Jede dritte Frau auf dieser Welt ist von partnerschaftlicher Gewalt betroffen. In diesem Podcast brechen Frauen ihr Schweigen und erzählen von ihren toxisch narzisstischen Beziehungen und die Gewalt, die sie durch ihre Partner erleben mussten. Narzissmus und toxische Beziehungen sind kein individuelles Beziehungsproblem, sondern ein gesellschaftliches, das sehr tief verankert ist.
An dieser Stelle auch eine Triggerwarnung, denn in vielen Erzählungen wird sehr detailliert über verschiedene Formen der Gewalt gesprochen. Die Geschichten, die du hören
wirst, sind immer gleich. Das Einzige, das sich ändert, sind die Namen der Frauen, die sie erzählen, und wenn du diese Geschichten bis zum Schluss gehört hast, lass gerne eine Bewertung für den Podcaster und unterstütze dabei das partnerschaftliche Gewalt kein Tabuthema mehr bleibt und wenn du den Verdacht hast, in einer narzisstischen Beziehung zu sein, bleib. Unbedingt dran, denn am Ende von jeder Folge ab jetzt werde ich dir einen kleinen Tipp mitgeben.
Und heute habe ich bei mir die Julia. Julia ist 48 Jahre alt, lebt in Nordrhein-Westfalen und war 9 Jahre mit ihrem narzisstischen, heute ex, Partner und Mann zusammen. Julia, Du bist seit ungefähr zweieinhalb Jahren getrennt und geschieden und aus dieser Ehe ist ein gemeinsames Kind entstanden, das heute 8 Jahre alt ist und du hast dich heute entschieden auch dein Schweigen zu brechen. Und uns deine Geschichte zu erzählen. Herzlich Willkommen, Julia.
Dass du das machst. Super gerne ganz, ganz wichtig und auch deine Geschichte wird dazu beitragen, ein Stück weit Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema zu leisten und. Es muss. Allen bewusst werden, bewusster werden. Dass narzisstische, partnerschaftliche Gewalt kein individuelles Problem ist, sondern tatsächlich ein gesellschaftliches. Wie hat deine Geschichte angefangen?
Du hast mir ja auch schon im Vorgespräch erzählt, dass du dir n paar folgen schon angehört hast, aber immer wieder auch mal unterbrechen musstest. Und nicht weiterhören konntest, weil es dich natürlich getriggert hat und total verständlich höre ich auch nicht zum ersten Mal. Es ist, auch wenn man schon länger getrennt ist, kann es natürlich immer wieder dazu führen, dass man sich in diese eigene Situation zurückversetzt fühlt und dementsprechend natürlich auch emotional reagiert.
Umso schöner, dass du es erzählst. Julia, wie hast du deinen narzisstischen ex Mann kennengelernt? Wie war die Lovebombingphase? Die war sehr ausgeprägt. Ich hatte mich gerade getrennt von meinem ersten Mann, das ist. Ja, wir haben uns gemeinsam
getrennt. Das war auch OK, aber wir haben 3 Kinder zusammen, es war dann auch natürlich schwierig, alleinerziehend plötzlich auf mich selbst gestellt, all diese Dinge, die man noch aus der vorigen Partnerschaft dabei hatte, die ganze Trauer, die da war, dann habe ich ihn über eine Kontaktanzeige kennengelernt und festgestellt, dass wir auf einer Schule waren. Und hatte aber von Anfang angesagt. Naja, so richtig fest.
Das Suche ich jetzt nicht. Ich bin halt auch noch in so einer Phase, wo ich erstmal die Beziehung verarbeiten möchte und habe auch relativ viel aus der alten Beziehung erzählt und zu allem war er plötzlich der passende Deckel, also alles das was ich vermisst hatte alles das kam massivst also ich habe ihn kennengelernt, wir haben uns getroffen und eine Woche später waren wir schon fest zusammen und er wollte alles besser machen, der tolle Papa sein für die Kinder.
Und mich unterstützen und mit dem Haus mitmachen. Ich hatte jetzt auch noch das Haus, das war auch noch nicht fertig renoviert und da hat er sich überall mit einbringen wollen. Hatte alle Interessen, die ich so hatte und meine Hobbys waren auch angeblich seine große Leidenschaft. Ja, das klingt. Die Frau, die er immer gesucht hat und hier auch schon zu Schulzeiten ja so toll fand, obwohl ich mich gar nicht
richtig an ihn erinnern konnte. Ja, das ist so der Klassiker für den Anfang dieser Beziehung, dass diese narzisstische Menschen, also diese Männer, dann die Frauen, die sie kennenlernen, spiegeln. Sie nehmen also das, was du ihnen erzählst. Wandeln ist so ein bisschen um. An dich zurück, ne. Also eigentlich kann man sagen, ihr habt euch in der Anfangsphase in eine Version von euch selbst verliebt. Ja, total.
Also es ging auch ganz viel um ja so Filmszenen und sowas, die dann plötzlich so er hat so ja so romantische Szenen nachgespielt, quasi die da waren, wo dann immer so plötzlich überraschend so was war und er war der Retter. Kannst du dich erinnern welche? Jetzt hast du ja schon ein paar aufgezählt, aber vielleicht so als Beispiele, welche Art von
Komplimenten er dir gemacht hat. Ja, also ganz viel körperlicher Natur. Sexualität hat natürlich eine riesige Rolle gespielt bei uns, ganz klar. Auch dieses, dass er nicht verstehen könnte, dass mich überhaupt ein Mann verlassen kann, weil ich ja so eine Powerfrau bin und so schön und so beliebt überall und das so toll machen mit den Kindern und ja.
OK, Hauptsache wir leben so toll im Griff habe und so fröhlich und so lustig bin und so, ja windig, das war auch immer ein großes Thema, so ne das ja. Also er hat dir von a bisschen Zeit kennengelernt. Er hat dir also von A bis z. Alle Bedürfnisse, die du zu dem Zeitpunkt hattest. Und es ist ja auch völlig normal, wenn man in so einer
Trennungsphase ist. Von der vorherigen Beziehung oder Ehe. Man trennt sich ja in der Regel, weil man nicht mehr in dieselbe Richtung blickt, ja oder dass man eben, dass die Bedürfnissefüllung bei beiden Seiten einfach nicht mehr gegeben ist, aus welchen Gründen auch immer, und dann steht man erst mal da und ist leer bedürfnistanks, um es mal symbolisch auszudrücken, die wir
innerlich haben. Leer und müssen wieder aufgefüllt werden und werden von Narzissten in der Lovebombingphase nicht mehr aufgefüllt, sondern überschüttet. Ne, also diese Labommingphase, die zeichnet sich auch dadurch aus, dass so ne übermäßige Präsenz ist und Future faking ne und was für naher Zukunft man haben wird und was du gerade auch alles beschrieben hast, was sie einem nicht alles versprechen und welches Bild sie da auch von sich selbst zeichnen.
Jetzt hast du gesagt, nach einer Woche wart ihr schon offiziell ein Paar. Woche kann man jetzt glaube ich nicht so viel Daten, also 7 mal in der Woche. Wie ging denn diese Kennenlernphase? Wie ging sie denn weiter? Ja, also er war da. Er war dann auch direkt überall mit präsent. Aus heutiger Sicht ist das für mich die erste Black Flag.
Damals habe ich gedacht, toll, jemand, der wirklich teilnimmt an meinem Leben, er hat überall, ich sag das immer mit am Tisch gesessen, er war plötzlich mit, wenn ich zu meinen Eltern gefahren bin, war er dabei, er hat meinem Vater dann seine lieblings Elvis Lieder vorgesungen, wenn ich in der Gemeinde hier was zu tun hatte, er war dabei, weil er ja auch so unheimlich christlich interessiert ist.
Er ist mit zum Yogastudio gekommen, er war bei meinen Freundinnen mit dabei, er hat immer gesagt er ist auch so ein Frauenversteher. Sich ja auch gut mit meinen Freundinnen verstanden hat, sich über so ne mit der rein ja mit seinem Charme da so reingesetzt. Er war bei den Kindern superpräsent also er war wirklich ganz häufig da, er hat einen Sohn aus erster Ehe, den hat er auch direkt mit ins Boot geholt, der war plötzlich auch mit dabei.
Plötzlich habe ich auch Verantwortung für diesen Sohn mit übernehmen müssen, dann war das so, der Sohn war dann auch noch mit am Start und wir mussten dann gucken wie kriegen wir das alles geregelt und er war eigentlich fast jeden Tag. Zügig da. Ich hatte überhaupt keine Zeit mehr auch zu denken. Also aus heutiger Sicht merke ich, ich hatte gar keine Zeit, auch mal nur kurz nachzudenken.
Ganz typisch, ganz typisch. Und es sagt ja auch der Begriff Lovebombing, also dich mit Liebe bombardieren. Funktioniert ja auch tatsächlich, dass sehr wenig Raum bleibt, respektieren. Weil der andere beständig präsent ist und dir letztendlich in dieser Phase ja auch schon. Und den Raum und die Luft zum Atmen nimmt.
Ne. Aber was würdest du sagen, wie lange hat denn diese Hochphase, auf die wir ja gleich auch noch mal zu sprechen kommen, weil ja nicht immer alles ganz so hoch ist, wie es am Anfang erscheint, auch in der Phase schon nicht? Wie lange hat sie denn gedauert, Wochen, Monate, wie lang würdest du sagen, hattest du damals das Gefühl gehabt? Dass diese Wolke 77 Phase angehalten hat. Die ist das erste Mal nach einem halben Jahr mit dem ersten seltsamen Ausbruch unterbrochen worden.
Also da fing das an, dass diese Phasen, dass solche Situationen entstanden sind, die ich überhaupt nicht mehr einsortieren konnte, gestartet haben. Kannst du auf. Coming war da immer noch ganz extrem da. Das hat noch lange. Also wir haben dann nach anderthalb Jahren schon geheiratet, all das, was da war. Trotzdem gab es nach einem halben Jahr ungefähr die ersten krassen Unterbrechungen.
Wo ich kurzzeitig sogar überlegt habe, ob der schizophren ist, weil der so völlig völlig anders war an diesen Tagen. Ein 2 Situationen unseren Zuhörerinnen schildern. Ich kann die erste Situation schildern, die war auch ganz
extrem. Wir waren nach einem halben Jahr schon auf einer Elternveranstaltung vom Kindergarten, das war so eine Party für Eltern und sind dann zurückgelaufen und er hat auf dem Rückweg, das hat eine halbe Stunde ungefähr gedauert, die ganze Zeit auf mich eingeschimpft, dass ich eine Schlampe bin, dass ich mich von denen angraben lasse, dass die sowieso alle nur mit mir irgendwie was wollen, das nehme ich alle, nur angraben wollen,
dass das ganz komische Männer da sind und so weiter und sofort. Dieses Beschimpfen ging die ganze Nacht. Ich habe dann irgendwann weinend bei mir im Wohnzimmer gesessen und einfach nur gebeten, dass er aufhört.
Gesagt, wir können das ja gar nicht klären, aber bitte hör einfach auf, ich möchte jetzt auch schlafen und er hat nicht aufgehört immer weiter, er hat einen völlig anderen Gesichtsausdruck und er hat nicht aufgehört und am nächsten Tag hat er dann gesagt, sie hätten ihm vielleicht etwas ins Glas getan, also er könnte das gar nicht erklären, aber das wäre also gar nicht er gewesen, sondern da hätte man ihm sicher was ins Glas getan, dass er da irgendwie so komisch reagiert
hätte. Beim Elternabend. Ne Party also es war sowas wie ne Elternparty, aber trotz alledem Kindergarten elternparty. Und dann was ins Glas getan? Ja, genau. Mhm. Und da ich ihn sogar nicht kannte und ich das so komisch fand, habe ich das damals auch in einer Form. Eher angenommen geglaubten. Das hat immer nur ein komisches Bauchgefühl hinterlassen, aber ich habe es zumindest so stehen lassen.
Jetzt frage ich ja immer, war denn die ersten 6 Monate, die du so intuitiv als Zeitrahmen erwähnst, wo es schön war? War es wirklich ein Hoch? War das wirklich die erste Situation, wo dein Bauchgefühl angeschlagen hat, denn in den meisten Fällen fangen diese Übergriffigkeiten und diese Grenzüberschreitungen lovebombingphase an, aber natürlich ohne dass wir es merken. Würdest du aus heutiger Sicht sagen, ja, es gab schon welche,
ja, welche waren das? Definitiv die erste Situation nach ein paar Monaten. Ich hatte mir ganz übel in den Finger geschnitten und war jetzt auch nicht klar, ob ich ins Krankenhaus muss, ob ich das nähen lassen muss oder sonst irgendwas, hatte mich selber notdürftig verarztet. Da Witze drüber gemacht und. Ich habe in der Situation gemerkt, dass er keine Empathie hat für mich.
Das fand ich seltsam, weil er ja was ganz anderes vorgespielt hatte als er hat sich darüber lustig gemacht und er hat da so Witze drüber gemacht und das fand ich auch schon seltsam. Und was ich auch extrem seltsam fand, es war eine unfassbar schlechte Situation mit seiner Ex Frau, mit der Mutter seines Sohnes und das ging auch immer heikler mit dem Sohn zu und dann war sie immer die durchgeknallte, Verrückte.
Schlimme, die ihn überhaupt nicht leiden, kann ihm nichts gönnen, die neue Beziehung nicht gönnt und ihm den Sohn wegnehmen will und so weiter und sofort, das ist unfassbar, eskaliert also wirklich auch mit dem Sohn ist das immer unglaublich eskaliert und ich war sehr häufig damit beschäftigt, da irgendwie ja. Frieden zu sorgen, ihn zu beruhigen, ihn wieder besser zu stimmen, ihm zuzusprechen und so weiter und sofort. Aus heutiger Sicht absolut
daneben. Schon heute würd ich schon relativ oder ganz anders reagieren. Ja, was heißt ganz anders reagieren? Wahrscheinlich würde man sich heute, wenn man im Laufe dieser Kennenlernphase diese Sätze hört, wie diese narzisstischen Männer über ihre Exfrauen sprechen, was ja ohnehin schon eine der Red Flags ist. Da, glaube ich, würde man heute dreimal überlegen, ob man sich noch mal mit diesem Mann trifft oder nicht. Heute nicht mehr die Kinder da
reinbringen. Also heute ist ich habe eine Beziehung seit einem halben Jahr ungefähr oder ein bisschen weniger. Die Kinder werden noch lange keine Rolle spielen, denn das ist eine Verbindung, die dann wieder. Einschränkt die abhängig macht, die ja das Gefängnis aufbaut. So, wenn die Kinder einmal mit im Buch sind, hat man ja wieder noch mal den Grund zu sagen, Ach nee, die Kinder mögen ihn ja auch, da gehe ich ja nicht raus so. Ja, das das ist richtig was du
sagst. Die Kinder spielen da eine ganz eine große Rolle und vor allen Dingen ich kann mir vorstellen, als Mutter, wenn man so einen Mann trifft, der auch gleich so eine Verbindung zu den Kindern. Erschafft ne so ne innige und so ne tiefe Verbrennung so n auch wenn der wenn der leibliche Vater n guter Vater ist, dass er natürlich da sofort in seinem narzisstischen Denken in Konkurrenz tritt mit dem ex Mann. Bei der Kinder und da noch mal
eine Show abzieht und man als Frau sich denkt, Mensch toll. Das klappt ja auch mit den Kindern ganz wunderbar. Hat es denn mit allen Kindern, weil es waren ja oder sind ja 3, hat es von an mit allen dreien gut geklappt? Nein, einer. Nicht. Also einem nicht OK, ja. Also der ist ohnehin sehr still, aber der ist nicht warm geworden bis zum Schluss. Der ist dabei geblieben, dass er den zwar akzeptiert hat, aber warm geworden ist er mit ihm nicht, nein.
Ok. Der Kleinste war 4 also der hat dann auch ein Baumhaus gebaut für die und. Das. War natürlich. Macho Art auch ich bin echter Kerl und wir machen jetzt hier was als Männer und so. Wir bauen jetzt und spielen Bob den Baumeister. Genau. Jetzt hast du diese eine Situation beschrieben, die schon sehr krass ist, wo du ja schon auch wirklich ganz massiv verbal angegriffen worden bist und dann nächsten Tag hat er so getan, auch typisch, jetzt wäre nichts gewesen.
Wie ging es dann weiter? Denn dann kommt ja schon die zweite Phase. Also hier hat sich ja schon abgezeichnet, dass die zweite Phase, wo die Missbrauch, wo der Missbrauch und die Gewalt losgehen. Schon angefangen also der Weg wurde geebnet. Ja. Welche Art von Missbrauch und Gewalt hast du denn in dieser Phase erlebt? Ja, dann ging das ja mit seiner Exfrau weiter.
Also es war ja ein ganz großes Problem dann, also es hat sich ist total eskaliert, auch auch mit dem Sohn mittendrin und der Sohn hat auch sehr gelitten, ich habe mich da sehr, sehr, sehr eingebracht damals, habe auch mit dem Jugendamt mitgesprochen, habe überall mitgemacht, habe wirklich sehr viel versucht, auch zu vermitteln, und dann kippte das plötzlich, dass plötzlich nicht mehr die Exfrau die Durchgeknallte ist, die sich
alles einbildet. Sondern ich war plötzlich zwischendurch die Durchgeknallte und ich hätte mir das ja nur eingebildet. Ich bin ja verrückt und hysterisch, ich würde mich ja total anstellen und dann kam, und das war ein Vorwurf, der bis zum Schluss erhalten blieb, ich könne seinen Sohn nicht leiden. Also das war so der Punkt, der massiv immer wieder kam. Und das war am Anfang sage ich immer alle paar Monate, dann war es irgendwann monatlich
mindestens und es war. Auch fast immer derselbe Tag. Mhm. Wo es so zum Ausbruch kam. Und dann ging es weiter. Also er hat auch, er macht Musik und er hat dann immer Probe gehabt, auch zwischendurch, und Auftritte und plötzlich durfte ich nicht mehr mit zu den Auftritten. Plötzlich hieß es, ich könnte seine Band nicht leiden oder seine Musik nicht, deswegen sollte ich sowieso nicht mitkommen, ich würde ihm die Proben nicht gönnen und so weiter und ich habe immer mehr
versucht. Äh, dazu zu spielen, die gute Frau zu sein, ihm noch mehr zu gönnen, noch mehr zu machen, ja. Alles natürlich ohne Erfolg. Ja, natürlich. Das Loch ist nie gestopft. Es gibt ja 5 Formen der Gewalt. Hast du jede Form der Gewalt in dieser Ehe erlebt? Ja, ich habe jede Form der Gewalt. Welche Art der psychischen Gewalt hast du erlebt? Psychische Gewalt auf jeden Fall. Dass ich immer mehr eingeschränkt wurde.
Also wir haben irgendwann gemeinsam gearbeitet, wir haben die Hausfinanzierung gemeinsam gehabt, wir hatten die Kinder ja gemeinsam, so dass ich aus diesem Konstrukt gar nicht mehr rausgekommen bin. Ist immer dieses Aufruder abwerten, und zwar ohne jeglichen Grund. Ich hab das Geschirrtuch auf die falsche Seite der Spüle gelegt, das hat schon dazu geführt, dass er total ausgerastet ist. Also wirklich ausgerastet. Ohne wenn und aber.
Sein Gesicht verändert er war überhaupt nicht mehr ansprechbar und ich hab immer gesagt, er war so gnadenlos. Also er hat nicht aufgehört, egal wie ich dich gebettelt hab, egal wie fertig ich war, egal wie ziemlich gezittert habe Tag und Nacht, egal wann er gerade dazu. Lust hatte oder es ihm gerade gekickt hat, der hat mich fertig gemacht. Und da auch mit erpresst. Ich bin ja da nicht rausgekommen. Mit Erpressung. Ja, so dieses Wir haben zusammengearbeitet. Also wir waren finanziell
voneinander abhängig. Ich war familiär von ihm natürlich auch abhängig und eben auch im Freundeskreis ne so, er hat mich wieso eine Spinne hat der mich in so einen Kokon gepackt. Das was du gerade beschreibst mit dem Kokon. Das wäre dann ja die soziale Gewalt. Das heißt? Er hat dich isoliert. Also zum einen ist es Gang und gebe und ich habe in all den Jahren, in denen ich Frauen. Aus diesen Situationen helfe und begleite wirklich.
Wenn es hochkommt, vielleicht ein oder zweimal Frauen erlebt, die nicht alle 5 Formen der Gewalt erfahren haben in der Regel. War es jede Form der Gewalt?
Und diese soziale Gewalt? Dieses Miteinander, ein Business aufbauen, Partnerin dazu überreden, ihren Job oder ihr Studium aufzugeben, Nagel zu hängen und auch da dieses Future Faking zu machen, also diese größenwahnsinnige Ideen von gemeinsamen Business und gemeinsame Karriere, das ist ganz, ganz häufig, weil natürlich das zu noch mehr Abhängigkeit führt. Und weißt du, was ich ganz oft habe? Frauen, die vorher ein wahnsinnig gut bezahlten Job hatten.
Ihren Job aufgegeben haben, um dann im Familienbetrieb in Anführungszeichen. Da quasi tätig zu sein, die dann auf ein Minimum versichert waren. Ne, das ist auch n Klassiker der mir immer und immer wieder begegnet, weil natürlich je mehr Gemeinsamkeiten auf verschiedenen Ebenen da sind, desto mehr Abhängigkeit ist da.
Der war in allen meinen Ebenen, auf allen Ebenen war er präsent und auch eigentlich so präsent, dass ich da jetzt so einfach nicht wieder rausgekommen bin und zu der psychischen Gewalt war ganz häufig auch das Thema, das ich mir Dinge einbilde, also dieses Gas Lighting, das hab ich so nicht gesagt, das hast du dir eingebildet, du bist hysterisch. Keiner mag dich, das war auch
ganz häufig. Keiner kann dich leiden, deine Kinder finden dich Scheiße, deine Eltern können dich nicht leiden, deine Eltern haben über dich gelästert, meine Familie kann dich auch nicht leiden, du bist gestört, du bist nicht normal und so weiter und das ist ja bis heute, also bis heute ist es so, dass ich nicht normal sein soll. Und ich habe das geglaubt. Das das glaube ich, hat jede Frau, die in so einer Beziehung war.
Hat das am Ende geglaubt? Das ist auch das, was in diese kognitive Dissonanz führt, in diese. Du hast 2 verschiedene Bilder von einer und demselben Menschen, und die lässt sich aber in deiner Psyche nicht vereinen. Also du willst unheimlich damit. Die Wahrheit da herauszufiltern, und das ist natürlich auch gewollt so, und das ist ja auch letztendlich das, was dieses Trauma Bond schürt. Mhm, das hat auch lange gedauert. Also dass ich sag mal.
Vor anderthalb Jahren. Also habe ich tatsächlich noch geglaubt, na ja, vielleicht lag das auch alles irgendwie an mir. Ja, ich hab es auch heute noch im Umgang mit unserer Tochter, da sich zwischendurch denke, bin ich jetzt doch vielleicht für hysterisch oder nicht oder weiß ich nicht, vielleicht liegt es doch an mir, also es ist auch sehr sehr schwierig sich da ganz klar und auch dauerhaft zu positionieren und abzugrenzen und da hilft nur ein sehr sehr gutes Umfeld und sehr viel
fachliche. Unterstützung? Ja, das ist ganz, ganz wichtig, gerade in dieser Phase, weil so eine Trennung von narzisstischen Männern es halt einfach auch nicht zu vergleichen mit anderen Trennungen. Jetzt hattest du natürlich schon. Eine Ehe hinter dir und hast da auch eine Vergleichsmöglichkeit.
Also von einer normalen Trennung, wo sich 2 Menschen auf Augenhöhe klar mit Emotionen verbunden, Traurigkeit, vielleicht auch mal Wut auf den einen oder anderen Partner, weil er sich getrennt hat oder sie, aber es ist tatsächlich mit nichts zu vergleichen, was so eine Trennung von einem
narzisstischen Mann mit. Sich bringt noch mal kurz zu dieser Isolation. Wie hat der es denn geschafft, dich von deinem sozialen Umfeld zu isolieren, was hat er, hat er etwas unterbunden, hat er. Die anderen schlecht gemacht.
Wir haben seine. Taktik war, dass er ja überall dabei war und überall mit am Tisch saß und in jedem Projekt und in jedem Hobby mit dabei war und mir dann plötzlich immer wieder erzählte, dass die mich ja eigentlich nicht so richtig leiden können, also dass ja eigentlich die Leute, naja, mich jetzt nicht so wirklich toll finden oder irgendwie mich ja auch nur ausnutzen oder oder oder. Also es war so ein bisschen, er hat mich selber sehr unsicher gemacht im Umgang mit meinen Freunden und.
Meinen Menschen, die ich zu tun hatte, dass ich sehr häufig daran gezweifelt habe und dann auch solche kleinen Alltagssituationen so gedeutet hat. Naja, er hat ja recht, wahrscheinlich können die mich ja wirklich nicht leiden, deswegen haben die das jetzt so gesagt oder was auch immer und was noch dazu kam vor größeren Veranstaltungen, großen Partys von Freundinnen oder irgendwelche anderen Veranstaltungen hat es immer unfassbar. Kraft also.
Es war immer so, dass es ganz, ganz schlimme Situationen im Vorfeld gab, dass ich häufig abgesagt habe. Ich habe sehr häufig Veranstaltungen treffen, ich war so ausgelaugt, ich hatte gar keine Zeit mehr oder gar keine Kraft mehr, mich da wirklich reinzuhängen und mich mit den Menschen zu treffen. Sind ja auch sehr unterschiedlich, je nachdem ob man es eher tendenziell mit einem grandiosen Narzissten zu tun hat oder einem verdeckten.
Und das, was du gerade beschreibst, das passt eher in diese verdeckte Schiene. Ne. Das heißt auch, dass die ganz viel mit.
Trehringulation. Um ihre Position da zu stärken und dich weiterhin davon zu überzeugen, dass du einen an der Waffel hast und dass die Menschen eigentlich dich vielleicht sonst jahrelang begleitet haben und die dich lieben und loyal zu dir sind, dass die ja eigentlich gar nicht so gut für dich sind und dich eigentlich gar nicht mögen, also eben das Hinzuziehen von dritten Parteien, das funktioniert sehr, sehr subtil, zumal man ja dann oft so verunsichert ist, dass
man bei den Leuten auch nicht nachfragt, hey, stimmt da, wenn man seinen eigenen Partner, du hast nachgefragt. Hinterher. Ich habe hinterher. Alle nochmal richtig auch abtelefoniert und auch gesagt, ich muss es jetzt auf den Tisch bringen, weil das ist ein Thema, das begleitet mich die ganze Zeit und ich möchte. Loswerden und ich möchte weiß, man kann mit mir sehr ehrlich reden und ich mag auch gerne Kritik mal hören.
Aber wenn du grundsätzlich ein Problem mit mir hast, dann ist das natürlich auch ein Punkt, wo wir einfach sagen können, OK, dann ist es so, dann lassen wir es so stehen.
Aber ich weiß es dann ganz sicher und ich sage eigentlich 100% der Menschen, die ich gefragt habe, waren total verwirrt und haben gesagt, wieso fragst du das jetzt, wir haben uns zwar gewundert, warum du dich so selten meldest, aber wir mögen dich total gerne und wir schätzen deine eine Art und wir schätzen auch die Zeit, die wir gemeinsam verbringen, das hat mir sehr gut getan, das im Nachgang zu tun.
Und in der Situation traut man sich es aber nicht, weil man seinem Partner eben auch nicht in den Rücken fallen will. Es ist ja der Mann, mit dem man Tisch und Bett teilt und den man eigentlich zu 100% vertraut, und man möchte ja auch. Kein Streit mehr hervorrufen man versucht ab einem Zeitpunkt in
der Beziehung alles. Zu deeskalieren und eine Situation zu erschaffen, die der gleicht, die man am Anfang hatte, aber dadurch, dass sie natürlich gespielt war und man nicht den Mann kennengelernt hat. Denen dieser Mann vorgespielt hat zu sein. Ist die Verwirrung und die Erschöpfung so groß, nach der Wahrheit zu suchen, während man in dieser Beziehung ist, dass man da überhaupt nicht auf die Idee kommt, sein Wort oder seine
Behauptung in Frage zu stellen? Ich habe das mal gemacht, doch einmal oder zweimal habe ich das gemacht und es hat unfassbar viel Ärger gegeben. Das war eine ganz doofe Idee in der Situation. Darauf reagieren sie natürlich, wenn sie angefangen werden, wenn angefangen wird, sie zu demaskieren. Wenn man sie zur Verantwortung zieht, wenn man. So anspricht, dann erlebt man da ganz ja. Also. Gewaltvolle, Gewaltvolle ja. Ganz genau gab es denn
körperliche Gewalt? Ja, es gab auch körperliche Gewalt. Zum Schluss unserer Beziehung. Wobei die auch. Im Prinzip auch eine Form von verdeckt war. Also ich bin. In einer Auseinandersetzung eine ganze Etage runtergefallen, die Treppe runtergefallen. Mit seiner Beteiligung sage ich das mal so. Ich möchte jetzt auch keine.
Beschuldigungen geben aber es gab eine Beteiligung, die dazu geführt hat, dass ich eine ganze Etage die Treppe runtergefallen bin und das übliche in die Ecke drängen, Tür zu halten in der Schwangerschaft in die Ecke drängt, Tür zu halten, anschreien, den Raum zu halten versuchen, mir die neugeborene Tochter aus dem Arm zu reißen und so weiter. Also massive körperliche Gewalt. Es gab einen sexuellen Übergriff aus meiner Sicht. Aus deiner Sicht, sondern dass wenn du. Ja, ich war.
Also ich sag das immer dazu. Ich war dann aber auch sediert, also ich hab. Das ja nicht wirklich mitgekriegt. Also ich habe es schon mitgekriegt, ich habe auch sehr lange daran therapiert. Im im Nachgang aber in der Situation selbst war ich so sebiert, dass ich das nicht mitbekommen hab. Ich hab das attestieren lassen und hab es dann auch geschafft mit diesem Attest ihn vor die Tür zu setzen. War das doch jetzt erzählen, was da passiert ist.
Ja, ich hatte diesen Treppensturz und war jetzt schwer verletzt mit Gehirnerschütterung und überall natürlich riesen Hämatronen am Körper und bin am nächsten Morgen zum Arzt, aber nicht um diesen Treppensturz anzumelden, sondern einfach um zu sagen, ich glaube ich hab ein Burnout.
Ich hab das damals auch noch so geglaubt, dass ich gedacht hab, Mensch, ich bin jetzt so durch die Hecke, ich glaub ich hab ein Burnout und der hat mir ich hatte 3 Tage gar nicht geschlafen weil es so massive Auseinandersetzungen gab der. Du mir dann Schlaftabletten verschrieben und gesagt, also jetzt musst du erstmal wieder schlafen und dann gucken wir mal weiter mit der Bahn. Die hab ich dann abends genommen und am nächsten Morgen bin ich wach geworden und habe an mir
Spuren festgestellt. Ich, die auf einen sexuellen Missbrauch hinweisen eindeutig und hab ihn dann auch zur Rede gestellt und er sagt, Na das Fandst du auch ganz toll und ganz super, das war doch genau in deinem Sinne. Und damals habe ich noch auch gedacht, Na ja, gut, das war jetzt irgendwie verheiratet und vielleicht habe ich ja irgendwie wirklich mitgemacht jetzt im Nachgang, und das hat sehr, sehr lange gedauert. Es hat Jahre gedauert, habe ich
erst gemerkt, wie krank das ist. Eine Frau, die eine Gehirnerschütterung hat, im ganzen Körper Hämatome hat, auf Schlaftabletten schläft, weil sie 3 Tage schon nicht geschlafen hat, also 3 Nächte nur auf die Idee gekommen zu sein. Da jetzt irgendwie noch sexuelle Handlungen vorzunehmen, für mich erst Jahre später klar geworden, wie krank das ist. Mhm. Und dass dass kein Versehen oder Falscheinschätzung einer
Situation hat sein können. Und das ist auch nicht ein sexueller Übergriff, sondern dass das natürlich eine Vergewaltigung. Ja klar, das habe ich auch so angezeigt. Das ist eine Vergewaltigung. Genau. Jetzt sexualisierte Gewalt, psychische Gewalt, körperliche Gewalt, soziale Gewalt. Hm. Haben wir schon mal 4 von 5 bei dir kommt aber dazu kommen wir natürlich etwas später noch. Auch die institutionelle Gewalt, über die wir heute auch sprechen. Wie ist mit der finanziellen
Gewalt? Ja, ich habe ihn ja dann vor die Tür gesetzt. Ich war so klug im Vorgang, dass ich zwar eine Hausfinanzierung mit ihm gemeinsam unterschrieben hatte, aber ich hatte das Haus auf meinen Namen gelassen. Das heißt also, ich konnte dann auch dafür sorgen. Ein bisschen Druck aufzubauen, auch jetzt mit dem Attest, um zu sagen, ich möchte, dass du da raus gehst. Ich will das alles auflösen. Und ich.
Dich auch anzeigen, wenn du jetzt nicht wirklich unser unseren Wohnort, also hier unser unser Haus hier, in dem wir wohnen, verlässt. Wenn du nicht aus dem Job raus gehst und so weiter und sofort, und das hat er. Mit sehr viel Gegenwehr noch, aber er hat es dann gemacht.
Ich hab ihn quasi bezahlt, ich hab seine Schulden bezahlt, also ich hab das Haus verkauft, dann hab ich seine Schulden bezahlt, ich hab ihm auch noch ne Zeitlang tatsächlich Unterhalt gezahlt, weil er wollte sich natürlich bessern und es wird alles und er macht jetzt auch ein Anti gewalttraining und wir waren ja auch noch verheiratet und so weiter und im Prinzip habe ich mich freigekauft durch den Hauskauf. Du hast dich freigekauft. Ja, im Prinzip schon.
Also ich war ja häufig bei der Frauenberatung, die hat mich 6 Jahre lang bestens unterstützt hier in unserem Wohnort, die hat irgendwann gesagt, ja, der Weg zur Freiheit, der war sehr teuer bei ihm, aber er hat sich ja trotzdem gelohnt. Das hat sich auch gelohnt und dieser Kampf hat wahrscheinlich, wie jede Trennung und jede Scheidung von einem narzisstischen Mann. Natürlich, ein Rosenkrieg hat
einen Rosenkrieg geglichen. Es gibt keine friedliche und faire Trennung. Wenn man mit so einem Menschen verheiratet war, und das muss man an der Stelle ganz klar betonen, da ist Hoffnung keine Strategie. Denn wenn sich jemand über Jahre hinweg. So mir gegenüber als Mensch verhält. In der Beziehung ja. Diese Formen der Gewalt auftauchen und der Frau angetan werden. Sollte das. Anders sein. Während der Trennung. Warum?
Es wird ja noch. Schlimmer, ganz genau, es wird noch schlimmer, weil die Täter macht und Kontrolle verlieren.
Hm ne unbedingt. Also ich hab ja mich auch in meinem ersten Mann getrennt und wir sind heute auch noch ein Team. Also wir haben auch bis heute noch guten Kontakt, er hat mich auch zum Teil jetzt wirklich sehr unterstützt in dieser ganzen Trennungsphase mit dem was er konnte und daher weiß ich ja wie eine normale Trennung im Prinzip abgeht, auch das ist nicht schön, aber das ist überhaupt kein Vergleich zu diesem Tsunami, der einen da
überrollt. Und das hat dann im Weiteren auch dazu geführt, dass es auch ein Übergriff gegen unser Kind gab. Den ich auch angezeigt habe beziehungsweise wo ich dann das Jugendamt mit ins Boot geholt habe, wo auch ganz viel ermittelt wurde.
Er hatte schon Antige Wahltraining im Rahmen unserer Beziehung gemacht in der Ehe, er hatte dann ein zweites gemacht, das hat er dann aber ohne uns zu informieren auch abgebrochen beziehungsweise hat mich auch gar nicht mit involviert, das ist ja üblich in Antigewalttrainings, dass normalerweise die Opfer mit eingebunden werden, es gab 100 000 Ausreden warum das in meinem Fall jetzt nicht passiert ist. Durch den tatsächlich auch richtig angezeigt.
Ja, ich bin zur Polizei gegangen, ich habe von einem Therapeuten den Hinweis bekommen, dass alles noch mal aufzulisten, also anhand von whatsapp Nachrichten von tagebucheinträgen auch whatsapp Nachrichten mit meinen Freundinnen, das wirklich noch mal chronologisch alles aufzulisten und das habe ich angezeigt. Und wie, was ist dann so passiert in diesem ganzen Prozess? Ja, das war nicht schön.
Also dann kam das also ich hab bis dahin immer daran geglaubt, wir leben hier ja in einem Rechtsstaat, das wird ja dann auch untersucht, und da wird man ja unterstützt. Es kam dann also, es ist aufgenommen worden. Es ist auch an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Es ist auch sofort ein polizeiliches Kontaktverbot eingesetzt worden, und das Jugendamt hat begleiteten Umgang eingeleitet, was auch sehr gut war. Es kam dann aber schon.
Also ich habe eine lange Aussage machen müssen bei einem Polizeibeamten, der dann auch im Nachgang nochmal gefragt hat, ob ich mich nicht noch ein bisschen anstelle, ob das ein Rosenkrieg ist, ob ich da irgendwie vielleicht jetzt Einfluss nehmen wollte, damit ich die Tochter für mich behalte usw.
Das war sehr schwierig. Mir ist im Vorfeld auch schon von der Frauenberatung abgeraten worden, das überhaupt anzuzeigen, also die haben gesagt, ja, es ist natürlich klar, es ist ein Verbrechen, trotzdem sagen wir dir, es ist unfassbar belastend. Und so war es auch. Ohne meinen Therapeuten hätte ich das nicht geschafft. In der Regel. Geht genau dieses Verhalten, das in der Beziehung stattgefunden hat, auch. 1 zu 1 es überträgt sich in diesen Rosenkrieg und dann auch in den Gerichtssaal.
Hm gegen was und wir sprechen hier ja über die institutionelle Gewalt, auch die institutionelle Gewalt, das hast du gerade schon so ein bisschen beschrieben, was dir begegnet ist in Form von Aussagen. Diesen Polizisten, ja. Es gibt bei der institutionellen Gewalt, sprich sprechen wir darüber, dass alle Schnittstellen, also alle, die an so einem Verfahren beteiligt sind wie Jugendämter. Verfahrensbeiständinnen Sachbearbeiter innen,
erziehungsberater innen. Die alle diese Gewalt nicht sehen, sondern es als hochstrittigen Konflikt. Bezeichnen, in der lediglich ein Kommunikationsproblem da ist. Ja, also wir haben ein ganz großes Defizit und Frauen, die aus einer partnerschaftlichen häuslichen Gewalt kommen, mit so einem narzisstischen Mann, die erleben sehr häufig eine sekundäre Viktimisierung durch den Staat und das Rechtssystem.
Und der Podcast heißt ja auch ich bin die dritte Frau, weil jede dritte Frau auf dieser Welt von partnerschaftlicher, narzisstischer Gewalt betroffen ist. Ja. Als du diese Anzeige beim bei der Polizei gemacht hast. Wie ging es weiter mit vielleicht Jugendamt? Du warst bei einem Anwalt, bei einer Anwältin, was? Ich. Habe mir eine Anwältin über den weißen Ring gesucht.
Ich habe mich vom weißen Ring beraten lassen, das war auch sehr gut, ich habe eine sehr gute Anwältin bekommen, die natürlich auch gesagt hat, wir haben keine Zeugen, auch wenn das seltsam klingt, aber auch bei einer Vergewaltigung sollte man vorher beim Nachbarn klingeln und sagen, könnten sie mal kurz rüberkommen, ich brauche mal eben einen Zeugen, weil sonst nimmt mir das hinterher keiner ab, weil wir sind ja auch verheiratet. Trotz alledem haben nämlich sehr
gut. Die Anwältin hat mich sehr, sehr gut begleitet. Ich habe sofort. Der Staatsanwaltschaft und Psychosoziale Prozessbegleitung bekommen. Die war auch sehr sehr gut und fachlich wirklich gut aufgestellt.
Was schwierig war, war tatsächlich das Jugendamt, das erst mit der Anzeige. Verstehen konnte, dass ich im weiteren jetzt, weil es ja jetzt auch ein polizeiliches Kontaktverbot gibt, begleiteten Umgang genehmigt bekomme über einen Jahr. Tochter, dass sie ihn sehen kann und auch im Nachgang ist dann ermittelt worden.
Es ist auch gegen mich noch einmal ermittelt worden wegen der Kinder, warum ich das zugelassen habe, ob es nicht auch ein Rosenkrieg ist, ob ich nicht eine Falschaussage gemacht habe und so weiter und sofort und irgendwann nach diesem ganzen Kram richtig einfach anschreiben nach so ungefähr einem halben Jahr oder nach einem dreiviertel Jahr, das ist ja keine Zeugen gäbe und da eben auch die Beweise dann nicht ausreichen und das Verfahren eingestellt wird mit.
Seines Verfahrens. Man hätte sich dann das Jugendamt auch wieder, dass er jetzt im Prinzip der Grund des begleiteten Umgangs erledigt ist. Die begleiteten Umgänge werden ja sehr friedlich verlaufen, er wäre ja sehr toll auf seine Tochter eingegangen und dann könnten wir jetzt eigentlich normal weitermachen. Und da frage ich mich immer, wo ist der gesunde Menschenverstand? Also zum einen.
Heißt das Einstellen eines Verfahrens nicht automatisch, dass jemand schuldig ist, sondern es ist ein Mangel an Beweisen und klar bezüglich dieser Thematik. Ja, es ist ja schon absurd, dass wir überhaupt darüber sprechen, dass Frauen so sehr in der Beweislast sind.
Bei all diesen offensichtlichen Dingen, die passieren, so das zum einen, und dann kommt ein Jugendamt und sagt, Na ja, jetzt ist ja eingestellt worden, jetzt ist das alles nicht mehr relevant und die Umgänge verlaufen ja sehr friedlich und sehr schön, wo ich mir denke, ja, wie sollten Sie denn sonst verlaufen, wer? In herrgotts Namen.
Ich bin ungläubig. Würde sich denn so entblößen und während einem begleiteten Umgang, der von eineinhalb bis 3 Stunden vielleicht geht, vielleicht auch manchmal 4. Sich so zeigen. Wie er denn wirklich ist? Ich meine, es heißt ja auch häusliche Gewalt, weil es hinter verschlossenen Türen stattfindet, weil es nicht in der Öffentlichkeit stattfindet. Also wie kann man als Mitarbeiter. In so einer Institution davon ausgehen, dass so eine Momentaufnahme.
Aussagekräftig ist und diese begleiteten Umgänge, also er ist ja nur so nett, weil jemand dabei ist. Das ist genauso. Wie wenn man an eine vielbefahrene Straße, wo ständig.
Unfälle passieren. Ne Ampel hinstellt und dann passieren keine Unfälle mehr und dann sagt er, jetzt passieren ja keine Unfälle mit mir, weil die Ampel da, also weil weil die Ampel da steht und dann braucht man die Ampel nicht mehr, ja, aber es passieren eben keine Unfälle, weil die Ampel da steht und die muss da auch stehen bleiben, aber. Es ist sehr, sehr schwierig da. Nachzuvollziehen, dass jemand
nicht weiter denkt. Und da bin ich ganz stolz auf unsere Tochter. Die hat nämlich n ganz tolle Sache gemacht. Die war damals noch, ja, ich war sie 6 oder 7. Hat ja einen Übergriff auf unsere Tochter gegeben, den er natürlich immer anders dargestellt hat als sie selbst. Sie hat ein Jahr lang.
Setzt fremden Menschen eine identische Geschichte, erzählt mit allen Details. Und die war da. 6 meine ich und sowas, also das Glaube nicht, dass ein Kind mit 6 Jahren in der Lage wäre, jetzt sich sowas immer genau gleich detailgetreu nachzuerzählen und er hatte aber behauptet, dass es anders gewesen wäre, wie natürlich auch die ganze Gewalt, die er natürlich überhaupt alles abgestritten hat, trotz sämtlicher chronologischer Nachweise, die ich hatte und
unsere Tochter hat am allerletzten Umgang die Situation. Als Theater nachgespielt und hat das nachgemacht. Sie war dann der Elternteil und hat das nachgespielt, was er gefahren hat und hat ihn gefragt, weißt du eigentlich, was du mir damit antun können, was mir hätte passieren können in der Situation? Weißt du eigentlich wie gefährlich das war?
Und dadurch hatte ich dann die Möglichkeit, darauf zu bestehen, dass wir zumindest in ein Mediationsverfahren kommen, was natürlich für mich äußerst ungut ist, weil ich da sehr häufig täterkontakt habe oder hatte. Ich in diesem Mediationsverfahren mit ihm eine Umgangslösung finden werde. Das war dann natürlich für ein Kind eine absolut fürchterliche Situation, reingehen zu müssen, aber.
Letzten Endes ihr großes Glück, weil wir durch dieses Mediationsverfahren jetzt einfach auch ein ganzes Stück weitergekommen sind. Mhm und kannst du dich an Aussagen wie die zum Beispiel des Polizisten damals bei der Aufnahme der Anzeige, die dir gesagt worden sind, von den anderen Beteiligten, von den anderen Schnittstellen gab es da so typische Victim blaming Ansagen? Ja, das ist ja nur bei ihnen passiert.
Er hat ja nur mit ihnen ein Problem, das heißt ja noch lange nicht, dass er jetzt irgendwie ein Problem hat mit der Tochter oder sonst irgendwas, er hat ja das Problem, liegt ja nur bei ihnen. Deswegen ist es ja jetzt auch gelöst, oder sie sind ja nicht mehr verheiratet. Und das ist immer wieder. Es ist erschreckend, und es ist absurd und es ist einfach nur noch, es ist lächerlich und es ist erbärmlich, dass Menschen. Mit so Dingen kommen wie der Vater hat ein Recht auf sein Kind.
Wenn wir gucken, welches mitunter die größte Armutsgruppe in Deutschland darstellt, dann sind das alleinerziehende Mütter. Also zum einen werden Kinder dazu genötigt und gezwungen, genauso wie die Mütter auch, wie der Kontakt zu ihrem Täter auf der anderen Seite gibt es aber keine Rechtsmittel, die diese Väter zu ihren Pflichten
auffordern. Nämlich den Unterhalt zum Beispiel. Und diese Mütter sind in Armut, weil über 2 Drittel der Väter keinen Unterhalt bezahlen und dieser Rosenkrieg, gerade wenn man gemeinsame Kinder hat, sagen wir mal, selbst wenn das Gericht vorbei ist, hört es ja dennoch nicht auf, man muss ja ein Leben lang irgendwie mit ihnen kommunizieren und in ganz vielen Fällen halten sie, sie halten ja auch Gesetze sie nicht davon ab. Nein, und es ist immer noch so,
dass. Also ich hatte jetzt darauf bestanden, also wir haben das Mediationsverfahren jetzt abgebrochen. Wir haben versucht unsere, ich hab versucht in dem Rahmen die Taten noch mal mit ihm aufzuarbeiten, um ich hab das ein Stück weit auch für mich gebraucht, um tatsächlich noch mal live zu sehen, da kommt keine Spur von Mitgefühl, gar nichts. Also ich hab die Taten noch mal angesprochen.
Detailliert auch und hab auch ihm dabei angeguckt, konnte ihm einfach auch noch mal sagen, was das mit mir gemacht hat. Ich hab da eine schwere posttraumatische Belastungsstörung gehabt, sehr lange Zeit konnte auch die Folgen nochmal benennen und auch noch mal klar ins Gesicht sagen, das hat das mit uns gemacht, dein Verhalten hat das alles mit
uns gemacht, mit uns ausgelöst. Es ist keinerlei Mitgefühl entstanden und aber im Zuge dessen hat die Mediatorin, die auch wirklich von einer sehr sehr guten Fachstelle ist, die sich sehr gut mit Gewalt gegen Kinder auskennt. Es unterstützt, dass ich dann gesagt habe, unter diesen Umständen möchte ich einfach jeglichen Kontakt jetzt auch abbrechen. Wir regeln uns auf eine Form von Umgang mit der Tochter, in der ich aber nicht beteiligt bin, also keine persönlichen Übergaben und.
Diesen Umgangsformen hat jetzt auch unsere Tochter weiter eingeschränkt. Also auch sie merkt, dass sie ohne meine Unterstützung und ohne dass ich jetzt da bin für sie die ganze Zeit als Backup, dass ich sie zur Not rausholen könnte, möchte Sie das nicht. Wie sieht der Umgang denn jetzt aus? Die besucht ihn an einem alle 2 Wochen, an einem Tag, am Wochenende, und er fährt sie an mehreren Tagen die Woche zur Schule. OK. Das ist ja auch im Rahmen.
Also die machen dann auch irgendeinen Ausflug oder so, und das ist ja auch OK und ich mache keine persönlichen Übergaben, ich bin nicht dabei. Gänzlich eingeschränkt. Und wenn wir dann doch mal Kontakt haben, weil es unserer Tochter zwischendurch auch sehr, sehr schlecht ging, die war auch beim Kindertherapeuten, dann ist es so, dass er nur persönlich
mit mir Kontakt haben möchte. Es darf kein Dritter beim Telefonat dabei sein, es gibt auch keine Aufzeichnungen oder auch gar nicht schriftlich, also per E-Mail möchte er das gar nicht austauschen, Nein, nur wenn überhaupt per Telefon oder im persönlichen Gespräch, und das wurde natürlich relativ schnell wieder dazu genutzt, um zu sagen, dass ich, ja, ich bin toxisch, ich bin hysterisch, ich bin nicht normal, ich bin durchgeknallt über das Thema Tochter haben wir eigentlich gar
nicht geredet auch. Neue Freundin? Genau. Also ist er wieder in Beziehung. Ja, er ist wieder in Beziehung und ich erlebe es von außen jetzt exakt das. Es werden sogar, und das ist wirklich. Wenn es nicht so dramatisch wäre, wäre es lächerlich, weil er offensichtlich dieselben Sätze benutzt bei ihr, die er bei mir benutzt hat. Also. Aber natürlich, sie haben einen sehr eingeschränkten, ja. Ja, das das ist so. Ich betone es immer wieder, es ist ein Skript und es ist ein
Drehbuch, und wenn das. Die, wenn wenn das jetzt die 1. Folge ist, die ihr hört, dann bitte geht und hört euch auch noch die anderen Folgen an, denn die Geschichte ist immer dieselbe. Die Wortwahl ist immer dieselbe. Die Anschuldigungen, die Vorwürfe, die Art der Gewalt, wie sie ausgeübt wird, ist immer dieselbe.
Ich. Verschiedenen Gruppen tätig und berate auch manche Frauen und wir hatten mal den Insider, man darf ja mal lachen zwischendurch, damit es eben auch wirklich diese Dramatik einfach mal unterbrochen wird. Wir hatten den Insider, dass wir gesagt haben, vermutlich waren wir alle mit einem Mann zusammen, es gibt wahrscheinlich ist das ein identischer Mann, weil das kann ja gar nicht sein, dass die Sätze sich so. Ähneln.
Ich habe das Ganze oft, also alle für die, die noch mehr über die Beziehungsdynamik von toxischen narzisstischen Beziehungen wissen möchten, besucht. Mein Instagram Kanal, da poste ich fast täglich Situationen rede. Verhalten kläre auf über diese partnerschaftliche, narzisstische Gewalt und diese Persönlichkeitsstruktur. Und wenn man sich da mal in den Kommentarspalten ein bisschen tummelt, dann fallen genau diese selben Sätze, die du gerade gesagt hast.
Ne, das ist so ein Insider von euch. Ist das also auch Insider der Instagram Community? Waren wir alle mit demselben Mann zusammen, redest du von meinem Ex? Wohnen wir in der Nähe? Sind die Nachbarn, bist du die nächst, bist du die Ex? Tatsächlich so ist und für Außenstehende. Ist es oft nicht nachvollziehbar? Es ist tatsächlich etwas. Das. Nur jemand beschreiben kann in dieser Gänze und in diesem Detail. Selbst erlebt hat. Und ich habe das nicht für möglich gehalten.
Und hab da auch tatsächlich im Vorfeld viel zu wenig drüber gewusst und zu wenig Aufklärung zu gehabt. Und das ist was, was ich auch an diese Gesellschaft sehr kritisiere. Ich finde, dass gerade junge Frauen sehr viel mehr darüber aufgeklärt werden sollten. Es sollte Thema werden in der Aufklärung zur Arbeit. Wie sieht denn eigentlich eine narzisstische Beziehung aus oder eine Beziehung mit einem narzisstisch gestörten Partner
aus? Das ist eine toxische Beziehung eigentlich, wie funktioniert das, wo muss ich direkt schon Alarmglocken anhaben, weil. Das irgendwie seltsame erscheint. Mhm, ich bin da sehr blauäugig reingegangen, ja. Na ja, ich würde nicht sagen blauäugig. Sondern.
Ja, auch nicht bedürftig. Also, selbst wenn du bedürftig warst, was du zu dem Zeitpunkt auch warst und bedürftig wird immer so ein bisschen abgestempelt, dass das was Unmenschliches sei oder dass es was falsches sei, das ist es aber nicht, bedürftig zu sein, dass es kein Fehler, und das ist auch keine Störung, sondern es ist ein normaler Zustand, wenn man aus einer gescheiterten Beziehung kommt, deshalb unter anderem scheitert sie ja auch, sonst wäre man auch in der
Beziehung geblieben. Was viel wichtiger ist, ist finde ich, wenn du in dieser Bedürftigkeit an einen Menschen oder einen Mann geraten wärst, der genau dieselbe emotionale Intelligenz und die Reife und die Reflektion hätte wie du, dann wäre deine Bedürftigkeit überhaupt kein Thema. Jeder bekommt, jeder hat n Rucksack und den er mitnimmt. Ne aus seiner Kindheit von der Erziehung gesellschaftliche Norm die einem übergestülpt werden ne und dann geht man in Beziehung
und im besten Fall packt man. Gemeinsam mal das einen Rucksack und mal des anderen aus ne. Zu zweit geht's ja auch immer schneller, ist nicht zu tun ist die Entscheidung des anderen. Ja, und deshalb gibt es eben dieses Bedürftigsein, finde ich. Das wird in dem Kontext sehr, sehr oft missbräulich missbräuchlich benutzt und das. Brauchen wir. Dazu, dass die Frauen sich schuldig fühlen, dass sie
bedürftig sind. Ja, wir sind auch Bedürfnisse zugesprochen worden, die ich vielleicht gar nicht hatte. Also dieses Ahmed 3 Kindern, jetzt alleinerziehend und eigentlich brauchst du doch einen Mann an deiner Seite und jetzt hast du keinen, jetzt hast du dich da getrennt und das hat so dieser gesellschaftliche Druck, der da von außen kam.
Den ich so wahrgenommen habe. Ich weiß jetzt, vielleicht war der auch gar nicht so extrem, aber ich habe ihn zumindest so wahrgenommen, ich bin ein Stück weit gescheitert und jetzt alleinerziehend mit 3 Kindern, oh mein Gott, und dann war ich natürlich sehr happy, dass da jemand kommt.
Heute denke ich mir, ich bin unfassbar stolz, alleinerziehend mit 4 Kindern zu sein und ich habe Freundinnen, die ähnliches erlebt haben und die ähnlich leben und wir sagen, eigentlich ist das doch der Königsweg, eigentlich ist das doch großartig, wir haben. Heute eine Gesellschaft, in der wir Frauen genug verdienen, um uns zu ernähren. Genug Möglichkeiten haben, uns dann irgendwie noch mal
aufzustellen. Das Kinderbetreuung geht, dass es in den Generationen davor ja gar nicht in dem Maße gab und eigentlich uns gut einzurichten, ohne dass wir überhaupt sowas nur im Entferntesten brauchen. Also wenn sich Frauen zusammenschließen und wenn sie netzwerken und wenn sie sich solidarisieren, dann gibt es Möglichkeiten. Ich bin auch der Meinung, natürlich gibt es Möglichkeiten,
dass Frauen heutzutage. Sich Freier entfalten und unabhängiger gehen können und sehe aber gleichzeitig dennoch gerade gesellschaftlich ganz, ganz große Herausforderungen und Schwierigkeiten, die Frauen immer noch in den Weg gelegt, sei es jetzt. Die Gender Pay Gap einfach, es gibt immer noch Dinge, die wir angehen müssen, auch als Gesellschaft. Und deshalb ist es so wahnsinnig wichtig, dass gerade Frauen sich so solidarisiert, sich
unterstützen, sich supporten. In und gerade heute, wo dieses Gesetz zum Schutz von Frauen noch mal rausgekommen ist und rausgenommen wurde. Der Punkt, dass Frauen sagen können, der hat mich vergewaltigt, ich habe dem ja nicht zugestimmt, das ist ja in meinem Fall, das ist ja genauso ein Fall gewesen, hätte ich denn in dem Fall ein Urteil erwarten können, wäre es keine Frage gewesen, ob da noch ein Umgang
stattfindet, das. Der ganze Schwanz, der da dran hängt, liegt daran, dass unsere Gesetze das so nicht vorsehen. Ganz genau bauen, immer noch, ganz klar. Im Zweifelsfall ja eingestimmt haben, wenn wir nicht ganz klar Nein gesagt haben, was in meinem Fall ja gar nicht mehr machbar. Genau. Und deshalb ist ja auch dieser Gesetze, diese Gesetzesänderung nur ein ja, ist ein ja, weil es eben all diese Situationen, die deine. Dann mit einbezieht, weil. Du hättest es.
Abgehättet genau, und das ist abgelehnt worden, ganz genau also von daher. Ja, wir haben Möglichkeiten, unabhängiger zu sein, auch wenn wir nicht ganz über den Berg sind. Also ich glaube, es gibt noch viel zu tun. Und wir hatten mal nach vorne zu gehen und sich zu zeigen und auch wirklich zu sagen, spricht da auch in deinem Umfeld über immer wieder, weil es wird bei jeder dritten Frau ganz bestimmt Frauen in deinem Umfeld geben, mit denen du dich solidarisieren kannst, weil die Ähnliches
erlebt haben. Ja, da bin ich absolut deiner Meinung. Womit wir auch beim nächsten Punkt werden. Was würdest du denn Frauen raten? Jetzt aus deiner Position als Überlebende von Narzisstischem Missbrauch und partnerschaftlicher Gewalt. Was würdest du ihm mit auf den Weg geben? Vielleicht hast du, denkst du, dass du Fehler gemacht hast, die du heute nicht mehr machen würdest oder würdest du Dinge anders machen? Was würdest du den Zuhörern, die sich in deiner Geschichte
wiedererkennen? Ich würde auf gar keinen Fall noch mal zu irgendwelchen paar Beratungen gehen. Nein. Ich würde auf jeden Fall meinen Freundeskreis für mich behalten. Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, das Außenstehende da sind, die mich kennen und unterstützen und die mir zuhören und einen Blick von außen darauf sagen und dann nochmal sagen können, hör mal, das erscheint mir schon sehr gewaltsam.
Da solltest du etwas tun. Und was ich gut fand, was ich gemacht habe und was ich auch jeder Frau empfehlen kann, geht zur nächsten Frauenberatungsstelle, die definitiv sind zwar alle sehr überlastet, aber irgendwann antwortet sie und die haben sehr viel Erfahrung damit, die haben sehr viel Möglichkeiten. Die ähm. Wenn man häufig genug hingeht, wirklich auch. Ja noch mal so einen sehr guten Blick von außen, einen immer
wieder stärkt. Auch ich habe den Fehler gemacht, dann dass ich ihn häufig mit einbezogen habe im Nachgang, also ich habe dann erzählt, was wir da besprochen haben, habe dann gesagt, Mensch, und dann hatte er auch ein Anti Gewalt Training gemacht und habe mich dann wieder so ein bisschen bequatschen lassen und. Da wirklich Nischen zu haben, die man für sich hat, im Zweifel auch um aussteigen zu können. Gibt es heute noch körperliche Symptome? Mhm du also ich hab. Die Zeit mit.
Ich hab ja ne posttraumatische Belastungsstörung mit allem was dazugehört. Also ich hab immer noch Flashbacks zwischendurch Albträume, schlafe auch wenn es ganz hart kommt, wenn ich weiß ich hab täterkontakt durch irgendwelche Mediationsverfahren oder so schlafe ich dann auch mal 2 Nächte so gut wie gar nicht. Ich hab mir damals bei dem Treppensturz mein großes Zielgelenk von einem Zeh. Ja, was dran, kaputt, das tut immer noch weh, zwischendurch beim Laufen, das schrecklich
beim Laufen zwischendurch ein. Mhm. OK, und damit kämpfst du heute noch. Ja, ja, das werde ich auch behalten. Auch unsere Tochter, die ist 8 Jahre alt, auch die hat zwischendurch ganz massive Angstzustände, die hat manchmal, sie hatte Zustände, in denen sie solche Sachen gesagt hat, wie es wäre besser, wenn ich gar nicht mehr leben würde, wenn es mich nicht gibt, das wäre sowieso egal, wenn ich tot bin, weil das eh nicht interessiert und so weiter.
Schrecklich. Das ist ganz, ganz schrecklich. Alleine das auszuhalten ist schon schrecklich und als. Kind das sagen hört. Genau mit 8. Wie gehst du damit um? Ich habe einen sehr guten Kindertherapeuten, der uns unterstützt, aber der natürlich auch keine Möglichkeiten hat, einen Umgang einzuschränken, aber der mich gut berät. Und ich stärke Sie in allem, was geht. Also ich sage ganz klar, bringe ich immer wieder bei das Neinsagen. Du darfst dich bei mir sicher fühlen.
Du darfst sagen, dass du dich ohne mich nicht sicher fühlst und dass du ohne mich Dinge nicht tust. Fertig. Und, ähm, Stärke auch so wie bei mir auch den Freundeskreis, die Hobbys, die Familie. Was sagen meine anderen 3 Kinder dazu? Wir haben, wir sind mit dieser Situation umgegangen.
Wir haben keinen Kontakt mehr. Er war jetzt sehr lange der Stiefvater, der hat aber dann auch mit der Trennung, die übrigens endgültig war, als ich keine Gelder mehr gezahlt habe, da war es plötzlich vorbei, von einem Tag oder von einer Minute zur anderen, damit war auch der Kontakt zu den Jungs gelaufen. Und. Der Moment. Entschuldigung. Ich hab Kinder. Alles. Gut, kein Problem. Damit war auch der Kontakt zu den Jungs gelaufen.
Die sind sehr abweisend heute. Also einer ist immer noch so, dass er nicht so richtig weiß, wie er damit umgehen soll, aber eigentlich auch nicht mehr drüber reden will. Und die anderen sind sehr ablehnend und finden das natürlich auch schrecklich und haben auch im Nachgang immer noch Dinge, die sie. Hattest du je Kontakt?
Einer Vorgängerin. Ja, und ich hatte Kontakt und siehe da, ich war gar nicht so durchgeknallt und die hat mich auch gar nicht gar nicht leiden können, wie es immer hieß. Ich fand mich gar nicht so schlimm. Da sind so ein paar Sachen rausgekommen, die eigentlich gar
nicht. So waren, wie das immer erzählt wurde, aber der Kontakt war ja nur sehr kurz und dann nahm unsere Beziehung so an Dynamik auf, dass ich dann auch für sowas keine Kapazitäten mehr hatte und dann war dieses ganze Thema, er will da noch Kontakt mit seinem Sohn und so war plötzlich weg auch. Also dann lief auch dieser Kontakt im Sande und als wir uns dann getrennt hatten. Siehe da hat sie plötzlich den Kontakt zu mir komplett
abgebrochen. Ich kann sie nicht mehr erreichen und auch seinen Sohn aus erster Ehe, der ja der Halbbruder unserer gemeinsamen Tochter ist, hat den Kontakt auch von einer Minute zur anderen komplett eingestellt zu seiner Halbschwester, was sie bis heute nicht verstanden hat, was auch bis heute nicht aufgelöst wurde, wo ich davon ausgehe, dass es da irgendwelche.
Gab ja Triangulation wir. Haben nochmal versucht Kontakt aufzunehmen, lasst uns jetzt aber dabei beruhen, wobei ich schon überlege, irgendwann mal vielleicht eher einen Brief zu schreiben und auch vor allen Dingen ihm um mich für all das zu entschuldigen, wo ich auch Verantwortung für trage. Ich habe das geglaubt, natürlich klar, weil ich beeinflusst war auch trotzdem ist es was ich frag da verantwortlich für das ist seine Lebensgeschichte, die ich mit beeinflusst habe.
Und was meinst du für was trägst du genau Verantwortung für das, was du ihm geglaubt hast, was er. Über sie erzählt hat. Ja, ich hätte das ja auch noch mal nachforschen können, also ich hätte ja durchaus auch mich auf die Seite des Sohnes schlagen können und sagen können. Der kommt mit der Situation nicht zurecht, also ziehst du hier noch nicht ein, der kommt mit der Situation nicht zurecht, also werden wir hier noch nicht
so gemeinsam auf Familie machen. Also ich hatte ja schon Möglichkeiten das zu tun aus heutiger Sicht, damals habe ich das nicht gehabt. Da würde ich ganz gerne ein bisschen Veto einlegen, so ein bisschen. Wie die Situation, die du beschrieben hast, dass du nicht auf deine Freunde zugegangen bist. Du darfst eines nicht vergessen. Zu dem Zeitpunkt, wo er dir diese Dinge erzählt hat, warst du schon nicht mehr im Besitz deiner vollständigen kognitiven Fähigkeiten.
Deshalb ist es also, deshalb ist es kritisch zu hinterfragen für dich. Ob du wirklich Verantwortung dafür hättest übernehmen können in dem Zustand, in dem du warst? Unser Verstand reagiert auf Wiederholungen und die Ereignisse zuordnen, wie sie glasklar sind, um Verantwortung zu übernehmen. Setzt voraus, dass sich Dinge richtig einordnen und bewerte. Und das wärst du zu dem Zeitpunkt nicht gewesen. Siehst du und wie soll man denn
dann Veranstaltungen übernehmen? Ich weiß natürlich, was du damit meinst und ich weiß auch, dass du. Damit wahrscheinlich, wenn ich das richtig jetzt vermute, ein Stück weit auch Mitgefühl und Solidarität mit der anderen Frau oder mit dem zeigen möchtest. Ja, genau, das ist vielleicht eher aus heutiger Sicht sehe ich das so? Ja, damals nicht. Ja, genau, und das kannst du jetzt tun. Du kannst jetzt Verantwortung dafür übernehmen. Aber nicht Verantwortung finde
ich. Dafür übernehmen und dich in irgendeiner Art und Weise schuldig sprechen, dass du damals nicht so gehandelt hast. Nee, schuldig sehe ich das auch gar nicht. Überhaupt nicht auch. Also ich hab da auch sehr lange mit meinen Kindern drüber gesprochen, wir waren auch bei einer Familientherapeutin. Weil natürlich ich auch mich da sehr lange sehr schuldig gefühlt
habe. Schuldig ist es aber nicht, aber aus heutiger Sicht habe ich da ein Stück weit ja dieses Theaterstück mitgemacht, bin auch nicht bewusst. Aber ich habe eine Lebensgeschichte mit beeinflusst. Auch da würde ich tatsächlich ein Video einlegen. Der einzige der hier alle Bereiche beeinflusst hat, das war er ja. Alles. Bis heute. Um. Alles drum herum. Die Menschen, die du dich jetzt beschreibst, auch die Situation sind lediglich Statisten und Marionetten, weil alle in seinem
Umfeld manipuliert worden sind. Und unter Manipulation verantwortungsvoll zu handeln, gelingt meiner Erfahrung nach aus den wenigsten. Wenigsten Fällen aber dieses sich befreien aus einer Situation und Dinge klarstellen im Nachhinein, das tut irgendwann der Seele, glaube ich gut. Ja, das glaube ich auch. Ja, das glaube ich auch, dass es das ist. Also im Moment möchte ich das noch nicht tun, weil es einfach dann wieder sehr viel aufwühlt. Auch dann wird es wahrscheinlich
auch wieder Stress geben. Ich möchte jetzt erstmal mit unserer Tochter ein bisschen Ruhe haben, aber so im Nachgang schon, ja, ich glaube, vielleicht ist es auch die Geschichte. Meiner Tochter oder unserer Tochter und ihrem Halbbruder auch noch mal heiser zu sehen. Sie sind nicht alleine. Ganz sicher. Sie sind nicht alleine. Ihnen ist es ähnliches passiert. Ja, und das ist, glaube ich, eines der wichtigsten Sachen,
die man Frauen mitgeben kann. Das, was du genannt hast, ein ganz stabiles soziales Umfeld, das einen auffängt, das einem glaubt, und zwar zu Prozent, und das eine hinter ihm steht. Auch wenn sie nicht betroffen sind und auch wenn sie es nicht sich vorstellen können, ne, aber trotzdem dir zur Seite stehen und einfach sagen, sag mir was du brauchst und ich tu es für dich und ich bin für dich da manchmal. Brauche ich auch von denen eine klare Ansage.
Manchmal brauche ich auch dieses, klar, diesen klaren Blick von außen, wir wollen Ihnen sagen, Nein, du kannst ihn jetzt nicht anrufen mit dem was klären, das wird ganz böse nach hinten losgehen, das tut man auf gar keinen Fall, das ist jetzt ein Wunsch, aber. Ja, diese Reminder auf 2 Beinen. Genau, absolut. Ein ganz wesentlicher Faktor, um sich daraus zu legen. Ja, Julia. Ja, ich möchte dir ganz ganz herzlich für deine Geschichte und für Deinen Mut, dich hier zu öffnen.
Und dann fürchteten sich auch ganz viele Frauen, die die Geschichte hören, auch in deiner Geschichte wiederfinden und ich möchte an der Stelle. Jede Frau, die bereit ist, ihr Schweigen zu brechen, die so eine Beziehung hinter sich hat, sich gerne bei mir zu melden. Und zwar geht das ganz einfach über meine Website projektbeziehung.de. Da könnt ihr euch online eintragen.
Also wenn ihr dazu bereit seid, eure Geschichte zu erzählen und dem ganzen Thema noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken, dann seid ihr herzlich eingeladen, eure Geschichte zu erzählen. Ich wünsche dir weiterhin ganz, ganz viel Kraft, du kannst unglaublich stolz sein, dass du das alles überlebt hast.
Ja, das bin wir und deinen Kindern hier aus Bayern nach NRW, das wird ganz viel Energie, ganz viel Kraft und alles was du brauchst, um noch ein glückliches und vor allen Dingen zufriedenes, Gewaltfreies leben zu führen. Danke und danke, dass du das hier ermöglichst, dass wir uns auch zeigen können und eben auch anderen Frauen die Gelegenheit geben, über ihre Situation hinwegzukommen. Das ist auch. Zu geben sein. Herzenswunsch von mir, dass diese stimmen sich irgendwann
sammeln und ganz laut werden. Ja, unbedingt. Und dann? Noch dazu, dass man uns glaubt. Ja, das tun Sie, weil wir genug sind. Wir sind auch genug. Wir brauchen eine Stimme. Ja, ich danke dir, Julia, ich danke dir, Tschüss. Erkennst du dich vielleicht wieder in den Erzählungen dieser Frauen und hast den Verdacht, dass du auch in einer narzisstischen Beziehung warst? Dann bist natürlich auch du ganz herzlich eingeladen, dein Schweigen hier zu brechen.
In diesem Podcast und Deine Geschichte mit uns zu teilen. Alle Infos zu dem Podcast sowie zu meiner Arbeit und zu meiner Aufklärung findest du auf meiner Website www.projektbeziehung.de.
Und natürlich noch viel mehr Content über die narzisstische Persönlichkeitsstruktur und die Dynamik von toxischen Beziehungen. Acker, partnerschaftliche Gewalt findest du auf meinen Social Media Kanälen, auf Instagram, auf TIK Tok und neuerdings auch auf youtube, dort heiße ich allerdings projektnarzissmus, also schau dir diesen Content gerne an und wenn du dich in irgendeiner Art und Weise damit identifizieren kannst, dann hoffe ich.
Du den Mut, darüber zu sprechen und dir Hilfe zu holen. Hier kommt natürlich wie immer am Ende jeder Folge ein Tipp für dich. Du weißt, dass dein gegenüber narzisstisch ist, wenn am Ende des Gesprächs.
Du immer schuld bist, das Problem nie gelöst wird, du am Ende des Gesprächs nicht mehr weißt, um was es eigentlich gegangen ist und du verwirrter bist als vorher, du dich danach ständig schuldig fühlst an deiner Wahrnehmung zweifelst und an deiner Fähigkeit zu kommunizieren und das nahezu nach jedem Gespräch, in dem es um eure Beziehung, deine Gefühle und sein Verhalten geht.
