Schwarz-Rot: Neustart ohne Euphorie! (Express) - podcast episode cover

Schwarz-Rot: Neustart ohne Euphorie! (Express)

May 01, 20256 min
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Summary

Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren die rein pragmatische schwarz-rote Arbeitskoalition, die laut Friedrich Merz 'ohne Euphorie' startet. Sie beleuchten die kritischen Aspekte der Regierungsbildung und die Erwartungen an die neue Regierung. Im Interview spricht Annegret Kramp-Karrenbauer über Carsten Linnemanns Rolle und den Umgang der Union mit der AfD, während musikalische Vorschläge für Kanzler Olaf Scholz' Zapfenstreich gemacht werden.

Episode description

Tickets für den Pioneer LIVE-Podcast „Celebrating Democracy“ mit Jörg Thadeusz und Karina Mößbauer in Hamburg gibt es hier.

Diesem Anfang wohnt kein Zauber inne: Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren in dieser Podcast Folge die rein pragmatische Arbeits-Koalition auf einer Basis „ohne Euphorie“ (Friedrich Merz) von Union und SPD und geben Bundeskanzler Olaf Scholz musikalische Tipps für seinen Zapfenstreich.

Im Interview der Woche: Die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp Karrenbauer spricht mit Karina Mößbauer über die Entscheidung von Carsten Linnemann trotz Aussicht auf einen Ministerposten in der neuen Bundesregierung doch CDU-Generalsekretär bleiben zu wollen und wie sich die Union künftig politisch gegenüber der AfD abgrenzen sollte.

Im kürzesten Interview der Berliner Republik spricht Volker Resing, Ressortleiter „Berliner Republik“ bei CICERO, mit Karina Mößbauer über den Evangelischen Kirchentag, die anstehende Kanzlerwahl und das SPD-Mitgliedervotum.


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Transcript

Podcast Intro und Live-Event-Ankündigung

Bevor wir jetzt gleich anfangen mit Hauptstadt, das Briefing unserem Podcast. Wollen wir ankündigen, dass wir uns der Öffentlichkeit zeigen. Es wird ungefähr so sein, wie wenn Kate und William in die Öffentlichkeit treten auf dem Balkon. Allerdings zeigen wir uns in Hamburg, Carina. Gutes Intro, denn du weißt, du bist ja mein Traumprinz.

Und ich freue mich, dass wir unsere Premiere feiern, jetzt auch live on stage. Und wir wollen sprechen über Merz und zwar am Tag vor seinem großen Tag der Kanzlerwahl, wo er dann zum 10. Kanzler der Bundesrepublik gewählt wird. Voraussicht nach. Und an diesem großen Tag haben wir unseren großen Tag. Die Celebrating Democracy Tour ist, liebe Norddeutsche, in Hamburg auf der Reeperbahn im Operettenhaus an der Reeperbahn. Da sind wir, da sind alle mit dabei. Aber Steingart wird da sein.

Speaker ist selbstverständlich da, Aleph wird da sein. Unsere fantastische Celebrating Democracy Band ist auf der Bühne und Carina und ich eben auch. Also nichts wie hin am kommenden Montag, aber jetzt erstmal hier unser Hauptstadt, das Briefing.

Analyse der Schwarz-Roten Koalition

Wir haben für diesen Koalitionsvertrag manche Kritik bekommen. Es ist keine Euphorie. Union und SPD, ich gehe noch weiter, haben sich als Partner auch nicht gesucht. Diese Koalition... ist auch kein gesellschaftspolitisches Projekt. Es ist keine Euphorie. Heute ist Freitag, der 2. Mai. Herzlich willkommen zur Hauptstadt.

Das Briefing, wir beschäftigen uns heute selbstverständlich damit, welchen Wandel wir denn nun zu erwarten haben, nachdem mindestens die CDU alles klar gezogen hat, der SPD-Mitgliederentscheid vorliegt und auch die SPD-Mitglieder sich in ihrer Mehrheit dafür... entschieden haben, mit der CDU, CSU in die nächsten vier Jahre zu gehen. Carina, du hast ein sehr interessantes Gespräch geführt.

Genau, ich habe gesprochen mit der ehemaligen Generalsekretärin und der ehemaligen Vorsitzenden der CDU, was sie unter anderem ihrem Nachfolger Carsten Linnemann rät, wie sehr er Beinfreiheit hat überhaupt. als Generalsekretär einer Kanzlerpartei und außerdem auch, wie die Union mit der AfD umgehen sollte. Annegret Kramp-Karrenbauer bei uns im Gespräch. Annegret Kramp-Karrenbauer gehört zu den Leuten, zu den Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsministern, zu den Regierungen.

die mit einem großen Zapfenstreich aus ihrem Amt verabschiedet worden sind. Großes Zeremonial der Bundeswehr ist eigentlich das größte Zeremonial, das die Bundeswehr hat. Und wir wollen uns nachher auch noch Gedanken darüber machen, wer hat da eigentlich welche letzte Aussage mitgenommen?

in den Ruhestand und was können wir Olaf Scholz für seinen großen Zapfenstreich am kommenden Montag denn an die Hand geben für den Fall, dass er noch keine Lieder gefunden hat, die er dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr mitteilen kann. Die Selbstbeschreibung dieser sich formierenden schwarz-roten Koalition ist ja Arbeitskoalition, also denkbar nüchtern, schnörkellos.

sachbetont und zweckorientiert. Und Merz hat ja in seiner Rede diese Woche auf diesem kleinen Parteitag, dem Bundesausschuss, auch nochmal betont, dass es... keine Euphorie geben kann und sollte in Zeiten wie diesen. Und er legt offenbar Wert darauf, dass irgendwie keine Aufbruchsstimmung. entsteht und keine Glücksgefühle. Und jetzt kann man sagen, ja, das ist ja vielleicht einfach nur realistisch, weil Überschwang wäre irgendwie auch nicht so...

Glaubwürdig würde möglicherweise sogar eine kognitive Dissonanz auslösen, weil es ist ja eher so eine Notnagel-Koalition. Alle wissen, diese beiden Partner haben nur zusammengefunden, weil es eben nichts Besseres gab. Und man kann auch sagen, dieser neue, irgendwie asketische oder unpräzenziöse Auftritt, dieses sich eben nicht so sehr an sich selbst berauschen und keine Kapriolen, das ist ja was, was den Deutschen grundsätzlich auch sympathisch ist und immer zu...

Zuspruch findet, also vielleicht gar nicht so unintelligent. Es ist, glaube ich, auch echt gut, dass es eine gewisse Frischzellenkur gibt, dass Expertise von außen kommt, Carsten Wildberger, Katharina Reiche. Aber er hat ja schon auch so eine neue Demut an den Tag gelegt, insofern, dass er ja sogar am Montag bei seinen... Ich habe mich in den Koalitionsverhandlungen oft gefragt, ob wir uns das zutrauen.

Und er war auch sehr selbstkritisch. Er hat gesagt, in vielen ist der Koalitionsvertrag einfach zu vage geblieben. Diese Kritik gab es ja eben auch aus den eigenen Reihen, insbesondere von der Jungen Union beim Thema Sozialreformen.

Und da war er schon sehr reflektiert. Ich finde, dass er schon den Eindruck erweckt, dass er durchaus weiß, dass die Herausforderungen so groß sind, dass er auch eine gewisse Zeit braucht, bis die Maßnahmen, die dann getroffen werden oder die vielleicht noch kommen, weil es gibt ja auch viele Kommissionen, also vieles ist ja bislang noch unklar.

die Wirkung sich erst nach einiger Zeit einstellen wird. Ich habe es auch so verstanden, wenn man ihm dazu hörte, dass er zumindest klar machen wollte, mir ist die Lage klar. Und mir kam so ein Bild, dass da ein Mann, also ein 69-jähriger Mann wie Friedrich Merz sitzt. auf seiner Terrasse möchte eigentlich einen Kaffee trinken, aber oben im ersten Geschoss seines Hauses werfen die Leute von der Entrümpelung schon die Möbel aus dem Fenster.

An dieser Stelle blenden wir uns aus. Wenn Sie die gesamte Folge von Hauptstadt das Briefing mit Jörg Thaddeus und Carina Mössbauer hören möchten, dann werden Sie doch gerne Pionier. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf thepionier.de. Vielen Dank, dass Sie damit unseren werbefreien Journalismus unterstützen.

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