Fondsmillionär und Crash-Prophet Max Otte: Wann kommt der "Weltsystemcrash" endlich? - podcast episode cover

Fondsmillionär und Crash-Prophet Max Otte: Wann kommt der "Weltsystemcrash" endlich?

Dec 09, 20251 hr 5 min
--:--
--:--
Download Metacast podcast app
Listen to this episode in Metacast mobile app
Don't just listen to podcasts. Learn from them with transcripts, summaries, and chapters for every episode. Skim, search, and bookmark insights. Learn more

Summary

In diesem Gespräch klärt Max Otte sein Image als "Crash-Prophet" zum "Krisenökonomen" und erklärt den von ihm prognostizierten "Weltsystem-Crash" als eine fundamentale Neuordnung der Welt, die sich durch Deindustrialisierung, Covid-Maßnahmen und Kriege manifestiert, statt eines reinen Börsencrashs. Er rechnet mit der politischen Elite ab, insbesondere Friedrich Merz, und verteidigt seine unabhängige Haltung gegenüber der AfD durch seinen Kompass aus Bürgerrechten, sozialer Marktwirtschaft und Frieden. Otte gibt zudem konkrete Ratschläge zum Value Investing und zur Altersvorsorge, warnt vor Immobilien als Geldanlage und diskutiert generationsbedingte Unterschiede in der Finanzverantwortung sowie die Bedeutung von Büchern in einer fragmentierten Medienwelt.

Episode description

Max Otte ist Ökonom, Buchautor, Investor und Unternehmer. Seine Prognose der Finanzkrise 2008 in seinem Bestseller "Der Crash kommt" machte ihn deutschlandweit bekannt und brachte ihm den Ruf als Crashprophet und Krisenökonom ein. 2019 folgte "Weltsystemcrash", das 13 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und seine These einer fundamentalen globalen Neuordnung entwickelte. Otte war drei Jahrzehnte lang CDU-Mitglied, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied der Atlantikbrücke, wo er Friedrich Merz persönlich kennenlernte. Als Vorsitzender der WerteUnion und später der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung bewegte er sich zunehmend an den Rändern der Partei. Seine Kandidatur für die Bundespräsidentschaft 2022, vorgeschlagen von AfD-Abgeordneten, führte zum Bruch: Parteiausschluss aus der CDU, Verlust seiner Professur, mediale Diffamierung. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Otte, warum der seit Jahren angekündigte Wirtschaftscrash zwar ausgeblieben ist, Deutschland aber dennoch mitten in einem "Weltsystem-Crash" steckt – einer Serie von Krisen von Corona über Deindustrialisierung bis zum Ukraine-Krieg. Er rechnet mit der politischen Elite ab, analysiert Friedrich Merz als Lobbyisten ohne Skrupel und verteidigt seine AfD-Nähe als demokratisch legitim. Otte gibt konkrete Investmenttipps für unsichere Zeiten, spricht über den persönlichen Preis seiner politischen Überzeugungen und erklärt, warum er seine Entscheidung trotz aller Konsequenzen nicht bereut.

Transcript

Vom Crash-Propheten zum Krisenökonomen und Systemwandel

Herr Otte, wir haben uns seit... Wie lange ist es jetzt her? Also auf jeden Fall waren wir noch im Haus und es sind über zwei Jahre, glaube ich, unser letztes Gespräch ist es her. Für diejenigen, die Sie nicht kennen, Sie sind Buchautor, Investor, Fondsmillionär, habe ich jetzt beschlossen, Sie als... Und ein sogenannter Crash-Prophet. Und ich hatte schon ganz lange nichts mehr mit Crash-Propheten zu tun. Und bin manchmal so ein bisschen...

Ich gucke mich um, ich weiß, die Datenlage ist nicht optimal in Deutschland, aber wir warten ja seit mindestens elf, seitdem ich im Mediengeschäft bin, seit elf Jahren auf den Crash. Und ich frage mich, was verpasse ich? Was sehe ich nicht? Also das mit dem Crash-Propheten muss ich erstmal richtigstellen. Daniel Stelder sagte zwar, ich sei Deutschlands bekanntester Crash-Prophet aller Zeiten, aber das Handelsblatt und Manager-Magazin schrieben vom Krisenökonomie.

Und das gefällt mir viel besser. Also ich interessiere mich für Krisen, auch Krisen in der Menschheitsgeschichte, Wirtschaftskrisen. Und das hat mich dann dazu geführt, dass ich auch die Finanzkrise 2008 sehr treffsicher vorausgesagt habe, in meinem Buch der Crash kommt und dann habe ich eben dieses Label gehabt, aber ich bin Investor, Unternehmer, Krisenökonom.

finanzkrise gehabt das war ja ein crash aber der große crash die depression blieb aus und damals damals und die haben wir eben vermieden über immer stärkere staatliche Maßnahmen, also erst die Politik des billigen Geldes, wo wir die Geldschleusen offen gemacht haben, gehofft haben über die Zinsen.

wird die Wirtschaft wieder über niedrige Zinsen, wird die Wirtschaft wieder in Gang kommen. Das ist ja dann Quantitative Easing, das ist dann über Jahre passiert, auch im Zuge der sogenannten Euro-Krise, die keine... Euro-Krise quasi, sondern eine Staatsschuldenkrise, die wir auch falsch behandelt haben. Aber gut, das ging dann durch die Politik des billigen Geldes weiter. Negativzinsen, Nullzinsen, Enteignung von Sparern, Schleichenenteignung. Und selbst das hat irgendwann nicht geholfen.

Und dann 2019 habe ich ein Buch geschrieben, Welt-System-Crash. Da war ich aus den Mainstream-Medien ja schon raus, war trotzdem 13 Wochen in der Spiegel-Bestseller-Liste. Der Systemcrash ist für mich eine komplette Neuordnung der Welt. Das muss kein... Das muss kein Börsencrash sein, das muss auch keine Depression sein. Es kann sein, aber der Systemcrash, da verschiebt sich die Weltordnung insgesamt. Es gibt auch vielleicht Kriege, kleinere Kriege. Das habe ich 2019 geschrieben.

Ab 2020, ab Covid, haben wir dann nicht nur Geldpolitik gemacht, sondern wir haben mit direkten Staatsausgaben, mit keynesianischer Politik, die eigentlich seit 1980 ungefähr Reagan und Thatcher nicht mehr en vogue war, also direkte Staatsausgaben zum Konsum, Unterstützung von Unternehmen, Unterstützung. Nachfragepolitik. Genau, also direkte Nachfragepolitik, das ist ja was anderes, als wenn ich einfach die Geldmenge erhöhe. Wir haben mit ... Dieser Politik versucht die

Deutschland im Weltsystem-Crash: Deindustrialisierung und Krisen

Wirtschaft weiter am Laufen zu halten, was auch funktioniert hat. Sie sind doch ein Keynesianer. Habe ich das in meinem Interview richtig verstanden? Also dass Sie das eigentlich unterstützen? Ich bin weder Keynesianer noch Monetarist, aber ich schätze John Maynard Keynes sehr. Er ist einen sehr pragmatischen Denker, anders als Friedman und Hayek.

die sehr ideologisch waren. Keynes war der Pragmatiker, die beide waren die Ideologen. Deswegen sind sie auch heute so verbreitet, weil sie sich sehr leicht lesen und es dauert eine Weile, bis man dahinter kommt, was da vielleicht falsch ist. Man sollte die Wirtschaft eigentlich realistisch sehen. Ich bin eher Anhänger einer historisch-soziologischen Betrachtung der Wirtschaft, also keine strikten mechanischen, ökonomischen Modelle. Also der Markt regelt.

Ja, es gibt nicht den Markt. Es gibt verschiedene Märkte. Es gibt eine Börse, funktioniert ganz anders als ein Jahrmarkt, wobei die noch relativ ähnlich aneinander sind. Der Markt für Politik funktioniert anders als der Markt für Industriegüter. Also man muss sich, ein Markt im 18. Jahrhundert war was anderes als ein Markt heute, man muss sich anschauen, wie ist ein Markt in seiner Komplexität, in seiner soziologischen Gesamtheit verfasst.

hieß er dann auch Ordnungspolitik. Also ordoliberal ist dann der Fachbegriff. Das wäre vielleicht am ehesten. Wie Frau Wagenknecht das auch sieht. Ja, wir haben da viele Gemeinsamkeiten. Das ist so, ja. Aber wir waren, okay, ich wollte mal fragen, was verpasse ich aktuell? Sie waren jetzt gerade dabei, den Weltsystemcrash zu erklären und dass es nicht bedeutet, dass alles...

den Bach runtergeht, sondern dass sich Dinge neu ordnen. Ja gut, da geht vieles den Bach runter. Wenn es sich neu ordnet, ändert es sich natürlich. Aber dann gibt es ja auch was Neues. Ja, also den Wirtschaftscrash haben wir vermieden, aber wir... Wir deindustrialisieren ja Deutschland im Moment brutal. Die Kernkraftwerke werden gesprengt, die Gasversorgung ist weg, die Firmen wandern ab und, und, und. Es ist ja eine Katastrophe.

Auch das konnte man voraussehen. Ich habe schon immer eine relativ bescheidene Meinung von Herrn Merz gehabt. Ich kenne ihn sehr lange, aber er hat das nochmal grandios unterboten. Also es geht ja schon vieles den Bach runter. Nicht sein muss es der Börsencrash, aber wir haben ja viele kleine Crashs und Explosionen. Covid war zum Beispiel psychologisch auch ein Kriegszustand.

Ein Kriegszustand, wir haben Krieg geführt gegen das Virus mit Ausgangssperren, mit ganz radikalen Maßnahmen. Und im Kriegszustand kann ich viele Schulden, kann ich vieles bereinigen, kann ich vieles neu sortieren. Und nachdem Covid zu Ende war, ging es ja nahtlos weiter mit dem Krieg in der Ukraine, der auch eine Vorgeschichte hat. Das war ein russischer Angriff, ja, aber, ich sage bewusst das aber, weil ich mich seit den 90er Jahren mit der Situation befasse.

All diese kleinen mittleren Explosionen, es sterben ja hunderttausende Männer, vor allem in der Ukraine, das ist ja... Nicht eine Nebensache, das ist ja schrecklich, aber all dieses, was jetzt passiert, ist Teil dieses großen Crashs, dieser großen Neuordnung. Dieses Weltsystem-Crash, von dem Sie da geschrieben haben.

Merz als Lobbyist: Eine kritische Einordnung

Okay, Sie haben jetzt viele Sachen angesprochen. Ich will mal eine kleine Anmerkung machen zu dieser März-Aussage. Das hatten Sie schon in mehreren Interviews erwähnt, dass Sie ihn kennen. Sie meinen, er ist ja auch Sauerländer, wo Sie herkommen, schätze ich mal. regional nicht so bewandert in Deutschland. Aber woher kennen Sie den Herrn Merz eigentlich? Also er war mein Vorsitzender in der Atlantikbrücke zum Beispiel.

Wenig Kontakt, aber ein bisschen Kontakt gehabt. Und ich bin ja auch lange CDU-Mitglied gewesen. 30 Jahre. Ja, von circa 1991 bis 2022. Das ist ja auch eine Zeit, also in der Atlantikbrücke hatten wir gelegentlich Kontakt. Aber was für Erfahrungen haben Sie mit ihm gemacht, dass Sie ...

Jetzt des Öfteren sagen, ja, ich habe nicht so große Erwartungen gehabt, aber diese hätte er noch unterboten. Naja, er hat ja jedes, er hat ja im Prinzip alle seine Aussagen, die er vor der Wahl gemacht hat, die zum Teil vernünftig waren, Kernkraft beibehalten, Migration stoppen. Und all das, was er gesagt hat, um Wählerstimmen zu bekommen, hat er alles gebrochen und zwar sehr schnell und ohne Skrupel. Das war aber für mich absehbar.

Wenn man den Lebenslauf dieses Mannes sieht, er hat sich immer als Mr. Mittelstand geriert, aber er war Lobbyist seit Lebens. Er war Anwalt, er hat für die Großkonzerne gearbeitet, zum Schluss bei Blackrock, saß sicherlich auch bei ein paar Mittelständlern im Aufsichtsrat. Aber letztlich war der bezahlte Auftragsabwickler für seine Auftraggeber und sein Hauptauftraggeber war nun mal Blackrock. Und selbst wenn er da raus ist, hat er natürlich irgendwo noch Stallgeruch. So ein Mann.

dürfte in den USA kein politisches Amt bekleiden, kein hohes, weil er zu lange für ausländische Auftraggeber gearbeitet hat. Also der müsste mindestens etliche Jahre. davon entfernt sein. Den Stallgeruch loszuwerden, wie Sie gerade gemeint haben. Genau, wir müssen also im Prinzip die US-Gesetze bei uns anwenden.

gegen ausländisches Lobbying, dann dürften Merz und Röttgen und viele, viele andere, und Kiesewetter wahrscheinlich, Strack-Zimmermann, wie sie auch heißen, dürften wahrscheinlich keine Regierungsämter ein.

Max Ottes politische Positionierung und AfD-Nähe

Ich frage mich gerade, ob Alice Weidel dann noch dürfte. Also vielleicht noch für Kontext. Sie waren 30 Jahre lang CDU-Mitglied und sind dann vorläufig ausgeschlossen worden, weil sie für die... AfD-Kandidat für die Bundespräsidentschaft waren. Das war die Sachlage. Und jetzt nochmal zurück zu die, ich finde das sehr interessant, wenn man für einen ausländischen Arbeitgeber gearbeitet hat, darf man in den USA nicht antreten, weil man ist

Jemand hat Stahlgeruch, sagen wir es mal so. Aber wie wäre das dann mit Alice Weidel? Die war doch auch bei Goldman Sachs. Was unterscheidet sie? von Friedrich Merz, der bei Blackrock war. In meinem Kopf sind beide so gleich. Nein, da ist ein Riesenunterschied. Einmal war Goldman Sachs junger Professional dort, ein paar Jahre, ich weiß nicht wie lange. Und das Ganze ist ...

10, 15 Jahre her. Also das ist ein riesen, riesen Unterschied, sowohl von der Ebene als auch von der sogenannten Cooling-Off-Period. Da ist kein Vergleich zur Bundespräsidentenwahl. Sie sagten, ich sei Kandidat der AfD gewesen. Die haben sie vorgeschlagen. Das ist schon mal richtige, aber selbst das ist laut Grundgesetz nicht richtig. Parteien schlagen den Kandidaten für das Grundgesetz, für den Bundespräsidenten nicht vor.

Laut Grundgesetzte wird von den Mitgliedern der Bundesversammlung vorgeschlagen, weil es ja die direkte... Demokratie zumindest simulieren soll. Also die Bundesversammlung tritt ja zusammen, das sind die Bundestagsabgeordnete, einige Landtagsabgeordnete, sonstige Delegierte aus den Ländern und das soll so eine Art direkte Demokratie simulieren. Und deswegen wird laut Grundgesetz der Kandidat aus den Reihen der Bundesversammlung vorgeschlagen.

Es waren Mitglieder der AfD, die mich vorgeschlagen haben. Das ist ein völlig legitimer Vorgang und laut Parteisatzung der CDU habe ich auch nicht. gegen diese Satzung verstoßen. Ich hätte gegen die Satzung verstoßen, wenn ich gegen einen Kandidaten aus der CDU angetreten wäre. Die aber keinen aufgestellt haben. Richtig, da war ja Steinmeier von der SPD. Also das mal so zum Hintergrund mit dieser Kandidatur wollte ich natürlich auch ein bisschen entlarven.

Wie weit der Parteienstaat ausgeufert ist, den der Rechtsprofessor Hans Herbert von Arnim ja schon seit Jahrzehnten kritisiert, dass die Parteien, die... Laut Grundgesetz, Sie kommen nur einmal im Grundgesetz vor, an der Willensbildung mitwirken, sich mittlerweile den Meinungsbildungsprozess komplett unter den Nagel gerissen haben. Manchmal meint man, Die Parteien sind Konzerne und die Abgeordneten sind sozusagen die Referatsleiter für die Verbindung.

zu ihrer Klientel, die dann die Konzernlinie nach draußen verkaufen müssen. Das ist leider manchmal der Eindruck. Was ich interessant finde, ist diese Nähe und gleichzeitig Distanz zur AfD, die ich bei Ihnen so ein bisschen feststelle. Nein, ich war eigentlich ja kein AfD-Kandidat, weil der formelle Prozess sieht ja anders aus. Und das ist ja auch richtig. Aber es ist ja spannend, weil sie waren, wie gesagt, 30 Jahre in der CDU.

Dann waren Sie Vorsitzende in der Werteunion, also dieser sogenannten erzkonservativen Gruppierung in der CDU. Und dann waren Sie zwischen 2018 und 2021 Vorsitzende der AfD-nahen Stiftung, der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Da frage ich mich, wenn da so eine Nähe... da ist, offensichtlich. Und auch Überschneidungen, das haben sie auch niemals verleugnet, auch als sie kurz Mitglied waren in der Werteunion, in dieser Partei oder dem Verein. Ehrlich gesagt, das interessiert mich auch nicht so sehr.

sind sie ja auch ausgetreten, nachdem Maaßen sich geäußert hatte, dass ... Premium-Partner die CDU wäre. Genau. Das heißt, da ist ja offensichtlich eine Nähe da, eine Überschneidung. Und ich frage mich, warum man dann trotzdem so leicht auf Distanz geht oder warum sie auch nie einfach in die AfD eintreten, weil...

Warum ich unabhängig bleibe: Bürgerlichkeit und Frieden

Das wäre doch aus meiner Sicht das naheliegendste. Natürlich finde ich die meisten Positionen richtig. Wie Sie eben gesagt haben, habe ich auch etliche Übereinstimmungen mit Sarawank nicht. Aber warum soll ich nicht als Einzelperson, als Max Otte für etwas stehen und sage, ja, da unterstütze ich die AfD. Warum muss ich mich da etwas anschließen? Ich bin doch solitär in der Hinsicht und da kann ich doch viel mehr bewirken. Aber Sie waren ja auch 30 Jahre lang Mitglied in der CDU.

Das war allerdings keine aktive Parteimitgliedschaft. Ich war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, wie es aus dem Glaube Markus Söder auch war und verschiedene andere. Ulrike Giro war sogar da, mit der ich auch Kontakt habe. Es war Wolfram Weimar.

Mit dem war ich ja ein Jahr in Washington, zu dem könnte ich auch einiges erzählen, auch von später, wie auch immer. Also ich war Stipendiat der Adenauer Stiftung, war nicht in der CDU und bin dann nach Ende meines ersten Studiums, vor Beginn des Promotionsstudiums in die CDU eingetreten, aus Dankbarkeit. sagen, gebe auch was zurück. Da aber im Prinzip, wenn man das so sieht, 30 Jahre lang Parteileiche.

Außer dass ich dann, als ich bekannt wurde, medial zu 8, zu 9, wurde ich ein paar Mal eingeladen zu Vorträgen, auch zu Führungskräftetagungen. Aber als man dann gemerkt hat, man kann den Max Otte nicht so richtig... An sich binden und einbeziehen, der macht sein eigenes Ding. Da hörten dann die Einladungen auch 2, 10, 11 wieder auf. Aber gibt es da vielleicht doch, also ja, es gibt Übereinstimmungen natürlich.

können sie solitär agieren. Es liegt ihnen natürlich frei. Wer bin ich da, irgendwie was zu sagen? Aber ich finde es dennoch interessant, weil es wirkt fast so, als hätten sie auch, sagen wir mal, diese finale Berührungsangst mit der AfD sich damit nicht...

ganz gemein zu machen, weil Sie wissen, es ist tatsächlich rufschädigend. Nein, also mein Ruf, wenn Sie so wollen, ist bei vielen Leuten natürlich unten durch. Ich bin gerade noch ... vom Luftsportverein Rotenkirchen, wo ich eine Mail bekam, dass ich, ich habe dann einen,

Schnupperkurs am Wochenende mitgemacht. Alle per Du, Flieger Du, ein nettes Vereinsheim. Dreimal durfte ich in die Luft. Wir haben dann mit Seilwinde starten. Das ist fantastisch. Ich konnte über meine Heimat kreisen. Und dann bekam ich von Thomas Beskin ein Mail. herzlich bei uns willkommen und dann nach vier wochen oder so dann wurde meine mitgliedschaft abgelehnt also mein ruf

ist im Mainstream durch. Das, den habe ich ganz bewusst für die gute Sache in die Waagschale geworfen und trotzdem glaube ich für die gute Sache und ich sehe da sehr, sehr viele. Übereinstimmung mit der AfD, glaube ich, für die gute Sache ist es besser, wenn ich parteilos bleibe und als Max Otte.

meine Meinung vertrete. Aber sicherlich habe ich eine große Affinität zur AfD. Was ist denn die gute Sache? Die gute Sache ist für mich eine gewisse Art Bürgerlichkeit. Oder sagen wir mal so, es sind drei... Drei Säulen, für die ich eintrete, die auch innerhalb der AfD immer mal wieder umkämpft sind. Bürgerrechte, Covid, da habe ich mich...

Ganz deutlich geäußert, ich habe auch auf drei Querdenken-Demos gesprochen, da war am Anfang, ich habe auch mit Michael Ballweg unterstützt, da war es am Anfang die AfD durchaus noch nicht so sicher, wo sie hin wollte, Meuthen. der ja ausgetreten ist, dann hat er dann auch zum Teil die Querdenken-Demos schlecht gemacht. Wie auch immer, es gab also durchaus interne Meinungsbestimmungen. Das Zweite ist, dass ich eine Art soziale Marktwirtschaft

als Investor, als jemand, der im Finanzkapitalismus viel Geld verdient hat. Aber trotzdem finde ich, wir tun zu wenig für das Soziale. Also wir müssen einerseits natürlich den Staat entschlacken, andererseits deutlich mehr für unsere... benachteiligten Mitbürgerinnen und Mitbürger tun. Auch das ist in der AfD nicht unumstritten.

Aber ich habe ganz klare inhaltliche Ziele. Und das Dritte ist Frieden und deutsche Souveränität. Und deswegen habe ich mich auch von Tag 1 an für Verhandlungen und Frieden in der Ukraine eingesetzt. Und auch das... Ist in der AfD nicht völlig unumstritten. Also ich habe einen ganz klaren Wertekompass. Und ich glaube, wenn ich den vertrete...

tue ich mehr für die gute Sache, als wenn ich in eine Partei gehe. Ich glaube, auf X hatte ich gesehen, Sie haben sich selber als Friedenshetzer bezeichnet. Das habe ich geklaut von meinem Freund Uwe Steimle. Ach so, okay.

Value Investing: Langfristige Strategien in unsicheren Zeiten

Ich würde gerne nochmal zurück zu dem Thema hier Crash oder Systemcrash und auch Thema Geld kommen, weil ich glaube da... schätzen Sie auch sehr viele Leute. Sie sind ja nicht umsonst auch Fondsmillionär. Ich sage das mal so. Ich glaube, Sie haben mittlerweile zwei Fonds. Es sind sechs. Es ist ein AIF, der ist quasi mit physischem Gold und Aktien. Der ist dann für etwas größere Anlagesummen. Dann gibt es den einen Fonds, der ist ...

Ganz normal an jeder Bank handelbar für 180 Euro. Der Anteil, da haben wir noch ein Gold- und Silberfonds und noch ein paar Spezialfonds. Also der Goldfonds und der Silberfonds, die sind auch physisch. hinterlegt mit Gold und Silber jeweils. Und was ist dieser PI Global Value? Das ist der allgemeine Fonds, der allgemein handelbar ist.

Und der Max Otto Multiple ist auch allgemein. Also sind alle allgemein handelbar, aber der PI Global Value ist ein ganz normaler Aktienfonds, der im Prinzip überall erhältlich sein sollte. Jedenfalls hatten Sie im Interview mit Herrn Tichy gesagt, dass der massive Absturz nicht zu verhindern wäre. Das war ein Zitat von Ihnen. Und ich habe mir dann die Frage gestellt, okay.

Der massive Abschluss ist nicht zu verhindern. Sie schreiben ein Buch über den Weltsystemcrash und sie investieren an der Börse. Wenn das ja so käme, dann würde ich nicht an der Börse investieren. Ja, wo wollen sie dann investieren? Ja, das ist eine gute andere Frage, vielleicht in Gold und Silber, was sie ja auch tun. Ja, genau, das machen wir auch. Aber wenn man das erwartet.

Wie kann man dann noch an der Börse investiert sein? Ich habe ja gesagt, ich erwarte nicht unbedingt einen Börsencrash. Das ist völlig unvorhersehbar. Ich bin Value Investor. Das heißt, wir gucken, welche Firmen haben eine Zukunft und wie sind die bewertet. Also einmal, wie ist das Geschäftsmodell, wo ist die Firma in 5 Jahren, in 10 Jahren und wie billig kaufe ich.

Diese Aktie, wobei billig nicht ist, ob die Aktie 5 Euro oder 5000 Euro kostet, sondern die Frage ist Kursgewinnverhältnis, Kurs Cashflow, Kursbuchwert, wie auch immer wir das dann ermitteln, aber ökonomisch billig. Jetzt komme ich auf John Maynard Keynes. Der hat nämlich das Vermögen von King's College in Cambridge verwaltet und hat die Immobilien verkauft und hat Aktien gekauft. Und da haben ihm die Kollegen gesagt, das sei alles viel zu spekulativ. Und er hat damit angefangen 19...

1928, kurz vor dem Börsencrash und hat das bis 1944 gemacht in England. Was hatten wir da? Börsencrash, wir hatten eine zweite Depression, wir hatten den zweiten Weltkrieg. Sie müssen langfristig denken, also es ging dann erst hoch und dann ging es drei, vier, fünf Jahre runter und dann ging es hoch und dann ging es 37 nochmal runter. Am Ende dieser Zeit hat er 300 Prozent plus gehabt und das in dieser schwierigen Zeit. Ich meine, die Wirtschaft muss ja auch im Crash sein.

weiterlaufen. Vielleicht sind es neue Sektoren, vielleicht ist es die Rüstung. Wir investieren übrigens weder in Rüstung noch in Impfstoffhersteller. Also ansonsten sind wir relativ frei. Aber das sind die zwei Sektoren, die wir nicht machen.

Risikoaversion, versteckte Enteignung und Handwerk des Investors

Aus moralischer Überzeugung? Ja, das wäre für mich nicht recht. Aber Pharma an sich schon? Pharma auch nicht im Moment, weil wir das schwer einschätzen können. Das Wichtige an der Börse ist auch, dass sie das machen, von dem sie glauben, etwas zu verstehen. Sie müssen nicht alles machen, je weniger das aber richtig, dann klappt es auch.

Und Aktien, wenn sie die richtigen haben, sind immer gut. Natürlich kann es mal runtergehen an der Börse. Aber wenn sie vernünftig gekauft haben, also im Einstieg liegt natürlich auch der Gewinn. Wenn die Geschäftsmodelle okay sind, sind die zu jeder Zeit. Teil eines vernünftigen Vermögensmixes, mehr als Immobilien, denn

Immobilien werden in Deutschland gnadenlos abkassiert werden. Es fängt ja schon an, die Grundsteuer wurde vor einigen Jahren erhöht, dann kam das Habeck'sche Heizungsgesetz, was ja auch eine versteckte Enteignung ist. Kostet die Immobilie auf einmal mehr als sie dachten, weil sie diese Heizung einbauen müssen? Das ist ja ein Wertverlust sozusagen, weil sie noch mehr investieren müssen. Zweitens gibt es Sekundäreffekte, die...

Menschen oder viele Menschen können sich das dann nicht mehr leisten und müssen ihre Immobilie verkaufen. Und das drückt auf die Preise, was wiederum auch natürlich bei den anderen zu einem Vermögensverlust führt. Da ist eine versteckte Enteignung. Die Grundstücksgebühren, die Grundgebühren, die städtischen Gebühren steigen. Also wir haben ja viele Art versteckte Enteignungen.

Enteignung auf die Immobilie und mit der Immobilie sind sie auch immobil. Die Aktien haben aus meiner Sicht eine gute Lobby. Das sind nun mal vor allem Vermögende oder Mittelschicht, aber vor allem Vermögende, die Aktien haben oder Firmen, sodass da aus meiner Sicht das Risiko der Besteuerung der Enteignung geringer ist. Aber null Risiko gibt es.

In diesem Weltsystem-Crash nicht. Alles hat ein Risiko und wir Deutschen wollen immer Risiko oder wir sind mit einer der risikoscheuesten Nationen der Welt im interkulturellen Vergleich. Selbst die Österreicher sind da wesentlich lockerer, die Engländer, Amerikaner sowieso. Wir wollen Risiko möglichst komplett ausschließen. Das geht nicht. Aber wie ist es denn? Sie sagten vorhin, Crash-Prophet, okay, nicht unbedingt, aber Krisenökonom. Muss man denn sich dann ...

irgendwie auch diese Identität unterwerfen. Muss man denn dann immer von einer Krise sprechen, weil... die Deutschen auch so ein Sicherheitsgefühl haben, also die brauchen das. Und muss man denn dann immer von einer Krise sprechen, auch als Geschäftsmodell? Ich meine, gehört das irgendwie zusammen?

Nein, ich habe sehr oft versucht zu sagen, ich bin das nicht. Hier ist Value Investing. Ich erkläre euch die Prinzipien des Value Investing. Ich lasse mich eigentlich von dem, was da draußen passiert, wenig beeinflussen. Also das sind fast zwei. die da in meinem Kopf wohnen. Einmal die Makroanalyse, was in Bezug auf Krise passiert, in Bezug auf die Volkswirtschaft. Das ist Top-Down und Bottom-Up.

Wenn ich mir ein Unternehmen anschaue, ich schaue die Bilanz an, ich schaue, wie sind die Umsätze verteilt, wie sind die neuen Produkte, wie sind die Kunden. Also man guckt sich das dann sehr genau an. Das nennt sich Bottom-up. Und Value-Investoren, also mein Handwerk, hat mit...

Der Krisenprognostik relativ wenig zu tun. Die treffen sich zwar irgendwo in der Mitte. Das heißt, dass ich schon sehr oft versucht habe, mein Handwerk zu erklären. Dazu mache ich natürlich auch Konferenzen und Seminare.

Detailbetrachtung des Value Investing und Big Tech

Und ideal werde ich halt dann doch auf die Krise angesprochen. Sie haben es ja auch wieder gemacht. Ja, ja, natürlich. Aber vielleicht nochmal für mich zum Verständnis. Was genau ist denn dann, also sorry, dass ich jetzt so, vielleicht ist das eine doofe Frage, aber Value Investing, was unterscheidet das von, weiß nicht, ich kann mir jetzt vorstellen, hoch...

Frequenz-Trading ist natürlich was ganz anderes. Und was ist dann Value-Investing? Bezahle weniger, als das Ding wert ist. Kauf den Dollar für 50 Cent. Das Problem ist... Wenn Sie Sachen kaufen, wir haben gerade einen Dienstleister gekauft, einen französischen Dienstleister, der ist um 70% gefallen, weil man Angst hat, dass die KI dieses Geschäftsmodell überflüssig macht.

Wir sagen, es ist nicht so, das ist übertrieben. Natürlich wird es da Einbußen geben, aber der Kursrückgang ist übertrieben. Dieses Unternehmen ist mehr wert. So, was passiert? Wir haben es gekauft. Und es ist dann nochmal 10% gefallen, sprich wir haben ein Drittel, damit stehen wir schon im Minus mit der Position. Das ist für Value Investoren völlig normal, also sie folgen nicht dem Markt, sie nehmen nicht den Markt.

um sich vom Markt anleiten zu lassen. Der Markt ist also nicht dein Leitstern oder dein Koordinatensystem, sondern der Markt dient dir. Sprich, ich mache mir Gedanken, was ist dieses Unternehmen wert? Das sollte so und so wert sein, der Kurs ist runtergefallen, dann kaufe ich irgendwann. Fällt es weiter, das sitze ich ganz eiskalt und locker aus und hoffe, dass es irgendwann dreht. Also Stop Loss wäre das Gegenteil von einem Value Investor. Wenn der Kurs fällt, verkaufen, weil es fällt.

wäre ja, sich vom Kurs leiten zu lassen. Und das tun wir eben nicht, sondern wir sagen, okay, der Markt ist manisch depressiv, der übertreibt mal wahnsinnig, der untertreibt mal. Zum Beispiel ist im Moment eine leichte Übertreibung drin bei den Big Techs, Microsoft und so weiter.

Und wir die auch noch haben. Ich wollte sagen, Alphabet haben sie ja auch zu 5 Prozent, wenn ich das rede. Also zumindest bei dem PI Global Value. Ja, die haben wir beide drin, die behalten wir auch. Microsoft behalten wir auch, Amazon behalten wir auch. Die sind geringer gewichtet.

Die sind vielleicht ein bisschen teuer, die werden auch jetzt mal ein paar Jahre seitwärts laufen oder vielleicht sogar im Kurs zurückgehen. Ist uns egal, weil wir davon überzeugt sind, dass diese Firmen in zehn Jahren auch noch da sind, ein gutes Geschäft machen. Aber wir sind da untergewichtet. Also im S&P 500 sind die mit 30 Prozent. Bei uns haben sie insgesamt noch 12, 13 Prozent. Also eine deutliche Untergewichtung, weil wir schon glauben, wir müssen eher in...

derzeit vom Markt vernachlässigte Titel gehen, die billiger sind. Wobei sie ja dann die Gewinne nicht mitnehmen, die ja in der Tech-Branche aktuell da sind. Wir haben ein bisschen was mitgenommen, wir haben ein bisschen jetzt Alphabet verkauft, die hatten wir vor einiger Zeit aufgestockt und jetzt sind die nochmal massiv gestiegen. Aber der Rest bleibt sozusagen als permanentes Investment, sagt der Warren Buffett auch.

Permanent Investment, wir haben einen Titel, das ist die Atos Software, die haben wir seit 2011 drin mit 3000 plus Prozent Gewinn, das ist natürlich... Das Schönste, wenn man einfach was kauft, sagt, das ist ein gutes Management, lässt mal laufen, das ist Value Investing so.

Persönliche Investmenterfahrungen und die Weisheit der "Toten Investoren"

Ich habe keine Ahnung, was meine Portfolio-Strategie ist, wenn ich ehrlich bin. Ich habe ja erst vor ein paar Jahren damit angefangen, ein bisschen auf Trade Republic zu kaufen und so weiter. So nähert man sich der Sache natürlich an. Ich habe ein sehr tech-heavy Portfolio. Das ist ja nicht verkehrt. Das ist nicht verkehrt, ja. Und ich habe auch gut eingekauft. Und ich habe meinen ersten krassen Dip, das war ja dieses Jahr im April.

Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern. Da ging es auf einmal ganz kurz runter. Mit dem Trade, mit den Zellen. Genau, das war das. Und da hatte ich dann die Nvidia, ich habe nur 1.000 Euro reingeschoben, aber das ist jetzt fast 100% erhöht. Sie haben eben einen Dip gekauft. Ich habe einen Dip gekauft, ja. Das ist doch super. Ich meine, das ist die eine Hälfte des Value Investing. Der Dip ist, okay, da geht was runter und Sie haben sich gesagt, Nvidia...

Gutes Unternehmen braucht man, geht im Dip runter. Was jetzt noch dazukommen würde für einen Value Investor ist zu schauen, was ist dieses Unternehmen tatsächlich wert, also wie lange kann es mit welcher Geschwindigkeit wachsen. Und wenn ich die Cashflows abdiskontiere, was wäre das dann auf den heutigen Aktienwert berechnet? Aber die anderen beiden Überlegungen stimmen schon. Also ich muss ehrlich gestehen, und das ist vielleicht auch falsch,

Ich glaube, ich mache das ein bisschen auch mit Gefühl. Ich gucke dieses Chart an und denke mir so, hm. Die bewegt sich so, jetzt ist sie so, die geht wieder hoch. Und natürlich weiß ich, ich gehe jetzt nicht in Unternehmen rein, von denen ich noch nie was gehört habe. Ja, das ist klar, da würde ich nicht. Aber Unternehmen, von denen ich was gehört habe, die im Äther so rumschwirren, wo so ein Hype...

Ne, Hype ist zu viel gesagt. Ja doch, Nvidia ist schon Hype. Nvidia ist auch Hype? Ja. Aber gut, ich habe billig eingekauft, das ist nicht so schlimm. Eigentlich müsste ich Ihnen auch mein Portfolio zeigen, da würden Sie wahrscheinlich hinten umkippen. Das war ja schon mal eine ganz vernünftige Entscheidung.

Was sie gemacht haben, sie haben sich von dem Chart leiten lassen. Absolut, das ist richtig. Also sie lassen sich von der Kursbewegung leiten, aber die Kursbewegung ist ja eine Resultante aus ... fundamentalen gründen also wir schauen uns dann schon die fundamentalen gründe an und schauen ist die kostbewegung übertrieben oder ist sie richtig und

Das kommt dann noch dazu. Sie setzen sich ja auch mit dem Unternehmen auseinander, was ich zugegebenermaßen nicht tue. Und ich muss ja sagen, ich habe mir das mal angeguckt, jetzt bei diesem PI Global Value Fonds, da haben sie eine Performance über zehn Jahre mit 42 Prozent, wenn ich das richtig recherchiert habe.

Klar, es geht auch mal runter, aber man muss es ja immer in Gänze betrachten. Es gibt eine Studie darüber, ich stelle Ihnen mal die Frage, was glauben Sie, welche Art von Investor ist der erfolgreichste auf lange Sicht? Also wer ist diese Persona? Wissen Sie das? Es gibt eine Studie darüber. Also eine Einzelperson? Naja, also... Es ist nicht eine Einzelperson, sondern es ist einfach, die hat gewisse Eigenschaften. Ja, sie ist sehr geduldig. Sie macht sehr wenig Trades.

Oft auch Frauen, weil die vorsichtiger sind. Soll ich es auflösen? Das ist wirklich spannend. Aber sie sind schon in der richtigen Richtung. Es sind Tote. Ja, geduldig und machen keine Trades. Und das ist interessant, weil ich habe genau so geantwortet wie Sie. Ja, hin und her macht die Taschen leer. Das habe ich mal von einem sehr reichen Mann gelernt. Und das ist eigentlich, das sind so...

Finanzielle Altersvorsorge für Normalbürger: Fonds und Gold

gewisse Grundpfeile und da würde ich gerne auf eine Frage eingehen, die auch aus meiner Community kam. Ich nehme ja gerne Kanalmitgliedfragen, also wenn ihr den Kanal unterstützen wollt und ab und zu mal Fragen stellen wollt, dann werdet Kanalmitglied, kostet drei Euro im Monat und ich werde es auch nicht erhöhen. Also, Herr Otte, also eine... Mitgliedfrage war. Mich würde interessieren, was ich

Was Lieschen Müller, was Normalbürger, die nicht über Millionen verfügen, tun können, um für das Alter und schlechte Zeiten Rücklagen zu schaffen und aufzubauen. Hierbei wirklich ganz konkret. Wie soll ein Sparplan gut aufgestellt werden? Wie diversifizieren, um das Risiko aufzuteilen? Und vielleicht einem echten Beispiel mit einer Summe X einfach mal das konkret machen. Vielleicht nehmen wir mal 10.000 Euro.

Ist das realistisch? Ja, natürlich. Oder man kann auch monatlich gucken. Das Schöne ist ja, dass ich mit ganz kleinen Beträgen anfangen kann übers Internet, über Online-Broker, dass ich mit 100 Euro im Monat 200 Euro... Okay, machen wir mal 100 Euro im Monat. Das ist doch perfekt. Ja, wunderbar.

Das eine wäre Sparplan auf einen Fonds, da muss man sich anschauen, man schaut sich die Gebühren an, sind die möglichst niedrig, ist es ein globaler Aktienfonds, also nicht irgendwie ein Themenfonds, also nicht Tech oder nicht. Pharma oder sonst was, er sollte wirklich dann, wenn ich einen Fonds nehme, global breit aufgestellt sein, damit ich die verschiedenen Schwankungen, Risiken habe.

damit ich wirklich am globalen Aktienmarkt partizipiere und nicht gerade in dem Thema bin, was im Moment gehypt ist und in drei, vier Jahren vielleicht nicht mehr. Also ein globaler Aktienfonds, muss ich mir die Gebühren anschauen. Da kann ich mit 100 Euro im Monat anfangen, natürlich. Was sind denn hohe Gebühren? Was ist es denn bei Ihnen? Wir sind im oberen Mittelfeld mit so 1,5 bis 1,8 Prozent. Das ist schon ein oberes Mittelfeld.

Aber der ist ja auch aktiv gemanagt. Ja, ja, müssen wir als kleine Firma, brauchen wir aber, also es ist nicht ganz teuer, aber es ist Mittelfeld. So, es gibt natürlich, also... 1,2 für einen Aktienfonds wäre schon billig, 1,5, 1,8 ist Mittelfeld, drüber wird es dann hoch, das würde ich dann nicht mehr machen. Und dann einfach anfangen und das dann laufen lassen.

Eingreifen. Genau, genau. Und dann vielleicht tatsächlich den einen Monat in einen Fonds und nächsten Monat in anderen Fonds. Also wenn man zwei Fonds hat von zwei verschiedenen Gesellschaften auch. Und was ich auch empfehlen würde, wäre. eine unabhängige Fondsgesellschaft. Also es gibt Inhabergeführte, wir sind Inhabergeführte, es gibt aber noch so fünf, sechs, sieben, acht Inhabergeführte Fondsgesellschaften in ...

Deutschland, das kann man finden, wenn man ein bisschen googelt, also nicht DWS oder BlackRock oder sowas Großes, sondern wirklich, wo noch ein Unternehmer als Person dahinter steht, verantwortlich dahinter steht. Denn in den großen Fondsgesellschaften ist es so, die Fondsmanager wechseln im Schnitt alle 3,5 Jahre. Also da ist eine Riesenfluktuation. Wenn sie gut sind, werden sie abgeworben. Wenn sie schlecht sind, werden sie entlassen.

Bei uns inhabergeführten Gesellschaften, das ist natürlich so, wir können auch mal schlechte Jahre haben, aber wir stehen für unsere Kunden da, wir stehen Rede und Antwort. Wie gesagt, es gibt ein gutes halbes Dutzend bis ein Dutzend in Deutschland. Das würde ich bevorzugen. Das ist der eine Weg. Also wirklich über Sparplan, wenn noch ein bisschen was da ist, würde ich trotz...

der hohen Goldpreise, wir auch so eine eiserne Rücklage in Gold bilden im Laufe der Zeit. Auch jetzt noch, weil der Preis ist ja sehr hoch. Ja, das kann noch ein bisschen weiter gehen. Wir sind im Max Otto Multiple, haben wir ja einen hohen Goldanteil. Da werden wir irgendwann anfangen, etwas abzubauen.

Aber Gold hat ja auch einen Versicherungsaspekt. Also wenn irgendwann mal alles zusammenbricht, habe ich dann noch meine Goldmünzen. Ich komme ein bisschen auf das persönliche Vermögen an, aber es schadet nichts, 10, 20 Prozent wirklich. als Sicherheit, als echtes Gold in Münzform da zu haben. Kurze Frage noch zu dem Sparplan. Sie haben von Fonds gesprochen. Was halten Sie von ETFs?

ETFs vs. aktive Fonds: Die Lektion der "Nifty Fifty"

Oder schließt sie das aus, weil es quasi ein Konkurrenzprodukt ist? Kann man auch machen. Also man hört immer, kauf den ETF, der ist viel billiger. Das stimmt nur teilweise. Es sind zum Teil natürlich auch Gebühren dahinter versteckt. Es sind auch komplexe Produkte zum Teil, wo also ... nicht voll replizierend ist, wo also der ETF nicht durch die Aktien abgedeckt ist, die er eigentlich vertreten soll, sondern wo durch Derivate und synthetische Produkte im ETF

quasi dieser Index nachgebaut wird. Also das muss man sich sehr genau anschauen, aber ETFs sind absolut legitim. Es hat beides Vor- und Nachteile. Also die Gebühren sind in der Regel etwas geringer, aber wie gesagt. Es ist gar nicht so einfach, in den ETF hineinzuschauen. Das muss man tun. Das andere ist, dass ETFs in gewisser Weise blind sind. Sie bilden die Indizes ab.

Das heißt, im Moment haben diese Tech-Werte eben 30% Gewichtung im S&P 500. Und wenn da jetzt mal eine längere Tech-Flaute kommt, also Alphabet, Google, Nvidia, Die werden auch in zehn Jahren noch da sein. Video ist etwas volatiler als die anderen, weil es ein Ausrüster ist. werden wahrscheinlich die Nebenwerte besser performen. Wir hatten übrigens eine ähnliche Situation 1972. Es gab die sogenannten Nifty Fifty. Die Nifty Fifty waren Unternehmen,

In den USA, die galten als One-Decision-Stocks. Man muss diese Nifty-Fifty haben und muss sonst nichts mehr machen. IBM, Coca-Cola, McDonalds, Polaroid. Pan Am, ITT Schaub Lorenz und so weiter. Also die damaligen großen Namen der US-Industrie. Diese Unternehmen hatten fantastische Wachstumsraten in den 60ern. Und waren also sehr in Mode. Und so ab Ende der 60er beschleunigte sich ja die Inflation. 1971 hat Nixon die Goldbindung des Dollars aufgelöst.

Und dann waren 72 diese Aktien sehr, sehr teuer. Die hatten zwar Wachstumsraten zwischen 15, 20, 25, McDonalds 30 Prozent pro Jahr, was gigantisch ist. Aber sie hatten auch KGVs von 35, 40, 50, 70, 90 und 72 passierte dann. Durch einen Auslöser, Zinsenstiegen und so weiter, ein Nifty-Fifty, ein Platzen der Nifty-Fifty-Blase. Sprich, diese Top-Unternehmen sind ...

50, 70, 80 Prozent eingebrochen und haben zwischen 5 und 20 Jahren gebraucht, um sich wieder zu erholen. Manche auch gar nicht. Polaroid ist weg. Pan Am ist weg. Also sie waren einfach zu teuer und das könnte jetzt irgendwann bei den Big Techs auch so sein. Das heißt, der globale Aktienfonds als auch der ETF, also wenn er passiv ist, wenn er die Indizes abbildet, dann...

wird er dadurch erstmal gebremst. Das könnte, muss nicht, könnte ein aktiver Fonds unter Umständen besser machen. Aber das ist natürlich dann die Frage, was traue ich dem Fondsmanager zu.

Online-Broker, Boomer-Mentalität und Finanzverantwortung

Und jetzt, was halten Sie von diesen Online-Brokern? Also jetzt zum Beispiel, ich bin jetzt bei Trade Republic. Wie ist da Ihre Meinung? Da sind sie alle. Also auch mein Sohn ist da. Ja, die machen irre Werbung. Ich habe es mir noch gar nicht so genau angeschaut. Da kann man, glaube ich, auch Bruchteile von Aktien kaufen. Also grundsätzlich.

sind Online-Broker eine gute Sache, die demokratisieren das Ganze, kommen direkt, fand ich immer sehr gut, die sind ja wieder von der Commerzbank zurück übernommen worden quasi. E-Trade ist von JP Morgan übernommen worden oder Morgan Stanley, müsste ich schauen. Also es gab mal eine Zeit lang mehr unabhängige Online-Broker. Online-Broker im Prinzip ist eine gute Sache, man muss auch da schauen.

Ein bisschen ins Detail, also lieber was Etabliertes, Größeres, nicht auf die letzten Cents bei den Gebühren achten, weil Onlinebroker per se schon relativ billig sind im Vergleich zu... Sparkasse und Volksbank und sonstige. Also ich habe ein Konto für meinen jüngsten Sohn und auch ein Depot für meinen jüngsten Sohn, der ist jetzt neun bei der Sparkasse gehabt und haben Einzeltitel gekauft. Und dann, wenn wir eine Aktie gekauft haben, war zum Teil...

die Fixgebühren 50 Prozent des Preises dieser Aktie. Also 20, 30 Euro oder so für den Trade. Da muss man natürlich weg. Das geht gar nicht. Bei Trade Republic ist es ein Euro pro Trade. Eben. Egal wie hoch der Trade ist. Eben, das ist was ganz anderes. Und deswegen über Onlinebroker kann also auch ihr Mitglied aus der Community...

jederzeit sich ein Depot aufbauen. Und das ist eine super Sache. Das ist eine Demokratisierung quasi des Finanzwesens. Man muss es natürlich mit ein bisschen Hintergrundwissen angehen. Klar und davon gibt es ja auch ausreichend viel online verfügbar. Da will ich Ihnen kurz erläutern, was heute Morgen los war. Also Trade Republic macht natürlich auch so Werbeaktionen. Wenn man Freunde anwirbt, dann bekommt man anteilig Aktien.

gibt es ja so eine gigantische Aktion, irgendwie bis zu 500 Euro. Wenn die Person, die man anwirbt, innerhalb von einem Zeitraum Geld einzahlt und investiert. Das ist natürlich gigantisch. Habe ich mir gedacht, okay, krass, weil ich benutze Trade Republic sowieso und vielleicht haben ja...

einige meiner Follower ja Lust, irgendwie da ein Konto aufzumachen. Und dann habe ich das erstmal ganz vorsichtig auf Telegram geteilt. Für die, die es eh aufmachen wollen. Das ist ja sehr positiv für beide Seiten. Und interessant waren die Reaktionen. Und die Reaktionen waren, ja, das wirkt so scammy und ich solle das doch nicht machen, das würde meinem Image schaden und so weiter und so fort. Und ich fand das interessant.

Diese Reaktion, diese Menschen hatten sich dann auch als Boomer geäußert, geoutet. Und ich habe mir gedacht, das ist ja krass, dass diese Verantwortung, die übernommen werden muss heutzutage, in der Generation, in der ich aufwachse, geht es nicht mehr anders.

Die finanzielle Verantwortung muss übernommen werden. Und ich fand es schon fast anmaßend, ich habe mich richtig aufgeregt, gebe ich zu, dass es dann so getan wird, als wäre das irgendwas Schlechtes. Als würde es meinem Image schaden, diesen...

Affiliate-Link dann zu teilen, weil ich dachte, hey, schon ein gutes Angebot, warum denn nicht? Und ich bin sowieso auf der, ich finde die Plattform super. Also ich habe auch sonst keine Werbung mit denen oder gar null, nichts. Wenn die selber schon drauf sind. Ja, ich fand aber die Reaktion so interessant, weil ich mir denke, Die Boomer haben eine Rente. Das ist alles sich und ich gönne es denen auch. Es ist in Ordnung, aber ich muss anders denken. Und dann immer noch so ein...

So ein leicht herablassendes Blick darauf zu haben, an der Börse zu investieren, mit Geld umzugehen, sich um Vorsorge zu kümmern, finde ich eigenartig. Tja, eigenartig. Menschen sind menschlich. Und ich kriege diese Reaktion von meinen Generationskollegen ja durchaus auch. Also ich merke das schon, dass natürlich wir eine... Ich habe mal einen Artikel für den Nasehi geschrieben, das ist ein Münchner Soziologe, der hat ein Jahrgangsbuch zum Jahrgang 1964 gemacht.

Sagen wir mal so, wir Boomer waren viele. Ich war der geburtenstärkste oder ich war im geburtenstärksten Jahrgang. Wir mussten uns anstrengen und auch durchsetzen, weil es halt Konkurrenz gab. Aber wir wussten, wenn wir uns angestrengt haben, dann gab es ein vernünftiges. Und dann war es auch gesichert. Es war nicht mehr so selbstverständlich wie bei den 68ern. Die konnten Studienabbrecher sein und dann trotzdem...

Taxi fahren und dann Außenminister werden. Das war was anderes. Aber bei den Boomern war das alles geregelt. Wir mussten arbeiten, aber es war eigentlich... Die Welt war klar. Das ist in den nachfolgenden Generationen nicht mehr so. Ich habe auch da ein Weltsystemcrash, zwei Kapitel drüber geschrieben, Abstieg der Mittelschicht und so weiter. Deswegen ist mir das Soziale auch sehr wichtig, auch die sozial Schwachen. Das ist wie gesagt ja auch noch eine...

Diskussion in der AfD, also es ist nicht alles Marktwirtschaft, es ist nicht alles Deregulierung. Da muss man schon sehr genau schauen, was und wie und wo und ihre Generation. Und dann auch noch meine Kinder sind ja noch sehr jung oder die Älteren sind jetzt auch Anfang 20, aber die müssen ganz anders daran gehen. Das ist so. Und wenn ich sehe, dass Leute wie...

Jordan Peterson Affiliate Marketing machen, dass die bekanntesten Podcaster das durchaus machen. Also was ist schlecht daran? Ist es Werbung? Ist es offensichtlich, wenn sie es sogar selber nutzen? Und diese Bräsigkeit meiner Generation oder vieler Mitglieder meiner Generation, die führt uns jetzt ja auch so langsam in die politische Katastrophe. Das ist so, dass man sein eigenes...

Schärflein im Trocknen hat und dann irgendwie auch dicht macht und gar nicht mehr sieht, wie sich die Welt verändert. Das muss sich vielen Mitgliedern meiner Generation so anlassen. Das ist ja eine ganz leichte

Herausforderungen der Gen Z: Bücher, Chaos und Selbstreflexion

Kritik an der eigenen Generation. Wie blicken Sie denn eigentlich zum Beispiel auf jetzt, ob jetzt Millennials oder die Gen Z? Wie schauen Sie darauf? Ich meine, Ihre Kinder, Sie sagten jetzt, der Jüngste ist neun, die anderen zwei sind so Anfang 20 in dem Alter.

Ich weiß nicht, ob der Jüngste schon Gen-Alpha ist. Ach, gibt es auch schon Gen-Alpha? Ja, Alpha ist die iPad-Generation. Nicht, dass jetzt ihr Sohn so aufgewachsen ist, aber sagt man so. Aber jetzt, wie blicken Sie auf die Gen-Z? Ja, die tun mir leid. Also wenn ich sehe, wie kaputt die Welt ist, vor was Herausforderungen sie stehen. Ich bin bei meinen Kindern dankbar, dass sie noch auf halbwegs...

sagen wir mal, geordneten Schulen, in halbwegs geordneten Verhältnissen aufgewachsen sind, dass ich viel Zeit mit ihnen verbringen konnte. Ich lebe getrennt, aber ich habe trotzdem viel Zeit mit ihnen verbracht. Das ist alles sehr schön, aber es ist eine so brutale Welt. auch eine keine unbeschwerte welt mehr also wir haben doch als kinder was haben wir für mist gebaut ich erinnere mich daran dass ich einmal das war ich zwar schon ein junger teenager habe ich mit meinem freund

Fluorescein synthetisiert. Das ist ein hochpotenter Farbstoff. Dann habe ich das in den Fluss gekippt davor. Der war dann komplett gelb. Da sind wir natürlich... dann schnell stiften gegangen oder was haben wir für Dinge gemacht. Oder als Kinder, wir sind nach den Hausaufgaben oder mittags aus dem Haus und dann waren wir abends irgendwann wieder da und hat sich keiner Sorgen gemacht. Das ist alles vorbei.

Denn sie wächst in einer sehr viel unsichereren Welt auf, die Beeinflussung durch soziale Medien. Die Podcast-Algorithmen oder vielmehr die TikTok. Ich meine, lange Podcasts sind ja gerade das Gegenteil. Da kann man ja sich noch unterhalten. Das ist ja ein Gegengewicht dazu. Und deswegen waren ja auch Trump und Werns. Es waren jeweils vier Stunden bei Joe Rogan.

So kann man sich ja noch ein Bild machen über die ganze Person, aber so läuft ja vieles nicht mehr ab, sondern es sind ja 1 Minuten Clips, 30 Sekunden Clips, 90 Sekunden Clips und die Beeinflussung dann von Clip zu Clip zu klicken. Oder viele junge Mädels, die dann Generation Instagram fast, die also nur noch auf dieses Instagram fixiert sind, auch auf Selfies und so weiter. Und die Wirtschaft draußen ist brutal.

Jobsicherheit ist weg. Deutschland, wie gesagt, das Schlimmste steht noch bevor, da sind wir noch lange nicht. Also der Absturz ist schon größtenteils erfolgt, das können wir. Vielleicht ein bisschen verlangsamen und dann irgendwo vielleicht eine Bruchlandung machen und keinen kompletten Crash. Und dann wird es ganz lange dauern, bis wir hier die Basis wieder schaffen. Also ich habe sehr viel.

Bedauern für diese jungen Menschen und kann nur sagen, sucht euch Vorbilder, sucht euch starke Bücher. Bücher sind so wichtig, dass man... mal längere Zeit mit einem Gedanken verbringt. Also Henry Kissinger hat 2018 einen super Artikel geschrieben, wie die Aufklärung endet. Dann hat er gesagt, okay, die Aufklärung fing mit dem Buch an. Da sitzt ein Mensch.

In einem langen Podcast kann man das irgendwie simulieren. Da sitzt ein Mensch, ich kann mich mit dem befassen, wie denkt er, wie ist seine Theorie und es ist wie, als wenn ich mit dem Mensch spreche. Und dann kann ich dieses Buch teilen und kann darüber diskutieren. KI und Algorithmen machen irgendetwas, dann kommt was raus, aber ich kann nicht mehr nachverfolgen, warum sie was wie machen.

Das war eigentlich die Basis der Aufklärung, dass ich sehe, warum ist das so. Und damit sagt Kissinger, endet die Aufklärung. Mit dem Tod des Buches endet die Aufklärung. Deswegen finde ich es auch so wichtig, auch für jüngere Menschen zu lesen. Aufmerksamkeitsspanne zu schulen. Und in der Tat auch für sie Einkommen, Marketing.

Selbstständiges Arbeiten ist ganz, ganz wichtig. Ich möchte den Namen jetzt nicht nennen, aber eine liebe Freundin von mir, sehr bekannt aus dem Widerstand auch, die es hart getroffen hat, die hat bis heute... noch nicht so wirklich, möchte ich sagen, den Schritt zum Freelancer geschafft, dass man also jetzt irgendwie sich selber Einkommen erarbeiten muss. Also ich bin froh, dass ich geboren bin.

zu dem Zeitpunkt, an dem ich geboren wurde. Also Sie sehen, dass da vielleicht Herausforderungen auf diese Generation zukommen, mit denen Sie hatten natürlich auch Ihre... Aber die waren irgendwie eingebettet in einem anderen System, das jetzt eine gewisse Volatilität aufweist aufgrund von disruptiven Technologien. Ja, nicht nur Volatilität, Chaos. Also disruptiv ist ja noch mehr als Volatilität.

in der radikalen Veränderung. Glauben Sie, dass da vielleicht die Boomer-Generation etwas nachsichtiger oder mitfühlender sein könnte? Sollte. Also ich weiß nicht, ob sie es noch lernen. Ein paar sind es ja oder etliche sind es, aber viele sind es eben nicht, weil sie eben, aber ich meine, das ist auch menschlich, dass jeder so in seinem Horizont ist.

da nicht rauskommt. Also sich hinterfragen ist sehr, sehr schwierig und das schaffen nicht alle. Man könnte ja meinen, dass mit der Lebenserfahrung die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen, steigt. Offenbar ist das nicht so.

Deutschlands Abstieg: Lebensstandard und Verteilungskämpfe

Für manche steigt das massiv und manche kapseln sich umso mehr ein. Das ist korrekt. Sie hatten jetzt noch mal von dem ... von dieser Bewegung in Deutschland gesprochen und die vielleicht noch abgedämpft werden könnte. Könnten Sie mal

Ich weiß nicht, ob Sie überhaupt im Detail reingehen wollen, weil ich weiß, dass Detailprognosen schwierig sind. Das hatten Sie ja damals, der Crash kommt auch gemacht und die Detailprognosen waren ja oftmals falsch. Die übergeordnete Prognose war korrekt. Zwei Dinge waren falsch. Also ich habe hier, soll ich vorlesen? Bitte. Also zweistellige Inflation, die kam halt 15 Jahre später. Okay. Benzinpreise auf drei bis fünf Liter.

Das kam ja nicht. Euro pro Liter. Devisenkontrollen. Und dass bestimmte Euronoten wertlos werden könnten. Ja, okay, mit dem 500-Euro-Schein so halb. Und Devisenkontrollen durch die Hintertür auch. Ah, okay. Da gebe ich es so im Detail nicht aus. Also das wird jetzt anders gemacht. Wir haben natürlich die Meldepflicht. Obergrenzen für Bargeld, das ist zwar ein bisschen was anderes, aber man fängt an, die Geldfunktionen einzuschränken. Okay, und das war mit dieser Prognose quasi auch gemeint.

Jetzt lesen wir aber aus dem Vorwort vor und da sind natürlich ein paar plakative Dinge einfach mal so rausgehauen im Text selber. Ist das dann anders? Aber wenn wir jetzt... in die Gegenwart gehen und Sie haben jetzt eben, wie gesagt, von dieser Bewegung gesprochen. Ich weiß nicht, ob Sie jetzt Detailprognosen machen wollen, aber was ist es denn, was das Schlimmste ist, was uns in Deutschland noch erwartet?

Also wenn wir es uns im Detail angucken. Naja, eine radikale Absenkung des Lebensstandards. Sie sehen es ja schon im Prinzip bei der Diskussion rein da ab 70, was ja eine Unverschämtheit ist. weitere Enteignung, aber

Polarisierung der Gesellschaft und schwindende Mittelschicht

Die Industrie wandert ab, das ist ja schon völlig klar. Also die Wertschöpfung verlässt Deutschland, demzufolge wird das Leben sehr viel härter werden und wie sich das dann auswirkt, wird sich zeigen. Also Sie sprechen dann quasi von Verteilungskämpfen, die dann stattfinden.

Ja, Verteilungskämpfe, aber auch natürlich ein wesentlich kleinerer Kuchen. Und wir haben diese Polarisierung der Gesellschaft weiter. Ich sehe da keinen, das haben wir jetzt seit mittlerweile 30 Jahren, ich sehe da keine Rückwärtsbewegung, dass sich eine wirklich... eine neue Nomenklatura der Superreichen bildet, also da müssen sie Milliardär sein oder zumindest ein paar hundert Millionen haben, dann sind sie in dieser Schicht drin, bin ich übrigens nicht.

Wo ist denn, okay, jetzt können wir über Geld reden. Das, was früher ein bürgerlicher Lebensstandard war, 5 bis 10 Millionen heute, mal als Basisvermögen. Da können Sie einen früher bürgerlichen Lebensstandard simulieren. Ein Beispiel, ich komme mit einem Taxi hier an, der Fahrer war nett, sprach aber kein Deutsch und ich musste ihm die Adresse in sein Handy tippen. Und dann lief noch Musik.

Das ist eine wahnsinnige Einschränkung meines Lebensstandards. Früher hatte ich da eine gepflegte Dame oder gepflegten Herrn im Mercedes, der alle Straßen von Berlin kannte oder die und mit der ich mich gut unterhalten konnte und wo ich eine schöne Fahrt hatte. Dazu muss ich heute.

eine Privatschauffeur mieten. Ich habe in Berlin auch meine Firma, die mich gelegentlich fährt, aber heute nicht. Also ich muss ganz andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die heute nur noch für die wirklich reichen. da sind, um den Lebensstandard zu kriegen, den ich früher in der Mittelschicht hatte. Okay, kleine Intervention, aber es ist zugänglicher geworden für mehr Leute. Sie haben recht, also wenn Sie es jetzt so plakativ machen, okay.

Ich fahre nicht gerne Uber. Ich habe die App auch nicht. Ich habe sie, aber ich fahre nicht so oft. Es gibt Leute, die benutzen das wirklich die ganze Zeit. Da setze ich mich tatsächlich noch eher in die Tram, wenn ich ehrlich bin. Aber es ist trotzdem zugänglicher geworden für mehr Leute. Es ist billiger geworden. Das ist ein Sklavenmodell für die Fahrer.

Die Profite gehen an Uber und fürchterliches Unternehmen. Natürlich habe ich auch schon gelegentlich, ich habe die App selber nicht, aber bin schon mitgefahren und so weiter.

Macht von Plattformen und eine alternative Gesellschaftsvision

Das könnte man auch anders lösen, das wäre aber eine sehr philosophische Diskussion. Oder zum Beispiel, dass diese ganzen, für mich gehören zum Beispiel die Plattformen sehr streng unter staatlicher Aufsicht oder sogar verstaatlicht. Welche Plattformen?

Zum Beispiel ein Google. Das finde ich unglaublich, dass eine private Firma ein solches, ein solcher Macht hat. Und die sitzt in den USA. Ich meine, wir sind zwar investiert, ich wollte auch immer mal auf die Hauptversammlung fahren, da ein bisschen. meine Stimme erheben, aber bis jetzt hat es noch nicht geklappt. Also sicherlich haben wir gewisse Demokratisierungstendenzen. Das selber aber beim Fliegen.

Gestern, also es war der Horror, das Einchecken im Flughafen Köln-Bonn und sie kriegen eine Behandlung an der Sicherheitskontrolle von Leuten, die also nicht sehr höflich sind und auch nicht sehr gut Deutsch sprechen. Das ist entwürdigend, finde ich. Beim Fliegen gab es früher drei Klassen. Economy, Business First. Heute gibt es nur noch zwei. Privat und alle anderen. Gut, aber ...

Also ich gehe mal davon aus, dass sie gelegentlich auch First Class fliegen, vielleicht jetzt nicht auf die innerdeutschen Flüge, aber wenn sie international unterwegs sind, das ist doch schon nochmal ein gigantischer Unterschied. So Economy Class. International pflege ich Business First eigentlich nicht. Aber dann gibt es ja noch drei. Ja, aber ich habe es natürlich überspitzt, aber sagen wir mal so.

Um die Behandlung zu kriegen, die sie früher normal hatten, von Check-in bis Check-out, müssen sie fast privat fliegen. Also so verschiebt sich das alles in der Gesellschaft und das ist Folge. dieser wachsenden Schicht von Superreichen, der Stauchung der Mittelschicht, das schreibe ich auch schon seit 20 Jahren oder seit 17 Jahren drüber und einer Nivellierung nach unten. Klar gibt es gewisse Dinge, die...

weiter verfügbar sind, aber gestern noch gelesen in den USA, die ja auch da Vorreiter sind, leben 70 Prozent der Bevölkerung von Paycheck to Paycheck. Das kommt in Deutschland auch, da sind wir noch ein bisschen hinterher, aber wir haben eine Verarmung

Sehr breiter Bevölkerungsschichten und deswegen sind ja auch die Mageranhänger von Trump so enttäuscht. Da hat er gesagt, make America great again, rebuild our economy. Also er wollte das Land groß machen, America first. Jetzt sieht man doch, dass... dass er sehr stark der Israel-Lobby verpflichtet ist. Man sieht, dass er Wahlgeschenke für die Reichen macht. Und man sieht, dass er eigentlich für die Städte, für die ärmere Bevölkerung wenig macht.

füttelt ja die Magerbewegung sehr durch im Moment. Es ist schon eine interessante Beobachtung, die Sie da machen und ich glaube, die würden den meisten auch teilen, dass sich tatsächlich irgendwas nach unten nivelliert hat. Und gleichzeitig der Zugang für mehr Leute da ist. Also es ist eine Demokratisierung, ob wir jetzt von den Online-Brokern reden, ob wir auch von dem Fliegen reden. Natürlich haben viel mehr Leute Zugang dazu, übrigens global auch.

Zugang zu Taxifahrten. Taxifahren war, als ich klein war, absoluter Luxus. Das haben wir ganz, ganz selten mal zum Flughafen in einem Notfall gemacht. Als ich klein war auch. Und heute kann man, ich muss mal schnell nach Mitte und dann setzt man sich dafür in den U-Bahn.

Also es hat sich auf jeden Fall was verändert. Der Zugang ist da. Der Service ist nicht mehr ganz so wie früher. Das stimmt. Dem würde ich nicht widersprechen. Aber es wurde trotzdem zugänglicher. Und wenn Sie jetzt über das, das fand ich interessant, dass Sie sagen, es ist entwürdigend, wie man behandelt wird. Und gleichzeitig.

Denke ich mir so, ja, weil diese Jobs auch nicht mehr gewürdigt werden. Es ist so ein bisschen ein wechselseitiges Spiel, dass sich Menschen, die dann vielleicht da sich kümmern, beim Check-in-Schalter, ob jetzt beim Flughafen oder im Hotel, dass man da auch nicht mehr so... vielleicht so freundlich oder mit denen umgeht, also dass die sich nicht gewürdigt fühlen in ihrer Arbeit. Also ich habe mir persönlich versuche ich immer mehr Dienstleister oder

Läden zu suchen, wo ich dann eine persönliche Beziehung aufbauen kann. Ich bin so ein Oldie, aber dieses Wechselspiel. Es ist ja weder die eine Seite noch die andere Seite, die es gestartet hat, sondern die, die das System so wollen, die davon profitieren und am Ende ist es nimmer uber, profitieren wenige Superreiche. Also natürlich sagen sie will. Wir haben das demokratisiert. Ich sehe, wie die jungen Leute viel übernehmen, aber die Fahrer werden ausgebeutet.

Wir haben, vielleicht müssten die jungen Leute auch nicht ganz so viel fahren und wir hätten würdevollere Jobs, wir würden mehr in die Ausbildung stecken. Das ist natürlich eine völlig alternative Gesellschaftsvision, so wie es ist.

Persönliches Vermögen, politisches Erbe und Namensänderung

haben wir eine sehr starke Nivellierung auf sehr niedrigem Niveau und sehr wenige Superreiche. Ja, und diese Nivellierung haben wir in vielen Bereichen. Ob jetzt, wenn wir über Bildung reden, haben wir ja ein ähnliche. Ein ähnliches Muster, das wir da verfolgen können. Mal kurz noch mal zu diesem Thema Superreich und Vermögen. Was hatten Sie vorhin gesagt? Sie sagten...

Bürgerlich ist zwischen 5 und 10 Millionen oder war das das mal? Ich habe das nicht ganz verstanden. Also sagen wir mal so für einen groben bürgerlichen Standard, weil heute viele, um sich zur Ruhe zu setzen, im groben bürgerlichen Standard würde ich das mal als. Also das muss man haben, also heute, um sich zur Ruhe zu setzen. Aber das könnten Sie ja zum Beispiel ohne Probleme. Ja.

Genau. Erzählen Sie, wie viel Vermögen Sie haben? Nein. Haben Sie das jemals gesagt? Das werden Sie mir jetzt auch nicht sagen. Nein, weil es auch schwer schätzbar ist. Es gibt natürlich Aktienportfolios, es gibt Immobilien, es gibt aber auch vier private Firmen.

Da kann man eine Ziffer dranmalen, aber die würde ich natürlich nicht verkaufen. Also von daher ist es ja auch ein bisschen gestreut. Aber für ein bürgerliches Leben reicht es. Genau, und sie haben ausgesorgt. Kann man so sagen. Und sie sind trotzdem aktiv, sie machen Sachen. Und ich frage mich, warum sie nicht einfach sagen, okay, es reicht, ich gärtne, das machen sie ja auch gerne, ich ziehe mich zurück, kümmere mich um meine Unternehmen und natürlich um meine Kinder und alles, aber es reicht.

Warum machen Sie das nicht? Tja, der Mensch ist auch homo politicus und ich bin in einem sehr idealistisch preußisch geprägten Haushalt aufgewachsen. Mein Vater war sehr, sehr... engagiert öffentlich, in der Kommunalpolitik, in der Kirche. Und ich denke, das habe ich einfach übernommen, diese Haltung. Also es ist auch ein bisschen ein familiäres Erbe. Kann man sagen, ja.

Nach dem Tod ihres Vaters 83 haben sie seinen Namen übernommen. Sie hießen ja vorher Matthias Otte und sie haben dann den Namen übernommen. Vielleicht haben Sie schon mal darüber öffentlich gesprochen. Ich habe es nicht vernommen, aber können Sie das vielleicht mal erzählen? Sie waren 18 zu dem Zeitraum. Ja, übernommen habe ich den Namen tatsächlich erst 1989, also sechs Jahre später.

Und es war wirklich so, es kamen mehrere Dinge zusammen. Ich vermisse meinen Vater sehr. Ich war 18, als er gestorben ist. Er war und ist ein großes Vorbild. wollte ihn dadurch ehren. Und das andere war tatsächlich auch die Tatsache, ich war 86, 87 einer in den USA und bin 89 wieder in die USA gegangen. Und Max... ist es erheblich einfacher als mit Matthias. Also es kommt ein ideelles und ein pragmatisches zusammen und so habe ich das dann 89 gemacht und seitdem bin ich Max Otte.

Wikipedia als Diffamierungsmedium und Imagepflege

Ja, seitdem. Und so kennt man sie ja auch. Klar, es steht jetzt auch im Wikipedia-Artikel, soweit ich weiß. Ja, Wikipedia versucht immer alles Mögliche zu relativieren. Ich meine, ich habe da 10.000 investiert, um einen halbwegs objektiven Artikel hinzukriegen. Schaffen Sie nicht bei Wikipedia. Sie haben Geld investiert? Zehntausende. Wirklich? Ja, natürlich. Kriegen Sie nicht hin. Aber wie kann man da Geld investieren, um den Wikipedia-Artikel zu klären? Man muss...

ganz tief in die Diskussionsmechanismen einsteigen. Man muss Unter Umständen eine spezialisierte Agentur beauftragen und und und und und. Aber es wird trotzdem, nein Wikipedia ist ein absolutes Diffamierungsmedium im politischen Bereich. Sie werden das bei mir sehen, was da auch an... lächerlichen Kontroversen und Dingen aufgeführt wird, viel

Positives ist nicht drin. Also meine ganzen Medienauftritte, da steht kurz, führten zu allgemeiner Bekanntheit. Die Bestseller, die Prognosen, die Treffenden, das alles rausgenommen. Also der Wikipedia-Eintrag ist schon sehr, sehr abwertend. Und Ihnen ist das wichtig, weil die Wikipedia so ein, weil das einfach das größte Online-Nachschlagewerk ist? Die Leute gehen rein, gucken mal. Ich habe das tatsächlich 2005 bemerkt.

2005 stand da etwas in irgendeinem Diskussionsforum oder noch früher. 2003 stand etwas ganz Negatives über mich. Das kam dann hoch in diesem Diskussionsforum. war das ganz oben auch bei den Online-Searchs. Das war ganz am Anfang. Und das war aber eine Diskussion und am Ende dieser dreiseitigen Diskussion hat es die Frage völlig geklärt. Aber es stand ganz oben und es ist durch irgendwas ganz nach oben gespielt. Bad News Sales. Und dann habe ich bei diesem Forum angerufen.

To drei oder vier oder fünf. Ich habe gesagt, Leute, das stimmt so nicht und das ist sehr schädlich für mich, obwohl ja unten die Diskussion klärt, dass das nicht so ist. Könnt ihr das rausnehmen? Oh, ich spreche mal mit meinem Chef. Fünf Minuten später war es raus und das Bild.

Was die Leute von mir hatten oder die sich zum ersten Mal über mich informierten, war plötzlich ein ganz anderes. Und dann hatte ich gesehen, dass Wikipedia eben doch sehr, sehr wichtig ist und sehr meinungsbildend ist. Und dann war auch eine... lange Zeit ein halbwegs neutraler Artikel drin über mich oder auch ein positiver. Und seitdem ich natürlich politisch offener bin, ist das sehr, sehr negativ. Und da können Sie auch fast nichts dran machen.

Und deswegen haben sie so viel Geld in die Hand genommen. Aber dann, also Imagepflege... Ach so, ein Beispiel. Max Otte sagte, dass... weil man mich ja als Russlandfreund bezeichnet, dass das Ziel der amerikanischen Außenpolitik gewesen sei, seit 100 Jahren die Verbindung von russischen... Rohstoffen und deutscher Technologie zu stoppen. Es stand aber drin, Max Otte sagte, ein Beispiel hat der

meinen Anwalt hingeschrieben, bekannter Medienanwalt, und dann haben sie tatsächlich reagiert. Eine von vielen kleinen Dingern. Und jetzt steht drin, und das ist völlig Pille-Palle, das ist eine Lappale, jetzt steht drin, Max Otte zitierte Friedman mit der Aussage. Was soll das? Also ich meine, das ist eine absolute Nebengeschichte, viele wichtige Dinge. Meine Förderung des Human Roots Awards, meine diversen Aktivitäten, meine Medien.

Geschichten, meine Bestseller, all das ist nicht drin. Nur solche negativen Sachen. Das heißt, sagen wir mal, wenn das drin wäre und die anderen Sachen auch, wären Sie dann okay damit? Ja, natürlich. Aber es ist ganz klar ein Medium, was abweichende Leute... zensieren und auch schlecht machen sollen. Aber dann ist Imagepflege Ihnen auch wichtig.

Natürlich sollen die Leute einen halbwegs objektiven Eindruck von mir bekommen. Wir leben nun mal in einer Welt, wo man es auch kommunizieren muss, was man ist. Ich bin kein Einziger, selbstverständlich. Ich will schon, dass ein aus meiner Sicht fairer Eindruck entsteht.

Herr Orte, ich glaube, das haben wir mit diesem Gespräch auf jeden Fall hinbekommen. Es war sehr spannend. Auch danke für die ganz konkreten Tipps, die Sie gegeben haben. Ich glaube, das wissen meine Zuschauer auch sehr zu schätzen, weil es eben sehr, sagen wir mal, impolatil ist. Und viele fühlen sich da manchmal ein bisschen unsicher. Völlig zu Recht.

Ich würde sagen, ich habe noch circa drei Fragen aus der Community. Die zeichnen wir extra auf. Also für diejenigen, die auch diesen Kanal unterstützen wollen und die Möglichkeit haben möchten, interessanten Persönlichkeiten wie Herrn Otte Fragen zu stellen, werdet Kanalmitglied. Mitglied und dann habt ihr da die Möglichkeit. Ich sage zu diesem Teil Dankeschön, dass Sie hier gewesen sind und danke euch fürs Zuschauen.

This transcript was generated by Metacast using AI and may contain inaccuracies. Learn more about transcripts.
For the best experience, listen in Metacast app for iOS or Android