Gedanken aus dem Mutterleib
Die Liebe einer Mutter ist schon sprichwörtlich. Auch Gott liebt eine jede und einen jeden von uns so, wie es eine Mutter tut. Mutterliebe kann wie Wind unter den Flügeln sein, aber auch lähmend wie eine Fußfessel.

Die Liebe einer Mutter ist schon sprichwörtlich. Auch Gott liebt eine jede und einen jeden von uns so, wie es eine Mutter tut. Mutterliebe kann wie Wind unter den Flügeln sein, aber auch lähmend wie eine Fußfessel.
„Früher”, denke ich so vor mich hin, „war alles eindeutiger”. Zum Beispiel die allgemeine Vorstellung davon, wie eine Familie auszusehen hat. Früher bestand sie aus Vater, Mutter und Kind; wobei das Kind natürlich ein Kind der Liebe zwischen Vater und Mutter war. Und heute?
Eigentlich mag Carsten das monatliche Abendmahl. Es tut ihm gut, in der Gemeinschaft mit anderen das zu teilen, was die Grundlage des gemeinsamen christlichen Glaubens ist. Das berührt tief in ihm einen ganz wichtigen und sensiblen Punkt. Aber, wie gesagt: Eigentlich!
Ich liebe das Meer, es ist hervorragend dafür geeignet, mich aus meinen alltäglichen Belastungen und Gedanken herauszuholen und den Kopf frei zu bekommen. Und wenn die von Sachzwängen geprägten Überlegungen erst einmal verschwunden sind, dann ist auch Platz für die wirklich wichtigen Fragen im Leben.
Geistlich wachsen können wir nicht gänzlich selbst. Aber Neugier hilft. Das wird mir deutlich, wenn ich mein Patenkind dabei beobachte, wie es die Welt entdeckt. An seinem Verhalten erkenne ich: Entdeckerfreude birgt zwar manche Risiken, aber ohne sie bleiben wir stecken.
Ein großer deutscher Geflügelfleischkonzern steigt in ein israelisches Start-Up-Unternehmen ein, das sich mit der künstlichen Produktion von Fleisch befasst. Ist das ein hoffnungsvoller Ansatz oder eher eine die Schöpfung verachtende Horrorvision?
Dr. Jekyll, der legendäre Arzt aus der Novelle von Robert Louis Stevenson, wollte seine dunklen Seiten einfach abspalten. Er entwickelte einen Trank, der die seit Goethes Faust sprichwörtlichen „zwei Seelen in der Brust“ zu trennen vermochte. Ob solch ein Trank die Lösung für so manches Problem im menschlichen Miteinander wäre?
Bei dem Geschehen um den Bau der Arche, das Einsammeln der Tiere und die alles verschlingende Sintflut mutet Gott dem Menschen Noah ganz schön viel Verantwortung zu. Und der übernimmt sie, ohne zu zögern.
Zwar muss man manchmal erst etwas verbuddeltes aus der Erde ausgraben, um etwas zum Leben zu haben, aber zu lange sollte man damit nicht warten. »Das Leben wartet nicht auf einen!« Da sage mal einer, man kann von Eichhörnchen nichts lernen.
Ich weiß nur zu gut, dass ich mich noch so sehr anstrengen kann: Perfekt werde ich niemals sein. Deswegen möchte ich aber nicht in meinen Bemühungen nachlassen. Sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben, ist zwar weniger anstrengend, doch bleibt dabei für mich die Freude über ein erreichtes Ziel auf der Strecke.
Nur weil ich gerne die Angelegenheiten, die mich beschäftigen im Griff haben möchte, bin ich doch kein Kontroll-Freak. In mir gibt es halt das Bedürfnis, die Dinge selbst regeln zu wollen. Und nur weil mir vorgehalten wird, dass mein Drang zur Kontrolle meiner Sehnsucht nach Sicherheit entspringt, heißt das ja nicht, dass das verkehrt ist. Ich finde, dass das Gefühl von Sicherheit ein Urbedürfnis ist und eine Grundvoraussetzung für das Leben generell.
Jeder ältere Mensch, der mir begegnet, trägt Erfahrungen aus einem langen Leben mit sich. Ein Leben, das aus Höhen und Tiefen besteht, aus frohen und traurigen Ereignissen, aus Hochgefühlen und Verzweiflung. Wenn ich älteren Menschen begegne, bekomme ich also einen Blick in ihr bisher gelebtes Leben. Das gibt mir zu denken.
Kinder finden manchmal auf Probleme ganz eigene, überraschende Lösungen. Wenn das bei uns Erwachsenen doch auch so sein könnte.
Hans-Jörg Z. macht sich Sorgen. Sorgen darum, nicht die Kontrolle zu haben und sie gänzlich zu verlieren. Was kann man dem entgegensetzen?
»Junge, du sollst nicht mit einem hungrigen Magen einkaufen gehen!« Aus fernen Winkeln meines Gedächtnisses dringen mir die Worte meiner Mutter ins Bewusstsein.
Nachdem Peter nach Neuseeland ausgewandert ist, wird ihm schmerzlich bewusst, dass er nicht nur Erinnerungen sondern auch sich selbst mitgenommen hat. Vor beidem kann man schlecht fliehen. Und mit beidem gilt es sich auseinanderzusetzen.
Manche galuben, dass Kirche den selbst gestellten Ansprüchen nicht gerecht wird und als Institution überholt ist. Ich sehe das anders. Der Beitrag wurde im Juli 2015 in »für heute« erstmals veröffentlicht.
Eine grüne Ampel ist etwas Tolles. Egal, ob wir nun mit dem Auto unterwegs sind oder zu Fuß, eine grüne Ampel zeigt, dass es weitergeht. Sie zeigt, dass wir nicht stehen bleiben müssen.
Bei der Geschichte um das Ei des Kolumbus geht es um die Lösung eines schier unlösbaren Problems. Wenn es um die Bemühungen um stabilen Frieden in unserer Welt geht, scheint dies ein ebenso unlösbares Problem zu sein.
Ich sitze bei meiner Zahnärztin zur Parodontose Prophylaxe. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Finger und Geräte gleichzeitig in meinen Mund passen. Dass bringt mich auf den Gedanken, wie wichtig doch der Mund für uns Menschen ist. Letztlich wären wir ohne ihn kaum überlebensfähig.
Karin läuft in ihrem alten Kinderzimmer hin und her. Nachdem sie sich von ihrem Micha getrennt hat, wohnt sie übergangsweise wieder bei ihren Eltern in Hintertupfingen und weiß nicht mehr ein noch aus. „Ich muss weg von hier“, denkt sie sich. Doch das ist leichter gesagt als getan.
Frage: Was haben die Google-Suche und Gott gemeinsam? Antwort: Stellen Sie bei beiden eine Suchanfrage was sie zum Beispiel in einer bestimmten Situation tun sollen und Sie erhalten eine Vielzahl an möglichen Quellen für eine Antwort. Mal ehrlich: Klare Handlungsanweisungen sehen da für mich definitiv anders aus.
Eigentlich wird noch viel zu selten etwas über Frauen in der Bibel geschrieben. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie und ihr Wirken von den Kirchen eher, äh, zurückhaltend erwähnt, wenn überhaupt. Bei den beiden Frauen Debora und Jael kann ich das allerdings auch ein Stück nachvollziehen. Immerhin kommt in der Geschichte, die die beiden miteinander verbindet, so mancher Mann nicht wirklich gut bei weg.
Krisen, die es zu bewältigen gibt, erleben wir derzeit in unserem Land und in der Welt zu Hauf. Da wird von denjenigen, die Verantwortung tragen, jede Menge Führungsstärke erwartet. Beim Überlegen, was Führungsstärke genau ausmacht, dürfte allerdings klar werden, dass sie mehr ist als gelungenes Krisenmanagement.
Eine meiner liebsten Geschichten in der Bibel ist die um Jona und seinen Versuch, sich dem zu entziehen, was Gott ihm aufgetragen hat. Sie zeigt sehr schön, welche Dynamik ein Leben erhalten kann, wenn Pflicht und Neigung nicht zusammen zu passen scheinen.
Das tue ich alles für meine Kinder! Das ist ein Ausspruch, den man von vielen Eltern hört. Aber was tun wir wirklich für unsere Kinder? In Zeiten von Corona, Klimawandel, Luftverschmutzung, Mikroplastik und Artensterben hört sich diese Aussage fast schon wie eine Drohung an. Da stellt sich schnell die Frage: Was können wir eigentlich tatsächlich für unsere Kinder tun? Was haben wir in der Hand? Und was erwarten sie von uns?
Ja, es gibt sie. Diese eher unangenehmen Zeitgenossen, die sich unbeliebter Arbeit dadurch entledigen, dass sie sie an andere weitergeben, sie „delegieren“. Als persönliche Stärke wird man dieses Verhalten den Männern und Frauen ganz sicher nicht anrechnen. Doch richtiges Delegieren ist in der Tat eine Stärke, eine Fähigkeit, die manchmal erst mühsam erlernt werden muss. Dabei ist Delegieren keine Erfindung der Neuzeit. Die Prinzipien, die dem Delegieren zu Grunde liegen, finden sich bereits im ...
Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es immer wieder fette Schlagzeilen von betrunkenen Jugendlichen und was sie alles anstellen. Es scheint ruhig geworden zu sein, um unsere heutige Jugend. Bedeutet das, dass die aktuell Heranwachsenden wohlerzogen und sittsam sind?
Mein Eindruck ist, dass in unserer heutigen Zeit immer häufiger versucht wird, Menschen oder ganze Menschengruppen gegeneinander auszuspielen. Und das einzig aus dem Grund, um persönliche Interessen bzw. die Interessen der eigenen Gruppe durchzusetzen. Wie kommt es eigentlich dazu? Gibt es keine andere, bessere Möglichkeit, eigene Bedürfnisse in Einklang mit den von anderen zu bringen?
„Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, dann sollte man den Kopf nicht hängen lassen.“ Eine Redensart, die in dieser Form Walter Matthau zugeschrieben wird, die aber durchaus auch von Hiob hätte stammen können.