Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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Wie ein einfacher Ultraschall Risiken früh sichtbar macht – und warum kurze Aussetzer immer ein Notfall sind Die meisten Menschen denken erst dann an ihre Halsschlagader, wenn etwas passiert ist. Dabei kann gerade dieses Gefäß früh zeigen, wie gesund das gesamte Gefäßsystem noch ist. Fachleute sprechen deshalb von einem „Fenster zum Gehirn“: Mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung lassen sich Veränderungen erkennen, lange bevor Beschwerden auftreten.
Die Gynäkologin Dr. Kehinde Wewe diskutiert, wie schlechte Arztkommunikation und falsche Informationen auf Social Media junge Frauen verunsichern. Sie erklärt, warum evidenzbasierte Aufklärung im digitalen Raum entscheidend ist, um Mythen zu entlarven, das Körperbild zu stärken und den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern. Der Podcast betont die Verantwortung von Ärzten, aktiv auf Social Media Wissen zu vermitteln.
Eine Teamärztin erklärt, wie Reisen, Klima und Stress den Körper von Profis verändern – und warum Akklimatisierung über Sieg und Niederlage entscheidet. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt für die Spieler lange vor dem Anpfiff. Reisen, Zeitverschiebung und Klima bringen den Körper aus dem Takt. Herzfrequenz und Stresshormone steigen, der Schlaf leidet. Der sogenannte „Turnierkörper“ beschreibt diesen Zustand: Selbst Top-Athleten bleiben zunächst unter ihrem Niveau. Erst nach zehn bis vierzehn ...
Wie Infektionen entstehen, welche Symptome auftreten und wie man sich schützt Das Interview mit dem Grazer Infektiologen Robert Krause beleuchtet die oft unterschätzte Gefahr von Hantavirus-Infektionen. Diese Infektionen werden vor allem durch aufgewirbelten Staub mit kontaminiertem Nagetierkot übertragen. Ein Fallbeispiel eines Landwirts zeigt, wie schnell eine alltägliche Tätigkeit zum Gesundheitsrisiko werden kann. Besonders im Frühling steigt die Gefahr, da trockene Bedingungen die Verbreitu...
Wie Wissen, Lebensstil und digitale Technik Mutter und Kind schützen Schwangerschaftsdiabetes betrifft in Österreich etwa jede zehnte werdende Mutter. Die Diagnose trifft oft unerwartet – und doch fällt sie in eine kritische Phase. Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wird die Grundlage für die Gesundheit des Kindes gelegt, nicht nur für die Geburt, sondern oft für viele Jahre danach. „Ein erhöhter Blutzucker der Mutter gelangt direkt zum Kind“, erläutert Prof. Christian Göbl von der M...
Einblicke in Medizingeschichte, Netzwerke und Persönlichkeiten des alten Wien Die Hörgang Episode 402 führt in die faszinierende Welt der Wiener Medizin um 1900 und beleuchtet Persönlichkeiten, deren Geschichten oft im Schatten ihrer wissenschaftlichen Leistungen stehen. Ausgangspunkt ist ein berühmtes Zitat von Johann Schnitzler: Ein Schnupfen dauert unbehandelt sieben Tage – behandelt eine Woche. Humorvoll und bis heute aktuell, zeigt es, wie zeitlos medizinische Beobachtungen sein können. Im ...
Dr. Barbara Fischer über Schädelflexibilität, Beckendynamik und die Rolle von medizinischer Intervention in der Evolution In dieser Podcast-Episode erklärt die Evolutionsbiologin Dr. Barbara Fischer die spannende Herausforderung der menschlichen Geburt: das Verhältnis von Kopfgröße Neugeborener zum mütterlichen Becken. Obwohl die Evolution erstaunliche Anpassungen hervorgebracht hat, ist der menschliche Geburtsprozess ein Kompromiss – kein perfektes Design. Neugeborene kommen mit flexiblen Schäd...
Wie moderne Forschungszentren die Patientenversorgung verbessern Die Zukunft der klinischen Forschung in Österreich nimmt zunehmend konkrete Formen an. Moderne Forschungszentren, die derzeit an der MedUni Wien entstehen, sollen den Weg von wissenschaftlichen Erkenntnissen zur praktischen Anwendung deutlich verkürzen. Ziel ist es, neue Therapien schneller, sicherer und individueller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Das sagt Prof. Dr. Markus Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik f...
Eine Ausstellung im Wiener Josephinum zeigt Gustav Klimt neu – als Chronisten des Lebens zwischen Geburt, Krankheit und Tod www.josephinum.ac.at/aktuelle-ausstellungen/detail/klimt/
Warum frühe Diagnose, Vernetzung und moderne Therapien Leben verändern https://kinder-jugendheilkunde.meduniwien.ac.at/unsere-abteilungen/klinische-abteilung-fuer-paediatrische-pulmologie-allergologie-und-endokrinologie/neugeborenen-screening/team/
Mikrobiom und Psyche Prof. Dr. Martin Aigner ist Primar der Klinischen Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin am Universitätsklinikum Tulln. Dr. Johanna Wolfsberger ist Medizinjournalistin bei Springer Wien.
Warum ein über 100 Jahre alter Therapieansatz in Wien ein medizinisches Comeback feiert Antibiotika verlieren an Kraft. Resistenzen breiten sich aus, Therapien scheitern. Allein in Österreich sterben jedes Jahr tausende Menschen im Zusammenhang mit multiresistenten Bakterien. Die Medizin sucht Auswege – und findet einen alten Ansatz neu: die Phagentherapie. Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien gezielt befallen und zerstören. Entdeckt vor über hundert Jahren, gerieten sie im Westen in Vergess...
Die häufigste Herzrhythmusstörung bleibt oft unbemerkt – mit fatalen Folgen Das Herz schlägt zuverlässig – meist ein Leben lang. Doch manchmal gerät es aus dem Takt. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit. Millionen Menschen leben damit, viele ohne es zu wissen. Denn die Erkrankung bleibt oft stumm. Kein Schmerz. Kein Alarm. Dabei sind die Folgen ernst. Beim Vorhofflimmern feuern elektrische Signale chaotisch. Die Vorhöfe pumpen nicht mehr richtig. Blut kann gerinnen. Das ...
Medizin mit Menschlichkeit Weitere Infos über die Arbeit von Dr. Grießler in Ghana finden Sie hier: www.jugendeinewelt.at/projekte/laender/afrika/ghana/
Warum Zuhören in der Ordination oft wichtiger ist als Technik Was haben ein Allgemeinmediziner und eine Tierärztin gemeinsam? Mehr, als man denkt. In dieser Podcastfolge treffen zwei Welten aufeinander, die sich im Wartezimmer selten begegnen, aber im Kern erstaunlich ähneln. Ronny Tekal, Arzt, Radiodoktor und Medizinkabarettist, spricht mit Tierärztin „Dogtor" Sandra Burin über ihren Berufsalltag, der von Diagnose, Vertrauen und Emotion geprägt ist. Menschen erklären ihre Symptome oder recherch...
Einblicke in die Welt der Bionik: Embodiment, moderne Prothetik und die Grenzen technologischer Visionen https://www.meduniwien.ac.at/web/en/forschung/researcher-profiles/researcher-profiles/detail/?res=oskar_aszmann&cHash=51ba98133c5bc75b07634904bd48314b
HIV ist heute medizinisch kontrollierbar – doch das Stigma bleibt. Im Gespräch erklärt die Wiener Immunologin und Dermatologin Katharina Grabmeier-Pfistershammer, warum HIV längst kein Todesurteil mehr bedeutet, aber immer noch zu spät erkannt wird. Moderne Medikamente halten das Virus in Schach, oft mit nur einer Tablette täglich oder sogar einer Spritze, die ein halbes Jahr schützt. Heilbar ist HIV jedoch nicht – Therapietreue ist entscheidend, sonst kann das Virus Resistenzen entwickeln. Viel...
In der neuen Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene an der MedUni Wien widmet sich die Gerichtsmedizinerin Dr. Katharina Stolz einer Aufgabe, die oft im Verborgenen bleibt: der professionellen Sicherung von Gewaltspuren – unabhängig davon, ob Betroffene sofort Anzeige erstatten. Rund 300 Untersuchungen in den ersten Monaten zeigen, wie groß der Bedarf ist. Vor allem stumpfe Gewalt, Hämatome und scheinbare Bagatellverletzungen werden hier detailliert dokumentiert, fotografiert und bis zu zehn J...
In dieser Hörgang-Episode beleuchten wir die Welt der Pathologie, abseits von Tatorten und Krimiserien. Prof. Dr. Bernadette Liegl-Atzwanger (Med Uni Graz) erklärt die zentrale Rolle der klinischen und molekularen Pathologie in der modernen Medizin, Präzisionsdiagnostik und Therapieentscheidungen. Sie zeigt, wie aus Gewebeproben, digitalen Mikroskopien und genetischen Analysen konkrete Diagnosen entstehen. Ohne Pathologie wäre personalisierte Krebsmedizin nicht möglich. Dr. Liegl-Atzwanger gibt ...
„Wer waren die Ärztinnen und Ärzte, die 1938 aus Wien vertrieben wurden?“ – Das neue digitale Gedenkbuch der Gesellschaft der Ärzte in Wien macht ihre Namen wieder sichtbar. In dieser Hörgang-Folge sprechen die ehemalige Präsidentin der Gesellschaft, Prof. Dr. Beatrix Volz-Platzer, und der Archivar der Gesellschaft, Hermann Zeitelhofer, über Erinnerung, Verantwortung und den langen Weg, Geschichte ins Heute zu holen.