#002 Blass, Kalt, Taub: Das Raynaud-Phänomen - podcast episode cover

#002 Blass, Kalt, Taub: Das Raynaud-Phänomen

Jan 29, 202119 minSeason 1Ep. 2
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Episode description

Nasskaltes Wetter oder eine extreme Stresssituation können der Auslöser sein, wenn die Finger plötzlich erblassen, kalt werden und schrecklich anfangen zu schmerzen. Beim sogenannten Raynaud-Phänomen kommt es in bestimmten Situationen zu einer Überreaktion der Blutgefäße. Doch nicht immer ist so ein Anfall besorgniserregend, weiß Jens-Ole Graf, Oberarzt im Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg. 

Welche Formen des Syndroms es gibt und warum es überwiegend bei Menschen auf der Nordhalbkugel vorkommt, erklärt er Moderator Harald Pignatelli in einer neuen Folge von Gut Durchblutet. Jens-Ole Graf ist Facharzt für Innere Medizin und Angiologie im Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin-Zehlendorf. Er gehört zum Team des standortübergreifenden Gefäßzentrums Berlin-Brandenburg. 
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Transcript

Einführung in das Renault-Phänomen

Herzlich willkommen zu unserem Gespräch rund um Ihre Gefäßgesundheit des Gefäßzentrums Berlin Brandenburg der Johannesstift Diakonie. Wir möchten in diesem Podcast eine Orientierungshilfe für interessierte Bürgerinnen und Bürger sein und Fragen beantworten. Mein Name ist Harald Pinietelli. Schön, dass Sie dabei sind. Heute freue ich mich ganz besonders, dass Jens Ole Graf bei uns ist.

Er ist Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin und Angiologie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie. Geschafft? Wunderbar. Aber da sind wir herzlich willkommen. Schön, dass Sie da sind. Ja, ebenfalls guten Tag und vielen Dank, dass ich hier heute sprechen darf. Ich freue mich drauf. Gille fragen um ein ganz besonderes Thema heute. Manche Menschen kennen das schon.

Es geht um ein gewisses Taubheitsgefühl in den Armen, in Beinen, in den Händen, um Schmerzen, die teilweise auch anfallsartig auftreten, um eine weiß-rote Verfärbung zum Beispiel auch der Haut. Es dreht sich also das Renault-Phänomen. Was genau ist das? Ja, das Renault-Phänomen ist eine Erkrankung, die im 19. Jahrhundert erstmalig beschrieben wurde. Und wie man schon sich das denkt, dem Herrn Renault, der das 1962 erstmalig wissenschaftlich veröffentlicht hat.

Und er beschrieb ein Phänomen, wo ein anfallsartiges verfärbende Haut beobachtet wurde. Und zwar zunächst eine Weißfärbung. gefolgt von einer Blaufärbung und dann von einer Rotfärbung. Und es bot sich an als Franzose, dass er das Ganze dann unter dem Stichwort Trikolore-Phänomen zusammengefasst hat, entsprechend den Farben der französischen Fahne. Das Renault-Phänomen ist gar nicht so selten. Man sagt, dass fünf bis zehn Prozent der Menschen in Nordamerika, Europa, also auf der Nordhalb

Ursachen und Auslöser des Renault-Phänomens

dieses Phänomen kennen. Es ist so, dass es eine interessante Verteilung gibt. Norden nimmt das dramatisch zu und zum Äquator hin verschwindet es fast. Wenn Sie sagen, zum Norden hin nimmt es zu, dann bin ich gleich dabei. Kälte könnte was damit zu tun haben. Richtig. Welche Faktoren spielen da also mit rein? Das Renault-Phänomen, dieser Anfall, der wird ausgelöst durch bestimmte Reize. Und der Hauptreiz, den wir kennen, das ist die Kälte.

Und die Kälte wirkt dann besonders gut, wenn noch die Nässe dazu kommt, weil Nässe führt dazu, dass auf der Haut die Wärme abgeleitet wird. Also nasskaltes Wetter ist prima Renault-Wetter. Jetzt, Dr. Internet, ich habe mich natürlich auch so bisschen schlau gemacht. Was ist der Unterschied zwischen einem primären, gibt es nämlich, und einem sekundären Renault-Phänomen? Das Renault-Phänomen, das muss man sich klarmachen, das ist erst mal für sich keine Krankheit.

Sondern ein Renault-Anfall ist etwas Natürliches. Jeder von uns wird im Laufe seines Lebens Renault-Anfälle bekommen. Das, das einen Krankheitswert hat, bestimmt die Häufigkeit und die Intensität dieser Anfälle. Und kommt man erst mal dahin, dass wir so etwas wie einen Krankheitswert erkennen und die Leute sich bei uns vorstellen, lautet die erste Aufgabe für die Kollegen. Ist das ein Renault-Phänomen? Jawoll. Und wenn es das ist, haben wir ein primäres oder ein sekundäres Renault-Phänomen.

Und was versteht man nun darunter? Beim primären Renault-Phänomen liegen keine strukturellen, das heißt fassbaren Veränderungen oder Ursachen vor, dass es zu diesen Anfällen kommt. Kein Stoßen, kein Schneiden, kein sowas. Ja, oder zum Beispiel eine Arthrosklerose, das heißt Verstopfung der Arterien oder eine Rheumaerkrankung oder zum Beispiel die Einnahme bestimmter Medikamente, die zu Renault-Anfällen führen könnte. All diese Dinge liegen dann nicht vor.

Das heißt, der Mensch ist eigentlich richtiggehend gesund. Er leidet nur unter der Überreaktion seiner Gefäße, die dann zu gehäuften Renault-Anfällen führen. Können wir erst mal ins Gesicht lächeln und sagen, Sie sind kerngesund, Sie werden lange leben. Alles, was Sie tun müssen, Sie müssen sich von den Reizen, die diese Anfälle auslösen, fernhalten. Reize können eben sein Kälte. Nässe, Vibrationen, ganz wichtig ist auch Stress. Stress führt dazu, dass wir innerlich angespannt sind.

Da spüren unsere Gefäße, wenn man so will, und neigen dann zu gehäuften Anfällen. Deswegen hat es durchaus Sinn, dass Menschen, die unter stressigen Situationen leiden, lernen, über autogenes Training das positiv zu beeinflussen. Das können Vibrationen sein. Vibrationen, das ist eine sehr spannende Sache. Man hat festgestellt, dass bestimmte Berufe mit vibrierenden Maschinen dazu geführt haben, dass diese Arbeiter gehäuft Renor-Anfälle entwickelt haben.

Das wurde sogar als Berufserkrankung anerkannt. Und man hat die Maschinen verändert. Das heißt, ganz andere Vibrationsfrequenzen sind heute in diesen Maschinen verarbeitet, sodass es dazu eigentlich nicht mehr kommen soll. Das heißt also auch überlegen, wie sieht mein Arbeitsplatz aus? Sportliche Tätigkeiten, können die auch mit hineinspielen? Ja, es ist so, dass Sport grundsätzlich immer richtig ist und gesundes Leben natürlich auch. Aber nicht jeder Sport ist für jede Erkrankung das Richtige.

Und beim Renuo-Anfall ist es dazu, dass alles, was dazu führt, dass unser Blut, ich sage es mal in Anführungszeichen, eindickt, ist nicht unmittelbar fördernd für dieses Phänomen.

Primäres vs. sekundäres Renault-Phänomen

Das bedeutet, mache ich exzessiven Sport, ich sage nur Hochgebirgswanderungen, Langstreckenläufe und powere mich so richtig aus, verliere viel Flüssigkeit, dann kann es durchaus sein, dass ich einen Renou-Anfall oder das Phänomen provoziere. Richtig gut für Patienten mit einem Renou-Phänomen sind Handübungen, wo ich die Muskulatur der Hände stärke. Also das heißt, so kleinere Dinge für meine Händetour.

Zum Beispiel die Ibebälle, dann gibt es hier solche Kraftspanner, die kann man da auf und zu machen. Das sind förderliche Dinge und alles in Maßen nicht exzessiv. Hab ich Sie richtig verstanden? Primäres Renault-Syndrom. Der Mensch ist kerngesund, kann damit leben. Wann wird's gefährlich? Gefährlich im Sinne für den Patienten und seine Lebenszeit ist eigentlich nur die Grunderkrankung, die so einem Renault-Phänomen zugrunde liegen kann.

Und das ist die wichtige Aufgabe der Ärzte, die sich damit beschäftigen, herauszufinden, haben wir zum Beispiel eine Rheumaerkrankung, die im Hintergrund schwebt, vielleicht noch nicht richtig erkannt ist. Manchmal wissen wir. dass das Renovhenomin Jahre einer Rheumaerkrankung vorausgehen kann. Dann bestimmte Medikamente oder auch absichtlich eingenommene Drogen können solche Reno-Anfälle auslösen.

Wir haben Bluterkrankungen, die zu einer Verdickung des Blutes führen, wenn bestimmte Blutbestandteile gehäuft auftreten, die Verstopfungen verursachen. Und natürlich das große Feld, wenn die Arterien erkranken, Vaskulitis. Atherosklerose etc. Ich höre heraus, dass der Patient, der zu Ihnen kommt mit Symptomen, die er vielleicht nicht einordnen kann, dann aber auch sehr offen und ehrlich sein muss im Gespräch mit Ja, das gilt immer, wenn man beim Arzt ist.

Und man darf es ja auch sein, weil das Arzt-Patienten-Verhältnis ist ein Besonderes. Es dringt nichts nach außen. Wichtige Informationen werden ja nicht veröffentlicht. Also man sollte ehrlich sein, das ist ganz klar. Insbesondere wenn es die Lieblingsthemen geht, wie zum Beispiel das Zigarettenrauchen, was gerade, wenn wir über das Renault-Phänomen reden, eine ganz besondere Rolle spielt. Das Nikotin löst letzten Endes immer eine Art Renno-Anfall aus. Im ganz Kleinen.

Kennen wir, die Finger werden kühl. So ist es. Wenn man so will, ist das schon ein kleiner Renault-Anfall. Das ist sehr interessant. Erst mal beobachtet sich der Patient. Dann geht er meist zu seinem Hausarzt, stellt sich dort vor. Der sagt, ja, das könnte was sein. Und sollte dann diesen Patienten zu einem Rheumatologen oder Angiologen überweisen, der sich mit dem Renault-Phänomen beschäftigt. Man braucht so ein kleines Equipment.

Und dazu gehört vor allem, dass wir erstmal die Durchblutung der großen Gefäße in den Armen und Beinen grundsätzlich messen und feststellen, es dort schon mal eine Durchblutungsstörung. Die meisten dieser Patienten haben keine solche Durchblutungsstörung. Man beobachtet dann selber, guckt sich also genau die klinischen Zeichen an. Wundheilungsstörungen, kleine Veränderungen der Haut können Hinweise sein für ein schweres Renovierphänomen.

Dann tun wir das, was man in seinem Leben eigentlich nicht tun soll. Wir provozieren das Renault-Phänomen, indem wir ein Eisbad haben, 10 Grad ist das. Wir sind also sanft zu dem Patienten. Und dort tungt er seinen Finger rein für eine Minute. Das ist sehr erstaunlich. denjenigen, kein Renault-Phänomen hat, kommt das relativ harmlos vor. Für Patienten mit einem Renault-Phänomen kann es sein, dass wir das nach 10 Sekunden abbrechen müssen.

Diagnose und Symptome

Weil diese Reaktion auf diese Kälte so exzessiv ist, dass die Leute sofort einen sehr starken Schmerz haben. Ja, ein stechender Schmerz? Ist das so was wie ein lehmender Schmerz? Ich glaube, jeder von uns kennt das. Ich sage, es kommt auf die Kälte drauf an. Wenn wir mal wieder Winter haben mit viel Schnee, dann sage ich jedem, er stecke seine Hand mal einfach in den Schnee hinein. Und dann spürt man diese Schmerzen, die kommen über kurz oder lang.

Bei den Patienten mit Renault-Phänomenen ist es nur so, dass eben schon so ein Zehn-Grad-Wasser meistens ausreicht, einen starken Anfall auszulösen. Wenn der Patient dann die Finger wieder rausnimmt kommt es darauf an, wie schnell erwärmt sich jetzt wieder die Hand. Denn dass wir ein Kältegefühl haben bei dieser Kälte, das ist ja was ganz Normales. Und es ist auch normal, dass unser Körper sagt, an diese Stelle, da schicke ich jetzt mal nicht mein Blut hin, weil sonst kühlt mein Körper aus.

Er schließt also die kleinen Gefäße. Aber sobald er merkt, die Zeit ist wieder vorbei, ich bin wieder im Warmen, würde der Körper auf die Idee kommen, jetzt mache ich... natürlich damit die Haut sich wieder wohlfühlt, die Gefäße auf und es kommt zu einer normalen Wiedererwärmung. Und das können wir messen in einer Kamera, der Thermokamera. Und dort filmen wir dann die Wiedererwärmung sozusagen. in der Regel ein normaler Bürger hat nach fünf Minuten wieder warme Finger, zehn Minuten spätestens.

Der Renopatient oftmals nach 30 Minuten noch nicht. Und an diesen Klinischen Veränderungen der Hautfarbe, dieser verzögerten Wiedererwärmung und der Überreaktion auf das Kältebad definieren wir dann. Hier haben wir es mit einem Renault Phänomen zu tun. Es gibt ja Menschen, haben immer warme Hände. Und es gibt Menschen, die haben sehr schnell kalte Hände. Gibt es da auch eine Kausalität? Gibt es da Zusammenhänge? Richtig.

ist so, nicht jeder, der unter kalten Fingern leidet, automatisch ein Renault-Phänomen. Hier muss man noch mal unterscheiden. Im Volksmund redet man ja von den Kaltfüßlern oder unterstellt Frauen, dass sie immer kalte Füße haben. Da ist kein Und dieses Bild habe ich extra nicht. Das ist richtig. Man muss also noch mal unterscheiden, das Renault-Phänomen, dort liegt die Betonung auf dem anfallsartigen Überreagieren. Aber Sie sprechen da was Richtiges an. Es gibt Mischbilder.

Und für den Patienten, der jetzt dauerhaft einfach nur unter sehr kalten Fingern leidet, ist es letzten Endes manchmal nicht ganz so wichtig, sind sie anfallsartig oder nicht. Für uns Ärzte Wir sollten die Differenzierung hinbekommen, weil man muss noch mal unterscheiden zu den Patienten, dauerhaft unterkühlte Extremitäten haben. Dort gibt es noch mal andere Krankheitsbilder, die auch dazu führen. Jetzt ist ein Renault-Phänomen diagnostiziert. Wie sieht die Behandlung aus?

Ja, die Behandlung ist am Anfang sehr simpel. Es geht darum, dass man den Patienten klar macht, dass es einen Reiz gibt und dieser Reiz führt zu dem Anfall. Und deswegen ist das erste, was man tut, Reiz vermeiden. So ist es. Wärme und Trockenheit. Mein Lieblingsbeispiel in diesem Bereich ist eine Frau, die tatsächlich zu uns gekommen ist. Sie beklagte sehr, dass sie bei der Arbeit immer Renault-Anfälle bekommen hat und sie arbeitete als Fleischverkäuferin.

Und hatte diese kalten, feuchten, großen Fleischberge immer von links nach rechts gebracht und litt wahnsinnig darunter. Sie konnte das nicht auslösen. Sie permanente Anfälle. Was haben wir gemacht? Wir haben lange mit ihr geredet. Sie hat in einem großen Supermarkt gearbeitet und verkauft heute Brötchen. Trocken und warm. Und das kann sie wunderbar tun. Und das erklärt eigentlich anhand dieses schönen Beispiels,

Behandlungsmöglichkeiten und Prävention

alles, was man so tun sollte für sich. Das beginnt, dass die Patienten, die unter Renaud-Anfällen leiden, im Herbst sich frühzeitig wärmende Sachen anmachen. Das ist bisschen lächerlich. Da ist es gerade mal September, da ziehen die schon Handschuhe an. Aber so ist es. Wollhandschuhe, schön warm. Es ist so, dass die Schuhe etwas dicker ausfallen müssen, gute Sohlen. Bei manchen Patienten reicht das.

Bei denen, wo das nicht reicht, gibt es heute ein Tolles Equipment an Bergsteiger und Sportsocken mit kleinen Akkus dran, die wirklich super warm halten und davon profitieren die Patienten erheblich. Der einzige Nachteil ist, dass die sehr guten und wirklich wertigen Produkte in diesem Bereich auch gehörig teuer sind und man sollte da also seinen Geburtstag oder Weihnachten nutzen auf dem Plan. Hör ich da raus, dass Medikamentös nicht behandelt werden muss. Doch, kommt aber erst mal danach.

Ganz wichtig ist eben, dass man guckt, wie helfen mir diese Maßnahmen, die ich genannt habe. Und da kann manchmal es auch hilfreich sein, dass man so ein Tagebuch führt und die Häufigkeit dieser Anfälle sich aufzeichnet, damit man auch die Erfolge der eingeleiteten Maßnahmen nachweisen kann. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen und die Leute erheblich unter diesen Renault-Anfällen leiden?

gibt es die Möglichkeit, niedrig dosierte Tabletten einzunehmen, die eigentlich dafür da sind, den Blutdruck zu senken. Wir wissen, dass es verschiedene Mechanismen zum Senken des Blutdrucks gibt und eine bestimmte Sorte. Die Peripheren und Calcium-Antagonisten können dann diese Krämpfe in den Arterien, die zu den Fingern oder Zähnen führen, auflösen. Und so mancher Patient hat dadurch eine deutliche Erleichterung. Nachteil ist, dass der Blutdruck ein bisschen absinkt.

Und viele von den Renaud-Patienten sind junge Menschen mit eher niedrigem Blutdruck und leiden dann eher dann wieder unter dem niedrigen Blutdruck. Also Antriebslosigkeit. Ja, oder Schwindel. Also hier ist der Arzt gefragt und man muss sich da so ein bisschen ranarbeiten. Andere Patienten benutzen im Anfall auch eine Nitratsalbe, die man auf die Hände aufträgt und die sehr hilfreich sein kann.

Diese Nitrate führen zu einer Erweiterung der Gefäße und das kann den Patienten in diesen Renanfällen manchmal helfen. Man muss aber wissen, dann hat man so eine Salbe auf den Händen und nicht immer ist das günstig, wenn man gerade irgendeine Arbeit verrichtet. mit einer wärmenden Salbe sowas wie Teufelskralle bringt.

In der Medizin gilt grundsätzlich, wer heilt hat recht und jeder Renaud-Patient wird im Laufe seines Lebens diverse Dinge ausprobieren und ich bin immer begeistert, wenn Patienten zu mir kommen und haben dann so einen kleinen Geheimtipp auf Lager, höre mir das immer gerne an und manche von denen habe ich schon bei. Ausgepresste Zitrone am Morgen mit warmem Wasser getrunken soll den Blutdruck senken. Ja. Da sage ich nur, wem es schmeckt. Gerne. Sie haben gerade auch von Heilung gesprochen.

Welche Aussichten gibt es denn bei der Behandlung eines Renault Phänomens auf Heilung? also die Leute mit dem primären Renault-Phänomen haben ja, wie gesagt, gar keine schwerwiegende Grunderkrankung. Hier reicht Beobachtung und das Meiden der Reize. Und die meisten Patienten finden ihren Weg in der Begleitung. Und wir untersuchen sie von Zeit zu Zeit und gucken, ob sich eine Zweiterkrankung, die das begründet, dieses Renault-Phänomen, entwickelt.

Die anderen Patienten, die schon eine Grunderkrankung haben, Dort ist natürlich der Weg gezeichnet, dass man diese Grunderkrankung behandelt, dass Rheuma beim Rheumatologen oder bestimmte Medikamente ändert. Und je nachdem, was man für die Patienten und für diese Grunderkrankung dann tun kann, danach richtet sich der Verlauf.

Aussichten und Fazit

Dann bedanke ich mich an dieser Stelle für die vielen Informationen, die wir rund ums Renault-Phänomen jetzt von Ihnen bekommen konnten. Vielen Dank, Jens Ole Graf. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, erreichen Sie das Gefäßzentrum Berlin Brandenburg im Evangelischen Krankenhaus Hubertus unter 030 81 008 223. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie in den Show Notes.

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