf der medizinischen Seite besteht, da machte eben auch was ist Pflege? Was kann der Staat überhaupt bieten, diese Menschen dann auch zu versorgen wenn sie fliegebedürftig werden?

Und daher da muss einfach viel mehr Aufklärung in den Moschäen. In den Vereinen überall da wo sich viele Bewegungen passieren damit da einfach schon Klarheit besteht. und ich hatte mal einen Vortrag an der Moschee gehabt über Palliativmilziner weil ich bin ja auch Palliativmilzine Das war für viele so ein Aha, das ist also palliativ Medizin.

Also es geht nicht nur ums Sterben sondern es geht auch darum um halt Schmerzen zu nehmen um die Versorgung zu verbessern, die Lebensqualität zu verbesseren ohne den Anspruch zu haben in drei Tagen bin ich tot man kann noch als Palliativ-Patienten noch zwei oder drei Jahre leben. Man hat eine Erkrankung wie das Leben limitiert von der Zeit her. aber die zeigt bis dorthin Es sind nicht drei Tage, es können noch drei Jahre sein und die kann man sich wunderschön gestalten.

Und da brauchen wir viel dafür brauchen aber auch mehr Leute, die auf dieses Thema angehen. Es gibt Vereine zum Beispiel in Berlin, die bei einer Gesellschaft türkischer Mediziner wie zb der Corona-Zeit in Einkaufszentren zum Beispiel darauf geklärt hat und auch gleichzeitig geimpft hat. ja also dann müssen halt viele verschiedene Leute mit rein geholt werden oder besten vielleicht noch unterstützt werden vom System damit immer noch diese Aufklärungsarbeiten führen kann.

Also auch vielleicht Forschung betreibt, dass man auch Leute einstellen kann um eben auch Bedürfnisse den Bedarf nochmal wirklich zu analysieren. aber da ist noch sehr wenig unterwegs. Wir wissen es gibt eine Diskriminierung. das ist schön und gut und viele nicht-deutschstämmige sozusagen packen sich auch ganz schnell in diese Opferrolle rein und sagen ich werde diskriminiert. Das ist ja auch allgemein bekannt.

Aber da muss man auch dafür sorgen, dass diese Menschen sozusagen in Bewegung kommen und anfangs mit gemeinsam diese Diskriminierung zu reduzieren, indem sie auch einen Beitrag dazu leisten. Was kann ich damit tun? Dass sich das gar nicht diskriminiert werde! Und diese Opferhaltung ist gerade aktuell sehr ausgeprägt, gerade auf politischen Ereignissen wie jetzt gerade auch passieren wird es wieder als die ganzen Seiten wird leider auch Politik in die Krankenversorgung mitreingenommen.

Aber letztendlich müssen wir halt dafür sorgen, dass beide Seiten irgendwie aufgearbeitet werden damit dann der unbeabsichtigte Diskriminierungsfaktor weiter reduziert wird. Mir hat mal einer genauer diese Moschee gesagt als es darum ging ja wir Türken muslimen werden im Krankenhaus diskriminiert. da malt er ein anderer Nee, nicht nur ihr. Die Deutschen werden auch diskriminiert im Krankenhaus und haben gesagt absolut richtig! Absolut richtig!

Also Diskriminierung ist nicht nur ein Problem von Nicht-Deutschständigen sondern auch tatsächlich vom Patienten selbst das Patienten allgemein diskriminieren. Wie ist es denn aus deiner Sicht? Wenn ich jetzt zum Beispiel die Sprache nicht beherrsche und will aber trotzdem Oder machen wir Gedanken dazu, wie Kultursensibilität in der Gesundheitsversorgung umzusetzen ist. Ist man da sehr limitiert oder gibt es so erste Schritte wo du sagen würdest das kann jeder nutzen umsetzen?

in wichtigen Momenten kultursensibel agieren zu können. Klingt jetzt ein bisschen abstrakt, was ich frage. aber ich glaube du weißt was ich meine nicht zu sagen ja guck mal jetzt habe ich hier jemand mit türkischem migrationshintergrund der spricht die sprache nicht richtig. ruf mal den vollkahn an so nach dem motto das kann ja auch nicht immer die lösung sein. du hast es ja vorhin auch gesagt. Kann ich die ganze zeit sein dass sich da irgendwie den übersetzer geben muss?

Ich hab auch noch andere sachen zu tun. und Ja wie gehen wir denn vor? hast du da irgendwie Praktische Schritte, die du schon mal initiiert hast bei dir in der eigenen Einrichtung oder gibt es so Sachen wo du drüber nachdenkst was getan werden muss? Wie siehst Du das? Also prinzipiell ist er so dass institutionell wird.

ja zum Beispiel während Dolmetscher gibt's jetzt die Möglichkeit der Dolmenscher also der professionellen Dolmärtscher und es gibt die Möglichkeit dass man im Krankenhaus Leute benennt. Die dann eben dolmetschen. So ich denke das ist schon Mal der erste Schritt um den ganzen Gegenüber zu treten. Nun, wenn wir es jetzt auf die Geriatrie beziehen ist Angehörigen arbeiten eine ganz, ganz wichtige Sache.

Die Angehöhre müssen mit Chemotherapie reingenommen werden, egal ob deutsch-, türkisch-arabisch was auch immer. also das ist mal prinzipiell sowieso und in solchen Aspekten ist vielleicht nochmal wichtiger als man halt dem Fall bisschen mehr mit den Angehöringen kommunizieren muss. Das Problem ist, man sieht das immer so als lästig an. Aber es ist ja auch so welchen Patienten habe der vielleicht psychisch ein bisschen auffällig ist muss ich auch ein bisschen mehr Zeit investieren.

also man muss davon ausgehen Es gibt immer irgendeinen Patienten wo ich etwas mehr Kommunikationszeit investieren muss. oder das eine So. das zweite ist. Man muss lernen Man muss sein Patienten kennen und muss lernen auch strukturiert diese Kommunikation zu führen uns Klarheiten zu schaffen. dafür muss sich aber erst mal selbst wissen Was mache ich bei diesen Patienten überhaupt? Also, ich kann Patienten auch nur gut behandeln.

Wenn ich weiß okay das muss gemacht werden, dass muss gemacht wird und das muss machen. Ich muss meinen Patienten gut kennen dann kann ich mich auch die Anzahl und die Zeit der Kommunikation reduzieren. also hier die Kommunikations muss auch mit Dolmetschanen, mit Angehörigen so effektiv und effizient sein dann gar keine Last mehr eigentlich ist.

Und das muss man eigentlich schon im Studium lernen, also es ist nicht eine Sache, die man erst als Arzt in Weiterbildung oder Pflegekraft, als examinierte Pflege Kraft lernt. Das muss eigentlich schon beim Studium beigeracht werden. Effektives Kommunizieren, Therapieplanung etc., pp. da hat sich das eigentlich schon alles an.

Das ist sozusagen mein Aufruf im Prinzip als Kurikulum, dass man dort ansetzt und die Kommunikation, die eine extrem wichtige Rolle gerade in der kurzen Zeit, die wir haben spielt eben wirklich weiter optimiert. Und auch abprüft uns übt und übt! So auf der anderen Seite der andere Aspekt den man auch eben... und das ist nichts institutionell, es ist eine Haltungssache. Man muss die Leute auch einfach ernstig um das Gefühl geben, dass sie ernst genommen werden.

Und es fängt schon dabei an, dass ich versuche den Namen richtig auszusprengen. Also man geht hin und sagt Hallo! Ich bin der und der... ...und ihr Name? Wie wird der Name ausgesprochen? Das verstehen die meisten Leute. Die sind Name und wie heißen die? das verstehen die? Und dann sagen wir das. und wenn die schon merken, aha, wer interessiert sich dafür, wie mein Name ausspricht, weiß diese Person. Dieser Mensch macht sich Gedanken um mich. und wenn man noch vielleicht guten Tag, wie geht's?

Dankeschön! Tschüss in dieser Sprache sagen kann, dann kann man so viel gewinnen. Das kann das einfach ausgesprächen mit vielen Türkei-Stemmingpatienten ganz klar reflektieren. Wenn die Sandra Segesmal, auch das ist eine süße Schwester. Die hat auf türkisch guten Tag zu mir gesagt. Auch das ist ja ein toller Arzt! Der hat es zu mir Hallo auf Türkisch gesagt wie geht's? Und ich weiß es von Patienten zum Beispiel von koreanen Stemming-Patienten und von polnischen Stemmingspatienten.

Wie ich den guten Tag sage, wie gehts denen? Danke etc. Das ist ne ganz andere Basis. Man sieht das schon im Gesicht. Sie freuen sich wenn jemand da ist Und das ist schon ein wichtiger Teil der Therapie. Dann kriegt man noch von den Kindern mitgeteilt, ja übrigens mein Vater mag es total, er fühlt sich total toll wenn sie da reinkommen und an Yon Haseyo auf koreanisch sagen und sich auch noch verbeugen. Da fühlt er sich respektiert und fühlt es sich total gut.

Und da hat man eine ganz andere Basis Grundlage an den Patienten heranzukommen. Und institutionelle Sachen sind die eine Sache aber die andere Sache ist auch meine eigene Erhaltung. wie gehe ich damit um? Ich hatte mal einen Kurs im Studium gehabt, ein Unterricht am Krankenbettenbettzeit-Teaching. Und er hat dann wirklich der Arzt oder der Patientin gesagt ... Ja, als erwarten sie nicht von mir, dass ich jetzt Ihnen viel erzählen werde?

Sie sind seit dreißig Jahren hier in Deutschland und hätten das Deutsch lernen können. Wenn sie es nicht können, ist das ihr Pech! Das hätten sich besser überlegen müssen. Da stand ich da mit ihm gesagt also ganz ehrlich, Sie haben ja nicht unrecht, dass jemand, der seit dreizig Jahre hier lebt, vielleicht hätte Deutsch lernen kann, zumindest zu missen seinen Grundlagen. Aber habe ich gesagt, das hat hier in dem Moment nichts verloren.

Da war er sehr erstaunt darüber, dass ich mir als Student so etwas getaut habe zu sagen ein Privatbootselten, das geht ja eigentlich gar nicht naja aber ich hab meine Unterschrift trotzdem bekommen. Aber letztendlich sage ich, es hat einfach im Krankenhaus nichts zu suchen. also ich sehe auch so wer hier in Deutschland lebt muss die deutsche Sprache lernen. Aber diese Leute haben es seitlich aus welchen Gründen auch immer nicht gelernt und ich muss jetzt mit Patienten möglichst gut versorgen.

Und das erreicht wir schon, wenn ich solche Aspekte nicht betreinbringe, denn die Negativen Wellen, wie nehmen die Patienten wahr? Wie Menschen nehmen das wahr? Das ist auch im Prinzip begabt, dass ein deutscher oder nicht-deutscher Patient ist. aber man neigt eben eher dazu bei Patienten, die ja nicht verstehen also auch demente Patienten, dass man eher sagt naja und sich jetzt als Zeit zu investieren, weil die versteht mich sowieso nicht. Aber die Leute verstehen einen. Die verstehen einen!

Und diese nonverbale Kommunikation, das ist ja alles mittlerweile irgendwie wissenschaftlich bestätigt, die nonverbalen Kommunikations hat so ein großen Anteil und die verbale Kommunikation nur einen kleinen Anteil. Wenn ich reingehe und einfach nur freutliche Anjong Haseyo, Jin Dobre, Dobri-Dien, Previat etc. sage, dann wissen sie Ah, der ist interessiert an mir. Weil die wissen ihr Diplizit, die wissen dass sie die Sprache nicht können.

und natürlich das nächste ist wir haben jetzt die Glücklichkeit mit dem Smartphone zu übersetzen. Das setzen wir auch tatsächlich häufig ein. Man muss dann mal aufpassen mit Datenschutz etc. Aber letztendlich ist es eine Maßnahme die wirklich viel gebracht hat, muss ich sagen Der Einsatz von Dolmetschern wird weniger oder von den Leuten, die das übersetzen könnten. Das ist auch eine Entlastung. Das Thema Dolmetscher ist auch noch ein anderes Thema.

Dolmärtscher ist sehr schön und gut, dass sie Dolmenschen können! Aber was übersetzen wir da eigentlich? Und wie übersetzen Sie das? Wie empathisch bringen Sie diese Übersetzung überhaupt rüber? Und da kann ich auch sagen, als ich auf den nicht-geriatrischen Abteilung gearbeitet habe. Wo häufig dann auch Leute aus dem Ausland kamen und wo Dolmetscher eingesetzt wurden. Diese Kommunikation mit Dolmetcher!

Die haben zwar verstanden worum es ging, aber diese Empathie die man vielleicht selbst mitbringen würde, kommt nicht an. Deswegen ist auch da wichtig, dass die nonverbale Kommunikation im Dolmetscher-Setting trotzdem beibereiten wird und die Kommunikations nicht mit dem Dolmenscher passiert. Dass man eben trotzdem mit den Patienten spricht. Das sind Feinheiten, die aber sehr viel ausmachen. Und in der Kultursensibilität ist das auch noch mal, ich würde sagen nochmal zacken, viel wichtiger.

Genau wir müssen einmal ein bisschen zurückspulen Vorkan, wir müssen nochmal umdrehen... Wir sagen lieber, der süße Arzt und die tolle Krankenschwester. Das ist mir noch aufgefallen! Hast du also zusammengefasst? Wichtig ist die Sprachkompetenz, die wir in den Kliniken vorhalten müssen.

Du hast vorgeschlagen dass man natürlich Übersetzer nehmen kann und oder digitale Tools das wir an unserer eigenen Haltung arbeiten uns wahrscheinlich konkret dazu Gedanken machen oder bewusst werden, dass wir die defizite Sprachkompetenz was auch immer. Die jemand vielleicht über zehn, zwanzig Jahre, dreißig Jahre was auch ever entwickelt hat nicht in einer Gesundheitsversorgungssituation klären wenn jemand Hilfe braucht ne?

Ein Schlaganfall gehabt hat oder so das wir jetzt nicht mit diesem gesellschaftlichen erzieherischen Auftrag jetzt sagen na hätten sie mal ne Sie müssen sich doch hier beteiligen sondern einfach sagen die Person braucht Hilfe Und ich gebe ihr das, wie es am besten funktioniert und sozusagen das ein bisschen einordnen kann. Wenn ich dich richtig verstehe korrigier mich wenn ich das falsch ausdrücke Genau. und dann wollte ich noch fragen, brauchen wir noch Tools?

Können wir zum Beispiel so mit Checklisten auch arbeiten. Hast du damit gute Erfahrungen gesammelt dass man z.B. so etwas sagt wie guck mal hier hast in Bogen. da sind ein paar kultursensible Aspekte genannt wie zum beispiel möchtest du begrüßt werden? gibt es was zu beachten bei den Lebensmitteln? wer soll verständlich werden? wie auch immer Ich habe den jetzt ja auch nicht konzeptionär, aber du weißt worauf ich hinaus will. Ist sowas sinnvoll um so ein bisschen auch zu zeigen?

hey wir interessieren uns für das Thema? Du kannst dir das in Ruhe angucken, das ausfüllen mit einem Angehörigen vielleicht auch und dann versuchen wir geben unser Bestes dass vielleicht in den nächsten Wochen die du hier bist auch zu berücksichtigen Absolut. Also ich meine, Checklisten sind ja... Wir arbeiten eigentlich ganz weit über Checkliste theoretisch gesehen, Assessments. Das geriatische Assessment ist ja auch im Prinzip eine Checklistee.

Da gibt es einen Punkte verteilt und in dem Fall kann man dann sagen okay die Frage ist halt das ist natürlich muss man natürlich die unterschiedlichen sei mal Bevölkerungsgruppen sozusagen untersuchen und gucken ok welche frage kann man stellen? Das ist erstmal da ist immer ein Auftrag an die Forscher und die Wissenschaft da so ein Ding zu erstellen. aber ehrlich gesagt muss man es auch nicht zu kompliziert machen. Ich meine, es ist ja schon so allein schon das gefragt wird was essen Sie?

Was essen sie nicht? haben sie Allergien? und dann haben sie keine Allergie. und die bestehenden Checklisten kann man ja bei Aufnahme abgehautet werden einfach noch ergänzen durch zum Beispiel was weiß ich sind sie in der Lage als beten sie zb fünfmal am Tag? Und jetzt natürlich die Frage ist dieser Mensch gerade überhaupt eine Lage fünf mal im tag zu beten? gibt es vielleicht irgendwie Zeiträume, wo ich jetzt nicht mal in den Blutdruck messen sollte.

Und ich kann ehrlicherweise nur sagen die meisten Menschen sind wirklich extrem flexibel. Die sind nicht so star wie man vielleicht anfangs denken würde Die sind viel, viel flexibler. Sie machen auch mit und deswegen sage ich ja auch es ist wichtig die Leuten das Gefühl zu geben, nämlich er hat sich respektierig und da machen sie auch mit. Und dann kann man halt diese Checkliste sozusagen den Umgang mit den Leuten optimieren.

also wenn man zum Beispiel sagt pass auf aktuell ist es so keine Ahnung mein Morgengebet sagen mal dass ich ja als Bettlegere Patient verrichten kann übrigens immer um sieben Uhr fünfzig in nächsten drei Wochen ungefähr. Es wäre nett, wenn vielleicht in der Zeit nicht unbedingt mein Blutdruck gemessen wird oder ich gewaschen werde. Und natürlich auch hier die Frage, möchten Sie männlichen Pfleger? Weiblichen Pflegern? Da kommt natürlich noch das Diverse dazu.

Das ist ja auch noch ein Punkt, dass manche Patienten z.B., ich sage Ihnen Geriatrie, es ist viel ausgeprägter. Jemand, der voll tätowiert ist, wird erst mal so was ist das? Das wissen die Kollegen auch, dass sie so wahrgenommen werden. Aber auch das legt sich ganz schnell wenn die Leute halt, wenn die Patienten halt eben merken hey... ...das ist eigentlich ein total netter Kerl der kümmert sich um mich und dann spielen an solche Sachen auch gar keine wirklich große Rolle mehr.

Das einzige was man eine große Rolle spielt ist wirklich dieses geschlechtsspezifische Versorgung gerade so im Teambereich Und auch da decken alle Leute, das ist nur ein Thema bei... was weiß ich? ...leute aus dem Orient. Das ist auch ein Thema mit deutschen Patienten. Nur je trauriger es ist, teilweise reicht gar nichts zu sagen! Dass sie eigentlich nicht von einem männlichen Pfleger versorgt werden können.

und solange ich sage die Möglichkeit gibt dass man auch geschlechtsspezifisch sozusagen versorgen kann sollte man das auch anbieten weil es letztendlich wie gesagt nicht um welche gesellschaftliche Dinge geht sondern es geht darum am besten gerecht werden. Und das muss man mir auch respektieren, dass da manche Leute halt sich auch schämen wenn eine Frau jemand versorgt.

ich persönlich würde auch lieber von einem Pfleger versorgt werden wollen, wenn nicht jetzt wirklich total abhängig bin als von der Pflegarin. aber einer Checkliste kann man die noch sozusagen wie wir sie so schon haben noch ein bisschen erweitert kann man tatsächlich schon mal die grundlegenden wichtigen Dinge Abfragen und andere Dinge entwickeln sich sowieso dann im Verlauf des Aufenthalts. Also gerade eine Geriatrie, wo die Patienten ja im Prinzip zwei bis drei Wochen liegen.

Entwickelt sich auch noch mal eine Beziehung zwischen dem Patient und dem Personal. Wir haben jetzt viel über den Patienten gesprochen. Und seine Rolle so würde ich sagen von unserem Fokus her. wie ist es denn andersrum? Was sind denn deine Erfahrungen? was wollen denn die Kolleginnen und Kollegen an Hilfe Stellung wenn es um Kultursensibilität geht oder die Zusammenarbeit mit einem Patienten, würdest du sagen da gibt's auch Aspekte?

Oder sagen die ja ich versuch das halt und ich hab da jetzt gar nicht so einen großen Beratungsbedarf. Oder gibts vielleicht sogar schon Situationen wo man merkt naja da klappt es nicht so gut weil man schlechte Erfahrungen gesammelt hat miteinander. Ja wie siehts auf der Kollegen Seite aus? Auf der Kollege Seite sieht es halt so aus dass ich sagen würde dass die allermeisten Schuhe interessiert sind, den Parzett noch wirklich gut zu versorgen.

Aber auch häufig nicht so richtig wissen was sie fragen können ob Sie es fragen dürfen oder nicht? Also brauchen wir hier definitiv Fortbildung. also wie schon gesagt das muss eigentlich schon im Studium anfangen oder in der Ausbildung dass man dort darauf achtet aber trotzdem muss fortbildung angeboten werden.

natürlich jetzt geht jetzt nicht ewig lange Fortbildung oder Fortbildung bei mehrere Termine Weil das eben auch, sag ich jetzt mal natürlich mit dem Arbeitsleben, Privatleben nicht immer so einfach zu verbinden ist. Man muss also letztendlich gucken dass man Fortbildung anbietet wo es wirklich um die Grundlagen geht, dass man den Leuten sozusagen Tool mit an die Hand gibt und mit denen sie dann wirklich schnell arbeiten können.

Das ist zum Beispiel... Dass man hier sagt fragen Sie doch bei den Patienten wie man seinen Namen ausspricht Und gucken Sie doch mal, was eben guten Tag in der Sprache des Patienten heißt und begrüßen sie bei den Patienten so. Also ganz, ganz banale Sachen! Viele Leute kommen gleich auf die Idee. Ich mache sozusagen meine Fortbildung, die mache ich sozusagen gleich Hands-on wenn wir sozusagen auf der Station sind und da ist ein Patient drin. Da sag' ich das spricht man übrigens so aus.

Geh mal zu dem Patient hin und sprich versuch mir jetzt nachher so auszusprechen Und dann kommen die zurück und sagen, er hat es total gefreut darüber. Dass ich seinen Namen versucht habe richtig auszusprechen. Und deshalb muss man halt gucken dass man so einfach schnell umsetzbare Dinge den Leuten mit auf dem Weg gibt. Es gibt zum Beispiel eine Charité Gibt's ne Fortbildung? Die im Prinzip offen für alle Berufsgruppen ist die zwar meisten von Pflegekräften wahrgenommen wird.

Ich hab diese Fortbildung auch mitgebracht weil die heißt Interprofessionelles und interkulturelles Arbeiten in der Medizin, Epica. Und ich habe diese Fortbildung auch mitgemacht, war auch der einzige Arzt meiner Truppe. Es ist auch ganz interessant was da so erzählt wird, was die Dozierende dafür Studien etc. vorgezeigt hat und das dann sozusagen auf den Alltag zu transferieren die Fragen, die Sorgen der anderen Kollegen sich anzuhören.

Also auch wenn man in so einer Truppe zusammensitzt einfach mal zu sagen was ein stört und was einem besorgt? Wir haben zum Beispiel einen Kurs gemacht wo wir einfach mal geschrieben haben okay wir schreiben jetzt ich glaube es waren acht oder zehn Nationen hin und sie schreibt einfach mal hin was ihnen zu diesen Nationen einfällt Und wir versichert Ihnen, Sie dürfen dahinschreiben was sie wollen. Das bleibt alles im Raum.

Es geht darum dass wir ihre engste Vorurteile wie auch immer abbauen können für die sich auch nichts könnten weil ja auch gesellschaftlich irgendwie oder auch Social Media technisch oder durch die Medien generell ja auch ein bisschen auch provoziert werden. Und das war sehr erstaunlich, da hat man wirklich gesehen Italien. Da kamen gleich sowas wie Spaghetti, Pizza, freundliche Cigolo, was weiß ich, Charmant und so.

Und so bei den Nahost-Nationen kamen eigentlich immer nur eher so negativ behaftete Sachen außer Döner Kebap oder Chavarma und Falafel. aber ansonsten war es immer so. eher anstrengende Angehörige und solche Geschichten. Das sind Ansatzpunkte, mit denen man eben arbeiten kann und dann darauf eingeht warum Angehörige möglicherweise anstrengend drüber kommen. Und was man machen kann um sozusagen diese Konflikte zu vermeiden. Diese Fortbildungen müssen gemacht werden.

Die Fortbildung muss für jeden gemacht werden also das ist nicht nur für Pflegekräfte interessant auch wenn die Pflegekraften die am meisten im Prinzip ein paar Patienten zeitlich sind Da muss eigentlich mehr oder mal auch jeder Mann durch und jede Frau auch durch. Und das muss dann gemacht werden, aber was ich auch wichtig finde ist es gab eine Stunde da wurde das Thema die Frage woher kommst du? Oder woher kommen Sie besprochen? Und am Wohne gleich?

diese Frage geht ja gar nicht um was auch immer. Ich war der einzige schwarz Kopf sag jetzt mal in dieser Runde Der dann gesagt hat, ganz ehrlich ich finde diese Frage prinzipiell gar nicht so schlimm. Weil meine Antwort darauf im Krankenhaushetting ist immer aus dem Arztzimmer und aus meinem Büro. Ich weiß worauf die Patienten noch hinaus wollen oder die Angehörigen genauso wollen aber ich habe keinem sagen. natürlich die Frage ist wie wird diese Fragen gestellt?

Und in welchem Kontext wird die Frage gestellt? wenn ich hier gerade in einem Konflikt bin und mich fragt jemand woher ich komme meiner Meinung nach rassistisch assoziiert. Aber wenn jemand im normalen Gespräch und fragt, woher kommen Sie eigentlich? Dann weiß ich, da interessiert sich vielleicht für meine Person einfach. Und ich kann sagen in diesem Kontext sind so interessante Gespräche entstanden die sowas vom Wertvoll an auch für die Behandlung dieses Patienten waren.

Ich habe Fotos von Stellen gesehen, von vor fünfzig Jahren. Weil der Parzett dorthin gereist ist die er mir da mitbringen lassen hat und gezeigt hat. Und wo ich dann sehe man das hat es ja richtig extrem gewandelt. Das sieht jetzt ganz anders aus alles. Und ich finde deswegen dass ist auch im Prinzip etwas was einen auch reicht um dass wir eben so verschieben sind. Was wir eben verschiedene Dinge mit bringen. Da müssen wir halt eben ansetzen und die Leute den Leuten auch dem Mut geben zu fragen.

Also, die Kollegen dem Mut gehen fragt doch einfach mal was für den Patienten wichtig ist und wie kann man zusammenkommen? Ja! Und viele Leute haben eben auch heutzutage auch sehr Angst davor dass sie political incorrect sind. Und ich finde dieses... Ich persönlich finde polit- ...political correctness ist ja schön und gut aber ich hatte das Gefühl, dass es mehr dazu geführt hat eine Art von Canceling vom Kultur haben, dass keiner mal etwas fragen und sagen darf oder seine Sorgen äußern darf.

Und Angst davor hat dann irgendeine Kategorie reingeschoben zu werden. Ja? Und wenn man ganz ehrlich ist, jeder Mensch hat Vorurteile. Die Frage ist nur wie sehr lasse ich die Vorurteilungen in mir zu? Vorurnteile sind meiner Meinung nach was Instinktives, das die Natur mit sich bringt. Dass mein erst mal Oh! Ist fremd, kenne ich nicht. jetzt bin ich erstmal vorsichtig. Und Vorsichtig sein ist überhaupt nicht schlimm.

Und die Frage ist, wie gehe ich mit meiner Vorsicht um und wie lasse ich diese Vorsicht in meine Arbeit rein? Deswegen den Leuten einfach sagen fragt stellt fragen. Wer fragt der erfährt was und der weiß und die Person gegenüber weiß okay Ich werde ernst genommen Die Patient der Arzt die Pflegekraft die Ärzten dies daran interessiert mich bestmöglichst zu behandeln Mit dem Möglichkeiten die sie haben. Ja, bei Political Correctness ist ja auch immer der Mittelweg das Wichtige.

Man muss einfach wissen dass Kommunikation nicht immer fehlerfrei verläuft und Political Correctiness aber es ist ja im Ansatz jetzt auch nicht immer verkehrt sich zu überlegen okay macht meine Sprache vielleicht auch was mit meinen Gedanken. Das Beinflusst sicher gegenseitig das ist ja nichts sozusagen losgelöst Und da versuchen wir halt einfach und müssen wir einander auch entgegen kommen können jetzt nicht erwarten dass jeder jeden Text, den er einspricht.

Dass man ihn so abdrucken kann und sagen kann ja der ist komplett politisch korrekt da damit würden wir ja wiederum auch andere ausklammern die sprachlich das zum Beispiel aus welchen Gründen noch immer nicht so gut umsetzen können. Und sie auch nur auf dieser Basis zu bewerten wäre ja auch falsch.

es geht ja auch mal darum was tue ich denn also dass Die handlung ist ja dann auch eine sehr wichtige frage dabei Und eigentlich muss beides zusammenkommen Sprache und Handlungen überhaupt jemanden irgendwie einschätzen zu können. Und auch das kann ja im Gesundheitswesen und bei Erkrankungen sehr unter Druck geraten. Und auch eben zu Fehlern kommen, ne? Ich fand den Punkt, den du jetzt gesagt hast – auch ganz gut – ich fand es wurde mir jetzt auch nochmal deutlich.

Du hast am Anfang gesagt, man soll sich auch ein bisschen Zeit nehmen in der Kommunikation. Ich verstehe das jetzt so ein bisschen, dass man jetzt hingeht und sagt bewusst zu sich selbst, nein vielleicht kann ich auch über die Kultur was lernen zum Beispiel auch über Die Türkische.

Man würde jetzt am Anfang sagen naja, ich sehe ja türkische Menschen überall Also ich zum Beispiel jetzt wohnen im Ruhrgebiet, aber de facto wenn man ganz ehrlich zu sich selber ist weiß man über die Kultur viel weniger als man so oberflächlich irgendwie vielleicht erst mal sich selbst zuschreibt. und dass man sich halt bewusst auch sag ich mal so ethnologischen Prozess, ich weiß nicht ob der Begriff jetzt richtig ist aber er verschreibt und sagt hey ich bin auch neugierig darauf.

Wie sehen die das eigentlich? Die Menschen mit denen ich da Kontakt habe kann ich da kulturelle Determinanten irgendwie ausmachen und auf was lernen. für meine Weiterentwicklung ist ja glaube ich auch ein ganz super wichtiger Ansatz, dass sich dann das bewusst gestalten kann. Ich vielleicht nicht in der Notaufnahme mal machen oder vielleicht wird es da schwieriger aber vor allen Dingen wenn die Patienten länger versorgen. Absolut und weißt du?

Der Punkt ist ja auch der Wenn ich Fragen stelle lerne ich hier auch was dabei Und wenn ich etwas gelernt habe, kann ich's auch anwenden und möglicherweise dann auch die Zeit für die Kommunikation brauche auch kürzen. Also ich kann auch sozusagen mitreden bis zu einem gewissen Grad. Und ich glaube, wir dürfen nicht vergessen Medizin und die klassischen Pflegekräfte, Ärzte etc., Pp da sind ja nicht nur Mediziner oder Pflegekäfte gewesen, die waren ja auch nochmal breiter ausgebildet.

Also mein Studium war ja früher ganz anders aufgebaut teilweise, ne? Die haben ja Sachen gelernt wo man jetzt sagen würde was das wird Medizin zu tun. aber früher waren die Leute noch viel, viel holistischer als jetzt zum Beispiel in der islamischen Palliativmedizin, wo ich mich auch so betätige. Da sind z.B., die Ärzte von früher religiös sowas von bewandert gewesen. also sie waren nicht nur Ärzten, sondern auch schon fast Imame sozusagen und das ist natürlich in einer so diversen Gesellschaft.

Das ist kein Anspruch, den man hat aber der Anspruch ist halt der das ich zumindest trotzdem frage und mich interessiere was sozusagen wichtig ist und da lerne ich auch etwas daraus. Und wenn ich fünfmal an Jong Haseyo auf koreanisch gesagt habe dann werde ich es mein ganzes Leben lang immer irgendwie irgendwo sagen können und die Leute freuen sich.

Mein Nachbar ist auch aus Korea also zugezogen nach Koreaner und wenn ich ihn sehe sage ich An Jong Hasseyo ja und er freut sich Und das ist so ein Aspekt. Auch die Frage, wie ich gehe auch damit um zum Beispiel... Ich bin immer der türkische Arzt! Ich bin hier geboren und aufgewachsen und behaupte, dass ich akzentfrei deutsch spreche. Und ich bin trotzdem der türke scharzt. Auch mit meinen Kollegen, die wissen, ich bin deutscher Staatsbürger, ich war hier geborene und bin der türkes arzt.

Es hat mich in den Zetteln generhaft. Mittlerweile ist es mir völlig egal. Das Einzige, was sie hat, weiß natürlich ... das ist übrigens auch so ein Ding, was man nicht unterschätzen darf. Dass man von Patienten gerade eine G-Reaktion natürlich auch erst mal so bewertet wird. Er hat schon mal im Patient gesagt, ich hatte nie gedacht, dass es Deutschland irgendwann so weit ist, dass sich von Ausländern behandelt werden oder ausländischen Ärzten.

Aber ich muss elcherweise sagen, es kann nicht so schlimm, denn Sie machen Ihre Arbeit gut! Ja, da sage ich halt Dankeschön. Und da werde ich jetzt nicht anfangen irgendwie konfrontativ auf diesen Patienten einzugehen. Ich bin hier geboren das ist doch hier. was sagen Sie da? Nur weil ich ausländisch ständig bin heißt es sich vielleicht schlechtere Arzt oder was so? und ganz ehrlich auch wenn da ein bisschen Rassismus mitschwingt ist mir das auch egal.

Ich glaube wir müssen auch insgesamt ein bisschen entspannter sein und versuchen den Fokus nicht zu verlieren, der auf die Behandlung des Patienten liegt. Wenn den Patienten natürlich ausfällig werden... Also wenn wir wirklich dann verbal ganz klar rassistisch nicht äußern, da gibt es auch Konsequenzen. Ich habe auch schon zwei Patienten rausgeschmissen in der Geriatrie wohlgemerkt.

Die kognitiv vierte Patienten haben auch schon Angehörige raus geschmissen und gesagt Rassismus ich sag ihnen das einmal und dann ist vorbei. Aber bei dementen Patienten ist noch mal was anderes. Das muss man auch sagen, also Konjunktiv-Fitte und demente Patientinnen sich rassistisch äußert oder irgendwie auch... das ist eine ganz andere Nummer als wenn es ein konjunktive Fitter macht.

Und da gibt's immer sozusagen einen Wartschuss die gelbe Karte und danach gibts entweder Gelbrot oder je nachdem was auch gleich Rot dann. Das ist auch nochmal ein Aspekt der nicht so unterschätzt wird. aber wir müssen Kollegen als Personal müssen wir ein bisschen dickeres Fell haben, weil die Leute letztendlich krank sind und möglicherweise ihre Emotionen nicht gut kontrollieren können. Und wenn ein Patient krank ist, sind Angehörige nicht selten auch mitkrank.

Manchmal muss man Angehöre viel mehr behandeln als Patienten selbst. Das ist in der Geriatrie übrigens auch nicht seltsam. gerade den Sohren End of life Entscheidung geht's. Ja genau, du sprichst ja auch letztlich die Frage Beruf und Privatleben. Auch da eine Rolle für sich zu finden ist ja auch immer leicht gesagt jetzt bin ich auf der Arbeit jetzt bin nicht privat. aber dass man sich wirklich mal Gedanken macht wie reagiere ich auch im Falle von Konfrontationen?

Und das ich da privat anders reagiere als beruflich Ist ja eine wichtige Differenzierung und die aber für sich auch klar zu finden ist sicherlich super wichtig. Hast du ja auch angesprochen, dass man einfach ein dickeres Fell hat und das ein oder andere eben anders verarbeitet vielleicht nicht so persönlich nimmt wie auch immer man seinen Weg da damit findet.

Aber eben auch Grenzen zu setzen, die unabhängig von dieser Rolle ob beruflich oder privat feststehen wie zum Beispiel zu sagen Rassismus da hört es auf. Da brauchen die Leute ein klares Feedback. so geht's nicht und wenn man ihnen dann noch die Möglichkeit gibt ihr Verhalten anzupassen ist dann auch genüge getan und irgendwann muss es dann vielleicht doch mal Konsequenzen haben. du hast angesprochen dass man eventuell auch mal der Räumlichkeiten für die Personen schließt. Genau.

Vorkan, du hast jetzt noch mal die Möglichkeit vielleicht doch ein kurzen paar Worten nochmal zusammenzufassen was dir wichtig war bei dem Thema. wir haben es ja schon sehr lange geredet. Was würdest du sagen so? Was sind so die Kernaspekte Die bei kultursensibler geriatrie für dich das ganze ausmachen?

Ein wichtiger punkt ist dass man sich im klaren sein muss dass viele Patienten mit nicht deutschen nicht deutschstelligen background zu den wir es jetzt mal häufig zugezogene sind und in ihrer Kindheit und Jugend eine andere Kultur aufgenommen haben, die im Alter nochmal wieder aufploppt. Und daher gewisse Ansprüche und Erwartungen sind, die man vielleicht erst mal anfangs vielleicht nicht erfüllen kann oder es scheint so dass man sich erfülen kann.

Daher rufe ich dazu auf zeigt den Menschen, dass ich Interesse an denen habe, lernt deren Namen möglichst gut auszusprechen. soweit es geht legt euch Sachen wie guten Tag. Danke schön! Wie geht's? Haben Sie Schmerzen? So ein paar Begriffe in der Sprache an. das schadet überhaupt nicht und stellt einfach Fragen. und lasst Angehörige sowieso eine Geriatrie aber noch viel mehr betreiben.

auf der anderen Seite müsst ihr diesen Menschen eben noch mehr das Gefühl geben, dass ihr wisst wovon ihr sprecht. Dass ihr die Menschen in ihrer Kultur und ihrer Religion auch respektiert akzeptiert und versucht was das was möglich ist im System irgendwie zu realisieren. Und wenn man das im Prinzip durchführt dann wird man tatsächlich wirklich viel Erfolg haben Wenn man natürlich die Möglichkeiten hat, sprachkompetente Leute wird reinzuholen. Da sollte man die auch mit reinholen.

aber das bedeutet nicht dass man dann die Aufgabe abgibt weil letztendlich ist man immer trotzdem für den Patienten verantwortlich und diese Verantwortung sollte man sich annehmen. Und am Ende sollte man feststellen wie dankbar diese Menschen sind und eigentlich auch Wie gleich diese Menschen. Nur, die haben manchmal auch ein bisschen Komplexe Angst vor Diskriminierung und reagieren halt vielleicht ein bisschen sensibler.

Und wenn man die Aspekte beachtet, da hat man schon mal eine Grundlage um in der Altersmedizin der Geriatrie definitiv den Segen, die Gebete dieser Menschen für sich zu bekommen – und vielleicht noch ein bisschen was zu essen! Also auch Sicherheit zu vermitteln, Volker. Das ist ja das was du auch so ansprichst ne? Man sagt hier hast Du Deinen Platz, hier haste Dein Raum.

wir respektieren Deine deine Identität die auch etwas mit der Kultur zu tun hat und ich versuche dich auf dem Weg zu begleiten. und dass das halt recht schnell steht wird ja wahrscheinlich dann dazu führen dass man auch mehr Erfolge feiern kann im Rahmen der Gesundheitsversorgung. Ja, vollkommen super! Herzlichen Dank für deine Zeit und dass du uns einen Einblick gegeben hast in den Schwerpunkt kultursensible Geriatrie. Wir sind auch ganz gespannt was noch so passieren wird auf dem Gebet.

Du hast ja auch eine Arbeitsgruppe glaube ich dazu bei der Deutschen Gesellschaft für Geriatri die ihr so habt. oder wie war das? Nee, ich hatte mal einen Aufruf gestartet. Ich habe das geguckt vor vielen Jahren und hatte nach der Türkei Stellung in Geriat dann gesucht. Mittlerweile gibt es einige. Eigentlich wollen wir jetzt mal gucken... Es ist auch gerontologisch schon viel aufgearbeitet worden, dass man auch noch mal geriatrisch was aufarbeitet, also auch ein Form von Forschung.

Aber letztendlich die Forschung ist als eine, aber das sind ja Sachen wie wir dann in drei, vier Jahren wissen. Jetzt kann man eigentlich schon Eminence-Based sozusagen gewisse Dinge umsetzen und den Leuten allein durch eine richtig gute Haltung das Gefühl geben, ich werde auch gut oder genauso schlecht behandelt wie Deutschland. Wunderbar! Und man kann nicht wahrscheinlich auch kontaktieren falls es mit der Arbeitsgruppe dann nochmal aufploppt.

du suchst wahrscheinlich immer noch Mitstreiter für das Thema. Dann herzlichen Dank auch, dass du zugehört hast. Auch wenn sie heute ein bisschen länger war, hoffen wir, du hast viele spannende Erkenntnisse mitgenommen für deinen klinischen Alltag! Wir würden uns freuen, wenn du wieder einschaltest bei Klinisch Relevant. Wünschen dir alles Gute, bleibt gesund und bis bald. Ciao! Vielen dank, dass Du heute wieder zugehört hast und unser Gast gewesen bist.

Wir hoffen sehr, dass Dir dieser Beitrag gefallen hat und Du etwas für Deinen klinische Alltag mit dem konntest. Wenn dem so sein sollte Dann freuen wir uns sehr über eine positive Bewertung bei Apple Podcasts. Falls du Lust hast mitzumachen und es einen Themenbereich gibt, in dem du dich besonders gut auskennst dann melde dich doch gerne unter Kontakt at klinisch-relevant.de. Gleiches gilt wenn Du Themenvorschläge oder konstruktive Kritik für uns hast.

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