Ulf Poschardt – Was bedeutet es, liberal zu sein? - podcast episode cover

Ulf Poschardt – Was bedeutet es, liberal zu sein?

Jul 23, 20253 hr 25 min
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Episode description

Mein heutiger Gast ist Ulf Poschardt.

Ulf ist Autor, Journalist und Herausgeber von WELT, Politico und Business Insider. Im April 2025 erschien sein Buch “Shitbürgertum”, in dem er seine Sicht auf die sogenannte linksgrüne Woke-Bewegung darlegt.

Ich wollte von ihm wissen, wie er zu dem wurde, der er heute ist, warum er immer den Weg der Provokation wählt und ob er sich selbst als radikalisiert betrachtet. Wir sprechen über Ulfs Vergangenheit auf der “anderen Seite”, es geht um Respekt, Radikalität, Ressentiments und Rechtfertigung.

WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze

MEIN GAST: https://instagram.com/ulfposh/?hl=de

DINGE: Ulf Poschardt - Shitbürgertum: https://westendverlag.de/Shitbuergertum/2312

Entwicklung der Einkommensungleichheit in Deutschland auf Basis des Gini-Index im Zeitraum 2012 bis 2024: https://bit.ly/3GG407n

und

https://bit.ly/4kWfwtc

Bezahlte und unbezahlte Arbeit von Personen ab 18 Jahren in Deutschland: Zeitverwendung für bezahlte und unbezahlte Arbeit, Gender Care Gap

Die Staatsquote ist eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt wiedergibt: https://bit.ly/452iSF4

Datenbasierte Analyse des deutschen Arbeitsmarkts und der Produktivität: https://bit.ly/452iVAK

Ulf Poschardt - DJ Culture: https://bit.ly/4lINcMg

Sophie Passmann - Alte weiße Männer: https://bit.ly/40zuRIZ

Ludwig Erhard - Wohlstand für alle: https://bit.ly/4lNAfRo

Friedrich A. Kittler - Gramophone, Film, Typewriter: https://bit.ly/4kR50mQ

ZEIT-Artikel von Anna Mayr: https://bit.ly/4m1f0eg

Maximilian Frisch - Produktion Lena Rocholl - Redaktion Torben Becker - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution

MEIN ZEUG: Mein neues Fragenset: https://beherzt.net/liebe Mein neues Buch: https://bit.ly/3cDyQ18 Die Hotel Matze Suite bei Apple: https://apple.co/43V3hGq Die Hotel Matze Suite bei Spotify: https://spoti.fi/3U3ZySC Wunschgäste bitte in die Kommentare: https://apple.co/2RgJVH6 Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscher LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN Twitter: https://twitter.com/hotelmatze1 Mein erstes Buch: https://bit.ly/39FtHQy Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze

Transcript

Ich bin der Espresso. Ich bin der Dopio-Espresso ohne Milch. So. Und ohne Zucker. Und jeder kann für sich sagen, ich bin aber eher, ich lese lieber Cappuccino oder... Ein Chai Latte oder ein Fencheltee oder was auch immer. Und ich finde alles okay. Und wenn es andere provoziert, ist es deren Problem. Wenn ich mich provoziert fühle...

Wenn ich dein Shitbürgertum lese, dann ist das mein Problem. Aber du kannst es ja, das Gute an Büchern ist, du kannst dir einfach zuklappen und weglegen. Niemand zwingt dich ja dazu. Ein konservatives Verständnis von Gesellschaft ist, wir versuchen alles so zu halten, wie es ist. Deswegen glaube ich ja, dass die rot-rot-grünen Milieus, das sind jetzt die Konservativen.

Und das Interessante ist, was die vergessen haben, ist, dass da brauchst du eine boomende Wirtschaft. Heidi Reichinek funktioniert wahnsinnig gut. Aber wenn dann Teile der bürgerlichen Medien da mitmachen, dann ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir alle Tassen im Schrank räumen und gucken, was feiern die denn da gerade? Und welcher Style ist das? Und was sagen die?

Und dann kam eine interessante Wahrnehmung. Ich wünsche niemandem diese Erfahrung. Wer ist ein Freund und wer nicht? Wer verpisst sich und wer ist da? Und die Brutalität, mit der die auf mich eingeschlagen haben, das Wunderkind. Also ich war immer schon umstritten. Also es war echt übel, es war grausam. Und dann habe ich von der Abfindung mir einfach, vom Teil der Abfindung, einfach ein Ferrari gekauft.

Ich finde es sehr schön, dass du das Wort Brückenbahn benutzt. Ich bin Stand heute, Juli 2025, der Meinung, Ich will keine Brücken mehr bauen und ich will sogar an Stellenbrücken abreißen. Willkommen im Hotel Matze. Ich bin Matze Hiescher und ich treffe mich hier mit Menschen, die mich interessieren und versuche herauszufinden, wie die so ticken. Mein heutiger Gast ist Ulf Poschert. Ulf ist Herausgeber von Die Welt, Business Insider und Politico und er ist Auto.

In diesem Jahr erschienen ist sein Buch Shitbürgertum. Und das ist, wenn man es nett... sagen möchte, eine Auseinandersetzung mit einem linksgrünen Milieu. Für mich las sich das allerdings wie eine Abrechnung. Ich finde es schon ganz lange interessant, was Ulf Poscher zu treibt.

Seit seinem ersten Buch DJ Culture finde ich es immer interessant, wie er auf die Welt schaut. Habe aber festgestellt, dass sein Blick auf die Welt immer drastischer wird. Und deswegen habe ich das Buch gelesen und dieses Buch hat mich... Irritiert an vielen Stellen und manchmal auch richtig...

Und dann habe ich gemerkt, dass ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder darüber gesprochen habe, immer wieder über das Buch, über Ulf geredet habe. Und dann habe ich gedacht, okay, wir sollten ja, oder ich will ja mit Menschen reden, statt über sie. Und deswegen habe ich ihn eingeladen. Wir sprechen über...

Leben. Wir sprechen über das Buch, wir sprechen über die Provokation und über Liberalismus. Mir ging es darum, Ulf besser zu verstehen, dadurch auch mich besser zu verstehen. Ich wünsche euch viel Vergnügen. Emotermatze mit Ulf Poschert. Übrigens, in Würde altern, Söhne sind irre hilfreich für Männer im Sinne von Papa. Ganz ehrlich, das geht gar nicht an der Tonschule und so.

Und ehrlich gesagt, deren Wahrnehmungen sind immer, weil sie natürlich voller Liebe die Kritik formulieren, 100% richtig. Und 100% ehrlich? 100% ehrlich. Weil ehrlich kann es ja in diplomatisch und undiplomatisch geben und bei uns kommt es in beiden Spielarten. Was nervt die an dir? Also wahrscheinlich unendlich viel, wie es auch so sein muss, weil ich glaube,

Pubertät heißt Vatermord, wie wir wissen. Und übrigens auch das Grundkonzept von Avantgarde ist Vatermord. Also den kulturellen, gesellschaftlichen Fortschritt gibt es eigentlich nur durch die vehementeste Form von Ablehnung. dessen, wofür der Vater insbesondere steht, auch das patriarchale System. Und ich glaube, dass für meine Kinder schon so eine Herausforderung ist, dass ich

immer sehr in Gedanken über alles Mögliche nachdenke. Und dann ist es aber auch, haben die einen Shortcut, haben nur die beiden... um mich gewissermaßen ganz ins Hier und Jetzt zu lotsen. Sie sind eigentlich die einzigen Menschen auf der ganzen Welt, wo es so ist. Wie machen die das? Einfach, indem sie die richtige Ansprache finden und sagen, hier ... Das geht jetzt um das, das, das, hör mal zu und so. Und in der Sekunde, das sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben.

Und wenn die das dann adressieren, dann ist das für mich klar und deswegen bin ich auch so glücklich, Vater zu sein und deswegen verstehe ich auch nicht. Dass es so ein Genre an Sachbuch und Journalismus gibt, wo man immer rumheult, weil man jetzt Vater oder Mutter geworden ist und alles ist auf einmal so anders. Und ich kann abends nicht mehr in die Bar und ich kann nicht mehr in Clubs und muss mich um meine Kinder.

kümmern und das fühle ich überhaupt nicht, sondern ich empfinde jede Sekunde, auch wenn es anstrengend ist, als ein Glück, Privileg, einfach das Beste. Wie geht es denen damit, dass du jetzt so in der Öffentlichkeit stehst? Also jetzt gerade in dem Moment bist du, würde ich behaupten, ja so sehr in der Öffentlichkeit, zumindest nach meiner Beobachtung, wie noch nie. Also.

Erstmal ist es denen auf eine interessante Art vollkommen egal. Und zweitens war es ja immer so ein bisschen so, dass es so eine Art von Öffentlichkeit gab und ich glaube, dass es ihnen auf eine sehr sympathische Art Eher egal. Und ich glaube, es wäre ihnen nicht egal, wenn es mir wichtiger wäre, als es ist. Ich glaube, Kinder leben ja davon, dass es mir in Corona aufgefallen.

sensible Kinder spüren die Schwingungen ihrer Eltern. Und in Corona habe ich gemerkt, dass Kinder, die eigentlich total stabil und selbstbewusst waren, die Sorge und die Angst ihrer Eltern diese Schwingung gespürt haben und selber emotional instabil wurden. Und insofern glaube ich, Wäre es dann ein Thema, wenn meine Söhne das Gefühl hätten, es macht was komisches aus mir, also weniger, was jetzt andere Leute über...

mich uns denken, es war denen immer schon egal. Es gab ja schon früher wirklich bizarre Medien. Reflexion von dem, was ich gemacht habe, zum Teil mit sehr drastischen Bildern. Und das war ihnen eigentlich immer sehr egal. Ich stelle mir es aber trotzdem auch schwer vor, weil jetzt gerade bei Teenagern spielt das ja eine Rolle. Und wenn ich mir vorstelle ...

Ich kenne das hier aus der Nachbarschaft, dass ein Elternpaar, was hier etwas gemacht hat, ich kann das gar nicht so genau sagen, da mussten sich die Kinder ganz schön was für anhören. Und wenn ich mir jetzt überlege, dass bei dir beispielsweise ein Jan Böhmermann dir ein Hitlerbad drauf macht, das kriegen ja deine Kinder mit, offensichtlich. Könnte sein, ja. Könnte sein.

Und dann ist es ja, dann müssen deine Kinder ja in der Schule oder in den Freundeskreis auch irgendeine Art und Weise darauf reagieren. Das ist das, was ich dann so umfeldmäßig kenne, dass das Umfeld sagt, ja okay, also wenn ich ein Hitlerbad drauf kriege. okay, ich kann damit leben, aber die Familie wird mit reingezogen und die Freunde werden mit reingezogen. Das stelle ich mir nicht so einfach vor für dich, aber auch nicht für deine Kinder.

Ich kann ja nur für mich beantworten, mir ist es ehrlich gesagt egal, aber der Weg zu egal ist richtig lange. Und das ist ein Weg, den ich... praktisch seit meiner Kindheit gegangen bin. Und was meine Söhne betrifft. Das Tolle und das ist vielleicht einfach das größte... Oder dass die große Freude in der Erziehung ist, dass man sie so erzogen hat und das ist ja nicht nur ein Verdienst des Vaters, sondern auch der Mutter, die da einen fantastischen, absolut fantastischen Job macht.

dass man sich im Urteil unabhängig macht von dem, was die Außenwelt über einen denkt und projiziert. Und ich glaube, wir erleben in vielen Diskussionen auch um die sogenannte Jugend und Gen X und Y und bla bla bla so eine Art, wie ich finde, in Teilen groteske Übergriffigkeit einer Erwachsenenwelt gegenüber. über dem, wie junge Menschen, Jugendliche heranwachsen. Ich glaube, die wichtigste ...

Neben Bindung und Liebe, was das Allerwichtigste kommt vor jeder Erziehung, ist eigentlich den Kindern das Gefühl zu geben, dass so wie sie sind, das ist total okay. Und wenn man das etablieren kann, dann haben die Kinder ein so gesundes Selbstbewusstsein und auch nichts Verdruckstes. dass sie das dann schon richtig einschätzen können. Und du hast die Freunde angesprochen und jeder, der mich 15 Minuten kennt.

weiß, dass ein Hitlerbart so ziemlich das Allerabsurdeste ist, was man so projizieren kann, aber Ich habe strategisch keinerlei Ressourcen darauf verwandt, mein Image an irgendeinem Punkt so zu bearbeiten, dass es so ein Crowdpleaser wird. Ich glaube übrigens, das ist eine, ich würde jetzt nicht sagen, es ist keine vorbewusste Entscheidung, aber ich glaube, jeder ist so, wie er ist und es gibt so lustige Kinderfotos von mir und zwar jede Menge.

Familie und es gibt immer einen, der aus dem Bild rennt. Also weg. Weg von der Bindung, weg von der Nähe, weg von dem, was alle anderen, weg von den anderen Kindern und so weiter. Und es ist mir eigentlich erst später aufgefallen und es war nie eine Entscheidung gegen irgendwas oder irgendjemand, dass ich bin wirklich sehr... glücklich aufgewachsen in einer fast idyllischen fränkischen Provinz, auch wenn sie nichts Luxuriöses ist. Also wir reden von einfachsten Verhältnissen in dem Sinne, dass

Ich war glücklich und ich bin nie weggelaufen von etwas, sondern war immer neugierig, was hinter dem sein könnte, was ich so kenne. Und da war die Neugier auch immer ... größer als der Versuch, diese Neugier mit dem abzugleichen, was von einem erwartet wird. Schon in der Kita nicht, wo ich, Kindergarten, ich war da drei Tage, haben gesagt, mache ich nicht. Meine Eltern haben gesagt, ich habe mich so geimpft, bin ich raus. Also kein Kindergarten.

Und dann auch in der Schule und in der Schullaufbahn und im Zivildienst und im Studium. Ich habe es eigentlich... Ja, ich habe es, glaube ich, immer versäumt, darauf zu achten, was die anderen über einen denken. Oder, nein, das stimmt gar nicht. Ich habe es ja nicht ignoriert, aber es konnte mich nicht von dem abbringen. Interessant. Warum ist das so?

Also weil letzten Endes wollen wir doch alle irgendwie auch logischerweise geliebt werden, geachtet werden. Wir wollen also der menschliche Urantrieb. Bin ich mir nicht sicher. Nein. Ist doch auch Gemeinschaft zu haben. Ja, das ist ja eine schließt das andere. Ich bin ja nicht, also wie gesagt, gibt ja viele Menschen, die mich schon sehr lange kennen und die können mit der Persona, die lachen sich tot. Wenn die mit jemandem konfrontiert sind, der praktisch nur die Person erkennt. Aber...

Ich glaube, das hat auch ein bisschen so mit meiner kulturellen, politischen Prägung zu tun. Also ich bin wirklich ein stolzer 68er. Und zuletzt hat mir Jan Fleischhauer das halt gespiegelt, der war dabei. Ich habe in Wien so eine Rede gehalten, vor 200, 300, 400. linken Kulturschaffenden. Und das war eigentlich so eine Art Selbstbespiegelung. Davor gab es nur Reden, die also weitesten Applaus gefunden haben.

Das gehört und wusste, ich kann weder eine Brücke bauen in das Milieu, noch interessiert mich, ob es dafür Applaus gibt. Ich sage jetzt mal, was ich darüber denke. Und dann bin ich dahin und wusste eigentlich beim Raufgehen, dieses Video ist jetzt, was mich freut, ein paar Millionen Mal angeguckt worden auf den verschiedensten Kanälen.

Und entscheide mich halt einfach für die komplette Konfrontation. Und in der Sekunde... ist das gar nicht so sehr reflektiert, sondern ich sitze so da, hatte eine Rede vorbereitet und habe immer dicke Addings dabei und habe dann so die Rede durchgestrichen und habe dann gemacht. Hommage, Doppelpunkt, IDF, Netanjahu, Größer, Milo Rau, hatte zwei, drei Gedanken. Und dann ist es eigentlich wie, wenn man oben am Berg steht.

Und in den Steilhang reinspringt als Skifahrer. Du musst einfach nur den Moment, wo du reingehst, und dann musst du eh funktionieren. Und dann war es dann auch 13 Minuten Rede. Und Jan hat halt danach gesagt, ich kenne niemanden. der Lust und Guts hätte, so ein Publikum oder Erwartungen anzugehen, wie du das da gemacht hast, hat er dann auch drüber geschrieben.

Und danach gab es dann auch, war das vorbei, stand mal außerhalb des Theaters, gab es noch riesige Diskussionen über diese vermeintliche Skandalrede. Über deine Skandalrede? Dann so, ja, wie kommst du drauf? Ein sehr lustiger alter Linke hat gefragt, ob das mit meinen, ob es schwierig ist mit so dicken Corona. Das fand ich sehr lustig und sehr freundlich. Und dann merke ich.

irgendwie so, dass das, was für viele in dem Moment so überraschend war, so eine Gestus, für mich eigentlich, obwohl es ... Der Moment, wo man weiß, man geht da jetzt in so eine Situation. Es ist schon so, merkt man auch auf dem Video. Ich muss mich kurz sammeln, weil ich weiß, was jetzt kommt.

Aber ich stelle mir nicht die Frage, ob das jetzt kommen muss, sondern ich weiß, das muss jetzt kommen. Und dann mache ich es auch. Und was Applaus und Liebe betrifft, das sind ganz unterschiedliche Dinge. Ich glaube, Applaus macht dumm. Und ich glaube, falscher Applaus macht richtig dumm. Und richtiger Applaus kann Stolz machen. Und der ist vielleicht immer...

weniger und kleiner. Ich habe ja, bevor wir hier unseren Podcast gemacht haben, habe ich dir ja Mark Edwards und die Band My Dad Is Dead und ab heute Morgen den Song Quiet Man entdeckt. Und ich glaube, das ist wahrscheinlich der Post-Punk-Musiker, der auf Spotify die wenigsten monthly Streams hat. Aber Ich werde bis ans Ende meiner Tage dran denken, wie großartig das Konzert war. Und deswegen würde ich nie...

Applaus mit irgendwas verwechseln, sondern man muss immer an sein Werk denken oder das, was einem wichtig ist. Und Liebe ist natürlich das alles Entscheidende. Aber auch da würde ich sagen, Liebe ist der seltenste Fall. Liebe ist das Unwahrscheinlichste, was es gibt. Und wenn einem das einmal, zweimal, dreimal geschenkt wurde, dann ist es großartig.

Aber dieses Backing for Love ist ja auch sehr Popmusiker gewesen. Deswegen kann ich ja mit dir so reden. Das ist ja so eine Chiffre aus der Popkultur. Ich glaube, das ist falsch. Ich glaube ... Wenn man weiß, wie selten es ist, dann weiß man es auch in der Sekunde zu schätzen, wo man es erlebt. Aber sich praktisch selber dahin zu tunen, dass man geliebt wird, halte ich für...

fragwürdig. Macht das Sinn? Das macht total Sinn, nur gibt es dann schon, also Menschen, die hier sitzen, da gehöre ich ja natürlich auch dazu, es gibt ja irgendwie eine... Es gibt viele Menschen in meinem Umfeld, die würden sich im Leben nicht hierher setzen. Und die würden im Leben nicht auf eine Bühne gehen, nicht mal für Applaus, aber auch erst recht nicht für das Gegenteil. Und ...

Natürlich frage ich mich dann, woher kommt das bei dir? Du hast dich mit dir selbst auseinandergesetzt. Ich glaube, du bist teilweise therapiert, würde ich behaupten. Nee, ich war nie in der Therapie, aber ich habe... im Grunde genommen in den Descarteschen universellen Zweifel immer auch auf mich selber bezogen und bin sozusagen in einem selbstkritischen inneren Monolog verstrickt. Aber ich war nie beim Therapeuten gesessen. Vielleicht sollte ich damit anfangen. Vielleicht.

Hier kommt ein Hinweis, eine Werbung in eigener Sache. Ich sammle Fragen. Und ich sammle all diese Fragen, die mir so begegnen, in meiner Notizen-App im Handy. Und ich stelle mir diese Fragen manchmal selbst, sonntags auf Instagram als Sonntagsfrage oder natürlich...

auch meinen Gästen hier im Podcast. Und ich lerne nicht nur mein Gegenüber dadurch kennen, sondern auch mich selbst dadurch besser. Ich behaupte, dass die richtigen Fragen zu einem besseren Leben führen können. Vor ein paar Jahren hatte ich die Idee, meine liebsten Fragen in...

einem Fragenset zusammen, damit ihr euch selbst und auch euren Liebsten diese Fragen stellen könnt. Zusammen mit dem Verlag Beherzt gibt es inzwischen zwei Sets. Darf ich dich das fragen? Das war das erste und letztes Jahr kam dann Liebe raus und gerade ist es noch geheim. waren wir auch schon das Dritte.

wirklich wahnsinnig, wahnsinnig tolles Feedback bekommen. Das kann man auch nachlesen in den Besprechungen auf der Webseite. Menschen schrieben von nächtelangen Gesprächen, ganz, ganz neuen, tiefen Einblicken in ihre Liebsten. Manche schrieben auch, dass sie nur eine einzige Frage gezogen

haben und dann über nichts anderes gesprochen haben, als diese Frage, also nur als Konversationsstarter genutzt haben und ich finde auch gerade in der heutigen Zeit müssen wir mehr miteinander sprechen, müssen wir mehr mit ins Gespräch kommen und es freut mich, dass diese Fragen offensichtlich einigen von euch schon geholfen haben. Die Sets gibt es auf beherzt.net slash matze oder auch in ganz, ganz vielen Kauf-Dich-Glücklich-und-Hugendubelfian und in

ausgewählten und lokalen Shops. Ich freue mich, wenn ihr euch das Ganze mal anschaut, wenn ihr euch Fragen stellt und wünsche euch gute Gespräche. Und nun zurück zur Folge. Aber hast du denn, also was ist deine These für dich selbst, dass du dann da drauf gehst auf die Bühne, dass du natürlich schon, du gehst auf eine Bühne, da sitzen Leute davor?

Und das machst du ja nicht nur da, sondern das hast du früher auch auf Twitter gemacht, das machst du in deinen Kommentaren bei der Welt und so weiter. Und du gehst ja auf eine Bühne und du kriegst teilweise großen Applaus. Von dem einen Teil und von dem anderen Teil kriegst du Mittelfinger. Um es freundlich zu sagen. Oder es wird rausgegangen. Also was ist es, dass du da hochgehen musst?

Auf diesen, du hast es erst gesagt, auf den Berg hoch und dann runterfahren. Was steckt dahinter? Also. Ist der Rausch? Frage ich mich gerade, weil der Skifahrer, wenn der runterfährt, das ist ja irgendwie Adrenalin, das ist berauschen. Ja, also wie gesagt, gibt einen Begriff, glaube ich, der an der Stelle wichtig ist. Und er verbindet meine Liebe für Sportwagen, verbindet einen steilen Hang beim Skifahren und verbindet sicherlich auch diese Neigung.

Wege zu gehen und Pferden zu suchen und Spuren zu suchen, wo niemand war. Ich glaube, das ist der urmenschliche Antrieb. Ich glaube, dass einer meiner Lieblingsphilosophen Aristoteles hat gesagt, alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.

Die Neugier zum existenziellsten Antrieb gemacht. Evolutionsbiologisch würde ich sagen, die Menschen ohne Neugier würden heute noch ums Feuer sitzen, wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich sagen, hier im Prenzlauer Berg versuchen ein paar das zu rekonstruieren. ich aber nicht und ich glaube und und ich glaube dass Dass es unfassbar spannend ist, wenn man Dinge anders macht, als das, was a. erwartet wird und b. was man auch kennt. Und ich würde es einfach so sagen.

Du hast das Wort Adrenalin gebraucht. Es gibt, was hält Menschen davon ab eigentlich, so ein Leben voller Adrenalin zu führen? Und da ist, glaube ich, ein ganz großer Begriff, das ist ja auch ein German Angst. In Deutschland hat man sehr viel Angst. Und auch da kann ich nur staunen. Und ich glaube, der Dank gilt da meinen Eltern. Ich bin sehr gebunden aufgewachsen und ich hatte irgendwie immer zu wenig Angst. Also die Schilderung meiner Eltern, als sie mich um meinen Bruder...

Ich weiß nicht, da waren wir vielleicht sieben und neun irgendwo in Südtirol. von der Skischule abgeholt haben und die haben niemanden gesehen. Und dann sahen sie zwei gelbe Punkte. Wir hatten so gelbe Skianzüge, die einfach im Schuss von ganz oben komplett runtergeballert sind. Vorkommen geisteskrankt, damals noch ohne Helme und so. Meine Mutter hat immer gedacht, oh Gott, meine Mutter war auch diejenige, die uns ...

Jeden Sommer mit einer Flasche Jod behandelt hat, die ging da weg, weil wir einfach vom Baum runtergefallen, mit dem Fahrrad, beim Fußball. Wenn man dann selber Eltern ist, dann weiß man, was man seinen Eltern damit antut, wenn Kinder erkennbar so... draufgängerisch sind und ich bin die Fahrräder so gefahren, dass sie in der Mitte durchgebrochen sind und das Go-Kart musste zweimal in der Garantiezeit, bis dann der Händler gesagt hat, ich nehme das nicht mehr, habe ich auch komplett auseinander.

geballert und so ging es weiter. Und guck mal, das ist keine Strategie in dem Sinne, sondern Strategie ist, glaube ich, wenn du und wenn ich deinen Podcast zuhöre, Bei dir höre ich auch in den Fragen eine radikale Selbstakzeptanz raus. Ich habe lange, lange gebraucht. Also ich bin jetzt 58, um dahin zu kommen, dass ich diese radikale Selbstakzeptanz habe. Ich würde sagen, es gibt so zwei Trennlinien.

eine wirklich unglückliche Jugend. Und dann aber irgendwann gemerkt, dass ich in dem fast ... autistischen, selbstversenkenden Literatur, Musik, und Musik war sicherlich alles entscheidende für mich, Kunst.

Und dann habe ich so gemerkt, okay, vielleicht war es doch nicht dein ganzer Irrsinn, vielleicht doch nicht so verkehrt. Und dann ging das beruflich sehr früh eigentlich so, habe ich so gemerkt, ja, wahrscheinlich kann ich das ganz gut. Dann gab es auch sehr schnell Rückmeldungen, das ist gut. Und dann ging es in verschiedenen Stufen. Aber eigentlich mit der Geburt der Kinder ist man dann im Erwachsenensein angekommen.

Ich stehe jeden Morgen auf und bin einfach nur tief dankbar. Also ich bin sehr glücklich und dankbar. Wie schön. Und glaube aber ... Und da sind wir vielleicht wieder beim Applaus. Guck mal, wenn du sagst, ich wäre hier, ich bin hier und ich will glücklich werden. Es gibt Menschen und da ist ja Instagram voll davon. Und du kennst sicherlich auch die Podcasts, die sagen, ja, da ist das Straight Line.

Und das ist totaler Unsinn. Also meine Linie wäre wirklich wahrscheinlich wie ein Jackson Pollock. Und dass ich dann da angekommen bin, ist einfach nur... Kann man dankbar sein, aber da hilft auch Sturheit. Und ich glaube, um noch ausschweifender eine Frage zu beantworten, ich finde es langweilig. erwartbares zu liefern, wenn du eingeladen, ich gehe eigentlich egal, wo ich hingehe, liefere ich nie das ab, was man eigentlich von mir erwartet. Wenn ich bei, ich habe mal für die Naumann Stiftung

eine Freiheitsrede gehalten, auf Einladung von Christian Lindner, das war vor zwölf Jahren. Was mache ich da? Ich kritisiere die FDP, den Liberalismus, das Geschwätz über Freiheit, Freiheit, Freiheit, bla bla bla bla bla. Und ich finde, man muss, egal wo man hingeht, wenn du erwartete Rollen bedienst, Bist du einfach nur Status Quo, Heini, und da ist Waste of Time. Weil ich glaube, ab 50, noch eine These, denkst du vom Ende her.

Und das Leben ist kurz und es ist Waste of Time hinzugehen und sagen, also wenn mich jetzt heute der Shitburger Fanclub so und so einlädt, dann würde ich denen sagen, was wir falsch machen. Und wenn mich ...

Die Linken einladen, dann sage ich dem, was die falsch machen. Und das Interessante ist, dass sich die Linken früher eigentlich als die wahrgenommen haben, denen es auch scheißegal war, was die anderen über sie gedacht haben. Und im Augenblick sind sie diejenigen, die am akribischsten darauf achten, sie von ihren als akzeptiert wahrgenommenen Positionen, dass es da so einen Abgleich gibt. Und ich glaube, das limitiert die so.

Wobei, und das war dann das Schöne, um dir zu sagen, dass diese Gesten auch Kommunikation starten. Ich hoffe, ich bin jetzt nicht indiskret, weil dein Podcast wieder von zu filmen. Aber am nächsten Morgen bin ich von Wien zurückgeflogen nach Berlin. Und da stand Matillas Lilienthal. Theatermacher. Intendant hier der Volksbühne.

Und er kam so mit so einem ernsten Blick, na, bist du zufrieden? Da habe ich gesagt, was meinst du damit? Ja, dass uns alle als Gesocks bezeichnet. Und dann habe ich gesagt, A, benutze ich das Wort nicht und B, habe ich das nicht gemacht. Ich frage mich nur, warum ihr das Denken eingestellt habt. Und dann habe ich mit Matthias, das war ein langer Prozess mit Boarding und so, und bis er sich hingesetzt hat, haben wir ein total gutes Gespräch. Also so richtig jeder nimmt die andere Position ernst.

Und wir haben auch alle so unsere Herausforderungen und Fragen. Und es gibt einen Moment. Und ich habe mich hingesetzt und ich habe mich gefreut und ich will jetzt Matthias da nichts in den Mund legen, aber ich hatte das Gefühl, wir waren beide dankbar dafür, dass wir nach so einem richtigen Knall in der Lage sind.

Sehr zu Überraschung, wie ich gesehen habe, einiger mitgereister Volksbühnen Groupies, die es nicht verstehen konnten, dass Matthias da so lange mit mir spricht und erkennbar ruhig und konzentriert und ohne jede. Ressentiments. Und ich habe mich hingesetzt und habe gesagt, eigentlich würde ich ihm am liebsten...

Eine Mail schreiben, du, ich hätte eine Idee für die Volksbühne. Ich würde gerne ein Ferrari-Wochenende machen und stellen Ferraris vor die Volksbühne. Wir machen Panels über Futurismus, Geschwindigkeit und Fortschritt, italienische Ästhetik. Und das Theater, Pasolini, der ja wie viele, Rossellini, berühmter Ferrari-Fahrer und kommunistischer Filmgeschisseur, wenn hätte er das so.

Und eigentlich habe ich dann gedacht, naja, vielleicht ist es jetzt too much, aber ich will damit sagen, diese Geste der Provokation und der Herausforderung, das ist eigentlich immer ein Gesprächsangebot. Und ich glaube, die Provokation ist ein größeres Gesprächsangebot, als wenn du fast ritualisiert Rollenerwartungen ablieferst. Die Provokation ist ein größeres Gesprächsangebot? Und jeder muss es halt für sich lesen. Und auch an dem Abend in Wien siehst du gewissermaßen, das ist...

Ich würde mal sagen, es ist ein Fünftel, vier Fünftel Sortierung. Vier Fünftel gucken dich an und würden dir am liebsten in die Fresse hauen. Und die gucken unverhohlen böse. Finde ich auch möglich, so zu reagieren. Und ein Fünftel kommen dann auch Leute, die mich im Theater angegangen haben, kommen dann und sagen, ja, nachdem ich, also wenn die mich angehen und danach dann so.

Unkultiviert mich anblögen und sage ich, na so können wir nicht reden. Wenn die sich aber dann nochmal sammeln, das war einer, ich sage jetzt nicht den Namen, weil er auch ein bisschen bekannt ist, ehemaliger Journalist, dann Politiker. Und dann, wenn aber auch bei dem Provozierten die Neugier überwiegt, was ja immer mein Appell wäre und dann nochmal, aber vernünftig auf einen zugehen, dann steht man dann da und trinkt einen Necroni und fängt dann an zu reden und das ist immer gut. Und...

Bei mir ist es wahrscheinlich eher so, dass es dann nur wenige sind, die kommen, aber das sind dann besonders gute Gespräche, sage ich mal. Ich hatte ja auch meine schwachen Momente, wo ich dann ganz viel Applaus bekommen habe und alles gefeiert habe. Wo man sagt, ja, okay, Applaus ist auch schön, aber dafür mache ich das alles nicht. Erklär mir mal, du sagtest gerade, dass du, wenn du bei der FDP...

bist oder warst, dann sagst du denen, was die falsch machen. Wenn die Shitburger Club kommt, dann sagst du denen, was die falsch machen. Und auch in deinem Buch ist es ja sozusagen ein, das macht ihr übrigens falsch. Warum ist es wichtig, den Menschen zu sagen, was sie falsch machen? Naja, nicht nur. Also wie gesagt, das sind zwei verschiedene, also das würde ich sortieren wollen. Wir sind ja reingegangen mit... der sozialen Situation und dem Genre-Rede-Vortrag. Und ...

Ich meine, das kennst du auch. Und wenn ich hier sehe und auf weiß, wie ich schon alles sah, dann gibt es, und das meine ich überhaupt nicht böse oder wie auch immer, dann gibt es ganz viele Leute, die wir beide gut kennen, die liefern immer genau das ab. Und zwar passt genau, was da erwartet wird. Und das ist auch eine Kunstform.

Und die ist gut und manchmal macht das auch genauso Sinn. Aber ich finde es eben aus den genannten Gründen uninteressant. Du weißt ja, in meinen ganzen Büchern und da, wo ich herkomme, Rambo. Man muss absolut modern sein. Das ist für mich eigentlich... Das alles Entscheidende. Also Aristoteles, Neugier, Hegel, Fortschritt im Geiste der Freiheit. Also alles, was mich am Denken interessiert, ist das voranschiebende Drehmoment, Kraft und Los.

Und die Kritik verstehe ich auch, und das ist auch ein Geschenk meiner linken Erziehung, Kritik ist was Positives. Oder wenn du aus Punk kommst. Das No Future von Johnny Rotten hat zusammen mit Margaret Thatcher dazu geführt, dass England diese Karriere machen konnte. Also ich glaube, Kritik hilft.

außer sie ist dumm und ein großes, lautes Nein hilft. Und wenn ich mein Buch hier so sehe, steht ja hinten drauf, macht kaputt, was euch kaputt macht. Das ist ja nicht ein destruktiver Gestus, sondern ... Das soll das wegnehmen, was verhindert, dass die Menschen aus dem Leben oder wir Deutschen im Augenblick aus dem Shithole, zu dem wir unser Land in Teilen gemacht haben, was anderes machen.

Also ich liebe mein Leben, ich habe nichts Autodestruktives und ich habe das Destruktive nur im Sinne des Konstruktiven. Und dann kann man sagen, ja, also es gibt ja auch die Bücher, die so einen milden Ton, ja, wir sind ja alle. und so. Und ich bin eben der Espresso. Ich bin der Dopio-Espresso ohne Milch und ohne Zucker. Und jeder kann für sich sagen, ich bin aber eher, ich lese lieber Cappuccino oder ein Chai Latte oder ein Fenchel Tee oder was auch immer. Und ich finde alles okay.

Aber mein, wie gesagt, es gibt ja hunderttausende von Büchern und ich glaube der Erfolg von Shitbürgertum, die Leute wollten jetzt ein Espresso und die wollten doppelt Espresso und für mich, ich liebe Espresso und logischerweise. Und ich bin so am Austesten, was ist eigentlich der Besse? Ich probiere da Kaffeebohnen aus und finde so. Und ich mag es halt, wenn es ... schon eher bitter ist, aber reichhaltig im Bittersein. Also könnten wir jetzt auch losnörden.

Und er macht jetzt keine Schleichwerbung für eine Marke, die ich finde, die das wirklich hervorragend macht. Bitte, mach das. Also ich finde die Berliner Kaffee-Rösterei wirklich extrem gut und mag das. Und dann habe ich ein... Ein Fan, glaube ich, eines süddeutschen Kaffeeherstellers. Der hat mir jetzt gerade so eine Kollektion geschickt von berühmten Köchen, die für ihre Menüs extra Kaffee...

haben rösten lassen. Und das klingt jetzt echt wie so ein Klischee und ich hoffe nicht, dass das ausgerechnet auf Social Media keine Ehre macht, aber ich sag's. Der Espresso vom Tantris ist eine richtige Bonzen-Nummer. Sorry, sorry, sorry. Der ist unfassbar gut. Okay.

Danke. Jetzt geht er, jetzt gehe ich aus dem Bild. Also es ist interessant, dass du Also ich würde ja immer sagen, also vor dir sitzt quasi eher derjenige, der sagt, lass uns mal Brücken bauen und lass uns Brücken bauen eher, indem wir das sanft einmassieren, das Ganze. Und du bist derjenige, der sagt, wir haben jetzt erstmal die Kettensäge oder den Vorschlaghammer und wir hauen erstmal das ganze Ufer platt und provozieren erstmal ordentlich. Und die Frage ist.

Wo wünschst du dir, kommen wir dann am Ende raus? Also die Provokation, das gibt Aufmerksamkeit. Ja, also. Wenn es sich in der Provokation erschöpft, ist es nichts wert. Richtig, sehe ich auch so. Und zwar Nullinge, nix, nada, lächerlich. Gibt es ja auch Figuren, kennen wir auch beide, da ist nur Provokation, da ist dann nichts. Ich finde es sehr schön, dass das Wort Brückenbahn benutzt. Ich bin Stand heute, Juli 2025.

der Meinung, ich will keine Brücken mehr bauen und ich will sogar an Stellen Brücken abreißen. Und was ich erschreckend finde, Mein Buch vor Shitbürgertum hieß Mündig, editiert und mit Vorwort versehen von Peter Unfried von der Taz. Ich habe es in der Taz vorgestellt. Und bei der Buchpremiere in der Wohnung eines sehr, sehr bekannten konservativen Politikers waren die zwei wichtigsten Köpfe der Linkspartei zum ersten Mal in seinem Leben. Und ich habe echt in das Milieu, ich bin...

Nicht hundertmal, ich bin tausendmal in mein Herkunftsmilieu zurückgegangen und habe gesagt, wir müssen reden. Du erinnerst dich vielleicht, 2005 hatte ich in der Zeit als Pop-Intellektueller wegen DJ-Culture und cool und anpassen ja bei Spex-Lesern genauso verhasst wie irgendwie heimlich dann doch gelesen und so habe ich gesagt, es geht ja nicht weiter. wir müssen im Sinne von Pop, CDU, FDP wählen. Das war sozusagen selbst eine Pop-Geste. Und praktisch mit dem...

Mit diesem Text, der dann für Wochen, für Diskussionen und Dietrich... Dietrichsen und tausend andere haben sich dann bemüßt. Und dann habe ich in der Taz nochmal gesagt, ey Kinder, ihr könnt jetzt weiterhin so mit mir umgehen. Oder aber, und dann habe ich einen Text geschrieben und dann kann sich jeder reinziehen, wer mag. Wir müssen reden. Ich habe gesagt, warum es wichtig ist. Also ich war...

Praktisch genauso wie du vollumfänglich dabei. Ich habe versucht Brücken zu bauen. Ich habe ein Jamaika-Projekt da 2005 skizziert, bevor das überhaupt in eine realpolitische Logik gekommen ist. Ich war, egal wenn mich die Ebert Stiftung eingeladen, gerne, wenn die Taz Kongress gerne, es ist ja auch da schon, war es so, dass ich im Taz Kongress... auf der Bühne war und hinter war so eine Twitter-Wall und da haben die Leute, schmeißt ihn von der Bühne vor, es Maul aufmacht und so.

Und das war dann für jemanden wie Boris Palmer, der neben mir saß, schon überraschend zu sehen, dass es jemanden gibt, der so polarisiert. Und ich habe die Brücken immer und immer wieder gebaut, aber ich war dumm und naiv, das war falsch. Auf der anderen Seite bin ich diesen falschen Weg so lange gegangen, so lange ich musste, weil ich einfach einen langen Weg...

Und viele meandernde Bewegungen gebraucht habe. Und von dem, wo ich herkomme, welchen Weg gegangen ist, dahin zu kommen, wie ich jetzt bin. Und ich glaube, dass... Das Allerschlimmste, was ich mal im Herkunftsmilieu und auch dem kulturell dominanten Shitbürgertum vorwürfe, ist eigentlich bis heute diese ausbleibende Lernkurve. Auch die Auseinandersetzung im Buch. Ich komme gleich mit zwei tollen Ausnahmen. Neben Matthias Lilienthal. Wie gesagt, das werde ich nie vergessen. Und es bleibt auch.

ist einfach, die machen einfach so weiter. Wir haben jetzt gerade die Diskussion über eine Verfassungsrichterin, wir haben hier eine Berlin Biennale, die so lächerlich ist, wie nur irgendwas lächerlich sein kann. Man sieht, die machen einfach so weiter.

Ich kann dann nur für mich sagen, das ist sehr fränkisch, ich habe es jetzt echt, ich habe es euch mehrfach gesagt, wenn ihr einfach so weitermacht, dann muss ich davon ausgehen, dass es bei euch keine Lernkurve wird, dann brauchen wir aber auch gar nicht mehr reden. Deswegen für dich keine Brücken mehr, deswegen eigentlich noch mehr Brücken. Ja, also ich sage mal so, die Brücken, die da sind, die gehen nicht. Aber ich freue mich, um jetzt mal zwei Brückenköpfe zu beschreiben.

Also in der Auseinandersetzung mit dem Buch, der Text von zwei linken Kollegen oder eigentlich fast drei linken Kollegen waren eigentlich die besten Texte. Allen voran das Porträt von Anna Meyer in der Zeit. Hab ich gelesen, ja. Das fand ich extrem fair. Da war nichts von der Schärfe eingedämmt. Aber gleichzeitig ...

hat sie halt so genau hingeguckt, um zu sagen, wer mit dem mal so ein paar Tage verbringt, der weiß also aus dem Konservativen oder irgendwas, das ist echt lächerlich. Da ist viel mehr... Das ist eigentlich so, wie man es eigentlich nur aus der linken Kante und wie eigentlich auch nur jemand sein kann, der links sozialisiert wurde. Das fand ich, hat Anna ...

Neben all der Kritik, die sie darin auch äußert, versteht meine Begeisterung vom Kapitalismus nicht und so weiter. Aber fair enough, das war einfach super. Dann gab es einen unfassbar klugen Text von Jens Christian Rabe in der Süddeutschen. Und der hat auch ganz wichtig darauf hingewiesen, ja, Ulf Poschert macht eigentlich da weiter, wo Reinhard Götz und Dietrich Dietrichsen aufgehört haben mit Pop als Politikstrategie.

Und es war super genau auch beobachtet und beide Texte weit von irgendeiner Verklärung entfernt, sondern kritisiert. Guck mal, ich finde das vielleicht ein wichtiger Punkt. Für was kritisiert? zu werden, was man macht, aber derjenige, der mich kritisiert, hat verstanden, was ich mache, ist super und hilfreich.

Und kritisiert zu werden für etwas, was ich weder mache, noch denke, noch glaube, noch formuliere, das ist eigentlich der Shit, der über das Buch halt von vorne bis hinten rübergegossen wurde. Am besten Dennis Scheck. der in dieser ARD Literatur, was auch immer, Sendung, der dann halt so sich darüber lustig macht, dass ich sage, ich schreibe es eigentlich für die Leute im Tattoo-Studio, für die Leute in den Fußballstadien auf Tuning-Messen.

Und denen, die in der zwischen den Jahren sich Böller kaufen in den Feuerwerksshops. Und da sagt er halt ja, wenn der dafür schreibt, das ist... Das ist das Milieu, in dem er den rechtspopulistischen Unfug für so einen essayistischen Amoklauf sieht. Das ist irgendwie so wenig hilfreich, aber so eine kluge Kritik ist super. Und es gab einen Totalverriss, aber auch auf einem super Niveau in der Frankfurter Rundschau. Warum? Weil die...

weil der Rezensent meinen Doktorvater kannte, Friedrich Kittler. Und er sagt halt, ich bin natürlich verglichen mit meinem Doktorvater das 100-mal kleinere Licht, würde ich sagen, absolut, würde ich nie dementieren. Aber ... Mein Doktorvater war eben auch ein krasser Rebell in seiner akademischen Welt und hat eigentlich auch. Ich hatte immer Leute magisch gesucht oder angezogen.

gesucht die auch null interesse am status quo 0 0 und minus und ich finde bei Bei der Besprechung der Frankfurter Rundschau war ich sehr glücklich darüber, dass jemand zumindest diese strategische Nähe und das Prägende von meinem Doktorvater, das ist ja jetzt 30 Jahre her, dass ich bei dem promoviert habe.

Das fand ich hilfreich. Aber was ist dein, also trotzdem, du könntest ja auch sagen, ich will keine Brücken mehr bauen, ist mir alles scheißegal und dann… Lebst du da, wo du lebst und arbeitest da, wo du arbeitest und machst dein Ding und guckst, dass du dich um deinen Status Quo kümmerst, dass der sich weiterentwickelt. Und dass du dich weiterentwickelst. Du liest, du hörst, du machst Dinge. Aber was du ja machst, ist eben, was du schon sagtest, du musst offensichtlich anderen darauf hinweisen,

was sie falsch machen. Ich glaube, Gesellschaft lebt davon, dass es einen ständigen Austausch gibt. Ich glaube nur, also ... Ein konservatives Verständnis von Gesellschaft ist, jeder bleibt da, wo er ist und wir versuchen alles so zu halten, wie es ist. Deswegen glaube ich ja, dass die... Rot-rot-grünen Milieus, das sind jetzt die Konservativen. Die wollen so eigentlich ihre rot-rot-grüne Utopie und das Leben und so weiter so gerne so fortschreiben mit ihren Privilegien, mit ihrer Saturiertheit.

Und auch mit ihren ganzen Lebenslügen. Und das Interessante ist, was die vergessen haben, ist, dass da brauchst du eine boomende Wirtschaft. So eine Art von Status Quo müssen wir uns erlauben können. Und da merkt man eben, wie wenig da gedacht wird, übrigens auch in 80 Prozent der Sachbücher aus dem Milieu oder ich würde sogar sagen in 97,4 Prozent dieser Sachbücher. Gut, dass du so sehr präzise bist an der Stelle. Das war mir wichtig.

in dem Ulf-Posch-Institut erhobene Zahlen. Und ich glaube, das ist nicht tauglich, um ... diesem Land jenen Push zu geben, den es dringend braucht. Und da bin ich unfassbar konstruktiv. Warum? Weil ich das alte ... Mitte-Links-Konzept von It's the Economy Stupid eigentlich reaktiviere. Und da geht es mir weniger um meinen Status Quo. Also ich habe meine Bücher geschrieben. Mündig, by the way.

totaler Komplettausfall. Super besprochen worden, aber ich glaube, ich habe neun Bücher verkauft oder zwölf. cool, auch grandios besprochen, habe ich 24 Bücher verkauft und so das einzige Buch, was ich bis dato, also DJ Culture verkauft und verkauft, es freut mich, für eine Doktorarbeit eher schön, das Porsche Buch verkauft. Und alles andere, wenn ich ehrlich bin, komplett, also nix.

Ja, nada. Das Gute ist, ich habe im Keller für alle, die zuhören und jetzt total neugierig geworden sind. Ich habe noch Belegexemplare. Ich habe wirklich... Guck mal, wenn du ein Buch schreibst und der Verlag schreibt ja wegen rasendem Unerfolg, sehr geehrter Dr. Forscher, würden wir ihr Buch gerne einstampfen wollen. Sie können so einen Preis von 50 Cent...

bevor es eingestopft noch Exemplare kaufen, dann gehen die halt davon aus, dass ich mal sage, okay, nehme ich nochmal 10. Ich habe gesagt, nehme ich 1000. Und ich habe jetzt 1000 Cool-Bücher und 1000 Mündig. Ich würde sagen, von beiden sind es vielleicht noch 800 oder 850. Und ... Also ich will damit sagen, du musst schon durchziehen, auch wenn es nicht erfolgreich ist und das machst du ja nicht, um irgendwie dein Status Quo da weiterzuentwickeln, sondern.

Ich bin da ganz altmodisch und ich glaube an Fortschritt in dem Sinne, dass Fortschritt, wie Marx das gesagt hat, sozusagen auch in einem... auch in einem heftigen Abgleich unterschiedlicher Positionen und Interessen stattfinden muss. Um jetzt mal nach all dem Hate auch mal über die positiven Rückwirkungen dieses Buches zu sprechen. Ich habe eher Tausende als Hunderte von Nachrichten bekommen von Leuten. die sich unendlich bedanken.

Endlich sagt es mal jemand, danke, danke, danke. Ohne sie, sie geben mir Hoffnung. Was können wir machen mit dem Podcast, den ich mit Daniel Stelter mache? Make Economy Great Again kriegen wir auch. Wieso gründet ihr keine Partei und so weiter? Gerade die Menschen, die selber von dem Milieu immer wieder so angegangen werden, sind sehr dankbar, dass da mal jemand für sie einsteht. Und auch mit den Talkshow-Auftritten, mit dem Podcast, mit meinen Texten in der Welt.

Das reicht mir eigentlich im Sinne von, das ist nicht for everybody logischerweise, auch nicht der Sound, auch nicht die Attitude. Aber da ist echt was entstanden und besonders glücklich bin ich, dass ausgerechnet, also jeder weiß, ich wähle mal CDU, FDP, seit ich erwachsen bin und kein Kind mehr. dass die Naumann Stiftung hat so ein weitgehend unlesbares Magazin, liberal. Und da hat jetzt Sven Gerst so geguckt,

FDP ist eigentlich erledigt. Liberalismus ist erledigt. In Deutschland. Ja, in Deutschland. Und er hat gesagt, es gibt vier neue Ansätze. Und das ist ein wirklich sehr kluger und lesenswerter Text. Und dann gibt es als dritten Punkt Dark Liberalism.

Und da hat er ziemlich gut beschrieben, da gibt es nur zwei Exponenten, also es ist zu viele Ära, aber Javi Milay und das, was ich mache und das ist aber eine gute Beschreibung, weil es eigentlich sagt, das sind eigentlich Figuren, die versuchen, den Liberalismus, aus seiner Intellektualität und Vorsicht und Kompromiss und so und so und wir sind alle so

kleine Konstantin Kuhl ist und manövrieren uns so entlang des Zeitgeistes. Und dass da so ein ganz heftiger Einspruch gegen den Status Quo, gegen die etablierten Mächte, gegen die Eliten formuliert wird. Und da fühle ich mich sehr gut getroffen. Und ich freue mich jetzt, dass das Buch, sollte ja ein Denkanstoß werden, ein Denkanstoß ist. Und nochmal, um deutlich zu machen, dass es auch nichts Pauschales hat.

Der Text von Anna In der Zeit, da auch auf der Seite 3, also für ein wirklich eher linksliberales Medium, finde ich A, mal beeindruckend, dass sie es gemacht haben, aber B, auch die Reaktionen darauf zeigen, nee, nee, wir sehen schon da. was da was ist. Ich finde, der Text von Jens Castagna war super. Die Leserbriefe dazu waren Hammer, vernichtend. Aber ich will nur sagen, da passiert ja was.

Was soll passieren, um was zu erreichen? Also ich hätte gerne, also ganz, it's the economy stupid mäßig, am Ende ein Perspektivwachstum von 3%, da müssen wir hinkommen. Wirtschaftswachstum. Und wir müssen dahin kommen, dass jetzt mal ein ... Ein reales Szenario anzubieten, das wir, Stichwort umkämpfte Migrationspolitik, das wird links wie rechts total bescheuert geführt. Ideologisch.

Die einen finden alles an Migration gut, die anderen nichts, sag ich jetzt mal so pauschal. Und wir brauchen einfach nur eine vernünftige Differenzierung und die vernünftige Differenzierung wäre für mich, und da ist es dann auch ganz einfach, der, der hierher kommt.

Wo auch immer. Also haben wir eine Asylgesetzgebung so wie jetzt? Funktioniert die so jetzt? Ich würde sagen nein, aber jetzt muss ich mal ganz kurz die FDP verteidigen, obwohl ich finde, dass sie gerade im Augenblick so gut wie tot ist. wir können eine Weichenstellung machen. Wir müssen viel mehr abschieben, aber es sind jetzt Leute hier, die werden geduldet und wir müssen die eigentlich sofort arbeiten lassen.

Und wir müssen demjenigen Signal geben, der wie bei X Attentate derjenige ist, der verhindert, dass Attentate stattfinden mit seinem Migrationshintergrund, gegen einen Täter auch mit Migrationshintergrund. Jetzt mache ich es mal ein bisschen so ganz vulgär. Und du siehst es mir nach. Aber du musst sagen, klar, wie wir umgehen. Der, der mit dem Messer irgendeine Oma oder einen Jugendlichen angriff, tschüss. Und der, der die Oma gerettet hat,

Und er versucht hat, einfach selbstlos oder halb selbstlos was Gutes zu tun. Hier ist dein Pass. Also es ist jetzt total verknappt. Und das kannst du im Grunde genommen... Ich glaube, die Migrationsdebatte wäre innerhalb von No Time beendet, wenn man einfach sagen kann, okay, Straftäter... Und diejenigen aber, damit es nicht Ressentiment und die, aber all die migrantischen, von morgens bis abends Arbeitenden.

die sich den Arsch abarbeiten, die Steuern zahlen, die ihre Kinder aufs Gymnasium schicken und so weiter. Zum Teil auch nur geduldet. Wir schieben dann auch... Die Leute ab, wen schieben wir ab? Die, die sich eigentlich integriert haben, weil man weiß, die haben einen festen Wohnsitz. Und das sind so Sachen... Das kann eigentlich, warum ist das so? Weil wir all das ideologisch so aufgeladen haben, dass so eine Common Sense Logik nicht mehr gilt.

Ja, wir brauchen Migration. Ja, wir brauchen eine Migration, die uns hilft und nicht schadet. Und das muss vor allem die Linke ganz viel... In den vergangenen zehn Jahren ist komplett schief gelaufen. Wir wollen es gar nicht nach dem 7. Oktober. Ich habe gerade wieder im Internet Aufnahmen gesehen von Scharia-Demonstrationen hier in der Charité, irgendwelche islamistischen Studentenverbände. wo Männer und Frauen getrennt sind. Nee, läuft nicht. Dänemark

Ich bin Halbdäne, Burka-Verbot, Dänemark, eine sozialdemokratische Partei macht all das, was eine vernünftige SPD vor 20 Jahren auch hier gemacht hätte. Dank Shitbürgertum kann es die SPD nicht mehr machen. Kurzum. Ich glaube, dass es, weil du mich gefragt hast, wo soll es hinführen? Rückkehr, Common Sense. Ich glaube, migrationspolitisch, es wäre nicht schwer. Und ich mache das nicht.

weil ich irgendwie so sage, es ist trivial. Aber ich kann nur meinen Teil dazu beitragen, dass wir migrationspolitisch vernünftig werden, selber wirtschaftspolitisch. Jeder redet drüber Bürokratieabbau. De facto findet nicht statt. Meine Beispiele in dem Buch sind eigentlich...

Ganz überschaubar. Es gibt ja auch positive Beispiele. Ich finde zum Beispiel, was Javi Milay in Argentinien macht, zeigt ja, wie es geht. Darf ich einmal, ich muss mal kurz reiten, weil das Erste, was du sagst, und wir gehen auf jeden Fall auf Milay, will ich auch gerne eingehen, aber das Erste, was du sagst, ist Mikro. Und dann frage ich mich, ist das wirklich so ein großes Thema? Nicht im Prenzlauer Berg, wo alle Migranten hier Schweden, Schweizer, Dänen und Lichtensteiner sind.

Wenn wir jetzt zwei Kilometer nördlich gehen in die Stadtviertel, ist das das größte Thema. Also bei der letzten Bundestagswahl ist das ja das Thema überhaupt gewesen. Und ich denke immer, aber stimmt das eigentlich? Also ist das nicht vielleicht ein Thema, was gemacht worden ist, medial unter Umständen hochgespielt worden ist und was immer wieder, ob das in Talkshows etc. Es wurde immer wieder befragt und befragt.

Und ist das, wenn wir, du schaust auf Deutschland, du möchtest den Status quo verbessern, du sagst drei Prozent und das erste, was du sagst, ist Migration. Und dann frage ich mich, hat das eine Auswirkung? Ja. Also ... Bürgergeldempfänger, Kriminalitätsstatistiken, Wohnraum und so weiter, könnte ich jetzt runterdeklinieren, wäre irre langweilig, da empfehle ich allen, die es genauer wissen wollen.

unseren Podcast, wo wir als Economy Stupid mäßig diesen Themen nachgehen. Ich glaube aber... Also kriminalitätsstatistisch? Da ist das größte Problem, was wir haben, kriminalitätsmäßig, rechte Gewalt. Oder? Nö. Bei fast 50 Prozent. Ja, es kommt darauf an, was als rechte Gewalt geframed wird. Also antisemitische Gewalttaten werden als rechtsgeframed und wenn man dann sieht, wer es gemacht hat. Also da können wir jetzt streiten.

Ich führe mal aus, warum ich glaube, dass die Migrationspolitik ein großes Problem darstellt. Weil sie ja dazu geführt hat, dass wir eine... absolute Verhärtung in fast allen Debatten bekommen haben, weil Merkel mit der Öffnung der Grenzen eine unkontrollierte Zuwanderung ermöglicht hat, die Ja, aber auch 65 Prozent sind integriert. Oder vielleicht sogar noch mehr. Also es war irgendwo bei Ende 60, Anfang 70 Prozent, die einen Job haben.

Ne, es ist sehr unterschiedlich, also sehr, sehr unterschiedlich und wir haben ja auf jeden Fall ein Second Screen hier und dann bin ich mir sicher, da findet eine Diskussion darüber statt. Ich würde jetzt gar nicht in die Zahlenhuberei gehen wollen, weil... Ich versuche nur, wenn du das so sagst, dass die unkontrollierbare Migration... Ja, wir haben Leute geholt.

Oder eingeladen zu kommen, die für uns vor allem Probleme bedeuten und nicht Lösungen für das, was wir brauchen. Also ich meine, ich bin ja selber schuld mit. Ich war der Erste, der wie Julian Reichelt und Kai Diekmann, um jetzt nun mal selbstkritisch zu sein, Refugee Welcome war Bild. Das war Kai und Julian.

Aber du warst nicht Refugees Welcome. Nee, aber ich war im Lager. Wir hatten uns glücklicherweise dafür entschieden, uns sehr differenziert zu sehen. Stefan Aus war sehr kritisch. Ich war... Real-Case-Szenario und wir hatten aber auch ganz viele Leute, die es verklärt haben. Ich habe mir Merkels Rede auf dem Karlsruher Parteitag angehört.

Das war damals, hat sie im Grunde genommen, ich fasse das jetzt mal ganz grob zusammen, also jeder Kanzler hat seine großen Herausforderungen. Adenauer, Westbindung, Willy Brandt. Ostpolitik, Helmut Schmidt, NATO-Doppelbeschluss und RAF, Helmut Kohl, die Wiedervereinigung und für sie ist die Flüchtlingskrise das, was...

ihre Herausforderung. Damit will sie in die Geschichtsbücher gehen. Und sie wird in die Geschichtsbücher eingehen als diejenige, die dieses Land zum Schlechten verändert hat, weil wir das eben nicht hinbekommen haben. Und das Tolle an der Karlsruher Rede ist, wenn du sie nochmal hörst, Merkel macht klar, das ist echt richtig krasse Herausforderung.

Und wir kriegen es nur hin, wenn wir 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 machen. Und davon ist nichts wirklich gemacht worden. Das heißt, wir haben ein schlechtes Schulsystem, wir haben einen dysfunktionalen Sozialstaat, wir haben... Bürgergeld, das ist noch schlimmer in der Ampel geworden als der eh schon üppige Sozialstaat. Wir haben einfach Leute nicht, so wie in Amerika, da kommst du an und musst abliefern und musst richtig hart arbeiten.

Arbeit und Arbeitsleben ist eine Form, sich zu integrieren. Das ist bei uns nicht passiert. Und auch da, ich vermute mal, dass es bei deinen Zuhörerinnen und Zuhörern ganz viele Leute gibt, oh Gott, jetzt kommt der mit sowas. Also ich kann nur sagen, das wird so nicht funktionieren. Und ich bin aber nicht destruktiv, sondern ich sage, der Liberale ist ganz einfach sortiert.

Das Menschenbild heißt, jeder Mensch ist durch seine Freiheitssehnsucht gleichermaßen identifiziert, geprägt und das macht ihn aus. Und ob der freiheitssehnsüchtige weiß, gelb, braun oder was auch immer von der Hautfarbe hat, ist ebenso egal, wie wen er liebt, auf welche Art er liebt und wo er herkommt, welche Religion und so weiter.

Der Liberale sieht im Menschen vor allem jemanden, der eine Freiheitssehnsucht hat und es ein Urtrieb ist, möglichst frei leben zu können. Das definiert. Insofern ist mir jedes Ressentiment vollkommen fremd. Aber ich glaube einfach, dass es Sinn macht, sich in anderen Ländern anzugucken, wo es besser funktioniert. Allerdings muss man sagen, wenn man sich Europa anguckt und seit dem 7. Oktober sehr schön zu sehen,

Wir verlieren den Westen, wenn wir einen Teil der Migration nicht als ein riesiges Problem verstehen. Und die Beispiele, die ich genannt habe, die ließen sich endlos fortsetzen. Ich zitiere jetzt nur mal linke Medien. Süddeutsche Zeitung, die Seite 3 über den Lehrer, war es Moabit oder Wedding, der schwul war, das gesagt hat. Und dann nicht so gut in einem ... muslimisch-migrantischen Milieu. Dasselbe bei mir in der Redaktion.

Offen, schwul, verheiratete Lebende, die gewisse Viertel meiden, denn wie du ja sicherlich weißt, bin ich schon seit Jahrzehnten sozusagen. Sehr eng verbunden mit der jüdischen Community. Und was da los ist, Eltern können Davidsternkette mehr tragen, Kippa unmöglich, so und so. Und das können wir weiterhin bagatellisieren oder aber sagen, da bin ich dann auch ganz robust, da bin ich einfach so, also will ich nicht, weg, weg damit. Und wenn man abschieben kann, abschieben.

Und das Interessante ist, um es jetzt mal ein bisschen anekdotischer zu machen, da, wo ich oft für meine Kinder einen Döner hole, Bin ich einfach nur ein Papa, der abends, wenn die Küche kalt bleibt, einfach einen Döner holt, nach direkten Vorgaben meiner Söhne. Da kam der Chef irgendwann mal. Ich habe einfach nur gesagt, Schafskäse, Hühnerfleisch, wie man es halt so bestellt. Wir haben immer noch so, hallo, guten Tag. Wie geht es den Söhnen? Die sind da auch öfter.

Und dann kam der jetzt vor zwei Wochen und hat mich so angeguckt und hat gesagt, Sie sind Journalist? Ich habe gesagt, ja, ich habe was gesehen und gelesen. Vielen Dank. Und da war ich so, weil ich dann natürlich auch vorstellen kann, dass viel von meinem Sound auch so ist, der da auch missverstanden wird. Aber der wird nicht missverstanden. Und ich kriege übrigens auch, wenn ich...

Book-Signings mache, die häufigste Frage, das hat Anna auch miterlebt, als sie da war, kannst du mir deinen Vornamen buchstabieren? Und ich wage zu behaupten, Ich gucke jetzt hier in den Bücherstab, weil das bei anderen, die politische Sachbücher schreiben, dass die Vornamen allesamt bekannt sind. Und auch...

Die Rückmeldung aus dem migrantischen Milieu, sag ich mal, derjenigen, die eher Start-up waren. Donnerstagabend war ich mit ein paar Start-up-Jungs, die feiern das Buch. Also du siehst, ich freue mich auch über den Applaus. Und da ist es genau Hälfte Hälfte mit Migrationshintergrund und ohne. Und natürlich brauchen wir das. Und natürlich müssen wir das wahrscheinlicher machen.

Im Zweifelsfall kämpfe ich doch lieber für diejenigen, die es geschafft haben. Da war ein kroatischer Startupper, smarter Typ, wirklich. Und da habe ich so gefragt, weil meine Eltern in Yugoslomien konnten mal einen Billigurlaub machen. Kenne ich ganz gut. Wo kommst du her? Zagreb. Und dann hat er erzählt, ja Bürgerkrieg, was für ein Grab. Ja, so ganz geil. Wir haben in einer Einzimmerwohnung gewohnt. Vier Kinder.

Und dann kamen auch noch die vom Bürgerkrieg ausgebombten Familien, da haben die praktisch in Schichten geschlafen. Der Typ ist heute ein super erfolgreicher Start-Upper. Wann kam der her? Ich weiß nicht. 93, 94. Und hat eben wie viele Kroaten, aber auch Slowenen und Serben hier einfach sofort hingekommen, abgeliefert und sind jetzt da. Und...

Wir müssen uns an denen orientieren und wir müssen auch sagen, was wir wollen, was wir nicht wollen. Und da gibt es einfach so große Probleme in der Linken, die dann einfach sagen, ja, alle sind gut. Warum? Weil sie die Migranten missbrauchen als Schutzschilde für ihre eigene Unzufriedenheit.

hat mit der Gesellschaft und eigentlich weniger interessiert sind an einem Status-Quo-Verbesserung. Siehst du, wie konstruktiv ich das sehe. Und ich glaube zum Beispiel, wenn ich der FDP was empfehlen würde. dann muss diese Art von Migrantischer, die sind alle enttäuscht über die FDP. Weil das wäre eigentlich eine Stimme. Weil der Liberale, anders als der Konservative, der Liberale hat kein Ressentiment.

So wie ich ihn verstehe, die, die es haben, mit denen kann ich eh nichts anfangen. Und deswegen glaube ich, ist es wichtig. Und ich fände wichtig, dass wir darüber reden. Und ich will hier in dem Podcast überhaupt niemand, ich versuche es nur zu erklären.

Und jeder muss das für sich entscheiden, wie er das so sieht. Wenn ich die Probleme an der Schule sehe, auch nochmal meine Kinder, die im Südwesten in einem Supergymnasium sind, auch in Klassen, wo nur eigentlich die Besten sind, da ist die Migrationsquote. höher und nicht niedriger, weil es sind die bildungsaffinen, ehrgeizigen migrantischen Eltern sagen, meine Söhne und Töchter sollen es mal besser haben. Also ich glaube, da ist irre viel drin.

Aber so nicht. Dann könnte ich jetzt weitergehen, was Wirtschaftspolitik. Ich finde auch noch eine liberale Bildung. Ich finde, dass unser Bildungssystem einfach richtig schlecht ist. Wir werden auch immer schlechter. Auch das hat einfach eins zu tun. 1 Pisa-Studien. Migrationshintergrund, Schulnoten. Da können wir sagen, ignorieren wir jetzt oder nehmen es ernst. Da kannst du dir angucken und es steht ja mittlerweile auch im Tagesspiegel und in der Süddeutschen und auch in der Zeit.

Wir haben da was einreißen lassen. Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, die von morgens bis abends als Chassierer hören, die dann auch weltanschaulich falsch sind. Wir müssen einfach sagen, wir erwarten, wer hier Bürgerkält bekommt, Kinder in die Stadt. Kita. Wir erwarten ein Lernen der Sprache. Ich meine dieser schlimme Vorfall da am Schlachtensee, wo ein junges Mädchen vergewaltigt wurde.

Dann der Täter, ein Flüchtling und ein Türke, wenn ich es richtig erinnere, der ist 18, der braucht einen Dolmetscher. Und ich glaube einfach so, und dann will ich auch aufhören, weil wir müssen über andere Sachen reden. Ich will nur sagen, da gibt es viele Themen. Und was ich nicht verstehe, weil ich dieses Land liebe, dass wir uns da so dumm anstellen, auch in Corona. dass wir uns da so dumm angestellt haben, wirtschaftspolitisch, dass wir uns so dumm anstellen.

dass wir uns in der Energiewende so dumm anstellen. Die Welt lacht über uns. Und ich sage einfach nur, guck doch mal an und mein Glaube ist, sonst würde ich ja, ich meine, jedes Buch ist Arbeit. Es ist nicht so, dass ich unterbeschäftigt bin. Ich mache das, weil ich im festen Glauben bin.

dass die gute, kluge Kritik mit Argumenten vorgetragen und am Ende ist das Buch ja auch sehr konstruktiv, weil ich so sage, ich habe ja auch eine psychoanalytische Lektüre, habe gesagt, die Guten haben seit 45 Jahren eigentlich abgespalten, was an Abgründen ihnen auch lauert. Und das meine hieräische Weltbild, das dabei rauskommt. Kurzum, ich appelliere an eine Rückkehr zum Common Sense. Ich würde mir da am Ende eine ...

freie, liberale Gesellschaft wünschen, die erfolgreicher ist und so erfolgreich ist, dass man sagen kann, guck mal, was die Deutschen da hinkriegen. Und nicht so wie im Augenblick, wo man sagt, das ist eigentlich eine riesige Lachnummer. Finde ich als Halbdäner echt ganz witzig. Meine dänischen Verwandten, die lachen sich gerade bei uns tot. Haben sie verdient. Wir haben sie besetzt 1940. Und sozusagen, ich gönne denen den Spaß.

Also ich bin, da werde ich glaube ich hier nochmal mit, hier ist hier mit einer Einladung, Ausladung, eine Einladung nochmal ausgesprochen mit aller, die in Elmar Falani sprechen müssen, weil ich kann. Dieses Migrationsthema, dass das das Erste ist, was du aufführst und eben auch Kriminalitätsstatistik nennst. Ich kriege es nicht.

irgendwie fühle ich es nicht wenn man das so verstehe ich und das hatte gar nichts mit links oder rechts oder so zu tun ich sehe einfach nur dass das ein unglaubliches thema Also zu einem unglaublichen Thema gemacht wird und das mag gut sein, dass ich hier im Prenzlauer Berg, aber ich lebe auch nicht nur hier, sondern ich fahre auch schon gerne mal in Deutschland rum, dass sich der Blick irgendwie, dass der verstellt ist, das wissen wir.

Weißt du ja auch nicht, ob dein Blick verstellt ist oder meiner verstellt ist. Wir versuchen ja beide. Doch, mein Blick ist nicht verstellt. Ah ja, okay, gut. Dann bin ich froh, dass ich hier denjenigen getroffen habe, dessen Blick nicht verstellt ist. Das ist toll. Schön, dass du da bist. Aber das würde ich doch gerne.

nochmal weiter vertiefen. Aber ich würde es, also ich verstehe deinen Zwischenton und wie gesagt, ich verstehe auch alle, die jetzt sagen, oh Gott, spulen dann so weiter und so weiter. Ich kann nur sagen, wir sind ja in einer offenen Gesellschaft. Nee, sonst ist die Flasche so sehr in deinem Gesicht. Adelholz in der Werbung. Ich hätte jetzt auch was anderes sagen können. Und das taucht ja in dem Buch jetzt überhaupt nicht zentral auf. Im Gegenteil, das ist eigentlich überhaupt kein Thema.

Ich sehe es eher im Sinne dessen, dass ich ja will, dass Migration gelingt. Und ich will, dass... Integration gelingt und ich will, dass wir gemeinsam erfolgreich sind, aber ich will eben auch, dass wir Missstände so benennen, wie sie sind. Ich finde eher problematisch, was auch da das migrantische Shitbürgertum, um noch eine Gemeinheit hinterher zu schicken, die integrieren sich ja in Claudia Roth, Katrin Göring, Eckart Deutsch.

sein, Kartoffel sein. Also die integrieren sich ja nicht in die Breite der Gesellschaft, sondern die integrieren sich ja sozusagen in so ein Milieu, in dem dann auch NGOs und Medien verortet werden und die reden dann auch gleich so. Finde ich auch gut, weil es ist auch ein Aber ich glaube, dass wir ernsthaft darüber sprechen müssen in aller Differenzierter, was seit 2016 schiefgelaufen ist.

Gerne auch die Erfolge. Also nur, dass das mal so unmissbar ist. Ich freue mich über jeden Abiturienten und das haben wir ja auch immer abgebildet. Wir haben übrigens gerade einen Volontär, der ist hier vor zehn Jahren hingekommen, spricht ein besseres Deutsch als ich. Und wird bei uns eine strahlende Karriere machen.

Und das ist doch selbstverständlich, aber um vielleicht nochmal den Bogen zu weiten mit den Brücken und so weiter. Ich glaube, bemerkenswert ist, dass wir in den vergangenen zehn Jahren der Gesellschaft viel zugemutet haben. Und es nicht geschafft haben, einen selbstkritischen Diskurs darüber zu führen. Die Union ist durch Merkel... komplett verändert worden und sie war von einer 40-Prozent-Partei, ist sie jetzt froh, wenn sie 28 Prozent hat und das hat keine Aufarbeitung.

dieser märktischen Flüchtlingspolitik gegeben, die, und du kennst die Zahlen, die AfD war 2015, Juni 2015 bei 4,6 Prozent. Die war eigentlich auf dem Weg aufs Sterbebett. Und mit dem, was da gemacht wurde, ging sie nach oben und geht weiter nach oben. Also kurzum, wenn wir nicht wollen, dass wir demnächst Ministerpräsidenten der AfD haben, dann glaube ich, müssen wir uns drum kümmern. Next.

Die Klimadiskussion, auch da haben wir eine Art und Weise diskutiert. Da gab es Verständnis für letzte Generation und wie heißt Extinction Rebellion. bis tief in den medialen Mainstream, in den Kirchen und so weiter. Und was das in den Leuten gemacht hat, die blockiert wurden, ich bin da jetzt selber zweimal, hab das mal erlebt, hab das dann ... weil ich privilegierterweise darüber schreiben kann, habe ich dann einfach gesagt, okay, in der Sekunde, die blockieren mich nicht.

Die sagen jetzt, du bist wieder Reporter, dann haben sie mich in diese Rolle gezwungen, war gut, haben wir auch nicht aufgearbeitet, dann kam Corona, haben wir auch nicht aufgearbeitet. Und wenn du in der Gesellschaft zu viel anhäufst, Ich weiß jetzt nicht, ob sie es trivial auf eine Beziehungsebene übertragen lässt, ohne mal zu sagen, du, ich glaube, wir müssen uns nochmal, ich glaube, so würde man es sagen in einer Beziehung. Ich bin aber wirklich kein Beziehungsexperte.

wir müssen uns jetzt mal zusammensetzen und wir müssen mal reden, was da schiefgelaufen ist. Ich glaube, so sagt man das oder würde es sagen. Und dass es nicht passiert. hat auch damit zu tun, und da sind wir wirklich... Lass uns mal ganz kurz... Darf ich nur einen Satz, der aufgreift, was du sagst? Ich glaube, das ist deshalb nicht passiert, weil wir in der Tat... eine wachsende Sprachlosigkeit haben im Umgang mit ganz anderen Positionen und eine von beiden Seiten.

immer heftiger werdende Verhärtung. Und ich glaube, dass, wenn wir so weitermachen ... das nichts Gutes ahnen lässt. Das sehe ich auch so. Da haben wir einen Common Sense, was das betrifft. Ich frage mich als ... Du bist ein sehr, sehr wichtiger Medienmacher, ob du das willst oder nicht. Du sitzt, also zumindest bis Anfang des Jahres warst du Chefredakteur, jetzt bist du Herausgeber in einem Haus, was eine große, große mediale Macht hat, würde ich sagen.

Und dann, wenn der Diskurs so verhärtet ist, wie du das gerade auch sagst, und das sehe ich auch so, welche... Und du warst gerade bei Fehlern, bei der Aufarbeitung, die fehlt. Welche Fehler habt ihr gemacht, auch als Springer? Als Bild, da musst du jetzt nichts zu sagen, aber vielleicht guckst du auf deine Redaktion. Wo siehst du einen Fehler in der Verhärtung der aktuellen Diskussion? Ja, also.

Ich würde erst mal sagen, Kompliment an die BILD, dass sie die Speerspitze des Migrationsfreundlichen war 2015, 2016. Übrigens, Julian war eine Freundin. Reichel war ein hervorragender Kriegsreporter. kannte sich in Syrien so unglaublich gut aus und das war nicht irgendwie für ihn so ein Marketing-Gag, ich bin jetzt mal Refugee willkommen, sondern es kam aus einer tiefen Kenntnis des Landes, der Kultur, der Politik.

Und bei Kai sowieso. Kai Dickmann. Kai Dickmann. Also ich finde, die Bild hat das gemacht. Die waren so naiv wie ich damals auch. Also meine ersten Texte dazu waren eher naiv. Aber so wie alles in meinem Leben, bei mir ist es nie, also um es mal ganz klar zu sagen, jeder macht jeden Tag Fehler. Und je mehr Entscheidungen du triffst,

Umso mehr Fehler machst du. Und wir haben als Medium, wie alle Medien auch, manchmal besser gelegen und nicht so gut. Wie zum Beispiel auch Angela Merkel. Wie Angela Merkel auch. Man darf ja dann trotzdem bilanzieren. Und für mich ist sie die schlechteste Kanzlerin, die das Land hier hatte. Na gut, wir hatten auch noch keine andere. Gut, Kanzlerin. Und du fragst mich nach den Fehlern, ich glaube... In der Verhärtung. In der Verhärtung, ja. Ich glaube, in der Verhärtung waren wir...

Als Stimme bürgerlicher Kritik zu opportunistisch. Wir waren nicht scharf genug an ein paar Punkten. Also ihr wart zu weich. Wir waren in vielen Punkten nicht zu weich, sondern wir waren zu naiv. Und ich glaube, damit haben wir Leute verloren, die jetzt in den Ressentiment-tümpelnden Medialen gelandet sind. Wir haben Leute verloren. die wir in der Mitte hätten halten können, wenn wir kritischer gewesen wären. Kritischer in welcher ...

Kritischer mit Merkels Flüchtlingspolitik und den Konsequenzen. Und da gab es auch eine Lernkurve. Also wie gesagt, Stefan Aust, ich habe ja von Stefan Aust übernommen, war schon sehr scharf. Ich war, also nochmal, meine Rolle, meine Texte, man kann es

wirklich Quartal für Quartal ablesen, mich immer skeptischer wurde, aber ich habe gesagt, was passiert denn jetzt in den Schulen? Was machen wir in den Kommunalen? Wie machen wir das mit dem Arbeitsrecht? Also die Fragen wurden immer mehr und stattdessen... Und meine Fragen waren eher konkret, die waren weniger ideologisch, weil am Ende ist es ja nicht Ideologie, sondern wie gehen wir damit um?

1,5 Millionen Leute. Wenn die Schulen eh schon scheiße sind, was machen wir? Wenn die Lehrer eh schon überfordert sind. Und da türmen sich dann Fehler auf Fehler und Fehlerentwicklungen so. Und wir hätten, glaube ich, mehr Leute in der Mitte halten können, wenn wir an Punkten schärfer waren.

Ich finde uns, was die Verhärtung betrifft, da mag es den einen oder anderen Autor geben, der vielleicht... etwas härtere Gangart angelegt hat, aber wir sind ja, also ich freue mich, dass du uns als so mächtig wahrnimmst, sind wir ja nicht. Also wirklich mit dem ÖRR in Deutschland sind wir ja klein. Und wir tun unser Möglichstes. Und ich finde, dass die Bild, um jetzt mal, die kann ich ja loben, ohne Eigenlob zu machen. Ich finde, die Bild hat mit...

maximaler Genauigkeit und Sorgfalt, aber mit all den Sachen, die man im Boulevard auch nicht mögen kann. Ich mag Boulevard, mochte ich immer schon als Linker. da drauf geguckt, aber der Bild kann man nun wahrlich nicht voranwerfen, dass sie es nicht versucht hat. Und da würde ich den Bogen von Kai...

und Julian bis hin zu Paul Ronsheimer, Robert Schneider und Marion Horn. Dass im Journalismus Fehler passieren, passieren ja allen möglichen, wie wir aus den Mediendiensten erfahren. Und was die Welt betrifft ... Ich bin eigentlich, oh Gott, das klingt jetzt richtig peinlich, aber ich muss sagen, wir haben uns mit einer Vielfalt

an Stimmen in diese Debatte eingebracht. Die war immer geprägt und es war auch ein bisschen meine Idee zu sagen, was ist und was kann dabei rauskommen? Best Case Szenario, Worst Case Szenario, Real Case. Und das hat man so durchgekliniert, dass selbst der eher linke und Springer nun wirklich nicht mögende Zapp-Medienmagazin damals so gesagt hat, da habe ich mal eine Ausgabe gemacht.

über 50 Seiten Welt nur mit dieser Dreiteilung. Jeder soll für sich entscheiden. Und übrigens glaube ich, das ist eigentlich Und du sagst mir, wo ich es nicht geschafft habe, aber mein Anspruch war immer, mache die Leser und Leserinnen mündig. Gib ihnen all die Informationen an die Hand und sie sollen für sich selbst entscheiden, wie sie es finden. Und ich muss sagen, wir...

haben das in der Migrationspolitik, glaube ich, vernünftig gemacht. Wir waren in der Klimapolitik, auch ich, viel zu naiv und opportunistisch. Opportunistisch in welchem Sinne? Wir haben den Fridays for Future krank. auch mitgemacht war auch sympathisch also diese jungen protestierenden und ja ich habe einfach gedacht jetzt müssen wir eigentlich

Gemeinsame Nenner finden, wenn es da freiheitliche Ansätze gibt. Die gab es auch bei den Vordenkerinnen da, aber die haben dann auch falschen Applaus von Linken bekommen, sind immer Linker geworden. und wir werden Klimawandel nur mit Wachstum und einem funktionierenden Kapitalismus hinbekommen. Und dann gab es Corona. Wir werden Klimawandel, sag das bitte nochmal. Klimawandel geht nur, wir werden Klimawandel nur gestalten und in irgendeiner Form.

richtig hinbekommen, wenn wir eine wachsende Ökonomie haben, nicht mit die Crows. Die Crows wollen nur privilegierte Leute, die ihre Schäfchen im Trocknen haben. Die ganzen Hungrigen, übrigens die MigrantInnen, die herkommen. die mit nichts aufgewachsen sind, die wollen alle in BMW, die wollen ein Reihenhaus oder ein Doppelhaushäft, die wollen zweimal im Jahr in Urlaub fahren. Dem mit Degrowth zu kommen kann man nur, wenn man aus einem sehr vermögenden

Wohlhabend, ein Elternhaus kommt. Also wir werden es nur so machen. Und auch da, ich sehe, die Welt war eigentlich in keiner Debatte irgendwo federführend scharf. Auch in der Corona-Diskussion. Ich da auch gesagt habe am Anfang, okay, großes Problem, als wir alle nicht wussten, was heißt das, was passiert da, war für mich auch als Liberalen klar, okay, jetzt muss der Staat agieren.

Obwohl ich den Staat immer unter Generalverdacht stelle. Und war erst mal total offen. Und dann aber gab es, und das zeichnet den Nicht-Ideologen aus, Du hast keine Scheuklappen, um mal so ein blödes Bild zu benutzen. Es gab drei Monate nach dem ersten Lockdown eine Pressekonferenz eines Leipziger Chefarztes für Jugendpsychiatrie. Und der hat gesagt, ich habe sowas noch nie erlebt. Meine Praxis ist voll von jungen Misshandelten.

missbrauchten Kindern und dieser Lockdown, gerade in den sozial schwachen Familien, wir richten da einen nicht wieder gut zu machen Schaden einer Generation an. Und das war so der Punkt, wo ich nochmal anders nachgedacht habe und dann ging bei uns in der Redaktion, also die vier Fünftel der Redaktion war härtere Lockdowns, Impfpflicht und so weiter. Da ist mir das Land sehr fremd geworden bis heute. Das ist eigentlich so...

Hätte ich in Deutschland nicht für möglich gehalten, dass wir so drauf kommen. Ich habe es gesehen bei meinen Kindern. Ich habe es gesehen vor allem, das war unser Einstiegsthema. Ich habe gesehen, wie die Neurosen der Eltern die Kinder fertig gemacht haben. Wenn Kinder spüren, dass ihre Eltern Angst haben, ist nicht gut für Kinder.

Aber wir hatten ja Angst. Ja, ich nicht. Okay. Also ich hatte Angst. Ich nicht. Okay. Und ich finde auch okay, Angst zu haben. Aber ich sage nur, kann man das so oder so sehen, aber ... Dann lass es mich so formulieren, es muss einem klar sein, wenn Kinder spüren, dass die Eltern Angst haben, dass es die Kinder auch mit verängstigt.

Es ist genauso, wenn du im Flugzeug sitzt und es wird unruhig und der Pilot gibt durch und die Stewardessen räumt in Ruhe auf. Oder im Moment, wo der Pilot sagt, es ist unruhig und du siehst sein Gesicht an der Stewardessen, es ist wirklich unruhig. Dieser Unterschied.

Und ich hätte nicht gedacht, dass wir so eine Art von Wahnsinn erleben. Das Versagen der Medien ist katastrophal. Also die Medien... haben eigentlich in den großen Schlachten der vergangenen Jahre vor allem versagt in vielen Punkten, sind in einer Art und Weise ideologisch daran gedacht.

Du hast ja den vermeintlichen Clown vorher schon erwähnt, so Lockdown jetzt, Kinder sind wie Ratten, die infizieren und so weiter. Die Jugendpsychiatrischen Anstalten sind voll von Kindern, die das nicht verknapst haben. Und anstatt

vulnerable Zielgruppen wie die Älteren zu schützen, haben wir alles runtergefahren. So haben es viele Länder am Anfang gemacht, die Spanier zum Beispiel auch, knallharten Lockdown. Dann haben die gesehen, unsere Kinder gehen kaputt und sind dann komplett in die andere Richtung.

besten Freundinnen, lebt seit Jahrzehnten in Madrid. Die sind dann mit einer Inzidenz von tausend, die morgens ihre Kinder in die Schule schicken. Aber wenn wir, also ich verstehe, was du meinst mit Aufarbeitung und sicherlich müssen wir müssen wir Dinge aufarbeiten, ob das jetzt Corona ist, ob das Flüchtlingspolitik ist. Über all die Sachen muss man auch reden. Und ich glaube, es ist auch wichtig, dass wir Räume haben, wo wir miteinander reden. Und dann frage ich mich aber,

Wenn ich dir zuhöre, das geht jetzt, aber wenn ich dich in Talkshows sehe, bei Lanz zum Beispiel, dann sehe ich da eine Schärfe. Und du sagtest ja erst, ihr wart nicht scharf genug bei Springer. Ich kann ja nicht für Springer. Du hast ja mit Matthias Döpfner hier gesessen. Der kann für Springer sprechen. Ich kann nur für die Welt. Ich weiß noch nicht, ob das die Form, die frage ich mich die ganze Zeit, ist die Form, wenn wir...

wollen, dass es uns besser geht, wobei ich da gerne nochmal mit dir sprechen will, was heißt eigentlich besser. Ist der Sound dann der richtige? Ich bin ja in meiner Redaktion bis heute eine Minderheit, eine kleine. Also ist der Sound das Gegenüber? Ich bringe jetzt wirklich ein blödes Beispiel, was mir gerade einfällt. einfach Menschen, die eine andere Meinung haben, eine andere Sicht haben.

Ich bringe jetzt Heidi Reichenig hier rein und die einfach zu sehen und zu sagen, die ist ranzig. Sie ist nicht ranzig, sondern das ist ja, also ich erwarte schon eigentlich von allen Leuten, die in der Schule waren, dass sie wissen, Das ist ja ihr Konzept von Jugendlichkeit. Es ranzig. Und es ist missverständlich. Pass auf.

Ich räume das mal aus. Das ist missverständlich formuliert. Ich glaube, das ist sozusagen ein ranziges Konzept von Jugendlichkeit mit den Tattoos und dem Lippenstift und der Frisur und so weiter. Und das ist natürlich polemisch. Warum machst du das? weiß ich nicht, fränkisches Schandmaul. Aber warum? Warum nicht? Nee, nee, nee, halt. Das ist echt ein interessanter Punkt. Gerne. Heidi Reichenig, diese Partei ...

hat vor fünf Jahren Reiche erschießen. Kennst diese Konferenz und so Reiche erschießen, dann sagt der Parteichef, nee, nee, wir stecken uns ins Arbeitslager. Die Linkspartei Das war vor fünf Jahren, das ist jetzt schon was anderes. Ja, das ist überhaupt nichts anderes. Diese Partei hat unfassbare Sachen in ihrer Geschichte.

Sarah Wagenknecht als sie noch, bevor sie jetzt irgendwo zwischen ganz links und ganz rechts abgebogen ist, kommunistische Plattform. Also ich kenne die Geschichte der Linkspartei ganz gut. Ich kenne sie auch gut als richtiger Linker. Also meine, mein, oh Gott, der hat ranzig gesagt, dass die Partei der Mauertoten, dass die Partei eines diktatorischen Horrorregimes und dass die auch.

ab und an mal kritisiert werden. Während, ich meine, meine Reaktion ist doch drauf, meine gute, bekannte Doris Akrab von der Taz. Fantastische Kollegin. Der Bundestag hat eine neue Queen. Das war so ein Taz 1. Weißt du nicht, ob du dich daran erinnerst. Und dann habe ich dann so ...

Vermeintlich bürgerlich, ja, das ist die neue Mitte. Mariam Lau, Michi Bröker, da muss die Linkspartei mit rein. Nein, muss sie nicht. Und ich bin derjenige, wie ich es gesagt habe. Ich bin mit denen im Gespräch und ich bin auch weiterhin mit denen im Gespräch. Aber dass man die anfasst muss, dass den ganzen Hype um... die reichen die ist so stelle

Das ist so dumm, was die erzählt. Das ist so ein Populismus, dass wir nicht sagen können, wir wollen zu Recht den Populismus rechts, das Ressentiment, das Fremdenfeindliche und so weiter kritisieren. Aber wir haben, wenn es um Linksaußen geht, um Radikale, wir wollen keine Milliardäre mehr, wir wollen Kapitalismus abschaffen und so weiter, was da alles so kommt.

Wenn man da als bürgerlicher Liberaler nicht mal ein bisschen schärfer werden kann. Ich empfehle immer meinen linken Freunden. Habt ihr mal Kurt Tucholsky gelesen? Habt ihr mal gelesen, wo in der Weimarer Republik linke Satiriker, wie die über Politiker geschrieben haben, ein Ernst Toller übrigens, einer...

Auch USPD, Ultralinker, wie der über andere Sozialdemokraten geschrieben hat, Tucholsky, Erich Müsam. Also da kann ich tausend linke Beispiele sein. Also dass sich da jetzt, hat sich auch Markus Lanz aufgeregt. Weißt du, was ich sagen muss? Liebe Heidi Reichenegg, vielen Dank. Ich fand ihr Video, sie hat das ja dann den Punkt einfach zurückgemacht und hat ja dann... Anti-Ulf-Posch-Video gemacht. Das fand ich eigentlich eine normale Reaktion. Ich glaube, sie ist ein Profi

Und wenn man Kommunisten nicht kritisieren kann, dann weiß ich es auch nicht. Ich finde, man darf unbedingt Kommunisten kritisieren. Man darf auch Menschen kritisieren, die sehr viel... würde ich auch sagen, vielleicht zu viel verstaatlichen wollen, darf man immer kritisieren. Und ich meine nur, dieser Ton, also das ist etwas ...

Wo ich merke, Mensch, müssten wir nicht irgendwo anders hinkommen? Also ich weiß, dass du gerne den Abhang runterfährst und dass du gerne mit einer Kettensäge unterwegs bist. Ich bin nie mit einer Kettensäge unterwegs. Aber so gedanklich vielleicht? Ich bin nicht der Mann des Florets, das kann ich auch. Aber bei Heidi Reichenegg, ich finde, das ist ein 3-Minuten-Video.

Und da sage ich auch, das Video fängt an, nur mal um Kontext, wenn er Dinge auch, das kennst du ja auch bei deinem Podcast, aus dem Kontext gesehen. Herzlichen Glückwunsch, Heidi Reichen. besten Wahlkampf geführt, Social Media verstanden wie kein anderer, ist jetzt die interessante... Also, das ist halt immer so mit Zitaten. Ich bin ja nicht...

Oder ich versuche es nicht zu sein, einfach nur so haut drauf, sondern steigt ein und sagt, die haben ganz viel richtig gemacht. Und das würde ich auch sagen, der Wahlkampf der Linkspartei war der beste. Die haben mit Abständen im besten Wahlkampf. Heidi Reichinek funktioniert wahnsinnig gut. Aber wenn dann Teile der bürgerlichen Medien da mitmachen.

Dann ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir alle Tassen im Schrank räumen und gucken, was feiern die denn da gerade? Und welcher Style ist das? Und was sagen die? Also ich meine, das ranzige... Pass auf, ich schwöre hiermit bei Hotel Matze. Ich schwöre. Hat kein X irgendwo gemacht. Ich weiß nicht so, ich schwöre, ich werde das Wort nie mehr in Verbindung mit Heidi Reichinek benutzen und ich werde ihn nie mehr auch nur missverständlich so formulieren, dass die Leute das Gefühl haben.

Ich meine Sie damit, so war es auch nicht gemeint. Es ging um eine Konzeption von Jugendlichkeit. Weil ich finde, Anstand ist eine bürgerliche Tugend. Aber in der Kritik, ich halte die Linkspartei für eine absolut... Absolut gefährliche Partei. Ich halte den Erfolg der Linkspartei für absolut gefährlich.

weil die uns innerhalb von fünf Jahren Richtung Venezuela entwickelt werden. Lass die Wirtschaft vorbei. Die Leute gehen eh schon, da kann man den Laden zusperren. Wenn Berlin das übernimmt, dann haben wir keine jüdische Community mehr. Das ist einfach ein widerwärtiger, dummer Antisemit. Und das werde ich in dem Fall auch nicht zurückrufen. Und der macht sich ja einen Spaß draus. Und was in der Linksjugend Solid da in Sachen Israel gesagt wird,

Das ist indiskutabel. Die sind Feinde der Freiheit, die sind Feinde einer liberalen Gesellschaft, die sind Feinde von Kapitalismus, die sind Feinde der sozialen Marktwirtschaft. Und jeder soll sie wählen, der das Gefühl hat, das ist das Tolle an der Demokratie, wenn man das will. Aber da muss man damit rechnen, dass ein Liberaler damit nichts anfangen kann. Und jetzt kommen wir vielleicht nochmal zu dem Sound.

Warum heißt das Buch Shitbürgertum? Ist ja nicht sonderlich höflich. Und ich fand es so geil, wo die fassungslose Fernseher, Moderatorin gefragt, warum sagt er immer Merde bei der Linken? Sagt er einfach, weil sie Merde sind. Und warum? weil sie alles kaputt machen hier. Ich fand das so eine Ermutigung, zu sagen, einfach mal so ausfällig zu werden und dann doch, und wer die Rede von Milay in Davos gehört hat, einfach so ein total kluger Ökonomie-Professor zu sein, das heißt ...

beim Dark Liberalism, geh aus deinem Sprachspiel raus und geh auch ins populistischen Sound, wenn du deinen Punkt machen willst, im Sinne der Freiheit. Und was er jetzt geschafft hat, Inflation, 2% reduziert. Wachstum, 7%. Und die Kinderarmut geht drastisch zurück. Und dann... Kann man so sagen, ja, aber er hat das und das gesagt. Ja, aber wenn wir Realpolitik an Zahlen festmachen oder Thomas Sowell, der schwarze Ökonom.

Und Ultraliberale, der fliegen so wie ich auch eigentlich so, ja, sie kommen von Marx. Was ist denn passiert, dass sie jetzt da sind? Und er hat gesagt, was hat dazu geführt, dass sie jetzt kein Marxist mehr sind? Und dann sagt er nur vier Buchstaben Facts. F-A-C-T-E-S 5. Sorry. Und so geht es mir eben auch. Und ich finde ... Das muss man einfach benennen können und wenn hier in Berlin, ich glaube in den aktuellen Umfragen, führt die Linkspartei, das finde ich schon ganz schön bitter.

In der geteilten Stadt, in der Stadt, wo man weiß, wo diese Partei, als sie noch hier SED hieß, was sie da angerichtet hat, Dass die jetzt wieder so stark werden, halte ich für hochproblematisch. Und dass wir ... eine Situation haben, ob sie jetzt Wahl von Friedrich Merz im zweiten Wahlgang am selben Tag, dass die Union mit einer Linkspartei da spricht, das geht einfach nicht. Dann muss man sagen, also entweder wir sprechen nicht mit den Rändern.

Dann kannst du weder mit der Linkspartei noch mit der AfD, aber du kannst dich mit der Linkspartei sprechen und dann mit Alexander Gauland nicht. Das geht nicht. Ich finde generell sollte man miteinander sprechen. Das ist ja auch mein Geschäftsmodell. Und ich glaube auch, dass die Härte, die es gibt von allen Seiten gerade. Und die finde ich eigentlich das große problematische Ding, weil ich habe das Gefühl, das ist einfach nur meine persönliche Evidenz.

dass wir dann nicht überhaupt nicht einen Schritt weiter kommen. Also wenn die ganze Zeit einfach nur der ist das und die ist das und der macht ihr das und der ist ja, war mal früher, hat er mal das gesagt und dann haben wir uns den Hitlerbart drauf gemalt und ihr sagen wir das und das ist am Ende dafür sorgt, dass sich

immer mehr Menschen zurückziehen und sagen, ich habe da gar keinen Bock drauf und einfach auschecken. Weil es dann überhaupt gar kein, also dass wir dann wieder zusammen am Tisch kommen. Und Heidi und Ulf und Gregor und Friedrich und so weiter am Ende. Also sagen wir mal so, es kommt ja etwas auf uns zu. Ob das jetzt KI ist, ob das jetzt autoritäre Staaten sind, die dann vielleicht auch noch KI nutzen und Atom und so weiter und so fort.

scheiße ja da kommt auf was da sind sachen status quo so und das heißt doch aber eigentlich dass wir diesen scharfen ton Vielleicht, also und da meine ich nicht nur dich, sondern da meine ich genauso Heidi Reichen mit und da meine ich genauso Friedrich Merz mit. Das ist doch over. Ja, nee, nee, nee. Also erst mal. Also wir haben da gar keine Zeit mehr dafür. Ja, wir sitzen hier. Wunderbar. Und ich finde es total richtig und das ist ja auch das, was dein Podcast, glaube ich, so erfolgreich macht.

Also guck mal, du bist erfolgreich in der total klugen, ausdifferenzierten Nicht-Zuspitzung, sondern der Neugier. Und das verbindet uns, wenn ich das sagen darf. Du kannst auch gleich deine Neugier... in jedem anderen das bessere Argument zu vermuten, das verbindet uns. Das finde ich total richtig. Du... fragst es freundlich und kultiviert aus Leuten raus, ich schüttel es im Zweifelsfall raus. Und das ist wahrscheinlich ein sehr unterschiedlicher Angang. Aber ich bin total bei dir.

dass ich glaube, dass wir vor größten Herausforderungen stehen. Meine Analyse fällt nur anders aus. Und ich stelle sie ja nur zur Diskussion. Und wie gesagt, ich meine, Libertäre in Deutschland 0,2 Prozent. Ich bin die kleinste... Ich bin die fragilste Minderheit in ganz Prenzlauer Berg. Und meine These ist ...

Und da stimmen mir selbst die Rezensenten zu, die nicht meiner Meinung sind, dass wir eine kulturelle Dominanz eines Milieus haben, die diesen Diskurs in den vergangenen 40 Jahren selbstbewusst geprägt haben. Das ist die Linke. Links bis hin zur Merkel-CDU. Also ein, wie du es nennen würdest, wahrscheinlich so, ja, ja. Also wir tun so.

Als würden wir für alle sprechen, merken aber nicht, dass wir immer mehr Leute verlieren. Und ich versuche in meinem Buch zu erzählen, schon 1945 beginnt aber es mit der Gruppe 1947 eigentlich eine kulturelle Anmaßung. Wir sind die Elite, wir sprechen für alle, wir sind die Guten, die Anständigen, Klammer auf, Klammer zu. Die Gruppe 47 war voller Nazis. Kann man in meinem Buch nachlesen. Fand ich interessant auch. Und dann 68.

Scheitern der politischen Rebellion, nochmal, ich bin so glücklich, also nochmal, ich bin... Ich bin dankbar, 68 im Kinderwagen mitdemonstriert zu haben. Ich bin dankbar, linke Eltern gehabt zu haben. Ich bin dankbar, dass mein Vater mir die Revolution so erklärt hat, 1789, wie er sie mir erklärt hat. Ich bin dankbar, aufgewachsen zu sein. in einem sehr, sehr politisierten Alltag, in dem ich zwischen Stegplakaten und bei mir im Kinderzimmer hing Delacroix, die Freiheit für das Volk an.

Das sind ja Sachen, die mir weiterhin wichtig sind. Nur führe ich die Freiheit jetzt an und nicht mehr die Linken, weil sie die Freiheit verraten haben. Und es ist interessant und für mich wirklich, wenn ich dann mal... älter und hoffentlich in einem kleinen Stadthäuschen am Kummersee sitze. Und Rudi Dutschke, wie kam er zu diesem Moment zu sagen?

Du weißt, Mai 68 in Frankreich, da stand es so kurz davor, dass die Revolution wirklich Erfolg haben kann. Wir machen den Marsch durch die Institution. Wie kommt das? Wieso machen wir aus Rebellion? Und Revolution für Beamtung. Da kann man sagen, das ist klug, weil es praktisch all diesen Bürgerkindern, und es waren ja sehr viele, das weiß ich von meinem Vater, der kein Bürgerkind war. Einer von 100.

der Arbeiterkind war. Und wie kam das zu sagen, wir machen den Marsch durch die Institutionen? Und dadurch wird halt so verkapselt ein ganz, ganz konservativer Lebensentwurf. Staatsdiener zu sein. mit eigentlich revolutionären Impuls. Das ist sehr deutsch, das so zusammenzuschrauben. Gibt es in der Firma auch so noch. Und dann gibt es ja so einen zweiten großen Denker, der glaube ich da wichtig ist, Antonio Gramsci, ein italienischer Kommunist auch, der gesagt kulturell

Hegemonie. Marx hat ja gesagt sozusagen, it's the economy stupid. Deswegen, kleiner Cliffhanger, in meinem nächsten Podcast mache ich mit Daniel Stelter, mache mal ein Ökonomen-Ranking und dann frage ich so, Daniel, historisch der wichtigste Ökonom, sagt der Schumpeter und fragt mich, sag ich, Karl Marx. Der hat dem deutschen Idealismus gesagt, it's the economy stupid. Deswegen mag es nach wie vor, ich lese es sehr gerne. Aber wo war ich jetzt stehen geblieben?

Ich komme auch gerade nicht mehr mit. Gut, wir waren, wo waren wir stehen geblieben, wo waren wir stehen geblieben? Ich war beim scharfen Ton eigentlich. Du warst beim scharfen Ton, du warst beim scharfen, nein, Antonio Gramsci. Und das hat nämlich mit dem scharfen Ton zu tun. So die kulturelle Dominanz dieses Milieus nach 45 Gruppe 47. 68 Rudi Dutschke. Er marscht durch die Institutionen und dann Gramsci, der Theoretiker, der gesagt hat, Politik wird erst möglich in einem ...

kulturellen Setting, wo deine Ideen auch kulturell mehrheitsfähig werden. Interessanterweise in der Betriebswirtschaft gibt es diesen Satz, Culture is strategy for breakfast. Du musst die Kultur definieren. Das haben rot-rot-grüne Milieus in den vergangenen Jahrzehnten. besser gemacht als alle anderen, die sind überall. Deswegen ist der Kunstbetrieb so, wie er ist, dass der Kulturbetrieb so, wie er ist, dass der Literaturbetrieb so, wie er ist, sind Biennalen, Berlinalen, Documentas, 85 Prozent.

93,2 Prozent der Belletristik und Sachbücher, so wie sie sind. Das ist eine Monokultur, die da entstanden ist. Und da bin ich so auch, ich meine mein Buch habe ich erstmal im Eigenverlag rausgebracht, weil selbst mein wunderbarer Verlag so gesagt hat, oh oh, das wird zu schwierig. Und da muss ich sagen, da stehe ich auch da.

wirklich relativ alleine mit dem Versuch zu sagen, das geht so nicht weiter. Und damit ist mein Tun. Aber wir leben doch nicht in einer Welt. Also die Welt ist ja nun nicht... Also wenn wir jetzt mal ein bisschen rauszoomen. Ich weiß nicht, in welcher Welt du lebst. In deiner. Gut, das ist schön. Weil wenn wir rauszoomen, dann ist es ja nicht gerade so, dass man sagt ...

Boah, die Welt kippt aber gerade richtig Richtung linksgrün. Das ist jetzt wirklich echt ein großes Problem, sondern eigentlich... Ja, das Interessante. Oder? Ja, aber... Sie wird doch rechts. Ja, aber das Problem ist... Und wir haben Studenten bei uns und Gymnasiasten in Redaktionskonferen. Das Problem ist, es gibt eine Umzeit, also die Wahlergebnisse.

gehen an die Ränder, links wie rechts. Ich meine, nochmal, lieber Heidi Reichenegg, herzlichen Glückwunsch, super Wahlkampf, lieber Dietmar Bartsch, Gregor Giesow, Bodo Ramelow, die Silberlocken, habt ihr alles super gemacht, nur ihr seid eine radikale Partei. mit extremistischen Figuren. Aber du bist ja auch ein radikaler Typ. Ich bin derjenige, der die Radikalität der Mitte liebt. Ich bin sozusagen derjenige, der einfach für das steht, wo...

wo unsere Verfassung steht, wo das Grundgesetz steht, wo die Geschichte dieses Landes. Ludwig Erhard und Grundgesetz, wenn man ... damit heutzutage radikal ist, sagt es schon ganz viel. Also ich glaube, dass wir in derselben Welt leben und ich glaube, dass man... Aber wie geht das, Entschuldigung, ich verstehe es einfach wirklich nicht. Also wenn deine Kritik... So verstehe ich, das ist ja, dass das linksgrüne Bürgertum ...

Also das Shitbürgertum in allen kulturelle Dominanz hat. Bis hin in die Monokultur. Und da würde ich sagen, ein Grund dafür, also zumindest kenne ich das von meinen CDU-Freunden und Freundinnen, hat das auch was damit zu tun, dass die sich eher... Also die CDU, FDP-Bekannten gehen eher, sagen wir mal so, eher im Bankenwesen tätig oder eher bei BMW als jetzt in der Kultur. 100, 100. Prozent, genau eine der 100 Prozent, drei Ausrufezeichen, genauso ist es. Also deswegen zieht das die Medienwelt.

Also wenn man die Journos an. Und da können die jetzt erstmal alle nichts dafür, dass die CDU-Leute vielleicht, keine Ahnung, nicht so Bock auf Oasis haben oder so. Ja, also vielleicht. Pass auf, das ist total richtig. Aber das kannst du dem ja nicht vorwerfen. Ich werfe es ihnen ja auch nicht vor, aber ich nehme sie als das, was sie sind, nämlich eine kulturell dominante, hegemoniale Macht.

Und ich sehe das so, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, das habe ich schon, wie einen Todesstern und ich bin einer der Jedis und ich versuche den Schach zu finden, wo man was reinschmeißt, damit er auseinanderfliegt. Du hast vollkommen recht. Und wir können auch, also ich kann dir sagen, keine bürgerliche Stimme, abseits von jetzt mal Andreas Rötter und zuletzt in der FDP Rolf Dahndorf, der schon lange vorbei ist, die sind...

kulturell und musikalisch. Oder, um es mal so scharf zu formulieren, sag ich mal einfach nur, dass du es mal von mir gehört hast, kulturelles, selbstverständlich der CDU, war immer schon ranzig. Außer als an Tagen wie diesen lief. Ja, da kann ich auch noch mal ganz viele Sachen dazu sagen, aber das ist eine andere Diskussion. Kurzum, vollkommen richtig. Die Bürgerlichen haben den Kulturkampf gar nicht erst geführt.

Die Bürgerlichen haben es nicht verstanden bis heute. Andreas Rötter, ein Freund von mir, Historiker, einer von drei Intellektuellen in der Union im klassischen Sinne. Und er sagt, hey Ulf, die halten das weiterhin für Gedöns. Und das ist so dumm, in der FDP dasselbe. Also in der FDP gibt es niemanden. Literally niemanden, der verstanden hat, bis jetzt auf Sven Gerst und so ein paar junge radikale Julis, die gesagt haben, wir müssen diesen Kulturkampf aufnehmen. Aber es ändert nichts.

An der Analyse, dass diese kulturelle Hegemonie und Dominanz, die feite ich und die akzeptiere ich nicht. Und jeden Morgen im Deutschlandfunk weiß ich, gegen was ich da kämpfe. Ist nicht abstrakt, ist ganz real. Ein Journalismus, der so ideologisiert. und einseitig ist, das eigentlich nicht zu ertragen ist. Das sehe ich ein bisschen anders, aber lass uns woanders hingehen. Wir reden über Punkrock. Wir reden über Punkrock. Ich möchte noch ein...

Die Wahrnehmung, weil ich glaube schon manchmal, wenn ich auch dein Buch lese, und das ist ja das große Problem unserer Zeit, ist, wir leben ja alle in völlig unterschiedlichen Realitäten. Also weil wir ja in unserem Blasenleben, die kriegen wir, also was wir zugespielt kriegen in Social Media, du liest ja was anderes als ich und deswegen gibt es keine geteilte Realität mehr, glaube ich, das ist ein riesen.

Problem, würde ich behaupten. War aber immer schon so. Subjektivität gab es immer schon, oder? Ja, das stimmt. Aber jetzt wird es, glaube ich, noch mal ein bisschen doller. Und wenn ich dein Buch lese, dann denke ich, das größte Problem, was wir haben, ist, ich mache es jetzt sehr spitz, ist Claudia Roth. Lese ich das ein bisschen raus. Also die Idee von Claudia Roth.

Und wenn ich aber in die Welt gucke, dann denke ich doch, also das habe ich erst schon so im Nebensatz gesagt, wir leben doch in einer immer rechter werdenden Welt. Und warum arbeitest du dich an Claudia Roth, Angela Merkel ab, an daran, dass

Ricarda Lang falsch gendert oder Annalena Baerbock doch geflogen ist als Außenministerin. Also die Problematik ist doch eine völlig andere, die wir haben, oder? Nö. Also natürlich ist keiner der Beispiele, also ich finde nichts blöder als ein Autor, der sein Buch verteidigt, aber das Buch ist schon ein bisschen komplexer als jetzt mit solchen...

Also die Personalisierung ist da gar nicht das Thema in dem Buch. Es geht ja wirklich um Denkstrukturen, um das Historische. Könnte ich jetzt weiter ausführen, will ich aber gar nicht. Ich finde das interessant, nur wenn wir über den Status Quo... Wenn wir den verändern wollen und da eine, auf der einen Seite die genannten Menschen, die ich gerade gesagt habe und auf der anderen Seite wird Musk und Trump abgefeiert. Und dann denke ich doch, ich halte den Ulf Poschert...

als Autor von DJ Culture. Ich halte ihn für einen vernünftigen Typen. Und dann denke ich aber, wo ist denn... Wo ist er denn falsch abgebogen? Ja, wo ist er abgebogen? Ich check's einfach nicht. Ich lese da etwas und ich denke... Hä? I don't get it. Was das betrifft. Wenn du auch über Eliten, das Elitenthema, also die Eliten sind doch, also du bist ja auch Elite. Ja. Oder? Ja.

Ja, aber Selbstkritik ist ja möglich. Das stimmt. Ich bin aber die Elite, die wie Dennis Scheck, das ist ja die ARD, die es so richtig festgestellt hat. Ich schreibe für einen Pöpel. Okay, du schreibst wirklich für einen Pöpel. Das möchtest du. Nö, ich versuche das Argument nur zurückzuspielen. Natürlich nicht. Ich schreibe aber für Leute, die vom Schüsstmilieu oder vom Shitbürgertum, und Dennis schenkt die Besprechung.

Wer sie sehen will, habe ich auf Instagram gepostet. Die ist so gut, die sind in einer Minute 50 Sekunden all die Ressentiments, die es gegen Leute wie... uns gibt, einfach so schön auf den Punkt gebracht. Also, ich glaube, das eigentlich Entscheidende ist, dass ich in dem Buch bei Elon Musk natürlich die Sachen sehe, die an ihm wahnsinnig interessant sind. Und auch da eine Reaktion.

auf das shitbürgerliche 99%-Gefühl über Elon Musk. Wenn wir in Deutschland, wenn ich diese Wand hier sehe, und wir kleben jeden kritischen Artikel von ... Junge Welt, also DKP, Kommunisten bis hin, ganz wichtig, junge Freiheit oder noch, ich weiß gar nicht, wie die noch rechteren heißen, Deutschlandkurier, kritische wie Elon Musk.

ist die Wand voll. Und dann, wie so letzte Woche im Deutschlandfunk so schön, es gibt ja nur einen Fan, oder bei Markus Lanzi auch so, es gibt nur einen, der ihn noch mag, das bin ich. Also wir reden hier über den einzigen, der mitmacht mit der Totalvernichtung von einem der großen Genies unserer Zeit.

So, der jetzt, by the way, Trump schon verlassen hat, der immer noch verprügelt wird, der, wenn es eine Mobilität ist, wenn ich hier in Prenzlau aus dem Studio rausgehe, dann stehen hier die Teslas, alle natürlich von den... gebückten shitbürgertum I bought this before Elon went mad und dann so oh Gott ja Elon Musk und so weiter so das ist die Wahl

Trump, same thing. In Deutschland jede Berichterstattung über einen amerikanischen Präsidenten, der nicht von den Demokraten ist. Reagan, Bush Senior, Bush Junior, Trump 1 und so weiter. Alles Ende der Welt, Apokalyptik, Böse und so weiter. Außenpolitischer Verweis, Putin gestern ganz klar nix, Putin. Israel super stabil, Iran super stabil. Also ich kann nicht mitmachen bei dieser Scheiße.

Wirklich, ich kann es nicht mehr hören. In Deutschland, ja, schreib doch mal was Trittisches über Trump. Du kennst sicherlich all die Memes, alle Spiegel, Stern, Zeit, süddeutsche Cover über Trump. Ich war, glaube ich, ich war auch in meiner Redaktion, by the way, einer von zwei, der den Wahlkampf von Trump gut fand.

dass wir uns speaking of Medien und Versagen, dass ein kompletter Veggie wie Joe Biden auch bei uns in der Welt stand, ja, der ist so gut wie nie, der hat gar keine Probleme, der ist auf der Höhe seiner Zeit. Fake News. Legacy Media Fake News. Trump hat einen fantastischen Wahlkampf gemacht. Und ich bin in... Hundert Sachen. Ich finde seinen Ton unmöglich. Ich finde seine Vulgarität unmöglich.

Weder spiele ich Golf, noch würde ich mir als Autoliebhaber einen pinken Lamborghini-Spider kaufen, wenn ich über 60 bin und einen fetten Arsch habe. Aber einfach mit. Stichwort in Würde, Alter. Stichwortet würde, Alter, darüber müssen wir auch nochmal gehen. Ich will nur sagen, mein Punkt ist einfach nur zu sagen, warum hat denn der gewonnen? Ich habe das übrigens geschrieben, als alle gesagt haben, der verliert. Kamala Harris, die Auserwählte.

Die war eine Null im Wahlkampf, die konnte gar nichts, noch weniger als Joe Biden. Und dass ich dann mir das anhören muss, wo eigentlich sich alle Medienvertreter fragen müssten, Warum haben wir das mit Joe Biden nicht geschrieben? Warum haben wir gelogen? Warum haben wir all die Hinweise? Warum haben wir die Videos von ihm, wie er umkippt? Wieso haben wir das alles nicht gezeigt? Erst mit der ersten Debatte wurde das geändert.

Nicht der eine deutschsprachige Journalist oder der bekannteste deutschsprachige Journalist, der Trumps Wahlkampf gut findet. Und nochmal, ich zitiere nochmal Thomas Sowell, der gesagt hat, ja... Der hat ein Manifest. als Libertarian, der an der Hoover Institution in Stanford war. Es geht gar nicht Trump. Der Sound, so reden wir nicht. Und Frauen. Also Thomas Sowell hat das für mich auf den Punkt gebracht. Und trotzdem hat er nach einem Jahr gesagt, okay, Facts.

Das hat er gut gemacht, das ist gelungen, das war nicht so gut. erwarte von Journalisten, selbst wenn es ideologisch ganz anders sind, dass sie zumindest sehen können, warum Trump gewonnen hat. Und um einen kleinen Cliffhanger zu bringen, ich finde die beste Szene in diesem Wahlkampf war das mit der Mülljacke.

Und diese fünf Minuten einfach mal angucken und die versuche ich in einem Buch auf zweieinhalb Seiten auszudeuten. Und das ist so sehr Popkultur. Und da bin ich wie immer langatmig. Sorry dafür. Aber da bin ich bei DJ Culture. Das ist im Grunde genommen, das ist popkulturell so kundiert. Donald Trump ist der Präsident, der am meisten Popkultur ist. Und zwar, weil er in New York in der Popkultur groß geworden ist, weil seine Strategien Popkultur sind, weil seine...

große Klappe Popkultur ist, weil seine Autos, seine Frauen, sein goldener Tower. Ich meine, es ist ja wie ein Klischee. Seine Auftritte in Kevin Alleyne zu Hause in... Sex and the City, das ist ja eine popkulturelle Ikone und nur deshalb konnte er so einen Wahlkampf führen. Aber nur weil ich den Wahlkampf gut finde, Finde ich doch nicht gut, was er mit Zelensky im Oval Office gemacht hat. Nur weil ich finde, dass Elon Musk ...

Ein spannender, intellektueller Wissenschaftler im Sinne, wie er sich selber beigebracht hat, nachdem keiner von der NASA zu ihm kommen wollte, sich selber beigebracht hat, wie man das mit den Raketen gehen könnte. bin ich doch nicht kritiklos. Deswegen ärgere ich mich, wenn ich reduziert werde auf so eine Art, oh, das ist so ein Gringer-Fan, sondern ich versuche einfach nur, diesen Punkt zu machen, der, speaking of kulturelle Dominanz, sonst, es existiert nicht.

Also du machst es, weil es sonst keiner macht. Ich repräsentiere die fragilsten Minderheiten, die es gibt, diejenigen, die Musk und Trump auch was abgewinnen können. Einer muss es ja machen, sonst sind sich alle einig. Und dann haben wir eine Scheißlage. Oder möchtest du, dass alle sagen, ja, Maske ist schlimm und Trump ist schlimm? Ich bin nur irritiert über die fragile Minderheit bei dem Präsidenten der amerikanischen...

Für einen Präsidenten von der USA. Und ja, nicht in den USA. Und meine Vorbilder in den USA medial sind die Leute, die dazwischen stehen, non-partisan sind. Barry Weiss, eine geschätzte Kollegin. Bill Maher, ein Demokrat, der diese super Comedy-Sendung macht, kann ich nur allem empfehlen. Ist das bei dir dieses ...

Urthema, das rausrennt aus dem Bild, weil du einfach nicht erträgst, wenn jetzt hier die ganze Wand ist, no matter what, ich muss woanders hin. Wirklich kriege ich Angst. Sehe ich dir direkt an. Und ich werde in meiner Angst, in der Sekunde rationalisiere ich sie und dann ist es diese Energie, das fight ich alles. Egal wie verzweifelt, egal wie aussichtslos, fight ich. Das ist ja nicht aussichtslos. Ich meine, das, wofür du kämpfst, ist ja ...

die eine Stimme in Deutschland bist, die Trump-Fan ist, dann ist das ja... Ich bin kein Fan von Trump. Wirklich nicht. Du hast das selber gerade... Du wurdest als Fan gemacht. Genau. Und das bin ich. Jeder, der meine Texte liest... 0,0 Libertarian mit Zöllen und so. Also da könnten wir jetzt, habe ich aber auch alles schon hundertmal gesagt, es interessiert noch nicht, weil das Faszinosum ist, aber der fand den Wahlkampf gut. Und ja, ich fand den Trump-Wahlkampf extrem gut.

extrem gut fand lustigerweise in der sache fand ich trumps wahlkampf besser mit staatsabbau und doge und so Aber einen gelungenen Wahlkampf, ja, habe ich auch bei uns im Sender gesagt und auch zwei oder dreimal geschrieben, ja, Heidi Reicheneck und die Linkspartei haben einen sehr guten Wahlkampf gemacht. Punkt. Ich würde einmal kurz nach Toilette gehen wollen. Ja. Wenn das für dich in Ordnung ist. Absolut. Sehr gut. Kriege ich noch einen Kaffee? Auf jeden Fall. Auf jeden Fall.

Das war's für heute. Wir haben gerade eine kurze Pause gemacht und du sagtest draußen, du würdest eigentlich gern wieder über was anderes schreiben wollen, nämlich über Kunst. Damit hast du ja ursprünglich angefangen und damit bin ich sozusagen. zu dir gekommen. Also das war mein Weg zu Ulf Poschert, war eigentlich DJ Culture. Ich habe es nicht komplett geschafft, es zu verstehen. Ich auch nicht. Das ist schon mal gut.

Ich bin bei manchen, also auch bei den Art von Texten, da habe ich dann so meine Schwierigkeiten gehabt, aber so ging es für mich los. Und wie ich es verstanden habe, also du hast erst schon von dem Herrn Kittler gesprochen. das war für dich ein ganz wichtiger. Warum war der so wichtig für dich? Als Philosoph, als Doktorvater? Naja, also das hat

Mit der Sache und mit der Person zu tun. Ich habe die Bedeutung von Musik für alles, was ich mache, für mein ganzes Leben. Ohne Musik hätte ich nichts von dem geschafft. Jeder kann ja immer sein inneres Kind reaktivieren, wenn er gesund lebt. Ich glaube, eine gesunde Regression heißt ... Du erreichst emotional Teile in dir, die integriert sind, in dein erwachsenen Ich, aber du hast einen Zugang zu den Emotionen und den alten Gefühlen und so weiter. Und für mich war Popmusik immer...

von klein auf, wirklich selbst für meine Eltern auffällig, von ganz großer Bedeutung. Also es hat sozusagen... Schon mit zwei, drei, wenn irgendwo was lief, einen Song, den ich kannte, da haben mich meine Eltern mal in Nürnberg in einem Kaufhaus verloren. Und die waren echt aufgelöst und dann kamen die in so eine damalige Schallplattenabteilung und da stand so eine kleine Gruppe von Menschen um irgendwas rum.

Und meine Mutter entschuldigen sie. Und dann sah sie, dass da so ein kleiner zweieinhalbjähriger, dreijähriger... So habe ich immer geklatscht und getanzt. Und weil es ein Lied war, das kannte ich von relativ älteren Nachbarsjungs. Musik war immer mein Ein und Alles. Und hatte meine Diplomarbeit über Filmtheorie gemacht bei Jean-Luc Godard, also einem großen Linken Regisseur, und gesagt, wie der Autorenbegriff sich verändert hat. Und dann...

Weil zu der Zeit war natürlich Nachtleben wichtig und war sehr viel aus. Und dann habe ich Jeff Mills, den DJ, Detroit-Techno-DJ, in München, in Babalu gesehen, glaube ich. Und ... Mit drei Turntables. Und da war mir in der Sekunde klar, das ist der neue Autor. Die Musik wird künftig so aussehen. Ich hatte Hip-Hop und so wahrgenommen mit Jeff Mills. Darüber schreibe ich meine Doktorarbeit.

Und dann gab es eigentlich nur einen, der das verstanden hat, weil Friedrich Kittler, ein Filmgrammophon-Typewriter, Eine Kultur- und Mediengeschichte geschrieben hat, deren Grundthese ist, nicht die Poeten, Filmemacher und Musiker sind die Genies, sondern die Ingenieure, die die Produktionsmittel revolutionieren. Also Dr. Dreh. Oder Pharrell. Ja, so, aber in dem Sinne, der hat gesagt Thomas Edison.

Und der Erfinder des Grammow, also die, die die Medien und dann war ja auch so ein Kriegs, also vor allem Krieg ist der Vater aller Dinge, die Technikgeschichte ist eine Ableitung der Kriegsgeschichte. Und die Kultur ist eine Ableitung der Technikgeschichte. Deswegen haben die auch gesagt, ja, Kittler hat einen Knall und seine V2-Begeisterung. Und er hat halt überall in der Literatur und Film- und Musikgeschichte nach Belegen gesucht.

Dann gibt es auf Seite 123 in dem Buch, hat er so eine Bauhausgrafik von Moholy Notch gesehen, wo ein Grammophon als Grafik so gescratched ist. Und er hat gesagt, das ist einfach eine Grafik wie die DJs. sie gescratcht hätten. Und das habe ich gelesen und gesagt, okay, das ist der einzige Professor. Und ich hatte natürlich vorher berühmter Professor, Kultprofessor für mich als Spexleser, der einzige relevante Professor. Und dann bin ich da hingegangen.

Und dann hat er mir gesagt, nee, Sie brauchen gar nicht kommen, ich nehme keine Doktoranden mehr an. Und dann habe ich mich da praktisch reingeblägt mit einem Freund, der ein Interview mit ihm gemacht hat. Und dann habe ich gesagt, Sie müssen mir ganz kurz zuhören, ich will darüber promovieren. Und Kittler saß da, ich glaube, er hat gerade wieder gekifft in seiner kleinen Bochumer Wohnung, die voll war mit selbstgebauten Synthesizern und tausenden von Bücherstapeln.

Und dann habe ich ihm das erklärt und habe ihm gesagt, ja, sie haben einen Filmgramm von Typewriter über DJs geschrieben und ich sage ihnen das und das und das passiert da gerade und deswegen will ich promovieren. Und der wollte ja auf Gedeihenverderb niemanden mehr annehmen und dann hat er in einer halben Stunde gesagt, sie müssen das machen.

so und dann habe ich das gemacht und was hat er dir über provokation beigebracht also weil ich habe das gefühl dass das für dich einfach ein ganz wichtiges mittel ist Gar nicht, der hat mir insofern über Provokation nichts beigebracht, was er mir beigebracht hat, mach weiter. auf deinem Weg und wenn es andere provoziert, ist es deren Problem. Wenn ich mich provoziert fühle, wenn ich dein Shitbürgertum lese, dann ist das ...

sozusagen mein Problem. Shit happens. Dann ist das mein Problem. Aber du kannst es ja, das Gute an Büchern ist, du kannst dir einfach zuklappen und weglegen. Niemand zwingt dich dazu. Und du machst halt ein Angebot. Es gibt ja auch ganz viele Menschen, für die ist das Gegenteil von Provokation, sondern die sagen, ich lese es jetzt gerade zum dritten Mal, weil ich so dankbar bin, dass es Leute wie sie gibt.

Was hat er dir über Ironie beigebracht? Weil ich habe auch das Gefühl, dass du jemand bist, der für den Ironie ein ganz wichtiges, ich sehe es auch mal wieder an deinem Lächeln, Ironie ist ein ganz wichtiger Motor. Kittler war unfassbar lustig im Sinne von unterhaltsam, genau. Und der hatte ein großes Herz. Genau für Leute, sag ich jetzt mal, ich war jetzt nicht seiner Lieblingsdoktoranden, das kann man gar nicht sagen, weil da sind ja viele brillante Köpfe raus, aber...

Also erstmal haben wir das in Bochum eingereicht, die Doktorarbeit und wurde abgelehnt. Da war nämlich Professor für neue deutsche Literatur, der hat gesagt, wie, DJs in literaturwissenschaftliche Doktorarbeit, no way. Und dann hat mir Reinhard Götz. Thomas Pynch und Nick Cohen, sonst alles scheißegal, vergiss es. Da hat Kittler mir gesagt, es war so ein cooler Moment, sie schreiben einfach weiter. Ich kriege die Doktorarbeit unter, sie machen das, das ist so wichtig.

Und wenn er es gesagt hat, mache ich das natürlich. Und dann hat er mich irgendwann angerufen und hat gesagt, ich habe einen Ruf bekommen an die HU, wir bauen dort Kulturwissenschaften auf und da kann ich sie dann auch promovieren. Da habe ich gesagt, super. Und dann habe ich gesagt, ich gehe jetzt nach New York. Ich will die Recherchen in New York machen.

Und dann die Begegnungen, wenn ich da von New York kam, ich kam da mit blondierten Haaren, Baggy Jeans, Ketten, man hat mein Tattoo gesehen, wenn ich irgendwie so ein viel zu kurzes T-Shirt getragen habe. Die anderen in dem Doktor-Seminar hatten alle schon Pferdelederschuhe und Tweetsackos. Und dann kam da so ein 27-Jähriger aus New York, sah aus wie ein Freako in deren Meinung und war mit seiner ...

Doktorarbeit schon so weit. Und dann gab es echt viele kritische Nachfragen und dann habe ich auch gemerkt, eigentlich feiert dich nirgendwo, wenn du so streberfrüh mit einer Diss feierlich bist und dann erkennbar der berühmte Dr. Professor Kittler das auch nicht.

mag und dann gab es erst kein applaus und dann hat kittler geklatscht hat dann hätte ich jetzt eine klatschmaschine gesammelt würde ich noch viel lauter Und hat mir immer und immer wieder so mit seinem, der hat ja einen sehr südwestdeutschen Dialekt gehabt, auch nach der Promotion, habe ich ihn zwei, dreimal getroffen. War ein unfassbar cooler Typ. Viel zu früh gestorben. Aber wenn ich seine Texte auch jetzt noch lese, bin ich sehr beeindruckt. Dieses Spielen...

Mit Position. Also du hast, ich habe einen alten Beitrag über dich gelesen von Sophie Passmann in Alte weiße Männer und da kommt von dir ein Satz drin vor, Feindbilder sind Dinge, mit denen man spielt. Ja. Kannst du das erklären? Weil ich bin natürlich auf der Spurensuche, wie du hier spielst und ich habe mich also bei dem Buch auf einmal gefragt, meint der das jetzt wirklich ernst oder nicht? You never know. You never know, yes. Aber das ist ja das Gute. Guck mal, da sind wir.

Du hast ja gesagt, wieder über Kunst schreiben. Das Tolle an Kunst, und dazu gehört im weitesten Sinne jede Form von anspruchsvoller Kultur, ist, dass sie sich nicht 100% festlegt. Und der Text. schwingt an vielen stellen da sind viele sätze drin die natürlich beim schreiben also sorry für meinen Deutsch scheißlustig sind. Und manchmal schreibt man auch eine Pointe. Allerdings, wenn man einen Anspruch an seine eigene Arbeit hat, dann

Also Provokation um der Provokation Wellen ist genauso dumm wie eine Pointe um der Pointen Wellen. Das muss schon alles passen. Aber dann finde ich Dinge offen zu lassen, Dinge auch in Frage zu stellen. keines meiner Bücher, am ehesten DJ Culture, weil da war ich wirklich so ein linker Idealist und es endet auch links idealistisch bis zum Umfallen. Aber das eigentlich Wesentliche ... An großen Texten, Bildern, Songs. Nochmal, my dad is dead, the quiet man.

Bitte schreibt mir, wenn ihr das auch so gut findet, dann machen wir ja mal eine Session aller My Dad is Dad Fans hier in Berlin, dass es eine Offenheit hat. Ist doch klar. Und natürlich, ich meine, weißt du, wie angenehm es ist, wenn du für viele Leute so ein Feindbild bist? Im Sinne von, das macht ja die Welt für die einfacher für mich auch, in dem Sinne, dass man ein ganz wunderbares privates Leben führen kann.

weil die ja so Vorstellungen von einem haben, die so nichts mit meinem Leben zu tun haben. Also ich weiß ja nicht, du bist ja auch famous und die Frage ist, wie gehst du damit um oder willst du? dass eigentlich das Bild über dich genau das ist, was du bist? Oder findest du es eher angenehm, dass du eine sogenannte Persona bist? Natürlich, mein Hotel Matze, das ist natürlich eine super geführte Persona.

Und hier sitzen viele Leute, die eine Person haben und es sitzen andere Leute da, ich würde jetzt keinen Namen nennen wollen, die versuchen so krampfhaft, ganz authentisch alles zu sein. Und ich finde bei mir... An manchen Tagen ist es so, an manchen Tagen ist es anderes. Und das ist auch Wesen von Individualität, dass ich nicht krampfhaft versuchen muss, jetzt allen, es fällt allen auf, Ulf redet wie ein Schandmaul und der flucht und der hat eine Sprache.

heißt Shitbürgertum und im letzten Buch Mündig standen drauf, guten Tag, fickt euch alle, warum macht er das? Und so einfach, um deutlich zu machen, ich bin nicht, ich verwechsel mich nicht mit dem Oberlehrer der Nation. Ich bin eher der Junge aus der letzten Reihe, der nicht ganz blöd ist, aber den Schulunterricht auch ein bisschen bombt, wenn er zu blöd ist. Und ich finde es so witzig, sorry, dass ich immer in diese Kiwi-haften Stapel der Sachbücher gucke und ...

Und ich sehe, dass jetzt auch Sofis Buch, das ja wirklich toll ist, und das Kapitel, sie hat mir immer erzählt, dass es da am meisten Lacher gibt, wenn sie dann sagt. Und dann fasst sich Ulf. an den Fleck in der Brust, wo andere Menschen ein Herz haben und so. Und dann die Leute so, ha, ha, ha. Und das ist natürlich super, wenn man sagt, okay, das ist so ein herzloser Springerbastard. Das ist ja super. Also ja.

Wenn es die Leute erfreut, für die anderen bin ich dann Hitler. Ist doch geil. Nee, ist nicht geil. Doch, in dem Sinne, dass du praktisch ... unerkannt durch dein Leben schreiten kannst und einfach machen kannst, was du willst. Und ich habe das ja auch mehrfach schon in Reden betont, das setzt einen frei.

Aber du hast erst ganz am Anfang, als wir drüber sprachen, hast du gesagt, es ist ein langer Weg bis zum Egal. Und vielleicht bist du jetzt am Egal. Du glaubst es mir nicht. Weißt du, warum ich es dir nicht glaube? weil du es in jedem Interview erwähnst. Und wenn es dir egal wäre,

Würdest du überhaupt nicht drüber reden. Und es ist, würde ich sagen, der Erste jetzt in den Interviews, die du zu Shitbürgertum führst, die dich auf den Hitlerbart von Jan Böhmermann ansprechen. Und in allen anderen Interviews hast du es selber angesprochen. Ja, ich glaube, das stimmt, weil... Wenn man als Deutscher mit Hitler in Verbindung gebracht wird, und das war ja in Wien auch nochmal, das ist gewissermaßen ein Endpunkt.

Und damit markiere ich einen diskursiven Rahmen und würde sagen, das ist ein Endpunkt. Und wie gesagt, kann man es bedauern? Oder aber man kann sagen, danach bist du frei, weil danach kann ja eigentlich nichts mehr kommen. Und so mein Running-Gag, der will ich jetzt auch nur noch für die Leute, die aus Franken kommen. Also das Einzige, was danach noch kommen wird, du bist Fan.

Spielvereinigung Kräuter Fürth. Da lachen jetzt alle Leute in Nürnberg und West- und Ostmittelfranken. Aber warum das stimmt? Das ist schon ein Datum. Aber es ist auch bezeichnend, dass ich es in dem Gespräch nicht sagen muss, weil wir darüber nicht reden, weil du ja eine ganz andere Neugier und Ernst hast, abseits dieser Feindbilder. Ich sage nur, das Feindbild interessiert mich nicht mehr. Und diese Verkennung.

Diese Verkennung dessen, was man eigentlich versucht, aus welchen Gründen auch immer, daran kann man leiden, aber da ich nichts autodestruktives habe, sondern mein Leben wirklich gerne genieße und es auch schön finde. Vor allem schön und vor allem, wenn mir jemand mit sechs Jahren gesagt hat, ey Ulf, das ist dein Leben, wenn du mal richtig erwachsen bist und hätte mir das gezeigt, hätte ich gesagt, spinnst du, Alter.

Unmöglich. Das ist ja wie fünf Sechser im Lotto. Da komme ich her. Und da rekrediere ich jeden Morgen, jeden Abend bin ich dankbar und mir das sind sehr bewusst. Und da sind dann, was soll das, wenn irgend so ein ... opportunistischer Clown sich drüber lustig macht oder im Fall von Sophie. Ich finde das Buch, ich freue mich für den Erfolg. Die hat da echt was genailt mit dem Begriff. Die hat es ja geschafft, daraus einen Standing-Begriff zu machen.

Und Sophies Buch ist ja selber, spielt ja mit diesen Facetten und Feindbildern und im Grunde genommen den besten Beleg für das, was ich sage, ist ja Sophies Buch selbst. Das hat ja eine Ambivalenz und jetzt weiß ich nicht, ob ihr das recht, wenn ich es hier sage. Wir sind ja nicht nur gut vorher gewesen, sondern gut auch nachher, weil ich meine, wir sind beides Profis und dann hat sie halt ihre Punkte gemacht. Wenn ich für sie für Lacher sorge, freut mich das und ich freue mich für ihren Erfolg.

Aber verstehst du, damit kann man ja auch entspannt umgehen. Nein, man kann damit total umspannt umgehen. Ich fand es nur interessant, dass zu dem Moment, wo sie dich damals interviewt hat, das ist ja fast zehn Jahre her, würde ich meinen. dass man mit Feindbildern, dass man damit spielt und das ist irgendwie natürlich auch, es ist eben nicht ganz frei. Finde ich. Und dadurch, dass die Freiheit dir so wichtig ist. Erklär mal, warum ist das? Was ist am Spielen? Was ist unfreier als Spiel?

Das Spielen an sich ist total frei und das ist auch das, was uns, würde ich behaupten, abhanden kommt gerade, das Spielen. Was mir die ganze Zeit immer wieder so durch den Kopf geht, ist, wie wichtig es dir doch ist, was andere über dich sagen und was andere über dich schreiben, wer es verstanden hat, wer es nicht richtig verstanden hat, zu sagen.

der ist ja eigentlich links, der ist rechts und da werde ich und so weiter. Und ich merke so, das ist dir schon, wir haben erst über den Applaus geredet, das ist dir, ich glaube, es bedeutet dir mehr. Oder ist dir wichtiger vielleicht, als dir unterstellt? Du meinst unterbewusst, ist es mir viel wichtiger, als ich es selbst glaube oder weiß? Ja, also ich bin mir total sicher, dass du eigentlich Applaus von denen haben willst.

die du so hart kritisierst. Nicht im Sinne von... Dann bin ich aber ein echter Dummkopf. Nee, es geht eher um verstanden. Ich glaube, du möchtest eigentlich verstanden werden. Ja, das ist ein großer Unterschied. Das ist ein fundamentaler Unterschied, weil um ehrlich zu sein, wenn das Ziel wäre, den Applaus oder das gemocht oder geliebt werden. Ganz ehrlich, das Buch gebe ich meiner KI.

Und sagt dann, schreib doch mal ein Buch von Ulf Posch, wie er gemocht wird vom Shitbürgertum. Dann gebe ich das raus, alle, ey, Ulf, endlich hat er es eingesehen. Ich finde es so gut, das ist auch mal so eine Netanjahu-Kritik. Ich finde es super, dass er bei Refugee Welcome mitmacht. Ich bin super.

dass er auch sagt, wie wichtig Umverteilung ist und so. Also das Buch, wenn ich jetzt von meinem Glauben, also 50 Anführungsstriche, von meinem Glauben abfallen würde und sagen würde, ich bin einer von euch. Lieber Matze, ich saß hier vor zwei Jahren bei dir. Ich habe alles anders gemacht. Ich möchte einer von euch sein. Ich habe jetzt ein Buch geschrieben. Ich schwöre meinen alten...

rationalen Dämonen ab und ich mache mit. Und Vorwort ist von Ricarda, hat sie wirklich ganz toll geschrieben und Heidi hat mir ein Nachwort geschrieben. Danke nochmal für die Hinweise und jetzt kriege ich endlich den Applaus, den ich immer gewollt habe. Ne, also ich glaube, das ist nicht für mich die Option. Aber, und da steckt eigentlich deine Brücke drin.

Das ist der entscheidende Punkt. Wenn du den anderen verstehst, fängst du an, eine Brücke zu bauen. Und wenn du für die anderen nur ein Feindbild bist, da wird nie eine Brücke entstehen. Aber mir geht es weniger um die Emotionen. Guck mal, wie soll ich sagen, mir geht es echt so in dem Sinne, ich kann mich nicht beklagen, wirklich nicht. Null. Nullinger. Nullinger, nada, minus, niente, nix. Aber die Idee, dass jeder den anderen versteht.

Das ist der Anfang von allem. Und natürlich, wenn du Bücher schreibst, wenn du wie ich nun wirklich gesegnet ist mit einem Antrieb im Sinne, ich arbeite gerne, ich mache den Podcast. Also ich liebe das ja alles. Ich mache nicht, weil ich so... Und natürlich ist der Moment, und da hast du vollkommen recht, verstanden zu werden und auch auf der anderen Seite verstanden zu werden.

Von entscheidender, das ist eigentlich, schreibe ich die Bücher so, um auch dort verstanden zu werden. Deswegen auch in dem Buch, das letzte Kapitel, wo ich sage, ich hätte eine Idee für euch. Die Idee ist letzten Endes eine Therapie, die du vorschlägst für dieses Milieu und sagst, akzeptiert eure Ambivalenz, eure Widersprüche. Genau. Und unter uns? Die Rückmeldung habe ich dann doch von eher bekannten Leuten aus dem Milieu bekommen. Natürlich hast du da einen Punkt.

Und diese Momente verstanden zu werden, und nochmal, das ist was anderes als... gemocht zu werden oder sagen, es ist einem wichtig, dass sie einen mögen. Aber verstanden zu werden, ich finde, das muss die Grundvoraussetzung sein. von jeder kulturellen Praxis, ob das ein Kunstwerk, eine Musik oder was auch immer, dass die Lektüre dessen dazu führt, dass man sagt, ich habe jetzt was verstanden oder ich habe es nicht verstanden und will es wissen. Wenn man so will, das ist eigentlich der Ideal.

imperialistische Kern. Und der passt auch gut zu zwei anderen Begriffen, die im Liberalen wichtig sind, ist die Mündigkeit. Weil ich glaube nicht, dass man Menschen eine Meinung... so aufzwingen sollte oder dass man opportunistisch eine Meinung einfordert, um Karriere in gewissen Milieus zu machen oder Dinge eben nicht zu sagen, wie seit dem 7. Oktober oder wenn Maxim jetzt gelöscht wird in der Zeit.

Zeit und kein Schriftsteller, kein einziger, die vermeintlichen Rebellen, kein einziger sagt was, die großen, die sonst immer der Welt erklären, Theater nach dem 7. Oktober. Doch, Martin Stein hat was gesagt. Martin Stein, Harald ist ja kein klassischer Literarat, der ist ja so ein Kollege von uns, super Kolumne in der Mams. Also die, die es, ich habe es verfolgt, das sind die üblichen drei bis vier Leute, die es dort gibt, keiner von den Schriftstellern.

Und deswegen glaube ich, Mündigkeit ist das eine und einfach eine Ermutigung frei, über alles nachzudenken. Dazu will ich inspirieren. Deswegen schreibe ich auch so, wie ich schreibe, weil ich so finde, es soll nicht trocken sein, es soll unterhaltsam sein. Es ist ja auch hier die Kapitel und so wie das Buch auch aussieht. Heim meiner Bücher ist irgendwie ein Bild von mir, weil ich es lächerlich finde. Mein Name, Ulf, willst du es wirklich so klein? Ja, scheißegal. Shitburger, Tom.

Hinten macht kaputt. Darum geht es. Das ist eigentlich alles. Ein Versuch zu sagen, wie so Pop. Es soll unterhalten und hoffen, die Leute mündig zu machen. Und wenn ich dann verstanden werde, auch von jenen. die ich eigentlich mit kritisiere, freut es mich. Du machst ja den psychologischen Begriff auf und es gibt in der ... prozessorientierten Psychologie gibt es den Aspekt der Drittparteien. Das heißt, wenn man so viel über andere spricht, schreibt ...

dann spaltet man immer irgendwas auch von sich selbst ab und das ist dann die Drittpartei. Es geht auch um noch was ganz anderes, was man da eigentlich negiert. Was ist die Drittpartei bei dir? Naja, die Drittpartei, ich muss... Also das ist ein super wichtiger Gedanke. Natürlich schreibe ich immer auch über meine Irrungen und Wirrungen. Also ich war ja der Schlimmste von allen Shitbürgern.

Auf eine interessante Art. Aber ich habe nie aufgehört zu denken. Und aus mir hätte, ich war Chefredakteur mit 29 vom SZ-Magazin, das gefeiertste Organ, wenn man so will, dieses Milieus. Aber wie auch schon bei der Doktorarbeit, irgendwas in mir hat da nicht so funktioniert, dass man, vielleicht war es damals schon Porsche oder irgendwie so. Also im Grunde genommen schreibe ich auch immer, ich schreibe immer meine Herkunft.

Mache ich ja sehr transparent. Ich sage im Vorwort, das sind meine Irrungen, ich war der schlimmsten einer, also hat auch was, auch klassisch links, Selbstkritik. Und ich muss... gar nicht von mir da so viel abspalten, weil ich weder meine soziale noch meine Dialektherkunft noch meine linke Vergangenheit wegdrücken muss. Sondern ich setze mich damit auseinander und ich glaube, das ist mein Versuch voranzugehen für das Milieu, das ist ja mein Herkunftsmilieu.

Zu sagen, guck mal, es geht doch. Das heißt, vorangehen heißt, du wünschst dir, also das ist die Drittpartei, dass man dir hinterherläuft? Nee, vorangehen im Sinne von Avantgarde, hinterherlaufen, dass man ... darüber nachdenkt. Und das finde ich, mehr will ich gar nicht. Aber das ist eine super gute Beobachtung in dem Sinne, weil das eigentlich in all meinen Büchern, dieser Weg von hier nach dazu,

kommen, den gehe ich eigentlich immer nach. Und beim ersten Buch da, nach DJ Culture, kam dann das Modetheorie anpassen. Es war schon viel, viel melancholischer. Und dann cool, wurde richtig düster. Kein Mensch liest all diese Bücher. Ich will nur sagen, nichts davon ist ... passiert sozusagen so beiläufig, sondern ich kann gar nicht anders, als diese Irrungen und Wirrungen mit zu bedenken. Man kann sich bestimmt selbst anlügen.

Aber da wäre ich wieder bei einem Punkt ab 50, wenn du weißt, das Leben ist kurz, dann ist es einfach Waste of Time, dich selbst anzulügen. Das heißt, du musst mit deinen eigenen Irrungen und Wirkungswangen, für was könnte das denn... eine sinnvolle Vorlage gewesen sein? Oder ist der Umweg nicht doch das? wichtigste im Leben und die Fehler das wichtigste. Und das hat Niki Lauda mal gesagt, man lernt aus Siegen weniger als aus Niederlagen. Und ich glaube, das ist ein ganz

ganz zentraler Begriff. Und in Mündig, das werde ich auch nochmal remixen und werde das auch irgendwann bei Ulf Poschburgs rausbringen, da steckt eigentlich eine existenzielle Geste drin, die ich ... bis heute prägend finde und die eigentlich auch ist der Drift. Drift heißt, jeder kennt das sozusagen

Also gerade Linie ist das Einfachste. Geradlinige Menschen, verehre ich sehr, kann ich nichts damit anfangen. Dann gibt es sozusagen die, die Kurven fahren, dann gibt es die, die driften. Das heißt, du gehst in die letzte Stufe dessen. was kontrollierte Instabilität ist. Und das ist sozusagen dein Game. Du hältst das so. Und für mich ist der Liberale derjenige, der die Gesellschaft dadurch freisetzt, dass er eben zeigt, dass man Dinge driften kann, dass es irgendwie seit einem ist.

Ästhetik zu tun, es hat mir eine Risikobereitschaft zu tun. Und im Grunde genommen, auch da geht es mir weniger um eine Nachfolge als um eine Inspiration. Du hast gerade erst erzählt, dass du so jung warst bei der SZ und du hast, es gibt ein Porträt, ich meine es war von Philipp Oemke im Spiegel, wo du sagst, dass dein Rauswurf bei der SZ deine Urszene für die aktuelle Entwicklung ist.

Nee, das steht da nicht. Steht da nicht, dann ist es in einem anderen Artikel. Also die Urszene für deine aktuelle Entwicklung. Man schreibt Öhmke, aber das sage ich nicht. Das sagst du nicht? Okay. Aber ich weiß, woher das kommt, wer Philipp so einen Quark ins Ohr setzt. Das ist relativ naheliegend. Aber nee, SZ-Magazin war großartig.

Und also ich gucke das jetzt ab und an. Ich habe ein paar alte Hefte aufgehoben. Kann ich nur sagen, was man dem SZ-Magazin, es gab ja auch den Begriff, der kam ja nicht von irgendjemand, sondern das war ich ja so Borderline. Also wir gehen genau. Also da schon genau der Drift. Wir haben so viele Geschichten gemacht. die so an die Grenzen dessen gingen, was man im Journalismus machen kann. Also in jedem Aspekt. Casiba-Interview mit Christian Klar, ein Fake-Heft.

Wir hatten Modehefte mit Jürgen Teller, Geschichten, die jetzt im MoMA sind. Und also im Grunde genommen, wenn ich diese Werkschau mir angucke, dann würde ich sagen, total genau das eingelöst, was ich mir selber vorgenommen habe. Ich war sicherlich ein richtiger Idiot im Umgang mit anderen. Kolleginnen und Kollegen war wirklich in meiner Arbeitswut wahrscheinlich schwer erträglich, also obsessiv gearbeitet.

Aber was das Werk betrifft, bin ich sehr, sehr glücklich. Ich kenne das so von Menschen, die ... Früher sagte man rausgeschmissen, jetzt sagt man ja auch gecancelt. Ich kenne das von Menschen. Ich bin vollkant rausgeworfen worden. Das ist eigentlich ... im Grunde eine wahnsinnig schmerzhafte Erfahrung ist. Stimmt. Deswegen bin ich so über diese Ohrszene gestolpert, weil du da rausfliegst, wo du dich eigentlich zugehörig fühlst.

Du wirst, du merkst plötzlich anhand der Kommentare, jetzt ist das Social Media natürlich, dass die Leute, die du vielleicht verehrt hast, die hauen nochmal richtig drauf und es geht richtig ab und du bist und dein Bild. von dem, wo du dachtest, wo du drin bist, wird kaputt gehauen. Weil du merkst, die sind auch unsauber, das ist gar nicht so edel, das sind vielleicht auch gar keine Freunde und so weiter und so fort. Ist dir das damals auch so gegangen? Ja, also ...

Auf jeden Fall eine unfassbare, schmerzliche Erfahrung. Warum schmunzelst du? Weil ich da jetzt gleich mit der Pointe komme. Und ich sag dir, also, das hat viel damit zu tun, dass ich zwar geistig mit ... 28 promoviert bei Kittler, DJ Culture, ein Doktor, aber die sofort ein Erfolg wurde. Ein Jahr später Chefredakteur SZ Magazin. Also besser kann es nicht sein. Absolut. Emotional.

war ich 17, 18. Einfach weiterhin das nerdige, halbautistische Kind, das in einem Zimmer voller Bücher, Platten, Bilder und so weiter gelebt hat. Ich war... emotional nicht reif. Und dann habe ich einfach so alles, weil meine Erfahrung war immer, Arbeit einfach noch mehr, dann wird es schon gehen. Totaler Schmarrn, wie man rückblickend dann weiß.

Und ich konnte aber immer, weil ich, wie gesagt, ich bin nicht mit einem goldenen Löffel aufgewachsen, ich war sehr diszipliniert immer schon und dann war ich sehr neugierig und das hat so eine Kernfusion geführt. Und beim SZ-Magazin konnte ich im Grunde genommen alles einbringen. Politik, Style, Popkultur, Kunst, Kunsthefte gemacht und so. Es war für mich sozusagen eine paradiesische Umgebung. Und ich habe nie darauf geachtet, wie geht es denn eigentlich?

nicht der Süddeutschen, die Zeitung, die uns beigelegt hat mit dem, was wir da machen. Und ich hätte eigentlich hellhörig, wir wurden immer wilder, also Christian Kemmerling und ich, Christian, ein fantastischer, brillanter Blattmacher, der Beste vielleicht, mit dem ich je zusammengehe. zusammenarbeiten durfte. Und dann haben wir ja ganz viele Talente da entdeckt und gefördert.

Tom Kummer war jemand, der halt einfach gelogen und betrogen hat und ich war emotional unreif, weil das ein Freund war und ich so naiv war, ich konnte nicht glauben, dass mich jemand so anlügt. Also Tom Kummer war ein Journalist, der Interviews gefakt hat. Er hat einfach erfunden und ich kam nicht drauf. Ich habe mit Kohl gesprochen, der hat noch nie mit der Süddeutschen geredet. Ich habe Kate Moss interviewt mit Jürgen Teller, als sie in New York für niemanden erreichbar ist.

das man angeboten bekommen hat von der Filmfirma, dass man nicht hingeht und man sich ausdenkt. Rückblickend, du weißt, du lernst aus Niederlagen am meisten. Das war eine unfassbare Niederlage. Weniger das Professionelle als viele für mich als Mensch. Dass mich jemand so anlügt, von dem ich geglaubt habe, er ist ein Freund. Ich war so, also ich war wirklich, ich war 17.

Naiv wie ein 17-Jähriger. Und dafür habe ich einen Preis bezahlt, habe auch Verantwortung immer genommen. Aber ich wollte dir was über den Schmerz und dann mein Lächeln sagen. Wir waren auf irgendeiner Redaktionsreise, wir haben gefeiert, es war ein Jubiläum. Redaktion SZ-Magazin und wir fliegen aus Antalya zurück nach Berlin und die im

In der Welt am Sonntag, lustigerweise, steht so eine Nachricht, SZ-Magazin, Tom Kummer hat Interviews erfunden, große Geschichte im Fokus. Sie waren im Abend nach Haus, also bin ich in die Redaktion mit Christian Kemmerling und dann explodierte diese Bombe. Und dann kam eine interessante Wahrnehmung. Ich wünsche niemandem diese Erfahrung. Wer ist ein Freund und wer nicht?

Wenn alle, wenn du wirklich im Feuer stehst und zwar nicht ein bisschen, sondern komplett Flammenwerfer auf dich kriegst. Wer verpisst sich und wer ist da? Das ist dann so einfach. Null intellektuell. Du guckst neben dich, steht da noch einer, wenn ja, wer? Und die Erfahrung ist, dass aus dem Milieu de facto alle weg waren. Bis auf eine Handvoll. Alle. Jeder. Alle. Komplett. Das Milieu des Shit-Bürger. Die Figuren, die auch jetzt moralisch noch die große Klappe haben.

Ist das deine Urenttäuschung? Nö, ne, ne. Die Enttäuschung war, nee, es war eher für mich so, Mann, Junge, bist du? Das war, ich hab, es war eher... Kennst du Interstellar, die Szene, wo der da so weinend drin sitzt und dann geht es alles ganz schnell und er hat so einen Time Warp? Ich bin in zwei Wochen vom emotional 17-Jährigen emotional 33 geworden, der ich sein müsste. In zwei Wochen. Das ist ein krasser Ding. Und es war schmerzhaft.

Und die Brutalität, mit der die auf mich eingeschlagen haben, das Wunderkind. Also ich war immer schon umstritten. Ich war nie der Sonny bei, wie andere. Also Doktorarbeit schon. alles die anderen Bücher, SZ-Magazin. Ich habe schon da immer und immer und immer und immer wieder auf die Mütze bekommen. Das war aber ganz anderes Kaliber. Und jetzt komme ich zum Lächeln. Und die eigentliche Urszene ist, als ich dann ...

zu Christian an einem Freitag. Da kamen halt dann die ganzen Luschen und Nieten, die noch nie irgendwas Interessantes im Journalismus gemacht haben. und pinkelten über das drüber, was ich gemacht habe. Lustigerweise haben die Christian in Ruhe gelassen, sondern ich war halt das ideale Verein, jung, promoviert.

Fuhr Porsche, wusste man, da geht immer ins P1, da gab es mal eine Geschichte in der Abendzeitung, wie ich so in Clubs gehe und wer steigt dann abends zu dem ins Porsche und bla bla bla so. Und Und dann habe ich zu Christian gesagt, ich weiß nicht, ich habe keine Lust mehr. Also arbeitsrechtlich waren wir absolut unangreifbar. Und dann hat die Süddeutsche zwei Seiten.

komplett Vernichtung über uns geschrieben, vor allem über mich. In dem Artikel waren x Fehler drin. Ich wollte, dass das korrigiert wird, haben sie nicht gemacht. Herr Kills. der pfälzische Sozialdemokrat dafür gesorgt, dass das einfach killt. Kills, kills.

Und Herbert Riedel-Heiße hat mir damals noch gesagt, Herr Pascheid, Ihnen kann man da wenig vorwerfen, außer der Tatsache, Sie hätten Ihren Freund verraten müssen und das haben Sie nicht gemacht. Ich hätte es Ihnen empfohlen, Sie haben es nicht gemacht so. Und dann haben wir der DPA ein Interview gegeben, dass der Text, der über uns in unserer eigenen Zeitung erscheint, so nicht stimmt. Und da war eigentlich klar, das war es. Also ich hätte weitermachen können.

Und der Weg war auch planiert, aber halt nicht mehr so autonom. Und das war die Wahl. Ihr macht so weiter. Und wie gesagt, ich hatte vorher auch noch tollen Vertrag bekommen, praktisch ein halbes Jahr vor. Es war also super. Und dann haben wir mit dem Anwalt gesprochen und gesagt, okay, arbeitsrechtlich kann man euch selbst mit der Geschichte überhaupt nichts sagen. Dann haben wir das Interview gegeben, da war irgendwie klar, dass es kracht.

Und dann gibt es den Moment, da wurde das verkündet und meine Mutter hat das im Fernsehen im Bayerischen Rundfunk gesehen, dass ich gekündigt wurde und es wurde glaube ich ausgeflaggt als ein guter Tag für den Journalismus. Mutter war am Boden zerstört, das tat mir leid. Und dann war eigentlich das Interessante, wie gehst du denn da ins Bett? Ich bin ins Bett.

Hab mich hingelassen und gesagt, ey, die können mich alle crosswise. Und bin eingeschlafen, hab acht Stunden geschlafen und am nächsten Morgen nach Berlin gefahren. Und dieser Moment ist eigentlich das Eigentliche, würde ich sagen, ist die Resilienz. Also ich hätte jeden verstanden, der einfach so Zähne knappernd aufgelöst, Alkohol ist eh nicht mein Thema und so. Das ist die Urszene.

Die Verletzung, ich will nichts davon. Es war echt übel. Es war grausam. Es war zweitgrausamste, die Zeitreise von 17 bis 33 in zwei Wochen. Horror wünsche ich niemanden. niemanden auf der Welt. Und das, was es für meine, in dem Fall für meine Eltern bedeutet hat, das hat mir sehr, sehr leid getan, meine Mutter.

tut mir, wenn ich nur dran denke, den Schmerz, den es bei ihr ausgelöst hat. Ich bin aber auf dem Weg nach Berlin vorbeigefahren, dann hatten wir uns in den Armen, da war alles wieder gut. Das ist ja auch das Tolle einer guten Beziehung zu den Eltern. Und dieses ins Bett gehen und dann einfach zu sagen, also so habe ich es damals garantiert, ey, fickt euch alle, legt mich am Arsch, spinnt wohl, was mir sagt. Ich schlafe jetzt einfach mal. Schlafen, aufstehen.

Und dann habe ich von der Abfindung mir einfach, vom Teil der Abfindung einfach ein Ferrari gekauft. Und dann habe ich angefangen, wirklich war in Berlin. Und das war übrigens unvergessen in den Kunstwerken im Café Bravo. Sag dir noch was? Na klar. Bin ich so rein und da waren meine Ausgehfreunde, das Shitbürgertum, erbärmlich. Erbärmlich. So erbärmlich. Die Türsteher, die DHS, Frankie.

der Türsteher. Und meine ganzen Nachtleben, Henne, die ganzen Nachtleben, Jungs, ey Ulf, scheiß doch auf München, komm hierher, du gehörst doch zu uns, bleib hier, ey, wir freuen, ey Ulf, lass dir nichts. Diese Wärme. Und in der Sekunde dann sah ich die und alle... Die sahen alle cool aus, die Mädchen. Ey, Ulf, schön, dass du hier bist. Und komm, wir feiern ein und so. Ey, lass dich nicht ärgern. Und das werde ich nie vergessen. Ich stand in dem Hof von Bravo. Es war Sommer.

Oder es war so, ich war im Mai 2000 war das Jahr. Und ich habe so gedacht, hey Alter, wie geil. Der Anwalt hat mir gesagt, okay, du hast einen Bombenvertrag. Alles ist gut. und und das eigentliche ist die resilienz und sollte was sagen das ist das schlimmste eigentlich im sinne von exakt kannst es wegstecken Und damit hast du natürlich keine Angst. Noch mal im Zweifelsfall, bei Vanity Fair bin ich auch rausgeflogen. Mach so, wie du denkst. Und ich glaube, du schläfst schlecht.

wenn du dich selbst kompromittiert hättest. Aber dass du einen hohen Preis dafür bezahlen musst, wenn du im Zweifelsfall Dinge machst, die einfach scheiße sind oder Fehler sind oder eben nicht so funktionieren. Ich glaube, das ist was anderes. Und deswegen mein Lacher. ist die Urszene, ins Bett gehen und einfach tief und gut schlafen. Und wie ging es dir, als deine Mutter jetzt neulich in Nürnberg dein Buch kaufen wollte und im Buchhandel gesagt bekommen hat, sowas führen wir hier nicht?

Ich glaube, das hat uns beide amüsiert, weil wenn dann ein Blick in die Bestsellerlisten klar macht, dass eine Buchhändlerin da vielleicht gar nicht so relevant ist. dann abverkauft, dann nehmen wir das beide sehr amüsiert zu Kenntnis. Also deine Mama macht sich keine Sorgen mehr? Nee, schon lange nicht mehr. Und die Sorge ist, guck mal, wenn du Kinder hast,

Und du kriegst mit, was deinem Kind da angetan wird. Und wenn du dann als Mutter auch noch weißt, wie es zu all dem kam, dass du dann Schmerz empfindest, ist doch nachvollziehbar. Voll, natürlich. Trotzdem geht es natürlich auch immer wieder darum, wie ist die Beziehung zu den Eltern. Ich mir vorstelle, dass meine Mutter irgendwo hingeht und da sagt die Buchhändlerin oder der Buchhändler oder keine Ahnung, vielleicht ist es der Pfarrer oder was auch immer und hört dann plötzlich sowas.

So etwas führen wir hier nicht. Das ist schon ein harter Satz, finde ich. Ich glaube, meine Mutter hat schon viel schlimmere Sachen über mich gehört. Auch in der engeren Umgebung und so. Insofern, ich glaube, die ist auch, also nicht, dass ich es wirklich mag, aber ich glaube, die kann damit mittlerweile ganz gut umgehen. Grüße an die Mama. Ja, mache ich.

Du hast in deinem Buch, also wir haben ja schon ein paar Sachen, sind wir schon so durchkaloppiert. Ich habe aber, jetzt muss ich mal einmal gucken, vielleicht können wir uns zwei Sachen noch rausnehmen. Ich muss auf die Uhr gucken, weil ich meinen Sohn nachher auch noch abholen muss. Und du weißt, Söhne muss man für dich abholen. Ja, ich bin total bei dir. Tja, jetzt ist die große Frage, was nehmen wir denn? Also, fangen wir mal.

beim Respekt an. Da steht ein Satz drin, das Shitbürgertum hat eine Pädagogik der Angst entworfen und dann später weiter, das Shitbürgertum hat nahezu jeden Anspruch auf respektvollen Umgang verwirkt. Und das fand ich wirklich sehr, sehr drastisch, das zu sagen. Weil ich finde, also in einer Zeit, wo ...

Menschen auf dem CSD in Bautzen Gewalt erfahren, wo, du grinst schon so ein bisschen, aber Walter Lübcke, die List ist unendlich lang, da haben Menschen wirklichen Respekt verloren. Und dann zu sagen, Die haben respektvollen Umgang verwirkt und wir wissen auch wie Sprache, Realität und so weiter. Warum machst du sowas?

strategisch an dem Punkt wichtig ist. Also ich glaube, es ist ein großer Unterschied. Also Walter Lübcke ist ja gewissermaßen die Entsprechung zum Hitlerbad, um den mal, also das ist NSU. Und Rechtsterrorismus. Das ist Rechtsterrorismus. Ja, das mit Respekt. Findest du das zu unscharf von mir? Also unscharf ist gar kein Ausdruck. Ich weiß, ich müsste jetzt googeln, wie der Ausdruck dafür wäre. Ich finde es eigentlich infam, aber das sage ich jetzt nicht.

Also Respektlosigkeit schlicht und ergreifend damit zu tun, mit denjenigen, die sehr respektvoll über sich reden, aber ohne jeden Respekt für andere Lebensentwürfe sind. Shitbürger in ihrer überwiegenden Mehrheit und ich würde einfach so sagen, die gehen auf einem hohen Podest durchs Leben.

Überall wo sie sind, die würden nie so eine Gesprächssituation, jetzt sprech mal metaphorisch hier auf Augenhöhe und wir sitzen hier so akzeptieren, sondern deren Wahrnehmung ist, wir sprechen von einer höheren moralischen Warte aus. Und ich ermutige alle, diese Podeste kaputt zu machen. Mit einer Kettensäge, mit einem Beil, mit einem Hammer. Einfach haut die runter vom Podest. Natürlich keine physische Gewalt gegen die.

aber eine Dekonstruktion der Podeste und dass in dem Buch kein nicht aufgeklärter, kein antihumanistischer, kein nihilistischer, kein terroristischer Kein revanchistischer, kein Rassentiment geladener Satz drin ist, ist doch klar, wie es gemeint ist. Und ich muss mich nun wirklich nicht auch für widerwärtige Rechtsgewalt gegen Schwule und so.

Ich finde nicht, dass ich das erklären muss. Wenn du es aber sagst, muss ich es ja erklären. Das findet man in kein einzigen meiner Texte. Du wirst in meinen 40 Jahren Journalismus keinen Satz finden, der irgendwo... schwulenfeindlich, ausgedehnt. Du wirst von mir keinen Satz finden, der irgendein rechtes, rechtsradikales, rechtsextremes Narrativ, Horrorwort,

bedient, sondern im Gegenteil. Also ich kann nur noch mal darauf hinweisen, ich bin zweimal verrissen worden nur von zwei Medien. Das eine ist Taz und das andere ist Tichys Einblick. Ich glaube, dass die Respektlosigkeit eher darum geht, dass dort, wo dieses Shitbürgertum in Literaturhäusern im Bundestag, also Frau Hasselmann,

Jetzt von den Grünen nach dem VerfassungsrichterInnen. So wird hier in Deutschland mit Frauen umgegangen. Da muss ich mich halt so todlachen, weil sie sagen, ganz kurz, was ihr mit Gelbhaar hier gemacht habt, so geht ihr mit Männern um. Wenn Herr Outretsch einen Bundestagsmann hat, die haben das Leben zerstört. Frau Baerbock kriegt den Job, den Frau Schmidt hätte bekommen sollen. Auch eine fantastische Diplomatin und so.

Und diese Art von, wie lange kommt die mit so einem Zeug noch durch? Wir listen and we judge. Sagt nette, jette, nizza oder wie die ... heißt. Und wo ich so denke ... Und dass die sich das noch erlauben, hat einfach damit zu tun, dass sie damit durchkommen. Und mein Buch sagt, ich will nicht mehr, dass ihr damit durchkommt. Und deshalb fordere ich zu einer...

Respektlosigkeit auf, die hat aber nichts Barbarisches oder Antizivilisatorisches zu tun, sondern es geht einfach in einer Debatten-Situation um das Kappen einer Asymmetrie. Und nochmal, ich finde nicht, dass ich sagen muss, nichts von dem, was du da in den Raum geschoben hast,

Also, dass ich mich überhaupt da in irgendeiner Form zu verhalten muss, wie ich darüber denke, kannst du in jedem meiner Texte, in jedem meiner Bücher, in jedem meiner Podcast und so weiter sehen. Und glaubst du aber, oder bist du dir sicher, dass die Menschen, die das lesen, Dass die das alle auch so richtig verstehen? Absolut. Das ist das Tollste eigentlich, ist der Erfolg des Buches, vor allem in der Leserschaft. Im Sinne von, wie jung das ist, hätte ich nicht gedacht.

Also bei den Lesungen, ich habe jetzt am Sonntag so einen Cast and Coffee gemacht. Das habe ich gesehen, ja. Und das freut mich so, dass es auch akademisch und nicht akademisch ist, dass die alle keinen Bock haben, die Ränder zu wählen. Alle. Und dass sie eigentlich sagen, das, wovon du stehst, ist politisch nicht mehr repräsentiert. Und dass ich, also wenn ich das, das, was du sagst, ist politisch nicht mehr repräsentiert. Also...

Ich versuche das wirklich, du weißt, hier geht es ums Verstehen. Also verstehe ich das richtig, dass du dieses Buch schreibst oder geschrieben hast aus einer... publizistischen perspektive weil diese art von meinung oder diese position dort im grunde nicht stattfindet obwohl es Wir können ja sagen, es gäbe wichtigere Dinge zu beschreiben.

Was meinst du denn wichtiger? Es gibt immer was, was wichtiger ist. Es gibt aber auch noch mehr Sachen, die unwichtiger sind. Wenn es danach ginge, können wir die Buchmesse hier in deinem Vorzimmer machen. Wenn es danach ginge, was wirklich wichtig ist, dann fällt der ganze Shitburger Schrott an Sachbüchern oder Interviewbänden oder was auch immer. Dann kann man das einfach nehmen und sagen, es gibt viel Wichtigeres, bin ich sofort bei dir.

Wir leben ja in einer super pluralistischen Gesellschaft und da darf jeder für sich entscheiden, was wichtig ist. Diese Menschen sagen, endlich sag's mal jemand. Und übrigens auch die Emotionalität. Das, was ich ja jetzt spüre nach...

nach ein paar Minuten unseres Podcasts ist natürlich dein Mann, wieso redet der denn so, warum ist das so scharf und so weiter und so. Diese Emotion Haben die nur, ich meine, du darfst nicht vergessen, das Shitbürgertum, das wird dann so, irgendwelche Pastorinnen, irgendwelche, so, die stellen sich dann vor Extinction Rebellion, die stellen sich vor Letzte Generation, die stellen sich vor den Clean-Aktüssen und dann kommt dann so ein...

professoraler Auftritt. Wir listen and we judge. Wir sind die Guten, wir sind die Anständigen. Es ist unsere Demokratie. Demos gegen Rechts, Springer und FDP und Merz ist mit gemeint. Das sind praktisch die Teilen von morgens bis abends. mit einer Gnadenlosigkeit, aber halt so in diesem Habit, so wie im Deutschlandfunk die Moderatoren sprechen.

Das ist, oder wie jetzt so eine, die Moderatoren sprechen mit einem Objektiven, die tun so, als wäre, das ist interessant, ich will darüber auch nochmal schreiben, wie eine Tonlage Objektivität repräsentiert. das ist ein Hitzkopf, das ist etwas Subjektives. Die nehmen sozusagen so eine neutrale... Aber ist das nicht Journalismus? Nö, das ist Journalismus, ist so zu tun, dass man weiß...

was die Sprechposition ist und die tun so, als wären sie objektiv und sind mega Ideologen. Ist mir aber wirklich, also ich habe jetzt auch dein Interview gehört. im deutschland funk ich habe den namen von dem kollegen ja der wunderbar finde ich wirklich großartig wie er das macht und da habe ich immer also den bin ich dem das ist der moderator den ich da höre oder tolle leute interviewt und habe ich überhaupt nicht ansatzweise das gefühl

Der sagt nur Talking Points von Rot-Rot-Grün. Nur keinen einzigen Talking Point, der nicht Rot-Rot-Grün ist. Ich gucke mir die Gästelisten an. Manche Wochen sind fünf Rot-Rot-Grüne Gäste da. Korbinian ist super. Ganz smart. Und ich glaube, er muss auch bei mir besonders hart die Gegenposition rausstreichen, damit er nicht Ärger mit seiner eigenen Redaktion bekommt. Das ist aber gar nicht mein Punkt.

Ich wollte einfach nur sagen, wir waren ja bei der Respektlosigkeit, dein Fremdchen mit dem Sound. Die Emotion und die Schärfe gab es bislang nur auf der anderen Seite. Und die gibt es am rechten Rand. Damit will niemand meiner Leser was zu tun haben. Und du wirst in dem Buch keinen Satz finden, der das bedient. Und die gibt es am linken Rand. Und die gibt es am linken Rand bis in die absurdesten...

Ausdeutungen und einfach zu sagen, dass mal jemand, der erkennbar rational für Ludwig Erhard und Grundgesetz steht, zu sagen, einfach mal sagt, wie bescheuert das geworden ist. Und einfach mal auch so eine Schärfe reinbringen. Ich glaube, das ist für viele emotional entlastend. Ich muss sogar sagen, für mich als Autor vielleicht gar kein so großes Kompliment. Oder vielleicht doch.

Oder vielleicht nicht, I don't know. Aber die finden, du kennst es, der Ton macht die Musik, dass sie den Ton ganz besonders feiern, auch im Podcast. Und ich glaube, diese Emotionalisierung, dass die Mitte ... eben nicht anämisch und nur vernünftig und kompromissmäßig aussehen muss wie Volker Kauder, sondern so sein kann. Ich glaube, das wird gefeiert. Das ist interessant. Also es gibt ja manchmal diese ...

Ja, okay, ist nicht meine Form. Das ist mir klar. Das ist sozusagen hier an der Sache. Ich habe noch einen weiteren Satz. Und du hast mich gerade schon Ludwig Erhard angesprochen und ich hoffe, dass wir das noch so ein bisschen auf die Uhr gucken. Ich rede schneller. Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall. Die Sicherstellung einer funktionierenden Marktwirtschaft ermöglicht Wohlstand für so ziemlich alle, auch im Sinne Ludwig Erhards.

Libertäre hast du auch schon gesagt, 0,2 Prozent in Deutschland werden libertär. Was verstehst du unter einer funktionierenden Marktwirtschaft? Also eine funktionierende Marktwirtschaft, eine soziale Marktwirtschaft. ist eine Marktwirtschaft in der der Wettbewerb funktioniert und das heißt Kapitalisten kann man bei Peter Thiel lustigerweise sehen mögen ja keinen Wettbewerb.

Absolut, überhaupt nicht. Peter Thiel will gar keinen Wettbewerb. Ja, wobei er ist ja grandios und wunderbar und ich kann jetzt 500 Stunden über Peter Thiel reden, dass er der Schlaueste, der Schlaune ist, aber soziale Marktwirtschaft hat sich in Deutschland weil sie nach gescheiterten Versuchen von Demokratie und Freiheit deutlich gemacht haben, dass wirtschaftliche und unternehmerische Freiheit Das Einzige ist, was auch eine kulturelle und gesellschaftliche Freiheit ermöglichen.

Freiheit des Wettbewerbs führt dazu, dass der mündige Konsument, ich rede jetzt nur mal in solchen großen Begriffen, in der Lage ist, für sich vernünftige Konsumentscheidungen zu treffen und er hat die Wahl und kann die Wahl nach seinen Interessen gestalten.

Und gleichzeitig hat der Unternehmer die Freiheit, Produkte in den Wettbewerb zu stecken, von dem er glaubt, dass er damit profitabel arbeiten kann, damit Beschäftigung schaffen kann. Und wenn du so willst, wer, und das hat ja Milai in seiner fantastischen Davoser Rede gezeigt, Der ganze Fortschritt der Menschheit hat damit zu tun, dass dieses wir schaffen ein neues Produkt und setzen darauf, dass es mehr als fünf Leute interessiert wird, dass es einen Markt für sowas gibt.

Und dann verändern wir die Welt. Also wir können jetzt sagen, die Zivilisation fing bei den Römern an mit Kloaken. Und er ging dann in der Industrialisierung mit Industrieprodukten für mich, ich kenne die Geschichte des Automobils ganz gut, also die Idee, wie sieht Mobilität aus, vom Planwagen, die ersten Fahrräder und so weiter. die Marktwirtschaft dazu geführt hat, dass immer ...

Welches Produkt ist besser, dass das günstiger und innovativer ist? So im Zweifelsfall. Da kann man eben sagen, wenn man sich erlauben kann, will ich nur innovativer. Ich muss nicht sparen, aber wenn ich sparen muss, wenn ich günstiger ist, vielleicht nicht so innovativ. Und so hat man eigentlich einen wunderbaren Motor geschaffen, damit möglichst viele Leute in Beschäftigung sind, möglichst viele Leute nicht abhängig sind vom Staat.

der Wettbewerb und die Marktwirtschaft das Beste ist, um das Wissen über das, was in der Gesellschaft gebraucht wird, in irgendeiner Form zu institutionalisieren. Und das Ludwig R. Zitat, der hat dieses wunderbare Buch geschrieben, Wohlstand für alle. Und das war eigentlich der Versuch. Die Deutschen, die in Sachen Marktwirtschaft, obwohl sie im zweiten Hälfte 19. Jahrhundert erstes Drittel vor den Nazis sehr erfolgreich eigentlich waren, bis auf die schlimme Depression, die aber überall war.

dass man die versöhnt, nämlich eine Form von sozialem Ausgleich und erfolgreicher Marktwirtschaft. Und das war eine gute Balance und die haben wir verloren. Und dieser soziale Ausgleich? Von wem kommt der? Kommt der durch den Staat oder kommt der durch die Unternehmen? Naja, ich hätte gern einen, der von den Unternehmen kommt. Jeder Unternehmer ist sozial dadurch, dass er Verantwortung übernimmt für seine Beschäftigten. Macht er aber nicht, ist ja nicht so. Doch.

Naja, ich kenne keinen Unternehmer, wir reden nicht von Managern, das ist übrigens immer eine interessante, ich glaube Manager, bin ich bei dir. alle Mittelständler, jetzt sage ich wirklich alle, 99,743. Danke für die genaue Zahlen. Genau, aus dem Ulf-Posch-Institut für Wirtschaftswissenschaften. Die verkaufen lieber eine Immobilie, als Leute zu entlassen. Gibt es die Geschichten. Gibt es selbst in linken Zeitungen. Schreibt selbst die Taz drüber. Du liest echt wahnsinnig viel Zeitung. Ja, gut.

Ich muss, ich bin auch da junkie, obsessiv und so. Und ich glaube, dass das Unternehmertum der Mittelständler irgendeinem Kaff in der Pfalz, in Ostfriesland. In der Oberpfalz. Der kennt, der hat schon den Großvater hier eingestellt. Oder sein Großvater hat seinen Großvater. Glaubst du, sie freuen die Leute oder behandeln sie schlecht, wenn die... am Volksfestplatz sich treffen, wenn die Kinder miteinander Fußball spielen, wenn die in der gemeinsamen...

Wir hatten in Deutschland eine einzigartige mittelständische Unternehmenskultur, die mit einem hohen sozialen Engagement der Unternehmer zu tun hatte. Es lebte aber davon, dass der Unternehmer genug Spielräume hatte. Und dieses Unternehmertum ist gerade auf dem Weg raus. Sie haben keinen Bock mehr.

Die wollen sich auch nicht von irgendwelchen Tanten aus NGOs, Kirchen, von irgendwelchen linken Parteien erklären lassen, wie sie Kapitalismus machen. Die finden es lächerlich, dass so ein Typ wie Robert Habeck, der schlechteste Wirtschaftsminister ever, so... ja, wir machen Northvolt, Rheinfall, Chipfabrik, Rheinfall, Staatswirtschaft, wir subventionieren alles, Energiewende, geisteskrank so.

Und dieses Einverständnis, der Unternehmer achtet darauf, dass es einen sozialen Ausgleich gibt und für alles andere ist der Staat da. Und da muss man so sagen, die Staatsquote. Wir werden im nächsten Jahr 51,6 Prozent Staatsquote haben. Was heißt das? Das heißt sozusagen all das, was der Staat von dem, was im Bruttoinland, was sozusagen erwirtschaftet, geht irgendwie an den Staat.

Es ist einfach geisteskrank. Ist das aber nicht auch ein Problem unserer Zeit, dass das Wort Wohlstand, dass das überhaupt gar keine gemeinsame Realität hat? Was heißt eigentlich Wohlstand? also dass dein wohlstands deine wohlstandsidee unter umständen ein ganz anderes als die von mir oder ja also ich finde also übrigens staatsquote ich muss das pass auf das

Poste ich nochmal, was das genau heißt, weil ich bin kein Volkswirt, nicht, dass ich da irgendeinen Scheiß erzählt habe. Ich kenne nur die unterschiedlichen Sachen, das heißt Steuerbelastungen und das, was an Staatsgeld in die Wirtschaft reingebaut. Der Punkt wird jetzt durch dieses riesige Schuldenmilliarden. Aber ich poste das in die Podcast-Kommentare, die genaue Definition. Also Wohlstand? Wohlstand kann jeder für sich anders definieren. Und natürlich die Privilegierten.

Die Eliten sagen Wohlstand. Ulf, Zeit ist der größte Luxus. Ja, das kannst du aus deinem Bentley raus sagen. Für die anderen Leute, die hätten gerne mal dieses Saying, dass Zeitluxus ist. Für die ist Luxus, wenn sie sich wegen zwei Jobs und drei Kindern, die sie auf die Schulen schicken, vielleicht mal ein abendessen pro monat haben können das ist luxus und wohlstand ist für die wahrscheinlich was anderes heißt sie können ihren

15 Jahre alten Golf-Turbodiesel verkaufen, könnte sich vielleicht eine Skoda Fabia leisten, der nur ein Jahreswagen ist. Jeder definiert das nach seiner Privilegiertheit. Aber schlicht und ergreifend kann man dann einfach auch sagen, diese subjektiven Bourgeoisenvorstellungen vom Wohlstand sind nicht die, die die Leute brauchen, um zu sagen,

Wir wollen in einem Land mit anpacken. Und da verlieren wir im Augenblick einfach zu viele Menschen, die das Gefühl haben, das funktioniert so nicht mehr. Ich finde die SPD, ich mag ja Lars Klingbeil sehr. Ich auch. Ist ein super netter, schlauer, wie ich finde, off the record, selbstironisch witziger Typ. Lars, die Einladung steht übrigens.

Blas, geh mal hier hin. Ich kann es dir nur empfehlen. Und es ist wahrscheinlich nicht gut, wenn ich es empfehle. Ich ziehe es zurück. Also wenn es mal hilft. Okay, egal. Auf jeden Fall. Was Lars Klingbeil und andere Sozialdemokraten wirklich nachdenklich machen müsste, sind die Umfragen, die Allensbach gemacht hat in dem Milieu der Wähler und ehemaligen Wähler der SPD.

Die Partei wird nicht mehr als die Partei der Arbeiter und Arbeitnehmer wahrgenommen, sondern als der Transferempfänger. Deswegen ist er bei 13 Prozent. Und deswegen ist die AfD jetzt die Arbeiterpartei. Obwohl ich finde, dass die AfD zu einer gelingenden Volkswirtschaft mit Rassentiment in einer globalisierten Ökonomie wenig wird beitragen können. Das nur nebenbei bemerkt.

Aber wir müssen Perspektivwachstum machen. Wir müssen den Sozialstaat kleiner machen. Und wir müssen dafür sorgen, dass... Wir müssen den Sozialstaat kleiner machen. halbieren idealerweise und wir müssen dafür sorgen, dass jeder seines Glückes Schmied wird und dass wir die Fleißigen feiern und

alles tun, wir müssen die Schulen besser machen, dass unser Bildungsniveau so ist, dass wir mit den Leuten hier vorankommen. Aber das weiß doch selber, das kann doch in der heutigen Zeit, es kann, also wir beide haben Glück, würde ich sagen. Aber Glück ist Schmied in dieser globalisierten Welt? Na klar. Natürlich. Du siehst es ja in den Ländern, wo es so ist. Guck doch mal nach Polen. Wie viele Kilometer von hier, wenn wir hier auf die Autobahn fahren?

Eine Stunde? Sind wir da? Guckst du dir an? Die arbeiten einfach mehr. Wir arbeiten am wenigsten in ganz Europa, die Jahresstundenzahl. Moment. Da müssen wir jetzt zahlen. 2022 haben ... Das muss ich dann auch nochmal ganz genau reinschreiben, aber 45 Frauen, 45,5 Stunden wöchentliche Arbeit, Männer 44.

Nicht Wochenarbeitszeit, Jahresarbeitszeit. Und? Arbeiten die dann eine Woche 44 Stunden und nehmen die Rest der Woche? Nee, nee. Die arbeiten ja nicht alle gleich viele Wochen. Pass auf. Ich schwöre, bei der anderen liefere ich nach. Statistik kommt, wir sind das faulste Land. Und wir waren früher mal die Fleißigsten, jetzt sind wir die Faulsten. Die Sekundärtugenden sind in den Verruf gegangen, auch dank des Shitbürgertums. Was willst du mit Wohlstand? Die soziale Marktwirtschaft.

Ich sage ja sozial. Ich sage ja nicht wie ein Libertär oder ein Radikal-Liberaler. Aber du sagst die Sozialleistung. Ja, natürlich. Das Bürgergeld ist ein grandioser Misserfolg. Frag mal Lars off the record, weiß ich gar nicht. Frag doch mal Sozialdemokraten, das würde ich mir so machen, wie erfolgreich das Bürgergeld ist. Über wie viel Geld reden wir da? Über viel zu viel, weil es kulturell dazu sorgt, wenn der Lohnabstandsgebot, wir haben einfach...

Kein die, die sich anstrengen und die, die faul sind auf dem Nacken derjenigen, die sich anstrengen. Die Distanz ist zu klein. Ist die Distanz nicht viel größer zwischen denjenigen, die ganz wenig haben und denjenigen, die ganz viel haben?

Oh Mann, ja, also das kannst du mit Heidi Reichenig besprechen. Das ist einfach totaler Unsinn. Wir sind eins der gleichsten Länder und die Gleichheit der Gini-Koeffizient geht eher zurück. Wir verteilen so unendlich viel. Das stimmt doch nicht. Doch, ist so. Nein, stimmt nicht.

Kommt auch in die Statistik, wir können dann sozusagen, wir können dann so ein Rank, natürlich ist es so, die Gleichheit. Ich habe letzte Woche mit Martina Linath, hast du genau darüber gesprochen. Ja, aber das ist ja nun die schlimmste Ideologin von allen. Das ist ihr Geschäftsmodell mit einem. Buch am Ende kommt dann auch so ein rot-rot-grüner Kramraum. Dann werden wir...

Aber der Genie, das stimmt ja nun nicht. Nee, das stimmt. Wir haben eine Podcast-Folge, wo wir über ihr sehr populäres Buch und ihr Ressentiment, wir sind nicht... Wir sind nicht ungleich genug, um es mal ganz hart zu sagen. Wir brauchen eine ausdifferenzierte Gesellschaft. Es muss Leuten viel, viel schlechter gehen. Wie bitte? Und es muss Leuten viel, viel besser gehen. Wir brauchen größere Unterschiede.

Wir brauchen größere Unterschiede. Wir brauchen größere Unterschiede. Sagst du das jetzt, weil das so viele was anderes sagen? Also ist das wieder so ein Ulf-Poscher-Hof? Nein, nein, nein, das ist einfach eine tiefe Weisheit, weil dann geht es allen besser. Soziale Unterschiede sind... Dynamisch und gut. Überall. In Amerika ist es so. In Amerika ist jetzt durch den Big Beautiful Bill, also wer gewinnt denn da gerade?

Nach den aktuellen Zahlen. Also jetzt müssen wir natürlich überlegen. Wir stagnieren seit zehn Jahren. Was klar ist, dass unsere Umverteilungssysteme und ich zahle grotesk viel Steuern. vollkommen gestört. Also das ist das Steuersystem, das man da nochmal ran sollte. Das ist leistungsfeindlich. Und das ist leistungsfeindlich, was Leuten, die sich nicht anstecken, die auf uns spucken mit ihren Werten und dem, was sie machen, dass wir die auch finanzieren. Dieses Gerechtigkeit,

Dieses Ungerechtigkeitsgefühl, dass wir können so weitermachen, das fliegt uns um die Ohren. Und wie gesagt, die SPD ist die Partei, deren Thema das ist, bei 13 Prozent. Die Leute haben darauf keinen Bock, außer du bist Transferempfänger. Oder die Linksparteiwähler von Heidi Reichen, die sagen, wir nehmen einfach den Reichen, bis der Letzte weg ist, nehmen wir ihn alles weg und dann haben wir Venezuela.

Es gibt keine vernünftige linke Politik für diese Bundesrepublik. Wenn wir damit weitermachen, geht das Land kaputt. Und es ist schon ziemlich kaputt. Und dann kann man es ganz vergessen. Und so Leute wie diese Ungleichheitspopulisten und so weiter, das ist genau diese Art von Shitburger-Sachbüchern, die das Land weiter kaputt machen. Und da bin ich... ich bei Respektlosigkeit. Mein Respekt vor so jemand ist bei null. Zero.

Okay, also da haben wir auf jeden Fall noch mal ein paar Zahlen, die wir hier nachliefern. An dieser Stelle würde ich sagen. Also weil das mit dem Genie, das ist schon... Ist so. Also wie gesagt, bei Staatsquote, das habe ich echt scheiße erklärt. Dafür habe ich im Podcast immer Daniel Stelter, der kann es so genau definieren. Liefer ich nach, Genie ist auf jeden Fall so. Also Genie, sag bitte nochmal, was deine Behauptung ist. Wir werden gleicher.

Und wir werden nicht ungleicher. Deutschland wird gleicher nach dem Genie. Ja. Okay. Seit wann? Weiß ich nicht. Also auf jeden Fall schließt sich die Schere, sie geht nicht weiter. Die Schere zwischen Arm und Reich schließt sich? Ich glaube in den letzten zwei Jahren. Okay, wir wetten um, was wetten wir, Ulf? Was willst du? Ich würde sagen, wir wetten um eine gute Schallplatte.

Ja. Hast du Schallplatten noch? Ja. Ja, gute Schallplatte. Okay. Wir machen das feierlich hier in Prenzlauer Berg, die Übergabe. Wir machen natürlich Tonsteine, Scherben. Macht kaputt, was euch kaputt macht. Das wäre deine Platte, ich würde sagen. Meine Platte wäre jetzt natürlich Slime, alle gegen alle. Ja, okay, gut, dann machen wir das. Das ist super. Beides großseitige Platten.

Also wir müssen zumindest sagen, hier sind jetzt gerade zwei verschiedene Positionen, die sind zumindest jetzt mal so letzte Woche Martina, heute diese Woche du, also Bravo. ganz, mein Wunsch ist ja immer noch, also vielleicht schaffen wir das irgendwann, ähm,

Aber da müssen sich die Gemüter ein wenig beruhigen, würde ich sagen. Der nächste Schritt hier, Stichwort Brücken bauen, dass sie auch mal zwei verschiedene Positionen zusammensitzen. Ich sehe jetzt natürlich direkt Martina und dich hier sitzen im Herbst. Aber mit Zero Respekt ist leider... Ja, aber ich weiß was, wer es noch viel besser kann als Daniel Stelter, macht das mit Daniel, der hat vollen Respekt und der wäre glaube ich der Bessere als ich. Ich würde da unter Umständen...

Beleidigend werden? Nein, würde ich nie. Also ich finde ja auch... Liegt mir vorkommen fern. Ich bin mir sicher, dass es eine sehr angenehme Zeitgenosse ist. Es geht mir nie um irgendwas Persönliches. Ich finde, ehrlich gesagt, ich hätte mir gewünscht, wenn... Das ist nicht immer so persönlich bei mir geworden. Nein, überhaupt nicht. Mir geht es einfach nur um die Position. Und by the way, nur mal um Werbung für die Welt zu machen. Endlich. Wir hatten ein hyperaffirmatives Interview.

Das wird deine Bekannte sicherlich auch so. Marie-Louise Goldmann, Frau Dr. Goldmann, wie sie heißt, eine fantastische Fettunistin, hat eine Seite Interview mit ihr gemacht. Und es war ein super gutes, also ich fand es zu affirmativ. habe auch die kollegin dafür kritisiert aber so sind wir ich will nur sagen mein blick darauf ist nicht der blick der redaktion und ich finde sie ist ein beispiel mit diesem interview dass wir eben

Genau solche Wände, um dieses Beispiel, deine arme Wand hier, wir vermeiden das. Wir wollen keine blinden Flecken. Auch wenn ich, wenn ich es dann lese, wirklich physisch darunter leide. Du Armer. Lieber Ulf. Ich wünsche mir, also ich stelle dir gleich nochmal eine letzte Frage, die immer die letzte Frage ist, aber ich wünsche dir und unserem Land

Folgendes, dass du wieder mehr über Kunst schreiben kannst. Ja, sehr gut. Wirklich agreed. Ich freue mich, wenn ich, also alles ist gut in einem Land, wenn ich wieder über Guy Debord schreiben kann. Wer ist das? Das ist der Gründer des Situationismus. Der letzte große avantgardistische Kunstbewegung und die bis heute eigentlich, also bis auf das fantastische Buch von Grail Marcus etwas...

Unter dem Radar fliegt, wie man auch an deiner Nachfrage merkt, die sind eigentlich für mich die beste Fortführung von Surrealismus, Dadaismus und allen Nachkriegs-Pop. kulturellen Bewegungen. Malcolm McLaren war der Erfinder Sechspistels, war einer, der die letzte Schwundstufe des Situationismus mitgemacht hat. Die Texte von Guy Debord sind einfach absolut brillant.

Und ja, wenn ich darüber wieder schreibe, wächst Deutschland mit 4,5 Prozent und wir haben eine stabile schwarz-gelbe Mehrheit und es sind dann nicht mehr die opportunistischen Hubs. in den Parteien, sondern mutige und kluge Leute wie Manuel Hagel in Stuttgart und ein paar von den mutigen Julis, die jetzt im Augenblick den Kopf aus dem Sand stecken. Denkst du bei deinem Wohlstandsthema, nur dass ich es einmal gehört habe, denkst du die Ökologie mit?

Das marktwirtschaftlich lösen. Natürlich ist das ein Markt. Also ich fahre nachhaltigst ja nur alte italienische Autos und habe damit eine super Ökobilanz. Und natürlich Ökologie ist... Also weil auch Wachstum natürlich in einer Zeit, in einer Welt. Du kennst den CO2-Verbrauch, früher Wachstum so, jetzt so. Wir haben ja eine Energiewende gemacht, die einfach zu mehr CO2 führt. Wir haben die Kohlekraftwerke und so. Also die Deutschen.

sind einfach nur auf der Sprachebene ökologisch, realpolitisch eine Katastrophe. Und die zweite Frage, die ich noch hatte, wenn du so anschreibst, wessen John Dark bist du? Ich bin Chandac im Sinne. Weißt du eigentlich, wie schön diese Gegend in Frankreich ist? Ich war in diesem kleinen Dorf, wo Chandac herkommt.

Und stand da mit meinem alten Italiener und habe mir das so angeguckt und habe gedacht, die verkitschte Heldenverehrung, was für eine tolle Freiheitsheldin, aber was ich daran nicht mag, ist das Märtyrertum. Weil du auch über Mut, du hast gesagt, du bist vielleicht zu mutig. Ja, aber ich habe nichts Autodestruktives. Und ich finde auch nicht, dass Märtyrertum irgendwas ist, was man anstreben sollte. Im Gegenteil, ich finde, man sollte gut gelaunt rebellieren.

bester Laune und gut schlafen können. Also dann stellen wir uns Jean Dark als eine gut gelaunte, gut ausgestaffene. Wie in einem Smith-Song. Stimmt. Also ich möchte nicht irgendwo verbrannt werden. Das lehne ich ab. Auch wegen dem CO2. wenn ich verbrannt werde. Aber für wen, wenn du sagst, ich kann ja jetzt gerade nicht über Kunst schreiben und ich hoffe, ich kann nicht über Kunst schreiben, was ich ja auch hoffe. Am Ende soll ich das sagen. Für wen?

Ich würde mal sagen, ich bin am meisten, die Menschen, die mich am meisten beeindrucken sind, Unternehmer und Startup. Für die bin ich da, für die möchte ich da sein und ich möchte für all die da sein, die auch nicht als Unternehmer, sondern die... ein kleines heteronormatives Familien- und Berufsleben führen und in allen Debatten

ungesehen bleiben. Und ich freue mich besonders über die Rückmeldungen von eigentlich unpathetischen, dramatischen, früher hätte man gesagt ganz normalen Leuten, die das Gefühl haben, endlich wird gesehen, dass es mich gibt, meine Position. Aber wenn ich nur als alter Linker ganz leninistisch denke, welches Milieu und was brauchen wir in einem Land mehr, mehr Unternehmer, eine Unternehmerschaft. Wir müssen alles tun, alles vom Unternehmer her denken.

mehr Unternehmer, mehr Startups. Wir müssen die besten Leute anziehen, die besten Unternehmer, die besten künftigen Unternehmer. Und ob wir die, um jetzt das Migrationsthema, ob die ... aus dem Sudan kommen, wie meine tolle Kollegin Nidal, die im Springer-Vorstand war und jetzt fantastische Sachen für ihr Land mit der UNICEF macht, ob die aus Südamerika kommen, ob die aus Grönland kommen, aus Singapur oder wo auch.

Wir brauchen, Deutschland muss ein Ort werden, wo die Leute sagen, ich will die Welt mit dem, was ich produziere und erfunden habe, zu einem besseren Ort machen, inkludiert ökologische Themen. Ich glaube auch KI, das wäre noch besser. ein Thema, ein super wichtiges Thema. KI und Robotik werden die alte Marxische Utopie von der Abschaffung entfremdeter Arbeit. Das wird möglich sein. Und ich sehe ganz viele Chancen. Ich sehe nur ...

Durch das Shit-Burgertum können wir diese Chance nicht nutzen, sondern im Gegenteil, wir verlieren diejenigen, die das gestalten können. Und ich wünsche mir einen Systemwettbewerb des Westens. Wir haben nicht gesprochen über die Gefährdung des Westens. Wir haben nicht über Putin gesprochen. Wir haben nicht über die Horror-Chinesen gesprochen. Wir haben nicht drüber gesprochen, was in Bricks starten. passiert, Stichwort Lula,

Und Brasilien, ich habe glaube ich 90 Mal jetzt Milay und Argentinien erwähnt, das ist so die einzige Ausnahme. Kurzum, Afrika, wir gucken viel zu wenig dorthin, da gelingt einigen Ländern ganz viel. Dank Nidal weiß ich was Schlimmes, im Sudan passiert so. Horizont weiten, wir müssen der Ort sein, wenn du erfolgreichen Unternehmen aufbauen willst, du hast hier skilled workers, du hast fleißige Leute und du hast eine

keine leistungsfeindliche Besteuerung und keine leistungsfeindlichen Sozialstaat. Da ist ein langer Weg, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Bist du für eine Vermögenssteuer? Nö. Bist du für eine Erbschaftssteuer? Nö. Bist du für eine Einkommenssteuer? Ich bin für einen Bierdeckel. Ich hätte ja am liebsten 25% auf alles. Dann wäre es lustig.

25 Prozent, das ist ja dann Erbe, das ist eigentlich im Grunde eine Vermögenssteuer. 25 Prozent, das wäre eine interessante Vermögenssteuer. Soll ich dir was sagen, wenn wir bürokratisch ... Ja. Einfach sagen, das macht eine AI. Die patentieren wir heute. Wir beide. Hotel Matze und Ulf Porsche machen die 25 auf alles. That's it. Es gibt nichts anderes. Es gibt nur das.

That's it. Und es gibt nie mehr einen Steuerberater. Es gibt kein einziges. Jedes Finanzamt wird Schule und Kita. So. Und was wir da haben, that's it. Es gibt kein Euro mehr. Es gibt keine Verschuldung. That's the fuck it. Dann hätten wir eine Dynamik und dann schwöre ich dir, dann könnten wir sogar Millai jagen, weil wir dann so entbürokratisieren könnten. Und ich glaube, das wäre ein attraktives Modell. Und dann freue ich mich, da würde ich bis 75 arbeiten.

25 Prozent auf alles für alle. 25 Prozent für alles für alle, ja. Und kein Schlupfloch, kein irgendwas? Nix, nada. Du kannst nicht irgendwie woanders hin? Du hast einen Pass. Also Matthias muss dann auch nochmal abliefern. Bei Matthias würde ich natürlich eine Ausnahme machen, wenn er drauf besteht. Er ist ja mein Chef. Nein, aber im Ernst... Also, ich finde das als Denkmodell, zum Abschluss dieses Podcasts finde ich wunderbar, denkt mal drüber nach und solche Befreiungsschläge meine ich.

Und unsere Politik sagt, wir können nicht mal 0,0025% bei irgendwas reduzieren, weil es nicht gegenfinanziert ist. Also so dieser Quatsch. Heißt natürlich auch, das hat Sloterdijk mal so schön geschrieben in dem Essay über die gebende Hand, in dem Moment, wo du den Staat so in seinen Mitteln so beschneidest, kann er sich nicht mehr viel erlauben und ich glaube eben dann auch keine Subvention. Wir subventionieren nicht Windräder und Solarzellen. Und Volkswagen auch nicht mehr? Ja, gerne.

Du hast mich schon richtig verstanden. Wenn als Denkmodell, weil realpolitisch ist es genauso wahrscheinlich, wie ich jetzt rausgehe und ich wäre König von Dänemark. Ich will nur sagen, dass ... So müssten wir rangehen und wenn ich sage, macht kaputt, was kaputt macht, was euch kaputt macht, dann geht es in so eine Richtung.

Ulf, ich habe eine große Plakatwand am Alexanderplatz und du darfst entscheiden, was da draufsteht. Was schreibst du drauf? Alles wird gut. Na, das hoffen wir mal. Vielen herzlichen Dank für deinen Besuch. Sehr gerne. Dankeschön. Gerne. Bis zum nächsten Mal.

Das war Ulf Poschert. Vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen und auch Zuhören. Was sich für mich durch diese Folge wieder neu bestätigt hat, ist, wie wichtig es für mich ist, wenn ich die Möglichkeit habe, wenn ich die Kapazität habe, nicht...

über Menschen zu reden, sondern mit ihnen zu reden. Und ich habe durch das Gespräch Neues erfahren. Ich habe neue Perspektiven bekommen. Und ich glaube, dass ich jetzt die Perspektive von Ulf besser verstehen kann. Das heißt aber nicht, dass ich mit ihm übereinstelle, Stimme. Darüber haben wir ja gesprochen ganz viel. Es geht eben, finde ich, schon darum, bestenfalls zu verstehen und wie gesagt, nicht darum, der gleichen Meinung zu sein.

Das fand ich hier in dieser Folge sehr, sehr spannend und sehr, sehr interessant zu beobachten, auch zu merken, was meine Irritation so macht, an welcher Stelle sie sich auflöst, wo sie ein bisschen mehr wird. Bin gespannt, wie euch's während dieser Folge so gegangen ist. Wir haben ja einige Sachen hier besprochen.

Wir haben nochmal versucht, die Facts zu checken und die dann unten in die Shownotes zu packen. Ich möchte mich herzlich bedanken bei Torben Becker und Lena Rocheu für die Redaktion, bei Mitvergnügen für die Distribution und Vermarktung und bei Maximilian Frisch für die Produktion.

Wenn ihr Lust habt auf eine weitere Folge, apropos andere Positionen besser verstehen, andere Perspektiven verstehen, dann möchte ich euch natürlich jetzt die Folge mit Heidi Reichenig empfehlen. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag, eine gute Nacht, auf bald, euer Matze.

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