¶ Intro und Begrüßung
🎵 Music
bei einer weiteren Folge
Warte.
Ich will über die Krankheit der Könige reden. Aber bevor wir damit anfangen, erstmal schön, dass ihr da seid. Ich bin Torben.
Yes, Basti.
Genau. Und bevor wir richtig anfangen, müssen wir noch so ein paar organisatorische Sachen vorher machen. Zum einen könnt ihr für diese Folge wieder CME-Punkte kriegen. Timo hat sich netterweise darum gekümmert, dass wir über die Ärztekammer Niedersachsen zwei CME-Punkte gutgeschrieben kriegen. In dieser Folge sind drei Codewörter versteckt. Diese drei Codewörter, damit geht ihr auf unsere Homepage.
Gebt die in das Formular ein und dann leiten wir das an die Ärztekammer Niedersachsen weiter. Allerdings nur bis zum Timo, helf mir bis.
Zum Monatsletzten Torben. Ich gucke mal ganz kurz. Das ist in diesem Monat der dreißigste. Dreißigster Elfter, achtzehn Uhr
Ich muss Timo jetzt kurz auf seine Fingerknöche gucken. 几几几几几几几几几几
Wenn ich das so gemacht hätte, hätte das noch ein bisschen länger gedauert.
Yeah.
Gut, noch ein paar andere organisatorische Sachen. Wenn euch das der Pin-Up Docs innere Werte Podcast oder das Pin-Up Dogs-Projekt an sich gefällt, dann könnt ihr uns, freuen wir uns sehr, sehr gerne, wenn ihr uns fördert. Wie könnt ihr das machen? Auf unserer Homepage ist ein Fördern-Button. Da könnt ihr draufklicken, dann kommt ihr in einen Paypal-Link und dann könnt ihr uns, was immer ihr für richtig haltet, in den Hut schmeißen. Und wir freuen uns sehr.
Wir waren ja gerade mit der ganzen großen Pinabdogs-Familie im Harz. Ich war das letzte Mal im Harz in der dritten Klasse auf Torfhaus-Klassenfahrt und Wenn ihr uns ermöglichen wollt, dass ich jetzt nicht wieder dreißig Jahre warten muss, dann könnt ihr fleißig in den virtuellen Hut werfen.
Das war jetzt aber mit dem Alter ein bisschen geflogen.
Naja, aber so viel jetzt auch nicht.
Yeah.
Wenn ihr die CME-Punkte beantragt, freuen wir uns tatsächlich sehr, wenn ihr uns tatsächlich ein bisschen was in den Hut schmeißt, weil es doch ein bisschen Zusatzaufwand für uns ist, der ja eigentlich nichts mit dem Podcast. Um the four uh Ja, und wir haben Kommentare bekommen. Jungs, wollt ihr da vielleicht?
Ja, Moment mal, Torben, jetzt hast du ja deinen Trademark-Satz vergessen. Das hast du ja gar nicht gesagt, dass man uns auf Dieser ein Herzchen geben kann, dass man uns bei iTunes bewerten kann. Das heißt nicht mehr iTunes, das heißt Apple Music, und dass man uns
I have a podcast.
Airpo-Podcasts und dass man uns auf Google Podcasts, was kann man da machen?
Ich glaube, da kann man auch Sterne vergeben.
Hier kann man Sterne vergeben und auf Spotify kann man uns folgen. Auch das macht gerne. Ja, und Tom hat gerade schon anmoderiert. Wir freuen uns immer über euer Feedback. Wir freuen uns auch, wenn ihr euch vielleicht Themen wünscht und wir freuen uns besonders, dass wir jetzt auch mal wieder zwei inhaltliche Kommentare adressieren dürfen.
¶ Kommentare
Und ja, der erste kommt.
Der kommt aus Hannover.
Ah, de nossa alma mater.
I have fun.
Unser aller alte Mutter.
Immer wieder freuen wir uns, wenn jemand aus Hannover schreibt. Der gute Leon hat geschrieben und hat zur Hypertyriose Angemerkt, dass man den nicht-selektiven Wetterblockern den Vorzug geben würde. Das haben wir so gesagt.
Und ja, das ist im Endeffekt auch richtig. Wir haben ja zwischendurch auch, glaube ich, nochmal erwähnt, dass man auch mit kardioselektiven Beta-Blockern arbeiten kann. Und Dion hat da eine Studie gelesen, die uns auch nicht fremd ist und zwar von Isukazi et al, ich glaube aus Japan war sie, wo herauskam, dass bei der Wahl von kardioselektiven Beta-Blockern in der thyotoxischen Krise eine geringere Letalität messbar war gegenüber den unselektiven Beta-Blocker.
Das Ganze ist im Rahmen einer retrospektiven Analyse gelaufen und wir hatten diese Studie auch schon gesehen. Das fand ich auch ziemlich interessant, habe das tatsächlich sogar im klinischen Alltag. einmal genutzt, als wir diskutiert haben, was wir jetzt machen bei einer Patientin mit einer thyrotoxischen Krise. Die haben wir dann tatsächlich mit kardioselektiven Beta-Lockern behandelt, aufgrund
Dieses Hinweises. Aber in den Leitlinien ist das Ganze noch nicht implementiert, sodass man mal gucken muss, ob das Ganze auch für kaukasische Populationen gilt. Das ist natürlich, was so die Jode-Exposition angeht.
auch einen Unterschied und die Ja, die Genesen der tyotoxischen Krisen ist sicherlich in Japan nochmal anders zu bewerten und hat andere Ideologien als in Europa, aber der Hinweis ist sicherlich interessant, um Ja, wir hatten ja auch darauf hingewiesen, dass bei den nicht selektiven Beta-Blockern durchaus sehr hohe Dosen nötig sind, um da wirklich auch Effekte auf die Schilddrüse und
die Hemmung der Jodination zu haben. Von daher, schöner Kommentar und die Studie lohnt sich auch sich anzugucken, also das ist Isocci et al. Treatment and Management of Thyroid Storm, wer sich das nochmal genauer angucken möchte. Danke, Leon.
Ja, Kudos Leon. Leon schreibt nämlich, er hat gerade seine M2 geschrieben. Das war auf jeden Fall eine Phase in meinem Leben, in der ich mich noch nicht allzu tief in solche Literatur geschmissen habe. Deswegen weiß nicht, ob du damit vielleicht im Zuge deiner Promotion zu tun hast, aber ansonsten Hute ab, Leon, und alles Gute für dein für dein Examensergebnis.
Dat is een super fache.
Mm.
Und in Hildesheim sind wieder stellenfrei.
Leon geh ins Licht. Thomas Bier. Dann hat sich die liebe Mareike wieder gemeldet. Mareike hat sich schon nach unserer Premierenfolge mit sehr wertvollem Feedback zurückgemeldet. Mareike ist, wenn ich mich recht erinnere, leer MTRA. in einer Nuklearmedizinpraxis angebunden an ein Krankenhaus.
und hatte seinerzeit ähm schönes Feedback geliefert zur Blutungsgefährdigrafie. Und dann kann ich an dieser Stelle hier auch nochmal sagen, dass das tatsächlich dazu geführt hat, dass dieser Problempatient, den ich damals geschildert hatte, dann tatsächlich eine Blutungsquellenzidigrafie bekam und dadurch auch eine Blutungsquelle identifiziert wurde. Richtig gut behandeln ließ sich das im Nachgang leider jetzt nicht so ohne weiteres, aber auf jeden Fall hat das ein Ergebnis gehabt.
Ähm, Reike meldet sich dieses Mal zurück und gibt zu bedenken, dass wir in der letzten Folge Kontext der Schetosensintigrafie davon gesprochen haben, dass radioaktiv markiertes Jod verwendet wird. Das sei allerdings nur sehr selten der Fall. Und tatsächlich ist es so, dass das Technetium, was wir später im Podcast dann auch erwähnt hatten, eher das Mittel ist, mit dem Schetosynthigraphien durchgeführt werden. Denn da gibt es so einen Natriumiod-Simporter an der Schilddrüse.
Und der akzeptiert einfach alle einfach negativ geladenen Ionen, die so ungefähr in der Größenordnung von Iodid liegen. Und das gilt eben auch für Perklorate und diese Technetium-Verbindungen, die den Vorteil haben, dass sie eine geringe Halbwertszeit aufweisen, das ist strahlenschutztechnisch von Vorteil und die Verfügbarkeit von Chinesium für die Praxen ist dadurch auch problemlos möglich.
Genau. Vielen Dank, Mareike. Wir haben nachher noch so ein Thema, wo wir vielleicht auch nochmal wieder was von dir hören werden. Und du hast aber auch noch gefragt, ob eigentlich alle Berufsgruppen Teilnahmebescheinigungen für den Podcast bekommen können. Und da möchte ich ja nochmal kurz darauf eingehen. Also mit den Teilnahmebescheidigungen ist es so, Torben, unterbricht mich, wenn es nicht stimmt.
Aber das ist letztlich so, dass darauf das Thema und die Dauer der Fortbildung angegeben sind und die Tatsache, dass es bei der Ärztekammer zertifiziert ist und was letztlich dann aber eurer ArbeitgeberInnen
daraus machen und ob das akzeptiert wird oder nicht, da haben wir dann letztlich keinen Einfluss drauf, aber würde uns wundern, wenn es da Probleme gäbe. Aber da würden wir uns auch über Feedback mal freuen, wie das eigentlich so funktioniert mit den Bescheinigungen im Rettungsdienst und für MTRAs, MTAs, Pflegepersonal, das wäre wirklich interessant für uns.
Von Notversanitätern habe ich jetzt schon häufiger gehört, dass es akzeptiert wird. Ähm, tatsächlich habe ich mich sogar mal schlau gemacht, es gibt ja auch dieses amerikanische System, dass man das als Pflegepunkte anerkennen lässt, beziehungsweise Pflegefortbildungspunkte. Das ist tatsächlich relativ aufwendig. Und da wir es bei Ärztekammer zertifiziert haben, haben wir entschieden, dass das
Für uns erstmal so in Ordnung ist. Dieser Ionenkanal da ist ein relativ schlechter Türsteher, wenn der einfach alles durchlässt.
Okay.
Yeah.
Yeah.
Aber es ist also offensichtlich ja auch nicht alles, ne? Da wird ja jetzt irgendwie. Jetzt nicht jedes negative Ion findet den Weg in die Schilddrüse, aber
Um die um die Metapher weiterzuspielen, ist das wahrscheinlich aber auch der Grund, warum die Gäste dann nicht gehen, sondern einfach ewig bleiben.
Zum Glück ist das Technitium ja kurznehmig. Ja, vielen Dank, Mareike, unsere Frau fürs Nukulare.
Yeah.
Das Wort heißt Nukula.
Okay, kommen wir zum heutigen Thema. Wir machen mal was, was ihr wahrscheinlich, wenn ihr notfallmedizinisch tätig seid, auch schon mal gesehen habt. Und zwar...
¶ Einleitung: Geschichtliches und lyrische Ergüsse
Die wahrscheinlich älteste Krankheit der Welt. Bereits bei den Babyloniern in ihren historischen Schriften erwähnt, auch im alten Rom und im alten Griechenland durchaus bekannt. Wir reden heute über die Gicht. Und Das Lyrische kommt heute von Hedylus, der nämlich 270 vor Christus Folgendes geschrieben hat, das ist jetzt die English übersetzung The son of Bacchus, King of the Wine, who melts your limbs, and Aphrodite, queen of love, who melts your limbs, is gout, who melts your limbs too.
Also der Sohn von Bachus, dem König des Weins, der dir die Beine schmelzen lässt, und Aphrodite, der Königin der Liebe, die dir die Beine schmelzen lässt, ist die Gicht, die dir auch die Beine schmelzen lässt.
Der Gicht, da steht der Sohn.
Der Gecht, yeah.
Also ich hätte jetzt ja erwartet, dass Basti das in der Originalsprache vorstellen.
Yeah. Ich hab ich hab ja kurz vorm kleinen Latinum den den Wahlkurs geschmissen in der Schule. Also von daher hätten wir da auf dich zurückgreifen müssen, Tor.
Ähm, ja. Wie es jetzt bei mir so mit Fremdsprachen steht.
Wir wollen noch zwei weitere Zitate dazu bringen, damit ihr euer jetzt auch nicht ohne Gedicht von mir jetzt heute völlig ohne kulturellen Anspruch bleiben müsst. Der gute Thomas Sydenham, der Hippokrates der Tommi, hat 1683 die Gicht folgendermaßen beschrieben.
Die Gicht befällt meist alte Leute, welche ihre besten Jahre in der Weichlichkeit und Zärtlichkeit zugebracht haben, leckerhafte Speisen, Wein und andere Getränke zu häufig zuletzt aber alle in der Jugend angewöhnten Leibesübungen auf einmal unterlassen haben. Ja, also man weiß, warum die Gicht jetzt mittlerweile zunimmt, ne? Also ist schon eine schöne Beschreibung.
Und die Gicht wird auch die Krankheit der Könige genannt. Und wie wir wissen, hatten Könige eine Neigung zu Opulenz und einem durchaus erhöhten BMI. so auch Friedrich der Große, in dem eine ausgeprägte Neigung zu Gichtanfällen zugeschrieben wird, und von dem es folgendes Zitat zu lesen gab. Er hat wohl gesagt, ich werde Fieber haben, ich werde leiden, ich werde zuweilen schreien und meine Pfoten werden anschwellen. Also.
Das hat nicht nur heutzutage einige Menschen geplagt. Gicht ist mit einem Prozent aller Menschen, die das in ihrer Lebenszeit erleiden müssen, die häufigste Arthritis. deswegen auch in der Vergangenheit häufig aufgetreten und häufig beschrieben.
Ja, warum ist es die älteste Krankheit der Welt? Eigentlich eine schöne Geschichte, die sich faszinierenderweise nachvollziehen lässt. Vor zehn bis 20 Millionen Jahren gab es bei den Urmenschen oder wie immer man sie nennen möchte, eine Dilektion im Exxon 5 und das führte zu einer deutlich erniedrigten Eigenproduktion von Askorbinsäure. Und Askurbinsäure ist ein Antioxidant. Langfristig wäre das.
Ein großer Nachteil gewesen, aber es kam zu einer zweiten Mutation. Und diese zweite Mutation hat quasi den Abbau von Harnsäure über Alanton zu Ammoniak. Katalysiert. Und diese Katalyse wurde durch eine Mutation gestoppt. Und so verblieb die Harnsäure in unserem Blut. Und Harnsäure ist faszinierenderweise ein gutes Antioxidant. um unsere Harnsäure loszuwerden, weil wir mittlerweile so im Überfluss leben.
Ja, mittlerweile können wir den Shit halt rekombinant produzieren, ne? Was unser Körper irgendwann mal sich wegmutiert hat, hat die Gehirnleistung von Wissenschaft wieder aufgeholt. Jetzt produzieren wir das einfach selber.
¶ Epidemiologie
Ja, Epidemiologie. Jungs, wie sieht es aus?
Ja, viel. Ähm, je nach Bevölkerung und Region. 1 bis 7 Prozent. In Deutschland wird die Prävalenz angegeben mit 1,6 Prozent. Und Das ist regional auch sehr unterschiedlich. So ist zum Beispiel in Fidschi und Neuseeland in Fidschi oder auf Fidschi? In Fidschi. In Fidschi die Prävalenz viel höher als in Europa.
Und ähm ja, das lässt eben auch wenn hinsichtlich der Genetik der eine Schlüssel jetzt noch nicht bekannt ist, aber darauf schließen, dass ähm bestimmte genetische Muster prädisponierend wirken können, weil eben die Verteilung global sehr unterschiedlich ist. Und um fortzuführen, ist Gicht die häufigste Form von Arthritis. betrifft überwiegend Männer im arbeitsfähigen Alter, die zumeist auch kardiovaskuläre, renale und oder metabolische Komorbiditäten haben.
Weniger oft betroffen sind Frauen in jüngerem Alter. Das soll zum einen ernährungsbedingt sein und liegt zum anderen auch daran, dass die
Östrogene einen protektiven Effekt gegen diese Erkrankung haben, die führen nämlich zu vermehrter Hansäuraausscheidung. Nach dem Klimakterium sind Frauen in etwa gleich stark betroffen wie Männer, und insgesamt holen die Frauen Auch auf, also die Prävalenz steigt, weil es eben so ist, dass der mittlere BMI und der Anteil an Adipositas beim weiblichen Geschlecht relativ zunehmend ist.
¶ Pathophysiologie
nimmt. Ja, dann wollen wir darüber reden, wie das Ganze entsteht. Man hat klassischerweise als Ursache für eine Hyperorechämie und dann auch der Gicht, wobei man eben sagen muss, der Anteil Gicht zu Symptomfreie Hyperurikämie ist ungefähr 1 zu 5. Wenn man jetzt guckt, wie viele Leute wirklich eine Gicht entwickeln. Von allen, die Hyperurichem sind, sind es eben nur jeder vierte bis fünfte. Und da hat man eben als Ursache
den Stoffwechselstörung im Purinstoffwechsel angenommen, vor allem. Allerdings ist mittlerweile klar, dass vor allem veränderte Metabolisierung und Transportmechanismen in der Niere und im Darm da eine sehr viel größere Bedeutung haben. Möglicherweise hat dieser Fokus auch auf den Purinstoffwechsel so ein bisschen dafür gesorgt, dass das ja auch so ein bisschen stigmatisierende Erkrankung ist. Das wird immer gleich mit einem schlechten Gewissen assoziiert, weil
Menschen immer, wenn sie Füllerei und Alkohol gefrönt haben, einen Gichtanfall bekommen, natürlich irgendwie auch eine Nahrungsmittelassoziation besteht, aber es gibt eben einen großen Teil, der einfach durch unsere Ausstattung an Transportsystemen in Niere und Darm prädisponiert. Ist natürlich umso härter für die Leute, die es trifft, aber
Man muss eben sagen, es ist nicht einfach nur zu viel Bier und zu viel Fleisch, sondern man muss schon auch die richtige Konstell oder die falsche Konstellation an Kanälchen mitbringen, um eben da leid geplagt zu sein. Nur 10% werden durch die vermehrte Bildung von Harnsäure im Purinmetabolismus sozusagen ausgelöst und der Rest ist im Endeffekt durch die
individuelle Kanalausstattung bedingt. Zwei Drittel unserer Exkretion vom Urat geschieht über die Niere, das letzte Drittel über den Darm. Und in der Niere haben wir den Urat I Transporter
Vielleicht mal ganz kurz zum Verständnis der Schule, dass ich schon wieder unterbreche, aber nur einmal für alle, denen das nicht ganz klar ist, Urat ist einfach das wissenschaftliche Wort für Harnsäure.
Art ist ja immer Säure und Ur ist Hahn. Urat. Urart, genau. Ja, also der bekannteste Harnsäure regulierende Transporter ist ein Anionentransporter in der Niere im proximalen Tubulus und heißt Urat I praktischerweise.
Und der kontrolliert eben, wie viel Harnsäure wieder aufgenommen wird und nicht im Urin als Endprodukt landet, sondern wieder ins Blut kommt. Da gibt es noch tubulär weitere Kanaltransportsysteme, aber der Urat 1 ist eben der bedeutendste und unser körper geht damit auch ziemlich gut haushaltend um achtundzig prozent der harnsäure die filtriert wird wird wieder rückresorbiert oder resorbiert man soll ja nicht rückresorbiert sagen und nur 2% werden davon ausgeschieden.
Und dann kommen nochmal 8% dazu, die sezeniert wird. Also es wird relativ viel vom Körper wieder aufgenommen. Und das hat eben davon zu tun, dass, hat Torben ja eben schon gesagt hat, dass Harnsäure ein sehr gutes Antioxidant ist. Und der Körper das eigentlich auch braucht, aber wie das immer so ist, Chemische Stoffe haben nicht immer nur Nutzen, sondern können auch schaden. Und wenn die Konzentration von Urat
Im Serum eben zu hoch ist, dann kommt es zu Nebenwirkungen. Und das ist eigentlich auch ganz interessant, wenn man so ein bisschen auf Physik steht. Wer steht auf Physik? Weiß ich jetzt nicht, aber.
Mm-hmm.
Irgendwie so ein gewisses naturwissenschaftliches Begeisterungsvermögen hat, Torben steht auf Physik, dann ist das ganze Problem ja eigentlich. Sehr leicht physikalisch erklärbar, oder?
Ich hätte das jetzt eher als chemisch bezeichnet, aber ja.
Yeah, stimmt.
Im Endeffekt geht es ums um Löslichkeit, ne? Also die Harnsäure ist erstmal gut, wie Basti schon gesagt hat, als Angstantioxidant. Aber Löslichkeit ist ja abhängig von Temperatur und pH-Wert. Und die Löslichkeitsgrenze von Harnsäure liegt halt bei 6,8 Milligramm pro Deziliter bei 37 Grad und einem pH von 7,4. Wenn der pH jetzt aber abfällt oder die Temperatur wie in der Peripherie unseres Körpers, dann fällt auch diese Löslichkeitsgrenze abfällt. Und dadurch fällt das U fällt die Haarsäure aus.
Ja, wir bekommen einen Gichtanfall.
Was heißt das Ausfallen?
Ausfallen, es wird zu kristallen.
Ah ja, genau. Ja, und 90 Prozent dieser Harnsäure-Ausscheidungsstörungen, die Basti gerade ansprach, sind tatsächlich genetisch bedingt. Da gibt es also eine sehr starke Inter individuelle Heterogenität, die einen hohen Einfluss hat auf diese Kanalausstattung, die Basti eben angesprochen hatte.
Also, Temperatur, pH-Wert kann man natürlich auch. Das ist natürlich ungünstig, wenn man dann irgendwie nach dem Gezeche. ohne Flüssigkeit katerig im Bett liegt und so ein bisschen sauer wird, ist auch ungünstig. Und dann kann natürlich auch ein Harnsäureanfall, ein vermehrter Anfall im Blut dazu führen, dass die Orathomostase aus dem Gleichgewicht kommt. Also wenn wir jetzt einen konsumierenden Tumor haben und Zellzerfall, dann fällt eben sehr viel mehr Harnsäure an.
im Körper und das gleiche gilt für eine rasche gewollte oder ungewollte Gewichtsabnahme. Einfach weil der Zellumsatz gesteigert wird. Und das Ganze gilt auch, wenn wir eine harnsäuresenkende Therapie einleiten. Da werden wir später noch zukommen. Aber das sorgt eben auch dafür, dass die Harnsäure schwankt und schwankende Harnsäurewerte sind immer sehr ungünstig.
Weil der Körper dann auch mit renalen Mechanismen darauf reagiert und wenn dieses Equilibrium sich stark verändert, dann sorgt das eben auch dafür, dass im Gelenk oder im Bindegewebe mehr Harnsäure kristallisiert. Das heißt, wir haben jetzt eine Kombination multifaktoriell aus einer renalen oder und enteralen Harnsäureausscheidungsstörungen, meistens einem Überangebot an Poriden und dann möglicherweise auch noch Medikationen, die die ganze Ausscheidung verschlechtern.
damit mehr im Blut übrig lassen. Und häufig haben wir auch noch Komorbiditäten, insbesondere eine Niereninsuffizienz, die das Ganze auch noch verkompliziert und die Harnsäure im Blut erhöht. Im Endeffekt ist die Gicht, die wir als solche benennen, also eine Ablagerung von Harnsäurekristallen im Körper. Und das muss nicht immer zwingend nur im Gelenk sein. Das ist, glaube ich, ganz wichtig zu wissen.
dass eine erhöhte Harnsäure schon jahrelang bevor jemand einen Gichtanfall im Gelenk kriegt, im Periartikulären Bindegewebe, so Sehnen, Ansätze oder auch subkutan sich ablagert und da als sogenannter Tofus tastbar ist. Gerade auch so im Ohrknorpel kann das mal tastbar sichtbar sein. Und da ist eben wichtig zu wissen, dass nicht nur allein der Ausfall im Gelenk.
eine Gicht definiert, sondern eben auch wenn irgendwo im Körper Tofi sich ablagern. Das ist quasi einfach noch so ein Manifestationsort, der so ein bisschen stiefmütterlich behandelt wird, weil natürlich der Gichtanfall sehr eindrucksvoll ist, auch für die Patienten, aber Das ist nämlich nicht das Einzige, worauf man achten muss.
Wenn man das Ganze jetzt aber wieder zurück wird auf die Gelenkebene Hat Sebastian gerade schon gesagt, ist das Ausfallen von Uratkristallen im Gelenkspalt eben der pathophysiologische Schlüssel für den Gichtanfall. Und zwar ist es so, dass diese ähm Kristalle im Gelenkspalt dann als Fremdkörper wie ein Antigen auf das Immunsystem wirken und angegriffen werden.
Und Rezeptoren auf Monozyten und Makrophagen binden diese Kristalle und lösen, wie sie das eben so tun, eine rasche Entzündungskaskade aus. die in dem Fall vor allem vermittelt wird durch IL1 Beta und IL18. Und das ist aus zweierlei Gründen interessant. Zum einen ist es eben so, dass Interlokin-18 ein Fieberzytokin ist, sodass es bei schweren Gichtanfällen auch zu Fieber kommen kann.
Und zum anderen ist es so, dass man sich diese IL1 Beta vermittelte Entzündung auch therapeutisch zunutze gemacht hat, denn IL1 Beta-Antikörper, wie zum Beispiel Anakinra oder Kana Kinomap, wirken dann eben auch wunderbar gegen Gichtanfälle und können Also sind jetzt keine Erstinentherapie, aber können bei Kontraindikation gegen die Standardmedikamente, wie zum Beispiel eine schwere Niereninsuffizienz, zum Einsatz kommen.
Die werden überwiegend hepatisch metabolisiert, deswegen ist das natürlich sehr praktisch. Wir werden gleich noch sehen, dass die Niereninsuffizienz uns häufig bei der Therapie sowohl akut als auch im Langzeit in der Langzeittherapie manchmal Schwierigkeiten machen kann. Von daher ist das natürlich ein eher einem rheumatologischen Fachzentrum vorbehaltener Therapiezweig, aber Doch sehr interessant, dass man da mit Antikörpern ziemlich galant eigentlich arbeiten kann.
Passen wir nochmal kurz zusammen. Am Ende sind es drei Faktoren, die, wenn die Harnsäure erhöht ist, den Gichtanfall auslösen. Also die Ablagerung von Kristallen im Gelenk. Das ist einmal Kälte, deswegen haben wir eine höhere Wahrscheinlichkeit für die peripheren Gelenke. Das ist ein pH-Wert, Ausriss, hauptsächlich natürlich in den sauren Bereich. Deswegen nach Alkoholexzessen, bei Fasten, bei Intensivpatienten müssen wir das auch bedenken.
Und vorher bestehende Knorpelschäden, weil an diesen Knorpelschäden natürlich die Kristalle viel besser kristallisieren können.
Das ist auch wichtig, wenn wir mal einen Arthrosepatienten haben, wenn der zum Beispiel einem Gelenk einen schweren Knorpelschaden hat oder zum Beispiel eine Ritzarthrose hat. dann kann die der Gichtanfall eben auch mal an einem Gelenk auftreten, wo wir das sonst vielleicht nicht so erwarten würden. Zum Beispiel eben am Daumen-Sattelgelenk, wo wir das eigentlich nicht so häufig haben. Aber wenn jemand einfach eine schwere Arthrose hat, dann könnte der da auch einen Gichtanfall bekommen.
Guter Punkt. Außerdem kleiner Vorgriff auf die simplen Präventionsmaßnahmen später, ne? Bei entsprechender Veranlagung beim Saufen dicke Socken an.
Weißt du, wenn wir schon dabei sind, was ich auch schön finde, meine Mutter sagt immer, wenn jemand einen Kater hat, der liegt in Sauer. Um Es ist eigentlich viel passender, als man das als Jugendlicher so verstanden hat.
Oh, ihr fallen gerade Groschen, wenn ihr das werden könntet.
Okay, Jungs, wie präsentiert sich unser typischer Patient mit einem Gichtanfall?
Ja, kommen wir zur Klinik und ganz typisch ist die plötzliche anfallsartige Mohnartis, die sogenannte Arthrit urica.
¶ Klinik
Und die betrifft überwiegend mit ungefähr 60% das Großzählen Grundgelenk und das ist dann die klassische sogenannte Podagra. Am zweithäufigsten betroffen ist der Vorfuß, das ist dann die sogenannte Tarsitis. Seltener betroffen sind das obere Sprung und das Kniegelenk. So wie die obere Extremität, dort dann insbesondere das Ellbogengelenk und die Bursa Olekrani. Was die sagte gerade schon, wenn es schon vorgeschädigte Gelenke gibt,
Sind die bevorzugt betroffen und können dann auch mal eine eher atypische Lokalisation erklären? Und charakteristischerweise ist es so, dass die Schmerzen beim Gichtanfall in der Nacht oder früh am Morgen beginnen. Da wirkt die nächtlich gesteigerte Zytokinausschüttung als ein begünstigender Faktor.
Und nachts haben wir häufig vorher getrunken oder der Fuß hängt einfach außer Bettdecker raus und wird kalt.
Kommen wir zu den ganz klassischen nach Cellus und Galen definierten Zeichen für eine Entzündung. Hubor, Kalor, Dolor, Tumor, Funziolese- all das sehen wir bei den Gichtpatienten. Besonders der Schmerz ist in dem Fall führend und die Berührungsempfindlichkeit- das hat Basti gerade schon gesagt. Zum Teil wird selbst die Decke als störend empfunden und Socken und Schuhe ist gar nicht dran zu denken.
Da habe ich jetzt noch gar nicht drüber nachgedacht, aber das ist natürlich auch, wenn man das Gelenk wieder erwärmen will, schwierig, wenn man es nicht warm einpacken kann. Also vorher warme Socken anziehen.
Yeah.
Ja, wobei auch kleiner Vorgriff, fand ich auch interessant, dass tatsächlich die amerikanischen Leitlinien eine topische Therapie mit Eis empfehlen. Also es scheint so zu sein, wenn dann erstmal die Kristalle da sind, ist es auch egal, ob man das uh jetzt irgendwie noch weiter kühlt. Es wird dadurch offensichtlich nicht schlimmer, sonst würde das glaube ich nicht in der rheumatologischen Leitlinie stehen.
Das widerspricht sich ja auch null, weil es ja letztlich für bei dem, bei dem warmen Saufsocken geht es ja nur darum, das Löslichkeitsprodukt für meinen Exzess am Abend zu optimieren und ähm
Und wenn es zu spät ist, es zu spät.
Das andere ist eben Entzündungsbehandlung, genau.
Die Schmerzen steigern sich innerhalb weniger Stunden, am Ende Maximum. Meistens nach 24 Stunden erreicht oder ziemlich sicher nach 24 Stunden erreicht. Auch Ablagerungen in Bindegewebe und Seen sind möglich, sodass wir auch Tenninitiden und Bursitiden haben können. Und das Ganze ist selbstlimitierend. Nach vier bis fünf Tagen ist das Ganze vorbei. Vier bis fünf leidvolle Tage für die Patienten.
Auf jeden Fall. Ja, ich glaube, es ist nochmal wichtig zu betonen, auch das ist für die Anamnese wichtig, dass das Ganze eben schnell geht, bis es das Maximum erreicht. Und das unterscheidet den Gichtanfall eben von vielen anderen Mono- oder Oligo-Arthretiden.
wo das Ganze eher schleichend oder so undulierend verläuft. Die Patienten suchen eben nicht häufig nach zwölf Stunden schon einen Arzt auf. Beim Gichtanfall hält es fast niemand irgendwie zu Hause aus, weil eben innerhalb kürzester Zeit ein maximales Schmerzlevel erreicht ist. Und das ist auch was, was einen immer, wenn kein Trauma vorgelegen hat, auf eine Gicht bringen sollte.
Da kommen wir eigentlich auch so gleich zu den Fragen, die man so stellen muss. Man muss natürlich abklären, ob irgendwie ein Bagatelltrauma oder auch ein richtiges Trauma passiert ist. Und sollte auch fragen, ob schon mal ein Gichtanfall vorher bestanden hat, ob es irgendwelche rheumatischen Erkrankungen beim Patienten gibt und auch in der Familie, auch eine Familienanamnese bezüglich Gicht ist durchaus sinnvoll.
Wenn wir jetzt einen Patienten haben, der von mir aus nur eine Sprunggelenksartritis hat oder eine Gon-Arthritis, dann wäre es interessant zu wissen, ob ein Atemwegs oder ein gastrointestinaler In den letzten Wochen aufgetreten ist, weil man ja immer noch drüber nachdenken muss, wenn es jetzt nicht das Großzählen-Grundgelenk ist, was gibt es noch für andere Formen? Da ist eben auch die reaktive Artritis noch mit im Boden.
auch wenn die häufig nicht so deutliche Entzündungszeichen nach außen hin. Aber man sollte eben danach fragen, wenn man sich unsicher ist. Dann fragt man natürlich einen Nahrungs- oder Alkoholexzess ab, um in der Wahrscheinlichkeit weiter auf die Spur zu kommen. Und wenn man an ältere Menschen denkt, dann kann man auch nochmal die Medikation abklopfen und danach fragen, ob irgendwie in letzter Zeit was geändert wurde. Dabei sind vor allem interessant Dioretiker, die neu begonnen wurden.
Oder auch eine Harnsäure senkende Therapie. Denn wir hatten ja gesagt, gerade Schwankungen im Bereich der Harnsäure Level können Gichtanfälle triggern und das sollte man dann auf jeden Fall abklopfen. Wenn man weiterguckt und vielleicht schon in einem Setting ist, wo der Patient schon behandelt,
Wurde, dann sollte man irgendwie auch noch ein Auge drauf haben, ob typische Zeichen für eine Tumorerkrankung da sind. Also ein Gewichtsverlust, B-Symptomatik, weil natürlich eine konsumierende Erkrankung, die man den Patienten häufig irgendwie auch ansieht, die muss man irgendwie noch mit. mit ausschließen, wenn man solche Patienten hat. Das ist erstmal so, dass man es von fragen sollte. Timo, was macht man noch so oder was kann man noch an Diagnostik machen, außer der klinischen Diagnostik?
Genau, die klinische Untersuchung in Kombination mit der Anamnese steht ja im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen, die wir heutzutage so unter die Finger bekommen, hier relativ weit vorne. Aber es gibt eben noch Hilfsmittel. Wir werden ein Labor abnehmen, da kommen wir gleich nochmal ein bisschen da drauf. Wenn man geübt ist, kann man Gelenksfonografieren. Da habe ich nun überhaupt keine Ahnung von, aber da ist der.
Yeah.
Entscheidender Hinweis eine sichtbare Doppelkontur, und dann gibt es ein bildgebendes Verfahren, das sogenannte Dual Energy CT. Mareike erleuchte uns im Nachgang. Ich habe natürlich mir jetzt in der Vorbereitung der Folge dann auch Bilder angesehen. Ist ganz spannend, aber ich habe das jetzt noch nie gesehen und bin mir jetzt noch gar nicht sicher, ob das jedes Gerät kann oder nicht. Auf jeden Fall
ist es aber eine Computertomografie, die sich im Ablauf jetzt zu einer normalen Untersuchung gar nicht großartig unterscheidet, auch nur wenige Minuten dauert. Es ist kein Kontrastmittel erforderlich. Der Unterschied ist in eine konventionelle Computertomografie Misst die Schwächung am Gewebe eines Gesamtspektrums von Röntgenstrahlen und im Dual Energy CT lassen sich aber hoch- und nieder energetische Photonen
weitgehend unabhängig voneinander messen und das dann möglich ist dann, dass man die untersuchten Gewebe hinsichtlich physikalischer und chemischer Eigenschaften genauer charakterisieren und untersuchen kann und so eben Harnsäureablagerungen bildlich darstellen kann. Und genau, so ein Beispiel dafür wäre jetzt, wenn man sich ein normales CT vorstellt und da ist Kontrastmittel gegeben worden, da wird das Kontrast mit dir gefüllte Gefäß immer genauso aussehen wie ein Knochen.
Das wäre also im Dual Energy CT gut voneinander zu separieren.
Der Goldstandard ist laut Leitlinie die Gelenkpunktion. Die wird allerdings eher selten angewandt, in so 10% Punktions ins 10-Grundgelenks wird kaum gemacht. Bei Betroffenen kann man eher das Kniegelenk punktieren, weil es einfach technisch einfacher ist. Wenn man das gemacht hat, dann.
Die direkte Mikroskopie, um dann quasi die Uratkristalle darzustellen. Wo es dann tatsächlich gemacht werden muss, und das ist auch so, was man von den Unfälcherungen kennt: die septische Arthrit. Weil man hier natürlich. die Diagnose sichern will, zum anderen aber auch natürlich ein erreger Nachweis.
Ja, ich glaube, hier kommt es auch so ein bisschen darauf an, ähm, wie so die Klinik gestrickt ist. Wenn man eine große Rheumatologie hat, die das einfach häufig macht und auch am großzählen Grundgelenk sich safe fühlt, dann wird das sicherlich häufiger gemacht.
Allerdings ist das, glaube ich, extrem schmerzhaft und einfach auch so wenig Flüssigkeit da. Da muss man dann vielleicht ein bisschen Kochsalz noch reinspülen, um um da überhaupt was aspirieren zu können, dann brauchst du natürlich eine Mikroskopie immer und wenn wenn du es selber nicht kannst, musst du das Labor können.
Also du brauchst schon so ein paar Voraussetzungen, damit die Punktion halt auch irgendwie zum Ziel führt. Man kann das natürlich in den Kühlschrank stellen und dann verschicken. Aber am Ende des Tages will man ja auch irgendwie eine Therapie beginnen.
Und ja, wie das oben schon jetzt vorhin bereits genannt wurde, ist es gerade so die Monathritis der mittelgroßen Gelenke, so Knie wie du gesagt hast, oder Sprunggelenke, weil man sich nicht ganz sicher ist, passt eigentlich nicht so super gut zur Gicht. Patient ist vielleicht einfach auch systemisch krank, dann muss man einfach ran und dann muss das knie punktiert werden, dann ist es eben so, dann muss das ausgeschlossen werden.
Aber gerade die Großzehn Grundgelenke da im Anfall mega geschwollen. Der Patient toleriert keinen Socken und ich steche da rein, obwohl ich eigentlich schon weiß, es wird eine Gicht sein. ist natürlich jetzt die Frage, was es mir bringt. Natürlich sagt eine rheumatologische Leitlinie, sagt natürlich, muss gemacht werden, aber
Genau, da habe ich da gerade mit eingeleitet, ne? Also das ist ja dann irgendwie fast schon eine Blick- und Anamnesediagnose, ne? Da muss man dann wirklich Güter abwägen, ob man da dann reinstichen muss, wenn jemand mit einer klassischen Protaga und entsprechender Anamnese kommt. Ja, es gibt noch ein Hilfsmittel auch, ähm, Basti.
Man kann auch so klinische Scores, so ein Gout-Calculator zur Hilfe nehmen. Da hat auch die Amerikanische Rheumologische Gesellschaft eben so eine App rausgebracht und die lässt letztendlich ganz gut abschätzen, wie wahrscheinlich eine Gicht ist da. Dann gibt es Punkte insgesamt, sind es glaube ich dreizehn Punkte, wenn wir uns zusammenrechnen, und ab acht Punkten kann man die Diagnose einer Gicht relativ sicherstellen mit einem positiv prädiktiven Wert von null komacht sieben.
Kommt rein männliches Geschlecht, frühere Arthritisanfälle, Beginn innerhalb eines Tages, Rötung des Gelenks, Befall des MTP1, also die Putagra, eine Hypertonie oder Herz-Kreislauf-Erkrankung in der Namnese und eine Serumharnsäure über 5,8. Da werden wir gleich noch sehen, dass gerade die Serumharnsäure trügerisch sein kann. Aber dieser Score ist erstmal so ganz interessant, wenn man das einfach nicht häufig sieht, weil man vielleicht keine Rheumatologie im Haus hat.
und so ein bisschen Sicherheit gewinnen will, wie wahrscheinlich das eigentlich ist.
Was du jetzt noch nicht gesagt hattest, ist, dass die auch bei größer 8 Punkten einen hohen positiv prädiktiven, aber bei unter 4 auch einen sehr hohen negativ prädiktiven Wert hat.
Zur laborchemischen Diagnostik. Wir machen ein großes Blutbild. Wir bestimmen CAP, Kreatinin, Harnstoff, eine BGA und Transaminasen. LDH und APE, eins von beiden sollte wahrscheinlich sogar Standard sein, meistens ist es ja die LDH, sollten auch mitbestimmt werden, um konsumierende Erkrankungen zu verzogen. bei BSymptomatik, also zusätzlich zu dem Gichtanfall Anemie, ungeklärter Niereninsuffizienz, sollte man auch an multiples Myolom denken, also Leichtketten mit bestimmten.
Müssen wir noch über die Harnsäure reden? Die werden wir sicherlich auch bestimmen, wenn jemand mit so einem Krankheitsbild kommt, aber man muss eben immer wissen, dass die Harnsäure im Anfall aus mehreren Gründen so ein bisschen trügerisch ist. Man kann sie natürlich nutzen, wenn sie jetzt zum Beispiel erhöht ist, um zu sagen, ja, dass
Das passt alles, um das zu bestätigen, aber man darf eben nicht ausschließen, dass es ein Gichtanfall ist, wenn die Harnsäure normal ist oder wenn sie sogar erniedrigt ist. Das kann nämlich sein, weil eben relativ viel Harnsäure im Gelenk nun ausgefallen ist. Und im Serum fehlt und außerdem erhöht eine Entzündungsreaktion, die systemisch stattfindet, eben auch die Harnsäureausscheidung über die Niere. Das heißt, im Anfall selber nützt uns die Harnsäure relativ wenig.
Sie kann allerhöchstens das bestätigen, was wir klinisch schon denken, dass der Patient eine Gicht hat. Und wenn es dann passt, ist es gut, aber es ist eben sonst nicht weiter hilfreich. Das muss man ganz klar sagen. Wird häufig einfach mitbestimmt. Ich habe schon mehrfach gehört, dass jemand sagt, die Ansau ist aber normal. Das wird ja keine Gicht sein, aber das ist eben einfach nicht der Fall.
Richtige Infos.
Ich glaube, wir kommen zu unserem ersten Codewort. Und ich finde, das erste Codewort ergibt sich aus unserem Gespräch. Und eigentlich ist es Timos Codewort. Ich möchte es trotzdem nehmen: das ist die Saufsocke.
Stark.
Ja, wir wollen darüber sprechen, warum dieser Gichtanfall überhaupt irgendwann wieder aufhört. Und dazu ein kleiner Exkurs in die Immunologie. Fand ich sehr spannend. Es gibt experimentelle Studien und die haben nachgewiesen, dass
Zwei Prozesse da wegweisend eine Rolle spielen. Und zwar einerseits wird das, was Das Zytokin, was wir eben besprochen haben, das IL1 Beta, das wird, sobald es extrazellulär vorliegt, eben per Autophagie in Fresszellen aufgenommen und verliert dann einfach im Laufe der Tage immer mehr an Bedeutung und die Zytokin-Kaskaden werden immer mehr unterbunden. Und der zweite Prozess ist noch spannender, das sind nämlich Granulozyten, die diese Mononatrium-Urat-Kristalle im Gelenk.
nach ihrer Einwanderung aufgenommen haben, die machen eine bestimmte Form der Apoptose und die heißt Nettose. Das ist ein relativ neu verstandener molekularer Prozess. Diese Neutrophilen bilden sogenannte Neutrophil Extracellular Traps, also fallen aus. DNA und Proteinen, die kehren quasi alles, was sie im Inneren haben, nach außen und kotzen sich einmal aus und fangen mit diesem Netz, was sich aus DNA und Proteinen bildet.
überwiegend bakterielle Erreger, aber es funktioniert eben auch mit Mononatriumuratkristallen. Und damit wird eben ein Teil der im Gelenk befindlichen Kristalle gebunden und kann eben dann auch autophagiert werden. Das dauert natürlich ein bisschen, es müssen reichlich Granulozyten untergehen, bevor das wirklich klappt, aber das sind die beiden Gründe, warum irgendwann diese Kaskade im Gelenk dann. zu einem Ende findet.
dass du solche komplizierten Wörter in Kombination mit noch spannender sagen kannst. Aber.
Yeah.
Ich fand das wirklich spannend. Also ich habe mir so ein so ein elektronenmikroskopisches Bild da.
Das wollte ich gerade noch sagen. Was ihr alle nicht sehen könnt, ist, dass Basti hat hier dieses Mal große Teile dieses wunderbaren Skripts vorbereitet und hat uns hier so ein so ein elektronmikroskopisches Action-Bild dieser
Vielleicht das mal als Video sehen, also wenn man das mal live in Farbe, da kannst du einen Film von drehen.
So von der Kolorierung her wäre ich bei The Green Lantern, so falls ihr auf Superhelden steht. Aber gut.
Ist das Marvel?
This is Mario.
see you. Da machst du, glaube ich, Feinde, wenn du das jetzt auf die Karte kriegst.
Thomas, haben wir jetzt keine Zeit, dass du das jetzt googeln musst.
Dann schneid's bitte raus.
Das lasse ich genauso drin und wir warten auf die Kommentare dazu.
Yeah.
Und was wir was wir den HörerInnen jetzt für die weitere Folge auch ersparen, ist das Mononatrium vor dem Urat. Das macht bringt alle nur durcheinander. Wir sagen jetzt einfach Uratkristall. So, ja, das war ein richtig spannender Ausflug. Vergiss die, vergiss die Netto sind. Wie heißt?
Net over.
Nettose. Vergesst mir die Nettose nicht. Ich greife sie später nochmal kurz wieder auf.
Wenn's jetzt keine Gicht ist, also es ist vielleicht doch ein anderes Gelenk als das Großzehn Grundgelenk, was dem Patienten plagt, was kann es denn dann noch sein? Wir haben schon ein paar kleine Hinweise gegeben.
Ja genau, ein paar Dinge hattest du ja vorhin schon genannt, ne? Das ist von septischer Arthritis gesprochen, von reaktiver Artritis. Und was man sagen muss, ist, dass wir vorhin schon mal herausgehoben haben, wie rapide sich diese Gichtartinen entwickeln und es ist eben so, dass andere nicht infektiöse Mond- oder Oligoarthretiden sich weniger schnell entwickeln.
Skeptisch werden muss man, wenn die Rötung des betroffenen Gelenkes das Gelenk deutlich überschreitet. Also wenn das jetzt zum Beispiel bis auf das auf die mittlere Höhe des Schienbeins bei einer Tarsitis oder so geht, dann ist es deutlich weniger wahrscheinlich, dass es sich um eine Gichtatritis handelt, sondern da muss man eher auch denken an weichteinfekte wie ein Erisipel oder Phlegmone.
Die einzig wirklich echte und auch wichtigste Differentialdiagnose beim beim klassischen Verlauf ist die septische Arthritis, hatten wir schon mal angesprochen. Und an die muss man denken, insbesondere dann, wenn das Gelenk nicht unbedingt typisch ist für eine Gichtarthritis oder Immunsuppression besteht.
Ja, oder jegliche Erkrankungen, die auch mit Immunsuppression einhergeht, an den Diabetes zum Beispiel auch gedacht. Und da muss man dann wirklich immer sicher gehen und im Zweifelsfall einige Lenkpunktionen durchführen.
Ja, der Krankheitsverlauf ist ungefähr so. Häufig haben wir nach dem ersten Gechtanfall, nach der ersten Symptomatik, jahrelang freie Intervalle. Dann haben wir Rezidive in wechselnder Lokalisation, also eine Arthritis Seitans. Und dann werden diese Intervalle immer länger dauernd, sind teilweise auch nicht mehr selbstlimitierend. Und erfolgt keine harnsäuresenkende Therapie, kommt es dann zur Gelenktedestruktion. Ja, am Ende zu Athru.
Das ist auch, glaube ich, nochmal wichtig zu sagen, ne, dass ähm gerade Patienten, die keine harnsäuresenkende Therapie kriegen, die werden dann noch im Verlauf einfach immer komplexer, weil Die kriegen dann eben auch häufiger an vorgeschädigten anderen Gelenken ihre Gichtanfälle. Teilweise kriegt man die auch mit konventioneller Therapie dann gar nicht mehr unterbrochen.
Und das ist natürlich dann irgendwann gar nicht mehr das klassische Bild. Das sind dann Patienten, die haben schon über Wochen Schmerzen, finden niemanden, der die Diagnose stellt, weil irgendwie gar nicht, es eigentlich gar nicht zu einer Gicht passt. Also das kann schon durchaus tricky sein, wenn Patienten dann vielleicht auch
selber gar nicht genau wissen, was dass sie schon mal einen Gichtanfall mehrfach hatten und das gar nicht benennen können. Da wird es dann schon interessant und für den Kliniker schwierig zu diagnostizieren, wenn das dann eben überhaupt nicht mehr typisch ist für einen Gichtanfall.
Dann lassen sich nach Leitlinie die Hyper Urichemie und die Gicht in Stadien einteilen. Da wäre das Stadium A die asymptomatische Hyperurichemie, das Stadium B ebenfalls noch asymptomatisch der mikroskopische oder eben bildgebende Nachweis, zum Beispiel im Dual Energy CT von Uratkristall. Ausfällen. Das Stadium C wären dann Oratkristall-Ansammlungen mit Symptomen akuter Gichtanfälle. Und das Stadium D wird bezeichnet als fortgeschrittene Gichtanfälle.
Wir haben das später noch mal ein bisschen ausformuliert. Am belastendsten für die betroffenen PatientInnen ist in der Regel der akute Gichtanfall. Langfristig gesehen sind aber ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, da kommen wir später dazu, Nierenfunktionseinbußen kommen wir auch noch drauf und eben destruierende Gelenkveränderung deutlich bedeutender. für den Krankheitsverlauf als die Schmerzen im akuten Gichtanfall.
Ich hatte das eben ja schon mal, glaub ich, gesagt. Man hat früher auch immer zwischen akuter und chronischer Gier.
gesprochen, das ist aber mittlerweile verlassen worden. Also eigentlich sieht man die Gicht so als Kontinuumerkrankung, die sich dann im Endeffekt aus einer initial-asymptomatischen Hyperorechämie entwickelt zu subklinischen Uratablagungen, also das, was wir so als Tofi beschreiben, die aber den Patienten nicht groß stören, da ist dann irgendwie ein Knubbelsubkutan, aber der macht eben keine Beschwerden und man kann ihn auch nur klinisch in der Untersuchung finden, aber
Ich meine, gut, da weißt du eben auch nicht, ist das ein Gichttofus oder ist das ein Lipom, was auch immer. Die seltensten Fälle kriegen dann so ein Dual-Energy-CT, um das wirklich nachzuweisen. Und dann kommen eben die inflammatorischen, aktiven Gichtanfälle.
und wenn es dann eben nicht kontrolliert bist, kommt kommt es zu diesen chronischen Artretiden, den Knochenlesionen und den Folgeerkrankungen. Aber man muss, glaube ich, überlegen, dass eine Gicht eben nicht einfach nur immer dieser Anfall ist, sondern dass das eigentlich eine Lebenszeiterkrankung ist, als die man das Ganze auch sehen muss, die häufig lange asymptomatisch bleibt, aber eben Folgen haben kann, wenn man sie nicht therapiert.
Finde ich super wichtig, dass du das sagst, weil das war, glaube ich, auch so der Aha-Moment für uns alle während der Recherche. Vollumfänglich hatte ich das auf jeden Fall nicht begriffen und ich meine, ihr hattet was ähnliches gesagt. Das ist einfach wichtig, das als chronische Erkrankung zu begreifen und entsprechend zu adressieren.
Okay, wir wollen darüber reden, was man macht im Akutanfall. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten, wenn jemand dann die Diagnose gestellt hat, wie man das Ganze therapiert. Da sind eigentlich drei Wirkstoffe von Bedeutung.
¶ Therapie des Gichtanfalls
für die es auch randomisierte Daten gibt, die die Wirksamkeit nachweisen. Und im Endeffekt gibt es keinerlei Studien, die irgendeinen der Wirkstoffe favorisieren, dass er eben besser ist. einzig das Nebenwirkungsspektrum unterscheidet sich dabei. Und dabei wären als erstes auf jeden Fall die NSAR zu nennen, die einen wunderbaren antiinflammatorischen Effekt auch haben.
Da kann man sowohl klassische NSAR einsetzen als auch mit einem vielleicht etwas besseren Nebenwirkungsspektrum, die COX 2-Inhibitoren.
man hat allerdings natürlich eine große Gruppe an Menschen, die unter Gichtanfällen leidet, die einem sagen werden, dass sie keine, kein Ibuprofen einnehmen dürfen. Das sind nämlich die Menschen mit chronischer Niereninsuffizienz und gerade auch bei kardiovaskulär kranken Patienten oder Patienten, die Blutverdünner einnehmen und vielleicht vor einem Jahr schon mal einen Ulkus haben, muss man da natürlich vorsichtig sein und greift eher auf die Alternativen zurück. Was gibt es denn da noch?
Ich finde erstmal ganz spannend die Dosisempfehlungen dazu, muss ich ehrlich sagen. Weil ähm zu den NSAR nehmen wir jetzt mal Ibo raus, weil das sicherlich das ähm Geläufigste für alle ist, werden dreimal achthundert ähm empfohlen laut den amerikanischen Leitlinien, wenn ich das richtig sehe. Mit einer Reduktion. Und das wird in den Studien so gemacht worden sein. Wenn man sich aber so ein bisschen mit Ibuprofen beschäftigt, gibt es gute Studien zu Knochenbrüchen.
Die sagen, dass eine Steigerung von vier hundert auf sechs hundert keinen besseren energetischen Effekt bringt. weiß, dass hierbei natürlich auch der antiinflammatorische Effekt eine Rolle spielt. Deswegen will ich das gar nicht hier drauf übertragen. Ich frage mich halt, wie gut die Dosisfindung in diesem Bereich war. Und mein zweiter Gedanke dazu war. dass im amerikanischen Raum oder man muss ja fast sagen, außerhalb des deutschsprachigen Raums kein Novagin zur Verfügung steht.
Und wenn IBU nicht geht, hat Novagin ja zumindest auch einen leichten antiinflammatorischen Effekt. Da wäre die interessante Frage: Kann man das nicht auch benutzen? Die Alternative.
Spielt ja vor allem eine Rolle, wenn man jetzt die beiden Alternativen, nämlich das Corticosteroid und das Kolchizin nimmt, dass man dann eben einfach noch eine energetische Zusatzkomponente hat, ne? Aber ist glaube ich also die die Studienlage war bis vor kurzem überhaupt relativ mau, was überhaupt angeht. Vergleiche zwischen diesen Gruppen, also vor allem auch das Kochizin, weil es eben keine Lobby hat, weil das natürlich bis vor kurzem, glaube ich, relativ billig war. In den USA ist jetzt
Es sind, glaube ich, neue Zulassungen da. Das heißt, damit lässt sich wieder ein bisschen Geld verdienen, aber da wurden einfach überhaupt keine Studien gemacht, um das zu vergleichen. Also die Datenlage war sowieso relativ knapp und es würde mich nicht wundern, wenn es zu Novamin gar nichts gibt.
Ja, ich habe es gerade schon gesagt, also wenn NSAR nicht gehen, dann sind Corticosteroide, namentlich Pretnisolon, oral verfügbar. Man kann es auch ins Gelenk spritzen oder bei Patienten, die keine oralen. Aufnahmefähigkeit haben, kann man es auch natürlich IV geben und da so als Richtlinie 30 Milligramm bei Patienten mit hohem Körpergewicht auch mal 40 Milligramm.
Und dann alle zwei Tage die Dosis um 5 Milligramm reduzieren. Das ist so ungefähr das Schema, womit man arbeitet. Und das dritte Medikament, was für die Akutherapie infrage kommt, ist das Kolchizin. Und darüber werden wir gleich auch noch ein bisschen mehr sprechen. Ko-anergetisch kann man und soll man lokal Kälte applizieren, haben wir eben schon besprochen, wenn das Gelenk schon.
U-Rat-Kristalle hat, ist es egal, ob man da jetzt Kälte draufpackt. Im Endeffekt ist das Kind im Brunnen und wir nutzen den Anti-inflammatorischen Effekt der Kälte, um das Ganze auch ein bisschen zu betäuben, und kühlen es.
Ja, da muss man noch sagen, dass diese... Wenn man sich so Therapiefade anschaut, es wird so empfohlen wird, dass bei milden bis moderaten Schmerzen und wenn nur ein oder bis maximal zwei Gelenke betroffen sind, diese Wirkstoffe als Monotherapie eingesetzt werden. mit entsprechend auch zumindest etwas Datenlage.
Es gibt auch die Möglichkeit, Kombinationstherapie durchzuführen bei sehr starken Schmerzen oder wenn mehrere große Gelenke betroffen sind. Das ist dann allerdings Expertenkonsens und Expensons. Ja, gibt es eben keine Datenlage dazu.
Okay. Ja, was ich zur Akutherapie nochmal betonen würde, ist, dass natürlich wichtig ist, dass man das Ganze früh beginnt. Wir haben ja über Entzündungskaskaden geredet und Man sollte damit so schnell es geht anfangen, insbesondere weil das Ganze natürlich oral auch noch aufgenommen werden muss, wenn man die Tablette schluckt.
Das heißt, die Patienten müssen sofort was kriegen, sobald sie die Diagnose gestellt bekommen haben. Und wenn der Patient schon mal einen Gichtanfall hatte, dann ist es schon auch sinnvoll, die Therapie, die funktioniert hat, ihm mal zu verschreiben, dass er das zu Hause hat. Nicht jeder Patient muss damit in Notaufnahme rennen, sondern wenn das typisch wieder an der gleichen Stelle auftritt oder auf der Gegenseite, dann kann man so ein Pill-in-the-pocket-Konzept fahren.
Insbesondere wenn NSAR funktionieren, dann ist das natürlich leicht gemacht. Aber wenn das da eine Kontraindikation gibt, dann sollte man auch fürs Kolchizin. Zum Beispiel dem Patienten was an die Hand geben, weil man beim Kochzin auch weiß, dass es innerhalb von 36 Stunden gegeben werden muss, um gut zu funktionieren. Danach lässt die Wirkung deutlich ab. Zur Therapiedauer muss man sagen, dass mindestens zehn Tage empfohlen werden, weil es ansonsten häufig zu Rezidiven kommt.
eher sind 14 Tage empfohlen. Das hatte ich ja eben auch gesagt. Beim Bretnisolon würde man eben alle zwei Tage um 5 Milligramm reduzieren. Da ist man bei der Dosis von 30 Milligramm dann bei zwölf Tagen Therapiedauer. Ja, und dann muss man überlegen, wie man mit dem Patienten weitermacht. Es ist natürlich immer die Frage, wie aufnahmefähig jemand ist, der da mit so einem dicken Flunken auf der Trage liegt. Aber ich denke, es ist sinnvoll, dass man dem Patienten.
rät sich auf jeden Fall, auch wenn das Ganze gut funktioniert, ähm nach vierzehn Tagen zum Beispiel. Nochmal beim Hausarzt vorzustellen. Oder wenn der Hausarzt die Erstherapie macht, dass er dann nochmal einbestellt. weil man mit dem Patienten eben noch einiges zu besprechen hat. Das endet eben wie besprochen, nicht mit dem einen Gichtanfall, sondern wir müssen überlegen, ob der Patient langfristig eine harnsäure senkende Therapie braucht.
Und wir sollten eben die Zweitvorstellung nutzen, um jetzt nochmal eine Harnsäure zu bestimmen. Ich hatte gesagt, wenn Entzündungsreaktionen stattfinden, steigert die Harnsäureausscheidung in der Niere sich.
Und das, was wir im Gichtanfall messen, das kann eigentlich nicht Ausgangspunkt unserer Therapie sein, sondern wir müssen es nochmal kontrollieren. Und dann müssen wir im Endeffekt, wenn wir uns entscheiden, Wir brauchen eine harnsäure senkende Therapie, müssen wir den Patienten sowieso nach vier bis sechs Wochen noch mal zur Kontrolle einbestellen.
Ist, glaube ich, wichtig zu wissen, es dem Patienten klarzumachen, dass nicht mit der Behandlung dieses Gichtanfalls das Ganze leider zu Ende ist, sondern dass es für ihn wahrscheinlich weitergeht.
geht. Ja, das finde ich eine ganz wichtige Tech-Home-Message. Ich glaube, dass viele von euch gerade so in ihrem ZNA Ausbildungsstadium wahrscheinlich sind, ist einfach super wichtig, dass man eben der den PatientInnen das an die Hand gibt, dass die also ich würde es wissen, stärker von mir jetzt raten, die sollen auf jeden Fall dann zur Weiterbehandlung dieser chronischen Erkrankung sich ambulant wieder vorstellen.
Ja, und es geht ja auch so ein bisschen um Education, ne? Also, was kann man Patienten in diesem Stadium, wo sie so schmerzgeplagt sind, alles beibringen? Das bringt, glaube ich, relativ wenig da irgendwie über.
Bierkarenz und eine fleischarme vegetarische Ernährung zu reden, wenn jemand einfach solche Schmerzen hat, da braucht man ein bisschen mehr Zeit und da braucht man einen aufnahmefähigen Patienten, der muss auch verstehen, was eigentlich dahinter steckt und das Das kann er eben, glaube ich, in der Situation vielleicht.
Aber dann ist es ja umso wichtiger, den Punkt halt deutlich zu machen, weil sonst ist halt mit dem Schmerz auch der Gedanke gegangen. Das sollte man schon versuchen zu vermitteln, dass es absolut essentiell ist, dass Ambolant wieder vorgestellt wird.
wird. Da greife ich jetzt einmal vor, aber das ist eigentlich auch der Punkt, wo ich teilweise Leitlinienempfehlungen kritisch sehe, denn es gibt durchaus Fachgesellschaften, die auch raten, direkt im Gichtanfall
schon direkt mit Allupurinol anzufangen, also eine Harnsäuresenkende Therapie zu machen. Und da besteht natürlich auch die Gefahr, dass der Patient dann einfach Sachen machen, wenn er die ganzen anderen Mittel, also NSAR oder Kochizin oder Pretnisolon, dann irgendwann absetzt, dass er auch sagt, ich setze gleich das Aluporinol mit ab,
Wie war das nochmal? Ja, jetzt sind die Schmerzen ja weg, jetzt ist alles gut. Also, das ist, glaube ich, unterstreicht auch nochmal. In dem Moment ist mit den meisten Patienten die Verhandlungsbasis relativ schlecht, weil die einfach im Zustand so gemindert sind und sich gar nicht konzentrieren können. Also vereinbarten Wiedervorstellungstermin oder lasst das den Hausarzt machen.
Jetzt stecken wir ja gerade schon mittendrin in der Diskussion, können wir es auch gerade noch ein bisschen weiterführen. Früher war das ja eh No-Go, wenn man da noch dachte, dass die Urat senkende Therapie über die Spiegelschwankungen eben die Anfälle schlimmstenfalls aggraviert.
Mittlerweile weiß man, dass es sicher ist. Und deswegen ist es hier und da in die Empfehlung eingezogen. Aber dass es sicher ist, heißt für uns jetzt noch nicht zwingend, dass es auch eine super Idee ist. Das hat Basti ja gerade schon ausgeführt. Also, wir sehen das ja so ein bisschen anders. Ich möchte kurz auf das Kochitin noch eingehen. Da gab es eine große Multi-Center-ACT in Großbritannien, die
gezeigt hat, dass die Ergebnisse in der Behandlung des Gichterfalls gleichwertig zur NSAR sind, aber das Nebenbürgungsprofil bei Kochicine ist schlechter und auch mit steigender Dosis zunehmend. Man würde Im Gichtanfall 1,2 Milligramm Kochitzinakut geben, 0,6 Milligramm eine weitere Stunde später und dann weiterbehandeln mit 0,6 Milligramm morgens und abends.
Basti sagte gerade schon, dass man die Therapie mit Kolchizin bis spätestens 36 Stunden nach Symptombeginn begonnen haben muss, damit sie auch angemessen wirksam ist. Und wichtig ist hier noch zu sagen: gerade auch in Anbetracht etwaiger Pill in the Pocket Konzepte, dass Kochicin eben stark mutagen ist und Männer sechs Monate und Frauen drei Monate nach der Therapie eine sichere Verhütungsmethode anwenden müssen. Weiterhin ist zu achten, dass wir nicht mehr so gut.
Syp drei A vier Metabolisierte Medikamente in der Dauermedikation, wie zum Beispiel Makrolitantibiotika, Azolantimykotika oder HIV-Protease-Inhibitoren, denn da gibt es Wechselwirkung. Und Kochizin sollte dann nicht gegeben werden.
Ich finde es ganz interessant. Früher haben die Kollegen, heißt irgendwie dreißig, vierzig Jahre vor unserer Zeit, Kochizindosis Findung gemacht, indem sie so lange die Dosis erhöht haben, bis die Patienten gekotzt haben.
Da das ist auch der Grund, warum dieses Medikament in Verruf geraten ist, ne, weil das als sehr nebenwirkungsreich gilt. Aber das ist eben nicht der Fall, wenn man diese Low-Dose-Schemata verfolgt. Also, ähm, Wenn man da in der Tagesdosis irgendwie bei eins komma fünf Milligramm oder eins komma zwei Milligramm je nach Präparat bleibt, dann ist es eigentlich ein ganz ordentlich verträgliches Medikament und hat einfach einen schlechteren Ruf, als es haben müsste.
Muss man noch dazu sagen, glaube ich.
Trotzdem lustig, dass es so unterschiedlich ist. Die Dosis ist irgendwie ganz anders als die maue Perikaditis zum Beispiel anwendet.
Kommt, glaube ich, so ein bisschen darauf an, welche Formulierungen es in welchem Land gibt. Also ich habe häufig 0,5 und 1,0 oder 0,6 und 1,2 gefunden. Bei uns gibt es auch 06er in der Klinik. Aber es ist wahrscheinlich unterschiedlich in den Ländern. Ja, wir hatten noch gesagt, bei Komoriditäten Glucokortikoide, das ist natürlich dann auch immer die Frage, ob man da vielleicht noch einen Magenschutz dazugibt. Gleiches gilt eigentlich für die NSAR.
Alle für die Kombination.
Gerade das, genau, wenn man das da sich für entscheidet, ist vielleicht günstiger, Kochizin als Kombipartner zu nehmen. Aber ja, im Endeffekt sind die auch in der Effektivität gleichwertig. Da ist mal ein Naproxin. und Bretnesolon verglichen worden, sowohl was die Effektivität der Behandlung angeht, als auch die Nebenwirkungsrate. Und man muss sich jetzt auch keine großen Gedanken darüber machen, was so Langzeit
Therapien angeht, erkennt man ja einiges an Nebenwirkungen vom Cortison. Das ist bei diesen 10 bis 12 Tagen eigentlich eher zu vernachlässigen. Wenn man Diabetiker hat, sollte man natürlich den darauf hinweisen, dass Der Insulinbedarf zum Beispiel höher sein kann, aber ansonsten ist das sicher anzuwenden.
Therapie der Hyperorechämie, das heißt abseits des Gichtanfalls. Wann sollten wir Harnsäure senken und wie sollten wir es tun?
¶ Harnsäuresenkende Langzeittherapie
Muss ich erstmal sagen, wenn man keine harensäuresenkende Therapie macht. Können diese dauerhaft erhöhte Harnsäure zu Schädigung führen? Das sind einmal die Gichensäure.
Tofi.
Das sind aber auch Komplikationen wie Niereninsuffizienz und Gelenkveränderung. Aber wann man anfangen soll, die HDO zu denken, da sind sich die Leitlinien nicht so richtig einig, oder Junge?
Also ich würde es mal so zusammenfassen. Wenn man die rheumatologischen Leitlinien liest, dann ist im Endeffekt insbesondere in Europa In Deutschland ist da auch der Eula, also der European League Against Rheumatism, zugewandt.
Mother, I kill his mother, or does he?
I can't cry, is he?
zugewandt, weil da sagt man im Endeffekt, dass ein Gichtanfall eigentlich ausreicht, um eine Harnsäuresenkende Therapie einzuleiten. Bei den Leitlinien der Allgemeinmediziner, sowohl in den USA als auch in Deutschland, sagt man im Endeffekt ab dem zweiten Anfall, außer es bestehen Co. Erkrankungen wie zum Beispiel eine Nierensuffizienz Grad 3 oder eine sehr hohe Harnsäure von über 9 Milligramm pro Deziliter oder Nierenstein leiden.
Aber im Endeffekt ist das, glaube ich, auch so ein bisschen eine akademische Diskussion, ob man nun nach dem ersten und nach dem zweiten Anfall damit anfängt. weil die meisten Patienten, die einen Gichtanfall haben, werden irgendwann einen zweiten kriegen. Und ich würde jetzt mal sagen, dass dazwischen jetzt so viel Schaden schon entsteht, der irreversibel ist.
Würde ich jetzt mal eher bezweifeln, aber man sollte sich auf jeden Fall vor Augen führen, insbesondere wenn der Patient schon älter ist, comorbide ist, vielleicht schon ein kardiovaskuläres Risikoprofil hat, dass man direkt mit dem ersten Anfall anfängt mit der Therapie. Bei jungen Patienten, die vielleicht sonst überhaupt keine Medikamente nehmen und eigentlich kein kardiovaskuläres Risikoprofil haben.
Könnte man, denke ich, auch den zweiten Anfall abwarten. Aber ja, also wenn man nach den rheumologischen Leitlinien geht, eigentlich sofort ab dem ersten Anfall. Und dann muss man eben auch nochmal betonen, dann ist eigentlich auch eine Lebenszeittherapie. Also diese harnsäuresenkende Therapie ist keine Bedarfsmedikation. Das muss man nochmal, glaube ich, festhalten. Das ist nichts, was man ein Jahr macht, und dann ist der Wert in Ordnung.
Und man hört damit auf, sondern im Endeffekt ist es immer so, sobald man einen Gichtanfall hat, wenn man sich leitliniengerecht verhalten will, dann muss der Patient immer mal wieder einbestellt werden, um die Harnsäure zu kontrollieren. Und da kann man natürlich darüber entscheiden, wie viel von dem Allupurinol braucht man, aber es ist eben eigentlich eine lebenslange Therapie. Und alleine die Hyperorykämie ist kein Grund, ähm eine harnsäure senkende Therapie.
Einzuleiten, man muss eben schauen, hat der Patient Tofi, dann wäre das eine Indikation oder eben ein oder zwei Gichtanfälle plus minus Komorbiditäten, insbesondere Niere und Hahnleiter oder Harnsteine in der Vergangenheit.
Genau, also immer wenn, jetzt mal ab von der Debatte ob erster oder zweiter Anfall, immer dann, wenn schon Zeichen der chronischen systemischen Erkrankung eingetreten sind, muss man auf jeden Fall Behandlungen beginnen, richtig?
Genau, ja. Das kann man auf jeden Fall festhalten.
Wobei, muss man ja auch sagen, allein an... Serum-Harnsäure-Spiegel von größer 6,8 Milligram Deziliter. Also das entspricht ja dem Löslichkeitsprodukt, was wir beim pH von 7,4 und einer Temperatur von 37 Grad besprochen haben, keine Indikation ist.
Genau, es passt aber ja auch dazu, was ich vorhin gesagt hatte, dass nur jeder Vierte bis fünfte, der eine Hyperurechämie hat, die ja so definiert ist, auch eine Gicht kriegt. Also irgendwas scheint protektiv bei den meisten Menschen zu wirken, die verhindert, dass die Harnsäure ausfällt. so richtig genau wissen, woran es liegt, tut man noch nicht, aber ja, also die reine Hyperorechämie ist eben kein alleiniges Kriterium, um sowas zu beginnen. Genau.
Wir haben schon gesagt, man sollte es vielleicht nochmal wiederholen. Die harnsäuresenkende Therapie ist nach aktuellem Erkenntnisstand auch im akuten Anfall möglich. Wie sinnvoll das ist, das muss jeder mit seinem Patienten zusammen für sich selbst entscheiden. Wir tendieren eher dazu, die Patienten danach nochmal einzubestellen und in einer ruhigen Minute. mit ihnen zu besprechen, dass sie eine chronische Erkrankung haben, die man dauerhaft therapieren muss.
Gichtanfall ist kein Anlass, eine schon bestehende Harnsäure-senkende Therapie zu pausieren. Das geht ja auch so ein bisschen einher mit dem, was Torben eben gesagt hat. Hat den Hintergrund, das hatten wir auch schon gesagt, wenn der Harnsäurespiegel schwankt, dann neigt es eben mehr dazu, dass Kristalle ausfallen und das ist eben immer ungünstig. Das heißt, auch wenn er eine Gicht hat, lassen wir das Alluporinol drin.
Was unser Zielwert ist, da sind sich die Fachgesellschaften überwiegend einig. Also im europäischen und angloamerikanischen Raum ist der Zielwert eigentlich immer 6 mg pro Deziliter, da sollten wir drunter liegen. Nur die Briten machen es anders, die Briten haben fünf Milligramm schon immer gehabt, fünf Milligramm pro Deziliter als Grenzwert, die sind einfach strenger mit ihren Fischen Chips und bierliebenden Patienten.
Die denn in Milligramm pro Deziliter oder ein Pint?
Gute Frage. Wenn wir jetzt eine besonders schwere Gichterkrankung haben, mit häufigen Gichtanfällen Und vielen Tofi, dann sehen es auch die europäischen Fachgesellschaften so, dass wir dann ein Harnsäure-Level von unter 5 anstreben sollen. Aber das erste. Erste Ziel für die unkomplizierte Gicht ist erstmal 6 mg pro Deziliter zu unterschreiten. Ja, Timo, was nehmen wir denn?
Ja, das wissen wir alle. Wir nehmen Alloporinol. Das ist also das Oricostaticum der ersten Wahl und hemmt das Enzym Xanthinoxidase. Wir beginnen das mit 100 bis 150 Milligramm pro Tag und steigern dann, je nachdem, wie sich die Harnsäurewerte entwickeln, so Initial alle vier bis sechs Wochen, später konsolidieren wir alle zwölf Wochen.
Achten muss man auf eingeschränkte Nierenfunktionen im CkD Stadium vier, also bei einer GFR kleiner gleich dreißig Milliliter pro Minute, würde man mit fünfzig Milligramm beginnen. Und ja, da gibt es ganz gute Tabellen, wo man eben ablesen kann, wie man die Dosis da anpassen muss. Das geht dann bis runter zu 100 Milligramm alle zwei oder drei Tage, aber im Normalfall würde man mit 100 bis 150 Milligramm
Yeah.
Dann gibt es noch einen zweiten Xanthinoxidase-Hämmer, das ist das Febuxostat. Das ist aus der Primärempfehlung rausgerutscht, denn da gab es Daten, dass die Gesamtsterblichkeit und die kardiovaskuläre Sterblichkeit höher ist als beim. Aloporinol, auch wenn es effektiver und schneller die Harnsäure senkt. Das kann sich jetzt bald wieder ändern, denn da gibt es neue Daten dazu. Da kommen wir aber später nochmal kurz drauf.
Also wenn Alloporinol alleine nicht ausreichend wirksam ist oder in hohen Dosen nicht mehr gut vertragen wird, dann kann man das kombinieren mit einem Uricosuricum. Und Uricosurica sind Medikamente, die die tubuläre Resorption der Harnsäure hemmen, damit die renale Ausschaltung erhöhen. Da wären die Referenzsubstanzen Probenizid oder Benspromaron.
Yeah.
Die Urikostatica, also für alle Porinole und für Büchelstat, gleichsam gilt, dass sie nicht kombiniert werden dürfen mit Acetioprin oder Mercaptoporin. Acetioprin kommt zum Beispiel zum Einsatz bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen.
Mercaptoporin bei bestimmten Leukämieformen oder als Reservemittel bei CID denn diese ähm Medikamente werden durch die durch das Aloporinol oder durch die Uricostatica gehemmte Xantinoxidase abgebaut und wirken, wenn sie akkumulieren, toxisch insbesondere am Knochenmarkt.
Dann werden wir noch kurz bei Alupoin 0 über eine Nebenwirkung sprechen. Das sind allergische Hautreaktionen, bis hin zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen, die allerdings selten sind. Und im Endeffekt ist der Grund, dass wir das eben auch einschleichen, auch dass wir eben solche Überempfindlichkeitsreaktionen rasch erkennen wollen und dann eben sofort Therapiepause einlegen können.
Oder eben eine Dosisreduktion, je nach Schwere der Nebenwirkung. Ansonsten ist das Allupuol eigentlich sehr gut verträglich, wird in Europa bis zu 600 Milligramm ausdosiert, in Amerika sogar noch höher. Aber wir fangen eben erstmal mit einer niedrigen Dosis an. Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass Spiegelschwankungen sehr ungünstig sind. Deswegen steigern wir eben langsam die Dosis, um uns auf unseren Zielwert von unter 6 zuzubewegen.
Der Wirkeintritt vom Alupun 0 ist relativ schnell, also nach vier bis acht Wochen können wir auf jeden Fall schon eine Wirkung am Serumspiegel erwarten, aber Daten dazu, dass das Risiko für
Rezidive, das heißt für Ausfall von Kristallen im Gelenk oder als Tofus, sich erst verringert, wenn wir einen Harnsäurewert über 6 bis 12 Monate im Bereich unter 6 mg pro Deziliter haben. Das heißt, Die ersten Sechs Monate ist sozusagen der kritische Bereich für Rezidivgichtanfälle und deshalb gibt es schon länger eine Empfehlung für eine Prophylaxe, sobald man Alopyrenol Erstmalig beginnt. Das ist auch etwas, was mir irgendwie vorher nicht geläufig war, dass man das machen soll.
Aber das wäre eben vor allem das Kolchizin in niedriger Dosierung, 0,6 Milligramm Tagesdosis, was man für mindestens drei bis sechs Monate nach oder während des Beginns einer Harnsäuresenkenden Therapie als Anfallsprophylaxe mit verschreibt. Das hat Evidenzgrad 1b, Empfehlungsgrad A, also durchaus ähm mit harten Daten unterfüttert, dass das gemacht werden soll.
habe ich ehrlicherweise noch nie gesehen, dass jemand das bekommt. Ich meine, wenn man Kolchizin in einem Medikamentenzettel findet, dann fragt man ja schon mal nach, warum das genommen wird. noch nie gesehen. Wenn das nicht möglich ist, weil man zum Beispiel Kochizin eine Unverträglichkeit hat oder starke Nebenwirkungen.
hat, dann kann man das Ganze auch mit Bretnesolon oder NSAR machen. Das ist dann ja mit drei bis sechs Monaten schon eine Langzeittherapie, sodass da auf jeden Fall ein Ppi fällig wird und es ist natürlich auch irgendwie eher die ungünstigere Variante.
Und wenn wir die Anfälle und die Zielwerte mit der Harnsäure senkenden Therapie durch Xanthin, Oxidasehemmer und Uricosurika nicht hinbekommen, Also weiterhin mehr als zwei Anfälle im Jahr haben, dann geben wir Oh Gott, ihr müsst mir wieder helfen.
Päcklo, die Kase.
Niklotikase. Also im Endeffekt Urikase, Präkombinante, wie wir schon in der Einleitung gesagt haben. und schlagen also unsere genetischen unsere genetischen Mutationen ein Schnippchen und Verstoppwechseln die Harnsäure doch weiter zu Alanton, um sie dann über Ammoniak auszuprobieren.
Na, richtiges Nerdwissen, das Pack kommt von Peguliert. um das verträglicher zu machen, weil das ja ein Fremdprotein ist. Es ist ja rekombinant und kann allergische Reaktionen auslösen. Und deswegen ist das halt auch ein Medikament, was eher so am Zentrum gegeben wird, natürlich auch teuer und
Wird dann als Infusion alle paar Wochen gegeben und wandelt einfach die Harnsauer, die da ist, um. Und dann wird dieses Alantuin und dann am Ende Ammoniak ausgeschieden. Das ist natürlich ein ziemlich smarter Weg. Schade, dass wir das Enzym nicht mehr selber haben.
Für wen eigentlich?
Nein, ich meinte jetzt, wenn es die antioxidierende Wirkung hat, die es hat. Philosophische Frage.
Kommen wir zum nächsten Codewort.
Das zweite Codewort heute lautet Tofus und kleiner Tipp: hat nichts mit. Mit pflanzlichem Fleisch allein.
Willkommen, Timo. Versuch jetzt nicht witzig zu sein. Das war so witzig, ey. Das sollte ein Scherz sein.
¶ Exkurs: Gicht und Niere
Wir machen weiter. Ich erzähle euch noch ein bisschen was über Gicht und Nierenerkrankungen. Wir haben ja die ganze Zeit darüber geredet, dass irgendwie die Endstrecke der Gicht auch Niereninsuffizienz beinhaltet und das ist vor allem die chronische Uratnephropathie. Das ist eine chronische tubulo-intestizielle Nephritis, die dadurch stattfindet, dass sich im Interstitium Urat ablagert. Und wird eben durch die chronische, das chronische Überangebot an
Urat ausgelöst. Es folgt eine Entzündungsreaktion im Gewebe, eine Fibrose und dann eben eine chronische Niereninsuffizienz. Und auch ein Nierenversagen. Und was man auch immer bedenken muss, ist natürlich, dass sich auch Harnsäure Konkremente bilden können. Also eine Uroletiasis durch die vermehrter Harnsäure und dann eben auch eine Stauungskomponente stattfinden kann. Also chronische Uratnieren nach langer, langjähriger Hyperorechämie kann die Niere deutlich schädigen.
Und wenn man sich so die Verteilung anguckt, haben 70% aller Menschen mit Gicht eine GFR unter 60 ml pro Minute. Und ein Viertel der Patienten hat sogar weniger als 30 ml pro Minute Filtrationsrate. Das ist natürlich auch ein Teufelskreis. Wer eine reduzierte GFR hat, hat wieder eine verschlechterte Harnsäureausscheidung. Das Ganze erhöht dann die Serumharnsäure. Die Patienten kriegen häufig Diuretika noch verschrieben, weil sie ansonsten eben hydropisch werden.
Ja, und die Dioretiker verkomplizieren das Ganze weiter, lassen wieder die Harnsäure ansteigen. Also sobald die Niere einen gewissen Funktionsverlust hat, ist das immer sehr problematisch. Und auch hier gilt, das Alloporinol ist einfach auch für diese Patienten extrem wichtig, um diesen Fortschritt so ein bisschen abzubremsen. Ja, und dann wollen wir über Gicht und kardiovaskuläre Erkrankungen sprechen, Timo. Was kannst du sagen?
Ja, das wird jetzt nochmal so ein klein bisschen längerer Block, aber ich fand das irgendwie total interessant und super wichtig und auch das war mir ehrlich gesagt nicht so bewusst. Man liest das mal mal so am Rande, die Hyperorechämie als kardiovaskulärer Risikofaktor.
¶ Exkurs: Gicht und kardiovaskuläres Risiko
Aber wenn man sich damit ein bisschen mehr beschäftigt, merkt man, dass es sich lohnt, da etwas drüber zu reden. Denn ja, das macht nötig, dass man sich um die Patientinnen umso gründlicher kümmert. Es hat sich gezeigt, dass die dass PatientInnen mit Gicht zusätzlich zu diesen schon mehrfach betonten belastenden Anfällen eben eine deutlich höhere kardiovaskuläre Sterblichkeit zeigen als die übrige Bevölkerung.
Und das wird nicht nur getrieben durch die Athterosklerose, sondern auch durch venöse Trompembolien und Herzensuffizienz. Und große retrospektive Studien in Großbritannien, in den USA und in den Niederlanden haben bei PatientInnen mit Gicht unter anderem eine doppelt so hohe Prävalenz für Alterien Hyperton ist gezeigt und auch deutlich erhöhte Prävalenzen für Adipositas, Diabetes und Hyperlipoproteinemin mit Notwendigkeit eines Statineinsatzes.
Es bestehen höhere Inzidenzen und Prävalenzen für kardiovaskuläre Erkrankungen und die sind sogar noch mal deutlich höher bei PatientInnen, die durch Rheumatologen behandelt werden, ambulant. sodass das möglicherweise erklärbar sein kann durch den höheren Anteil schwerer Verläufe dieser Erkrankungen. Man weiß, dass ein Serumanstieg von Harnsäure linear korreliert mit dem Risiko für das Auftreten eines Hypertonus und einer Erhöhung der EDL Cholesterinspiegel.
Und eine große Beobachtungsstudie in den USA hat gezeigt, dass die Prävalenz für chronische Herzinsuffizienz bei PatientInnen mit Gicht 10% Beträgt, während sie ohne Gicht nur bei 2% liegt. Ja, auch PatientInnen mit asymptomatischer Hyperurkämie haben bereits ein erhöhtes Risiko für Herzensuffizienz, und es wird sogar angenommen, dass zwischen der Wahrscheinlichkeit des Auftretens eine Herzensuffizienz und der Höhe der Harnsäure Spiegel ein nahezu linearer Zusammenhang besteht.
Ja, man weiß also die Gicht oder man vermutet die Gicht als unabhängigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Es ist aber so, dass in diesem PatientInnenkollektiv eben auch die anderen traditionellen Risikofaktoren mit recht hoher Inzidenz vorliegen, sodass es schwer ist, den isolierten Einfluss abschließend zu beurteilen.
Und obwohl Atherosterose, Hypertonie und chronische Nernerkrankungen alle mit erhöhten Harnstoffkonzentrationen einhergehen, ist die kausale Assoziation immer noch Bestandteil von Debatten. Am Rande möchte ich noch sagen, dass die Rheumatoide-Athritis als Autoimmunartritis Auch als isolierter Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen gilt, sich die Sterblichkeit
In diesem Patienten im Kollektiv aber über die Zeit deutlich verbessert hat. Und das kann einen Hinweis oder Hinweise liefern, dass die Gicht möglicherweise noch nicht optimal behandelt wird. Und oder kardiovaskuläre Komorbiditäten nicht optimal adressiert werden. Gicht-spezifische Charakteristika, die mit besonders hohem kardiovoskellen Risiko assoziiert sind, haben wir alle schon mal gehört. Sind letztlich auch die Parameter, die
einen schweren Gichtverlauf definieren. Das ist das Serumurat über 9 Milligramm pro Deziliter. Ein Krankheitsverlauf länger als zwei Jahre Die Tatsache, dass mehr als ein Gelenk betroffen ist, schon bestehende Gelenkdestruktionen, Gichthofi, insgesamt also die schwereren Verläufe. Ich will kurz etwas tiefer eingehen auf das Beispiel Herzensuffizienz.
Bei Herzinsuffizienz und Coincidenz rheumatoida Artritis weiß man, dass die chronisch bestehende systemische Entzündung zu kardialem Remodeling führt und dieses dann letztlich über eine initial mikrovaskuläre Erkrankung eine diastorische Dysfunktion bedingt.
Für die Gicht ist die Pathogenese noch nicht so adäquat erforscht wie für die RA. Es ist aber nachgewiesen, dass eine Beziehung besteht zwischen den Harnsäurespiegeln und dem Ausmaß der Inflammation und deswegen wird eine ähnliche Pathogenese angenommen. Wenn das so wäre, sollte man davon ausgehen, dass die medikamentöse Harnsäuresenkung das kardiovaskuläre Risiko bei Gicht reduziert. Entweder direkt durch die Harnsäuresenkung oder indirekt über die Xantinoxidasehemmung.
Denn die Xanthinoxidase in ihrer erhöhten Aktivität ist ein eigenständiger Auslöser von oxidativem Stress und endothelialer Dysfunktionen. In der Datenlage ist es aber leider so, dass es keine Evidenz gibt dafür, dass Oratsenkende Therapie mit Aloporinol positive Effekte auf das kardiovaskuläre Risiko hat.
Mutmaßlich kann das aber so sein, weil diese Studien ähm an PatientInnenkollektiven durchgeführt worden sind, die bereits strukturelle kardiale Schädigungen und ausgeprägte Multimorbidität hatten und die Behandlung mutmaßlich also auch zu spät begonnen worden sein kann.
Ähm, hier ist es notwendig, dass wir dass Interventionsstudien mit deutlich früherer Uralzenkung durchgeführt werden, um die Frage beantworten zu können, ob eben die Hyperorichämie und die begleitende Entzündung ein eigenständiger Ja, von Korchiz Team wissen wir schon. dass das positive Effekte auf die Atterosterose hat, weil das ja ursprünglich mal im Rahmen akuter Coronarsyndrome erst erforscht worden ist. Auch kürzlich gab es wieder eine Studie, die gezeigt hat, dass ähm
moderate, aber signifikante Effekte erzielt werden, wenn man Kochitzin in den ersten 30 Tagen nach Melokardinfarkt ansetzt. Aber es gibt keinerlei Daten, die kollektive Mitgicht-PatientInnen ähm untersuchen und die Effekte von Corchicin dort untersuchen. Zu Orikasuric, Oricosurika oder Recombinanta Oricase gibt es gar keine Daten.
Und
Ein weiterer interessanter Aspekt in der Diskussion des kardiovaskulären Risikos ist die Frage, ob die Behandlung mit NSAR und Coxinhibitoren eventuell einen eigenen ständigen Risikofaktor darstellen kann. So ist es zwar so, dass wir ja gehört haben, dass diese Präparate in der Regel immer nur kurz angewandt werden.
Es ist aber möglich, dass man die kumulativen Dosen, die über längere Zeiträume eingenommen werden, bei Rätselivenden Anfällen eventuell unterschätzt werden, das ist auch noch nicht so richtig klar. Zusammenfassend ist es so, dass die Evidenz aktuell nicht ausreicht, um endgültige Schlüsse zu ziehen. es nicht indiziert ist, die asymptomatische Hyperorechämie zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos zu behandeln.
Und insbesondere deswegen ist es aber wichtig, dass man die klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren bei diesen PatientInnen konsequent untersucht und behandelt. Um das Problem in Praxis zu adressieren, gibt es letztlich zwei grundsätzliche Prinzipien. Man soll diesen PatientInnen Hinweise für eine sinnvolle Lifestyle-Modifikation geben, das erzählen wir euch gleich ausführlich.
im Anschluss nochmal und ich hatte gerade schon gesagt, wir müssen die Leute anständig screen und die klassischen Risikofaktoren gut behandeln. Das kann schwierig sein, denn Die Medikamente, die man klassischerweise einsetzt, um die klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren zu behandeln, beeinflussen eigentlich alle auch den Harnsäurestoffwechsel. So ist es so, dass Beta Blocker und alle Satane außer Losatan sowie Tiacit und Schleifendioretiker die renale Harnsäureausscheidung vermindern.
wohingegen Statine wie Athorbastatin und Symbastatin insbesondere und auch Phenophibrat die renale Ausscheidung steigern. Weiterhin ist nachgewiesen: da gab es 2018 eine Studie, dass Statine bei GIC die Gesamtmortalität senken. Ich will jetzt ganz kurz noch mal.
auf eine Studie in Großbritannien schwinken, die erklärt, warum es so ungeheuer wichtig ist, sich das, sich das ins Gewissen zu rufen, dass man diese PatientInnen auf ihr kardiovaskuläres Risikoprofil untersucht, da wurden nämlich sechs hundertdreiundsiebzig Gicht PatientInnen eingeschlossen, die durch Hausärztinnen behandelt worden sind und geschlagene 26% dieser PatientInnen haben eine Blutdruckmessung bekommen, 6% eine Glucose-Messung und 5% einen Lipidstatus im ersten Monat.
Nach der Erstvorstellung wegen einer Gichterkrankung. Ja. mit kardiovaskulären Endpunkten um Kardiovaskulär optimale Uratspiegel zu definieren und das Risikoprofil zu verbessern. Und wir müssen herausfinden, ob eine frühere Uratsenkung bei diesem Kollektiv positive Effekte auf das kardiovaskuläre Risikoprophil haben kann.
Ja, spannend, da dein Exkurs und fast erschreckend, was die letzte Studie da so erbracht hat, aber ehrlicherweise, ich hätte es nicht viel besser gemacht bis zu dieser Vorbereitung. Also ich hatte den Zusammenhang Und die Systemerkrankung riecht irgendwie auch nicht auf den Plan.
Ja, das ähm das passt ja ganz gut zu diesem Schlagsatz, den du gleich Einstreust, das gilt natürlich auch dafür. Es sollte jetzt nicht neunmal klug klingen, sondern einfach nur das Gewissen schärfen für alle, die mit solchen PatientInnen zu tun haben. Wir wollen jetzt noch sprechen über Präventionen. Und da steht so eine schöne Überschrift im Skript, Basti.
Ja, das ist mir eigentlich relativ wichtig, dass kein Blaming und Shaming betrieben wird. Also es gibt Daten dazu, dass wenn man das Patienten sich durch den Gichtanfall selbst schon stigmatisiert fühlen, ne und das
¶ Prävention
Insbesondere wenn jetzt Alkohol getrunken wurde, vorher oder das Festgelage vorausgegangen ist, dass Patienten dazu bringt, sich später vorzustellen. ist eben häufig auch so, dass Gichtpatienten dann sofort fragen, was habe ich denn falsch gemacht? Und immer sehr ein akuter Anlass. Das ist eben einfach so diese Tradition dieser Gicht und die Geschichte, das haben wir ja vorhin schon besprochen.
immer sehr verbunden wird mit einem Fehlverhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt und da muss man eben so ein bisschen aufpassen, den Patienten nicht zu verlieren. Also Es soll nochmal sensibilisieren, dass eben anlagebedingte Gründe bestehen, warum ein Patient eine Gicht entwickelt. und nicht die alleinige Lifestyle-Änderung oder der Hinweis auf irgendwie, sie dürfen jetzt kein Bier trinken und überhaupt Alkohol weglassen, sondern das Ganze muss irgendwie ganzheitlicher gesehen werden.
Man muss halt sagen, ohne medikamentöse Therapie werden wir die Patienten wahrscheinlich nicht in den Bereich bringen, der sie sicher macht vor Gichtanfällen und vor weiteren Ablagerungen und dem Ganzen, was danach noch folgt. Man muss natürlich die Patienten trotzdem schulen und das ist dann echt irgendwie ein ganz schön unangenehmer Teil, wenn man sich jetzt überlegt, was wir den Patienten eigentlich alles empfehlen müssen, was sie nicht trinken oder essen dürfen, Torben.
Ja, die Patienten sollen auf Bier verzichten und da ist es leider auch vollkommen egal, ob es Bier mit oder ohne Alkohol ist. Fruktosehaltige Säfte und damit ja quasi auch Soft Drinks, weil da ja überall Fruktosesirup en masse drin ist. Und fleischlastiges Essen. Gut, das kann man aus vielen Gründen, also das alles kann man aus vielen Gründen empfehlen.
Und nicht nur in Bezug auf die Gicht, aber es ist natürlich in unserem heutigen westlichen Lebensstil eine ordentliche Einschränkung und auch ein Stück weit eine Ausgrenzung von der Gesellschaft, weil man ja an vielen Sachen nicht mehr teilhabt.
Insbesondere zu Corona-Zeiten, wo man sich mal was gönnt und vielleicht zu Hause mal was kocht.
Wir haben einhundert Leute gefragt, nennen Sie einen fruktosefreien Saft?
Yeah.
Ja, jetzt nochmal. Das ist eine gute Frage. I don't know.
Sauerkratzer.
Yeah.
Ja, auf den können sie zurückgreifen. Ich fand ganz interessant, dass zum Beispiel in gebratenem Fisch reichlich Purine drin sein können, nämlich direkt unter der Haut. Also wenn du jetzt ein Fischfilet brätst, was Haut hat, ähm. dann ist das eben doch nicht so gesund für den Patienten mit Gicht oder auch Meeresfrüchte, wo man so denkt, eigentlich ja, ist doch Fisch, ist doch Mager, aber es ist eben bei der Ernährung nicht ganz trivial.
Zum Beispiel Linsen können da ein Problem sein. Aber insgesamt kann man glaube ich sagen, je vegetarischer die Ernährung, umso besser für den Patienten. Und insgesamt muss man natürlich auch sagen, wenn der Patient übergewichtig ist, dann Sollte man ihm empfehlen, das Gewicht zu reduzieren und Ausdauersport zu machen. Genau.
Dann pH-Abfall verhindern, haben wir schon drüber gesprochen, Alkoholexzesse vermindern, aber auch Füße warm halten, also die Saufsocken.
Und man kann natürlich sagen, ne pH, überhaupt eine gute Hydrierung ist sinnvoll. Wenn der Patient sich das kardiovaskulär leisten kann, ist schon die Trinkmenge ziemlich entscheidend. Also die zwei Liter sollte man nicht unterschreiten.
Und ich möchte nochmal, also als Stadiongänger, möchte ich nochmal betonen, nicht nur dieser auf Socken, sondern auch der Bierhandschuh.
Uh Wenn die Gichte dann aber in der Hand angekommen bist von unten, hast du ein anderes Problem als Handschuhe.
Uh
Yeah.
Good.
Ja, kommen wir noch zu den Begleitmedikamenten. Wir haben ja gerade bei dem Patientenkollektiv der Gichtpatienten einfach Hohe Gefahr der Polymedikation, und da muss man einfach auf einige Sachen aufmerksam machen. Alle Diuretiker können prinzipiell die Harnsäurekonzentration erhöhen und
Timo auch schon gesagt hat, dass wenn wir ein Satan geben, dann ist das Losatan das Mittel der Wahl bei Gicht-Patienten. Ich glaube, dass es auch ganz, ganz vielen nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt, wenn ich jetzt so an die Medikamentenlisten meiner Patientinnen denke.
Er ist dann natürlich auch schwierig, ne? Das wird dann irgendwie im Krankenhaus umgesetzt, weil es gar nicht verfügbar ist. Und dann ist die neue Medikamentenliste wieder ohne Losertan. Aber vielleicht ganz gut zu wissen, Losertan. hat auch eine Wirkung auf diesen URAT-1-Transporter und deswegen wird die Harnsäureausscheidung verbessert und das Harnsäure-Serumlevel sinkt.
Unleidiger Exkurs, das Umsetzen im Krankenhaus. Ich finde, ganz viele Patienten kommen häufig gerade bei Polymedikation mit super Kombi-Präparaten, was es ja für die Patienten leichter macht. Und was wir im Krankenhaus natürlich machen, ist es alles auseinanderpflücken. Und es sind aber auseinandergepfluckt, wieder einen Arztbrief zu schreiben.
Ja, wobei ich glaube, dass der Hausarzt da trotzdem die Kombipille weiter verschreibt, oder?
Ich hoffe. Aber
Yeah, thank you. Ja, jetzt muss ich meinen lieben Freund Torben noch enttäuschen. Leider, leider, leider, Torben, Kaffee ist nicht das Allheilmittel und in diesem Fall nützt es nichts.
Benimmst du uns jetzt echt auch noch den Kaffee oder was?
Ja, ich nehme euch jetzt echt noch. Also sagen wir mal so, ihr sollt euren Kaffeekonsum nicht verändern, aber es nützt euch nichts, wenn ihr eine Gicht bekommt. Okay. Um
Ich hab ja gerade mal kurz vom Tosefreie Getränke gegoogelt, da war Kaffee dabei.
Ja, also du kannst weiter Kaffee trinken, aber die Hyperurikämie wirst du damit nicht groß ähm Behandeln. Also interessanterweise ist tatsächlich Kaffee von der Struktur her ähnlich zu Alluporinol und Verändert und verbessert dadurch auch die Harnsäureausscheidung. Aber, und das haben wir ja vorhin gesagt, das hat eben bei Patienten mit GIC dann auch gerne mal.
Durch diesen schwankenden Harnsäurespiegel eher den Effekt, dass sie vermehrt Gichtanfälle bekommen. Was man noch weiß, ist, dass entkofinierter Kaffee möglicherweise das Harnsäurelevel senkt. Aber insgesamt gibt's eben jetzt keine Empfehlung, dass man mit Kaffee das ganze Problem verbessert kann. Aber
My name is Phelom Phelom Phelom Phelom.
Nein, wir können nichts informationen. Das Schlimme ist, dass auch diese Studien wurden gemacht mit so Kaffeebragies, so Bonbons. einerseits entkoffiniert und koffiniert und ich habe nur so gedacht, ey, ja, ist natürlich schwierig, das Ganze irgendwie systematisch zu betreiben, aber dann musst du da irgendwie so ein Kaffeeding kauen. Ich, ich f äh
Basti und ich haben da schon häufiger drüber geredet, aber ich fand das ja ganz schlimm. Ich glaube, das ist so ein bisschen so ein UK-Ding. Nur Basti war in Tansania, ich war in Kenia und du, ähm, Wir haben da Formulatur gemacht. Und dann wandelst du dadurch die Kaffeeplantagen und siehst den ganzen Kaffee da wachsen und gehst in den nächsten Supermarkt und kannst halt nicht diesen Kaffeeboden kaufen, sondern nur Instant-Kaffee.
Das ist völlig absurd, ja, dass der Kaffee da angebaut wird, aber du ihn da nicht kaufen.
Wir haben sehr schnell auf Schwarzen Tee geschwenkt, der da auch angebaut wurde. Da gab es aber nur den Bruch. Gleiches Prinzip. Das gute Zeug wurde exportiert. Den Bruch durften wir dann da kaufen. Naja. Um das dritte Codewort is Purine Excess. Und nun die Bunchlines. Tja, also pathognomonisch für den Gichternfall ist das rasche Erreichen eines Schmerzmaximums innerhalb von Stunden, eigentlich immer innerhalb von 24 Stunden, sind wir da.
¶ Punchlines
Auf einem nicht mehr erträglichen Level. Es ist eine Monathritis, vor allem vom MTP-Gelenk Nummer 1 oder eine Tarsitis, also Mittelfuß, seltener das Ellenbogen, Knie, Mittelhand, oder auch Sprunggelenk betroffen und die Rötung ist durchaus ausgeprägt, eine starke Berührungsempfindlichkeit und all das ist auf das betroffene Gelenk beschränkt.
So, dann ist wichtig. Sich daran zu erinnern, dass die Harnsäurebestimmung im im Anfall uns am Ende nicht viel weiterbringt, denn weder ist es so, dass die normale Harnsäure im Anfall einen solchen ausschließt, noch ist es so, dass eine erhöhte Harnsäure zwingend einen nachweist. Deswegen bringt uns das in der Nachbehandlung weiter, aber nicht im akuten Anfall.
Und im Zweifelsfall besonders wenn wir jetzt nicht die klassische Großzehn-Grundgelenklokalisation haben, sondern vielleicht auch mittelgroße Gelenke wie das Knie. Mit starker systemischer Reaktion, Rötung. Gelenk punktieren. Aspirat gewinnen, mikroskopieren, kultivieren, eine septische Arthritis ausschließen, Ja, und auch das Ganze natürlich in Berücksichtigung der Komorbiditäten wie Diabetes mellitus oder Immunsuppression.
Dann besteht die Akutherapie in NSAR, Kolchizin oder Pretnisolon. Da müssen wir uns entscheiden anhand von Kontraindikationen und Vorerkrankungen, die die Patienten mitbringen. Bei Kochizin müssen wir vor allem an die ZIP3A4-Verstoffwechslung denken. Zyklosporin und Makolitantibiotika da vor allem nicht kombinieren und insgesamt bei Kochicin immer die Low-Dose-Variante.
verwenden. Wenn sich der Patient erst nach 36 oder mehr Stunden nach Symptombeginn vorstellen sollte, dann sollten wir vielleicht auf ein anderes Therapeutikum zurückgreifen, weil Kochizin weniger wirksam ist.
Interlokine I Blocker können eine Alternative darstellen, wenn Kontraindikationen gegen die klassischen Akutherapeutika bestehen. bleiben allerdings eher rheumatologischen Zentren vorbehalten.
Gichternfälle sollen und müssen so früh wie möglich behandelt werden. Für Rezidive bewährt sich eine Pill-in-the-Pocket-Strategie. Das heißt, wir geben dem Patienten etwas mit. Wie er das behandeln kann. NSAR oder Keuchitin bieten sich hier sicherlich an. Vorausgesetzt natürlich, wir trauen das unseren Patienten zu. Und
klären gut auf über die Kochizin Nebenwirkungen, finde ich nochmal wichtig zu sagen. Mutagene Wirkung.
Ja. Dann müssen wir uns Gedanken machen bei einer Harnsäure senkende Therapie. Da haben wir besprochen, dass die Leitlinien sich nicht ganz eins sind, aber Spätestens ab dem zweiten Anfall oder je nach Komorbiditäten schon ab dem ersten Anfall sollten wir eine solche einleiten. Da spielt Niereninsuffizienz und Uruithiazis eine Rolle. Begleiterkrankungen oder auch ein hohes kardiovaskuläres Risikoprofil, das uns dann schon beim ersten Anfall auf jeden Fall dazu bringen sollte. Und die neuesten.
Europäischen Leitlinien sagen, dass wir das In jedem Fall egal wie die Komorbidität ist, auch schon ab Anfall Nummer 1 machen sollen. Bei normaler GFR nehmen wir 100 bis 150 Milligramm Allupurinol und ab einer GFR von 30. Gehen wir runter auf 50 Milligramm pro Tag und machen im Verlauf Spiegelbestimmungen.
Wir wollen Harnsäure nicht anderslos bestimmen und wir wollen auch nicht ohne einen Anlass erhöhte Harnsäurewerte behandeln. Wenn wir dann aber behandeln, Soll harnsäure senkende Therapie dauerhaft erfolgen? Reicht die Harnsäuresenkung mit Aloporinol alleine nicht aus? Sollte man eine Kombination mit einem Uricosuricum erwägen? Die Anwendung von Phebuxostat sollte aktuell nur in Shared Decision mit den PatientInnen
Erfolgen oder bei kardiovaskulären Vorerkrankungen gut abgewogen werden. Andererseits muss man sagen, dass sich hier nach den Ergebnissen der Fahrstudie eventuell wieder ein Paradigmenlechsel abzeichnet.
Während der ersten sechs Monate der Harnsäuresenkenden Therapie Müssen wir eine Prophylaxe geben, da die Harnsäuresekretärtherapie erst nach sechs Monaten effektiv ist? Das kann einmal mit Low-Dose-Kolchicin erfolgen oder mit NSAR oder mit Pregnitin-
Ja, wir müssen die Harnsäure im Serum monitoren. Da wäre so der Vorschlag, dass man zwei Wochen nach dem Gichtanfällen den Patienten nochmal für die Erläuterung der Krankheit einbestellt und auch eine Baseline. Harnsäure bestimmt, weil die Harnsäure, wie gesagt, im Entzündungsfall verändert sein kann und dann würden wir nach vier bis sechs wochen noch einmal eine kontrolle machen unter eingeleiteter harnsäuresenkender therapie und dann
Ist die Empfehlung der Fachgesellschaft, das vierteljährlich zu machen. Das Ziel sind 6 mg pro Deziliter zu unterschreiten, außer bei schwerer, tuföser Gicht mit häufigen Anfällen dann 5 mg pro Deziliter als Zielwert.
Für die schwersten Fälle mit komplexen chronischen Gelenkzerstörungen und vielleicht sogar bestehenden Kontraindikationen für die konventionelle Therapie kann an rheumatologischen Zentren als Infusionstherapie Rekombinante pegelierte Urikase verabreicht werden.
Die Patienten sollten möglichst in einer zweiten Sitzung über die Erkrankung aufgeklärt werden. Das heißt dann, wenn sie gerade keinen Anfall haben. Da sollte natürlich auch eine diätische Beratung stattfinden. Vermeiden von Lebensmitteln wie... Was macht ihr jetzt mit Absicht, Jungs, dass ich das vorlesen muss? Bier, Schnaps, Fleisch, Meeresfrüchte.
Yeah.
Yeah. Am liebsten diese belgischen Meeresfrüchte.
Aber wir sollten den Patienten, und das kann ich wieder mit reinem Gewissen sagen, auch zur Gewichtsabnahme und zu Ausdauersport raten.
Ja, das mit dem alkoholfreien Bier ist natürlich ein echter Dauner, ne? Die Erstdiagnose sollte uns immer veranlassen, auch Komorbiditäten aufzudecken. Timo hat das ja ausführlich und anschaulich erklärt. Da ist vor allem kardiovaskuläre, insbesondere die chemische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz ein Thema, aber auch Dyslipidemie und Diabetes, das heißt so ein Screening auf Glucose oder auch eine Glucosurie und eine Feststoffwechselbestimmung.
ist da sicherlich sinnvoll und wir müssen daran denken, dass auch Nierenfunktionsstörungen im Verlauf auftreten können. Zwei Drittel bis drei Viertel aller Patienten mit Gicht haben eine Niereninsuffizienz. Von daher, wenn ihr an Gicht denkt, denkt immer mit an die Niere.
Ja, und wenn wir dann klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren ausgemacht haben bei unseren Patientinnen, ist es wichtig, dass wir die dann auch konsequent behandeln und
Das war unsere Folge über die Erkrankung der Könige. Und leider ist ja so ein bisschen das Fazit, dass wir in der ersten Welt mittlerweile irgendwie alle Könige sind. Und deswegen alle gefährdet. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Wenn es euch gefallen hat, gebt uns Feedback. Gerne auch mit Kritik. Das könnt ihr machen über Facebook, über Instagram, über Twitter, über unser Kontaktformular.
Theoretisch sogar über TikTok. Wenn ihr uns bewerten wollt, dann könnt ihr das überall, wo es Podcast gibt, auf Apple Podcast könnt ihr uns bewerten oder so einen Kommentar hinterlassen. Auf Google Podcasts. Auf Spotify könnt ihr uns folgen und was auch immer man auf dieser macht, könnt ihr auf dieser machen.
Das haben wir doch gelernt im Harz, weil dieser kann man ein Herz hingeben. Das ist eigentlich das Schönste von all dem, was man so machen kann.
Ich habe mein Herz schon vergeben.
Ihr Könige, ich braten mir jetzt erstmal eine Taube oder einen Kapoen und kitzel mir dann mit einer Gänsefeder die Uvula.
Na Momentchen mal, wir wollen ja noch, äh, also ich muss ja nochmal klar machen, dass es dir dieses 10E-Modul gibt, was am 30.11. pünktlich um 18 Uhr seine Tore schließt. Ähm, bis dahin. Freuen wir uns sehr, wenn ihr davon reichhaltig Gebrauch macht. Freuen uns auch, wenn ihr den Weg zu unserem virtuellen Spendenhut findet. Auf der Homepage gibt es ein Formular, das Zu einem PayPal-Link führt und da könnt ihr uns vielleicht eine kleine Aufmerksamkeit hinterlassen, da würden wir uns freuen.
Und ja, Mareike, schreib was zum Dual Energy CT?
Und jetzt fehlt immer noch der
Bye.
Der Satz, den man am Ende sagen muss. It happened on it.
Ja, das haben ja schon, äh, liebe HörerInnen, auch was geschickt, aber bisher war man noch nicht so restlos überzeugt. Also wenn da noch gute Ideen irgendwo draußen rumfliegen für so eine So eine catchige Abmoderation hier. Das wäre echt toll.
Inner dogs, don't drink.
Yeah with it.
he said.
🎵 Music
