Willkommen zu Folge 17, die mit den leeren Akku in den letzten Wochen war ich auf einigen nachhaltigkeitsveranstaltungen, Panels, Netzwerktreffen, Strategie, Workshops und egal wo der zugrundeliegende Vibe war, derselbe Erschöpfung, ein leises Kollektives. Die Gesichter kennt man, die Themen auch, aber irgendwas hatte sich verändert.
Es ist so, als wäre die Luft raus, nicht aus der Idee, sondern aus der Energie, sie zu tragen und ehrlich gesagt, ich spüre es auch ein bisschen, ich wollte heute eigentlich gar keine Folge aufnehmen, ich habe das Mikro angeschaut, es hat Zurückgeschwiegen keine Lust, keine Energie, keine Pointe und irgendwie war das schon die Pointe, weil genau darum geht es heute, um dieses Gefühl, dass man alles gibt für Themen, die
euch wichtig sind. Und trotzdem merkt ihr irgendwie, dass nichts mehr zurückkommt, weil ihr bemüht euch um Nachhaltigkeit und merkt, dass ihr euch immer weiter davon entfernt, diese Müdigkeit, dieses Gefühl, dass Nachhaltigkeit sich verändert hat.
Früher ging es uns um Haltung, um Wirkung und Veränderung, heute geht es nur noch um Tabellen, Templates, Richtlinien, Normen, um Managementsysteme statt Menschen, um Nachweis statt Fortschritt, ihr kennt das, ihr wollt was bewegen und merkt irgendwann, dass ihr selbst kaum noch in Bewegung seid. Weil alles, was euch mal inspiriert hat, jetzt in diesen Formularen steckt.
Ich möchte heute über etwas reden, worüber ich sonst nicht so oft rede, ich rede sonst über zahlen, Gesetze, Richtlinien, über Systeme, die Sinn erzeugen sollen, aber heute nicht, heute geht es um das, was dazwischen passiert, wenn man merkt, dass man für das Richtige sich einsetzt, kämpft und trotzdem leer ist. Also keine großen Ansagen, keine Lösungen, keine powerpoint Weisheiten.
Nur ein ehrlicher Moment, ein bisschen leere und vielleicht auch ein bisschen Wahrheit. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr eigentlich alles richtig macht und es sich trotzdem falsch anfühlt? Ihr haltet euch an Standards, ihr baut Prozesse, ihr dokumentiert ihr prüft ihr kontrolliert, ihr erfüllt Fristen, beruhigt Prüfer und beruhigt euch selbst mit den Gedanken, dass Struktur ja auch
ein Fortschritt ist. Und trotzdem bleibt am Ende kein Gefühl von Fortschritt, sondern von Verwaltung, von Pflichterfüllung, von Aktivität ohne Bewegung. Das ist vielleicht das Paradox dieser Zeit.
Die, die sich kümmern, sind müde, die, die nichts tun, haben erstaunlich viel Energie, weil Ignoranz effizienter ist als Empathie, weil Verantwortung kein Wochenende kennt, weil jedes Tool, jede Norm, jede Richtlinie ein Stück von dem auffrisst, was Nachhaltigkeit einmal war, eine Bewegung, wir wollten Wandel und haben Managementsysteme gebaut, wir wollten Haltung und haben Nachweisprozesse entwickelt, wir wollten Wirkung und zählen stattdessen, was
Berichtspflichtig ist. Und das Tragische ist, wir merken es ja, wir sehen die Widersprüche, wir spüren die Absurditäten, wir wissen, dass man die Welt nicht mit Formularen retten kann, aber wir machen trotzdem weiter, weil es eben verlangt wird, weil es sonst keiner macht und weil es
irgendwie ja auch richtig ist. Und so stehen wir zwischen 2 Fronten, dem Anspruch, Sinn zu schaffen und der Realität, ihnen nachweisen zu müssen zwischen Begeisterung und Berichtspflicht, zwischen Haltung und Häkchen. Und während wir uns durch Checklisten kämpfen, gibt es da draußen Leute, die einfach weitermachen wie immer, ohne Bericht, ohne Rechtfertigung, ohne schlechtes Gewissen. Und manchmal fragt man sich, wer von beiden eigentlich besser
schläft. Vielleicht sind sie, vielleicht schlafen sie wirklich ruhiger, nicht weil sie es besser machen, sondern weil sie es gar nicht versuchen, und das ist vielleicht der Preis dafür, dass man sich kümmert, dass man schlechter schläft, aber wenigstens noch wach ist. I can't get no sleep. A close my eyes. But the beat. Cubes Call Phots Keep Looping Deadline Spinne System Humble all is on. Was? Was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was,
was, was, was. Was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was. Was, was, was, was, was, was? Und dann ist da dieser neue Druck, nicht mehr der Alte mit zu vielen Pflichten und zu wenig Zeit, sondern der, der entsteht, wenn man alles vorbereitet hat und plötzlich keiner mehr so genau weiß, wofür eigentlich.
Die Gesetze, die Normen, die Richtlinien, die Sicherheit geben sollten, stehen wieder auf der Kippe.
Csrd verschoben, verwässert, verhandelt, Iod r ja vielleicht doch erst noch später csdd ja irgendwo zwischen Lobby und Lähmung, und aus Brüssel klingt das alles plötzlich nicht mehr nach Fortschritt, sondern nach einem Rückzug auf Raten, und wir, wir sitzen da mit fertigen Konzepten, mit Tabellen, mit Strukturen, mit dem guten Gefühl, vorbereitet zu sein und merken, dass das Spielfeld sich schon wieder.
Verändert, dass das, worauf wir monatelang hingearbeitet haben, gerade still und leise entwertet wird. Erst heißt es, seid schneller, seid mutiger, seid bereit und jetzt heißt es ja, wartet mal ab, wir müssen das noch mal prüfen und irgendwo dazwischen geht der Sinn verloren, nicht weil wir ihn vergessen hätten, sondern weil er uns abhanden genommen wird. Dieser Druck, der ist anders.
Er kommt nicht von der Arbeit, sondern vom Zweifel, vom Gefühl, dass Mühe sich nicht mehr lohnt, weil politische Richtung und Realität nicht mehr dieselbe Sprache sprechen. Wir sehen die Zeit davonlaufen und gleichzeitig drehen sich die Räder rückwärts, die die Bremsen nennen es Pragmatismus, die, die noch antreiben, die werden müde, weil sie das Gefühl haben, gegen Nebel zu reden, man kann sich an alles halten und steht trotzdem wieder am Anfang, man kann liefern und keiner will es mehr
haben. Man kann richtig liegen und trotzdem verlieren, weil die Richtung längst egal geworden ist. Vielleicht ist das auch die Neue, das neue Paradox dabei. Wir professionalisieren Nachhaltigkeit genau in dem Moment, in dem die Politik sie wieder in die Ecke stellt, und ja, das zermürbt, weil man nicht gegen Faulheit kämpft, sondern gegen Beliebigkeit, gegen dieses laute Schweigen, das so tun, als wäre nichts passiert, als wäre Aufschub gleich Fortschritt und Entschärfung dasselbe wie
Entlastung und. Und dann sitzt man da nicht im Burnout, sondern in einem merkwürdigen Schwebezustand zwischen Wut, Müdigkeit und Gleichgültigkeit. Ein Zustand, der gefährlicher ist als jede Deadline, weil er langsam alles auffrisst, was man an Überzeugungen noch übrig hat. Verrede. Verrede verrede. Oh, oh. Harpy replaces. Kennt ihr diesen Moment, in dem ihr plötzlich merkt, dass ihr
das alles schon mal gesagt habt? Die gleichen Argumente, die gleichen Hoffnungen, die gleichen Gespräche über Wandel und Verantwortung, nur mit anderen Leuten in einem anderen Raum, bei einem schlechteren Kaffee und irgendwann stellt man fest, dass man nicht mehr inspiriert klingt, sondern routiniert, professionell, ja, aber leer, ihr habt euch reingekniet, Pläne geschrieben, Strategien entworfen, eure Teams motiviert, zahlen gesammelt, weil ihr dachtet, das bringt
jetzt was. Und jetzt steht ihr da, mit all eurem Wissen und keiner will es mehr wissen. Es ist, als hätte man ein Haus gebaut und während man gerade das Dach deckt, kommt jemand und reißt das Fundament ab, nicht aus Bosheit, sondern weil gerade Wahlkampf ist oder die Konjunktur kurzfristig wichtig scheint, man will Haltung zeigen, aber Haltung kostet es Kraft, und manchmal steht man einfach nur da und schaut zu, wie die eigene Überzeugung
langsam ausfranst auf. Auch ich erwische mich manchmal dabei, wie ich innerlich abwäge, ob sich das noch lohnt, ob man die richtige Sprache spricht, wenn man von Nachhaltigkeit redet, während die Welt wieder in Richtung Bequemlichkeit und Verdrängung abbiegt. Ich denke mal, vielleicht geht es euch auch so, man will das Thema nicht loslassen, weil es einen definiert, weil man weiß, dass es keine Alternative gibt. Aber gleichzeitig fragt man sich, ob man nicht längst Teil
eines Rituals geworden ist. Ein Ritual, das Reden, planen, berichten ohne Richtung oder Resonanz.
Und dann arbeitet man weiter, nicht weil man überzeugt ist, weil man, weil man nicht weiß, was man ohne dieses Thema dann wäre, weil sich diese Rolle eingerichtet hat zwischen Idealismus und der Schöpfung. Vielleicht ist das der der wahre innere Konflikt nicht zwischen richtig und falsch, sondern zwischen Glauben und aufgeben, zwischen weitermachen, obwohl man nicht weiß, wofür eigentlich und stehen bleiben, obwohl man genau weiß, dass man sich das nicht leisten kann und irgendwo
dazwischen, in dieser selber und schwebende, merkt man, wie schwer es geworden ist, noch zu begeistern, noch dazu zu klingen, ohne zu lügen. In dieser seltsamen Schwebe schwer geworden, begeistert zu klingen, ohne zu. Lügen. E. Zu lügen. Die. Zu lügen, die die. Die die die, die, die, die, die, die, die. Die vielleicht ist der Ausweg kein Masterplan, kein Neustart. Ein kleiner Riss, der.
Vielleicht ist der Ausweg gar kein Großer, kein Masterplan, kein Neustart, sondern einfach ein kleiner Riss in dieser perfekt organisierten Erschöpfungsmaschinerie. Vielleicht beginnt Nachhaltigkeit wieder da, wo wir aufhören, sie zu managen, wo wir kurz vergessen, wie das alles heißen soll, und wieder spüren, warum wir überhaupt angefangen
haben. Weil es nur um Gesetze ging und auch nicht um Kennzahlen, sondern um Haltungen, um den Versuch, diese Welt ein kleines Stück weniger sinnlos zu machen. Und trotzdem höre ich es immer öfter, Leute, die das Wort Nachhaltigkeit meiden, weil es verbrannt ist, weil es zu groß klingen, zu politisch, zu anstrengend, zu aufgebläht.
Ich verstehe das, aber ich finde es auch gefährlich, denn wenn wir aufhören, das Wort zu benutzen, überlassen wir es denen, die es nie verstanden haben, was es bedeutet. Man kann Begriffe nicht retten, indem man sie meidet, man kann sie nur mit Inhalt füllen, wieder und wieder und wieder so lange, bis sie wieder echt klingen.
Vielleicht ist das der Ausweg, nicht weniger sagen, sondern ehrlicher, mit mehr Substanz, nicht jedes Mal das große Ganze beschwören, sondern den kleinen Sinn suchen, im Gespräch, im Alltag, in den Punkten, wo der Zweifel ist. Vielleicht heißt Verantwortung heute auch mal stehen bleiben, nicht um aufzugeben, sondern um wieder atmen zu können. Denn wer ständig läuft, merkt irgendwann nicht mehr, wohin er
läuft. Also nehmt euch kurz raus, Fahrt den Laptop runter, lasst das nächste Meeting ausfallen, trinkt was warmes, geht raus oder einfach macht gar nichts. Vielleicht passiert dann das, was all die Strategien versprechen, aber was selten erreicht wird, Ehrlichkeit mit euch selbst. Und das ist vielleicht einer der nachhaltigsten Momente von allen. Ha, ha, ha, ha, ha. Ha, ha wa go go Login.
I get reed out we've on it break it break it six it's provit think to my trips feel to this still alive i on the stress, Stress was was, was, was, was, was was. Vielleicht ist der Ausweg gar kein Großer. Kein Masterplan. Kein Neustart. Das war Folge 17, die mit dem Lernakku. Vielleicht war das heute keine Folge über Nachhaltigkeit, sondern über das, was davon überbleibt, wenn man sie ernst
nimmt. Ich habe in den letzten Wochen viele Gespräche geführt mit Menschen, die genau das fühlen, diesen Widerspruch zwischen wollen und können, zwischen Haltung und Alltag, und ich glaube, es ist okay, das mal auszuhalten, nicht jede Müdigkeit ist ein Zeichen von Schwäche, manchmal ist sie einfach ein Echo von zu viel Verantwortung in zu wenig Raum. Wenn ihr das heute irgendwie gespürt habt, vielleicht weil euch das Thema auch zu lange
begleitet, zu oft enttäuscht, zu selten belohnt, dann nehmt das gehörig mit. Aber jetzt nicht als Last, sondern als Beweis, dass ihr noch nicht abgestumpft seid, denn wer noch zweifelt, wer noch hadert, wer sich noch ärgert, der hat den Glauben nicht verloren, nur die Geduld, und das ist in dieser Zeit schon ziemlich viel mehr Idealismus wäre wahrscheinlich ohnehin nicht abrechenbar.
