Jede dritte Frau auf dieser Welt ist von partnerschaftlicher Gewalt betroffen. In diesem Podcast brechen Frauen ihr Schweigen und erzählen von ihren toxisch narzisstischen Beziehungen und die Gewalt, die sie durch ihre Partner erleben mussten. Narzissmus und toxische Beziehungen sind kein individuelles Beziehungsproblem, sondern ein gesellschaftliches, das sehr tief verankert ist. An dieser Stelle auch eine Trägerwarnung, denn in vielen Erzählungen wird sehr detailliert über verschiedene
Formen der Gewalt gesprochen. Die Geschichten, die du hören wirst, sind immer gleich das Einzige, das sich ändert, sind die Namen der Frauen, die sie erzählen, und wenn du diese Geschichten bis zum Schluss gehört hast, lass gerne eine Bewertung für den Podcast da und unterstütze dabei, dass partnerschaftliche Gewalt. Kein Tabuthema mehr bleibt. Und heute habe ich bei mir Elisa.
Elisa lebt in der Nähe von Köln, ist 50 Jahre alt, war 7 Jahre lang mit einem narzisstischen Mann zusammen und ist heute 2 Jahre getrennt und elisas narzisstischer Partner war nicht nur ihr Partner in einer romantischen Beziehung. Sondern zeitgleich auch ihr Mitarbeiter. Und das ist ihre Geschichte. Herzlich Willkommen, Elisa. Hallo. Hallo, schönen Guten Morgen. Schön, dass du dein Schweigen brechen willst. Elisa und deine Geschichte hier mit uns teilst.
Ich frage die Frauen, die kommen immer zuerst. Was Sie dazu bewegt hat. Was Ihnen den Mut gemacht hat oder was die Intention war, sich bei diesem Podcast anzumelden und wahrscheinlich zum ersten Mal genau wie die anderen Frauen, ihre Geschichte öffentlich zu machen und ihr Schweigen zu brechen. Was war es bei dir? Also dein Podcast ist mir quasi zugespielt worden in der Google Timeline und zwar zu der Zeit als ich mit einer Freundin
darüber diskutiert habe. Was mit der Frau in Frankreich passiert ist ne so. Wir haben halt viel über Gewalt an Frauen gesprochen und das Handy hört ja immer mit und plötzlich plöppte deinen Podcast auf und ich dachte Ach guck mal an, das war halt mein Thema seit 2 Jahren, ich bin seit 2 Jahren getrennt. Und ich hatte immer so für mich das Gefühl, ich muss mit meiner Geschichte nach außen gehen.
Also am Anfang nach der Trennung ging es mir sehr schlecht, es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Würde ich jetzt im Nachhinein sagen, es hat mich ganz viel Kraft gekostet, da rauszukommen. Aber ich hatte von Anfang an das Gefühl, wenn ich schweige, und das haben alle von mir verlangt. So, jetzt gib mal Ruhe, ist ja auch gut und ne so, also ne es wird schon irgendwann wieder vorbeigehen und ich hab von Anfang an gedacht so hier passiert irgendwas ganz
merkwürdiges. Also es ist mir noch nie in meinem Leben als Frau passiert, dass ich so sehr dazu gedrängt wurde, mich in die Ecke zu stellen und zu sagen, lass es im privaten, Es ist privat und wie du es ja auch schon angekündigt hast, war es bei mir nicht nur privat, sondern mein Ex Partner war mein Mitarbeiter, der auch nach der Trennung noch in meinem Betrieb war. Und es war natürlich eine
schwierige Situation für mich. Ich musste auf der einen Seite eine sehr schmerzhafte Trennung verarbeiten, das ganze analysieren und gleichzeitig vor meinem Betrieb stehen und quasi so tun, als ob ich das alles gut managen kann. Ich glaube, das ist etwas. Ich glaube, das ist etwas, was ein, wenn nicht überhaupt das Hauptproblem darstellt, schweigen reproduziert Gewalt. Und wie aus der Geschichte, wenn wir in unsere Historie zurückblicken.
Frauen wurden schon immer zum Schweigen gedrängt und schon immer auf verschiedenem Wege auf vielen Ebenen, im Privaten, im Beruflichen sowie auf der politischen Ebene zum Schweigen gebracht. Jetzt hast du natürlich auch diese 4 Phasen, jetzt hast du natürlich auch. Entschuldigung, darf ich das noch kurz?
Darf ich das sagen? Das ist genau das, weswegen ich mich dann bei dir gemeldet habe, weil du bisher die einzige warst, die das so für mich formuliert hat, also das, was ich selber quasi in mir bin gefühlt habe.
Ich habe gesagt, ich bin ich bin 50 Jahre alt, ich führe seit 20 Jahren Betrieb, bin seit seit 30 Jahren in meiner Branche, ich bin mit Sicherheit keine schwache Frau, sondern ich bin eigentlich die, die immer alles hinkriegt, die immer alles aufräumt, die immer für andere da ist und ich bin reflektiert, selbstbewusst und das ganze Paket.
Und warum sollte ich schweigen? Es gibt überhaupt keinen Grund, also war ich habe noch nie geschwiegen, ich bin dafür da, dass die Dinge gut laufen und um noch mal zu deiner Frage zurückzukommen, ich habe mich vor allen Dingen deshalb gemeldet, weil ich finde, dass das Thema ein bisschen mehr in die Öffentlichkeit sollte und Frauen sozusagen aufgrund ihrer Weiblichkeit schon impliziert haben, halt die Klappe und lass
alles mit dir machen. Und mir ist noch nie etwas derartiges passiert und ich möchte eigentlich auch nicht, dass das anderen Frauen passiert. Und ich würde, wenn ich mitbekomme, dass eine Freundin oder eine Bekannte in so einer Geschichte verstrickt ist, mittlerweile sehr wahrscheinlich frühzeitig sagen, Pass mal auf, guck mal ein bisschen genauer hin und die meisten Leute schauen einfach weg hinterher, alle haben es gesehen, alle
haben es gesehen, bis auf mich. Und das ist sehr oft so, leider, dass eben dieses Schweigen dazu führt, dass die Frauen und weil du vorhin diese aus Frankreich, den Fall, wir reden natürlich über Gisele Pelico, das auch immer so heißt, die Scham und auch die Schuld muss endlich die Seiten wechseln, und das passiert nur, wenn Frauen, wenn Frauen endlich anfangen, darüber zu sprechen, und dafür bist du heute da, dann erzähl uns. Dann erzähle uns doch Elisa, wie hast du diesen Mann
kennengelernt? Ja, wie ich schon erwähnt habe, ich für einen Betrieb und er war damals der Partner einer alten Freundin von mir. Er kam aus einer Erkrankung, war lange Jahre irgendwie aus der Arbeit raus und er. Er hat halt überlegt, also nicht die Branche zu wechseln, aber
halt ein bisschen. Also er wollte gerne ein bisschen in einem anderen Betrieb arbeiten und er wollte wieder anfangen zu arbeiten, also aus der Erkrankung heraus, es ging ihm wieder besser, es war eine sehr schwere Erkrankung, auch lebensbedrohlich, das wusste ich auch und damals war dann halt die Frage, stellen wir denjenigen ein, wir wussten, dass er fachlich sehr kompetent ist und. Dass er auch ein bisschen älter ist. Und ich fühle meinen Betrieb
nicht alleine. Ich habe eine Geschäftspartnerin, das macht die Sache besonders tricky und wir haben damals halt lange überlegt und haben gedacht, naja, es ist genau jemand, den wir suchen, er hat diese Vorerkrankung, aber er ist halt ein bisschen älter und also wir sind die letzten, die jemandem nicht irgendwie eine Chance geben würden und dann schauen wir halt mal und haben dann halt die Probezeit auch ein bisschen erweitert.
Und ja, und dann kam er halt an und nach einiger Zeit stellte er sich als guter Mitarbeiter raus. Wie war denn euer erstes Zusammentreffen? Wie hat es angefangen, also dass ihr gedatet habt und dann in eine Beziehung übergegangen seid? Puh, das ist schwierig. Ich war zu dem Zeitpunkt noch verheiratet, aber meine Beziehung befand sich halt in Auflösung, also mein.
Immer noch Ehemann wir sind noch verheiratet, wir haben 2 Kinder miteinander, die waren damals klein, mein Ehemann war depressiv, erkrankt über lange Jahre und ein paar Jahre vorher war meine Mutter gestorben, also ich kam halt aus einer persönlichen, privaten, sehr schwierigen Situation, meine Tochter hat also das ältere Kind, hat ADHS und. Und die ganze Erziehung war extrem anstrengend.
Also ich habe mich zerrieben zwischen Arbeit, Selbstständigkeit, der Sorge um meinen Ehemann, der Sorge um das Kind, wie funktionieren wir als Eltern miteinander, meine Beziehung war aber schon gescheitert, das war uns eigentlich klar, wir haben es noch nie ausgesprochen, und da der Mitarbeiter ja der Freund einer Freundin war.
Die Beziehung endete, er war unglücklich und ich habe mich daraufhin mit ihm häufiger auf einen Kaffee getroffen, um halt mal zu schauen wie es ihm geht, weil wir uns um unsere Mitarbeiter eigentlich sehr gut kümmern. Das heißt, wir gucken und sagen, was ist los, brauchst du Unterstützung, brauchst du eine Auszeit, was ist so und dadurch, dass wir halt im gleichen Alter war, also naja nicht ganz, er ist ein bisschen, also einige Jahre älter als ich.
Hatten wir halt relativ schnell eine freundschaftliche Ebene, die ging halt über ein paar Monate. Es ging ihm dann zusehend besser und dann wurde meine Geschäftspartnerin Final noch mal spät schwanger, das heißt mein Betrieb lief zu dem Zeitpunkt schon sehr gut, also er lief immer besser und es war eigentlich ein Zeitpunkt wo ich dachte, verdammt die Arbeit alleine mit kleinen Kindern und dem Problem zu Hause bekommst du nicht hin.
Lass uns doch halt mal schauen, wen aus dem aus dem Mitarbeiterpool wir irgendwie da eventuell ein bisschen hochhefen können. Und das war dann halt eher so. Das war natürlich für mich sehr praktisch, wir verstanden uns halt sehr gut und arbeiteten dann irgendwie intensiver zusammen. Also ich habe ihn gefragt, er hat gesagt, Na ja, so nach der Erkrankung, ich wollte ja eigentlich irgendwie nicht mehr so viel Verantwortung haben, was ich jetzt im Nachhinein betrachtet als völligen
Schwachsinn irgendwie. Darstellen kann, weil er wollte nichts anderes als noch mehr Verantwortung. Ja, und ich habe aber gesagt, du kannst das, ich unterstütze dich bei allem, wir arbeiten eng zusammen, du musst hier nichts alleine machen, ich brauche einfach nur 2 Augen auf der Arbeit, wenn ich nicht da bin, wir machen das in Kombination, also insofern gab es kein erstes Date, wir haben uns einfach ungefähr 2 Jahre extrem gut verstanden, also es war wirklich
super. Haben aber die ganze Zeit versucht, die die beginnende Liebesbeziehung zu ignorieren. Und wenn du sagst, ihr wart, wenn ich das richtig verstanden habe, 2 Jahre jetzt erstmal freundschaftlich und auf einer beruflichen Basisbeziehung habt ihr miteinander zu tun gehabt. Was hat dich denn auch in dieser freundschaftlichen Phase, was hat der da? Für ein Verhalten dir gegenüber an den Tag gelegt. Wie war das?
Erzähl das kurz und tatsächlich auch kurz, wie hat es angefangen, dass es dann von Freundschaft in in Anführungszeichen Liebe gewandelt ist? Ja, wie hat er das gemacht? Also er kam ja aus einer Erkrankung, war das was ich heute. Sagen würde die absolute Ausprägung des Vulnerablen, verletzten, Verletzbaren Narzissten. Er wirkte eher fast devot, irgendwie so dankbar, und er fing halt an, charmant zu werden.
Also er war immer, also ne war jemand der konnte sehr lockere Sprüche machen und ganz schnell auch diese Ebene überspringen wurde also hat mich als schöne Frau tituliert, ich meine welche Frau hört das nicht gerne? Ne ich war.
Frustriert, ausgehungert zu Hause war es furchtbar, die Kindererziehung war anstrengend, ich liebe meine Kinder, ich habe versucht, das Beste zu geben, bin auf die Arbeit gekommen, hatte das Gefühl, es wächst mir alles über den Kopf und dann kam einer, der sagte, Na, schöne Frau und einfach so mir das Gefühl gab, es ist irgendwie was Besonderes.
Und ich habe eine andere Seite an Ihnen entdeckt als die, die er nach außen gezeigt hat, so dass es den Eindruck machte, als ob er bei mir sich auf eine besondere Art wohlfühlt und sich da auch so zeigen kann, wie er wirklich ist. So dachte ich, und infolgedessen entwickelte sich natürlich vor allen Dingen eine körperliche Anziehung.
Machen wir uns nichts vor, also ich bin keine 20 mehr, ich war nicht auf der Suche nach dem Mann, der mir ein Haus und einen Hof und Kinder verspricht, das habe ich alles schon, das brauchte ich nicht und. Sondern es war einfach eine starke körperliche Anziehung, die wir lange Zeit versucht
haben zu ignorieren. Natürlich auch wegen der beruflichen Hinsicht. Also wir haben darüber gesprochen, wir haben immer gesagt, Nein, das auf gar keinen Fall, wir müssen halt hier stoppen, und irgendwann hatten wir einen schwachen Moment, und in dem schwachen Moment sind wir übereinander gestolpert, vermutlich. War es zu Hause, hat es zu Hause Ärger gegeben?
Ja, ich weiß es nicht so. Dann eine Frage habe ich noch, wenn du jetzt jetzt ist diese Beziehung 2 Jahre her, das war jetzt nicht das klassische Love bombing, weil ihr also auf Beziehungsebene, weil ihr eben eine. Kanntet euch schon, ja. Ihr kanntet euch schon und ihr hattet eine freundschaftliche berufliche Beziehung? Erinnerst du dich jetzt im Nachhinein? Auch an diese 2 Jahre der freundschaftlichen Beziehung, wo du vielleicht retrospektiv schon gucken kannst.
Auch in dieser freundschaftlichen Beziehung gab es hin und wieder Hinweise, dass irgendwas nicht stimmt. Könntest du das, könntest du das benennen. Das ist sehr, sehr schwer, weil der. Narzisst, mit dem ich zusammen war, war ein perfekter
Schauspieler, absolut perfekt. Er hat seine Rolle so gut gespielt und das hat er auch für die Arbeit benutzt, aber ich kann mich an ganz wenige Situationen erinnern, wo man sagen könnte, so uh, nach jetzigem Gesichtspunkt würde ich das nicht mehr mit mir machen lassen oder genauer hinschauen, zum Beispiel als er das erste Mal bei uns im Betrieb war.
Also ich muss dazu sagen, wir hatten vorher vereinbart, ich mach es so anonym wie möglich, es ist ein öffentlicher Betrieb, man kann bei uns reinkommen und er war mit seiner Ex Partnerin halt da, also um sich vorzustellen und um zu schauen ob also diese Freundin von mir, die ich sehr schon sehr lange
kannte und. Ich hatte sie lange nicht gesehen und wusste ja von seiner Vorgeschichte und beobachtete die beiden, bin auf sie zugegangen und habe, während ich auf sie zugegangen bin, also auf sie, um sie zuerst zu begrüßen. Natürlich habe ich mir gedacht, was hat der Mann mit der Frau gemacht, sie wirkte wie als ob sie, also sie hatte den Kopf eingezogen und er wirkte dagegen extrem souverän, bot ihr so den
Stuhl an und. War irgendwie so freundlich und zuvorkommend und ich dachte in dem Augenblick was geht da ab, das passt nicht, das passt einfach nicht. Also danach wie ich ihn danach wahrgenommen habe, das passte überhaupt nicht zu dem, dass ich in der Situation entdeckt habe, hier geht es um eine Dominanzgeschichte und die Dominanzgeschichte prägte meine darauffolgende Beziehung die ganze Zeit, das war die ganze Zeit ein Kampf um Dominanz, das war das. Es geht sehr viel um.
Macht und Kontrolle. Jetzt hast du, jetzt hast du erzählt, irgendwann seid ihr übereinander hergefallen und irgendwann entstand eine Liebesbeziehung. Kannst du dich daran erinnern, kannst du uns ein bisschen darüber erzählen, wieso das Verhalten von ihm war, wie er sich dir gegenüber dann in dieser veränderten Situation verhalten hat und ob du durch diese veränderte Beziehung zu dir jetzt kam? Nicht nur das Arbeitstechnische. Berufliche, sondern auch das partnerschaftliche, intime dazu,
wie es sich da verhalten hat. Wie hat eure Love bombing Phase nach 2 Jahre Angestellten und Freundschaftsverhältnis denn begonnen? Das war natürlich aufgrund meiner meiner privaten Situation zu Hause.
Also ich hatte ja vorhin schon gesagt, mein Ehemann war war zu dem Zeitpunkt auch noch, also ne, er kam gerade aus so einer Nachdepressionsphase ging er so n bisschen hoch, es war ne sehr schwierige Geschichte, wir haben das Ganze nicht gelabelt, wir haben gesagt, Oh verdammt, was machen wir hier.
Das könnte schwierig sein, vor allen Dingen in der beruflichen Verknüpfung haben dann aber relativ schnell darüber gesprochen und versucht, das ganze, also so, wir bleiben halt jetzt mal locker und wir warten erstmal ab. Und natürlich sage ich meinem Ehemann nicht sofort Bescheid, dass ich fremdgegangen bin und dass das, dass wir das jetzt hier irgendwie ändern müssen. Wir warten halt erstmal ab. In dem Zuge gab es plötzlich so ein Switch.
Als ob er manchmal einfach, sag ich jetzt im Nachhinein, wie sein wahres Gesicht gezeigt hat. Er wurde manchmal ganz plötzlich fies sarkastisch und sagte dann aber meistens sofort danach, ah, war nur ein Scherz und Lalela ne und sagte Ah, ich bin ja auch so frech, also das war so als ob er vorher den Devoten gespielt hat
und. Total zuvorkommend war und alles perfekt machen wollte und das hat er und danach als er mich quasi im Karton hatte hat er so ein bisschen umgeschaltet und gesagt Guck mal und das passte für mich überhaupt nicht zusammen, weil zu dem Zeitpunkt war ich nach außen die Dominante, die alles managt und er der Liebe nette, der alles hinter mir her quasi tut, was ich vorbereitet habe, also der
absolut. Treu ergeben war absolut treu ergeben und da hat er dann zum ersten Mal gesagt, dass er halt auch ne andere Seite hat und ich fand die damals, weil es halt gering war, interessant und charmant. Und es machte den Eindruck, als ob er zu Hause damit spielt.
Wir hatten ja eine, wir hatten am Anfang eine sexuelle Verbindung, das war toll, das war schön, das hat uns beiden Spaß gemacht, wir sind keine, eben keine 20 mehr, wir haben uns ausprobiert, das hatte ein ganz starkes Gefühl von nach uns die Sintflut, wir sind niemandem mehr verantwortlich, wir können tun, was wir wollen, wir zeigen uns so, wie wir sind, und das gehört auch dazu und damit können wir umgehen. Er wirkte nach außen weiter treu, zuvorkommend und war auch
ansonsten zu mir nett. Sehr nett. Das Love Bombing fing dann an ich bin so scharf auf dich, ich denke die ganze Zeit an dich, ich will super viel Zeit mit dir verbringen auf der Arbeit bin ich nervös wenn du in der Nähe bist. Also es war das totale Ich bin verrückt nach dir so. Hat er. Hat er ein bisschen Future Faking gemacht, weil du warst zu dem Zeitpunkt ja noch verheiratet. Hat er dich da in irgendeiner Art und Weise offensichtlich oder vielleicht auch subtile irgendwie gedrängt?
Nee, gar nicht. Weil bei mir war ja nichts zu holen. Also das war völlig klar, dass ich jetzt nicht auf den Mann warte, der bei mir zu Hause einzieht und meine 2 Kinder mit betreut, das also. Sondern. Dieses Future Faking bezog sich im Nachhinein betrachtet wirklich auf den Job. Also genau, ich hatte dort einen Mann, der also, das war mir klar, der für seine Arbeit gebrannt hat, nachdem er Selbstsicherheit bei uns bekommen hat.
Wir haben ihm den Raum gegeben, sich zu zeigen, sich zu öffnen, sein Potenzial rauszuholen, wir haben gesagt, so nee, komm hier auf der Wartebank als einfacher Mitarbeiter bei deiner Kompetenz, das funktioniert nicht, also geh an die. Front und mach was und das war so wie als ob er Blut geleckt hätte und also er war halt auch immer da, ist immer eingesprungen, hat sich um alles gekümmert, da war er perfekt.
Also das war eher so dieses Guck mal wie gut wir das hier zusammen machen, wir beide als Team, obwohl das jetzt aussieht wie eine Beziehung und wir müssen das ja nicht allen auf die Nase binden, wie gehen wir gut damit um und das war halt immer so, wir machen das so gut. So, das ist natürlich super, also wir ja nicht sagen, ja, ich habe hier den perfekten Mitarbeiter und ansonsten versuchen wir halt mal unsere
Beziehung zu integrieren. Es gibt eine Menge Menschen auf diesem Planeten, die zusammenarbeiten. Wann war der erste Punkt auf der Beziehungsebene nach dieser lovebombing Phase, wo du zum ersten Mal dein Bauchgefühl nicht mehr überhören konntest? Sondern wo du gemerkt hast, hier stimmt was nicht. Ich habe mein Bauchgefühl überhört, aber der erste Punkt war nach einem halben Jahr, als meine Geschäftspartnerin aus der Elternzeit wiederkam und ich ihr
das erzählt habe. Sie war die Erste, die von der Beziehung wusste, und die ist ausgeflippt.
Kann man nicht anders sagen, also die war völlig entsetzt und meinte die kannst du nur und das habe ich ihm natürlich erzählt und da kam der erste Moment wo er mal ein 2 Tage quasi ein Off produziert hat, das habe ich aber als solches nicht wahrgenommen, also ich musste es im Nachhinein zu meiner Verteidigung sagen, ich habe kaum etwas wahrgenommen außer der Tatsache, dass er zu Hause. Vulnerabler wurde also auf der Arbeit war er toll, zu Hause war er schwach und hat ständig
irgendwelche Erkrankungen gehabt. Ich habe das nur nicht miteinander verknüpft. Die denn auch. Zufuhr geholt hat. Ich dachte nur irgendwann, also ich wusste ja von seiner Vorerkrankung, ich wusste, dass er es schwer hatte, ich habe es ihm zugestanden, aber ich habe nicht gemerkt, wie ich immer weiter in eine Versorgerrolle gekommen bin.
Und das ist natürlich gerade bei verdeckten, Vulnerablen Narzissten, die sich selbst als Opfer darstellen, was ja auch n grandioser Narzisst tut, aber auf ne andere Art und Weise, also die Vulnerablen, verdeckten Narzissten machen das ja sehr subtil und sehr perfide, dass man eben diese Verknüpfung nicht herstellen kann, und siehe da, mit einem also in.
Bruchteil einer Sekunde gelangt man in eine in eine Rolle, in eine Versorgerrolle und wir wissen alle, die Versorgerrolle birgt natürlich sehr viel Verantwortung mit sich und diese Verantwortung, die trägt man dann alleine. Ob es jetzt die Beziehungsverantwortung ist und auch die und auch die Verantwortung für die Gefühle dieses verdeckten Vulnerablen Narzissten und der Preis, den wir dafür zahlen, in dieser Versorgerrolle zu sein, ist
natürlich sehr, sehr hoch. Du hast mir gesagt, du hast alle folgen, auch von diesem Podcast gehört. Das war deine erste Phase, das war Eure Kennenlernphase, Eure Love bombing Phase, eine sehr klassische, auch wenn nicht im Zeitrahmen klassisch, aber vom Inhalt her und wie es abgelaufen ist und auch die Komplimente, die er dir gemacht hat, kommen wir zu der zweiten Phase, wo der Missbrauch und die Gewalt.
Anfangen Kurzzeitdisclaimer gerade verdeckten Narzissten sind sehr sarkastisch, passiv, aggressiv, ironisch, Augenrollen. Gesichtsmimik, Körperhaltung sie verstecken diese Abwertung sehr, sehr oft hinter ihrem Opferdasein, entschuldigen also ihr missbräuchliches Verhalten mit ihrer Krankheit, mit ihrer schweren Kindheit und was weiß
ich nicht alles. Also es wird immer von verdeckten Narzissen immer eine Recht eine Rechtfertigung gefunden, da dieses Verhalten zu rechtfertigen in dieser zweiten Phase. Welche Formen der Gewalt fangen wir mit der psychischen an? Hast du denn ab dieser zweiten Phase erlebt, welche Formen der psychischen Gewalt gab?
Es ja, ich würde da noch dazu sagen, die Love bombing Phase dauerte noch lange Jahre an. Wie gesagt, ich habe ja schon gesagt, ich meinte ja eben schon er hat mir nichts versprochen, aber er hat halt eben mir ständig erzählt wie wichtig ich für ihn bin und das Ganze hat sich so. Extrem überschnitten also es ist überhaupt nicht voneinander zu trennen. Also es gab, ich hatte eher das Gefühl, je mehr Abwertungen es gab und je mehr Witze und Sarkasmus und das was du alles schon.
Also ich habe mittlerweile eine Ausbildung in dem Thema, also ich meine das habe ich eigentlich eh, weil ich für einen Betrieb eigentlich weiß ich wie Kommunikation funktioniert, aber ich muss sagen, also platt sagen, er hat mir ins Gesicht gelogen und hat sich auf der einen Seite einen Scherz gemacht mit mir und mir, auf der anderen Seite erzählt und. Nimmst du gar nicht so wahr.
Du bist super wichtig für mich. Was soll ich nur ohne dich tun und außerdem, und das ist das ist das Entscheidende, wenn du fragst, wo fing die Gewalt an, wir hatten halt eine sehr starke körperliche Beziehung, ich habe ja schon gesagt, wir waren sind beide im Alter, wo man sich denkt, nach mir die Sintflut, ich lebe mich jetzt mal richtig aus und. Wir wussten beide, dass wir unsere Erfahrungen gemacht haben. Wir mussten nicht mehr vorsichtig sein und wir sind halt körperlich sehr weit
gegangen. Also wir haben uns sehr, sehr viel ausprobiert, wir hatten eine sehr starke körperliche Beziehung und das war absolut großartig, hat uns beiden Spaß gemacht und es hatte sehr harte Züge, das hatte ich so vorher auch noch nicht, ich würde fast sagen, dass es.
Also nicht fast, sondern ich würde sagen, es ging sogar n bisschen in die BDSM Schiene. Das heißt wir haben teilweise mit gewissen Dingen rumgespielt, ne also er hat mich beim Sex geschlagen, aber halt mit Ansage im Spielmodus sozusagen, das hat mir nicht wahnsinnig viel gegeben, aber ich hab es irgendwie wie akzeptiert, wo ich mir heute denke ne was soll das?
Es gab zwar die Ansage, Ich habe Interesse an BDSM und ich dachte dann halt okay, das gehört dazu, aber ich bin nicht einmal unerfahren ins Internet gegangen und habe wirklich mal geschaut, was dazu gehört und habe nicht mitbekommen, dass er dort eine Grenze überschritten hat, nämlich die Grenze der Einvernehmlichkeit, sondern er hat immer einfach gemacht und hinterher quasi versucht. Noch besser zu mir zu sein, um
das wieder auszubügeln. Also er hat nie abgefragt, wie ist das irgendwie für dich, wenn ich gesagt habe, hör mal, das kannst du komplett knicken, das mache ich nicht, dann hat er zwar gesagt okay, aber er hat halt quasi auf sexueller Ebene love bombing betrieben und zwar so sehr, dass ich mittlerweile sagen kann, wenn man von etwas abhängig werden kann auf körperlicher Ebene, dann. Ist es das in der Beziehung?
Ich bin absolut nicht auf die Idee gekommen, wie jemand, mit dem man eine so intime, enge Bindung hat, also wir hatten 24 7 Kontakt über das Telefon per whatsapp, wenn ich die Kinder aus der Schule abgeholt habe oder sonst irgendwas plus irgendwie eine starke körperliche Verbindung plus irgendwie, also wir haben ja schon viel in unserem Leben miteinander geteilt, außer Hobbys und. Ich habe nicht gedacht, dass das möglich ist.
Doch es ist sehr möglich, unser Verstand, unser Verstand reagiert auf Wiederholungen, jeder Verstand reagiert auf Konditionierung, die Frage ist immer nur, welche Art der Konditionierung, und das ist ganz individuell, aber auf Konditionierung reagiert jeder Mensch.
Das, was du beschrieben hast. Elisa ist sowohl körperliche Gewalt. Aber natürlich auch ohne diese Einvernehmlichkeit. Eine Vergewaltigung, sexualisierte Gewalt, die psychische Gewalt, die psychische Gewalt kam in Form von Abwertungen, in Witzen verpackt gab es da noch eine andere Form der psychischen Gewalt? Die andere ja, und zwar indem er
halt sich immer darf. Also er hat ja sich als als schwach dargestellt, als immer wieder versorgungsbedürftig, das waren so Situationen, wo er dann auch sich immer hinterher wieder dafür entschuldigt hat, das war so ganz merkwürdig jetzt im Nachhinein, aber dazu kommen wir ja später noch, ich hatte dir ja
vorher erzählt. Die Nachbeziehungsgewalt und alles was ich da danach erfahren habe, war für mich eigentlich das Augenöffnende. Er hatte zu dem Zeitpunkt halt eben schon auf der Arbeit über mich gesprochen und zwar negativ, also dort auch genauso Witze über mich gemacht und das Ganze immer in so eine Richtung getan als. Ob, ich lass uns. Elisa, Lass uns ganz kurz, weil das gehört ja schon zur sozialen Gewalt.
Lass uns noch ganz kurz bei der psychischen Gewalt innerhalb der Beziehung bleiben, hat er dich, du hast vorhin erwähnt, dass er dich angelogen hat, das ist psychische Gewalt, immer wieder sich für ein Verhalten zu entschuldigen, es aber dennoch weiterzumachen ist psychische Gewalt gab es Gaslighting gab es Wortsalat, gab es Kritik, Demütigung. Vor anderen und oder innerhalb der Beziehung.
Also ja, ich war vor anderen, das kam erst später, aber alles davor zum Beispiel. Wir hatten kleine Konflikte, das war im Übrigen das, das ist mir auch ganz wichtig zu sagen. Wenn man von toxischer Beziehung spricht, dann denken alle Menschen immer sofort, dass man sich zu Hause die Köpfe eingeschlagen hat, dass es total furchtbar war. So war es bei uns alles nicht, wir hatten eigentlich ein sehr harmonisches Miteinander, ich kam aus einer Ehe, wo es Streit
gab. Da würde ich ganz kurz ein, da würde ich ganz kurz einhacken. Ihr hattet kein harmonisches Miteinander. Ihr hattet kein Ziel? Das ist kein harmonisches Miteinander, also ein harmonisches Miteinander und zeitgleich in einer toxischen
Beziehung sein, das geht nicht. Ihr hattet kein harmonisches Miteinander, denn all das, was er dir, was er dir auch auf sexueller Ebene an Love Bombing oder an guten Zeiten beschert hat, hatte ja nur ein Ziel, nämlich dich bei der Stange zu halten, die harmonischen Momente in einer toxischen Beziehung sind nicht echt, und sie dienen lediglich damit der Fisch. Am Haken bleibt also, diese 2 Dinge gehen nicht, deshalb hacke
ich da immer ein. Nicht ihr Gäst leitet euch selbst, aber ihr verharmlost das. Ihr zeigt, wenn ihr so was sagt, immer eine andere Seite der Beziehung auf, die es aber per se nicht gab. Also es war kein harmonisches Miteinander. Das ist ein Schöneres, eine schönere, eine schönere Umschreibung für. Aber er hat mich doch nie geschlagen und. Und genau. Worum es geht die Abwertung kam völlig unvermittelt.
Also ich bin, ich halte mich selber für eine durchaus ausreichend attraktive, eben selbstbewusste Frau. Ich bin gepflegt, ich gebe dadurch, dass ich in der Öffentlichkeit stehe, habe ich natürlich auch ein sehr großes, also starkes Bedürfnis, mich angemessen zu kleiden, ich habe ich denke, ich habe Geschmack. Ich interessiere mich für Kunst und Kultur. Ich bin gebildet und alles. Es ist eigentlich echt schwer, mich abzuwerten.
Ich müsste lachen, wenn jemand irgendwas über meine Schuhe sagt, aber er hat es halt immer wieder getan. Wir hatten einen wundervollen Abend, eine wundervolle Nacht und beim Gehen kurz bevor ich gehe macht er einen Spruch über irgendwas von meiner Kleidung, als ob ich das letzte wäre. Ich habe die ersten 2 Male glaube ich völlig entsetzt reagiert und. Innerlich und habe nur gedacht,
was war das jetzt? Ich konnte es kaum glauben und beim dritten oder vierten Mal habe ich gesagt, Mama, hast du einen Schaden so du hast gerade 3 Stunden mit mir im Bett verbracht und mir erzählt wie toll das ist. Und jetzt echauffierst du dich nachts um 14:30 Uhr über meine über meine Bluse, das ist doch sowas mit uns kein Problem und er so ach ja hahaha das war ein Witz. Ich habe das immer abgewehrt deswegen.
Ich war der Meinung, mir würde sowas nicht passieren, aber durch eben seine Schwächeposition. Ich bin immer so kränklich und er war auch wirklich oft kränklich. Er hat auch eine Folgeerkrankung entwickelt in den 7 Jahren, also eine Folgeerkrankung der ersten Erkrankung, das war auch schmerzlich für ihn, also die Angst dann wieder, das haben wir alles gemeinsam durchstanden.
Aber er hat dann so Dinge gemacht, wie ich fühlte mich absolut safe so, wir haben jetzt alles hinter uns, der Ehemann weiß Bescheid, wir überlegen, wie wir das Nestmodell weitermachen und so auf der Arbeit wussten auch irgendwann alle Bescheid, immer wenn es irgendwie Safer wurde, fiel ihm irgendetwas ein, wie zum Beispiel ja, ich habe mir jetzt deine ganzen ex Freunde mal angeguckt und also.
Was du von mir willst, weiß ich wirklich nicht so nach dem Motto, das wären irgendwie alles totale Loser gewesen und ich habe da wieder gesessen, ihn entsetzt angeguckt und dachte nur so. Du. Entwertest gerade einen meiner besten Freunde, also im Gegensatz zu dir bin ich mit meinen Ex Freunden noch befreundet. Also ich habe das wirklich immer abgewehrt, aber es kam halt in der Häufung. Dein ex Mann ist irgendwie doof, was hast du an dem gefunden?
Ne dann dann ging es auf der Arbeit irgendwie los. Ach, kann es sein, dass du eher introvertiert bist und wie gesagt, ich hatte eine Liebesbeziehung, ich habe ich reflektiere mich, ich nehme das ernst. Was jemand zu mir sagt, ich habe darüber nachgedacht und dachte, ah oh guck mal, deswegen bin ich manchmal so gestresst, was Bullshit ist. Heute weiß ich, ich habe alles wie meine Tochter, deswegen bin ich gestresst und.
Und habe mir einreden lassen, ich wäre introvertiert und dachte, Ah, das ist die Entdeckung, ich bin introvertiert, ich ziehe mich zurück und er sagte, ach, lass die ganze Außenwirkungsgeschichte überlass das mir, ich mach das, du kannst dich ins Büro setzen, quasi deine tollen Sachen, dir überlegen, wir sprechen drüber und ich mach den ganzen die ganze Drecksarbeit in der Öffentlichkeit, du bist ja so belastet mit den Kindern und das
ist wichtig und dann kannst du ein bisschen Energie sparen und er hat mich so quasi immer weiter an den Rand geschoben. Also das heißt gleich parallel, was ja oft der Fall ist, war nicht nur diese psychische Gewalt, sondern das, was du jetzt gerade die letzte Minute beschrieben hast.
Ist so das ausüben der sozialen Gewalt, dich von deinen Ressourcen zu trennen, seien es. Und was meine ich mit Ressourcen, mit Menschen oder Situationen oder Begebenheiten, die dir letztendlich eigentlich Kraft vermitteln, die dich reflektieren, die dich spiegeln, worüber du Wertschätzung, Freude, Anerkennung, Lob, Bewunderung erfährst?
Auch Verbindung ne, weil klar, zu Freunden hat man eine innige Verbindung, ein tiefes Vertrauen und da hat er angefangen, dich so leicht mit diesen Sätzen, die du gerade. Wiedergegeben hast, zu isolieren. Also kommen wir in die Schiene der sozialen Gewalt, halten wir fest. Es gab körperliche Gewalt, es gab sexualisierte Gewalt, es gab psychische Gewalt, und jetzt sind wir bei der sozialen Gewalt.
Wie weit ist diese soziale Gewalt denn gegangen, hat er es geschafft, dich von deinem Freundeskreis, von deinem Betrieb, von all den Dingen zu, die dir wichtig waren, zu isolieren und. Von meinen Freunden nicht. Da habe ich mir nicht reinreden lassen.
Ich lasse mir eigentlich sowieso nicht so gerne reinreden, also eigentlich lasse ich mir gar nicht reinreden, also da reagiere ich normalerweise absolut irritiert und auch sogar ablehnend und das hat er quasi privat nicht geschafft, deswegen habe ich das gerade erzählt und er hat das hinter meinem Rücken
beruflich gemacht. Also er hat halt nicht nur mich sozusagen geschwächt, indem er gesagt hat, hier, du kannst dich mal so ein bisschen in die Warteposition stellen, ich mache das, sondern er hat mich immer, also er hat sich immer mehr in die Öffentlichkeit gedrängt und er hat quasi von meinem Aufgabenbereich, also den haben wir uns geteilt, mein Aufgabenbereich wurde im Laufe der Jahre größer, also auch als meine Geschäftspartnerin in Elternzeit war und.
Wuchs mein, mein Bereich Halt und ich brauchte halt mehr Hilfe. Es wurden immer mehr Mitarbeiter, die ich zu betreuen hatte und das, was ich eigentlich sehr gerne mache und was ich halt auch gut kann, das
hat er übernommen. Es ist mir nur nicht aufgefallen, weil es ja immer in beiderseitiger Absprache war, bis ich irgendwann im Büro saß und dachte, verdammte Hacke, ich mache einfach nur noch die absolute Drecksarbeit, also das, was wirklich kein Mensch will, weswegen Chef da sein furchtbar ist. Sitze hier und muss mich mit Krankenkassen und allem rumschlagen und dem ganzen Hintergrundgedöns, während er da vorne steht und die Lorbeeren
holt. Wo ich dann dachte, so, ja okay, aber andererseits, er ist super in seinem Job, man muss auch gönnen können, das sagt man im Rheinland, man muss ja ne gönnen und es werden auch andere Zeiten kommen, die Kinder werden größer und was ich nicht gemerkt habe, und das weiß ich jetzt erst in der Nachbetrachtung und aus Gesprächen mit meinen Mitarbeitern, wozu wir ja hoffentlich auch noch kommen werden zu den Flying Monkeys. Ist, dass er halt dort mich
schlecht gemacht hat. Also beziehungsweise mich in dem Ansehen meiner Mitarbeiter immer so leicht gedreht, also in so eine Richtung gedreht hat, dass ich Interferenzen mit denen bekam, die konnte ich mir überhaupt nicht erklären. Ich bin in dem Betrieb seit war zu dem Zeitpunkt seit 20 Jahren in dem Betrieb, ich habe mit 18 dort angefangen, ihn mit 30 übernommen, ich also ich kenne meinen Job aus dem Effeff und. Und ich konnte mir das nicht erklären.
Und dann habe ich mit ihm darüber gesprochen und dann hat er immer gesagt, ja, aber du bist so gestresst, vielleicht bist du ja auch irgendwie so, das ist ja ein anstrengendes Leben mit der Trennung und den Kindern, und ich, ich kümmere mich darum, mach dir keine Sorgen, also er hat das, worum er sich dann später selber gekümmert hat, also sich später darum gekümmert hat, also das, was er später ausgebügelt hat, hat er selber produziert. Aber natürlich, das tun Sie
immer. Und das, was du beschreibst, ist natürlich. Also ich habe Geld bezahlt, das das ist. Es er hat intrigiert, er hat Trianguliert, indem er in eure Beziehung andere mit einbezogen hat. Auch wenn auf beruflicher Ebene ist es dennoch eine Triangulation. Triangulation benutzen Menschen in deinem Fall. Der verdeckte Narzisst, um deine Position zu schwächen und zu kontrollieren, was andere über dich denken.
In einer anderen Konstellation, in der partnerschaftlichen Konstellation, ist Triangulation eine Taktik.
Die sie anwenden, die zum Beispiel so aussieht wie ja, aber deine Freundin hat auch schon immer gesagt, du wärst leicht impulsiv oder hättest Aggressionspotenzial oder deine Mama sagt ja auch immer zu dir, dass du so und so bist und in den meisten Fällen fabrizieren sie oder produzieren sie irgendeine Lüge, die angeblich jemand anderes gesagt hat, um den Gegenüber zu verunsichern und die eigene Position zu stärken, sodass die Betroffene. An ihrer Wahrnehmung zweifelt
also das Triangulation ist immer auch Gaslighting. Ja, weil das Gaslighting am stärksten war und die Triangulation. Ich meine das kann man bei dem Setting sicher schon fast denken, wenn man ein bisschen erfahren ist. Das ist ein Betrieb mit 2 Frauen, wie kriegt man am meisten macht und das war auch so das, was wir uns die ganze Zeit gedacht haben. Also meine Geschäftspartnerin ist auch nicht von gestern und hat auch schon beziehungserfahrung und.
Aber wir sind dort. Wir haben immer wieder gesagt, wir fühlen uns wie als ob ständig einer zwischen den Stühlen sitzt, natürlich, weil man musste ja auch mit ihr kommunizieren, sie hatte den anderen Bereich, und das war völlig entsetzlich, und er hat dort quasi uns beide auch fast gegeneinander ausgespielt. Also wir haben ewig gebraucht,
um das zu checken. Und. Ne, also er hat von ihr Aufgaben bekommen, die eigentlich meine waren, wo ich dann gesagt habe, Hallo, das sind meine Kompetenzen, wieso besprichst du das nicht vorher irgendwie mit mir und dann immer so ja aber du warst nicht da ich so ich bin immer da auch wenn ich nicht körperlich anwesend bin ne so ist es mein Betrieb da kann man mir sagen du warst nicht da und das waren so so extrem subtile Momente die von außen nicht
wahrzunehmen waren, weil er ja einfach perfekt in der Öffentlichkeit stand. Also er stand an vorderster Front. Wir haben natürlich auch gesehen, dass er bei unseren Kundenkontakten Halt extrem gut ankam. Also wir haben da einfach uns zurückgezogen, weil wir gesagt haben, naja, wir sind Mütter mit 2 Kindern und es ist eh schon schwierig, irgendwie
selbstständig zu sein. Wir suchen uns von einem Mann die Hilfe, der das bekommen hat, weil unsere Kinder klein waren und wir ein bisschen Zeit für uns brauchten. Und er hat gesagt, ja, ich übernehme das und er hat uns im Prinzip beide nach außen geschwächt und uns schlecht dastehen lassen. Das heißt, der Job, das Geld, was er bekommen hat, also die Position, die er bekommen hat, um uns zu unterstützen, hat er dazu benutzt. Um sich selber zu unterstützen, natürlich auch den Dieb.
Der Betrieb lief gut in der Zeit, aber ich habe im Nachhinein auch die Frage gestellt und gesagt, wie kann es denn gut für einen Betrieb sein, den Betriebsleiter bis kurz davor, also sie in dem Fall mich bis kurz davor zu bringen, dass ich das Gefühl habe, ich möchte aus dem Fenster springen, also ich war am Ende nach der Beziehung eine kurze Zeit nicht
arbeitsfähig. Und das ist etwas, was, was ganz viele Frauen berichten, was du auch zu anfangs gesagt hast, dass man noch nie, wenn man aus so einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten kommt, dass man noch nie solche Schmerzen körperlich wie seelisch empfunden hat, dass man so etwas noch nie in seinem Leben erlebt hat, und das ist ja auch tatsächlich so jetzt. Du hast mir ganz kurz, du hast mir noch die Frage gestellt und. Was ich, ob ich brainwashing und
so mitbekommen habe. Ja, also ich bin in viele Diskussionen reingegangen und ich bin der letzte Mensch, der irgendwie Kommunikation versucht zu vermeiden, wenn irgendwas ist, dann greife ich zum Telefon, rufe sofort an und sage, Hey, lass uns mal über irgendwas reden, also ich gehe Konflikte in der Regel an, das macht ja auch alles, andere macht ja keinen Sinn in dem Betrieb und immer wenn ich das bei ihm versucht habe, dann hatte ich hinterher das Gefühl,
ich wäre schuldig gewesen. Also. Komplett verdreht. Ich hatte immer wieso ein Nebel im Kopf. So n so n Gemüse so ich wusste einfach manchmal gar nicht mehr. Also es war klar, dass man ihm rhetorisch nicht beikommen konnte, es war komplett unmöglich, zumal er mich dann ja wieder körperlich meistens irgendwie bekommen hat, ne also? Über diese, über diese, über diese sexuelle Schiene, was auch viele Frauen immer wieder
berichten, also auch. Frauen, die bei mir im 1 zu 1 sind, sagen immer ja, aber der Sex hat immer geklappt und dann sage ich immer, nee, der Sex hat nicht geklappt, weil der Sex, also wenn alles andere im Alltag nicht lösbar ist, dann ist der einzige Moment, wo ein Wirgefühl der Verbindung und der Innigkeit und des Vertrauens entsteht, das Bett.
Also um es mal platt auszudrücken, die Konflikte und die Spannung, die im Alltag in einer Beziehung nicht gelöst werden können, entladen sich sehr häufig dann auf sexueller Ebene, weil da auch wiederum die Frau diejenige ist, die die Leidenschaft, ihren Körper, ihre Energie, ihre Liebe in diesen
körperlichen Akt stellt. Deshalb kommt einem dieser körperliche Akt. So wahnsinnig besonders vor was ihr aber Vergesst ist, dass ihr diejenigen seid, die diese Innigkeit, dieses Vertrauen, diese Verbindung, diese Körperlichkeit in diesen Akt stecken. Für Narzissten ist Sex ein Mittel zum Zweck, es gilt der eigenen Befriedigung des Egos, der körperlichen Bedürfnisse, weil auch dieser in Anführungszeichen gute Sex der. Eine Form von Zufuhr ist nicht nur auf emotionaler Ebene.
Denn natürlich, wenn die Partnerin so wahnsinnig viel Pathos in diesen Akt legt, dann fühlt er sich natürlich als der tolle Hecht. Aber dabei geht es, beim Sex geht es nie um Verbindung zu schaffen für einen Narzissten, sondern auch hier ist Sex ein Mittel zum Zweck und auch selbst da, wenn sie sehr einfühlsam erscheinen oder dass sie sich um euch kümmern und. Ja, auch das ist gespielt, um
euch am Haken zu halten. Kein Narzisst, kein gewalttätiger Ehemann, kein Partner, kein toxischer Mann ist Abusive, also ist misshandelt und wendet Gewalt an 24 7. Das machen Täter nicht, sie müssen schöne Momente und. Momente der Harmonie, des Friedens erschaffen euch immer wieder mit Hoffnung füllen, dass es jetzt besser wird, um euch am
Haken zu halten. Und deshalb gehe ich immer so vehement, dass ich euch unterbreche, wenn ihr sagt, es war so harmonisch und er hat mich ja nicht geschlagen, aber es gab auch gute Zeiten, Nein, gab es nicht. Ja, vor allen Dingen, wenn ich auf die körperliche Geschichte zurückschaue. Als mir der dieser Mechanismus
das erste Mal klar wurde. Es war unter anderem bei dir und auch noch in einem anderen Podcast, den ich zu der Zeit lange gehört habe, da ging es halt vor allen Dingen auch um die Frage der sexuellen Einvernehmlichkeit, und da habe ich das erste Mal etwas vom Konzept der Selbstvergewaltigung
gehört. Und das halt gerade toxische Beziehungen, vor allen Dingen Frauen dazu bringen, Dinge zu tun, die sie eigentlich vorher abgelehnt hätten, und sie für völlig normal halten und quasi irgendwann während des Sexes in diesen Zustand des Freeze reingehen, ne um das zu ertragen, den sie dann ganz genau nennen, aufgrund der Liebesgeschichte mit einer besonderen Form der sag ich jetzt mal erotischen des erotischen Flows. Obwohl ich hier ganz, ganz kurz noch mal unterbrechen würde.
Ich finde selbstvergewaltigung in der Hinsicht überhaupt nicht passend. Es impliziert wieder, dass man sich das selbst antut, aber man tut es sich nicht selbst an, weil wie du schon beschrieben hast, man ist in einem Freeze Modus und im Freeze Modus bist du nicht mehr du selbst, weil du in dem Moment nicht in der Lage bist auf deine kognitiven
Fähigkeiten. Zurückzugreifen. Deshalb bist du ja auch im Freeze Modus, also etwas selbst verursachen oder selbst initiieren bedeutet immer, dass du in einer Position bist, in der du Frau deiner Sinne bist und vor allen Dingen die Fähigkeit hast, in dem Moment auf logische Argumente. Oder Aspekte der Situation zurückzugreifen, um abzuwägen. Das ist man aber im Freeze Modus nicht, deshalb finde ich auch den Begriff der Selbstvergewaltigung absolut nicht passend.
Also so würde ich das niemals nennen, das ist es aber, denn es ist abermals etwas, was dir angetan wird in einem Zustand, in dem du eben nicht du selbst bist, sondern im Freeze im Kampf Modus, in welchem Modus auch immer verstehst du was ich meine? Definitiv. Ich verstehe es mittlerweile ja sehr gut und das ist. Ist halt eben auch so und das klar, man muss sich ja immer wieder selber spiegeln, aber alles das, was ich eigentlich nicht mehr wollte, mache ich natürlich jetzt im Interview.
Ich weise darauf hin, aber es war doch eigentlich alles ganz toll und das war toll und das war toll, es nicht glauben und so weiter weil es ist ja auch nicht zu glauben und das ist das, worum es mir geht, dass es so subtil und so gefährlich ist, dass die Red Flags fangen eigentlich schon viel, viel, viel weiter vorne an und wenn man. Man sogar in so etwas wie in einem BDSM Bereich spielen möchte. Also das könnte ich eigentlich
nur jeder Frau sagen. Holt euch vorher Infos ab zu dem Thema, holt euch irgendwie, lasst euch nicht von irgendjemandem sagen, Ach das macht man aber so, ansonsten bist du so verklemmt, du hast ja gar keine Erfahrung, sondern also checkt das halt mit euch ab, es ist reizvoll etwas zu tun. Was vielleicht vorher für einen nie in Frage kam. Aber man muss halt auch sehr
stark auf sein Gefühl hören. Nur das ist ja, wenn man verliebt ist und man möchte dem anderen ja was glauben, also man kann ja schlecht sagen, dass derjenige, der ausgeraubt wurde, zu doof war, irgendwie sein Haus zu schützen, sondern ne, da steht jemand vor der Tür, der sieht aus wie der nette Nachbar und ich lasse den rein. Ganz klar möchte.
Ich mich halt. Und das ist natürlich auch etwas, was man keiner Frau. Also Ausreden sollte in Zukunft auch weiter auf auf neue Beziehungen zuzugehen, weil man darf nicht damit rechnen, verarscht zu werden. Aber man muss halt auch sich anhören lassen, dass es in unserer Gesellschaft, und so empfinde ich das als absolut legitim für Männer ist, sich so zu verhalten. Das war. Genau.
Ihm ist ja im Nachhinein sagen, so waren bei mir im Betrieb auch Frauen, die gesagt haben, also weibliche Mitarbeiterinnen, die gesagt haben, ja, der war immer schon so n bisschen ne, wieso sexuell übergriffig in seiner Wortwahl natürlich nur. Nicht so. Und der hatte schon also das, was er gemacht hat, waren teilweise keine Witze, sondern haben waren war grenzüberschreitend. Es haben zwar alle gelacht. Aber ich will nicht wissen, wer
hinterher sich gedacht hat. Oh, das lachen, er stirbt mir gerade in einer Kehle. Genau, und das ist, und das ist etwas. Hier. Ja, und das ist etwas so viele Frauen, was viele Frauen auch berichten, ne, also diese gerade diese sexistischen Witze, diese übergriffigkeiten verbal, die passen auch eher tatsächlich zu einem vulnerablen narzissten, sie bleiben aber trotzdem was es ist. Es ist sexistisch, es ist abwertend, es ist demütigend. Elisa, Du hast alle Formen der
Gewalt erlebt. Welche Situationen? Also diese. Soziale Gewalt genau diese Isolation vom Umfeld, von deiner Arbeit, das Intrigieren. Was ist passiert, dass du den Schlussstrich gezogen hast? So den Schlussstrich. Eigentlich habe ich den Schlussstrich nicht gezogen. Er hat sich getrennt.
Also wir hatten, ich meine, ich muss das keinem Selbstständigen in diesem Land sagen oder in anderen Ländern, wir haben Corona hinter uns, wir haben schwierige, harte Jahre, mein Ex Partner kam in etwas, das ebenso wie eine depressive Phase sich anfühlte und. Die ging über längere Zeit, die war auf der Arbeit zu merken. Ich habe gedacht, ich habe gedacht, so, das kann ich nicht noch mal.
Also mein Ehemann, mit dem hatten wir da, also mit dem hatte ich auch schon 10 Jahre lang da eine sehr leidvolle Geschichte und ich bin immer offen damit umgegangen, mein jetzt aktueller Ex Partner wusste halt auch davon und ich habe mich nur gefragt, warum tut er mir das an und geht nicht in Therapie so ich habe immer wieder versucht mit ihm drüber zu sprechen, suchte jetzt langsam mal Hilfe und. Und habe halt gemerkt, wie mich das total belastet.
Es wurde eben auf der Arbeit zu merken und ging halt sogar so weit, dass meine Geschäftspartnerin, ich und diverse andere Mitarbeiter gesagt haben, so geht es nicht weiter. Ich habe natürlich alles ausgeglichen, plötzlich war ich ja wieder da und habe gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet und naja und dann hieß es halt irgendwie aufgrund der Tatsache, dass wir ja eine Beziehung miteinander haben, oh jetzt wird es tricky, wurde mir dann gesagt, aber wäre es vielleicht ganz gut, wenn ich
mit ihm spreche. Um ihn halt mal Richtung Beziehung zu Therapie zu drängen. Im Nachhinein würde ich sagen, es war einer meiner größten Fehler, das hätte natürlich meine Geschäftspartnerin übernehmen müssen als neutrale Person, ich habe ihn dann darauf hingewiesen, dass es ja jetzt, dass er ja, dass es nicht mit unserer Beziehung zu tun hat, wie er immer gesagt hat, es geht ihm offensichtlich schlecht, er starrt die Wand an.
Aber nicht langsam mal was machen möchte, weil so geht es einfach nicht weiter so. Es würde mich halt auch extrem belasten. Ich hatte die Situation schon hinter mir und ich merke, dass ich langsam ausleere, also leer werden. Ich war also an meinen ich war über meine Grenzen hinaus, habe ich ganz klar gesagt und er war total einsichtig und sagte ja ich muss langsam was tun, es fühlt sich an wie depressiv ich dachte Yeah.
Der Mann hatte ja eben auch schon eine schlimme Erkrankung hinter sich, also dass er da jetzt hypochondrisch und ängstlich ist, ist irgendwie auch klar, der hatte auf nichts weniger Lust, als wieder die Ärztetour zu machen, machte sich dann aber halt auf den Weg und dann, ja dann ghostete er mich für 34 Wochen 5 Wochen, ließ sich krankschreiben was okay war aufgrund seiner Situation besser erst zu Hause als auf der Arbeit und. Ich habe halt alles alleine
gemacht. Auf der Arbeit, hatte gleichzeitig noch Sorge um meinen Partner und seine Kollegen hatten auch Sorgen und nach einiger Zeit fragten mich natürlich alle, was los ist und wo er irgendwie ist und ob ich denn, da habe ich gesagt, ich weiß es nicht, er geht nicht ans Telefon, ja sollen wir da hingehen, sollen wir ihn irgendwie? Also für uns war klar es ist jemand in einer absolut extremen Krise, vielleicht bringt er sich um und. Warum macht die Frau Freundin
irgendwie nichts? Und da habe ich nur gesagt, ich muss arbeiten, was soll ich denn machen? Also das war irgendwie quasi mitten in der Saison und das endete dann darin, dass ich ihn irgendwann zum Gespräch bekam und er sagte ja, ich war bei einem Psychiater und ich dachte so, das ist auch und der ist auch noch Neurologe und meine ganzen körperlichen Beschwerden haben was damit zu tun, dass ich mich in der Beziehung so unwohl fühle und ich nur so what.
Du schiebst gerade deine Erkrankungen darauf, dass ich dir schade und damit ging es los. Also damit ging eigentlich der ganze Mist richtig los. Ich habe in dem Augenblick dort gesessen und wusste, wenn ich das jetzt noch einmal mitmache, diese Erklärung werde ich mir danach nicht mehr ins Gesicht gucken können. Wir hatten natürlich auch schon zweimal Off, das war unter Corona Bedingungen, wo es ihm halt sehr schlecht ging und. Weil er halt Angst vor Erkrankungen hatte.
Aber ich wusste, wenn ich das Spielchen jetzt mitspiele, dass er sich aufs mich aufs Abstellgleis schiebt und mich beschuldigt, für seinen schrecklichen depressiven Zustand, weil er so unter der Beziehung zu seiner Chefin gelitten hat, dann werde ich mir hinterher nicht in Spiegel gucken können, da muss ich mich gegen wehren und ich meinte nur
so what. So, du erklärst mir gerade, du warst beim Arzt und sagst hinterher, ich war toxisch zu dir, wo ich dich überall die Jahre lang ne ich hab dem Mann die Wäsche gewaschen als es ihm schlecht ging. Ich hab für den eingekauft ihm was zu Essen mitgebracht. Sein Job, der eigentlich meiner war, den, für den er bezahlt wurde, dann mit übernommen und da war für mich einfach, da bin
ich innerlich zusammengeklappt. Ich bin sofort auf Abstand gegangen und dachte, ich muss hier raus, egal ob der wieder ankommt, du darfst den nicht zurücknehmen, dann geht das Spielchen ewig und 3 Tage weiter los. Ich war in Sorge um meinen Partner, zu dem Zeitpunkt war ich mit dem toxischen noch nicht ganz so vertraut, das kam ja erst danach, also ich hatte absolut Angst um meinen Partner,
war überarbeitet. Also ich war hatte quasi n Burnout und plötzlich Liebeskummer, den ich mir nicht erklären konnte, weil ich ja eigentlich mit vollem Bewusstsein gesagt habe, ich muss hier raus. Das das tut dir nicht mehr gut, Frau. Und, und das war der Finale Cut. Das war der Finale Cut und dann habe ich nur. Dann habe ich zu ihm gesagt, okay, er hat es auch nicht aussprechen können.
Ich habe gefragt, willst du dich trennen, ist das ein Trennungsgespräch, da kam nichts, ja, und ich habe also mehrfach und dann habe ich nur gesagt okay, da lasse ich mich nicht drauf ein, wenn du dich trennen willst, dann trennen wir uns diesmal richtig mit nicht ich warte noch 3 Wochen und gucke ob du es dir wieder anders überlegst. Ich habe gesagt, das haben wir schon besprochen, das mache ich nicht noch mal mit, das kann ich nicht.
Ne das das ne ich so ich bin einfach kein Typ für Honne drauf ich bin. Und das heißt? Extrem stabil, extrem. Wenn ich mich entscheide, entscheide ich mich. Punkt so. Und danach gab es kein Zurück mehr. Nein, er ist nie wieder angekommen. Also beziehungsweise also ich bin da noch ein paar Mal angekommen, aber nicht um die Beziehung zurückzuholen, sondern danach wurde es natürlich schwierig.
Wir teilten uns eine Position, ich habe sofort in diesem Gespräch zu ihm gesagt, okay alles klar, dann müssen wir das ändern, passt mir ganz gut, wir würden sowieso gerne was ändern. Wir wollten unseren Betrieb neu ausrichten.
Wir wollten die die einzelnen Ebenen durchmischen, wir wollten digitalisieren, alles übrigens Dinge, die er vorher versucht hat zu verhindern, das ist mir auch schon aufgefallen, dass ich plötzlich derjenige, der mir helfen sollte, war wie eine Blockierung, ich habe dann zu ihm gesagt, okay, wir ziehen die Ebenen auseinander, wir arbeiten so gut es geht separat
voneinander. Und dann absolut auf minimal Niveau. Wir müssen natürlich eine neue Ebene finden, miteinander zu arbeiten, weil wir nicht mehr privat irgendwie am Küchentisch sitzen und dann mal eben alles so im Flow irgendwie klären können und ja, und dann wird es richtig doof, also der hat dann häufig mich am Telefon angeschrien, wenn ich versucht habe, mit ihm zu sprechen, der ist wie auf so eine paranoide Seite gekippt, dass ich ihm
irgendwie schaden will und. Es ging hin bis zu, dass ich irgendwann zu ihm gesagt habe, sag mal, möchtest du den Job wechseln, also sag das niemand hält dich fest, du könntest gehen. Es wäre natürlich traurig, eine so gute Arbeitskraft zu verlieren, aber so, nein, nein,
das wäre es nicht. Er liebt den Betrieb und alles und fühlt sich total wohl, das ist es gar nicht, aber es wurde halt immer, immer, immer, immer wearder und da bin ich irgendwann ja. Ist er denn heute noch in deinem Betrieb angestellt oder hast du es geschafft, dass er geht? Wir haben ihn gekündigt. Nach über einem Jahr und. Nach über einem Jahr habt ihr das geschafft. Genau das war, das war damals auch so.
Also ich war, ich war in der Situation, ich war völlig runtergerockt, ich bin irgendwann zu meinem Hausarzt gegangen, habe gesagt, ich kann nicht essen, ich kann nicht schlafen, gibt mir irgendwas, ich muss schlafen, ich habe 2 Kinder, ich habe einen Job. Mein Hausarzt hat mir 5 Minuten zugehört, super reagiert und hat gesagt, ich sage es ihnen nicht gerne. Das passt überhaupt nicht zu ihnen, aber sie weisen alles auf, was ein Mobbingopfer mitbringt. Ist Ihnen das bewusst?
Und ich habe gesagt, was Mobbing, so er so ja, es geht ihnen, sie müssen eigentlich dringend 3 Monate aussteigen, ich musste sie krankschreiben, gesagt, das geht aber nicht, das mache ich auch nicht mit, also das ist ad hoc so mitten im Laufenden. Saisongeschäft, das funktioniert
überhaupt nicht. Ich habe Verantwortung sowohl für meine Mitarbeiter als auch für meine Kinder als auch für mein Konto und habe dann mit ihm eine Vereinbarung getroffen, dass ich mich so weit wie möglich halt rausziehe. Also da ziehe ich wirklich den Hut von meinem Hausarzt, der hat sofort reagiert, mich auch dann mit einem leichten Schlafmittel irgendwie versorgt und da bin ich nach Hause gegangen und habe gedacht, okay, was läuft hier Mobbing da.
Das ist jetzt echt krass. Meine Freunde haben alle gesagt, okay, wann geht der, du musst den rauswerfen und ich habe damals noch gesagt, Nein, so was würde ich nie tun noch. Nicht ganz kurz, ganz kurz. Mobbing ist psychische Gewalt. Ich kann mir vorstellen, dass du da wahrscheinlich in den paar Minuten deinem Hausarzt nicht alles oder vielleicht nur ein paar Sequenzen aus deiner Beziehung erzählt hast. Wirklich wenig. Ich habe so was. Gesagt, genau wenig aber nicht. Was was hier läuft.
Genau also das heißt, du bist mit deinem, um darauf mal zu sprechen kommen, was zu toxische Gewaltbeziehungen zu einem Narzissten an Symptomatik, körperlich auslösen, Schlafstörungen, Panik, ganz oft hormonelle Störungen, komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen, erschöpfungszustände, also chronisch Fatigue, chronische Ermüdungszustände und ganz viele denken ja.
Oder ein Burnout, depressiv, aber die Ursache dahinter ist eben ganz oft gerade bei Frauen einfach die partnerschaftliche Gewalt. Elisa, was würdest du, was würdest du den Frauen aus deiner heutigen Position heraus an? An Impulsen mitgeben worauf sollen sie achten? Hu Wir sind ja jetzt gerade quasi beim Mobbing geendet, was für mich auch also mit zu den furchtbarsten Erfahrungen gehört. Aber man verortet das immer beruflich oder aber so gruppendynamisch.
Aber Mobbing kann auch innerhalb einer sehr kleinen Gruppe Arker, einer Zweierbeziehung, bestehen. Psychische Gewalt nenn es das, was es ist. Genau. Psychische Gewalt wir kennen das eigentlich alle, wir trauen nur niemandem das zu. Es gibt Menschen und auch gerade viele Männer, die aufgrund ihrer Sozialisation, ihrer
gesellschaftlichen. Nicht kompetent, sage ich einfach mal dazu neigen, so mit Beziehungen umzugehen, das sind ja weiß nicht, wie heißt das mager, diese Magerbewegung der so Männer, die sich im Internet darüber austauschen, wie sie möglichst irgendwie Frauen, möglichst viele Frauen irgendwie rumkriegen können, das ist einfach also dieses männliche Verhalten ist in Strecken. Nicht bei allen Männern natürlich, sondern so. Gewisses männliches Verhalten
ist schon im Grundzug toxisch und ein Mann, der dir sonst was erzählt und wo du das Gefühl hast, es passt von Anfang an, es passt so gut, es fühlt sich so gut an, macht also das sagen ja auch fast alle Frauen, es ist jetzt ganz schwierig, hört auf euer Bauchgefühl, was willst du tun, wenn dein Bauchgefühl
ausgeschaltet ist? Überhaupt nicht, sondern der Begriff toxische Beziehung ist für mich wieso ein Türöffner, dass alle gemeinsam hingucken, weil ich selber konnte in der Situation, obwohl ich wie ich von Anfang angesagt habe, selbstbewusst, eloquent, einigermaßen gebildet bin. Ich kann Sachen mir in kurzer Zeit anlesen, ich habe es nicht mitbekommen, aber irgendjemand um mich herum.
Hat es mitbekommen und im Nachhinein musste ich feststellen, dass alle es mitbekommen haben von meinen Mitarbeitern über meine Geschäftspartnerin, über meine Kinder. Sogar meine Tochter hat Dinge gesagt, hinterher, wo ich nur dachte, Wow, ich bin so froh, dass dieses Kind so offen und so intelligent ist, das zu erkennen, aber alle haben geschwiegen. Hinterher hat mir jeder gesagt, ja, der war irgendwie, der war nicht so sauber wie du den immer dargestellt hast.
Der kam mir komisch vor. Jeder Zweite hat mir von Auseinandersetzungen mit ihm erzählt, der hat nicht nur mich abgewertet, sondern auch am laufenden Band meine Freunde so lange, bis sie sich zurückgezogen haben, also nicht ich habe mich zurückgezogen, sondern meine Freunde haben sich teilweise zurückgezogen und keiner ist zu mir gekommen und was ich heute anders machen würde.
Wenn ich eine Freundin oder eine Bekannte hätte oder eine Kollegin, eine Nachbarin, wo ich das Gefühl habe, hier läuft irgendwas ganz komisch, ich würde die ansprechen und ich würde nicht sagen, nicht mehr sagen, Oh, das ist privat, weil also es gibt Menschen und das hörst du ja auch in deinem Podcast, die landen in einer Klinik, Frauen, ich weiß, Hunger
haben die. Die für eine gewisse Zeit ihre Kinder nicht versorgen können, weil es ist eine gesellschaftliche Verantwortung von uns allen, irgendwie hinzugucken, und zwar nicht erst, wenn geschlagen wird. Und ich höre, wie der Nachbar wieder mit dem Stock irgendwie und wie jemand aua schreit, sondern halt hinzugucken und zu sagen, da ist irgendwas, was dir nicht gut tut.
Freunde von mir haben das wie gesagt sofort gesagt, also bei denen würde ich mich auch im Nachhinein noch mal extrem bedanken wollen, die haben sich sofort alle. Hinter mich gestellt haben, mir zugehört haben mir die
entsprechenden Tipps gegeben. Ich habe mich extrem geöffnet danach, also das eine ist bitte Frauen, Menschen und auch Männer, die ihr diesen Podcast hört, guckt hin und sagt nicht, meine gute Freundin muss das selber rausfinden, sondern riskiert es, dass die Leute sich von euch abwenden, die werden irgendwann wieder kommen, das ist halt das eine, das andere ist toxische Elemente in der Alltagskommunikation, was
eigentlich mein Kernthema ist. Also passiv aggressiv kenne ich, ich weiß mittlerweile, was eine Nonpology ist. Ich kenne Kommunikationsformen extrem gut, nur ich habe das nicht angekreidet. Also man muss eigentlich sich sofort hinstellen und sagen, auch als Frau, als Mann, egal, also missbräuchliche Beziehungen sind. Etwas, wo man sich hinstellen muss, sich nicht schämen darf und wo man sofort das benennen muss.
Am besten in der Öffentlichkeit. Das ist halt das einzige, was einem gut tut, um da rauszukommen. Mir haben so viele Leute gesagt, hinterher schweige, ertrage das doch einfach, bis ich irgendwann gesagt habe, das mache ich nicht, ich würde mich also. Fassen wir also, fassen wir kurz zusammen, aufs Bauchgefühl hören und sich nicht. Schämen, darüber zu sprechen, sondern sich anderen mitteilen. Gesicht ist aus deiner Sicht. Genau, keine.
Ganz, ganz wichtige Dinge. Die Scham ablegen eigentlich war das ja unser Cliffhanger von Beginn, die Scham ablegen. Für mich war das irgendwann mein persönlicher Türöffner zu mir zurück, als ich gesagt habe, so Frau, du hörst sofort auf, dich für irgendwas zu schämen und jetzt erzählst du mal alles. Und in dem Augenblick, wo ich mich geöffnet habe, ist eine große Welle zurückgekommen und ich habe von sehr vielen Leuten auch Dinge mittlerweile gehört, die auch toxisch sind.
Also viele Menschen haben Erfahrung in toxischen Beziehungen und. Wenn wir uns überlegen, wenn wir uns überlegen, dass jede dritte Frau auf der Welt betroffen ist, nachdem ja auch der Podcast benannt ist, die häusliche, partnerschaftliche Gewalt, die am häufigsten verübte Gewalt
hat. Und nicht verurteilte, nicht bestrafte Gewalt, die ausgeübt wird, ist in Deutschland und alle 10 Minuten in Deutschland eine Frau von ihrem Partner misshandelt wird, dann ist dieser Spruch, dieser Kliffinger, wie du ihn schon benannt hast. Die Scham muss die Seite wechseln, der beste Beweis
dafür, was es ausmacht, wenn. Wenn Frauen wie du und wie alle anderen Frauen, die sich Hilfe holen und die ihr Schweigen brechen, notwendig ist, damit auch in der Gesellschaft ein Bewusstsein entsteht, dass das kein Einzelfall ist, sondern ein gesellschaftliches Problem. Natürlich. Und eine schwächere Frau als ich. Das habe ich mir hinterher auch gesagt, wäre vermutlich wirklich
hätte sich was angetan. Ich hatte 5 Sekunden der Lebensmüdigkeit, wo ich nur dachte, Frau, was läuft hier, das kann nicht sein und ich habe Sorge um die.
Viele, viele, viele Frauen. Die, die das nicht, die diesen Mechanismus nicht verstehen und die Halt in der Scham bleiben, sagen, die sich nicht trauen, das einfach mal klar zu sagen, auch wenn es schmutzig ist, weil es um sexuelle Dinge geht, also das wird ja auch oft gesagt, ja, wir hatten harten Sex und so, die wenigsten trauen sich, das genauer zu beschreiben, man schämt. Sich zu beschreiben, was. Sollte man einfach nicht tun. Tun, und das ist der einzige Weg
daraus. Liebe Elisa, vielen, vielen Lieben Dank für Deine ganz persönliche Erfahrung und Geschichte, die du mit uns hier geteilt hast. Es war sehr interessant und sehr spannend, weil natürlich bei dir eben dieser berufliche Aspekt noch hinzugekommen ist, der das Ganze noch mal erschwert hat und das Ganze auch sicherlich noch mal auf eine Art und Weise. In die Länge gezogen hat. Mach bitte weiter mit dieser Zivilcourage, die du nach deiner Beziehung noch dazu erworben hast.
Also nicht, dass du die nicht schon vorher hattest, aber man ist so wie du sagst, gehemmt in vielen Fällen seinen Mund aufzumachen und das ist etwas, was die meisten Frauen berichten, nachdem sie in so einer toxischen Beziehung waren, dass sie nicht nur ihr eigenes Schweigen gebrochen haben, sondern dass. Dass sie tatsächlich auch Dinge, die Sie im Freundes Familienbekanntenkreis gesehen haben, angesprochen haben, es benannt haben und auch da ihr
Schweigen gebrochen haben. Und das ist Zivilcourage. Mach bitte so weiter, das ist ganz wertvoll. Ich danke dir ganz ganz herzlich und ich wünsche dir weiterhin. Alles Gute und alles Liebe und bleib dabei. Für deine Arbeit. Sehr sehr gerne, sehr gerne Elisa schöne Grüße vom Chiemsee nach Köln.
